Zitat: Matthias Dang will mit mehr Eigenproduktionen die "Durchschnittsbevölkerung" gewinnen.

"Unsere Stärke ist die Attraktivität für alle Zielgruppen, wir dürfen nicht den Kontakt zur Durchschnittsbevölkerung verlieren."

Matthias Dang, Geschäftsführer von IP Deutschland, will die RTL-Mediengruppe mit mehr Eigenproduktionen gegen digitale Mitbewerber wie Netflix verteidigen, sagt er im "New Business"-Interview.
"New Business", S. 32-33 (Paid), newbusiness.de (Zusammenfassung)

Zitat: Telekom wird kein Netflix-Konkurrent, sagt TV-Chef Wolfgang Elsäßer.

"Wir werden nie der Wettbewerber der Plattformen werden. Die Beträge, die Netflix für Content ausgibt, investieren wir lieber in unser Netz."

Wolfgang Elsäßer, TV-Chef bei der Deutschen Telekom, sagt im "Horizont"-Interview, die Eigenproduktionen hänge das Unternehmen "ins Schaufenster", Hauptwettbewerber blieben aber Kabelnetzbetreiber.
horizont.net

Studie: Netflix löst lineares TV als bevorzugte Quelle für Lieblingssendungen ab.

Netflix überholt in den USA das lineare Fernsehen: 32 % der Befragten geben Netflix als Quelle für ihre Lieblingssendung an, das Fernsehen kommt nur noch auf 26 %, ergibt eine Studie von Hub Research. Netflix ist als Quelle für die Lieblingssendung in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden: Im Jahr 2014 lag das Fernsehen noch bei 45 % im Vergleich zu 14 % für Netflix.
mediapost.com, msn.com

Netflix bestellt fünf neue deutsche Serien.


Serien-Bestellung: Netflix beauftragt fünf weitere neue deutschsprachige Produktionen, sagt Kelly Luegenbiehl, Chefin für Serien-Eigenproduktionen in Europa, auf den Medientagen München. Bisher gab es erst drei deutsche Original-Werke. Quirin Berg und Max Wiedemann, die bereits die Netflix-Serie "Dark" verantworten, produzieren "Tribes of Europe". Die Serie zeigt den Kampf um Europa nach einer mysteriösen globalen Katastrophe. Gaumont produziert "The Barbarians", ein historisches Period Drama, an dem unter anderem die Autoren von "Club der roten Bänder" mitwirken.

Die Bildundtonfabrik, bisher vor allem für das "Neo Magazin Royale" von Jan Böhmermann bekannt, liefert mit "Don't try this at home" ihre erste fiktionale Serie. Komplizen Film und StickUp Films produzieren "Skylines", das von der Frankfurter Musikszene handelt. Außerdem entwickeln Sommerhaus Film und Katharina Eyssen eine bisher noch nicht benannte Miniserie.
dwdl.de, spiegel.de

Mitarbeit: Andreas Grieß

Apples Streaming-Dienst kommt 2019, schreibt "The Information".

Apple will seinen eigenen Video-Streamingdienst im 1. Halbjahr 2019 in den USA starten, schreibt "The Information". In den Monaten darauf soll der Dienst in mehr als 100 Ländern starten, um Netflix und Amazon Prime Video die Stirn zu bieten, so der Bericht. Eigenproduzierte Inhalte sollen für Besitzer von Apple-Geräten gratis sein.
theinformation.com (Paid), theverge.com

Amazon und Netflix überfordern ihre Nutzer, glaubt Joachim Huber.

Streamingdienste fressen immer mehr Zeit und überfordern ihre Nutzer, glaubt Joachim Huber vom "Tagesspiegel". Netflix und Co pumpten ihre Kanäle bis mit Inhalten voll, damit der Algorithmus den Nutzern möglichst viel anbieten könne. Hubert prognostiziert, wer der Angebotsinflation nicht mehr Herr werde, wird auf Dauer frustriert sein. Vielleicht eine Chance fürs Kino, als kuratierter Film-Vorführort.
tagesspiegel.de

Wachsender Streamingmarkt erfordert Umdenken bei Vermarktern und TV-Sendern.

