Zitat: Ralf Müller-Schmid sieht DLF Nova als Vorreiter des guten Geschmacks.

"Mainstream kann sicher auch Spaß machen, aber dazu werden wir nicht gebraucht."

Ralf Müller-Schmid, Programmchef von Deutschlandfunk Nova, sieht seinen Sender als "Entdecker von Interpreten und Titeln". Das könne der Sender nur leisten, weil er generell und "auch von Werbeeinnahmen" unabhängig sei, sagt er im Interview mit Radioszene.
radioszene.de

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Hören sich gut an, sehen gut aus! PLAYBOY hat Deutschlands schönste Radio Energy-Moderatorinnen im Tonstudio abgelichtet. Liest sich gut! Aktuell im Interview: u. a. Michael Caine – über seine harte Jugend und warum er nie James Bond wurde. Hört sich gut an, liest sich gut! PLAYBOY steigert seine Abo-Auflage im Vergleich mit dem Vorjahresquartal zum zwölften Mal in Folge. (Foto: Sacha Höchstetter für Playboy März 2019)
playboy.de

Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda regt Zweiteilung des ÖR-Budgets an.

Öffentlich-Rechtliche: Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda regt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" an, das Budget in je eines für Programme und eines zur Distribution zu teilen. Statt starr die Zahl der linearen Sender vorzugeben, sollten die Anstalten die Ausspielkanäle frei wählen dürfen und nur an Qualitätsstandards gemessen werden. So könnten die Sender Reichweite und damit auch Akzeptanz herstellen und flexibler auf Entwicklungen reagieren.
"Süddeutsche Zeitung", S. 10 (Paid)

Hör-Tipp: Radiosender sind für Hörer-Befragungswelle im Gewinnspielrausch.

Hör-Tipp: Christopher Deppe fragt im Radioszene-Podcast nach dem Sinn von Gewinnspielen zu Media-Analyse-Zeiten. Wissenschaftler Joachim Trebbe sagt, dass Hörern die Gewinnspiele gefallen, eine Garantie auf bessere Quoten seien diese aber nicht. Antenne-Bayern-Chefin Ina Tenz sagt im Podcast, dass die senderfinanzierten Promotions den Hörern einen Mehrwert liefern und nicht nach Werbung klingen sollen.
radioszene.de, "Radioszene"-Podcast (42-Min-Audio)

Renner: NDR-Hörfunkdirektor Joachim Knuth soll Vize von Intendant Lutz Marmor werden.

NDR: Hörfunkdirektor Joachim Knuth (Foto) soll neuer Stellvertreter von Intendant Lutz Marmor, 65, werden, hört Kai-Hinrich Renner im NDR-Flurfunk. Amtsinhaber Arno Beyer geht in den Ruhestand. Mitte 2019 steht die Verlängerung von Marmors Vertrag an. Eigentlich will der NDR einen Generations­wechsel an der Spitze und bevorzugt eine Frau, doch alle Kandidatinnen sind woanders fest im Amt, zu alt, zu jung oder haben kein Interesse. So könnte es doch auf eine Wiederwahl von Marmor hinauslaufen.
morgenpost.de

Media Broadcast einigt sich mit Verdi auf eine Vier-Tage-Woche.


Freitag bleibt frei: Media Broadcast führt für seine 700 Mitarbeiter die Vier-Tage-Woche ein. Der technische Dienst­leister für TV- und Radio­übertragungen einigt sich mit Verdi auf eine 32-Stunden-Woche bei Absenkung der Gehälter um mindestens 7,29 %. Dafür verzichtet Media Broadcast bis 2023 auf betriebsbedingte Kündigungen. Die Firma erwartet eine langfristig negative Geschäftsentwicklung, weil Digitaltechnik weniger wartungs- und arbeitsintensiv ist als etwa analoge Sendeanlagen.

Media Broadcast verspricht sich von der reduzierten Arbeitszeit eine "höhere Attraktivität für Talente", denen die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit wichtig ist. Trotz der Vier-Tage-Woche wird nicht jeder zwangsweise am Freitag frei haben, schließlich wollen die Kunden rund um die Uhr versorgt werden. Media Broadcast war früher eine Telekom-Tochter und gehört heute zur Freenet AG. Die Firma betreibt u.a. die kostenpflichtige Privatsender-Plattform Freenet TV sowie das bundesweite Digitalradio-Angebot auf DAB+.
wiwo.de, infosat.de (Details der Einigung)

Deutsche nutzen laut Vaunet 2018 häufiger audiovisuelle Medien.

