Der Kerl ist baumlang, stinkreich und megaerfolgreich – aber manchmal rutscht ihm bei einem Vortrag das Hosenbein hoch: Mathias Oliver Christian Döpfner, 1963 in Bonn geboren, ist der lebende Beweis dafür, dass Journalisten doch die besseren Verleger sind. Weiterlesen im lexikon2.

Meinung: Zeitungskongress hinterlässt bei Ulrike Simon Widersprüchlichkeiten.

Zeitungskongress wirkt auf Ulrike Simon sehr ambivalent: Einerseits singt BDZV-Präsident Mathias Döpfner ein Loblied auf die Pressefreiheit, andererseits lädt der Verband Bundestrainer Jogi Löw zum PR-Gespräch mit seinem eigenen Pressesprecher ein. Auch das Ergebnis einer vorgestellten Allensbach-Studie scheint widersprüchlich: Die Mehrheit der Bevölkerung halte sich zwar für gut informiert, das Überangebot an Informationen sorge aber zugleich dafür, dass viele sich nur noch "nach Bedarf" informierten und 15 Minuten am Tag für ausreichend hielten.
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Bild des Tages: Mathias Döpfner bereitet sich auf seine Rede beim Zeitungskongress vor.


Einsamer Präsident: Springer-Chef Mathias Döpfner sitzt beim Zeitungskongress in Stuttgart in einer noch leeren Stuhlreihe. Auf dem Schoß liegt sein Redemanuskript, das er konzentriert noch einmal durchgeht. In seiner Rolle als BDZV-Präsident wird Döpfner die Verleger an ihre Verantwortung für freien Journalismus erinnern und von der Politik bessere Rahmenbedingungen für Verlage fordern.
(Foto: Marijan Murat / dpa / Picture Alliance)Kommentieren ...

Zitat: Mathias Döpfner fordert Beschränkungen für ARD und ZDF.

"Ich hoffe sehr darauf, dass die Ministerpräsidenten den Sendern sehr bald klare Grenzen setzen."

BDZV-Präsident und Springer-Chef Mathias Döpfner appelliert beim Zeitungskongress an die Politik, die "gebührenfinanzierte Staats-Presse" von ARD und ZDF einzuschränken. Zudem fordert er, die "staatlich verursachten Kosten" für Zeitungszusteller deutlich zu senken.
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Springer-Chef Mathias Döpfner organisiert Kampagne gegen Erdogan.

Mathias Döpfner organisiert eine Aktion gegen die Politik des türkischen Präsidenten Erdogan. Der Springer-Chef ruft in einem Brief an die Vorstände der Dax-30-Unternehmen zu einer gemeinsamen Anzeigenkampagne auf, berichtet Georg Meck. Bislang sei der Rücklauf gering, weil manche die Eskalation und andere schlechte Geschäfte fürchten.
"FAS", S. 28 (Paid)Kommentieren ...

"Welt am Sonntag" sammelt Geburtstags-Gratulationen an Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Medienmacher, Politiker und Yücels Familie gratulieren in der "Welt am Sonntag" dem inhaftierten "Welt"-Korrespondenten heute zum 44. Geburtstag. Zu den Gratulanten gehören u.a. Ehefrau Dilek Mayatürk Yücel, Springer-Boss Mathias Döpfner, Außenminister Sigmar Gabriel und Comedian Jan Böhmermann.
"Welt am Sonntag", S. 8 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Mathias Döpfner besucht in Ostpolen Vernichtungslager der Nazis.

Lese-Tipp: Mathias Döpfner reist für die "Welt am Sonntag" an den "Tiefpunkt menschlicher Zivilisation", die Nazi-Vernichtungslager von Sobibor, Belzec und Majdanek. Der Springer-Chef setzt mit seiner Reportage ein starkes Zeichen gegen das Vergessen der Nazi-Gräuel und Alltags-Antisemitismus. Den findet er heute etwa in "Hass-Kommentarspalten" auf Facebook und in "israelfeindlichen Kommentaren mancher Medien".

Döpfner beschreibt mit beklemmender Härte die Orte, an denen Millionen Juden noch bis kurz vor Ende des Krieges systematisch vergast oder erschossen wurden. Beim Blick in die Gastkammer von Majdanek überkommt ihn Übelkeit. Sein Foto des schuhkartonartigen Raumes, in dem Hunderttausende starben, füllt ein gutes Drittel der Doppelseite in der Zeitung. Döpfner schließt bitter: Viele der Mörder und ihre Helfer kamen wenig oder ungestraft davon. Einige starben in der Bundesrepublik als hochgeachtete Bürger.
"Welt am Sonntag", S. 8-9, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Wertpapierschützer schätzen Jahresgehalt von Mathias Döpfner auf 19 Mio Euro.

