Spotify ist ein Medienunternehmen, doch das Radio erkennt es nicht, meint Christian Jakubetz.

Spotify ist kein Streamingdienst, sondern längst ein Medienunternehmen, das den Audiomarkt dominieren will, meint Christian Jakubetz. Spotify bündele immer mehr Inhalte und biete Machern jetzt auch Software. Die alte Radiowelt unterschätze den Konkurrenten und verteidige lieber eine Totgeburt wie den Übertragungsstandard DAB+.
lead-digital.de, turi2.de (Spotify-Software)

Steingart verzichtet auf Co-Moderator Udo van Kampen wegen PR-Tätigkeit.

Udo van Kampen erhält eine Absage von Gabor Steingart: Der ZDF-Pensionär wird doch nicht regelmäßiger Co-Gastgeber des Morning Briefing Podcasts, weil er parallel PR macht, berichtet Daniel Neuen im "PR Report". Van Kampens Arbeit für die Agentur Kekst CNC führte prompt zu Verquickungen: Im Podcast ging es um die Probleme bei Bayer, für die Kekst CNC rund um die Übernahme von Monsanto gearbeitet habe.
prreport.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv: Das lange Interview mit Gabor Steingart, der ein Medienimperium mit 30 neuen Leuten baut. (April 2019)

Meinung: Gabor Steingarts Jubel-Zahlen machen Podcastern das Leben schwer.

Podcasts fehlt eine einheitliche Währung zur Reichweiten-Messung, berichtet Annika Schneider. Gabor Steingart meldet für seinen Podcast mehr als 400.000 Downloads pro Woche. Audio-Experte Marc Krüger kritisiert, mit einer solchen "Maximalzahl" mache Steingart den Markt für Podcaster, die genauer hinschauen, schwieriger.
deutschlandfunk.de

Aus dem Archiv: Das lange Interview mit Gabor Steingart, der ein Medienimperium mit 30 neuen Leuten baut. (April 2019)

Hör-Tipp: Neuer Bertelsmann-Podcast startet mit Personalvorstand Immanuel Hermreck.

Hör-Tipp: Bertelsmann holt im neuen Podcast "Kreativität und Unternehmertum" seine Führungskräfte vors Mikro. In der ersten Folge spricht n-tv-Moderatorin Isabelle Körner mit Bertelsmann-Personalvorstand Immanuel Hermreck u.a. über seinen Grundsatz, jeden mit Respekt zu behandeln, und die Verantwortung des Konzerns für seine Mitarbeiter. In den kommenden Folgen sind Markus Dohle, Chef von Penguin Random House, und G+J-Chefin Julia Jäkel zu hören.
audionow.de/bertelsmann, art19.com (49-Min-Podcast Hermreck)

Hör-Tipp: Neue Online-Regeln der öffentlich-rechtlichen Sender stärken US-Plattformen.

Hör-Tipp: Daniel Bouhs und Deutschlandfunk-Moderator Tim Wiese sprechen über die Änderungen im Rundfunkstaatsvertrag, der ARD, ZDF und Deutschlandradio bei Facebook oder YouTube mehr Online-Inhalte einräumt - wovon die US-Plattformen profitierten. Da Personal für die Bespielung der Drittplattformen fehle, sparten die öffentlich-rechtlichen Sender bei Texten.
deutschlandfunkkultur.de (8-Min-Audio)

"Richtig in die Fresse gekriegt" – Michael Trautmann über die Höhen und Tiefen seines Werber-Lebens.



Werber mit Wirkung: Michael Trautmann ist On the Way to New Work – in seinem gleichnamigen Podcast und in seinem Leben. Im Video- und Podcast-Interview mit Peter Turi spricht der erfolgreiche Werber über seinen persönlichen wie beruflichen Wandel - aber auch über seine Misserfolge und was er daraus gelernt hat (turi2.de/misserfolg). Trautmann sagt, dass persönlich vorgetragene Werbung im Podcast besser funktioniert als ein Spot und dass er kein Problem damit hat, sich zum Testimonial für ein Produkt zu machen, hinter dem er steht. Weiteres Thema ist seine Agenturgründung mit André Kemper 2004 – und die "schmerzhafte Trennung". Inzwischen heißt die Agentur Thjnk und Trautmann, das T im Agenturnamen, plant selbst den geordneten Rückzug.

