Paid Content ist der Versuch der Verleger, dem Online-Journalismus ein Preisschild anzuheften. lexikon2.de

"Zeit" generiert 10.000 Probe-Abos mit ihrem Online-Bezahlangebot.

Zeit hat seit der Einführung ihres Bezahlangebots im März 200.000 Registrierungen und 10.000 Probe-Abonnements generiert, berichtet "DNV". Mit den gewonnenen Daten will der Verlag nun die Vermarktung und die Abo-Akquise verbessern. Seit Ende März stellt die "Zeit" alle Artikel auch online. Für viele Beiträge ist lediglich ein Login nötig, für andere zusätzlich ein Digital-Abo.
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Sky Sport Schweiz startet kommende Woche als reiner Online-Dienst.

Sky startet seinen angekündigten Sport-Ableger in der Schweiz am kommenden Donnerstag. Das Angebot ist nur übers Internet zu empfangen, im Web und auf Mobilgeräten, Smart-TV-Apps und die Verbreitung über IPTV-Plattformen ist geplant. Für knapp 20 Franken im Monat zeigt Sky Sport die Sportarten, für die Sky auch die Rechte in Deutschland und Österreich hält, z.B. Bundesliga, Champions League, Handball, Tennis, Formel 1 und Golf.
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Keine Einigung mit Sky: Eurosport zeigt Bundesliga-Spiele über Sat-Plattform HD+.


Sky-ne Einigung: Eurosport und Sky finden im Streit um die Übertragung von Bundesligaspielen keinen Kompromiss. Nun wechselt die Discovery-Tochter den Partner für die Pay-TV-Verbreitung und sendet seine 45 Begegnungen über die Satelliten-Plattform HD+, berichten übereinstimmend "Süddeutsche Zeitung" und DWDL. Die Spiele sollen auf dem eigens dafür gegründeten Kanal Eurosport 2 HD Xtra laufen – für fünf Euro pro Monat, zuzüglich zur HD-Gebühr von 69 Euro im Jahr.

Eigentlich wollte Eurosport die Spiele bei seinem Pay-TV-Sender Eurosport 2 zeigen, der u.a. über Sky empfangbar ist. Mit HD+ bringt der Sportsender einen Partner aufs Spielfeld, der bisher nur die HD-Versionen privater Free-TV-Sender wie RTL und ProSieben über Satellit verbreitet. Kabel-Nutzer schauen bisher in die Röhre oder müssen die Fußballspiele im Netz über den kostenpflichtigen Eurosport-Player ansehen. Die Bundesliga startet in zwei Wochen.
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Sky erreicht erstmals mehr als 5 Mio Abonnenten.

Sky hat im Juli erstmals die Marke von 5 Mio Abonnenten in Deutschland überschritten und schreibt schwarze Zahlen, sagt Deutschlandchef Carsten Schmidt der dpa. Im Geschäftsjahr 2016/17 hat Sky Deutschland unterm Strich 365.000 Kunden dazugewonnen. Der Umsatz ist um 9 % auf 2,16 Mrd Euro gestiegen. Der Betriebsgewinn vor Steuern und Zinsen legt von 5 auf 47 Mio Euro zu. Zum Überschuss sagt Sky nichts. Für Telekom-Kunden bietet Sky ein extra geschnürtes Sport-Paket an, in Spanien plant Sky den Start eines Streaming-Angebots.
digitalfernsehen.de (Bilanz), dwdl.de (Telekom), new-business.de (Spanien)Kommentieren ...

Umsätze von deutschsprachigen Pay-TV-Anbietern steigen auf über 3 Mrd Euro.

Pay-TV und Paid-Video-on-Demand-Angebote erwirtschaften 2016 in Deutschland, Österreich und der Schweiz erstmals mehr als 3 Mrd Euro Umsatz, sagt der VPRT. Das ist ein Plus von 11 %. Auf Deutschland entfallen 2,7 Mrd Euro, rund 200 Mio Euro mehr als 2015. Für 2017 prognostiziert der Privatsender-Verband einen Anstieg um 10 bis 12 % auf rund 3,4 Mrd Euro Umsatz im deutschsprachigen Raum.
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Facebook startet erste Tests für Instant-Paywall im Oktober.

