Streamingportal von ProSiebenSat.1 könnte im Spätsommer starten.

ProSiebenSat.1: Die geplante Streamingplattform, die der Konzern mit Discovery aufbaut, könnte im Spätsommer starten, sagt P7S1-Chef Max Conze beim DLD. Er will für die VoD-Plattform Maxdome und das Mediathek- und Live-Stream-Angebot 7TV verschmelzen. Dazu kommt der Eurosport-Player von Discovery sowie Inhalte vom ZDF.
faz.net, turi2.de (Background)

Netflix legt im 4. Quartal 2018 weltweit um 8,8 Mio Bezahlabos zu.


Zuschauer-Zuwachs: Netflix steigert die Zahl der bezahlten Abos im 4. Quartal um 8,8 Mio auf weltweit rund 139 Mio. Damit liegt der Streamingdienst 1,2 Mio über dem erwarteten Zuwachs. Auf dem Heimatmarkt konnte Netflix jedoch nur rund 1,5 Mio neue Nutzer gewinnen, international lag die Zahl bei 7,3 Mio.

Beim Umsatz liegt Netflix mit 4,19 Mrd Dollar leicht unter den prognostizierten 4,21 Mrd. Beim Gewinn liegt Netflix zwar über den Prognosen, verliert aber um 28 % auf 134 Mio Dollar. Die Investitionen in Eigenproduktionen lohnen sich laut dem Streaminganbieter jedoch: Den Thriller "Bird Box" hätten im ersten Monat 80 Mio Haushalte eingeschaltet.
techcrunch.com, handelsblatt.com

CNBC: Walmart streicht seine Pläne für einen eigenen Streamingdienst.

Walmart will Amazon und Netflix nun doch keine Konkurrenz auf dem Streamingmarkt machen und streicht seine Pläne für einen eigenen Videodienst, berichtet CNBC. Die Investitionen in eigene Inhalte seien zu riskant. Walmart wolle sich deshalb auf seinen 2010 übernommenen Dienst Vudu konzentrieren und dessen Angebot ausbauen.
cnbc.com

Prognose: Netflix überholt zum Jahreswechsel im UK erstmals Zahl der Sky-Abos.

Netflix erreicht bis zum Jahresende in Großbritannien voraussichtlich 9,78 Mio Abonnenten und überholt damit erstmals die Abo-Zahlen von Sky, errechnet Ampere Analysis. Sky, seit fast drei Jahrzehnten größter Pay-TV-Sender, verliere demnach bis Ende 2018 noch 55.000 Haushalte und lande damit bei 9,64 Mio Haushalten. Netflix, seit sieben Jahren im UK auf dem Markt, könne im 1. Quartal 2019 erstmals die 10-Mio-Marke knacken. Sky hat dafür zwei Jahrzehnte gebraucht.
theguardian.com

"NYT": Facebook ließ Netflix und Spotify private Chats mitlesen.

Facebook-LogoFacebook hat den nächsten Datenskandal am Hacken: Wie die "New York Times" berichtet, hat das Netzwerk Partnern wie Netflix und Spotify Zugriff auf private Chat-Nachrichten seiner Nutzer gegeben. Programmierer von Bing, Amazon und Yahoo konnten die Verbindungen der Nutzer untereinander einsehen. In seinen Geschäftsbedingungen schreibt Facebook zu einer so weitgehenden Datenweitergabe an Dritte nichts.
nytimes.com, derstandard.at

Netflix-Produktion "Don’t try this at home" setzt auf "Tatortreiniger"-Personal.

Netflix versammelt in seiner deutschen Eigenproduktion "Don't try this at home" mehrere Publikums- und Kritikerlieblinge. Als Hauptdarsteller sind Bjarne Mädel ("Tatortreiniger", "Mord mit Aussicht", "Stromberg") und Damian Hardung ("Club der roten Bänder" ) gecastet, Regie führt u.a. Arne Feldhusen ("Tatortreiniger", "Stromberg"). Die erste fiktionale Produktion der Bildundtonfabrik, die auch Jan Böhmermanns "Neo Magazin Royale" produziert, handelt in sechs Folgen à 30 Minuten von einem Schüler, der einen Drogen-Versandhandel vom Kinderzimmer aus aufzieht.
dwdl.de, horizont.net, turi2.de (Background)

Netflix verpflichtet Ex-Unterhaltungschefin des US-Networks ABC.

Netflix verpflichtet Channing Dungey als Vize-Chefin für Eigenproduktionen. Sie war zuvor Entertainment-Chefin beim US-Sender ABC - und damit die erste Afroamerikanerin, die ein Unterhaltungsprogramm bei einem US-Network verantwortet. Sie wird die Produzenten Shonda Rhimes ("Grey’s Anatomy", "Scandal") und Kenya Barris ("Black-ish") betreuen, wie zuvor bei ABC, und zusätzlich die Obamas und deren geplante Dokus und Features bei Netflix.
hollywoodreporter.com

Studie: Geoblocking macht Streaming-Nutzern im EU-Ausland immer noch Probleme.

