Paid Content ist der Versuch der Verleger, dem Online-Journalismus ein Preisschild anzuheften. lexikon2.de

Facebook rollt seine YouTuber-Vermarktungstools in Deutschland aus.

Facebook fb-logo-neuFacebook ergänzt den Video-Bereich und YouTube-Konkurrenten Facebook Watch nun auch in Deutschland um Fan-Abos und die Influencer-Fernsteuerung Brand Collabs Manager. Damit können Video-Produzenten nun Geldbeträge von Fans einsammeln und ihnen im Gegenzug exklusive Inhalte bereitstellen. Werbetreibende können mit dem Brand Collabs Manager "Markenkooperationen" mit influencenden Video-Produzenten anschieben und verwalten.
newsroom.fb.com

Apple News: Einige US-Magazinverlage akzeptieren Apples hartes Angebot.

Apple hat bereits einige Zeitschriftenverlage für seine geplantes Digitalkiosk-Flatrate gewonnen - trotz der umstrittenen Umsatzaufteilung von je 50 %, schreibt Peter Kafka. Die Logik der teilnehmenden Verlage sei, dass ein niedrigerer Prozentsatz einer großen Geldsumme besser wäre als ein höherer Anteil an einem kleinen Betrag.
recode.net, turi2.de (Background)

Fußball verdient gut, Rummenigge sorgt sich ums Sponsoring.


Geldströme ausbalancieren: Die Champions League soll künftig wieder im Free-TV laufen, fordert Karl-Heinz Rummenigge. Der Vorstandschef des FC Bayern München will "bei der Uefa alles in die Waagschale legen", damit ab 2021 mindestens ein Spiel pro Spieltag nicht hinter der Bezahlschranke läuft, um die Sponsoring-Erlöse nicht zu gefährden.

Die Champions League hat laut "Sport Bild" 84 % Zuschauer in Deutschland verloren, seit sich Sky und DAZN die Rechte teilen. Die Einnahmen durch die Verträge mit Bezahlsendern seien zwar die größten in der Fernsehvermarktung, den Clubs würden jedoch Einbußen im Sponsoring drohen. Bei einem solch drastischen Schwund an Zuschauern würden diese aber "nicht mehr ausreichend bedient".

Die Deutsche Fußball Liga unterstreicht mit ihrem Wirtschaftsreport für die Saison 2017/2018 den Stellenwert des Sponsorings. Die mediale Verwertung mit Einnahmen aus der Vermarktung von Medienrechten ist mit 1,25 Mrd Euro, also einem Anteil am Gesamtertrag in Höhe von 32,7 %, deutlicher Spitzenreiter. Direkt gefolgt wird dieser Posten mit 22,9 % und 871,7 Mio Euro von Werbeeinnahmen, die sich u.a. durch Verträge mit Haupt- und Trikotsponsoren zusammensetzen.
sportbild.bild.de, dfl.de

Mitarbeit: Maria Gramsch

Zitat: Apple fordert zu viel.

"Apple liebt den Journalismus so sehr, dass die Firma den Verlagen einen Deal anbietet, der noch schlechter ist als der, den die Musikindustrie bekommen hat."

Wolfgang Blau, Chef des Condé-Nast-Geschäfts außerhalb der USA, ist von der geplanten hälftigen Umsatzaufteilung bei Apple News, der geplanten Flatrate für Inhalte von Zeitungen und Zeitschriften, nicht gerade begeistert.
twitter.com

Condé Nast will in den USA alle Online-Titel mit Bezahlschranke versehen.

Conde Nast 150Condé Nast plant noch 2019 für alle seine US-Onlineangebote eine Bezahlschranke einzuführen. "The New Yorker", "Vanity Fair" und "Wired" verfügen bereits über eine Metered Paywall. "Bon Appétit", Glamour", "GQ" und "Vogue" sollen nun folgen. Condé Nast will unabhängiger von Werbung werden und deren Anteil am Gesamtumsatz bis 2022 von derzeit 70 % auf 50 % senken.
new-business.de

PwC: Jüngere Internetnutzer sind eher bereit für Online-Medien zu zahlen.

Paid Content: Jüngere Internetznutzer sind stärker dazu bereit, für Online-Medien zu bezahlen, als ältere, sagt eine Umfrage der Beratungsfirma PwC. Während 39 % der 18-29-Jährigen schon mal für Online-Inhalte von Zeitungen oder Zeitschriften Geld gegeben hätten und weitere 20 % dazu grundsätzlich bereit seien, hätten nur rund 16 bis 17 % der 40-59 Jährigen für Online-Medien bereits bezahlt. PwC rät Verlagen daher, sich stärker auf die Generation Smartphone als auf die Generation Internet zu fokussieren.
presseportal.de, pwc.de

"Werben & Verkaufen" startet Paid-Content-Modell W&V+.