Ab Mitte des Jahres firmiert er noch als Senior Advisor der Agentur, kümmert sich aber vor allem um neue, eigene Projekte: Der Gesprächs-Podcast "On the Way to New Work", den er gemeinsam mit Christoph Magnussen produziert und der zwei Mal pro Woche erscheint, und die Agentur Upsolut Sports. Trautmann und Kollegen wollen die Fitness-Sportart Hyrox populär machen.

Über seinen persönlichen Wandel sagt Trautmann, dass er heute weniger schnell beleidigt ist als früher und Kritik besser annehmen kann. Dem Nachwuchs rät er, früh damit anzufangen, sich selbstkritisch zu hinterfragen.

Das ganze 47-Minuten-Gespräch von Michael Trautmann und Peter Turi ist als turi2.tv-Video bei YouTube abrufbar und steht als Audio unter turi2.de/podcast sowie bei iTunes, Spotify, Deezer und AudioNow bereit.



Kapitelmarken bei YouTube:

Michael Trautmann ...

1:19 ... über seinen größten Misserfolg, sein Scheitern bei der Internationalisierung von Springer & Jacoby – und was er daraus gelernt hat.

3:21 … sagt, was er aus seinem Misserfolg gelernt hat und was er heute anders machen würde.

5:56 … über seine Werbekarriere und das Zusammenspiel mit André Kemper.

7:37 … über sein Verhältnis zu André Kemper heute.

9:05 … über die Anfänge von Kemper-Trautmann, heute Thjink.

9:32 … über coole und uncoole Werbung.

10:55 … über Diversität in der Werbebranche.

11:53 … über seinen Weg in den Hintergrund bei Thjnk und alternde Werber.

13:32 … über seinen Rückzug von Thjnk – und wie er der Agentur verbunden bleiben will.

14:45 … überlegt noch, was künftig auf seiner Visitenkarte steht und seine Firma Upsolut Sports.

16:59 … über sein Werbevermächtnis.

20:10 … über seinen größten Werbe-Fehler.

21:09 … über seinen Versuch, Klavier spielen zu lernen.

23:46 … über die Perspektiven für die Werbung.

26:42 … über den Podcast-Gastgeber als überschwänglichen Werbe-Presenter.

33:51 … über die Perspektive für Podcasts.

35:40 … über die Gäste-Akquise für den New-Work-Podcast.

37:33 … über journalistische Podcasts vs. Influencer-Podcasts.

39:31 … über den Podcast als Einnahmequelle.

40:30 … über die Messbarkeit des Podcast-Erfolgs.

41:55 … über Hörerbindung und neue Podcast-Ideen.

43:16 … über die Vorbilder Martin Winterkorn und Rupert Stadler.

46:49 … rät dem Nachwuchs, sich früh regelmäßig zu reflektieren.

Debatte: Frank Dopheide will seinen Ex-Chef Steingart "mit Argusaugen beobachten".


Frank Dopheide, Sprecher der Geschäftsführung der Handelsblatt Media Group, zollt seinem früheren Weggefährten Respekt: Der habe "wahre Fans" und "kreativen Geist". Und tue gut daran, nicht auf Werbung setzen.

"Wenn Gabor Steingart 'Ideenreichtum' zur Grundlage für neuen Journalismus und ein neues Geschäftsmodell macht, klingt das stimmig für einen kreativen Geist und ist allemal eine gute Geschichte, die schon vom Start weg für Interesse und Diskussionsstoff sorgt, mehr als es ein ambitionierter Businessplan je könnte. Das hat sich schon mal ausgezahlt.

Die großen Unternehmenslenker lieben es, ihre Botschaften über die Leitmedien zu verbreiten und shiften gleichzeitig ihr Werbebudget in die Billigkanäle. Jeder Mediengründer ist gut beraten, seine Zukunft nicht darauf zu bauen. Das hilft auch bei der Fokussierung.

