ARD bringt Talkshows aus den Dritten ins Erste.


Prominenter palavern: Die ARD baut einen Talk-Sendeplatz am Dienstagabend und bringt vier Shows aus den dritten Programmen im Ersten unter, berichtet Joachim Huber. Als "Talk am Dienstagabend" laufen ab Herbst "3nach9" mit Judith Rakers (Foto) und Giovanni di Lorenzo, die "NDR Talk Show" mit Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt sowie vom WDR der "Kölner Treff" mit Bettina Böttinger. Der RBB steuert einen neuen Talk mit Eva-Maria Lemke und Jessy Wellmer bei.

Beim "Talk am Dienstag" bleibt der MDR mit seinem "Riverboat" außen vor – der Talk-Umzug ist damit eine rein westdeutsche Sache, merkt Huber an. Grund für den Umzug sei nicht nur der Erfolg der Talk-Formate, sondern auch die schwächelnde Akzeptanz für das erste Programm. Das Erste ist bereits erprobt im Formate-Transfer aus den Dritten: "Inas Nacht", "Extra 3", "Ladies Night" und Carolin Kebekus' "Pussy Terror TV" kamen nach der Bewährungsprobe im regionalen Umfeld ins bundesweite Programm. (Foto: Ingo Wagner / dpa / Picture Alliance)
tagesspiegel.de

Wir graturilieren: Thomas von Bötticher wird 55.


Wir graturilieren: Thomas von Bötticher, Programmbereichsleiter Gesellschaft bei Radio Bremen, feiert heute mit Freunden und Familie seinen 55. Geburtstag. Im Val d‘Ultimo in Südtirol genießt er Neuschnee, Sonne und Veneziano. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für von Bötticher die Entwicklung und der erfolgreiche Sendestart der Reportage-Reihe "Rabiat" im Ersten, veredelt mit dem internationalen Premios Ondas. Mit "Kroymann" hat sein Programmbereich zudem ein ebenfalls preisverwöhntes Comedy-Format aufgelegt.

Für das kommende Jahr wünscht er sich beruflich, dass es genau so weitergeht und privat, dass seine Tochter gut durchs Abi sowie sein Sohn weiter mit Spaß durchs Studium kommt. Wegen der Funklöcher kurz vorm Ortler erreichen ihn Glückwunsche am besten per E-Mail oder über Facebook.

YouTube schraubt Altersbeschränkung für Funk-Serie "Klicknapped" hoch.

Funk funkt frivol: Eine Folge der Funk-Serie "Klicknapped" fällt bei YouTube durch die Alterskontrolle und ist nun nur noch für eingeloggte Nutzer über 18 Jahren zu sehen. Grund ist ein nackter Männer-Hintern, der für fünf Sekunden verschwommen zu sehen ist. Zwei Monate lang war der Verstoß gegen das Bekleidungs-Gebot von YouTube unentdeckt geblieben, die Folge hat 100.000 Klicks gesammelt. Die Jugendschützer von Radio Bremen geben sie ab 12 Jahre frei.
radiobremen.de, funk.net (11-Min-Video "Klicknapped")

Bericht: Radio-Bremen-Intendant Jan Metzger wirft Verlagen Propaganda vor.

Verlage nutzen ihre Zeitungen propagandistisch gegen ARD und ZDF, kritisiert Radio-Bremen-Intendant Jan Metzger laut einem Bericht von Stefan Fries. Demnach hätten die Medienseiten der Zeitungen streckenweise nichts mehr mit Journalismus zu tun. Die ARD-Sender hätten beim Werben für die eigenen Interessen nicht dieselbe propagandistische Power und Skrupellosigkeit wie die Verleger.
stefan-fries.com

Altersfreigabe: YouTube zeigt funk-Serie "Wishlist" nur nach Anmeldung.

Radio Bremen kritisiert YouTube, weil die Video-Plattform die aktuelle Folge der funk-Serie "Wishlist" mit einer Altersbeschränkung gemäß seiner Community-Richtlinien versehen hat. Nutzer können das Video daher nur nach vorheriger Anmeldung und Angabe des Alters sehen. Laut der Anstalt ist das Video für Personen ab 12 Jahren geeignet. In der Folge gibt es eine Sex-Szene.
radiobremen.de

"Weser-Kurier" zweitverwertet Videos von Radio Bremen.


