interview2: Martin Heller denkt Videos in 360 Grad.


Beam me up, Martin: Virtual Reality ist mehr als ein Hype, sondern ein "Evolutionsschritt im Bereich Bewegtbild", ist Martin Heller überzeugt. Der Head of Video Innovations bei WeltN24 und Gründer der Beratungs- und Produktionsfirma IntoVR gibt dem Zuschauer gerne die Kontrolle über die Perspektive zurück: "Es geht darum, Menschen zu teleportieren an andere Orte und nicht nur als Reporter irgendwo Material einzusammeln, es zurecht zu schneiden und es dann auf irgendeinem Gerät auszuspielen."

Virtual-Reality-Videos seien "dem Theater viel ähnlicher" als dem klassischen Fernsehen, "weil man eher eine Bühne bereiten muss, auf der dann etwas passiert". Großes Potenzial für VR-Videos sieht Martin Heller im Reise-Geschäft, wo es darum geht, dem Nutzer "positive Erlebnisse" zu präsentieren und "schöne Orte zu zeigen". Erste Pre-Roll-Werbespots in 360 Grad sind in Planung, ein "Riesengeschäft" sieht Heller darin aber nicht. Aussichtsreicher seien Branded Storys und Content Marketing in VR. "Das können wir aber nicht machen, ohne dass wir redaktionelle, journalistische Inhalte in Virtual Reality erzählen", warnt Heller.
turi2.tv (6-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), webvideoblog.de

Welt und N24 zeigen gemeinsames Digitalangebot.

Welt N24 WeltN24-150WeltN24 löst die digitale Trennung auf und präsentiert die Betaversion einer gemeinsamen Website. Das Angebot beta.welt.de sieht N24 von der Farbgebung ähnlich und ist aufgeräumter als die bisherigen Seiten welt.de und N24.de. Der Markenname N24 bleibt vorerst erhalten, bei vielen Geschichten stehen Videos im Vordergrund. Das neue Angebot soll im Herbst offiziell live gehen, schreibt Alexander Becker.
beta.welt.de via meedia.de

Junge Videoredakteure verlassen WeltN24.

Susanne Dickel-150WeltN24 schrumpft weiter und verliert junge Video-Redakteure: Susanne Dickel, 30, wechselt zu ze.tt. Henrik Neumann, 30, fängt im Juli bei Spiegel TV an. Dickel und Neumann haben neue Formate getestet, u.a. Live-Streaming und Virtual Reality. Auch Christiane Wittenbecher verlässt das Team und arbeitet künftig frei.
facebook.com (Dickel), facebook.com (Neumann), turi2 – eigene Infos

N24 produziert eigene Sendungen für Österreich.

N24 Austria 600 neu
Breaking News im Burgenland: N24 plant für sein Österreich-Fenster auch eigenes österreichisches Programm. Nach dem Start am 1. Mai wird das Nachrichten-Laufband ab Juni Österreich-Meldungen enthalten. Mittelfristig sind eigens produzierte Sendungen geplant. Springer verhandelt dazu mit Partnern.

Im Rennen ist, wie schon länger vermutet, der ProSiebenSat.1-Kanal Puls4. In der Werbevermarktung entscheidet sich Springer jedoch für Goldbach Media Austria. Noch offen ist, welche Produktions- und Inhaltepartner die Breaking News aus dem Burgenland und Live-Schalten aus Linz stemmen sollen. Mit N24 Austria deckt der Kanal künftig den deutschsprachigen Raum komplett ab: In der Schweiz ist der Sender seit 2013 am Start.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Zitat: Stephanie Caspar will sich eigentlich nicht mit anderen Verlagen streiten.

stephanie caspar 150"Eigentlich halte ich nichts davon, wenn sich Verlage gegenseitig ans Schienbein treten."

Trotzdem klagt Stephanie Caspar, Geschäftsführerin von WeltN24, gegen die Quality-Impact-Studie von "Spiegel", "FAZ", "Süddeutscher", "Handelsblatt" und "Zeit".
"Horizont", 7/2016, S. 1 (E-Paper), turi2.de (Background)

WeltN24 erwirkt Einstweilige Verfügung gegen "Spiegel", "FAZ" und Co.

WeltN24 Stephanie Caspar
Mit Justitia in die A-Liga: WeltN24 erwirkt vor dem Landgericht Berlin eine Einstweilige Verfügung gegen "Spiegel", "FAZ", "Süddeutsche Zeitung", "Handelsblatt" und die "Zeit", erfährt Jürgen Scharrer in einem Interview mit WeltN24-Geschäftsführerin Stephanie Caspar eher zufällig. Die Verfügung verbietet den Konkurrenten vorerst, sich aufgrund der selbst in Auftrag gegebenen Marketing-Studie "Quality Impact" als die alleinigen "A-Medien" zu bezeichnen. Die Methode der Studie sei mangelhaft, moniert WeltN24 vor Gericht. Mitte April könnte der Rechtsstreit in die nächste Runde gehen.