Streaming verändert den Bewegtbildmarkt immer schneller, schreibt Thomas Nötting. Mit 4,6 Mrd Euro Nettoumsatz gelte das Fernsehen zwar weiter als ertragreichster Werbekanal, doch bereits 2016 wurde mehr Werbung online umgesetzt. Die Mediennutzung verändere sich mit dem Älterwerden, sodass auch Fernsehen eine Zukunft habe. Der Wunsch nach Selbstbestimmung dürfte künftig aber noch wachsen, so Nötting.
"Werben & Verkaufen" 43/2018, S. 24-29 (Paid)

Netflix gewinnt 7 Mio neue Kunden und verdreifacht den Gewinn.

Netflix hebt die Stimmung seiner Investoren: Im 3. Quartal 2018 hat der Video-Streamingdienst nach eigenen Angaben 7 Mio neue Kunden gewonnen, das sind 2 Mio mehr als erwartet. Der Umsatz klettert um 34 % auf knapp 4 Mrd Dollar, der Gewinn verdreifacht sich auf 403 Mio Euro. Netflix sagt, weltweit nun 137 Mio Kunden zu haben, rund 130 Mio davon bezahlen.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Streamingplattform: ProSiebenSat.1-Chef Conze findet Kartell-Bedenken nicht zeitgemäß.

Streaming-Plattform: Ein senderübergreifendes Angebot dürfe angesichts von internationalen Mitbewerbern wie Netflix in Deutschland keine kartellrechtlichen Bedenken mehr auslösen, sagt ProSiebenSat.1-Chef Max Conze im "FAS"-Interview. Conze rechnet angesichts langer Verhandlungen nicht mit einer zeitnahen EU-Lösung. Stattdessen liefen Gespräche mit RTL und den öffentlich-rechtlichen Sendern für eine deutsche Plattform.
"FAS", S. 23 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Streamingdienste im Test.

Lese-Tipp: Sky hat gegenüber den US-Streaminganbietern aufgeholt, analysieren Markus Ehrenberg und Kurt Sagatz. Amazon Prime Video punktet mit abrufbaren Listen der im Bild sichtbaren Schauspieler. Netflix bietet unterschiedliche Profile, sodass nicht jeder in der Familie Einblick in fremde Playlisten bekommt. Eine soziale Empfehlung über Freunde wie bei Spotify fehle bei allen Streaminganbietern.
tagesspiegel.de

Netflix beruft Mathias Döpfner in sein Board of Directors.

Die 13. Fee: Springer-Boss Mathias Döpfner rückt als 13. Mitglied in das Board of Directors beim Streaminganbieter Netflix. Netflix-Chef Reed Hastings erwartet sich von der Berufung "wertvolle Perspektiven die kontinuierliche Verbesserung unseres weltweiten Angebots". Besonders sein Know-how im Bereich der digitalen Medien, das Döpfner beim Digital-Primus Springer kontinuierlich vorantreibt, soll Netflix beim Ausbau seines Angebots unterstützen.
media.netflix.com, variety.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Mathias Döpfner über Springers Schwachpunkte.

Meinung: Im VoD-Markt ist noch Nischen-Platz für Sport und Shows.

Video on Demand: Der Markt für VoD-Plattformen ist in Deutschland zu 60 % von Amazon und Netflix abgedeckt, bietet aber noch Nischen, z.B. bei Sport und Shows, glaubt Florian Kerkau von Gold Media. Er sieht außerdem Raum für einen großen Aggregator, der alle Plattformen bündelt, damit Nutzer nicht zig Abonnements brauchen. Ü-50-Jährige, besonders Frauen, erreichen die Plattformanbieter laut Kerkau noch nicht gut.
"Werben & Verkaufen" 38/2018, S. 38 (Paid)

Netflix Originals verlieren zwischen 2012 und 2018 24 % an Zuspruch.

Netflix: Bei Nutzer-Bewertungen von Netflix Originals erhielten die Eigenproduktionen des Streaminganbieters zwischen 2012 und 2018 24 % weniger Zuspruch im Fünf-Sterne-Ranking, ermittelt Cordcutting.com. Die stetig negativer werdenden Bewertungen könnten der Grund dafür sein, weshalb Netflix die Ratings auf Daumen nach oben oder unten umgestellt hat.
cordcutting.com via businessinsider.de

Zitat: EU will größeren Teil des Streamingkuchens in Europa verteilen.

