Paid Content ist der Versuch der Verleger, dem Online-Journalismus ein Preisschild anzuheften. lexikon2.de

Amazon macht Prime Video zur Plattform und ist heiß auf Live-Sport.


Mediatheken-Metamorphose: Amazon baut seinen Prime-Videodienst ab spätestens Juni auch in Deutschland zur TV-Plattform um, berichtet Lisa Priller-Gebhardt in "W&V". Nutzer können dann für einen Aufpreis Senderpakete buchen. Amazon will zudem Sport über Prime Video live streamen, um das Angebot aufzuwerten. Ab der Bundesliga-Spielzeit 2017/18 hält Discovery die Rechte an 45 Saisonspielen – und könnte Amazon statt Sky als Plattform wählen. Amazon hält bereits die Rechte für das Bundesliga-Onlineradio.

Widerwillig verhandelt sogar Sky inzwischen mit Amazon, schreibt Priller-Gebhardt. Sky könnte sich gezwungen sehen, seine Inhalte auf der Amazon-Plattform anzubieten. Die Verhandlungen führt laut "W&V" Mirjam Laux, frühere Pay-TV-Chefin bei ProSiebenSat.1 und Ex-Deutschland-Managerin bei Fox. Amazon kommentiert die Personalie nicht. In den USA bieten HBO, Viacom oder NBC Universal ihre Inhalte über das Streaming Partners Program von Amazon an. (Foto: Jens Kalaene/dpa/Picture Alliance)
"W&V" 12/2017, S. 13-15 (Paid)Kommentieren ...

Studie stellt Paid-Content-Hoffnungen der Verlage in Frage.

Digitalkioske wie Blendle oder Pocketstory können für Abonnenten-Schwund bei Verlagen sorgen, sagt eine Studie der Unis Hamburg und Groningen. Demnach generieren die Kiosk-Apps keine neuen Bezahlkunden. Auch mit eigenen Bezahl-Modellen im Netz erreichen die Verlage keine Leser, die es gewohnt sind, kostenlos zu lesen, sagen die Wissenschaftler.
new-business.de, uni-hamburg.deKommentieren ...

Meinung: Verlage tun zu wenig für Erfolg mit Blendle.

stefan winterbauer märz 2015 15Blendle kommt in Deutschland nicht so richtig aus dem Knick – und eine Mitschuld tragen die Verlage, meint Stefan Winterbauer. Sie pushen lieber eigene Bezahllösungen oder stellen Paid-Inhalte gratis auf ihre Seiten, klagen aber dann über niedrige Blendle-Erlöse. Der digitale Einzelartikel-Kiosk mache jedoch auch keine Werbung und überreize so manchen Teaser.
meedia.deKommentieren ...

Online-Kurator Piqd startet Bezahl-Angebot und englischen Dienst.

piqd Logo-150Piqd, Münchner Startup für handverlesenen Online-Journalismus, will jetzt auch Geld verdienen. Für personalisierte Newsletter müssen die Nutzer künftig drei Euro pro Monat zahlen. Auf der Website sind die ausgewählten Inhalte weiterhin kostenlos. Zudem startet Piqd den englischsprachigen Ableger piqd.com.
presseportal.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Mathias Müller von Blumencron sieht bei Verlagen Nachholbedarf im Verkauf.

Mathias Müller von Blumencron 150"Was die meisten Verlage in Deutschland noch lernen müssen, ist die Perfektion im Verkauf. Gemessen an der Leichtigkeit eines Abschlusses bei Netflix, Spotify oder Amazon haben wir noch Nachholbedarf."

Mathias Müller von Blumencron, Digitalchef der "FAZ", will von den Tech-Riesen lernen. Im Interview mit Stefan Winterbauer erteilt er Instant Articles bei Facebook gleichzeitig eine Absage: "Es ist nicht unsere Aufgabe, den Börsenwert von Facebook zu steigern."
meedia.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "FAZ" startet abgeschlossene Digital-Ausgabe.

Kommentieren ...

"New York Times" setzt verstärkt auf Digital-Abos.

