Axel Balkausky und Daniel Bouhs vertragen sich.

Axel Balkausky und Daniel Bouhs haben sich getroffen und ausgesprochen. Details sollen vertraulich bleiben. Die gegenseitigen Vorwürfe seien aus der Welt geschafft worden. Die kritische Begleitung der ARD-Sportberichterstattung stehe ebenso wenig in Frage wie die Bereitschaft der ARD-Sportkoordination, Interviewanfragen wahrzunehmen.
facebook.com, turi2.de (Background)

"Bild": Judith Rakers moderiert Konkurrenz-Sendung zu "Aktenzeichen XY".

Judith Rakers
Die Schöne und die Verbrecher: Judith Rakers, das Vorzeigelächeln der ARD, soll ab Herbst für die ARD Verbrecher jagen und der ZDF-Konkurrenz "Aktenzeichen XY" Quote abluchsen, schreibt "Bild". HR und RBB sollen die Sendung mit dem Arbeitstitel "Kriminalreport" demnach produzieren.

Vorbilder für die neue Sendung zur Prime Time sollen der ZDF-Quotengarant "Aktenzeichen XY" und das HR-Format "Maintower Kriminalreport" sein. "Tagesschau"-Sprecherin Rakers hat bereits den Vertrag für die Sendung unterschrieben, schreibt "Bild". Rakers Management sagt hingegen, der TV-Deal sei "noch nicht fix".
"Bild", S. 4 (Paid)

Balkausky: Daniel Bouhs sei nicht der Grund für das abgelehnte Interview beim RBB.

ARD: Sportkoordinator Axel Balkausky rudert zurück – er habe das Interview mit dem Radioeins Medienmagazin des RBB nur aus zeitlichen Gründen abgelehnt. Sein Kommentar über Medienjournalist Daniel Bouhs, mit dem er nicht in einer Sendung auftauchen wolle, sei nur eine "flapsige Bemerkung" gegenüber Moderator Jörg Wagner gewesen. Bouhs weist bei Twitter hingegen darauf hin, dass Balkausky vor Kurzem bereits ein Interview mit einem Kollegen von "Zapp" abgelehnt habe – "ebenfalls ausdrücklich mit Verweis auf mich als Mitarbeiter der Redaktion".
dwdl.de, twitter.com, turi2.de (Background)

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky verweigert RBB-Magazin ein Interview.

ARD-Zwist: Sportkoordinator Axel Balkausky lehnt ein Interview im Radioeins Medienmagazin des RBB ab. Balkausky will nicht in einer Sendung auftauchen, in der Medienjournalist Daniel Bouhs spricht – und nimmt deshalb nicht Stellung zur kommenden WM-Berichterstattung. Bouhs hatte zuvor über umstrittene Nebentätigkeiten von ARD-Sport-Moderatoren berichtet.
radioeins.de (ab Minute 38)

Video-Tipp: Journalisten diskutieren auf Republica über investigative Recherchen.

Video-Tipp: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger (Foto), Correctiv-Chef Oliver Schröm, Georg Mascolo, Olaf Sundermeyer und Datenjournalistin Uli Köppen diskutierten auf der Republica über investigativen Journalismus. Schlesinger sagt, dieser beginne im Lokalen, etwa bei Recherchen zu korrupten Bürgermeistern. Schröm sagt, Correctiv müsse unter großem Ressourcenaufwand Bildungsangebote machen, um gemeinnützig zu sein.
youtube.com (61-Min-Video)

RBB stellt online Video und Audio in den Mittelpunkt.

RBB will Texte im Netz defensiver präsentieren und den Fokus auf Videos und Audio legen. Auf rbb24.de entsteht mehr Platz für Bewegtbild und Multimediales, kündigt Intendantin Patricia Schlesinger an. Sie besänftigt damit, wie zuvor der WDR und das ZDF, die Verleger, die sich gegen öffentlich-rechtlichen Text-Journalismus wehren. Der RBB stellt aber klar, dass das Textangebot nicht gekürzt werde, sondern nur in den Hintergrund rücke.
dwdl.de

Hinweis: In einer früheren Version hieß es, der RBB kürze das Textangebot. Das trifft dem Sender zufolge nicht zu.

Aus dem Archiv von turi2.tv: Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue will sich den Text im Netz nicht gänzlich verbieten lassen.

Hajo Seppelt und WDR arbeiten weiter zusammen.

