"Horizont": Kartellamt blockiert Bündnis von Bauer, Burda und Funke.

Verlage: Ein geplantes Bündnis der Branchengrößen Bauer, Burda und Funke scheitert am Kartellamt, erfährt Roland Pimpl. Die Behörde sperre sich gegen Allianzen in der Werbevermarktung und auch im Vertrieb. Trotz gelockerter Kriterien durch die sogenannte GWB-Novelle befürchten die Kartellis offenbar marktbeherrschende Stellungen und Probleme mit dem EU-Kartellrecht.

Fürsprecher wie Burda-Vorstand Philipp Welte und der inzwischen ausgeschiedene Funke-Chef Manfred Braun werben schon lange für mehr Zusammenarbeit, um das schrumpfende Kerngeschäft der Verlage gegenüber Mediaagenturen, Google und Facebook zu stärken. In der Diskussion war, dass Bauer und Funke ihre Anzeigen von der Burda-Tochter BCN vermarkten lassen. Bauer sollte den Vertrieb für Titel aller drei Verlage übernehmen. Diese Pläne müssen nun eingedampft werden. Roland Pimpl hört im Funke-Flurfunk, dass sich das Thema Allianzen dort vorerst komplett erledigt habe.
"Horizont" 16/2018, S. 6 (Paid), turi2.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Verlage sollen sich zusammenraufen, fordert Burda-Vorstand Philipp Welte im Jahr 2016.
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Meinung: Die Verlags-Allianzen funktionieren nur mit zwei Super-Vermarktern.

Verlags-Allianzen funktionieren nur, falls am Ende höchstens zwei unverzichtbare Super-Vermarkter entstehen, befürchten Vermarktungs-Experten wie der Ex-Milchstraßen-Chef Martin Fischer. Bei drei oder vier ähnlich großen Anbietern könnten die Portfolios austauschbar und die Vermarkter noch stärker zum Spielball der Agenturen werden. Die Verlage könnten aber versuchen, mit großen Allianzen direkt mit den Werbekunden ins Geschäft zu kommen - an den Mediaagenturen vorbei.
"Horizont" 12/2018, S. 18 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Analyse: Bauer und Funke sind bei den Verlags-Allianzen entscheidend.

Verlags-Allianzen: Am Ende entscheiden Bauer und Funke, welche Verlags-Allianzen Realität werden, analysiert Roland Pimpl. Die Verlegerinnen Yvonne Bauer und Julia Becker hätten einen guten Draht zueinander. Anonymen Mediaexperten zufolge benötige Burda Bündnisse wohl viel dringender als Bauer und Funke. Publicis-Media-Geschäftsführer Marco Dörper bezweifelt, ob die Verlage von den Bündnissen überhaupt wie geplant profitieren.
"Horizont" 10/2018, S. 18 (Paid), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Julia Becker zeigt klare Kante gegen Klatschblatt-Lügen.
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Kleine und mittlere Verlage kritisieren den Grosso-Deal mit den Großen.

Grosso und Großverlage haben sich zum Nachteil der kleinen und mittleren Verlage auf neue Handelsspannen im Pressevertrieb geeinigt, kritisiert der Arbeitskreis Mittelständischer Verlage. Der Abschluss beanspruche zu Unrecht Allgemeingültigkeit, moniert AMV-Chef Manfred Sinicki. Sein Verband werde den Deal "rechtlich überprüfen lassen". Zum AMV gehören u.a. Jalag, Panini und Jahr Top Special.
dnv-online.net, turi2.de (Background)
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Zitat: Frank Nolte schmerzt der Margenverlust des Bundesverbandes Presse-Grosso.

"Bunte Schleifchen können wir uns einfach nicht mehr erlauben."

