Paid Content ist der Versuch der Verleger, dem Online-Journalismus ein Preisschild anzuheften. lexikon2.de

Laterpay meldet 3 Mio verkaufte "Spiegel"-Plus-Texte.

Spiegel Plus hat über Laterpay innerhalb eines Jahres 3 Mio Artikel verkauft, sagt Laterpay-Chef Cosmin Ene (Foto) zu Meedia. Laterpay nutzt das Bierdeckel-Prinzip: Erst, wenn Artikel im Wert von mindestens 5 Euro aufgelaufen sind, muss der Nutzer zahlen. 63 % der registrierten Nutzer erreichen laut Ene diese Schwelle, 29 % der Nutzer sogar mehrfach. Ende 2016 hatte Ulrike Simon berichtet, Spiegel Plus erwirtschafte "kaum nennenswerte Erlöse".
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Stefan Plöchinger setzt für die "Süddeutsche" voll auf Paid Content.


Digitales Power Pay: Stefan Plöchinger wundert sich über die These, Paid Content und Journalismus passten nicht zusammen. Der Digitalchef der "Süddeutschen Zeitung" verbreitet Optimismus für leserbezahlten Online-Journalismus. Im turi2.tv-Video sagt Plöchinger: "Viele Menschen haben sich vielleicht 20 Jahre gewundert, warum das alles kostenlos im Internet steht."

Plöchinger argumentiert mit 55.000 digitalen "SZ"-Abos im Rücken. Sie verdienen inzwischen mehr Geld für Süddeutsche.de als klassische Display-Werbung. Für Leitartikel öffnen nur wenige Leser ihre Geldbörse. Plöchinger kann sie mit Magazin-Inhalten, Interviews und "einfach guten Geschichten" zum Bezahlen bewegen. Die Panama-Papers-Recherche habe "ein paar hundert" Nutzer zu zahlenden Kunden konvertiert. Plöchinger rät: "Man darf nicht viel Zeit vergehen lassen mit kostenlosen Abos, sodass sich die Leute daran gewöhnen."
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)2 Kommentare

Sport-Streamingdienst Dazn will zu Kundenzahlen von Sky aufschließen.

Dazn will mit der Champions League zu den Kundenzahlen von Sky aufholen, schreibt das "manager magazin". Der Sport-Streamingdienst will den Preis aber weiterhin bei knapp zehn Euro im Monat halten, um mit "Preisdifferenzierung" zu punkten. Dazn und Sky teilen sich ab 2018 die Rechte an der Champions League, laut "manager magazin" darf Dazn aber mehr Partien live zeigen.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Reichweite von Zeit Online leidet nicht unter Paid Content, Registrierungen verdreifachen sich.

Zeit Online zieht nach drei Monaten Paid Content via "W&V" eine erste Bilanz: Vertriebsgeschäftsführer Enrique Tarragona zählt mehr als 100.000 Neuregistrierungen, eine Verdreifachung. Fast 10.000 Nutzer hätten ein Probeabo abgeschlossen. Die Reichweite habe nicht darunter gelitten, dass einige Artikel nur noch für registrierte Nutzer, andere nur gegen Bezahlung lesbar sind. Auf Werbung will Zeit Online auch hinter der Bezahlschranke nicht verzichten und denkt bereits an Vermarktungsmodelle, die den höheren Wert der registrierten Nutzer berücksichtigen.
"Werben & Verkaufen" 26/2017, S. 50/51 (Paid)Kommentieren ...

"Bild" macht Ü50-Mitarbeiter zu Versuchskaninchen für Paid Content.

Bild testet Bezahl-Inhalte an Kollegen über 50: Die gereiften Mitarbeiter bekommen jeden Tag zwei bis drei Schlagzeilen per E-Mail und sollen entscheiden, für welche sie Geld bezahlen würden, sagt Bild.de-Chef Julian Reichelt der dpa. Damit will "Bild" ausgleichen, dass die Macher heute zum Teil wesentlich jünger sind als die Durchschnittsleser. Meistens liege er mit der Vorauswahl richtig.
grenzecho.netKommentieren ...

