Pressefreiheit ist ein so hohes Gut, dass sich selbst Autokraten gerne damit brüsten. lexikon2.de

TV-Tipp: Anne Will talkt über die Folgen der Freilassung von Deniz Yücel.

TV-Tipp: Um 21.45 Uhr spricht Anne Will im Ersten mit ihren Gästen über die Folgen der Freilassung von Deniz Yücel für die deutsch-türkischen Beziehungen. Gäste sind Yücels Chefredakteur Ulf Poschardt, CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, Europa-Staatsminister Michael Roth, der Menschenrechtler Peter Steudtner und Linke-Politikerin Sevim Dağdelen.
presseportal.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Springer, Döpfner, Aust, Hanks und Spielberg sprechen in der "WamS" über Pressefreiheit.

Aufeinandertreffen: Friede Springer, Mathias Döpfner, Stefan Aust, Tom Hanks und Steven Spielberg sprechen in der "Welt am Sonntag" auf vier Seiten über die Pressefreiheit. Anlass ist Spielbergs neuer Film "Die Verlegerin", der von "Washington Post"-Verlegerin Katherine Graham und der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere handelt. Laut den Gesprächspartnern muss die Presse heute mehr für ihre Freiheit kämpfen als damals, insbesondere weil der wirtschaftliche Druck stärker sei.
"Welt am Sonntag", S. 11-14, welt.de (Paid)
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"Welt" stellt ab Montag auf der Titelseite inhaftierte Journalisten vor.

Welt stellt ab Montag jeden Tag einen Journalisten vor, der wegen seiner Arbeit im Gefängnis ist, kündigt Chefredakteur Ulf Poschardt an. Die Rubrik erscheint auf der Titelseite an der Stelle, an der die "Welt" bislang an Deniz Yücel erinnert hat. "Wir werden damit weitermachen, bis alle Kollegen frei sind", so Poschardt, der einräumt, dies sei eine "kindliche Utopie".
"Welt am Sonntag", S. 2 (Paid)Kommentieren ...

"SZ": Gabriel und Schröder haben Yücels Freilassung vorangetrieben.


Auf die Sprünge geholfen: Die "Süddeutsche Zeitung", der NDR und der WDR haben monatelang recherchiert, wie deutsche Geheimdiplomatie funktioniert – am Fall Deniz Yücel. Georg Mascolo und Christiane Schlötzer beschreiben in der "SZ am Wochenende" ausführlich, wie Sigmar Gabriel mithilfe von Gerhard Schröder im Geheimen die Fäden gesponnen hat, um Yücel freizubekommen.

Schröder sei "der einzige Deutsche, dem er noch vertraue", soll Erdogan einmal gesagt haben, deshalb wurde der Altkanzler ins Boot geholt. Die Journalisten haben eingewilligt, erst nach der Freilassung zu berichten, um sie nicht zu gefährden. Gabriel und Schröder haben sich jeweils mehrere Male mit Erdogan getroffen, u.a. in Rom und in Istanbul, um die Bedingungen der Freilassung auszuhandeln.

Sie stand zwischenzeitlich auf wackeligen Füßen, weil die Türken durch die GroKo-Verhandlungen und die innerparteilichen Probleme der SPD unsicher waren, ob Gabriel noch der richtige Verhandlungspartner sei. Einen Deal habe es nicht gegeben, sagt Gabriel gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".
"SZ am Wochenende", S. 3 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

#FreeDeniz: "Welt" berichtet über politische Gefangene.

Deniz Yücel sitzt heute seit einem Jahr ohne Anklageschrift in einem türkischen Gefängnis. Die "Welt" sucht Mut machende Worte für ihren Korrespondenten: Auf einer Doppelseite erzählen politische Gefangene "verschiedener Zeiten und Länder", wie sie ihre Haft "erlebt und überlebt" haben.
"Welt", S. 6-7Kommentieren ...

"Welt" veröffentlicht Passagen aus Deniz Yücels Buch, geschrieben in den "Kleinen Prinz".

Welt veröffentlicht vorab Passagen aus dem Buch von Deniz Yücel, das am 14. Februar erscheint. Es enthält Texte aus seiner Zeit vor der Inhaftierung und Stücke aus dem im Gefängnis. "Welt" druckt zu letzteren Bilder des Manuskripts – Yücel hat es heimlich in den Weißraum einer Ausgabe von "Der kleine Prinz" geschrieben.
welt.de, edition-nautilus.de (Buch)Kommentieren ...

