Journalisten verifizieren Tweets zu selten, glaubt Tommaso Debenedetti.

Twitter: Tommaso Debenedetti verbreitet seit Jahren quasi mit links Fake News, sagt er im Interview mit dem ARD-Faktenfinder. Journalisten scheiterten noch immer daran, Accounts zuerst zu verifizieren. Außerdem behandelten sie Twitter im Wettbewerb um die schnellste News wie eine Presseagentur.
faktenfinder.tagesschau.deKommentieren ...

Bericht: Radio-Bremen-Intendant Jan Metzger wirft Verlagen Propaganda vor.

Verlage nutzen ihre Zeitungen propagandistisch gegen ARD und ZDF, kritisiert Radio-Bremen-Intendant Jan Metzger laut einem Bericht von Stefan Fries. Demnach hätten die Medienseiten der Zeitungen streckenweise nichts mehr mit Journalismus zu tun. Die ARD-Sender hätten beim Werben für die eigenen Interessen nicht dieselbe propagandistische Power und Skrupellosigkeit wie die Verleger.
stefan-fries.com1 Kommentar

Lokaljournalismus muss Graustufen abbilden, findet Benjamin Piel.

Lokaljournalismus sollte seine Leser nicht erziehen wollen, sondern die Basis für Argumente-Austausch bilden, findet Benjamin Piel, ab Sommer Chefredakteur des "Mindener Tageblatt″. Guter Lokaljournalismus müsse alle Graustufen zeigen, alle Beteiligten zu Wort kommen lassen und dürfe z.B. nicht versuchen, Menschen von Trump oder der AfD wegzulotsen.
kress.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Niggemeier kritisiert "Welt"-Bericht über angeblich verhinderten Anschlag.

Stefan Niggemeier kritisiert die Berichterstattung der "Welt" über den Verdacht auf einen geplanten Terroranschlag auf den Berliner Halbmarathon. Die Zeitung habe den möglichen Anschlag als tatsächlich geplant beschrieben und mit "ihrer übertriebenen Darstellung" auch die Berichterstattung anderer Journalisten geprägt, schreibt Niggemeier. Das Blatt habe auch nach Einschränkungen durch die Polizei an seinem Bericht festgehalten.
uebermedien.deKommentieren ...

Hans Hoff kriegt Gehirnplaque durch die Vorhersehbarkeit deutscher Krimis.

Fernsehkrimis sind dank ewig gleicher Volksbeunlustigung zur Schrankwand im Gelsenkirchener Barock verkommen, ärgert sich TV-Kritiker Hans Hoff. Sogar "einst originelle Marken" wie der Münsteraner Tatort seien inzwischen nur noch "Abziehbilder ihrer selbst". Hoff prophezeit der Monokultur des deutschen Fernsehens ein ernsthaftes Problem, wenn die Zuschauer es ihm gleich tun und Krimis aus dem Angebot "mentaler Käfighaltung" abschwören.
dwdl.deKommentieren ...

Meinung: Troll-Journalismus zieht in journalistische Institutionen ein.

Troll-Journalismus hat es von den "Klowänden des Internets" in seriöse Medien geschafft, beobachtet Alf Frommer in der Titelgeschichte der aktuellen "Zeit" von Jens Jessen. Jessen verzerre mit seinem "weinerlichen Abgesang auf den Mann" ein wichtiges gesellschaftliches Thema, "um nach Aufmerksamkeit zu heischen". Er stelle sich damit auf eine Stufe mit Ronja von Rönne und Julian Reichelt.
bildblog.deKommentieren ...

Ulrike Simon: ARD ist nicht eins und deshalb auch nicht deins.

ARD macht ihrem Namen (Alle Reden Durcheinander) wieder alle Ehre, beobachtet Ulrike Simon. Statt eine emotionale Eigenmarketing-Kampagne einfach mal zu machen, beschäftigten sich immer länger immer mehr Bedenkenträger mit dem Thema. Am Beispiel dieser "Wir sind deins"-Kampagne zeige sich, dass die ARD längst nicht eins ist.
daily.spiegel.de (Paid)

Bei "Zapp" sprechen Patricia Schlesinger, Georg Restle und Stefan Raue über die Notwendigkeit einer ARD-Kampagne:
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Fischer: Silke Burmester hat Aussagen verdreht und nur mit einer Seite gesprochen.

