Zitat: Ulrike Simon stört sich an der Doppelrolle von Frank Thomsen bei Gruner + Jahr.

"Seitdem das bekannt ist, mache ich mir den Spaß, Verlagsleiter und Unternehmenssprecher anderer Häuser mit der Frage zu ärgern, was sie eigentlich in ihrer übrigen Arbeitszeit treiben."

Ulrike Simon fremdelt mit der neuen Doppelrolle von Frank Thomsen als Publisher beim "stern" und Kommunikations- und Marketing-Chef von Gruner + Jahr. Die Kombination zeige, dass beide Stellen keine Vollzeitjobs wären.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Studie: Medien haben "überwiegend korrekt" über Flüchtlinge berichtet.

Medienkritik: Deutsche Medien haben im Zeitraum Mai 2015 bis Januar 2016 "überwiegend korrekt" über die Zuwanderung berichtet, sagt eine Studie der Uni Mainz. Kommunikationsforscher Marcus Maurer hat Berichte von "Tagesschau", "Heute", "RTL aktuell", der "Süddeutschen Zeitung", der "FAZ" und der "Bild" untersucht. Sie seien allerdings "meist einseitig", allein die "Bild" habe etwa gleich viele positive wie negative Berichte über Flüchtlinge veröffentlicht. Allerdings habe die Zeitung und auch das ZDF Zuwanderung "überwiegend als Gefahr dargestellt". Die Geschlechterverteilung der Flüchtlinge sei "fast exakt". Nur die "Tagesschau" habe "deutlich häufiger Frauen und Kinder als Männer thematisiert" und gezeigt.
bild.de

Zitat: Harald Schmidt zieht über Fernsehen, Zeitungen und Journalismus her.

"In Amerika sitzt jede Nebenrolle. Wenn es aber 7 Mrd reinregnet, ohne dass ich mich bewegen muss, dann heißt es halt bei jeder Anforderung: ‚'Oh, ich weiß net, ob isch des gegreenlightet bekomme. Mir sind ja auch alle im Weihnachtsstress.'"

Harald Schmidt schaut deutsches Fernsehen nur noch, um sich aufzuregen – und merkt in der "FAZ" nebenbei an, dass der Rundfunkbeitrag gemütlich macht.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Weitere Zitate:

"Klassischer Journalismus wird heute für Leute gemacht, die entweder selbst Journalisten sind oder die damit aufgewachsen sind, dass man montags den 'Spiegel' kauft, donnerstags die 'Zeit' und eine Tageszeitung abonniert hat. (...) In meinem Umfeld liest niemand mehr Zeitung. Punkt."

"Ich muss leider sagen, dass ich mich dabei beobachte, dass ich sechs Interviews pro Woche gebe, in denen ich sage, dass ich mich aus den Medien zurückgezogen habe."

#sagenwasist: Journalisten tragen Manipulationen zusammen.

#sagenwasist: Unter dem Motto von "Spiegel"-Gründer Rudolf Augstein sammeln Journalisten ihre Erfahrungen mit Manipulationen in der Berichterstattung. Ronja von Wurmb-Seibel berichtet von einem Vorgesetzter, der ihr mit auf den beruflichen Weg gegeben haben soll: "Das Gute am Auslandsjournalismus ist ja, dass niemand rausfinden wird, ob der Mann in Kabul das wirklich gesagt hat." Redakteure hätten sie auch dazu drängen wollen, Explosionen zu zeigen, wo keine gewesen seien. Dutzende Kollegen hätten sich in den vergangenen Tagen mit ähnlichen Geschichten an sie gewandt. Die Debatte in den Medien im Fall Relotius erscheine ihr aufgrund ihrer Erfahrungen und der großen Resonanz scheinheilig.
tagesspiegel.de

Meinung: Relotius' Auftraggeber kommen bisher zu unhinterfragt weg.

