SDA nimmt durch Tamedias Abbestellung der Sportberichte 1,7 Mio Franken weniger ein.

Keystone-SDA: Die Schweizer Nachrichtenagentur nimmt 1,7 Mio Franken weniger ein, weil Tamedia, der Verlag des Zürcher "Tages-Anzeigers", die Sportberichterstattung abbestellt hat. Die SDA-Sportredaktion hat 26 Stellen. Die Tamedia-Redakteure schreiben die Meldungen künftig mithilfe eines Datamining-Werkzeugs selbst.
tagblatt.ch, turi2.de (Background)

Schweizer Lifestyle-Magazin "Bolero" erscheint nur noch als Beilage.

Ringier Axel Springer Schweiz nimmt seiner Mode- und Lifestyle-Zeitschrift Bolero die Eigenständigkeit. Ab 2019 erscheint das Magazin sechsmal jährlich nur noch als Beilage der Wirtschaftstitel "Bilanz" und "Handelszeitung". Die französischsprachige Ausgabe von "Bolero" sowie "Bolero Men" stellt Ringier Axel Springer Ende 2018 ein. Auch das Fachblatt "Schweizer Bank" verschwindet vom Markt.
new-business.de

Schweizer Weko genehmigt Deals von "NZZ" und AZ Medien sowie Tamedia und Goldbach.

Schweiz: Die Kartellis von der Weko genehmigen das geplante Joint Venture von "NZZ" und AZ Medien ohne Auflagen. Auch für die Übernahme des Vermarkters Goldbach durch Tamedia gibt es grünes Licht. Es gebe zwar wohl "kritische Wirkungen auf den Wettbewerb", der Gesetzgeber habe die Eingriffshürde aber hoch angesetzt.
tagblatt.ch, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Hans-Jürgen Jakobs porträtiert Michael Ringier.

Lese-Tipp: Hans-Jürgen Jakobs porträtiert den Schweizer Verleger Michael Ringier als Neugierigen, der nur am Heute und Morgen interessiert ist. Der "Kürzungskönig", der die These "ein Gedanke, ein Artikel" verfolgt, sei eigentlich faul und könne "nur schreiben, wenn es einem Zweck dient". Auch weil er sich nicht an viel erinnern könne und ihm die Disziplin fehle, gebe es keine Autobiografie von ihm.
"Bianco" Sommer 2018, S. 46-61 (Paid)

Wettbewerbsbehörde tiefenprüft Tamedias Kauf der "Basler Zeitung".

Tamedia muss sich bei der Übernahme der "Basler Zeitung" noch etwas gedulden, die Schweizer Kartellis von der Weko prüfen den Deal "vertieft". Tamedia rechnet mit einer Entscheidung bis spätestens Jahresende. Auch der Gegentransfer der von 65 % am "Tagblatt der Stadt Zürich" und weiteren Gratiszeitungen an die Zeitungshaus AG liegt damit vorerst auf Eis.
persoenlich.com, marco.ch (PDF), turi2.de (Background)

Springer-Absolvent Benjamin Gajkowski wird Chef von Ringier Asia.

Ringier verpflichtet Benjamin Gajkowski, 37, als Head of Ringier Asia. Als General Manager verantwortet er zudem das Geschäft in Vietnam. Er folgt auf Florent de Rocca-Serra und Dale Nottingham, die "auf eigenen Wunsch" gehen. Gajkowski ist Absolvent der Axel Springer Akademie, derzeit arbeitet er als Vice President bei Mediacorp, dem größten Medien-Unternehmen in Singapur.
werbewoche.ch

Swatch kommt nicht mehr zur Uhrenmesse Baselworld.

Swatch verabschiedet sich von der Schweizer Uhrenmesse Baselworld. 2019 wird Swatch, bisher größter Aussteller, der Branchenmesse fernbleiben, sagt Konzernchef Nick Hayek der "NZZ am Sonntag". Traditionelle Uhrenmessen seien für Swatch nicht mehr sinnvoll, da der Markt heute "transparenter, schnelllebiger und spontaner" sei. Swatch hat sich den Messeauftritt jährlich mehr als 50 Mio Franken kosten lassen.
nzzas.nzz.ch (Paid) via blick.ch, barfi.ch

Ringier, SRG SSR und Unis gründen in der Schweiz ein Medienforschungs-Bündnis.