Silke Burmester gibt seine eigene Kritik an der "Zeit" falsch wieder und hat nicht das Gespräch mit ihm gesucht, antwortet Thomas Fischer auf eine Kolumne Burmesters. Er halte der "Zeit" keinen Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht vor, sagt Fischer, und wirft Burmester vor, seine Aussagen zu verdrehen. Die Kolumne der Medienjournalistin zeige eine "Verachtung für Diskurs und eine Totalisierung der Ideologie", in der es an Willen fehle, die eigene Position infrage zu stellen, meint Fischer.
meedia.de, turi2.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Analyse: Berichte über Facebooks Datenskandal sind oberflächlich.

Medien berichten über Facebooks Datenskandal oft falsch oder oberflächlich, kritisiert Dennis Horn. So handle es sich bei den an Cambridge Analytica geflossenen Daten nicht um ein Datenleck, sondern um ein früher genutztes und inzwischen abgeschaltetes "Feature" von Facebook für App-Entwickler. Facebook verkaufe auch keine Nutzerdaten. Die größte Empörung über den Datenskandal zeigten offenbar diejenigen, die schon lange von Facebook genervt sind und aus aktuellem Anlass ihre Facebook-Auftritte deaktivieren.
medium.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Silke Burmester sieht "abgehalfterte männliche Journalisten" nach rechts abdriften.

Thomas Fischer könnte sich nach seiner Zwangstrennung von der "Zeit" aus Angst vor Bedeutungsverlust ein neues Zuhause bei den Publikationen der Angstmacher suchen, befürchtet Silke Burmester. Rechts-konservative Online-Medien würden eine "abgehalfterte männliche Journalisten-Elite zu neuer Strahlkraft" verhelfen.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Fischer)Kommentieren ...

Rheinneckarblogger Hardy Prothmann verteidigt fiktive Terror-Geschichte.

Rheinneckarblog: Blogger Hardy Prothmann wirft dem SWR vor, "sehr unsauber" über seine erfundene Geschichte über einen Terror-Angriff in Mannheim berichtet zu haben. Keiner der Journalisten, die von "Fake News" schrieben, kannte den Text hinter der Paywall komplett, ebenso der allergrößte Teil der Leute, die wüste Kommentare und Beschimpfungen hinterließen. Die massiven Reaktionen würden deutlich machen, "wie wenig Medienkompetenz beim Großteil der Kommentatoren erkennbar ist".
rheinneckarblog.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Rheinneckarblog verbreitet angebliche Terror-Nachrichten.

Rheinneckarblog erfindet einen Beitrag über einen angeblichen Terroranschlag in Mannheim mit 130 Toten, Aufklärung gibt es erst hinter der Paywall. Blog-Betreiber Hardy Prothmann findet das rechtens, um Aufmerksamkeit für Fake News und "mögliche Bedrohungslagen" zu schaffen. Er habe sowohl den Bürgermeister als auch den Polizeipräsidenten informiert. Beide hatten gebeten, keine Falschmeldungen zu verbreiten. Im Netz erntet Prothmann einen Shitstorm.
deutschlandfunk.de, faz.netKommentieren ...

Meinung: Germany’s Next Topmodel macht Teilnehmerinnen gefügig.

gntm_2016 150Germany’s Next Topmodel verlangt Unterwerfung von den Teilnehmerinnen und bügelt sie zu meinungslosen Puppen zurecht, glaubt Kerstin Hermelink – das sei schlimmer als Schlankheitswahn und Fixierung aufs Aussehen. Heidi Klum nutze Angst und Scham der Teilnehmerinnen aus und biete mit ihrer Jury eine "bizarre Karikatur des Jüngsten Gerichts".
"FAS", S. 9 (Paid)Kommentieren ...

Studie: Fake News gründen oft auf schlechter PR.

Fake News, die zum Bundeswahlkampf verbreitet wurden, basieren oft auf schlechten Pressemitteilungen und missverständlichen Formulierungen von Journalisten, sagt eine Studie der Berliner Stiftung Neue Verantwortung. Welt.de und Bild.de hätten Fake News auffällig oft weiter verbreitet. Eine große Falschnachrichten-Schwemme oder ein besonders gravierender Fall ist den Studien-Autoren nicht untergekommen.
"Spiegel 13/2018", S. 27 (Paid)Kommentieren ...

Presserat: Nicht repräsentative Online-Umfragen müssen gekennzeichnet sein.

Online-Umfragen unter Lesern, die nicht repräsentativ und auch nicht als solche gekennzeichnet sind, verstoßen gegen den Pressekodex, entscheidet der Presserat. Konkret ging es um eine Umfrage auf der Seite des "Münchener Merkurs", die ohne das Speichern von Cookies leicht manipulierbar war, berichtet Stefan Fries. Durch die fehlende Transparenz werde die journalistische Glaubwürdigkeit gefährdet.
deutschlandfunk.deKommentieren ...