Facebook fb-logo-neuFacebook startet sein Paywall-Feature im Oktober mit einer Testperiode, verkündet Campbell Brown, Facebooks Verbindungsfrau für Nachrichtenmedien, bei einer Konferenz. Nach zehn Instant Articles sollen Nutzer auf eine Abo-Seite der jeweiligen Publikation weitergeleitet werden – der elfte Artikel wäre dann nur noch für Kunden zugänglich.
adweek.comKommentieren ...

Facebook und US-Verlage einigen sich auf Eckpunkte für Bezahl-Modell.

Facebook-LogoFacebook wird bei seinem Abo-Modell für Instant Articles sowohl ein Freemium-Modell als auch Metered Paywalls ermöglichen, hat Lucia Moses erfahren. Die Preise sollen die Verlage selbst bestimmen. Ferner hätten sich Facebook und die Verleger darauf verständigt, dass Facebook Daten über die Abonnenten übermittelt. Eine Option, mit der Nutzer ein Kombi-Abo für Publikationen verschiedener Unternehmen abschließen können, werde es nicht geben. Erste Tests des Abo-Modells sollen Ende 2017 starten.
digiday.comKommentieren ...

Spiegel Daily hat laut einem Bericht bislang weniger als 3.000 Voll-Abonnenten.

Spiegel Daily, digitale Abendzeitung des "Spiegel", hat knapp zwei Monate nach dem Start weniger als 3.000 Voll-Abonnenten, will Gregory Lipinski aus Verlagskreisen gehört haben. Der Verlag kommentiert die Zahlen nicht. Stimmen sie, wäre das Prestige-Projekt, das regulär monatlich 6,99 Euro oder wöchentlich 2,49 Euro kostet, bislang kein Umsatztreiber.
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"Süddeutsche" macht mit Textmarketing Lust auf Paid Content.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung beschäftigt mit Jenny Buchholz eine Textmarketing-Redakteurin, die aus der Zeitung jeden Tag vier Geschichten auswählt, um damit Online-Nutzern den Premium-Zugang schmackhaft zu machen. Dabei wäre es verkehrt, die Leser mit übertriebenen Schlagzeilen anzulocken, schließlich sollen sie nicht enttäuscht werden und wiederkommen, sagt Buchholz im NiemanLab-Porträt.
niemanlab.orgKommentieren ...

Online-Magazin Juiced erfindet sich als Online-Shop für Indie-Magazine neu.

Juiced, Online-Magazin von Daniel Höly, wird zum Online-Shop für Indie-Magazine. Zum Start sind zehn unabhängige Zeitschriften im Angebot, u.a. Die Epilog, Kater Demos, Rosegarden, Shift und WASD. Weitere Titel sollen folgen. Höly will mit dem Online-Shop einen "bescheidenen Beitrag zu journalistischer Meinungsvielfalt und verlegerischer Monetarisierung" leisten und konzentriert sich auf seine Funktion als Herausgeber und Chefredakteur von "Shift".
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Laterpay meldet 3 Mio verkaufte "Spiegel"-Plus-Texte.

Spiegel Plus hat über Laterpay innerhalb eines Jahres 3 Mio Artikel verkauft, sagt Laterpay-Chef Cosmin Ene (Foto) zu Meedia. Laterpay nutzt das Bierdeckel-Prinzip: Erst, wenn Artikel im Wert von mindestens 5 Euro aufgelaufen sind, muss der Nutzer zahlen. 63 % der registrierten Nutzer erreichen laut Ene diese Schwelle, 29 % der Nutzer sogar mehrfach. Ende 2016 hatte Ulrike Simon berichtet, Spiegel Plus erwirtschafte "kaum nennenswerte Erlöse".
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Stefan Plöchinger setzt für die "Süddeutsche" voll auf Paid Content.


Digitales Power Pay: Stefan Plöchinger wundert sich über die These, Paid Content und Journalismus passten nicht zusammen. Der Digitalchef der "Süddeutschen Zeitung" verbreitet Optimismus für leserbezahlten Online-Journalismus. Im turi2.tv-Video sagt Plöchinger: "Viele Menschen haben sich vielleicht 20 Jahre gewundert, warum das alles kostenlos im Internet steht."

