Pressefreiheit ist ein so hohes Gut, dass sich selbst Autokraten gerne damit brüsten. lexikon2.de

Zitat: Silke Burmester fordert mehr Engagement von Journalisten für die Pressefreiheit.

"Ich bin Journalistin geworden, weil ich das Gefühl habe, diese Gesellschaft geht mich etwas an. Wäre sie mir egal, könnte ich auch Metzger sein oder Schmuck verkaufen."

Silke Burmester fordert in ihrer Deutschlandfunk-Kolumne, dass Journalisten die Werte ihres Berufes stärker verteidigen. Eine Trennung zwischen Berufs- und Privatperson könne sie nicht nachvollziehen.
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Türkei fasst verurteilten "Nokta"-Chefredakteur bei Fluchtversuch.

Türkei Flagge 150Türkei fasst Murat Capan, ehemaliger Chefredakteur des geschlossenen Magazins Nokta, als er versucht, die Grenze nach Griechenland zu überqueren. Am Dienstag hatte ein Gericht Murat Capan und seinen Kollegen Cevheri Güven zu 22 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Das Gericht wirft den beiden vor, einen "bewaffneten Aufstand" gegen die Regierung aufgewiegelt zu haben.
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Deniz Yücel ruft zum Abo unabhängiger Zeitungen auf.

Deniz Yücel ruft dazu auf, eine der noch wenigen unabhängigen Zeitungen in der Türkei zu abonnieren, um die Pressefreiheit im Land zu unterstützen. Dafür müsse man auch kein Türkisch können. Deutsche und europäische Unternehmen in der Türkei sollten Anzeigen schalten. In seinem sarkastisch geprägten Text, den er seinen Anwälten im Gefängnis diktiert hat, beerdigt er seine Hoffnung, dass der Papst ihn befreien und mit dem Papamobil abholen werde. Auch aus seinem lange geplanten Sommerurlaub auf Santorini werde in diesem Jahr wohl nichts mehr.
"Welt", S. 4 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt ist besorgt über schwindende Pressefreiheit.

"Die vergangenen 100 Tage haben deutlich gemacht, wie kostbar und zentral die Meinungs- und Pressefreiheit für eine liberale Gesellschaft ist und wie wenig selbstverständlich sie geworden ist - auch an den Rändern Europas."

Ulf Poschardt, Chefredakteur der "Welt, ist besorgt über schwindende Pressefreiheit. Am morgigen Mittwoch ist Korrespondent Deniz Yücel genau 100 Tage in Haft.
daily.spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Türkisches Gericht verurteilt Chefredakteure von Satire-Magazin zu 22,5 Jahren Haft.

Türkei Flagge 150Türkei verurteilt die beiden Chefredakteure des politischen Satire-Magazins Nokta, Cevheri Güven und Murat Capan, zu 22 Jahren und sechs Monaten Haft. Das Gericht wirft ihnen vor, einen "bewaffneten Aufstand" gegen die Regierung aufgewiegelt zu haben. Im November 2015 stand in ihrem Magazin, in der Türkei beginne ein "Bürgerkrieg", dazu ein Foto von Präsident Erdogan, der ein Selfie vor einer Soldaten-Beerdigung macht.
horizont.netKommentieren ...

Video-Tipp: Jan Böhmermann singt "Die Gedanken sind frei".

Video-Tipp: Bei einer Solidaritätsveranstaltung für Deniz Yücel in Frankfurt haben Prominente Texte des inhaftierten "Welt"-Korrespondenten vorgelesen. Satiriker Jan Böhmermann trug ein Haftprotokoll Yücels vor und sang das Volkslied Die Gedanken sind frei.
twitter.com/hessenschau (50-Sek-Video), hessenschau.de (Background)


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Zitat: Erschossener Journalist Javier Valdez fühlte sich in Mexiko alleingelassen.

"Früher standen wir Journalisten in der dritten Reihe, heute stehen wir ganz vorne in der Schusslinie und sind zur Zielscheibe von Militär, Polizei und organisiertem Verbrechen geworden."

