Ove Saffe soll Funkes gesamtes Zeitungsgeschäft verantworten, schreibt Gregory Lipinski.

Funke: Ove Saffe soll verlagsintern aufsteigen und das gesamte Zeitungsgeschäft verantworten, hört Gregory Lipinski. Saffe ist bisher Geschäftsführer des "Hamburger Abendblatt" und der "Berliner Morgenpost". Lipinski schreibt, der Aufstieg bringe gewaltige Aufgaben mit sich, weil das Geschäft mit Regionalzeitungen unter massivem Kostendruck stehe.
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Anja Delastik hat die neuen Redaktionsposten der "Maxi" vergeben.

Bauer: "Maxi"-Chefin Anja Delastik hat das Münchner Führungsteam für die Zeitschrift zusammengestellt. Lara Gonschorowski, Vize-Chefredakteurin von "Cosmopolitan", übernimmt diese Position zusätzlich auch bei "Maxi". Birgit Querengäßer steigt als zweite Vize-Chefredakteurin und Textchefin ein, sie kommt von Klambts "Jolie". Anne Oppel leitet die Textressorts.
kress.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Ich bin extrem genervt" – Wie "Cosmopolitan"-Chefin Anja Delastik mit Frauen-Klischees aufräumt.
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Christian Zimmer verlässt Score Media.

Score Media und Mitgründer Christian Zimmer, bislang Chief Revenue Officer, gehen "einvernehmlich" getrennte Wege, erfährt Katrin Ansorge. An der Spitze des Crossmedia-Vermarkters stehen somit nur noch Geschäftsführer Heiko Genzlinger und Operativ-Chefin Judith Sterl. Erst Mitte März war der Abgang von Sales-Chef Sven Holsten bei Score Media bekannt geworden.
horizont.net, turi2.de (Holsten)Kommentieren ...

Sven Holsten verlässt Score Media.

Score Media und Sven Holsten, bisher Sales-Chef, gehen getrennte Wege, erfährt Daniel Häuser. Holsten hat seit 2017 Markenkunden betreut und neue Werbungtreibende akquiriert und sollte mit seinem Team Heiko Genzlinger beim Ausbau der Prozesse des Crossmedia-Vermarkters unterstützen. Bei der Zusammenarbeit habe es von Anfang an geknirscht, hört Häuser.
clap.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Funke startet das Wohnmagazin "Cosy".

Funke strömt in junge Interieur-Gefilde und startet das Wohnmagazin "Cosy", das zweimonatlich mit 150.000 Auflage für 2,50 Euro erscheint. Chefredakteurin Lina Eberl, 32, aus dem LandIdee-Verlag hat das Heft mit einem Team redaktionell entwickelt, weil sich "die jungen, einrichtungsbegeisterten und kreativen Leser" auf dem bisherigen Markt oft nicht wiederfänden.
funkemedien.de, dnv-online.deKommentieren ...

Schweiz: Arne Bergmann leitet Print-Werbung der NZZ Medien.

NZZ Medien holen Arne Bergmann, 46, als Leiter für den Werbemarkt Print. Er folgt Andy Bürki, 44, der das Unternehmen wegen "unterschiedlicher strategischer Auffassungen"verlässt. Bergmann verantwortet die Vermarktung aller Zeitungen und Zeitschriften der NZZ Medien. Bis Januar war er Chief Sales Officer von Admeira, zuvor in verschiedenen Positionen u.a. bei Media Impact und bei Springer.
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turi2 edition1: "Eins Blau" – Das magische Auge einer Geldschein-Kontrolleurin.


Die Fehler-Finderin: Maria Rank war in einer Hochsicherheits-Druckerei jahrzehntelang für die Qualitätskontrolle des druckfrischen Geldes zuständig. Ihrer Enkelin, turi2-Autorin Tatjana Kerschbaumer, erzählte sie im Jahr 2015 von der Suche nach kleinsten Fehlern auf Banknoten für den Kongo, den Senegal und Deutschland. Im Januar jährt sich Maria Ranks Todestag zum zweiten Mal und turi2.de veröffentlicht das Porträt aus der turi2 edition1 in voller Länge.
weiterlesen auf turi2.de

Medienhaus Lensing klagt gegen das Internet-Angebot der Stadt Dortmund.

