Amazon startet werbefinanzierten Musikdienst für Echo-Nutzer.

Amazon tut es Google gleich und veröffentlicht für seine Alexa-Smartspeaker einen kostenlosen, werbefinanzierten Musikdienst. Der Dienst ist in den USA verfügbar und greift auf denselben Song-Katalog wie Prime Music zurück. Bislang konnten Echo-Nutzer ausschließlich über eine Prime-Mitgliedschaft oder externe Streamingdienste wie Spotify Musik hören.
techcrunch.com

YouTube Music kommt kostenlos auf Googles Assistant-Geräte.

Google macht YouTube Music auf allen smarten Lautsprechern mit Google Assistant kostenlos zugänglich. Das Angebot ist werbefinanziert und soll u.a. in Teilen Europas, den USA und Kanada verfügbar sein. Die kostenlose Version ermöglicht es lediglich Musik für eine Stimmung zu starten, Streaming on Demand ist nur mit einem Upgrade auf Premium möglich.
techcrunch.com

Zahl des Tages: Vivendi-Anteil an Universal Music ist 20 bis 40 Mrd Euro wert.

Zahl des Tages: Rund 20 bis 40 Mrd Euro ist der zum Verkauf stehende 50-%-Anteil an Universal Music wert, schätzen Analysten. Vivendi will ihn verkaufen, Interesse haben wohl US-Finanzinvestor KKR und der chinesische Musikstreamingdienst Tencent Music. Universal Music ist das größte Musik-Label weltweit und macht jährlich rund 6 Mrd Euro Umsatz.
handelsblatt.com (Paid)

Zitat: Dieter Bohlen hängt neun Stunden am Tag bei Instagram ab.

"Meine 'Bild'-Zeitung ist ja mein Instagram-Account. Da kann ich veröffentlichen, wie die Dinge wirklich sind."

Pop-Titan Dieter Bohlen sagt im OMR Podcast, dass er täglich neun Stunden mit seinem Instagram-Account beschäftigt ist und teilweise 3.500 Kommentare pro Tag beantwortet.
omr.com (89-Min-Audio)

Weitere Zitate:

"Alle Firmen, die DB als Initialen haben, mit denen mach ich gerne was. Deutsche Bank. Daimler Benz oder Deutsche Bahn. Das ist irgendwie gut. Das ist wie Familie."

Dieter Bohlen beteiligt sich lieber an soliden Konzernen als an Startups.

"Ich kriege jetzt pro Woche immer noch eine Cover-Anfrage auf die Modern Talking-Lieder. Ich könnte allein von ‘Cheri Cheri Lady’ sicherlich leben."

Seine alten Hits sind für Dieter Bohlen immer noch eine Cash Cow.

Meinung: Spotify unterzieht die Musikbranche einer weiteren Disruption.

Spotify verändert mit seinen Playlists und Algorithmen die Musikbranche auch außerhalb der Streamingplattform, schreibt Alexander Demling im "Handelsblatt". Automatische und von Redakteuren erstelle Playlists bestimmten immer stärker über den Erfolg von Künstlern, so dass diese zum Teil gar keine Alben mehr veröffentlichten. Statistische Daten von Spotify seien zudem zunehmend Entscheidungsgrundlage im Booking für Konzerte und Festivals. Sportify veranstalte sogar erste eigene Live-Events.
"Handelsblatt", S. 18 (Paid)

Basta: Elon Musk geht unter die Rapper.

Musiker Musk macht sich zum Affen: Der Tesla-Chef geht unter die Rapper und veröffentlicht bei Soundcloud den Titel "RIP Harambe". Der Gorilla Harambe wurde 2016 in einem US-Zoo erschossen. Die Twitter-Gemeinde rätselt, ob es sich tatsächlich um Musks Stimme oder doch einen vorgezogenen Aprilscherz handelt. Musikexperten sind sich dagegen einig: Sie wollen Musk Musikkünste lieber auf den Mond Mars schießen.
techcrunch.com, soundclound.com

Apple kontert der Spotify-Kritik zu Appstore-Bedingungen.

Apple kassiert von Spotify-Kunden mit Free-Accounts keine Gebühren im Appstore, kontert der Konzern die Kritik von Spotify. Auch für zahlende Kunden, die über Partnerschaften mit Handy-Providern kommen, erhalte Apple keine Gebühren. Spotify sieht sich durch die Regeln im Appstore benachteiligt – auch weil Apple nicht nur den Appstore betreibt, sondern selbst als Streamingdienst agiert.
apple.com, turi2.de (Background)

Spotify verpfeift Apple bei der EU-Kommission.


