Meinung: "Beginner gegen Gewinner" fehlt die besondere Note.

Beginner gegen Gewinner, Joko Winterscheidts erste Samstagabend-Show ohne Klaas Heufer-Umlauf, hat zwar "herrlich alberne" Momente durch die Handicaps, mit denen die Profis an den Start gehen müssen. Wirklich spannende Duelle "mit Wow-Effekt entstehen deswegen noch lange nicht", kritisiert Fabian Hartmann. Die Spiele sähen zwar alle nett aus, "mehr aber auch nicht".
abendblatt.de

Joko Winterscheidt lässt Bands um Instrumente spielen.

ProSieben gibt Joko Winterscheidt eine neue Musikshow, berichtet DWDL. In "Earn your Song" treten bekannte Bands gegeneinander an und müssen sich die Instrumente für ihren Auftritt erspielen. Wer gewinnt, bekommt z.B. einen Sythesizer, der Verlierer nur ein Kinderklavier oder einen Kochtopf. Die Ausstrahlung ist im Herbst geplant, schon am Samstag gibt es einen Vorgeschmack in Die beste Show der Welt.
dwdl.de

ProSiebenSat.1 schickt Klaas Heufer-Umlauf öfter auf Sendung.

Klaas Heufer-UmlaufProSiebenSat.1 will seinen Late-Talk mit Klaas Heufer-Umlauf anschieben und schickt "Late Night Berlin" im Herbst zwei- statt bisher einmal pro Woche auf Sendung, berichtet DWDL. Im Umfeld der zuletzt quotenstarken Musikshow "The Voice" witzelt Heufer-Umlauf neben Montag- auch am Donnerstagabend. Die Show läuft seit Mitte März immer montags auf ProSieben.
dwdl.de

ProSieben produziert wieder Filme und wiederholt keine "Simpsons"-Folgen mehr.

ProSieben will in der Primetime weniger aufwärmen, sagt Chef Daniel Rosemann im DWDL.de-Interview. Samstags zeigt der Sender 50 % mehr Free-TV-Premieren als bisher, die "Simpsons" laufen ab der kommenden Saison nur noch Erstausstrahlung. Lücken plant ProSieben mit Entertainment-Eigenproduktionen zu füllen, außerdem steigt der Sender wieder in die Filmproduktion ein. Pilotprojekt wird die Verfilmung des Romans 9 Tage wach. Dazu kommen u.a. zwei neue Shows: "Timebattle - Kämpf um deine Zeit" und "All against 1".
dwdl.de

ProSiebenSat.1-Vorstand Christof Wahl trommelt für europaweite Kooperation.


Sender, vereinigt euch: ProSiebenSat.1-Digitalvorstand Christof Wahl wirbt für eine Kooperation der europäischen Sender bei Programmatic Advertising. Die Werbe-Allianz European Broadcaster Exchange sei auch gegenüber der RTL Group offen. Google und Facebook seien so mächtig, dass die TV-Industrie über ihren Schatten springen könne, sagt Wahl im Interview mit "Horizont". Kooperationen seien im digitalen Zeitalter wichtig.

Da RTL selbst bei Adtech zugekauft hat, um die Wertschöpfungskette möglichst lückenlos abzubilden, ist eine Kooperation mit ProSiebenSat.1 zurzeit eher unwahrscheinlich. An der 2017 gegründeten European Broadcaster Exchange sind neben ProSiebenSat.1 TF1 aus Frankreich, Mediaset aus Italien und Channel 4 aus Großbritannien beteiligt.
"Horizont" 21/2018, S. 1, 10-11 (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Conrad Albert beklagt einen brutalen Verdrängungswettbewerb.

"Konzerne wie Google, Amazon, Facebook, die supranational organisiert sind, führen einen brutalen Verdrängungswettbewerb gegen uns und unsere nationalen Mitbewerber."

