"Es ist wie in einer Beziehung" – DM-Kommunikationschef Mario Bertsch über Kooperationen mit Influencern.


Beziehungspflege: Das Anbahnen von Influencer-Kooperationen läuft wie in einer Beziehung, findet Mario Bertsch, beim Drogerie-Händler DM zuständig für Kommunikation und Influencer Marketing. Wie in einer Beziehung müsse man sich erst einmal kennenlernen, ein bisschen miteinander ausgehen und den anderen mal zum Essen einladen. "Das ist meistens ein langwieriger Prozess", sagt Bertsch im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des Innovation Day Beauty von Gruner + Jahr.

Im Markenmix der Filialen konkurriere "jede Marke mit der anderen" aufgrund des begrenzten Platzangebots. Das Ziel sei, den Kunden immer "das relevanteste Sortiment anzubieten". Dazu gehörten eben auch "kleine Highlights" – in Form von eigenen Marken, oder aber einer "Innovation von einem Industriepartner".
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Keks-Erbin Verena Bahlsen weist Kritik nach OMR-Aussage zurück.

Widerspruch: Keks-Erbin Verena Bahlsen weist in "Bild" einen Zusammenhang zwischen ihren Aussagen bei der OMR-Konferenz ("Ich will Geld verdienen und mir Segel-Jachten kaufen") und dem Einsatz von Zwangsarbeitern bei Bahlsen im Zweiten Weltkrieg zurück. Bahlsen habe die Zwangsarbeiter "gut behandelt", sie selbst sei "noch nie auf einer Segel-Jacht" gewesen und habe auch nicht vor, "eine zu kaufen."
"Bild", S. 2 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Wie Verena Bahlsen das Keks-Business umkrempelt (Archiv 12/2018).

Lese-Tipp: So entstand die Browser-Partnerschaft zwischen Microsoft und Google.

Lese-Tipp: Microsoft kooperiert mit Google, um vom schnellen Entwicklungstempo der Browser-Konkurrenz nicht eingeholt zu werden, skizziert Jens Minor die Motive der Tech-Allianz. Die lukrativen Synergieeffekte könnten sich für Microsoft negativ auswirken, wenn die Browser-Entwicklungsarbeit mit Mitbewerber Google den eigenen Produkten schade.
googlewatchblog.de

"Ganzheitliches Marketing" – L’Oréal-Manager Stefan Geister will Mitarbeiter zu Influencern machen.


Haltung ist das neue Marketing: Stefan Geister, bei L'Oréal Deutschland verantwortlich für Apotheken-Marken wie Vichy und CeraVe, krempelt Führungsstruktur und Marketing im Konzern um. Im Interview mit "Horizont" und turi2.tv am Rande des Innovation Day Beauty von Gruner + Jahr erklärt der Manager, wie L'Oréal sich zum nachhaltigen Unternehmen gewandelt hat. Sein Ziel: Jeder Mitarbeiter soll Botschafter der Marken und Influencer für die Kunden werden.

Nachhaltigkeit und Zufriedenheit der Mitarbeiter lässt sich der Konzern im neuen Hauptquartier in Düsseldorf einiges kosten: Auf dem Dach summen Bienen, aus speziellen Wasserleitungen sprudelt Mineralwasser. Privilegien wie designierte Parkplätze und Chef-Büros sind abgeschafft, statt mit dem Flugzeug reisen Chefs und Mitarbeiter, wo immer es geht, mit der Bahn. "Unser Engagement muss von Herzen kommen und ehrlich gemeint sein", sagt Geister.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Basta: Abgefahren.

Tete-a-tete im Tesla: Eine Amateur-Pornodarstellerin filmt einen Clip im Tesla. Das Intermezzo findet während der Fahrt auf einer texanischen Autobahn statt, der Tesla ist im Autopilot-Modus. Elon Musk freut sich über die Werbung, Kritiker mahnen, dass die Hände beim Fahren an andere Schaltknüppel gehören.
gq-magazin.de

Wiederkehrende Sound-Logos stärken Vertrauen in Marken.

