Kooperation von NDR, WDR und "SZ" ärgert die Konkurrenz.

Recherche-Kooperation von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" stößt bei der Konkurrenz erneut auf Kritik. "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer sieht eine "Vorzugsbehandlung" von Nachrichten, die aus der Kooperation entstehen. "Bild"-Chef Julian Reichelt ärgert sich im "Zapp"-Interview über die Gratis-Markenwerbung für die "Süddeutsche". "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke widerspricht: "Bild" und "Spiegel" würden häufiger erwähnt.
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Meinung: Ulrike Simon sieht in Christoph Lütgert "selbstgefällige Bräsigkeit".

Christoph Lütgert verkörpert "alles, womit sich Journalismus angreifbar macht", schreibt Ulrike Simon. Christoph Lütgert, 72, ehemaliger NDR-Chefreporter, inszeniere sich in "selbstgefälliger Bräsigkeit" als "der Mann, der alles aufdeckt, der vor nichts zurückschreckt". Mit der Recherche zu den Paradise Papers habe er wahrscheinlich nur am Rande zu tun gehabt. Simon fragt sich, ob sich im NDR wirklich kein anderer findet, der für Presenter-Reportagen besser geeignet wäre.
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Landgericht Hamburg erlässt Einstweilige Verfügung gegen Artikel der "FAZ".

FAZ: Der NDR erwirkt vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen die Tageszeitung. Stein des Anstoßes sind die Besucherzahlen des Oktoberfestes: Die AfD hatte auf Facebook geschrieben, dort herrsche "gähnende Leere", was der ARD Faktenfinder widerlegte. "FAZ"-Autor Rainer Meyer schrieb daraufhin, die "Tagesschau" verbreite "echte Fake News".
faktenfinder.tagesschau.de1 Kommentar

ARD Audiothek startet und umschifft elegant die Löschfrist.

ARD startet morgen offiziell ihre Audiothek mit einem medienpolitisch spannenden Feature: Nutzer können die Löschfrist für Inhalte mit einem Download umgehen. Beiträge herunterzuladen sei eine Privatkopie, der Download stehe außerhalb der Verweildauer-Vorschriften für Mediatheken, argumentieren ARD.de-Redaktionsleiter Thomas Laufersweiler und Radio-Bremen-Programmdirektor Jan Weyrauch bei einem Pressegespräch in Berlin. Öffentlich-rechtliche Inhalte müssen nach bestimmten Fristen gelöscht werden, das schreibt der Rundfunkstaatsvertrag vor. Die neue Audiothek bündelt Radioinhalte aller neun ARD-Rundfunkanstalten und des Deutschlandradios.

Zum Start sind 560 Sendungen über die App abrufbar, täglich gehen mehrere hundert neue Folgen und Beiträge online. Viele Formate fehlen noch, weil jede Sendung Vorschaubilder und bestimmte Metadaten mitliefern muss, damit alles einheitlich aussieht und durchsuchbar ist. News und tagesaktuelle Inhalte fließen nicht ins Angebot ein. Der Fokus liegt auf Dokus, Reportagen, Magazinen, Comedy und Hörspielen. Die hausinterne App-Entwicklung kostete vergleichsweise günstige 200.000 Euro. In den vergangenen Test-Tagen luden 13.000 Nutzer die App herunter.
turi2 vor Ort beim Pressegespräch in Berlin, itunes.apple.com (iPhone), play.google.com (Android)1 Kommentar

Zitat: Moderatorin Anja Reschke muss sich für Demokratie rechtfertigen.

"Der Gedanke, dass Medien irgendwie gesteuert werden, hat sich enorm ausgebreitet. Wir folgen in der Tat einer Linie - der des Grundgesetzes. Dazu gehören Kriterien wie Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Toleranz."

Investigativ-Journalistin und "Panorama"-Moderatorin Anja Reschke sieht in der Glaubwürdigkeitskrise der Medien eigentlich eine Demokratiekrise.
kress.de1 Kommentar

NDR, WDR und "Süddeutsche" enthüllen mit "Paradise Papers" Steuertricks von Großkonzernen.

