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Antenneneigentümer und Sendernetze einigen sich, wenden UKW-Sendepause ab.


Weiter auf Sendung: Das Radio-Beben bleibt aus, eine großflächige UKW-Abschaltung in Deutschland ist abgewendet. Auf Vermittlung von Ex-Kanzleramtsminister Friedrich Bohl einigen sich fünf Antennenbesitzer und die Sendernetze Uplink und Divicon auf "Eckpunkte für eine vertragliche Lösung". Nun fehlen noch konkrete Verträge.

Divicon und Uplink sollen ab Juli die Antennen direkt anmieten und schrittweise ihre Sender an die Antennen der Antenneneigner anschließen. Der Ex-Betreiber, die einstige Telekom-Tochter Media Broadcast, unterstützt die Einigung nach eigenen Worten "wirtschaftlich". Im Vorfeld drohte die Abschaltung etlicher Sendeanlagen.

Hintergrund der Entwicklung ist, dass sich Media Broadcast wegen fehlender Gewinnperspektiven aus dem Geschäft mit UKW zurückgezogen hat. Als Sendenetzbetreiber sind Divicon und Uplink eingesprungen. Die Antennen selbst hat Media Broadcast an Investoren verkauft, die nun teils deutlich erhöhte Nutzungsentgelte verlangten.
faz.net, presseportal.de, turi2.de (Background)

Frankreichs Öffentlich-Rechtliche stehen vor einer grundlegenden Reform.

Frankreich steht vor einem Big Bang im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, schreibt Jürg Altwegg. Mindestens ein TV-Sender fällt weg, die Finanzierung ändert sich grundlegend. Für das System steht künftig weniger Geld zur Verfügung. Vor allem der Wegfall "exzessiver Hierarchisierung und Bürokratisierung" könne Geld sparen. Entfallen soll auch die Dominanz alter, weißer Männer in Führungspositionen.
faz.net

Digital News Report 2018: Deutsche mögen traditionelle Nachrichten.

Digital News Report 2018: Deutsche nutzen hauptsächlich etablierte Nachrichtenkanäle und -marken, sagt die Studie. Immer mehr Nutzer sind bereit, für Nachrichten im Netz zu zahlen. Im Vergleich der 37 teilnehmenden Länder teilt Deutschland sich bei digitaler Nachrichten-Nutzung den vorletzten Platz mit Japan.
deutschlandfunk.de, digitalnewsreport.org (PDF zum Download)

Neuer Telemedienauftrag: Politik, Öffentlich-Rechtliche und Verlage beenden jahrelangen Streit.


Nur glückliche Gesichter (von links): Mathias Döpfner, Reiner Haseloff, Malu Dreyer, Ulrich Wilhelm, Thomas Bellut, Stefan Raue. (Foto: Twiehaus)

Weniger Text, Ausbau Mediatheken: Der Telemedienauftrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird in weiten Teilen überarbeitet – damit endet ein jahrelanges politisches Ringen zwischen den Sendern, den Verlagen und der Politik. Die Beteiligten stellen in Berlin die Ergebnisse vor: Wichtigste Neuerung ist, dass die Onlineangebote von ARD, ZDF und Deutschlandradio ihren Schwerpunkt auf Bild und Ton legen – presseähnliche Berichterstattung ist verboten.

Ein Zückerchen für die Sender: Die 7-Tage-Löschfrist für Inhalte in den Mediatheken fällt weg, sie können außerdem mehr europäische Filme und Serien einstellen. Die Politik beauftragt die Sender zudem ausdrücklich, interaktiv und über Social Media zu kommunizieren. Neu ist auch eine gemeinsame Schlichtungsstelle der Rundfunkanstalten und der Verlage – falls es doch noch Streit um die richtigen Anteile von Text, Video und Audio geben sollte.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff nannte die gemeinsame Lösung aller Beteiligten der Medienindustrie einen "historischen Moment". BDZV-Präsident Mathias Döpfner war spürbar erfreut, sich mit ARD, ZDF und Deutschlandradio zu einigen. Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm sagt, dass die Belastung der langen Verhandlungen geschafft sei. Wilhelm erinnert daran, dass sich manche journalistische Arbeitsweisen in den Sendern ändern müssten.

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue schränkte ein, noch mit dem Begriff Presseähnlichkeit zu fremdeln. Sein Deutschlandfunk wird etwa weiterhin die morgendlichen Interviews im Volltext anbieten. Döpfner zeigte sich grundsätzlich offen: "Keiner kann den Öffentlich-Rechtlichen verbieten, Textelemente zu nutzen". Wenn die Sender also bei investigativen Recherchen Dokumente zugänglich machen, bleibt das weiterhin erlaubt.
turi2 vor Ort bei Pressekonferenz in Berlin, rlp.de (Reaktionen), bdzv.de, ndr.de

WDR kündigt Gebhard Henke mit sofortiger Wirkung.