Der mexikanische Journalist Javier Valdez, 50, war eine der letzten kritischen Stimmen Mexikos - am Montag wurde er auf offener Straße erschossen. Wer in Mexiko ernsthaften Journalismus betreibe, sei allein und finde aus Angst keinen Rückhalt in der Gesellschaft, sagt er im Interview, das er Ende Februar dem deutschen Blogger Airen gegeben hat.
faz.netKommentieren ...

Türkische Zeitung erscheint mit leeren Seiten.

Türkei: Die drittgrößte Tageszeitung des Landes, Sözcü, ist heute mit leeren Seiten erschienen. Mit der "Spezialausgabe zur Pressefreiheit" reagiert die Redaktion auf die Festnahme dreier Mitarbeiter und die Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei. Der Absatz der Ausgabe mit 20 leeren Seiten liegt nach ersten Schätzungen 40 % über dem regulären Verkauf.
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Elysée-Palast veröffentlicht Bekenntnis zur Pressefreiheit.

Emmanuel Macron, neuer Staatspräsident in Frankreich, sieht sich genötigt, ein Bekenntnis seiner Regierung zur Pressefreiheit zu veröffentlichen. Für Kritik hatte die Auswahl der Reporter gesorgt, die Macron nach Mali begleiten dürfen. Laut Elysée-Palast seien nicht bestimmte Medienvertreter ausgewählt worden, vielmehr wolle Macron sich für "spezialisierte Journalisten" öffnen, die "einen anderen Blick" auf seine Arbeit hätten.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Französischer Präsident Macron sperrt Journalisten aus dem Elysée-Palast aus.


L'état c'est moi: Journalisten dürfen die Sitzungen des neuen französischen Regierungskabinetts nicht mehr im Innenhof des Elysée-Palastes verfolgen. Der frisch gewählte Präsident Emmanuel Macron hat die Erlaubnis seiner Vorgänger, die Journalisten einen freien Zugang zum Sitz des Staatsoberhauptes gewährte, am Donnerstag aufgehoben, schreibt Michaela Wiegel in der "FAZ". Macron und sein Premierminister Edouard Phil­ip­pe würden "einen neuen Umgang mit der Presse pflegen", sagt Regierungssprecher Chris­to­phe Cas­ta­ner. Auch zum traditionellen "Familienfoto" der neuen Ministerriege waren keine TV-Kameras, sondern nur der offizielle Fotograf zugelassen. Unter Journalisten sorgten die neuen Regeln für Empörung.

Dazu passt, dass Macron seinen Ministern eingeschärft habe, nicht in jedes Mikrofon zu sprechen, das ihnen hingehalten werde, und sie zu "Vertraulichkeit, Disziplin, Solidarität und Verantwortungsbewusstsein" ermahnt hat. Das neue französische Staatsoberhaupt will anscheinend verhindern, dass Intrigen und Konflikte über die Presse öffentlich ausgetragen werden, wie es in der Vorgänger-Regierung der Fall war. (Foto: picture alliance / abaca)
faz.net, blendle.com (Paid)1 Kommentar

Deutscher Generalkonsul darf Deniz Yücel erneut im Gefängnis besuchen.

Deniz Yücel: Der deutsche Generalkonsul in Istanbul darf den "Welt"-Korrespondenten am morgigen Donnerstag zum zweiten Mal in türkischer Untersuchungshaft besuchen. Er will sich dabei u.a. ein Bild von den Haftbedingungen machen. Das Auswärtige Amt begrüßt die Erlaubnis, bleibt aber bei der Forderung, Deniz Yücel freizulassen.
welt.deKommentieren ...

"Obermain-Tagblatt" nimmt Schreibverbot für Journalisten zurück.