Medienhaus Lensing ist das Onlineangebot der Stadt Dortmund ein Dorn im Auge, der Verlag der "Ruhr Nachrichten" hat vor dem Landgericht Dortmund Klage erhoben. Das Stadtportal sei "nicht auf originäre kommunale Informationszwecke beschränkt", kritisiert Lambert Lensing-Wolff, sondern enthalte viele redaktionelle Artikel. Dies widerspreche dem Grundsatz einer staatsfernen Presse und verzerre den Wettbewerb. Dortmund hält die Klage für unbegründet.
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Helma Spieker verlässt Bauer und kehrt zu Ganske zurück.

Ganske holt Helma Spieker von Bauer zurück und macht sie erneut zur Geschäftsführerin seines Vermarkters Brand Media. Auf dieser Position hat sie bereits bis Ende 2015 gearbeitet. Bauer besetzt die Geschäftsleitung in seiner Advertising-Sparte, die Helma Spieker derzeit ausübt, intern neu: Ilona Kelemen-Rehm, bisher Gesamtanzeigenleiterin Food, steigt zur Marketing-Direktorin auf, Frank Fröhling, aktuell für den Bereich Pharma zuständig, wird zusätzlich Verkaufs-Direktor.
ots.at (Ganske), per MailKommentieren ...

Lese-Tipp: Jörg Hausendorf schielt in Sachen Vermarktung auf Luxus und Männer.

Lese-Tipp: Bauer-Konzerngeschäftsleiter Jörg Hausendorf spricht im großen Meedia-Interview mit Georg Altrogge und Alexander Becker  u.a. über neue Printideen, Yellow-Hefte und Bauers Status Quo in der Vermarktung. Viele Titel, die der Verlag wegen zu geringen Renditen oder Auflagen eingestellt hat, wären anderswo weitergelaufen, glaubt er. In Bauers Yellow-Heften will er keine Falschmeldungen sehen, eine "gewisse Spekulation über Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen und auch stehen wollen" sei aber zulässig.

Hausendorf ist stolz auf Bauers "starken und effizienten Vertrieb", den er bei anhaltendem Auflagenschwund auch anderen Verlagen zur Verfügung stellen würde. Kooperationen zwischen Verlagen werden generell zunehmen, glaubt er. Aus Vermarktungssicht sieht er "noch Bedarf in den Spitzen", also im Luxussegment, im höheren Interieur- und Food-Bereich und bei den Männerzielgruppen.
meedia.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Jörg Hausendorf erklärt, warum "Happinez" Bauer happy macht.
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Zitat: Rudolf Thiemann mag den fragmentierten Zeitschriften-Markt.

"Immer wenn es irgendein neues Hobby gibt oder irgendeinen Sport, dann gibt es bald eine Zeitschrift dazu. Und wenn diese Erfolg hat, bald die zweite und die dritte, das sieht man bei 'Landlust'".

VDZ-Präsident Rudolf Thiemann glaubt, Zeitschriften haben mehr Reichweite denn je und findet es nicht schlimm, dass die "Zeitschrift für alle" nicht existiert.
horizont.net, turi2.de (Lexikon)

weitere Zitate:
"Da sitzen immer Leute, die sich ausdenken, wie man es uns noch schwerer machen kann." (über drohende Beschränkungen im Telefonmarketing)

"Die Werbekunden schalten Anzeigen, wenn wir nachweisen, dass es besser ist, bei uns zu werben." (über den Wettkampf um Werbegelder mit Facebook und Co)

Aus dem turi2.tv-Archiv: VDZ-Präsident Rudolf Thiemann steigt auch für den "Playboy" in den Ring.
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Elke Rieck verlässt Gruner + Jahr nach zwölf Jahren.

Gruner + Jahr und Elke Rieck, Mitglied der G+J EMS Geschäftsleitung, trennen sich zum Jahreswechsel "in allerbestem gegenseitigen Einvernehmen", gibt der Verlag bekannt. Elke Rieck, 56, wolle sich nach zwölf Jahren am Baumwall privaten Themen abseits der Medien widmen. Frank Vogel und Marko Kuck bleiben weiterhin in der Geschäftsführung.
presseportal.deKommentieren ...

Stefan Tillmann verlässt "Tip" und "Zitty".

