Pressefreiheit ist ein so hohes Gut, dass sich selbst Autokraten gerne damit brüsten. lexikon2.de

Ermordete Journalistin Daphne Caruana Galizia hatte viele Feinde.

Ermordete Journalistin aus Malta, Daphne Caruana Galizia, hatte viele Feinde, schreiben Oliver Meiler und Bastian Obermayer und blicken auf das Leben der Investigativ-Fachfrau zurück. Vor elf Jahren sei schon einmal das Auto der Journalistin angezündet worden. Nun ist ausgerechnet eine Untersuchungsrichterin dem Fall zugeteilt, die selbst öfter in der Berichterstattung von Daphne Caruana Galizia vorkam.
"Süddeutsche Zeitung", S. 3 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkei entzieht 2016 etwa 900 Akkreditierungen.

Türkei Flagge 150 Pressefreiheit: In der Türkei haben 2016 etwa 900 Journalisten ihre Akkreditierung verloren, 110 Medienfirmen wurden dichtgemacht. 156 Journalisten sitzen laut Aussage von Justizminister Abdülhamit Gül im Gefängnis. Diese Zahl ist aber nicht sicher, da die Türkei inhaftierten Journalisten ihren Berufsstatus aberkennt und sie formal nicht mehr als Journalisten gelten. Auch dem ehemaligen Türkei-Korrespondenten des "Spiegel" Haznain Kazim hatte die Türkei die Verlängerung seines Journalistenvisums im vergangenen Jahr verwehrt.
derstandard.de Kommentieren ...

Investigativ-Journalistin Daphne Caruana Galizia ist durch Auto-Bombe getötet worden.

Daphne Caruana Galizia, 53, ist durch eine Auto-Bombe ermordet worden. Die maltesische Investigativ-Journalistin hatte an den Malta Files gearbeitet und wollte mit den rund 150.000 vertraulichen Dokumenten Steuerhinterziehung aufdecken. Die Bombe in ihrem Auto explodierte in der Nähe ihrer Wohnung. Caruana Galizia hatte wegen Morddrohungen vor zwei Wochen Anzeige erstattet.
nzz.ch, tagesschau.de, zeit.deKommentieren ...

Spanien liefert den von der Türkei gesuchten Dogan Akhanli nicht aus.

Spanien liefert Dogan Akhanli nicht an die Türkei aus, entscheidet die spanische Regierung. Damit Akhanli ausreisen kann, muss noch das zuständige Gericht die bisherigen Auflagen aufheben. Der türkischstämmige Schriftsteller, der nur die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, hat bereits für nächsten Mittwoch einen Flug nach Köln gebucht. Akhanli war am 19. August bei einem Spanien-Urlaub wegen eines türkischen Fahndungsaufrufs festgenommen worden, er war einen Tag später unter Auflagen frei gekommen. Die Türkei wirft ihm Beteiligung an einem Raubmord vor.
spiegel.de, merkur.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Mesale Tolu kritisiert vor Gericht die Umstände ihrer Haft in der Türkei.

"Deswegen lebt mein Sohn, der eigentlich in den Kindergarten gehen müsste, seit fünf Monaten mit mir im Gefängnis."

Die deutsche Journalistin Mesale Tolu kritisiert am ersten Tag ihres Prozesses in der Türkei, dass sie und ihr Mann seit Monaten ohne Urteil in Haft sind und fordert ihre Freilassung.
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Journalisten können im Dienst in rechtliche Grauzonen geraten.

Journalisten werden häufig mit realen oder vermeintlichen Straftaten in Verbindung gebracht, berichtet Ralf Hutter. Wenn sie beispielsweise Flüchtlinge oder Demonstranten begleiten können sie wegen Hausfriedensbruch oder illegalem Grenzübertritt belangt werden. Da es selten zu einem Prozess kommt, sei die Lage weiter eine rechtliche Grauzone. Gleichsam belasten zurückliegende Ermittlungen die Journalisten später, wie der G20-Gipfel gezeigt habe.
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Sächsische Justiz hörte 360 Gespräche mit Berufsgeheimnisträgern mit.