Zahl des Tages: Auf mehr als 19 Mio Euro schätzen die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und die TU München das Jahresgehalt von Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner für 2016 - mehr als alle anderen Dax-Vorstände. Springer widerspricht: Alle vier Vorstandsmitglieder hätten 2016 zusammen 19,2 Mio Euro erhalten, zusätzlich zu einer langfristigen, variablen Vergütung von insgesamt 32,1 Mio Euro, die aber nicht einem einzelnen Jahr zuzuordnen sei. Wie viel der Verlag Döpfner tatsächlich überwiesen hat, verschweigt Springer weiterhin.
faz.net, dsw-info.de1 Kommentar

Bild des Tages: Barack Obama trifft Mathias Döpfner.


Döpfner meets Obama: Wie alle wirkt auch Barack Obama neben Mathias Döpfner etwas.. nunja.. eingelaufen, aber das Lächeln sitzt. Während seines Deutschland-Besuchs ist der Ex-US-Präsident zu Gast bei Axel Springer im Berliner Verlagshaus, Döpfner hat gemeinsam mit der Obama Stiftung zu einem kleinen Abendessen und Gespräch mit Obama in den Journalisten-Club eingeladen.
(Foto: Daniel Biskup / Axel Springer)Kommentieren ...

Zitat: Mathias Döpfner sieht Verlage in völliger Abhängigkeit von Google und Facebook.

"Wir Verlage profitieren nicht von dem Traffic, den Google uns verschafft - wir sind komplett davon abhängig."

Springer-Boss und BDZV-Präsident Mathias Döpfner pflegt ein gespaltenes Verhältnis zu Google und Facebook, die mit Verlagscontent Geld verdienen, ohne selbst Inhalte zu schaffen.
de.reuters.com, bdzv.deKommentieren ...

Zahl des Tages: Umsatz von Business Insider wächst um 50 %.

Zahl des Tages: Um 50 % hat Springers Business Insider seinen Umsatz im 1. Quartal 2017 gesteigert, teilt Vorstandschef Mathias Döpfner den Aktionären bei der Hauptversammlung mit. Er sei mit der Entwicklung des Wirtschaftsportals "außerordentlich zufrieden", das Angebot habe "das Zeug, zu einem wesentlichen Baustein des Unternehmens zu werden".
welt.deKommentieren ...

Zitat: Mathias Döpfner zeichnet ein dunkles Bild digitaler Gegenwart.

"Das ist die digitale Wiederholung radikal kommunistischer Ideologie."

BDZV-Präsident Mathias Döpfner warnt in einer Rede vor Vertretern der Musikindustrie vor Gratiskultur, die die Internetkonzerne predigten, um allein ihre Geschäftsmodelle zu erhalten.

"Unsere größte Angst ist es doch immer, den Zeitgeist zu verpassen. (...) Doch bei aller Liebe zum Zeitgeist müssen noch immer die Gesetze der ökonomischen Schwerkraft gelten."

"Traditionelle Medienkonzerne haben noch immer eine große gefühlte Macht. (...) Google ist lange mit 'Don't do evil' ohne Gelächter aus dem Publikum durchgekommen."

"Es tut sich ein immer größerer Graben auf zwischen dem privaten Sektor (...) und den Öffentlich-Rechtlichen."

"Journalismus ist heute ein genauso flüchtiges Gut wie Musik oder Film."

"Dass Verlage nun Facebook dabei helfen sollen, sein Glaubwürdigkeitsproblem zu lösen, ist ein Treppenwitz der Geschichte."

"Mir stockt der Atem, wenn ich über ein 'Wahrheitsministerium' nachdenke."

turi2 vor Ort bei der Kulturkonferenz des Bundesverbandes Musikindustrie in Berlin

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Zitat: Das Medium tritt in den Hintergrund, der Inhalt bleibt, glaubt Mathias Döpfner.

Mathias Döpfner-150"Die digitale Transformation heißt nicht, dass Print keine Zukunft hat. Mit Print ist aber – von wenigen Ausnahmen abgesehen – kein Wachstum mehr zu bestreiten, mit der digitalen Zeitung sehr wohl."