New York TimesNew York Times setzt mittlerweile in erster Linie darauf, Digitalabonnenten zu gewinnen und nicht, die Anzeigenerlöse zu maximieren, schreibt Gabriel Snyder für "Wired". Dabei orientiere sich die Zeitung an der Taktik von Digital-Unternehmen wie Netflix oder Spotify: Um das Kernprodukt - im Fall der "New York Times" Journalismus - werden weitere Produkte angeboten.
wired.com, wuv.de (deutsche Zusammenfassung)Kommentieren ...

Ulrike Simon nennt Details zu Spiegel Daily.

spiegelSpiegel Daily: Ulrike Simon erfährt Details zum neuen Paid-Content-Projekt von der Ericusspitze. Spiegel Daily soll demnach ab April täglich um 16 Uhr fünf "News Explainer" zu den wichtigsten Themen des Tages liefern. Dazu kommen zwei Kommentare, eine Geschichte aus dem aktuellen Heft und ein Best-of kostenloser SpOn-Artikel. Außerdem gibt es Netzaufreger, Service und Kultur. Am Ende steht eine "Gute-Nacht-Geschichte für Erwachsene". Ein Premium-Abo soll Abonnenten des Print-"Spiegel" kostenlosen Zugang zu Spiegel Plus und Spiegel Daily geben.
horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Funke setzt bei NRW-Zeitungen auf Paid Content.

Funke Medien GruppeFunke startet eine neue Wochenendausgabe für seine Zeitungen in Nordrhein-Westfalen und setzt online stärker auf Paid Content. Die neue Wochenendausgabe erscheint ab 18. Februar samstags und berichtet ausführlicher als bisher über Kultur, Karriere- und Freizeit-Themen. Auch eine neue Beilage für die Wochenendplanung kommt. Online setzt Funke ab heute auf ein Freemium-Model - ausgewählte Inhalte auf waz.de, nrz.de, wp.de, wr.de und ikz-online.de sind nur gegen Bezahlung zu lesen.
funkemedien.deKommentieren ...

Hohe Kosten für Sportrechte schmälern Gewinn von Sky.

sky logo 2015 - 150Sky steigert seinen Umsatz in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres zwischen Juli und Dezember länderübegreifend um 6 % auf 6,4 Mrd Pfund. Der operative Gewinn sinkt um 9 % auf 679 Mio Pfund. Als Grund nennt Sky hohen Rechte-Kosten für Premiere League und Bundesliga. Das Deutschlandgeschäft trägt 907 Mio Pfund zum Umsatz bei, macht beim operativen Gewinn aber noch 11 Mio Pfund Verlust. Sky Deutschland konnte die Zahl seiner direkten Abonnenten um 231.000 auf 4,86 Mio steigern. In Europa hat Sky insgesamt 22 Mio Kunden.
dwdl.de, n-tv.deKommentieren ...

interview2: Bahn-Sprecher Jürgen Kornmann erklärt die digitale Medienzukunft im ICE.


Digitaler D-Zug: Die Deutsche Bahn rüstet ihre ICE zur Multimedia-Zentrale um. Ab dem 2. Quartal können Reisende gratis 50 Filme von Maxdome abrufen. Das bordeigene ICE-Portal wird erweitert um ein Bezahlangebot für Hörbücher und Spiele, sodass sie "deutlich im Umfang steigen", kündigt Sprecher Jürgen Kornmann im turi2.tv-Interview an. Das Kundenmagazin Mobil bekommt ein Update: Die G+J-Tochter Territory soll es "wesentlich digitaler" machen.

Print an Bord bekommt damit mächtige Konkurrenz – zumal seit Jahresbeginn alle ICE-Reisenden das kostenlose W-Lan nutzen können. Das Angebot kommt an: Bereits in der ersten Woche loggten sich eine halbe Mio Fahrgäste mit ihren mobilen Geräten ein. Gedruckte Zeitungen gibt es in der 1. Klasse weiterhin: "Wir werden an Print festhalten", sagt Kornmann. Das gelte ebenso für "Mobil" – auch wenn er im Interview vielsagend andeutet, "noch" sei der Titel mit einer Printausgabe vertreten.
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Paid-Content-Umsatz von Publikumsmedien wächst um 14 %.