Audio-Branding wird für Marken mit der Verbreitung von Sprachassistenten und anderen rein audio-basierten Systemen zunehmend wichtiger, sagt Philipp Schweidler, Gründer der Schweizer Agentur Department of Noise. Ein Audio-Logo sei das "klangliche Destillat einer Marke, runtergedampft auf etwa drei Sekunden". Sound erzeuge unterbewusst Emotionen und trage bei Wiedererkennung zur Vertrauensbildung bei.
persoenlich.com

Handelskonzern Metro will Real an Immobilien-Investor Redos verkaufen.

Metro will seine angeschlagene Supermarkt-Kette Real an ein Konsortium um den Immobilien-Investor Redos verkaufen. Die Firma ist auf Immobilien für den Einzelhandel spezialisiert. In einer Ad-hoc-Mitteilung teilt Metro mit, Redos wolle Real als Ganzes kaufen, Metro soll aber zunächst mit 24,9 % am operativen Geschäft beteiligt bleiben.
sueddeutsche.de, handelsblatt.com, metroag.de, turi2.de (Background)

Flyeralarm Frauen-Bundesliga: Thorsten Fischer will den Frauenfußball populärer machen.


Marketing-Doppelpass: Flyeralarm ist ab kommender Spielzeit fünf Jahre lang Namenssponsor der Frauen-Fußballbundesliga. Thorsten Fischer, Gründer und Chef des Online-Druckhauses, wünscht sich im turi2.tv-Interview am Rande der Pressekonferenz von DFL und Flyeralarm, dass Frauen-Fußball und Druckerei voneinander profitieren: "Wir haben als Flyeralarm bewiesen, dass wir wissen, wie man eine Marke aufbaut."

Fischer tritt in große Fußstapfen: Bisher ist der Versicherungs-Konzern Allianz Namenssponsor. Flyeralarm bringt aber Fußball-Erfahrung mit – bei den Spielen der Männer-Fußball-Nationalmannschaft läuft Flyeralarm-Werbung auf der Bande. Im heimischen Würzburg trägt das Stadion der drittklassigen Kickers den Namen der Online-Druckerei.

Weitergehende Pläne, wie etwa ein vom Unternehmen gesponserter Mannschafts-Aufbau – wie Red Bull es in Leipzig macht und Dietmar Hopp in Hoffenheim – hat Fischer allerdings nicht: "Ein Sieg in der dritten Liga schmeckt im Zweifel genauso gut wie ein Sieg in der ersten Liga."
turi2.tv (4-Min-Interview bei YouTube)

Mitarbeit: Markus Trantow

Lese-Tipp: OMR-Gründer Philipp Westermeyer helfen Todsünden beim Marketing.

Lese-Tipp: OMR-Gründer Philipp Westermeyer erklärt auf der Bühne seiner Konferenz Online Marketing Rockstars, was die Marketingbranche von den sieben Todsünden abschauen kann. Zum Thema Geiz sagt er, dass Marken heutzutage eine Strategie für Verkaufs-Events wie den Black Friday und für Deal-Plattform wie billiger.de bräuchten.
horizont.net

Aus dem turi.tv-Archiv: OMR-Chef Philipp Westermeyer über Influencer Marketing und Personal Branding. (01/2017)

Pepsi baut neues Werk in Mexiko und investiert 4 Mrd Dollar.