WDR kündigt Fernsehfilmchef Gebhard Henke mit sofortiger Wirkung, da aus Sicht des Senders kein Vertrauensverhältnis mehr bestehe. Mehr als zehn Frauen hatten sich gegenüber dem Sender über sexuelle Belästigungen, teils in Zusammenhang mit Machtmissbrauch, durch Henke beschwert. Der WDR sieht die Schilderungen der Frauen als "schwerwiegend und glaubhaft" an, Henke weist die Vorwürfe zurück.
presseportal.de, turi2.de (Background)

KEF-Chef Fischer-Heidlberger warnt vor Schnellschüssen.

Rundfunkbeitrag: Der tatsächliche Aufwand für das Programm von ARD und ZDF muss berechnet werden, bevor eine Anpassung nach einem Inflationsindex eingeführt wird, sagt KEF-Chef Heinz Fischer-Heidlberger. Den aktuellen Beitrag in Höhe von 17,20 Euro als Basis zu nehmen, sei "nicht nachvollziehbar" und habe "mit dem tatsächlichen Bedarf nichts zu tun". Außerdem habe ein an die Inflationsrate gekoppeltes Modell viele verfassungsrechtliche Probleme.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

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Radiozukunft, Storytelling, Podcasts, Programm für Digital Natives, neue Lokal TV-Formate aus Europa, Wahlberichterstattung, Chancen durch Smart Speaker und neue Erlösmodelle für den lokalen Rundfunk – auf den Lokalrundfunktagen 2018 vom 3.-4. Juli in Nürnberg stehen genau diese Themen im Fokus. Alle Infos zu Programm, Speaker und Tickets HIER.

"Ich finde Perspektiv-Wechsel gut." Chefredakteurin Ines Pohl über ihr erstes Jahr bei der Deutschen Welle.


Auf der Welle: Seit einem Jahr leitet Ines Pohl die Deutsche Welle als Chefredakteurin, im Interview mit turi2.tv zieht sie eine erste Bilanz. Ihren ungewöhnlichen Wechsel von der links-alternativen "taz" zum steuerfinanzierten Auslandssender findet sie gar nicht ungewöhnlich. Denn ihre Rolle als Journalistin bleibe die gleiche, so Pohl. "Dass ich Chefredakteurin der Deutschen Welle bin, zeigt, dass die Deutsche Welle in der Lage ist, kritisch mit Politikerinnen und Politikern umzugehen."

Dass Pohl in der deutschen Medienwelt nun weniger laut mitmischt, findet die Chefin des Auslandssenders ganz normal: "Meine Rolle in der deutschen Medienlandschaft ist nicht mehr so wichtig." Lieber betont sie die Rolle der DW angesichts der Krisen in der Welt: "Wer hätte gedacht, dass wir in Polen wirklich wieder für die Pressefreiheit kämpfen müssen?"
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Mitarbeit: Andreas Maisch

"Horizont": Verleger und Intendanten einigen sich auf Neuordnung öffentlich-rechtlicher Online-Angebote.


Was lange währt: Die Verleger und Vertreter von ARD, ZDF und Deutschlandradio machen den Weg frei für einen neuen Telemedienauftrag. Es sieht vor, dass die Öffentlich-Rechtlichen künftig das Verbot der Presseähnlichkeit in ihren Online-Angeboten akzeptieren, berichtet Ulrike Simon. Das sei das Ergebnis eines Treffens zwischen BDZV-Präsident Mathias Döpfner, ZDF-Intendant Thomas Bellut, Stefan Raue vom Deutschlandradio und ARD-Vertreterin Karola Wille.

Im Ergebnis bedeutet dies, dass die öffentlich-rechtlichen Angebote künftig auf längere Texte ohne Bezug zu einer Sendung verzichten. Websites und Apps von ARD, ZDF und Deutschlandradio müssen sich damit komplett auf audiovisuelle Inhalte konzentrieren und dürfen mit Texten nur noch anteasern. Sollte es Streit geben, entscheidet eine gemeinsame Schiedsstelle. Wie dies rechtssicher im neuen Telemediengesetz formuliert wird, müssen die Ministerpräsidenten der Länder beraten.