Spiegel: Die bisherige Aufarbeitung des Relotius-Skandals beim "Spiegel" blendet die Rolle von Ullrich Fichtner, dem Print-Chef und künftigem Vize-Chefredakteur, sowie die von Gesellschafts-Ressortleiter Matthias Geyer weitgehend aus, tadelt Ralf Heimann im MDR-Medienblog Altpapier. Relotius mag gelogen und betrogen haben - dafür, dass ein Text erscheint, obwohl ein eigener Reporter erhebliche Zweifel anmeldet, sei er aber nicht verantwortlich.
mdr.de

"Hinter vielem steht nun ein Fragezeichen" – "Spiegel" arbeitet den Fall Relotius auf 23 Seiten auf.


Im Spiegel des Sturms: Der "Spiegel" stellt 23 Seiten des neuen Hefts frei ins Netz – und widmet sich ausführlich der Selbstkritik im Fall Relotius. In der Rubrik Hausmitteilung schreiben Susanne Beyer und Dirk Kurbjuweit: Der "Spiegel" müsse sich überlegen, wie er Recherchen noch genauer kontrollieren könne, "auch wenn wir keine totale Überwachung haben wollen". Clemens Hoeges schildert weitere Details: Demnach fälschte Relotius Facebook-Profile, um sich zu entlasten und gestand schließlich nachts in einem Carsharing-Auto im Gespräch mit Kollegin Özlem Gezer.

Hoeges entlastet in seinem Text die hausinterne Dokumentation unter Leitung von André Geicke. Sie könne sehr vieles überprüfen über Datenbanken und Archive. "Vorsätzlicher Betrug ist im System nicht vorgesehen", schreibt Hoeges jedoch. Relotius betrüge genauso gut, wie er schreibe.

Auf vier Seiten dokumentiert das Heft zahlreiche Reaktionen – Zuspruch und auch Kritik an der Art und Weise, wie der "Spiegel" den Skandal öffentlich machte. "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo äußert sich als "Spiegel"- und Journalismus-Kritiker auf drei weiteren Seiten. Reporter Juan Moreno beschreibt erneut, wie ihm der Schwindel aufgefallen ist. Er sei inzwischen überzeugt, dass seine Leistung Zufall war und ein Vorteil, dass er Relotius persönlich nicht kannte.
spiegel.de (23-Seiten-PDF aus "Spiegel" 52/2018)

"Wir müssen uns relativ nackig machen" – "Spiegel"-Chef Steffen Klusmann über den Relotius-Skandal.

Zitat: Ex-"Bild"-Mann Georg Streiter warnt vor fanatischem Julian Reichelt.

"Ich habe arge Probleme mit dem fanatischen Kurs, den der aktuelle Chefredakteur fährt. Er lässt seinem persönlichen Hass auf den Bundespräsidenten und die Bundeskanzlerin und die Institutionen dieses Landes freien Lauf."

Georg Streiter, Ex-Regierungssprecher und Berater, geht mit seinem Ex-Arbeitgeber "Bild" hart ins Gericht. Streiter beschreibt, wie unter Julian Reichelt Menschen verbal hingerichtet und Fehler vertuscht würden.
facebook.com via twitter.com

Lese-Tipp: Einwohner stellen klar, was Claas Relotius über ihre Stadt zusammenfantasiert hat.

Lese-Tipp: Michele Anderson und Jake Krohn aus Fergus Falls in Minnesota nehmen Stück für Stück die Geschichte In einer kleinen Stadt von "Spiegel"-Reporter Claas Relotius auseinander, der die Bewohner der Kleinstadt porträtiert. Schon der Wald, durch den sich Relotius in seinem Text der Stadt nähert, existiere nicht. Die Personen im Text erschienen wie Film-Figuren. In 7.300 Wörtern seien lediglich die Durchschnittstemperatur und die Einwohnerzahl korrekt.
medium.com via twitter.com/jhaentzschel

"Kronen Zeitung" verschweigt Details aus Täterbeschreibung nach Anschlag in Nürnberg.

Kronen Zeitung lässt in ihrer Berichterstattung über die Messerattacke in Nürnberg die Täterbeschreibung aus. Die Zeitung zitierte zwar die Tweets der Polizei Mittelfranken zur Fahndung. Jedoch werden die Informationen ausgelassen, die Polizei suche nach einem Mann mit "blonden bis dunkelblonden Haaren, hellem Teint".
derstandard.at

Lese-Tipp: Bernd Dörries geht vermeintlichem Elefanten-Massaker in Botswana nach.

