"New York Times" macht dem Printmarkt Mut, beobachtet Sebastian Moll.

New York TimesNew York Times, die seit kurzem mehr als 4 Mio Abonnenten hat, lässt den Printmarkt aufatmen, beobachtet Sebastian Moll. Profitabler Journalismus sei auch im Digitalzeitalter möglich – für Redaktionen, die ihren Abonnentenstamm mit Qualitätsjournalismus versorgen, flankiert von Newslettern, Chatbots und Co, und Gratisleser aussperren.
"Horizont" 49/2018, S. 13 (Paid)

TV-Tipp: "Mission Wahrheit" begleitet "NYT"-Journalisten im ersten Jahr der Trump-Regierung.

New York TimesTV-Tipp: Die vierteilige Arte-Doku Mission Wahrheit schaut hinter die Kulissen der "New York Times" und begleitet die Journalisten bei ihrem Kampf um Glaubwürdigkeit im ersten Jahr der Trump-Regierung. Die Journalisten reagierten auf die Dämonisierung und "permanente Entwertung" durch den US-Präsidenten mit Offenheit und Transparenz, analysiert Holger Gertz. Arte zeigt alle vier Teile der Doku am Dienstagabend hintereinander anlässlich der US-Midterms ab 20.15 Uhr und schon jetzt in der Mediathek.
sueddeutsche.de, arte.tv (Doku in der Mediathek)

Klage: "New York Times" will FCC zur Herausgabe von Daten zwingen.

New York TimesNew York Times verklagt die US-Kommunikationsbehörde FCC auf Herausgabe von Server-Daten. Die Zeitung vermutet russische Beeinflussung einer Diskussion zur Netz-Neutrailität. Die FCC hatte 22 Mio Online-Kommentare erhalten, auffällig viele mit russischen Absendern und Floskel-Texten. Die Server gingen in die Knie, die FCC sprach zunächst von einem Hack. Die bisherigen Anfragen der "NYT" hat die Behörde abgelehnt.
techcrunch.com, huffingtonpost.com

Mitgründer Jack Ma bleibt doch Alibaba-Chef.

Rücktrittsmissverständnis: Alibaba-Mitgründer Jack Ma will offenbar doch nicht von seinem Chefposten zurücktreten, berichtet die "South China Morning Post". Alibaba dementiert einen Bericht der "New York Times", wonach Ma am Montag, seinem 54. Geburtstag, abtritt. Er werde nur eine langfristige Nachfolgestrategie vorstellen und "den Weg für jüngere Talente ebnen", bleibe aber Executive Chairman des chinesischen Online-Riesen.
handelsblatt.com, faz.net, scmp.com

US-Regierungsmitarbeiter schreibt in der "NYT" anonym über Widerstand gegen Trump.

New York TimesNew York Times: Ein vermeintlich ranghoher US-Regierungsmitarbeiter schreibt in einem anonymen Kommentar, dass er und andere Beamte aktiv Widerstand gegen die Politik von Donald Trump leisten, um "seine schlimmsten Einfälle zu verhindern". Trump fordert von der Zeitung die Veröffentlichung des Namens - zur Wahrung der nationalen Sicherheit.
nytimes.com, stern.de, faz.net

Apple verfilmt Titelstory aus "New York Times Magazine".

Apple kauft der "New York Times" die Filmrechte am jüngst erschienenen Magazin-Artikel Losing Earth ab. Autor Nathaniel Rich beschreibt darin romanartig den Kampf gegen den Klimawandel und wie er einmal fast gewonnen wurde. Apple will daraus eine Serie produzieren. Auch Konkurrent Netflix kooperiert mit Redaktionen: Die Serie Follow This begleitet BuzzFeed-Reporter.
nytimes.com, nytimes.com (Losing Earth), turi2.de ("Follow This")

"New York Times" nimmt mit Digital-Abos 99 Mio Dollar ein.

New York TimesNew York Times zählt im 2. Quartal 109.000 Abonnenten mehr bei reinen Digital-Abos und nimmt damit 99 Mio Dollar ein, ein Anstieg um fast 20 % im Vergleich zum Vorjahr. Durch den Anstieg im Digitalen konnte die "New York Times" Verluste beim Anzeigenverkauf in Print abfangen. Der Umsatz stieg um 2 % auf 415 Mio Dollar, bei einem Gewinn von fast 24 Mio Dollar.
nytimes.com

Annäherungsversuch: "NYT"-Verleger Arthur Gregg Sulzberger trifft Donald Trump.


