Der Erotikhändler Beate Uhse ist erneut insolvent.

Beate Uhse steht erneut nackt da, berichtet die "Wirtschaftswoche". Die Muttergesellschaft be you GmbH sowie die drei Tochterunternehmen hätten am Mittwoch Insolvenz angemeldet. Der Jurist Sven-Holger Undritz ist vorläufiger Insolvenzverwalter. Bereits 2017 hatte Beate Uhse Insolvenz angemeldet. Nach Abschluss des Verfahrens entstand unter Regie des Finanzinvestors Robus Capital die be you GmbH als neue Muttergesellschaft.
wiwo.de, turi2.de (erste Insolvenz), turi2.de (be you GmbH)

Hör-Tipp: Flixbus-Mitgründer Daniel Krauss über seine pädagogischen Wurzeln.

Hör-Tipp: Ein Unternehmer kann nicht immer der "Nice Guy" sein, sagt Daniel Krauss im Podcast des "manager magazins". Der Flixbus-Mitgründer erklärt, wie er seine Ausbildung als Pädagoge und seine Leidenschaft als Programmierer bei Flixbus unter einen Hut bringt. "Ein Unternehmen aufzubauen ist ja letztlich ein groß angelegtes, auf Erfolg ausgerichtetes Sozialexperiment," sagt Krauss. Er vergleicht den Expansionskurs von Flixbus mit dem Kribbeln im Bauch bei einer Achterbahnfahrt. Angst sei ihm in diesem Zusammenhang fremd.
omny.fm (22-Min-Video)

Talkshow-Auftritt von VW-Chef Diess könnte juristisches Nachspiel haben.

Volkswagen: Der ZDF-Auftritt von VW-Chef Herbert Diess bei der Talkshow "Markus Lanz" könnte juristische Folgen haben, schreibt das "Handelsblatt". Diess sprach im Interview von "Betrug". Das Landgericht Oldenburg und Anwälte von Geschädigten prüften, ob dies als Schuldeingeständnis zu werten sei. VW kontert, die Aussagen seien nicht im "rechtstechnischen Sinne" zu verstehen.
handelsblatt.com

Allianz fordert eine gesonderte Erfassung von E-Roller-Unfällen.

Safety first: Rund einen Monat nach Start der E-Roller in Deutschland, fordert die Allianz als größter Versicherer Europas von der Polizei künftig eine gesonderte Erfassung von E-Roller-Unfällen. Für den Betrieb eines E-Rollers ist in Deutschland eine Kfz-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Um die Prämie zu kalkulieren, fehlen den Versicherern bisher Daten. Die Unfallforscher der Allianz gehen von einem Anstieg der Unfallzahlen aus.

Sicherheitsexperten könnten mit mehr Daten "Fehlentwicklungen und typische Unfallmuster" erkennen und frühzeitig Gegenmaßnahmen empfehlen, argumentiert die Allianz. Sowohl Kollisionsunfälle als auch Alleinunfälle seien künftig mit E-Rollern vermehrt zu erwarten. Erste Statistiken vom Juni sollen im August vorliegen.
manager-magazin.de, "FAS", S. 18 (Paid)

Zahl des Tages: Deutsche Bank investiert 7,4 Mrd Euro in den Konzernumbau.

Zahl des Tages: Scharfkantige 18.000 Jobs streicht die Deutsche Bank in ihren Konzernumbau weg vom Investmentbanking, danach blieben insgesamt rund 74.000 Stellen übrig. Der Umbau soll rund 7,4 Mrd Euro kosten.
spiegel.de, handelsblatt.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Die Deutsche Bank wird digital – ein Besuch in der Frankfurter Digitalfabrik im Sommer 2017.

Wirecard spricht von allen Dax-Konzernen am häufigsten über Digitalisierung.

Wirecard thematisiert die Digitalisierung im Vergleich aller Dax-Konzerne am häufigsten, sagt eine Auswertung der CEO-Reden von der WBS-Gruppe. Laut dem Bildungsanbieter reden Henkel und Infineon ebenfalls viel über Themen wie künstliche Intelligenz. Vergleichsweise selten kommen die analysierten Stichworte bei RWE, Deutscher Post, Fresenius oder Vonovia vor.
t3n.de, wbs-gruppe.de

Audi schafft gedruckte Kataloge ab.


Vorsprung durch Digitalisierung: Audi verzichtet ab Sommer 2020 weltweit auf gedruckte Fahrzeugkataloge, schreibt die "Automobilwoche". Der Autokonzern spart sich damit den Druck von jährlich drei Mio Exemplaren. Der Aufwand rechnet sich nicht mehr, sagt Audi.

Bis die Kataloge fertig ausgeliefert seien, gebe es bereits aktuellere Inhalte, die künftig digital zu finden sind. "Es ist ein gigantischer Aufwand, ihn zu erstellen, zu redigieren, zu drucken, auszuliefern. Und bis er im Handel ist, ist er eigentlich schon fast wieder veraltet", erlärt der Digital-Chef Sven Schuwirth der "Automobilwoche".
automobilwoche.de (Paid)

Amazon-Gründer Jeff Bezos bleibt auch nach Scheidung reichster Mann der Welt.

Amazon: Die Ehe zwischen MacKenzie und Jeff Bezos ist auf den Tag genau 25 Jahre nach Gründung des Onlinehändlers geschieden, meldet die Agentur Bloomberg. Die Ex-Frau erhält knapp 19,7 Mio Amazon-Aktien, womit sie einen Anteil von 4 % hält. Auf dem Milliardärsindex von Blomberg landet die Autorin auf dem 22. Rang. Jeff Bezos bleibt der reichste Mann der Welt.
manager-magazin.de

Meinung: "Playboy" ist Gegenstück zur Emanzipation.