Obermain-Tagblatt nimmt das politische Schreibverbot für zwei Lokalreporter zurück. 86 Tage durften die Journalisten Annette Körber und Till Mayer nicht zu politischen Themen berichten, weil das Verlagshaus befürchtete, sie würden Lokalpolitikern allzu nette Texte widmen. Körber und Mayer streiten für einen neuen Haustarifvertrag und hatten dafür auch Unterstützung von Politikern bekommen.
facebook.com (Post "Die Wertschätzer" - Mitarbeiter des "Obermain-Tagblatts"), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkei erlässt Haftbefehl gegen Oğuz Güven, Online-Chef der "Cumhuriyet".

Türkei erlässt drei Tage nach der Festnahme von Oğuz Güven offiziell Haftbefehl gegen den Online-Chef der "Cumhuriyet". Ihm wird vorgeworfen, Propaganda für eine Terrororganisation betrieben zu haben. Güven ist damit der 13. Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung, der nun in Untersuchungshaft sitzt.
derstandard.at, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Eutelsat stoppt in der Türkei News Channel TV, Sterk TV und Rohani TV.

Türkei Flagge 150Eutelsat beugt sich dem Druck der türkischen Regierung und nimmt die kurdischen Sender News Channel TV, Sterk TV und Rohani TV, die bisher aus Italien, Norwegen und Schweden in die Türkei ausstrahlen, aus dem Programm. Die Präsident der türkischen Aufsichtsbehörde für Radio und Fernsehen behauptet, die Sender seien Organe der PKK und betrieben Terrorpropaganda.
"FAZ", S. 14 (Paid)Kommentieren ...

Volker Beck hat vor dem BGH im Streit mit Spiegel Online ausgesagt.

Volker Beck hat am Donnerstag persönlich vor dem BGH ausgesagt. Dort streitet der Grünen-Politiker gegen Spiegel Online. Beck will erreichen, dass Spiegel Online eine von ihm verfasste Schrift zur Entkriminalisierung von sexuellen Kontakten mit Kindern nicht ohne eine Distanzierung verbreiten darf. Er beruft sich auf sein Urheberrecht.
sueddeutsche.de, taz.deKommentieren ...

Türkische Behörden verhaften deutsche Journalistin.

Türkei Flagge 150Türkei: Die Journalistin Mesale Tolu wurde in der Nacht zum 30. April verhaftet, wie nun bekannt wurde. Die Behörden werfen ihr vor, Terrorpropaganda betrieben zu haben. Die 33-Jährige hatte für eine sozialistisch orientierte Nachrichtenagentur und einen linken Radiosender gearbeitet, der vor kurzem von den Behörden geschlossen wurde. Die gebürtige Türkin ist seit 2007 deutsche Staatsbürgerin. Gleichzeitig gab sie die türkische Staatsbürgerschaft ab.
tagesschau.de
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Tarifstreit: Lokaljournalisten bekommen Schreibverbot für Politikthemen.

Obermain-Tagblatt erteilt zwei Journalisten Schreibverbot zu lokalpolitischen Themen, weil sie sich seit Monaten für einen neuen Haustarifvertrag einsetzen. Aus dem Verlagshaus der "Main-Post", der Mutter des "Obermain-Tagblatts", heißt es, das Schreibverbot beruhe auf einem "erheblichen, öffentlich wahrnehmbaren Interessenskonflikt". Die Journalisten werden bei ihrem Tarifstreit auch von Lokalpolitikern unterstützt; nun befürchtet der Verlag, sie könnten sich mit positiver Berichterstattung "revanchieren".
taz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Deniz Yücel meldet sich via "Welt"-Artikel aus dem Gefängnis und fordert einen fairen Prozess.


