NDR ist wichtiger "Ost-West-Sender", glaubt Intendant Lutz Marmor.

Neue Bundesländer: Ostdeutsche und ihre medialen Interessen müssen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk stärker zu Wort kommen, sagt NDR-Intendant Lutz Marmor bei einem Verdi-Treffen. Dass viele sich bisher in den nationalen ARD-Angeboten nicht wiederfänden, sei besorgniserregend. Der NDR habe als "Ost-West-Sender" eine besondere Aufgabe und werde das Thema "intensiver aufarbeiten", u.a. mit einem großen Schwerpunkt zu 30 Jahren Mauerfall 2019.
presseportal.de

Meinung: ARD-Anstalten stehen sich bei Recherche-Kooperationen selbst im Weg.

ARD könnte Recherchen mit einer gemeinsamen Investigativ-Sendung wuchtiger präsentieren, meint Ulrike Simon, kennt aber auch den Haken: die ARD. Vor der Vereinigung der sechs Polit-Magazine würden Bedenkenträger-Arbeitsgruppen das meiste zerreden. Also kooperieren öffentlich-rechtliche Redaktionen verstärkt mit externen Partnern.
spiegel.de (Paid)

Bild des Tages: stern 1 wird nur Zweiter, strahlt trotzdem.


Abend-Plattmacher: Im Finale des Fußball-Turniers zu 70 Jahren "stern" hat die klassisch-sternrot gekleidete Mannschaft stern 1, hier im Bild, nicht gesiegt. Die Redaktionalmannschaft des "Hamburger Abendblatts" machte sie zum zweiten Sieger. Die Teams von Nannenschule, "taz", NDR, "Spiegel", "Zeit" sowie die zweite Mannschaft des "stern" kickten finalfern. (Foto: Gruner + Jahr)
abendblatt.de

Reinhold Beckmann nähert sich Promis im Radio-Talk über ihre Musik-Historie.

NDR lässt Reinhold Beckmann im Radio talken. In "NDR 2 Life Sounds" nähert sich Beckmann seinen prominenten Gästen über die Musik ihres Lebens, also frühe Kassettenaufnahmen aus dem Radio, geheime Plattensammlungen oder sorgfältig zusammengestellte Mixtapes. Die zweistündige Sendung läuft sechsmal im Jahr, erstmals am 24. September.
radioszene.de

Wir graturilieren: Torsten Engel wird 55.


Wir graturilieren: NDR2-Programmchef Torsten Engel feiert heute 55. Geburtstag. Und zwar auf Mallorca, zwischen Campos und Sa Rapita. Engel wünscht sich für den Abend ein Glas Wein in einer Strandbar. Das Beste am abgelaufenen Jahr waren für ihn 
Hörerzuwächse in beiden Mediaanalysen und "ein großartiges NDR 2 Team, das es einem so leicht macht, jeden Tag gern in den Sender zu kommen."

Über Gratulationen freut er sich elektronisch auf allen Wegen, z.B. per E-Mail. Alternativ per Flaschenpost, wenn der Gruß nicht von dem weißen Hai oder einer portugiesischen Galeere abgefangen wird, die gerade vor der Küste ihr Unwesen treiben sollen. 

Zitat: Regisseur Christian Alvart stört der "heilige Ernst" bei "Tatort"-Diskussionen.

Christian Alvart"Wir konnten eine neue Welt erschaffen und haben mit Til Schweiger einen sehr physischen Darsteller, der solche Steve-McQueen- oder Bruce-Willis-artigen Figuren glaubwürdig verkörpern kann."

Regisseur Christian Alvart erklärt im Interview mit der "Süddeutschen", was ihn am "Tatort"-Drehen reizte und dass ihm "der heilige Ernst auf den Keks" ging, mit dem über den "Tatort" diskutiert wurde.
sueddeutsche.de

Weiteres Zitat über seine Zusage als Regisseur für den "Tatort":
"Die Redakteurin Jeanette Würl vom NDR hat mich mit ihrer Leidenschaft angesteckt. Sie fragte, ob ich Lust hätte, für den Kieler Tatort eine Henning-Mankell-Vorlage als Thriller zu inszenieren, weil sie meine Arbeit und Vorliebe für das Genre kannte. Vor der Ausstrahlung ist sie leider verstorben. Mankell lese ich auch privat. Zu meiner Entscheidung hat auch beigetragen, dass ich, als das Angebot kam, am nächsten Sonntag den Tatort angeguckt habe und wie weggeblasen war."