Paradise Papers: NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" enthüllen mit ihrem neuesten Scoop, wie Beraterfirmen multinationalen Konzernen und Superreichen helfen, ihren Steuersatz zu drücken. Die Daten stammen größtenteils aus internen Dokumenten der Anwaltskanzlei Appleby. In den Unterlagen tauchen u.a. Hinweise auf die zum Teil verborgenen Firmenstrukturen von Apple, Nike und Facebook auf. Auch deutsche Firmen wie Sixt, die Deutsche Post, Siemens, Allianz, Bayer oder die Deutsche Bank finden sich in den Unterlagen.
tagesschau.de, sueddeutsche.de (Übersicht), sueddeutsche.de (deutsche Fälle), projekte.sueddeutsche.de/paradisepapersKommentieren ...

NDR will mit internationaler Jury Erfolgschancen bei Song Contest verbessern.

Musik-Fachkräfte aus dem Ausland: Der verantwortliche NDR verändert den Auswahlprozess für den deutschen Teilnehmer beim Eurovision Song Contest. Zusätzlich zu den deutschen TV-Zuschauern sollen ein 100-köpfiges Europa-Panel, das den Musikgeschmack der internationalen Zuschauer repräsentieren soll, und eine internationale Jury mitentscheiden. Das Panel will der NDR über einen mehrstufigen Auswahlprozess in den sozialen Medien ermitteln.

In der Jury sollen Experten sitzen, die in den vergangenen Jahren in der nationalen Jury ihres jeweiligen Heimatlandes Mitglied waren. Sowohl das Panel als auch die Jury werden vom Auswahlprozess bis hin zur finalen Abstimmung in der Sendung einbezogen. Mit den Änderungen reagiert der Sender auf das zuletzt wiederholt schlechte Abschneiden der deutschen Teilnehmer in der Finalrunde.
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Hör-Tipp: NDR Info erklärt, wie YouTube die Jugendkultur verändert.

Hör-Tipp: Sebastian Meineck fragt für NDR Info, wie YouTube die Jugendkultur revolutioniert. Er spricht u.a. mit YouTuberin Hannah Thalhammer (Foto), die das Video-Netzwerk eine "Werbemaschine" nennt. YouTube sei viel mehr als der "kleine Bruder des Fernsehens", findet Meineck. Es sei ein Ort, an dem "sich Fans mit Fans und Fans mit Idolen austauschen". Für ihn ist YouTube der Schlüssel zur heutigen Jugendkultur. (Foto: S. Meineck)
ndr.de (mit 28-Min-Audio), akamaihd.net (direkter Download)Kommentieren ...

Polizei München reagiert auf Vorwürfe des NDR-Journalisten Christoph Lütgert.

Polizei München antwortet auf Vorwürfe des NDR-Journalisten Christoph Lütgert, der beklagt, die Polizei habe ihn und sein Team bei einem Dreh festgehalten. Der Stellungnahme zufolge sei der Polizei durch die JVA, an der gedreht wurde, eine "verdächtige Wahrnehmung" mitgeteilt worden, da ohne Drehgenehmigung Aufnahmen gemacht worden seien. Der Sachverhalt sei dann innerhalb einer halben Stunde geklärt worden, ohne dass Bildmaterial sichergestellt oder gelöscht worden sei. Mit einer vorherigen Unterrichtung der Polizei durch den NDR wäre die Situation vermeidbar gewesen, so die Polizei.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Auch NDR beschuldigt Polizei München wegen Eingriffen in die Pressefreiheit.

Polizei München bekommt nach der "Bild" nun auch vom NDR Gegenwind. Wie Meedia berichtet, soll die Polizei München am 14. Oktober ein Team um den Ex-Chefreporter Christoph Lütgert festgehalten haben. Ferner habe die Polizei gefordert, gedrehtes TV-Material sichten zu dürfen. Christoph Lütgert hat ein Beschwerdeschreiben an die Polizei gerichtet. Diese hat geantwortet, sie werde den Fall untersuchen.
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Zitat: Georg Mascolo will transparenter werden.

"Ich hab zu denen gehört, die gesagt haben: Gucken wir doch mal, ob einer meinen Fehler bemerkt."

Georg Mascolo, Recherche-Chef von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR äußert Selbstkritik. Er habe eigene Fehler lange nicht transparent korrigiert.
turi2 vor Ort bei den Münchner Medientagen


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Nur NDR, MDR und RBB stehen Investigativ-Produzenten rechtlich bei.