Pepsi will bis 2020 rund 4 Mrd Dollar in Mexiko investieren. Der Brause-Konzern baut ein neues Werk, das 3.000 Arbeitsplätze schaffen soll, und will lokale Rohstoffe für 1 Mrd Dollar einkaufen. US-Präsident Donald Trump dürfte das nicht erfreuen, er appelliert an US-Unternehmen, Arbeitsplätze im eigenen Land zu schaffen - aber Trump trinkt ja eh lieber Diet Coke.
handelsblatt.com

turi2 edition #8: Sybille Kircher über Namen und den Erfolg ihrer Träger


Nomen est omen: Welchen Einfluss haben Vor- und Nachname auf den Erfolg eines Menschen? Tatjana Kerschbaumer trifft sich für die turi2 edition #8 mit Sprachwissenschaftlerin und Namensfinderin Sybille Kircher. Sie sprechen darüber, dass auch ein Kevin erfolgreich sein kann und dass Niggemeier, Kress und Turi besser als Müller und Pawlaczyk sind. Weiterlesen…

Österreich: Telekom bündelt UPC und T-Mobile Austria unter neuer Marke.

Telekom fusioniert in Österreich die Marken UPC und T-Mobile zu Magenta Telekom und investiert 20 Mio Euro in die Umstellung. Der Konzern hat den TV- und Festnetzanbieter UPC vor anderthalb Jahren übernommen. Die neue Marke soll die Zugehörigkeit zum deutschen Mutterkonzern verdeutlichen, sagt Österreich-Chef Andreas Bierwirth. Die Billig-Mobilfunkmarke Telering will die Telekom spätestens Anfang 2020 einstellen.
derstandard.de

VW-Chef Herbert Diess wird Gast-Chefredakteur bei "Welt".

Welt holt VW-Chef Herbert Diess (Foto) für einen Tag als Gast in die Chefredaktion. Die Zeitung widmet sich am Dienstag dem Thema Mobilität der Zukunft. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt, bekennender Porsche-Fan, verspricht "eine besondere Ausgabe" zum 100. Geburtstag des Autos.
axelspringer.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch (Archiv: 01/2019).

"Süddeutsche Zeitung": Burda gilt beim ADAC als Favorit für Mitgliedermagazin-Auftrag.

ADAC LogoBurda hat als bislang einziger Bewerber ein Konzept für die Produktion des ADAC-Mitgliedermagazins im ADAC-Verwaltungsrat präsentiert und gilt damit als Favorit, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Es gehe um einen dreistelligen Millionenbetrag ab 2020, auch Springer sei an dem Deal interessiert. Derzeit verhandle der ADAC "mit zwei renommierten Großverlagen", widerspricht ein ADAC-Sprecher einer Vorentscheidung.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Politik darf UMTS-Fehler bei 5G nicht wiederholen, warnt der Vodafone-Chef.

Mobilfunk: Deutschland sollte die 5G-Einnahmen in Funkmasten investieren, sagt Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter (Foto) im Gespräch mit Springer-Manager Christoph Keese in der "Welt am Sonntag". Nirgendwo in Europa dauert der Bau von Funkmasten länger als in Deutschland, kritisiert Ametsreiter die Bürokratie. Die Politik dürfe die UMTS-Fehler bei 5G nicht wiederholen.
"Welt am Sonntag", S. 34 (Paid)

N26 will im dritten Quartal in den USA starten.

N26 will in "acht bis zwölf Wochen" in die USA expandieren, sagt N26-Gründer Valentin Stalf im "FAS"-Interview. Der N26-Chef verteidigt die Online-Bank nach Sicherheitsbedenken aufgrund geplünderter Konten. Auch klassische Banken kämpften gegen Phishing. N26 hat Fehler in der Kommunikation nach den Betrugsversuchen gemacht, räumt Stalf ein.
"FAS", S. 27 (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Unternehmen stehen nicht immer hinter ihren Werbebotschaften.

Werbung: Wenn Firmen Haltung zeigen, geht das wie am Beispiel Deutsche Bahn nicht immer gut, beobachtet Catrin Bialek im Gespräch mit Reputationsexperten. Unternehmen müssten sich vergegenwärtigen, in welchem Markt welche Botschaften problematisch werden könnten. Der Wunsch nach Aufmerksamkeit sei häufig größer als die verkündete gesellschaftliche Überzeugung.
handelsblatt.com

Aus dem turi2-Archiv: Wie Bahn-Chef Richard Lutz die Medien erlebt (02/2019).