Sächsische Justiz hat bei ihren Ermittlungen zur linken Szene im Umfeld des Fußballvereins Chemie Leipzig 360 Gespräche mit Berufsgeheimnisträgern mitgehört. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Valentin Lippmann (Grüne) hervor. Allein 130 Mal wurde dabei ein Journalist der "Leipziger Volkszeitung" von der Polizei belauscht. Auch Telefonate und SMS weiterer Journalisten, unter anderem von "Bild" und "Spiegel", wurden überwacht.
lvz.de, landtag.sachsen.deKommentieren ...

Türkei: Journalistin Meşale Tolu steht ab heute vor Gericht.

Meşale Tolu, deutsche Journalistin mit türkischen Wurzeln, steht ab heute in Istanbul vor Gericht. Die Behörden werfen der Mitarbeiterin der linken Nachrichtenagentur Etha Propaganda und Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation vor. Meşale Tolu sitzt mit ihrem kleinen Sohn im Gefängnis, ihr Mann ist auch inhaftiert. Ein anderes Gericht verurteilt indes die "Wall Street Journal"-Reporterin Ayla Albayrak zu zwei Jahren und einem Monat Haft.
br.de, "Süddeutsche Zeitung", S. 5 (Paid), wsj.com (Albayrak)Kommentieren ...

G20-Affäre: Polizei löscht Beweise, Regierung beschuldigt Journalisten weiter.

Großer Löschangriff: Die Affäre um entzogene G20-Akkreditierungen ist um einen Skandal reicher. Das LKA Berlin löscht noch vor einer Überprüfung Datensätze, die einen Fotografen belasteten, aber offenbar falsch waren. Ex-Datenschutzbeauftragter Peter Schaar spricht von einer "Unterdrückung von Beweismitteln". Die Bundesregierung räumt inzwischen ein, vier Journalisten zu Unrecht die G20-Akkreditierung entzogen zu haben.

Bei 28 weiteren Journalisten beharrt die Regierung auf der Rechtmäßigkeit des Rausschmisses. Das ARD-Hauptstadtstudio recherchiert zwölf Fälle und findet heraus, dass die gravierenden Vorwürfe gegen die Journalisten wie "besonders schwerer Landfriedensbruch" und "Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion" falsch sind. Die angekündigte Entschuldigung der Regierung lässt weiter auf sich warten, berichtet ARD-Korrespondent Arnd Henze. Seit dem G20-Gipfel habe das BKA indes mehrmals erneut Journalisten von Veranstaltungen fern gehalten.
tagesschau.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkei will Exil-Journalisten Can Dündar von Interpol suchen und ausliefern lassen.

Can Dündar: Die türkische Justiz will den in Deutschland lebenden, türkischen Journalisten auf die Fahndungsliste von Interpol setzen lassen. Ziel sei die Auslieferung des Ex-Chefredakteurs der regierungskritischen Zeitung Cumhuriyet. Der DJV appelliert an die deutschen Behörden, "eine klare und unmissverständliche Haltung in dieser Sache" zu zeigen.
correctiv.org, tagesspiegel.de, djv.deKommentieren ...

Zitat: Kai Diekmann kritisiert Österreichs Kanzler Kern wegen seines Anzeigen-Boykotts.

"Unzulässig ist es, Medien durch wirtschaftlichen Druck abzustrafen. Das ist ein klarer Verstoß gegen die Regeln der Pressefreiheit."

Kai Diekmann greift Österreichs Bundeskanzler Kern wegen seines Interview- und Anzeigen-Boykotts gegen die Mediengruppe Österreich an. Medien müssten kritisiert werden, wenn sie "über die Grenzen gehen", wirtschaftliche Sanktionen gingen aber gar nicht.
horizont.atKommentieren ...

Bangladesch lässt inhaftierte "Geo"-Fotojournalisten frei.