Causa Steingart: Afhüppe, Balzli und Meckel schreiben Protest-Brief an Dieter von Holtzbrinck.


Alle für Gabor: Die Handelsblatt-Führungskräfte stellen sich in einem Brief an Verleger Dieter von Holtzbrinck hinter Gabor Steingart. Sven Afhüppe, "Handelsblatt", Beat Balzli und Miriam Meckel, beide "Wirtschaftswoche", sehen in der Demission ihres bisherigen Chefs offenbar einen Eingriff in die interne Pressefreiheit. Sie bezeichnen es in dem Schreiben, aus dem Spiegel Online zitiert, als "verheerendes Signal an die Redaktionen", wenn auf eine unbequeme Meinung die "sofortige Entlassung" folge.

Zudem machen sie sich Sorgen um die Zukunft des Medienhauses: "Nach unserem bisherigen Kenntnisstand gibt es bislang keine Nachfolge- und Übergangsregelungen, was die Geschäfts- und Redaktionsführung vor erhebliche Probleme stellt." Afhüppe, Balzli und Meckel befürchten, dass die Mediengruppe "in unsicheres Fahrwasser" gerate und die Reputation aller Beteiligten Schaden nehme.
spiegel.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Der Schweizer macht gerne viele Überstunden": Beat Balzli zeigt die "Wirtschaftswoche"-Redaktion.



Auch interessant aus der turi2 edition3: "Wiwo"-Chefin Miriam Meckel über die Ambivalenz der Globalisierung.
turi2.de

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BND-Journalistenklage nutzt Pressefreiheit als Vorwand, glaubt Christian Rath.

Journalisten, die beim Bundesverfassungsgericht gegen das BND-Gesetz klagen, tun das nur am Rande, um die Pressefreiheit zu schützen, glaubt Christian Rath. Im Kern gehe es um die Fernmeldefreiheit von allen, für die Öffentlichkeitsarbeit eigneten sich überwachte ausländische Journalisten aber besser als z.B. "überwachte ausländische Rüstungsmanager." Journalisten, die ihre Kommunikation mit Informanten schützen wollen, müssen sie auch künftig verschlüsseln, glaubt Rath.
taz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Newsweek" feuert Chefredakteur Bob Roe und zwei weitere Journalisten.

Newsweek setzt Chefredakteur Bob Roe, News-Chef Kenneth Li und Reporterin Celeste Katz vor die Tür. Grund ist deren Recherche über die finanziellen und juristischen Probleme des Mutterkonzerns Newsweek Media Group. Der Verlag des US-Nachrichtenmagazins war im Januar vom Staatsanwalt durchsucht worden. Gründer Etienne Uzac und seine Frau und Finanzchefin Marion Kim waren vergangene Woche zurückgetreten.
nytimes.com, newsweek.com (Background)Kommentieren ...

Portät: Mexikanischer Journalist setzt auf Hilfe für eine Recherche-Stiftung.

Mexiko: Journalist Oscar Cantú hat nach der Ermordung seiner Reporterin Miroslava Breach seine Zeitung "El Norte" dicht gemacht, will aber eine Art Stiftung gründen, um Missstände zu dokumentieren und Gerichtsverfahren anzustoßen, schildert Alexander Gutzmer. Manche Geldgeber tun sich mit der neuen Organisationsform leichter als mit einer Zeitung.
welt.de (Paid)Kommentieren ...

Deutsche Welle startet die Plattform DW Freedom.

Deutsche Welle 150Deutsche Welle will die Meinungs- und Pressefreiheit stärken und startet dafür die englischsprachige Online-Plattform DW Freedom und einen Facebook- und Twitterkanal. Betroffene können auf Verstöße gegen die Freiheitsrechte aufmerksam machen und sich vernetzen. Der Auslandssender veröffentlicht auf der Plattform außerdem Beiträge von und mit Aktivisten, Wissenschaftlern, Hackern und Künstlern.
dw.comKommentieren ...

Journalistenverbände erheben Verfassungsbeschwerde gegen Ausland-Ausland-Überwachung.

