Lese-Tipp: Konstruktiver Journalismus lockt junge Leser.

Lese-Tipp: Konstruktiver Journalismus ist besonders für junge Leser wichtig, sagt Journalistik-Professor Stephan Weichert. Sie würden sich von Medien abwenden, die die Welt zu negativ darstellen. Jochen Wegener von Zeit Online findet konstruktiven Journalismus gut, solange daraus keine "PR für eine gute Sache" werde. Claudia Spiewak, Chefredakteurin des NDR-Hörfunks, sagt, der konstruktive Ansatz rege die Redaktion zum Umdenken an.
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"SZ": Gabriel und Schröder haben Yücels Freilassung vorangetrieben.


Auf die Sprünge geholfen: Die "Süddeutsche Zeitung", der NDR und der WDR haben monatelang recherchiert, wie deutsche Geheimdiplomatie funktioniert – am Fall Deniz Yücel. Georg Mascolo und Christiane Schlötzer beschreiben in der "SZ am Wochenende" ausführlich, wie Sigmar Gabriel mithilfe von Gerhard Schröder im Geheimen die Fäden gesponnen hat, um Yücel freizubekommen.

Schröder sei "der einzige Deutsche, dem er noch vertraue", soll Erdogan einmal gesagt haben, deshalb wurde der Altkanzler ins Boot geholt. Die Journalisten haben eingewilligt, erst nach der Freilassung zu berichten, um sie nicht zu gefährden. Gabriel und Schröder haben sich jeweils mehrere Male mit Erdogan getroffen, u.a. in Rom und in Istanbul, um die Bedingungen der Freilassung auszuhandeln.

Sie stand zwischenzeitlich auf wackeligen Füßen, weil die Türken durch die GroKo-Verhandlungen und die innerparteilichen Probleme der SPD unsicher waren, ob Gabriel noch der richtige Verhandlungspartner sei. Einen Deal habe es nicht gegeben, sagt Gabriel gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".
"SZ am Wochenende", S. 3 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

NDR-Verwaltungsrat vermisst Staatsferne bei KEF-Beurteilung der Sparpläne.

NDR Logo 150x150NDR-Verwaltungsrat wirft der KEF fehlende Staatsferne vor. Die Vorsitzende Dagmar Gräfin Kerssenbrock kritisiert, dass die Stellungnahme der Gebührenkontrolleure zu den Sparplänen von ARD, ZDF und Deutschlandradio inhaltlich den Äußerungen einiger Ministerpräsidenten entspreche, die stärkere Einschnitte fordern. Damit greife die KEF in die Programmautonomie der Sender ein und versuche "einen Weg für die politische Vorgabe der Beitragsstabilität zu finden".
presseportal.de1 Kommentar

"Zapp" kritisiert Oliver Welke wegen Witz über stotternden AfD-Mann.

Oliver Welke macht sich im ZDF über einen stotternden AfD-Mitarbeiter lustig, kritisieren u.a. "Zapp" und "NZZ"-Journalist Marc Felix Serrao. Der AfD-Mitarbeiter hatte stotternd erklärt, viele Flüchtlinge würden die deutsche Sprache nicht gut genug lernen können, um ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. "Heute-Show"-Moderator Welke zeigte ein Video davon und äffte den Stotterer nach. Der AfD-Mann hatte vor seiner Rede in einem Bundestagsausschuss erklärt, dass er stottert. Die "Heute Show" entschuldigt sich für den Fehler.
twitter.com ("Zapp"), huffingtonpost.de, twitter.com (Serrao), twitter.com ("Heute Show")Kommentieren ...

Zitat: Es gibt im Journalismus keinen Kompromiss, sagt Anja Reschke.

"Wenn Holocaust-Leugner behaupten, es seien keine Juden ermordet worden und die Realität liegt bei sechs Millionen – einigt man sich dann gütlich bei drei?"