Der juristische Streit zwischen den Verlegern und den Öffentlich-Rechtlichen schwelt seit Jahren – unter anderem beschäftigen sich Gerichte mit der Tagesschau-App. Eine Einigung könnte diese Verfahren nun auflösen. Das neue Telemediengesetz bietet aber auch Zuckerstückchen für die Öffentlich-Rechtlichen: So sollen Inhalte künftig länger in Mediatheken online bleiben dürfen. Auch der Rundfunkbeitrag könnte künftig an die Inflation gekoppelt werden – was mehr Geld in die Kassen der Sender spülen würde.
horizont.net

Rundfunkbeitrag: Sechs Länder für Inflationsausgleich statt KEF-Empfehlung.

Rundfunkbeitrag: Sechs der 16 Bundesländer machen konkrete Reformvorschläge, berichtet Volker Nünning in der "Medienkorrespondenz". Der Beitrag soll künftig aller zwei Jahre analog der Teuerungsrate steigen, statt wie bisher nach Empfehlung der KEF, schlagen Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Hamburg, Sachsen und Thüringen vor. Der Auftrag der Anstalten soll "geschärft" werden, "schwerpunktmäßig" auf Information, Kultur und Bildung - im Gegenzug soll es "mehr Freiräume bei ihrer Budgetverwendung" geben.
medienkorrespondenz.de

"Die Regierung redet uns nicht rein." – Peter Limbourg über 65 Jahre Deutsche Welle.


Sendungsbewusst: Intendant Peter Limbourg führt die Deutsche Welle in ihr 66. Lebensjahr und rechnet den deutschen Auslandssender keineswegs zum alten Eisen. "Wir müssen uns ständig verändern", sagt der frühere N24-Chefredakteur im Interview mit turi2.tv und zeigt den neu gebauten Newsroom in der DW-Dependance in Berlin. Von hier aus schickt die Welle ihr Programm in rund 30 Sprachen um die Welt. Dass Limbourg mit seinem neuen englischen Nachrichten-Kanal vor allem im Gewässer der BBC fischt, gehört für ihn zum "guten Wettbewerb": "Unsere Konkurrenten sitzen woanders. Das sind diejenigen, die mit Desinformation in der Welt unterwegs sind."

Limbourg legt Wert darauf, dass seine Journalisten unabhängig berichten können, trotz des Auftrags als Kulturbotschafter Deutschlands in der Welt unterwegs zu sein – und der staatlichen Finanzierung: "Die Regierung redet uns nicht rein." Den Kurs der Deutschen Welle beschreibt er so: "Wir sind kritisch, wo nötig und konstruktiv und positiv, wo möglich."
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Bun­des­netz­agen­tur eröffnet Eil­ver­fah­ren ge­gen die Ei­gen­tü­mer der UKW-An­ten­nen.

UKW-Abschaltung: Die Bun­des­netz­agen­tur eröffnet ein Eil­ver­fah­ren ge­gen die Ei­gen­tü­mer der UKW-An­ten­nen, um die dro­hen­de Ab­schal­tung zu ver­hin­dern, berichtet die "FAZ". Sollte es zu keiner Einigung kommen, könn­ten die Betreiber so ge­zwun­gen wer­den, die UKW-Antennen für die Sicherung des Sen­de­be­triebs zur Verfügung zu stellen.
"FAZ", S. 23 (Paid), turi2.de (Background)

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#GuteModeration – ...ist kein Selbstläufer! Journalistische Moderation ist ein Handwerk, das man lernen kann. Sie haben Lust am Auftritt und journalistisches Gespür? Wir bauen berufsbegleitend darauf auf. Bewerben Sie sich bis zum 10. Juli für das Qualifikationsprogramm Moderation. Dauer: 12 Monate; berufsbegleitend - www.moderationzukunft.de

AS&S vermarktet den Politik-Podcast "Stimmenfang" von Spiegel Online.

AS&S, Radiovermarkter der ARD, erweitert sein Podcast-Portfolio und vermarktet den Politik-Podcast Stimmenfang von Spiegel Online. Der journalistische Format erscheint wöchentlich mit Reportagen und Interviews und reiht sich im Portfolio von AS&S u.a. neben Viertausendhertz und detektor.fm ein.
presseportal.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Für AS&S-Radio-Chef Oliver Adrian spielt Werbung in der ARD "eine beachtliche Rolle".

Wir graturilieren: Rainer Poelmann wird 52.


Wir graturilieren: Rainer Poelmann, Sprecher der Geschäftsführung beim Kieler Radiokonzern Regiocast, feiert heute bei schönstem Sommerwetter seinen 52. Geburtstag im Kreise von Freunden und der Familie in Kleinmachnow. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für ihn, dass "Radio trotz starken Wettbewerbs seine Position bei den Hörerinnen und Hörern halten kann". Er freut sich außerdem, dass Regiocast die Digitalisierung "mit den besten Radiomachern Deutschlands" so "hervorragend meistert".