Journalismus: DJV, dju, Reporter ohne Grenzen und andere Journalisten-Organisationen erheben Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zur Ausland-Ausland-Überwachung. Der BND darf Telekommunikation im Ausland gezielt mitschneiden und alle anfallenden Inhalts- und Verkehrsdaten auswerten. Dafür braucht er, anders als innerhalb Deutschlands, keinen konkreten Verdacht und keine richterliche Genehmigung. Die Journalisten kritisieren, das höhle den Quellenschutz aus und zerstöre die Grundlage des Investigativjournalismus.
meedia.de, notrustnonews.org (Beschwerde im Wortlaut)Kommentieren ...

Gericht verbietet Auflage des Buchs "Krebsmafia" von Oliver Schröm und Niklas Schenck.

OLG Hamburg verbietet die aktuelle Printauflage des Buches "Krebsmafia" von Correctiv-Chefredakteur Oliver Schröm (Foto) und Niklas Schenck. In einer früheren Instanz hatte das Landgericht Hamburg die Verbreitung von Buch-Passagen untersagt. Das OLG untersagt nun auch die Verbreitung bereits gefertigter Exemplare des Buches. Die Richter begründen das Urteil damit, dass der herausgebende Bastei-Lübbe-Verlag öffentlich damit geworben hat, dass die gebundene Erstauflage des Buches trotzdem weiterhin verkauft werden dürfe.
presseportal.deKommentieren ...

Donald Trump vergibt "Fake News Awards".

Donald Trump hat in der Nacht seine angekündigten "Fake News Awards" an von ihm verhasste Medien vergeben. Auf der Website der Republikaner veröffentlicht er die aus seiner Sicht größten Verfehlungen der US-Medien. Auf der Liste stehen u.a. CNN, die "New York Times", "Washington Post" aber auch Nobelpreisträger Paul Krugman. Viele US-Journalisten machen sich über den Negativ-Preis lustig. Die Journalisten-Organisation CPJ sieht die Pressefreiheit in den USA in Gefahr.
gop.com (Fake News Awards), sueddeutsche.deKommentieren ...

Deniz Yücel will keine "schmutzigen Deals" für seine Freilassung.

Deniz Yücel lehnt "schmutzige Deals" im Gegenzug für seine Freilassung aus der Haft in der Türkei ab. Er wolle seine Freiheit nicht mit Panzergeschäften "befleckt wissen", sagt er der dpa. Damit reagiert der "Welt"-Journalist auf eine Aussage von Sigmar Gabriel im "Spiegel". Er hatte weitere Rüstungsexporte in die Türkei an Yücels Freiheit geknüpft. Der Journalist sitzt seit elf Monaten in Haft.
faz.netKommentieren ...

Donald Trump streitet mit "WSJ" über Zitat.

Wall Street Journal: Donald Trump wirft der Murdoch-Zeitung vor, ihn falsch zitiert zu haben. Der US-Präsident hatte am Samstag gesagt, dass er wahrscheinlich ein gutes Verhältnis zu Nordkoreas Kim Jong-un hat. Trump besteht darauf, dass er im Konjunktiv gesprochen habe. Beide Seiten veröffentlichen Aufnahmen des Gesprächs.
handelsblatt.com, twitter.com (15-Sek-Audio)Kommentieren ...

Zitat: Mesale Tolu hatte keine Angst vor Zerbrechen der Familie durch die Haft.

"Ich wuss­te, dass wir stark ge­nug sind, da­mit fer­tig zu wer­den. Ich habe als Jour­na­lis­tin immer wie­der über Kollegen be­rich­tet, die ver­haf­tet wur­den."

Die von der Türkei freigelassene, aber noch angeklagte Journalistin Mesale Tolu sagt im "Spiegel"-Interview, sie habe keine Angst gehabt, dass ihre Familie in der Haft zerbricht.
"Spiegel" 03/2018, S. 74-75 (Paid)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Deniz Yücel ist seit 333 Tagen in türkischer Gefangenschaft.

Zahl des Tages: Seit 333 Tagen sitzt "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel in türkischer Gefangenschaft. Das türkische Verfassungsgericht hat am Donnerstag die Freilassung zweier inhaftierter Journalisten angeordnet – die Entscheidung des Gerichts könnte als Präzendenzfall nun auch Einfluss auf die Inhaftierung Yücels haben.
"Welt", S. 1 (Paid), wiwo.deKommentieren ...

