Funke verkauft Teil seines Österreich-Geschäfts an Karstadt-Besitzer René Benko.


Marke kauft Medien: Immobilien- und Handelsmogul René Benko kauft Funke 49% seines Österreich-Geschäfts ab – und steigt damit bei "Krone" und Kurier" ein. Die Signa Holding des Karstadt-Eigentümers wird Mitbesitzer der WAZ Ausland Holding, in der Funke jeweils rund 50% an den beiden Zeitungstiteln hält. Funke sieht in Signa einen starken Partner für die Digitalisierung, Signa verspricht sich durch das erste Investment im Medienbereich mehr Nähe zu den Kunden.

Funke lobt Signa als "starken Partner für unsere verlegerischen Aktivitäten in Österreich". Kapitalkraft und Knowhow sollen vor allem der "konsequenten Digitalisierung" dienen. Signa gehören zahlreiche Immobilien und Handelsunternehmen, darunter Online-Shops. Benko fusioniert in Deutschland gerade Karstadt und Kaufhof. Dem Einstieg in Funkes Österreich-Geschäft müssen noch die Kartellbehörden zustimmen. Funke hat in Österreich immer wieder Streit mit der "Krone"-Verlegerfamilie Dichand. (Fotos: Hans Klaus Techt, Chromorange; Montage: turi2)
funkemedien.de, derstandard.at

Basta: Elektrowagen dürfen in Österreich künftig schneller fahren als Benziner.

Ich geb' Strom, ich geb' Strom: Österreichs Behörden wollen Elektroautos attraktiver machen und haben den Bleifuß als Verkaufsargument entdeckt. Künftig dürfen Elektroautos auf rund 440 Kilometern Schnellstraße 130 km/h fahren, statt der für Autos mit Verbrennungsmotor erlaubten 100 km/h. Problem an der Idee: Sie funktioniert erst, sobald alle Diesel und Benziner umgestiegen sind und die Straße nicht mehr blockieren.
spiegel.de

"Kronen Zeitung": Dichand-Erbe ist verteilt.

Kronen Zeitung: Acht Jahre nach seinem Tod ist der Nachlass von Verleger Hans Dichand geregelt, schreibt der "Standard". Seine Ehefrau Helga Dichand sowie die drei Kinder Kinder Michael, Johanna und Christoph erhalten zu gleichen Teilen je 12,5 %. Die anderen 50 % gehören der Funke Mediengruppe, der ein Verkaufsinteresse nachgesagt wird. Seit 2014 versucht Funke, aus einem ungünstigen Garantiegewinn-Vertrag herauszukommen.
derstandard.at

Video-Tipp: Kai Diekmann bewertet "Maulkorb-Mail" von Österreichs Innenminister Kickl.

Video-Tipp: Kai Diekmann bewertet bei den Österreichischen Medientagen die "Maulkorb-Mail" von Innenminister Herbert Kickl. Im Interview mit "Horizont Österreich" erklärt er, Beeinflussungs- und Einschüchterungsversuche gegenüber Medien habe es schon immer gegeben - und verweist u.a. auf die deutsche Spiegel-Affäre.
horizont.at (4,5-Min-Video), turi2.de (Background)

Österreich: Innenminister Kickl muss sich wegen Maulkorb-Mail vor Parlament verantworten.

Herbert Kickl, österreichischer Innenminister, muss sich wegen seiner "Maulkorb-Mail" vor dem Parlament verantworten. Der FPÖ-Politiker hatte die Polizei aufgefordert, den "Kurier", den "Falter" und den "Standard" nur noch mit unbedingt nötigen Infos zu versorgen. Am Mittwoch wird das Thema auf Antrag der liberalen Neos in einer dringlichen Anfrage behandelt; auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte Kickl scharf kritisiert.
svz.de, turi2.de (Background)

Österreichs Innenminister verhängt Informationssperre gegen kritische Medien.

Österreich: Innenminister Kickl weist die Polizei in der Alpenrepublik an, die Medien "Kurier", "Standard" und "Falter" nur noch mit unbedingt notwendigen Informationen zu versorgen, zitiert der "Kurier" aus einer E-Mail, die in der vergangenen Woche an die Polizeipressestellen im Land verschickt wurde. Reportagen und die Begleitung von Beamten sollen nur noch möglich sein, wenn eine "neutrale oder positive Berichterstattung" im Voraus garantiert werde. Der FPÖ-Minister fordert zudem, Täterherkunft und -Aufenthaltsstatus in den offiziellen Polizei-Mitteilungen und in Interviews zu kommunizieren.
kurier.at

ServusTV will in Deutschland mit MotoGP nochmal neu durchstarten.

