Journalisten sollten sich nicht ausschließlich auf Polizeimeldungen verlassen, kritisiert Moritz Tschermak.

Journalisten verlassen sich zu sehr auf Polizeimeldungen und recherchieren selbst nicht nach, kritisiert Moritz Tschermak anhand der Berichterstattung zu einem Polizeieinsatz in Witzenhausen. Die dpa habe "über einen ganzen Tag" gebraucht, "bis auch die Demonstranten ihre Sicht bei der dpa erzählen durften" – die meisten Medien hätten die Meldungen der Nachrichtenagentur ohne weitere Recherche einfach übernommen.
bildblog.de

Fabrice Fries wird neuer Präsident der Nachrichtenagentur AFP.

Agence France-Presse: Die französische Nachrichtenagentur, u.a. Mutter der deutschen Sportnews-Agentur SID, hat einen neuen Chef. Der Verwaltungsrat wählt Fabrice Fries, 58, mit 13 von 18 Stimmen. Der ehemalige Chef der PR-Agentur Publicis Consultants übernimmt den Job von Emmanuel Hoog, 55. Hoog, der die AFP acht Jahre lang leitete, hat seine Kandidatur erst am Mittwoch mangels Unterstützung der französischen Regierung zurückgezogen. Die AFP hat 2.400 Mitarbeiter in 150 Ländern.
persoenlich.com, deutschlandfunkkultur.de, liberation.fr, francesoir.fr

John de Mol kauft die niederländische Nachrichtenagentur ANP.

John de Mol kauft mit seinem
Medienkonzern Talpa die niederländische Nachrichtenagentur ANP für einen nicht genannten Preis. Seit 2010 gehörte ANP zur Vereinigung Veronica, die unabhängigen Journalismus unterstützt. Der TV-Produzent John de Mol will in den Niederlanden einen großen Medienkonzern aufbauen und besitzt bereits Radio- und TV-Sender sowie Online-Plattformen. Vor kurzem versuchte er vergeblich die Zeitung "De Telegraaf" zu übernehmen.
wiwo.de

dpa startet einen Blog für Innovationsprojekte.

dpa geht mit ihrem Innovationsblog live, der den Austausch mit Nutzern zu Prototypen im dpa-Angebot erleichtern soll. "Vieles ist BETA. Aber das ist gut so", erklärt dpa-Geschäftsführer Peter Kropsch in seinem ersten Eintrag. Der Austausch mit Kunden auf der Plattform soll die Weiterentwicklung der Angebote vereinfachen.
innovation.dpa.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Für dpa-Geschäftsführer Peter Kropsch wird das Finden von Fake News zum zentralen Geschäftsmodell.

Zahl des Tages: 88 % der Journalisten halten Gespräche für wichtigste Info-Quelle.

Zahl des Tages: Genau 88 % der Journalisten halten das persönliche Gespräch für ihre wichtigste Informationsquelle, sagt eine Studie des dpa-Streudienstes news aktuell. Auf Platz 2 folgen Pressemitteilungen, die 86 % der befragten Journalisten nutzen. Im Vergleich zu 2016 steigt der Anteil der Journalisten, die soziale Medien als Quelle verwenden, um sechs Prozentpunkte. Viele Journalisten kritisieren einen fehlenden Dienstleistungsgedanken bei Pressestellen.
newsaktuell.de

dpa International macht Shabtai Gold zum Chief Foreign Affairs Correspondent.

dpa International, englischsprachiger Weltnachrichtendienst, ernennt den bisherigen Istanbul-Korrespondenten Shabtai Gold zum Chief Foreign Affairs Correspondent. In der neu geschaffenen Position berichtet Gold für alle dpa-Dienste über die Außenpolitik der USA und internationale Organisationen mit Sitz in den USA. Neue Istanbul-Korrespondentin wird Anindita Ramaswamy.
presseportal.de, turi2.de (Background)

dpa setzt auf den "Gerstberger-Faktor".

dpa will die einfachen Fragen, die Leser oft am meisten interessieren, nicht aus den Augen verlieren und setzt dafür auf den "Gerstberger-Faktor". In Konferenzen dürften zuerst die Redakteure sprechen, die im jeweiligen Gebiet nicht spezialisiert sind. Hausmeister Axel Gerstberger hatte bei einem Besuch von Alexander Dobrindt die hochspezialisierten Politikredakteure mit einer einfachen Frage zur Maut übertrumpft.
abendblatt.de

Teleschau bietet Nachrichten für Millennials an.