Conrad Albert, Interims-Chef von ProSiebenSat.1, sieht im "Handelsblatt"-Interview US-Konzerne als lachende Dritte im "ritualisierten Schlagabtausch" zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern.
"Handelsblatt", S. 22 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Wir brauchen deutsche und europäische Alternativen zu Netflix, Amazon Prime oder Youtube. Wir müssen mehr gemeinsam Hand in Hand machen, gerade auf der Inhaltsebene. Hier liegt unsere Kraft. Wir bei Pro Sieben Sat 1 wollen daher noch stärker lokale und Live-Inhalte ausbauen - auch als Gegenpol zu der amerikanischen Massenware."

"Wenn es Google oder Amazon morgen einfällt, die deutsche Medienindustrie zusammenzukaufen, dann ist das dort ein Zucken hinter dem Komma. Wenn wir in Deutschland auch noch in der Zukunft eine funktionierende Medienindustrie haben wollen, müssen wir jetzt die Weichen stellen. Deshalb fordere ich eine Struktur-Taskforce, die alle Beteiligten unseres Mediensystems an einen Tisch bringt und ergebnisverpflichtet eine neue Medienordnung für Deutschland definiert."

"Schlag den Henssler" mangelt es an Kandidatinnen, beobachtet Timo Niemeier.

ProSieben tischt Ex-Fernsehkoch Steffen Henssler auch in der fünften Ausgabe von "Schlag den Henssler" nur männliche Kandidaten auf, beobachtet Timo Niemeier. Sogar beim Show-Vorgänger "Schlag den Raab" fanden Frauen "mehr oder weniger regelmäßig statt". Es wäre zwar verständlich, dass die Macher der Sendung "echte Gegner und kein Fallobst" für Henssler suchten – Niemeier erscheint es jedoch "hinterfragenswert", dass es keine einzige geeignete Frau gegeben haben soll.
dwdl.de

Meinung: Private Sender graben sich bei YouTube selbst das Wasser ab.

TV-Sender tragen mit ihren Angeboten auf YouTube dazu bei, dass immer mehr Zuschauer vom linearen Fernsehen ins Netz abwandern, analysiert Christoph Burseg. Werber könnten ähnliche Zielgruppen so deutlich günstiger erreichen. Burseg listet zudem die zehn reichweitenstärksten Kanäle von TV-Sendern auf – auf Platz 1 "The Voice Kids" gefolgt von MySpass.de und Galileo. Unter den Top 10 finden sich ausschließlich Angebote der privaten Sender.
omr.com

Meinung: Germany’s Next Topmodel macht Teilnehmerinnen gefügig.

gntm_2016 150Germany’s Next Topmodel verlangt Unterwerfung von den Teilnehmerinnen und bügelt sie zu meinungslosen Puppen zurecht, glaubt Kerstin Hermelink – das sei schlimmer als Schlankheitswahn und Fixierung aufs Aussehen. Heidi Klum nutze Angst und Scham der Teilnehmerinnen aus und biete mit ihrer Jury eine "bizarre Karikatur des Jüngsten Gerichts".
"FAS", S. 9 (Paid)

Late Night Berlin: Klaas Heufer-Umlauf findet seine Form, schreibt Fabian Hartmann.

Late Night Berlin: Moderator und Sendung finden langsam zu ihrer Form, schreibt Fabian Hartmann nach der zweiten Ausgabe. Von der Nervosität der Premiere sei bei Klaas Heufer-Umlauf nichts mehr zu spüren, das unverkrampfte Spiel mit eigenen Pannen und Peinlichkeiten wirke souverän. Bei den Gags greife Klaas "eher zum Florett als zum Vorschlaghammer".
abendblatt.de, turi2.de (Background)

TV-Kritiker wollen "Late Night Berlin" nicht gleich verreißen.

Late Night Berlin mit Klaas Heufer-Umlauf muss weiter beobachtet werden, sind sich die Kritiker einig: Anja Rützel findet, viele Gags seien "mit der ganz groben Laubsäge geschnitten". Sie plädiert zudem für bessere Einspieler. Stefan Winterbauer wünscht sich den Moderator lockerer und hält den Wochenrhythmus für zu lang.
spiegel.de (Rützel), meedia.de (Winterbauer), turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Stefan Raab bekommt 9,5 Mio Euro für seine Brainpool-Beteiligung, schreibt "Bild".