Springer-Chef Mathias Döpfner malt in seiner Rolle als BDZV-Präsident eine rosige Zukunft für Journalismus. Im großen Interview mit der dpa spricht er außerdem über den Kampf gegen Fake News und den Streit zwischen Verlegern und ARD und ZDF.
welt.deKommentieren ...

Döpfner: Facebook darf die Verantwortung für Fake News nicht auf Medien abschieben.

Mathias Döpfner-150Facebook darf nicht darüber entscheiden, was Fake News sind, sagt Mathias Döpfner im Interview mit dem Schweizer "Blick" und warnt vor einem "globalen Superzensor". Dass Medien, besonders öffentlich-rechtliche, für Facebook Lügen enttarnen, sieht Döpfner kritisch: Die Verlage hätten schon den Fehler gemacht, ihre Inhalte frei ins Netz zu stellen, nun dürften sie nicht auch noch die Kompetenz ihrer Journalisten verschenken.
blick.chKommentieren ...

"Süddeutsche"-Journalist Johannes Boie wird Döpfners digitale rechte Hand.

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Digital-Journalist Johannes Boie ist im Netz eher fotoscheu unterwegs. Seine sozialen Profile ziert eine Zeichnung seines Konterfeis. Das passt – im Büro Döpfner wird er der neue digitale Schattenmann.

Ein Digitalista für Döpfner: Springer holt Johannes Boie, 33, in das Büro von Mathias Döpfner. Der Redakteur der "Süddeutschen Zeitung" ist ab Februar einer von zwei Assistenten des Vorstandschefs, bestätigt das Unternehmen. Boie volontierte bei der "SZ", entwickelte die digitale Zeitungsausgabe und leitete deren Team. Zuletzt schrieb Boie ressortübergreifend über Digitales in Politik und Medien.

Auch bei Springer sind Zeitungsinhalte im Netz ein heißes Eisen: "Bild am Sonntag"-Chefredakteurin Marion Horn sprach im Oktober über Pläne für eine Sonntagszeitung auf dem Smartphone. Diesen Print-to-Online-Prozess hat Boie bei der "SZ" schon in leitender Funktion durchgemacht – und mit seinen Kollegen eine technisch nahezu einwandfrei digitale "SZ" gezaubert. Boie schreibt seit Jahren kritisch über soziale Medien. Seinem neuen Chef Döpfner wird er viele kritische Argumente gegen den neuen Lieblings-Freundfeind Facebook einflüstern können. (Foto: privat, Springer / Montage: turi2)
turi2 – eigene RechercheKommentieren ...

Mathias Döpfner plädiert gegen Ausdehnung des Presserechts auf Facebook und Co.

Mathias Döpfner-150Soziale Medien sollten als Plattformen nicht dem Presserecht unterliegen, argumentiert Springer-Boss und BDZV-Präsident Mathias Döpfner. Würde etwa Facebook in die Rolle einer Medienfirma gedrängt, würde der entstehende "Supermonopol-Verlag" verheerende Auswirkungen für Meinungsvielfalt und kleinere Verlage haben.
dwdl.de, bdzv.deKommentieren ...

Video-Tipp: Mathias Döpfner interviewt US-Journalisten-Legende Ken Auletta.

ken-auletta-150Video-Tipp: Springer-Boss Mathias Döpfner macht einen Ausflug in den Medienjournalismus und interview die US-Journalisten-Legende Ken Auletta. Der "New Yorker"-Autor glaubt, dass es im Journalismus künftig darum gehe, gute Geschichten zu erzählen - egal auf welcher Plattform. Junge Journalisten müssten alle Ausspielwege beherrschen: Text, Video und Audio.
youtube.com (5-Min-Video), via axelspringer.com

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Zitat: Mathias Döpfner wirft Medien bei der US-Wahl Versagen vor.

Mathias Döpfner-150"Auf den Emporen des guten Geschmacks der veröffentlichten Meinung herrschte statt Verständnis und Empathie Publikumsbeschimpfung und Wählerverachtung. Das rächt sich."

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner wirft den Medien Versagen vor, die Donald Trump "kampagnenhaft bekämpft" haben, während "im Kampf für die gute Sache" die Fairness auf der Strecke blieb.
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Renner: VDZ und BDZV könnten fusionieren.

vdz_bdzvElefantenhochzeit? Die Verlegerverbände BDZV und VDZ denken über eine Fusion nach, schreibt Kai-Hinrich Renner. Die Idee ist nicht neu, sei zuletzt aber in Gesprächen zwischen den Großverlagen wieder auf die Tagesordnung gekommen. Dabei geht es um die Nachfolge von VDZ-Chef Hubert Burda, der das Amt spätestens 2018 abgegeben will - er ist seit 1997 VDZ-Präsident.