Neues aus dem Jungbrunnen: Die Nachrichtenagentur Teleschau startet mit dem Millennial-Feed ein jugendliches Angebot, das sich besonders an Onlineportale richtet. Zum Start kooperiert Teleschau mit MSN Deutschland, das mit Edgy ein eigenes Jugendportal anbietet, weitere Partner sollen folgen. Anne Funk, seit Dezember bei Teleschau, leitet das Projekt.

Sie kommt von Wunder Media Production und verantwortet neben den Millennials auch Kino-Themen. Für jugendliche Inhalte ist sowohl das bestehende, laut Funk "ohnehin junge" Team verantwortlich, als auch freie Autoren. Zwar bieten mit Zett, Bento und Orange schon große Medienmarken Themen für die junge Zielgruppe an, doch der Markt sei groß genug für weitere Millennial-Inhalte.
turi2 – eigene Infos

DJV handelt 2,9 % mehr Geld für Reuters-Journalisten aus.

Reuters zahlt seinen 120 Mitarbeitern in Deutschland rund 2,9 % mehr Gehalt. Der DJV hat mit der Nachrichtenagentur eine Erhöhung der Tarifgehälter um 1,5 % ausgehandelt. Zusätzlich zahlt Reuters leistungsabhängige Zulagen zwischen 350 und 1.400 Euro als Sockelbeträge, die dauerhaft zum Gehalt gehören. Die Mitarbeiter stimmen bis 2. März über das Tarifergebnis ab.
djv.de

Streik legt Schweizer Nachrichtenagentur SDA lahm.

SDA Nachrichten Logo 150Schweiz: Redakteure der Nachrichtenagentur SDA befinden sich im unbefristeten Streik, weil 36 von 150 Stellen gestrichen werden sollen. Die SDA gehört den Medienunternehmen und sitzt eigentlich auf 20 Mio Franken Reserven. Geschäftsführer Markus Schwab heizt die Situation durch die Äußerung an, die SDA sei nur ihren Aktionären etwas schuldig. Er will weniger Auslands- und Wirtschaftsmeldungen.
plus.faz.net (Paid), zeit.de (Paid), turi2.de (Background)

Blackstone kauft Finanzdaten-Sparte von Thomson Reuters.


Geldgeschäfte: Die Investment-Gesellschaft Blackstone übernimmt 55 % der Finanzdaten-Sparte von Thomson Reuters. Diese versorgt Banken und andere Unternehmen mit Marktdaten und Software. Durch die Übernahme erlöst Thomson Reuters etwa 17 Mrd Dollar und wird auf rund 20 Mrd Dollar Unternehmenswert taxiert. Die Nachrichtenagentur Reuters soll als News-Lieferant eng angebunden bleiben: Sie schließt einen 30-Jahres-Vertrag mit der Finanzsparte und erhält pro Jahr mindestens 325 Mio Dollar.

Thomson Reuters will mit den Einnahmen aus dem Deal Schulden tilgen, Anteile zurückkaufen und in seine dritte Sparte investieren, die Informationen und Dienstleistungen für Rechts- und Steuerprofis bietet. Das nun zum Großteil verkaufte Geschäft mit Finanzdaten und -software wächst seit Jahren nur schleppend. Auf dem Markt konkurriert Thomson Reuters mit Bloomberg und Dow Jones, teilweise aber auch mit Software-Konzernen wie Google.
thomsonreuters.com, wsj.com (Paid)

"Tagesanzeiger": SDA setzt Stellenstreichung radikal um.

SDA Nachrichten Logo 150Schweizerische Depeschenagentur baut etwa 40 der 150 Vollzeit-Stellen schon innerhalb der nächsten zwei Wochen ab - bisher war von zwei Jahren die Rede. Die Löhne werden abgesenkt, schreiben Markus Häfliger und Philipp Loser. Die Verlage, vor allem die NZZ-Gruppe und die AZ Medien, sollen der SDA 2016 gedroht haben, eine Konkurrenzagentur aufzubauen, falls die Nachrichtenagentur nicht die Preise senke. Die SDA lagert die Wirtschaftsberichterstattung künftig an ihre Tochter AWP aus, die niedrigere Löhne zahlt. Die SDA-Redaktion warnt in einem Brief, die journalistische Grundversorgung der Schweiz sei in Gefahr.
tagesanzeiger.ch (Paid), persoenlich.com, syndicom.ch (Brief SDA-Redaktion), turi2.de (Background)

Janina von Jhering wird Vize-Sprecherin der dpa.

dpa holt Janina von Jhering, 33, als Vize-Chefin der Konzernkommunikation. Sie kommt neu in die Branche: Jhering war zuvor Keks-Kommunikatorin beim Süßkram-Spezialisten Bahlsen. Ihre neue Stelle ist bei der dpa-Tochter news aktuell angesiedelt. Die Kommunikation leitet Jens Petersen.
presseportal.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Frank Stadthoewer von news aktuell: Hat die Pressemitteilung im Digitalen noch Zukunft?