"Es ist ein Paradox der digitalen Welt, dass die Plattformen einen Großteil der Einnahmen verbuchen, und die, die Inhalte erschaffen, nur einen kleineren Teil."

Roberto Viola, Generaldirektor im Kommunikationsressort der EU-Kommission, erklärt am Rande des Filmfestivals von Venedig, warum die EU eine Quotenregelung für Streamingdienste einführen will.
variety.com

Studie: Abschaffung der Netzneutralität schadet vor allem Videodiensten.

USA: Seit der Einschränkung der Netzneutralität drosseln Mobilfunk-Anbieter vor allem Videodienste wie Netflix und YouTube, ergibt eine Studie der Northeastern University und der University of Massachusetts. Für die Studie haben die Forscher rund 100.000 Smartphones mit der App Wehe untersucht. Die App führte rund 500.000 Tests durch und überwachte über 2.000 Dienstleister in 161 Ländern. In den USA drosselten vor allem AT&T und Verizon – hier unterschieden sich die Geschwindigkeiten beim Streaming 8.398 bzw. 11.100 mal. T-Mobile und Sprint kamen auf 3.900 bzw. 339 mal.
bloomberg.com, theverge.com

Nutzung von Video-on-Demand wächst rasant.

Video-on-Demand ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Laut dem Digitalisierungsbericht Video der Landesmedienanstalten geht die traditionelle TV-Nutzung um 6,1 % zurück, während Video-on-Demand um fast 30 % zulegt. Noch immer fallen jedoch rund zwei Drittel der Sehdauer auf lineare Programme. 37 % nennen das Handy als wichtigstes Bildschirmgerät - und damit erstmals mehr als den Fernseher (32 %).
handelsblatt.com, tagesschau.de

Top-PR-Managerin Rachel Whetstone wechselt von Facebook zu Netflix.


Freundschaft gekündigt: Facebook verliert seine Top-Kommunikationsmanagerin Rachel Whetstone an Netflix. Sie folgt beim Video-Streamingdienst als globale Kommunikationschefin auf Jonathan Friedland, der nach rassistischen Äußerungen gehen musste. Sie bleibt noch bei Facebook, bis ihre Nachfolge geregelt ist. Whetstone kam im Sommer 2017 von Uber zu Facebook, zunächst als PR-Managerin für WhatsApp, Instagram und den Messenger.

Schon bald zog Facebook sie zur Krisen-Kommunikation für russische Einmischung in den US-Wahlkampf und ausufernde Fake News heran. Im Juni hat ihr Chef, Politik- und Kommunikationschef Elliott Schrage, seinen Rückzug angekündigt. Facebook wollte den Posten nicht intern neu besetzen, manche sagen, Whetstone hätte ihn ohnehin nicht gewollt.
recode.net, techcrunch.com, turi2.de (Background)

Nico Hofmann über Netflix: "Wir merken erste Talent-Abwerbungen".


Umbruch mit Ansage: UFA-Chef Nico Hofmann beobachtet intensiv, wie die großen Video-Plattformen den Filmmarkt umkrempeln. "Es ist ein großer Talent-Transfer", sagt Hofmann im turi2.tv-Interview – vom Kino exklusiv zu den Plattformen Netflix, Amazon, Apple. Im Umbruch sieht er zugleich die Chance für den TV-Spezialisten UFA. Hofmann spricht gar von "Goldgräberstimmung".
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Auch bei turi2.tv: Wie ein Stummfilm zu neuem Leben erwacht – Video-Einblick in die UFA Filmnächte.

Lese-Tipp: Jonas Rest portraitiert Netflix und dessen Chef Reed Hasting.

Lese-Tipp: Netflix-Gründer Reed Hasting (Foto) hat den Aufstieg seines Unternehmens bereits vor 19 Jahren vorausgesagt, schreibt Jonas Rest in der aktuellen "manager magazin"-Titelgeschichte. Der Informatiker Hastings habe nur auf den Zeitpunkt gewartet, ab dem die Infrastruktur für seine Pläne bereit stand. Nun nimmt das Unternehmen hohe Verluste in Kauf, um Konkurrenten keine Chancen im Markt zu lassen.
"manager magazin" 9/2018, S. 28 (Paid)

Netflix zeigt Comedians Enissa Amani, Kaya Yanar und Ilka Bessin international.