Für eine Fusion sprechen in den Augen der großen Verleger vor allem zwei Gründe: Zum einen könnten sie in einem Großverband mit einer stärkeren Stimme gegenüber Google auftreten. Zum anderen wäre Mathias Döpfner ein Burda-Nachfolger, den sich viele vorstellen könnten. Springer ist in beiden Verbänden vertreten - Döpfner ist BDZV-Präsident und hat als Springer-Chef auch im VDZ eine wichtige Stimme.

Schon jetzt kooperieren BDZV und VDZ in vielen Bereichen und sitzen in Berlin im gleichen Haus. Unklar ist laut Renner jedoch, ob sich die kleinen Verlage in den Verbänden auch von der Idee einer Fusion überzeugen lassen.
handelsblatt.comKommentieren ...

Mathias Döpfner schwört seine Verleger ein.

Kongress des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger
Leit- statt Loser-Medien: Mathias Döpfner fordert in seiner ersten Hauruck-Rede als BDZV-Präsident eine neue europäische Medienpolitik. Er schwört die Verleger 54 Minuten lang auf die Schlacht mit den Social-Media-Giganten ein - und stichelt gegen ARD und ZDF. "Social Distribution" sei der Vertriebsweg der Zukunft. Die Politik müsse den Rahmen schaffen, damit Journalismus auch dort als Produkt funktioniert.

Döpfners Kernthesen:
"Journalisten sind diejenigen, die so lange das Bild zurechtrücken, bis es mit der Wirklichkeit übereinstimmt."
Der Springer-Chef leitete seine Rede beim Zeitungskongress in Berlin mit einem Lob des Journalismus ein. Journalisten seien jene Berufsgruppe mit einem besonders hohen Ethos - das habe auch die Silvesternacht von Köln gezeigt. Die Presse habe kollektive Fehler begangen, aber diese Fehler eingeräumt und aufgearbeitet - im Gegensatz zu Polizei und Politik.

"Gewinn ist nicht alles, aber ohne Gewinn ist alles nichts."
Ohne ein Geschäftsmodell könne der Journalismus seine gesellschaftskritische Rolle nicht behalten. Journalismus müsse auch Produkt, ein Geschäft bleiben, sagte Döpfner. Nur auf andere Geschäftsfelder zu setzen, sei eine Subventionierung des Journalismus.

"Wir wollen nicht systemrelevant sein, sondern relevant für das System."
Döpfner erteilte einer staatlichen Hilfe für angeschlagene Presseverlage eine Absage auf ganzer Linien. Dies sei seine "absolute Horror-Vision". Ein Dreieck aus Staatsfernsehen, Staatspresse und Internet-Monopolist erinnere an George Orwell oder Nordkorea. Döpfner wetterte, der Staat schmeiße Verlagen oft Knüppel zwischen die Beine und komme auf der anderen Seite mit solchen Hilfsangeboten.

"Social Distribution ist der Vertriebsweg der Zukunft."
Döpfner rief die Anwesenden auf, den Vertrieb auf Facebook als entscheidendes Feld zu begreifen. Deshalb lenkte er den Blick auf die Rolle von Facebook. Medien sollten ein solches Unternehmen nicht als Verleger anerkennen, sondern als digitale Vertriebsplattform wie ein Grosso. Die deutschen Verlage müssten ihre Marken stärken. Nicht Facebook sei der Absender von Journalismus - auch wenn viele Menschen meinten, sie hätten etwas "auf Facebook gelesen".

Die "tägliche Enteignung von Verlagen im Internet".
Als neuer Chef des BDZV schwor Döpfner die Verlage zur Schlacht gegen Facebook und Co. ein, für die es eine international entwickelte Regulierung brauche - eine "neue Medienpolitik". Konkret meint das ein europäisches Urheberrecht, um geistiges Eigentum umfassend zu schützen. Einen deutlichen Warnschuss gab er auch in Richtung der Öffentlich-Rechtlichen ab. Das System verweigere hartnäckig Reformen. Wenn dies so weitergehe, deutete er an, müsse womöglich die Beitragsfinanzierung infrage gestellt werden. (Foto: Maurizio Gambarini / dpa / Picture Alliance)
twitter.com (54-Min-Rede als Periscope-Stream), presseportal.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Döpfner und Steingart reden über ihr Geld.