AfD-Politiker schimpft bei RT über den Islam – zugeschaltet aus dem MDR-Studio.

MDR leistet dem russischen Sender RT Produktionshilfe. Der sächsische AfD-Politiker Maximilian Krah wettert im internationalen Kreml-Kanal über den Islam und lässt sich dafür aus dem MDR-Studio Dresden zuschalten. Der MDR sagt, "Wir sind dazu verpflichtet". Die MDR-Tochterfirma MCS Sachsen agiere nur als technischer Dienstleister, so wie bei Anfragen anderer EBU-Sender auch. RT ist jedoch kein EBU-Mitglied.
tagesspiegel.deKommentieren ...

Volker Stennei ist neuer Sprecher des Presserats.

Presserat wählt Volker Stennei zu seinem neuen Sprecher. Der Geschäftsführer beim Zeitungsverlag Rubens und Chefredakteur des Hellweger Anzeigers wird vom BDZV in den Presserat entsandt und löst den bisherigen Sprecher Manfred Protze von der DJU ab. Protze ist künftig Vize-Sprecher. Stennei will den Presserat als Stimme in
medienethischen Debatten stärken.
presserat.de (PDF)Kommentieren ...

Niggemeier: "FAZ" verbreitet falsche Hartz-IV-Vergleiche und korrigiert nur beiläufig.

FAZ verbreitet falsche Vergleiche zwischen Erwerbstätigen und Hartz-IV-Empfängern und korrigiert diese später nur beiläufig, kritisiert Stefan Niggemeier. Auch dpa und andere Medien haben den falschen Vergleich aufgegriffen, wonach Hartz IV einer Familie oft mehr Geld einbringe als ein Job. Bei der Berechnung des Steuerzahlerbunds für die "FAZ" fehlten aber Kindergeldansprüche der Erwerbstätigen. Niggemeier wirft auch der dpa vor, den weiterverbreiteten Berechnungsfehler nicht transparent korrigiert zu haben.
uebermedien.de, faz.net ("FAZ"-Bericht, Paid)Kommentieren ...

Klick-Tipp: Kritiker richten Vorwürfe an "Spiegel"-Reporter Alexander Osang.

Klick-Tipp: "Spiegel"-Reporter Alexander Osang erntet Kritik für seine Reportage über den Drogentod einer Amerikanerin in Berlin. Der im Text zitierte Berliner Kultursenator Klaus Lederer fühlt sich getäuscht, weil Osang nicht über den Anlass seiner Recherche informiert habe. Boris Rosenkranz kritisiert, Osang beschreibe ein Schicksal, lasse aber viele Fragen außen vor.
uebermedien.de (Paid), spiegel.de (Osang-Text, Paid)Kommentieren ...

RT Deutsch etabliert sich schleichend, befürchtet Martin Niewendick.

RT Deutsch nähert sich seinem Ziel, in der deutschen Medienlandschaft Fuß zu fassen, Senderchef Iwan Rodionow wird als Gast in Talkshows oft zu wenig hinterfragt, schreibt Martin Niewendick. Obwohl Rodionow an vorderster Propaganda-Front Verschwörungstheorien verbreite, tauche er immer wieder in namhaften Sendungen auf und vermittele Zuschauern, die sich mit RT Deutsch nicht auskennen, schlimmstenfalls das Gefühl, der Sender sei ein unabhängiges Nachrichtenmedium.
welt.de1 Kommentar

Alexander Wrabetz: ORF lässt sich von Politikern nichts diktieren.

ORF will sich ein Jahr lang so verhalten, als würde es dann eine Volksabstimmung über die Finanzierung des Senders geben, sagt ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Der Sender soll verständlich machen, wofür es ihn braucht. Wrabetz sagt, er werde sich keine Personalentscheidungen von der Politik "diktieren lassen" - er wolle auch nicht "unter allen Bedingungen ewig diesen Job" machen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 48 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"National Geographic" arbeitet seine frühere, rassistische Berichterstattung auf.

Lese-Tipp: "National Geographic" widmet sich in seiner April-Ausgabe dem Thema Rassen – Chefredakteurin Susan Goldberg hat deshalb einen Historiker beauftragt, das eigene Archiv auf Rassismus zu durchsuchen. Er hat u.a. Artikel ausgegraben, in denen Aboriginies als "Wilde" mit dem "niedrigsten Intelligenzgrad aller Menschen" bezeichnet werden. Sein Fazit: Das Heft hat kolonialistische Einstellungen lange verstärkt, statt sie zu hinterfragen und sah weiße Westliche an der Spitze der gesellschaftlichen Hierarchie. In den 70er Jahren änderte "National Geographic" allmählich Ton und Weltanschauung.
theguardian.comKommentieren ...