Zahl des Tages: Mindestens 9,5 Mio Euro erhält Entertainer Stefan Raab von der französischen Fernsehgruppe Banijay für seine Brainpool-Beteiligung von 12,5 %, schreibt Sebastian Tews. Die Summe für den Verkauf kann sich demnach unter Umständen noch erhöhen. Raab habe dem Käufer garantieren müssen, nicht insolvent oder in ein Ermittlungsverfahren verwickelt zu sein. Neue TV-Formate müsse Raab künftig über seine Firma Raab-TV, an der Banijay beteiligt ist, entwickeln.
bild.de (Paid), dwdl.de (Background)

Deutsche Sender begrüßen Pro-Billag-Abstimmung in der Schweiz.

No Billag: Deutsche TV-Sender begrüßen die Entscheidung der Schweizer zur Beibehaltung des Rundfunkbeitrags. Erwartungsgemäß nennt ZDF-Chef Thomas Bellut das Ergebnis ein "ermutigendes Signal", der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm lobt das "eindeutige Bekenntnis für den 'Service public'". Für VPRT-Chef Hans Demmel ist die Entscheidung eine "gute Nachricht für die Medienvielfalt". Er warnt aber vor der "schwindenden Akzeptanz" von ARD und ZDF und mahnt Reformen an.
presseportal.de (ZDF), presseportal.de (ARD), per Mail (VPRT)

Reuters: General Atlantic steigt wohl bei ProSieben-Digitalsparte ein.


Gutes Gebot: Der Investor General Atlantic steht vor dem Einstieg bei der ProSiebenSat.1-Digitalsparte, berichtet Reuters. Demnach verhandelt ProSiebenSat.1 nur noch mit General Atlantic über eine Minderheitsbeteiligung an der Sparte, zu der u.a. das Vergleichsportal Verivox und die Singlebörsen Parship und Elitepartner gehören. Zum Verkauf stehen 30 bis 40 %.

General Atlantic hat sich damit gegen die Finanzinvestoren Verdane und EQT durchgesetzt. Basis für das Kaufgebot soll ein Wert der Sparte von mindestens 1,7 Mrd Euro sein. Im November wurde sie noch mit etwa 1,3 Mrd Euro bewertet. General Atlantic ist in Deutschland Miteigentümer von Flixbus und war bis Ende 2015 Springers Joint-Venture-Partner beim Online-Rubrikengeschäft.
reuters.com, n-tv.de, turi2.de (Background)

Klaas Heufer-Umlauf bekommt eine Late-Night-Show bei ProSieben.


Nachts in Berlin: ProSieben lässt Klaas Heufer-Umlauf künftig allein in der Königdisziplin Late Night antreten. Die Show soll die Lücke schließen, die das Ende von "Circus HalliGalli" 2017 gerissen hat. Heufer-Umlauf übernimmt mit "Late Night Berlin" den Sendeplatz montags ab 23 Uhr, Premiere ist bereits am 12. März.

Produzent ist Florida TV, die Firma hat schon "Circus HalliGalli" verantwortet. Die Sendung hat ein klassisches Konzept: Es gibt eine Studio-Band, Heufer-Umlauf kommentiert Popkultur-, Politik-, Musik-, Sport-, Gesellschafts- und Medienthemen und holt Bands und Sänger in die Sendung. Heufer-Umlauf, der in die feudalen Fußstapfen von Harald Schmidt und Stefan Raab tritt, kommentiert den Start mit: "Jetzt haben wir den Salat."
dwdl.de, presseportal.de, turi2.de (Background)

TV-Vermarkter: Angst von Marketing-Mann Ewig ist unbegründet.

TV-Werbung im Fernseher 150TV-Werbung: Die TV-Vermarkter von RTL, P7S1 und Tele5 widersprechen Alexander Ewig, Marketingchef von Media-Markt-Saturn, der in der verganenen Woche bemängelt hatte, das Programm der Sender sei nicht innovativ genug. SevenOne-Chef Thomas Wagner verweist gegenüber "Horizont" auf den erfolgreichen Start von "Young Sheldon" in dieser Woche. Matthias Dang, Chef des RTL-Vermarkters IP Deutschland, erklärt neben den neuen auch die etablierten Formate als wichtigen Bestandteil des Programms.
"Horizont" 2/2018, S. 10 (Paid), horizont.net (Auszug), turi2.de (Background)

Raab-Show "Das Ding des Jahres" startet am 9. Februar.

