Deutsche Bahn macht Iggy Pop zum Testimonial.

Passenger an Bord: Die Deutsche Bahn wirbt ab Sonntag mit Pop-Legende Iggy Pop, 71, berichtet der "Focus" und zeigt ein Foto vom Dreh des neuen Bahn-Spots in Leipzig. Es zeigt den Musiker zusammen mit Ex-Rennfahrer Nico Rosberg in einem ICE 4. Der Werbefilm feiert am Sonntag TV-Premiere und ist ab Montag auch im YouTube-Kanal der Bahn zu sehen. Pop singt in seinem größten Hit The Passenger von 1977 über eine endlos erscheinende S-Bahn-Fahrt durch Berlin.
"Focus" 34/2018, S. 14-15 (Paid)


Türkei boykottiert den Eurovision Song Contest u.a. wegen Conchita Wurst.

Türkei nimmt auf unbestimmte Zeit nicht mehr am Eurovision Song Contest teil, erklärt Ibrahim Eren, Präsident des staatlichen Senders TRT. Als Grund gibt er den Sieg von Conchita Wurst für Österreich 2014 an. Man könne keine Sendung ausstrahlen, in der ein Kandidat "zugleich Bart und Rock trägt und zugleich Mann und Frau sein will", sagt Eren gegenüber "Hürriyet". Die Türkei ist seit 2013 nicht mehr beim ESC angetreten – bisher offiziell wegen der Regel, dass die fünf größten Länder automatisch ins Finale einziehen.
dwdl.de

Deezer sammelt mit arabischen Investoren 160 Mio Euro in Finanzierungsrunde.

Deezer sammelt in Arabien frisches Geld im Kampf gegen Spotify und Apple. Unter anderem investieren die Kingdom Holding aus Saudi-Arabien und das größte arabische Label Rotana in den Musik-Streamingdienst. Mit Rotana unterzeichnet Deezer zudem eine exklusive digitale Vertriebsvereinbarung. Zu den neuen Investoren gehört auch das französische Telekommunikationsunternehmen Orange. Insgesamt spülen bestehende und neue Investoren 160 Mio Euro in die Kassen von Deezer und bewerten den Musik-Streamingdienst auf rund 1 Mrd Euro.
yahoo.com, en.deezercommunity.com

Vice entdeckt zahlreiche rechtsradikale Songs auf Soundcloud.

Soundcloud hat offenbar ein Problem mit rechtsradikaler Musik auf seiner Plattform, berichtet Vice. In einer Recherche entdeckt die Redaktion binnen kurzer Zeit mehr als 100 eindeutig rechtsradikale Songs, die zu großen Teilen in Deutschland verboten sind - zum Beispiel das Horst-Wessel-Lied. Nachdem die Redaktion die Titel meldet, entfernt Soundcloud sie schnell von der Seite. Proaktiv scheint der Streaminganbieter jedoch nicht gegen den Upload rechten Gedankenguts vorzugehen. Weiter seien viele verbotene Songs auf Soundcloud zu finden.
motherboard.vice.com

Musical.ly verschmilzt mit Tik Tok und verschwindet als App-Name.


Namedropping: Musical.ly, Synchrongesangs-App mit rund 100 Mio überwiegend jungen Nutzern, verschmilzt mit der Konkurrenz-App Tik Tok. Der App-Name Musical.ly verschwindet vom Markt. Beide Apps gehören der chinesischen Firma Bytedance. Nach der Fusion soll Tik Tok 200 bis zu 600 Mio Nutzer erreichen und von einer reinen Tanz-und-Sing-Plattform zu einer vollwertigen Videoapp weiterentwickelt werden.

Während Musical.ly vor allem im Westen genutzt wird, ist Tik Tok in Asien erfolgreich. Musical.ly startete 2014 mit seinem Hauptsitz in Los Angeles. Entwickelt wurde die App jedoch in China. 2017 kaufte Bytedance die App für einen Preis zwischen 800 Mio und 1 Mrd Dollar. Musical.ly ist vor allem bei Teenagern beliebt, kämpft aber mit der Kritik, Pädophile anzulocken.
netzfeuilleton.de, faz.net

Joko Winterscheidt lässt Bands um Instrumente spielen.