Streaming funktioniert im EU-Ausland trotz der im April eingeführten EU-Regelung gegen Geoblocking nicht einwandfrei, ergibt eine Studie der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Knapp 20 % der 2.500 Befragten haben seitdem Streaming im EU-Ausland genutzt, bei 49 % lief das Streaming nicht wie Zuhause. Das häufigste Problem war, dass in Deutschland verfügbare Inhalte im Ausland nicht oder nur teilweise angezeigt wurden.
horizont.net

Streamingdienste sorgen für Boom beim Product Placement.

TV-Werbung im Fernseher 150Streamingdienste lassen in der Regel keine Werbespots zu. Die einzige Möglichkeit für Werbetreibende in dem wachsenden Markt Botschaften unterzubringen seien daher Product Placements, schreibt Katrin Otto in "Werben & Verkaufen". Amazon baue sie in alle Eigenproduktionen ein, bei Netflix fänden in 75% der Eigenproduktionen Markenbotschaften den Weg auf den Bildschirm. Künftig könnten die Streaminganbieter, insbesondere Amazon, Produkte auch direkt über ihre Apps verkaufen.
"Werben & Verkaufen " 49/2018, S. 22 (Paid)

Zitat: Matthias Dang will mit mehr Eigenproduktionen die "Durchschnittsbevölkerung" gewinnen.

"Unsere Stärke ist die Attraktivität für alle Zielgruppen, wir dürfen nicht den Kontakt zur Durchschnittsbevölkerung verlieren."

Matthias Dang, Geschäftsführer von IP Deutschland, will die RTL-Mediengruppe mit mehr Eigenproduktionen gegen digitale Mitbewerber wie Netflix verteidigen, sagt er im "New Business"-Interview.
"New Business", S. 32-33 (Paid), newbusiness.de (Zusammenfassung)

Zitat: Telekom wird kein Netflix-Konkurrent, sagt TV-Chef Wolfgang Elsäßer.

"Wir werden nie der Wettbewerber der Plattformen werden. Die Beträge, die Netflix für Content ausgibt, investieren wir lieber in unser Netz."

Wolfgang Elsäßer, TV-Chef bei der Deutschen Telekom, sagt im "Horizont"-Interview, die Eigenproduktionen hänge das Unternehmen "ins Schaufenster", Hauptwettbewerber blieben aber Kabelnetzbetreiber.
horizont.net

Studie: Netflix löst lineares TV als bevorzugte Quelle für Lieblingssendungen ab.

Netflix überholt in den USA das lineare Fernsehen: 32 % der Befragten geben Netflix als Quelle für ihre Lieblingssendung an, das Fernsehen kommt nur noch auf 26 %, ergibt eine Studie von Hub Research. Netflix ist als Quelle für die Lieblingssendung in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden: Im Jahr 2014 lag das Fernsehen noch bei 45 % im Vergleich zu 14 % für Netflix.
mediapost.com, msn.com

Netflix bestellt fünf neue deutsche Serien.


Serien-Bestellung: Netflix beauftragt fünf weitere neue deutschsprachige Produktionen, sagt Kelly Luegenbiehl, Chefin für Serien-Eigenproduktionen in Europa, auf den Medientagen München. Bisher gab es erst drei deutsche Original-Werke. Quirin Berg und Max Wiedemann, die bereits die Netflix-Serie "Dark" verantworten, produzieren "Tribes of Europe". Die Serie zeigt den Kampf um Europa nach einer mysteriösen globalen Katastrophe. Gaumont produziert "The Barbarians", ein historisches Period Drama, an dem unter anderem die Autoren von "Club der roten Bänder" mitwirken.

Die Bildundtonfabrik, bisher vor allem für das "Neo Magazin Royale" von Jan Böhmermann bekannt, liefert mit "Don't try this at home" ihre erste fiktionale Serie. Komplizen Film und StickUp Films produzieren "Skylines", das von der Frankfurter Musikszene handelt. Außerdem entwickeln Sommerhaus Film und Katharina Eyssen eine bisher noch nicht benannte Miniserie.
dwdl.de, spiegel.de

Mitarbeit: Andreas Grieß

Apples Streaming-Dienst kommt 2019, schreibt "The Information".

Apple will seinen eigenen Video-Streamingdienst im 1. Halbjahr 2019 in den USA starten, schreibt "The Information". In den Monaten darauf soll der Dienst in mehr als 100 Ländern starten, um Netflix und Amazon Prime Video die Stirn zu bieten, so der Bericht. Eigenproduzierte Inhalte sollen für Besitzer von Apple-Geräten gratis sein.
theinformation.com (Paid), theverge.com

Amazon und Netflix überfordern ihre Nutzer, glaubt Joachim Huber.

Streamingdienste fressen immer mehr Zeit und überfordern ihre Nutzer, glaubt Joachim Huber vom "Tagesspiegel". Netflix und Co pumpten ihre Kanäle bis mit Inhalten voll, damit der Algorithmus den Nutzern möglichst viel anbieten könne. Hubert prognostiziert, wer der Angebotsinflation nicht mehr Herr werde, wird auf Dauer frustriert sein. Vielleicht eine Chance fürs Kino, als kuratierter Film-Vorführort.
tagesspiegel.de

Wachsender Streamingmarkt erfordert Umdenken bei Vermarktern und TV-Sendern.

