Time Magazine und Reddit kooperieren.

Time Magazine und Reddit kooperieren künftig beim Finden und Schreiben von Geschichten. Reddit-Mitarbeiter sollen Time-Journalisten helfen, Themen auszugraben; die daraus entstandenen Artikel werden immer donnerstags auf den Auftritten des Time Magazines, dessen Reddit-Profil und bei Apple News publiziert. Zu finanziellen Abmachungen äußert sich keiner der Partner. Stattdessen heißt es, man wolle das Publikum beider Seiten vergrößern.
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Kinder-Medien-Studie: Mehr als die Hälfte der Kids liest regelmäßig Print.

Kinder-Medien-Studie, von sechs Kinder-Verlagen initiiert, ergibt ein hohes Interesse der 6- bis 13-Jährigen an Print. 61 % der Kinder lesen demnach mehrmals pro Woche Bücher, 55 % Kinderzeitschriften und Comics. 37 % der 6- bis 9-Jährigen besitzen ein eigenes Smartphone oder Handy, bei den 10- bis 13-Jährigen sind es 84 %. Die Kids stecken laut Studie einen Großteil ihres Taschengelds in Printmedien, nur für Süßigkeiten geben sie mehr aus.
presseportal.de, new-business.de, markenartikel-magazin.de (Ausgaben)Kommentieren ...

Zitat: Heiko Genzlinger hat beim Zeitungsvermarkter zuerst das Siezen und lieb Grüßen gelernt.

"Jeder siezt sich. Und in E-Mails gilt schon eine kurze Ansprache als unhöflich. Man schreibt: 'Lieber Herr Soundso'."

Score-Media-Chef Heiko Genzlinger hat bei seinem Wechsel von Yahoo in die Print-Branche erstmal einen Kulturschock erlitten. Nun verabschiedet er sich stets mit "vielen lieben Grüßen".
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Bulgariens erste Satirezeitschrift sucht alternative Vertriebswege, um Zensur zu umgehen.

Prass-Press, Bulgariens erste Satirezeitschrift, ist durch Nichtauslieferung sabotiert worden, von 10.000 Auflage hat es nur etwa ein Zehntel an die Kioske geschafft. Das Redaktionsteam hat die Erstausgabe deshalb selbst auf der Straße verkauft und zu den Kiosken gebracht, außerdem gibt es eine PDF-Version im Netz. Künftig will Prass-Press mit unabhängigen Buchhandlungen kooperieren.
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"Freitag" sollte seine Autorin Petra Reski unterstützen, fordert der DJV.

Journalismus: Der DJV kritisiert, dass der "Freitag" seiner freien Mitarbeiterin Petra Reski keine Rückendeckung gibt, nachdem sie für einen ihrer Texte in juristische Schwierigkeiten geraten ist. Verleger Jakob Augstein hat sich von Reski distanziert und sagt gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", es sei richtig, dass sie ihre Rechtskosten selbst übernehmen muss: "Sie hat ihren Prozess verloren - weil sie ihre Vorwürfe nicht belegen konnte." Ein DJV-Sprecher hält dagegen, dass Redaktionen für ihre freien Mitarbeiter verantwortlich seien, auch wenn es dafür keinen Rechtsanspruch gebe.
sueddeutsche.de, faz.net (Background Reski)Kommentieren ...

Mossack Fonseca überlebt Enthüllungen der Panama Papers wohl nicht.

Panama Papers: Die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca erholt sich nicht mehr von den Enthüllungen, prognostizieren Frederik Obermaier und Bastian Obermayer. Jürgen Mossack und Ramón Fonseca sitzen seit Mitte Februar in Untersuchungshaft, die interne Privatbank Mossfon Asset Management SA ist abgewickelt, die Firma entlässt zahlreiche Mitarbeiter und schließt Büros. Nach Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" hat die Kanzlei versucht, ihre Geschäfte unter anderem Namen laufen zu lassen. Auf Nachfragen reagiert das Unternehmen nicht. In weltweit 80 Ländern laufen Ermittlungen im Zusammenhang mit den Panama Papers, gegen Mossack Fonseca allein in Panama sechs verschiedene Verfahren.
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Jörg Eggers sieht die deutschen Anzeigenblätter auf Erfolgskurs.


Mit dem Bohrhammer: Anzeigenblätter sind mit 87 Mio Auflage stille Riesen im Medienmarkt – im vergangenen Jahr erzielen sie sogar ein Umsatzplus von 5,9 %. Eine Trendwende? Mehr denn je liefern sie "Kaufimpulse für Produkte, die man sonst nicht haben möchte", gibt Geschäftsführer Jörg Eggers vom Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter freimütig zu. Eggers selbst ist stolzer Besitzer eines Bohrhammers – weil ein Gratisblatt ihn zum Kauf trieb.

