"Süddeutsche": MDR beschäftigt den AfD-Liebling Uwe Steimle.

MDR beschäftigt mit dem Schauspieler und Kabarettisten Uwe Steimle einen Wutbürger, schreibt Antonie Rietzschel. Steimle arbeitet seit Jahren für den MDR, hält die Öffentlich-Rechtlichen aber für Propagandamedien. Kanzlerin Merkel bezeichnet der AfD-Liebling als Marionette, Deutschland von den USA besetzt – das sagt Steimle im rechten Blatt "Junge Freiheit", der MDR stützt ihn.
"Süddeutsche Zeitung", S. 21 (Paid)

MDR will Studio-Vergabe einheitlich regeln.

MDR will die Vergabe von Studiokapazitäten neu regeln. Hintergrund ist die Kritik an einer Schalte mit einem AfD-Mann zu Russia Today – gesendet aus dem MDR-Studio Dresden. Der MDR hat die Vergabe von Studiokapazitäten an ausländische Sender, die nicht der Europäischen Rundfunkunion angehören, aktuell auf Eis gelegt, hört Matthias Meisner aus Senderkreisen. Karola Wille strebt nun eine einheitliche Regel an, die neben den Landesrundfunkanstalten der ARD auch für den Deutschlandfunk und das ZDF gelten soll. Einige Rundfunkräte fordern, nur Sendern mit unabhängiger Berichterstattung Studiokapazitäten einzuräumen.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

MDR fordert eine UKW-Lösung und investiert vorerst nicht in Sendetechnik.


Rundfunkrat rät zur Radio-Rettung: Der MDR investiert erst wieder in terrestrische Sendetechnik, wenn die UKW- Radioverbreitung "gesichert und die Rahmenbedingungen dafür geklärt sind". Der MDR sieht Bundesnetzagentur, Bundeskartellamt und Politik in der Pflicht, zu regulieren. Betriebsdirektor Ulrich Liebenow und Intendantin Karola Wille haben den MDR-Rundfunkrat hinter sich. Radio dürfe nicht zum Spielball unternehmerischer Einzelinteressen werden, sagt der Vorsitzende Horst Saage.

Der Streit um die Antenne mündete Anfang April in der Drohung von Media Broadcast, die UKW-Versorgung abzuschalten. Stein des Anstoßes war die Diskussion über den Preis zwischen den Antennenbesitzern und den Sendernetzbetreibern.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Zwei Journalisten sind von mutmaßlichen NPD-Anhängern verletzt worden.

NPD-Anhänger haben offenbar zwei freie Journalisten verprügelt und ihre Kamera geraubt, nachdem diese Aufnahmen vom Grundstück des Thüringer NPD-Chefs Thorsten Heise gemacht hatten. Der Staatsschutz ermittelt. Die beiden Tatverdächtigen demolierten das Auto der Journalisten und verletzten sie. Laut dem Anwalt der Opfer wurden dabei ein Baseballschläger, ein Messer, ein Schraubenschlüssel und Pfefferspray eingesetzt. Die Journalisten erstatteten Strafanzeige wegen Verdachts des schweren Raubes und eines versuchten Tötungsdelikts.
mdr.de, tagesspiegel.de, goettinger-tageblatt.de

BGH: MDR darf Filmaufnahmen aus Bio-Geflügelställen weiter zeigen.

MDR darf die Filmaufnahmen aus Bio-Geflügelställen weiter zeigen, entscheidet der Bundesgerichtshof und hebt damit das Urteil des OLG Hamburg auf. Erzeuger hatten gegen Aufnahmen in der Reportage "Wie billig kann Bio sein?"und einem Bericht bei "Fakt" geklagt. Der MDR hat die Aufnahmen kostenlos von Tierschützern bekommen, sie haben sie illegal beschafft. Die gezeigten Haltungsbedingungen sind legal. Der BGH begründet seine Entscheidung mit öffentlichem Interesse.
presseportal.de, spiegel.de

UKW-Radios werden vorerst nicht abgeschaltet, berichtet Radiowoche.de.

UKW-Abschaltung der Programme von u.a. MDR, NDR und Deutschlandradio am kommenden Mittwoch ist vorerst abgewendet und der Sendebetrieb für das 1. Halbjahr 2018 gesichert, schreibt Stephan Munder bei Radiowoche.de. Die Sendernetzbetreiber Uplink und Divicon hätten die Übergangsregelung der Ex-Telekom-Tochter Media Broadcast akzeptiert.
radiowoche.de, turi2.de (Background)

Media Broadcast droht UKW-Radios mit Abschaltung.