Frank Nolte, Chef des Bundesverbandes Presse-Grosso, betrachtet im Interview mit Gregory Lipinski den Margenverlust durch die Einigung mit der Verlags-Allianz als schmerzlich. Einen radikalen Sparkurs will er aber nicht fahren.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Grosso-Chef Frank Nolte hofft auf Einigung mit Verlagen und sieht keine Möglichkeit mehr zum Sparen.
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Tamedia erhöht digitale Präsenz mit der Lesezirkel-App Sharemagazines.

Lesezirkel-App Sharemagazines erweitert das Angebot um sechs Titel von Tamedia, darunter u.a. Tages-Anzeiger und Sonntagszeitung. Damit zieht erstmals eine führende Tageszeitung aus dem Ausland in den digitalen Lesezirkel, mit Tribune de Genève kommt der erste französischsprachige Titel zu Sharemagazines.
pressebox.deKommentieren ...

Porträt: Philipp Welte ist Bauherr großer Presse-Koalitionen.

Philipp Welte formt Allianzen zwischen Verlagen und erringt mit der Reform des Presse-Vertriebssystems einen ersten Erfolg, schreibt Hans-Jürgen Jakobs im Porträt über den Burda-Verlagsvorstand. Der ehrgeizige Manager habe bei Patriarch Hubert Burda mit den Jahren eine Kunst entwickelt, auf Geheiß aus 1.000 Verlegerideen die zehn zu finden, die praktikabel sind. Philipp Welte verstehe sich als Journalist, habe schon als 15-Jähriger für eine Zeitung geschrieben und später u.a. als Ghostwriter für Jürgen Todenhöfer gearbeitet.
"Handelsblatt", S. 46, blendle.com (Paid), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Herr Mosa und Herr Welte gehen einkaufen – eine Video-Tour mit den Bossen von Burda und Edeka.
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Pressegrosso und Verlags-Koalition einigen sich bis 2023.

In der Preis-Presse: Der Bundesverband Pressegrosso und die Verlags-Allianz von Springer, Burda, Gruner + Jahr, Bauer, Funke, Spiegel und Klambt einigen sich über neue Handelsspannen im Vertrieb - sie werden wohl geringer ausfallen. Die Regelung gilt für fünf Jahre, sie soll das Vertriebssystem "zukunftsfest" machen und den Systembeitrag einzelner Zeitschriften gerechter verteilen. Springer schließt mit dem Pressegrosso eine Extra-Vereinbarung über den Vertrieb von "Bild" und "Welt" über drei Jahre.

"Horizont" analysiert, durch die neue Regelung dürfte die Zahl der Grossisten abnehmen. Titel mit einem geringen Umsatz pro Einzelhändler sollen ab März mehr für das Vertriebssystem zahlen. Dies trifft vor allem Titel, die eher für den Anzeigenmarkt konzipiert sind und mit dem Verkauf wenig Geld erwirtschaften, schreibt Roland Pimpl. Titel könnten ihre Preise anpassen.
"Horizont" 08/2018, S. 1, 2 und 11 (Paid), handelsblatt.com (Paid), meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Grosso-Chef Frank Nolte hofft auf Einigung mit Verlagen.
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Gruner + Jahr beteiligt sich an Verlagskoalition, die mit Pressegrosso verhandelt.


Noch grossore Koalition: Gruner + Jahr tritt der Verlagskoalition bei, die bei den Verhandlungen mit dem Bundesverband Pressegrosso als eine Einheit auftritt. Der Allianz, die Burdas Zeitschriftenvorstand Philipp Welte initiiert hat, gehören neben Burda bisher Bauer, Funke, Klambt, der Spiegel-Verlag und Springer an. Im Kern der Verhandlungen stehen die Modernisierung des Vertriebssystems und neue Handelsspannen. G+J versteht seine Beteiligung als Bekenntnis zu einem "flächendeckenden und diskriminierungsfreien" Pressevertrieb sowie "zum Erhalt der Pressevielfalt in Deutschland".