Hamburg will den türkischen Journalisten Ertugrul Yigit abschieben.


Angst vor der Abschiebung: Hamburg will die Aufenthaltsgenehmigung des türkischen Journalisten Ertugrul Yigit, der seit 35 Jahren in der Stadt lebt, nicht verlängern. Yigit, der als freier Journalist u.a. für "taz", "Zeit" und türkische Oppositionsblätter schreibt, droht in der Türkei Haft. Er betreibt eine türkischsprachige Internetzeitung, die zwar klein, aber für ihre Erdogan-kritische Haltung bekannt ist und u.a. kritische Kommentare und Erdogan-Karikaturen veröffentlicht.

In der Türkei, die Präsident Erdogan gerade als "in Sachen Pressefreiheit, neueste Kommunikationstechnologien, soziale Medien und Internetjournalismus eines der führenden Länder der Welt" bezeichnete, reichen harmlosere Artikel, um ins Gefängnis zu wandern. Yigits Anwalt hält die geplante Abschiebung deshalb für unverantwortlich. Die Hamburger Behörde begründet den Schritt damit, dass Yigits Kinder sich in der Türkei befänden und er nicht erwerbstätig sei – der Journalist ist auf Sozialleistungen angewiesen. Er sagt, er wäre 2014 gern in die Türkei zurückgekehrt, der Putsch und seine Folgen hätten ihn aber davon abgehalten.
spiegel.de2 Kommentare

"Charlie Hebdo": Meinungsfreiheit wird ein Luxusprodukt.

Meinungsfreiheit wird in Zeiten des Terrors zum "Luxusprodukt", beklagt die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" vor dem 3. Jahrestag des Anschlags auf die Redaktion mit zwölf Toten. Pro Jahr müsse das Magazin 800.000 Exemplare verkaufen, um die Kosten zum Schutz der Mitarbeiter zu decken. Redakteur Fabrice Nicolino schreibt, der Alltag der Redaktion seit dem Anschlag bestehe aus "bewaffneten Polizisten, gepanzerten Türen, Angst und Tod".
derstandard.at, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkei: Gericht lässt "Cumhuriyet"-Mitarbeiter Emre Iper frei und prüft App-Vorwürfe.

Türkei Flagge 150Cumhuriyet-Prozess: Das Gericht entlässt Emre Iper, Buchhalter bei "Cumhuriyet", bis zur Urteilsverkündung aus der Haft. Er steht wie viele Angeklagte unter Terrorverdacht. Drei weitere Mitarbeiter der Zeitung bleiben inhaftiert. Die türkischen Behörden geben außerdem bekannt, dass 11.480 Nutzer unwissentlich zur App Bylock umgeleitet worden, die eigentlich andere Apps herunterladen wollten. Bylock-Nutzer stehen bei den Behörden unter dem Verdacht, Gülen-Anhänger zu sein. Nun sollen zahlreiche Fälle überprüft werden. Die Behörden haben in Istanbul mehr als 200 Beschuldigte aus der Untersuchungshaft entlassen.
spiegel.de, zeit.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Eklat bei "Cumhuriyet"-Prozess in der Türkei.

Türkei: Beim Prozess gegen die Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" ist es am Montag zu einem Eklat gekommen. Der Investigativ-Journalist Ahmet Sik musste den Saal verlassen. Zuvor hatte er den Prozess als politisch motiviert kritisiert und die Türkei als "diktatorisches Regime" bezeichnet. Unterstützer Siks skandierten daraufhin: "Auch ihr werdet alle eines Tages vor Gericht gestellt werden."

Die Anhörungen der 17 angeklagten "Cumhuriyet"-Mitarbeiter sollen am 9. März weitergehen. Die Türkei wirft den Journalisten und Verlagsmitarbeitern "Unterstützung von Terrororganisationen" vor. Die meisten Mitarbeiter sind für die Dauer des Prozesses auf freiem Fuß. Vier von ihnen, darunter Sik, sitzen weiter in Haft. Auch vor dem Justizpalast haben "Cumhuriyet"-Unterstützer protestiert. (Foto: Picture Alliance, AP Photo/Lefteris Pitarakis)
spiegel.deKommentieren ...

Zahl des Tages: Türkische Staatsanwaltschaft fordert bis zu 15 Jahre Haft für Dündar.

