Nutella wirbt unfreiwillig gegen die AfD.

Nutella muss als nächste Marke für eine Anti-AfD-Werbung herhalten. Am Berliner Breitscheidplatz hängt ein Plakat mit dem Satz "Lieber braun aufs Brot als braun im Kopf!" - keine offizielle Werbung von Ferrero. Eine Organisation namens Stay Behind Foundation hat die Fotos zuerst veröffentlicht. Vor einer Woche warb ein gefälschtes Coca-Cola-Plakat mit dem Slogan "Für eine besinnliche Zeit: Sag' Nein zur AfD!".
horizont.net, facebook.com (Fotos)

Video-Tipp: Aufsteiger Frank Thomsen beantwortet den Unterwegs-Fragebogen.

Video-Tipp: Frank Thomsen ist unterwegs – auf der Karriereleiter nach oben. Der Kommunikations- und Marketing-Chef von Gruner + Jahr ist heute frisch befördert worden und nun zusätzlich Publisher aller News- und Wissens-Marken. Für die turi2 edition #7 beantwortet der gebürtige Flensburger den Unterwegs-Fragebogen: Thomsen erzählt von seiner Weltreise zu Studienzeiten und über sein Lebensziel, gerecht zu bleiben.
turi2.tv (2-Min-Video), turi2.de (Background)

Die turi2 edition #7 gibt es hier im kostenlosen Blätter-PDF.

Das große Gespräch mit Julia Jäkel von der Launchparty zur turi2 edition #7:

Keine Chips, kein Frischkäse: Jan Spielhagen über Möglichkeiten und Grenzen der Magazin-Marke "Beef".


Vom Magazin zur Marke: Vor neun Jahren hat Jan Spielhagen das Männer-Kochmagazin Beef erfunden, heute rührt er als Food-Chef in den Töpfen aller Koch-Zeitschriften von Gruner + Jahr – und "Beef" ist weit mehr als ein Zwei-Monats-Titel. Das Heft verkauft Messer, Pfannen, Kühlschränke und lädt seine Fans in ein eigenes Grill-Restaurant. "Es gibt schon ein paar Produkte, die mir einfielen, die man noch machen könnte unter der Marke 'Beef'", sagt Spielhagen im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv. Aber er sieht auch Grenzen: Chips oder Frischkäse mit "Beef"-Logo will Spielhagen sich nicht vorstellen.

Reicht Print allein nicht mehr? Braucht ein erfolgreiches Magazin Umsatz außerhalb des Zeitschriften-Regals? "Wir könnten mit 'Beef' auch sehr gut von reinen Vertriebs- und Anzeigenerlösen leben", sagt Spielhagen, nimmt die zusätzlichen Merchandising- und Lizenz-Euros aber gerne mit. Voraussetzung sei, dass das Magazin "weiterhin wahnsinnig gut ist". Mit manchen Produkten mache er seine Leser auch einfach "glücklich", sagt Spielhagen und freut sich auch selbst über den "Beef"-Adventskalender. 4.500 Kisten mit 24 Fleisch-Spezialitäten und Küchenprodukten zum Preis von 70 Euro waren in Windeseile ausverkauft.
turi2.tv (5-Min-Video)

Lese-Tipp: Deutsche Post will mittels Cookies adressbezogene Werbung verschicken.

Lese-Tipp: Deutsche Post will unbekannten Webseiten-Besuchern physische Mailings zuschicken, erklärt Dirk Görtz, Dialogmarketing-Chef der Post, im Interview mit "Werben & Verkaufen". Die beim Surfen gespeicherten Cookies sind einer Mikrozelle mit jeweils etwa 6 Haushalten zugeordnet. DSGVO-konform plane die Post die Nutzung dieser Adressdaten. Somit könnten Autointeressenten automatisch Prospekte erhalten, wenn sie zuvor online ein Auto konfiguriert haben. Der Streuverlust sinke, selbst wenn auch der Nachbar die Werbepost erhalte.
"Werben & Verkaufen" 50/2018, S. 56-62 (Paid)

Supermarktkette Real streamt WM-Spiel der deutschen Hockey-Nationalmannschaft.

Real streamt das dritte Vorrundenspiel der deutschen Hockey-Nationalmannschaft bei der WM in Indien am Sonntag. Fans können das Spiel gegen Malaysia kostenlos im kürzlich gestarteten Web-TV-Format RealTV ansehen. Dafür einigte sich die Supermarktkette mit dem Streaming-Anbieter Dazn, der die WM ansonsten exklusiv in Deutschland überträgt.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Studie: Modemarken machen 20 % ihres Umsatzes im Onlinegeschäft.