Die Situation zwischen Verlagen und Grossoverband ist jedoch verfahren, bisher haben die Verhandlungen zu keiner Einigung geführt. Im September hatte die Verlagskoalition aus Protest ihre Teilnahme an der Grosso-Jahrestagung abgesagt, auch Gruner + Jahr setzte die Verhandlungen mit dem Bundesverband Pressegrosso vorübergehend aus.
meedia.de, dnv-online.net, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Grosso-Chef Frank Nolte hofft auf Einigung mit Verlagen.

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VDZ und Grosso-Verband testen Maßnahmen gegen Frühremission.

VDZ und Presse-Grosso wollen die Zahl der Frühremissionen senken. Ein einjähriger Test in vier Regionen soll herausfinden, welche Maßnahmen wirksam sind, um zu vermeiden, dass Händler Zeitschriften sofort oder kurz nach Erscheinen unverkauft zurückgehen lassen. Der Test umfasst das gesamte Zeitschriftensortiment und alle Verkaufsarten.
dnv-online.net, turi2.tv (Interview Grosso-Chef Frank Nolte)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Grosso-Chef Frank Nolte hofft auf Einigung und sieht keine Möglichkeit mehr zum Sparen.
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ZDF schreibt die Belieferung mit 494 Print-Abos europaweit aus.

ZDF logo_150ZDF schreibt die Belieferung mit 494 Zeitungs- und Zeitschriftentiteln europaweit aus. Dahinter stecken insgesamt 2.073 Abonnements. Der neue Dienstleister soll die Titel ab 2018
an die Mainzer Zentrale, die Landes- und Auslandsstudios liefern. Auch Fachzeitschriften, Amtsblätter und Informationsdienste sollen zugestellt werden.
new-business.de, ted.europa.eu (Ausschreibung)Kommentieren ...

Grosso-Streit: Frank Nolte hofft auf Einigung und sieht keine Möglichkeit mehr zum Sparen.


Currywurst statt Champagner: Frank Nolte, Chef des Bundesverbandes Presse-Grosso, will den Streit um Handelsspannen mit den Verlegern beilegen. Im Video-Interview von Peter Turi am Rande der Grosso-Tagung in Baden-Baden schlägt er deeskalierende Töne an. Grosso und Verlage hätten bei der vergangenen Verhandlungsrunde Einigungs-Vorschläge vorgelegt, die kurzfristige Kongressabsage der Verlage sieht Nolte als "Druckmittel". Sparpotential findet der Grosso-Boss bei seinen Mitgliedern allerdings nicht mehr: "Wir haben alle Ecken ausgekehrt."

Bei den Händlern herrscht Flaute, zwischen 5 und 8 % Umsatz haben die Großhändler in den ersten sechs Monaten 2017 verloren. Nolte sieht weiter einen hohen Fusionsdruck in der Branche. In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Pressegroßhändler von 100 auf unter 50 gesunken, in fünf Jahren könnten es nur noch 20 sein, sagt Nolte. Der Verlags-Allianz um Burda-Boss Philipp Welte schwebt ein Netz von nur noch 15 Großhändlern vor.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Gruner + Jahr setzt Verhandlungen mit Presse-Grosso aus.

Grollen im Grosso: Auch Gruner + Jahr redet derzeit nicht mit den Presse-Grossisten. Einen Tag vor Beginn der Jahrestagung meldet Meedia, dass auch die G+J-Tochter DPV Deutscher Pressevertrieb die Teilnahme an der Tagung abgesagt hat. Grosso und Verlage können sich nicht auf eine Reform des Vertriebssystems für Zeitungen und Zeitschriften verständigen. Eine Allianz aus Bauer, Burda, Funke, Springer, Spiegel und Klambt droht bereits mit dem Aufbau eines eigenen Vertriebssystems. DPV zog sein Angebot zurück und teilt mit, aktuell "keine Signale" zu erkennen, dass der Grosso-Verband die Gespräche wieder aufnehmen möchte.

