Ringier, SRG SSR und Unis gründen in der Schweiz ein Medienforschungs-Bündnis.

Schweiz: Ringier und SRG SSR starten gemeinsam mit der Uni Lausanne und dem Universitäten-Verbund Triangle Azur die Initiative for Media Innovation. Das Bündnis steht weiteren Teilnehmern offen und will die Medien- mit der Hochschulwelt vernetzen. Ein Unterstützungsfonds von jährlich 650.000 Schweizer Franken ermöglicht Forschungsprojekte u.a. zu Fake News, Datenjournalismus und KI.
ringier.ch

Öffis finanzieren sich in den meisten europäischen Ländern durch Gebühren.

Öffentlich-Rechtliche finanzieren sich in Europa meist mit einem ähnlichen Modell wie in Deutschland. Die Rundfunkanstalt SRG in der Schweiz setzt überwiegend auf Gebühren, in Österreich variieren sie für den ORF je nach Wohnort. Dänemark erhebt eine Rundfunkgebühr pro Haushalt, will sie aber 2022 abschaffen und ersetzt sie durch Änderungen des persönlichen Steuer-Freibetrags. In Großbritannien zahlt jeder Haushalt einen Festbetrag für die BBC, die Niederlande finanzieren den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus Steuermitteln.
digitalfernsehen.de

Zahl des Tages: Armee spart 1,1 Mio Franken bei Zeitungs-Ausgaben ein.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Zahl des Tages: Stramme 1,1 Mio Franken spart die Schweizer Armee pro Jahr im Vergleich zu 2013 bei Ausgaben für Medien-Abos ein. Heute gibt die Armee 300.000 Franken für Zeitungs-Abos aus, 2013 waren es noch 1,4 Mio Franken. Die Soldaten lesen weniger Zeitung und nutzen ihre Freizeit lieber für andere Dinge. Die Armee sagt, indem sie pro Standort nur noch eine oder zwei Ausgaben pro Zeitungstitel abonniere, entlaste sie das Abfallwesen.
persoenlich.com

"NZZ" stellt ihr Deutschland-E-Paper ein.

nzz-150NZZ stellt ihr E-Paper mit speziell für deutsche Abonnenten zusammengestellten Beiträgen nach nicht einmal einem Jahr wieder ein. Stattdessen gibt es für deutsche Nutzer künftig eine neue Online-Startseite, auf der Themen aus Deutschland prominent platziert sind. Deutsche Abonnenten erhalten ab sofort zudem im Abonnent für monatlich 10 Euro Zugriff auf alle digitalen Inhalte der "NZZ". Bisher waren zum Beispiel die Ressorts Wirtschaft und Sport nicht enthalten. Ihr Team in Berlin stockt die NZZ um zwei weitere Korrespondenten auf.
nzz.ch, turi2.de (Backgrouund)

"New Business": Highlight Entertainment plant den Einstieg bei Hager Moss Film.

Highlight Entertainment um den Schweizer Großaktionär Bernhard Burgener plant offenbar den Einstieg bei der Münchner Produktionsfirma Hager Moss Film, berichtet "New Business". Highlight Entertainment habe am 11. Juni einen entsprechenden Antrag beim Kartellamt eingereicht. Hager Moss Film ist vor allem für die Werbespots aus den Redaktionskonferenzen des Focus bekannt.
"New Business" 26/2018, S. 32 (Paid)

SRF: Tamedia stellt die Zeitung "Le Matin" ein.

Tamedia will die Westschweizer Zeitung Le Matin nach 125 Jahren einstellen, berichtet der Schweizer Rundfunk SRF. Am 22. Juli soll die letzte gedruckte Ausgabe erscheinen, danach geht es nur noch online weiter. 45 Mitarbeiter verlieren ihren Job, für die Online-Ausgabe können nur zehn bleiben. "Le Matin" ist die größte Zeitung in der französischsprachigen Schweiz.
srf.ch via persoenlich.com

Gesa Mayr und Anne-Kathrin Gerstlauer zeigen die neue Redaktion von Watson.de.


Emotionen erwünscht: Beim jungen Portal Watson.de gibt es Weißwein im Dienst und schimpfende Reporterinnen vor der Kamera. turi2.tv besucht die neue Redaktion des Werbekonzerns Ströer. Chefredakteurin Gesa Mayr erzählt, wie sie über Aufregung Debatten anstoßen will. Ihre Stellvertreterin Anne-Kathrin Gerstlauer will mit Watson.de einen Platz schaffen, an dem jeder seine Meinung sagen mag – zur Not schreiend.

