Meinung: agma muss für glaubwürdige Zahlen sorgen.

agma muss ihre Leser-Messungen dringend verändern und eine glaubwürdige Zahlenbasis schaffen, meint Wizelife-Gründer Thomas Bily. Die Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse seien schräg und fast eine Farce. Werbetreibende ignorierten das Zahlengeplänkel und wüssten, wie sie die Preise drücken können. Bily versetzt sich in Anzeigenverkäufer hinein und fragt: Wie "würden Sie sich fühlen als Autoverkäufer, der argumentieren soll: 'Der Wagen hat nur noch halb so viele PS, aber er fährt doppelt so schnell.'?"
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Zahl des Tages: BBC-Topverdiener Chris Evans erhält rund 2,2 Mio Pfund.

Zahl des Tages: Stolze 2,2 Mio Pfund, umgerechnet rund 2,5 Mio Euro, verdient BBC-Moderator Chris Evans pro Jahr mit flotten Sprüchen bei Radio 2 und der zeitweisen Moderation des BBC-Automagazins Top Gear. Nummer 2 auf der Gehaltsliste der BBC ist Fußball-Kommentator Gary Lineker mit etwa 1,75 Mio Pfund Jahresverdienst, umgerechnet 2 Mio Euro, zeigt die Veröffentlichung von Gehältern durch den britischen Sender. Die Rundfunkmacher fürchten, dass die Konkurrenz noch mehr zahlen kann und ihnen die Stars nun abwirbt. Die BBC-Gehaltsliste zeigt ein deutliches Ungleichgewicht zuungunsten von Frauen.
dwdl.de, theguardian.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Spiegel Online startet zwei weitere Podcasts – Sascha Lobo wird Audio-Kolumnist.


Iro auf die Ohren: Spiegel-Online-Chefredakteurin Barbara Hans präsentiert zwei neue Podcasts. Internet-Erklärmaschine Sascha Lobo feiert Freitag mit einem Debatten-Format Premiere. Ende des Monats geht das Ressort Netzwelt mit dem Tech-Podcast "Netzteil" auf Sendung. Barbara Hans sagt im turi2.tv-Video: "Podcasts haben den Vorteil, dass sie eine andere Authentizität vermitteln."

Für Spiegel Online sind es die Podcasts Nummer Zwei und Drei. Seit März produzieren die Video-Redakteurinnen Sandra Sperber und Yasemin Yüksel das wöchentliche Polit-Format Stimmenfang, rund 50.000 hören pro Folge zu. Sie ziehen viele Themen aus Nutzerreaktionen – Hans sagt im Video-Interview, dass auch Sascha Lobo in seinem Podcast Reaktionen auf seine Text-Kolumne aufgreifen will. Lobo schreibt seit 2011 unter dem Titel Mensch-Maschine.

In zunächst acht Folgen "Netzteil" sind Judith Horchert, Matthias Kremp, Angela Gruber, Markus Böhm und Fabian Reinbold zu hören, Teresa Sickert moderiert. Alle Podcast-Formate stehen auf spiegel.de sowie auf iTunes, Soundcloud, Spotify und über Podcatcher zum Abruf bereit.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2 – eigene InfosKommentieren ...

Bayern 1 ist der große Gewinner der Mediaanalyse 2017 Radio II.

Bayerischer Zweikampf: Bayern 1 ist laut der Mediaanalyse 2017 Radio II der meistgehörte Radiosender in Deutschland. Der Sender erreicht werktäglich 1.106.000 Hörer pro Stunde, ein sattes Plus von 13,2 % gegenüber den Werten des vergangenen Halbjahrs. Damit ist Bayern 1 unter den großen Sendern zugleich der größte Gewinner. WDR 2 und SWR3 halten sich weitestgehend stabil und erreichen 1.020.000 (-2,8 %), beziehungsweise 1.008.000 (+0,6 %) Hörer. Großer Verlierer ist der WDR-Jugendkanal 1Live, der ein Minus von 13,1 % verzeichnet und nur noch auf 879.000 Hörer kommt.