Recherche auf eigene Gefahr: Die Produzenten-Allianz wollte sich mit den ARD-Anstalten eigentlich darauf einigen, Produktionsfirmen investigativer Dokumentationen bei rechtlichen Problemen zur Seite zu stehen. Doch nur NDR, MDR und RBB haben zugestimmt, schreibt Ulrike Simon. Die anderen sechs ARD-Anstalten lehnen einen generellen Haftungsbeistand ab. Die Produzenten-Allianz hat die Neuigkeit zwar ihren Mitgliedern mitgeteilt, doch sonst sollte der Sachverhalt nicht öffentlich werden sollten.

Auf ihre Einzel-Nachfragen bei den Sendern, warum sie Auftragsproduzenten im Zweifel alleine lassen, bekommt Simon fast konzertiert abgestimmte Antworten. Der WDR halte Rechtsbeistand für Produktionsfirmen "nicht für erforderlich", der BR "weder für erforderlich noch für sinnvoll" (BR) und der SWR hält die Zusage juristischer Unterstützung für "nicht für zielführend". Die Folge, so Ulrike Simon: Auftragsproduzenten widmen sich lieber Stoffen, die keinem wehtun und "die im Grunde kein Mensch braucht".
daily.spiegel.de (Paid), dwdl.deKommentieren ...

Spiegel TV erwirkt im Zitate-Streit mit "Panorama" eine einstweilige Verfügung gegen den NDR.

Spiegel TV bekommt im Zitate-Streit vom Landgericht Hamburg Recht und erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen "Panorama". Das ARD-Magazin darf damit eine Szene, die Spiegel TV exklusiv in einer G20-Dokumentation gezeigt hat, nicht mehr verwenden. Die Richter sehen ein "berechtigtes Interesse des Urhebers" und die Nutzung des NDRs nicht durchs Zitat-Recht legitimiert. Auch deshalb nicht, weil die Spiegel-TV-Szene für den Bericht nicht unerlässlich sei.
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Das ARD-Radiofestival ist schön, gefährdet aber die Vielfalt, findet Stefan Fischer.

ARD-Radiofestival, bei dem im Sommer WDR 3, NDR Kultur, SWR 2, HR 2, SR 2, Bremen 2, MDR Kultur und Kulturradio RBB neun Wochen lang abends dasselbe senden, könnte keiner der Kultursender allein stemmen, andererseits widerspricht es dem Prinzip des Föderalismus und gefährdet die Vielfalt, schreibt Stefan Fischer. Diese Unterschiedlichkeit sei schließlich die Existenzberechtigung für neun ARD-Landesrundfunkanstalten mit jeweils mehreren Radioprogrammen.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Uplink bekommt den Zuschlag für den Sendenetzbetrieb der ARD-Anstalten.


Dicker Frequenz-Fisch: Die ARD-Anstalten vergeben 352 ihrer ausgeschriebenen UKW-Frequenzen und damit mit Abstand das größte Paket an das Düsseldorfer Unternehmen Uplink, hinter dem u.a. "Focus"-Gründer Helmut Markwort und der Ex-Postminister Christian Schwarz-Schilling stehen. Uplink übernimmt ab Juli 2018 den Sendebetrieb für Hörfunksendungen von Deutschlandradio, NDR, RBB und Saarländischem Rundfunk. Gregory Lipinski schreibt, der Deal beschere Uplink jährlich über 13 Mio Euro. Der Vertrag laufe 7,5 Jahre mit der Option, dreimal verlängert zu werden. Die restlichen ausgeschriebenen Frequenzen, die Sender des MDR betreffen, gehen an den Uplink-Wettbewerber Divicon. Der bisherige Übertragungsdienstleister Media Broadcast hat sich aus dem UKW-Sendenetzbetrieb zurückgezogen und will sich aufs Digitalgeschäft konzentrieren, die ARD-Anstalten mussten den Sendenetzbetrieb deshalb öffentlich ausschreiben.
meedia.deKommentieren ...

Meinung: Medien sollten ihre Rolle bei den Rufmord-Vorwürfen hinterfragen.