Werben & Verkaufen: Das Marketing-Fachblatt aus dem SWMH-Reich startet seine angekündigte Paid-Content-Initiative. W&V+ soll 19,90 Euro pro Monat oder 199 Euro im Jahr kosten. Die Inhalte der gedruckten W&V sollen durch W&V+ "ergänzt" werden - es handelt sich also nicht um ein günstige Digitalversion des Heftes. Die Inhalte sollen "maßgeschneidertes Wissen und Inspiration" liefern und seien "nutzwertig aufbereitet".
wuv.de/wuvplus

Online-Chef Jochen Wegner: "Zeit" generiert häufig mit Randthemen Abos.

Zeit gewinnt online seltener durch wenige populäre Geschichten, als durch die Breite des Angebots neue Abonnenten sagt Online-Chef Jochen Wegner im gemeinsamen Interview mit Giovanni di Lorenzo in "Horizont". Insbesondere vermeintliche Randthemen würden der Zeitung helfen, zum Beispiel die Themen Familie und Erziehung, Sexualität und Partnerschaft sowie Gesundheit und Ernährung.
"Horizont" S. 12 (Paid)

RTL startet TV Now als Streaming-Dienst für 4,99 Euro neu.

RTL positioniert seine bisherige Mediathek TV Now als Streaming-Dienst neu. Für monatlich 4,99 Euro gibt es Serien vor der TV-Ausstrahlung, Inhalte der hauseigenen Pay-TV-Sender, das Live-Programm sowie öffentlich-rechtliche Produktionen wie "Polizeiruf 110" – die aus gesetzlichen Gründen nicht mehr gratis bei ARD und ZDF online stehen. Auch wer für TV Now bezahlt, bekommt weiter Werbung zu sehen. Kostenlos bleibt das Streaming vieler Serien und Shows bis sieben Tage nach TV-Ausstrahlung bei RTL.
presseportal.de, dwdl.de, tvnow.de

Otro vermarktet Fußball-Stars in einer App.

Otro versucht mit einem Mix aus Community und Streaming Fußball-Fans zum Bezahlen zu animieren. Die neue App-Plattform zeigt für 3,99 Euro Videos und Interviews mit Stars wie David Beckham und Lionel Messi. Hinter der Content-Marketing-Maßnahme der Fußball-Elite stehen Unternehmer Simon Oliveira, Investor 23 Capital und die Digitalagentur R/GA.
otro.com, forvision.de

YouTube halbiert die Preise für seine Dienste Music und Premium für Studenten.

YouTube will sich auf dem Campus beliebter machen und halbiert die Abo-Preise für seine Dienste YouTube Music und YouTube Premium. Auch die Konkurrenten Spotify und Apple Music bieten für Studenten vergünstigte Tarife an. Der Rabatt gilt vorerst für Studenten in den USA, soll aber auf weitere Länder ausgeweitet werden.
cnet.com

Sky-Cheftrainer Jacques Raynaud bekennt sich zu Sportainment.

Sky definiert seine Fußball-Übertragungen als Sportainment, der Kombination aus Sport und Entertainment. Einfach nur ein Spiel zu übertragen, reiche nicht, "um die ohnehin geringe Aufmerksamkeitsspanne der Menschen zu gewinnen", sagt Jacques Raynaud, Chef für Sport und Vermarktung. Sky versucht, möglichst viel und möglichst individuell nutzbare Inhalte aus dem Spieltag zu kreieren.
"Die Zeit" 48/2018, S. 20 (Paid)

Zahl des Tages: BuzzFeed News lockt zahlende Unterstützer mit exklusiven E-Mails.

Zahl des Tages: Um 5 Dollar im Monat bittet BuzzFeed News seine Leser zur Finanzierung der Recherchen. Das neue Mitglieds­programm bietet den Unterstützern exklusive E-Mails, soll aber kein Vorbote für eine Paywall sein. Wer 100 Dollar im Jahr zahlt, bekommt zudem einen Stoffbeutel.
techcrunch.com, support.buzzfeednews.com

Fox News startet seinen Streamingdienst für "Superfans" Ende November.