Mediennutzung: 2018 haben Deutsche ab 14 Jahren erstmals mehr als neun Stunden pro Tag audiovisuelle Medien genutzt, sagt eine Analyse des Privatmedien-Verbandes Vaunet. Demnach schauten die Deutschen im Schnitt 5 Stunden und 12 Minuten Videos und hörten 3 Stunden und 52 Minuten Audio. Die Video-Nutzung sei im Vergleich zu 2017 (5 Stunden 6 Minuten) leicht gestiegen. Der Großteil falle weiter auf TV und Radio, Internetangebote würden im Schnitt 1 Stunde und 37 Minuten und damit 8 Minuten häufiger als 2017 genutzt.
presseportal.de

Patricia Schlesinger hat nach kurzer Zeit ihre Ziele beim RBB erreicht, analysiert Jana Gioia Baurmann.

RBB: Intendantin Patricia Schlesinger, 57, denkt den Umbau der ARD-Anstalt von unten – und macht auch vor der Kantine nicht Halt, beobachtet Jana Gioia Baurmann. Die drei Ziele, die sie vor ihrer Wahl vor zweieinhalb Jahren formuliert hat, habe sie inzwischen erreicht: mehr Eigenprogramme, eine bessere Wahrnehmung des RBB in der Bevölkerung sowie eine stärkere Position in der ARD.
"Zeit" 4/2019, S. 30

Gericht: Zweite Digitalradio-Plattform könnte starten.

Digitalradio: Das OVG Bautzen hebt die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Leipzig auf, das den Aufbau einer zweiten, bundesweiten Digitalradio-Plattform bisher blockierte. Die Betreibergemeinschaft Antenne Deutschland hatte 2017 den Zuschlag für den zweiten Bundesmux bekommen, ein unterlegenes Konsortium hatte dagegen geklagt. Die Rechtmäßigkeit der Vergabe ist noch nicht geklärt.
infosat.de, radioszene.de (Background)

Die ARD erwägt eine Verfassungsklage, sollte der Rundfunkbeitrag nicht steigen.

Rundfunkbeitrag: Die ARD erwägt eine Verfassungsklage, sollten die Länder keiner Erhöhung des Beitrags zustimmen, sagt der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm der dpa. Sollte der Beitrag nicht steigen, müssten ARD und ZDF deutlich am Programm kürzen. Dafür ganze Felder wie Sport oder Unterhaltung aus dem Programmauftrag zu nehmen, sei aus Sicht von Wilhelm nicht mit der Rundfunkfreiheit vereinbar.
handelsblatt.com, abendblatt.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm will nicht nur in der Nische senden.

Hör-Tipp: "Babylon Berlin" erzählt mehr über die Gegenwart als über die 1920er.

Hör-Tipp: Die Serie "Babylon Berlin" verrät mehr über unsere Gegenwart als über die 1920er Jahre, sagt Hanno Hochmuth im "Hörsaal" von Deutschlandfunk Nova. Der Historiker stellt zehn Thesen auf zum Mythos der "Goldenen Zwanziger". Wichtig für den Erfolg der Co-Produktion von ARD und Sky sei die Vermarktung Berlins als Party-Metropole. Genau wie damals sei die Demokratie auch heute von rechts bedroht.
deutschlandfunknova.de (47-Min-Audio)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Sky-Kommunikator Ralph Fürther erklärt die Kooperation zwischen ARD und Sky. (9/2018)

"BamS": Pensionskasse der ARD hat finanzielle Schwierigkeiten.

ARD: Die Pensionskasse der Anstalt ist laut "Bild am Sonntag" bei einem internen Stresstest wegen finanzieller Schwierigkeiten durchgefallen. Grund für die Probleme sei die anhaltende Niedrigzinsphase. Die ARD will laut "BamS" nun das Eigenkapital der Kasse um rund 50 Mio Euro erhöhen und den Garantiezins ab 2020 von 3 % auf 1,75 % senken. Dies führe künftig zu deutlich höheren Zahlungen der Rundfunkanstalten an die Pensionskasse, es sei von einem dreistelligen Mio-Betrag pro Jahr die Rede.
"Bild am Sonntag", S. 45 (Paid)

Der Hessische Rundfunk plant 2019 mit einem Minus von 93 Mio Euro.

Hessischer Rundfunk: Der Rundfunkrat beschließt einstimmig den Budgetentwurf von Intendant Manfred Krupp. Demnach plant die Anstalt 2019 mit einem Minus von 93 Mio Euro. Einnahmen von 511 Mio Euro stehen Ausgaben von 604 Mio Euro entgegen. Schon für 2018 hat der Sender mit einem Minus von 90 Mio Euro kalkuliert.
hr.de, turi2.de (Background 2018), turi2.de (Interview mit Manfred Krupp)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Unsere Kritiker nutzen unsere Angebote": HR-Intendant Manfred Krupp über Akzeptanz von ARD und ZDF.