Rufmord-Vorwürfe: Die Medien nehmen den Fall des angeblichen Maschmeyer-Whistleblowers Stefan Schabirosky nicht als Anlass zur Selbstkritik, kritisiert Uwe Vorkötter. Mit Interviews und Vorabdrucken von Schabiroskys Buch bereiteten die Journalisten dem "charakterlosen Rufmörder" heute wieder die Bühne. Fassungslos macht Vorkötter, dass Journalisten und PR-Leute offenbar nichts aus früheren PR- und Medienaffären gelernt haben.
horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

NDR und "SZ" verweisen auf weitere Quellen im Fall Maschmeyer.

Rufmord-Vorwürfe im Fall Carsten Maschmeyer (Bild) seien überzogen, kritisiert Kristopher Sell vom NDR und bezeichnet die Darstellung, eine einzelne Person habe auf Anweisung eines Konkurrenten gezielt Informationen an Medien weitergegeben, als "reine Buch-PR". Sein Sender habe weitere und wichtigere Informanten gehabt. Zudem ändere auch ein Verrat aus niedrigen Motiven nichts am Wahrheitsgehalt der Recherchen. Auch die "SZ" verweist auf weitere Informanten.
deutschlandfunk.de, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Klick-Tipp: "Zapp" vergleicht die Themen alternativer und klassischer Medien.

Klick-Tipp: "Zapp" lässt Nutzer zwischen Facebook-Filterblasen alternativer und klassischer Medien hin und her zappen. Der Filter-Zapper bildet bis zur Bundestagswahl von beiden Quellen die News-Auswahl auf Social-Media-Kanälen ab. Die News sind nach Themen - u.a. Gesellschaft, Außenpolitik und Medienkritik - sortiert.
presseportal.de, ndr.deKommentieren ...

NDR und chinesisches Fernsehen strahlen gemeinsame Sendung aus.

NDR Logo 150x150NDR und das chinesische Fernsehen haben erstmals eine gemeinsame Gesprächssendung über ein politisches Thema produziert. Die Sendung "Dialog zu G20" behandelt den G20-Gipfel in Hamburg und die deutsch-chinesischen Beziehungen. Der NDR und der chinesische Auslandsfernsehsender CGTN haben sich verpflichtet, die Sendung ungeschnitten und unzensiert auszustrahlen. Laut NDR handelt es sich bei der Kooperation um eine Premiere in Europa. Die Sendung ist bereits online zu sehen.
dwdl.de, ndr.de, tagesschau.de (58-Min-Video)

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Lese-Tipp: Filmautor Stephan Lamby über viertägige Kohl-Interviews.

Lese-Tipp: Filmemacher Stephan Lamby schildert, wie er die vier Tage des Interviews mit Helmut Kohl erlebt hat. Zu Beginn habe Lamby Kohls Sympathie mit seiner Herkunft aus dem Rheinland und dem Besuch eines jesuitischen Gymnasiums gewonnen. Im Gespräch über Ehefrau Hannelore, die sich das Leben genommen hatte, brach dem Altbundeskanzler die Stimme, Tränen traten in seine Augen. Lamby und Co-Autor Michael Rutz hatten 2003 für den NDR das letzte große TV-Interview mit Kohl geführt.
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"Spiegel"-Redakteur setzt rechtes Buch auf Sachbücher-des-Monats-Liste.

Sachbücher des Monats: Jurymitglied Johannes Saltzwedel zieht sich nach der Empfehlung eines umstrittenen Buches zurück. Der "Spiegel"-Redakteur habe das rechtsextreme "Finis Germania" auf die Empfehlungsliste gesetzt, erfährt Jan Grossarth. Der "Spiegel"-Mann tritt aus der Jury aus, nachdem Mitorganisator NDR sie aus Protest verlassen hatte. Im Buch "Finis Germania" wird Auschwitz als Mythos bezeichnet. Saltzwedel gibt an, er habe "bewusst ein sehr provokantes Buch" in die Diskussion bringen wollen. Sein Einzelvotum reichte aus, um es an anderen Juroren vorbei auf die Liste zu wählen.
faz.net, ndr.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

NDR verlässt Sachbuch-Jury wegen Verschwörungstheorie-Empfehlung.