Icon ZAHL-JPGZahl des Tages: Knapp 276 Mio Euro Umsatz haben deutsche Publikumsmedien 2016 mit Paid-Content-Angeboten erwirtschaftet, errechnet PV Digest. Das ist binnen Jahresfrist ein Plus von 14 %. 70 % des Umsatzes stammt von Tageszeitungen, von denen Regionalzeitungen mit 40 % den größten Anteil haben. Bezahl-Angebote von Zeitschriften tragen 30 % bei.
pv-digest.deKommentieren ...

Blendle startet Abo-Modell in den Niederlanden.

blendle_team1_600
Gebündelte Entbündelung: Blendle verkauft in den Niederlanden künftig nicht nur einzelne Artikel, sondern auch eine Mini-Flatrate mit dem Titel Blendle Premium. Für monatlich 9,99 Euro können Abonnenten täglich 20 Artikel aus den rund 120 angebotenen Publikationen lesen. Frei wählen können sie ihre 20 Texte aber nicht - die Zusammenstellung übernimmt ein Algorithmus, unterstützt von den Blendle-Redakteuren. Sie sollen die Artikel-Auswahl an die Vorlieben jedes Abonnenten anpassen.

Mit dem neu verpackten Journalismus-Paket will Blendle insbesondere junge Menschen erreichen, die "nicht so loyal gegenüber einzelnen Medienmarken sind, aber über eine kuratierte Auswahl Zugang zu Inhalten hinter den Paywalls haben möchten", sagt Blendle-Gründer Alexander Klöpping in einer Pressemitteilung. Ob und wann Blendle Premium auch in Deutschland kommt, will das Journalismus-Startup nicht sagen.
per Mail, meedia.de

Kommentieren ...

Kanadier übernehmen Pay-TV-Sender Classica.

classica-150Unitel, Produktionsfirma von Jan Mojto, verkauft den Pay-TV-Kanal Classica an die kanadische Mediengruppe Stingray, schreibt "TV Digital". Der Musik-Sender ist in 40 Ländern zu empfangen, in Deutschland u.a. bei Sky. Auch künftig wird Unitel Classica mit Konzerten, Opern und Ballett beliefern, zugleich betreibt Unitel zusammen mit dem ORF das Klassik-Portal Fidelio.
tvdigital.de , turi2.de (Background)Kommentieren ...

Sky verlängert Rechte-Vertrag für Handball Champions League bis 2020.

sky logo 2015 - 150Sky sichert sich die Übertragungsrechte für die Handball Champions League bis 2020. Der Vertrag mit der Marketing-Tochter des Europäischen Handballverbandes umfasst neben der TV-Ausstrahlung auch die Internet-, IPTV- und Mobile-Rechte für Deutschland und Österreich. Sky überträgt die Handball Champions League seit 2014.
presseportal.deKommentieren ...

United Kiosk startet erste Fachzeitschriften-Flat.

united-kiosk-150United Kiosk macht Fachzeitschriften zu einer Flatrate verfügbar. Abonnenten bekommen fünf Magazine von BVA Bike Media digital für monatlich 9,99 Euro, darunter "Aktiv Radfahren" und "ElektroRad". Je eine Flatrate gibt es schon für Bastelblätter und für Frauenzeitschriften. United Kiosk vertreibt 30.000 Zeitungs- und Zeitschriftentitel digital und gedruckt.
per MailKommentieren ...

Martin Dowideit wird beim "Handelsblatt" zum starken Mann fürs Digitale.

Handelsblatt befördert Martin Dowideit, 38, zum Boss aller Digitalangebote. Er verantwortet Website, Live-App, die Smartphone-App H10, Video und Social Media. Dowideit soll vor allem digitale Bezahlangebote ausbauen. Der Journalist kam 2012 von der "Stuttgarter Zeitung" zum "Handelsblatt" und ist derzeit noch Chef des Finanzen-Desks.
vhb.deKommentieren ...

DFL vergibt Bundesliga-Rechte für das deutschsprachige Ausland.

fussball-sportcast-600DFL vergibt die Bundesliga-Übertragungsrechte für vier Saisons ab inklusive 2017/2018 für das deutschsprachige Ausland an Sky, Eurosport und Dazn. Sky überträgt die gleichen Spiele wie in Deutschland. Eurosport zeigt im Pay-Programm den Supercup, vier Relegationsspiele, das Freitagsspiel und je fünf Spiele am Sonntag und Montag. Die Rechte für die Highlight-Clips sichert sich die Perform Group für die Plattform Dazn. Die Rechte umfassen auch Liechtenstein, Luxemburg und die italienische Region Südtirol.
handelsblatt.comKommentieren ...