Fernsehähnliche Presse: Der "Weser-Kurier" reichert sein Online-Angebot mit TV-Beiträgen von Radio Bremen an. Auf weser-kurier.de laufen nun auch Videos des regionalen Magazins "Buten un Binnen". Die Kooperation solle vor allem dem Publikum nutzen, redaktionell würden die Redaktionen weiterhin "täglich um die publizistische Deutung der Ereignisse im Land Bremen kämpfen".

Wie in vielen Regionen zankten sich auch in Bremen die Zeitungsverleger mit den Öffentlich-Rechtlichen: Ende November gab Radio Bremen eine Unterlassungserklärung ab. Die Verleger fordern, dass Radio Bremen weniger kostenlose Texte anbietet, um Zeitungen weniger Konkurrenz zu machen. Die Verlegerverbände verlangen generell, dass die öffentlich-rechtlichen Sender im Netz nicht "presseähnlich" arbeiten. Auf weser-kurier.de stehen die Radio-Bremen-Videos indes nicht unbegrenzt: Wie alle öffentlich-rechtlichen Filme haben auch diese Clips ein Verfallsdatum und müssen nach spätestens einem Jahr depubliziert werden.
radiobremen.de, turi2.de (Unterlassung)

lexikon2: Giovanni di Lorenzo.


Giovanni di Lorenzo ist einer der wenigen Zeitungsmacher mit festem Standbein im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Bei Radio Bremen gibt der "Zeit"-Chefredakteur seit 1989 der Talkshow "3 nach 9" intellektuelle Tiefe. Er scheut nicht vor Kritik an der eigenen Zunft zurück und distanziert sich von der unkritischen Übernahme des "Refugees welcome"-Slogans. Weiterlesen …

Radio Bremen gibt im Streit mit Zeitungen eine Unterlassungserklärung ab.

Radio Bremen verpflichtet sich vor dem Landgericht Bremen, radiobremen.de niemals wieder in der Version vom 16. Januar 2017 anzubieten. Vier Tageszeitungen hatten wegen vermeintlich presseähnlicher, nicht sendungsbezogener Texte auf Unterlassung geklagt. Der BDZV bejubelt den Akt als "Niederlage" für Radio Bremen, das die Kosten des Verfahrens übernimmt. Die Anstalt betont, das Angebot des Tages werde ohnehin nicht mehr verbreitet und sieht den "Vorwurf der nicht-sendungsbezogenen Presseähnlichkeit ausgeräumt", da die Seite mittlerweile weiterentwickelt worden sei.
bdzv.de, radiobremen.de, turi2.de (Background)

ARD Audiothek startet und umschifft elegant die Löschfrist.

ARD startet morgen offiziell ihre Audiothek mit einem medienpolitisch spannenden Feature: Nutzer können die Löschfrist für Inhalte mit einem Download umgehen. Beiträge herunterzuladen sei eine Privatkopie, der Download stehe außerhalb der Verweildauer-Vorschriften für Mediatheken, argumentieren ARD.de-Redaktionsleiter Thomas Laufersweiler und Radio-Bremen-Programmdirektor Jan Weyrauch bei einem Pressegespräch in Berlin. Öffentlich-rechtliche Inhalte müssen nach bestimmten Fristen gelöscht werden, das schreibt der Rundfunkstaatsvertrag vor. Die neue Audiothek bündelt Radioinhalte aller neun ARD-Rundfunkanstalten und des Deutschlandradios.

Zum Start sind 560 Sendungen über die App abrufbar, täglich gehen mehrere hundert neue Folgen und Beiträge online. Viele Formate fehlen noch, weil jede Sendung Vorschaubilder und bestimmte Metadaten mitliefern muss, damit alles einheitlich aussieht und durchsuchbar ist. News und tagesaktuelle Inhalte fließen nicht ins Angebot ein. Der Fokus liegt auf Dokus, Reportagen, Magazinen, Comedy und Hörspielen. Die hausinterne App-Entwicklung kostete vergleichsweise günstige 200.000 Euro. In den vergangenen Test-Tagen luden 13.000 Nutzer die App herunter.
turi2 vor Ort beim Pressegespräch in Berlin, itunes.apple.com (iPhone), play.google.com (Android)

Zeitungsverlegerverband Bremen beschwert sich bei der EU-Kommission über Radio Bremen.