NDR zieht sich unter Protest aus der Jury der Sachbücher des Monats zurück. Im Juni sei mit "Finis Germania" ein Buch voller "rechtslastiger Verschwörungstheorien" empfohlen worden, kritisiert NDR Kultur. Die Empfehlung sei eine gravierende Fehlentscheidung und nicht akzeptabel. Der Sender arbeitet bei der Sachbücher-Aktion u.a. mit dem Verbandsorgan "Börsenblatt" und der "Süddeutschen" zusammen.
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Aus Nordwestradio wird ab August Bremen Zwei.

Radio Bremen nennt sein Kultur-und Informationsprogramm Nordwestradio ab dem 12. August Bremen Zwei, um deutlicher zu machen, dass der Sender zu Radio Bremen gehört. In Umfragen denken offenbar viele Hörer, Nordwestradio sei ein Privatsender. Mit dem Namenswechsel verschwindet das letzte Überbleibsel der 14-jährigen Zusammenarbeit mit dem NDR. Seit Anfang 2016 hat allein Radio Bremen das Sagen.
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"extra3"-Satire: AfD-Politikerin Alice Weidel zieht Beschwerde zurück.

extra3 erzielt im Streit mit der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel einen weiteren Erfolg. Die Politikerin zieht ihre Beschwerde gegen einen Beschluss des Landgerichts Hamburg zurück. Das Gericht hatte geurteilt, dass die Satire-Sendung des NDR in der Sendung vom 27. April als "Nazi-Schlampe" bezeichnen durfte.
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"Zapp": BND-Vorläufer unterwanderte den NDR- und WDR-Vorgänger NWDR.

Nordwestdeutscher Rundfunk: Der BND-Vorläufer Organisation Gehlen schleuste Agenten in den Vorgänger von NDR und WDR ein, um angebliche Staatsfeinde im Sender unter Kontrolle zu behalten, sagt "Zapp". Unterlagen aus dem BND-Archiv stuften den NWDR als "Gefahr für die Entwicklung einer gesunden westlichen Demokratie" ein. Der frühere Vize-Chefredakteur des WDR-Hörfunks August Hoppe sei bewusst im NWDR platziert worden. Der öffentlich-rechtliche Sender sei als eine Zentrale der kommunistischen Unterwanderung eingeschätzt worden.
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"extra 3" gewinnt vor Gericht den "Nazi-Schlampe"-Streit gegen AfD-Frau Alice Weidel.


Sieg für die Satire: extra 3, Satire-Sendung des NDR, durfte AfD-Frau Alice Weidel (Foto , links) in der Sendung vom 27. April als "Nazi-Schlampe" bezeichnen, entscheidet das Landgericht Hamburg. Die Richter lehnen die von Weidel geforderte einstweilige Verfügung ab. Moderator Christian Ehring (Foto, rechts) hatte sich in der Sendung auf Weidels Rede auf dem AfD-Parteitag bezogen, darin hatte sie gesagt, "die politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte". Weidel will gegen den Gerichtsbeschluss Beschwerde einlegen.

Das Gericht sagt, Weidel müsse im Zusammenhang mit ihrer Rede zu Political Correctness die Bezeichnung "Nazi-Schlampe" ertragen. Die Satire sei von der Meinungsfreiheit gedeckt. Als öffentliche Person müsse die Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl auch überspitzte Kritik hinnehmen. Der Grund für die satirische Auseinandersetzung sei ihre eigene Äußerung zur politischen Korrektheit gewesen.
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ARD will nach ESC-Pleite den Vorentscheid reformieren.

ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber plant nach dem erneut schlechten Abschneiden Deutschlands beim Eurovision Song Contest den nationalen Vorentscheid zu reformieren, schreibt Kurt Sagatz. Wie die Änderungen aussehen könnten, sagt die ARD nicht. "Wir informieren, wenn es ein Ergebnis gibt. Jetzt eine Antwort zu erwarten ist unseriös", so Thomas Schreiber. Ein Komplettausstieg aus dem Wettbewerb sei vertraglich möglich, wird aber von der ARD ausgeschlossen.
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Auch NDR kündigt Festival-Zusammenarbeit mit den Söhnen Mannheims.