Plöchinger argumentiert mit 55.000 digitalen "SZ"-Abos im Rücken. Sie verdienen inzwischen mehr Geld für Süddeutsche.de als klassische Display-Werbung. Für Leitartikel öffnen nur wenige Leser ihre Geldbörse. Plöchinger kann sie mit Magazin-Inhalten, Interviews und "einfach guten Geschichten" zum Bezahlen bewegen. Die Panama-Papers-Recherche habe "ein paar hundert" Nutzer zu zahlenden Kunden konvertiert. Plöchinger rät: "Man darf nicht viel Zeit vergehen lassen mit kostenlosen Abos, sodass sich die Leute daran gewöhnen."
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)2 Kommentare

Sport-Streamingdienst Dazn will zu Kundenzahlen von Sky aufschließen.

Dazn will mit der Champions League zu den Kundenzahlen von Sky aufholen, schreibt das "manager magazin". Der Sport-Streamingdienst will den Preis aber weiterhin bei knapp zehn Euro im Monat halten, um mit "Preisdifferenzierung" zu punkten. Dazn und Sky teilen sich ab 2018 die Rechte an der Champions League, laut "manager magazin" darf Dazn aber mehr Partien live zeigen.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Reichweite von Zeit Online leidet nicht unter Paid Content, Registrierungen verdreifachen sich.

Zeit Online zieht nach drei Monaten Paid Content via "W&V" eine erste Bilanz: Vertriebsgeschäftsführer Enrique Tarragona zählt mehr als 100.000 Neuregistrierungen, eine Verdreifachung. Fast 10.000 Nutzer hätten ein Probeabo abgeschlossen. Die Reichweite habe nicht darunter gelitten, dass einige Artikel nur noch für registrierte Nutzer, andere nur gegen Bezahlung lesbar sind. Auf Werbung will Zeit Online auch hinter der Bezahlschranke nicht verzichten und denkt bereits an Vermarktungsmodelle, die den höheren Wert der registrierten Nutzer berücksichtigen.
"Werben & Verkaufen" 26/2017, S. 50/51 (Paid)Kommentieren ...

"Bild" macht Ü50-Mitarbeiter zu Versuchskaninchen für Paid Content.

Bild testet Bezahl-Inhalte an Kollegen über 50: Die gereiften Mitarbeiter bekommen jeden Tag zwei bis drei Schlagzeilen per E-Mail und sollen entscheiden, für welche sie Geld bezahlen würden, sagt Bild.de-Chef Julian Reichelt der dpa. Damit will "Bild" ausgleichen, dass die Macher heute zum Teil wesentlich jünger sind als die Durchschnittsleser. Meistens liege er mit der Vorauswahl richtig.
grenzecho.netKommentieren ...

Universität Oxford stellt steigende Bereitschaft fest, für Journalismus zu bezahlen.

Paid Content wird von Lesern und Zuschauern zunehmend akzeptiert, stellt die Universität Oxford in ihrem Digital News Report 2017 fest. Insgesamt lies deren Reuters Institute im Januar und Februar 70.000 Online-Nutzer in 36 Ländern befragen. 13 % von ihnen geben Geld für Abos oder einzelne Artikel aus. Die Zahlungsbereitschaft in Deutschland liegt unter dem Durchschnitt: Knapp jeder Zehnte zahlt, nur 3 % besitzen ein Digital-Abo.
sueddeutsche.deKommentieren ...

News Corp. führt Gespräche mit Facebook über ein Abo-Model.

News Corp. befindet sich in "sehr weit fortgeschrittenen" Gesprächen mit Facebook zu einem Abo-Model für seine Online-Inhalte, sagt CEO Robert Thomson. Facebooks Lösung sei nicht nur für sein Unternehmen, sondern auch für kleine Verlage wirksam, so Robert Thomson. Vor kurzem hatte das zu News Corp. gehörende "Wall Street Journal" bereits über Facebooks Pläne für eine Abo-Funktion berichtet.
adage.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Apple will Zahlungen an Plattenfirmen reduzieren.

Apple Music will der Musikindustrie weniger zahlen, berichtet Bloomberg. Demnach sollen die Musik-Labels statt bisher 58 % nur noch 52 % der Abo-Einnahmen bekommen. Apple hatte den Plattenfirmen einst freiwillig mehr gezahlt, um Bedenken zu erwidern, durch den Streaming-Dienst könnten die Download-Umsätze bei iTunes massiv einbrechen.
bloomberg.com via handelsblatt.comKommentieren ...

Zitat: Universal-Music-Chef Frank Briegmann gibt sich mit Reichweite allein nicht zufrieden.

"Reichweite zahlt uns keine Rechnung."