"News ohne Blabla" ist das Versprechen, das die ursprünglich aus der Schweiz stammende Marke gibt. Kein Blabla bedeutet für die Chefinnen: Augenhöhe mit Usern und keine Wasserstandsmeldungen. "Kein Blabla" schließt aber Unterhaltung nicht aus, sagt Gerstlauer. Auch kotzende Abiturienten können demnach eine relevante Meldung für die Zielgruppe sein. Bei der kommt es an: Im ersten Monat erreicht Watson.de 8 Mio Visits – weniger als Bento von Spiegel Online, aber mehr als Ze.tt von Zeit Online.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Schweizer Verlage gründen neuen Werbevermarkter.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Schweiz: AZ-Medien, Corriere del Ticino, Tamedia, NZZ und der Verband Schweizer Medien gründen eine Aktiengesellschaft, die künftig ihre Print-Werbevermarktung übernehmen soll. Die Firma ersetzt Publicitas, der die Medienhäuser nach Zahlungsausständen gekündigt haben. Die neue Firma soll explizit keine Anzeigen verkaufen, sondern lediglich Kampagnen abwickeln. Das neue Unternehmen soll auch externen Kunden offenstehen.
nzz.ch, new-business.de

"NZZ" und "Standard" setzen bei Deutschland-Expansion auf Synergien.

nzz-150Deutschland-Expansion von "NZZ" und "Standard" könnte sich auszahlen, schreibt Christopher Ophoven. Beide Häuser setzten beim Versuch, deutsche Leser zu gewinnen, bewusst nur wenige Ressourcen ein und setzen auf Synergien. Beiträge oder zumindest Themen werden sowohl für Deutschland als auch für die Heimat verwendet. Dadurch könnten beide Zeitungen zeitnah in Deutschland Gewinne erwirtschaften.
deutschlandfunk.de

"Zeit" in der Schweiz muss umziehen.

Zeit braucht für ihr Schweiz-Büro ab Oktober eine neue Bleibe. Das Gebäude in Zürich, in dem sich die Redaktion derzeit befindet, muss wegen einer bedrohlichen Schräglage abgerissen werden. Büroleiter Matthias Daum stellt an das neue Büro keine großen Ansprüche: Gesucht werden zwei Räume, maximal 40 Quadratmeter, ein Sitzungszimmer und eine Teeküche zur Mitnutzung irgendwo in Zürich.
persoenlich.com

Michael Ringier: Journalismus lässt sich künftig nur mit Daten finanzieren.

Daten sind die einzige Chance, Journalismus langfristig zu finanzieren, sagt Verleger Michael Ringier. "Sonst kann ich den Laden irgendwann zumachen", sagt er. Leser seien bereit, Daten abzugeben, wenn sie Vertrauen haben können. Dem Silicon Valley fehle es an echtem sozialem Engagement, Mark Zuckerberg sei ein "Oberheuchler", meint Ringier. Ringiers Neffe Robin Lingg soll im Kreis der Familie der "Leader of the Gang" sein, ob er später CEO werde, stehe aber nicht fest.
handelsblatt.com (Paid)

Ringier steigert 2017 Ebitda und Digital-Gewinne.

Ringier steigert im Geschäftsjahr 2017 den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 11 % auf 110,6 Mio Schweizer Franken. 66 % des operativen Gewinns erzielt Ringier mit digitalen Geschäftsmodellen. Der Gesamtumsatz sinkt um 4,4 % auf 1 Mrd Schweizer Franken. Ringier ist gemeinsam mit Swisscom im Gespräch über eine mögliche Übernahme des Anteils von 33,3 %, den SRG SSR an der Werbevermarktungsfirma Admeira hält.
ringier.ch

"Blick" engagiert sich bei E-Sports-Turnier.

Blick will von der Begeisterung für E-Sports profitieren und organisiert gemeinsam mit dem Computerspiele-Hersteller EA Sports und der Fifa am 5. Mai den "Blick eSports Cup". Bei dem Turnier sollen sich 320 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Computerspiel Fifa messen. Das Turnier dient zugleich als Qualifikationsrunde für die von EA Sports und der Fifa ausgetragenen Weltmeisterschaften in dem Spiel. Außerdem startet der "Blick" eine eigene Sektion auf seiner Website, in der die Zeitung stärker über E-Sports berichten will.
ringier.ch

SRF-Bericht: Tamedia übernimmt "Basler Zeitung" noch in dieser Woche.

Basler Zeitung soll noch in dieser Woche verkauft werden, berichtet Radio SRF unter Berufung auf Mitarbeiter. Chefredakteur Markus Somm habe die Belegschaft am Montag über den Verkauf informiert und den Bericht der "Schweiz am Sonntag" bestätigt, wonach Tamedia die Basler Zeitung übernimmt. Der Deal soll als Tauschgeschäft ablaufen: "BaZ"-Besitzer Christoph Blocher bekommt von Tamedia im Gegenzug die Gratiszeitung "Tagblatt der Stadt Zürich".
srf.ch via persoenlich.com

Schweiz: Arne Bergmann leitet Print-Werbung der NZZ Medien.