Spiel mir das Lied vom Appstore: Spotify, mit Sitz in Stockholm eine der wenigen Tech-Größen der EU, klingelt bei den Brüsseler Kartellis um Hilfe gegen Streaming-Konkurrent und Geräte-Goliath Apple. Die Regeln in Apples Appstore behinderten "die freie Auswahl und Innovationen". Spotify-Chef Daniel Ek fordert u.a. klare Regeln für Appstores und freie Auswahl des Bezahlsystems für App-Anbieter.

Außerdem soll die Kommission dafür sorgen, dass Apple nicht mehr die Kommunikation zwischen App-Anbietern und Nutzern beschränken kann. Der wichtigste Kartellaspekt: Apples Bezahlsystem mit seinen 30 % Provision benachteilige Spotify und andere Konkurrenten gegenüber dem hauseigenen Musikdienst Apple Music. Außerdem hindere Apple Spotify daran, Nutzer auf konzerneigener Hardware wie der Apple Watch und dem Lauschsprecher Homepod zu erreichen.
spiegel.de, heise.de, bloomberg.com, newsroom.spotify.com

Europäische Kreativ-Verbände appellieren an EU-Parlament, der Urheber­rechtsreform zuzustimmen.

EU-Urheberrechtsreform: Rund 230 europäische Kreativ-Verbände, darunter VDZ, BDZV, Gema und DJV, machen Lobbyarbeit in Brüssel. In einem gemeinsamen Brief appellieren sie an die Abgeordneten des EU-Parlaments, dem Gesetzesentwurf zuzustimmen. Es sei eine "historische Chance", ein Internet zu schaffen, das "fair und nachhaltig für alle" sei.
vdz.de, djv.de

Frontal 21: Die meisten Ticket-Verkäufer bei Viagogo sind Profi-Händler.

Ticket-Zweitmarkt: Die Online-Plattform Viagogo macht einen Großteil ihrer Geschäfte mit Profi-Händlern, die Konzertkarten nur kaufen, um damit Profit zu machen, berichtet Frontal 21. Einige der Händler seien gleichzeitig Inhaber von offiziellen Vorverkaufsstellen und hätten somit Zugriff auf Karten zu Original­preisen. Künstlern und Veranstaltern stinkt diese Praxis gewaltig, verboten ist der Handel jedoch nicht.
zdf.de

Norwegens Rundfunk verbannt für zwei Wochen die Songs von Michael Jackson.

Michael Jackson fliegt mit seinen Songs für mindestens zwei Wochen aus dem norwegischen Radio. Der staatliche Rundfunk will ab Freitag als Reaktion auf neue Missbrauchsvorwürfe gegen den toten Musiker auf dessen Musik verzichten. Die Anstalt zeigt am Sonntag die Dokumentation "Leaving Neverland", in der die Vorwürfe geäußert werden und will die Reaktionen des Publikums abwarten.
tagesspiegel.de

Meinung: EU-Urheberrechtreform bringt Usern Rechtssicherheit, sagt Musikproduzent Micki Meuser.

Upload-Filter sind bereits vor der EU-Urheberrechtreform aktiv, schreibt Micki Meuser, Musikproduzent und Vorsitzender der Deutschen Filmkomponistenunion, in einem Gastbeitrag beim Bundesverband Schauspiel. Gegenteilige Behauptungen seien "Heuchlerei". Upload-Filter erkennen zwar keinen Unterschied zwischen Original und Parodie, doch für Kreative werde es künftig einfacher, die Uploader darauf hinzuweisen. YouTube übernehme zudem die Haftung, falls User auf entgangene Lizenzgelder verklagt werden.
bffs.de, turi2.de (Background)

Basta: Narren lassen Song-Contest-Vorentscheid hinter sich.

Kamelle statt Contest: Die "Fastnacht in Franken" siegt im TV über den "Eurovision Song Contest"-Vorentscheid. Bundesweit erreichen die BR-Narren 13,3 % Marktanteil, die ARD schalten 9,6 % ein. Dabei geben sich die Verantwortlichen sichtlich Mühe, die Sänger in Kostüme zu stecken - wie 2016 Manga-Mädchen Jamie-Lee Kriewitz oder Finnen-Rocker Lordi (Foto).
dwdl.de, quotenmeter.de

"Das Wetter" macht Musik-Journalismus mit Leidenschaft.

