Video-Tipp: Aufsteiger Frank Thomsen beantwortet den Unterwegs-Fragebogen.

Video-Tipp: Frank Thomsen ist unterwegs – auf der Karriereleiter nach oben. Der Kommunikations- und Marketing-Chef von Gruner + Jahr ist heute frisch befördert worden und nun zusätzlich Publisher aller News- und Wissens-Marken. Für die turi2 edition #7 beantwortet der gebürtige Flensburger den Unterwegs-Fragebogen: Thomsen erzählt von seiner Weltreise zu Studienzeiten und über sein Lebensziel, gerecht zu bleiben.
turi2.tv (2-Min-Video), turi2.de (Background)

Die turi2 edition #7 gibt es hier im kostenlosen Blätter-PDF.

Das große Gespräch mit Julia Jäkel von der Launchparty zur turi2 edition #7:

Verkehrsminister Scheuer und Finanzminister Scholz erhöhen PR-Ausgaben deutlich.

Polit-PR: Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU, Foto) und Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) erhöhen die PR-Ausgaben ihrer Ministerien deutlich, berichtet das "Handelsblatt" unter Bezug auf die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Scheuer werde mit dem Start seines "Neuigkeitenzimmers" die Ausgaben 2019 von 1 Mio auf rund 2,5 Mio erhöhen. Scholz kalkuliert 2019 mit 5 Mio Euro statt wie bisher 3,7 Mio Euro. Beide Minister begründen die Ausgaben mit für die Öffentlichkeit wichtigen Krisen wie dem Dieselskandal und den unsicheren Finanzmärkten.
"Handelsblatt", S. 11 (Paid), turi2.de (Background "Neuigkeitenzimmer")

Aus dem Archiv von turi2.tv: Minister Andreas Scheuer erklärt seine Kommunikation: Neuigkeiten-Zimmer und Instagram Live.

Nach "BamS"-Bericht: Grüner Rezzo Schlauch verlässt Aufsichtsrat von WMP.

BamS vs WMP: Die Berichterstattung der "Bild am Sonntag" über die PR-Arbeit der Agentur für Saudi-Arabien hat erste Folgen: Der Grüne Rezzo Schlauch verlässt den WMP-Aufsichtsrat, schreibt "BamS" in der aktuellen Ausgabe. Fragen nach dem Grund für den Ausstieg lasse Schlauch unbeantwortet. Die Zeitung hatte von einem internen Papier berichtet, in dem die Agentur behauptet, die Stimmung in deutschen Medien zugunsten Saudi-Arabiens beeinflusst zu haben. Via Meedia hatte Agentur-Chef Michael Inacker zum Gegenangriff geblasen und Mails zwischen einer "BamS"-Redakteurin und der Agentur weitergegeben. Sie sollen belegen, dass "BamS" die PR-Firma als "Full-Service-Agentur" für einen Saudi-Arabien-Bericht genutzt habe.
"Bild am Sonntag", S. 2, turi2.de, meedia.de (Background)

turi2 edition #7: Magdalena Rogl hat immer genug Power im Koffer.


Mehrfach-Mama, Microsoft-Mitarbeiterin, Münchnerin: Magdalena Rogl, Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland, füllt verschiedet Rollen mit Leben und kam im Zickzack zum Erfolg. Anne-Nikolin Hagemann porträtiert sie für die turi2 edition #7 als herzliche Macherin, die auch mit Sinnsprüchen Geld verdienen könnte, sich für Chancengleichheit und digitale Bildung engagiert und Glück für das wichtigste Karriereziel hält. Weiterlesen…

PR-Agentur WMP gibt Saudi-Mandat zurück und widerspricht Vorwürfen der "Bild am Sonntag".

WMP gibt den PR-Auftrag der saudischen Königsfamilie mit sofortiger Wirkung zurück, sagt Agenturchef Michael Inacker im Interview mit Georg Altrogge und widerspricht einem Bericht der "Bild am Sonntag", wonach es die Agentur ermöglicht habe, in deutschen Medien Meinungen zu kaufen. Ein in "BamS" zitiertes Strategiepapier beziehe sich lediglich auf die Vermittlung von Kontakten. Ihren Erfolg messe die Agentur mit einem Medientenor, dieser habe "bösmeinender Interpretation ein Einfallstor geboten", gibt Inacker zu. Das PR-Mandat der saudischen Königsfamilie beende er, da die deutsche Öffentlichkeit die Mittler-Rolle von WMP und die Möglichkeiten, die Reformkräfte zu unterstützen, nicht mehr sehe.
meedia.de, turi2.de (Background)

Deutsche PR-Firma will Berichterstattung positiv für Saudi-Arabien beeinflusst haben.

