Lese-Tipp: "FAZ" blickt hinter die Kulissen der lukrativen Rap-Musikindustrie.

Lese-Tipp: "FAZ"-Redakteurin Elena Witzeck besucht das Produzenten-Trio Kitschkrieg, einer der erfolgreichsten Rap-Macher Deutschlands. Produzenten müssten sich trauen, die Wahrheit zu sagen, um das Beste aus den Künstlern herauszuholen. Deren Selbstdarstellung ende nicht auf der Bühne, sondern müsse bei Social Media perfektioniert werden.
faz.net (Paid)

Lese-Tipp: "SZ" trifft Deutschland-Chef von Amazon Music.

Lese-Tipp: "SZ"-Redakteur Michael Bremmer besucht den Deutschland-Chef von Amazon Music in der Münchener Konzernzentrale. Michael Höweler verkaufte früher Mode und ist mit Amazons Streamingplattform heute schärfster Verfolger von Spotify. Um sich stärker abzugrenzen, will Höweler mit Schlager oder Hip-Hop neue Zielgruppen gewinnen.
"Süddeutsche Zeitung", R6 (Paid)

Meinung: "Vincent"-Zensur ist prüde und albern.

Radio-Empfindlichkeiten: Sarah Connors Lied "Vincent" über die Sorgen eines schwulen Jugendlichen läuft bei Privatwellen wie Antenne Bayern, Antenne 1 in Stuttgart und Radio Teddy in Berlin nur entschärft. Die Sender begründen mit Rücksicht auf Familien mit Kindern. Das sei nicht nur limitiert und prüde, sondern vor allem albern, argumentiert Elisa-Madeleine Glöckner in der "Augsburger Allgemeinen". ARD-Sender wie Bayern 3 und RBB 88.8 nutzen die Zögerlichkeit der Konkurrenz und spielen den Song in Gänze.
augsburger-allgemeine.de, spiegel.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ina Tenz, Programmdirektorin bei Antenne-Bayern, erzählt bei der turi2 FuckUp Night von scheinschwangeren Kaninchen und anderen missglückten Coups.

Apple mottet iTunes ein.


RIP, iTunes: Apple entfernt die Software von den Macs. Nutzer können die Dateien künftig über die Apps Music, Podcasts und TV abrufen. Die dazugehörige Synchronisierung wandert ins Betriebssystem. Nutzer bekommen ihre Käufe und Downloads aufgeschlüsselt auf die drei Apps. Apple-Gründer Steve Jobs hatte iTunes 2001 vorgestellt, als Plattform zur Musikspeicherung und später auch Shop. Inzwischen hat das Streaming Einzelverkäufe abgelöst.

Apple kündigt zudem ein datensparsames Single-Sign-On an. "Sign In with Apple" ist ein Konkurrent für die Plattform-Login-Funktionen von Google und Facebook. Siri soll künftig auch Radio streamen.
sueddeutsche.de, theverge.com, niemanlab.org, theverge.com (Login-Dienst), billboard.com (Radio-Streams)

Fast alle jungen Deutschen sind online – und streamen Musik und Videos.

Studie: 97 % der deutschen Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren sind online, ergibt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Unter den 10- bis 18-jährigen Smartphone-Nutzern streamen 88 % Musik, 87 % schauen Videos. Beliebteste Social-App ist WhatsApp, bei den 10- bis 11-Jährigen folgt TikTok auf Platz 2, bei den etwas älteren Instagram.
bitkom.org (Text), bitkom.org (Grafiken)

Rapper Sido wird Juror bei "The Voice of Germany".

ProSiebenSat.1 engagiert Rapper Sido (Foto) als Juror der Castingshow "The Voice", schreibt "Bild am Sonntag". In der neunten Staffel wird zudem Sängerin Alice Merton dabei sein, die 2017 den Song "No Roots" für die Vodafone-Werbung beisteuerte. Sänger Mark Forster bleibt, Sänger Rea Garvey kehrt in die Jury zurück. ProSieben und Sat.1 zeigen die Show ab Herbst.
"Bild am Sonntag", S. 43 (Paid)

Meinung: So schlecht war Madonna nun auch wieder nicht.