Zitat: "Spiegel"-Chef Klaus Brinkbäumer glaubt an Zahlbereitschaft, wenn es einfach ist.

"Ich glaube, dass wir längst soweit sind, dass das Publikum willig ist, zu bezahlen, wenn es denn richtig überzeugende Inhalte sind, die man nicht kostenlos bekommt. Und wenn der Bezahlvorgang einfach ist."

"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer sagt im "Zapp"-Interview, dass zahlungswillige Leser sich durch ein Abo nicht "geknebelt" fühlen dürfen.
ndr.de/zapp (8-Min-Video)

Weitere Zitate aus dem Interview:

zur Konkurrenz mit ARD und ZDF:

"Ich mag Wettbewerb! Und ich finde auch den Wettbewerb mit den Öffentlich-Rechtlichen zunächst einmal sportlich. Ja, Gebühren, die garantiert hereinkommen, sind etwas anderes als ob ich Leser für ein Bezahlmodell gewinnen muss. Das ist nicht wirklich Chancengleichheit in allem, aber dann ist es auch so reguliert, dass es gut funktioniert.

"Ich würde niemals das öffentlich-rechtliche System angreifen wollen. Das hat sich bewährt!"

zur Kooperation von NDR, WDR und der "Süddeutschen Zeitung":

"Wenn Gebührengelder auf irgendwelchen Umwegen in Projekte fließen, die bei der "Süddeutschen" landen, dann sprechen wir von Quersubventionierung eines Zeitungsverlages. Das heißt aber nicht, dass wir nicht den sportlichen, journalistischen Wettbewerb mit der "Süddeutschen" aufnehmen."

Axel Balkausky und Daniel Bouhs vertragen sich.

Axel Balkausky und Daniel Bouhs haben sich getroffen und ausgesprochen. Details sollen vertraulich bleiben. Die gegenseitigen Vorwürfe seien aus der Welt geschafft worden. Die kritische Begleitung der ARD-Sportberichterstattung stehe ebenso wenig in Frage wie die Bereitschaft der ARD-Sportkoordination, Interviewanfragen wahrzunehmen.
facebook.com, turi2.de (Background)

Video-Tipp: "Zapp" beleuchtet einen von den Medien erfundenen Gewaltexzess.

Video-Tipp: Nach einem Protest vor dem Privathaus eines Polizisten in Hitzacker steigen Onlinemedien in die Berichterstattung ein, ohne selbst zu recherchieren und erfinden einen Gewaltexzess, kritisiert "Zapp". Die meisten Beiträge werden mit Symbolbildern versehen, die offenbar von den Krawallen um den G20-Gipfel in Hamburg stammen. Teilweise sogar, ohne die Bilder als Symbolbilder zu kennzeichnen.
ndr.de (7-Min-Video)

Juliane Leopold soll die Redaktion von tagesschau.de leiten.

Juliane Leopold, Gründungschefredakteurin der deutschen BuzzFeed-Ausgabe, soll Chefin von tagesschau.de werden, schreibt Kai-Hinrich Renner. Die ARD-Intendanten müssen der Personalie noch zustimmen. Nach ihrem Abschied von BuzzFeed hat Juliane Leopold tagesschau.de bereits beraten. Redaktionsleiterin Christiane Krogmann hat ihren Job wegen eines Streits mit "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke aufgegeben.
morgenpost.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Juliane Leopold über das Rezept für viralen Erfolg. (2015)

Pannen-Shows dürfen TV-Schnipsel nicht gratis nutzen.

TV-Sender dürfen Ausschnitte anderer Sender nicht kostenlos in Pannenshows verwenden, urteilt das Oberlandesgericht Köln. RTL hatte gegen die Verwendung von Programm-Schnipseln in einer NDR-Sendung geklagt. Anders als der NDR sehen die Richter die Nutzung weder als Parodie, noch durch das Zitat-Recht gedeckt. Bereits 2008 hatte der BGH entschieden, dass Stefan Raab Ausschnitte anderer Sender nicht ohne weiteres in "TV Total" zeigen darf.
rtl.de

Video-Tipp: Journalisten diskutieren auf Republica über investigative Recherchen.

Video-Tipp: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger (Foto), Correctiv-Chef Oliver Schröm, Georg Mascolo, Olaf Sundermeyer und Datenjournalistin Uli Köppen diskutierten auf der Republica über investigativen Journalismus. Schlesinger sagt, dieser beginne im Lokalen, etwa bei Recherchen zu korrupten Bürgermeistern. Schröm sagt, Correctiv müsse unter großem Ressourcenaufwand Bildungsangebote machen, um gemeinnützig zu sein.
youtube.com (61-Min-Video)

Zahl des Tages: 45 Journalisten wollen die Arbeit von Daphne Caruana Galizia vollenden.