Zeitungsverlegerverband Bremen beklagt eine mangelnde Aufsicht des Rundfunkrats über Radio Bremen und wendet sich deshalb an die EU-Kommission. Äußerungen des Vorsitzenden würden darauf schließen lassen, dass es keine sachgerechte Kontrolle der Online-Aktivitäten des Senders gäbe. Dem Verband gehören unter anderem der "Weser Kurier", die "Nordsee-Zeitung" und die "Bremer Nachrichten" an.
per Mail

Aus Nordwestradio wird ab August Bremen Zwei.

Radio Bremen nennt sein Kultur-und Informationsprogramm Nordwestradio ab dem 12. August Bremen Zwei, um deutlicher zu machen, dass der Sender zu Radio Bremen gehört. In Umfragen denken offenbar viele Hörer, Nordwestradio sei ein Privatsender. Mit dem Namenswechsel verschwindet das letzte Überbleibsel der 14-jährigen Zusammenarbeit mit dem NDR. Seit Anfang 2016 hat allein Radio Bremen das Sagen.
meedia.de

Rundfunkrat hält Digitalangebot von Radio Bremen für rechtskonform und will notfalls Rechtsinstanzen bemühen.

Rundfunkrat meldet sich zum Streit zwischen Radio Bremen und vier nordwestdeutschen Zeitungen zu Wort: In einem demokratischen Meinungsprozess könne es keinen "Exklusivitätsanspruch einer einzelnen Mediengattung auf die Nutzung des Internets" geben. Das "Gesprächsangebot" an die Verlage solle aufrecht erhalten werden, der Rundfunkrat sieht Kooperationsmöglichkeiten statt Wettbewerb. Das Gremium gibt sich überzeugt, dass das Digitalangebot von Radio Bremen der gegenwärtigen Rechtslage entspricht und will notfalls "die Instanzen des Rechtswegs" ausschöpfen. "Weser Kurier", "Nordsee-Zeitung", "Delmenhorster Kreisblatt" und "Osterholzer Kreisblatt" gehen gerichtlich gegen die Online-Berichterstattung des Senders vor, die sie als presseähnlich einstufen.
radiobremen.de, turi2.de (Background)

Holger Gertz entdeckt bei Radio Bremen wieder "gutes Programm".

Radio Bremen hatte als kleinste ARD-Anstalt einst Narrenfreiheit und konnte abseits strenger Formate Neues ausprobieren, schreibt Holger Gertz. Doch das Berechenbare wurde wichtiger als das Spontane, das Sperrige wich dem Seichten. Das Bremer Y-Kollektiv arbeitet für Funk nun wieder daran, "gutes Programm" mit Haltung zu machen, schwärmt Gertz.
sueddeutsche.de (Paid)

Xavier Naidoo hält Song "Marionetten" für "möglicherweise missverständlich".

Xavier Naidoo gibt per Facebook-Post zu, der Text des aktuellen Söhne-Mannheim-Lieds "Marionetten" sei "möglicherweise missverständlich". In dem umstrittenen Song heißt es u.a. "Teile eures Volks nennen euch schon Hoch- beziehungsweise Volksverräter." Radio Bremen hatte daraufhin eine Kooperation mit den Söhnen Mannheims zurückgezogen, da das Lied "rechtspopulistische Verschwörungstheorien befeuere".
facebook.com (Statement Naidoo), deutschlandfunknova.de, turi2.de (Background)

Radio Bremen stoppt Kooperation mit den Söhnen Mannheims wegen deren Lied "Marionetten".

Radio Bremen zieht seine Kooperation mit Xavier Naidoo und den Söhnen Mannheims wegen des viel kritisierten, aktuellen Lieds Marionetten zurück. Der Sender wollte ein Konzert der Band und eines von Naidoo präsentieren. Bremen-Vier-Chef Helge Haas sagt, trotz hoher Achtung vor künstlerischer Freiheit befeuere das Lied rechtspopulistische Verschwörungstheorien und könne schwerlich nicht als Naidoos Meinung verstanden werden.
radiobremen.de

Zeitungsverleger verklagen Radio Bremen wie angedroht wegen Presseähnlichkeit.

Was auf die Löffel: "Weser Kurier", "Nordsee-Zeitung", "Delmenhorster Kreisblatt" und "Osterholzer Kreisblatt" gehen gerichtlich gegen die Online-Berichterstattung von Radio Bremen vor, die sie als presseähnlich einstufen. Der Sender hat die im März von den Verlegern geforderte Unterlassungserklärung nicht abgegeben, sei allerdings dazu übergegangen, Online-Texte mit dem Hinweis auf einen Sendungsbezug zu versehen. Die Verleger schreiben in der Klage auch, Radio Bremen verstoße mit seiner flächendeckenden digitalen Berichterstattung über das lokale Geschehen gegen geltendes Recht. Eine ähnliche Klage gegen die "Tagesschau"-App hatte im Herbst 2016 Erfolg.
horizont.net, turi2.de (Background), turi2.de (Tagesschau-App)

"Weser Kurier" geht gegen das Online-Angebot von Radio Bremen vor.