Hajo Seppelt und WDR einigen sich bezüglich seines Vertrags, hört Ulrike Simon. Der RBB nimmt dem WDR demnach einen Teil der Verantwortung ab – NDR, MDR und RBB sind bisher die einzigen ARD-Anstalten, die Produktionsfirmen investigativer Dokumentationen bei rechtlichen Problemen unterstützen. Simon hört, der WDR sei Seppelt entgegen gekommen, müsse sich den Dopingexperten künftig aber mit dem RBB teilen.
daily.spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Patricia Schlesinger wirbt für Weiterent­wick­lung des Rundfunks in Europa.

TV-Sender aus Europa sollten eine Debatte über die europäische Weiterent­wick­lung des Rundfunks anstoßen, meint RBB-Intendantin Patricia Schlesinger. Neue öffentlich-rechtliche Angebote könn­ten zum Mo­tor der EU-In­te­gra­ti­on werden und für ei­ne eu­ro­pa­wei­te Öf­fent­lich­keit sor­gen. Auch eine eu­ro­päi­sche Platt­form, auf de­r Pro­duk­tio­nen für al­le Europäer zugänglich sind, sei überlegenswert, schreibt Schlesinger in einem "FAZ"-Gastbeitrag.
faz.net

WDR und Hajo Seppelt können sich bislang nicht auf weitere Zusammenarbeit einigen.

WDR und der Dopingexperte Hajo Seppelt können sich bislang nicht auf eine Fortsetzung ihres im März auslaufenden Vertrags einigen, berichtet Ulrike Simon. Offenbar seien die Parteien vor allem bei Haftungsfragen uneins. Denkbar sei, dass Hajo Seppelt daher zum RBB wechselt, für den er in den Achtzigern als Sportreporter tätig war. NDR, MDR und RBB haben als einzige ARD-Anstalten vor kurzem zugestimmt, Produktionsfirmen investigativer Dokumentationen bei rechtlichen Problemen zur Seite zu stehen.
daily.spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

TV-Tipp: RBB sendet "Lange 'Kontraste'-Nacht" mit Beiträgen aus 50 Jahren.

TV-Tipp: Zum 50. Geburtstag des Politmagazins Kontraste sendet der RBB ab 23.45 Uhr fünf Stunden lang "Kontraste"-Geschichten aus fünf Jahrzehnten. Schon um 18.00 Uhr stellen sich Moderatorin Astrid Frohloff und der langjährige "Kontraste"-Mitarbeiter Roland Jahn, heute Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, bei Facebook Live den Fragen der Zuschauer.
rbb-online.de, rbb-online.de (Videos der "Kontraste"-Nacht)

RBB sendet "Thadeusz und die Beobachter" nun jeden Dienstag.

RBB schickt seinen Moderator Jörg Thadeusz mit seinem Talk "Thadeusz und die Beobachter" nun jeden Dienstag um 22.15 Uhr auf Sendung. Bisher strahlt der Sender den Talk etwa einmal im Monat aus. Bei "Thadeusz und die Beobachter" diskutieren der Moderator und die Journalisten Hajo Schumacher ("Berliner Morgenpost"), Claudia Kade ("Welt"), Elisabeth Niejahr ("Wirtschaftswoche") und Claudius Seidl ("FAS") über Politik.
dwdl.de, twitter.com

RBB verursacht mit Falschmeldung über Bürgermeisterwahl Verwirrung.

rbbRBB stiftet bei einer Bürgermeisterwahl mit einer Falschmeldung Verwirrung. Der Sender berichtete fälschlicherweise am Abend vor der Wahl, der CDU-Kandidat Uwe Fischer trete nicht mehr bei der Bürgermeisterwahl in Großbeeren an. Noch am Wahlmorgen sendet der RBB die Falschmeldung bei Antenne Brandenburg und im Inforadio. CDU-Kandidat Fischer schaltet einen Rechtsanwalt ein. Der künftige Bürgermeister Großbeerens wird in einer Stichwahl ermittelt.
maz-online.de (Paid), "FAZ", S. 13 (Paid)

ARD Audiothek startet und umschifft elegant die Löschfrist.

ARD startet morgen offiziell ihre Audiothek mit einem medienpolitisch spannenden Feature: Nutzer können die Löschfrist für Inhalte mit einem Download umgehen. Beiträge herunterzuladen sei eine Privatkopie, der Download stehe außerhalb der Verweildauer-Vorschriften für Mediatheken, argumentieren ARD.de-Redaktionsleiter Thomas Laufersweiler und Radio-Bremen-Programmdirektor Jan Weyrauch bei einem Pressegespräch in Berlin. Öffentlich-rechtliche Inhalte müssen nach bestimmten Fristen gelöscht werden, das schreibt der Rundfunkstaatsvertrag vor. Die neue Audiothek bündelt Radioinhalte aller neun ARD-Rundfunkanstalten und des Deutschlandradios.