Lese-Tipp turi2Lese-Tipp: Mathias Döpfner verrät im Gespräch mit Gabor Steingart, dass er kein reicher, sondern ein hoch verschuldeter Mann sei. Den Kauf von 3 % Springer-Anteilen finanzierte der Vorstandschef über Kredit. Sein Vermögen auf 150 Mio Euro zu taxieren, sei ein Fehler des hauseigenen Blatts "Bilanz". Die Journalisten vergaßen, die aufgenommenen Kredite gegenzurechnen. Gesprächspartner Steingart gehören 5 % an der Verlagsgruppe Handelsblatt, die ihm Dieter von Holtzbrinck übertragen hat.
"Handelsblatt", S. 20-25 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Video-Tipp: Springer- und BDZV-Chef Döpfner im Interview.

Mathias Döpfner-150Video-Tipp: Springer-Chef Mathias Döpfner ist auf Phoenix "Im Gespräch" mit Michael Hirz. Döpfner schwärmt von den Möglichkeiten des digitalen Journalismus und von Politico, das sich mit "geradezu frappierender Geschwindigkeit" rechne. Journalismus müsse ein Geschäft bleiben und dürfe nicht Subventions-Empfänger werden, der "gnadenhalber durch andere Geschäfte" finanziert werde.
youtube.com (29-Min-Interview)Kommentieren ...

Springer entlässt die letzten 14 Mitarbeiter der Entwicklungsredaktion.

axelspringerlogo600Kein Entwicklungspotenzial mehr: Springer wickelt seine Service- und Entwicklungsredaktion endgültig ab, berichtet Gregory Lipinski. 14 Mitarbeiter sollen zum Monatsende betriebsbedingte Kündigungen erhalten. Der Geschäftsbetrieb der Einheit wurde schon zum Jahresanfang eingestellt, sagt eine Springer-Sprecherin. Für gut ein Drittel der Mitarbeiter konnte Springer "Lösungen in anderen Bereichen" finden, für 14 Mitarbeiter konnte "leider keine Anschlussbeschäftigung im Konzern gefunden werden".

Springer hatte die Entwicklungsredaktion im Jahr 2007 mit damals mehr als 50 Mitarbeitern gegründet - alles Redakteure, die nach dem Zusammenschluss von "Welt" und "Berliner Morgenpost" nicht mehr benötigt wurden. Der Auftrag: Ideen und Konzepte für neue Objekte des Verlags entwickeln. Die Abteilung entwickelte sich jedoch zu einem "Abstellgleis" für Redakteure, die Springer "loswerden wollte, aber nicht konnte", urteilt Lipinski. Die "Süddeutsche Zeitung" sprach einst von einem "Elefantenfriedhof", Springer-Boss Mathias Döpfner sah die Abteilung dagegen als "höchst lebendiges Biotop". Große Erfolge entwuchsen dem Biotop aber nie.
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Mathias Döpfner hat mit beim BDZV Größeres vor, glaubt Ulrike Simon.

Mathias Döpfner-150Mathias Döpfner wird als neuer BDZV-Chef beim Verbandskongress Ende September einen programmatischen Grundsatzvortrag liefern, statt es bei einer salbungsvollen Sonntagsrede zu belassen, prognostiziert Ulrike Simon. Döpfner habe schließlich nach seiner Wahl angekündigt, den BDZV auch für überwiegend digital verlegende Firmen öffnen zu wollen, die bisher nicht Mitglied sind.
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"Bilanz": Mathias Döpfner ist 150 Mio Euro schwer.

Mathias Döpfner-150Mathias Döpfner besitzt ein Privatvermögen von schlappen 150 Mio Euro, errechnet das Springer-Blatt "Bilanz" in seinem Ranking der 750 reichsten Deutschen. Damit erreicht der Springer-Chef Platz 659 in der Rangliste der Superreichen. Döpfner hält laut Springer 3,2 % der Konzernaktien - der Anteil allein hat einen Börsenwert von rund 150 Mio Euro.
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Springer eröffnet US-Zentrale in New York.