Zahl des Tages: Bis zu 15 Jahre Haft fordert die türkische Staatsanwaltschaft für Can Dündar. Die Türkei wirft dem ehemaligen Chefredakteur der türkischen Tageszeitung "Cumhuriyet" – wie so oft – Unterstützung einer Terrororganisation vor. Dündar habe mit seinen Berichten über Waffenlieferungen der Regierung an Rebellen in Syrien der Gülen-Bewegung geholfen, behauptet die Staatsanwaltschaft.
spiegel.deKommentieren ...

Zitat: Außenminister Gabriel sieht Tolus Freilassung als ersten großen Schritt.

"Es ist ein erster großer Schritt, dass sie freigelassen wurde."

Außenminister Sigmar Gabriel freut sich im Interview mit den "Tagesthemen" über die Freilassung von Mesale Tolu und will sich für die Freilassung weiterer Journalisten einsetzen.
tagesschau.de (5-Min-Video), turi2.de (Background)

Zitat aus dem Interview über den Fall von Deniz Yücel:
"Jetzt geht es darum, dass wir endlich eine Anklageschrift sehen, damit die Verfahren endlich losgehen können."Kommentieren ...

Mesale Tolu ist wieder frei.

Türkei lässt die deutsche Journalistin Mesale Tolu wieder frei, nachdem sie am Montagabend vorübergehend auf zwei Polizeiwachen festgehalten worden war. "Ich habe acht schwierige Monate durchgemacht", sagt sie der Nachrichtenagentur AFP. Tolu sagt, die Freilassung aus der türkischen Haft sei für sie überraschend gekommen, weil sich in der Türkei "nicht immer das Recht durchsetzt".
zdf.de (28-Min-Video, Tolu ab Min 7), stern.de, welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkei hält Mesale Tolu weiterhin fest.


Ein tückisches Spiel: Die Türkei hält Mesale Tolu auf einer Istanbuler Polizeiwache fest. Martin Erdmann, deutscher Botschafter in der Türkei, ist empört und will den Grund herausfinden. Die deutsche Journalistin war zuvor unter Auflagen aus der Untersuchungshaft in einem Istanbuler Gefängnis entlassen worden.

Botschafter Erdmann hält der Türkei vor, "mit uns ein Versteckspiel" zu spielen. Die Türkei wirft der Journalistin – wie so oft – Terror-Propaganda und Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation vor. Der Prozess gegen sie soll im April 2018 weitergehen.
welt.de, zeit.de, "Handelsblatt", S. 47 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkei: Mesale Tolu wird unter Auflagen freigelassen.


Endlich frei: Die deutsche Journalistin Mesale Tolu wird aus der türkischen Untersuchungshaft entlassen. Sie und sechs weitere Angeklagte dürfen die Türkei allerdings nicht verlassen und müssen sich jede Woche bei den Behörden melden, bis die Richter das Urteil fällen. Der Prozess geht im April 2018 weiter. Die Staatsanwaltschaft in Istanbul hatte Tolus Freilassung beantragt.

Die türkische Regierung wirft ihr, wie den meisten inhaftierten Journalisten, Terror-Propaganda und Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation vor. Der Prozess begann im Oktober. Ihr kleiner Sohn saß mit im Gefängnis.
sueddeutsche.de, spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

BND darf Telefon-Daten von Reporter ohne Grenzen nicht mehr speichern.

Reporter ohne Grenzen Logo 150Reporter ohne Grenzen gewinnt gegen den BND: Der Geheimdienst darf keine Metadaten aus Telefongesprächen der Organisation speichern, entscheidet das Bundesverwaltungsgericht. Die Speicherung verletze das Fernmeldegeheimnis. ROG-Chef Christian Mihr sagt, dass sich nun auch weitere Personen und Organisationen an den BND wenden können, um nicht mehr überwacht zu werden.
heise.de, deutschlandfunk.deKommentieren ...

Rockergruppe nahm Jan Böhmermann ins Visier.

Jan Böhmermann soll während der Schmähgedicht-Affäre im Visier der Rockergruppe Osmanen Germania gewesen sein, berichten das ZDF-Magazin "Frontal 21" und die "Stuttgarter Nachrichten". Ein Erdogan-naher Lobbyverein soll den Schlägertrupp zu einer "Bestrafungsaktion" angestachelt haben. Böhmermann musste sich daraufhin verstecken.
stuttgarter-nachrichten.deKommentieren ...