Bester privater Sender ist nach wie vor Antenne Bayern. Werktäglich erreicht der Kanal nun 1.044.000 Hörer und ist damit der zweitmeistgehörte Radiosender insgesamt. Werktäglich schalten 6,7 % Hörer mehr ein als im vorherigen Untersuchungszeitraum. Damals war Antenne Bayern noch der große Verlierer der Medienanalyse. Als stärkster Anbieter sieht sich der Lokalsender-Verbund Radio NRW. Die Gruppe erreicht 1.657.000 Hörer, ein Minus von 1,5 %. Radio NRW addiert die Reichweiten von 45 Lokalsendern im Westen wie Antenne Düsseldorf, Radio Duisburg und Antenne Niederrhein.

Öffentlich-rechtliche und private Sender sind laut MA etwa gleich auf. Die ARD-Sender erreichen 10 Mio Hörer, die privaten 10,6 Mio. Größter Vermarktungsverband ist weiterhin AS&S Radio Deutschland-Kombi mit etwa 9,9 Mio Hörern vor RMS Super Kombi mit 9,4 Mio Hörern.
ma-trend.rms.de, reichweiten.de, turi2.de (Background)
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Trump-freundlicher US-Gouverneur wird Radiomoderator.

Chris Christie, Trump-Unterstützer und republikanischer Gouverneur von New Jersey, steht vor dem Beginn einer gewichtigen Radiokarriere, berichtet der US-Medienblog Mediaite. Christie, dessen Amtszeit zum Jahreswechsel ohne die Chance auf Wiederwahl endet, ist heute und am Dienstag je vier Stunden Co-Moderator eines Sport-Talks beim Sender WFAN - in einer Art Vorsprechen für einen permanenten Job, glaubt Mediaite-Autor Joe DePaolo. Es handelt sich um einen der prominentesten Lokalradio-Sendeplätze in den USA zum Feierabendverkehr im Großraum New York.
mediaite.comKommentieren ...

Telekom will Media-Ausgaben zu Google und Facebook umlenken.

Deutsche Telekom stellt ihre Werbeausgaben auf den Prüfstand – zugunsten von Google und Facebook, berichtet das "Wall Street Journal". TV-Werbung soll leicht zurückgehen. Print, Außenwerbung und Radio deutlich, geht aus Dokumenten hervor. Die Telekom reformiert ihre Media-Ausgaben mit dem "Projekt Tetris", McKinsey und ID Comms beraten. Mediaagenturen könnten künftig weniger zu sagen bekommen, weil die Telekom vermehrt auf automatisierte Werbebuchungen setzt.
wsj.comKommentieren ...

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Nur noch 5 Tage! Bewerben Sie sich jetzt! Professionalisieren Sie Ihre Fähigkeiten als Moderator vor der Kamera, am Mikrofon und auf der Bühne; praxisnah & berufsbegleitend. Das Institut für Moderation (imo) in Stuttgart bildet jährlich 15 Nachwuchsmoderatoren aus. Bewerbungsschluss: 10. Juli; Castings: 24. & 25. Juli - www.moderationzukunft.de

Jörg Rheinländer und Harald Kieffer folgen auf HR-Fernseh-Chefredakteur Theisen.

Hessischer Rundfunk macht Jörg Rheinländer (Foto) zum crossmedialen Chef für regionale Nachrichten. Rheinländer ist seit 2012 Madrid-Korrespondent. Harald Kieffer leitet künftig den Programmbereich, in dem Dokus, ARD-Börsenstudio und die trimediale Sportredaktion zusammengefasst sind. Beide folgen auf Fernseh-Chefredakteur Alois Theisen, der in den Ruhestand geht.
hr.de, dwdl.deKommentieren ...

Podcast-Rockstar Vincent Kittmann glaubt an den Boom für Audio auf Abruf.


