Helmut Markwort tritt als “Focus”-Herausgeber ab.

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Abgang im Geheimen: Helmut Markwort, 80, hat seine Rolle als Herausgeber von Burdas Nachrichtenmagazin "Focus" unbemerkt und ohne großes Aufsehen abgelegt. Zum letzten Mal stand Markwort in dieser Funktion in der Ausgabe vom 27.12.2016 im Impressum. Seit Anfang des Jahres wird er dort als Gründungschefredakteur geführt. Aufgefallen ist das zuerst der "Süddeutschen Zeitung", der Burda den Abtritt bestätigt. Die Funktion Herausgeber fehlt im Impressum derzeit.

Zwar ist Markwort jetzt nicht mehr Herausgeber, ein Abschied vom "Focus" ist das aber nicht. Seine Kolumne Das Tagebuch behält Markwort ebenso wie sein Büro im Verlag. Zudem bleibt er Geschäftsführer von Burda Broadcast Media, der Verlagstochter für Radio-Beteiligungen.
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Basta: Radio Galaxy stoppt Brustvergrößerung.

Radio Galaxy Traumbusen 150Boobs, I did it again: Eine Brustvergrößerung für 5.000 Euro wollte Radio Galaxy Ingolstadt an eine Hörerin verlosen. Die Medienwächter der BLM in München finden die Werbeaktion eines örtlichen Schönheitschirurgen aber gar nicht sexy und fürchten eine "Entwicklungsbeeinträchtigung" junger Hörer. Der Sender zieht die Reißleine und lässt aus dem "Traumbusen" die Luft raus.
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Antenne Bayern holt Programmdirektorin Ina Tenz auch in die Geschäftsführung.

ina_tenz_150Antenne Bayern gibt seiner neuen Programmdirektorin Ina Tenz mit ihrem Amtsantritt mehr Verantwortung und holt sie als Chief Content & Brand Officer in die Geschäftsführung. Sven Rühlicke, Chef des Vermarkters SpotCom, wird zusätzlich Chief Digital Officer. Beide berichten an Karlheinz Hörhammer, den Vorsitzenden der Geschäftsführung.
kress.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

MDR muss wegen Bombendrohung Radio-Programm unterbrechen.

mdr-neu-2016MDR muss am Neujahrstag für einige Stunden die Live-Programme mehrerer Radiosender unterbrechen. Grund war eine Bombendrohung gegen das Funkhaus in Halle, das daraufhin geräumt wurde. Sprengstoffexperten konnten jedoch nichts Verdächtiges finden. Die Sender übertrugen in der Zwischenzeit ein Notprogramm oder das Angebot von MDR Sachsen-Anhalt, das in Magdeburg produziert wird.
digitalfernsehen.de, radiowoche.deKommentieren ...

interview2: FFH-Chef Hans-Dieter Hillmoth sieht das Privatradio in der Tutti-Frutti-Falle.


TV harms the Radio star: Hans-Dieter Hillmoth ist seit 1989 Chef von FFH und das Gesicht des Privatradios in Deutschland. Radio fasziniert ihn – Lästereien über die Privaten nerven. "Das private Radio ist viel besser als das private Fernsehen", sagt Hillmoth beim turi2.tv-Besuch im Funkhaus Bad Vilbel. Das Schmuddel-Image aus der Tutti-Frutti-Zeit schadet bis heute auch den privaten Hörfunkern.

Radio erfülle eine wichtige Rolle in den Regionen. FFH vollbringe in Hessen eine "integrative Leistung", berichte aus allen Landesteilen seriös statt reißerisch. Hillmoth, der ab Januar auch Aufsichtsrats-Chef des Vermarkters RMS ist, blickt auf ein gutes Werbegeschäft 2016 zurück. Dabei profitiere das Privatradio von der Tageszeitungskrise: Kunden schichteten Budgets um: von der Tageszeitung zum Radio.
youtube.com (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Hör-Tipp: Sherlock-Holmes-Hörspiel von Bastian Pastewka bei WDR3.

bastian-pastewka-150Hör-Tipp: Comedian Bastian Pastewka hat für den WDR den Krimi Sherlock Holmes und das Geheimnis des weißen Bandes als Hörspiel bearbeitet - der erster Sherlock Holmes seit dem Tod von Arthur Conan Doyle, dem Erfinder des Meister-Detektivs. Der Dreiteiler lief vor Weihnachten im WDR und steht nun kostenlos zum Download.
wdr.de (mit ca. 3-Stunden-Hörspiel, bis 8.1. abrufbar)Kommentieren ...