Sendepause: Vielen Radiosendern in Deutschland droht ab Mittwoch Stille im Äther, schreibt die "Welt". Grund dafür sei ein Streit über den Preis zwischen den Antennenbesitzern und den Sendernetzbetreibern. Die Ex-Telekom-Tochter Media Broadcast hat sich zwar bereiterklärt, die UKW-Radioprogramme u.a. vom Deutschlandradio, dem NDR und MDR bis Ende Juni weiterhin zu verbreiten, fordert aber eine explizite Beauftragung. Bisher sei diese nur von einem Viertel der 40 betroffenen Sender eingegangen. Nun setzt Media Broadcast ein Ultimatum: Wer sich bis Montag nicht gemeldet hat, wird am Mittwoch abgeschaltet.

Seit März 2016 gehört Media Broadcast zum Telekommunikations-Anbieter Freenet. Seitdem die Bundesnetzagentur 2016 eine Preisobergrenze für die Nutzung von UKW-Antennen festgelegt hat, sieht Media Broadcast für sich keine Zukunft mehr im UKW-Radio und hat seine Sendemasten und die Infrastruktur verkauft. Zwischen den neuen Besitzern und den alternativen Sendernetzbetreibern Uplink und Divicon gibt es bisher aber keine Einigung über den Preis für die Nutzung, weil die neuen Antennenbesitzer sich nicht mehr an die Preisgrenze gebunden fühlen. (Foto: Picture Alliance / Hans Ringhofer)
welt.de

AfD-Politiker schimpft bei RT über den Islam – zugeschaltet aus dem MDR-Studio.

MDR leistet dem russischen Sender RT Produktionshilfe. Der sächsische AfD-Politiker Maximilian Krah wettert im internationalen Kreml-Kanal über den Islam und lässt sich dafür aus dem MDR-Studio Dresden zuschalten. Der MDR sagt, "Wir sind dazu verpflichtet". Die MDR-Tochterfirma MCS Sachsen agiere nur als technischer Dienstleister, so wie bei Anfragen anderer EBU-Sender auch. RT ist jedoch kein EBU-Mitglied.
tagesspiegel.de

Zitat: Karola Wille bietet Verlagen Unterstützung beim Leistungsschutzrecht an.

"Ich denke, dass beispielsweise das Leistungsschutzrecht, das auf europäischer Ebene gerade diskutiert wird, ein Thema ist, bei dem wir die Verlage unterstützen können."

Die Noch-ARD-Vorsitzende Karola Wille schlägt zu Weihnachten gegenüber den Verlegern versöhnliche Töne an. Ihr Ziel sei, den Streit mit den Verlegern zu beenden.
fnp.de

Weiteres Zitat von Wille:
"Die Online-Werbung fließt an die Technologie-Giganten. Hinzu kommt, dass es eine Netzwerk-Ökonomie gibt, die unerbittlich ist und diese Unternehmen immer stärker macht. Das sehen wir natürlich auch."

Zitat: Karola Wille setzt gegen Verschwörungstheorien auf mehr Transparenz.

"Um den Positionen der AfD den Boden zu entziehen, ist Transparenz in der journalistischen Arbeit überaus wichtig. Sich zu öffnen in dem, was man tut, und zu erklären, wie Journalismus funktioniert."

Karola Wille will mit mehr Transparenz Verschwörungstheorien widerlegen, sagt die ARD-Vorsitzende im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".
sueddeutsche.de

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Wir müssen klarmachen, was wir der Gesellschaft und dem Einzelnen bringen."

Über die "Staatsfunk"-Debatte:
"Ich habe den Staatsfunk in der DDR selbst kennengelernt. Man muss begreifen, was das heißt, Staatsfunk: personell, strukturell, finanziell und inhaltlich ein Mechanismus, der dafür Sorge trägt, dass man aus den Medien nur das erhält, was mit einer Staats- oder Parteilinie konform ist, alles andere wird ausgeblendet."

MDR-Intendantin Karola Wille will Verleger unterstützen.