Playboy muss sich in Zeiten von #MeToo-Feminismus neu erfinden, schreibt "Spiegel"-Autor Tobias Becker über die Zukunft des Magazins ohne Burda. Magazin-Erfinder Hugh Hefner erfand den "modernen Mann" als Gegenstück zur weiblichen Emanzipation. Mit einer schlankeren Kostenstruktur könne das lukrative Eventgeschäft neue Impulse bringen, das bereits heute ein Viertel der Erlöse ausmache.
spiegel.de (Paid), turi2.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Florian Boitin arbeitet in seinem Traumjob (November 2016)

Discounter Lidl plant eigenes Bezahlsystem für Smartphones.

Lidl will ein eigenes Bezahlsystem über Smartphones aufbauen, schreibt die "Lebensmittelzeitung". Lidl Pay solle in ganz Europa eingeführt werden, in Spanien laufe derzeit ein Test. 2020 könnte das Bezahlsystem in Deutschland starten. Lidl Pay funktioniere über eine App des Discounters und einen QR-Code. Lidl hat die Pläne bisher nicht bestätigt.
lebensmittelzeitung.net (Paid) via faz.net

Historiker kritisiert laxen Umgang der Bahlsen-Familie mit Nazi-Vergangenheit.

Bahlsen: Die Eigentümerfamilie hätte seit Jahrzehnten über ihre Nazi-Vergangenheit Bescheid wissen können, kritisiert Historiker Manfred Grieger. Bahlsen hat ihn beauftragt, die Firmengeschichte aufzuarbeiten. Das Geschichtsinteresse der Familie sei offenbar "bereits nach der Lektüre der verklärenden Firmenchroniken erschöpft" gewesen. Verena Bahlsens Aussagen hält er für "erschütternd naiv". Sie treffe aber keine Alleinschuld, "wenn Opa erzählt und ihm alle glauben".
"Spiegel" 28/2019, S. 76 (Vorabmeldung), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Verena Bahlsen das Keks-Business umkrempelt (Dezember 2018):

Berufe mit Zukunft: U wie Unternehmenssprecherin – Gabriele Hässig.


Die Zuhörerin: Gabriele Hässig spricht als Unternehmenssprecherin für Procter & Gamble – aber eigentlich hört sie lieber zu, sagt sie im Porträt von Peter Turi für die turi2 edition #8. Sie erklärt, dass das Kommunikationsgeschäft härter geworden ist und sie und ihr Team mit einem Ohr "always on" sind. Das ganze Porträt lesen Sie hier als Online-Text und hier im kostenlosen E-Paper.

Nikolaus Röttger gründet Kommunikationsberatung.

Zukunftsgeschichte: Nikolaus Röttger gründet gemeinsam mit Corinna Kassner und Eike Lucas die Kommunikationsberatung Future Story. Sie beraten digitale Unternehmen zu Zukunftsthemen, Innovation und Transformation. Alle drei haben früher bei "Wired" zusammengearbeitet.
linkedin.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Nikolaus Röttger will auf Papier und digital Kontext schaffen und einordnen. (2015)

"Handelsblatt": Die Telekom will sich von 40 Shops trennen und 1.200 Stellen streichen.


T(ief)-punkt: Der T-Punkt, einst Markenkern der Telekom, gerät auf das Abstellgleis, berichtet das "Handelsblatt". Von rund 500 eigenen Geschäften sollen 40 wegfallen. Von den 4.500 Stellen seien mittlerweile 1.200 unnötig. Grund: Statt die Shops zu besuchen, würden viele Kunden Geräte und Dienstleistungen mittlerweile online bestellen. Details zu den Umbauplänen und einen Zeitplan will die Konzernspitze laut dem "Handelsblatt" zeitnah mit dem Betriebsrat verhandeln.

In der Spitze hatte die Telekom über 1.100 Filialen, davon gehörten rund 800 dem Unternehmen. Aktuell sind es laut "Handelsblatt" etwa 1.000 Verkaufsstellen, wovon 500 eigene Filialen seien. Zuletzt habe die Telekom jährlich bis zu 20 Shops geschlossen oder in Partnergeschäfte umgewandelt.
"Handelsblatt", S. 18 (Paid)

Vorwerk produziert Thermomix statt in Wuppertal künftig in China.

Vorwerk verlagert die Produktion seiner Küchenmaschine Thermomix von Wuppertal nach China, berichtet die "Rheinische Post". 200 Stellen fallen am Stammsitz weg, bis zu 85 Mitarbeiter erhalten betriebsbedingte Kündigungen. Einzelne Komponenten wie Motoren und Messer will Vorwerk weiterhin in Wuppertal herstellen. Geräte für den europäischen Markt sollen auch künftig aus dem Thermomix-Stammwerk in Frankreich kommen.
rp-online.de (Paid) via n-tv.de

"tz": Hintertür-Forderung von BMW ließ Deal mit Bayern München scheitern.


Abseits: BMW hat sich beim Sponsoring-Deal mit dem FC Bayern München selbst ins Aus geschossen, berichtet die "tz". Der Autobauer habe einen Tag vor Vertragsunterzeichnung ein Hintertürchen in den Vertrag einbauen wollen und den Deal somit selbst torpediert. Der FCB hat die Gespräche über ein Sponsoring ab 2025 bekanntermaßen wegen "fehlender Vertrauensbasis" abgesagt.

Nun fordert der Verein nun laut "FAS" 20 Mio Euro von BMW, da ein Vorvertrag bereits unterzeichnet gewesen sei. Der im Anschluss mit Audi abgeschlossene Vertrag bringe weniger ein als die mit BMW vereinbarten 800 Mio Euro, wofür btw nun zur Kasse gebeten werden soll.
tz.de via horizont.net, turi2.de (Background)