Zahl des Tages: Im ersten Halbjahr kauften die Deutschen 48.000 E-Autos.

Zahl des Tages: Elektrisierende 48.000 verkaufte E-Autos machen Deutschland im ersten Halbjahr 2019 erstmals zum größten Absatzmarkt in Europa, vor Vorreiter Norwegen, so eine Untersuchung des Center of Automotive Management, die auch Hybrid-Autos miteinbezieht. Der Anteil an den Neuzulassungen hält sich mit 2,6 % aber weiter in Grenzen. Der mit Abstand größte Absatzmarkt ist China mit über 628.000 verkauften E-Autos im ersten Halbjahr.
handelsblatt.com

Gastronomie-Gewerkschaft will Autobahnraststätten verstaatlichen.

Tank & Rast: Die Gastronomie-Gewerkschaft NGG fordert eine Rückverstaatlichung der Autobahnraststätten, meldet die dpa. Die Autofahrer zahlten hohe Preise, doch die Mitarbeiter bekämen nur Mindestlohn. Tank & Rast erhielt vor 20 Jahren bundesweit fast alle Konzessionen entlang der Autobahnen. Pächter zahlten hohe Lizenzen, was die Preise hochtreibe.
handelsblatt.com

DHL informiert Kunden künftig präziser über Zeitpunkt der Paketzustellung.

Wenn der Postmann zweimal klingelt: DHL will Kunden präziser über die Paketzustellung informieren, kündigt Post-Chef Frank Appel in der "Rheinischen Post" an. Paketempfänger erhalten künftig vorab eine E-Mail mit der voraussichtlichen Zustellzeit, etwa 15 Minuten vor Ankunft des Lieferwagens folge eine zweite Benachrichtigung.

Laut Appel werde das System zunächst in "einigen Regionen" getestet". Im Laufe des Jahres 2020 soll es "diese Just-in-Time-Pakete bundesweit geben", verspricht der Post-Chef. Die Zwischenlagerung von Sendungen sorge derzeit für Verzögerungen. Dem wirke DHL sei geraumer Zeit entgegen.
handelsblatt.com, rp-online.de (Paid)

Basta: Bei Tesla greift der Chef noch persönlich zum Telefonhörer.

Papier ist geduldig: Tesla-Chef Elon Musk hat beim Berliner und Hamburger Bürgermeister angerufen, um sich über die langsame Zulassung von Autos zu beschweren. Die deutschen Ämter tickten nicht so schnell wie die PS-starken Fahrzeuge. Musks Meckerei zeigt Wirkung: Die Bürgermeister versprechen mehr Personal - nicht nur für Tesla-Zulassungen.
welt.de

Allianz fordert eine gesonderte Erfassung von E-Roller-Unfällen.

Safety first: Rund einen Monat nach Start der E-Roller in Deutschland, fordert die Allianz als größter Versicherer Europas von der Polizei künftig eine gesonderte Erfassung von E-Roller-Unfällen. Für den Betrieb eines E-Rollers ist in Deutschland eine Kfz-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Um die Prämie zu kalkulieren, fehlen den Versicherern bisher Daten. Die Unfallforscher der Allianz gehen von einem Anstieg der Unfallzahlen aus.

Sicherheitsexperten könnten mit mehr Daten "Fehlentwicklungen und typische Unfallmuster" erkennen und frühzeitig Gegenmaßnahmen empfehlen, argumentiert die Allianz. Sowohl Kollisionsunfälle als auch Alleinunfälle seien künftig mit E-Rollern vermehrt zu erwarten. Erste Statistiken vom Juni sollen im August vorliegen.
manager-magazin.de, "FAS", S. 18 (Paid)

Zitat: FreeNow-CMO Thomas Zimmermann will bei E-Rollern von den Fehlern Anderer lernen.

"Wir haben den Vorteil, dass wir von anderen Städten und Ländern lernen können und gewisse Fehler gar nicht erst machen müssen."

Thomas Zimmermann, Marketing-Chef der Daimler-BMW-Tochter FreeNow, sieht den späten Start von E-Rollern in Deutschland als Chance. Im Interview mit "W&V" sagt er, wichtig sei, dass die Scooter den Verkehrsfluss nicht behinderten oder im Weg stünden.
wuv.de (Paid)

GeraNova Bruckmann fährt Magazin für Oldtimer der Zukunft an den Kiosk.

