Michael Ringier: Journalismus lässt sich künftig nur mit Daten finanzieren.

Daten sind die einzige Chance, Journalismus langfristig zu finanzieren, sagt Verleger Michael Ringier. "Sonst kann ich den Laden irgendwann zumachen", sagt er. Leser seien bereit, Daten abzugeben, wenn sie Vertrauen haben können. Dem Silicon Valley fehle es an echtem sozialem Engagement, Mark Zuckerberg sei ein "Oberheuchler", meint Ringier. Ringiers Neffe Robin Lingg soll im Kreis der Familie der "Leader of the Gang" sein, ob er später CEO werde, stehe aber nicht fest.
handelsblatt.com (Paid)Kommentieren ...

Ringier steigert 2017 Ebitda und Digital-Gewinne.

Ringier steigert im Geschäftsjahr 2017 den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 11 % auf 110,6 Mio Schweizer Franken. 66 % des operativen Gewinns erzielt Ringier mit digitalen Geschäftsmodellen. Der Gesamtumsatz sinkt um 4,4 % auf 1 Mrd Schweizer Franken. Ringier ist gemeinsam mit Swisscom im Gespräch über eine mögliche Übernahme des Anteils von 33,3 %, den SRG SSR an der Werbevermarktungsfirma Admeira hält.
ringier.chKommentieren ...

"Blick" engagiert sich bei E-Sports-Turnier.

Blick will von der Begeisterung für E-Sports profitieren und organisiert gemeinsam mit dem Computerspiele-Hersteller EA Sports und der Fifa am 5. Mai den "Blick eSports Cup". Bei dem Turnier sollen sich 320 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Computerspiel Fifa messen. Das Turnier dient zugleich als Qualifikationsrunde für die von EA Sports und der Fifa ausgetragenen Weltmeisterschaften in dem Spiel. Außerdem startet der "Blick" eine eigene Sektion auf seiner Website, in der die Zeitung stärker über E-Sports berichten will.
ringier.ch
Kommentieren ...

Slowakische Polizei lässt Verdächtige im Mordfall Jan Kuciak frei.

Slowakei: Die Polizei hat sieben Verdächtige im Fall des Mordes am Journalisten Jan Kuciak wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Verdächtigen waren 48 Stunden in Haft. In dieser Zeit habe die Polizei Anzeigen geprüft, sagt eine Sprecherin. Kuciak und seine Freundin waren am vergangenen Wochenende erschossen worden.
wiwo.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Nina Ranke leitet die Wirtschaftsmedien bei Ringier Axel Springer Schweiz.

Ringier Axel Springer Schweiz überträgt Nina Ranke die Leitung der Wirtschaftsmedien mit den Titeln "Bilanz", "Handelszeitung", "Schweizer Bank" und "Schweizer Versicherung". Ranke war zuletzt Operativchefin bei Springer International und übernimmt von Uli Rubner, die zum Wohnmagazins "Homes" wechselt.
ringieraxelspringer.ch, turi2.de (Bilanz)Kommentieren ...

"Tagesanzeiger": SDA setzt Stellenstreichung radikal um.

SDA Nachrichten Logo 150Schweizerische Depeschenagentur baut etwa 40 der 150 Vollzeit-Stellen schon innerhalb der nächsten zwei Wochen ab - bisher war von zwei Jahren die Rede. Die Löhne werden abgesenkt, schreiben Markus Häfliger und Philipp Loser. Die Verlage, vor allem die NZZ-Gruppe und die AZ Medien, sollen der SDA 2016 gedroht haben, eine Konkurrenzagentur aufzubauen, falls die Nachrichtenagentur nicht die Preise senke. Die SDA lagert die Wirtschaftsberichterstattung künftig an ihre Tochter AWP aus, die niedrigere Löhne zahlt. Die SDA-Redaktion warnt in einem Brief, die journalistische Grundversorgung der Schweiz sei in Gefahr.
tagesanzeiger.ch (Paid), persoenlich.com, syndicom.ch (Brief SDA-Redaktion), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Blick"-Gruppe holt Peter Wälty als Digital-Chef an Bord.