Die Verlage wollen mehr Geld für sich behalten. Deshalb verlangen sie neue Handelsspannen und wollen auch die Zahl der Firmen im Grossoverband von 38 auf 15 bis 20 drücken. Der Verband erwidert die Kritik: Er sei "noch nie so schlank, effizient und leistungsstark" gewesen wie heute, teilt er Meedia-Mann Gregory Lipinski mit. Fusionen könnten nicht angeordnet werden. Es sei nicht richtig zu behaupten, es tue sich nichts. Gruner + Jahr ist derweil nicht zum Feiern zumute: Die heutige Vorabend-Veranstaltung zur Tagung von DPV und Spiegelverlag ist abgesagt.
meedia.de (Gruner + Jahr), meedia.de (Reaktion), turi2.de (Background)

Anmerkung: In einer früheren Version dieser Meldung hieß es, Gruner + Jahr habe Verhandlungen kurz vor der Tagung abgebrochen. Der Verlag teilt mit, sie seien derzeit nur ausgesetzt. Die Entwicklung sei auch nicht neu, sondern schon länger Stand der Dinge.Kommentieren ...

Zitat: Philipp Welte hat einen Plan B für die Grosso-Modernisierung.

"Wenn kein konstruktives Signal kommt, ist das für uns der Startschuss für eine neue Organisation des Pressevertriebs in Deutschland."

Philipp Welte droht dem Grosso mit einem gemeinsamen "Plan B" für Bauer, Burda, Funke, Springer, Spiegel und Klambt, falls die Verhandlungen über eine Modernisierung im Pressevertrieb scheitern.
horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Verlagsallianz sagt die Teilnahme an Grosso-Tagung ab.

Frauen-Zeitschriften im Kioskregal
Abstimmung mit den Füßen: Die Verlagsallianz aus Bauer, Burda, Funke, Springer, Spiegel und Klambt sagt die Teilnahme an der Jahrestagung des Bundesverbandes Presse-Grosso ab – im Streit über die Neuausrichtung des Vertriebssystems für Zeitungen und Zeitschriften. Die Verhandlungen zwischen den Verlagen und dem Grosso hätten "bisher zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt" und befinden sich "in einer äußerst kritischen Phase", teilen die Verleger mit.

In den Verhandlungen geht es vor allem ums Geld: In Zeiten rückläufiger Werbeeinnahmen werden für die Verlage Vertriebserlöse wichtiger. Die Verlagsallianz kritisiert, dass zu viel Geld beim Grosso für die Auslieferung ihrer Produkte hängen bleibt und zu wenig bei ihnen selbst ankommt. In Deutschland gibt es 79 Grosso-Gebiete. 66 Firmen beliefern die Kioske in ihren Gebieten als Monopolisten, nur in Berlin und Hamburg gibt es konkurrierende Grossisten.
dnv-online.net, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Martin Schulz will Verlage nicht bei Sozialabgaben entlasten.

"Ja, Zeitungen sind relevant. Die Entlastung kann aber nicht dort stattfinden, wo Sie sie stattfinden lassen wollen – nämlich bei der Infragestellung des paritätischen Sozialversicherungssystems."

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz enttäuscht Stefanie Hauer, Geschäftsführerin der "Lübecker Nachrichten", die ihn bei einem Redaktionsbesuch auf mögliche Entlastungen beim Mindestlohn für Zeitungszusteller ansprach.
meedia.de1 Kommentar

Bauer Starclub lockt nun auch Pressehändler in Österreich mit Prämien.

Bauer weitet sein Payback-Programm für Pressehändler, den Bauer Starclub, auf Österreich aus. Für den Verkauf von Bauer-Titeln sowie Sonderplatzierungen erhalten die Händler Punkte gutgeschrieben, die sie z.B. für Haushaltsgeräte oder Unterhaltungselektronik eintauschen können. In Deutschland nehmen laut Bauer bereits mehr als 1.500 Händler teil.
dnv-online.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

EU-Finanzminister vertagen einheitliche Steuer für Presse und Bücher.