Die tägliche Relevanz und die Nähe zum Leser/Hörer/Teilnehmer sind die Punkte, an denen sich Businessplan und Zukunft entscheiden. Gabor Steingart hat nicht nur Leser, sondern wahre Fans. Es könnte klappen. Wir werden es mit Argusaugen beobachten."

Debatte: Patrick Kammerer will Papier und Werbung noch nicht einmotten.


Patrick Kammerer, Coca Colas Kommunikator im deutschen Markt, reagiert auf die Worte des vom Werbeglauben abgefallenen Gabor Steingart.

"Etwas zu verliebt in die eigene Formulierkunst, der Herr Steingart. Dabei lieben wir ihn doch schon genug.

Nicht zuletzt klingen seine Thesen - legitimerweise – angetrieben von den eigenen Geschäftsinteressen.

Denn selbstverständlich erlaubt Papier den Dialog. Schon mal (Leser-) Briefe geschrieben? Es ist auch nicht 'prähistorisch', sondern allenfalls historisch. Wie etwa das Grundgesetz oder der Pressekodex, die beide alt und nach wie vor aktuell sind.

Wenn Werbung 'ein Übers-Ohr-Hauen von Leserinnen und Lesern' wäre, gälte das ebenso für jedes meinungsstarke Stück, das als journalistischer Bericht daherkommt. Gute Medien, gedruckt oder online, bestehen jeden Test zur Trennung von Redaktion und Anzeigen. Wie auch von Meinung und Bericht."

Debatte: Thomas Wilde: Steingart ist vielleicht naiv und größenwahnsinnig – aber er verdient Respekt!


Ist Gabor Steingart naiv? Größenwahnsinng? Kann er ein Geschäftsmodell ohne Abo und Werbung etablieren? Thomas Wilde, Gründer der PR-Agentur Wilde & Partner, traut es ihm durchaus zu: Er "verdient Respekt", denn "den Mutigen gehört die Welt". (Foto: Wilde & Partner / Michael Englert für turi2.de/edition2)

"Die Frage wird sich so mancher gestellt haben, der am Morning Briefing von Gabor Steingart Gefallen gefunden hat und den Podcast so schätzt, dass er morgens regelrecht darauf wartet: Welches Geschäftsmodell steckt eigentlich hinter dem (bislang) kostenlosen und werbefreien Informationsangebot?

Da scharrt ein allseits hochgeschätzter Journalist und Autor mit nachweislich kaufmännischem Background und entsprechenden Ambitionen aus "der Mitte der Gesellschaft" eine Gruppe von Medienschaffenden um sich und startet ein Mediengeschäft – wie er selbst sagt – "ohne Plan, aber mit Business-Plan", will nichts von klassischen Abos wissen, erteilt der herkömmlichen Werbung und dem Produkt Print eine deutliche Absage, sieht sich aber auch nicht als Experimentier-Labor für einen möglichen Investor aus dem Kreis der Großverlage.

Und kündigt gegenüber Peter Turi in einem unterhaltsamen Interview über eine Dreiviertelstunde so nebenbei an, seine Mannschaft in Berlin von derzeit rund 20 auf 50 Mitarbeiter ausbauen und einen zweiten Standort in der Hauptstadt errichten zu wollen.

Naiv? Größenwahnsinnig? Mein erster Gedanke nach dem Interview: Warum denn nicht – warum sollte es nicht funktionieren? Und danach: In unserem Land fehlt es an mutigen Medienschaffenden, die abseits der bekannten Formeln auf die Suche nach neuen Formen des Dialogs mit dem Leser gehen und bereit sind, für ein durchaus nicht auszuschließendes Scheitern auch eigenes Geld in den Sand zu setzen. Das verdient Respekt – den Mutigen gehört die Welt. Die Debatte ist eröffnet.

Dank an Peter Turi für das aufschlussreiche Gespräch. So etwas ist Inspiration pur – nicht nur für den Moment an einem Sonntagvormittag."

Debatte: Christoph Schwennicke gibt Gabor Steingart recht – aber nur in Teilen.


Gabor Steingart will den Journalismus der Zukunft ohne Papier und Werbung realisieren (Text, Video und Podcast hier). Christoph Schwennicke, Verleger von "Cicero" und "Monopol" widerspricht in Teilen und warnt: "Wer Geld gibt, will Einfluss nehmen" - auch bei Steingarts Medienprojekt.