Bahn entwickelt App für Carsharing, Mietfahrräder und E-Scooter.

Deutsche Bahn überarbeitet unter dem Namen "Mobimeo" ihre App DB Navigator grundlegend. Neben Zug- und ÖPNV-Tickets sollen Nutzer damit auch Carsharing betreiben sowie Mietfahrräder und E-Scooter buchen können, schreibt der "Spiegel". Der Konzern investiert einen dreistelligen Mio-Betrag und hofft, es entsteht die führende deutsche Mobilitäts-App.
"Spiegel" 19/2019, S. 62 (Paid)

Otto und Ströer wollen ein Vermarktungs-Joint-Venture gründen.


Big-Data-Dating: Ströer und Otto planen ein gemeinsames Unternehmen für Werbevermarktung und Targeting namens OS Data Solutions, an dem jede der Firmen 50 % hält. Sie kooperieren bereits seit zwei Jahren bei der Vermarktung. Das Joint Venture soll die gemeinsame Speicherung, Auswertung und Nutzung der Daten vereinfachen. Außerdem entsteht dabei einer der größten deutschen Datenpools mit mehr als 50 Mio Datensätzen.

Ziel sei ein lokales Gegenstück zum Werbeinventar der US-Internetkonzerne, sagt Torsten Ahlers, Chef der Otto Media Group. Die Zustimmung des Bundeskartellamts steht noch aus – danach wollen die Unternehmen mehr zu Produkten und Personalien sagen.
wuv.de

Coca-Cola bringt aromatisierte Colas für den Mix mit Alkohol auf den Markt.

Kein Alkohol ist auch (k)eine Lösung: Brausebrauer Coca-Cola, zunehmend unter Druck durch die Zuckerabkehr der Kunden, wendet sich nun an Rum- und Whiskeytrinker. Der Konzern bringt Spezial-Colas heraus, die mit Alkohol gemixt werden sollen. "Spicy", "Woody", "Smoky" und "Herbal" sind zunächst in Großbritannien erhältlich. Coca-Cola hat erst kürzlich angekündigt, auch in den Kaffee-Mixgetränke-Markt einzusteigen.
wuv.de

VW investiert zweistelligen Mio-Betrag in Kommunikation zur E-Mobilität.

Volkswagen startet ein Jahr, bevor der elektrische VW ID losrollt, eine der größten Kommunikationskampagnen seiner Unternehmensgeschichte: Sie besteht u.a. aus Influencer-Filmen, Produkt-Teasern und einem Spot, der zum DFB-Pokalfinale zum ersten Mal läuft. VW hat dafür außerdem mehr als 50 % der Werbeflächen Berlins gebucht. Der Aufwand sei nötig, weil E-Mobilität ein "tiefgreifender Wandel" ist, für den eine konventionelle Markteinführungsstrategie nicht funktioniere, so VW-Marketingchef Jochen Sengpiehl. Die Kampagne setzt sich aus fünf Teilkampagnen zusammen.
wuv.de

Meinung: Höttges, Kaeser und Zetsche sind Vorzeige-Socialmedia-Nutzer.

Chefsache Social Media: Telekom-Chef Tim Höttges (Foto), Siemens-Chef Joe Kaeser und Daimler-Chef Dieter Zetsche sind das Vorzeige-Dreigestirn der Dax-Chefs in den sozialen Medien, schreibt Daniela Strasser. Höttges und Kaeser kommentierten gesellschaftliche oder politische Anlässe, Zetsche setze auf Humor. Antje Neubauer, Marketing-Chefin der Deutschen Bahn, will via Social Media "sprachfähig und ansprechbar sein". Thjnk-Mitgründer Michael Trautmann helfen Facebook und Instagram beim Aufbau von Communities.
"W&V" 05/2019, S. 37 – 42 (Paid)