Universität Oxford stellt steigende Bereitschaft fest, für Journalismus zu bezahlen.

Paid Content wird von Lesern und Zuschauern zunehmend akzeptiert, stellt die Universität Oxford in ihrem Digital News Report 2017 fest. Insgesamt lies deren Reuters Institute im Januar und Februar 70.000 Online-Nutzer in 36 Ländern befragen. 13 % von ihnen geben Geld für Abos oder einzelne Artikel aus. Die Zahlungsbereitschaft in Deutschland liegt unter dem Durchschnitt: Knapp jeder Zehnte zahlt, nur 3 % besitzen ein Digital-Abo.
sueddeutsche.deKommentieren ...

News Corp. führt Gespräche mit Facebook über ein Abo-Model.

News Corp. befindet sich in "sehr weit fortgeschrittenen" Gesprächen mit Facebook zu einem Abo-Model für seine Online-Inhalte, sagt CEO Robert Thomson. Facebooks Lösung sei nicht nur für sein Unternehmen, sondern auch für kleine Verlage wirksam, so Robert Thomson. Vor kurzem hatte das zu News Corp. gehörende "Wall Street Journal" bereits über Facebooks Pläne für eine Abo-Funktion berichtet.
adage.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Apple will Zahlungen an Plattenfirmen reduzieren.

Apple Music will der Musikindustrie weniger zahlen, berichtet Bloomberg. Demnach sollen die Musik-Labels statt bisher 58 % nur noch 52 % der Abo-Einnahmen bekommen. Apple hatte den Plattenfirmen einst freiwillig mehr gezahlt, um Bedenken zu erwidern, durch den Streaming-Dienst könnten die Download-Umsätze bei iTunes massiv einbrechen.
bloomberg.com via handelsblatt.comKommentieren ...

Zitat: Universal-Music-Chef Frank Briegmann gibt sich mit Reichweite allein nicht zufrieden.

"Reichweite zahlt uns keine Rechnung."

Frank Briegmann, Chef von Universal Music, motiviert alle Inhalte-Anbieter, die Hand aufzuhalten.
turi2 vor Ort bei Zeitung Digital in Berlin.

 

Aus dem Archiv von turi2.tv: Frank Briegmann rät: "Unterschätzen Sie nicht das haptische Erlebnis". (Dezember 2015)

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Amazon eröffnet seinen Online-Kiosk Amazon Newsstand in Deutschland.


Büdchen im Netz: Amazon bringt seinen digitalen Kiosk Amazon Newsstand noch diesen Monat nach Deutschland, erfährt DNV Online von mehreren Verlagen und Dienstleistern. Im Sortiment soll es Einzelhefte und Abos geben – von wie vielen Titeln ist noch nicht bekannt. In den Filialen in den USA und Großbritannien liegen bereits die "Süddeutsche", das "Handelsblatt" und die "Wirtschaftswoche" im virtuellen Regal. Einige Verlage sehen das Angebot mit Bauchschmerzen, weil dort verkaufte Exemplare (noch) nicht in die IVW-Statistik zählen.

Amazon verteilt außerdem viele Freiexemplare. In den USA beginnt ein Magazin-Abo mit 30 Gratis-Tagen, ein Zeitungs-Abo mit 14 Tagen für lau. Ein solches Angebot könnte verlagseigene Konditionen schlecht erscheinen lassen – sofern der Verlag nichts kostenlos anbietet. Mittelfristig soll sich die Auslage im Amazon-Kiosk lohnen, schreibt DNV Online. Die "Financial Times" berichte von signifikanten und stabilen Abo-Zahlen. (Foto: Ian Ehm für die turi2 edition1)
dnv-online.net, amazon.com (internationaler Kiosk)Kommentieren ...

"WiWo": Sky will einige Champions-League-Spiele im Free-TV zeigen.