MDR-Intendantin Karola Wille geht auf die Verleger zu, schreibt Joachim Huber. Bei einer medienpolitischen Rede in Berlin nennt sie die teils "dramatischen Umsatzrückgänge im Zeitungswesen" eine "Gefahr für den demokratischen Diskurs". Wille wirbt für eine "strategische Partnerschaft" und will die Verlage dort unterstützen, "wo es um die wirtschaftlichen Grundlagen für Qualitätsjournalismus geht", z.B. beim Leistungsschutzrecht. Sie betont aber auch: "Der Grund für die teilweise erdrutschartigen Veränderungen sind nicht wir."
tagesspiegel.de

Deutschlandfunk: MDR-Sportjournalisten werden zu Sportveranstaltern.

Sportjournalismus: MDR-Journalisten René Kindermann und Torsten Püschel werden von Sportjournalisten zu Sportveranstaltern, berichtet Medienjournalist Daniel Bouhs. Kindermann und Püschel organisieren einen Skilanglauf-Weltcup in Dresden mit. Der MDR weiß von dem Engagement Bescheid und sieht keinen Grund, die beiden von Projekten abzuziehen.
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio)

Video-Tipp: "Zapp" berichtet über die Weitergabe von ungesendetem Bildmaterial von den G20-Protesten an die Polizei.

Video-Tipp: "Zapp" fragt bei den Medien nach, ob sie ungesendetes Bildmaterial von den G20-Krawallen an die Polizei weitergegeben haben. Die Sonderkommission "Schwarzer Block" habe Anfragen an die Medienhäuser verschickt, das Material freiwillig herauszugeben. Inzwischen sei eine "mittlere dreistellige Zahl von Gigabyte" bei der Polizei eingegangen, ergibt eine Kleine Anfrage der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft.
ndr.de

MDR-Werbung führt Überschuss von 5,6 Mio Euro an den MDR ab.

MDR-Werbung steigert den Überschuss 2016 um 6 % auf rund 5,6 Mio Euro und führt ihn komplett an den MDR ab. Der Gesamtumsatz steigt um 4 % auf rund 34,4 Mio Euro, obwohl der Umsatz beim Verkauf von Hörfunkspots leicht sinkt. Das Geld ist Mitte September geflossen. Für 2017 erwartet MDR-Werbung einen Umsatz- und Überschuss-Rückgang.
new-business.de (Vorabmeldung), "New Business" 46/2017, S. 25 (Paid), turi2.de (Background)

ARD Audiothek startet und umschifft elegant die Löschfrist.

ARD startet morgen offiziell ihre Audiothek mit einem medienpolitisch spannenden Feature: Nutzer können die Löschfrist für Inhalte mit einem Download umgehen. Beiträge herunterzuladen sei eine Privatkopie, der Download stehe außerhalb der Verweildauer-Vorschriften für Mediatheken, argumentieren ARD.de-Redaktionsleiter Thomas Laufersweiler und Radio-Bremen-Programmdirektor Jan Weyrauch bei einem Pressegespräch in Berlin. Öffentlich-rechtliche Inhalte müssen nach bestimmten Fristen gelöscht werden, das schreibt der Rundfunkstaatsvertrag vor. Die neue Audiothek bündelt Radioinhalte aller neun ARD-Rundfunkanstalten und des Deutschlandradios.

Zum Start sind 560 Sendungen über die App abrufbar, täglich gehen mehrere hundert neue Folgen und Beiträge online. Viele Formate fehlen noch, weil jede Sendung Vorschaubilder und bestimmte Metadaten mitliefern muss, damit alles einheitlich aussieht und durchsuchbar ist. News und tagesaktuelle Inhalte fließen nicht ins Angebot ein. Der Fokus liegt auf Dokus, Reportagen, Magazinen, Comedy und Hörspielen. Die hausinterne App-Entwicklung kostete vergleichsweise günstige 200.000 Euro. In den vergangenen Test-Tagen luden 13.000 Nutzer die App herunter.
turi2 vor Ort beim Pressegespräch in Berlin, itunes.apple.com (iPhone), play.google.com (Android)

Nur NDR, MDR und RBB stehen Investigativ-Produzenten rechtlich bei.


Recherche auf eigene Gefahr: Die Produzenten-Allianz wollte sich mit den ARD-Anstalten eigentlich darauf einigen, Produktionsfirmen investigativer Dokumentationen bei rechtlichen Problemen zur Seite zu stehen. Doch nur NDR, MDR und RBB haben zugestimmt, schreibt Ulrike Simon. Die anderen sechs ARD-Anstalten lehnen einen generellen Haftungsbeistand ab. Die Produzenten-Allianz hat die Neuigkeit zwar ihren Mitgliedern mitgeteilt, doch sonst sollte der Sachverhalt nicht öffentlich werden.