Weser Kurier verbündet sich mit weiteren norddeutschen Verlagen und droht Radio Bremen mit einer Klage gegen das Online-Angebot radiobremen.de. Die Verleger beurteilen die Website als presseähnlich und fordern Unterlassung. Bis zum 21. März hat der Sender Zeit, die Erklärung abzugeben, andernfalls wollen die Verlage klagen.
meedia.de, weser-kurier.de

Bremer "Tatort"-Kommissare steigen aus.

Tatort: Die beiden Schauspieler Sabine Postel, 62, und Oliver Mommsen, 48, kündigen ihren Ausstieg aus der Krimi-Reihe an. 2017 drehen sie als Bremer Hauptkommissare Inga Lürsen und Nils Stedefreund noch zwei Episoden, 2018 dann ihren letzten "Tatort", der Anfang 2019 zu sehen sein wird. Beide sehen in den Figuren kein weiteres Entwicklungspotenzial. Postel ist seit dem Start des Bremer "Tatorts" im Jahr 1997 dabei, Mommsen kam 2001 dazu.
bild.de, horizont.net

Analyse: Score Media kann nur durch Zukäufe wachsen.

score-media150Score Media: Wenn der Regionalzeitungs-Vermarkter wie versprochen wachsen will, bleiben nur Zukäufe, analysiert Gregory Lipinski den gut ausgeteilten Markt. Vor allem der Radiovermarkter RMS werde als Übernahme-Kandidat gehandelt, sein langjähriger Chef Florian Ruckert geht Mitte 2017. Ein Problem sei auch, dass Score Media die Kunden fehlen, weil die Zeitungen sich bisher lieber selbst vermarkten.
meedia.de

VPRT kritisiert den UKW-Hunger der ARD-Radios.

vprtVPRT klagt zum Start von Bremen Next über den Hunger nach UKW-Frequenzen bei den ARD-Radios. Hörfunk-Cheflobbyist Klaus Schunk sieht ein bundesweit relevantes Problem: Auch HR, BR und SWR starteten junge Programme digital, um sie zu Lasten der Privaten "systematisch" auf UKW aufzuschalten. Schunk fordert einen bundesweit geltenden Radio-Staatsvertrag, der das Verhältnis von ARD und Privaten nicht nur regional betrachtet.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Radio-Reporter Hans-Heinrich Obuch, 67, ist tot.

Hans-Heinrich Obuch 150Hans-Heinrich Obuch, Radiomoderator und Reporter beim NDR und Radio Bremen, ist im Alter von 67 Jahren in Göttingen gestorben. Jahrelang hat Hans-Heinrich Obuch mit prägnant sonorer Stimme und "augenzwinkernd-nachdenklicher Art" die Frühsendung von NDR 1 Niedersachsen moderiert, auch als Rentner war er noch als Autor aktiv. Für die "FAZ" hat Obuch TV- und Literaturkritiken geschrieben.
radioszene.de, radiobremen.de (3-Min-Hör-Collage)

Schulz und Böhmermann wechseln zu Spotify.

Spotify Böhmermann-600
Money, Money, Money: Jan Böhmermann und Olli Schulz folgen der Spur der Scheine und verbreiten ihre wöchentliche Radiosendung "Sanft & Sorgfältig" künftig ausschließlich bei Spotify, berichtet Ulrike Simon bei Horizont.net. Der RBB-Sender radioeins und vier weitere Jugendwellen der ARD, von N-Joy im Norden bis Puls vom BR, verlieren den Bieter-Wettbewerb gegen den schwedischen Streamingdienst. Der hat offenbar vor, die beiden Moderatoren, die - bis zu Böhmermanns Erdogan-Schmähgedicht - eher in der Nische wirkten, ganz groß rauszubringen: Bereits in wenigen Tagen will Spotify seine neuen Stars mit einer Plakatkampagne bewerben, schreibt Simon.