Lese-Tipp: Anfang September verbreiten Medien in aller Welt Meldungen über ein Elefanten-Massaker in Botswana, das angeblich größte bisher in Afrika, lanciert von der Tierschutz-Organisation Elephants Without Borders. Bernd Dörries forscht nach und stößt auf Zweifel, ob die Geschichte so wirklich stimmt oder nicht eher interessensgetrieben ist.
"Süddeutsche Zeitung, S. 3 (Paid)

Meinung: Die Zeit ist an der "Lindenstraße" vorbeigezogen, schreibt Hans Hoff.

Lindenstraße war lange "immer ein bisschen weiter als die gesellschaftliche Realität", z.B. 1990 beim ersten schwulen Kuss im deutschen TV, schreibt Hans Hoff. Die Serie provozierte, wühlte auf und ging durch Shitstorms, als diese noch nicht so hießen. Irgendwann jedoch sei die Zeit an der Lindenstraße vorbeigezogen, die Versuche der Erneuerung seien nur "mittelgut" gelungen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Klick-Tipp: Kartoffel-Preisträger Julian Reichelt verteidigt sich und "Bild".

Klick-Tipp: "Bild"-Chef Julian Reichelt erhält den Negativ-Preis Goldene Kartoffel und kommt überraschend persönlich zur "Vorladung". In einer Rede schildert er seine journalistische Haltung und kritisiert die Selbstgewissheit seiner Kritiker. Zum Beweis, dass "Bild" nicht gegen Flüchtlinge mobilisiere und Panik verbreite, bringt Reichelt einen Syrer mit, der bei "Bild" volontiert. Den Preis nimmt er nicht an.
twitter.com (35-Min-Video), tagesspiegel.de

"Zeit" schreibt über Firmen-Geflecht des Journalistenwatch-Geldgebers.

Lese-Tipp: Die "Zeit" recherchiert zu den Hintermännern der rechten Nachrichtenseite Journalistenwatch und deren Geldgeber: Anwalt Philipp Wolfgang Beyer, der erkannt hat, "wie glänzend sich im rechten Milieu verdienen lässt". Er habe mehr als 20 Vereine, Firmen und Initiativen gegründet - und soll damit geschätzte 6.500 Mandanten um 9 Mio Euro erleichtert haben.
zeit.de

Meinung: Lokalzeitungen versagen bei Frankfurter Bombenentschärfung.

Lokalmedien in Frankfurt versagen fast komplett bei einer Bombenentschärfung am Montagabend, für die 16.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen mussten, beobachtet Uwe Vorkötter. Abgesehen von Hessenschau.de, wo "bis tief in die Nacht" Redakteure auf allen Kanälen aktiv waren, "wo die Betroffenen Nachrichten suchten". Bei "FAZ", "Frankfurter Rundschau", "Frankfurter Neue Presse" und "Bild Frankfurt" vermutet Vorkötter das Arbeitsmotto: "Nee, Feierabend, machen wir morgen früh, topaktuell."
horizont.de

Zitat: Hans-Peter Siebenhaar empfindet den Deal von ARD, ZDF und der Telekom als fragwürdig.

"Auch wenn das Geschäft zwischen ARD/ZDF und der Telekom juristisch in Ordnung ist, medienpolitisch ist es äußerst fragwürdig."

Medienjournalist Hans-Peter Siebenhaar kritisiert den Magenta-Deal zwischen ARD, ZDF und der Telekom, weil Telekom-Kunden so zweimal für öffentlich-rechtliche Inhalte zahlen müssten.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Zitat: Sexismus verschwindet nicht, sagt Dorothea Hartz von Radio Bremen.

"Wenn ich mir unsere Junge Welle ansehe - da moderieren fast nur Jungs mit coolem Käppi und reden über Sex mit der Ex. In den Moderationen sind plötzlich wieder Inhalte möglich, das hätte ich vor ein paar Jahren nicht geglaubt."

Dorothea Hartz, Frauenbeauftragte bei Radio Bremen, sagt beim Herbsttreffen der Medienfrauen, sie fürchte den Rückfall in alte Rollenmuster.
sueddeutsche.de

Podium der Öffentlich-Rechtlichen mit Kritikern misslingt, meint Ulrike Nimz.