ProSieben gibt Joko Winterscheidt eine neue Musikshow, berichtet DWDL. In "Earn your Song" treten bekannte Bands gegeneinander an und müssen sich die Instrumente für ihren Auftritt erspielen. Wer gewinnt, bekommt z.B. einen Sythesizer, der Verlierer nur ein Kinderklavier oder einen Kochtopf. Die Ausstrahlung ist im Herbst geplant, schon am Samstag gibt es einen Vorgeschmack in Die beste Show der Welt.
dwdl.de

Zitat: Wacken-Gründer Thomas Jensen tun Musiksammler in Zeiten von Streaming leid.

"Ich kenne viele Sammler, die jahrzehntelang mit viel Aufwand Einzelstücke zusammengetragen haben. Heute hat jeder mit einem Knopfdruck eine größere Sammlung. Das tut mir schon leid für die Sammler."

Thomas Jensen, Gründer des Metal-Festivals Wacken Open Air, sagt im Interview mit dem "stern", dass Musikstreaming es leichter mache, neue Bands zu finden, das Sammeln von Musik aber den Charme verliere.
stern.de

Basta: Cardi B unterschätzt das Dasein als frisch gebackene Mutter.

Mutterfreuden: Cardi B, seit 10. Juli frisch gebackene Mutter, musste ihre Tour mit Bruno Mars absagen. Die erste weibliche Rapperin, die es in den USA auf zwei Nummer-eins-Hits gebracht hat, wollte ihr Baby eigentlich mit auf Tour nehmen. In einem Statement erklärt sie, dass ihr Arzt davon abgeraten – und sie ihre neue Rolle als Mutter unterschätzt hat.
mtv.de, twitter.com (Statement)

Spotify wächst dank Familien-Abos.

Spotify-Logo ohne Schriftzug 150Spotify kann im zurückliegenden Quartal 8 Mio neue Abonnenten gewinnen und kommt nun auf 83 Mio zahlende Nutzer. Ein Großteil des Wachstums geht laut dem Streaming-Anbieter auf Familien-Abos zurück. Auch das Bundle-Angebot mit der Online-Videothek Hulu habe zum Wachstum beigetragen. Dennoch schreibt Spotify weiter Verluste. Der Nettoverlust liegt bei 394 Mio Dollar und ist damit doppelt so hoch wie im Vorquartal.
engadget.com

Musiker Will.i.am will als Tech-Unternehmer Probleme lösen.

Will.i.am, Frontmann der Hip-Hop-Gruppe Black Eyed Peas, ist auch Tech-Unternehmer. Sein Startup i.am+ hat einen Chatbot entwickelt, den u.a. die Deutsche Telekom nutzt. Als Investor ist Will.i.am wichtig, dass Unternehmen "ein Problem in der Gesellschaft lösen", sagt er im Interview mit gruenderszene.de. "In einigen Jahren werden soziale Unternehmer die wichtigsten Menschen auf der Welt sein". Das Wichtigste seien aber die Gründer, die Überzeugungskraft haben müssten. Jungen Unternehmern rät er: "Seid furchtlos, baut Euch ein Netzwerk an schlauen Leuten auf, und lernt so viel Ihr könnt."
gruenderszene.de

Musik-Streaming übersteigt den Umsatz von CDs.

Audio-Streaming überholt im ersten Halbjahr 2018 erstmals den Umsatz von Audio-CDS, sagt der Bundesverband Musikindustrie. Spotify und Co machen inzwischen 47,8 % des Gesamt-Umsatzes von 727 Mio Euro aus, ein Zuwachs von 35 %. Musik-CDs steuern nur noch 34,4 % bei, fast 25 weniger als Mitte 2017. Auch der Anteil von Downloads ist mit 8,5 % weiter rückläufig.
faz.net, musikindustrie.de

Sänger Cliff Richard bekommt 236.000 Euro Schadenersatz von der BBC.