Vom Handy ins Ohr: Inhalte zum Anhören verbreiten sich auf immer mehr Smartphones. Podcasts sind Gold für manche Werbungtreibende – weil sie Nischen nachhaltig besetzen können, sagt Vincent Kittmann im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv bei den Digital Marketing Days in Berlin.

Audio-Alleskönner Kittmann beobachtet für die Online Marketing Rockstars, wie Apple das Thema Audio auf Abruf immer stärker pusht – künftig auch durch mehr Daten für Media-Entscheider. Kittmann rät im Gespräch mit Giuseppe Rondinella: "Mit Podcasts kannst du einen Kanal belegen, der noch nicht so viel belegt ist – und den dann dominieren."
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Exil-Online-Magazin "Özgürüz" erscheint gedruckt.

Özgürüz, türkisches Exil-Onlineportal von Can Dündar in Berlin, erscheint nun auch gedruckt. Das zweisprachige Magazin soll mehr Platz für hintergründige Geschichten bieten. Während die Webseite Menschen in der Türkei adressiert, richtet sich das Magazin an Migranten in Deutschland. Auch über einen türkisch-deutschen Radiosender denkt "Özgürüz" nach.
deutschlandfunk.deKommentieren ...

Marcus Schuler wird ARD-Radiokorrespondent im Silicon Valley.

Traumjob: Marcus Schuler, schon lange Geek vom Dienst beim Bayerischen Rundfunk, zieht für die ARD ins Tal seiner Träume. Schuler, der strukturell trimedial angelegt ist, übernimmt formal die Hörfunkstelle von Wolfgang Stuflesser, der aus L.A. zum SWR zurückkehrt. Die ARD verlegt die Korrespondentenstelle ins Silicon Valley. Schuler, der bei turi2.tv seit 2008 als Station Voice wirkt, berichtet aus Menlo Park, dem Hauptsitz von Facebook, nicht weit entfernt von Google und Apple.

Marcus Schuler hat bei der BBC in London volobtiert, für den SWR gearbeitet und war bei BR Referent von zwei Intendanten. Er hat sich früh als Digitalisierungs-Experte profiliert und gehört zu den Machern des Tech-Podcasts GeekWeek.
turi2 - eigene InfosKommentieren ...

Umfrage: Medien-Konzernchefs bewerten Zukunftsaussichten positiver als 2016.

Medien-Konzernchefs blicken optimistischer in die Zukunft als 2016, sagt eine nicht-repräsentative Umfrage der Berater von PwC. Rund 33 % der 95 befragten Chefs von Medien- und Entertainmentkonzernen in 35 Ländern sehen die Umsatzaussichten ihrer Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten sehr zuversichtlich. 59 % wollen neue strategische Allianzen oder Joint Ventures eingehen. Mit ihren Optimismus-Werten liege die Medienbranche über dem Durchschnitt aller Branchen.
horizont.netKommentieren ...

Bundestag lockert das Kameraverbot bei Entscheidungen hoher Gerichte.

Bundestag lockert das Übertragungsverbot für die Urteile der höchsten deutschen Gerichte. Medien dürfen wichtige Urteilsverkündungen der obersten Bundesgerichte künftig im Fernsehen und im Internet übertragen. Die Lockerung des seit 1964 bestehenden Verbots von Ton- und Fernsehaufnahmen soll mehr Transparenz schaffen. Sie gilt für Entscheidungen des Bundesgerichtshofs, des Bundesverwaltungsgerichts, des Bundesarbeitsgerichts, des Bundessozialgerichts und des Bundesfinanzhofs. Das Gericht muss der Übertragung jedoch in jedem Einzelfall zustimmen.
deutschlandfunk.de,dw.comKommentieren ...

DJV: WDR bricht mit einem neuen Honorarmodell den Tarifvertrag.