Zum Start sind 560 Sendungen über die App abrufbar, täglich gehen mehrere hundert neue Folgen und Beiträge online. Viele Formate fehlen noch, weil jede Sendung Vorschaubilder und bestimmte Metadaten mitliefern muss, damit alles einheitlich aussieht und durchsuchbar ist. News und tagesaktuelle Inhalte fließen nicht ins Angebot ein. Der Fokus liegt auf Dokus, Reportagen, Magazinen, Comedy und Hörspielen. Die hausinterne App-Entwicklung kostete vergleichsweise günstige 200.000 Euro. In den vergangenen Test-Tagen luden 13.000 Nutzer die App herunter.
turi2 vor Ort beim Pressegespräch in Berlin, itunes.apple.com (iPhone), play.google.com (Android)

Nur NDR, MDR und RBB stehen Investigativ-Produzenten rechtlich bei.


Recherche auf eigene Gefahr: Die Produzenten-Allianz wollte sich mit den ARD-Anstalten eigentlich darauf einigen, Produktionsfirmen investigativer Dokumentationen bei rechtlichen Problemen zur Seite zu stehen. Doch nur NDR, MDR und RBB haben zugestimmt, schreibt Ulrike Simon. Die anderen sechs ARD-Anstalten lehnen einen generellen Haftungsbeistand ab. Die Produzenten-Allianz hat die Neuigkeit zwar ihren Mitgliedern mitgeteilt, doch sonst sollte der Sachverhalt nicht öffentlich werden.

Auf ihre Einzel-Nachfragen bei den Sendern, warum sie Auftragsproduzenten im Zweifel alleine lassen, bekommt Simon abgestimmte Antworten. Der WDR halte Rechtsbeistand für Produktionsfirmen "nicht für erforderlich", der BR "weder für erforderlich noch für sinnvoll" (BR) und der SWR hält die Zusage juristischer Unterstützung für "nicht zielführend". Die Folge, so Ulrike Simon: Auftragsproduzenten widmen sich lieber Stoffen, die keinem wehtun und "die im Grunde kein Mensch braucht".
daily.spiegel.de (Paid), dwdl.de

Bettina Schön wechselt mit dem "Mittagsmagazin" vom BR zum RB.

ARD-Mittagsmagazin nimmt beim Wechsel vom BR zum RBB Bettina Schön, 41, mit. Schön, bisher Vize-Redaktionsleiterin beim BR, ist laut kress.de bereits zum RBB gewechselt, wo sie ab 2018 als Redaktionsleiterin des "Mittagsmagazins" arbeitet. Mit weiteren Münchner "Mima"-Mitarbeitern liefen Bewerbungsgespräche. Der amtierende Redaktionsleiter Klemens Hübner bleibt beim BR.
kress.de

RBB verpasst Moderator Jörg Thadeusz einen Warnschuss nach CDU-Auftritt.

RBB missbilligt einen Auftritt von Moderator Jörg Thadeusz für die CDU. Dies sei ihm "in aller Deutlichkeit" übermittelt worden. Thadeusz interviewt derzeit Politiker in seiner RBB-Sendung "Fahrbereitschaft", Samstag ließ er sich von der CDU für ein Merkel-Interview einspannen. In Twitter-Diskussionen wollte Thadeusz seinen Fehler nicht einsehen, dokumentiert Stefan Niggemeier.
uebermedien.de

Das ARD-Radiofestival ist schön, gefährdet aber die Vielfalt, findet Stefan Fischer.

ARD-Radiofestival, bei dem im Sommer WDR 3, NDR Kultur, SWR 2, HR 2, SR 2, Bremen 2, MDR Kultur und Kulturradio RBB neun Wochen lang abends dasselbe senden, könnte keiner der Kultursender allein stemmen, andererseits widerspricht es dem Prinzip des Föderalismus und gefährdet die Vielfalt, schreibt Stefan Fischer. Diese Unterschiedlichkeit sei schließlich die Existenzberechtigung für neun ARD-Landesrundfunkanstalten mit jeweils mehreren Radioprogrammen.
sueddeutsche.de

Intendantin Patricia Schlesinger versucht, den RBB weniger langweilig zu machen.