"Panorama"-Moderatorin Anja Reschke glaubt, dass Journalismus Tatsachen zeigen soll, nicht die Rezipienten streicheln.
journalist-magazin.de (Kurzfassung)

Weitere Zitate:
"Man gerät im Falle eines Shitstorms schnell in eine Rechtfertigungsposition, um sich und seine Arbeit zu verteidigen. Da rate ich zum Bremsen. Schenk dem Hass nicht zu viel Aufmerksamkeit."

"Das Alleinstellungsmerkmal der publizistischen Willensbildung durch Journalisten ist verloren. Die neue Frage lautet daher: Was ist der Unterschied, der Mehrwert von journalistischen Produkten
im Gegensatz zu allen anderen, die da publizieren? Das ist ja entscheidend für die zukünftige Finanzierung des Journalismus."


"Die Kräfte, die die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Systems in Deutschland fordern, haben vor allem ein politisches Interesse. Es geht in Wahrheit doch keinem um Volksmusik oder Sportrechte."Kommentieren ...

Christiane Krogmann gibt Chefposten von tagesschau.de im Streit ab.


Christiane Krogmann leitete tagesschau.de seit 2014. Das Bild zeigt sie während eines Interviews von turi2.tv (siehe unten).

Abrupter Abgang: Tagesschau.de verliert Redaktionsleiterin Christiane Krogmann. Sie wirft wegen eines Streits mit "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke das Handtuch, hört Kai-Hinrich Renner auf den Fluren des NDR. Der Sender bestätigt Krogmanns Abgang. Sie selbst will zu den Hintergründen nichts sagen.

Über die Gründe gibt es unterschiedliche Angaben, erfährt Renner. Manche vermuten, Gniffke habe Krogmanns Plänen für die Modernisierung von tagesschau.de im Weg gestanden. Andere beobachten bei ihr ein "zu ausgeprägtes Machtbewusstsein". Krogmann war seit 2014 Redaktionsleiterin. Sie kam einst vom "Syker Kreisblatt" zum NDR-Hörfunk und war Nachrichtenchefin der "Tagesschau".
morgenpost.de, turi2 - eigene Infos

Aus dem Archiv von turi2.tv: Christiane Krogmann erklärt im Sommer 2016 die Viral-Strategie der "Tagesschau".
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Video-Tipp: "Zapp" berichtet über die Krise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Europa.

Video-Tipp: "Zapp" erkundet, wie die öffentlich-rechtlichen Medien Europas mit dem wachsenden Druck durch populistische Bewegungen in ihren Ländern umgehen. Dabei kommen u.a. die Rundfunkanstalten in Großbritannien, Ungarn und den Niederlanden sowie ihre Gegner zu Wort.
ndr.deKommentieren ...

Presseähnlichkeit der "Tagesschau"-App ist rechtskräftig, NDR prüft Verfassungsbeschwerde.

Tagesschau App-Logo 150Bundesgerichtshof lehnt einen Antrag auf Revision des NDR zum Rechtsstreit um die "Tagesschau"-App ab. Das Urteil des Oberlandesgerichts Köln von 2016, wonach die Ausgabe der App vom 15. Juni 2011 auf unzulässige Weise presseähnlich war, ist damit rechtskräftig. Der NDR prüft nun eine mögliche Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht.
faz.net, ndr.de, presseportal.de (Verleger)Kommentieren ...

"Spiegel": NDR stellt nach einer Prüfung die Honorierung freier Mitarbeiter um.

NDR Logo 150x150NDR stellt wegen Kritik des Bundeszentralamts für Steuern die Bezahlung der freien Mitarbeiter um, schreibt der "Spiegel". Künftig werden freie Mitarbeiter eindeutig als selbstständig oder abhängig beschäftigt eingestuft. Bisher konnte ein Mitarbeiter je nach Auftrag verschieden eingestuft sein. Freie Mitarbeiter, die nun als nicht selbstständig geführt werden, müssen künftig Beiträge für die Sozialversicherung entrichten.
"Spiegel" 51/2017, S. 63 (Paid)1 Kommentar

NDR-Podcast erzählt Szenen einer Korrespondenten-Ehe.