Blick-Gruppe wirbt Peter Wälty von Tamedia ab und macht ihn zum Digital-Chef und Vize-Geschäftsführer. Er soll spätestens ab April 2018 bei der "Blick"-Gruppe die digitalen Produkte weiterentwickeln. Wälty arbeitet seit 2000 bei Tamedias Gratis-Zeitung 20 Minuten, seit 2016 wirkt er als Leiter der Abteilung Digitale News und Entwicklung.
persoenlich.comKommentieren ...

Slowakei: Ringier Axel Springer verkauft seine Print-Sparte und kauft Online-Portale.

Ringier Axel Springer verkauft seine slowakischen Zeitungen und Zeitschriften. Digital dagegen kauft Springier in dem Land zu, u.a. das führende Autoportal Autobazar.eu, das Immobilienportal TopReality.sk sowie Domain und Markennamen der Newsseite Aktualne.sk - letztere leitet nun auf das eigene Newsportal Aktuality.sk um. Das digitale Redaktionsteam soll wachsen.
presseportal.deKommentieren ...

Dazn liefert Video-Highlights für Schweizer "Blick".

Dazn liefert Video-Highlights verschiedener Sport-Events künftig auch an Ringiers "Blick". Auch von den Schweizer Sendern MySports und Teleclub holt sich der "Blick" Material. Künftig gibt es für die Leser unter anderem Videos zur deutschen Bundesliga, der Premier League, der Primera Division sowie der NFL und NBA. Dazn liefert bereits für die "Bild" Bundesliga-Videos.
ringier.ch, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ringier-Chef Marc Walder sieht weitere Krisen für den Journalismus in Europa voraus.

Ringier-Chef Marc Walder prognostiziert im Interview mit dem "Handelsblatt" eine düstere Zukunft für den Journalismus in Europa. Er erwartet eine weitere "heftige Konsolidierungsphase", bei der sich kleine Verlage von großen Medienhäusern übernehmen lassen oder nur durch Mäzene gerettet werden. Viele Zeitungen würden seltener erscheinen oder ganz schließen. "Die geniale Pressevielfalt, die wir hatten, wird unter die Räder kommen", urteilt Marc Walder.
"Handelsblatt", S. 18 (Paid)Kommentieren ...

Ringier schickt Kai Diekmann als Medien-Entwicklungshelfer erneut nach Afrika.

Kai Diekmann geht im Auftrag von Ringier erneut nach Afrika, kündigt Ringier-Chef Marc Walder bei Twitter an. Der ehemalige "Bild"-Chefredakteur reist nach Ghana, Nigeria und Kenia, um Ringier dabei zu helfen, seine dortigen Medienmarken weiterzuentwickeln. Bereits im Mai war Kai Diekmann mit Ringier-Ticket für eine Woche in Ghana und Nigeria.
meedia.de, twitter.com/marcwalderKommentieren ...

Zitat: Marc Walder schließt einen Rückzug aus Polen aus.

"Ich schliesse kategorisch aus – und dies gilt auch für Axel Springer –, dass wir uns in Polen von unseren Zeitungen, Zeitschriften oder Internetportalen trennen wollen, weder von einzelnen noch von allen."

Ringier-CEO Marc Walder will nicht verkaufen, obwohl der Ton regierungsnaher Medien und der Regierung gegenüber ausländischen Medien sich massiv verschärft habe.
nzz.ch

weitere Zitate aus dem Interview:

"Die Ausgestaltung eines Mediengesetzes kann auch Nuancen haben. Da stellt sich etwa die Frage nach den Marktanteilen eines Unternehmen oder nach der Cross-Ownership über verschiedene Bereiche – Presse, Radio, Fernsehen, Internet – hinweg. Dies ist Sache der Wettbewerbskommission, und die soll unabhängig von der Politik agieren können."

"Gerüchte sind Teil der politischen Agenda. Wir können nicht viel mehr machen, als zu dementieren und klarzumachen, dass wir ein unabhängiger und langfristig orientierter Investor sind."Kommentieren ...

Basta: Ringier und Springer hätten ihr Schweizer Joint-Venture beinahe "verramscht".