Nachricht aus dem Gefängnis: Der inhaftierte Journalist Deniz Yücel, der im türkischen Gefängnis auf seine Anklage wartet, meldet sich via "Welt"-Artikel zu Wort. Er kritisiert seine "Vorverurteilung" durch Erdogan und fordert einen fairen Prozess. Dieser könne "gar nicht anders enden als mit einem Freispruch". Der Journalist wolle das Gefängnis nicht durch die Hintertür verlassen und "den Kampf um Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit (…), mit Gottes Hilfe auch in Zukunft aus nächster Nähe journalistisch begleiten". Er fordert Erdogan außerdem auf, die Kameraaufzeichnungen, die ihn laut Staatspräsident belasten sollen, zu veröffentlichen. Eine Anklageschrift gegen Yücel liegt bislang nicht vor, er ist seit 67 Tagen inhaftiert.
welt.deKommentieren ...

Zitat: Kuno Haberbusch wähnt Hajo Friedrichs auf seiner Seite.

"Ich bin mir sicher, dass Hajo Friedrichs es nicht verstehen würde, wieso man unter Berufung auf ihn ein solches Engagement, eine solch klare Haltung ablehnt."

Kuno Haberbusch ärgert sich in einer E-Mail an Ulrike Simon darüber, dass die ARD-Granden seine Idee eines im TV verlesenen offenen Briefes an den in der Türkei inhaftierten Deniz Yücel ausgebremst haben.
rnd-news.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Bild des Tages: Die Freiheit nehmen wir uns.


Mit Pauken und Plakaten ziehen Demonstranten am heutigen Tag der Pressefreiheit vor die Türkische Botschaft in Berlin. Sie fordern die Freilassung von Journalisten – und Freiheit für das Wort. Mehrere deutsche Medien starten parallel Aktionen: Bei welt.de gibt die Redaktion für einen Tag symbolisch die Nutzer-Kommentare vor. "Berliner Zeitung" und Havas erinnern unter zeitung-61.de an die 61 im vergangenen Jahr getöteten Reporter. (Foto: Maurizio Gambarini/dpa/Picture Alliance)Kommentieren ...

China: Kommunistische Partei weitet strikte Medien-Kontrollen auf Onlineportale aus.

China: Die kommunistische Partei kontrolliert Online-Nachrichtenportale und Netzwerkbetreiber ab 1. Juni noch strikter als bisher. Eine neue Vorschrift legt fest, dass die redaktionelle Führung aller Nachrichtenportale von der Partei zugelassen sein muss. Außerdem dürfen sich die Online-Medien nur aus öffentlichen Geldern finanzieren und müssen sich an redaktionelle Richtlinien halten, die bereits für Print-Medien gelten. Die staatliche Internetbehörde prüft Betreiber von Gemeinschaftsunternehmen mit ausländischen Partnern und Medien, die eine Finanzierung aus dem Ausland erhalten wollen.
"FAZ", S. 13 (Paid)Kommentieren ...

Ex-stern.de-Journalist Lutz Kinkel arbeitet künftig für die Pressefreiheit.

Lutz Kinkel, bis Ende 2016 Berlin-Chef von stern.de, leitet das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit. Die Organisation informiert über Verletzungen der Pressefreiheit. "stern"-Autor Hans-Ulrich Jörges ist Vize-Vorsitzender. Lutz Kinkel hatte den aktiven Journalismus verlassen, weil stern.de ihn nach Hamburg versetzen wollte.
kress.deKommentieren ...

Zitat: Carl Bernstein appelliert an die Wahrheitssucher unter den US-Journalisten.

"Es ist unser Job, die beste verfügbare Version der Wahrheit zu berichten. Besonders jetzt."

Watergate-Enthüller Carl Bernstein definiert beim White House Correspondents' Dinner die Aufgaben der Kollegen in Zeiten der Trump-Regierung. Das Treffen der Korrespondenten fand in diesem Jahr ohne den Präsidenten statt.
youtube.com (Ausschnitt aus 2-Stunden-Video)Kommentieren ...

Umfrage: Mehr als jeder vierte Bürger sieht Presse- und Meinungsfreiheit bedroht.