Madonna erntet kübelweise Kritik für ihren Auftritt beim ESC – zu Unrecht, schreibt Carola Padtberg. Ein Chor verunsicherter Männer komme nicht damit klar, dass Madonna sich auch mit 70 noch erdreistet, auf Bühnen zu klettern. Tim Sohr findet den Auftritt zwar "ein bisschen peinlich", hält die Häme darüber aber für deutlich überzogen. Manche Journalisten trauten sich zuviel "Urteilsmacht und Expertise" zu.
spiegel.de (Padtberg), stern.de (Sohr)

Zahl des Tages: TikTok ist im 1. Quartal mit 33 Mio Downloads die meistgeladene App im App Store.

Zahl des Tages: Wohlklingende 33 Mio Downloads bescheren TikTok Platz 1 im App Store im 1. Quartal. Damit verweist die Karaoke-App YouTube, Instagram, WhatsApp und den Messenger auf die nachfolgenden Plätze. Bei Android-Geräten liegt WhatsApp mit nahezu 199 Mio Downloads vorn, gefolgt von Messenger, TikTok, Facebook und Instagram.
techcrunch.com

Spotify ist ein Medienunternehmen, doch das Radio erkennt es nicht, meint Christian Jakubetz.

Spotify ist kein Streamingdienst, sondern längst ein Medienunternehmen, das den Audiomarkt dominieren will, meint Christian Jakubetz. Spotify bündele immer mehr Inhalte und biete Machern jetzt auch Software. Die alte Radiowelt unterschätze den Konkurrenten und verteidige lieber eine Totgeburt wie den Übertragungsstandard DAB+.
lead-digital.de, turi2.de (Spotify-Software)

Zahl des Tages: Google zählt 15 Mio zahlende Musik-Nutzer.

Zahl des Tages: Auf zusammen 15 Mio zahlende Nutzer kommt Google mit seinen Musikdiensten YouTube Music und Google Play Music, berichtet Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die 15 Mio enthalten auch Nutzer in der Testphase. Zum Vergleich: Spotify hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Mio zahlende Nutzer, Apple zählt 50 Mio.
bloomberg.com via theverge.com

Musik-Streaming: EU-Kommission plant ein Kartellverfahren gegen Apple.

Apple muss sich kritische Blicke der EU-Kommission gefallen lassen. Die Wettbewerbshüter wollen untersuchen, ob der US-Konzern seine iOS-Marktmacht nutzt, um den eigenen Musikstreaming-Dienst zu bevorteilen. Auslöser ist eine Beschwerde von Konkurrent Spotify. Spotify kritisiert, dass Apple bis zu 30 % Provision einhält, wenn Abos über Apple-Geräte gebucht werden und Dienste, die Apples Bezahlsystem nicht anwenden, bei Updates benachteilige.
focus.de, turi2.de (Background)

MTV holt die Chartshow "Top 100" mit Hochkant-Moderationen zurück.

MTV reanimiert ab Samstag die Chartshow "MTV Top 100" mit Moderationen im Hochkant-Format, verrät Deutschland-Chef Giovanni Zamai bei DWDL. Angelehnt an das Stories-Format von Snapchat, Instagram und Co sollen die Mods zwischen den Musikvideos durch Beiträge von Zuschauern oder Grüße ergänzt werden. Der Sender will so außerdem einzelne Ausschnitte leichter in Social Media integrieren.
dwdl.de

Amazon plant Streamingdienst in CD-Qualität.

Amazon Music will künftig Musik in CD-Qualität streamen, schreibt Music Business Worldwide. Die meisten Streaminganbieter spielen Musik komprimiert ab. Amazon plane das unkomprimierte Streaming ab Ende 2019. Mit einem Monatspreis von 15 Dollar wolle Amazon Konkurrent Tidal preislich unterbieten. Tidal bietet auch höhere Abspielraten an.
musicbusinessworldwide.com, mactechnews.de

Basta: Dieter Bohlen sagt sein Album wieder ab.

Tonträger interruptus: Vor kurzem hat Dieter Bohlen ein neues Album für Anfang Juli angekündigt. Nun sagt er es auf Instagram wieder ab. Grund für den Sinneswandel: Dieter habe einfach nicht genug Zeit für die ganzen Meetings. Und wir dachten schon, ihm wäre keine neue Musik eingefallen - aber das war bei Modern Talking ja auch über Jahre kein Problem.
derwesten.de, instagram.com

Basta: Influencerin postet Fake-Bilder vom Coachella-Festival.