E-Commerce macht für Modemarken bereits 20 % des gesamten Handelsvolumens aus, ergibt eine Studie von Boston Consulting Group und Zalando. Bis 2020 soll der Anteil auf 25 % ansteigen. Nur 13 % der Unternehmen nutzen Personalisierung in E-Mails oder Social-Media-Posts für ihr digitales Marketing. Auf Kunden zugeschnittenes digitales Marketing­ könne laut der Studie den Unsatz um bis zu 15 % ankurbeln.
locationinsider.de

Zitat: Ralf Strauß empfiehlt Marketern, sich nicht an Buzzwords entlang zu hangeln.

"Alle unterhalten sich über so was wie Programmatic-Advertising und kaum einer hat verstanden, wie es funktioniert."

Ralf Strauß, Präsident des Deutschen Marketing Verbands, wünscht sich im "Absatzwirtschaft"-Interview einen reflektierteren Umgang mit neuen Technologien wie Blockchain oder KI. Die meisten Dienstleister würden nur die Schlagwort streuen, anstatt "mal tief Luft zu holen" und sich zu informieren.
absatzwirtschaft.de

Grey regelt die Nachfolge von Poppema; Florio, Kirner und Bieber übernehmen.

Grey, Werbeagentur aus dem WPP-Reich, regelt die Nachfolge für Noch-Chef Dickjan Poppema (Foto) mit einem internen Dreiteriler, berichtet wuv.de. Daniel Bieber, 37, übernimmt als Operativchef und trägt den Titel General Manager. Dazu kommen Strategiechef Kim Florio, 38, und Fabian Kirner, 40, als Kreativchef. Einen neuen Digitalchef wird es nach dem Abgang von André Schieck nicht geben.
wuv.de, turi2.de (Background), turi2.de (Schieck)

"Alles hinterfragen": Wie Verena Bahlsen das Keks-Business umkrempelt.


Kein Stein Keks auf dem anderen lassen: Verena Bahlsen hat eine feste Stimme, tausend Ideen und die Rückendeckung von Papa. Mit dieser Wucht rollt die 25-Jährige das Unternehmen Bahlsen von außen auf. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv spricht sie Klartext: "Wir können uns nicht in bestehenden Systemen weiterentwickeln." Ihre Thesen sorgen beim Innovation Day Food von Gruner + Jahr EMS für Aufsehen – auch, weil sie ganz nebenbei Pläne schmiedet, wie die Marke Bahlsen den mächtigen Supermarkt-Ketten die kalte Schulter zeigen kann.

Verena Bahlsen strebt auf den digitalen Marktplätzen eigene, starke Distributionskanäle für die Bahlsen-Produkte an: "Mein Vater predigt immer: Unabhängigkeit, Unabhängigkeit, Unabhängigkeit ist das Wichtigste für einen Unternehmer und wir sind nicht unabhängig", sagt sie mit Blick auf Rewe, Lidl und Co. Ihre vielen Gedanken laufen im Startup Hermann's zusammen, mit dem Bahlsen zugleich die Lebensmittelindustrie nachhaltiger gestalten will. Dabei stößt sie auch intern auf Widerstände, erzählt sie, denn nicht alle glauben, dass Disruption auch diese Branche erfasst. Verena Bahlsen aber sagt: "Wir denken alle, es passiert nicht, bis jemand anderes es gemacht hat."
turi2.tv (5-Min-Interview bei YouTube)

Wir graturilieren: Julian Weiss wird 46.


Wir graturilieren: Julian Weiss, Marketingchef von RTL, feiert heute seinen 46. Geburtstag erst familiär mit den Kollegen beim internationalen Management-Meeting der RTL Group in Luxemburg und danach familiär zu Hause in Köln. Das privat Beste am abgelaufenen Jahr die inspirierenden Reisen nach Brasilien, Kopenhagen, Griechenland und in die USA.

Für das kommende Jahr wünscht sich Julian Weiss "etwas mehr Frieden, Anstand, Gemeinsinn und Haltung in der Welt". Es darf aber auch gern eine Prise Glück und Gesundheit sein. Gratulationen sind digital und sozial willkommen und kommen u.a. per Mail an.

Mastercard-Marketingchef hält klassische Werbung für überholt.

Informationsüberflutung: Klassische Werbung ist tot, sagt Raja Rajamannar, internationaler Marketingchef von Mastercard, im Apa-Interview. Die Kunden versuchten, Werbebotschaften abzudrehen und würden sie teilweise gar nicht mehr wahrnehmen. Die Erwartungshaltung sei gestiegen: Unternehmen müssten weit über das Produkt hinaus begeistern und auch gesellschaftliches Engagement zeigen.
horizont.net

Wir graturilieren: Bernhard Fischer-Appelt wird 53.


