Sean Atkins wird CEO des RTL-Netzwerks StyleHaul.

RTL Group ernennt Sean Atkins zum Chef des Fashion- und Lifestyle-Netzwerks StyleHaul. Er folgt auf Gründerin Stephanie Horbaczewski, die StyleHaul Ende Juni nach acht Jahren verlassen hat. Atkins kommt vom Berater Evolution Media, war davor u.a. bei Viacom tätig. StyleHaul bringt Marken mit Influencern zusammen. Die RTL Group will die Zusammenarbeit ihrer Multi-Plattform-Netzwerke, neben StyleHaul noch Divimove und United Screens, verstärken und unter einem Dach bündeln.
rtlgroup.com, variety.com (Background Horbaczewski)

Renner: ZAK prüft Vollprogramm-Status von RTL2.


Vollprogram Tag und Nacht? RTL2 könnte seinen Status als Vollprogramm und damit seine Vorzugsbehandlung bei der Verbreitung verlieren, berichtet Kai-Hinrich Renner. Die Aufsichtskommission ZAK überprüfe den Status des Senders nach der Verkürzung der ausgestrahlten Nachrichten. Der Sender hatte seine Nachrichten von 20 auf 17 Uhr verlegt und von 15 auf 10 Minuten gekürzt. Das Gremium wolle sich auf seiner Sitzung am 17. September mit der Thematik beschäftigen.

Bereits zuvor sei der Nachrichtenanteil von RTL2 an der Untergrenze gewesen, zitiert Renner aus dem ZAK-Umfeld. Ab 2019 entstehen die RTL2-Nachrichten zudem nicht mehr inhouse, sondern bei der RTL-Produktionstochter InfoNetwork in Köln. Ein RTL2-Sprecher zeigt sich positiv gestimmt, den Status eines Vollprogramms dank "einer Vielzahl von Informationsangeboten" halten zu können. Welche er meinen könnte, bleibt beim Blick ins Programm unklar.
morgenpost.de, turi2.de (Background)

RTL2-Journalisten empören sich über das Aus der "RTL2 News".

RTL2 News: Die geschassten Macher empfinden das Aus der Nachrichtensendung als "Arschtritt" und "Schlag ins Gesicht" durch die Sender-Gesellschafter RTL, Bauer und TMG. Jan Schwenkenbecher von der "Süddeutschen Zeitung" trifft einige der 30 RTL2-Journalisten in einem Berliner Biergarten. Sie befürchten, dass die Sendung künftig von zwei oder drei Mitarbeitern als Nebenprodukt der Nachrichten von RTL und Vox zusammengeschnitten werden könnte. Zuletzt hatten die Macher in einem sehr freundlichen Video an die Gesellschafter appelliert, die "RTL2 News" zu erhalten.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: RTL2-Chefredakteur Matthias Walter verteidigt das Nachrichtenkonzept von RTL2.

RTL2 lässt seine Nachrichten künftig extern produzieren.

RTL2 produziert seine Nachrichten ab 2019 nach rund 25 Jahren nicht mehr selbst. Künftig produziert die RTL-Produktionstochter InfoNetwork die Sendungen in Köln. Statt um 20 Uhr zeigt RTL2 die Sendung dann um 17 Uhr. Die Redaktion wehrt sich gegen den Plan und wendet sich in einem vierminütigen Video an die RTL2-Gesellschafter mit der Bitte, die Nachrichten weiter inhouse zu produzieren. Auch der DJV kritisiert den Sender und fordert RTL2 auf, Verantwortung zu übernehmen. Erst vor drei Jahren hatte der Sender die Produktion seiner Hauptnachrichtensendung nach Berlin verlegt.
dwdl.de, dwdl.de (Video an die Gesellschafter), djv.de

"W&V": Rund die Hälfte der TV-Vermarkter überzeugt mit Angeboten.