Peter Boudgoust tritt Mitte 2019 als SWR-Intendant zurück.

Wachwechsel: Der SWR braucht ab Mitte 2019 einen neuen Intendanten. Amtsinhaber Peter Boudgoust, 64, hat heute seinen vorzeitigen Rücktritt im kommenden Jahr angekündigt. Er ist seit Mai 2007 SWR-Intendant. Mitte 2016 wählten ihn Rundfunk- und Verwaltungsrat für eine dritte Amtszeit, die regulär bis April 2022 dauern würde. Sein Nachfolger wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2019 gewählt.
presseportal.de

MDR startet das Kinderradio MDR Tweens.


Ran an junge Ohren: Der MDR startet den neuen Radiosender MDR Tweens für Kinder zwischen acht und 13 Jahren. Sie können ihn im MDR-Sendegebiet via DAB+ und als Livestream hören. Es ist ein ganztägiges Radioprogramm. Herzstück ist die werktägliche Live-Sendung "MDR Tweens Live mit Chris" zwischen 16 und 18 Uhr mit Moderator Christopher Löwe.

Dazu kommen werktägliche Musik-Spezialsendungen, z.B. "Rock It" und "Pop-Tweens" und Sendungen zu Hobby– "Die Hobbyisten" und Wissen – "BissenWissen". Noch-Programmdirektorin Nathalie Wappler sagt, der Name Tweens leite sich von "between" ab und bezeichne die Zielgruppe, die zwischen zwei Phasen des Lebens stehe, nämlich Kindheit und Jugend.
infosat.de

Meinung: Klassische Medien übernehmen Stärken des Internets.

Klassische Medien wie Zeitschriften, Radio und Plakate könnten 2019 punkten, weil sie Stärken des ursprünglichen Gegners Internet übernehmen, schreibt Christian Gehl in "Werben & Verkaufen". Zeitschriften setzten zunehmen auf Personalisierung und damit auch für Anzeigenkunden engere Zielgruppen. Die digitalen Nachfolger klassischer Plakate könnten Handy-Daten auswerten und im Radio halte Programmatic Advertising Einzug.
"Werben & Verkaufen " 49/2018, S. 33 (Paid)

Moderatorin Stefanie Tücking, 56, ist tot.

Stefanie Tücking ist tot. Die SWR-Moderatorin starb in der Nacht auf Samstag überraschend im Alter von 56 Jahren in Baden-Baden, meldet der SWR. Tücking moderierte rund 30 Jahre lang verschiedene Musiksendungen für SWR3 sowie TV-Sendungen und auf der Bühne bei Rock am Ring. Bekannt wurde sie in den 80er-Jahren durch die Moderation der ARD-Musiksendung "Formel Eins".
presseportal.de, swr3.de (2-Min-Nachruf in O-Tönen)

Öffentlich-Rechtliche müssen Zuhörern zuhören, meint Jan Weyrauch.

Radio: Öffentlich-Rechtliche Sender laufen Gefahr, redaktionsblind vor sich hin zu senden, glaubt Jan Weyrauch, Programmdirektor von Radio Bremen. Der Sender entwickelt deshalb ein digitales Panel nach niederländischem Vorbild: Dort beantworten wöchentlich 50.000 Teilnehmer Umfragen, um die Lücke zwischen Journalisten-Wahrnehmung und Bürger-Meinung zu schließen.
zeit.de (Paid)

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm will nicht nur in der Nische senden.


Nicht nur Nische: Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks und amtierender ARD-Vorsitzender, blickt gespannt auf 2019. Dann entscheiden die Länder wie der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks künftig sein soll. "Über allem steht, dass die Rundfunkfreiheit gewährt bleibt", sagt Wilhelm im Interview mit turi2.tv heute in München. Nicht minder wichtig ist ihm, dass die ARD nicht zum Informations- und Kultur-Nischenprogramm zusammengestutz wird, sondern auch künftig Filme, Sport und Unterhaltung zeigen darf: "Alles gehört zum Leben und die einzelnen Sendungen kann man auch nicht glasklar nur einer bestimmten Kategorie zuordnen".

"Ermutigend" nennt Wilhelm das Ergebnis der Volksabstimmung über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Schweiz: "Wenn das anders ausgegangen wäre, hätte das sicher auch eine Wirkung gehabt für die Diskussion in Deutschland." Hierzulande stellt er erfreut fest, dass das "Vertrauen in die etablierten Medien, auch in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wieder steigt". Über die Einigung mit den Verlagen, was ARD und ZDF online dürfen, ist Wilhelm froh und sieht sich im gemeinsamen Kampf gegen Facebook & Co: "Ein überwölbendes gemeinsames Interesse ist glaube ich ein guter Hintergrund, um gut auszukommen."
turi2.tv (5-Min-Video)