Medien und Meinung: Bei der Podiumsdiskussion in Dresden, bei der Kai Gniffke und Peter Frey mit Kritikern der öffentlich-rechtlichen Medien ins Gespräch kommen wollten, profitiert vor allem die AfD, beobachtet Ulrike Nimz. Beide seien in der Defensive gewesen, u.a. wegen der nicht neutralen Moderatoren. Annäherung habe es kaum gegeben, Frey zieht das Fazit: "Wir haben uns nicht gekloppt, insofern bin ich zufrieden."
sueddeutsche.de

"Kontext Wochenzeitung": Madsack nutzt Auslandskorrespondenten aus.

Redaktionsnetzwerk Deutschland will Auslandsberichte, aber nicht dafür bezahlen, kritisiert Willi Germund. "Ein Betroffener" erzählt, Madsack sei ein "Penny-Markt für Zeitungshäuser", zahle Auslandskorrespondenten statt monatlicher Pauschalen nur abgedruckte Artikel. Generell verschwänden aus den Medien. Es gehe nur noch um Naturkatastrophen und Trump-Anekdoten.
kontextwochenzeitung.de

"Tatort" zeigt Journalisten stets als eitle Fatzkes, kritisiert Karl-Markus Gauß.

Tatort und andere TV-Formate denunzieren oft Journalisten und stellen sie als charakterlose Boulevard-Bösewichte dar, kritisiert Karl-Markus Gauß. In Zeiten, in denen Journalisten "inhaftiert, malträtiert, mit Arbeitsverbot belegt" werden, hält er es für "erbärmlich", auf diese Art den Vorurteilen gegenüber Journalisten Vorschub zu leisten.
sueddeutsche.de

Basta: Vice-Reporter foppt Medien mit Doppelgängern von sich.

Ach wie gut, dass niemand Vice...: Vice-Reporter Oobah Butler hat 2017 mit gefälschten Bewertungen seine Gartenhütte bei Tripadvisor zum besten Restaurant in London gekürt. Medien aus aller Welt wollten seine Geschichte hören, doch Oobah gibt nicht gerne Interviews. Muss ja auch nicht sein, dachte er sich und schickt ins TV, ins Radio und zu einer Preisverleihung einfach Doppelgänger von sich. Gemerkt hat's keiner.
vice.com, youtube.com (13-Min-Video)

"Weser-Kurier" verzichtet auf Sonderbezeichnung für den "Islamischen Staat".

Weser-Kurier nennt die Terrormiliz Islamischer Staat künftig wieder bei ihrem Namen. 2015 hatte sich die Zeitung entschieden, statt dem selbst gewählten Namen IS nur den abwertend gemeinten Begriff "Daesch" zu verwenden. Nun schreibt Chefredakteur Moritz Döbler, "eine Terrormiliz, die an Bedeutung verliert, ständig mit einer erklärungsbedürftigen Namensgebung hervorzuheben", verliere den Sinn. Der Bremer Sonderweg sei am Ende ein "Irrweg" gewesen, gebe aber Anlass, sich über Begriffe Gedanken zu machen.
weser-kurier.de via meedia.de

Gauland: Kulturwissenschaftler erhebt Plagiatsvorwürfe gegen Gastartikel in der "FAZ".

Gauland-GAU: Der Kulturwissenschaftler und Autor Michael Seemann erhebt Plagiatsvorwürfe gegen den umstrittenen Gastartikel von Alexander Gauland in der "FAZ". Der Text beinhalte Sätze, die in einem "Tagesspiegel"-Beitrag nahezu wörtlich identisch erschienen sind. Gauland habe diese in einen falschen Kontext gesetzt. Auch bei einer Hitler-Rede von 1933 soll Gauland sich für seinen Text bedient haben.
t-online.de

Hans Hoff: Ferdinand Dudenhöffer ist der einzig wahre Auto-Experte deutscher Medien.