IP Deutschland gewinnt beim "W&V"-Vermarktercheck für das TV mit der Agentur Plan und der Partnervermittlungs-App Marry Me als echtem Kunden. Etwa die Hälfte der getesteten Fernsehvermarkter überzeugt mit ihren Angeboten. Die großen Sales-Häuser betreiben auch für mögliche Kunden mit eher überschaubarem Budget einen recht großen Aufwand.
"Werben & Verkaufen" 29/2018, S. 10-15 (Paid), wuv.de (Kurzfassung)

Zitat: Birgit Schrowange will Frauen mehr Selbstvertrauen verschaffen.

"Ich möchte mit dem Magazin Frauen stärken. Ich möchte ihnen helfen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken."

Burdas neues Zeitschriften-Maskottchen Birgit Schrowange sagt im "BamS"-Interview, sie bringe sich bei ihrer neuen Zeitschrift stark ein und zeige zum Beispiel mit einer Freundin Pilates-Übungen.
"Bild am Sonntag", S. 28-29 (Paid), turi2.de (Background)

RTL holt Moritz Pohl als Bereichsleiter VoD-Content vom RBB.

RTL verstärkt sich für den geplanten Ausbau seines VoD-Plattform RTL now und holt Moritz Pohl als Bereichsleiter VoD-Content. Moritz Pohl kommt für die neu geschaffene Stelle vom RBB, wo er zurzeit das Programm-Management leitet. Künftig soll er die Eigenproduktionen und Lizenzkäufe RTLs für seine Online-Plattform koordinieren. Vor seiner Zeit beim RBB war Moritz Pohl bereits in verschiedenen Positionen bei RTL tätig.
dwdl.de, new-business.de, turi2.de (Background)

Der Lokalsender RNF stellt einen Insolvenzantrag.

Rhein-Neckar Fernsehen hat Insolvenz angemeldet, schreibt der "Mannheimer Morgen". Der Hauptgrund: Der Lokalsender hat 2017 das Regionalfenster bei RTL verloren und damit seine größte Einnahmequelle von 1,4 Mio Euro im Jahr. RNF will das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchstehen, der Sendebetrieb geht vorerst normal weiter.
"Mannheimer Morgen", S. 17, blendle (Paid), morgenweb.de (Kurzfassung)

RTL baut RTL.de aus und sucht dafür Redakteure im "zweistelligen Bereich".

RTL will das journalistische Angebot auf RTL.de "deutlich erweitern" und damit mehr Nutzer auf die Mediathek TV Now locken, sagt RTL-Chefin Anke Schäferkordt im Interview mit Kai-Hinrich Renner. Sie sieht eine Marktlücke bei "einer weiblichen Zielgruppe und einer eher im Boulevard angesiedelten Infosite". Für den Ausbau sucht RTL Redakteure im zweistelligen Bereich.
abendblatt.de

Anke Schäferkordt fordert engere Regeln für ARD und ZDF.


Anke Schäferkordt fordert engere Regeln für ARD und ZDF.
Maßlos enttäuscht: RTL-Chefin Anke Schäferkordt betreibt im Interview mit Kai-Hinrich Renner u.a. im "Hamburger Abendblatt" Agenda-Setting gegen ARD und ZDF: Quizshows und Krimis seien "Gebiete" der Privatsender. Dass ARD und ZDF ausländische Lizenzproduktionen 30 Tage lang kostenlos in ihre Mediatheken stellen dürften, raube RTL die Möglichkeit, mit Bezahlinhalten Geld zu verdienen.

Gebührenfinanzierte Produktionen von ARD und ZDF für YouTube und Facebook seien "geradezu absurd". Von der Politik sei Schäferkordt "maßlos" enttäuscht und wünscht sich mehr Bereitschaft, den Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen enger zu definieren.
abendblatt.de

Video-Tipp: Frank Giersberg über die Werbe-Aussichten der privaten TV-Sender.

Video-Tipp: Es wird immer schwieriger, zwischen linearer und nonlinearer TV-Werbung zu unterscheiden, sagt Vaunet-Manager Frank Giersberg im Video-Interview mit "Horizont" am Rande der Screenforce Days. Er prognostiziert für die privaten TV-Sender ein jährliches Werbeplus von 50 bis 100 Mio Euro über alle Ausspielwege.
youtube.com (4-Min-Video)

Zitat: Maria Gresz will bei "Spiegel TV" nicht lächeln.

