Studie: Nur 11 % der Generation Z wollen ihren Verbrauch von Einweg-Plastik reduzieren.

Generation Z: Nur 11 % der zwischen 1998 und 2016 Geborenen in Deutschland wollen verringern ihren Verbrauch von Einweg-Plastik aktiv verringern, sagt eine Studie von OC&C Strategy Consultants. Bei den Millennials sind es 21 %, bei den Babyboomern 41 %. Soziale Verantwortung sei für die Generation Z bei Kaufentscheidungen zwar wichtig, Gleichstellung und Vielfalt hätten dabei aber Vorrang vor der Umwelt.
horizont.net

Stoiber: Deal zwischen BMW und FC Bayern steht.

BMW wird "strategischer Partner" des FC Bayern – spätestens ab 2025. Bisher und seit 2011 ist Audi der exklusive Autopartner des Münchener Fußballclubs. Bayern-Aufsichtsrat Edmund Stoiber bestätigt den Deal, der über zehn Jahre laufen soll und den Anteil von 8,33 % am Club umfasst, den derzeit Audi hält. Beobachter schätzen das Volumen auf 800 Mio Euro.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Sparkassen wollen Apple Pay mit EC-Karte anbieten.

Apple Pay: Die Sparkassen wollen ihren Kunden noch dieses Jahr das Bezahlen per iPhone anbieten – allerdings in Verbindung mit der Girocard (EC-Karte). Deutsche Apple-Pay-Nutzer müssen bisher eine Kreditkarte in ihre virtuelle Geldbörse stecken. Die Sparkassen argumentieren mit der Verbreitung der EC-Karte und wollen Visa und Mastercard keine Gebühren abgeben.
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Wettbewerbszentrale mahnt Tesla wegen Irreführung bei den Preisen ab.

Tesla muss die Preise der Modelle S, X und 3 im deutschen Markt ändern. Die Wettbewerbszentrale hat den E-Autohersteller abgemahnt, wegen "Irreführung potenzieller Interessenten" und Verstoß gegen die Preisangabenverordnung. Tesla wirbt auf seiner deutschen Website neben dem realen Kaufpreis auch mit einem Preis "nach geschätzten Einsparungen", der sich laut Tesla durch Steuervergünstigungen und eingespartes Benzin ergeben soll.
automobilwoche.de (Paid), autobild.de

Flixbus plant Kauf des Konkurrenten Eurolines.


Für grüne Autobahnen: Flixbus fährt weiter auf der Überholspur und will nun auch den Konkurrenten Eurolines schlucken. Das Münchner Startup verhandelt dazu als exklusiver Gesprächspartner mit Eurolines-Eigner Transdev – der Konzern will sich auf Nah- und Regionalverkehr konzentrieren. Eurolines und die Marke Isilines befördern laut Transdev jährlich 5 Mio Reisende in 500 Bussen, wichtige Ziele sind London, Brüssel, Amsterdam und Barcelona.

Mit einer Übernahme würde Flixbus seine Dominanz auf den rechten Fahrstreifen der Autobahnen untermauern. Mit Lichthupe von hinten droht aber auch der Konkurrent BlaBlaBus, der schon bald zahlreiche Ziele in Deutschland anbieten will. Flixbus ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen, Postbus ging in Flixbus auf und die Bahn fährt mit dem IC Bus nur noch auf wenigen Linien. (Foto: Arne Dedert / dpa / Picture Alliance)
handelsblatt.com, turi2.de (BlaBlaBus)

Basta: Werbe-Profi Mario Balotelli vermarktet seinen Torjubel auf Instagram.

Balla-Balla-Balotelli: Super-Stürmer Mario Balotelli dehnt das fußballerische Regelwerk zwecks Markenbildung. Im Spiel Marseille gegen Saint-Etienne lässt sich Balottelli ein Handy reichen und bejubelt sein 1:0 per Instagram Story. Medien berichten über @mb459 – während Balotellis Manager mit den Werbeverträgen wohl immer noch um die Eckfahne tanzt.
twitter.com (21-Sek-Video), instagram.com

Tui und der chinesische Online-Reisevermarkter Ctrip kooperieren.