Facetime mit … Julian Reichelt: Bild.de macht bald Radio.


"Bild" ohne Bilder: Nach vielen Live-Video-Experimenten plant bild.de für das kommende Jahr den Einstieg in den Radio-Journalismus. Die Redaktion entwickelt Formate für den intelligenten Lautsprecher Amazon Echo und will Live-Audio von Facebook testen, kündigt Chefredakteur Julian Reichelt im turi2.tv-Gespräch an. Dieses Video-Interview mit Reichelt ist auch für turi2 ein Test: Per Smartphone ist er aus seinem Büro zugeschaltet.

Reichelt hat in den vergangenen Monaten einige Radioleute angeworben. Sie entwickeln eigene Podcast-Formate für Amazon – der Lautsprecher Amazon Echo liest über seine Computerstimme Alexa bild.de-Nachrichten bislang automatisiert vor. Künftig soll ein echter Mensch sprechen. Reichelts Ziel sind "Social-Media-Radioprogramme, die der Marke gerecht werden". Facebook Live und Online-Audio seien eigentlich wie Fernsehen und Radio. Die große Revolution sieht Reichelt im Smartphone, das die Nutzung aller Medien von Zeit und Ort entkoppelt.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2, Teil 1)

Zum Teil 2 des Gesprächs: Julian Reichelt über Hass im Netz und seine journalistische Niederlage in diesem Jahr.

Aus dem turi2.tv-Archiv – das interview2 mit Julian Reichelt:
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Facebook führt Live-Audio ein.

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Gehört mir: Facebook beschert Radiomacher und Podcaster mit einem verfrühten Weihnachtsgeschenk. Nach Social-Live-Video kündigt Facebook nun Social-Live-Audio an. Erste Audio-Partner sind der BBC World Service, das britische Talkradio LBC und der Buchverlag HarperCollins. 2017 will Facebook Live-Audio allen Inhalte-Produzenten anbieten, die ihre Geschichten ohne Bild, nur mit Sprache, Geräuschen und Musik erzählen - aber auch Live-Reportern, deren Internet-Verbindung für Live-Video gerade zu langsam ist.

Wie bei Live-Video können die Nutzer den Livestream direkt kommentieren oder mit den Autoren interagieren. Weil Audio-Inhalte oft nebenbei konsumiert werden, können Android-Nutzer auch zuhören, während sie andere Apps nutzen. iOS-Nutzer können beim Audio-Konsum andere Facebook-Inhalte anschauen.
theverge.com, techcrunch.com, media.fb.com, marckrueger.tumblr.com (Einschätzung)Kommentieren ...

Finnischer Ministerpräsident will bestimmen, worüber Medien berichten.

juha-sipilae-150Finnland sorgt sich um die Pressefreiheit: Ministerpräsident Juha Sipilä (Foto) versuche, die Nachrichten- und Kulturredaktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks YLE unter seine Kontrolle zu bringen, schreibt Jüri Reinvere. Auf kritische Berichte reagiere Sipilä mit Anweisungen an den Sender, worüber YLE nicht berichten soll.
faz.netKommentieren ...

ARD fordert höheren Rundfunkbeitrag.

ARD ZDF Deutschlandradio RundfunkbeitragRundfunkbeitrag soll nach Wunsch der ARD bis 2025 auf 19,59 Euro steigen. Das geht aus einem Papier hervor, das dem Evangelischen Pressedienst vorliegt. Darin fordert der Sender-Verbund eine Koppelung des Beitrags an das Brutto-Inlandsprodukt. Außerdem entwirft die ARD eine Vision für ihre Zukunft: Die Sender sollen sich zu einem öffentlich-rechtlichen Content-Netzwerk entwickeln, das mediengattungsübergreifende Angebote auf unterschiedlichen Ausspielwegen produziert. Dazu müsste die Politik allerdings medienpolitische Änderungen vornehmen.
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Bauer plant Einstieg ins Digitalradio.

bauer150Bauer plant ein Gebot für das zweite DAB+-Multiplex, schreibt Gregory Lipinski. Bis zum 24. Februar können sich Plattformanbieter für die 15 Programme bewerben. Bisher ist Bauer, anders als in anderen europäischen Ländern, in Deutschland im Radiomarkt nur ein kleines Licht. Am Multiplex haben laut Lipinski auch der Sendenetzbetreiber Uplink Network und der Immobilienunternehmer Steffen Göpel Interesse.
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RTL Group will TV- und Radio-Sender in Frankreich zusammenlegen.

