3sat-"Kulturzeit" bekommt drei neue Moderatoren.

3sat-kulturzeitn-1503sat wechselt die Moderatoren seiner Kulturzeit aus. Peter Schneeberger vom ORF, Vivian Perkovic vom ZDF und Nina Mavis Brunner vom SRF moderieren das werktägliche Kulturmagazin ab 2017 im Wechsel mit ARD-Moderatorin Cécile Schortmann, die als Einzige der bisherigen Sendungsgesichter bleibt. Ernst A. Grandits vom ORF, Andrea Meier vom Schweizer Fernsehen und ZDF-Frau Tina Mendelsohn verabschieden sich.
digitalfernsehen.de, dwdl.de

ORF-Klassikportal Fidelio geht online.

fidelio-klassikportal-150ORF hat sein Klassik-Video-Portal Fidelio gestartet. Das Joint-Venture mit Jan Mojtos Klassik-Firma Unitel bietet für 14,90 Euro im Monat Opern und Konzerte auf Abruf, einen durchlaufenden 24-Stunden-Kanal sowie Live-Übertragungen. Das Angebot richtet sich auch an Klassikliebhaber in Deutschland. Fürs erste Jahre rechnet ORF-Finanzdirektor Richard Grasl mit einer "vierstelligen" Abonnentenzahl.
derstandard.at, ots.at

ORF-Stiftungsrat wählt Alexander Wrabetz wieder zum Generaldirektor.

ORF-STIFTUNGSRAT MIT WAHL DES ORF-GENERALDIREKTORS: WRABETZ
Aller guten Dinge sind drei: Alexander Wrabetz, 56, ist mit 18 von 35 Stimmen wiedergewählt worden und der erste ORF-Chef mit drei Amtszeiten in Folge. Herausforderer Richard Grasl sammelte 15 Stimmen.

Wrabetz gilt als Chef, der seine Macht dosiert einsetzt und den Redaktionen viel journalistischen Freiraum einräumt. Er will den ORF in den kommenden Jahren zum Social-Media-Haus umbauen. Wrabetz plant u.a., ORFeins mehr österreichische Inhalte und Informationen zu geben und ORF III weiter auszubauen. Für ORF 2 und die ORF-Radios schreibt er sich auf die to-do-Liste, deren "Stärken weiterzuentwickeln".
derstandard.at

Basta: ORF-EM-Experten bekommen nur ein Taschengeld.

Uefa Euro2016-150Arme Ösis: Die EM-Experten des ORF können über die vermeintlich fünfstelligen Honorare von Mehmet Scholl und Oliver Kahn nur müde lächeln leise weinen. Laut der Zeitung heute zahlt der ORF seinen Experten pro Sendung 500 bis 1.000 Euro, selbst Star-Experte Herbert Prohaska kassiert nur 2.500 Euro pro Auftritt. Summen, für die Kahn und Scholl vermutlich nicht einmal das Studio betreten würden.
heute.at via derstandard.at, turi2.de (Background)

ORF verkauft Funkhaus Argentinierstraße.

orf-radiofunkhaus150ORF: Der Österreichische Rundfunk verkauft das traditionsreiche Funkhaus in der Wiener Argentinierstraße an das Vorarlberger Bauunternehmen Rhomberg. Der ORF-Stiftungsrat und der Rhomberg-Beirat müssen noch formal zustimmen. Den Kaufpreis nennen die Beteiligten nicht, die Agentur APA geht aber von "weit über" den geplanten 20 Mio Euro aus. Der ORF behält den großen Rundfunksaal und einige Studions in dem Gelände, das als Kulturstandort erhalten bleiben soll. Das Landesstudio Wien bleibt vor Ort, ein Stadtstudio soll entstehen.
derstandard.at

ORF setzt auf Constructive News.