"Was Gabor Steingart sagt, ist immer interessant und immer schön markant. Seine Aussagen zum Papier teile ich gleichwohl nicht. Es wird weiter einen Markt für inhaltlich, optisch und haptisch reizvolle Magazine geben. Nicht mehr den Massenmarkt. Aber jenen, den sich Vinyl gerade von der CD zurückerobert. Wie bei der Musik wird es Vinyl geben und Streamingdienste, aber keine CD mehr. Heißt: Es wird weiter Feinkost-Magazine geben, aber keine Papier-Massenware mehr - und es wird die digitalen Kanäle geben, wie Gabor Steingart gerade einen auf- und ausbaut.

Dass wir besser mit unserer originären Dienstleistung (Inhalte) als über den Umweg Werbung unser Geschäft finanzieren, teile ich uneingeschränkt. Deshalb sind wir auch so froh mit dem Aufwuchs von Cicero Plus und unseren digitalen Abos. Da hat sich was verändert in der Bereitschaft der Nutzer, für guten Stoff auch im Netz zu bezahlen. Spotify und Netflix wirken hier.

Die Frage ist nur: Reicht das mittelfristig fürs Geschäftsmodell? Und wie verhält es sich mit den anderen Geldgebern, von denen er spricht: Ich wünsche Gabor Steingart wirklich, dass er Partner und Investoren findet, die Geld geben, ohne sich inhaltlich einzumischen. Unsere Erfahrung ist bei Sondierungen immer eine andere: Wer Geld gibt, will Einfluss nehmen. So einfach ist das. Und so verständlich irgendwo auch. Deshalb sind wir froh und dankbar, dass sich in den drei Jahren unserer Selbständigkeit der Res-Publica-Verlag ohne fremde Hilfe trägt."

Hör-Tipp: Sascha Lobo reagiert auf Podcast-Feedbacks nach seiner 5G-Kritik.

Hör-Tipp: Sascha Lobo stellt sich in seinem Podcast den Reaktionen der Nutzer von Spiegel Online nach seiner Kritik am zögerlichen 5G-Ausbau. Deutschland könne sich die Exportweltmeisterschaft und seinen Wohlstand bald "ans Faxgerät schmieren", hatte Lobo zuvor kritisiert. Die Bundesregierung setze bei 5G auf falsche politische Rahmenbedingungen und gefährde damit die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.
spiegel.de (71-Min-Audio), spiegel.de (5G-Kolumne)

Ohne Werbung: Gabor Steingart baut an einem Medienimperium mit 30 neuen Leuten.


Journalismus im Schaufenster: Gabor Steingart arbeitet von einer ehemaligen Berliner Bekleidungs-Boutique aus an seinem eigenen Medienreich. Im Video- und Podcast-Interview mit Peter Turi sagt der frühere Juniorverleger des "Handelsblatts", dass er ein weiteres Studio in bester Lage eröffnen und noch in diesem Jahr fünf bis zehn neue Podcasts starten will. Dafür sucht der Chef von bisher rund 20 Leuten 30 weitere Mitarbeiter. Bei der Frage nach der Finanzierung des Projekts wird Steingart ungewohnt schmallippig. Bisher stemmt er die Mio-Investition aus eigener Tasche und erteilt Werbe-Finanzierung eine schroffe Absage: Werbung sei "ein Übers-Ohr-Hauen der Leser und Hörer".

Steingart sagt, dass auch andere Medien die Werbefreiheit entdecken werden und nimmt sich demokratische US-Politiker zum Vorbild, die auf Gelder von Waffen- und Pharma-Riesen verzichten. Wie Steingart künftig mit seinem "Morning Briefing" Geld verdienen will, deutet er allenfalls an: Partner und Investoren sind willkommen, solange sie inhaltlich nicht zu sehr mitreden. Auch von Lesern und Hörern Geld zu nehmen, sei eine Option – im Moment aber zu früh.

Hat Gabor Steingart Recht und welche Chance hat sein Kurs ohne Werbung? Mailen Sie uns Ihre Meinung an post@turi2.de!