Geo: Die beiden in Bangladesch inhaftierten "Geo"-Fotografen sind gegen eine Kaution auf freiem Fuß, meldet das Magazin. Nun wolle man daran arbeiten, dass das Verfahren gegen die Fotojournalisten Minzayar Oo und Hkun Lat eingestellt wird. Die Journalisten wollten über die Massenflucht der Volksgruppe der Rohingya aus Myanmar nach Bangladesch berichten und wurden am 7. September festgenommen.
presseportal.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Zeitungskongress hinterlässt bei Ulrike Simon Widersprüchlichkeiten.

Zeitungskongress wirkt auf Ulrike Simon sehr ambivalent: Einerseits singt BDZV-Präsident Mathias Döpfner ein Loblied auf die Pressefreiheit, andererseits lädt der Verband Bundestrainer Jogi Löw zum PR-Gespräch mit seinem eigenen Pressesprecher ein. Auch das Ergebnis einer vorgestellten Allensbach-Studie scheint widersprüchlich: Die Mehrheit der Bevölkerung halte sich zwar für gut informiert, das Überangebot an Informationen sorge aber zugleich dafür, dass viele sich nur noch "nach Bedarf" informierten und 15 Minuten am Tag für ausreichend hielten.
horizont.netKommentieren ...

Snapchat blockiert Al-Dschasiras Kanal in Saudi-Arabien.

Snapchat sperrt den Kanal des Nachrichtensenders Al-Dschasira in Saudi-Arabien auf Druck der Regierung. Die Behörden haben Snapchat darüber informiert, dass die Inhalte von Al-Dschasira gegen saudische Gesetze verstoßen, sagt das soziale Netzwerk. Al-Dschasira kritisiert, dass Snapchat beginne, Medieninhalte zu zensieren. Der Sender aus Katar hatte Snapchat Discover genutzt.
horizont.net, techcrunch.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Veranstalter von Wahl-Dialog erteilen "Tagesspiegel" Hausverbot.

Tagesspiegel bekommt Hausverbot für eine Veranstaltung mit AfD-Chefin Frauke Petry am Donnerstag im sächsischen Pirna. Die Veranstalter, eine Gruppe mittelständischer Unternehmer, sperren Journalisten der Zeitung aus, nachdem der "Tagesspiegel" geschrieben hatte, es gebe Verbindungen zur rechtsradikalen Ein-Prozent-Bewegung.
tagesspiegel.deKommentieren ...

"Geo"-Fotografen drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Geo muss weiter um zwei Fotojournalisten bangen, die seit 7. September in Bangladesch festgehalten werden. Die Behörden werfen Fotograf Minzayar Oo und seinem Assistenten Hkun Lat vor, unter falschem Vorwand als Touristen eingereist zu sein. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft, meldet Reporter ohne Grenzen. Oo und Lat berichten für "Geo" über die Volksgruppe der Rohingya, die aus Myanmar nach Bangladesch geflüchtet sind. In Bangladesch ist dieses Jahr schon ein Journalist getötet worden.
presseportal.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Springer-Chef Mathias Döpfner organisiert Kampagne gegen Erdogan.

Mathias Döpfner organisiert eine Aktion gegen die Politik des türkischen Präsidenten Erdogan. Der Springer-Chef ruft in einem Brief an die Vorstände der Dax-30-Unternehmen zu einer gemeinsamen Anzeigenkampagne auf, berichtet Georg Meck. Bislang sei der Rücklauf gering, weil manche die Eskalation und andere schlechte Geschäfte fürchten.
faz.netKommentieren ...

Behörden in Bangladesch halten Fotojournalist Minzayar Oo fest.

Bangladesch hält den Fotografen Minzayar Oo und seinen Assistenten seit neun Tagen fest. Der preisgekrönte burmesische Fotojournalist war im Auftrag des Magazins "Geo" unterwegs, um die Situation der Rohingya zu dokumentieren. Sie fliehen aus Myanmar vor Gräueltaten des Militärs. Das Gefängnis auf Kaution zu verlassen, haben die Behörden in Bangladesch verweigert. (Foto: Panos Pictures)
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Hunderte Menschen demonstrieren mit Korso und Kundgebung für Deniz Yücel.