New York Axel Spriger 600
I'm an Englishman a Müffelmann in New York: Springer zeigt Flagge an der US-Ostküste und eröffnet eine Niederlassung in New York - zusätzlich zum Büro im Silicon Valley. Der neue Standort soll im Oktober eröffnet und zur US-Zentrale des deutschen Medienkonzerns ausgebaut werden. Springers Botschafter im Big Apple sind Jens Müffelmann, der bei Springer das USA-Geschäft und Digital Ventures verantwortet, und Claudius Senst, Leiter Business Development. Anton Waitz, der zunächst vom Silicon Valley und seit Februar von New York aus Investitionsoptionen sondiert hatte, hat Springer Ende Juli verlassen.

Springer-Chef Mathias Döpfner begründet die Verlagerung der US-Zentrale von der West- an die Ostküste damit, dass New York in den USA "der wichtigste Standort für digitalen Journalismus" sei. Zudem sei Springer mit Business Insider, E-Marketer und Beteiligungen an NowThis, Thrillist und Mic.com bereits als "strategischer Medieninvestor in New York sehr engagiert". Interessant ist auch, wo Springer in New York unterkommt: Müffelmann und Senst beziehen Büros beim hippen Co-Working-Anbieter WeWork, der auch Freelancern und Einzelkämpfern eine Arbeitsatmosphäre wie bei Google und Facebook bietet. (Foto: dpa / Montage: turi2)
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Video-Tipp: Mathias Döpfner und das BDZV-Präsidium stellen sich vor.

VideotippVideo-Tipp: Der BDZV stellt sein neues Präsidium vor. In einer Video-Botschaft sprechen Präsident Mathias Döpfner und seine vier Vizepräsidenten von ihren Visionen für die Zeitungen in Deutschland und ihren Verband. Döpfner will etwa irgendwann auch Digitalverleger vertreten.
youtube.com (6-Min-Video)

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Mathias Döpfners Pläne für den BDZV: Digitalisierung und Einigkeit voraus.

Mathias Döpfner Mai 2015 Swissmediaforum 600Digital, gedruckt, gemeinsam: Springer-Boss Mathias Döpfner nennt in seinem Antrittsbrief als neuer BDZV-Präsident drei zentrale Pläne: Er will den Verband für die Digitalisierung öffnen. Der BDVZ solle sie "voller Freude" aktiv vorantreiben und sich "inhaltlich überragend" mit allen politischen und unternehmerischen Fragen der Digitalisierung auseinandersetzen. Gleichzeitig betont er, der BDZV solle stets "Heimat der Verleger gedruckter Zeitungen" bleiben, daran wolle er nicht rütteln. Er glaube selbst an die Zukunft gedruckter Zeitungen – sicher auch ein Wink an die Regionalzeitungs-Verleger innerhalb des Verbandes, die Döpfners digitalen Daumen nicht fürchten sollen.

Außerdem setzt der neue Präsident auf Einigkeit: Er sieht sich "allen Verlagen gleichermaßen verpflichtet" und wolle auch Unternehmen vertreten, die noch nicht Mitglied des Verbandes seien. In Zeiten des Marktumbruchs sei Geschlossenheit wichtig. Seine Parole für die Zukunft der Verlegerlobby: "Der BDZV ist die Stimme aller Verlage – ob Print oder digital."
"Horizont" 28/2016, S. 6 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

BDZV wählt Mathias Döpfner zum neuen Präsidenten.

Mathias Döpfner-150Mathias Döpfner ist neuer Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger. Die Delegiertenversammlung hat Döpfner erwartungsgemäß zum Nachfolger von Helmut Heinen gewählt. Der Springer-Chef freut sich auf die Arbeit in einem Verband, "der das Printgeschäft mit Leidenschaft pflegt und gleichzeitig das digitale Zukunftsgeschäft innovationsfreudig gestaltet".
presseportal.de, turi2.de (Background)
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Mathias Döpfner kann und will BDZV-Präsident werden.

Hauptversammlung der Axel Springer SE
Springer for President: Mathias Döpfner wird am Nachmittag mit "hoher Wahrscheinlichkeit" zum neuen Präsidenten der Zeitungsverleger-Lobby BDZV gewählt, meldet "Horizont". Mit der Nachfolger für Helmut Heinen haben die Verlagschefs eine nicht unproblematische Wahl: Das bekannte Gesicht, die Kontakte und die Ausdrucksstärke Döpfners können dem Amt und dem Verband helfen. Andererseits ist Döpfner aus Sicht der Regionalzeitungs-Verleger nicht nur der Gärtner im Zeitungswald mit dem digitalen Daumen, sondern schon auch ein wenig Bock.