Das 45-Min-Gespräch von Gabor Steingart mit Peter Turi ist als turi2.tv-Video bei YouTube abrufbar und steht als Audio unter turi2.tv/podcast sowie bei iTunes, Spotify, Deezer und AudioNow bereit.



Kapitelmarken bei YouTube:

0:47 Gabor Steingart findet Papier als Medium "prähistorisch" und "autokratisch" – Bücher schreibt er dennoch.

2:28 ...über seinen "zeitgemäß interpretierten Journalismus"

3:58 ... will dem "Handelsblatt" keine Konkurrenz machen

6:21 ... über einen partnerschaftlichen Umgang mit Lesern und Hörern

8:05 ... über die Akquise von Promi-Gesprächspartnern

8:55 ... erklärt, warum er derzeit kein Geld verdienen will, und warum er eine Werbe-Vermarktung ablehnt

12:57 ... erklärt, warum er auch keine klassischen Abos verkaufen will, und vergleicht sich mit Mick Jagger

15:47 ... über einen Club als Geschäftsmodell

17:03 ... will sich als Gründer in seinem Unternehmen ersetzbar machen

18:43 ... will keine One-Man-Show machen, weitere Shows entwickeln und neue Mitarbeiter einstellen

31:39 ... will noch 5-10 weitere Podcasts produzieren und ein weiteres Studio aufbauen

24:32 ... will moderner Verleger und aktiver Journalist sein

25:31 ... hat keinen Plan aber einen Business-Plan

26:40 ... will keine Experiementier-Abteilung für einen klassischen Verlag sein

28:49 ... will noch nichts zur wirtschaftlichen Zukunft seines Unternehmens sagen

31:07 ... über Podcasts als Mittel der Hörer-Emanzipation

33:39 ... über seinen Arbeitsalltag

38:13 ... wie lange er noch früh aufstehen und an der Front Journalismus betreiben will

41:09 ... über seine Rausschmiss-Routine von der Schulbank bis zum "Spiegel"

43:13 ... will seinen Kindern keine publizistische Macht hinterlassen

Hör-Tipp: Constantin Buer und Vincent Kittmann sprechen über Podcasts.

Hör-Tipp: Die Vermarkter Constantin Buer und Vincent Kittmann starten eine Podcast-Kolumne über Podcasts – in Kooperation mit "Horizont". In der kompakten ersten Folge blicken die Chefs von Podstars by OMR auf den Reichweiten-Standard IAB, den Audio-Bezahldienst Luminary und Spotifys Podcast-Pläne.
horizont.net (8-Min-Audio), open.spotify.com, podcasts.apple.com

Basta: Pödcåst hilft Ikea-Fans beim Einschlafen.

Ha en god natt! Ikea hilft Kunden, nach einer aufreibenden Runde durchs Möbelhaus geordnet runterzukommen. In einem Schlaf-Podcast lesen schwedische Mitarbeiter Produktnamen aus dem Katalog vor. Gestartet für den australischen Markt, schlummern auch Europäer irgendwann zwischen Matratzenschoner Stjärnlök und Tischleuchte Knixhult ein.
ikeaau.podbean.com, spotify.com, podcasts.apple.com via twitter.com

Hör-Tipp: Post-Chef Frank Appel sieht Brexit-Protektionismus nicht als Erfolgsmodell.

Hör-Tipp: Post-Chef Frank Appel (Foto) spricht im Podcast von Gabor Steingart über Europa und den Brexit. Unternehmen sollten nicht "nur nationale Interessen in den Vordergrund stellen", mahnt Appel. Der Brexit führe zu Protektionismus. Es gäbe weltweit kein Land, das damit wirtschaftlich langfristig erfolgreich sei.
gaborsteingart.com (22-Min-Audio)

turi2 podcast: Gudrun Kreutner kommuniziert für die Rettung der Apotheken.