BBC muss Cliff Richard 236.000 Euro Schadenersatz zahlen. Der Sender hatte 2014 über eine Razzia im Londoner Haus des britischen Sängers berichtet und dabei u.a. einen Hubschrauber eingesetzt. Das Gericht kritisiert die "sensationslüsterne Art" der Berichterstattung und sieht eine Verletzung der Privatsphäre. Die Beamten ermittelten wegen eines Vorwurfs der sexuellen Belästigung aus den 1980er Jahren. Es kam nie zu einer Anklage.
nytimes.com

Zitat: YouTube-Music-Chef Lyor Cohen will die Streaming-Szene wilder machen.

"Wir erreichen ein goldenes Zeitalter für die Musikindustrie. Aber es wird sich erst voll entfalten, wenn wir wieder Paradiesvögel in unseren Reihen haben."

YouTube-Music-Chef Lyor Cohen, 58, ist ein Veteran des New Yorker Rap-Business und glaubt, Streaming werde das Musikgeschäft wieder richtig groß machen.
"Focus" 29/2018, S. 58-60 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Dieter Gorny, damals Chef des Bundesverbands Musikindustrie: Was Verlage aus Fehlern der Musikindustrie lernen müssen

Zitat: Richard Branson will sein nächstes Buch auf dem Mond schreiben.

"Mein nächstes Buch werde ich in einem Liegestuhl auf dem Mond schreiben – mit einem Blick zurück auf die Erde."

Richard Branson, Virgin-Gründer und Multimillionär, will sich mit seiner Space-Abteilung Virgin Galactic selbst ins All schießen und dort an der Fortsetzung seiner Biografie arbeiten, erklärt er im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".
sueddeutsche.de

Apple Music holt in den USA langsam Spotify ein.

Apple Music schließt in den USA langsam zu Spotify auf, in der vergangenen Woche hatte Apple laut Insidern aus der Musikbranche rund 21 Mio Nutzer, vor einem Jahre waren es noch 13 Mio. Spotify hat sich im selben Zeitraum von 17 auf rund 22 Mio Nutzer gesteigert. Besonders das neue Album von Drake hat Apple Music mit 170 Mio Streams im Vergleich zu Spotifys 130 Mio einen Vorteil verschafft.
ft.com

Lese-Tipp: Deutsche Album-Charts spiegeln die Extreme der Musik-Geschmäcker.

Lese-Tipp: In den deutschen Album-Charts prallen Schlager und Gansta-Rap aufeinander. Felix Zwinzscher versucht, das komplexe System zu durchdringen: Physische Tonträger sind für die Chart-Platzierung wertvoller als Online-Streams. Entscheidend ist der Umsatz, nicht die Stückzahl. Rapper und Hip Hopper pushen ihrer Alben mit teureren Fan-Paketen nach oben, Schlagern und Volksmusik helfen die vorwiegend älteren Hörer, die lieber CDs kaufen.
"Welt am Sonntag", S. 53 (Paid)

Magazin "Melodie & Rhythmus" lebt wieder auf.

Melodie & Rhythmus erscheint doch weiter: Das Kulturmagazin, gegründet 1957 in der DDR, hat per Crowdfunding mehr als 1.200 neue Abonnenten gewonnen. Für die nächsten vier Hefte gibt es Anzeigen-Buchungen im Wert von 14.000 Euro. Im Januar hatte der Berliner Verlag 8. Mai GmbH, in dem auch die linke Tageszeitung Junge Welt erscheint, das Aus verkündet. Mehr als 40 Künstler und Musiker haben sich für den Fortbestand eingesetzt.
presseportal.de, spiegel.de (Background)

"The Information": Apple denkt über Kombi-Abo für Musik, Video und Digitalmagazine nach.