Fox News geht mit Fox Nation, Online-Bezahlangebot für "Superfans", am 27. November ans Netz. Der Dienst kostet eingefleischte Fans des Lieblingssenders von Donald Trump monatlich 5,99 Dollar oder 64,99 Dollar im Jahr. Der Launch für die rechtskonservative Plattform war ursprünglich vor den US-Midterm-Wahlen am 6. November geplant.
theverge.com, turi2.de (Background)

Video und Paid Content: "Handelsblatt"-Digitalchef Sebastian Matthes im Strategie-Gespräch.


Sendungsbewusst: Digitalchef Sebastian Matthes führt das "Handelsblatt" mit Bewegtbild und Bezahlinhalten in die Zukunft. Beim Besuch von turi2.tv im TV-Studio in Düsseldorf erzählt Matthes sichtlich stolz, dass es bereits 30 bis 40 Kollegen vor die Kamera gezogen hat. Trotz professioneller Anmutung will Matthes keinem TV-Sender Zuschauer abjagen: "Wir wollen unseren Lesern die Gelegenheit geben, die Kolleginnen und Kollegen noch mal anders zu erleben."

Video-Interviews und Expertengespräche, die hier entstehen, erscheinen genauso selbstbewusst hinter der "Handelsblatt"-Paywall wie Texte aus der gedruckten Zeitung. Seit fünf Monaten bittet die Online-Ausgabe schon nach wenigen kostenfreien Klicks die Leser zur Kasse – laut Matthes mit Erfolg: Die Zahl der pro Monat neu gewonnenen Bezahlnutzer habe sich im Vergleich zum Vorjahr um 100 % gesteigert. Und auch größere Reichweitenverluste von Handelsblatt.com seien ausgeblieben. Schwankungen schiebt Matthes eher auf saisonale Effekte als die Paywall.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

FAZ startet Einsteiger-Flatrate F+.


Kleine Summen für kluge Köpfe: Die "FAZ" startet ihr bereits angekündigtes Flatrate-Modell F+. Für zunächst 2,95 Euro pro Woche, also 11,80 Euro im Monat, bekommen die Nutzer Zugriff auf alle Artikel von faz.net, die hinter der Paywall liegen. Das sind nach eigenen Angaben mehr als 500 Texte pro Monat. Die ersten 30 Tage sind kostenlos. Ab dem zweiten Jahr kostet das Abo 4,95 Euro pro Woche. Bei Nichtgefallen können die Leser F+ jederzeit kündigen.

Auf das E-Paper von "FAZ" und "FAS" haben die Nutzer des Billig-Abos keinen Zugriff. F+ ist nicht zu verwechseln mit dem Angebot, das bis Mitte September noch "FAZ plus" hieß und eine Browser-Version der gedruckten Zeitung bietet. Dieses Angebot heißt inzwischen FAZ Edition.
faz.net, turi2.de (Background)

Zitat: Frank Dopheide will Preisschilder auf alle Handelsblatt -Produkte kleben.

"In dem Moment, wo du billig wirst ... they never come back. Wenn du eine Premiummarke verschenkst, kriegst du sie nie wieder auf die Kö."

Handelsblatt-Chef Frank Dopheide erläutert im turi2.tv-Interview, warum die Zeit der Gratiskultur vorbei ist. Auch das Morning Briefing soll "demnächst" etwas kosten.
turi2.tv (Dopheide über Paid Content)

"Wir sind von Monarchie auf Demokratie gewechselt (...) vom System Leitwolf auf Schwarmintelligenz."
turi2.tv (Dopheide über die Post-Steingart-Ära)

"Wir werden uns vom Reichweitenmodell langfristig verabschieden. Wir gehen weg von B2B hin zu B2P, dem Professional."
turi2.tv (Dopheide über seine Strategie)

"Die Messgröße lautet: Jeder Leser spürt den Wert und dokumentiert es dadurch, dass er irgendwas bezahlt."
turi2.tv (Dopheide über kostenpflichtiges Morning Briefing)

"Zur Information muss Qualifikation kommen, weil Journalisten mit ihren Fähigkeiten, auf Aktualität zu reagieren, Inhalte aufzubereiten, vielen überlegen sind."
turi2.tv (Dopheide über den Weg zum Bildungsunternehmen)

"Ideenreichtum ist unser Asset für die Zukunft. Es ist nicht Effizienzstreben, Abschneiden, Verpacken in größeren Einheiten – wir glauben, mit Ideenreichtum erfinden wir uns selbst neu."
turi2.tv (Dopheide über seine Prioritäten)

Sky erobert die Premier League von Dazn zurück.