Frank Briegmann, Chef von Universal Music, motiviert alle Inhalte-Anbieter, die Hand aufzuhalten.
turi2 vor Ort bei Zeitung Digital in Berlin.

 

Aus dem Archiv von turi2.tv: Frank Briegmann rät: "Unterschätzen Sie nicht das haptische Erlebnis". (Dezember 2015)

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Amazon eröffnet seinen Online-Kiosk Amazon Newsstand in Deutschland.


Büdchen im Netz: Amazon bringt seinen digitalen Kiosk Amazon Newsstand noch diesen Monat nach Deutschland, erfährt DNV Online von mehreren Verlagen und Dienstleistern. Im Sortiment soll es Einzelhefte und Abos geben – von wie vielen Titeln ist noch nicht bekannt. In den Filialen in den USA und Großbritannien liegen bereits die "Süddeutsche", das "Handelsblatt" und die "Wirtschaftswoche" im virtuellen Regal. Einige Verlage sehen das Angebot mit Bauchschmerzen, weil dort verkaufte Exemplare (noch) nicht in die IVW-Statistik zählen.

Amazon verteilt außerdem viele Freiexemplare. In den USA beginnt ein Magazin-Abo mit 30 Gratis-Tagen, ein Zeitungs-Abo mit 14 Tagen für lau. Ein solches Angebot könnte verlagseigene Konditionen schlecht erscheinen lassen – sofern der Verlag nichts kostenlos anbietet. Mittelfristig soll sich die Auslage im Amazon-Kiosk lohnen, schreibt DNV Online. Die "Financial Times" berichte von signifikanten und stabilen Abo-Zahlen. (Foto: Ian Ehm für die turi2 edition1)
dnv-online.net, amazon.com (internationaler Kiosk)Kommentieren ...

"WiWo": Sky will einige Champions-League-Spiele im Free-TV zeigen.

Sky will einzelne Champions-League-Spiele auf seinem frei empfangbaren Kanal Sky Sport News HD zeigen, berichtet die "Wirtschaftswoche". Ab 2018/19 halten Sky und der Streaming-Dienst Dazn die Rechte. Beide Unternehmen wollen nach einem komplexen Muster ausknobeln, wer welches Spiel zeigt, erfährt das Blog Alles außer Sport. Demnach will Sky alle Spiele in Konferenzen und einige einzeln zeigen. Dazn zeigt alle Spiele einzeln und keine Konferenz. Dem Blog zufolge darf Sky in seinen Konferenzen maximal 30 Minuten pro Spiel ausstrahlen.
wiwo.de, allesaussersport.de via dwdl.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Xing verkauft Paid Content von Verlagen.


Die Kassen sollen xingeln: Xing will Bezahl-Inhalte von Verlagen über seine Plattform verkaufen, schreibt "Horizont". Teilnehmende Verlage können selbst auswählen, welche Paywall-, E-Paper- oder Print-Texte sie über Xing veröffentlichen und wie viel vom Text nicht zahlende Nutzer zu lesen bekommen. Die Texte erscheinen klar markiert als "News Plus" im Stream und in den Branchennewslettern. Der Kauf soll mit einem Klick möglich sein, da Xing von Premium-Nutzern bereits die Bezahldaten hat. Bei Verkäufen behält Xing 30 % Provision ein.

Zum Start sind u.a. die "Welt", die Fachblätter "Produktion" und "Deutsche Verkehrszeitung" sowie Videos der Zeit Akademie dabei. Xing strebt an, für jede der 25 bedienten Branchen zwei bis drei relevante Player an Bord zu haben.
"Horizont" 24/2017, S. 7 (Paid)Kommentieren ...

Champions League zieht ins Pay-TV – Sky und Dazn übertragen.


Königsklasse zum fürstlichen Preis: Der Sender Sky und die Streaming-Plattform Dazn sichern sich die Rechte für die Übertragung der Champions League. Fußballfans bekommen ab der Saison 2018/19 keine Live-Spiele mehr im frei empfangbaren Fernsehen, das ZDF unterliegt im Poker um die Rechte. Der Vertrag gilt für zwei drei Spielzeiten.