NDR Info startet einen Podcast mit seinem Korrespondenten-Ehepaar Lena Bodewein und Holger Senzel aus Singapur. Die beiden Journalisten berichten jede Woche in rund zehn Minuten, wie sie ihr Reporter- und Familienleben mit dem gemeinsamen Sohn Johnny unter einen Hut bekommen. Mit Bodewein und Senzel teilt sich das erste Mal ein Ehepaar eine Korrespondenten-Stelle. Sie berichten von Singapur aus über 14 Länder im Pazifik-Raum.
ndr.de, ndr.de (Podcast)Kommentieren ...

lexikon2: Giovanni di Lorenzo.


Giovanni di Lorenzo ist einer der wenigen Zeitungsmacher mit festem Standbein im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Bei Radio Bremen gibt der "Zeit"-Chefredakteur seit 1989 der Talkshow "3 nach 9" intellektuelle Tiefe. Er scheut nicht vor Kritik an der eigenen Zunft zurück und distanziert sich von der unkritischen Übernahme des "Refugees welcome"-Slogans. Weiterlesen …

NDR und Thomas Hengelbrock gehen vorzeitig getrennte Wege.

NDR und Elbphilharmonie-Chefdirigent Thomas Hengelbrock trennen sich im Streit. Der Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters beendet seinen Vertrag bereits im Sommer 2018 statt wie geplant 2019. Hengelbrock sagt der "Welt am Sonntag", das Vorgehen des NDR bei der Ankündigung seines Nachfolgers sei der Grund für die schnelle Trennung. Im Juni hat der NDR den US-amerikanischen Dirigenten Alan Gilbert als künftigen Chefdirigenten vorgestellt.
"Welt am Sonntag" (Hamburg-Ausgabe), spiegel.deKommentieren ...

Video-Tipp: "Zapp" berichtet über die Weitergabe von ungesendetem Bildmaterial von den G20-Protesten an die Polizei.

Video-Tipp: "Zapp" fragt bei den Medien nach, ob sie ungesendetes Bildmaterial von den G20-Krawallen an die Polizei weitergegeben haben. Die Sonderkommission "Schwarzer Block" habe Anfragen an die Medienhäuser verschickt, das Material freiwillig herauszugeben. Inzwischen sei eine "mittlere dreistellige Zahl von Gigabyte" bei der Polizei eingegangen, ergibt eine Kleine Anfrage der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft.
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Wir graturilieren: Ex-"Tagesschau"-Sprecher Jo Brauner wird 80.


Wir graturilieren: Jo Brauner feiert heute seinen 80. Geburtstag. Der frühere "Tagesschau"-Chefsprecher, von 1974 bis 2004 im Dienst, freut sich über "das Befinden eines 40-Jährigen" und ein weiteres Lebensjahr ohne Krankheiten. Dafür dankt er vor allem den guten Genen seines Vaters. Der HSV-Fan und frühere Stadionsprecher ist vielseitig interessiert, für den HSV moderiert er gelegentlich die HSV-Schau (siehe Video oben) und informiert sich per turi2-Newsletter über die Medienszene.

Die Anfrage von turi2 erreicht Brauner mit Glück, als er "nochmal in meinen Computer schaute, kurz bevor die Taxe kommt". Mit seiner Frau verbringt er den Ehrentag urlaubend irgendwo in Europa. Die entspannenden Tage hat Brauner fast nicht nötig, weil bei ihm ohnehin "Zufriedenheit pur" herrscht. Er habe fast alle Ziele aus jungen Jahren erreicht und würde 95 % genau so wiederholen.

Über die verbleibenden 5 % schweigt der Gentleman ebenso wie über seine Party-Pläne. Nur so viel: Für Dezember ist eine Zusammenkunft mit der Familie und den engsten Freunden geplant. Gratulationen sind Brauner willkommen. Sicherheitshalber und scherzend weist er darauf hin: Wer Goldbarren schenken will, möge sie bitte nur persönlich übergeben, "um eine wenn auch nur vorübergehende Lagerung à la maison zu vermeiden". Kommentieren ...

Julia Stein kritisiert das hohe Tempo im Journalismus.

"Das hohe Tempo ist Gift für den Journalismus."