ORF 150ORF will verstärkt auf konstruktiven und investigativen Journalismus setzen. Dabei geht es Generaldirektor Alexander Wrabetz nicht um "Wohlfühlberichterstattung", sondern um eine "bestmögliche Teilhabe an demokratischen, sozialen und kulturellen Prozessen". Kommunikationswissenschaftlerin Julia Wippersberg warnt davor, dass Journalisten selbst Lösungen liefern.
kleinezeitung.at

ORF kauft Olympia-Rechte von Discovery.

ioc150 Olympia Olympische RingeÖsterreich: Der ORF darf alle Wettbewerbe der Olympischen Spiele 2018 und 2020 im Free-TV zeigen. Der öffentlich-rechtliche Sender erwirbt eine Sublizenz von Rechte-Inhaber Discovery. Der Deal umfasst auch Rechte für Radio und Internet. Laut "Standard" liegt der Preis im bisher üblichen Rahmen. Discovery hatte die Olympia-Rechte für Europa 2015 für schlappe 1,3 Mrd Euro gekauft. In Deutschland verhandeln ARD und ZDF mit Discovery über Sublizenzen für Olympia.
derstandard.at, turi2.de, turi2.de (Background)

ZDF testet neue Familienshow mit Steven Gätjen.

ZDF logo_150ZDF sucht weiter nach einem "Wetten, dass..?"-Nachfolger und testet gemeinsam mit den ehemaligen Wett-Partnern ORF und SRF mit "4 geben alles!" im Herbst eine neue Spielshow. Darin sollen zwei Familien gegeneinander um 100.000 Euro spielen. Prominente spielen offenbar keine hervorgehobene Rolle im Konzept. Steven Gätjen wird moderieren, Günther Jauchs Firma i&u die Produktion übernehmen.
dwdl.de

ORF startet Hochkant-Nachrichtensendung ZIB 100.

zib100ORF startet am Montag die Nachrichtensendung ZIB 100, die zwar auch im Kultur- und Infokanal ORF III läuft, aber eigentlich für die Mobil-Nutzung konzipiert ist. Im Hochformat und komplett untertitelt bekommen die Zuschauer in 100 Sekunden die wichtigsten Themen des Tages zu sehen. Projektleiter ist ZIB2-Moderator Armin Wolf.
kurier.at, derstandard.at, ots.at, facebook.com/ZeitimBild (Vorschau)

ORF-Frühstücksfernsehen drängt in begrenzten Markt.

ORF 150ORF startet am Dienstag erstmals sein Frühstücksfernsehen Guten Morgen Österreich und drängt damit in einen Markt, der schon jetzt überschaubar ist, analysiert Timo Niemeier. 2015 schalteten zwischen 6 und 9 Uhr morgens im Durchschnitt nur 217.000 Menschen in Österreich den Fernseher ein, knapp jeder vierte der werberelevanten 12- bis 49-Jährigen schaute das "Cafe Puls" des Privatsenders Puls 4. ORF 1 und ORF 2 kamen u.a. mit Wetterpanorama und Wiederholungen zusammen auf 14,5 %.
horizont.at

Beim ORF sind 30.000 Euro vom Radar verschwunden.

ORF 150ORF sucht nach 30.000 Euro, die vom Radar verschwunden sind. Ein Mitarbeiter des ORF-Korrespondentenbüros in Wien sollte für Balkan-Korrespondent Christian Wehrschütz einen "einstelligen Tausenderbetrag" abheben. Diesen habe Wehrschütz auch erhalten, rund 30.000 Euro jedoch fehlen, hat jetzt eine Revision ergeben. Der belastete Mitarbeiter wurde freigestellt, die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet.
derstandard.at

Europäischer Gerichtshof: Schwarzblenden sind Werbezeit.

TV-Werbung im Fernseher 150TV-Werbung: Schwarzblenden, jene weniger als eine Sekunde langen Trenner vor und nach Werbespots, sind nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs Bestandteil der jeweils zulässigen Werbezeiten eines Senders. Die ersten Reaktionen kommen aus Österreich - ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz spricht von Kosten von rund 10 Mio Euro pro Jahr. Richard Grasl, kaufmännischer Direktor des ORF, empfindet das Urteil als "Anschlag auf die Werbe- und Medienwirtschaft", das mit Konsumentenschutz nichts zu tun habe. Der EuGH entschied in einem finnischen Fall für die Medienaufsicht Viestintävirasto und gegen den Medienkonzern Sanoma.
horizont.at, derstandard.at, curia.europa.eu (Urteil)

APA verbreitet Live-Übertragungen vom ORF.