Sky will einzelne Champions-League-Spiele auf seinem frei empfangbaren Kanal Sky Sport News HD zeigen, berichtet die "Wirtschaftswoche". Ab 2018/19 halten Sky und der Streaming-Dienst Dazn die Rechte. Beide Unternehmen wollen nach einem komplexen Muster ausknobeln, wer welches Spiel zeigt, erfährt das Blog Alles außer Sport. Demnach will Sky alle Spiele in Konferenzen und einige einzeln zeigen. Dazn zeigt alle Spiele einzeln und keine Konferenz. Dem Blog zufolge darf Sky in seinen Konferenzen maximal 30 Minuten pro Spiel ausstrahlen.
wiwo.de, allesaussersport.de via dwdl.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Xing verkauft Paid Content von Verlagen.


Die Kassen sollen xingeln: Xing will Bezahl-Inhalte von Verlagen über seine Plattform verkaufen, schreibt "Horizont". Teilnehmende Verlage können selbst auswählen, welche Paywall-, E-Paper- oder Print-Texte sie über Xing veröffentlichen und wie viel vom Text nicht zahlende Nutzer zu lesen bekommen. Die Texte erscheinen klar markiert als "News Plus" im Stream und in den Branchennewslettern. Der Kauf soll mit einem Klick möglich sein, da Xing von Premium-Nutzern bereits die Bezahldaten hat. Bei Verkäufen behält Xing 30 % Provision ein.

Zum Start sind u.a. die "Welt", die Fachblätter "Produktion" und "Deutsche Verkehrszeitung" sowie Videos der Zeit Akademie dabei. Xing strebt an, für jede der 25 bedienten Branchen zwei bis drei relevante Player an Bord zu haben.
"Horizont" 24/2017, S. 7 (Paid)Kommentieren ...

Champions League zieht ins Pay-TV – Sky und Dazn übertragen.


Königsklasse zum fürstlichen Preis: Der Sender Sky und die Streaming-Plattform Dazn sichern sich die Rechte für die Übertragung der Champions League. Fußballfans bekommen ab der Saison 2018/19 keine Live-Spiele mehr im frei empfangbaren Fernsehen, das ZDF unterliegt im Poker um die Rechte. Der Vertrag gilt für zwei drei Spielzeiten.

Sky wird die Spiele im Fernsehen und auf seinen Mobil-Plattformen verbreiten. Mit Sublizenz streamt Dazn, ein Teil der Perform Group. Wer wann genau was überträgt, wollen die Unternehmen später mitteilen. Besonders bitter ist der Deal für das ZDF: In der zurückliegenden Saison sahen im Schnitt 7 Mio Zuschauer die Übertragungen – darunter auch viele Jüngere, die das ZDF sonst nur aus Erzählungen ihrer Großeltern kennen. Intendant Thomas Bellut wirft ein, das ZDF sei trotzdem "wettbewerbsstark".
presseportal.de, dwdl.de, presseportal.de (Statement Bellut), dwdl.de (Analyse)7 Kommentare

Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz verkaufen Übermedien-Abos über Steady.

Übermedien verabschiedet sich von Blendle und verwaltet seine Abos künftig über den Dienstleister Steady, gegründet u.a. von Krautreporter-Chef Sebastian Esser. Die Medienkritik-Seite von Stefan Niggemeier (Foto, links) und Boris Rosenkranz bietet neben dem 3,99-Euro-Monatsabo neu auch ein 7,99-Euro- und ein 24,99-Euro-Angebot. Wer mehr zahlt, soll Extras wie Video-Livechats bekommen. Schon bestehende Abos werden zunächst weiter via Blendle abgewickelt. Die Übermedien-Macher wechseln den Anbieter auch, weil sie Technologie und Service von Steady bevorzugen. Sie haben, eineinhalb Jahre nach dem Start, 2.550 Abonnenten.
turi2 – eigene Infos, steadyhq.com, uebermedien.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Stefan Niggemeier im Interview zum Start von Übermedien.de.
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Insider: Amazon plant Übertragung linearer Pay-TV-Sender auch in Deutschland und Großbritannien.