Streaming verändert den Bewegtbildmarkt immer schneller, schreibt Thomas Nötting. Mit 4,6 Mrd Euro Nettoumsatz gelte das Fernsehen zwar weiter als ertragreichster Werbekanal, doch bereits 2016 wurde mehr Werbung online umgesetzt. Die Mediennutzung verändere sich mit dem Älterwerden, sodass auch Fernsehen eine Zukunft habe. Der Wunsch nach Selbstbestimmung dürfte künftig aber noch wachsen, so Nötting.
"Werben & Verkaufen" 43/2018, S. 24-29 (Paid)

Netflix gewinnt 7 Mio neue Kunden und verdreifacht den Gewinn.

Netflix hebt die Stimmung seiner Investoren: Im 3. Quartal 2018 hat der Video-Streamingdienst nach eigenen Angaben 7 Mio neue Kunden gewonnen, das sind 2 Mio mehr als erwartet. Der Umsatz klettert um 34 % auf knapp 4 Mrd Dollar, der Gewinn verdreifacht sich auf 403 Mio Euro. Netflix sagt, weltweit nun 137 Mio Kunden zu haben, rund 130 Mio davon bezahlen.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Streamingplattform: ProSiebenSat.1-Chef Conze findet Kartell-Bedenken nicht zeitgemäß.

Streaming-Plattform: Ein senderübergreifendes Angebot dürfe angesichts von internationalen Mitbewerbern wie Netflix in Deutschland keine kartellrechtlichen Bedenken mehr auslösen, sagt ProSiebenSat.1-Chef Max Conze im "FAS"-Interview. Conze rechnet angesichts langer Verhandlungen nicht mit einer zeitnahen EU-Lösung. Stattdessen liefen Gespräche mit RTL und den öffentlich-rechtlichen Sendern für eine deutsche Plattform.
"FAS", S. 23 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Streamingdienste im Test.

Lese-Tipp: Sky hat gegenüber den US-Streaminganbietern aufgeholt, analysieren Markus Ehrenberg und Kurt Sagatz. Amazon Prime Video punktet mit abrufbaren Listen der im Bild sichtbaren Schauspieler. Netflix bietet unterschiedliche Profile, sodass nicht jeder in der Familie Einblick in fremde Playlisten bekommt. Eine soziale Empfehlung über Freunde wie bei Spotify fehle bei allen Streaminganbietern.
tagesspiegel.de

Netflix beruft Mathias Döpfner in sein Board of Directors.

Die 13. Fee: Springer-Boss Mathias Döpfner rückt als 13. Mitglied in das Board of Directors beim Streaminganbieter Netflix. Netflix-Chef Reed Hastings erwartet sich von der Berufung "wertvolle Perspektiven die kontinuierliche Verbesserung unseres weltweiten Angebots". Besonders sein Know-how im Bereich der digitalen Medien, das Döpfner beim Digital-Primus Springer kontinuierlich vorantreibt, soll Netflix beim Ausbau seines Angebots unterstützen.
media.netflix.com, variety.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Mathias Döpfner über Springers Schwachpunkte.

Meinung: Im VoD-Markt ist noch Nischen-Platz für Sport und Shows.

Video on Demand: Der Markt für VoD-Plattformen ist in Deutschland zu 60 % von Amazon und Netflix abgedeckt, bietet aber noch Nischen, z.B. bei Sport und Shows, glaubt Florian Kerkau von Gold Media. Er sieht außerdem Raum für einen großen Aggregator, der alle Plattformen bündelt, damit Nutzer nicht zig Abonnements brauchen. Ü-50-Jährige, besonders Frauen, erreichen die Plattformanbieter laut Kerkau noch nicht gut.
"Werben & Verkaufen" 38/2018, S. 38 (Paid)

Netflix Originals verlieren zwischen 2012 und 2018 24 % an Zuspruch.

Netflix: Bei Nutzer-Bewertungen von Netflix Originals erhielten die Eigenproduktionen des Streaminganbieters zwischen 2012 und 2018 24 % weniger Zuspruch im Fünf-Sterne-Ranking, ermittelt Cordcutting.com. Die stetig negativer werdenden Bewertungen könnten der Grund dafür sein, weshalb Netflix die Ratings auf Daumen nach oben oder unten umgestellt hat.
cordcutting.com via businessinsider.de

Zitat: EU will größeren Teil des Streamingkuchens in Europa verteilen.

"Es ist ein Paradox der digitalen Welt, dass die Plattformen einen Großteil der Einnahmen verbuchen, und die, die Inhalte erschaffen, nur einen kleineren Teil."

Roberto Viola, Generaldirektor im Kommunikationsressort der EU-Kommission, erklärt am Rande des Filmfestivals von Venedig, warum die EU eine Quotenregelung für Streamingdienste einführen will.
variety.com