Saudi-Arabien zahlt monatlich einen sechsstelligen Betrag an die deutsche PR-Firma WMP Eurocom, die sich damit brüstet, die Berichterstattung mehrerer Journalisten in Sinne des Landes beeinflusst zu haben. Das berichtet die "Bild am Sonntag" und zitiert aus einem Strategiepapier der Firma aus dem Sommer 2017. Die genannten Redaktionen bestreiten gegenüber der "BamS" Einflussnahme auf die Berichterstattung. WMP Eurocom wirbt ferner mit vermeintlich guten Kontakten in die Politik und Wirtschaft.
"Bild am Sonntag", S. 4 (Paid)

"Spiegel": Milliardär August von Finck soll diskret AfD-Propaganda bezahlt haben.

Deutschland-Kurier: Die AfD-nahe Zeitung ist offenbar mithilfe des Milliardärs August von Finck entstanden, recherchieren "Spiegel" und die Schweizer Wochenzeitung "WOZ". Fincks Geld hat mutmaßlich zahlreiche andere Dinge finanziert, wie etwa Kampagnen, die der AfD nützten. Die Partei habe "mithilfe von dubiosen Finanzierungen überhaupt erst durchstarten und in die deutschen Parlamente einziehen" können, schreiben Melanie Amann, Sven Becker und Sven Röbel. Das Schattengeld von Finck soll auch etwa AfD-Veranstaltungen finanziert haben, als Mittlerin habe die PR-Agentur Wordstatt der damaligen AfD-Sprecherin Dagmar Metzger gedient. Ebenso soll Finck seine Finger im Gold-Handel der Partei gehabt haben.
"Spiegel" 48/2018, S. 14-22 (Paid), spiegel.de

"NYT": PR-Agentur Definers steuert Anti-Apple-Kampagne im Auftrag von Qualcomm.

Definers, Facebooks PR-Firma fürs Grobe, soll auch im Auftrag des Chip-Herstellers Qualcomm eine Schmutzkampagne gegen Apple organisiert haben, berichtet die "New York Times". Die Agentur soll Apple-Chef Tim Cook gegen dessen Willen als Trump-Konkurrenten für die Wahl 2020 gepusht haben, um politischen Staub aufzuwirbeln. Die hauseigene News-Schleuder NTK soll – von Definers gesteuert – verbreitet haben, dass neue iPhones langsamer sind, weil Apple keine Qualcomm-Chips mehr nutzt. Facebook hat inzwischen eingeräumt, Definers beauftragt zu haben, über den Facebook-kritischen Mäzen George Soros zu recherchieren und Journalisten Infos zuzuspielen.
nytimes.com (Qualcomm), huffingtonpost.com (Facebook), turi2.de (Background)

Facebook findet Sündenbock für Definers-Debakel.

Facebook hat einen Sündenbock für das jüngste Kommunikations-Desaster gefunden: Politik- und Kommunikationschef Elliott Schrage, 57, dessen Abgang bereits im Juni verkündet wurde, übernimmt die Verantwortung dafür, die PR-Firma Definers angeheuert zu haben. Die Dienstleister hatten Facebook-Kritiker u.a. als Schergen des liberalen Fonds-Milliardärs George Soros diffamiert.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Die Fels in der Brandung: Edda Fels wird 60.


Wir graturilieren: Edda Fels feiert heute ihren 60. Geburtstag. Der Name der Springer-Kommunikationschefin ist Programm – die Fels in der Brandung hält seit 1996 die Stellung. Die Vorstände und Presse-Assistenten kommen und gehen, doch Edda bleibt an der Spitze der Springer-Kommunikation bestehen. In ihrer ruhigen, sachlichen Art ist Edda Fels eine wichtige Konstante im Wandel, den Springer durchläuft.

Typisch, dass sie um ihren runden Geburtstag kein Gewese macht: Wie und wo genau sie feiert, will Edda Fels nicht verraten – nur so viel: "Feiern werde ich." Das Rampenlicht überlässt sie gern anderen – vielleicht ein Geheimnis ihres Erfolgs. "Gegen Glückwünsche", verrät Fels noch, "habe ich natürlich überhaupt nichts". Gratulanten bitte hier entlang!

Kommunikations-Chefin Christiane Wolff verlässt Serviceplan – und macht sich selbstständig.