Amazon steht offenbar vor dem Start seines TV-Streaming-Angebots Amazon Channels auch in Deutschland und Großbritannien, schreibt Broadband TV News unter Berufung auf zwei Insider. Das Angebot werde rund 25 lineare Pay-TV-Sender enthalten und soll in Konkurrenz zu etablierten Pay-TV-Plattformen treten. In den USA streamt Amazon TV-Sender bereits seit Ende 2015. Nur Prime-Mitglieder haben Zugang, müssen aber zusätzlich für den Kanal zahlen.
broadbandtvnews.comKommentieren ...

Zitat: Nora-Vanessa Wohlert hält Erfolg mit Paid Content für eine Frage der Kreativität.

"In Deutschland könnten Verlage noch kreativer werden und den Nutzern besser zuhören. Für gute Inhalte sind Nutzer nämlich sehr wohl bereit auch zu zahlen."

Edition-F-Gründerin Nora-Vanessa Wohlert sammelt für eine Online-Akademie und hat per Crowdfunding schon mehr als 120.000 Euro zusammen.
meedia.de, turi2.de (Video-Interview)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Nora-Vanessa Wohlert verwandelt mit Edition F weibliche Emotionen in Euros.

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"Financial Times"-Mutter Nikkei steigt bei Blendle ein.

Geldspritze aus Fernost: Der japanische Medienkonzern Nikkei, seit Mitte 2015 Besitzer der "Financial Times", steigt bei Blendle ein und investiert einen nicht genannten Betrag in den niederländischen Artikel-Kiosk. Auch der niederländische Investmentfonds INKEF Capital wird neuer Gesellschafter. Jon Slade, Chief Commercial Officer bei der "Financial Times", sieht das Investment als Bestätigung für den "Wert von Qualitätsjournalismus", der "auch ein gutes Geschäft" sein könne. Robert Jan Galema, Managing Director bei INKEF, sieht Blendle im Journalismus als das Gegenstück zu Spotify bei Musik und Netflix für Filme.

Auch Springer und der Verlag der "New York Times" sind bereits Gesellschafter bei Blendle. Mit Nikkei und der "Financial Times" stärkt ein weiterer internationaler Medienkonzern das Geschäftsmodell der Holländer. In den Niederlanden bietet Blendle seit Anfang 2017 eine Mini-Flatrate für täglich 20 algorithmisch ausgewählte Artikel. Zu einem Start außerhalb des Heimatmarktes sagt Blendle nichts. In Deutschland dagegen sind offenbar nicht alle Verlage glücklich über die völlige Entbündelung ihrer Zeitungen. So können Blendle-Nutzer Artikel der "Zeit" nur noch lesen, wenn sie auch ein "Zeit"-Abo haben. Einzeln zu kaufen sind nur noch wenige, ausgewählte "Zeit"-Artikel.
poynter.org, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Blendle expandiert - Besuch im Blendle-Büro in Utrecht.

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Gratis-Nutzer bekommen neue Alben bei Spotify erst zwei Wochen später zu hören.

Spotify sperrt Gratis-Nutzer bei neuen Alben von Universal-Künstlern aus. Wer kein zahlender Spotify-Kunde ist, bekommt in den ersten zwei Wochen nach der Veröffentlichung nur die Single-Auskopplungen zu hören. Zusätzlich erhält Universal Music Zugang zu mehr Spotify-Daten als bisher.
spiegel.de, theverge.com, press.spotify.comKommentieren ...

"Zeit" stellt ihre Artikel künftig Login-pflichtig auf Zeit Online.