Nachrichtenagenturen fordern Geld von Netz-Riesen.

Facebook und GoogleEuropäische Nachrichtenagenturen fordern von Google und Facebook, für die von ihnen genutzten Nachrichten zu zahlen. Die Netzwerke verdienten prächtig an den Inhalten, ohne zum Beispiel das Leben ihrer Mitarbeiter in Syrien zu riskieren oder Meldungen aufwändig zu überprüfen. Zu den Unterzeichnern des Aufrufs in der französischen Tageszeitung "Le Monde" gehören neben der dpa, APA und AFP auch die britische PA, die spanische Efe, die italienische Ansa, Schwedens TT, Belga und die niederländische ANP.
uk.news.yahoo.com

Schweiz: SDA-Redakteure fürchten Vermischung von PR und Redaktion.

Schweiz: Die Redaktion der Schweizerischen Depeschenagentur fürchtet eine Verschmelzung redaktioneller und werblicher Inhalte durch die Fusion mit der Bildagentur Keystone. Sie fordert eine strikte Trennung. Bisher habe die SDA keinen Profit erwirtschaften, sondern "qualitativ hochstehende Information aus allen Regionen des Landes zu einem Selbstkostenpreis erbringen" müssen. Die größten Kunden seien schwierigerweise auch die größten Aktionäre. Die Redakteure fordern u.a. die klare Trennung von PR und Journalismus, keine versteckten Rabatte und eine redaktionelle Vertretung in der Geschäftsführung.
werbewoche.ch, turi2.de (Background)

dpa-Dienste kosten die ARD 9 Mio Euro im Jahr.

dpa bindet die ARD langfristig bis 2023 als Kunden, erfährt Petra Sorge aus nicht öffentlichen Verträgen. In diesem Jahr zahlen die ARD-Anstalten zusammen 9 Mio Euro für Texte, Bilder und Archiv an die Agentur, die Verlagen und Rundfunkanstalten gehört. Der Preis steigt nur minimal auf 9,15 Mio im letzten Vertragsjahr. Die dpa und die Sender kommentieren die Zahlen nicht.
"Journalist" 12/2017, S. 16-22 (Paid)

dpa beteiligt sich an der englischen Nachrichtenagentur Alliance News.

Deutsche Presse-Agentur beteiligt sich an Alliance News, einer englischen Finanznachrichtenagentur. Die dpa übernimmt knapp 4 %. Die PA Group, Mutter der englischen Nachrichtenagentur Press Association, steigt mit dem gleichen Anteil ein. Alliance News liefert seit 2013 Nachrichten über Unternehmen und Investmentfonds der Londoner Börse sowie weltweite Wirtschafts- und Politikberichte.
presseportal.de

"Schweiz am Wochenende": Einstieg von APA bei sda birgt politischen Sprengstoff.

Nachrichtenagenturen: Der Einstieg von APA bei der Schweizer Agentur sda beschert sda-Aktionären, darunter Tamedia, einen Geldsegen, schreibt die "Schweiz am Wochenende". Vor diesem Hintergrund sei es "pikant", dass die Schweizer Regierung sda schon bald Fördergelder zuschießen will. Steuergeld, das die Schweiz aus staatspolitischen Gründen zahle, würde in den Taschen der Aktionäre landen. 30 % davon fließen demnach nach Österreich ab. Die APA-Beteiligung ermöglicht die geplante Fusion von sda mit Keystone.
aargauerzeitung.ch, persoenlich.com, turi2.de (Background)

Rommerskirchen liefert Meldungen aus Deutschland an chinesische Nachrichtenagentur.

Rommerskirchen startet ein deutsches Korrespondentenbüro für die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, meldet der Verlag. Das Team liefert englischsprachige Meldungen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Rommerskirchen hat bis Ende 2016 das DJV-Verbandblatt "Journalist" herausgegeben.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Nachrichtenagentur APA plant engere Kooperation mit der dpa.

APA will ihre Zusammenarbeit mit der dpa ausbauen. Die österreichische Newsagentur denkt darüber nach, wie sie die gemeinsame Technologie-Tochter dpa digital services "weiterentwickeln" und die "Kooperation verstärken" kann, sagt APA-Vorstand Clemens Pig dem "Standard". Pläne für eine gegenseitige Beteiligung wie bei der Schweizer Agentur sda gebe es derzeit nicht. Für die Expansion ins Ausland will APA mit den nationalen Nachrichtenagenturen kooperieren, insbesondere im Technologie-Bereich.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Spanien will katalanische Medien stärker kontrollieren.