Schöner Schein: Influencerin Gabbie Hanna hat ihre 3,8 Mio Instagram-Follower mit bunten Bildern vom hippen Coachella-Festival bespaßt. Das tun viele andere auch, nur war sie gar nicht dort, sondern hat sich mit Photoshop in Festival-Bilder reinmontiert. Ihre Botschaft als Coachella: Es ist nicht alles Reality, was in Social Media glänzt.
stern.de, youtube.com (23-Min-Video)

Basta: Kanye West designt Kirchen-Strümpfe.

Kollekte(-ion): Kanye West, für Anhänger an Position 2 direkt nach Gott, sucht in letzter Zeit auffällig die Nähe des himmlischen Vaters, auf dem Coachella-Festival hält er einen Gottesdienst. Erklärung seiner neuen (Schein-)Heiligkeit: West hofft wohl auf himmlische Einnahmen, seine neue Klamotten-Kollektion kostet ab 50 Dollar aufwärts – dafür bekommen Gottesanbeter Socken mit der Aufschrift "Jesus walks".
noizz.de

Lese-Tipp: "Spiegel" besucht zum ersten Todestag das private Umfeld von DJ Avicii.

Lese-Tipp: "Spiegel"-Journalist Felix Hutt begibt sich ein Jahr nach dem Tod von Tim Bergling auf Spurensuche. Als DJ Avicii liebte der feinfühlige, talentierte Künstler seine Fans, doch das Rampenlicht scheute Bergling, poträtiert Hutt. Bei Berglings Tod schließen die Behörden ein Fremdverschulden aus. Bei der Frage nach dem Warum, verstumme sein familiäres Umfeld, "wie ein Fernseher, dem der Stecker gezogen wird".
spiegel.de (Paid)

Amazon startet werbefinanzierten Musikdienst für Echo-Nutzer.

Amazon tut es Google gleich und veröffentlicht für seine Alexa-Smartspeaker einen kostenlosen, werbefinanzierten Musikdienst. Der Dienst ist in den USA verfügbar und greift auf denselben Song-Katalog wie Prime Music zurück. Bislang konnten Echo-Nutzer ausschließlich über eine Prime-Mitgliedschaft oder externe Streamingdienste wie Spotify Musik hören.
techcrunch.com

YouTube Music kommt kostenlos auf Googles Assistant-Geräte.

Google macht YouTube Music auf allen smarten Lautsprechern mit Google Assistant kostenlos zugänglich. Das Angebot ist werbefinanziert und soll u.a. in Teilen Europas, den USA und Kanada verfügbar sein. Die kostenlose Version ermöglicht es lediglich Musik für eine Stimmung zu starten, Streaming on Demand ist nur mit einem Upgrade auf Premium möglich.
techcrunch.com

Zahl des Tages: Vivendi-Anteil an Universal Music ist 20 bis 40 Mrd Euro wert.

Zahl des Tages: Rund 20 bis 40 Mrd Euro ist der zum Verkauf stehende 50-%-Anteil an Universal Music wert, schätzen Analysten. Vivendi will ihn verkaufen, Interesse haben wohl US-Finanzinvestor KKR und der chinesische Musikstreamingdienst Tencent Music. Universal Music ist das größte Musik-Label weltweit und macht jährlich rund 6 Mrd Euro Umsatz.
handelsblatt.com (Paid)

Zitat: Dieter Bohlen hängt neun Stunden am Tag bei Instagram ab.

"Meine 'Bild'-Zeitung ist ja mein Instagram-Account. Da kann ich veröffentlichen, wie die Dinge wirklich sind."

Pop-Titan Dieter Bohlen sagt im OMR Podcast, dass er täglich neun Stunden mit seinem Instagram-Account beschäftigt ist und teilweise 3.500 Kommentare pro Tag beantwortet.
omr.com (89-Min-Audio)

Weitere Zitate:

"Alle Firmen, die DB als Initialen haben, mit denen mach ich gerne was. Deutsche Bank. Daimler Benz oder Deutsche Bahn. Das ist irgendwie gut. Das ist wie Familie."

Dieter Bohlen beteiligt sich lieber an soliden Konzernen als an Startups.

"Ich kriege jetzt pro Woche immer noch eine Cover-Anfrage auf die Modern Talking-Lieder. Ich könnte allein von ‘Cheri Cheri Lady’ sicherlich leben."

Seine alten Hits sind für Dieter Bohlen immer noch eine Cash Cow.