NZZ Medien holen Arne Bergmann, 46, als Leiter für den Werbemarkt Print. Er folgt Andy Bürki, 44, der das Unternehmen wegen "unterschiedlicher strategischer Auffassungen"verlässt. Bergmann verantwortet die Vermarktung aller Zeitungen und Zeitschriften der NZZ Medien. Bis Januar war er Chief Sales Officer von Admeira, zuvor in verschiedenen Positionen u.a. bei Media Impact und bei Springer.
werbewoche.ch

No Billag: Schweizer Rundfunk kündigt Sparprogramm und Programmreform an.

Schweizer Rundfunk: Generaldirektor Gilles Marchand kündigt nach dem Ja der Schweizer zum Rundfunkbeitrag umfangreiche Veränderungen an. Der Sender werde ein Sparprogramm von 100 Mio Franken auflegen, die Rundfunkgebühr solle 2019 von 451 auf 365 Franken pro Jahr sinken. Programmlich sollen künftig 50 % des Budgets in "ausgewogene, unabhängige Information" fließen. Außerdem will der Sender sein Archiv öffnen und Dritten zur Verfügung stellen. Online will die SRG die Länge von Texten reduzieren und Texte ohne Sendungsbezug komplett streichen.
derstandard.at, turi2.de (Background)

71 % der Schweizer stimmen für Rundfunkbeitrag.


Pro Billag: Die Wahlberechtigten in der Schweiz haben sich mehrheitlich für eine Beibehaltung des Rundfunkbeitrag Billag ausgesprochen. 71,6 % der Schweizer stimmen gegen die Initiative No Billag, die eine Abschaffung der Gebühr und eine Refinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks am freien Markt gefordert hat. Das Bestehen des Schweizer Rundfunks SRG ist damit gesichert.

Die Initiatoren von No Billag sehen die Ablehnung ihrer Initiative in ersten Stellungnahmen nicht als Niederlage. "Wir konnten eine große medienpolitische Diskussion lancieren, die Zwangsgebühren wurden enttabuisiert," sagt Olivier Kessler einer der No-Billag-Macher. SRG-Chef Gilles Marchand hat bereits vor der Abstimmung in der "Welt" gesagt, dass der Sender sein gesamtes Angebot überdenke.
dwdl.de, nzz.ch, sueddeutsche.de

No-Billag-Initiative ist auch bei verlorener Abstimmung nicht am Ende.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Schweiz: No-Billag-Initiative gegen eine Rundfunkgebühr in der Alpenrepublik ist selbst dann nicht am Ende, wenn die Abstimmung am Sonntag verloren geht, schreibt Christian Meier. Durch die Diskussion in der Schweiz werde auch in vielen anderen EU-Ländern über den Sinn oder die Höhe der Abgabe diskutiert, etwa in Frankreich, Österreich, Polen und Dänemark.
"Welt am Sonntag", S. 9 (Paid)

Zitat: Roger Köppel will beim Marktversagen der Medien lieber hinterher reagieren.

"Überlassen wir die Medien doch dem Markt. Und schauen, was dann passiert. Wenn es dann Probleme gibt, wird die Schweiz doch wohl innovativ genug sein, Lösungen zu finden."

"Weltwoche"-Chef und SVP-Politiker Roger Köppel gesteht im "Welt"-Interview zur Debatte um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Schweiz, dass es Fälle gibt, in denen der freie Markt für Medien nicht funktioniert, will Lösungen dafür aber wenn nachträglich finden.
welt.de (Paid)

Nina Ranke leitet die Wirtschaftsmedien bei Ringier Axel Springer Schweiz.

Ringier Axel Springer Schweiz überträgt Nina Ranke die Leitung der Wirtschaftsmedien mit den Titeln "Bilanz", "Handelszeitung", "Schweizer Bank" und "Schweizer Versicherung". Ranke war zuletzt Operativchefin bei Springer International und übernimmt von Uli Rubner, die zum Wohnmagazins "Homes" wechselt.
ringieraxelspringer.ch, turi2.de (Bilanz)

Tamedia erhöht digitale Präsenz mit der Lesezirkel-App Sharemagazines.

Lesezirkel-App Sharemagazines erweitert das Angebot um sechs Titel von Tamedia, darunter u.a. Tages-Anzeiger und Sonntagszeitung. Damit zieht erstmals eine führende Tageszeitung aus dem Ausland in den digitalen Lesezirkel, mit Tribune de Genève kommt der erste französischsprachige Titel zu Sharemagazines.
pressebox.de