Eggers Verband BVDA ermittelt, dass die Leser-Blatt-Bindung steigt: 68 % der Leser würden ihr Anzeigenblatt stark oder sehr stark vermissen. Auch Werbekunden schätzten die Blätter, mit denen sie in die unterschiedlichsten Haushalte vordringen. Die Werbeumsätze liegen mit 1,9 Mrd Euro auf dem Niveau von Publikums- und Fachzeitschriften zusammen. Der Markt ist komplex: 1.298 Titel erscheinen in 436 Verlagen.
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Refinery29-Gründer Philippe von Borries zweifelt an Digital-Dominanz.


Digital ist nicht total: Der Deutsche Philippe von Borries ist einer der spannendsten Mediengründer in New York – Refinery29 entwickelt sich zu einer globalen Digitalmarke für junge Frauen. Im Videointerview von turi2.tv und "Horizont" gibt sich der Startup-Gründer zugleich als Digital-Skeptiker. Veranstaltungen im "echten Leben" seien ausschlaggebend für die Stärke einer Marke. Und über Deutschland trifft er eine überraschende Aussage: Die Dominanz von Print bleibt.

Deutschland hängt nach seiner Beobachtung Digital nicht zurück. Die Relevanz des Gedruckten sei einfach viel stärker. Deutsche würden sich in Magazine "embedden" – den meisten Amerikanern sei das fremd. Der deutsche Markt bleibt für von Borries deshalb kompliziert. Refinery29 versucht, sich – auch mit dem deutschen Ableger – durch unkonventionelle Themen abzuheben: eine Vagina-Woche oder eine Aktionswoche zur weiblichen Periode gehören zum normalen redaktionellen Programm.
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"Bild"-Verlagschefin Donata Hopfen will Vollgas bei Video geben – und in Print.


Digital first, Print firster: "Bild"-Verlagschefin Donata Hopfen bekennt sich zur Alles-Oder-Nichts-Strategie. Die dicke Kohle fließt ins Digitale, doch "die Zeitung wird weiter Meinung machen", ist sich Hopfen sicher. Im Videointerview von turi2.tv und "Horizont" bläst sie auch zum großen Angriff auf die Fernseh-Branche: "Wir haben nichts zu verlieren."

Hopfen will aus "Bild" keinen Fernsehsender machen, weil Bewegtbild im Netz keinen Sender mehr brauche. Dieser Umstand macht Experimente möglich – ohne Rücksicht auf Verluste. Weil die Marke "Bild" mit Fernsehen nie etwas zu tun hatte, könne Video auch keine Umsätze kannibalisieren. Für die Redaktion bedeutet das eine Art Freifahrtschein zum Ausprobieren.

Beim Ausprobieren stößt Hopfen persönlich manchmal an ihre Grenzen. Mit Twitter ist sie nie warm geworden und Snapchat kapiert sie nur mit Hilfe ihrer Teenager-Patenkinder. "An einige Sachen muss ich mich ein bisschen gewöhnen. Da merke ich, dass ich älter werde", sagt Hopfen im Video. Vielleicht auch deshalb kehrt sie zurück zu Bewährtem: Frau "Bild"-Boss ist glückliche Neu-Abonnentin vom "Handelsblatt".
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Ulrich Reitz verlässt den "Focus".

Ulrich Reitz, Focus-150Ulrich Reitz, ehemaliger Chefredakteur des "Focus", verlässt das Nachrichtenmagazin Ende Januar "auf eigenen Wunsch". Reitz kam 2014 als Chefredakteur zum "Focus" und blieb Editor-at-Large, als er das Amt im März 2016 an Robert Schneider abgeben musste. Zuvor war Reitz von 2005 bis 2014 Chefredakteur von Funkes "Westdeutscher Allgemeiner Zeitung". Für Burdas Nachrichtenmagazin arbeitete er erstmals 1992, damals baute er das Bonner Parlamentsbüro auf. Laut kress.de soll Reitz dem "Focus" in freier Form erhalten bleiben.
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Gruner + Jahr erwirkt Verfügung gegen "National Crime".

Krimi-Duell: Gruner + Jahr erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen Livingston Media und das geplante Magazin "National Crime". Die für den 2. Dezember angekündigte Wahre-Verbrechen-Zeitschrift darf demnach nicht in den Handel ausgeliefert und auch nicht weiter beworben werden.

Grund: Das neue Livingston-Magazin sei eine "dreiste Kopie" von "Stern Crime", so Alexander Schwerin von G+J. Livingston hatte angekündigt, mit "National Crime" Fahndern und Verbrechern noch dichter auf den Pelz rücken zu wollen.
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"Playboy" erscheint überarbeitet.

2017er-playboy600Bunny reloaded: "Playboy" erneuert sich rundum und erscheint am 8. Dezember erstmals mit neuem Design, neuer Heftstruktur sowie neuer Bildsprache - Nacktheit wird aber nicht verbannt. Dafür muss der Claim "Alles, was Männern Spaß macht" weichen - und wird zu "Alles, was Männer lieben".