Hupen für #FreeDeniz: Hunderte Menschen haben mit einem Auto- und Fahrradkorso für die Freilassung von Deniz Yücel demonstriert. Auf der anschließenden Kundgebung vor dem Kanzleramt verlangten sie an Yücels 44. Geburtstag von der Bundesregierung, entschlossener gegen die Türkei vorzugehen. Rüstungsgeschäfte mit der Türkei müssten verboten, neue Exportbürgschaften für Investitionen im Land beendet werden.

Die Demonstranten setzen sich auch für die Freilassung von Mesale Tolu und anderen inhaftierten Journalisten und Menschenrechtlern ein. Laut den Organisatoren vom Freundeskreis #FreeDeniz nahmen etwa 800 Personen an der Kundgebung teil, laut Polizei waren es mehr als 200. Yücel sitzt seit 209 Tagen in der Türkei in Haft.
spiegel.de, welt.deKommentieren ...

Bild des Tages: Korso für Deniz Yücel fährt zum Bundeskanzleramt.


Bester Korso wo gibt: Ein Auto- und Fahrradkorso für den in der Türkei inhaftierten Deniz Yücel fährt an dessen 44. Geburtstag durch das Berliner Regierungsviertel Richtung Bundeskanzleramt. Teilnehmer sprechen von dem "besten Korso wo gibt". Nach dem Korso fordern mehrere hundert Teilnehmer auf einer Kundgebung vor dem Kanzleramt die Freilassung von Yücel und den anderen inhaftierten Journalisten. Yücel sitzt seit 209 Tagen in der Türkei in Haft. (Foto: Paul Zinken / dpa / picture alliance)2 Kommentare

"Welt am Sonntag" sammelt Geburtstags-Gratulationen an Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Medienmacher, Politiker und Yücels Familie gratulieren in der "Welt am Sonntag" dem inhaftierten "Welt"-Korrespondenten heute zum 44. Geburtstag. Zu den Gratulanten gehören u.a. Ehefrau Dilek Mayatürk Yücel, Springer-Boss Mathias Döpfner, Außenminister Sigmar Gabriel und Comedian Jan Böhmermann.
"Welt am Sonntag", S. 8 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Welt am Sonntag": Alice Weidel will Bericht über rassistische E-Mail verhindern.

Alice Weidel
Weidel-Leaks: Alice Weidel wehrt sich gegen die Veröffentlichung einer E-Mail mit rassistischem und demokratiefeindlichem Inhalt, die nach Recherchen der "Welt am Sonntag" von ihr stammt. In dem Schreiben von 2013 heißt es u.a., die Bundesregierung seien "Schweinen" und "nichts anderes als Marionetten" der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs. Über ihre Anwälte widerspricht Weidel der Urheberschaft der E-Mail, es sei falsch und rechtswidrig zu behaupten, Weidel habe den Text geschrieben.

Die "Welt am Sonntag" zitiert dennoch daraus. Der Zeitung liegen eine eidesstattliche Versicherung und weitere Aussagen vor, die bestätigen, dass Weidel die Verfasserin sei. Die Enthüllung stammt laut "WamS" aus dem ehemaligen Bekanntenkreis der Politikerin in Frankfurt am Main, der sich zum Teil von Weidel losgesagt hat. Grund seien ihre radikalen, politischen Ansichten.
welt.de (Zusammenfassung), welt.de (Bericht, Paid), spiegel.de3 Kommentare

Zitat: Lea Deuber hofft auf weitere Aktionen für in der Türkei inhaftierte Journalisten.

"Wenn wir solche Aktionen nicht mehr machen, wenn wir keinen Anteil mehr nehmen, dann passiert halt nichts mehr."