WDR Logo 150WDR: Der DJV wirft dem Sender wegen eines neuen Honorarmodells für crossmediale Arbeiten Tarifbruch vor. Freie Mitarbeiter sollen bei crossmedialen Beiträgen nur noch für eine Gattung - etwa das Fernsehen - 100 % der üblichen Vergütung bekommen. Laufen die Beiträge auch in anderen Mediengattungen, erhalten die Freien dafür demnach nur noch 50 % des zusätzlichen Honorars. Die neuen Honorare sollen zunächst für sechs Monate in den Bereichen Sport, Wirtschaft und Wissenschaft gelten. Diese Ressorts sollen Vorbilder für crossmediales Arbeiten sein. Verhandlungen zwischen WDR und den Gewerkschaften über neue Vergütungsregeln waren im Februar gescheitert.
djv-nrw.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Der MDR verwechselt Werbung mit Journalismus.

MDR: Boris Rosenkranz wirft der Unterhaltungswelle Jump vor, Werbung mit einem journalistischen Programm zu verwechseln. Der MDR erlaube es Betreibern und Mitarbeitern von angeblichen Attraktionen, Werbung für ihre Angebote zu machen und sehe darin kein Problem. In der Reihe mit dem Titel "Sommer bei uns" sollen Zuschauer ihre Lieblings-Sommerorte präsentieren.
uebermedien.de (Paid)Kommentieren ...

dpa GmbH steigert Umsatz 2016 durch Umgliederungs-Effekte auf 94 Mio Euro.

dpa GmbH meldet für 2016 einen Umsatz von 94 Mio Euro, ein Plus von 3,3 Mio, das durch Umgliederungs-Effekte zustande kommt. Als Jahresüberschuss bleiben knapp 1,4 Mio Euro, in denen allerdings Ausschüttungen der dpa-Töchter schon enthalten sind. 2015 waren es noch 1,8 Mio, vor allem Sportereignisse waren 2016 teurer. Die gesamte dpa-Gruppe erreicht 2016 einen Umsatz von 136,2 Mio Euro.
presseportal.deKommentieren ...

Radiogründer Marcus Engert und Juliane Löffler kommen zu BuzzFeed.

BuzzFeed verstärkt sein deutsches News-Team mit Marcus Engert und Juliane Löffler. Engert ist Mitgründer des Online-Radios detektor.fm und arbeitet künftig als Politikreporter. Löffler kommt aus der Online-Redaktion des "Freitag" und spezialisiert sich auf Themen rund um Homosexualität und Gender. Der neue Chefredakteur Daniel Drepper baut das Team gerade aus. Der Wechsel des Radiojournalisten Engert könnte bedeuten, dass BuzzFeed eine Audio-Offensive plant.
per Mail, turi2.de (Video-Interview Drepper)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Investigativ-Journalist Daniel Drepper über seinen Wechsel zu BuzzFeed.
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Wir graturilieren: Ina Tenz wird 46.


Wir graturilieren: Ina Tenz, seit Anfang 2017 Programmdirektorin von Antenne Bayern, feiert heute ihren 46. Geburtstag. "Hätte ich gewusst, dass ich gemeinsam mit Donald Trump Geburtstag habe, hätte ich meinen nochmal verschoben", schreibt sie scherzhaft. Das vergangene Lebensjahr stand im Zeichen ihres Wechsels von Radio FFN nach Bayern: "Ich hatte einen tollen Start, der Sender hat ein unglaublich professionelles Team und es macht schon jetzt richtig viel Spaß", freut sie sich. Nur die Wohnungssuche in München war "anfangs ein echter Albtraum".

Fürs kommende Lebensjahr wünscht sich Ina Tenz eine "perfekte Balance zwischen Job, Familie, Inspiration und Sport", unbedingt auch mal bei einem Tauchgang in Mikronesien auf Truk Lagoon. Im Sender gibt sie heute eine Runde Erdbeerkuchen aus, übers verlängerte Fronleichnam-Wochenende geht es in die alte Heimat nach Isernhagen, wo sie ihrem vier Wochen alten Hengstfohlen die Daumen bei seiner ersten Fohlenschau drückt. Über Gratulationen freut sich Ina Tenz auf allen digitalen Kanälen, etwa per E-Mail, Twitter oder Xing - besonders aber über ein fröhlich gekrähtes "Heute kann es regnen, stürmen oder schneien" von ihrem Sohn.
turi2.de ("Mein Homescreen" von Ina Tenz von April 2016)Kommentieren ...