TV-Kritiker wollen "Late Night Berlin" nicht gleich verreißen.

Late Night Berlin mit Klaas Heufer-Umlauf muss weiter beobachtet werden, sind sich die Kritiker einig: Anja Rützel findet, viele Gags seien "mit der ganz groben Laubsäge geschnitten". Sie plädiert zudem für bessere Einspieler. Stefan Winterbauer wünscht sich den Moderator lockerer und hält den Wochenrhythmus für zu lang.
spiegel.de (Rützel), meedia.de (Winterbauer), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Video-Tipp: Isabell Hülsen wertet 2.500 Leser-Reaktionen aus.

Video-Tipp: "Spiegel"-Redakteurin Isabell Hülsen, Autorin des kürzlichen Artikels über die Entfremdung der Gebildeten von den Medien, analysiert mehr als 2.500 Leser-Reaktionen auf ihren Text. Das Feedback sei sehr konstruktiv gewesen, u.a. sei eine klare Trennung von Nachricht und Kommentar gefordert worden. Journalismus sei heute Beziehungsarbeit mit den Lesern, meint Hülsen. Der "Spiegel" plant Konferenzen für den weiteren Austausch mit Lesern.
spiegel.de (2-Min-Video, Paid), "Spiegel" 11/2018, S. 74-77 (Leser-Zuschriften, Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Stefan Niggemeier wünscht sich etwas weniger Don-Alphonso-Hysterie.

Rechte Meinungsmacher kommentieren die deutsche Medienlandschaft zunehmend maßlos bis hysterisch, beobachtet ein beunruhigter Stefan Niggemeier. Er dokumentiert Reaktionen auf das Aus des Bloggers Don Alphonso bei FAZ.net. Manchem Kommentator sei kein Vergleich zu groß, zu historisch, zu abwegig. Don Alphonso erscheine als "letztes Bollwerk gegen den totalen Sieg des Linksfaschismus in der Systempresse".
uebermedien.de (Paid), turi2.de (Don Alphonso)Kommentieren ...

Zitat: Katarina Barley sieht Politiker als Getriebene der Mediengesellschaft.

"Wir sind alle getrieben. Das ist ein Teil der Mediengesellschaft."

SPD-Politikerin Katarina Barley meint, die Medien übten einen großen Druck auf Politiker aus, sich schnell zu entscheiden. Hätte sich die SPD nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen nicht sofort festgelegt, hätte es gleich gehießen, die SPD schließe eine große Koalition nicht mehr aus. Dadurch sei es schwer, abzuwarten.
mediathek.daserste.de (45-Min-Video, ab Min 13)Kommentieren ...

WDR-Studie: Glaubwürdigkeit der Medien steigt weiter an.

Glaubwürdigkeit der deutschen Medien ist mit einem Plus von 8 % im Vergleich zu 2016 weiter im Aufwind, ergibt eine WDR-Studie. Spitzenreiter ist das öffentlich-rechtliche Radio mit 82 %, gefolgt vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen mit 77 %. Trotz der steigenden Werte gehen 40 % der Befragten davon aus, dass die Politik den Medien Vorgaben macht und diese damit beeinflusst.
presseportal.de, horizont.netKommentieren ...

Zitat: Medienforscher Michael Meyen vermisst aufwändige Recherchen im Journalismus.

"Heute werden Geschichten erzählt, und die Autoren sagen uns, was sie davon halten. Meinung sichert Exklusivität, ganz ohne Scoop und großen Aufwand."

Michael Meyen, Medienforscher an er Ludwig-Maximilians-Universität in München, kritisiert im Interview mit kress.de, dass der Journalismus nur noch "von einem Aufreger zum nächsten" hetze. Die Medien könnten ohne aufwändige Recherchen ihre öffentliche Aufgabe nicht erfüllen.
kress.deKommentieren ...

Schauspielerin: Journalisten wollten von Weinsteins Verhalten nichts wissen.

Harvey Weinstein: Eine anonyme deutsche Schauspielerin sagt dem "Spiegel", sie habe Journalisten schon vor Jahren "ansatzweise" über sexuelle Belästigung durch den Filmmogul Weinstein berichtet. Sie sei nur ungläubig bestaunt worden, schnell leiteten die Journalisten zu einem anderen Thema über. Weinstein habe sie selbst, nur mit einer Unterhose bekleidet, in einer Hotelsuite zum Sex überreden wollen. Er habe sie aber nicht bedrängt, sagt die Schauspielerin.
"Spiegel" 09/2018, S. 56-57 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Auch Akademiker entfremden sich und lehnen die Medien ab.