Mit der Staatsaffäre um Böhmermanns Schmähgedicht soll der Abschied aus der ARD-Welt nichts zu tun haben: Radio-eins-Chef Robert Skuppin hatte sich zuletzt mächtig ins Zeug gelegt, um die beiden Moderatoren beim Berliner Sender zu halten. Die politisch bedingte Sendepause von "Sanft & Sorgfältig" überbrückte der Sender u.a. mit einer Solidaritätssendung vor dem Kanzleramt. Eine Abschiedssendung für die ARD-Sender soll es nicht geben. Radio eins sendet derweil Zusammenschnitte alter Sendungen mit Schulz und Böhmermann.
horizont.net, dwdl.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Jan Böhmermann und Olli Schulz machen Schluss mit Radio.

schulzundböhmermannJan Böhmermann und Olli Schulz beenden die wöchentliche Radio-Talksendung "Sanft & Sorgfältig" nach drei Jahren. Die Entscheidung fällt unabhängig von der derzeitigen Debatte um das Schmähgedicht gegen Erdogan, schreibt Böhmermann auf Facebook. Neue Pläne wollen er und Schulz in den kommenden Tagen verraten. Die Radiosendung lief bei "Radioeins", "N-Joy", "You FM", "Puls" und "Bremen Vier". Ins Fernsehen kommt Böhmermann im Mai zurück.
facebook.com

Bremen beschließt Neufassung des Radio-Bremen-Gesetzes.

radiobremen150Radio-Bremen-Gesetz: Die rot-grüne Bremer Regierungskoalition hat eine Neufassung beschlossen, die u.a. vorsieht, dass nur noch Parteien in Fraktionsstärke Vertreter in den Rundfunkrat entsenden dürfen. Erstmals erhalten auch die liberal-muslimischen Aleviten einen Sitz. Niederdeutsche Sendungen werden künftig zur Pflicht, die Integration von Flüchtlingen sei im Programm "nachhaltig zu unterstützen".
tagesspiegel.de, weser-kurier.de

Ungewissheit über AfD-Vertreter in den Rundfunkräten.

AfD Wahlparty Sachsen-Anhalt600
Andre Poggenburg, AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, jubelt über den Wahlerfolg seiner Partei. Auswirkungen auf den MDR-Rundfunkrat hat der vorerst nicht. (Foto: Jan Woitas/dpa)

"Lügenpresse"-Rufer als ARD-Kontrolleure: Die Wahlerfolge der AfD könnten mehr Rechtspopulisten in die Rundfunkräte der ARD bringen. Beim SWR sind die Konsequenzen völlig offen, berichtet Markus Ehrenberg im "Tagesspiegel". Die neuen Landtage in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz würden "irgendwann anhand der neuen Kräfteverhältnisse" über die Entsendung neu entscheiden, sagt ein SWR-Sprecher und bleibt vage: "Ob dann auch ein AfD-Vertreter zum Zuge kommt, wird man sehen". Klarer ist die Situation beim MDR: Obwohl die AfD in Sachsen-Anhalt mit 24,2 % der Stimmen zweitstärkste Kraft ist, bleibt es im Rundfunkrat bei einem AfD-Vertreter aus Thüringen. Das Gremium hat sich erst im Dezember 2015 für die Dauer von sechs Jahren neu konstituiert.

Die Bremer Regierungsfraktionen von SPD und Grünen versuchen derweil, die AfD aus dem Rundfunkrat von Radio Bremen komplett rauszuhalten. Dabei helfen soll eine Neufassung des Radio-Bremen-Gesetzes. Danach sollen nur Parteien mit Fraktionsstärke in der Bremer Bürgerschaft Anspruch auf einen Sitz im Rundfunkrat haben. Im Stadtparlament stellt die AfD vier Abgeordnete - für eine Fraktion sind fünf nötig.
tagesspiegel.de

Radio Bremen bedauert Abschaffung eigener Nachrichten bei Funkhaus Europa.

Funkhaus Europa neues Logo 150Funkhaus Europa: Der Rundfunkrat von Radio Bremen bedauert, dass die eigenen Nachrichten, die bisher von Radio Bremen produziert werden, der Programmreform zum Opfer fallen, stattdessen laufen WDR-Nachrichten. Radio Bremen produziert im gleichen Umfang wie bisher unter der Woche künftig Sendungen fürs Wochenende. Die Verschiebung der Fremdsprachensendungen auf nach 20.00 Uhr begrüßt der Rundfunkrat dagegen, weil der "bisherige Bruch im Programmfluss" damit vermieden werde.
radiobremen.de