Journalisten haben den Kontakt zu Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer fett in ihren Adressbüchern, vermutet Hans Hoff. Auf Tagesschau.de tauche er u.a. als Automobil-Experte auf – der Begriff Automobil rieche zwar "etwas angeschimmelt", sei in dem Fall aber irgendwie passend. Mit seiner "angenehm gelassenen, manchmal bis zur Schluffigkeit unaufgeregten Art" mache er stets den Eindruck profunder Kenntnis. Mit dieser eile er mit solch einer Geschwindigkeit zur nächsten medialen Präsenz, dass Batman daneben "wie ein bedauernswerter Rollator-Nutzer" wirke.
dwdl.de

Meinung: Klaus Meier lehnt die verstärkte Berichterstattung über Kriminalität ab.

Medien: Die Forderung von Mathias Döpfner in einer Rede beim BDZV-Kongress, über Straftaten von Asylbewerbern und Flüchtlingen intensiver zu berichten, nährt einen "wesentlichen Teil der Propaganda rechtsnationaler Gruppierungen", urteilt Journalistik-Professor Klaus Meier. Die Forderung bediene die Sensationsgeilheit und gefährde damit das "vertrauensvolle Zusammenleben" sowie den Kern der Demokratie.
meedia.de, turi2.de (Background)

Zitat: US-Sängerin Carrie Underwood erkennt eigene Interviews oft nicht wieder.

"Es fällt mir schon manchmal schwer, eine Story über mich zu lesen, die auf einem Interview mit mir basiert und in der alle meine Aussagen komplett aus dem Kontext dargestellt werden."

US-Countrystar Carrie Underwood beklagt im Interview mit der "Welt am Sonntag" den zunehmend "schlampigen Umgang mit Zitaten". Besonders nah gehe es ihr, wenn sich Menschen über angeblich Aussagen aufregen, die sie gar nicht gesagt hat.
"Welt am Sonntag", S. 81 (Paid)

Meinung: Jon Caramanica sorgt sich um die Zukunft des Promi-Journalismus.

Prominente kontrollieren den Journalismus über sich selbst, wodurch die Medien ihre Bedeutung als Plattform verlieren, beobachtet Jon Caramanica. Viele Promis würden fast ausschließlich über ihre selbst kontrollierten Social-Kanäle auftreten oder nach unliebsamen Interviews ihre Sicht der Dinge darstellen. Mehr und mehr würden sich Promis zudem von Freunden interviewen lassen. Die durch Freundschaft wahrgenommene Intimität wirke so als Stellvertreter für tatsächliche Einsicht – eine objektive Presse fehle in diesem Prozess.
nytimes.com

Stefan Niggemeier kritisiert "Brandsatz" von Stefan Aust.

Welt: Herausgeber Stefan Aust schreibt einen verantwortungslosen, destruktiven und gefährlichen Brandsatz-Artikel, der Merkel und Flüchtlingen die Schuld an allem gibt, kritisiert Stefan Niggemeier. Der Text "Mutti aller Probleme" sei aufgemacht wie ein Social-Media-Post für Pegida, enthalte falsche Fakten und den Willen zur Verdrehung. Aust rede Rechtsextremismus klein und bediene selbst die Sage, im Merkel-Deutschland dürfe "man nichts mehr sagen".
uebermedien.de

Sat.1 kritisiert Absprachen für "Thügida"-Interview in "Akte".

Sat.1 distanziert sich von einem Beitrag seines Reporter-Magazins Akte 2018. Die Sendung hatte den rechtsextremen "Thügida"-Gründer David Köckert interviewt. Bedingung war ein Live-Stream der Interview-Aufzeichnung bei Facebok. Sat.1 sagt, dem Sender sei keine Absprache bekannt gewesen und er hätte sie auch nicht gebilligt. Die Produktionsfirma Meta Productions begründet die Zustimmung mit dem enormen "öffentlichen Interesse an dieser Figur der rechtsradikalen Szene".
meedia.de, dwdl.de

Verfassungsschutzchef Maaßen zweifelt nicht mehr an Echtheit des Chemnitz-Videos.

Doch echt: Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen relativiert seine Zweifel an der Echtheit eines Videos aus Chemnitz. Das Video sei echt, er bezweifele jedoch, ob es "authentisch" eine Menschenjagd zeige, schreibt er in seinem Bericht an Innenminister Horst Seehofer. Zudem kritisiert Maaßen die schnelle Veröffentlichung in großen Medien als "unseriös".
spiegel.de, sueddeutsche.de