Servus TV will sich wieder stärker in Deutschland engagieren. "Die Entscheidung aus Deutschland rauszugehen, wurde revidiert", sagt Senderchef Ferdinand Wegscheider dem "Kurier". Einen großen Schub erhofft sich der Sender von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz vom MotoGP, für den Servus TV auch die Exklusiv-Rechte für Deutschland hat. Bei eingekaufter Fiction sei das Sehverhalten zwischen Deutschen und Österreichern teils sehr unterschiedlich.
kurier.at via dwdl.de

Alexandra Stanić übernimmt die Redaktionsleitung für VICE.com in Österreich.

Vice holt Alexandra Stanić als Redaktionsleiterin für den verlassenen Ableger in Österreich. Sie kommt von Biber, wo sie zuletzt als Chefreporterin und Leiterin der Lehrredaktion für Jungjournalisten gearbeitet hat. Mitte August war die gesamte österreichische Redaktion von Vice zurückgetreten, da die Redaktionen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland unter deutscher Führung von Laura Himmelreich verschmelzen.
per Mail, turi2.de (Background)

Türkische Polizei nimmt österreichischen Journalisten fest.

Türkei: Die Polizei hat in Ankara den österreichischen Journalisten Max Zirngast festgenommen. Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer Razzia gegen die linksgerichtete türkische Splitterpartei TÖPG. Der 29-Jährige Student schreibt u.a. für die Junge Welt sowie die linken Onlinemagazine Revolt aus der Schweiz und Jacobin aus den USA.
derstandard.at, jungewelt.de

Zitat: Vice-Redaktion hat wegen thematischer Ausrichtung aufgehört, sagt Hanna Herbst.

"Es ist niemand gegangen, weil er etwas anderes vorhatte. Sondern weil es Zeit war, zu gehen."

Hanna Herbst, Ex-Vize-Chefredakteurin von Vice Österreich, sagt im Interview mit SZ.de, österreichische Innenpolitik hätte Leser im gesamten deutschsprachigen Raum nicht interessiert. Nicht mehr über sie zu schreiben, fände die Redaktion aber falsch.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Vice-Redaktion in Österreich kündigt geschlossen im Streit um Neuausrichtung.

Vice und sein Ableger Noisey stehen in Österreich ohne Redaktion da. Das gesamte Team habe geschlossen gekündigt, schreibt Autorin Hanna Herbst auf Facebook. "Die Richtung, in die Vice gehen soll, entspricht nicht mehr dem, was Vice für uns all die Jahre ausgemacht hat", schreibt Herbst und kritisiert insbesondere den Plan, die Redaktionen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland unter deutscher Führung zu verschmelzen.
facebook.com

Türkei boykottiert den Eurovision Song Contest u.a. wegen Conchita Wurst.

Türkei nimmt auf unbestimmte Zeit nicht mehr am Eurovision Song Contest teil, erklärt Ibrahim Eren, Präsident des staatlichen Senders TRT. Als Grund gibt er den Sieg von Conchita Wurst für Österreich 2014 an. Man könne keine Sendung ausstrahlen, in der ein Kandidat "zugleich Bart und Rock trägt und zugleich Mann und Frau sein will", sagt Eren gegenüber "Hürriyet". Die Türkei ist seit 2013 nicht mehr beim ESC angetreten – bisher offiziell wegen der Regel, dass die fünf größten Länder automatisch ins Finale einziehen.
dwdl.de

Öffis finanzieren sich in den meisten europäischen Ländern durch Gebühren.

Öffentlich-Rechtliche finanzieren sich in Europa meist mit einem ähnlichen Modell wie in Deutschland. Die Rundfunkanstalt SRG in der Schweiz setzt überwiegend auf Gebühren, in Österreich variieren sie für den ORF je nach Wohnort. Dänemark erhebt eine Rundfunkgebühr pro Haushalt, will sie aber 2022 abschaffen und ersetzt sie durch Änderungen des persönlichen Steuer-Freibetrags. In Großbritannien zahlt jeder Haushalt einen Festbetrag für die BBC, die Niederlande finanzieren den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus Steuermitteln.
digitalfernsehen.de

Fellner-Sohn wird Chefredakteur der Mediengruppe Österreich.

Niki Fellner, Sohn des Verlegers Wolfgang Fellner, übernimmt die redaktionelle Leitung aller Angebote der Mediengruppe Österreich. Unter ihm soll es weiter Chefredakteure der einzelnen Objekte geben. Sohnemann ist bisher Chefredakteur und Geschäftsführer der Onlineausgabe OE24.at, er will die Vermarktung künftig "sukzessive Agenden übergeben". Papa will "keinesfalls kürzertreten", sondern sich auf die Geschäftsführung konzentrieren.
derstandard.at, diepresse.com

Zehn Bewerber wollen die "Wiener Zeitung" neu ausrichten.