Apple denkt über ein vereinheitlichtes Abo für Serien, Musik und digitale Zeitschriften à la Amazon Prime nach, berichtet "The Information". Gegenüber Spotify wären die Serien ein Mehrwert, gegenüber Netflix die Musik und gegenüber Amazon Prime die digitalen Zeitschriften - Apple hat kürzlich den Digitalkiosk Texture gekauft. In einem ersten Schritt solle 2019 ein Digitalnews-Abo kommen, das Apple News mit Texture kombiniert, zitiert "The Information" seine Quellen.
theinformation.com (Paid), cnet.com

Zitat: Viacom-Manager Mark Specht sagt, das Viva-Aus öffnet neue Türen.

"Wir haben viele Künstler-Kooperationen bei MTV, die wir in Deutschland viel besser nutzen können, als wenn wir das alles mit der Marke Viva nochmal selbst aufbauen müssten."

Viacom-Manager Mark Specht sagt im DWDL.de-Interview, das Ende von Viva bedeute gleichzeitig große Chancen – u.a. für Comedy Central. Für den Sender kauft Viacom zusätzliches Programm ein.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Test: YouTube Music bietet tolle Suchfunktion, wirkt aber unfertig.

YouTube Music, Googles neuer Spotify-Konkurrent, punktet mit einer Suchfunktion als echtem Highlight, urteilt Andreas Proschofsky in einem Test. Auch Textpassagen finden den richtigen Song. Noch fehlten aber viele Funktionen, YouTube Music wirke noch unfertig, kritisiert Proschofsky. Audio und Video seien im Dienst gut miteinander verbunden.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie beim Spotify-Konkurrenten Deezer aus Daten ein Musik-Programm wird.

YouTube startet Musik-Streaming-Dienst und Bezahl-Angebot ohne Werbung.



Schöner streamen: YouTube startet einen Spotify-Konkurrenten und einen werbefreien Bezahl-Dienst in Deutschland. Nutzer finden auf YouTube Music gratis Musikvideos, Playlists und Live-Auftritte – für 10 Euro im Monat ist das Angebot werbefrei, kann im Hintergrund abgespielt werden und ist offline nutzbar. Mit YouTube Premium für 12 Euro im Monat bekommen Nutzer das Musik-Angebot plus sämtliche Videos ohne Werbung. Für Herbst kündigt YouTube erste deutsche Eigenproduktionen an.

Im Einzelnen:

YouTube Music vereint auf einer Plattform alle Musik-Angebote von YouTube. Die Start-Ansicht soll sich dynamisch der Nutzung und dem Standort des Nutzers anpassen. Wie bei Spotify oder Deezer gibt es Playlists. Nutzer sollen nach Musik googeln können, indem sie Stichworte oder ein Teil des Songtextes eingeben. Für 9,99 Euro im Monat kommt der Dienst ohne Werbung, läuft auf dem Handy im Hintergrund weiter. Außerdem können Nutzer Musik zum Beispiel vor einer Zugfahrt herunterladen.

YouTube Premium enthält die Leistungen von YouTube Music Premium und geht darüber hinaus: Abonnenten dieses Services bekommen überall auf YouTube keine Werbung zu sehen, können Videos im Hintergrund weiterlaufen lassen und sie für Offline-Zeiten herunterladen. Zahlende Kunden bekommen außerdem vollen Zugriff auf eigens produzierte YouTube-Serien und -Filme. Ab Herbst soll es erste deutsche Produktionen geben, auf Englisch gibt es bereits F2 Finding Football und The Sidemen Show.
per Mail, music.youtube.com, youtube.com/premium

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Kollegah und Farid Bang ein.

Staatsanwaltschaft Düsseldorf ordnet umstrittene Textpassagen der Rapper Kollegah (Foto) und Farid Bang als nicht strafbar ein und stellt die Ermittlungen ein. Die Texte seien "zwar voller vulgärer, menschen- und frauenverachtender Gewalt- und Sexfantasien", doch auch für Gangsta-Rap gelte Kunstfreiheit. Die Ermittler haben die Texte auf die Straftatbestände Aufforderung zur Gewalt, Verharmlosung des Holocaust, Volksverhetzung, Beleidigung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener überprüft.
welt.de, turi2.de (Background)