RBB-Intendantin Patricia Schlesinger will dafür sorgen, dass ihre Anstalt nicht mehr als langweilig wahrgenommen wird, berichtet Jens Schneider. Eine Werbekampagne mit Selbstironie soll das neue Image unterstreichen, die neue Sendung „Die Abendshow“ als Aushängeschild fungieren. Die Stimmung bei den Mitarbeitern sei gespalten, so Jens Schneider: Einige ließen sich mitreißen, andere seien skeptisch zögerlich.
sueddeutsche.de

Uplink bekommt den Zuschlag für den Sendenetzbetrieb der ARD-Anstalten.


Dicker Frequenz-Fisch: Die ARD-Anstalten vergeben 352 ihrer ausgeschriebenen UKW-Frequenzen und damit mit Abstand das größte Paket an das Düsseldorfer Unternehmen Uplink, hinter dem u.a. "Focus"-Gründer Helmut Markwort und der Ex-Postminister Christian Schwarz-Schilling stehen. Uplink übernimmt ab Juli 2018 den Sendebetrieb für Hörfunksendungen von Deutschlandradio, NDR, RBB und Saarländischem Rundfunk. Gregory Lipinski schreibt, der Deal beschere Uplink jährlich über 13 Mio Euro. Der Vertrag laufe 7,5 Jahre mit der Option, dreimal verlängert zu werden. Die restlichen ausgeschriebenen Frequenzen, die Sender des MDR betreffen, gehen an den Uplink-Wettbewerber Divicon. Der bisherige Übertragungsdienstleister Media Broadcast hat sich aus dem UKW-Sendenetzbetrieb zurückgezogen und will sich aufs Digitalgeschäft konzentrieren, die ARD-Anstalten mussten den Sendenetzbetrieb deshalb öffentlich ausschreiben.
meedia.de

Hör-Tipp: Medienmagazin von Radio eins über den Betrugsskandal beim IRT.

Hörtipp-Icon-JPGHör-Tipp: Im Medienmagazin von Radio eins berichtet Daniel Bouhs über den Betrugsskandal beim Institut für Rundfunktechnik, bei dem ein Patentanwalt systematisch Geld abgezweigt haben soll. Bouhs berichtet u.a. über den aufwändigen Lebensstil des Mannes und dass das Geld offenbar in die Familien-Firma des Beschuldigten geflossen ist. Außerdem würdigt das Magazin den verstorbenen Musikkritiker Joachim Kaiser mit einer Laudation des ebenfalls verstorbenen Frank Schirrmacher von 2014.
wwwagner.tv (60-Min-Audio), turi2.de (IRT), turi2.de (Kaiser)

RBB reformiert ab heute sein Programm.

rbbRBB startet heute seine 2016 angekündigte Programmreform, um die Quote hochzuschrauben, los geht's mit dem neuen Wirtschafts- und Verbrauchermagazin "Super.Markt". Der Sender will sein Programm in drei Schritten verbessern: Bestehendes besser machen, Neues ausprobieren – und dafür alte Sendungen einstellen, multimediale Projekte entwickeln. Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus denkt über ein Redesign der "Abendschau" nach.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Auch das ZDF-"Mittagsmagazin" zieht nach Berlin um.

ZDF logo_150ZDF verlegt sein Mittagsmagazin 2018 wie erwartet von Mainz nach Berlin. Dasselbe ZDF-Team im Hauptstadtstudio produziert künftig in einer Woche das "Morgenmagazin" und in der anderen das "Mittagsmagazin". Bisher wechseln sich ARD und ZDF wochenweise ab und produzieren jeweils "MoMa" und "MiMa". Auch das ab 2018 vom RBB produzierte ARD-"Mittagsmagazin" sendet dann als Untermieter aus dem ZDF-Hauptstadtstudio.
presseportal.de, turi2.de (Background)

RBB übersetzt "Sandmännchen" in Gebärdensprache.

Sandmännchen wird barrierefrei: Der RBB spendiert der abendlichen Kindersendung eine Übersetzung in Gebärdensprache. Die Videos sind über die Mediatheken und Sandmann-Apps abrufbar. Als Gebärdensprachdolmetscher agieren gehörlose Kinder und Jugendliche des Zentrums für Kultur und visuelle Kommunikation der Gehörlosen in Berlin und Brandenburg. Übersetzt werden, sofern nötig, die Geschichten - das Sandmännchen selbst ist seit jeher stumm.
presseportal.de