Schweiz: Ringier und SRG SSR starten gemeinsam mit der Uni Lausanne und dem Universitäten-Verbund Triangle Azur die Initiative for Media Innovation. Das Bündnis steht weiteren Teilnehmern offen und will die Medien- mit der Hochschulwelt vernetzen. Ein Unterstützungsfonds von jährlich 650.000 Schweizer Franken ermöglicht Forschungsprojekte u.a. zu Fake News, Datenjournalismus und KI.
ringier.ch

Öffis finanzieren sich in den meisten europäischen Ländern durch Gebühren.

Öffentlich-Rechtliche finanzieren sich in Europa meist mit einem ähnlichen Modell wie in Deutschland. Die Rundfunkanstalt SRG in der Schweiz setzt überwiegend auf Gebühren, in Österreich variieren sie für den ORF je nach Wohnort. Dänemark erhebt eine Rundfunkgebühr pro Haushalt, will sie aber 2022 abschaffen und ersetzt sie durch Änderungen des persönlichen Steuer-Freibetrags. In Großbritannien zahlt jeder Haushalt einen Festbetrag für die BBC, die Niederlande finanzieren den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus Steuermitteln.
digitalfernsehen.de

Zahl des Tages: Armee spart 1,1 Mio Franken bei Zeitungs-Ausgaben ein.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Zahl des Tages: Stramme 1,1 Mio Franken spart die Schweizer Armee pro Jahr im Vergleich zu 2013 bei Ausgaben für Medien-Abos ein. Heute gibt die Armee 300.000 Franken für Zeitungs-Abos aus, 2013 waren es noch 1,4 Mio Franken. Die Soldaten lesen weniger Zeitung und nutzen ihre Freizeit lieber für andere Dinge. Die Armee sagt, indem sie pro Standort nur noch eine oder zwei Ausgaben pro Zeitungstitel abonniere, entlaste sie das Abfallwesen.
persoenlich.com

"NZZ" stellt ihr Deutschland-E-Paper ein.

nzz-150NZZ stellt ihr E-Paper mit speziell für deutsche Abonnenten zusammengestellten Beiträgen nach nicht einmal einem Jahr wieder ein. Stattdessen gibt es für deutsche Nutzer künftig eine neue Online-Startseite, auf der Themen aus Deutschland prominent platziert sind. Deutsche Abonnenten erhalten ab sofort zudem im Abonnent für monatlich 10 Euro Zugriff auf alle digitalen Inhalte der "NZZ". Bisher waren zum Beispiel die Ressorts Wirtschaft und Sport nicht enthalten. Ihr Team in Berlin stockt die NZZ um zwei weitere Korrespondenten auf.
nzz.ch, turi2.de (Backgrouund)

"New Business": Highlight Entertainment plant den Einstieg bei Hager Moss Film.

Highlight Entertainment um den Schweizer Großaktionär Bernhard Burgener plant offenbar den Einstieg bei der Münchner Produktionsfirma Hager Moss Film, berichtet "New Business". Highlight Entertainment habe am 11. Juni einen entsprechenden Antrag beim Kartellamt eingereicht. Hager Moss Film ist vor allem für die Werbespots aus den Redaktionskonferenzen des Focus bekannt.
"New Business" 26/2018, S. 32 (Paid)

SRF: Tamedia stellt die Zeitung "Le Matin" ein.

Tamedia will die Westschweizer Zeitung Le Matin nach 125 Jahren einstellen, berichtet der Schweizer Rundfunk SRF. Am 22. Juli soll die letzte gedruckte Ausgabe erscheinen, danach geht es nur noch online weiter. 45 Mitarbeiter verlieren ihren Job, für die Online-Ausgabe können nur zehn bleiben. "Le Matin" ist die größte Zeitung in der französischsprachigen Schweiz.
srf.ch via persoenlich.com

Gesa Mayr und Anne-Kathrin Gerstlauer zeigen die neue Redaktion von Watson.de.