"Es gab mal eine Zeit, so etwa zehn Jahre nach dem Beginn, da kam Stefan Aust als Spiegel-TV-Chef plötzlich auf die Idee: 'Maria, du musst jetzt mal lächeln. Die von RTL sagen, du bist immer so unfreundlich.' Und dann habe ich das probiert, und es war völlig daneben."

"Spiegel TV" verändert sich auf dem neuen Sendeplatz am Montagabend im Aufbau und Studio, Moderatorin Maria Gresz will ihrem hanseatischen Stil aber treu bleiben, sagt sie im Interview mit "Neuen Presse".
neuepresse.de

weitere Zitate:
"Es ist längst nicht mehr jeder Beitrag so getextet, als hätten wir die Weisheit mit Löffeln gefressen. Man lernt aus Fehlern."

"Unsere große Stärke sind Inhalte, deren Rechte wir nicht komplett abgeben. Und das widerspricht eben manchmal den Netflixen dieser Welt, die alle Rechte für sich fordern."

RTL will TV Now ausbauen und RTL.de journalistischer machen.


RTL on Demand: RTL möchte mit seinem optimierten TV Now starten, bevor sich Video on Demand im Mainstream etabliert hat, erklärt Jan Wachtel, Chef von RTL Interactive, im Interview mit Lisa Priller-Gebhardt. Mit einem überarbeiteten TV Now, das aktuell hauptsächlich als Mediathek dient, wolle RTL künftig auch Eigenproduktionen in das VoD-Angebot einspeisen. Mit den TV-Now-Originals will sich RTL gegen die Konkurrenz durch Streaming-Anbieter wie Netflix und Amazon Prime am umkämpften VoD-Markt etablieren. Zu den Eigenproduktionen sollen außerdem Vorabausstrahlungen ganzer Staffeln sowie Drittinhalte exklusiv ausgespielt werden.

Einen Starttermin für das neue Angebot verrät Wachtel noch nicht, bevor das "Fundament wirklich gut und standhaft steht". Aktuell bietet TV Now ein Freemium-Modell mit kostenfreien Inhalten und Bezahlinhalten für monatlich 2,99 Euro. Der Preis für das neue Angebot solle "ein ganzes Stück unter dem Abopreis" anderer Anbieter liegen. Der Preis werde zwar steigen, sich jedoch auf einen "deutlich einstelligen Eurobetrag" monatlich belaufen, sagt RTL-Chef Bert Habets im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Website RTL.de will der Sender zu einem General-Interest-Portal ausbauen und mehr journalistische Inhalte einfließen lassen. Die Seite soll jedoch auch Nutzer auf die VoD-Plattform TV Now ziehen.
"Werben & Verkaufen" 26/2018, S. 10-17, "Frankfurter Allgemeine Zeitung", S. 24 (Paid)

Filmwirtschaft und Privatsender kritisieren neuen Telemedienauftrag.

Telemedienauftrag: Filmwirtschaft und Privatsender kritisieren den zwischen Verlagen und Öffentlich-Rechtlichen ausgehandelten Kompromiss. Filmemacher und Doku-Produzenten wehren sich gegen die längere Online-Verfügbarkeit. Die Privatsender befürchten "weitreichende Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation", sagt Vaunet-Chef Hans Demmel.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Burda macht Birgit Schrowange zum Maskottchen für "Lust auf mehr".


Lust auf Print: BurdaLife steigt in das Geschäft mit Personality-Magazinen ein und holt Birgit Schrowange (Foto, rechts) als Zeitschriften-Maskottchen für Lust auf mehr in das Frauen- und Rätselheft-Universum. Ab der August-Ausgabe, die am 18. Juli erscheint, trägt die Zeitschrift für Frauen ab 50 den Namen der TV-Moderatorin. Bei "Birgit Schrowange – Lust auf mehr" arbeitet Schrowange als Editor-at-Large an der Seite von Chefredakteurin Maria Sandoval.