Wir graturilieren: Bernhard Fischer-Appelt, Gründer und Vorstand der Agenturgruppe FischerAppelt, feiert heute seinen 53. Geburtstag. Den Ehrentag verbringt er in Boston, wo er zur Zeit an einem Forschungsprojekt am Weatherhead Center der Harvard Universität arbeitet. Das Beste am abgelaufenen Jahr war der "Blick hinter die Digitalisierungskulisse des Silicon Valley". Besonders spannend dabei war der Ostküstenblick, "der der europäischen Idee erheblich näher ist". Für das kommende Jahr wünscht sich Bernhard Fischer-Appelt ein Heureka. Damit das neue Lebensjahr entsprechend startet, erreichen ihn Gratulationen "ganz old school" per E-Mail oder via WhatsApp. Eines ist sicher: "Ich freue mich auf jeden Fall!"

turi2 edition #7: Martin Moschek im Porträt.


Nur Länder ohne Risiko, erschossen zu werden: Martin Moschek, Adobe-Kommunikationschef für Zentraleuropa, hat neben der Cloud noch eine zweite Liebe: das Fahrrad. Mit ihm ist er weltweit unterwegs und bloggt darüber, für Adobe bringt er Kreative und Digitalisierung zusammen. Anne Fischer porträtiert Moschek für die turi2 edition 7 als Reisenden, der unterwegs gern einfach mal verdreckt im Zelt liegt. Weiterlesen…

Basta: Norwegischer Fischerei-Minister wirbt für Walfleisch.

Wal für die Welt: Der norwegische Fischerei-Minister will seine Landsleute für eine Ernährungs­umstellung begeistern. Die Marketing-Kampagne wirbt jedoch nicht für mehr Gemüse oder weniger Fast Food, sondern für den Verzehr von Walfleisch. Dass Walfang weltweit verboten ist, stört den Minister nicht, er sieht im Walfleisch gar die Lösung zur Bekämpfung des Hungers auf der Welt. Seine Walparole: "Wir können nicht mit Walen reden, aber wir können sie essen."
stern.de

Das kleine Salesforce stachelt die große SAP an.

Salesforce zwingt den deutschen Konkurrenten SAP zu immer schnelleren Entscheidungen und teuren Übernahmen, schreiben Michael Kroker und Matthias Hohensee. Angreifer und Altkonzern buhlen um den boomenden Markt mit Kundendaten-Software, englisch CRM, in der Cloud. Beide wollen möglichst viele Abos für ihre Cloud-Dienste abschließen, denn ein einmal geschlossenes Abo wird selten gekündigt.
"Wirtschaftswoche" 47/2018, S. 60-62 (Paid)

"WiWo": Puma verlängert und zahlt Borussia Dortmund das Doppelte.

Puma bezahlt Borussia Dortmund künftig mehr als das Doppelte, schreibt Peter Steinkirchner. Der Sponsor und Ausrüster soll bislang um die 9 Mio Euro jährlich hinblättern. Puma verlängert den Deal mit dem BVB und produziert das schwarz-gelbe Trikot laut "WiWo" bis mindestens 2025. Konkurrent Adidas spielt beim FC Bayern in einer anderen Liga und zahlt nach Schätzung von Experten jährlich 60 Mio Euro.
"Wirtschaftswoche" 47/2018, S. 8 (Paid)

Der "Economist" reformiert seinen Ruf, um Leserinnen zu locken.

The Economist 150Economist arbeitet an mehr Diversität im Leser(innen)-Marketing. Nur ein Viertel der Abonnenten sind Frauen. 16 Redakteurinnen und Marketing-Mitarbeiterinnen verändern deshalb die Ansprache, schreibt Thomas Hahn: Der "Economist" will nicht mehr aus einer Machtposition von oben herab kommunizieren, sondern häufiger Fragen stellen und den Dialog suchen. An entscheidenden Stellen sitzen Frauen: Zanny Minton ist Chefredakteurin, Marina Haydn Marketingchefin. Der "Economist" gewann zuletzt in Print und Digital Kunden.
"Süddeutsche Zeitung", S. 23 (Paid)

Studie: Britische Marketer nutzen die meisten Bilder nicht professioneller Models.

Shutterstock hat eine Studie beauftragt, die untersucht, wie Marketingfachleute bei Kampagnen auf Diversität achten. Ab der Generation Y, also geboren in den 80ern, tun sie das demnach öfter als ihre älteren Kollegen. Brasilianische Marketer verwenden die meisten Bilder mit Models unterschiedlicher Ethnien, gleichgeschlechtlichen Paaren und Menschen mit Behinderungen. Britische die meisten mit nicht professionellen und androgynen Models.
per Mail

Meinung: Digitale Außenwerbung ist erfolgreich, aber schlecht messbar.