Berliner Stadtmagazine Tip und Zitty verlieren Chefredakteur und Vize-Geschäftsführer Stefan Tillmann, 38. Er verlässt den Verlag "auf eigenen Wunsch" zum Jahresende. Lydia Brakebusch und Stefanie Dörre übernehmen als Doppelspitze die Chefredaktion, Erik Heier wird Vize-Chefredakteur. Robert Rischke verantwortet die Geschäftsführung künftig allein. Tillmann sagt, seine Aufgabe "war immer auf Zeit gedacht", der Verlagsumbau sei "weitestgehend vollbracht" und der Verlag wieder profitabel. Er verlässt Berlin, wohin er geht, sagt er noch nicht.
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Making-of: 1.241 individuelle Titelseiten für die "turi2 edition5".


Digital Heroes zum Anfassen: Die turi2 edition5 The Digital Me erzählt seit Freitag auf 200 Seiten, wie die Digitalisierung unser Leben verändert. Wie die Digitalisierung die Druckindustrie verändert, zeigt der Fachverlag turi2 mit dem Druck von 1.241 individualisierten Titelbildern. 1.241 wichtige Medien- und Markenmacher bekommen in diesen Tagen die "turi2 edition5" mit ihrem eigenen Konterfei zugeschickt – künstlerisch verfremdet als Mosaik aus kleinen Porträts, ebenfalls von Branchengrößen. Wie die 1.241 Titel-Mosaiks entstanden sind, zeigt turi2.tv in einem kurzen Video-Feature. Für den Film ist das Team innerhalb einer Woche quer durch Deutschland gereist.

Die Tour beginnt in Hamburg, wo Creative-Direktor Uwe C. Beyer die Idee für die individualisierten Titelbilder hat und die Bilddateien produziert. Weiter geht es zu MPS Multi Packaging Solutions in Obersulm. Wo sonst Verpackungen für edle Parfums und teure Spirituosen bedruckt werden, laufen die individualisierten Titelbilder durch eine hochmoderne Digital-Druckmaschine aus dem Hause Heidelberg. In der Buchbinderei Schaumann in Darmstadt findet schließlich jeder Buchdeckel seinen Inhalt – in mühevoller Handarbeit.

Überwacht wird der Produktions- und Versandprozess von Schleunungdruck in Marktheidenfeld, wo der 200 Seiten starke Inhalt der "edition5" gedruckt wird. Der turi2-Drucker achtet auch darauf, dass am Ende jeder Branchen-Promi tatsächlich die "edition" mit seinem eigenen Porträt in den Händen hält.
turi2.tv (4-Min-Video)

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Time Magazine und Reddit kooperieren.

Time Magazine und Reddit kooperieren künftig beim Finden und Schreiben von Geschichten. Reddit-Mitarbeiter sollen Time-Journalisten helfen, Themen auszugraben; die daraus entstandenen Artikel werden immer donnerstags auf den Auftritten des Time Magazines, dessen Reddit-Profil und bei Apple News publiziert. Zu finanziellen Abmachungen äußert sich keiner der Partner. Stattdessen heißt es, man wolle das Publikum beider Seiten vergrößern.
digiday.comKommentieren ...

Kinder-Medien-Studie: Mehr als die Hälfte der Kids liest regelmäßig Print.

Kinder-Medien-Studie, von sechs Kinder-Verlagen initiiert, ergibt ein hohes Interesse der 6- bis 13-Jährigen an Print. 61 % der Kinder lesen demnach mehrmals pro Woche Bücher, 55 % Kinderzeitschriften und Comics. 37 % der 6- bis 9-Jährigen besitzen ein eigenes Smartphone oder Handy, bei den 10- bis 13-Jährigen sind es 84 %. Die Kids stecken laut Studie einen Großteil ihres Taschengelds in Printmedien, nur für Süßigkeiten geben sie mehr aus.
presseportal.de, new-business.de, markenartikel-magazin.de (Ausgaben)Kommentieren ...

Zitat: Heiko Genzlinger hat beim Zeitungsvermarkter zuerst das Siezen und lieb Grüßen gelernt.

"Jeder siezt sich. Und in E-Mails gilt schon eine kurze Ansprache als unhöflich. Man schreibt: 'Lieber Herr Soundso'."