Reduzierte Mehrwertsteuer für E-Paper und E-Books lässt weiter auf sich warten. Der EU-Finanzministerrat kann sich wegen des Vetos eines Mitgliedsstaates nicht einigen, beklagen BDZV und VDZ. In Deutschland gilt für die gedruckte Presse ein ermäßigter Steuersatz von 7 %. Für digitale Produkte und auch E-Books sind die vollen 19 % fällig.
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Amazon eröffnet seinen Online-Kiosk Amazon Newsstand in Deutschland.


Büdchen im Netz: Amazon bringt seinen digitalen Kiosk Amazon Newsstand noch diesen Monat nach Deutschland, erfährt DNV Online von mehreren Verlagen und Dienstleistern. Im Sortiment soll es Einzelhefte und Abos geben – von wie vielen Titeln ist noch nicht bekannt. In den Filialen in den USA und Großbritannien liegen bereits die "Süddeutsche", das "Handelsblatt" und die "Wirtschaftswoche" im virtuellen Regal. Einige Verlage sehen das Angebot mit Bauchschmerzen, weil dort verkaufte Exemplare (noch) nicht in die IVW-Statistik zählen.

Amazon verteilt außerdem viele Freiexemplare. In den USA beginnt ein Magazin-Abo mit 30 Gratis-Tagen, ein Zeitungs-Abo mit 14 Tagen für lau. Ein solches Angebot könnte verlagseigene Konditionen schlecht erscheinen lassen – sofern der Verlag nichts kostenlos anbietet. Mittelfristig soll sich die Auslage im Amazon-Kiosk lohnen, schreibt DNV Online. Die "Financial Times" berichte von signifikanten und stabilen Abo-Zahlen. (Foto: Ian Ehm für die turi2 edition1)
dnv-online.net, amazon.com (internationaler Kiosk)Kommentieren ...

Newspaper Impact betreut Einzelverkauf von "Lübecker Nachrichten" und "Ostsee-Zeitung".

Madsack gibt die Einzelverkaufsbetreuung von Lübecker Nachrichten und Ostsee-Zeitung an Newspaper Impact ab, den Nationalvertrieb von Springer. Newspaper Impact übernimmt für die beiden Madsack-Blätter u.a. Markt-Beobachtung und -Analyse sowie Marketing-Dienstleistungen und setzt auf Vertriebskooperationen mit "Bild" und "Welt".
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Basta: Ein großer Sprung für die Zeitungszustellung.

Grau ist die Hoffnung: Funkes Mediengruppe Thüringen übernimmt die Patenschaft für ein graues Riesenkänguru im Erfurter Zoo mit dem programmatisch-schönen Namen "Hope". Konsequent: Das Tier ist laufstark, hat einen großen Beutel und verlangt statt Mindestlohn nur Blattwerk - das gibt es in Thüringen ("Das grüne Herz Deutschlands") ja immerfort am Wegesrand.
thueringer-allgemeine.deKommentieren ...

Basta: Springer verschenkt "Bild" in den heimischen Briefkasten.

"Bild" bettelt: Springer will mit allen Mitteln bunt bedrucktes Papier unters Volk bringen. Bundesweit wirbt "Bild" auf dem Titel, sich die Zeitung zwei Jahre nach Hause liefern zu lassen. Wer sich erbarmt, bekommt 250 Euro per Verrechnungsscheck – bei einem Copypreis von 0,90 Euro der Gegenwert von knapp einem Jahr "Bild"-Zeitung.
"Bild", S. 1, lesershop24.deKommentieren ...

Nils Oberschelp wird Chef von Motor Presse, Volker Breid geht.