Zahl des Tages: Genau 45 Journalisten von 18 internationalen Medien arbeiten zusammen, um die Recherchen der ermordeten maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia abzuschließen. An der Recherche beteiligen sich u.a. WDR, NDR, "Süddeutsche Zeitung" und "Zeit". Die Recherche-Ergebnisse sollen ab Dienstag veröffentlicht werden.
twitter.com (1-Min-Video), forbiddenstories.org, turi2.de (Background)

UKW-Radios werden vorerst nicht abgeschaltet, berichtet Radiowoche.de.

UKW-Abschaltung der Programme von u.a. MDR, NDR und Deutschlandradio am kommenden Mittwoch ist vorerst abgewendet und der Sendebetrieb für das 1. Halbjahr 2018 gesichert, schreibt Stephan Munder bei Radiowoche.de. Die Sendernetzbetreiber Uplink und Divicon hätten die Übergangsregelung der Ex-Telekom-Tochter Media Broadcast akzeptiert.
radiowoche.de, turi2.de (Background)

Media Broadcast droht UKW-Radios mit Abschaltung.


Sendepause: Vielen Radiosendern in Deutschland droht ab Mittwoch Stille im Äther, schreibt die "Welt". Grund dafür sei ein Streit über den Preis zwischen den Antennenbesitzern und den Sendernetzbetreibern. Die Ex-Telekom-Tochter Media Broadcast hat sich zwar bereiterklärt, die UKW-Radioprogramme u.a. vom Deutschlandradio, dem NDR und MDR bis Ende Juni weiterhin zu verbreiten, fordert aber eine explizite Beauftragung. Bisher sei diese nur von einem Viertel der 40 betroffenen Sender eingegangen. Nun setzt Media Broadcast ein Ultimatum: Wer sich bis Montag nicht gemeldet hat, wird am Mittwoch abgeschaltet.

Seit März 2016 gehört Media Broadcast zum Telekommunikations-Anbieter Freenet. Seitdem die Bundesnetzagentur 2016 eine Preisobergrenze für die Nutzung von UKW-Antennen festgelegt hat, sieht Media Broadcast für sich keine Zukunft mehr im UKW-Radio und hat seine Sendemasten und die Infrastruktur verkauft. Zwischen den neuen Besitzern und den alternativen Sendernetzbetreibern Uplink und Divicon gibt es bisher aber keine Einigung über den Preis für die Nutzung, weil die neuen Antennenbesitzer sich nicht mehr an die Preisgrenze gebunden fühlen. (Foto: Picture Alliance / Hans Ringhofer)
welt.de

NDR bündelt "Zapp"-Beiträge der vergangenen 10 Jahre.

Klick-Tipp: NDR bündelt medienpolitische "Zapp"-Beiträge aus den vergangenen zehn Jahren online, um Orientierung zum Thema Medienpolitik zu bieten. Neben Interviews und Berichten zur Zukunft der öffentlich-rechtlichen und privaten Medien gibt es auch ein Glossar zu den Grundbegriffen der Medienpolitik, außerdem Foren und Gastbeiträge. Die Sammlung steht online kostenlos zur Verfügung, der NDR aktualisiert sie fortlaufend.
presseportal.de, ndr.de/medienpolitik

NDR will Nachrichten-Redaktionen für Fernsehen, Radio und Online zusammenziehen.


Und nun zu den Nachrichten: Der NDR fasst seine News-Redaktionen für sämtliche Kanäle an einem zentralen Standort zusammen. Ab 2020 sollen Redaktionen für Fernsehen, Radio und Online in Hamburg-Lokstedt arbeiten. Lokstedt ist der TV-Standort, an dem auch die "Tagesschau" entsteht. Kisten packen müssen 250 Mitarbeiter – aktuell arbeitende Radio-Journalisten ziehen vom Standort Rothenbaum nach Lokstedt.

In Lokstedt wird derzeit ein neues "Tagesschau"-Haus gebaut mit einem crossmedialen Newsroom für ARD aktuell. Dadurch werden Flächen frei, die künftig von neu aufgestellten News-Teams besetzt werden. Ziel sind nicht nur Einsparungen, sondern eine bessere Produktion für digitale Kanäle: Intendant Lutz Marmor will "schneller und mehr Bewegtbild auf NDR.de bringen".