Auf ihre Einzel-Nachfragen bei den Sendern, warum sie Auftragsproduzenten im Zweifel alleine lassen, bekommt Simon abgestimmte Antworten. Der WDR halte Rechtsbeistand für Produktionsfirmen "nicht für erforderlich", der BR "weder für erforderlich noch für sinnvoll" (BR) und der SWR hält die Zusage juristischer Unterstützung für "nicht zielführend". Die Folge, so Ulrike Simon: Auftragsproduzenten widmen sich lieber Stoffen, die keinem wehtun und "die im Grunde kein Mensch braucht".
daily.spiegel.de (Paid), dwdl.de

MDR-Mitarbeiter bekommen mehr Geld.

MDR einigt sich nach einem Streik von zeitweise bis zu 400 festen und freien Mitarbeitern vorläufig mit den Gewerkschaften. Alle Beschäftigten bekommen rückwirkend zum 1. April 2,2 % mehr Lohn bzw. Honorar, im April 2018 gibt es weitere 2,35 % mehr Geld. Freie bekommen Krankengeld ab sofort bereits ab dem ersten Krankheitstag. Die Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit steigen 2018 um 10 Prozentpunkte.
taz.de, dwdl.de, deutschlandfunk.de

Das ARD-Radiofestival ist schön, gefährdet aber die Vielfalt, findet Stefan Fischer.

ARD-Radiofestival, bei dem im Sommer WDR 3, NDR Kultur, SWR 2, HR 2, SR 2, Bremen 2, MDR Kultur und Kulturradio RBB neun Wochen lang abends dasselbe senden, könnte keiner der Kultursender allein stemmen, andererseits widerspricht es dem Prinzip des Föderalismus und gefährdet die Vielfalt, schreibt Stefan Fischer. Diese Unterschiedlichkeit sei schließlich die Existenzberechtigung für neun ARD-Landesrundfunkanstalten mit jeweils mehreren Radioprogrammen.
sueddeutsche.de

MDR ist der neue Partner des Medien-Watchblogs Altpapier.

MDR bietet dem Medienwatchblog Altpapier, der sich im August von seiner bisherigen Heimat evangelisch.de verabschiedet hat, ein neues Zuhause. Inhaltlich soll sich nichts ändern, es gibt aber optisch einen frischen Anstrich, einen automatischen Newsletter und die Vorlesefunktion des MDR. René Martens, Christian Bartels, Juliane Wiedemeier und auch wieder Klaus Raab arbeiten mit. Der MDR ist das inzwischen vierte Dach des ältesten Medienwatchblogs Deutschlands, der 2000 startete.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Meinung: Der MDR verwechselt Werbung mit Journalismus.

MDR: Boris Rosenkranz wirft der Unterhaltungswelle Jump vor, Werbung mit einem journalistischen Programm zu verwechseln. Der MDR erlaube es Betreibern und Mitarbeitern von angeblichen Attraktionen, Werbung für ihre Angebote zu machen und sehe darin kein Problem. In der Reihe mit dem Titel "Sommer bei uns" sollen Zuschauer ihre Lieblings-Sommerorte präsentieren.
uebermedien.de (Paid)

Ulrike Simon: Wolf-Dieter Jacobi könnte Volker Herres nachfolgen.

Wolf-Dieter Jacobi, derzeit Programmchef beim MDR, könnte 2018 Volker Herres als ARD-Programmdirektor beerben, orakelt Ulrike Simon. Demnach wolle die ARD den Vertrag mit Volker Herres nicht verlängern. MDR-Intendantin Karola Wille könnte die Gelegenheit nutzen, um ihr Führungsteam nach dem voraussichtlichen Wechsel von Chefredakteur Stefan Raue zum Deutschlandradio auszutauschen. Ein weiterer Kandidat für den Posten des ARD-Programmdirektors sei NDR-Programmchef Frank Beckmann.
rnd-news.de

Auch RBB und MDR drohen Verleger-Klagen, schreibt Ulrike Simon.


Sende(r)pause im Internet: Die Verleger aus Berlin und Ostdeutschland planen juristische Schritte gegen die Online-Angebote von RBB und MDR, erfährt Ulrike Simon. Wie in Bremen und im bundesweiten Streit um die Tagesschau-App geht es um die Frage, ob die öffentlich-rechtlichen Angebot zu "presseähnlich" sind. Um das zu prüfen, lädt sich der Verleger-Verband VZBO in seinen Expeditionen ins öffentlich-rechtliche Netz bis zu 7.000 Internetseiten herunter.