Julia Stein, Leiterin der Redaktion "Politik und Recherche" des NDR in Schleswig-Holstein spricht im Interview des Deutschlandfunks über die Klippen bei der Arbeit. Für sie ist es eine "Herausforderung, die kleinen Manipulationen im journalistischen Alltag aufzuspüren."
deutschlandfunk.de (7-Min-Audio)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Julia Stein über die Macht des Recherche-Tankers.
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Kooperation von NDR, WDR und "SZ" ärgert die Konkurrenz.

Recherche-Kooperation von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" stößt bei der Konkurrenz erneut auf Kritik. "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer sieht eine "Vorzugsbehandlung" von Nachrichten, die aus der Kooperation entstehen. "Bild"-Chef Julian Reichelt ärgert sich im "Zapp"-Interview über die Gratis-Markenwerbung für die "Süddeutsche". "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke widerspricht: "Bild" und "Spiegel" würden häufiger erwähnt.
ndr.de/zapp (mit 10-Min-Video)Kommentieren ...

Meinung: Ulrike Simon sieht in Christoph Lütgert "selbstgefällige Bräsigkeit".

Christoph Lütgert verkörpert "alles, womit sich Journalismus angreifbar macht", schreibt Ulrike Simon. Christoph Lütgert, 72, ehemaliger NDR-Chefreporter, inszeniere sich in "selbstgefälliger Bräsigkeit" als "der Mann, der alles aufdeckt, der vor nichts zurückschreckt". Mit der Recherche zu den Paradise Papers habe er wahrscheinlich nur am Rande zu tun gehabt. Simon fragt sich, ob sich im NDR wirklich kein anderer findet, der für Presenter-Reportagen besser geeignet wäre.
daily.spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Landgericht Hamburg erlässt Einstweilige Verfügung gegen Artikel der "FAZ".

FAZ: Der NDR erwirkt vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen die Tageszeitung. Stein des Anstoßes sind die Besucherzahlen des Oktoberfestes: Die AfD hatte auf Facebook geschrieben, dort herrsche "gähnende Leere", was der ARD Faktenfinder widerlegte. "FAZ"-Autor Rainer Meyer schrieb daraufhin, die "Tagesschau" verbreite "echte Fake News".
faktenfinder.tagesschau.de1 Kommentar

ARD Audiothek startet und umschifft elegant die Löschfrist.

ARD startet morgen offiziell ihre Audiothek mit einem medienpolitisch spannenden Feature: Nutzer können die Löschfrist für Inhalte mit einem Download umgehen. Beiträge herunterzuladen sei eine Privatkopie, der Download stehe außerhalb der Verweildauer-Vorschriften für Mediatheken, argumentieren ARD.de-Redaktionsleiter Thomas Laufersweiler und Radio-Bremen-Programmdirektor Jan Weyrauch bei einem Pressegespräch in Berlin. Öffentlich-rechtliche Inhalte müssen nach bestimmten Fristen gelöscht werden, das schreibt der Rundfunkstaatsvertrag vor. Die neue Audiothek bündelt Radioinhalte aller neun ARD-Rundfunkanstalten und des Deutschlandradios.

Zum Start sind 560 Sendungen über die App abrufbar, täglich gehen mehrere hundert neue Folgen und Beiträge online. Viele Formate fehlen noch, weil jede Sendung Vorschaubilder und bestimmte Metadaten mitliefern muss, damit alles einheitlich aussieht und durchsuchbar ist. News und tagesaktuelle Inhalte fließen nicht ins Angebot ein. Der Fokus liegt auf Dokus, Reportagen, Magazinen, Comedy und Hörspielen. Die hausinterne App-Entwicklung kostete vergleichsweise günstige 200.000 Euro. In den vergangenen Test-Tagen luden 13.000 Nutzer die App herunter.
turi2 vor Ort beim Pressegespräch in Berlin, itunes.apple.com (iPhone), play.google.com (Android)1 Kommentar

Zitat: Moderatorin Anja Reschke muss sich für Demokratie rechtfertigen.