Pressefreiheit: Mehr als jeder vierte Bundesbürger sieht die Pres­se- und Mei­nungs­frei­heit in Deutsch­land gefährdet, sagt eine repräsentative Um­fra­ge von Emnid im Auftrag der "Bild am Sonntag". 7 % halten die Pres­se- und Mei­nungs­frei­heit sogar für "sehr be­droht". 28 % sehen hingegen keine Be­dro­hung.
vorab.bams.deKommentieren ...

"Focus" verklagt AOK wegen Auskunftsverweigerung.

Focus Weltkugel ohne SchriftzugFocus verklagt die AOK auf Presseauskunft. Die elf AOK-Regionalverbände weigern sich, für die jährliche "Focus"-Kassenumfrage Auskunft zu ihren angebotenen Leistungen und dem Service zu geben. Als Körperschaften des öffentlichen Rechts sind gesetzliche Krankenkassen jedoch zur Auskunft verpflichtet. Zunächst hat "Focus" stellvertretend für alle AOKs Klage gegen die AOK Bayern sowie den AOK Bundesverband eingereicht. Es sei das erste Mal in der mehr als 20-jährigen Geschichte dieser Umfragen, dass eine komplette Kassenart die Angaben pauschal verweigert.
focus.de1 Kommentar

"Bild" beansprucht erfolgreiche Regeländerung für Journalisten beim Confederations Cup für sich.

Bild rühmt sich damit, die Fifa und Wladimir Putin zum Einlenken gebracht zu haben. Nach einem "Bild"-Bericht, wonach akkreditierte Journalisten beim Confederations Cup in Russland nur über das Sportereignis berichten dürften, hätten die Organisatoren die Klausel aufgehoben. Journalisten dürften nun "ohne jede Einschränkung frei arbeiten".
"Bild", S. 11 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Türkei schränkt Pressefreiheit immer weiter ein.

Reporter ohne Grenzen Logo 150Zahl des Tages: Um 57 Plätze ist die Türkei im internationalen Ranking der Pressefreiheit in den vergangenen zwölf Jahren abgerutscht. Im Jahresbericht 2017 der Reporter ohne Grenzen rangiert das Land nun auf Platz 155 von 180. Deutschland bleibt unverändert auf Rang 16. Finnland muss die Spitzen-Position nach sechs Jahren auf Platz 1 an Norwegen abgeben, weil die finnischen Finanzbehörden den Sender YLE zur Herausgabe von Material zu den Panama Papers zwingen wollten. ROG-Vorstand Michael Rediske findet es "besonders erschreckend, dass auch Demokratien" unabhängige Medien und Journalisten "immer stärker einschränken".
sueddeutsche.deKommentieren ...

"Bild": Russland will Journalisten bei Confederations Cup Scheuklappen verordnen.

Russland will Journalisten, die im Sommer über den Confederations Cup berichten, keine freie Berichterstattung erlauben, berichtet "Bild". Die Zeitung zitiert die Akkreditierungs-Regeln der Russen. Darin heißt es, dass Journalisten nur über das Turnier und damit verbundene Ereignisse berichten dürfen. Außerdem dürfen sich die Reporter wohl nicht frei bewegen. Die Arbeitserlaubnis gelte nur für die Spielstätten und nahegelegene Sehenswürdigkeiten. Die Fifa mache die Beschränkungen mit und spreche sogar von einer "Erleichterung", so "Bild". Journalisten, die über den Tellerrand des Sports hinausblicken wollten, bräuchten ein zusätzliches Arbeitsvisum. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky will prüfen, "inwieweit das uns betrifft". ARD und ZDF halten die TV-Rechte an dem Turnier.
bild.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Besuch bei Afghanistans wichtigstem Nachrichten-TV.

Lese-Tipp: Volker Pabst (Foto) besucht in Kabul Tolo News, Afghanistans wichtigstes Nachrichtenfernsehen. Senderchef Lotfullah Najafizada ist erst 29 Jahre alt. Pro Sendung wollen die TV-Macher zumindest eine auflockernde Geschichte präsentieren, doch damit tun sie sich im Krieg schwer. Wachleute beschützen die Redaktion.
nzz.chKommentieren ...

