Netflix beruft Mathias Döpfner in sein Board of Directors.

Die 13. Fee: Springer-Boss Mathias Döpfner rückt als 13. Mitglied in das Board of Directors beim Streaminganbieter Netflix. Netflix-Chef Reed Hastings erwartet sich von der Berufung "wertvolle Perspektiven die kontinuierliche Verbesserung unseres weltweiten Angebots". Besonders sein Know-how im Bereich der digitalen Medien, das Döpfner beim Digital-Primus Springer kontinuierlich vorantreibt, soll Netflix beim Ausbau seines Angebots unterstützen.
media.netflix.com, variety.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Mathias Döpfner über Springers Schwachpunkte.

Meinung: Im VoD-Markt ist noch Nischen-Platz für Sport und Shows.

Video on Demand: Der Markt für VoD-Plattformen ist in Deutschland zu 60 % von Amazon und Netflix abgedeckt, bietet aber noch Nischen, z.B. bei Sport und Shows, glaubt Florian Kerkau von Gold Media. Er sieht außerdem Raum für einen großen Aggregator, der alle Plattformen bündelt, damit Nutzer nicht zig Abonnements brauchen. Ü-50-Jährige, besonders Frauen, erreichen die Plattformanbieter laut Kerkau noch nicht gut.
"Werben & Verkaufen" 38/2018, S. 38 (Paid)

Netflix Originals verlieren zwischen 2012 und 2018 24 % an Zuspruch.

Netflix: Bei Nutzer-Bewertungen von Netflix Originals erhielten die Eigenproduktionen des Streaminganbieters zwischen 2012 und 2018 24 % weniger Zuspruch im Fünf-Sterne-Ranking, ermittelt Cordcutting.com. Die stetig negativer werdenden Bewertungen könnten der Grund dafür sein, weshalb Netflix die Ratings auf Daumen nach oben oder unten umgestellt hat.
cordcutting.com via businessinsider.de

Zitat: EU will größeren Teil des Streamingkuchens in Europa verteilen.

"Es ist ein Paradox der digitalen Welt, dass die Plattformen einen Großteil der Einnahmen verbuchen, und die, die Inhalte erschaffen, nur einen kleineren Teil."

Roberto Viola, Generaldirektor im Kommunikationsressort der EU-Kommission, erklärt am Rande des Filmfestivals von Venedig, warum die EU eine Quotenregelung für Streamingdienste einführen will.
variety.com

Studie: Abschaffung der Netzneutralität schadet vor allem Videodiensten.

USA: Seit der Einschränkung der Netzneutralität drosseln Mobilfunk-Anbieter vor allem Videodienste wie Netflix und YouTube, ergibt eine Studie der Northeastern University und der University of Massachusetts. Für die Studie haben die Forscher rund 100.000 Smartphones mit der App Wehe untersucht. Die App führte rund 500.000 Tests durch und überwachte über 2.000 Dienstleister in 161 Ländern. In den USA drosselten vor allem AT&T und Verizon – hier unterschieden sich die Geschwindigkeiten beim Streaming 8.398 bzw. 11.100 mal. T-Mobile und Sprint kamen auf 3.900 bzw. 339 mal.
bloomberg.com, theverge.com

Nutzung von Video-on-Demand wächst rasant.

Video-on-Demand ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Laut dem Digitalisierungsbericht Video der Landesmedienanstalten geht die traditionelle TV-Nutzung um 6,1 % zurück, während Video-on-Demand um fast 30 % zulegt. Noch immer fallen jedoch rund zwei Drittel der Sehdauer auf lineare Programme. 37 % nennen das Handy als wichtigstes Bildschirmgerät - und damit erstmals mehr als den Fernseher (32 %).
handelsblatt.com, tagesschau.de

Top-PR-Managerin Rachel Whetstone wechselt von Facebook zu Netflix.


Freundschaft gekündigt: Facebook verliert seine Top-Kommunikationsmanagerin Rachel Whetstone an Netflix. Sie folgt beim Video-Streamingdienst als globale Kommunikationschefin auf Jonathan Friedland, der nach rassistischen Äußerungen gehen musste. Sie bleibt noch bei Facebook, bis ihre Nachfolge geregelt ist. Whetstone kam im Sommer 2017 von Uber zu Facebook, zunächst als PR-Managerin für WhatsApp, Instagram und den Messenger.