Alle, die den "Playboy" nur "wegen der tollen Reportagen" lesen, dürfen sich freuen: Lange Texte, Interviews und Porträts sollen verstärkt ins Heft. Der Relaunch ist laut Pressemitteilung unter anderem der Rheingold Männerstudie geschuldet, die ein gewandeltes Männerbild evaluiert haben will: Weniger Inszenierung und mehr Natürlichkeit sei angesagt.
meedia.de, rheingold-marktforschung.de (Studie)Kommentieren ...

"Tagesspiegel" startet Magazin "Tagesspiegel Berliner".

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Ich bin ein Berliner: Der "Tagesspiegel" bringt am 26. November erstmals das Magazin "Tagesspiegel Berliner" heraus, ein Heft für "Berlinerinnen und Berliner in aller Welt", das das Lebensgefühl der Stadt spiegeln soll. Die 80 Seiten starke Zeitschrift liegt der Wochenend-Gesamtauflage bei, 50.000 Exemplare sollen auch an besonderen Orten der Hauptstadt verteilt werden. Die Druckauflage des Magazins beträgt 180.000 Stück.

Das Projekt ist zunächst unregelmäßig geplant, die zweite Ausgabe soll im März 2017 erscheinen. Die Inhalte werden vor allem von "Tagesspiegel"-Autoren aus dem Haus zugeliefert, verantwortlicher Redakteur der neuen Zeitschrift ist Jan Oberländer (Foto). Artdirektorin ist Suse Grützmacher.
turi2 - eigene InfosKommentieren ...

"Junge Welt" wirbt mit Flyer um Unterstützung.

junge-welt150Junge Welt legt ihrer Wochenendausgabe einen Flyer bei, der erklärt, wie Leser die strauchelnde Tageszeitung unterstützen können, kündigt Chefredakteur Stefan Huth an. Zudem widerspricht Huth einem "taz"-Artikel, der das linke Medium schon "im Niedergang" wähnt. Im Gegensatz zur "taz" hätten sich Abos und Kioskverkäufe der "Jungen Welt" in den letzten Jahren positiv entwickelt - das Geld reiche aber trotzdem nicht.
per Mail, turi2.de (Background taz)Kommentieren ...

Berliner Verlag: Verhandlungen über Sozialplan starten.

Berliner Verlag 150Berliner Verlag startet heute in die Verhandlungen für einen Sozialplan. Betriebsrat und Unternehmensvertreter setzen sich zusammen, um unter anderem darüber zu verhandeln, wie der Betriebsübergang von "Berliner Kurier" und "Berliner Zeitung" gestaltet werden soll. Ein konkreter Sozialplan soll bis Mitte Dezember vereinbart werden.
dumontschauberg.wordpress.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Spiegel": Betriebsrat und Geschäftsführung beschließen Sozialplan.

spiegelSpiegel-Geschäftsführung und der Betriebsrat einigen sich auf einen Sozialplan für die Mitarbeiter, die vom Sparprogramm betroffen sind. Wie viele Angestellte noch gehen müssen - über 110 sind bereits freiwillig und mit Abfindung ausgeschieden - ist unbekannt. Der Sozialplan sieht unter anderem 1,3 Monatsgehälter pro Jahr im Verlag vor; für besondere "Härtefälle" gibt es einen Sonderfond in Höhe von 100.000 Euro.
meedia.deturi2.de (Background Sparprogramm)Kommentieren ...

"stern" erscheint wegen Trump später.

stern150stern geht aufgrund der US-Wahl in die redaktionelle Verlängerung und verschiebt sein Erscheinen nach hinten: In Norddeutschland ist das Heft mit dem Titel "Der unheimliche Präsident" zwar wie gewohnt heute erhältlich - der Rest der Republik muss sich aber bis morgen gedulden. Ausgenommen sind Digital-Leser, sie haben ebenfalls Zugriff, etwa über Blendle.
per Mail, blendle.com ("stern" 46/2016, Paid)Kommentieren ...

Meinung: Medien sind ein bisschen wie Trump.

Donald Trump 150Donald Trump wird von vielen Medien als Populist bezeichnet - doch selbst sind Print, Radio und TV kaum besser, urteilt Stefan Winterbauer. Er glaubt, dass viele Medien während des US-Wahlkampfes beim Ringen um Auflage und Quoten zu "Populisten in eigener Sache" wurden. Zudem verwechselten Journalisten Wahrscheinlichkeiten mit Gewissheiten und würden dazu neigen, simple und eindeutige Parolen auszugeben - ähnlich wie Trump selbst.
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"Märkische Allgemeine" macht Doppelcover zur US-Wahl.

maz150Märkische Allgemeine produziert ein Doppelcover mit Trump und Clinton zur US-Wahl, auf dem sie auch der Verliererin "Good Morning, Mrs. President!" wünscht. In einer früheren Meldung hatte turi2 fälschlicherweise nur das Clinton-Cover betrachtet und geschrieben, die "Märkische Allgemeine" habe sich damit verhoben.
twitter.de (Tweet Torsten Beeck, gesamtes Cover)Kommentieren ...