Ringier Axel Springer Logo-150Obacht bei der Namenswahl! Das Schweizer Joint-Venture von Ringier und Springer wäre namentlich beinahe verunglückt. Bei der Eröffnung des neuen Standorts von Ringier Axel Springer Schweiz in Zürich verrät Ringier-Chef Marc Walder, dass die gemeinsame Firma eigentlich Ringier Axel Springer Media Schweiz heißen sollte. Doch zum Glück hat rechtzeitig jemand bemerkt, dass die Abkürzung davon "Ramsch" wäre.
persoenlich.comKommentieren ...

Ringier Axel Springer verkauft Tageszeitung "ALO!" in Serbien.

Ringier Axel Springer Logo-150Ringier Axel Springer verkauft die serbische Tageszeitung "ALO!" und deren Online-Aktivitäten an den Unternehmer Sasa Blagojevic. Die Zeitung wird künftig im neu gegründeten Unternehmen Dnevne Novine ALO doo geführt. Ringier Axel Springer will sich stärker auf seine Kernmarke "Blic" konzentrieren, begründet der Konzern den Verkauf.
presseportal.deKommentieren ...

Ringier Axel Springer kündigt Wirtschaftsanwalt Martin Wagner wegen "Blick"-Offerte.

Ringier Axel Springer Schweiz beendet seine geschäftlichen Beziehungen mit dem Basler Wirtschaftsanwalt Martin Wagner. Grund sei das Kaufangebot für den "Blick", das Wagner Ringier Anfang März im Auftrag von Investoren unterbreitet hat, schreibt die "NZZ am Sonntag". Ringier bestätigt das Ende der Zusammenarbeit, ohne nähere Gründe zu nennen. Wagner war Rechtsvertreter der Publikationen, die Springer in das Joint-Venture eingebracht hat, u.a. "Bilanz", "Beobachter" und "Handelszeitung".
nzzas.nzz.ch (Paid) via persoenlich.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Ringier-Chef Marc Walder sieht Werbung als Daten-Game.

"Werbung ist ein Daten-Game geworden".

Ringier-Chef Marc Walder ist überzeugt, dass Medien ihren Werbekunden nicht nur journalistische Angebote als Werbeumfeld, sondern auch "qualitativ gute Konsumdaten" liefern können und müssen. Im großen "NZZ"-Interview spricht Walder auch über die gefährliche Abhängigkeit vom Journalismus, die Gefahr, bei der Qualität zu viel zu sparen, und seinen Pessimismus, dass Bezahlangebote ein Massenmarkt werden.
nzz.ch via blendle.com

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Es besteht die Gefahr, dass die Medienindustrie einen Schritt zu weit geht und dann der Leser oder User nicht mehr die von ihm gewünschte Qualität erhält. Das ist ein gefährliches Spiel."

"Wenn man uns vor zehn Jahren gesagt hätte, wie viel Kosten wir reduzieren können – wie nun geschehen –, hätte das kaum jemand für möglich gehalten."

"Wenn wir heute noch mehr als fünfzig Prozent Abhängigkeit vom Journalismus hätten, dann könnte ich nicht mehr ruhig schlafen. Dafür ist mir das Geschäftsmodell Journalismus schlicht zu unsicher."

"Dass Leser für Journalismus auf digitalen Portalen Geld bezahlen – das wird wohl eine Nische bleiben."

Kommentieren ...

Ringier steigert 2016 Umsatz und Gewinn, Blick.ch macht mehr Werbeumsatz als Printausgabe.

Ringier steigert seinen Umsatz 2016 um 11 % auf 1,05 Mrd Franken. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wächst um 13 % auf rund 108 Mio Franken, 62 % davon stammen aus dem Digitalgeschäft. Der Werbeumsatz von Blick.ch hat erstmals den des gedruckten Blattes übertroffen. Seinen Jahresbericht hat Ringier vom thailändischen Künstler Rirkrit Tiravanija im Layout einer "Blick"-Ausgabe gestalten lassen.
persoenlich.com, ringier.ch (Download Jahresbericht)Kommentieren ...

Ringier-Chef Marc Walder will Werbekunden das Komplettpaket liefern.