Ziemlich beste Feinde: Arthur Gregg Sulzberger, Verleger der "New York Times", hat US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen seine Sorgen über dessen "höchst beunruhigende Anti-Presse-Rhetorik“ vorgetragen. Das Treffen fand bereits am 20. Juli statt und sollte auf Wunsch von Trumps Beratern eigentlich vertraulich bleiben. Allerdings gibt es eine undichte Stelle im Weißen Haus: Donald Trump. Der twittert am Sonntag, er habe mit Sulzberger über die "riesigen Mengen Fake News" gesprochen und "wie diese Fake News sich zur Redewendung 'Feind des Volks' gewandelt" hätten.

Sulzberger schreibt dazu in einem Statement: Trumps Sprache sei "nicht nur spalterisch, sondern zunehmend gefährlich". Der Verleger der "New York Times" wolle den Präsidenten nicht davon abbringen, gegen die "NYT" zu schießen, sondern vielmehr seine generellen Angriffe auf Journalisten zu überdenken. Per Twitter legt Trump nach: Er werde einen Ausverkauf des Landes "durch Anti-Trump-Hasser in der sterbenden Zeitungsbranche" nicht zulassen. Die "angeschlagene 'New York Times'" und die "Amazon Washington Post" schrieben "nichts als schlechte Geschichten, auch über Erfolge". Das klingt nicht so, als hätte das Treffen mit Sulzberger große Annäherung gebracht.
haz.de, sueddeutsche.de, theguardian.com

"New York Times" stellt Podcast beim Marketing in den Mittelpunkt.

New York Times stellt in einer neuen Kampagne gezielt ihren News-Podcast The Daily in den Mittelpunkt. Er startete 2017 und erreicht 5 Mio Hörer, auch 30 Radiosender strahlen ihn aus. Autobahn-Werbetafeln, beklebte Straßenbahnen und TV-Spots werben nun für den 20-minütigen Gratis-Podcast. The Daily bekommt bald den TV-Ableger The Weekly, der im Pay-Kanal FX und auf der Streaming-Plattform Hulu laufen soll.
mediapost.com

Söder-Satire mutiert 14 Jahre später zu vermeintlichen Fakten.

New York Times und die "Süddeutsche" gehen einer Jahre alten "taz"-Satire über Markus Söder auf den Leim, schreibt Stefan Kuzmany. Er selbst war 2004 Autor der Söder-Satire. Seine Söder in den Mund gelegten Forderungen, Grüne zum Drogentest zu schicken und Schwarzfahrer an den Internetpranger zu stellen, finden sich heute als Fakten in seriösen Medien, weil die Satire in den Archiven zur vermeintlichen Realität wurde.
"Spiegel" 29/2018, S. 35 (Paid), taz.de ("taz"-Artikel)

Basta: "New York Times" verärgert Batman-Fans mit Spoiler.

New York TimesVerdorbene Vorfreude: Zum Unabhängigkeitstag in den USA erwarten viele Batman-Fans die 50. Ausgabe des aktuellen "Batman"-Bandes. Doch die "New York Times" vermiest den Fans den Spaß, indem sie in einer Vorab-Besprechung eine Wendung der Handlung verrät. Besonders ärgerlich: Die Infos standen unübersehbar schon in Überschrift und erstem Absatz.
tag24.de, hollywoodreporter.com

New York Times zählt 400.000 Kreuzworträtsel-Abonnenten.

New York TimesNew York Times hat über 400.000 Digital-Abonnenten für sein Kreuzworträtsel, meldet der Verlag. Damit habe sich die Zahl innerhalb von zwei Jahren verdoppelt. Für 2,50 Dollar monatlich oder 14,75 Dollar Jährlich erhalten Nutzer geräteübergreifend Zugang zur Online-Version des tagesaktuellen Kreuzworträtsels sowie zu einem Rätselarchiv mit weiteren Spielen.
dnw-online.net

Zitat: Für "NYT"-Korrespondentin Julie Davis ist Trump ansprechbarer als seine Vorgänger.

"Präsident Trump beantwortet spontane Fragen bereitwilliger, als es Obama oder Bush taten."

Julie Davis, Korrespondentin für die "New York Times" im Weißen Haus, findet US-Präsident Trump ansprechbarer als seine Vorgänger. Er lasse sich u.a. auch auf dem Weg zum Hubschrauber im Garten befragen. Jedoch sei die Arbeit unberechenbar geworden, weil man nie wisse, wie lange Informationen gültig sind.
taz.de

Zahl des Tages: 61 % der neu angestellten Personen der "New York Times" sind Frauen.