Lese-Tipp: Auch die Gebildeten entfremden sich von den Medien, beobachtet der "Spiegel". Die Flücht­lings­kri­se habe das lange vorhandene Gefühl, Jour­na­lis­ten maß­ten sich an, ihre Le­ser zu ma­ni­pu­lie­ren, an die Ober­flä­che ge­spült. Auch Rechts­an­wäl­te, Steu­er­be­ra­ter und Be­am­te dachten, Medien bögen die Fakten zurecht. Die Leser wollten nicht erzogen werden, sondern sich selbst eine Meinung bilden. Viele seien wütend auf die Medien. Gewinner der Entfremdung deutscher Leser und Zuschauer sei die "Neue Zürcher Zei­tung", die sich als An­laufadres­se für deut­sche Le­ser profiliere, de­nen in den hemischen Me­di­en zu viel Kon­sens herrscht.
"Spiegel" 09/2018, S. 68-73 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Ulrike Simon wünscht sich weniger Alarm um "Bild" und Julian Reichelt.

"Wer sich im Daueralarmzustand über 'Bild' ereifert, macht sich zum Teil ihres Geschäftsmodells. Feinde zu haben, ist für 'Bild' die größte anzunehmende Anerkennung."

Ulrike Simon wünscht sich von "Bild"-Beobachtern mehr Umsicht, Nüchternheit und Differenzierung, also all das, was man von "Bild" nicht erwarten dürfe.
daily.spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Zitat: "Bild"-Chef Julian Reichelt bittet um Zusammenhalt.

"Wir teilen aus, also müssen wir auch einstecken. Für die Entscheidung, die gefälschten Mails als Schlagzeile zu machen, bin allein ich verantwortlich."

"Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt schreibt nach der "Titanic"-Enthüllung um vermeintliche SPD-Troll-Kontakte eine Rund-E-Mail an sein Team. Darin fordert er die "Bild"-Redakteure auf, "zusammenzustehen".
wuv.deKommentieren ...

Meinung: ARD und ZDF vernachlässigen thematisch die Wirtschaft.

ARD und ZDF lassen Wirtschaft, Unternehmen und die Finanzwelt thematisch links liegen, findet PR-Berater Hasso Mansfeld. Sendungen wie "Plusminus" berichten ihm zu viel über verbraucherrelevante Themen, zu wenig über Gewinnoptimierung. Die Verantwortlichen drückten alle Themen "durch das Antikapitalismus-Sieb". Einzig die "ARD-Börse" spare sich ständige Kapitalismus-Kritik.
meedia.de1 Kommentar

Meinung: "Bild" wird unter Julian Reichelt schärfer, glaubt Stefan Winterbauer.

bildlogoBild ist unter Julian Reichelt wieder "aggressiver und rechter" geworden als zuletzt unter Kai Diekmann und Tanit Koch, schreibt Stefan Winterbauer. Vor allem in Sachen Politik schlage "Bild" einen "zunehmend scharfen bis schrillen Ton" an. Das Springer-Blatt bediene sich vermehrt Methoden der Yellow-Press und betreibe mit irreführenden Schlagzeilen "Klick-Baiting im Gedruckten".
meedia.deKommentieren ...

"Titanic" hat "Bild" mit der SPD-Troll-Geschichte hereingelegt.

Titanic schreibt auf ihrer Website, sie habe die gefälschten Schmutzkampagnen-E-Mails von Juso-Chef Kevin Kühnert in Umlauf gebracht, über die "Bild" vergangene Woche auf dem Titel berichtet hat. Kühnert tauscht sich in diesen E-Mails vermeintlich mit einem russischen Troll aus. Das Satire-Magazin bietet die E-Mails öffentlich zum Download an.
meedia.de, deutschlandfunk.de, titanic-magazin.deKommentieren ...

ORF-Mann Armin Wolf klagt gegen Vizekanzler Strache.

Armin Wolf, News-Anchorman beim ORF, will gegen den österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache klagen. FPÖ-Mann Strache hat Armin Wolf und dem ORF in einem Facebook-Post Fake News und Lügen unterstellt. Wolf meint, dass die Attacken der FPÖ auf Medien und Journalisten ein "demokratiepolitisch wirklich bedenkliches Ausmaß" annehmen. Der ORF will rechtliche Schritte prüfen und den Post löschen lassen.
derstandard.atKommentieren ...