Spanien will katalanische Medien stärker kontrollieren und u.a. einen Fernsehkanal und einen Radiosender direkt dem Staatssekretariat für Kommunikation unterstellen. Von dem Schritt betroffen wäre auch die katalanische Nachrichtenagentur ACN. Die katalanischen Journalisten werten die Pläne der spanischen Regierung als "direkten Angriff auf die Bevölkerung".
deutschlandfunk.de

Zitat: dpa-Chef Peter Kropsch erwartet Liebe zur Arbeit.

"Nachrichtenagentur-Journalisten müssen verliebt in ihre Arbeit sein, denn sie stehen nicht in der Öffentlichkeit."

dpa-Geschäftsführer Peter Kropsch erwartet in seiner Redaktion Leidenschaft für die stille Arbeit im Hintergrund. Im Video lobt er das Wissen seiner Volontäre und zweifelt an seinen Chancen, heute noch einmal als Redakteur eingestellt zu werden.
turi2.tv (5-Min-Video)

dpa-Geschäftsführer Peter Kropsch: Das Finden von Fake News wird zum zentralen Geschäftsmodell.


Richtig wichtig: Kaum ein aktuelles Medium kommt ohne die dpa aus. Seit diesem Jahr führt der Österreicher Peter Kropsch die Nachrichtenagentur. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv gibt er Einblick in seinen Kurs: Für Kropsch wird das Verifizieren von Nachrichten immer wichtiger. Wahr und Falsch in der Info-Flut auseinanderzuhalten, ist für ihn ein zentrales Geschäftsmodell. Nicht nur im Auftrag klassischer Medien: Kropsch sucht neue Kunden vor allem unter Institutionen und Unternehmen.

"Die Information als Vertrauensgut ist immer unser Geschäftsmodell gewesen", sagt Kropsch, der von der Agentur APA aus Wien kommt. "Für uns wird das Bewerten, Einordnen und Verifizieren von Nachrichten als Geschäft immer wesentlicher." Die Redaktion habe deshalb viele Abläufe umgestellt. Im Berliner Newsroom gibt es jetzt einen Radar Officer, der vor allem das Grundrauschen der sozialen Medien im Blick behält. Ein Verification Officer versucht, Fake News zu enttarnen.

Das helfe nicht nur anderen Redaktionen. Auch Institutionen und Unternehmen seien auf faktisch richtige Informationen angewiesen. Für die dpa werden diese Kunden immer wichtiger: Der frühere Wirtschaftsredakteur Kropsch scheut sich nicht, journalistische Dienste noch offensiver Unternehmen anzubieten, die darauf dann ihre PR-Arbeit aufbauen. Die sich ändernde Kundenstruktur ist zumindest ein Drahtseilakt – auch wenn Kropsch eine Firewall zwischen Redaktion und Vertrieb verspricht.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube), turi2.de (dpa-Dossier, Dezember 2015)

dpa-Tochter Picture Alliance vermarktet künftig die Fotos von Reuters.


Große Foto-Koalition: Picture Alliance verbreitet künftig die weltweite Bilder-Produktion des Agentur-Giganten Reuters in Deutschland. Kunden der dpa-Tochter Picture Alliance bekommen ab heute Zugriff auf täglich 1.000 neue Reuters-Bilder und ein Archiv mit 9 Mio Aufnahmen. Dazu müssen sie ihre bestehenden Verträge aufstocken. Reuters verkauft seinen Dienst aber auch weiterhin direkt an deutsche Medien.

Den Deal fädelte Picture-Alliance-Chef Andreas Genz ein, der bis 2014 globaler Bildverkaufs-Chef von Reuters war. Genz will Picture Alliance stärker zur zentralen Plattform ausbauen, über die Kunden lizenzierte Fotos aus diversen Quellen beziehen können – Reuters ist ein besonders dicker Fisch an der Angel. Derzeit bietet die Picture-Alliance-Plattform Zugang zum Bildangebot von 250 Partneragenturen, darunter auch Reuters-Konkurrent AP. Reuters erhofft sich, durch Picture Alliance einen neuen Vertriebskanal zu erschließen. (Foto: Picture Alliance/dpa)
turi2 - eigene Infos

dpa kauft das Social-Media-Monitoring-Tool Buzzrank.