ProSieben zeigt die von Stefan Raab produzierte Sendung "Das Ding des Jahres" erstmals am 9. Februar. Die zweite Folge überträgt der Sender am Folgetag. Beide Ausgaben kommen zur Primetime um 20.15 Uhr. Die Gesamtzahl der Folgen steht laut ProSieben noch nicht fest. Bei der Gründershow sollen die Kandidaten eine Jury von ihrem Produkt überzeugen. Für die Sieger gibt es ein Werbebudget von 2,65 Mio Euro.
bild.de, turi2.de (Background)

TV-Tipp: ZDF zeigt Doku über Leo Kirch.

TV-Tipp: ZDF zeigt um 22.45 Uhr eine Dokumentation über Leo Kirch. Die Autoren Michael Jürgs und Bert­hold Bau­le sprechen u.a. mit Springer-Chef Mathias Döpfner, Ex-ZDF-Chef Dieter Stolte und Harald Schmidt über Kirch und erwähnen am Ende des Films Kirchs unehelichen Sohn Michael, der den Nachnamen Kirch erst spät annahm. Filmen lassen wollte er sich aber - ganz der Vater - nicht. Die Dokumentation passiert die Stationen im Geschäftsleben des Medien-Zampanos Leo Kirch in sechs Kapiteln.
sueddeutsche.de, tagesspiegel.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

Basta: Online-Wahl der Kandidaten soll Salz in die Henssler-Suppe bringen.

Schlag die Quote: Ex-Fernsehkoch Steffen Henssler kriegt die alte Primetime-Sahne "Schlag den Raab" einfach nicht fest. Künftig sollen die Zuschauer Hensslers Gegner-Menü deshalb vorab online ordern. Es fehlt nur noch, dass Zuschauer-Liebling Thomas Ebeling mit leicht verdaubaren Sprüchen zum Abschied antritt.
stern.de, turi2.de (Background)

Analyse: TV Sender schöpfen weihnachtliches Potenzial in der Prime Time nur bedingt aus.

Filmklassiker sind in der Weihnachtszeit besonders beliebt, die meisten Sender schöpfen dieses Potenzial jedoch nicht aus, analysiert die Mediaagentur Vizeum. In der Adventszeit 2016 hätten RTL2 und Pro7 in der Prime Time komplett auf weihnachtliche Klassiker verzichtet. Das Angebot müsse sich mehr an die Bedürfnisse der Zuschauer anpassen, damit das lineare Fernsehen konkurrenzfähig gegenüber VoD-Anbietern bleiben kann.
per Mail

Lese-Tipp: Rainer Esser stimmt Ebelings Aussage über TV-Zuschauer zu.

Lese-Tipp: "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser wünscht Thomas Ebeling für seine "heldenhafte Offenbarung" über arme und fettleibige TV-Zuschauer einen Platz in Walhalla. Der Noch-ProSiebenSat.1-Chef sage nur die Wahrheit. Zahlungskräftige Zielgruppen finde die Werbung anderswo, schreibt Esser, und denkt dabei an "Qualitätsprodukte" der Medien.
zeit.de, turi2.de (Background)

"Handelsblatt": Analysten befürchten mittelfristig Rauswurf von ProSiebenSat.1 aus dem Dax.

Springer/ProSiebenSat.1: Viele Investoren schichten ihre Portfolios offenbar von ProSiebenSat.1 zu Springer um, schreibt Hans-Peter Siebenhaar. Börsen-Analysten sehen demnach die Gefahr, ProSiebenSat.1 könne auf mittlere Sicht aus dem Dax fliegen. Im Gegensatz zum TV-Konzern aus Unterföhring liefere Springer-Chef Mathias Döpfner konstant positive Ergebnisse auf dem Weg in die Zukunft. Analysten bescheinigen Springer, mit dem digitalen Rubrikengeschäft sehr erfolgreich zu sein. Hingegen stehe das Kerngeschäft mit "Bild" und "Welt" unter Druck.
handelsblatt.com (Paid)

Analyse: Aufsichtsratschef Brandt war Strippenzieher hinter Ebelings Ablösung.