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La Fusion: Die RTL Group stellt sich in Frankreich neu auf und verkauft ihre französische Radiofamilie für 216 Mio Euro an die TV-Sender-Holding Groupe M6. Die wiederum gehört zu 48,26 % RTL. Der Verwaltungsrat der RTL Group und der Aufsichtsrat der Groupe M6 haben den Plan bereits durchgewunken. Die französische Medienaufsicht CSA muss dem Deal noch zustimmen.

Parallel will RTL einen integrierten Vermarkter für TV-, Radio- und Digitalwerbung schaffen und mit crossmedialer Werbung wachsen. Bei Technologie und Vertrieb soll die Fusion Kosten sparen. Die Neuorganisation soll keinen Einfluss auf die redaktionelle Ausrichtung der gebündelten Sender haben.
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interview2: Dem Deutschlandradio stehen große Veränderungen bevor, sagt Intendant Willi Steul.


Das war erst der Anfang: Intendant Willi Steul kündigt tiefgreifende Reformen beim Funk-Flaggschiff Deutschlandradio an. Sein Nachfolger werde redaktionelle Abläufe ändern, stärker visuell und für Plattformen produzieren lassen, stellt Steul im turi2.tv-Interview in Aussicht. Er geht im Mai in den Ruhestand. In den vergangenen Jahren habe er einen Modernisierungsstau aufgelöst. Der neue Intendant müsse "den Zug in Fahrt bringen".

Steul ruft die Mitarbeiter von Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen auf, vieles in Frage zu stellen. Abläufe müssten sich grundlegend ändern, um Radio via Spotify und Podcast aufs iPhone zu bringen oder ein Visual Radio zu produzieren. Steul kritisiert, dass einige auf der Bremse stehen: "Nicht alle gehen mit dieser Leidenschaft an Veränderungen heran – das ist eine Aufgabe, die man intern zu bewältigen hat." Steul selbst will sich das aus der Distanz anschauen. Der Ethnologe und Historiker plant ein Buch über Dschingis Khan und ein Drehbuch zusammen mit seiner älteren Tochter.
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SWR schafft Hörfunk- und TV-Direktion ab.

SWR-Funkhaus Mainz Symbolbild 600Melting Pot im Südwesten: SWR hebt die Trennung zwischen Hörfunk- und Fernseh-Direktion auf und setzt ab 2017 auf kanalübergreifende Programmdirektionen. Bisher waren die Programmdirektionen nach Ausspielkanälen wie Radio und TV unterteilt; künftig soll thematisch und medial übergreifend gearbeitet werden. Intendant Peter Boudgoust erklärte, der SWR reagiere damit auf den rasanten Wandel in der Mediennutzung.

Ab Januar hat der SWR demnach vier multimediale Programmdirektionen: Kultur und Information in Baden-Baden sowie die Landessenderdirektionen in Stuttgart und Mainz. Gerold Hug, der seit 2012 die Hörfunkdirektion in Baden-Baden leitete, übernimmt die Kultursparte. Christoph Hauser, bisheriger Chef der Fernsehdirektion, wird Programmdirektor Information.
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Sixt und Netto scheitern mit Klagen gegen Rundfunkbeitrag.

ARD ZDF Deutschlandradio RundfunkbeitragRundfunkbeitrag ist auch für Filialen und einzelne Mietautos fällig, entscheidet das Bundesverwaltungsgericht. Sixt und Netto scheitern mit ihren Klagen. Sixt zahlt jährlich 3,3 Mio Euro, Netto 1,7 Mio, weil der Beitrag für einzelne Standorte und Autos fällig ist. Sixt zieht nun weiter vor das Bundesverfassungsgericht.
welt.de1 Kommentar

BLM will Frequenz von Ausbildungsradio M94.5 neu vergeben.

m945-150M94.5, Münchner Aus- und Fortbildungsradio, muss um seine UKW-Frequenz bangen. Die BLM will die Privatradios stärken und überlege, die Frequenz von M94.5 an die Rock Antenne von Antenne Bayern zu vergeben, schreibt Michael Bremmer. Die Abstimmung im Hörfunkausschuss der BLM ergab mit 8:8 Stimmen zuletzt einen Patt. Eine Entscheidung soll im Februar fallen.
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In Dresden spielen Journalisten auf der Bühne Journalisten.