Sky wird die Spiele im Fernsehen und auf seinen Mobil-Plattformen verbreiten. Mit Sublizenz streamt Dazn, ein Teil der Perform Group. Wer wann genau was überträgt, wollen die Unternehmen später mitteilen. Besonders bitter ist der Deal für das ZDF: In der zurückliegenden Saison sahen im Schnitt 7 Mio Zuschauer die Übertragungen – darunter auch viele Jüngere, die das ZDF sonst nur aus Erzählungen ihrer Großeltern kennen. Intendant Thomas Bellut wirft ein, das ZDF sei trotzdem "wettbewerbsstark".
presseportal.de, dwdl.de, presseportal.de (Statement Bellut), dwdl.de (Analyse)7 Kommentare

Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz verkaufen Übermedien-Abos über Steady.

Übermedien verabschiedet sich von Blendle und verwaltet seine Abos künftig über den Dienstleister Steady, gegründet u.a. von Krautreporter-Chef Sebastian Esser. Die Medienkritik-Seite von Stefan Niggemeier (Foto, links) und Boris Rosenkranz bietet neben dem 3,99-Euro-Monatsabo neu auch ein 7,99-Euro- und ein 24,99-Euro-Angebot. Wer mehr zahlt, soll Extras wie Video-Livechats bekommen. Schon bestehende Abos werden zunächst weiter via Blendle abgewickelt. Die Übermedien-Macher wechseln den Anbieter auch, weil sie Technologie und Service von Steady bevorzugen. Sie haben, eineinhalb Jahre nach dem Start, 2.550 Abonnenten.
turi2 – eigene Infos, steadyhq.com, uebermedien.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Stefan Niggemeier im Interview zum Start von Übermedien.de.
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Insider: Amazon plant Übertragung linearer Pay-TV-Sender auch in Deutschland und Großbritannien.

Amazon steht offenbar vor dem Start seines TV-Streaming-Angebots Amazon Channels auch in Deutschland und Großbritannien, schreibt Broadband TV News unter Berufung auf zwei Insider. Das Angebot werde rund 25 lineare Pay-TV-Sender enthalten und soll in Konkurrenz zu etablierten Pay-TV-Plattformen treten. In den USA streamt Amazon TV-Sender bereits seit Ende 2015. Nur Prime-Mitglieder haben Zugang, müssen aber zusätzlich für den Kanal zahlen.
broadbandtvnews.comKommentieren ...

Zitat: Nora-Vanessa Wohlert hält Erfolg mit Paid Content für eine Frage der Kreativität.

"In Deutschland könnten Verlage noch kreativer werden und den Nutzern besser zuhören. Für gute Inhalte sind Nutzer nämlich sehr wohl bereit auch zu zahlen."

Edition-F-Gründerin Nora-Vanessa Wohlert sammelt für eine Online-Akademie und hat per Crowdfunding schon mehr als 120.000 Euro zusammen.
meedia.de, turi2.de (Video-Interview)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Nora-Vanessa Wohlert verwandelt mit Edition F weibliche Emotionen in Euros.

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"Financial Times"-Mutter Nikkei steigt bei Blendle ein.

Geldspritze aus Fernost: Der japanische Medienkonzern Nikkei, seit Mitte 2015 Besitzer der "Financial Times", steigt bei Blendle ein und investiert einen nicht genannten Betrag in den niederländischen Artikel-Kiosk. Auch der niederländische Investmentfonds INKEF Capital wird neuer Gesellschafter. Jon Slade, Chief Commercial Officer bei der "Financial Times", sieht das Investment als Bestätigung für den "Wert von Qualitätsjournalismus", der "auch ein gutes Geschäft" sein könne. Robert Jan Galema, Managing Director bei INKEF, sieht Blendle im Journalismus als das Gegenstück zu Spotify bei Musik und Netflix für Filme.

Auch Springer und der Verlag der "New York Times" sind bereits Gesellschafter bei Blendle. Mit Nikkei und der "Financial Times" stärkt ein weiterer internationaler Medienkonzern das Geschäftsmodell der Holländer. In den Niederlanden bietet Blendle seit Anfang 2017 eine Mini-Flatrate für täglich 20 algorithmisch ausgewählte Artikel. Zu einem Start außerhalb des Heimatmarktes sagt Blendle nichts. In Deutschland dagegen sind offenbar nicht alle Verlage glücklich über die völlige Entbündelung ihrer Zeitungen. So können Blendle-Nutzer Artikel der "Zeit" nur noch lesen, wenn sie auch ein "Zeit"-Abo haben. Einzeln zu kaufen sind nur noch wenige, ausgewählte "Zeit"-Artikel.
poynter.org, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Blendle expandiert - Besuch im Blendle-Büro in Utrecht.