NDR2 will das für den 26. Mai in Hannover geplante Plaza-Festival nicht mehr präsentieren, weil dort auch die Söhne Mannheims auftreten. Die Band um Sänger Xavier Naidoo war mit ihrem Song "Marionetten" in die Kritik geraten; NDR2-Programmchef Torsten Engel findet "die Erklärung der Band hierzu" nicht überzeugend. Man wolle sich nicht mit Texten wie "Marionetten" gemein manchen. NDR2 ist nicht der erste Sender, der die Mannheimer meidet: Auch Radio Bremen hatte bereits eine Kooperation abgesagt.
ndr.de, turi2.de (Background Radio Bremen), turi2.de (Background Text-Begründung)Kommentieren ...

NDR weist Unterlassungsforderung von Alice Weidel zurück.

NDR Logo 150x150NDR lehnt ein Unterlassungsbegehren der AfD-Politikerin Alice Weidel ab. Weidel wehrt sich dagegen, dass sie in der Satire-Sendung "extra 3" als "Nazi-Schlampe" bezeichnet wurde. Weder die Redaktion noch Satiriker Christian Ehring wollten Weidel beleidigen, sagt der NDR. Es müsse aber möglich sein, Weidels Polemik "zugespitzt" entgegenzutreten.
faz.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ulrike Simon: Wolf-Dieter Jacobi könnte Volker Herres nachfolgen.

Wolf-Dieter Jacobi, derzeit Programmchef beim MDR, könnte 2018 Volker Herres als ARD-Programmdirektor beerben, orakelt Ulrike Simon. Demnach wolle die ARD den Vertrag mit Volker Herres nicht verlängern. MDR-Intendantin Karola Wille könnte die Gelegenheit nutzen, um ihr Führungsteam nach dem voraussichtlichen Wechsel von Chefredakteur Stefan Raue zum Deutschlandradio auszutauschen. Ein weiterer Kandidat für den Posten des ARD-Programmdirektors sei NDR-Programmchef Frank Beckmann.
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Basta: Darum schickte der NDR ’ne Texterstaffel hinterher – Recep-Witze sind nicht schwer.

Extra 3, Satiremagazin des NDR, zeigt heute eine neue Hommage an den türkischen Präsidenten. Ein Jahr nach "Erdowie, Erdowo, Erdogan" muss nun die Nena-Vorlage "99 Luftballons" herhalten. Der NDR hält das Lied zurück - der deutsche Botschafter in Ankara soll es wohl live im NDR sehen können, bevor er einbestellt wird.
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Basta: Informationsauftrag übererfüllt.

Mit eigenen Mitteln: Springer, Madsack und weitere Verlage wehren sich gegen den Online-Auftritt des RBB. Sie finden die beitragsfinanzierte Seite zu "presseähnlich". Der NDR berichtet online darüber und liefert – ganz öffentlich-rechtlicher Dienstleister – gleich ein praktisches Fallbeispiel: Der presseähnliche Artikel kommt ganz ohne aktuelles Audio und Video aus.
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Auch RBB und MDR drohen Verleger-Klagen, schreibt Ulrike Simon.


Sende(r)pause im Internet: Die Verleger aus Berlin und Ostdeutschland planen juristische Schritte gegen die Online-Angebote von RBB und MDR, erfährt Ulrike Simon. Wie in Bremen und im bundesweiten Streit um die Tagesschau-App geht es um die Frage, ob die öffentlich-rechtlichen Angebot zu "presseähnlich" sind. Um das zu prüfen, lädt sich der Verleger-Verband VZBO in seinen Expeditionen ins öffentlich-rechtliche Netz bis zu 7.000 Internetseiten herunter.

Simon fürchtet, der ewige Kampf zwischen Verlegern und ARD-ZDF-Gremien verfolge sie bis in die Rente. In vielen Bundesländern aber sehen die Verleger das regionale Angebot der Sender entspannt: SWR, NDR und BR drohen wohl kein Ungemach. Beim RBB will die Online-Redaktion jedoch schon vor den Gerichten handeln und rbb24 umbauen, schreibt Simon. Bis dahin könnten sich die Verleger aber auch schon das Internet heruntergeladen und ausgedruckt haben.
rnd-news.de, turi2.de (Bremen), turi2.de (Tagesschau-App)1 Kommentar