Vertriebsmotor: Gruner + Jahr und die Gründerfamilien machen Nils Oberschelp (rechts) zum Chef des Fachverlags Motor Presse Stuttgart. Der bisherige Leiter des DPV Deutscher Pressevertrieb folgt auf Volker Breid, der aus familiären Gründen zurücktritt. Bei DPV rückt Marco Graffitti für Oberschelp an die Seite der beiden anderen Geschäftsführer Christina Dohmann und Michael Rathje.

Breid soll G+J-Chefin Julia Jäkel weiter beraten, widmet sich aber laut einer Mitteilung "neuen beruflichen Aufgaben". Er führt das Mutterhaus von Auto Motor und Sport seit fünf Jahren und begann seine G+J-Karriere 1994. Oberschelp steht seit vier Jahren an der Spitze des DPV und war zuvor Verlagsleiter mehrerer G+J-Titel. Sein Nachfolger Graffitti ist seit 2008 in führenden Positionen Vertriebler bei G+J, unter anderem für die Wirtschaftspresse, "Stern" und "Neon".
presseportal.de (Motor Presse), presseportal.de (DPV)2 Kommentare

Edeka-Chef Markus Mosa stellt das Presse-Grosso in Frage.


Druck aus dem Supermarkt: Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender von Edeka, ärgert sich über das Presse-Grosso, das die Zeitschriften-Regale in seinen Märkten in Eigenregie bestückt. "Wir würden gern mitentscheiden, was präsentiert wird und wie es präsentiert wird", sagt der Chef der größten Supermarktkette Deutschlands im großen Doppelinterview mit Burda-Boss Philipp Welte. Für die turi2 edition zum Thema Innovation sind die Topmanager in einem Edeka in Hamburg gemeinsam einkaufen gegangen und haben mit Peter Turi über Markt, Macht und Medien gesprochen.

Edeka-Chef Mosa stellt die Macht und die Kompetenz des Grossos in Frage: "Was uns stört, sind Zwischenhändler, die den Kunden nicht wirklich kennen, keine wirtschaftliche Verantwortung tragen und trotzdem die höchste Marge einstreichen." Die Zeitschriftenregale seien zu eng bestückt, einzelne Titel zum Teil kaum noch wahrnehmbar. Auch Philipp Welte ärgert sich, wenn er im Supermarkt unaufgeräumte Regale sieht. "Das Zeitschriftenregal ist heute die Lebensader unserer gesamten Industrie", sagt er, "hier entscheidet sich unsere Zukunft".


Gipfeltreffen vor der Kühltheke: Burda-Boss Philipp Welte und Edeka-Deutschlandchef Markus Mosa blättern durch die "Bunte". turi2 hat die beiden Topmanager zum Einkaufen in einen Edeka-Markt in Hamburg geschickt. (Foto: Johannes Arlt)

Deshalb wünscht sich auch Welte neue Regeln fürs Grosso: "Unser System entstammt einer Zeit des Mangels an medialen Angeboten, und diese Zeit ist wirklich vergangen." Für den Burda-Vorstand sind vor allem Blätter, die er als "Plagiate" empfindet, schuld an verstopften Presse-Regalen. Als Beispiel nennt er Burdas "Freizeit Revue". Von dem Yellow-Titel zählt Welte "über 30" Nachahmer. "Es kann nicht sein, dass die Plagiate im Handel genauso viel Raum einnehmen wie das Original", sagt Welte.

Das komplette Gespräch von Markus Mosa und Philipp Welte mit Peter Turi lesen Sie in der "turi2 edition" zum Thema Innovation. Das Buch erscheint am 26.5. und liegt im Bahnhofsbuchhandel, an Flughäfen und ausgewählten Kiosken. Außerdem ist es bei Amazon und direkt auf turi2.de/bestellen erhältlich.
"turi2 edition" Innovation, S. 162-171 (E-Paper)

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Gruner + Jahr vermarktet Abos für "Cicero" und "Monopol".