New York TimesZahl des Tages: In den letzten drei Jahren hat die "New York Times" bei 61 % der Neueinstellungen Frauen den Job gegeben. 39 % der neuen Mitarbeiter seien "People of Color". Das schreibt die Zeitung in einem Report. Der Anteil der Spitzenpositionen in den Ressorts News und Wirtschaft sei mittlerweile auf fast die Hälfte gestiegen.
tagesspiegel.de

"New York Times" veröffentlicht Nachrufe "übersehener" Persönlichkeiten.

New York TimesNew York Times veröffentlicht seit dieser Woche Nachrufe auf Persönlichkeiten, die zu ihrem Tod von der Zeitung nicht die Anerkennung bekommen haben, die sie rückblickend verdient hätten. Anlässlich des Weltfrauentags hat die "New York Times" ihre Reihe "Übersehen" mit mehreren Frauen begonnen, darunter die Fotografin Diane Arbus, Journalistin Ida B. Wells und Mathematikerin Ada Lovelace. Künftig soll die Reihe mit Männern und Frauen fortgesetzt werden.
spiegel.de, nytimes.com

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Digital-Boom: "New York Times" hängt Google an der Wall Street ab
Es ist längst ein Dauer-Duell: Donald Trump und die "New York Times". Während Trump noch im vergangenen Jahr auf Twitter über "The failing NYTimes" zwitscherte, spricht die Wirklichkeit eine andere Sprache. So zu sehen in der jüngsten Quartalsbilanz, die das Verlagshaus am 08. Februar 2018 an der Wall Street vorlegte ... mehr...

"New York Times" kündigt frisch eingestellter Kolumnistin.

New York TimesNew York Times trennt sich nur Stunden nach der Ankündigung, sie einzustellen, von der Tech-Journalistin Quinn Norton. Sie sollte leitende Kolumnistin für Technologiethemen werden. Twitter-Nutzer beschuldigten Norton nach der Personalmeldung, rassistische und homophobe Tweets verbreitet zu haben. Sie ist nach eigenen Angaben mit dem Neonazi-Hacker Andrew Auernheimer befreundet, dem Technikchef der rechtsextremen US-Website Daily Stormer. Norton sieht ihre Aussagen aus dem Kontext gerissen.
nytimes.com

"New York Times" veröffentlicht eine AR-Story über vier US-Olympioniken.

New York TimesNew York Times veröffentlicht einen Beitrag über vier US-Olympia-Sportler, der auf Augmented Reality basiert. Die Zeitung hat dafür mit Ralph Lauren kooperiert, die Marke ist offizieller Ausstatter der US-Teams und hat einen Teil des Beitrags gesponsert. Bisher können nur iOS-Nutzer die AR-Inhalte erleben, die Zeitung arbeitet aber an einer Android-Version.
nytimes.com

"New York Times": Donald Trump glaubt, dass die Medien ohne ihn nicht überleben.


Trumps Welt: Donald Trump gibt der "New York Times" ein Stegreif-Interview in seinem Golfclub in Palm Beach, darin liefert er einen teils wirren Rundumschlag über seine eigenen Erfolge und die Rolle der Medien für seinen nächsten Wahlkampf. So gibt sich der US-Präsident überzeugt, dass er 2020 wiedergewählt wird – zum einen, weil es dem Land besser gehe, zum anderen, weil die Medien ohne ihn nicht überleben könnten. Sie würden bald besser über ihn berichten, weil Auflagen und Einschaltquoten sinken würden, wenn er die Wiederwahl verliert, so Trump.

"NYT"-Reporter Michael S. Schmidt hat Trump am Donnerstag spontan in seinem Golfclub befragt – ohne die Anwesenheit von Beratern. Die Zeitung veröffentlicht einen Bericht und eine leicht editierte Abschrift des Gesprächs. Darin tut Trump sich schwer, beim Thema zu bleiben. Kritiker werfen Schmidt vor, es dem Präsidenten zu leicht gemacht und ihn nicht hart genug mit Fakten konfrontiert zu haben.
nytimes.com (Bericht), nytimes.com (Interview-Abschrift), mashable.com (Kritik)

Lese-Tipp: David Remnick interviewt Arthur Gregg Sulzberger über seine Zukunft als "NYT"-Herausgeber.

Lese-Tipp: "New Yorker"-Chefredakteur David Remnick führt mit Arthur Gregg Sulzberger, ab 2018 Herausgeber der "New York Times", schon mal das Antrittsgespräch. Sulzberger spricht u.a. über die Strategie der Zeitung, die sich maßgeblich an den Abonnenten ausrichtet, seinen Zick-Zack-Weg in den Journalismus und traditionelle Print-Journalisten, die er auf Digitalkurs bringt.
newyorker.com, turi2.de (Background)

"New York Times" limitiert monatliche Gratis-Artikel auf fünf.