"Der Gedanke, dass Medien irgendwie gesteuert werden, hat sich enorm ausgebreitet. Wir folgen in der Tat einer Linie - der des Grundgesetzes. Dazu gehören Kriterien wie Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Toleranz."

Investigativ-Journalistin und "Panorama"-Moderatorin Anja Reschke sieht in der Glaubwürdigkeitskrise der Medien eigentlich eine Demokratiekrise.
kress.de1 Kommentar

NDR, WDR und "Süddeutsche" enthüllen mit "Paradise Papers" Steuertricks von Großkonzernen.

Paradise Papers: NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" enthüllen mit ihrem neuesten Scoop, wie Beraterfirmen multinationalen Konzernen und Superreichen helfen, ihren Steuersatz zu drücken. Die Daten stammen größtenteils aus internen Dokumenten der Anwaltskanzlei Appleby. In den Unterlagen tauchen u.a. Hinweise auf die zum Teil verborgenen Firmenstrukturen von Apple, Nike und Facebook auf. Auch deutsche Firmen wie Sixt, die Deutsche Post, Siemens, Allianz, Bayer oder die Deutsche Bank finden sich in den Unterlagen.
tagesschau.de, sueddeutsche.de (Übersicht), sueddeutsche.de (deutsche Fälle), projekte.sueddeutsche.de/paradisepapersKommentieren ...

NDR will mit internationaler Jury Erfolgschancen bei Song Contest verbessern.

Musik-Fachkräfte aus dem Ausland: Der verantwortliche NDR verändert den Auswahlprozess für den deutschen Teilnehmer beim Eurovision Song Contest. Zusätzlich zu den deutschen TV-Zuschauern sollen ein 100-köpfiges Europa-Panel, das den Musikgeschmack der internationalen Zuschauer repräsentieren soll, und eine internationale Jury mitentscheiden. Das Panel will der NDR über einen mehrstufigen Auswahlprozess in den sozialen Medien ermitteln.

In der Jury sollen Experten sitzen, die in den vergangenen Jahren in der nationalen Jury ihres jeweiligen Heimatlandes Mitglied waren. Sowohl das Panel als auch die Jury werden vom Auswahlprozess bis hin zur finalen Abstimmung in der Sendung einbezogen. Mit den Änderungen reagiert der Sender auf das zuletzt wiederholt schlechte Abschneiden der deutschen Teilnehmer in der Finalrunde.
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Hör-Tipp: NDR Info erklärt, wie YouTube die Jugendkultur verändert.

Hör-Tipp: Sebastian Meineck fragt für NDR Info, wie YouTube die Jugendkultur revolutioniert. Er spricht u.a. mit YouTuberin Hannah Thalhammer (Foto), die das Video-Netzwerk eine "Werbemaschine" nennt. YouTube sei viel mehr als der "kleine Bruder des Fernsehens", findet Meineck. Es sei ein Ort, an dem "sich Fans mit Fans und Fans mit Idolen austauschen". Für ihn ist YouTube der Schlüssel zur heutigen Jugendkultur. (Foto: S. Meineck)
ndr.de (mit 28-Min-Audio), akamaihd.net (direkter Download)Kommentieren ...

Polizei München reagiert auf Vorwürfe des NDR-Journalisten Christoph Lütgert.

Polizei München antwortet auf Vorwürfe des NDR-Journalisten Christoph Lütgert, der beklagt, die Polizei habe ihn und sein Team bei einem Dreh festgehalten. Der Stellungnahme zufolge sei der Polizei durch die JVA, an der gedreht wurde, eine "verdächtige Wahrnehmung" mitgeteilt worden, da ohne Drehgenehmigung Aufnahmen gemacht worden seien. Der Sachverhalt sei dann innerhalb einer halben Stunde geklärt worden, ohne dass Bildmaterial sichergestellt oder gelöscht worden sei. Mit einer vorherigen Unterrichtung der Polizei durch den NDR wäre die Situation vermeidbar gewesen, so die Polizei.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Auch NDR beschuldigt Polizei München wegen Eingriffen in die Pressefreiheit.