Sky flying high: Der Bezahlsender schafft den Anti-Brexit und erobert die Übertragungsrechte an der britischen Premiere League zurück. Derzeit überträgt die Streaming-Plattform Dazn, die sich mit tiefen Taschen ein breites Portfolio zusammengekauft hat. Die Premier League ist ein Aushängeschild, läuft ab der kommenden Saison aber wieder für drei Jahre bei Sky.

Der Deal gilt für Übertragungen im gesamten deutschsprachigen Raum. Er umfasst TV, Web und Mobile. Sky kann außerdem Ausschnitte in seinem Nachrichten-Kanal sowie frei auf seiner Website zeigen. Nicht-Kunden können per Sky Ticket Zugang zu einzelnen Spielen kaufen. Dazn fehlt damit künftig die Liga des Fußball-Mutterlandes, die zugleich Heimatliga der eigenen Mutter ist: Dazn gehört der britischen Perform Group.
dwdl.de, presseportal.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ralph Fürther: Sky stellt sich breiter auf für die Duelle mit Netflix und Amazon.

Ralph Fürther: Sky stellt sich breiter auf für die Duelle mit Netflix und Amazon.

Alte Feinde, neue Verbündete: Der Bezahlsender Sky macht Schluss mit alten Fehden und nimmt neue Gegner ins Visier. Kommunikationschef Ralph Fürther sagt im turi2.tv-Interview anlässlich des Free-TV-Starts von Babylon Berlin, dass ARD und ZDF längst nicht mehr die Konkurrenz für den Pay-Sender sind. Die neue Serie ist die erste Co-Produktion zwischen Sky und der ARD, die Zusammenarbeit habe hervorragend funktioniert und könne Vorbild für weitere sein. Gefährlicher als die Wettbewerber auf dem deutschen Markt schätzt Fürther die Konkurrenz durch Netflix und Amazon ein. "Es braucht gute Kooperationen, um weiterhin Premium-Rechte erwerben zu können", sagt Fürther.

Sky hat die teuerste deutschsprachige Serie als erstes zeigen dürfen, satte zwölf Monate vor der ARD-Premiere. Als heimlicher Gewinner der Kooperation will er trotzdem nicht gelten: "Es gibt nicht 'den Gewinner'", sagt Fürther und gibt sich überzeugt, dass die Serie nicht nur ein Erfolg für Sky wird, sondern auch in der ARD. Fürther denkt indes schon weiter: Die zweite Staffel der Serie ist bei Sky bereits gelaufen, die Dreharbeiten für die dritte beginnen im November.
turi2.tv (4-Min-Interview)

"Das lineare Programm öffnen": Degeto-Chefin Christine Strobl über die Strategie hinter "Babylon Berlin".


Alte und neue Welt: Degeto-Chefin Christine Strobl verantwortet für die ARD das Prestige-Projekt "Babylon Berlin". Die Kooperation mit dem Bezahlsender Sky feiert am Abend Free-TV-Premiere auf dem "Tatort"-Sendeplatz und soll, so erzählt Strobl im Video-Interview mit turi2.tv, vorbildhaft sein für weitere Produktions-Partnerschaften. Jetzt müsse die Serie aber "erstmal den Beweis antreten, dass sie auch bei uns funktionieren". Partner Sky durfte die Serie zuerst im Pay-TV zeigen.

Um sich solche große Produktionen leisten zu können, ohne auf Klassiker wie den "Tatort" verzichten zu müssen, ist die Degeto-Chefin offen für weitere Kooperationen, "wenn jeder den anderen in seiner Spielwiese leben lässt." Strobl plädiert dafür, bei der Suche nach Kooperationspartnern die Scheuklappen abzulegen und schließt auch eine Zusammenarbeit mit RTL "oder sogar dem ZDF" nicht aus. Im Gespräch am Rande des Come Togethers der ARD ZDF Medienakademie verrät Strobl außerdem, was eine Serie für sie braucht, damit sie nicht mehr abschalten kann: gute Charaktere.
turi2.tv (4-Min-Interview auf YouTube)

Bundesliga: Sky zeigt Eurosport-Spiele in Sportbars bis einschließlich der Saison 2020/21.