Schon bald zog Facebook sie zur Krisen-Kommunikation für russische Einmischung in den US-Wahlkampf und ausufernde Fake News heran. Im Juni hat ihr Chef, Politik- und Kommunikationschef Elliott Schrage, seinen Rückzug angekündigt. Facebook wollte den Posten nicht intern neu besetzen, manche sagen, Whetstone hätte ihn ohnehin nicht gewollt.
recode.net, techcrunch.com, turi2.de (Background)

Nico Hofmann über Netflix: "Wir merken erste Talent-Abwerbungen".


Umbruch mit Ansage: UFA-Chef Nico Hofmann beobachtet intensiv, wie die großen Video-Plattformen den Filmmarkt umkrempeln. "Es ist ein großer Talent-Transfer", sagt Hofmann im turi2.tv-Interview – vom Kino exklusiv zu den Plattformen Netflix, Amazon, Apple. Im Umbruch sieht er zugleich die Chance für den TV-Spezialisten UFA. Hofmann spricht gar von "Goldgräberstimmung".
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Auch bei turi2.tv: Wie ein Stummfilm zu neuem Leben erwacht – Video-Einblick in die UFA Filmnächte.

Lese-Tipp: Jonas Rest portraitiert Netflix und dessen Chef Reed Hasting.

Lese-Tipp: Netflix-Gründer Reed Hasting (Foto) hat den Aufstieg seines Unternehmens bereits vor 19 Jahren vorausgesagt, schreibt Jonas Rest in der aktuellen "manager magazin"-Titelgeschichte. Der Informatiker Hastings habe nur auf den Zeitpunkt gewartet, ab dem die Infrastruktur für seine Pläne bereit stand. Nun nimmt das Unternehmen hohe Verluste in Kauf, um Konkurrenten keine Chancen im Markt zu lassen.
"manager magazin" 9/2018, S. 28 (Paid)

Netflix zeigt Comedians Enissa Amani, Kaya Yanar und Ilka Bessin international.

Netflix wählt für seine internationale Stand-Up-Reihe die deutschen Comedians Enissa Amani, Kaya Yanar und Ilka Bessin, früher Cindy aus Marzahn. Die Aufzeichnung der jeweils 30-minütigen Auftritte findet am 28. August im Quatsch Comedy Club in Berlin statt. Der Streaming-Anbieter lässt für seine Reihe 47 Comedians aus der ganzen Welt auftreten.
dwdl.de, turi2.de (Background)

USA: Condé Nast will seinen Umsatz unabhängig von Anzeigen und Magazinen machen.


Adé, Kerngeschäft: Condé Nast USA will in den kommenden zwei Jahren wieder stärker wachsen und dafür die Einnahmen unabhängiger vom sinkenden Anzeigengeschäft und den Printtiteln machen, kündigt Verlagschef Bob Sauerberg an. Bis Ende 2022 soll der Umsatz um 600 Mio Dollar wachsen, 2020 soll der Verlag wieder profitabel arbeiten. Diese Ziele sollen u.a. mit den Bereichen Video, B2B-Marketing und B2C-Services wie dem Affiliate-Programm "GQ Recommends", das Beratung zu Herrenmode anbietet, erreicht werden.

Derzeit liegt der Anzeigen-Anteil am Umsatz bei 70 %, bis 2022 soll er auf 50 % sinken. Schuld daran seine vor allem Facebook, Google und Co, die "so viel Werbegeld aus dem Markt ziehen", sagt Sauerberg. Kündigungen könne er im Transformationsprozess nicht ausschließen. Der Verlag hatte vergangene Woche angekündigt, sich nach 120 Mio Dollar Jahres-Minus von den Magazinen "Brides", "Golf Digest" und "W" zu trennen. Der Verkauf soll laut Sauerberg bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Im Videobereich will Condé Nast 2019 mit werbefinanzierten Streaming-Angeboten für "Bon Appétit" und "GQ" an den Start gehen. Für die Realisierung von längerem Videocontent für u.a. Netflix ist der Verlag auf der Suche nach einem Studio, das die Produktion unterstützt.
wsj.com (Paid), turi2.de (Background)

Netflix zeigt in seiner BuzzFeed-Serie auch Folge über eine deutsche Reporterin.