New York TimesNew York Times dichtet ihre Paywall stärker ab: Nutzer ohne Abo können künftig nur noch fünf statt bisher zehn Artikel monatlich kostenlos lesen. Das normale Digitalabo kostet 15 Dollar im Monat. Der Verlag hofft, angesichts Trump und der #metoo-Debatten, seine Kundenbasis gerade jetzt ausbauen zu können. Im vergangenen Quartal gewann die "NYT" 154.000 Digital-Abonnenten.
bloomberg.com

"New York Times" zeigt falschen Steinmeier auf ihrer Titelseite.

New York TimesNew York Times berichtet auf ihrer Titelseite über die gescheiterten Jamaika-Sondierungen und zeigt dazu ein Foto von Angela Merkel und Stefan Steinlein, Chef des Bundespräsidialamtes, den sie fälschlicherweise für Frank-Walter Steinmeier hält. Der Fehler könnte auch auf der missverständlichen Bildunterschrift der Nachrichtenagentur AP beruhen.
handelsblatt.com


Journalismus und Wohltätigkeit sind nicht unbedingt eine gute Kombi, kritisiert Karoline Meta Beisel.

GuardianGuardian und "New York Times" wollen Spender werben, die ihnen helfen, Journalismus zu finanzieren – eine Idee, die weniger gut ist, als sie klingt, urteilt Karoline Meta Beisel. Der Einfluss, den die Spender z.B. beim "Guardian" auf die Themensetzung nehmen können, sei trotz "strenger Kontrollen" nicht genau einzuschätzen. Kritiker merken auch an, dass kleine, gemeinnützige Medien Spenden dringender nötig hätten.
sueddeutsche.de

"Washington Post" kritisiert "New York Times" für als exklusiv verkauften Klimareport.

New York TimesWashington Post wirft der "New York Times" "Vollversagen" vor, weil die Zeitung ihren Lesern eine wissenschaftliche Zusammenfassung amerikanischer Klimaforscher als exklusiv verkauft hat. Die "New York Times" schreibt auch über die Sorge der Wissenschaftler, Trump könne die Inhalte zensieren. Der zugrundeliegende Klima-Bericht war nicht exklusiv, sondern im Netz frei verfügbar, die Zeitung korrigiert die Behauptung selbst in ihrer Korrekturspalte. Die Inhalte des Reports hat die "New York Times" korrekt wiedergegeben und kein anderes Medium hat zuvor darüber berichtet, Trump-Anhänger bringen dennoch eine Fake-News-Vorwurfslawine ins Rollen.
sueddeutsche.de

"New York Times" erhöht Digitalumsätze um 46 %, verliert aber weiter an Print-Auflage.

New York TimesNew York Times kann die Zahl ihrer Digital-Abos im zweiten Quartal um 63 % auf 2,33 Mio steigern und mit digitalen Produkten 46 % mehr Umsatz erzielen. Gleichzeitig sinken die Print-Anzeigenumsätze um 10,5 % und die Auflage um 4 % in der Woche und um 1 % am Wochenende. Der Gesamtumsatz ist um 9 % gestiegen. Frederic Filloux rät der "New York Times" angesichts der Zahlen, künftig auf die wochentägliche Printausgabe zu verzichten und stärker auf Digital-Abonnenten im Ausland zu setzen.
investors.nytco.com, meedia.de

US-Fotograf John Morris, 100, ist gestorben.

John MorrisJohn Morris ist tot. Der US-Fotograf starb am Freitag im Alter von 100 Jahren in Paris. Morris gelangen als Kriegsfotograf im Zweiten Weltkrieg die einzigen Aufnahmen der Landung der Alliierten 1944 in der Normandie. Er setzte auch die Veröffentlichung des Fotos des nackten Mädchens Kim Phuc nach einem Napalm-Angriff im Vietnam-Krieg auf der Titelseite der "Times" durch.
spiegel.de, rp-online.de

Google-Algorithmus hilft "New York Times" bei der Moderation von Leser-Kommentaren.

New York TimesNew York Times lässt ihre Kommentarspalten künftig teilweise von einem Google-Algorithmus moderieren. Das Tool Moderator hat 16 Mio Kommentare gelernt und hilft den menschlichen "NYT"-Moderatoren, Gutes von Hass zu unterscheiden. Viele Kommentarspalten bleiben jetzt 24 Stunden geöffnet. Pro Tag schreiben Nutzer derzeit 12.000 Kommentare. In Deutschland hat auch Zeit Online schon mit Moderations-Bots experimentiert.
nytimes.com, recode.net