Tui und der chinesische Expedia-Rivale Ctrip verbünden sich, schreibt das "Handelsblatt". Alle 150.000 Sightseeing- und Event-Aktivitäten aus Tuis Sparte Destinations Experiences sollen über Ctrip vermarktet werden. Der Online-Reisevermarkter hat in China 200 Mio Nutzer monatlich und steht damit an der Spitze des Marktes. Tui-Vorstandschef Fritz Joussen will neue Kunden besonders in Schwellenmärkten wie Südostasien gewinnen.
handelsblatt.com

Zitat: Die Deutschen sind zu risikobewusst, sagt der Bayer-Chef.

"Hätte Amerika unsere Vorschriften, wären Amazon oder Google dort wahrscheinlich nie so erfolgreich geworden. Mit voller Hose gewinnen Sie eben keinen 100-Meter-Lauf."

Werner Baumann, Bayer-Boss und Glyphosat-Glaubensbruder, sieht in Deutschland "bei Zukunftstechnologien eine extreme Betonung des Vorsorgeprinzips" am Werk. Er sieht zu viel "Risikobewusstsein" und zu wenig "Chancenorientierung".
welt.de

Autovermieter Sixt baut sich zur Mobilitäts-Plattform um.


Unternehmer Erich Sixt, 74, wandelt sich vom Vermieter analoger Autos zum Chef einer digitalen Plattform. Sixt beschäftigt nun mehr Entwickler als Mietstationen-Leiter. (Foto: Matthias Balk / dpa / Picture Alliance)

Pullacher Plattform-Ökonomie: Sixt verwischt die Grenzen zwischen Autovermietung, Carsharing und Taxi-Vermittlung – und erfindet sich als Digitalunternehmen neu. Im Berliner Stadtgebiet stehen ab sofort 750 Autos bereit – Nutzer können einen Wagen per Smartphone für Minuten mieten oder ihn Tage später in Köln abgeben. Die meisten der weltweit 240.000 Fahrzeuge sollen künftig spontan per Handy zu öffnen sein. Über die Sixt-App können außerdem Taxis und Chauffeur-Dienste in 250 Städten gebucht werden. In den USA kooperiert das bayerische Familienunternehmen aus Pullach mit dem Uber-Konkurrenten Lyft.

Die Funktionen Rent, Share und Ride stehen in einer Sixt-App bereit. Dazu haben 600 Entwickler die bestehenden Plattformen ausgebaut, verflochten und in die Cloud ausgelagert. Schon heute erreichen die Server 1 Mrd Preisanfragen pro Tag, viele davon automatisiert durch Suchmaschinen und Vergleichsportale. Sixt setzt bei den Preisen auch auf künstliche Intelligenz: Der iPhone-Nutzer in München sieht deshalb andere, tendenziell höhere Preise, als der Computer-Nutzer in Cottbus.
about.sixt.com, gruenderszene.de, "FAZ", S. 21 (Paid), turi2.de (Background)

McFit wird zu RSG und will sich breiter aufstellen.

McFit: Der Konzern hinter den kostengünstigen Krafthallen heißt künftig RSG. Gründer Rainer Schaller will mit neutralem Namen zum Plattform-Unternehmer werden, schreibt Thomas Tuma. Ein dutzend sportliche Firmen gibt es schon. In den USA plant Schaller Studios für 250 Dollar Monatsbeitrag, in Oberhausen Gratis-Training im Tausch gegen Daten und auch von einem TV-Kanal träumt Schaller.
"Handelsblatt", S. 22 (Paid)

Weight Watchers speckt nach Neuausrichtung beim Gewinn ab.

Weight Watchers, mit abgespecktem Namen nur noch WW, lässt die Pfunde Gewinne purzeln. Der Image-Wechsel vom Abnehm- zum Wellness-Konzern zeigt nicht die gewünschte Wirkung. Im 4. Quartal schrumpft der Gewinn um 30 % auf 43,8 Mio Dollar. Der Umsatz wächst zwar um knapp 6 % auf 330 Mio Dollar, doch die Wall Street hatte mehr erwartet. Nun plant WW eine fette Werbe­kampagne mit Großaktionärin Oprah Winfrey.
faz.net, manager-magazin.de

Meinung: Marke spielt bei der Wahl des Baumarktes nur eine untergeordnete Rolle.