Österreich: Das Bundeskanzleramt hat zehn Bewerbungen für die Geschäftsführung der Wiener Zeitung, dem österreichischen Amtsblatt, bekommen. Die ÖVP-FPÖ-Koalition von Sebastian Kurz plant, Pflichtveröffentlichungen von Firmen sowie staatliche Verlautbarungspflichten in der "Wiener Zeitung" abschaffen, daher muss das Blatt sich strategisch neu ausrichten. Die "Wiener Zeitung", gegründet 1703, ist die älteste noch erscheinende Tageszeitung der Welt und zu 100 % im Besitz der Republik Österreich.
derstandard.at

Österreich interveniert wegen "Rechtsaußen-Kanzler" bei der "Financial Times".

Financial Times: Die österreichische Botschaft in Washington hat bei der Wirtschaftszeitung die Formulierung "Rechtsaußen-Kanzler" für Bundeskanzler Sebastian Kurz moniert, berichtet der ORF. Regelmäßiger Kontakt mit Redakteuren sei eine "Routineaufgabe", sagt die Botschaft. In der entschärften Version steht nun online: "Österreichs Kanzler Sebastian Kurz, der eine Koalition anführt, die die extreme Rechte einschließt."
derstandard.at

ORF verbietet Mitarbeitern die eigene Meinung in Social-Media-Kanälen.

ORF 150ORF will mit den "ORF-Social-Media-Leitlinien" seinen Mitarbeitern "auch im privaten Umfeld" auf Social Media ihre eigene Meinung "gegenüber politischen Institutionen" verbieten. Der Entwurf für die "Dienstanweisung" wurde offenbar versehentlich vorab an einige Radio-Mitarbeiter geschickt, Autor ist ein Mitarbeiter im Büro des ORF-Generaldirektors Alexander Wrabetz.
derstandard.at, twitter.com (Armin Wolf)

Verlagsgruppe News benennt sich in VGN Medien Holding um.

VGN Verlagsgruppe News Logo 150Verlagsgruppe News trennt sich vom Bezug auf das Wochenmagazin News im Namen und firmiert künftig als VGN Medien Holding, berichtet derstandard.at. Bereits seit einem Jahr führt die Verlagsgruppe die Dachmarke VGN. Seit vergangener Woche halten Geschäftsführer Horst Pirker 75 % und die Gründerfamilie Fellner 25 % an der Verlagsgruppe, nachdem sie eine Option auf die bisher 25,3 % des "Kurier" gezogen haben.
derstandard.at

Fellner nennt Gratiszeitung "Österreich" künftig "Oe24".

Mediengruppe Österreich nennt ihre Gratiszeitung "Österreich" ab Freitag Oe24. Die Kaufzeitung "Österreich" behält ihren Namen. Die Eigentümerfamilie Fellner will den Auflagenvergleich vereinfachen und hofft auf Presseförderung: Kauftitel müssen mehr als die Hälfte ihrer Exemplare verkaufen – bei "Österreich" war der Gratis-Anteil zuletzt höher.
derstandard.at

"Kurier"-Anteil an der VGN steht nicht mehr im Handelsregister.

Verlagsgruppe News: Die umstrittenen 25,3 % des "Kurier" stehen im Firmenbuch, dem österreichischen Handelsregister, nun als Besitz von Mehrheitseigner Horst Pirker (Foto) und der Gesellschafter-Familie Fellner. Der "Kurier" will dagegen vorgehen. Pirker hatte von den Gesellschaftern neues Kapital eingefordert, der "Kurier" hatte sich geweigert. Daraufhin hat Pirker eine Option aus dem Jahr 2001 gezogen und den Anteil gegen den Willen des "Kurier" übernommen.
derstandard.at

Christoph Niemöller wird Geschäftsführer von Mediaprint und "Kronen Zeitung".

Mediaprint, österreichischer Zeitungsverlag hinter "Krone" und "Kurier", holt Christoph Niemöller als neuen Geschäftsführer. Er folgt auf Axel Bogocz, der das Unternehmen "auf eigenen Wunsch" verlässt. Niemöller übernimmt gleichzeitig auch die Geschäftsführung der "Kronen Zeitung" von Bernhard Schneider, der in den Ruhestand geht. Niemöller war von 2007 bis 2016 Geschäftsführer "Neuen Osnabrücker Zeitung".
funkemedien.de, turi2.de (Background)

ORF zieht sich weitestgehend von Facebook zurück.