Polizei München bekommt nach der "Bild" nun auch vom NDR Gegenwind. Wie Meedia berichtet, soll die Polizei München am 14. Oktober ein Team um den Ex-Chefreporter Christoph Lütgert festgehalten haben. Ferner habe die Polizei gefordert, gedrehtes TV-Material sichten zu dürfen. Christoph Lütgert hat ein Beschwerdeschreiben an die Polizei gerichtet. Diese hat geantwortet, sie werde den Fall untersuchen.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Georg Mascolo will transparenter werden.

"Ich hab zu denen gehört, die gesagt haben: Gucken wir doch mal, ob einer meinen Fehler bemerkt."

Georg Mascolo, Recherche-Chef von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR äußert Selbstkritik. Er habe eigene Fehler lange nicht transparent korrigiert.
turi2 vor Ort bei den Münchner Medientagen


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Nur NDR, MDR und RBB stehen Investigativ-Produzenten rechtlich bei.


Recherche auf eigene Gefahr: Die Produzenten-Allianz wollte sich mit den ARD-Anstalten eigentlich darauf einigen, Produktionsfirmen investigativer Dokumentationen bei rechtlichen Problemen zur Seite zu stehen. Doch nur NDR, MDR und RBB haben zugestimmt, schreibt Ulrike Simon. Die anderen sechs ARD-Anstalten lehnen einen generellen Haftungsbeistand ab. Die Produzenten-Allianz hat die Neuigkeit zwar ihren Mitgliedern mitgeteilt, doch sonst sollte der Sachverhalt nicht öffentlich werden.

Auf ihre Einzel-Nachfragen bei den Sendern, warum sie Auftragsproduzenten im Zweifel alleine lassen, bekommt Simon abgestimmte Antworten. Der WDR halte Rechtsbeistand für Produktionsfirmen "nicht für erforderlich", der BR "weder für erforderlich noch für sinnvoll" (BR) und der SWR hält die Zusage juristischer Unterstützung für "nicht zielführend". Die Folge, so Ulrike Simon: Auftragsproduzenten widmen sich lieber Stoffen, die keinem wehtun und "die im Grunde kein Mensch braucht".
daily.spiegel.de (Paid), dwdl.deKommentieren ...

Spiegel TV erwirkt im Zitate-Streit mit "Panorama" eine einstweilige Verfügung gegen den NDR.

Spiegel TV bekommt im Zitate-Streit vom Landgericht Hamburg Recht und erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen "Panorama". Das ARD-Magazin darf damit eine Szene, die Spiegel TV exklusiv in einer G20-Dokumentation gezeigt hat, nicht mehr verwenden. Die Richter sehen ein "berechtigtes Interesse des Urhebers" und die Nutzung des NDRs nicht durchs Zitat-Recht legitimiert. Auch deshalb nicht, weil die Spiegel-TV-Szene für den Bericht nicht unerlässlich sei.
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Das ARD-Radiofestival ist schön, gefährdet aber die Vielfalt, findet Stefan Fischer.

ARD-Radiofestival, bei dem im Sommer WDR 3, NDR Kultur, SWR 2, HR 2, SR 2, Bremen 2, MDR Kultur und Kulturradio RBB neun Wochen lang abends dasselbe senden, könnte keiner der Kultursender allein stemmen, andererseits widerspricht es dem Prinzip des Föderalismus und gefährdet die Vielfalt, schreibt Stefan Fischer. Diese Unterschiedlichkeit sei schließlich die Existenzberechtigung für neun ARD-Landesrundfunkanstalten mit jeweils mehreren Radioprogrammen.
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Uplink bekommt den Zuschlag für den Sendenetzbetrieb der ARD-Anstalten.