Züchten statt Zukaufen: Ringier-CEO Marc Walder sagt Kreativ- und Mediaagenturen den Kampf an. Die bisherigen Aufgaben der Dienstleister sieht Walder künftig als Teil des Verlagsgeschäfts: "Man baut eigene Sales-Teams auf und bietet Kunden Komplettpakete an: die Kreation der Werbung, die Produktion, die Distribution", sagt Walder im "Horizont"-Interview und denkt an Digital-Vorbilder wie Vice oder BuzzFeed. Agenturen einfach zuzukaufen kommt für Walder nicht infrage: "Das ist nicht die Strategie. Wir bauen die Kompetenz selber auf", sagt er.

Ringier macht heute 60 % seines Gewinns durch Digital-Geschäfte, doch die Subventionierung des publizistischen Angebots durch die Einnahmen aus E-Commerce und Plattform-Geschäften steht für Walder nicht zur Diskussion: "Mit welcher Begründung wollen Sie eine Familienzeitschrift mit Geldern aus digitalen Marktplätzen subventionieren?"
"Horizont" 13/2017, S. 40/41 (Paid)Kommentieren ...

Polens Außenminister: Deutsche Medien mischen sich unzulässig in polnische Politik ein.

Minister of Foreign Affairs of Poland, Witold Waszczykowski Ringier Axel Springer mischt sich unzulässig in die politischen Angelegenheiten Polens ein, behauptet Polens Außenminister Witold Waszczykowski (Foto). Er verbitte sich diese Einmischung. Dabei werfe Deutschland Polen seit anderthalb Jahren vor, Einfluss auf die eigene Presse zu nehmen, kritisiert Waszczykowski im Gespräch mit dem "Spiegel". Ringier Axel Springer soll angeblich die Journalisten der polnischen Tochter angewiesen haben, proeuropäisch zu berichten.
spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Generation-C-Portal Noizz startet rumänischen Ableger.

Ringier Axel Springer bringt Noizz in Rumänien an den Start. Nach Polen, Serbien, der Slowakei und Deutschland ist Rumänien der fünfte Markt für das Newsportal für die "urbane und digital vernetzte Zielgruppe", auch "Generation C" genannt. Noizz hat "coole, vernetzte" Rumänen im Visier, die sich "differenzieren und etwas bewegen möchten".
presseportal.deKommentieren ...

Investoren-Anwalt: Ringier-CEO Marc Walder brachte "Blick"-Verkauf zum Scheitern.

Blick zurück im Groll: Der Verkauf der Schweizer Boulevard-Zeitung ist gescheitert, weil Ringier-CEO Marc Walder Medienanwalt Martin Wagner, der den Deal im Auftrag von Investoren einfädeln sollte, "öffentlich als Strohmann der SVP hinstellte", sagt Wagner dem "Tages-Anzeiger".

Bei Verleger Michael Ringier sei seine Offerte "auf offene Ohren gestoßen", ist er sich sicher. Walder hatte Verkaufsabsichten dementiert. Die Interessenten wollten u.a. freie Hand bei der Besetzung von Führungspositionen und den Sport-Teil von "Blick" abspalten, um damit Event-Lizenzen zu vermarkten.
tagesanzeiger.ch via persoenlich.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Blick" fordert Türken auf, gegen die Verfassungsänderung zu stimmen.

Blick geht unter die Politiker und fordert die türkischen Staatsbürger in der Schweiz dazu auf, gegen die Verfassungsänderung der Türkei zu stimmen. "Stimmt Nein zu Erdogans Dikatur!", titelt das Schweizer Boulevardblatt am Montag auf Türkisch und veröffentlicht weitere Artikel auf Türkisch. Wer in der demokratischen Schweiz leben wolle, müsse für die Werte, von denen er profitiert, einstehen, verlangt Blick. Präsident Erdogan will durch die Verfassungsänderung mehr Macht erhalten.
persoenlich.comKommentieren ...

Ringier will "Blick" nicht verkaufen.

Ringier erteilt dem Kaufangebot für sein Boulevard-Blatt "Blick" und die Schwestertitel eine Absage. Die "Blick"-Gruppe stehe nicht zum Verkauf, "egal, zu welchem Preis. Egal, wer der Käufer wäre", twittert Ringier-Chef Marc Walder. Ringier hatte ein Angebot über 230 Mio Franken erhalten, hinter dem womöglich der Schweizer Rechtspopulist Christoph Blocher steht.
derstandard.at, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ringier bekommt Kaufangebot für "Blick".