Caspar sagt außerdem, dass sie die Digitalerlöse des Springer-Blatts steigern wolle, indem sie die Abonnenten stärker zur Kasse bittet. Seit Einführung der App "Welt Edition" ist der Preis bereits von 12,99 Euro auf nunmehr 19,99 Euro monatlich gestiegen. "Diesen Weg werden wir weiter beschreiten – auch wenn wir den einen oder anderen Abonnenten verlieren", so Caspar.

Von der Integration von N24 in die "Welt"-Marke erhofft sich Caspar ein "Nachrichtenunternehmen völlig neuen Formats". Die Kombination aus aktuellem Bewegtbild und hintergründiger Einordnung durch lange Artikel habe bisher noch kein Nachrichtenangebot hinbekommen. Dies sei eine Chance für WeltN24, sagt Caspar, will sich aber bei der Transformation Zeit lassen und Webangebote von N24 erst 2017 komplett abschalten.
"Horizont" 14/2016, S. 1, S. 14 (E-Paper), horizont.net

Springer lockt freiwillige Aussteiger bei WeltN24.

dieweltlogo neu 600
Welt-Aussteiger: Chefredakteur Stefan Aust und WeltN24-Geschäftsführerin Stephanie Caspar haben die Mitarbeiter von WeltN24 heute über Details zum freiwilligen Abgang informiert, berichtet Bülend Ürük. Die Abfindungsangebote sollen nach Informationen von kress.de sehr fair sein. Eine Liste mit Namen von Mitarbeitern, deren Abgang erwünscht ist, gebe es nicht.

Die Abfindungsangebote sollen nach Informationen von Meedia abhängig von Alter und Betriebszugehörigkeit zwischen 18.000 und 160.000 Euro liegen. Zudem würden Mitarbeiter, die freiwillig gehen, mit sofortiger Wirkung freigestellt, aber noch bis Ende 2016 bezahlt. Sechs Wochen haben abschiedswillige Mitarbeiter nun Zeit, die Chefredaktion zu informieren, die dann überlege, ob die Person "Welt"-entscheidend sei und bleiben soll oder gehen darf. Finden sich genug Freiwillige, gibt es keine Entlassungen, falls nicht, greift der Sozialplan.

Zunächst überraschend und gegen den Trend kommt die Aussage von Aust, dass er eine "klare Trennung von Print und Digital" plane. Gemeint ist damit, erklärt eine Verlagssprecherin, eine Spezialisierung einerseits auf Recherche und Schreiben, andererseits auf die digitale Aufbereitung. Für Aust stehe fest: "Unsere gesamte Redaktion ist und bleibt eine Online-Redaktion".
kress.de, meedia.de, turi2.de (Background)

Austs Abschussliste steht.

Welt-Logo neu 150 weltlogoWeltN24: Chefredakteur Stefan Aust und seine Stellvertreter haben eine Liste mit 50 Redakteuren zusammengestellt, die im Zuge des Redaktionsumbaus gehen sollen, berichtet Bülend Ürük. Dabei seien die Ressortleiter übergangen worden, das neue Führungskräfte-Tableau sehe "älter und männlicher" aus als zuvor, schreibt Ürük. Eine Sprecherin bestätigt zumindest, die Chefredaktion habe analysiert, welche "Personen und Qualifikationen" nötig sind. Das Unternehmen wolle für die Betroffenen "bestmögliche und sozialverträgliche" Lösungen finden.
kress.de, turi2.de (Background)

IVW: Newsseiten erzielen im Februar weniger Visits.

ivw150Newsseiten stürzen im Februar nach Januar-Rekordwerten deutlich ab, gewinnen im Vergleich zum Februar 2015 aber teils zweistellig dazu. Die Spitzenreiter Bild.de, Spiegel Online und Focus Online verbuchen laut IVW 10 bis 11 % weniger Zugriffe, größte Verlierer sind N24 (- 20,5 %) und die deutsche Huffington Post (-22,3 %). Mit 18,8 Mio Visits hatte HuffPo.de aber 55,4 % mehr Besucher als im Februar 2015. Welt.de legt binnen Jahresfrist um 47,2 % auf knapp 81,8 % Mio zu.
dwdl.de, meedia.de

WeltN24: Aust regiert durch.

stefan aust 150 Stefan Aust baut nur acht Wochen nach Amtsantritt die Redaktionsstruktur bei WeltN24 radikal um. Was Georg Altrogge bei Meedia berichtet, klingt nach Industrialisierung der Medienproduktion: Der Chefredakteur trennt etwa Recherche und Investigation von der Produktion. Reporter bereiten ihre Recherchen also künftig nicht mehr selbst für Print, Online und TV auf, sondern überlassen die Produktion spezialisierten Teams. Alle Inhalte sollen von vornherein trimedial angelegt sein. Damit will Aust nicht nur redaktionelle Kapazitäten für exklusive Stories freisetzen, sondern auch Mitarbeiter. Bis zu 50 Jobs in Springers blauer Gruppe sollen gestrichen werden - möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen.