Dicker Frequenz-Fisch: Die ARD-Anstalten vergeben 352 ihrer ausgeschriebenen UKW-Frequenzen und damit mit Abstand das größte Paket an das Düsseldorfer Unternehmen Uplink, hinter dem u.a. "Focus"-Gründer Helmut Markwort und der Ex-Postminister Christian Schwarz-Schilling stehen. Uplink übernimmt ab Juli 2018 den Sendebetrieb für Hörfunksendungen von Deutschlandradio, NDR, RBB und Saarländischem Rundfunk. Gregory Lipinski schreibt, der Deal beschere Uplink jährlich über 13 Mio Euro. Der Vertrag laufe 7,5 Jahre mit der Option, dreimal verlängert zu werden. Die restlichen ausgeschriebenen Frequenzen, die Sender des MDR betreffen, gehen an den Uplink-Wettbewerber Divicon. Der bisherige Übertragungsdienstleister Media Broadcast hat sich aus dem UKW-Sendenetzbetrieb zurückgezogen und will sich aufs Digitalgeschäft konzentrieren, die ARD-Anstalten mussten den Sendenetzbetrieb deshalb öffentlich ausschreiben.
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Meinung: Medien sollten ihre Rolle bei den Rufmord-Vorwürfen hinterfragen.

Rufmord-Vorwürfe: Die Medien nehmen den Fall des angeblichen Maschmeyer-Whistleblowers Stefan Schabirosky nicht als Anlass zur Selbstkritik, kritisiert Uwe Vorkötter. Mit Interviews und Vorabdrucken von Schabiroskys Buch bereiteten die Journalisten dem "charakterlosen Rufmörder" heute wieder die Bühne. Fassungslos macht Vorkötter, dass Journalisten und PR-Leute offenbar nichts aus früheren PR- und Medienaffären gelernt haben.
horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

NDR und "SZ" verweisen auf weitere Quellen im Fall Maschmeyer.

Rufmord-Vorwürfe im Fall Carsten Maschmeyer (Bild) seien überzogen, kritisiert Kristopher Sell vom NDR und bezeichnet die Darstellung, eine einzelne Person habe auf Anweisung eines Konkurrenten gezielt Informationen an Medien weitergegeben, als "reine Buch-PR". Sein Sender habe weitere und wichtigere Informanten gehabt. Zudem ändere auch ein Verrat aus niedrigen Motiven nichts am Wahrheitsgehalt der Recherchen. Auch die "SZ" verweist auf weitere Informanten.
deutschlandfunk.de, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Klick-Tipp: "Zapp" vergleicht die Themen alternativer und klassischer Medien.

Klick-Tipp: "Zapp" lässt Nutzer zwischen Facebook-Filterblasen alternativer und klassischer Medien hin und her zappen. Der Filter-Zapper bildet bis zur Bundestagswahl von beiden Quellen die News-Auswahl auf Social-Media-Kanälen ab. Die News sind nach Themen - u.a. Gesellschaft, Außenpolitik und Medienkritik - sortiert.
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NDR und chinesisches Fernsehen strahlen gemeinsame Sendung aus.

NDR Logo 150x150NDR und das chinesische Fernsehen haben erstmals eine gemeinsame Gesprächssendung über ein politisches Thema produziert. Die Sendung "Dialog zu G20" behandelt den G20-Gipfel in Hamburg und die deutsch-chinesischen Beziehungen. Der NDR und der chinesische Auslandsfernsehsender CGTN haben sich verpflichtet, die Sendung ungeschnitten und unzensiert auszustrahlen. Laut NDR handelt es sich bei der Kooperation um eine Premiere in Europa. Die Sendung ist bereits online zu sehen.
dwdl.de, ndr.de, tagesschau.de (58-Min-Video)

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Lese-Tipp: Filmautor Stephan Lamby über viertägige Kohl-Interviews.

Lese-Tipp: Filmemacher Stephan Lamby schildert, wie er die vier Tage des Interviews mit Helmut Kohl erlebt hat. Zu Beginn habe Lamby Kohls Sympathie mit seiner Herkunft aus dem Rheinland und dem Besuch eines jesuitischen Gymnasiums gewonnen. Im Gespräch über Ehefrau Hannelore, die sich das Leben genommen hatte, brach dem Altbundeskanzler die Stimme, Tränen traten in seine Augen. Lamby und Co-Autor Michael Rutz hatten 2003 für den NDR das letzte große TV-Interview mit Kohl geführt.
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