Lea Deuber, Vorstandsmitglied von Journalists Network, appelliert im Interview mit dem Deutschlandfunk, mit Aktionen für die Freilassung von Journalisten in der Türkei nicht aufzuhören.
deutschlandfunkkultur.de (6-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

14 Journalismus-Organisationen fordern Freilassung von Journalisten in Türkei.

Türkei: 14 Journalismus-Organisationen fordern in einem offenen Brief an Erdogan die Freilassung von Deniz Yücel und den anderen aus politischen Gründen inhaftierten Journalisten in der Türkei. Zu den Unterzeichnern gehören der DJV, Netzwerk Recherche und Correctiv, Initiator ist der Recherche-Verband Journalists Network. Die Organisationen verlangen von der Türkei, rechtsstaatliche Prinzipien und faire Prozesse zu garantieren. Der Brief soll auch in türkischen Medien erscheinen. Yücel sitzt am 10. September, seinem 44. Geburtstag, seit 209 Tagen in Haft.
kress.de, journalists-network.orgKommentieren ...

Ägypten blockiert die Internetseite von Human Rights Watch.

Ägypten sperrt nach einem Bericht von Human Rights Watch über systematische Folter im Land die Internetseite der Organisation. Human Rights Watch hatte am Mittwoch Präsident Abdel Fattah al-Sisi vorgeworfen, den Sicherheitsbehörden grünes Licht für Folter zu geben. Laut Nichtregierungsorganisationen sind in Ägypten 424 Internetseiten blockiert.
wiwo.de, dw.comKommentieren ...

Uno-Menschenrechtsbeauftragter kritisiert Donald Trump für Angriffe auf Medien.

Donald Trump macht sich mit seinen medienfeindlichen Aussagen der Anstachelung zur Gewalt schuldig, kritisiert der Uno-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein. Der Jordanier sagte in Genf, die Pressefreiheit sei ein Eckpfeiler der amerikanischen Verfassung, werde nun aber vom Präsidenten persönlich attackiert.
handelsblatt.comKommentieren ...

Entzug von G20-Akkreditierungen beruht teilweise auf Falschinformationen.

G20-Gipfel: Der Entzug der Akkreditierung von insgesamt 32 Journalisten beruht offenbar auf teils falschen Einträgen in einer BKA-Datei, berichtet das ARD-Hauptstadtstudio. In der Datei finden sich Millionen Datensätze auch zu Bagatelldelikten, eingestellten Verfahren oder falschen Beschuldigungen. Datenschützer halten viele der Einträge für rechtswidrig. Der DJV spricht von einem "Abgrund an Datenmissbrauch".
tagesschau.de, meedia.de, djv.deKommentieren ...

Anwalt: Akhanli kann trotz Aufhebung des Dringlichkeitsvermerks nicht ausreisen.

Dogan Akhanli kann trotz Löschung des Dringlichkeitsvermerks durch Interpol noch nicht aus Spanien ausreisen, sagt sein Anwalt Gonzalo Boye Tuset. Die Löschung der sogenannten "Red Notice" sei ein Standardverfahren für den Fall, dass die gesuchte Person gefunden wurde. Der Haftbefehl und das Auslieferungsverfahren gegen den Schriftsteller würden weiter laufen.
tagesschau.de, fr.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Le Monde": Emmanuel Macron ändert seine Kommunikationsstrategie.

Emmanuel Macron ändert seine Medienstrategie, schreibt die französische Zeitung "Le Monde". Auf seiner aktuellen Auslandsreise beantworte der französische Präsident auch Fragen zur Innenpolitik - und verstoße damit gegen seine eigene Regel. Macron wolle sich künftig außerdem ein- bis zweimal pro Monat direkt an die Franzosen wenden, das Medium dafür sei noch offen.
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Gericht: Mesale Tolu bleibt in Untersuchungshaft.

Türkei: Mesale Tolu bleibt bis zum Beginn ihres Prozesses im Oktober in Untersuchungshaft, entscheidet ein Istanbuler Gericht. Als Grund nennt das Gericht u.a. Fluchtgefahr. Das Auswärtige Amt hatte sich für eine Unterbrechung der Haft eingesetzt. Die Türkei wirft der deutschen Journalistin – wie so oft – Terror-Propaganda und Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation vor.
br.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Hör-Tipp: Günter Wallraff bezeichnet Interpol als verlängerten Arm Erdogans.