Barbara Wiewer und Anke Fischer-Appelt verlassen WDR Mediagroup.

WDR Mediagroup verliert ihre Geschäftsleiterinnen Barbara Wiewer, 48 (Foto), und Anke Fischer-Appelt, 45. Wiewer geht wegen "unterschiedlicher Auffassungen" zur neuen Ausrichtung des WDR-Vermarkters. Fischer-Appelt will als Rechtsanwältin und Lehrbeauftragte arbeiten. Die Geschäftsführer Michael Loeb und Frank Nielebock übernehmen kommissarisch.
presseportal.deKommentieren ...

Aus Nordwestradio wird ab August Bremen Zwei.

Radio Bremen nennt sein Kultur-und Informationsprogramm Nordwestradio ab dem 12. August Bremen Zwei, um deutlicher zu machen, dass der Sender zu Radio Bremen gehört. In Umfragen denken offenbar viele Hörer, Nordwestradio sei ein Privatsender. Mit dem Namenswechsel verschwindet das letzte Überbleibsel der 14-jährigen Zusammenarbeit mit dem NDR. Seit Anfang 2016 hat allein Radio Bremen das Sagen.
meedia.deKommentieren ...

Rundfunkrat hält Digitalangebot von Radio Bremen für rechtskonform und will notfalls Rechtsinstanzen bemühen.

Rundfunkrat meldet sich zum Streit zwischen Radio Bremen und vier nordwestdeutschen Zeitungen zu Wort: In einem demokratischen Meinungsprozess könne es keinen "Exklusivitätsanspruch einer einzelnen Mediengattung auf die Nutzung des Internets" geben. Das "Gesprächsangebot" an die Verlage solle aufrecht erhalten werden, der Rundfunkrat sieht Kooperationsmöglichkeiten statt Wettbewerb. Das Gremium gibt sich überzeugt, dass das Digitalangebot von Radio Bremen der gegenwärtigen Rechtslage entspricht und will notfalls "die Instanzen des Rechtswegs" ausschöpfen. "Weser Kurier", "Nordsee-Zeitung", "Delmenhorster Kreisblatt" und "Osterholzer Kreisblatt" gehen gerichtlich gegen die Online-Berichterstattung des Senders vor, die sie als presseähnlich einstufen.
radiobremen.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Hörfunkrat wählt Stefan Raue zum Deutschlandradio-Intendanten.

Raue Zeiten brechen an: Stefan Raue, 58, führt künftig das Deutschlandradio. Der Hörfunkrat hat den bisherigen Chefredakteur des MDR mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit zum Nachfolger von Willi Steul, 66, gewählt. Stefan Raue war der einzige Kandidat, der zur Wahl stand. Der Verwaltungsrat hatte ihn zuvor aus den vier Vorschlägen einer Findungskommission ausgewählt, die zudem noch Andreas-Peter Weber (Deutschlandradio-Programmdirektor), Eckart Gaddum (Chef Neue Medien beim ZDF) und Martin Hoffmann (Intendant der Berliner Philharmoniker) auf dem Zettel hatte. Das entsprechende Verfahren, das keine öffentliche Ausschreibung vorsieht, sorgte im Vorfeld für Kritik.

Die Amtszeit von Willi Steul hätte regulär noch bis März 2019 gedauert. Ende 2016 hat Willi Steul jedoch erklärt, sich bereits Mitte 2017 zurückzuziehen. Stefan Raue ist seit 2011 Chefredakteur des MDR. Zuvor war er unter anderem bei der Deutschen Welle und viele Jahre beim ZDF beschäftigt, wo er auch stellvertretender Leiter der "heute"-Redaktion war. (Foto: dpa / Picture Alliance)
faz.net, spiegel.de, turi2.de (Background Steul), welt.de (Background Wahlverfahren)Kommentieren ...