Anwältin der Apotheker: Gudrun Kreutner ist Künstlerin und Kommunikatorin – und steigt leidenschaftlich für den Apothekerberuf in die Bütt. Im turi2 podcast erklärt die Kommunikationschefin des Wort & Bild Verlages, warum viele Apotheken bedroht sind und was das Haus der Apotheken Umschau dagegen unternimmt – nicht nur weil Apotheker die Kunden des Verlages sind, sondern einen lebenswichtigen Beruf haben. Sie stünden vor einer ähnlichen Transformation wie die Medienbrache, sagt Kreutner. In all dem Trubel der Veränderung findet die Österreicherin ihren Ausgleich in der Malerei: Kreutner hat ein eigenes Atelier in Wien.

Das 34-minütige Podcast-Gespräch zwischen turi2-Videochef Jens Twiehaus und Gudrun Kreutner ist jetzt unter turi2.de/podcast, bei iTunes, Spotify und Deezer abrufbar.

Zitat: Dieter Bohlen hängt neun Stunden am Tag bei Instagram ab.

"Meine 'Bild'-Zeitung ist ja mein Instagram-Account. Da kann ich veröffentlichen, wie die Dinge wirklich sind."

Pop-Titan Dieter Bohlen sagt im OMR Podcast, dass er täglich neun Stunden mit seinem Instagram-Account beschäftigt ist und teilweise 3.500 Kommentare pro Tag beantwortet.
omr.com (89-Min-Audio)

Weitere Zitate:

"Alle Firmen, die DB als Initialen haben, mit denen mach ich gerne was. Deutsche Bank. Daimler Benz oder Deutsche Bahn. Das ist irgendwie gut. Das ist wie Familie."

Dieter Bohlen beteiligt sich lieber an soliden Konzernen als an Startups.

"Ich kriege jetzt pro Woche immer noch eine Cover-Anfrage auf die Modern Talking-Lieder. Ich könnte allein von ‘Cheri Cheri Lady’ sicherlich leben."

Seine alten Hits sind für Dieter Bohlen immer noch eine Cash Cow.

Ufa-Podcast zur Serie beleuchtet die Errungenschaften der Berliner Charité.

Ufa und RTL Radio starten einen Podcast zur ARD-Serie Charité, die Ufa ebenfalls produziert. Journalist Prof. Dr. Markus Heinker, kein Mediziner, spricht mit Ärzten und Experten über Errungenschaften, Probleme und Besonderheiten des historischen Krankenhauses. Der Podcast ist exklusiv über Bertelsmanns Audio-Now-App abrufbar. Die ARD hat zugestimmt.
per Mail

Hör-Tipp: Podcastest du mich, dann podcaste ich dich.

Hörtipp: Katarzyna Mol-Wolf revanchiert sich bei Philipp Westermeyer (Foto) und lädt ihn in ihren Podcast. Der Hörer erfährt immerhin, dass Westermeyer früher bei der Schülerzeitung war und nicht programmieren kann - und, dass die Idee zu seiner Erfolgsreihe Online Marketing Rockstars eher zufällig kam.
soundcloud.com (57-Min-Audio), turi2.de (Background Vorgespräch)

Tool-Tipp: Spaactor durchsucht Videos und Podcasts.

Tool-Tipp: Die Suchmaschine Spaactor findet Suchbegriffe in Videos und Podcasts. Mittels Spracherkennung wandelt der Dienst gesprochenes Wort in Text um und macht die Inhalte so durchsuchbar. In den gefundenen Audio- und Video-Dateien springt Spaactor direkt an die Stelle des Suchbegriffs. Sein Geld verdient das Bremer Startup mit Medienbeobachtung für Firmen und Institutionen.
basicthinking.de

Podcast der "New York Times" erfindet sich kontinuierlich neu, schreibt Sandro Schroeder.

Podcasts: The Daily zielt auf Nachrichtennerds mit Schwäche für US-Themen, denen die gedruckte "New York Times" zu trocken ist, rezensiert Sandro Schroeder in seiner Podcast-Kritik. Die Produktion sei bis heute der "Vorreiter der Nachrichtenpodcasts" und erfinde sich kontinuierlich neu.
uebermedien.de, nytimes.com (Podcast)

Hör-Tipp: Twitter gibt auch Minderheiten eine Stimme, sagen Ann-Kathrin Büüsker und Karolin Schwarz.