Discovery und Sky kooperieren bei der Ausstrahlung von Bundesliga-Spielen. Sky Sport- und Hotelbars können über den Discovery-Kanal Eurosport 2 HD Xtra insgesamt 40 Bundesliga-Spiele zeigen, darunter u.a. 30 Freitagsspiele. Gastronomen können Spiele im Gegenzug nicht mehr über den Eurosport Player für Privatpersonen senden, was eine Preissteigerung von 50 Euro im Jahr auf mindestens 60 Euro im Monat bedeutet, wie DWDL berichtet.
discovery-networks.de, dwdl.de

Funke trennt Reichweiten-Portale und Zeitungs-Websites.


Neues Digital-Menü: Die Funke Gruppe schraubt an der Struktur ihrer Digitalangebote. Künftig sollen die Online-Seiten der Lokalzeitungen, u.a. Abendblatt.de und Morgenpost.de, verstärkt für Paid Content trommeln. Die neuen Abos sollen technisch unkompliziert und auch für kurze Zeit möglich sein. Technische und inhaltliche Unterstützung sollen die Markenportale aus der Digital-Einheit der Zentralredaktion in Berlin erhalten, etwa bei Datenprojekten. Carsten Erdmann leitet die Truppe und soll als "Impuls- und Taktgeber" für alle Digitalangebote wirken.

Die Reichweitenportale DerWesten.de, Thüringen24, news38 werden künftig zentral aus Essen gesteuert. Leiterin ist Marie Todeskino, die bereits als Chefredakteurin von DerWesten.de wirkt. Vom Umbau betroffen sind laut Funke konzernweit rund 30 Mitarbeiter aus den Verlagsbereichen und der Technik. Geschäftsführer Andreas Schoo deutet in der Pressemitteilung an, dass es inhaltliche Änderungen gibt: "Funke Digital hat bisher unzählige Wunschmenüs angeboten, jetzt werden wir nur noch eine Handvoll Speisen zur Auswahl stellen."
funkemedien.de

"Spiegel" zieht nach drei Monaten eine positive Bilanz zu Spiegel Plus.

Bezahlen, was ist: Der "Spiegel" bewertet sein neues Paid-Content-Modell Spiegel+ drei Monate nach dem Start deutlich positiv. Im "Spiegel"-Entwicklerblog schreibt Stefan Ottlitz (früher Plöchinger), Leiter der Produktentwicklung, die Ergebnisse nach drei Monaten lägen "weit über den Businessplänen". 13.500 zusätzliche Abonnenten habe der "Spiegel" gewonnen, außerdem 10.000 Probe-Abonnenten. Den überwiegenden Teil der neuen Abos wickle der Verlag über sein eigenes Bezahlsystem ab. Über iOS verbuche der "Spiegel" deutlich mehr Abos als über Android. Neukunden generiere der Verlag mit relativ geringen Mitteln zuverlässig, indem er einzelne Artikel auf Facebook und Instagram bewerbe.

Mit bestehenden Abonnenten zähle der "Spiegel" nun 94.500 Nutzer mit Zugriff auf das kostenpflichtige Digitalangebot. Darunter seien etwa 5.000 ehemalige Spiegel-Daily-Nutzer sowie gut 31.000 bisherige Abonnenten der Digital-Ausgabe und weitere 35.000 Kombi-Bezieher. Ende Mai hatte der "Spiegel" sein neues Bezahlmodell vorgestellt. Seitdem bietet er eine Digital-Flatrate für rund 20 Euro pro Monat, die alle Bezahlinhalte auf Spiegel Online sowie die Digitalausgabe des Magazins umfasst.
medium.com, turi2.de (Background Bilanz nach dem ersten Monat), turi2.de (Start von Spiegel+)

Buzzfeed testet freiwilliges Bezahlmodell.

Buzzfeed testet in Kooperation mit Google ein freiwilliges Bezahlmodell. Nutzer werden aufgefordert, einen selbst gewählten Betrag zu zahlen, um umfangreiche Berichterstattung zu finanzieren. Die Inhalte bleiben frei zugänglich. Bei Erfolg des Modells könnte Buzzfeed zusätzliche Funktionen für Abonnenten anbieten. Bei der technischen Umsetzung hilft Google im Rahmen seiner News Initiative.
digiday.com

TV-Piraterie verursacht Umsatzeinbußen und Steuerausfälle im Mio-Bereich.