dpa kauft Buzzrank, ein Tool für Echtzeit-Webmonitoring des Beraters Björn Ognibeni. Welche Kunden die Nachrichtenagentur übernimmt, ist noch nicht klar, der Übergang läuft aber schon seit August. Ognibeni bleibt als Berater im Team. Social-Media-Monitoring sei für die dpa ein "signifikantes Wachstumsfeld", sagt Vize-Chefredakteur Roland Freund. Die dpa will ihr Unternehmensgeschäft ausbauen, Buzzrank soll als Ergänzung zu dpa Select dienen. Kunden können Buzzrank entweder in Lizenz erwerben, oder eine Social-Media-Analyse in Auftrag geben.
"W&V 36/2017", S. 16 (Paid)

Rademacher neuer dpa-Nachrichtenchef, Dudziak und Haake ziehen um.

dpa baut in der Riege ihrer Nachrichtenchefs um: Daniel Rademacher rückt auf den zentralen Posten im Newsroom. Er hat bislang als Dienstleiter das Tagesgeschäft im Panorama-Ressort gesteuert. Vorgänger Jens Dudziak ist nun Desk- und Vize-Politikchef. Kirsten Haake ist vom Posten der Nachrichtenchefin zu den Kindernachrichten gewechselt und dort jetzt Redakteurin.
kress.de, turi2 - eigene Infos

dpa nennt in Berichten häufiger die Nationalität von Tätern.

Nationalitäten-Nennung: Die dpa schreibt in Berichten über Mordfälle, Totschlag, Folter, Entführung und Geiselnahmen künftig immer die Nationalitäten der Täter. Bei schweren Straftaten gebe es ein begründetes öffentliches Interesse, sagt Nachrichtenchef Froben Homburger. Dieses Kriterium nennt der Pressekodex seit Kurzem – früher sollte es immer einen Sachbezug zur Tat geben, um die Nationalität zu nennen. Bei einigen weniger schweren Verbrechen will dpa seine Kunden jetzt im anhängenden Notizblock über die Hintergründe der Täter informieren.
kress.de, presserat.de (Background)

epd-Chefredakteur Thomas Schiller wird PR-Chef der Diakonie.

Evangelischer Pressedienst verliert Chefredakteur Thomas Schiller, 53. Er wird Kommunikationschef der Diakonie nach 18 Jahren an der Spitze des epd. Sein Amt in der Zentralredaktion übernimmt zunächst bis Jahresende der bisherige Vize Karsten Frerichs. Jens Büttner folgt auf dem Posten des Chefredakteurs epd Ost und Bert Wegener als Geschäftsführer des Evangelischen Presseverbands Ost – beide Funktionen hat bislang Schiller ausgeübt.
evangelisch.de

Jens Petersen kommuniziert künftig für die gesamte dpa.

dpa macht Jens Petersen, 49, zum Leiter Konzern-Kommunikation. Die Stelle wird neu geschaffen: Petersen ist schon Sprecher der Tochter News Aktuell und übernimmt zusätzlich den Posten auch für die Nachrichtenagentur. Der bisherige dpa-Sprecher Chris Melzer verlässt das Unternehmen nach 20 Jahren. Petersen ist auch schon knapp 20 Jahre an Bord, baute presseportal.de mit auf und kommuniziert seit 2008 für News Aktuell.
presseportal.de

Bildagenturen in Deutschland und USA tauschten im Krieg Bilder aus.

Bildagenturen aus Deutschland und den USA haben anders als lange angenommen auch im Zweiten Weltkrieg zusammengearbeitet, berichtet Willi Winkler über aktuelle Forschungen. Demnach stand die AP im engen Austausch mit ihrem eigenen Nachfolger in Nazi-Deutschland. Zwischen 1942 und 1945 seien rund 40.000 Bilder getauscht worden, darunter ein bekanntes Foto Hitlers am Tag des Stauffenberg-Attentats.
sueddeutsche.de

"Journalist": Fast alle Korrespondenten verlassen Dow Jones in Frankfurt.

Dow Jones hat durch freiwillige Abgänge ein Fünftel der Redakteure des deutschsprachigen Newsangebots in Frankfurt verloren, schreibt Henning Kornfeld im "Journalist". Sieben von zuvor 35 Mitarbeiter sind mit goldenem Handschlag gegangen, überwiegend Unternehmenskorrespondenten sowie Chefredakteur Klaus Brune. Den deutschen Dienst verantwortet seitdem Hans-Joachim Koch. Die verbliebenen Mitarbeiter fürchten, dass Unternehmensnachrichten nur noch im Innendienst produziert werden, anstatt Termine zu besetzen und Kontakte zu knüpfen.
"Journalist" 3/2017, S. 56/57