Spiegel Plus steht nicht vor dem Scheitern, betont Laterpay-Chef Cosmin Ene.

Cosmin Ene, Laterpay 150Spiegel Plus ist kein Misserfolg, beteuert Cosmin Ene, Chef beim Paywall-Partner Laterpay, im Interview mit Michel Penke. Der Bericht von Ulrike Simon über "kaum nennenswerte Erlöse" stimme nicht - sie kenne die zugrundeliegenden Zahlen nicht, sagt Ene. Der Deal zwischen dem Spiegel-Verlag und Laterpay leide auch nicht am Abgang von Florian Harms. Die Zahlungsbereitschaft der Spiegel-Kunden sei messbar höher als bei anderen Objekten.
gruenderszene.deKommentieren ...

Soundcloud startet Musik-Bezahlangebot in Deutschland.

soundcloud-go-montage-600
Spät, dafür groß: Die Berliner Musik-Plattform Soundcloud bringt ihr Bezahlangebot Soundcloud Go heute ins Heimatland Deutschland. Nach dem Start in den USA im März ist Deutschland der achte Markt in weniger als einem Jahr. Den späten Start hierzulande will Soundcloud mit Masse wettmachen: CEO Alexander Ljung verspricht den Zugriff auf mehr als 135 Mio Tracks. Zum Vergleich: Spotify hat rund 30 Mio Titel im Angebot.

Für 9,99 Euro im Monat - iOS-Nutzer zahlen 3 Euro mehr - bekommen zahlungsbereite Musikliebhaber keine Werbung angezeigt und können die Musik zur Offline-Nutzung etwa in der U-Bahn oder im Flugzeug auch herunterladen. Der größte Schatz von Soundcloud und das wesentliche Alleinstellungsmerkmal sind die Millionen Titel von Musikern und Bands, die noch bei keinem Label unter Vertrag sind und ihre Musik bei Soundcloud hochladen, um bekannt zu werden.
morgenpost.de, gruenderszene.de (Interview)Kommentieren ...

interview2: Nora-Vanessa Wohlert verwandelt mit Edition F weibliche Emotionen in Euros.


E wie erfolgreich: Nora-Vanessa Wohlert baut mit Susann Hoffmann ein vorbildliches Medien-Startup auf – Edition F ist seit 2014 die digitale Heimat erfolgreicher Frauen. Wohlert wundert sich im turi2.tv-Interview, dass große Verlage starke Frauen nur über Zeitschriften ansprechen. Was gut für Edition F ist: Konkurrenz gibt es kaum. Ab heute soll die Stellenanzeige 3.0 frisches Kapital in die Kasse spülen: In der neuen Jobbörse vermitteln Firmen über Fotos, Videos und Backstage-Blicke ein Gefühl für sich.

Gründerin Wohlert beschäftigt inzwischen 19 Menschen, finanziert von Risikokapital und laufenden Einnahmen. Ihr Erfolgsrezept lautet offiziell: ein passendes Thema haben, ein gutes Team aufbauen und sich selbst eingestehen, wenn was nicht läuft. In Wahrheit hat sie vor allem eines besser gemacht als andere gründende Journalisten: Wohlert wollte sich mit ihrer Partnerin Hoffmann nicht nur selbst verwirklichen, sondern von vornherein Geld verdienen und wachsen. Wohlert empfiehlt Gründern, im ständigen Austausch mit Nutzern und anderen Geschäftsführern zu bleiben – und offen zu sein für Kooperationen.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)4 Kommentare

Redaktionsleiter Michaël Jarjour verlässt Blendle.

michael-jarjour-150Blendle verliert Redaktionsleiter Michaël Jarjour. Der Schweizer hat das deutschsprachige Team aufgebaut und für den Einzelartikel-Kiosk kommuniziert. Eine Nachfrage zum Nachfolger lässt Blendle vorerst unbeantwortet. Jarjour geht offensichtlich im Guten und twittert, er habe nie mehr an Blendle geglaubt als heute.
twitter.com, turi2 – eigene InfosKommentieren ...