Netflix zeigt in "Follow This", seiner Dokumentation über BuzzFeed, auch eine Folge aus Deutschland. Darin portraitiert Netflix die Reporterin Juliane Löffler, die zum Leben von intersexuellen Menschen recherchiert und der Frage nachgeht, wie das geplante Gesetz für ein drittes Geschlecht ihr Leben ändert. Die Folge erscheint zusammen mit fünf anderen am 23. August. Insgesamt hat die Serie 21 Folgen.
per Mail, turi2.de (Background)

Netflix baut in Spanien erstes europäisches Produktionsstudio.

Netflix baut 20 Kilometer nördlich von Madrid sein erstes Produktionsstudio in Europa auf. Auf dem rund 22.000 Quadratmeter großen Gelände sollen künftig spanischsprachige Inhalte für Netflix selbst entstehen, aber auch Partner Filme und Serien produzieren. Netflix mietet zunächst drei 1200 Quadratmeter große Studios vom Geländebetreiber an, hat aber die Option, weitere Flächen zu nutzen.
wuv.de

US-Handelskonzern Walmart plant einen eigenen Video-Streamingdienst.

Walmart will seinem Erzfeind Amazon mit einem eigenen Video-Streamingdienst Konkurrenz machen, schreibt The Information. Demnach soll das Angebot des US-Handelskonzern mit acht Dollar unter dem Preis von Amazon liegen und vor allem die Bevölkerung im zentralen Heartland der USA ansprechen. Helfen könnte bei der Umsetzung der Videodienst Vudu, den Walmart 2010 übernommen hat, aber nur bedingt erfolgreich betreibt.
theinformation.com (Paid) via heise.de, sueddeutsche.de

Netflix wächst langsamer als erwartet.


Das war wohl flix: Der erfolgsverwöhnte Streamingdienst Netflix enttäuscht mit seinen Bilanzzahlen fürs 2. Quartal die Analysten, der Aktienkurs bricht um 14 % ein. Jammern auf hohem Niveau heißt konkret: 43 % Umsatzzuwachs auf 3,9 Mrd Dollar, der Gewinn versechsfacht sich auf 384 Mio Dollar. Doch kritisch ist für Netflix die Zahl der Neukunden: Die Analysten hatten mit 6,2 Mio neuen, zahlenden Zuschauern gerechnet, Netflix verfehlt die Zahl um eine satte Mio. Im Heimatmarkt USA kam mit 670.000 Neukunden nur rund die Hälfte der erwarteten 1,2 Mio dazu.

Der stetige Zuwachs an Neukunden ist für Netflix deshalb so wichtig, weil der Videodienst immer mehr Geld für Eigenproduktionen ausgibt. 2018 will Netflix zwischen 7,5 und 8 Mrd Dollar in eigene Inhalte investieren. Zugleich schlägt Netflix ein immer stärkerer Konkurrenzdruck entgegen - und da sieht Netflix nicht nur Amazon und HBO, sondern nennt explizit auch ProSiebenSat.1. Insgesamt zählt Netflix derzeit 130 Mio Abonnenten weltweit.
dwdl.de, handelsblatt.com, meedia.de, techcrunch.com

Netflix muss sich in Indien für die Serie "Sacred Games" vor Gericht verantworten.

Netflix verteidigt seine indische Serie „Sacred Games“ vor Gericht. Ein Vertreter der oppositionellen Kongresspartei klagt, die Serie verletzte die Reputation von Ex-Premierminister Rajiv Gandhi. In der Serie werden neben gestellten Szenen auch Originalaufnahmen von Rajiv Gandhi verwendet. Es ist die erste indische Produktion von Netflix.
hollywoodreporter.com

Streaming-Anbieter setzten auf Datenanalyse statt Einschaltquoten.