DPV übernimmt das Abo-Marketing für die Zeitschriften "Cicero" und "Monopol". Die Gruner + Jahr-Tochter DPV organisiert somit den kompletten Pressevertrieb für den Res Publica Verlag, inklusive Einzelverkäufe, Verwaltung und Kundenservice. Der Verlag entstand, weil Alexander Marguier und Christoph Schwennicke die beiden Titel dem Ringier-Verlag abkauften.
presseportal.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Cicero"-Verleger Christoph Schwennicke zeigt klare Kante – und weist Populismus-Vorwürfe zurück.

Christoph Schwennicke zeigt klare Kante – und weist Populismus-Vorwürfe zurück. (4-Min-Interview aus dem Oktober 2016)Kommentieren ...

Deutsche Post wird zum größten Elektroauto-Verkäufer Deutschlands.

Deutsche Post will jährlich bis zu 100.000 ihrer Street-Scooter an Dritte verkaufen, u.a. an Kommunen und Flottenkunden. Das Unternehmen wird damit zum größten Elektroauto-Verkäufer Deutschlands und plant eine neue Fabrik. Ein Street-Scooter soll ab 32.000 Euro kosten, die Produktionsausgaben liegen bei 23.000 Euro, erfährt das "Handelsblatt".
"Handelsblatt", S. 22 (Paid)Kommentieren ...

Hugendubel will auch an Bahnhöfen und Airports Bücher verkaufen.

hugendubel-150Hugendubel erwägt, auch an Bahnhöfen und Flughäfen Buchläden zu eröffnen, kündigt Gesellschafter und Geschäftsführer Maximilian Hugendubel an. Im Interview mit der "Süddeutschen" sprechen er und seine Schwester Nina Hugendubel auch über die Beinahe-Insolvenz der Buchhandelskette im Zuge der Weltbild-Pleite.
sueddeutsche.de (Paid) via buchreport.deKommentieren ...

Verlage schmieden Allianz vor Grosso-Verhandlungen.

Frauen-Zeitschriften im Kioskregal
Große Gruppe grüßt Grossisten: Springer, Bauer, Burda, Funke, Klambt und Spiegel Verlag wollen ihre Erlöse im Vertrieb verbessern und verbünden sich im Vorfeld der Verhandlungen um neue Handelsverträge. Das spiegelt eine neue Rechtslage: Nach einer Kartellrechtsreform 2013 dürfen sich neben den Grossisten auch die Verlage absprechen, berichtet Roland Pimpl. Die spannende Frage vor den Verhandlungen bleibt, wer den Kürzeren ziehen wird - die Händler oder die kleinen Titel.

Der Bundesverband Presse-Grosso fordert im Vorfeld der Verhandlungen einen "diskriminierungsfreien Sortimentsvertrieb". Der Großhandel kämpfe darum, so der Verband, die flächendeckende Versorgung mit Bedrucktem weiter "wirtschaftlich aufrecht erhalten zu können" - während den Verlagen ja, anders als den Pressehändlern, auch ein digitaler Wachstumspfad offen stehe. Der Grosso-Verband begrüßt allerdings auch "die Ankündigung führender Verlage, die Wertschöpfung gemeinsam gerechter zu gestalten".

Gruner + Jahr ist nicht dabei - für Pimpl plausibel: Die ausgehandelten Konditionen gelten nach Titel-Gattungen, Gruner profitiert also von den Deals, ohne am Tisch zu sitzen. Andererseits vertritt Gruners Tochter DPV kleinere Titel im Mandantengeschäft, deren Interessen den Unterhändlern der Großverlage nicht unbedingt als allernächstes am Herzen liegen müssen. Dass Springer sich mit an den Tisch setzt, sei verwunderlicher, schließlich habe der Konzern vom Rest der Runde abweichende Interessen.
"Horizont" 7/2017, S. 8 (Paid), horizont.net, turi2.de (Grosso-Pressemitteilung, PDF), dnv-online.net, axelspringer.de (Pressemitteilung der Verlage), turi2.de (Background)Kommentieren ...