Springer kontrolliert mit Media Impact den Konkurrenten des Regionalzeitungs-Vermarkters Score. "Bild" und "Welt" sind keine durchschnittlichen BDZV-Zeitungen, die regionalen Blätter hat Springer längst verkauft. Erfolgreiche Lobbyarbeit bemisst sich allerdings nach Wirksamkeit und damit Sichtbarkeit auch in der Spitzenpolitik und Öffentlichkeit. Nachdem der BDZV seine Entscheidungswege erst jüngst umstrukturiert hat, fehlt ihm nun ein passendes Gesicht für die Spitze. Laut "Horizont" war lange unklar, wer das Amt überhaupt übernehmen will - falls das stimmt, fehlen offenbar geeignete Gegenkandidaten zu Döpfner. Als Anstandsdamen Vize-Präsidenten neben Döpfner rechnet "Horizont" mit Thomas Düffert von Madsack und Richard Rebmann vom SWMH.
horizont.net

Mitarbeit: Dirk StascheitKommentieren ...

Mathias Döpfner kauft Springer-Aktien für 13 Mio Euro.

Mathias Döpfner-150Mathias Döpfner stärkt seine Position als Springer-Aktionär: In der vergangenen Woche habe Döpfner Aktien für mehr als 13 Mio Euro gekauft, berichtet Ulrike Simon. Inklusive der neuen Aktien hält der Springer-Vorstandschef nun 3,07 % am Konzern. Mit dem Investment setze Döpfner gleich mehrere Signale, so Simon: an die Mitarbeiter, an die Analysten, an bestehende und künftige Aktionäre und vor allem an Mehrheitsaktionärin Friede Springer.
rnd-news.de1 Kommentar

Schmähgedicht: OLG Köln lehnt Erdogans Beschwerde ab.

Mathias Döpfner-150Schmähgedicht: Der türkische Präsident Erdogan verliert gegen Springer-Chef Mathias Döpfner, der sich Jan Böhmermanns Schmähgedicht "zu eigen" gemacht hatte. Das OLG Köln weist eine Beschwerde Erdogans gegen die Entscheidung des Landgerichts Köln ab. Die Vorinstanz hatte Döpfners Worte als vom Grundgesetz "geschützte zulässige Meinungsäußerung" bewertet und eine Einstweilige Verfügung abgelehnt.
faz.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Mathias Döpfner achtet auf die Kröten.

Mathias Döpfner-150"Axel Springer schreibt seit mehr als zehn Jahren Rekordgewinne. Da besteht akute Gefahr zum Übermut bei Managern und Mitarbeitern."

Springer-Chef Mathias Döpfner sendet aus seinem 14qm-Glasbüro das Signal, "die Kröten zusammenzuhalten".
"SZ-Magazin" 24/2016 (Paid)

Weitere Zitate von Mathias Döpfer aus dem Interview im SZ-Magazin:

"Meine Körpergröße legt das Missverständnis nahe, mein Ego sei ebenso groß. Dass ich gern formuliere, wird mir als unerschütterliches Selbstbewusstsein ausgelegt."

"Was ich nie hatte, war institutioneller Ehrgeiz. Karriere im technischen Sinne hat mich nicht interessiert. Und was die Berühmtheit betrifft: Bekannt zu sein ist eine Belastung, die man nur ganz am Anfang als Errungenschaft empfindet."

"Leo Kirch galt als der gefährlichste Hai im Ozean. Ihn umgab der Nimbus der Unbesiegbarkeit. In der Auseinandersetzung mit ihm habe ich über mich gelernt, dass extremer Druck bei mir zu maximaler Konzentration und Kraft führt."

"Ich hasse Pausen zwischen Terminen. Diese kurze Taktung empfinde ich fast als lustvoll. Achtzig Prozent meiner Zeit verbringe ich mit therapeutischen Aufgaben: Probleme lösen und Menschen wieder aufrichten."

"Ich bin generell kein zorniger Mensch, ich bin nur ein Gerechtigkeitsfanatiker. Ungerechtigkeit bringt mich in Rage. Da wechsele ich in den Kampfmodus und bleibe nachtragend."

siehe auch: Zweckpessimismus treibt Mathias Döpfner an.Kommentieren ...

Zweckpessimismus treibt Mathias Döpfner an.