Für das kommende Jahr wünscht sich Rainer Poelmann in erster Linie Gesundheit. Beruflich darf es so erfolgreich wie im abgelaufenen Jahr weitergehen – hier sollen "die gesteckten Ziele wiederum übertroffen" werden. Gratulationen erreichen ihn – ausdrücklich erlaubt ohne vorherige Einholung seines DSGVO-konformen Einverständnisses – persönlich, per Telefon, Telefax, Briefpost, Flaschenpost, Brieftaube, Päckchen, Paket und per E-Mail.

Yvonne Bauer erklärt ihre Personal-Umbaupläne.

Bauers Betriebsumbau: Verlegerin Yvonne Bauer erklärt in einem Mitarbeiter-Brief, aus dem Gregory Lipinski zitiert, wie sie sich den Umbau unterhalb von Veit Dengler und Jörg Hausendorf vorstellt. Finanzen, IT, HR und Kommunikation will sie zentral steuern und "in den nächsten Monaten" globale Funktionen schaffen – wer sie besetzt, ist noch nicht klar.
meedia.de, turi2.de (Background)

VPRT prognostiziert Wachstum und Regulierungs-Risiken.


TV-Werbung im Fernseher 150VPRT prognostiziert audiovisuellen Medien in den nächsten fünf Jahren Wachstum steigende Nachfrage und interaktiven und nonlinearen Angeboten ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich. Gleichzeitig sieht der Verband Risiken durch Regulierung. Der Markt wird sich weiter fragmentieren, die Auswirkungen der Datenschutzgrundverordnung sowie der E-Privacy-Verordnung sind laut Verband noch nicht einschätzbar.
presseportal.de

Witold Wozniak verlässt Bauer, Hausendorf und Dengler teilen sich seine Aufgaben.

Bauer trennt sich von Witold Wozniak, dem Osteuropa- und Radiochef. Er arbeitet seit 1999 für Bauer, seit 2015 in der Geschäftsleitung. Jörg Hausendorf leitet künftig das komplette Verlagsgeschäft in Kontinentaleuropa. Veit Dengler verantwortet künftig das englischsprachige Verlagsgeschäft, New Business, Vergleichsplattformen und das Radiogeschäft.
wuv.de, new-business.de

Zitat: Gebhard Henke hätte nicht an die Öffentlichkeit gehen sollen, findet Ralf Höcker.

"Man klärt solche Fälle nicht unter dem Druck einer gierigen Medienöffentlichkeit, sondern intern."

Medienanwalt Ralf Höcker erklärt im Interview mit Stefan Winterbauer, dass WDR-Mann Gebhard Henke seinen Anonymitätsanspruch "ohne Not versaut" hat. Seine berufliche Existenz und sein Ruf seien zerstört – egal, ob von den Vorwürfen am Ende etwas übrig bleibe.
meedia.de

Zeit Online: Charlotte Roche bereut, sexuelle Belästigung nicht eher öffentlich gemacht zu haben.

WDR: Charlotte Roche ärgert sich, dass sie als "selbstbewusste Frau" nicht eher auf den Übergriff von Filmchef Gebhard Henke reagiert hat, weil so eventuell "andere Frauen verschont geblieben" wären. Sie hätte nach dem Übergriff Angst vor Reaktionen gehabt, sie "als Autorin von Sexbüchern" hätte sexuelle Übergriffe provoziert und wolle gerade das. Nach Gesprächen mit WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn und dem WDR-Personalchef habe sie "das Gefühl, die wollen das wirklich aufklären".
zeit.de, turi2.de (Background)

Israel gewinnt Eurovision Song Contest, Deutschland wird Vierter.

Eurovision Song Contest: Die israelische Musikerin Netta entscheidet den Eurovision Song Contest 2018 für sich. Insbesondere durch die höchste Stimmzahl beim Publikum gewinnt sie mit ihrem Titel "Toy". Auf dem zweiten Platz landet Zypern. Der deutsche Vertreter Michael Schulte landet mit seinem Song "You let me walk alone" auf einem überraschend guten vierten Platz.
eurovision.tv

Zitat: Tom Buhrow muss gegenüber Opfern und Beschuldigten gerecht bleiben.

"Ich lasse mich weder in der einen noch in der anderen Richtung von meinem Kurs abbringen, korrekt aufzuklären."