ARD, ZDF und Sky schließen Partnerschaft im Sport.

handball-tv-fernsehen-600Anwurf für neue Allianzen: ARD, ZDF und Sky teilen sich ab der kommenden Saison die TV-Rechte für die Handball-Bundesliga. Bis zu zwölf Ligaspiele pro Saison und das Pokalfinale werden in der ARD und den dritten Programmen laufen – der bisherige Handball-Sender Sport1 guckt in die Röhre. Sky zeigt viele weitere Spiele live, alle beteiligten Sender strahlen Zusammenfassungen aus. Auch Internet-Bildrechte sind Teil des Deals.

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky nennt die erstmalige Sport-Partnerschaft mit Sky "zukunftsweisend". ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz nennt sie "beispielhaft und richtungsweisend". Sky-Sportchef Roman Steuer verspricht vollmundig, gemeinsam mit den Öffentlich-Rechtlichen Handball in einer Qualität zu präsentieren, "wie man es zuvor in Deutschland noch nicht kannte". (Foto: Benjamin Nolte / Picture Alliance)
sky.deKommentieren ...

Niedersächsische Hochschulen wollen dem Rahmenvertrag mit der VG Wort nicht beitreten.

VG WortVG Wort bekommt Gegenwind von Hochschulen aus Niedersachsen, die den Rahmenvertrag der Kultusministerkonferenz mit der VG Wort nicht akzeptieren wollen. Es geht um die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke im Intranet. Strittig ist insbesondere die Umstellung des Vergütungsmodells von einer Pauschale zur Einzelabrechnung.
boersenblatt.netKommentieren ...

Bezahl-Plattform Steady testet Finanzierung erster Projekte.

steady-150Fortlaufendes Crowdfunding: Die Plattform Steady, gegründet von den Krautreporter-Vätern, testet die Finanzierung erster journalistischer Projekte. Nutzer können etwa die Sensorstory eines freien Reporter-Teams abonnieren. Steady kümmert sich um Verwaltung und Technik. Hinter der Plattform stehen die Krautreporter-Gründer Sebastian Esser und Philipp Schwörbel, die dafür 350.000 Euro aus der Digital News Initiative von Google erhalten.
sensorstory.steadyhq.com, turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background)Kommentieren ...

FAZ.net führt Paid Content ein.

faz-net-paid-content-600
Zahltag: Die "FAZ" startet ihr angekündigtes Paid-Content-Angebot FAZ Plus. Es besteht im Prinzip aus den für das Web optimierten Print-Inhalten und setzt auf bestehende, digitale Angebote wie die App-Ausgabe und das Digitalabo auf. Digital-Abonnenten sind denn auch automatisch für die neue Web-Ausgabe freigeschaltet. Neue Nutzer können das Angebot vier Wochen lang kostenlos testen, wer auch die App nutzen will, zahlt knapp 6 Euro. Anschließend steigt der Preis schrittweise auf die regulären 44,90 Euro. Für Gelegenheitsleser gibt es künftig einen Tagespass für 1,99 Euro.

Ein Einzelverkauf von Artikeln wie beim "Spiegel" oder bei Blendle ist nicht geplant. Dafür sind alle Bezahlartikel in sozialen Medien teilbar und können auch von Nicht-Abonnenten gelesen werden. Nutzer, die nur einzelne Ausgaben kaufen, können diese per App offline dauerhaft speichern und lesen.
presseportal.de, faz.net, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus TrantowKommentieren ...

FAZ.net wird ab Donnerstag teilweise kostenpflichtig.

faz-net-paid-content-600
Klimpergeld von klugen Köpfen: Die "FAZ" macht ihr Online-Angebot ab Donnerstag teilweise kostenpflichtig. Zum Start sollen nur wenige Artikel, etwa exklusive Nachrichten, ein Preisschild tragen. Ähnlich wie der "Spiegel" will die "FAZ" vermehrt Texte aus der Zeitung online publizieren und dann dafür Geld sehen.