Serviceplan: Kommunikations-Chefin Christiane Wolff verlässt die Agenturgruppe nach sieben Jahren zum Jahresende, schreibt "Clap". Wolff wolle sich selbstständig machen – womit genau sagt sie nicht –, Serviceplan aber weiter verbunden bleiben. Wolff kam 2011 zur Agenturgruppe, zuletzt verantwortete sie mit acht Mitarbeitern die Öffentlichkeitsarbeit im In- und Ausland.
clap-club.de, turi2.de (Porträt in der "turi2 edition #6")

Nestlé baut PR in Deutschland um und schickt Tina Beuchler nach Vevey.


Nestumbau: Nestlé fasst zum Jahresbeginn seine Abteilungen Digital & Media sowie Marketing und Kommunikation zusammen. Neue Hüterin über die Werbemillionen des Lebensmittelgroßkonzerns in Deutschland wird Jolanda Schwirtz, 42, die bislang für Marketing und Kommunikation zuständig war. Tina Beuchler, 52, aktuell Media- und Digitalchefin, wechselt nach vier Jahren auf der Position in die Firmenzentrale nach Vevey in der Schweiz. Von dort soll sie die weltweiten Media- und Agenturaktivitäten von Nestlé koordinieren.

Den neuen Job von Tina Beuchler hatte Nestlé zuvor offen ausgeschrieben. Jolanda Schwirtz leitet seit 2016 die Kommunikation und das Marketing in Deutschland. Zuvor war sie im Einkauf und der Logistik, sowie für die Qualitätsoffensive Q4 verantwortlich.
nestle.de, ch.linkedin.com (Stellenausschreibung)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Nestlé-Mediachefin Tina Beuchler wünscht sich Print-Titel mit klarem Profil

Zitat: Sky-Programmchefin Elke Walthelm wertet "X-Faktor" als PR-Erfolg.

"Wir haben es mit 'X Factor' in die unterschiedlichsten Medien geschafft, vor allem in die regionalen Zeitungen, und haben gleichzeitig Zielgruppen angesprochen, die wir sonst nur schwer erreichen."

Sky-Programmchefin Elke Walthelm bewertet im DWDL-Interview "X Factor" für ihren Sender aus PR-Sicht als einen großen Erfolg - auch ohne große Live-Zuschauerzahlen.
dwdl.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Sky-Programmchefin Elke Walthelm hält Netflix auf Distanz.

Storys statt Polit-Sprech: Wolfgang Ainetter krempelt die Kommunikation im Verkehrsministerium um.

Boulevard-Mann baut auf: Der frühere "Bild"-Journalist Wolfgang Ainetter hat die Kommunikation des Bundesverkehrsministeriums in Windeseile erneuert. Innerhalb von nur sieben Monaten ist ein Newsroom entstanden – intern "Neuigkeiten-Zimmer" genannt. Im turi2.tv-Video zeigt Ainetter, wo Pressesprecher und Social-Media-Team jetzt Hand in Hand arbeiten. Zusammen erzählen sie Geschichten rund um Superheld Minister Andreas Scheuer (CSU).

Dem Seitenwechsler geht es um die vielen Storys, von denen es im Verkehrsministerium besonders viele gebe: "Von den Flugtaxis bis zu Zügen mit Wasserstoffantrieb." Im Alltag gibt es aber Schwarzbrotarbeit zu erledigen. Derzeit dreht sich fast alles um den Dieselskandal. Bis zu 200 Journalisten-Anfragen pro Tag bremsen den Reform-Eifer und die Produktion selbst platzierter Social-Media-Storys.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Zum gleichen Thema: Verkehrsminister Andreas Scheuer zeigt turi2.tv sein Instagram-Zimmer.

Verkehrsminister Andreas Scheuer zeigt turi2.tv sein Instagram-Zimmer.


Christlich Streamende Union: Minister Andreas Scheuer geht unter die Medienmacher – per Instagram Live und in anderen sozialen Medien. Der PR-Stab um den Bundesverkehrsminister arbeitet als erstes Ministerium aus einem "Neuigkeiten-Zimmer", die königlich-bayerische Umschreibung für einen Newsroom. Braucht die Politik bald keine Journalisten mehr? Scheuer widerspricht im Video-Interview – wenn auch nicht leidenschaftlich: "Die herkömmlichen Medien sind ein wichtiger Partner für uns."

Für den derzeitigen "Diesel-Minister" Scheuer ist der Umbau der PR-Abteilung in redaktionsähnliche Strukturen keine Steuergeld-Verschwendung, sondern eine Transparenz-Maßnahme: "Vielleicht gab es eine Zeit, wo man eher Ministerien der geschlossenen Tür hatten. Heute kann jeder bei uns reinschauen."