Einschaltquoten sind für Filme und Serie nicht mehr die wichtigste Währung, schreibt Jürgen Schmieder. Streaming-Anbieter interessiere eher die Zahl der Abonnenten insgesamt. Sie würden das Verhalten ihrer Nutzer genau untersuchen, um zu verhindern, dass Kunden ihr Abonnement kündigen. Außerdem wollen sie verstehen, mit welchen Inhalten neue Zuschauer gewonnen werden können.
sueddeutsche.de

Serienkritik: Netflix-Serie "Novine" würdigt unabhängigen Journalismus.

Novine, die erste kroatische Netflix-Serie, ist zugleich Abgesang auf und Würdigung des unabhängigen Journalismus, schreibt Denise Bucher. Die Handlung der 12-teiligen Serie erinnere an Ereignisse aus der realen Medienwelt wie Entlassungen bei Zeitungen trotz Gewinnen. Die Serie zeige, dass kritische Medien das letzte Instrument zum Erhalt von Demokratie und Gerechtigkeit sind, falls Politik und Justiz versagen.
nzz.ch (Registrier-Schranke), blendle.com (Paid)

Vaunet und Bitkom einigen sich mit Gema auf Vergütung bei VoD-Diensten.

Video-Streaming: Die Gema einigt sich mit den Verbänden Vaunet (ehemals VPRT) und Bitkom auf eine Vergütung bei Video-Portalen wie Prime Video oder Netflix. Die Gema erhält künftig und rückwirkend ab 2009 von den Anbietern 2,5 % der Nettoerlöse, mindestens aber 20 Cent pro Abonnent pro Monat. Die Einigung umfasst ausschließlich Abonnement-Angebote. Werbefinanzierte Dienste, Mediatheken und Anbieter mit Einzelverkauf sind nicht eingeschlossen.
presseportal.de

Zahl des Tages: Britische Regierung erlässt Netflix 174.000 Pfund Steuern.

Zahl des Tages: Rabattierte 174.000 Pfund Steuern erlässt die britische Regierung Netflix 2017. Die Steuergutschrift habe Netflix erhalten, weil Dreharbeiten für den Film War Machine u.a. im englischen Surrey stattgefunden haben. Trotz Einnahmen von rund 500 Mio Pfund zahlt Netflix 2017 auch keine Körperschaftssteuer im UK – der Sitze der Firma liegt in den Niederlanden.
theguardian.com

Netflix kooperiert mit Spieleentwickler Telltale Games.

Netflix arbeitet mit Spieleentwickler Telltale Games zusammen und fügt eine spielebezogene interaktive Serie Minecraft: Story Mode zu seinen interaktiven Inhalten hinzu. Netflix betont, es handle sich dabei um kein Spiel. Zuvor hatte das Portal Tech Radar berichtet, Telltale Games entwickle ein Minecraft-Spiel und arbeite an Inhalten zur Netflix-Serie Stranger Things.
techcrunch.com, techradar.com

Studie: Video-on-Demand wird in 18 % aller deutschen Haushalte genutzt.

Video-on-Demand: Mindestens einen kostenpflichtigen Video-Dienst haben 18 % der deutschen Haushalte Ende 2017 abonniert, ergibt eine Goldmedia-Studie. Zum Jahreswechsel lagen die Gesamterlöse auf dem VoD-Markt bei 1,1 Mrd Euro, die Studie prognostiziert bis 2023 einen Anstieg auf 2,5 Mrd. Netflix und Amazons Prime sind die beliebtesten Anbieter in Deutschland.
goldmedia.com, digitalfernsehen.de

Marktforscher: Netflix überholt Sky in Deutschland bis Ende 2018.

Netflix könnte in Deutschland bis Ende 2018 mehr Abonnenten haben als Sky, errechnet Mark Bradford, Chef des Londoner Marktforschers Cirkus. Bei einem Wachstum von 20 % werde Netflix bis Ende des Jahres 5 Mio zahlende Kunden erreichen. Sky hat in Deutschland und Österreich derzeit 5,2 Mio Abonnenten. Netflix selbst nennt keine Zahlen für einzelne Länder.
sueddeutsche.de