"Bild"-Reporter starten einen Polizei-Podcast.

Blut, Blaulicht und Berlin: "Bild" probiert sich weiter im Audio-Geschäft und startet den Podcast Sicherheit für die Ohren. Die Berliner Polizeireporter Peter Rossberg, 37 (links), und Axel Lier, 41, sprechen in der Premiere 38 Minuten über Fehler im Fall Anis Amri und die Affäre um mangelhafte Polizei-Schießstände.

Beide Reporter sprechen frei von der Leber weg, setzen aber viel landespolitisches Wissen voraus. Rossberg ist Investigativ- und Kriminalreporter bei "Bild", Lier arbeitet für "Bild" und die "B.Z.". Beide verweisen in ihrer ersten Folge auf den experimentellen Charakter. "Bild" bietet im Audio-Bereich die professionell gesprochene News-Sendung Daily und ist mit Anwendungen auf Amazons Lautsprecherbox Alexa vertreten. Chefredakteur Julian Reichelt hatte Ende 2016 bei turi2.tv Radio-Experimente angekündigt. (Foto: "Bild")
bild.de, facebook.com, soundcloud.com (38-Min-Audio), turi2.de (Video-Interview Reichelt)

Julian Reichelt im Dezember 2016 u.a. zu den Radio-Plänen:
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BBC Radio 1 will Song über Theresa May nicht spielen.

BBC sitzt in der musikalischen Zwickmühle: Der eingängige Popsong Liar Liar über verlogene Politiker ist in kürzester Zeit auf Platz 4 der britischen Charts geklettert. Der Musiksender BBC Radio 1 bespricht den Song auch im Programm, will ihn aber nicht spielen, weil sich die Zeile "She's a liar, liar... you can't trust her" eindeutig auf Premierministerin Theresa May bezieht. Die BBC sieht darin keine Zensur, sondern fühlt sich im Wahlkampf zur Neutralität verpflichtet.
heise.de/tp, officialcharts.com, youtube.com (3-Min-Musikvideo)

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Deutsche Telekom sucht Käufer für Funkturm-Betreiber.

Deutsche Telekom will 49 % der Anteile an ihrer Tochter Deutsche Funkturm meistbietend verkaufen, schreibt die die "Wirtschaftswoche". Mehrere Investorengruppen aus dem In- und Ausland hätten bereits Interesse angemeldet. Die Telekom schätzt den Wert ihrer Funkanlagen auf bis zu 5 Mrd Euro. Deutsche Funkturm betreibt rund 27.000 Antennenmasten und Funktürme für Mobilfunk, Richtfunk und Rundfunk.
wiwo.deKommentieren ...

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Moderieren kann man lernen: Bei uns! Bewerben Sie sich bis 10. Juli! – Das Institut für Moderation (imo) in Stuttgart bildet jährlich 15 Nachwuchsmoderatoren aus; berufs- und studienbegleitend für TV, Hörfunk und Veranstaltungen. Programmstart: Oktober 2017. Programmdauer: 12 Monate. Interesse? Alle Informationen unter: www.moderationzukunft.de

"Zeit": Deutschlandradio streitet über Steul-Nachfolger.

Deutschlandradio steht ab 8. Juni womöglich ohne einen Intendanten da, schreibt die "Zeit". Der Verwaltungsrat und der Hörfunkrat können sich demnach nicht auf einen Nachfolger für den scheidenden Willi Steul einigen. Der Verwaltungsrat plädiere für MDR-Mann Stefan Raue, der Hörfunkrat wolle DLR-Eigengewächs Andreas-Peter Weber durchsetzen.
"Zeit", 23/2017, zeit.de (Vorabmeldung), turi2.de (5-Min-Interview mit Willi Steul)

Aus dem Arciv von turi2.tv: Interview mit dem Deutschlandradio-Intendanten Willi Steul über die Zukunft der Sendergruppe.



Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung hieß es fälschlicherweise, dass Stefan Raue beim WDR arbeite. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.Kommentieren ...