Hör-Tipp: Im Podcast Filterbabbel sprechen Ann-Kathrin Büüsker (Foto) und Karolin Schwarz u.a. über die Nutzung von Social Media in der Politik und wie Twitter auch Minderheiten eine Plattform bieten. Auf die "vermeintliche Feel-Good-Plattform" Instagram auszuweichen, um Twitter-Shitstorms zu umgehen, sei wie bei Robert Habeck das falsche Signal für Debatten.
itunes.apple.com (61-Min-Audio)

Firmen-Podcasts lohnen sich für Journalisten, sagt Radiomacher Philipp Eins.

Corporate Podcasts mausern sich zum Refugium für freie Radio-Profis. Content Marketing wächst, klassischer Journalismus nicht mehr, analysiert Journalist Philipp Eins nüchtern. Er arbeitet parallel für Deutschlandfunk Kultur und u.a. die Pharma-Industrie – und trennt zwischen PR und Journalismus, indem er nicht über seine Unternehmens-Kunden berichtet.
youtube.com (5-Min-Video)

turi2 Podcast: Dr. Dennis Ballwieser verschreibt Apotheken und "Apotheken Umschau" Digitalisierung.


Business-Sprechstunde: Dr. Dennis Ballwieser ist der Arzt, dem die Gesellschafter des Wort & Bild Verlags vertrauen. Seit 2015 leitet der gelernte Notfall-Mediziner gemeinsam mit Andreas Arntzen den Verlag hinter dem Millionen-Seller "Apotheken Umschau". Im turi2 Podcast spricht Ballwieser über seinen Karriereweg vom Arzt zum Journalisten bis zum Medienmanager. Er erklärt, wie er als Partner der niedergelassenen Pharmazeuten den Apotheken auf dem Weg in die digitale Welt helfen will. Angesprochen auf die herannahende Konkurrenz durch Burdas "My Life" gibt Ballwieser sich gelassen: "Jede Form von Wettbewerb macht uns besser."

Das 40-minütige Podcast-Gespräch zwischen turi2-Chefredakteur Markus Trantow und Dennis Ballwieser ist jetzt unter turi2.de/podcast, bei Spotify, iTunes und Deezer abrufbar.

Zeit Online startet zehnten Podcast – diesmal zu Digitalthemen.

Zeit Online startet den zehnten Podcast: In Wird das was? diskutieren Digitalredakteure alle zwei Wochen mit führenden Wissenschaftlern und Unternehmerinnen die großen Themen des digitalen Wandels. Zum Auftakt spricht der Verkehrsforscher Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin über die Zukunft der Mobilität. Erst gestern hatte der Verlag den Live-Interview-Podcast Zeit Bühne vorgestellt.
zeit-verlagsgruppe.de

Video-Tipp: Konferenz "Subscribe10" liefert Tipps für Podcaster.

Video-Tipp: Beim Deutschlandfunk hat am Wochenende die Podcaster-Konferenz Subscribe 10 stattgefunden. Die Themen reichten von Minderheiten-Podcasts über Software- und Technik-Tipps bis hin zu Social Media und Datenschutz für Podcaster. U.a. gaben Spiegel Online und die "Süddeutsche" Einblicke in ihre Arbeit. Die Mitschnitte der fast 40 Vorträgen und Diskussionsrunden stehen als YouTube-Playlist bereit.
youtube.com (Playlist)

Katarzyna Mol-Wolf wird Podcast-Profi und OMR-Vorprogramm.

Katarzyna Mol-Wolf 150Ein Ohrwurm namens Kasia: Katarzyna Mol-Wolf, Verlegerin beim Inspiring Network, setzt an der Seite von Digital-Dude Philipp Westermeyer auf Podcasts und digitale Vernetzung. Im Podcast mit Westermeyer erzählt sie, dass neben dem Sex-Podcast des Verlags die Reihe Kasia trifft gut angelaufen sei. Als Vorprogramm von Westermeyers OMR-Festival vernetzt Mol-Wolf am 6. Mai im Hamburger Curio-Haus rund tausend Frauen beim Women's Day.
soundcloud.com (52-Min-Audio mit Westermeyer), turi2.tv (Background: Mol-Wolf im Interview)