Zeit veröffentlicht alle Beiträge künftig auf Zeit Online. Dabei setzt der Verlag unter dem Titel Z+ auf eine Mischung aus Freemium-Modell und Metered Paywall. Die Print-Beiträge werden mit einem Logo versehen. Beiträge mit einem grauen Logo sind bis zu einer nicht genannten Obergrenze pro Woche für alle Nutzer, die sich registrieren, kostenlos verfügbar. Beiträge mit einem roten Logo, darunter die Titelgeschichten, sind nur für Digital-Abonnenten verfügbar. Das Digitalabo kostet wöchentlich 4,40 Euro. Reine Print-Abonnenten bekommen für einen Aufpreis von 60 Cent ebenfalls Zugang zu den digitalen Beiträgen. Über den künftigen Umfang an "Zeit"-Artikeln im Online-Kiosk Blendle soll neu verhandelt werden.
blog.zeit.de, meedia.de, horizont.net, dwdl.de, kress.de (Blendle)Kommentieren ...

Zitat: Axel Wüstmann hält Ed-Sheeran-Songs für besser verkäuflich als journalistische Texte.

"Gibt es wirklich einen journalistischen Content, der wie ein Lied von Ed Sheeran irgendwann zum Standardpreis von einem Dollar verkauft wird? Da sollten wir uns keine Illusionen machen."

Axel Wüstmann, CEO des Schweizer Medienhauses AZ Medien, ist bei Paid Content wenig optimistisch. Auch weil Ed-Sheeran-Songs langlebiger sind als Zeitungsartikel, die meist nur einmal gelesen werden.
"Horizont" 13/2017, S. 36 (Paid)
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Amazon macht Prime Video zur Plattform und ist heiß auf Live-Sport.


Mediatheken-Metamorphose: Amazon baut seinen Prime-Videodienst ab spätestens Juni auch in Deutschland zur TV-Plattform um, berichtet Lisa Priller-Gebhardt in "W&V". Nutzer können dann für einen Aufpreis Senderpakete buchen. Amazon will zudem Sport über Prime Video live streamen, um das Angebot aufzuwerten. Ab der Bundesliga-Spielzeit 2017/18 hält Discovery die Rechte an 45 Saisonspielen – und könnte Amazon statt Sky als Plattform wählen. Amazon hält bereits die Rechte für das Bundesliga-Onlineradio.

Widerwillig verhandelt sogar Sky inzwischen mit Amazon, schreibt Priller-Gebhardt. Sky könnte sich gezwungen sehen, seine Inhalte auf der Amazon-Plattform anzubieten. Die Verhandlungen führt laut "W&V" Mirjam Laux, frühere Pay-TV-Chefin bei ProSiebenSat.1 und Ex-Deutschland-Managerin bei Fox. Amazon kommentiert die Personalie nicht. In den USA bieten HBO, Viacom oder NBC Universal ihre Inhalte über das Streaming Partners Program von Amazon an. (Foto: Jens Kalaene/dpa/Picture Alliance)
"W&V" 12/2017, S. 13-15 (Paid)Kommentieren ...

Studie stellt Paid-Content-Hoffnungen der Verlage in Frage.

Digitalkioske wie Blendle oder Pocketstory können für Abonnenten-Schwund bei Verlagen sorgen, sagt eine Studie der Unis Hamburg und Groningen. Demnach generieren die Kiosk-Apps keine neuen Bezahlkunden. Auch mit eigenen Bezahl-Modellen im Netz erreichen die Verlage keine Leser, die es gewohnt sind, kostenlos zu lesen, sagen die Wissenschaftler.
new-business.de, uni-hamburg.deKommentieren ...

Meinung: Verlage tun zu wenig für Erfolg mit Blendle.

stefan winterbauer märz 2015 15Blendle kommt in Deutschland nicht so richtig aus dem Knick – und eine Mitschuld tragen die Verlage, meint Stefan Winterbauer. Sie pushen lieber eigene Bezahllösungen oder stellen Paid-Inhalte gratis auf ihre Seiten, klagen aber dann über niedrige Blendle-Erlöse. Der digitale Einzelartikel-Kiosk mache jedoch auch keine Werbung und überreize so manchen Teaser.
meedia.deKommentieren ...