ProSiebenSat.1: Aufsichtsratschef Werner Brandt soll bei der frühzeitigen Trennung von Thomas Ebeling die Strippen gezogen haben, schreibt Dieter Fockenbrock. Die Schritte zur Entscheidung wirkten akribisch abgestimmt. Brandt habe seinen Abschied vom Aufsichtsratsvorsitz beim Energiekonzern Innogy wohl deshalb kürzlich angekündigt, um mehr Zeit für seine Aufgabe bei ProSiebenSat.1 zu haben. Brandt wolle künftig in München präsenter sein.
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Thomas Ebeling und ProSiebenSat.1 trennen sich bereits Ende Februar 2018.


Ein Spruch zu viel: Thomas Ebeling verlässt ProSiebenSat.1 früher als bisher geplant, teilt der Konzern mit. Der Manager und der Aufsichtsrat haben sich demnach "einvernehmlich" auf ein vorzeitiges Ausscheiden geeinigt – nach der Bilanzpressekonferenz im Februar ist für Ebeling Schluss. Eigentlich läuft sein Vertrag noch bis Mitte 2019. Conrad Albert (Foto rechts), bisher Vorstand für External Affairs, wird Vize-Vorstandschef, er solle die Kontinuität im Konzern auch nach Ebelings Abgang sichern, falls die Nachfolger-Suche länger dauert.

Ebeling fällt nun offenbar einer seiner markigen Sprüche auf die Füße: Vergangene Woche war ein Kommentar aus einem Analysten-Call über arme und fettleibige TV-Zuschauer bekannt geworden. Auch wegen seines Führungsstils steht der Manager in der Kritik. Er hatte die Konzernführung 2009 übernommen und die damals schwächelnde Sendergruppe mit Digital-Zukäufen wieder zum Erfolg und aus der Abhängigkeit von Finanzinvestoren geführt. Gegen zuletzt einbrechende Werbeerlöse im klassischen TV fehlt aber das Rezept.
faz.net, dwdl.de, turi2.de (Zitat TV-Zuschauer), turi2.de (Führungsstil)

Mitarbeit: Markus Trantow

Analyse: Thomas Ebeling ist nie mit dem TV-Kerngeschäft warm geworden.

Thomas Ebeling, angezählter Chef von ProSiebenSat.1, ist als Manager nie richtig in der TV-Branche angekommen, analysiert Thomas Lückerath seinen Führungsstil. Kein Wunder, dass er nach seiner Aufreger-Aussage über angeblich arme und fettleibige TV-Zuschauer nur wenige Fürsprecher finde. Nur wer auf Ebelings Wellenlänge funkte, habe Zugang zu ihm gehabt. In vielen Detailfragen des Konzerns habe Ebeling auf das letzte Wort bestanden, Desinteresse und Kontrollwahn hätten sich abgewechselt, schreibt Lückerath. Als Ex-Pharma-Manager habe Ebeling erfolglos nach einer klaren TV-Erfolgsformel gesucht und mit Neukäufen ProSiebenSat.1 vom wenig kalkulierbaren Geschäft mit Ideen weggeführt.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Analyse: Vox-Erfolgsformate helfen der RTL-Gruppe.

RTL-Gruppe profitiert von Vox-Erfolgsformaten wie Club der roten Bänder und Die Höhle der Löwen, analysiert Thomas Nötting. Hingegen leide der Konkurrent ProSiebenSat.1 unter der Quoten-Schwäche der langjährigen Cashcow ProSieben. Deshalb wolle ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling das Unternehmen vom TV-Geschäft unabhängiger machen. Für den Wandel im digitalen Werbegeschäft seien beide Kontrahenten ähnlich gut gerüstet, meint Nötting.
wuv.de, turi2.de (Background)