Und auch zwischen den Regulierungs-Bemühungen gegen Google, Facebook und Co. und seinen Auftritten in den sozialen Netzwerken sieht Scheuer keinen Gegensatz. Schließlich seien die Bürger auch dort. "Wenn Sie mir eine neue Plattform geben mit Mio-Reichweite, dann nehme ich die auch gerne." Mit den Tücken des Netzes kennt Scheuer sich inzwischen aber auch aus: Sein Auftritt bei einer Disko-Eröffnung bei Passau ging jüngst viral, "ob du das willst oder nicht".
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Wie Newsrooms in Unternehmen funktionieren – ein Erklär-Video mit Christoph Moss.


Wenn Marken Medien werden: Immer mehr Unternehmen entdecken das Prinzip Redaktion – und richten in ihrer Kommunikation einen Newsroom ein. turi2.tv lässt Christoph Moss in einem Video-Tutorial erklären, wie dieser Wandel gelingt. Der Journalist und Medien-Professor berät Kommunikatoren in Kursen an der Handelsblatt Akademie. Moss sagt: Newsrooms brauchen Geduld, Planung – und unbedingten Willen.

Laut Moss ist der Wandel der Unternehmenskommunikation schlichte Notwendigkeit, weil Menschen Medien immer weniger klassisch nutzen: "Wir müssen in Inhalten denken, in Themen denken und die beste Organisationsform dafür ist der Newsroom", sagt Moss, dessen Newsroom-Agentur Mediamoss schon mit dutzenden Kunden gearbeitet hat. Sein Tipp für Kommunikationschefs: Mitarbeiter sollten vom ersten Augenblick an den Newsroom mit entwickeln, statt ihnen ein Modell "überzustülpen".
turi2.tv (4-Min-Video)

PR-Unternehmer Kai Diekmann sieht Print neuerdings sehr kritisch.


Worte eines Wechslers: Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann, 54, stellt sich im VDZ-Magazin Print & More gegen seine Ex-Kollegen: Vom Leistungsschutzrecht – das ja von Springer maßgeblich vorangetrieben wurde – hält der heutige Social-Media-PR-Unternehmer wenig. Auf die Frage, ob Google den Verlagen das Wasser abgrabe, sagt er: "Den Glauben, ich kann ein Geschäftsmodell, das möglicherweise technisch überholt ist, mit Regulierung schützen, halte ich für einen Irrglauben."

Weitere Einsichten Diekmanns, der die Agentur Storymachine gegründet hat: "Printwerbung ist verglichen mit digitaler Werbung unglaublich teuer und ineffizient." Und: "Für die Millennials ist die strikte Trennung zwischen Werbung und redaktionellem Inhalt nicht so relevant." Lediglich "die Qualität" müsse stimmen. Woher Diekmanns neue Einsichten rühren? Vermutlich trifft zu, was Karl Marx schon vor 150 Jahren wusste: Dass nämlich das Sein (in diesem Fall: Diekmanns neuer Job als Social-PR-Unternehmer) das Bewusstsein bestimmt. Anders ausgedrückt: Wes Brot ich ess', des Lied ich sing'.
"Print & More" 3/2018, S. 50-52

M-Studio verantwortet Kommunikation der Deutschen Eishockey Liga.

Deutsche Eishockey Liga vergibt ihren Kommunikations-Etat an die Düsseldorfer Agentur M-Studio. Die GroupM-Tochter betreut die Neu-Ausrichtung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DEL, darunter Strategie, Live Communication & Sponsoring, Content-Produktion und -Distribution sowie Influencer Marketing. Die Koordination der Kommunikation verantwortet Axel Koppermann, früher Partnerschafts-Manager bei den Hamburg Freezers.
new-business.de

Neue "FAZ"-Digital-Agentur berät Kunden zur digitalen Transformation.

FAZ gründet die Digital-Agentur rosa & leo. In der neuen Firma bündelt der Verlag Erfahrung in der digitalen Transformation und bietet diese als Beratungsleistungen an. Geschäftsführer sind Susanne Busshart, die zuletzt mit ihrem eigenen Beratungsunternehmen SBCdigital aktiv war, und Thomas Schultz-Homberg, seit 2013 Chief Digital Officer der "FAZ". Sie starten mit zunächst sieben festen Mitarbeitern und einem Netzwerk aus Freien.
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