Ringier hat ein Kaufangebot über 230 Mio Franken für die Blick-Gruppe erhalten, schreibt die "NZZ am Sonntag". Eingereicht habe das Angebot der Basler Wirtschaftsanwalt Martin Wagner, Drahtzieher sei wahrscheinlich der rechtspopulistische Unternehmer und Politiker Christoph Blocher. Blocher würde die Pläne einer Gratis-Sonntagszeitung vorantreiben, sollte es zu keinen Verhandlungen kommen, habe Wagner der Ringier-Spitze angekündigt.
nzz.ch via persoenlich.com, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Ringier beteiligt sich an Wintersport-App CheckYeti.

Ringier150Ringier investiert über seinen Digital-Ventures-Arm in die Wintersport-App CheckYeti aus Österreich. Ringier und österreichische Business Angels beteiligen sich mit insgesamt 700.000 Euro an dem Startup. Mit dem neuen Kapital wollen die Gründer der App ihr Produkt weiterentwickeln. Nutzer können auf der Plattform Angebote wie Skikurse, Mountainbike-Touren oder Rafting-Touren vergleichen und buchen.
persoenlich.com, salzburg.comKommentieren ...

Ringier Axel Springer schließt Wochenmagazin in der französischsprachigen Schweiz.

lhebdosuisse150Ringier Axel Springer Schweiz schließt die Westschweizer Wochenzeitung "L'Hebdo" wegen "schlechter wirtschaftlicher Perspektiven". 37 Mitarbeiter aus Redaktion und Verlag sind betroffen, meldet der Verlag. L'Hebdo, 1981 erstmals erschienen, entsteht in einem gemeinsamen Newsroom mit der Tageszeitung "Le Temps".
nzz.ch, tagesanzeiger.ch, watson.chKommentieren ...

Wolfgang Büchner spricht über sein Jahr bei Ringier und seinen Wechsel zu Madsack.


Rückspiegel: Wolfgang Büchner, Ex-"Spiegel"-Chefredakteur und zuletzt Geschäftsführer der "Blick"-Gruppe von Ringier, ringt um Deutungshoheit in eigener Sache. Im Interview mit der Schweiz-Ausgabe der "Zeit" geht er kritischen Fragen trotzdem weitgehend aus dem Weg. Müsse man sich bei Ringier mit den richtigen Leuten gut stellen, um zu überleben? "Das ist doch nichts Besonderes." Hat er sich mit der Ringier-Spitze überworfen? "Nein." Und auch zum "Spiegel" und seinem unrühmlichen Abgang dort sagt Büchner "No Comment".

Lieber betont Büchner, was er in einem Jahr beim "Blick" in der Schweiz erreicht hat: "Ein neues Redaktionssystem eingeführt und die Redaktionsstruktur verändert", "die erste Virtual-Reality-App der Schweiz gestartet" und Video massiv ausgebaut. Die digitalen Erlöse hätten "sich hervorragend entwickelt".

Aber warum dann der schnelle Wechsel zurück nach Deutschland zu Madsack? Das Angebot vom Regionalzeitungs-Konzern sei "so verlockend, dass ich mir sagte: Da will ich hin!" Als Chefredakteur des RedaktionsNetzwerks Deutschland freue er sich nun darauf, Leitartikel für Madsack zu schreiben.

Ein bisschen Selbstkritik lässt Büchner dennoch durchblicken: Er hätte mindestens zwei oder drei Jahre bei Ringier bleiben sollen, "das wäre besser gewesen, da muss man nicht drum herumreden". Auf die Frage, ob er in seiner Zeit beim "Spiegel" Fehler gemacht habe, bekennt er "ganz grundsätzlich": "Kennen Sie jemanden, der keine Fehler macht?"
"Zeit" 2/2017, S. 12 (Paid, Schweiz-Teil), meedia.de, wuv.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Björn Czieslik, Markus Trantow
Kommentieren ...