Europarat-Studie weist auf häufige Drohungen gegen Journalisten hin.

Journalisten sind laut einer Studie des Europarats häufig Drohungen ausgesetzt. In einer nicht-repräsentativen Befragung berichten 69 % der 940 befragten Journalisten aus 47 europäischen Ländern von psychischer Gewalt gegen sie, zum Beispiel durch Drohungen. Etwa die Hälfte spricht sogar von Cyber-Mobbing. Als Folge übe etwa ein Drittel der Befragten Selbstzensur aus.
faz.net, deutschlandfunk.deKommentieren ...

Erdogan schließt Auslieferung von Deniz Yücel an Deutschland aus.

Türkei: Präsident Erdogan sagt dem türkischen Sender TGRT, er werde Deniz Yücel nicht an Deutschland ausliefern. Die Bundesrepublik verweigere die Auslieferung türkischer Staatsbürger, deshalb würden Yücel und andere inhaftierte Deutsche nicht überstellt: "Auf keinen Fall, solange ich in diesem Amt bin niemals."
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Türkei: 30 Ex-"Zaman"-Redakteure sollen lebenslang in Haft.

Türkei: Die Istanbuler Staatsanwaltschaft fordert für 30 ehemalige Mitarbeiter der geschlossenen Tageszeitung "Zaman" lebenslange Haftstrafen. Ihnen werden Umsturzpläne und die Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen. Angeklagt ist z.B. der bekannte Kolumnist Şahin Alpay, der sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewandt hat. 21 der 30 Angeklagten sind in Untersuchungshaft, die restlichen müssen mit Festnahmen rechnen. "Zaman" galt als publizistisches Flaggschiff der Gülen-Bewegung.
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Hasspost-Gesetz: BDZV will "kein staatliches Monopol auf Wahrheit".

BDZV stört sich am Vorschlag von CDU-Netzpolitiker Thomas Jarzombek, der im "Spiegel" eine staatliche Einrichtung zur Löschung von Hassposts anregt. Es gebe "kein staatliches Monopol auf Wahrheit", schreibt der Verleger-Verband. Jarzombek reagiert bei Twitter: "Das Lustige ist, dass die gar nicht wissen was mein Vorschlag ist."
presseportal.de (BDZV), twitter.com (Jarzombek), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Reporter ohne Grenzen entscheiden sich gegen Büro in Hongkong.

Hongkong: Die Reporter ohne Grenzen siedeln ihr Asien-Büro "wegen mangelnder Rechtssicherheit" nicht, wie eigentlich geplant, in Hongkong an - sondern stattdessen in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh. Einst als britische Kronkolonie eine Art Leuchtturm der Pressefreiheit in Asien, hat Hongkong unter chinesischer Führung als regionales Vorbild ausgedient, analysiert Chris Horton. Obwohl formal Pressefreiheit herrscht, gibt es Selbstzensur, staatliche Einflussnahmen und Übernahmen von Medien durch Unternehmer, die der Regierung in Peking nahe stehen.
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Die türkische Staatsanwaltschaft legt Anklageschrift für "Cumhuriyet"-Journalisten vor und fordert lange Haftstrafen.

Türkei Flagge 150Cumhuriyet: Die türkische Staatsanwaltschaft legt die Anklageschrift für die 19 Journalisten und Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung vor und fordert lange Haftstrafen, u.a. 43 Jahre für Akin Atalay, den Vorsitzenden der "Cumhuriyet"-Stiftung und 29 Jahre für den Karikaturisten Kart. Den Inhaftierten wird Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe und Unterstützung verbotener Organisationen vorgeworfen. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft schreibt in der Anklage außerdem, "Cumhuriyet" stehe unter Kontrolle von Fethullah Gülen und kooperiere mit der verbotenen Arbeiterpartei PKK und linksradikalen Gruppen. Die Zeitung hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
"FAZ", S. 6 (Paid), salzburg.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...