Online-Kurator Piqd startet Bezahl-Angebot und englischen Dienst.

piqd Logo-150Piqd, Münchner Startup für handverlesenen Online-Journalismus, will jetzt auch Geld verdienen. Für personalisierte Newsletter müssen die Nutzer künftig drei Euro pro Monat zahlen. Auf der Website sind die ausgewählten Inhalte weiterhin kostenlos. Zudem startet Piqd den englischsprachigen Ableger piqd.com.
presseportal.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Mathias Müller von Blumencron sieht bei Verlagen Nachholbedarf im Verkauf.

Mathias Müller von Blumencron 150"Was die meisten Verlage in Deutschland noch lernen müssen, ist die Perfektion im Verkauf. Gemessen an der Leichtigkeit eines Abschlusses bei Netflix, Spotify oder Amazon haben wir noch Nachholbedarf."

Mathias Müller von Blumencron, Digitalchef der "FAZ", will von den Tech-Riesen lernen. Im Interview mit Stefan Winterbauer erteilt er Instant Articles bei Facebook gleichzeitig eine Absage: "Es ist nicht unsere Aufgabe, den Börsenwert von Facebook zu steigern."
meedia.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "FAZ" startet abgeschlossene Digital-Ausgabe.

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"New York Times" setzt verstärkt auf Digital-Abos.

New York TimesNew York Times setzt mittlerweile in erster Linie darauf, Digitalabonnenten zu gewinnen und nicht, die Anzeigenerlöse zu maximieren, schreibt Gabriel Snyder für "Wired". Dabei orientiere sich die Zeitung an der Taktik von Digital-Unternehmen wie Netflix oder Spotify: Um das Kernprodukt - im Fall der "New York Times" Journalismus - werden weitere Produkte angeboten.
wired.com, wuv.de (deutsche Zusammenfassung)Kommentieren ...

Ulrike Simon nennt Details zu Spiegel Daily.

spiegelSpiegel Daily: Ulrike Simon erfährt Details zum neuen Paid-Content-Projekt von der Ericusspitze. Spiegel Daily soll demnach ab April täglich um 16 Uhr fünf "News Explainer" zu den wichtigsten Themen des Tages liefern. Dazu kommen zwei Kommentare, eine Geschichte aus dem aktuellen Heft und ein Best-of kostenloser SpOn-Artikel. Außerdem gibt es Netzaufreger, Service und Kultur. Am Ende steht eine "Gute-Nacht-Geschichte für Erwachsene". Ein Premium-Abo soll Abonnenten des Print-"Spiegel" kostenlosen Zugang zu Spiegel Plus und Spiegel Daily geben.
horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Funke setzt bei NRW-Zeitungen auf Paid Content.

Funke Medien GruppeFunke startet eine neue Wochenendausgabe für seine Zeitungen in Nordrhein-Westfalen und setzt online stärker auf Paid Content. Die neue Wochenendausgabe erscheint ab 18. Februar samstags und berichtet ausführlicher als bisher über Kultur, Karriere- und Freizeit-Themen. Auch eine neue Beilage für die Wochenendplanung kommt. Online setzt Funke ab heute auf ein Freemium-Model - ausgewählte Inhalte auf waz.de, nrz.de, wp.de, wr.de und ikz-online.de sind nur gegen Bezahlung zu lesen.
funkemedien.deKommentieren ...

Hohe Kosten für Sportrechte schmälern Gewinn von Sky.

sky logo 2015 - 150Sky steigert seinen Umsatz in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres zwischen Juli und Dezember länderübegreifend um 6 % auf 6,4 Mrd Pfund. Der operative Gewinn sinkt um 9 % auf 679 Mio Pfund. Als Grund nennt Sky hohen Rechte-Kosten für Premiere League und Bundesliga. Das Deutschlandgeschäft trägt 907 Mio Pfund zum Umsatz bei, macht beim operativen Gewinn aber noch 11 Mio Pfund Verlust. Sky Deutschland konnte die Zahl seiner direkten Abonnenten um 231.000 auf 4,86 Mio steigern. In Europa hat Sky insgesamt 22 Mio Kunden.
dwdl.de, n-tv.deKommentieren ...

interview2: Bahn-Sprecher Jürgen Kornmann erklärt die digitale Medienzukunft im ICE.