Digitale Außenwerbung ist technisch auf dem neusten Stand, das zugehörige Messsystem aber noch nicht, schreibt "Werben & Verkaufen". Kameras rund um die Plakat-Bildschirme messen häufig zu wenige Kontakte, Wifi-Tracker zu viele. Das Digital Media Institute testet derzeit eine Plattform, die Echtzeitdaten zusammenführe. Manko sei, dass Ströer als größter Anbieter noch nicht mitmache.
"Werben & Verkaufen" 44/2018, S. 26-28 (Paid)

Lagardère will sein Sportgeschäft verkaufen.

Lagardère trennt sich von seinem Sportgeschäft, gibt CEO Arnaud Lagardère bei der Präsentation der Quartalszahlen bekannt. 2006 hat Lagardère die Sportrechteagentur Sportfive übernommen und stieg so ins Sportgeschäft ein. Lagardère vermarktet in Europa unter anderem die Olympia-Medienrechte sowie zahlreiche Fußball-Ligen und Wettbewerbe in vielen weiteren Sportarten.
new-business.de

Bundeswehr startet Serie über die KSK bei WhatsApp.

Bundeswehr zieht es von YouTube zu WhatsApp – mit der neuen Web-Serie "KSK - Kämpfe nie für dich allein" will die Bundeswehr ein "24-Stunden-Serienerlebnis" für die Nachwuchs-Rekrutierung kreieren, schreibt DWDL. Die Serie über die militärische Spezialeinheit läuft ab 12. November dennoch täglich mit einer Folge bei YouTube. Bei WhatsApp sollen rund um die Uhr Nachrichten, Bilder und Videos laufen. Am Abend ergänzt zusätzlich ein zusammenfassender Podcast.
dwdl.de

Thomas Strerath sieht keine Zukunft für Agenturen.

Agenturen und Werbenetzwerke erleben einen langsamen aber sicheren Niedergang, schreibt Thomas Strerath, Ex-Vorstand von Jung von Matt. Agenturen versuchten möglichst viel der Wertschöpfungskette anzubieten, da sie mit ihrem Kern, Kreativität, kaum Geld verdienen könnten. Die Tendenzen zu Automatisierung und maßgeschneiderten Agenturen ließen den alten Playern aber kaum Raum. Künftig würden Consulting und Technologie immer wichtiger.
wuv.de

Video-Tipp: ARD-Doku gewährt tiefe Einblicke in die Unsportlichkeit des Profi-Fußballs.

Video-Tipp: Die ARD verpackt die Football Leaks in sehenswerte 60 Minuten. Ein Autoren-Team begleitet "Spiegel"-Reporter Rafael Buschmann "irgendwo nach Osteuropa" zu einem Treffen mit Whistleblower John. FC-Bayern-Justiziar Michael Gerlinger spricht ungewohnt offen. Ein Filmteam reist nach Katar: Der superreiche Staat hat sich den Verein Paris Saint-Germain gekauft – auch gefördert durch Deals mit dem heutigen Fifa-Chef Gianni Infantino.
mediathek.daserste.de (60-Min-Video), turi2.de (Background)

Zitat: "Zeit"-Geschäftsführer Esser sieht die Industrie in der Verantwortung für die Gesellschaft.

"Werbung für wertvolle Marken gehört in hochwertige redaktionelle Umfelder. Wer diesen offenbaren Zusammenhang leugnet, ist ein Depp."

Rainer Esser, "Zeit"-Geschäftsführer, appelliert an die gesellschaftliche Verantwortung der Marketingverantwortlichen, um Meinungsvielfalt zu sichern.
"Werben & Verkaufen" 45/2018, S. 22-23 (Paid)

BMW behält bei Digitalisierung die "Freude" im Markenkern.

BMW will die "Freude" im Markenkern behalten, auch wenn immer mehr digitale Helfer das Autofahren übernehmen, sagt Pieter Nota aus dem Vorstand. Die digitalen Marketingausgaben sollen wachsen, auch Fernsehen und Kino seien relevant. Das "physische Erlebnis" beim Autokauf bleibt wichtig, BMW will mehr Kundendaten von den Händlern bekommen.
"Werben & Verkaufen" 45/2018, S. 10-17 (Paid)

Philip Morris investiert vierstellig, damit ein Raucher zum Dampfer wird.

Philip Morris investiert rund 1.000 Dollar Marketing-Budget, um einen Raucher auf die Tabak-Dampfmaschine Iqos umzugewöhnen. Konzernchef André Calantzopoulos preist das 100 Euro teure Gerät, das nicht ganz so schnell Krebs macht, in der "FAS" an. Philip Morris ließ Iqos für 4,5 Mrd Dollar entwickeln und wirbt in Deutschland nicht mehr für Marlboro und Co.
"FAS", S. 25 (Paid)