Hör-Tipp: Enthüllungsjournalist Günter Wallraff spricht mit dem MDR über die Festnahme des Schriftstellers Dogan Akhanli in Spanien. Wallraff wirft Interpol vor, als "verlängerter Arm" Erdogans zu agieren. Er wolle selbst dem Geschehen bei Interpol nachgehen, dieses sei ein Thema für sich. Bundesinnenminister Thomas de Maizière müsse herausfinden, wer noch auf der Liste Erdogans stehe, sagt Wallraff, der mit Akhanli befreundet ist. Die Interpol-Listen sollten offengelegt werden.
mdr.de (7-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

BKA hat sich bei entzogenen G20-Akkreditierungen in mehreren Fällen vertan.

G20-Akkreditierungen: Das Bundeskriminalamt hat noch mehr Fehler bei seiner Schwarzen Liste gemacht, zeigen Entschuldigungsschreiben der Behörde an die jeweiligen Journalisten. Der Berliner Fotograf Florian Boillot blieb trotz Freispruchs bei einem Verfahren gespeichert, NDR-Reporter Christian Wolf wurde mit einem Reichsbürger verwechselt. Die meisten der 32 betroffenen Journalisten warten noch auf eine Auskunft darüber, weshalb ihnen die Akkreditierung entzogen wurde.
taz.de, turi2.de (Background) Kommentieren ...

Das Bundeskriminalamt erklärt einen Fehler bei G20-Akkreditierungen.

G20-Akkreditierungen: Das Bundeskriminalamt bekennt sich zu einem Fehler beim Entzug der G20-Akkreditierung des Polizeireporters Frank Bründel, berichtet "Zapp". Der Hamburger Landesverfassungsschutz hatte dem Bundeskriminalamt geschrieben, Bründel unterstütze womöglich eine gewaltbereite Bewegung und sei auf einer linken Demo festgenommen worden. Diese Angabe war aber falsch, tatsächlich hatte der Reporter die Demo gefilmt.
ndr.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ägypten sperrt die Internetseite Qantara.de der Deutschen Welle.

Deutsche Welle 150Ägypten sperrt Qantara.de, das Onlinemagazin der Deutschen Welle. Die Redaktion schreibt über politische, kulturelle und gesellschaftliche Themen, eine Datenbank informiert über Projekte zum Islamdialog. Osama Heikal, Vorsitzender des Medienausschusses des ägyptischen Parlamentes, sagt der Deutschen Welle dazu am Telefon, die Regierung bemühe sich, alle Internetportale in Ägypten zu registrieren und verifizieren, und blocke dabei solche, die "gegen die Vorschriften verstoßen". Seit Mai hat Ägypten über 120 kritische Internetportale gesperrt.
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Silke Burmester sieht Deniz Yücel als Symbol für Kampf gegen Unrecht in der Türkei.

Deniz Yücel finde deutlich mehr Beachtung, als andere inhaftierte Journalisten und Aktivisten in der Türkei, beobachtet Silke Burmester. Das sei zwar unfair gegenüber anderen Inhaftierten wie Mesale Tolu, gleichzeitig tauge Yücel mit seinem Auftreten als cooler Hund gut als Symbol und stehe dadurch auch stellvertretend für seine Kollegen.
deutschlandfunk.deKommentieren ...

Hongkong nimmt die BBC vom Sender.

BBC-Logo-150x150BBC: Hongkong streicht den BBC World Service tagsüber aus dem Radioprogramm. Künftig ist der britische Auslandssender in der ehemaligen Kolonie nur noch nachts zu hören. Auf der Frequenz sendet künftig ein chinesisches Staats-Programm. Die Regierung wolle mit dem Schritt den kulturellen Austausch zwischen Hongkong und China fördern. Kritiker fürchten um die Pressefreiheit. Die BBC war in Hongkong fast 40 Jahre lang ununterbrochen auf Sendung.
theguardian.comKommentieren ...