Das Wetter heißt ein Berliner Musik-Magazin, das allen Print-Pessimismen zum Trotz langsam wächst und sich mit 3.000 verkauften Heften pro Ausgabe trägt, schreibt Jan Kedves. Mancher Text lese sich "ein bisschen verquast", doch jeder Zeile sei die Leidenschaft anzumerken, mit der sie geschrieben wurde. Weil manche Künstler Interviews nur zusagen, wenn sie aufs Cover kommen, erscheint Das Wetter regelmäßig mit mehreren Covern.
sueddeutsche.de

Basta: Florian Silbereisen heuert auf dem "Traumschiff" an.

Seemannsfest der Schunkel-Shantys: Moderator und Schlagerstar Florian Silbereisen wird neuer Kapitän auf dem ZDF-Traumschiff, bestätigt er "Bild". Er war Top-Favorit des Senders und folgt auf Sascha Hehn, der über von Bord geht. Käpt'n Silbereisen war jahrelang Fischers Flori, navigiert seit zwei Dekaden gekonnt durch die Untiefen der Schlagerwelt und Volksmusik und lässt auch einen Shit-Sturm unbeeindruckt an sich vorbeiziehen.
bild.de (Paid), dwdl.de

Gruner + Jahr und BMG besingen Max Giesinger mit One-Shot-Magazin.

Gruner + Jahr bringt ein Personality-Magazin zum Sänger Max Giesinger an den Kiosk. Das Heft entstand "aus einer Kooperation" mit Plattenfirma und Bertelsmann-Konzernschwester BMG, ein Team aus der "Brigitte"-Redaktion verantwortet die Inhalte. Das Heft kostet 10 Euro und liegt am 14. Februar mit 75.000 Auflage an den Kiosken sowie bei Max-Giesinger-Konzerten.
presseportal.de

Springer steigt beim Tickethändler Myticket.de aus.

Springer verkauft seinen Anteil von 24,9 % am Eintrittskarten-Händler Myticket.de an die Deutsche Entertainment AG zurück. Der Konzert- und Showveranstalter ist nun alleiniger Besitzer der Ticket-Plattform. Im Juli 2018 hatte Deag bereits der ProSiebenSat.1.-Tochter Starwatch ihre Anteile abgekauft. Beide Medienkonzerne waren 2015 eingestiegen.
4investors.de, turi2.de (Background)

"FT": Spotify verkauft Mini-Musikanlage für Autos.

Spotify schraubt an einer kleinen Musikanlage mit Sprachsteuerung für Autos, schreibt die "Financial Times". Die etwa 100 Dollar teuren Geräte sollen Spotify-Inhalte über Bluetooth auf die Boxen übertragen – Autofahrer können ihre Playlists und Podcasts ohne Fummelei am Handy hören. Mit einem eigenen Produkt würde Spotify unabhängiger werden von Amazon, Google und Apple, die eigene Systeme in Autos einbauen.
ft.com (Paid), theverge.com, turi2.de (Background)

Basta: Künstler schickt Toto in die Wüste.

I bless the beats down in Africa: Künstler Max Siedentopf schickt Toto in die Wüste und lässt deren Song Africa solargetrieben in Endlosschleife in der Wüste Namib laufen. Wo genau die Soundinstallation sich befindet, verrät Siedentopf nicht. Die Suche dürfte sich in der 95.000 Quadratkilometer großen Wüste also als Suche nach der Nadel im HeuSandhaufen erweisen.
cnet.com, maxsiedentopf.com (Fotos und Videos)

"All I Want For Christmas Is You" stellt Streaming-Rekord auf.

Musik-Streaming: Ganze 11 Mio Mal ist der Song "All I Want for Christmas I You", gesungen von Mariah Carey, am 24. Dezember bei Spotify gestreamt worden und stellt damit einen neuen Rekord auf. Schlappe 92.400 Dollar Tantiemen müssen sich Plattenlabel, Produzenten, Song-Schreiber und Sängerin teilen. Kein Grund für Mitleid: Allein mit dem Weihnachtshit hat Carey von 1994 bis 2017 rund 60 Mio Dollar eingespielt.
qz.com