ORF 150ORF kürzt seine Social-Media-Aktivitäten massiv zusammen. Von aktuell rund 70 Facebook-Seiten betreiben die Österreicher nur noch 15 weiter, berichtet der "Standard". Auch auf werbliche Hinweise auf Social Media will der ORF verzichten, ebenso auf Werbung bei Facebook und Youtube. Der ORF begründet den Schritt mit Datenmissbrauch und Intransparenz bei Facebook.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Wein-Magazin "Falstaff" wächst und investiert international.

Zahl des Tages: Liebliche 600.000 Euro Anzeigenumsatz erzielt das Wein-Magazin Falstaff pro Ausgabe im deutschsprachigen Raum. Die österreichischen Macher wollen das moussierende Magazin zur europäischen Online-Marke ausbauen: Die Expansion nimmt Tschechien, Polen und Skandinavien in den Blick, 2019 dekantiert Falstaff seine digitale Auslese nach China.
horizont.at

ORF mottet YouTube-Pläne ein.

ORF guckt in die Röhre und verabschiedet sich nach einem Nein der Medienaufsicht KommAustria vom geplanten YouTube-Kanal. Die Behörde stört sich an der exklusiven Kooperation mit YouTube, die "vergleichbare Unternehmen" diskriminieren würde. KommAustria sieht außerdem keinen "Beitrag zur wirksamen Erbringung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags".
derstandard.at, turi2.de (Background)

Meinung: Journalisten sollten sich humorvoll gegen Anfeindungen wehren.

Journalismus: "Spiegel"-Korrespondent Hasnain Kazim (Foto), Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer, begegnet Hassmails ehrlich und geistreich, lobt Hans-Peter Siebenhaar. Er wünscht sich mehr Journalisten, die Beleidigungen nicht unwidersprochen hinnehmen und mit Humor darauf reagieren. Im journalistischen Alltag sei das zwar sehr mühsam, "aber bitter notwendig."
handelsblatt.com

"Zeit" arbeitet mit dem österreichischen Magazin "Datum" zusammen.

Zeit vereinbart eine Verlagskooperation mit dem österreichischen Monatsmagazin Datum. Beide Verlage wollen gemeinsame Projekte im Leser- und Werbemarkt durchführen, eine redaktionelle Zusammenarbeit sei jedoch nicht geplant. Zugleich übernimmt Sebastian Loudon, Repräsentant der "Zeit" in Österreich, 25 % am "Datum"-Verlag Satzbau und wird Herausgeber.
derstandard.at, horizont.at

"NZZ" und "Standard" setzen bei Deutschland-Expansion auf Synergien.

nzz-150Deutschland-Expansion von "NZZ" und "Standard" könnte sich auszahlen, schreibt Christopher Ophoven. Beide Häuser setzten beim Versuch, deutsche Leser zu gewinnen, bewusst nur wenige Ressourcen ein und setzen auf Synergien. Beiträge oder zumindest Themen werden sowohl für Deutschland als auch für die Heimat verwendet. Dadurch könnten beide Zeitungen zeitnah in Deutschland Gewinne erwirtschaften.
deutschlandfunk.de

Verlagsgruppe News trennt sich von Markus Posset.

Verlagsgruppe News trennt sich von Markus Posset, der seit 2017 Managing Director für die Zeitschriften "Profil" und "Trend" war. Über eine Nachfolge soll in den kommenden Wochen entschieden werden. In der Verlagsgruppe News streiten sich derzeit Mehrheitseigner Horst Pirker und der "Kurier" über einen Anteil von 25,3 %.
horizont.at, turi2.de (Background Posset), turi2.de (Background Pirker vs. "Kurier")

Horst Pirker und "Kurier" streiten um Anteil an News-Gruppe.

News-Gruppe steht im Zentrum einer Auseinandersetzung von Horst Pirker und dem "Kurier". Beide Seiten streiten um einen Anteil von 25,3 %. Horst Pirker, seinerseits seit 2016 Mehrheitseigner, behauptet, eine Option auf die 25,3 % gezogen zu haben. Der "Kurier" entgegnet, sie sei nicht rechtswirksam. Seinen Anteil und die mögliche Option hatte Horst Pirker 2016 von Gruner + Jahr übernommen. Die News-Gruppe verlegt in Österreich mehrere Zeitschriften, darunter, neben der Namensgebenden "News" unter anderem "Bühne", "Auto Revue" und "TV Media".
derstandard.at,turi2.de (Background)