Mikrod-Batterie-APA-ORF
Life is live: Der ORF liefert der österreichischen Nachrichtenagentur APA künftig Liveübertragungen von Pressekonferenzen, Präsentationen und Diskussionen zu. Kunden des APA-Basisdienstes, etwa Zeitungsverlage und Medienhäuser, können die Liveübertragungen für ihre Berichterstattung nutzen und z.B. in ihre Webseiten einbinden. Zunächst sind ein bis drei Übertragungen pro Woche geplant. Eine Auswahl der Live-Videos ist für die Zuschauer auch direkt über die ORF-TVthek abrufbar.

Die Zusammenarbeit mit dem ORF ergänzt das Video-Angebot der APA, die nach eigenen Angaben zu den "zu den größten heimischen Video-Produzenten" in Österreich gehört und auch selber Live-Übertragungen von Nachrichtenereignissen anbietet. Größter "Quotenerfolg" war 2015 eine Übertragung der partiellen Sonnenfinsternis mit fast 40.000 Zuschauern gleichzeitig. (Foto: picture-alliance, Montage: turi2)
derstandard.at, ots.at (ORF), ots.at (APA)

Zitat: Armin Wolf ist neugierig auf die Motive der Pöbler.

Armin Wolf ORF 150 (Foto: picture alliance / Thomas Ramstorfer / First Look / picturedesk.com)"Glaubt wer, ich fürchte mich vor einem Facebook-Raufbold? Oder ich beginne, darüber nachzudenken, ob ich nicht in Wahrheit doch ein Stück Scheiße bin und tot umfallen soll? Oder doch 'grenzdepil'?"

ORF-Anchorman Armin Wolf fragt sich, woher die Wut vieler Kommentatoren bei Facebook stammt - er habe ja schließlich keinem von ihnen "eine Frau ausgespannt".
facebook.com

"Stadlshow" wird abgesetzt.

StadlshowStadlshow wird nicht fortgesetzt, beschließen ORF, BR und SRF. Nach einer Analyse der letzten beiden Sendungen sei man zu dem Schluss gekommen, alle regulären Ausgaben der "Stadlshow" einzustellen. Einzig zu Silvester 2016 und 2017 soll ein vergleichbares Format präsentiert werden. Nähere Details wollen die Sender im zweiten Halbjahr 2016 bekanntgeben.
br.de, turi2.de (Background)

ORF-Moderator Armin Wolf ist einflussreich und gefürchtet.

Armin Wolf ORF 150 (Foto: picture alliance / Thomas Ramstorfer / First Look / picturedesk.com)Armin Wolf, Moderator der Nachrichtensendung ZiB2 im ORF, ist einer der einflussreichsten Journalisten Österreichs. Cathrin Kahlweit porträtiert Armin Wolf, der vielen Rechten als "linke Zecke" und manchem Linken als "selbsternannter Bedeutungshuber" gilt und von Politikern wegen seiner Nachfragen bis zur Schmerzgrenze gefürchtet ist.
sueddeutsche.de, turi2.de (Homescreen von Armin Wolf)

Alexander Wrabetz will Generaldirektor des ORF bleiben.

AlexanderWrabetzORF150Alexander Wrabetz wird auf der nächsten Sitzung des Stiftungsrates des ORF seine Kandidatur für eine dritte Amtszeit als Generaldirektor des Senders bekanntgeben, berichtet Hans-Peter Siebenhaar. Der Sozialdemokrat Wrabetz wird jedoch noch um Stimmen werben müssen, die SPÖ allein hat keine Mehrheit im Aufsichtsgremium.

Wrabetz müsste also, selbst wenn er noch die Stimmen von Arbeitnehmervertretern und Grünen bekommt, noch den liberalen Hans-Peter Haselsteiner oder den FPÖ-Vertreter Norbert Steger überzeugen. Richard Grasl, möglicher konservativer Gegenkandidat, hat seine Kandidatur noch nicht offiziell bekanntgegeben.
"Handelsblatt", S. 46, blendle.com (Paid)