GeraNova Bruckmann bringt mit "NeoClassics" ein Automagazin über "Oldtimer der Zukunft" heraus. Gemeint sind "besonders emotionale und leistungsstarke" Automodelle zwischen 5 und 15 Jahren, die das Potenzial zum Klassiker haben. Das Heft mit 100 Seiten für 4,95 Euro erscheint mit 50.000 Auflage am 3. Juli - zunächst einmalig als Sonderheft von Auto Classic.
per Mail

Uber expandiert in Westafrika und plant Bootsservice in Nigeria.

Uber will an der Elfenbeinküste und im Senegal expandieren. Der Taxischreck überlegt außerdem, in der nigerianischen Metropole Lagos einen Bootsservice anzubieten. Erste Wasser-Erfahrungen sammelt Uber derzeit in Mumbai. In vielen afrikanischen Ländern besitzen nur wenige Menschen Autos und der ÖPNV ist kaum ausgebaut. Abgesehen von Nigeria und Ghana ist Westafrika aber bisher kaum Uber-erschlossen.
businessinsider.com

Zitat: Olivier Reppert fusioniert Car2Go und DriveNow in aller Ruhe.

"Wir werden unsere Kunden nicht mit einem Paukenschlag erschrecken, sondern sie langsam an die neue Plattform heranführen."

ShareNow-Chef Olivier Reppert will die "Hochzeit" von Car2Go und DriveNow langsam angehen lassen, sagt er im "Wiwo"-Interview. Carsharing sei "wahnsinnig komplex" – daher brauche es Zeit, ein simples und fehlerfreies Angebot für 4 Mio Kunden aufzubauen.
wiwo.de

Volkswagen will direkt mit Kunden kommunizieren.


Emotional und digital: Volkswagen will mit Digital-Marketing und personalisierten Angeboten aus dem Dieselgate-Tal herauskommen. Im Spätherbst bekommt die Marke ein neues Design, in dessen Zuge der Autobauer auch sein Marketing "völlig neu" ausrichten wird, sagt Marketingchef Jochen Sengpiehl im "Handelsblatt"-Interview. Dazu baut Volkswagen Digital-Plattformen, die "personalisierungsfähig und datengetrieben" sein sollen, um "direkt mit den Kunden zu kommunizieren".

Den Vergleich mit großen Tech-Playern scheut Sengpiehl nicht: "Wir schaffen ein Interface mit einer ID-Nummer je Kunde – genauso wie es die Kunden von Apple oder Google kennen." In den vergangenen Jahren hätte sich das Marketing zu sehr auf Technik und Produkt fokussiert, nun wolle VW "den Regler wieder stärker in Richtung der Menschen schieben". Bei gleichbleibendem Media-Budget von weltweit 1,5 Mrd Euro soll das Marketing 30 % effizienter werden.
"Handelsblatt", S. 24 (Paid), turi2.de (Background)

Ex-ADAC-Geschäftsführer Alexander Möller wird Berater bei Roland Berger.

Roland Berger holt Ex-ADAC-Geschäftsführer Alexander Möller für die Beratung von Kunden aus dem Transport- und Verkehrssektor. Er kümmert sich z.B. um Fluglinien, Schifffahrts- und Schienenverkehrsunternehmen, ÖPNV-Betreiber, Mobilitätsdienste und Logistiker und berät sie u.a. zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
mynewsdesk.com, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Alexander Möller im Unterwegs-Fragebogen zur turi2 edition #7

Start des E-Highways auf der A1 verzögert sich.

E-Mobilität: Die Auslieferung der speziellen Lastwagen mit Stromabnehmern auf dem Dach verzögert sich in Norddeutschland bis September. Die Bauarbeiten für den sogenannten E-Highway auf der A1 zwischen Reinfeld und Lübeck seien dagegen fast abgeschlossen. In Hessen ist seit Anfang Mai Deutschlands erste Teststrecke für E-Lastwagen in Betrieb.
"Welt", S. 9 (Paid), turi2.de (Background)

Zahl des Tages: 4.000 Autobahnkilometer sollen fit für E-Mobilität werden.

Zahl des Tages: Mobile 4.000 Kilometer, rund ein Drittel des deutschen Autobahnnetzes, sollen bundesweit mit Oberleitungen ausgestattet werden, um Elektromotoren von LKW mit Strom zu versorgen. Am Dienstag beginnt an der A5 in Hessen ein Feldversuch mit einer zunächst zehn Kilometer langen Teststrecke, dem ersten "E-Highway" Deutschlands.
"FAS", S. 15 (Paid)