TV-Piraterie: 1,9 Mio Deutsche nutzen regelmäßig illegale Live-TV-Streams, insbesondere Sport, sagt ein Gutachten des Lobbyverbands Vaunet. Hauptgrund seien zu hohe Kosten legaler Angebote. Durch die illegale Nutzung entgingen den TV-Anbietern mehr als 430 Mio Euro Umsatz pro Jahr. Hinzu kämen Steuerausfälle von bis zu 170 Mio Euro. Den höchsten Anteil illegaler Nutzung machen junge Männer zwischen 18 bis 23 Jahren aus.
presseportal.de, vau.net (Details)

Sky Sport News HD plant Konkurrenz-Format zum "Fantalk" von Sport1.

Champions League: Sky startet zur neuen Saison auf seinem Free-TV-Sender Sky Sport News HD die Sendung "Champions Corner" mit Moderator Florian Schmidt-Sommerfeld. Die Sendung läuft ähnlich wie der "Fantalk" von Sport1 ohne Live-Bilder, der Live-Kommentar aus der Sky-Konferenz soll jedoch regelmäßig eingespielt werden. Die Sendung läuft dienstags und mittwochs von 20:45 Uhr bis 23:00 Uhr. Als Experten an Bord sind Mirko Slomka sowie Margot Dumont, Reporterin von beIn Sports in Frankreich.
dwdl.de

"manager magazin" startet neues Digitalangebot und erhöht den Heftumfang.

manager magazin startet Ende September das Online-Bezahlangebot "Manager Magazin Premium", schreibt Gregory Lipinski. Wie beim Verlags-Flaggschiff "Spiegel" können Abonnenten das komplette Heft online lesen, ergänzt um weitere Inhalte. Das Abo soll monatlich kündbar sein und etwa 9 Euro kosten. Das Heft wächst um vier bis acht Seiten. Das Format verkleinert das "manager magazin" zeitgleich leicht, sodass es künftig so groß ist wie "Capital".
meedia.de

Meinung: Paywalls schränken Meinungsvielfalt ein.

Paywalls reduzieren für einige Bevölkerungsschichten den Zugang zu gesellschaftlichen Themen wie Rechtspopulismus und Klimawandel, schreibt Ilija Matusko, die das freiwillige Online-Bezahlmodell der "taz" betreut. Wer für Journalismus zahlen müsse, wähle zudem am ehesten Medien, die dem eigenen Weltbild entsprechen, was den gesellschaftlichen Diskurs einschränke.
taz.de

"Hamburger Abendblatt" soll online künftig vor allem Abo-Abschlüsse erzielen.


Kasse statt Masse: Funke ändert die Online-Strategie beim "Hamburger Abendblatt", schreibt Gregory Lipinski. Künftig soll die Redaktion nicht an erster Stelle Reichweite erzielen. Vielmehr sollen die Inhalte Aboabschlüsse generieren. Dafür will Funke stärker auf tiefgründige und investigative Inhalte setzen. Widersprüchliche Aussagen gibt es darüber, ob die neue Strategie auch mit einem Umbau der Redaktion einhergeht.

Das "Hamburger Abendblatt" soll das neue Modell stellvertretend für alle Funke-Titel testen. Bei Erfolg will der Verlag es auf seine weiteren Titel übertragen. Inspiration für die veränderte Art der Qualitätsmessung könnte Netflix geliefert haben. Der Streaminganbieter bemisst den Erfolg seiner Inhalte danach, wie viele neue Abos ihnen zuzuordnen sind. Dafür setzt Netflix allerdings auf deutlich mehr Daten.
meedia.de

Musik-Streaming übersteigt den Umsatz von CDs.

Audio-Streaming überholt im ersten Halbjahr 2018 erstmals den Umsatz von Audio-CDS, sagt der Bundesverband Musikindustrie. Spotify und Co machen inzwischen 47,8 % des Gesamt-Umsatzes von 727 Mio Euro aus, ein Zuwachs von 35 %. Musik-CDs steuern nur noch 34,4 % bei, fast 25 weniger als Mitte 2017. Auch der Anteil von Downloads ist mit 8,5 % weiter rückläufig.
faz.net, musikindustrie.de

US-Handelskonzern Walmart plant einen eigenen Video-Streamingdienst.

Walmart will seinem Erzfeind Amazon mit einem eigenen Video-Streamingdienst Konkurrenz machen, schreibt The Information. Demnach soll das Angebot des US-Handelskonzerns mit 8 Dollar unter dem Preis von Amazon liegen und vor allem die Bevölkerung im zentralen Heartland der USA ansprechen. Helfen könnte bei der Umsetzung der Videodienst Vudu, den Walmart 2010 übernommen hat, aber nur bedingt erfolgreich betreibt.
theinformation.com (Paid) via heise.de, sueddeutsche.de