Simon fürchtet, der ewige Kampf zwischen Verlegern und ARD-ZDF-Gremien verfolge sie bis in die Rente. In vielen Bundesländern aber sehen die Verleger das regionale Angebot der Sender entspannt: SWR, NDR und BR drohen wohl kein Ungemach. Beim RBB will die Online-Redaktion jedoch schon vor den Gerichten handeln und rbb24 umbauen, schreibt Simon. Bis dahin könnten sich die Verleger aber auch schon das Internet heruntergeladen und ausgedruckt haben.
rnd-news.de, turi2.de (Bremen), turi2.de (Tagesschau-App)

"Junge Welt" wirft dem MDR einen "Werbeboykott" vor.

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Kein bisschen Frieden: Die "Junge Welt" fühlt sich vom MDR und vom Privatradio in Mecklenburg-Vorpommern boykottiert. Die Radiosender MDR Jump und Ostseewelle weigern sich, Werbespots der linken Tageszeitung auszustrahlen, weil die Werbung eine Weltanschauung transportiere. In ihren Spots zum 70. Jubiläum wirbt die Zeitung u.a. mit Slogans wie "Zeitung für den Frieden" und "Zeitung gegen den Faschismus". Dazu laufen Melodien aus der sozialistischen Mottenkiste, etwa das Lied "Kleine weiße Friedenstaube" und die DDR-Hymne.

Der RBB-Sender Radio eins, wie der MDR ARD-Mitglied, hatte mit den Spots dagegen keine Probleme und strahlte die Werbung aus. Der Staatsrechtler Andreas Fisahn bezweifelt, dass es sich bei den Spots um politische Werbung handle. Es werde für ein Produkt geworben, das wie jedes andere Kunden finden müsse.
presseportal.de, uebermedien.de

Mitarbeit: Markus Trantow

MDR startet Medienkompetenz-Portal Medien360G.

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Medien-Erklärer: Der MDR hat heute sein Medienkompetenz-Portal gestartet, das Intendantin Karola Wille erstmals Ende 2015 angekündigt hat. Medien360G heißt das Portal, das sich als Content-Netzwerk sieht und neben eigenen Beiträgen auch Inhalten von Kooperationspartnern wie dem NDR-Medienmagazin Zapp und Übermedien einen weiteren Ausspielweg bieten will.

Das Portal soll einen "neugierigen Blick auf die sich stetig verändernde Medienwelt werfen" und Orientierung in der digitalen Medienvielfalt leisten, sagt Boris Lochthofen, Direktor des MDR-Landesfunkhauses Thüringen, wo die Redaktion mit neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angesiedelt ist.

Zum Start dominiert auf dem Portal das Thema Fake News, das der MDR am Tag der Internetsicherheit im TV, Radio und Online in den Mittelpunkt gestellt hat. Weitere Themen sind etwa Social Bots, Datenschutz oder Wege in den Journalismus. Auch den Audio- und Video-Projekten von Nachwuchs-Medienmachern aus Offenen Kanälen, Ausbildungssendern oder Hochschul-TV gibt Medien360G eine Plattform.
flurfunk-dresden.de, turi2.de (Background)

Alkoholisierte junge Männer greifen MDR-Reporter an.

mdr-neu-2016MDR-Reporter sind bei einem Dreh in Erfurt von einer Gruppe alkoholisierter junger Männer angegriffen worden. Die Angreifer haben einen MDR-Journalisten syrischer Herkunft rassistisch beleidigt und ihn mehrere hundert Meter über die Straße gejagt, teilt der Sender mit. Dem Kameramann hätten sie versucht, die Kamera zu entreißen. Die Polizei hat die Personalien aller Angreifer aufgenommen und die zwei Haupttäter vernommen.
presseportal.de

MDR muss wegen Bombendrohung Radio-Programm unterbrechen.

mdr-neu-2016MDR muss am Neujahrstag für einige Stunden die Live-Programme mehrerer Radiosender unterbrechen. Grund war eine Bombendrohung gegen das Funkhaus in Halle, das daraufhin geräumt wurde. Sprengstoffexperten konnten jedoch nichts Verdächtiges finden. Die Sender übertrugen in der Zwischenzeit ein Notprogramm oder das Angebot von MDR Sachsen-Anhalt, das in Magdeburg produziert wird.
digitalfernsehen.de, radiowoche.de