Einige Mitarbeiter aus Lokstedt werden wiederum frei werdende Büros am Radio-Standort Rothenbaum besetzen. Dies sorgt derzeit für Konflikte, schreibt Kai-Hinrich Renner. Es könnte die Abteilung Sport oder Unterhaltung treffen, Letztere wolle "angeblich partout nicht an den Rothenbaum". Konfliktreich für die NDR-Bilanz ist auch der "Tagesschau"-Neubau: Er werde 20 % teurer, schreibt Renner. (Foto: Screenshot NDR)
presseportal.de, abendblatt.de (Renner)

Zitat: Lutz Marmor schließt mehr Wiederholungen für die Zukunft nicht aus.

"Ich kann auch nicht auf Dauer ausschließen, dass es beispielsweise auf einigen Sendeplätzen weniger Neuproduktionen geben könnte, also mehr Wiederholungen."

NDR-Intendant Lutz Marmor befürchtet deutliche Einschnitte im Programm, falls der Rundfunkbeitrag nicht erhöht wird. Er will zwar zu allerletzt am Programm sparen, hält aber auch dort Einschnitte für denkbar.
"promedia" 03/2018 (Paid), medienpolitik.net

NDR hat bei internen Wedel-Untersuchungen bisher nichts gefunden.

NDR zieht Zwischenbilanz seiner internen Untersuchung zu den Vorwürfen gegen Dieter Wedel: Bei den zwischen 1969 und 1991 realisierten Produktionen könne der Sender keine sexuellen Übergriffe belegen. Für die Untersuchung haben die Verantwortlichen Unterlagen zu NDR Eigen- und Auftragsproduktionen gesichtet, an denen Wedel mitwirkte, und mit Beteiligten gesprochen. Der NDR will außerdem Honorarrechnungen freier Mitarbeiter sichten, die in einem externen Aktenlager aufbewahrt werden.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Markus Grill wird 50.

Wir graturilieren: Investigativ-Journalist Markus Grill wird heute 50 Jahre alt. Der Berlin-Büroleiter des Rechercheverbunds aus NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" hat Freunde in die Hauptstadt geladen – die meisten, darauf legt er wert, sind keine Journalisten. Zum Schwäbisch schwätza kommen u.a. Gefährten aus dem heimatlichen Aalen.

Grill blickt zufrieden auf seinen Wechsel von Correctiv zum Rechercheverbund. Im neuen Lebensjahr will er dort stärker seine Themen einbringen, also nicht nur an Steuerleaks, Geheimdienst- und Terrorismus-Enthüllungen arbeiten, sondern auch Missstände im Gesundheitswesen und der Arbeitswelt aufdecken. Neben brisanten Informationen nimmt Grill heute auch Gratulationen entgegen: per E-Mail und via Twitter.

Lese-Tipp: Konstruktiver Journalismus lockt junge Leser.

Lese-Tipp: Konstruktiver Journalismus ist besonders für junge Leser wichtig, sagt Journalistik-Professor Stephan Weichert. Sie würden sich von Medien abwenden, die die Welt zu negativ darstellen. Jochen Wegener von Zeit Online findet konstruktiven Journalismus gut, solange daraus keine "PR für eine gute Sache" werde. Claudia Spiewak, Chefredakteurin des NDR-Hörfunks, sagt, der konstruktive Ansatz rege die Redaktion zum Umdenken an.
deutschlandfunk.de

"SZ": Gabriel und Schröder haben Yücels Freilassung vorangetrieben.


Auf die Sprünge geholfen: Die "Süddeutsche Zeitung", der NDR und der WDR haben monatelang recherchiert, wie deutsche Geheimdiplomatie funktioniert – am Fall Deniz Yücel. Georg Mascolo und Christiane Schlötzer beschreiben in der "SZ am Wochenende" ausführlich, wie Sigmar Gabriel mithilfe von Gerhard Schröder im Geheimen die Fäden gesponnen hat, um Yücel freizubekommen.

Schröder sei "der einzige Deutsche, dem er noch vertraue", soll Erdogan einmal gesagt haben, deshalb wurde der Altkanzler ins Boot geholt. Die Journalisten haben eingewilligt, erst nach der Freilassung zu berichten, um sie nicht zu gefährden. Gabriel und Schröder haben sich jeweils mehrere Male mit Erdogan getroffen, u.a. in Rom und in Istanbul, um die Bedingungen der Freilassung auszuhandeln.