Auch am Bezahlmodell von Welt.de schraubt Aust: Künftig sind nur noch kurze News kostenlos. Lange, exklusive Geschichten wandern komplett hinter die Paywall. Bisher bietet Welt.de ein Metered Model, das eine begrenzte Anzahl von Texten zulässt, bevor die Bezahlschranke fällt.
meedia.de

News-Seiten melden Rekorde, nur Bild.de passt nicht ins Bild.

ivw150Klickzahlen: Terror-Anschläge, das abgesagte Fußball-Länderspiel in Hannover und der IS machen den November zum Rekord-Monat für Nachrichten-Portale. Zehn der größten elf Online-News-Marken erzielen Klick-Bestmarken. Vor allem N24, stern.de und n-tv.de verbessern sich, rechnet Jens Schröder vor. Einzig Marktführer Bild passt nicht ins Bild: Mit 322 Mio Klicks hat Bild.de zwar weiter die Nase vorn – bleibt aber hinter dem bisherigen Rekord-Monat März.
meedia.de

TV-Quoten im November: RTL und RTL2 verlieren, News-Sender gewinnen.

TV Fernseher Quotenn-tv und N24 profitieren von den Terroranschlägen in Paris und erzielen im November einen Monatsmarktanteil von jeweils 1,2 %. Das Erste gewinnt dank Fußball und Wintersport 0,7 % dazu und schließt mit 11,9 % zum Marktführer ZDF (12,1 %) auf. RTL verbucht ein Minus von 0,5 % beim Gesamtpublikum und sogar 1,0 % bei den 14- bis 49-Jährigen. RTL2 erreicht mit 5,5 % Marktanteil in der Zielgruppe den schlechtesten Wert seit September 2011.
dwdl.de, meedia.de, horizont.net

Optik von "Welt" und "Welt am Sonntag" passt sich "WeltN24" an.

WeltneuWeltN24 macht Ernst im seit Sommer laufenden Markenprozess und verpasst seinen Printprodukten eine neue Optik. Am 29. November erscheint die "Welt am Sonntag" erstmals mit einem neuen Logo, das sich als Titelkopf auch auf dem Mutterschiff "Die Welt" und den Ablegern "Welt am Sonntag kompakt" und "Die Welt kompakt" finden soll. Neben einem graphischen Relaunch werden auch die Digitalangebote mit dem neuen Logo gebrandet. Entwickelt hat das neue Design die Agentur edenspiekermann.

Hintergrund ist die Zusammenführung der Print-, Online- und TV-Produkte von WeltN24 unter ein einheitliches Markendach. Alle Angebote sollen als "Teil einer publizistischen Familie" positioniert werden und Aushängeschild für digitalen Qualitätsjournalismus werden. Zuständig dafür ist u.a Kristina Faßler, die vor kurzem als Leiterin Marketing & Commercial Sales berufen wurde.
axelspringer.de

#ParisAttacks: ARD bringt Brennpunkt, N24 sendet durchgehend live.

ARD weiss auf blau 150Frankreich: Mehrere Sender ändern wegen der Terror-Anschläge in Paris ihr Programm für Sondersendungen. Die ARD kündigt mehrere Extra-Ausgaben der "Tagesschau" an und bringt um 20.15 Uhr einen WDR-Brennpunkt sowie um 21 Uhr ein "hart aber fair"-Spezial. N24 wird dem Namen gerecht und berichtet "bis mindestens 20 Uhr" durchgehend live. RTL verlängert "RTL aktuell" um 18.45 Uhr bis 20.15 Uhr.
presseportal.de (N24), presseportal.de (ARD), per Mail (RTL)

WeltN24 startet Rechercheblog neu.

weltn24-150WeltN24 möbelt sein Rechercheblog auf: Unter der neuen Adresse investigativ.de präsentiert das Team um Investigativ-Chefreporter Jörg Eigendorf aktuelle Recherchen und eigenproduzierte Videos sowie Links zu investigativen Beiträgen anderer Medien. Neben Autorengesprächen fasst das Blog auch das internationale Medienecho auf die eigenen Recherchen zusammen.
meedia.de, investigativ.welt.de

Weniger Visits auf Nachrichtenseiten im August.

ivw150Spiegel Online verzeichnet im Urlaubsmonat August laut IVW 12,9 % weniger Visits als im Juli, in absoluten Zahlen sind das 28,6 Mio Besucher weniger. Deutliche Verluste müssen auch faz.net (- 15 %), N24.de (- 14,7 %) und Handelsblatt.com (-12,7 %) verbuchen. Marktführer Bild.de verliert mit 3 % weniger Visits nur moderat. Einziger Gewinner unter den Top-10-Nachrichtenseiten ist stern.de mit 6 % mehr Visits.
meedia.de, dwdl.de