Score-Media-Chef Heiko Genzlinger hat bei seinem Wechsel von Yahoo in die Print-Branche erstmal einen Kulturschock erlitten. Nun verabschiedet er sich stets mit "vielen lieben Grüßen".
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Bulgariens erste Satirezeitschrift sucht alternative Vertriebswege, um Zensur zu umgehen.

Prass-Press, Bulgariens erste Satirezeitschrift, ist durch Nichtauslieferung sabotiert worden, von 10.000 Auflage hat es nur etwa ein Zehntel an die Kioske geschafft. Das Redaktionsteam hat die Erstausgabe deshalb selbst auf der Straße verkauft und zu den Kiosken gebracht, außerdem gibt es eine PDF-Version im Netz. Künftig will Prass-Press mit unabhängigen Buchhandlungen kooperieren.
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"Freitag" sollte seine Autorin Petra Reski unterstützen, fordert der DJV.

Journalismus: Der DJV kritisiert, dass der "Freitag" seiner freien Mitarbeiterin Petra Reski keine Rückendeckung gibt, nachdem sie für einen ihrer Texte in juristische Schwierigkeiten geraten ist. Verleger Jakob Augstein hat sich von Reski distanziert und sagt gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", es sei richtig, dass sie ihre Rechtskosten selbst übernehmen muss: "Sie hat ihren Prozess verloren - weil sie ihre Vorwürfe nicht belegen konnte." Ein DJV-Sprecher hält dagegen, dass Redaktionen für ihre freien Mitarbeiter verantwortlich seien, auch wenn es dafür keinen Rechtsanspruch gebe.
sueddeutsche.de, faz.net (Background Reski)Kommentieren ...

Mossack Fonseca überlebt Enthüllungen der Panama Papers wohl nicht.

Panama Papers: Die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca erholt sich nicht mehr von den Enthüllungen, prognostizieren Frederik Obermaier und Bastian Obermayer. Jürgen Mossack und Ramón Fonseca sitzen seit Mitte Februar in Untersuchungshaft, die interne Privatbank Mossfon Asset Management SA ist abgewickelt, die Firma entlässt zahlreiche Mitarbeiter und schließt Büros. Nach Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" hat die Kanzlei versucht, ihre Geschäfte unter anderem Namen laufen zu lassen. Auf Nachfragen reagiert das Unternehmen nicht. In weltweit 80 Ländern laufen Ermittlungen im Zusammenhang mit den Panama Papers, gegen Mossack Fonseca allein in Panama sechs verschiedene Verfahren.
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Jörg Eggers sieht die deutschen Anzeigenblätter auf Erfolgskurs.


Mit dem Bohrhammer: Anzeigenblätter sind mit 87 Mio Auflage stille Riesen im Medienmarkt – im vergangenen Jahr erzielen sie sogar ein Umsatzplus von 5,9 %. Eine Trendwende? Mehr denn je liefern sie "Kaufimpulse für Produkte, die man sonst nicht haben möchte", gibt Geschäftsführer Jörg Eggers vom Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter freimütig zu. Eggers selbst ist stolzer Besitzer eines Bohrhammers – weil ein Gratisblatt ihn zum Kauf trieb.

Eggers Verband BVDA ermittelt, dass die Leser-Blatt-Bindung steigt: 68 % der Leser würden ihr Anzeigenblatt stark oder sehr stark vermissen. Auch Werbekunden schätzten die Blätter, mit denen sie in die unterschiedlichsten Haushalte vordringen. Die Werbeumsätze liegen mit 1,9 Mrd Euro auf dem Niveau von Publikums- und Fachzeitschriften zusammen. Der Markt ist komplex: 1.298 Titel erscheinen in 436 Verlagen.
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Refinery29-Gründer Philippe von Borries zweifelt an Digital-Dominanz.


Digital ist nicht total: Der Deutsche Philippe von Borries ist einer der spannendsten Mediengründer in New York – Refinery29 entwickelt sich zu einer globalen Digitalmarke für junge Frauen. Im Videointerview von turi2.tv und "Horizont" gibt sich der Startup-Gründer zugleich als Digital-Skeptiker. Veranstaltungen im "echten Leben" seien ausschlaggebend für die Stärke einer Marke. Und über Deutschland trifft er eine überraschende Aussage: Die Dominanz von Print bleibt.