WDR-Intendant Tom Buhrow muss bei der Aufklärung der Vorfälle sexueller Belästigung einen Drahtseilakt meistern: Er sei sowohl Opfern als auch Beschuldigten gegenüber gleich verantwortlich. Inzwischen hätten sich bereits 16 Frauen an die Anlaufstellen für Betroffene von sexueller Belästigung gewandt.
sueddeutsche.de

"FAZ": IRT wusste früh über entgangene Mio aus Patenten Bescheid.

ard_zdf_150x150Institut für Rundfunktechnik von ARD und ZDF könnte spätestens 2007 erfahren haben, dass es bei den MPEG-Audio-Patenten Mio-Beträge verloren hat, schreibt Axel Weidemann. Das IRT habe den Fall dann im Dezember 2016 öffentlich gemacht, da durch einen Patentstreit in den USA "eine unangenehme Debatte" drohte. Man habe sich wohl "nicht öffentlich vorhalten lassen" wollen, Mio-Einnahmen verschenkt zu haben.
"FAZ", S. 13 (Paid)

MDR fordert eine UKW-Lösung und investiert vorerst nicht in Sendetechnik.


Rundfunkrat rät zur Radio-Rettung: Der MDR investiert erst wieder in terrestrische Sendetechnik, wenn die UKW- Radioverbreitung "gesichert und die Rahmenbedingungen dafür geklärt sind". Der MDR sieht Bundesnetzagentur, Bundeskartellamt und Politik in der Pflicht, zu regulieren. Betriebsdirektor Ulrich Liebenow und Intendantin Karola Wille haben den MDR-Rundfunkrat hinter sich. Radio dürfe nicht zum Spielball unternehmerischer Einzelinteressen werden, sagt der Vorsitzende Horst Saage.

Der Streit um die Antenne mündete Anfang April in der Drohung von Media Broadcast, die UKW-Versorgung abzuschalten. Stein des Anstoßes war die Diskussion über den Preis zwischen den Antennenbesitzern und den Sendernetzbetreibern.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Mediennutzung: Online-Medien übersteigen erstmals Live-TV.

Online-Nutzung übersteigt 2018 erstmals leicht die Zeit des linearen TV-Konsums, sagt eine Studie von Group M. Demnach schauen Mediennutzer im Schnitt 218 Minuten am Tag Live-TV und nutzen 221 Minuten Online-Medien. Radio bleibt stabil bei 104 Minuten am Tag, Printmedien genießen fast stabil 41 Minuten Aufmerksamkeit. Seit 2015 ist die tägliche Mediennutzung um 34 Minuten gestiegen, Online hat seitdem fast eine Stunde dazugewonnen.
horizont.net

"Spiegel": Sechs Frauen erheben Vorwürfe gegen WDR-Filmchef Gebhard Henke.

WDR in Bedrängnis: Sechs Frauen erheben im "Spiegel" konkrete Belästigungsvorwürfe gegen Filmchef Gebhard Henke. Er soll zwischen 1990 und 2015 Frauen an Po und Bauch betatscht haben und Förderung gegen "körperliche Zuwendung" angeboten haben, berichtet der "Spiegel". Zu den Betroffenen, die sich äußern, zählt auch die Moderatorin Charlotte Roche (Foto, links).

Der derzeit freigestellte Henke bestreitet die Vorwürfe. Zuletzt unterstützten 16 Frauen den "Tatort"-Koordinator Henke mit einem offenen Brief. Fernsehdirektor Jörg Schönenborn äußert sich überrascht, bezeichnet die Aussagen der Frauen im "Spiegel" aber als "gravierend und glaubwürdig". Charlotte Roche schildert, dass Henke sie bei einem Treffen zur Verfilmung ihres Romans "Feuchtgebiete" am Po begrapscht habe. Als sie sich wegbewegte, sei er mit der Hand auf ihrem Po mitgegangen. (Fotos: dpa / Picture Alliance)
spiegel.de, presseportal.de (Reaktion WDR), turi2.de (Background)

WDR verschiebt Vertragsverlängerungen von Jörg Schönenborn und Valerie Weber.

WDR Logo 150WDR: Der Rundfunkrat habe informell beschlossen, die Vertragsverlängerungen von Fernsehdirektor Jörg Schönenborn und Hörfunkdirektorin Valerie Weber zu vertagen, schreibt Kai-Hinrich Renner. Die Verträge laufen noch bis Ende April 2019, sollten aber bereits im Juni erneuert werden. Der Rundfunkrat wolle sich damit jedoch erst befassen, wenn der WDR die Belästigungs-Vorwürfe gegen sieben Mitarbeiter aufgeklärt hat.
morgenpost.de, turi2.de (Background)