Netflix wählt für seine internationale Stand-Up-Reihe die deutschen Comedians Enissa Amani, Kaya Yanar und Ilka Bessin, früher Cindy aus Marzahn. Die Aufzeichnung der jeweils 30-minütigen Auftritte findet am 28. August im Quatsch Comedy Club in Berlin statt. Der Streaming-Anbieter lässt für seine Reihe 47 Comedians aus der ganzen Welt auftreten.
dwdl.de, turi2.de (Background)

USA: Condé Nast will seinen Umsatz unabhängig von Anzeigen und Magazinen machen.


Adé, Kerngeschäft: Condé Nast USA will in den kommenden zwei Jahren wieder stärker wachsen und dafür die Einnahmen unabhängiger vom sinkenden Anzeigengeschäft und den Printtiteln machen, kündigt Verlagschef Bob Sauerberg an. Bis Ende 2022 soll der Umsatz um 600 Mio Dollar wachsen, 2020 soll der Verlag wieder profitabel arbeiten. Diese Ziele sollen u.a. mit den Bereichen Video, B2B-Marketing und B2C-Services wie dem Affiliate-Programm "GQ Recommends", das Beratung zu Herrenmode anbietet, erreicht werden.

Derzeit liegt der Anzeigen-Anteil am Umsatz bei 70 %, bis 2022 soll er auf 50 % sinken. Schuld daran seine vor allem Facebook, Google und Co, die "so viel Werbegeld aus dem Markt ziehen", sagt Sauerberg. Kündigungen könne er im Transformationsprozess nicht ausschließen. Der Verlag hatte vergangene Woche angekündigt, sich nach 120 Mio Dollar Jahres-Minus von den Magazinen "Brides", "Golf Digest" und "W" zu trennen. Der Verkauf soll laut Sauerberg bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Im Videobereich will Condé Nast 2019 mit werbefinanzierten Streaming-Angeboten für "Bon Appétit" und "GQ" an den Start gehen. Für die Realisierung von längerem Videocontent für u.a. Netflix ist der Verlag auf der Suche nach einem Studio, das die Produktion unterstützt.
wsj.com (Paid), turi2.de (Background)

Netflix zeigt in seiner BuzzFeed-Serie auch Folge über eine deutsche Reporterin.

Netflix zeigt in "Follow This", seiner Dokumentation über BuzzFeed, auch eine Folge aus Deutschland. Darin portraitiert Netflix die Reporterin Juliane Löffler, die zum Leben von intersexuellen Menschen recherchiert und der Frage nachgeht, wie das geplante Gesetz für ein drittes Geschlecht ihr Leben ändert. Die Folge erscheint zusammen mit fünf anderen am 23. August. Insgesamt hat die Serie 21 Folgen.
per Mail, turi2.de (Background)

Netflix baut in Spanien erstes europäisches Produktionsstudio.

Netflix baut 20 Kilometer nördlich von Madrid sein erstes Produktionsstudio in Europa auf. Auf dem rund 22.000 Quadratmeter großen Gelände sollen künftig spanischsprachige Inhalte für Netflix selbst entstehen, aber auch Partner Filme und Serien produzieren. Netflix mietet zunächst drei 1200 Quadratmeter große Studios vom Geländebetreiber an, hat aber die Option, weitere Flächen zu nutzen.
wuv.de

US-Handelskonzern Walmart plant einen eigenen Video-Streamingdienst.

Walmart will seinem Erzfeind Amazon mit einem eigenen Video-Streamingdienst Konkurrenz machen, schreibt The Information. Demnach soll das Angebot des US-Handelskonzern mit acht Dollar unter dem Preis von Amazon liegen und vor allem die Bevölkerung im zentralen Heartland der USA ansprechen. Helfen könnte bei der Umsetzung der Videodienst Vudu, den Walmart 2010 übernommen hat, aber nur bedingt erfolgreich betreibt.
theinformation.com (Paid) via heise.de, sueddeutsche.de