Polnischer Rundfunkrat verhängt Rekordstrafe für TV-Berichte über Antiregierungsproteste.

Polen: Der Rundfunkrat verhängt 350.000 Euro Strafe für die Berichterstattung des Privatsenders TVN24 über die Parlamentskrise im Dezember 2016. Sie propagiere "die Sicherheit gefährdende Handlungen". Journalisten kritisieren das Bußgeld als Zensur-Versuch, es ist laut Medienexperten die bisher höchste, in einem solchen Fall verhängte Strafe. Der Sender will sich wehren.
derstandard.at, deutschlandfunk.deKommentieren ...

Zitat: Heribert Prantl erinnert an die Verantwortung von Journalisten.

"Pressefreiheit ist nicht die Freiheit zu Larifari und Tandaradei, Pressefreiheit ist nicht die Freiheit zu bequemer Berufsausübung."

Heribert Prantl erinnert in seinem Newsletter "Prantls Blick" Journalisten an ihre Verantwortung. Pressefreiheit sei das tägliche Brot der Demokratie.
Prantls Blick

Weitere Zitate aus dem Newsletter:
"Die Sache des Journalismus sind die Grundrechte und Grundwerte der Verfassung - dafür nämlich gibt es die Pressefreiheit. Pressefreiheit ist das tägliche Brot der Demokratie. Wenn Journalisten dieses Brot missachten, dann haben sie ihren Beruf verfehlt."

"Es ist wichtig, dass junge Journalisten in den Journalistenschulen nicht nur lernen, wie Crossmedia-Marketing funktioniert, dass sie dort nicht nur lernen, wie man effektiv und schnell schreibt und produziert, sondern dass sie dort auch erfahren, dass es journalistische Vorbilder gibt."
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Deniz Yücel bedankt sich ausführlich bei Menschen, die ihm schreiben.

Deniz Yücel berichtet in der "Welt" auf zwei Seiten aus seinem Haft-Alltag und beantwortet viele Zuschriften. An die Öffentlichkeit kommen die Texte über seine Ehefrau Dilek. U.a. bedankt sich Yücel bei der Nachwuchs-Journalistin Lena W., die sich auch seinetwegen für eine Ausbildung bei der "Welt" und an Springers Axel Springer Akademie beworben hat. Yücel schreibt: "Liebe Akademie, die nehmen wir, ja? Super, danke!"
"Welt", S. 7-8 (Paid)Kommentieren ...

Freundeskreis #FreeDeniz schaltet Anzeigen für Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Der Freundeskreis #FreeDeniz schaltet in deutschen und türkischen Zeitungen Anzeigen für eine Freilassung von Yücel. Sie erscheinen u.a. in den Samstags-Ausgaben von "Süddeutscher Zeitung", "Bild" und "Welt", fünf Literaturnobelpreisträger machen bei der Solidaritätsaktion mit. Yücel sitzt am Sonntag seit 300 Tagen in türkischer Haft. Seine Zeitung hat am Samstag eine Sonderausgabe zu Ehren Yücels gedruckt.
"Süddeutsche Zeitung", S. 20, "Welt", S. 9, "Welt", S. 10, "Bild", S. 8 (Paid), welt.de, turi2.de (Background)4 Kommentare

"Welt" erscheint Samstag mit Grundriss der Zelle von Deniz Yücel.


Zwölf Quadratmeter: Am Sonntag sitzt "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel seit 300 Tagen in türkischer Haft. Die "Welt" druckt deshalb am Samstag eine Sonderausgabe mit so vielen Seiten wie noch nie und bedruckt nur die Vorderseiten. Auf den Rückseiten bildet die Tageszeitung die Zelle von Deniz Yücel ab. Legt man alle Seiten aneinander, erhält man einen maßstabsgetreuen Grundriss der 4,18 x 3,10 Meter großen Zelle.

Die Redaktion fertigt den Grundriss nach Skizzen von Yücel an, die durch die Anwälte des Korrespondenten aus dem Gefängnis zur "Welt" gelangt sind. Auf Welt.de wird die Gefängniszelle auch für Virtual Reality Brillen erlebbar gemacht.
welt.de, facebook.de/weltKommentieren ...