Sie stand zwischenzeitlich auf wackeligen Füßen, weil die Türken durch die GroKo-Verhandlungen und die innerparteilichen Probleme der SPD unsicher waren, ob Gabriel noch der richtige Verhandlungspartner sei. Einen Deal habe es nicht gegeben, sagt Gabriel gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".
"SZ am Wochenende", S. 3 (Paid), turi2.de (Background)

NDR-Verwaltungsrat vermisst Staatsferne bei KEF-Beurteilung der Sparpläne.

NDR Logo 150x150NDR-Verwaltungsrat wirft der KEF fehlende Staatsferne vor. Die Vorsitzende Dagmar Gräfin Kerssenbrock kritisiert, dass die Stellungnahme der Gebührenkontrolleure zu den Sparplänen von ARD, ZDF und Deutschlandradio inhaltlich den Äußerungen einiger Ministerpräsidenten entspreche, die stärkere Einschnitte fordern. Damit greife die KEF in die Programmautonomie der Sender ein und versuche "einen Weg für die politische Vorgabe der Beitragsstabilität zu finden".
presseportal.de

"Zapp" kritisiert Oliver Welke wegen Witz über stotternden AfD-Mann.

Oliver Welke macht sich im ZDF über einen stotternden AfD-Mitarbeiter lustig, kritisieren u.a. "Zapp" und "NZZ"-Journalist Marc Felix Serrao. Der AfD-Mitarbeiter hatte stotternd erklärt, viele Flüchtlinge würden die deutsche Sprache nicht gut genug lernen können, um ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. "Heute-Show"-Moderator Welke zeigte ein Video davon und äffte den Stotterer nach. Der AfD-Mann hatte vor seiner Rede in einem Bundestagsausschuss erklärt, dass er stottert. Die "Heute Show" entschuldigt sich für den Fehler.
twitter.com ("Zapp"), huffingtonpost.de, twitter.com (Serrao), twitter.com ("Heute Show")

Zitat: Es gibt im Journalismus keinen Kompromiss, sagt Anja Reschke.

"Wenn Holocaust-Leugner behaupten, es seien keine Juden ermordet worden und die Realität liegt bei sechs Millionen – einigt man sich dann gütlich bei drei?"

"Panorama"-Moderatorin Anja Reschke glaubt, dass Journalismus Tatsachen zeigen soll, nicht die Rezipienten streicheln.
journalist-magazin.de (Kurzfassung)

Weitere Zitate:
"Man gerät im Falle eines Shitstorms schnell in eine Rechtfertigungsposition, um sich und seine Arbeit zu verteidigen. Da rate ich zum Bremsen. Schenk dem Hass nicht zu viel Aufmerksamkeit."

"Das Alleinstellungsmerkmal der publizistischen Willensbildung durch Journalisten ist verloren. Die neue Frage lautet daher: Was ist der Unterschied, der Mehrwert von journalistischen Produkten
im Gegensatz zu allen anderen, die da publizieren? Das ist ja entscheidend für die zukünftige Finanzierung des Journalismus."


"Die Kräfte, die die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Systems in Deutschland fordern, haben vor allem ein politisches Interesse. Es geht in Wahrheit doch keinem um Volksmusik oder Sportrechte."

Christiane Krogmann gibt Chefposten von tagesschau.de im Streit ab.


Christiane Krogmann leitete tagesschau.de seit 2014. Das Bild zeigt sie während eines Interviews von turi2.tv (siehe unten).

Abrupter Abgang: Tagesschau.de verliert Redaktionsleiterin Christiane Krogmann. Sie wirft wegen eines Streits mit "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke das Handtuch, hört Kai-Hinrich Renner auf den Fluren des NDR. Der Sender bestätigt Krogmanns Abgang. Sie selbst will zu den Hintergründen nichts sagen.

Über die Gründe gibt es unterschiedliche Angaben, erfährt Renner. Manche vermuten, Gniffke habe Krogmanns Plänen für die Modernisierung von tagesschau.de im Weg gestanden. Andere beobachten bei ihr ein "zu ausgeprägtes Machtbewusstsein". Krogmann war seit 2014 Redaktionsleiterin. Sie kam einst vom "Syker Kreisblatt" zum NDR-Hörfunk und war Nachrichtenchefin der "Tagesschau".
morgenpost.de, turi2 - eigene Infos

Aus dem Archiv von turi2.tv: Christiane Krogmann erklärt im Sommer 2016 die Viral-Strategie der "Tagesschau".