Mathias Döpfner Mai 2015 Swissmediaforum 600
War als Kind schon Chef: "Zweckpessimismus" und Selbstzweifel treiben Springer-Chef Mathias Döpfner an. Extremer Druck führt bei ihm zu "maximaler Konzentration und Kraft", sagt Döpfner im Gespräch von Lorenz Wagner im "SZ-Magazin". Sein Erfolgsrezept: "Ich habe einfach gesagt, was ich vorhabe, und das dann gemacht." Intriganten hätten seine Handlungen immer falsch prognostiziert, weil sie nicht damit gerechnet hatten, "dass einer wirklich meint und tut, was er sagt", so Döpfner. Seine "hilfreichste Fehlentscheidung" war der Aufbau des Postdienstleisters PIN, mit dem Springer 500 Mio Euro versenkt hat. Sie bescherte Döpfner die Erkenntnis, "konsequent von allem die Finger zu lassen, sobald ich ein schlechtes Gefühl habe". Außerdem war schon Klein-Mathias beim Spielen mit Freunden ein Entscheider: "Denn wenn ich etwas entscheide, so fand ich, ist das Resultat oft besser, als wenn andere entscheiden."

Für digitalen Journalismus sieht Döpfner "alle Chancen, besser zu sein als der analoge". Von den heutigen Verlagen jedoch "werden nur wenige überleben, und ich hoffe, dass wir dabei sind", prognostiziert der Springer-Boss. Dennoch ist Döpfner optimistisch: "Der Geist bestimmt die Materie, nicht umgekehrt. Journalisten und Verleger werden sich doch von ein bisschen Technologie-Fortschritt nicht den Schneid abkaufen lassen."

Auch über sein Verhältnis zu Friede Springer spricht Döpfner: "Eine schöne persönliche Freundschaft, die wir sauber vom Beruflichen trennen". Von der Umwandlung des Verlags in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien sei Friede Springer anfangs "begeistert" gewesen. Nach Gerüchten, sie wolle damit die Macht an sich sich reißen, habe sie "die Lust an diesem Projekt verloren" und "erleichtert" reagiert, als der Vorstand den Plan auf Eis legte, so Döpfner. "Andere Interpretationen sind Missverständnisse oder Erfindung".

Im ausführlichen und sehr persönlichen Interview erfahren die "SZ-Magzin"-Leser des weiteren, dass Döpfer seine Größe immer "unangenehm" war und sein Interesse für Literatur und Musik ihn nicht davor bewahrt hat, "beim Fußball immer als Letzter gewählt" zu werden. Dresscodes fand er "schon mit 18 spießig" und trägt Krawatten seit seiner Zeit als Musikstudent als "Geste der Unangepasstheit".
"SZ-Magazin" 24/2016 (Paid), turi2.de (weitere Zitate)Kommentieren ...

Döpfner vs. Erdogan geht in die zweite Runde.

Mathias Döpfner-150Schmähgedicht-Streit: Der türkische Präsident Erdogan geht wie erwartet in zweite Instanz gegen Springer-Chef Mathias Döpfner. Erdogans Anwalt Ralf Höcker legt Beschwerde ein, nachdem das Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung abgelehnt hat. Döpfner hatte sich das Schmähgedicht Jan Böhmermanns zu Eigen gemacht.
morgenpost.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Simon: Dogan-Anteile machen Springer nicht Erdogan-freundlicher.

Doepfner Diekmann Tuerkei-600
Süper Feinde? Die Solidarität von Springer-Boss Mathias Döpfner mit Jan Böhmermann hat ein firmenstrategisches Geschmäckle, glaubt Ulrike Simon. Sie erinnert an die Verbindungen Springers mit der türkischen Dogan Holding, die u.a. die Zeitung "Hürriyet" herausgibt. Springer widerspricht, es gebe "keinerlei Zusammenhang" zwischen den Investitionen in der Türkei und dem Brief von Mathias Döpfner zur Causa Böhmermann.

Der zunehmende Konflikt zwischen Dogan und der türkischen Regierung habe Springer das Geschäft versalzen, schreibt Simon. Aus dem Investment, einst 375 Mio Euro schwer, sind laut Springer nach Verkäufen noch 7 % an der Dogan TV Holding übrig. Kai Diekmann, der 2008 mit dem damaligen "Hürriyet"-Chef Ertugrul Özkök das Buch "Süper Freunde" schrieb, sitzt bis heute im Beirat der "Hürriyet".
rnd-news.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Dirk Stascheit

In einer früheren Version dieser Meldung hat das Bild eine falsche Flagge gezeigt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.Kommentieren ...