szenenbild-zuerst-die-gute-nachricht-150Journalisten-Theater: Die Bürgerbühne am Staatsschauspiel Dresden bringt in Zuerst die gute Nachricht eine "Krisenschau" auf die Bühne, in der Journalisten Journalisten spielen. Dabei gelingt den Laiendarstellern zwar eine "gute Standortbestimmung der Konfliktparteien" und die Beschreibung der "Sachzwänge journalistischer Arbeit", jedoch verliert sich das Stück in Phantasmen wie Superkräften und Allwissenheit, bedauert Cornelius Pollmer. (Foto: Staatsschaupiel Dresden)
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Zahl des Tages: NDR spart 6,5 Stellen ein – bei 103 Mio Euro Fehlbetrag.

NDRZahl des Tages: Ganze 6,5 Stellen will der NDR 2017 sozialverträglich abbauen. Das entspricht rund 0,2 % aller Stellen der Anstalt. Den erwarteten Fehlbetrag von 103 Mio Euro werden die eingesparten Stellen kaum ausgleichen können. Stattdessen will der NDR die Finanzierungslücke mit angesparten Rücklagen des Rundfunkbeitrags schließen.
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Andreas Meyer-Lauber ist neuer Chef des WDR-Rundfunkrats.

andreas-meyer-lauber-dgb-nrw-150WDR-Rundfunkrat wählt DGB-Mann Andreas Meyer-Lauber mit 50 von 59 Stimmen zu seinem neuen Vorsitzenden. Er folgt auf Ruth Hieronymi, die sieben Jahre an der Spitze des Gremiums stand und insgesamt 25 Jahre Mitglied des Rundfunkrats war. Meyer-Lauber will vor allem die "Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks" stärken. (Foto: DGB NRW)
dwdl.de, wdr.deKommentieren ...

VPRT fordert Radio-Staatsvertrag fürs Digitalradio.

Radio Symbolbild 600Privatradios fordern einen "Radio-Staatsvertrag", der den Übergang von UKW zum Digitalradio DAB+ regelt, schreibt Michael Hanfeld. Ein Papier des Lobby-Verbands VPRT sieht u.a. einen "publizistischen Grundversorgungsauftrag" für Lokalradios vor, eine Must-Carry-Regelung auf digitalen Plattformen sowie Unterstützung für die Parallel-Ausstrahlung von UKW und DAB+.
"FAZ", S. 13 (Paid), turi2.de (Backgrund)1 Kommentar

Intendant Willi Steul verlässt Deutschlandradio zum 1. Mai.

SteulDeutschlandradio muss ab sofort einen neuen Intendanten suchen: Willi Steul, 65, bestätigt seinen vorzeitigen Abschied zum 1. Mai. Der öffentliche Druck auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sei stark geworden, sagt Steul im Interview von Ulrike Simon. Es brauche früher jemanden, der die Anstalt durch diese Debatten führt – Steul hatte Vertrag bis 2019.
haz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

ARD startet eigene Audio-App für mobile Radiohörer.

ARD_logo_150ARD bringt Mitte 2017 eine eigene Audio-App in die Stores. Sie soll die 60 Hörfunkwellen der ARD sowie die Deutschlandradio-Sender und Podcasts bündeln. Die Sender sind bereits über Aggregatoren und den privaten radioplayer.de abrufbar – die neue ARD-App soll personalisierbar sein und Inhalte kuratieren, ohne dass Nutzer mit ihren Daten bezahlen. Radioplayer-Chefin Caroline Grazé hat die ARD-Wellen bis Juni 2017 an Bord und rechnet fest damit, dass die Sender auch darüber hinaus im Radioplayer bleiben.
presseportal.de, turi2 - eigene InfosKommentieren ...

ARD, ZDF und Co. gönnen sich viel Personal für Auslandsreise.

ARD-ZDF-Deutsche-Welle-Deutschlandradio-150Öffentlich-Rechtliche verpulvern für die letzte Auslandsreise von Bundespräsident Gauck Geld, beobachtet Japan-Korrespondent Patrick Welter. Aus Deutschland reisten zwei ARD-Radioleute, eine Deutschlandradio-Frau und einer von der Deutschen Welle mit, außerdem je ein ARD- und ZDF-Team aus Deutschland. Zwei ARD-Journalisten aus Tokio waren auch vor Ort.
"FAZ", S. 18 (Paid)Kommentieren ...