Deutschland hängt nach seiner Beobachtung Digital nicht zurück. Die Relevanz des Gedruckten sei einfach viel stärker. Deutsche würden sich in Magazine "embedden" – den meisten Amerikanern sei das fremd. Der deutsche Markt bleibt für von Borries deshalb kompliziert. Refinery29 versucht, sich – auch mit dem deutschen Ableger – durch unkonventionelle Themen abzuheben: eine Vagina-Woche oder eine Aktionswoche zur weiblichen Periode gehören zum normalen redaktionellen Programm.
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"Bild"-Verlagschefin Donata Hopfen will Vollgas bei Video geben – und in Print.


Digital first, Print firster: "Bild"-Verlagschefin Donata Hopfen bekennt sich zur Alles-Oder-Nichts-Strategie. Die dicke Kohle fließt ins Digitale, doch "die Zeitung wird weiter Meinung machen", ist sich Hopfen sicher. Im Videointerview von turi2.tv und "Horizont" bläst sie auch zum großen Angriff auf die Fernseh-Branche: "Wir haben nichts zu verlieren."

Hopfen will aus "Bild" keinen Fernsehsender machen, weil Bewegtbild im Netz keinen Sender mehr brauche. Dieser Umstand macht Experimente möglich – ohne Rücksicht auf Verluste. Weil die Marke "Bild" mit Fernsehen nie etwas zu tun hatte, könne Video auch keine Umsätze kannibalisieren. Für die Redaktion bedeutet das eine Art Freifahrtschein zum Ausprobieren.

Beim Ausprobieren stößt Hopfen persönlich manchmal an ihre Grenzen. Mit Twitter ist sie nie warm geworden und Snapchat kapiert sie nur mit Hilfe ihrer Teenager-Patenkinder. "An einige Sachen muss ich mich ein bisschen gewöhnen. Da merke ich, dass ich älter werde", sagt Hopfen im Video. Vielleicht auch deshalb kehrt sie zurück zu Bewährtem: Frau "Bild"-Boss ist glückliche Neu-Abonnentin vom "Handelsblatt".
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Ulrich Reitz verlässt den "Focus".

Ulrich Reitz, Focus-150Ulrich Reitz, ehemaliger Chefredakteur des "Focus", verlässt das Nachrichtenmagazin Ende Januar "auf eigenen Wunsch". Reitz kam 2014 als Chefredakteur zum "Focus" und blieb Editor-at-Large, als er das Amt im März 2016 an Robert Schneider abgeben musste. Zuvor war Reitz von 2005 bis 2014 Chefredakteur von Funkes "Westdeutscher Allgemeiner Zeitung". Für Burdas Nachrichtenmagazin arbeitete er erstmals 1992, damals baute er das Bonner Parlamentsbüro auf. Laut kress.de soll Reitz dem "Focus" in freier Form erhalten bleiben.
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Gruner + Jahr erwirkt Verfügung gegen "National Crime".

Krimi-Duell: Gruner + Jahr erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen Livingston Media und das geplante Magazin "National Crime". Die für den 2. Dezember angekündigte Wahre-Verbrechen-Zeitschrift darf demnach nicht in den Handel ausgeliefert und auch nicht weiter beworben werden.

Grund: Das neue Livingston-Magazin sei eine "dreiste Kopie" von "Stern Crime", so Alexander Schwerin von G+J. Livingston hatte angekündigt, mit "National Crime" Fahndern und Verbrechern noch dichter auf den Pelz rücken zu wollen.
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"Playboy" erscheint überarbeitet.

2017er-playboy600Bunny reloaded: "Playboy" erneuert sich rundum und erscheint am 8. Dezember erstmals mit neuem Design, neuer Heftstruktur sowie neuer Bildsprache - Nacktheit wird aber nicht verbannt. Dafür muss der Claim "Alles, was Männern Spaß macht" weichen - und wird zu "Alles, was Männer lieben".

Alle, die den "Playboy" nur "wegen der tollen Reportagen" lesen, dürfen sich freuen: Lange Texte, Interviews und Porträts sollen verstärkt ins Heft. Der Relaunch ist laut Pressemitteilung unter anderem der Rheingold Männerstudie geschuldet, die ein gewandeltes Männerbild evaluiert haben will: Weniger Inszenierung und mehr Natürlichkeit sei angesagt.
meedia.de, rheingold-marktforschung.de (Studie)Kommentieren ...