Marken spielen für Kunden von Baumärkten in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle, sagt eine Umfrage von Bazaarvoice. 61 % der deutschen Kunden würden den bevorzugten Markt nach der räumlichen Nähe aussuchen, 53 % nach dem Preis. Nur für 19 % sei der Markenname entscheidend. In Großbritannien spiele die Marke bei 34 % der Kunden und damit eine größere Rolle.
wuv.de

Tech-Firmen drängen mit teils überzogenen Bewertungen an die Börse, sagt Aktienstratege Matt Maley.

Startups wie Uber, Airbnb und Pinterest drängen 2019 mit einer häufig zu hohen Firmenbewertung an die Börse, sagt Matt Maley, Aktienstratege des Vermögensverwalters Miller Tabak. Uber könnte mit über 90 Mrd Dollar bewertet werden - so viel wie die größten US-Autobauer Ford und General Motors zusammen.
"Handelsblatt", S. 28-29 (Paid), turi2.de (Background)

Sparkassen wollen Apple Pay einführen.


Wenn's um Geld geht, iPhone: Die Sparkassen geben sich geschlagen und "führen sehr positive Gespräche mit Apple", um den Bezahldienst Apple Pay für ihre Kunden einzuführen. Noch im Dezember protestierte der Verbund kommunal getragener gemeinnütziger Banken, dass Apple "seine NFC-Schnittstelle nicht für andere Anbieter öffnet", etwa für die eigene Bezahl-App der Sparkasse.

Der Erfolg der eigenen App war offenbar nicht so durchschlagend. Sparkassen-Kunden, die mit iPhone oder Apple Watch bezahlen wollen, hilft bisher nur ein Konto einer anderen Bank.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Dirk Stascheit

Aus dem Archiv von turi2.tv: Die Deutsche Bank wird digital – ein Besuch in der Frankfurter Digitalfabrik (Archiv: 10/2017).

- Anzeige -

BMW und Daimler bündeln ihre Mobilitätsdienste und schaffen einen neuen globalen Player, der nachhaltige urbane Mobilität konsequent zum Nutzen der Kunden umsetzt. Der Verbund umfasst die fünf Joint Ventures REACH NOW (Multimodal), CHARGE NOW (Charging), FREE NOW (Taxi Ridehailing), PARK NOW (Parking) und SHARE NOW (Carsharing).
daimler.com

Warren Buffett kündigt "Megakauf" nach Holding-Verlust an.

Warren Buffett verliert mit seiner Holding-Gesellschaft Berkshire Hathaway im letzten Quartal 25,4 Mrd Dollar als Folge von Kursrückgängen. Buffet kündigt einen "Megakauf" an, ohne Details zu nennen. Von Google oder Facebook halte er sich aber fern, weil er sie nicht bewerten könne. Unter den Beteiligungen sind bisher Firmen wie Apple oder Coca-Cola.
handelsblatt.com, "FAS", S. 23 (Paid)

Zitat: Verlage sollten wie Karl Lagerfeld auf Wiederholungen verzichten, sagt Gerhard Steidl.

"Karl Lagerfeld hat sich nie wiederholt. Der Grundfehler von Verlagen ist, sich zu wiederholen. Ist ein Kochbuch erfolgreich, wird eine Kochbuchreihe gemacht. Funktioniert ein Romantyp, werden ähnliche verfasst."

Gerhard Steidl, Verleger von Karl Lagerfeld, sagt im "Welt"-Interview, was Verlage vom verstorbenen Modeschöpfer lernen könnten.
"Welt", S. 25 (Paid)

Lese-Tipp: Patricia Riekel erinnert sich an ihre Begegnungen mit Karl Lagerfeld.

Lese-Tipp: Ex-"Bunte"-Chefredakteurin Patricia Riekel porträtiert im "Focus" ihren langjährigen Freund Karl Lagerfeld. Der Modezar sei ein Meister der Selbstinszenierung gewesen, der die Mechanismen erfolgreichen Marketings schon frühzeitig verstand. Er war bekennender Egoist, der quasi eine Maske als Schutzpanzer trug, Nähe konnte Lagerfeld nur schlecht ertragen. Sich selbst hielt er eigentlich für langweilig und spießig. Auch der "Spiegel" macht mit Lagerfeld auf.
"Focus" 9/2019, S. 20 - 31 (Paid), "Spiegel" 9/2019, S. 50 - 61 (Paid)