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Gratis-Nutzer bekommen neue Alben bei Spotify erst zwei Wochen später zu hören.

Spotify sperrt Gratis-Nutzer bei neuen Alben von Universal-Künstlern aus. Wer kein zahlender Spotify-Kunde ist, bekommt in den ersten zwei Wochen nach der Veröffentlichung nur die Single-Auskopplungen zu hören. Zusätzlich erhält Universal Music Zugang zu mehr Spotify-Daten als bisher.
spiegel.de, theverge.com, press.spotify.comKommentieren ...

"Zeit" stellt ihre Artikel künftig Login-pflichtig auf Zeit Online.

Zeit veröffentlicht alle Beiträge künftig auf Zeit Online. Dabei setzt der Verlag unter dem Titel Z+ auf eine Mischung aus Freemium-Modell und Metered Paywall. Die Print-Beiträge werden mit einem Logo versehen. Beiträge mit einem grauen Logo sind bis zu einer nicht genannten Obergrenze pro Woche für alle Nutzer, die sich registrieren, kostenlos verfügbar. Beiträge mit einem roten Logo, darunter die Titelgeschichten, sind nur für Digital-Abonnenten verfügbar. Das Digitalabo kostet wöchentlich 4,40 Euro. Reine Print-Abonnenten bekommen für einen Aufpreis von 60 Cent ebenfalls Zugang zu den digitalen Beiträgen. Über den künftigen Umfang an "Zeit"-Artikeln im Online-Kiosk Blendle soll neu verhandelt werden.
blog.zeit.de, meedia.de, horizont.net, dwdl.de, kress.de (Blendle)Kommentieren ...

Zitat: Axel Wüstmann hält Ed-Sheeran-Songs für besser verkäuflich als journalistische Texte.

"Gibt es wirklich einen journalistischen Content, der wie ein Lied von Ed Sheeran irgendwann zum Standardpreis von einem Dollar verkauft wird? Da sollten wir uns keine Illusionen machen."

Axel Wüstmann, CEO des Schweizer Medienhauses AZ Medien, ist bei Paid Content wenig optimistisch. Auch weil Ed-Sheeran-Songs langlebiger sind als Zeitungsartikel, die meist nur einmal gelesen werden.
"Horizont" 13/2017, S. 36 (Paid)
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Amazon macht Prime Video zur Plattform und ist heiß auf Live-Sport.


Mediatheken-Metamorphose: Amazon baut seinen Prime-Videodienst ab spätestens Juni auch in Deutschland zur TV-Plattform um, berichtet Lisa Priller-Gebhardt in "W&V". Nutzer können dann für einen Aufpreis Senderpakete buchen. Amazon will zudem Sport über Prime Video live streamen, um das Angebot aufzuwerten. Ab der Bundesliga-Spielzeit 2017/18 hält Discovery die Rechte an 45 Saisonspielen – und könnte Amazon statt Sky als Plattform wählen. Amazon hält bereits die Rechte für das Bundesliga-Onlineradio.

Widerwillig verhandelt sogar Sky inzwischen mit Amazon, schreibt Priller-Gebhardt. Sky könnte sich gezwungen sehen, seine Inhalte auf der Amazon-Plattform anzubieten. Die Verhandlungen führt laut "W&V" Mirjam Laux, frühere Pay-TV-Chefin bei ProSiebenSat.1 und Ex-Deutschland-Managerin bei Fox. Amazon kommentiert die Personalie nicht. In den USA bieten HBO, Viacom oder NBC Universal ihre Inhalte über das Streaming Partners Program von Amazon an. (Foto: Jens Kalaene/dpa/Picture Alliance)
"W&V" 12/2017, S. 13-15 (Paid)Kommentieren ...

Studie stellt Paid-Content-Hoffnungen der Verlage in Frage.

Digitalkioske wie Blendle oder Pocketstory können für Abonnenten-Schwund bei Verlagen sorgen, sagt eine Studie der Unis Hamburg und Groningen. Demnach generieren die Kiosk-Apps keine neuen Bezahlkunden. Auch mit eigenen Bezahl-Modellen im Netz erreichen die Verlage keine Leser, die es gewohnt sind, kostenlos zu lesen, sagen die Wissenschaftler.
new-business.de, uni-hamburg.deKommentieren ...