Mitherausgeber Werner D'Inka spricht von einem "zaghaften Prozess". Digitalabonnenten bekommen die Texte ohne Aufpreis. Mit den zusätzlichen Zeitungstexten auf der Seite hofft der Verlag, den Absatz an Digitalabos ankurbeln zu können. Die "FAZ" bietet als digitale Bezahlangebote bereits das E-Paper und die digitale Tageszeitung FAZ Plus. Die App Der Tag ist kostenlos.
hessenschau.de, turi2 – eigene Infos1 Kommentar

SPD-Schatzmeister rät Verlagen zum Flatrate-Modell.

dietmar-nietan-ddvg-logo-montage-600
Einfach einfach: SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan rät Verlagen, ihre Bezahlkonzepte radikal zu vereinfachen, um bei den Lesern eine höhere Zahlungsbereitschaft zu erreichen, berichtet Gregory Lipinski. Mit ihrem "Preisdschungel" würden die Medienhäuser die Nutzer nur verunsichern, sagt Nietan im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz der SPD-Medienholding DDVG, deren Generaltreuhänder er ist. Stattdessen plädiere er für ein Flatrate-Angebot nach dem Vorbild des norwegischen Medienkonzerns Shibstedt, das den Zugang zu sämtlichen Inhalten zum monatlichen Pauschalpreis ermöglicht. "Das könnte ein Weg sein, um den Kundenstamm zu halten oder auszubauen", glaubt Nietan.

Das Interesse der SPD an gesunden Verlagen kommt nicht ohne Eigeninteresse: Im Geschäftsjahr 2015 ist das Betriebsergebnis der DDVG auf 4,6 Mio Euro geschrumpft - 2014 waren es noch 9,4 Mio Euro. Auch der Gewinn ist von 6,4 Mio Euro auf nur noch 1,9 Mio Euro gefallen. Als Grund nennt die DDVG "erhebliche Restrukturierungen in den Beteiligungen" und "spürbare Mehraufwände" aufgrund der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns für Zusteller. (Foto: Andreas Franke/dpa, Montage: turi2)
meedia.de, presseportal.de
Kommentieren ...

Apple verkauft Abos in der News-App.

Apple-News-App-150Apple erlaubt Verlegern, über seine News-App Abos zu verkaufen. Nutzer der neuen Betriebssystem-Version iOS 10 können bisher 14 Titel abonnieren und per iTunes bezahlen, darunter "Wall Street Journal", "National Geographic", "Cosmopolitan" und "Economist". Apple behält 30 % der Umsätze für neue Abos ein, 15% für Verlängerungen. Apple äußert sich nicht dazu, ob und welche Abonnentendaten an die Verleger weitergegeben werden.
wsj.de
Kommentieren ...

Krautreporter-Köpfe gründen Bezahl-Plattform Steady.

steady-esser-schwoerbel-600
Ready, steady, pay: Die Krautreporter-Chefs Sebastian Esser (links) und Philipp Schwörbel entwickeln die Plattform Steady, über die Journalisten und Blogger Abos für ihre Angebote verkaufen können. Unterstützt von 350.000 Euro aus der Digital News Initiative von Google programmiert ein Team Software, die laut Esser ein "fortlaufendes Crowdfunding" ermöglicht. Steady übernimmt die Abwicklung der Zahlung und Papierkram, dafür berechnen Esser und Schwörbel 5 % des Abopreises als Gebühr. Ab Oktober sollen erste Seiten das Bezahlen über Steady testen. Weiterlesen …

Funke startet kostenpflichtige und werbefinanzierte Lokal-Apps in NRW.

wazapp600
Und täglich grüßt die Funke-App: Funke startet kostenpflichtige Apps mit Lokalnachrichten seiner NRW-Zeitungen unter der Marke Top 10 News für 2,99 Euro pro Monat bzw. 0,99 Euro für Print-Abonnenten. Die Apps der Marken "Westdeutsche Allgemeine Zeitung", "Neue Ruhr / Neue Rhein Zeitung", "Westfalenpost" und "Westfälische Rundschau" sind je für iPhones und Android-Geräte erhältlich. Sie enthalten insgesamt 40 Lokalausgaben, in denen pro Tag 10 Nachrichten angezeigt werden - sie wechseln einmal täglich, um 19 Uhr. Die Lokalredaktionen verantworten jeweils die Auswahl der zehn wichtigsten Lokalthemen. Werbekunden können die einzelnen Lokalausgaben gezielt buchen.
funkemedien.de, itunes.apple.com (iOS), play.google.com (Android)Kommentieren ...