"Lust auf mehr" liegt seit Herbst 2016 am Kiosk mit einer durchschnittlich verkauften Auflage von 100.000 Exemplaren. "Birgit Schrowange – Lust auf mehr" erhält zum neuen Namen ein neues Layout und bekommt mehr Seiten. Das Best-Ager-Magazin kommt für 2,95 Euro an den Kiosk.
burda.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Multi-Chefredakteurin Maria Sandoval erklärt, warum in Gemeinschaftsredaktionen bessere Zeitschriften entstehen.

Zitat: Frank Hoffmann kritisiert "Babylon Berlin" als Subvention für Sky.

"'Babylon Berlin' ist bisher in erster Linie ein Erfolg für Sky, doch die Zeche zahlt im Wesentlichen die ARD."

RTL-Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann wirft im Interview mit Anne Burgmer der ARD vor, "mit Gebührengeld" den Bezahlsender Sky stark zu machen. RTL wolle eigene Produktionen nur für sich haben und frei über Sendezeiten bestimmen können.
ksta.de

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Von unseren Stammzuschauern – und das sind bekanntlich viele – bekommen wir durchweg positives Feedback. Das Image von RTL hat sich insgesamt sehr positiv entwickelt. Dennoch muss ein Sender wie RTL auch mal polarisieren, wir wollen nicht immer jedem gefallen und haben kein Problem damit, auch mal aufzufallen."

"Es zahlt all das ein, was wir exklusiv haben und uns nicht mit anderen teilen müssen. Programme, die es nur auf unseren Sendern oder auf unseren Plattformen gibt und die wir kreativ beeinflussen können. Weil wir uns so, mit lokalem Bezug, auf den sich ändernden Zuschauergeschmack einstellen können. Mit Serien können wir uns darüber hinaus noch stärker von der privaten Konkurrenz differenzieren, weil sich viele Fernsehsender keine Eigenproduktionen im Bereich der deutschen Serie leisten können, denn die sind sehr, sehr teuer."

ProSiebenSat.1-Vorstand Christof Wahl trommelt für europaweite Kooperation.


Sender, vereinigt euch: ProSiebenSat.1-Digitalvorstand Christof Wahl wirbt für eine Kooperation der europäischen Sender bei Programmatic Advertising. Die Werbe-Allianz European Broadcaster Exchange sei auch gegenüber der RTL Group offen. Google und Facebook seien so mächtig, dass die TV-Industrie über ihren Schatten springen könne, sagt Wahl im Interview mit "Horizont". Kooperationen seien im digitalen Zeitalter wichtig.

Da RTL selbst bei Adtech zugekauft hat, um die Wertschöpfungskette möglichst lückenlos abzubilden, ist eine Kooperation mit ProSiebenSat.1 zurzeit eher unwahrscheinlich. An der 2017 gegründeten European Broadcaster Exchange sind neben ProSiebenSat.1 TF1 aus Frankreich, Mediaset aus Italien und Channel 4 aus Großbritannien beteiligt.
"Horizont" 21/2018, S. 1, 10-11 (Paid), turi2.de (Background)

RTL Group bilanziert in Q1 gute Werbekonjunktur, ungünstige Wechselkurse.

RTL Group profitiert von steigenden Werbeumsätzen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Ungünstige Wechselkurse sorgen dafür, dass der Umsatz im 1. Quartal trotzdem nur um 11 Mio Euro auf 1,416 Mrd Euro steigt. Der Digitalumsatz wächst um 6,7 % auf 190 Mio Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) der Mediengruppe RTL in Deutschland steigt um 1,2 % auf 169 Mio Euro.
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Pannen-Shows dürfen TV-Schnipsel nicht gratis nutzen.

TV-Sender dürfen Ausschnitte anderer Sender nicht kostenlos in Pannenshows verwenden, urteilt das Oberlandesgericht Köln. RTL hatte gegen die Verwendung von Programm-Schnipseln in einer NDR-Sendung geklagt. Anders als der NDR sehen die Richter die Nutzung weder als Parodie, noch durch das Zitat-Recht gedeckt. Bereits 2008 hatte der BGH entschieden, dass Stefan Raab Ausschnitte anderer Sender nicht ohne weiteres in "TV Total" zeigen darf.
rtl.de