Digitaler D-Zug: Die Deutsche Bahn rüstet ihre ICE zur Multimedia-Zentrale um. Ab dem 2. Quartal können Reisende gratis 50 Filme von Maxdome abrufen. Das bordeigene ICE-Portal wird erweitert um ein Bezahlangebot für Hörbücher und Spiele, sodass sie "deutlich im Umfang steigen", kündigt Sprecher Jürgen Kornmann im turi2.tv-Interview an. Das Kundenmagazin Mobil bekommt ein Update: Die G+J-Tochter Territory soll es "wesentlich digitaler" machen.

Print an Bord bekommt damit mächtige Konkurrenz – zumal seit Jahresbeginn alle ICE-Reisenden das kostenlose W-Lan nutzen können. Das Angebot kommt an: Bereits in der ersten Woche loggten sich eine halbe Mio Fahrgäste mit ihren mobilen Geräten ein. Gedruckte Zeitungen gibt es in der 1. Klasse weiterhin: "Wir werden an Print festhalten", sagt Kornmann. Das gelte ebenso für "Mobil" – auch wenn er im Interview vielsagend andeutet, "noch" sei der Titel mit einer Printausgabe vertreten.
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Paid-Content-Umsatz von Publikumsmedien wächst um 14 %.

Icon ZAHL-JPGZahl des Tages: Knapp 276 Mio Euro Umsatz haben deutsche Publikumsmedien 2016 mit Paid-Content-Angeboten erwirtschaftet, errechnet PV Digest. Das ist binnen Jahresfrist ein Plus von 14 %. 70 % des Umsatzes stammt von Tageszeitungen, von denen Regionalzeitungen mit 40 % den größten Anteil haben. Bezahl-Angebote von Zeitschriften tragen 30 % bei.
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Blendle startet Abo-Modell in den Niederlanden.

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Gebündelte Entbündelung: Blendle verkauft in den Niederlanden künftig nicht nur einzelne Artikel, sondern auch eine Mini-Flatrate mit dem Titel Blendle Premium. Für monatlich 9,99 Euro können Abonnenten täglich 20 Artikel aus den rund 120 angebotenen Publikationen lesen. Frei wählen können sie ihre 20 Texte aber nicht - die Zusammenstellung übernimmt ein Algorithmus, unterstützt von den Blendle-Redakteuren. Sie sollen die Artikel-Auswahl an die Vorlieben jedes Abonnenten anpassen.

Mit dem neu verpackten Journalismus-Paket will Blendle insbesondere junge Menschen erreichen, die "nicht so loyal gegenüber einzelnen Medienmarken sind, aber über eine kuratierte Auswahl Zugang zu Inhalten hinter den Paywalls haben möchten", sagt Blendle-Gründer Alexander Klöpping in einer Pressemitteilung. Ob und wann Blendle Premium auch in Deutschland kommt, will das Journalismus-Startup nicht sagen.
per Mail, meedia.de

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Kanadier übernehmen Pay-TV-Sender Classica.

classica-150Unitel, Produktionsfirma von Jan Mojto, verkauft den Pay-TV-Kanal Classica an die kanadische Mediengruppe Stingray, schreibt "TV Digital". Der Musik-Sender ist in 40 Ländern zu empfangen, in Deutschland u.a. bei Sky. Auch künftig wird Unitel Classica mit Konzerten, Opern und Ballett beliefern, zugleich betreibt Unitel zusammen mit dem ORF das Klassik-Portal Fidelio.
tvdigital.de , turi2.de (Background)Kommentieren ...