Emotionen erwünscht: Beim jungen Portal Watson.de gibt es Weißwein im Dienst und schimpfende Reporterinnen vor der Kamera. turi2.tv besucht die neue Redaktion des Werbekonzerns Ströer. Chefredakteurin Gesa Mayr erzählt, wie sie über Aufregung Debatten anstoßen will. Ihre Stellvertreterin Anne-Kathrin Gerstlauer will mit Watson.de einen Platz schaffen, an dem jeder seine Meinung sagen mag – zur Not schreiend.

"News ohne Blabla" ist das Versprechen, das die ursprünglich aus der Schweiz stammende Marke gibt. Kein Blabla bedeutet für die Chefinnen: Augenhöhe mit Usern und keine Wasserstandsmeldungen. "Kein Blabla" schließt aber Unterhaltung nicht aus, sagt Gerstlauer. Auch kotzende Abiturienten können demnach eine relevante Meldung für die Zielgruppe sein. Bei der kommt es an: Im ersten Monat erreicht Watson.de 8 Mio Visits – weniger als Bento von Spiegel Online, aber mehr als Ze.tt von Zeit Online.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Schweizer Verlage gründen neuen Werbevermarkter.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Schweiz: AZ-Medien, Corriere del Ticino, Tamedia, NZZ und der Verband Schweizer Medien gründen eine Aktiengesellschaft, die künftig ihre Print-Werbevermarktung übernehmen soll. Die Firma ersetzt Publicitas, der die Medienhäuser nach Zahlungsausständen gekündigt haben. Die neue Firma soll explizit keine Anzeigen verkaufen, sondern lediglich Kampagnen abwickeln. Das neue Unternehmen soll auch externen Kunden offenstehen.
nzz.ch, new-business.de

"NZZ" und "Standard" setzen bei Deutschland-Expansion auf Synergien.

nzz-150Deutschland-Expansion von "NZZ" und "Standard" könnte sich auszahlen, schreibt Christopher Ophoven. Beide Häuser setzten beim Versuch, deutsche Leser zu gewinnen, bewusst nur wenige Ressourcen ein und setzen auf Synergien. Beiträge oder zumindest Themen werden sowohl für Deutschland als auch für die Heimat verwendet. Dadurch könnten beide Zeitungen zeitnah in Deutschland Gewinne erwirtschaften.
deutschlandfunk.de

"Zeit" in der Schweiz muss umziehen.

Zeit braucht für ihr Schweiz-Büro ab Oktober eine neue Bleibe. Das Gebäude in Zürich, in dem sich die Redaktion derzeit befindet, muss wegen einer bedrohlichen Schräglage abgerissen werden. Büroleiter Matthias Daum stellt an das neue Büro keine großen Ansprüche: Gesucht werden zwei Räume, maximal 40 Quadratmeter, ein Sitzungszimmer und eine Teeküche zur Mitnutzung irgendwo in Zürich.
persoenlich.com

Michael Ringier: Journalismus lässt sich künftig nur mit Daten finanzieren.

Daten sind die einzige Chance, Journalismus langfristig zu finanzieren, sagt Verleger Michael Ringier. "Sonst kann ich den Laden irgendwann zumachen", sagt er. Leser seien bereit, Daten abzugeben, wenn sie Vertrauen haben können. Dem Silicon Valley fehle es an echtem sozialem Engagement, Mark Zuckerberg sei ein "Oberheuchler", meint Ringier. Ringiers Neffe Robin Lingg soll im Kreis der Familie der "Leader of the Gang" sein, ob er später CEO werde, stehe aber nicht fest.
handelsblatt.com (Paid)

Ringier steigert 2017 Ebitda und Digital-Gewinne.

Ringier steigert im Geschäftsjahr 2017 den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 11 % auf 110,6 Mio Schweizer Franken. 66 % des operativen Gewinns erzielt Ringier mit digitalen Geschäftsmodellen. Der Gesamtumsatz sinkt um 4,4 % auf 1 Mrd Schweizer Franken. Ringier ist gemeinsam mit Swisscom im Gespräch über eine mögliche Übernahme des Anteils von 33,3 %, den SRG SSR an der Werbevermarktungsfirma Admeira hält.
ringier.ch