Polnisches Mediengesetz ist schlecht für Springer, Bauer, Burda und "Passauer Neue Presse".

Polen: Springer, Bauer, Burda und die Passauer Neue Presse würde ein neues Mediengesetz in Polen hart treffen, schreibt Gregory Lipinski. Das Gesetz will Beteiligungen ausländischer Unternehmen auf 30 % begrenzen. Springer Ringier verlegt 13 Pressetitel, Bauer hat das größte Zeitschriften- und das größte private Radiohaus Polens, Burda gibt 26 Zeitschriften heraus, die Passauer 23 Regionalzeitungen.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

ARD, Deutschlandradio und Gewerkschaften einigen sich über Altersversorgung.


Gnadenbrot-Deal für Rundfunkrentner: Die Journalisten-Gewerkschaften einigen sich mit ARD, Deutschlandradio und Deutscher Welle auf eine Reform der betrieblichen Altersversorgung der Rundfunkanstalten. Die Renten sollen künftig um 1 Prozentpunkt geringer steigen als die Gehälter. Anders als im öffentlichen Dienst ist der Anstieg aber nicht nach oben gedeckelt. Die Verhandlungen dauerten insgesamt fünf Jahre.

Auch befristet angestellte Journalisten können künftig Altersversorgungsansprüche erwerben. Die Tarifparteien müssen die Eckpunkte, die nach fünf Jahren Verhandlungen beschlossen sind, bis 31. Juli in Tarifverträge umsetzen. Die ARD-Vorsitzende Karola Wille sagt, mit dem Kompromiss hätten die Tarifpartner ihre Handlungsfähigkeit und Reformbereitschaft bewiesen. Die Altersversorgung der Rundfunkanstalten habe nun eine dauerhaft tragfähige Grundlage. Die Verhandlungen waren durch eine Kündigung des bisherigen Versorgungstarifvertrags durch die Rundfunkanstalten nötig geworden.
presseportal.de, djv.de1 Kommentar

Britischer Moderator James O’Brien streitet im Radio mit Brexit-Wutbürgern.

Radiomoderator James O'Brien ist einer der scharfsinnigsten Journalisten Großbritanniens und so etwas wie der britische Domian, schreibt Stefanie Bolzen. In seiner werktäglichen Anruf-Talkshow öffnet das Volk ihm seine Seelen, was nicht selten im Streit über den Brexit endet. O'Brien gibt dabei gar nicht vor, neutral zu sein und reagiert scharf und direkt, wenn ihm die Standpunkte seiner Anrufer nicht passen.
"Welt am Sonntag", S. 10 (Paid)Kommentieren ...

Zahl des Tages: TV ist für Kids und Teens Newsquelle Nr. 1.

Zahl des Tages: Überraschend hohe 70 % der 10- bis 18-Jährigen informieren sich über aktuelle Nachrichten im Fernsehen, sagt eine Bitkom-Studie. Als zweitwichtigste Newsquelle nennen die befragten Kinder und Jugendlichen mit 47 % das Radio. Erst auf Platz drei rangieren mit 34 % soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter - gleichauf mit Zeitungen und Zeitschriften. Über Musik dagegen informieren sich rund drei Viertel der Kids im Netz.
digitalfernsehen.de, bitkom.orgKommentieren ...

VPRT: TV- und Radio-Werbung wächst 2017 auf fast 6 Mrd Euro.

TV-Werbung im Fernseher 150TV- und Radio-Werbung soll 2017 um 3 bis 4 % wachsen und fast 6 Mrd Euro erreichen, prognostiziert der VPRT. Fürs Fernsehen sagt die Privatfunk-Lobby ein Plus von bis zu 2,5 % voraus, Radio wächst demnach um 1,5 bis 2 % – 2016 waren es noch mehr als 3 %. Instream-Video- und Audio-Werbung legen mit ca. 25 % zwar deutlich zu, setzte aber nur etwa eine halbe Mrd Euro um.
horizont.netKommentieren ...