Weinstein-Anwalt versucht Vergewaltigungsvorwürfe herunterzuspielen.

Harvey Weinstein hat sich nach Ansicht seines Anwalts Ben Brafman branchenüblich verhalten. "Weinstein hat die Casting-Couch nicht erfunden", sagt der Anwalt in einem Interview mit der britischen "Times". Es sei eine "bewusste Entscheidung" der Schauspielerinnen gewesen, mit Weinstein Sex zu haben. Das sei "keine Vergewaltigung", behauptet der Anwalt, der bereits Dominique Strauss Kahn verteidigte.
stern.de

Zitat: Sport1-Chef Olaf Schröder verteidigt die Erotik-Clips nach Mitternacht.

"Wer um null Uhr noch vorm Fernseher sitzt, der hat im Leben vielleicht nicht alles richtig gemacht. Man kann auch zu einer normalen Uhrzeit ins Bett gehen, oder dann unserem Programm folgen. Aber das muss keiner."

Sport1-Chef Olaf Schröder verteidigt im Video-Interview mit turi2.tv die Sexy Sport Clips im Nachtprogramm des Sportsenders. Die Erotik gehöre zu Sport1, wie sie zur Sendergründung zum DSF gehörte.
turi2.tv (4-Min-Video)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Sport1-Chef Olaf Schröder fühlt sich in der zweiten Liga der TV-Sender wohl.

Sport1-Chef Olaf Schröder kommt es nicht auf die Größe des Senders an.


Zwischen "Doppelpass" und Erotik-Clips: Olaf Schröder feiert in diesem Jahr 25 Jahre Sport1 bzw. den Vorgänger DSF – der heutige Senderchef ist von Anfang an in unterschiedlichen Jobs mittendrin statt nur dabei. Im Interview mit turi2.tv sagt er, dass er sich in der zweiten Liga der TV-Sender durchaus wohlfühlt. Den direkten Konkurrenten Eurosport verortet er längst hinter sich. Was teure Senderechte angeht, gibt er sich gelassen: "Rechte kommen und gehen."

Bis Schröder mal wieder höherklassigen Fußball zeigen kann, freut er sich auch über Eishockey, Basketball und Volleyball, aber auch Darts und E-Sports. Bei den Zocker-Wettbewerben ist der Senderchef allerdings zurückhaltend: Zwar berichtet Sport1 über den Trend-Sport an der Tastatur, aber "es hat noch keiner geschafft, das Thema E-Sports wirtschaftlich darzustellen".

In die Bresche springt Schröder für die Sexy Sport Clips, die sein Sender traditionell nach Mitternacht zeigt. "Es gibt keine relevanten Sportrechte, die man nachts nach Mitternacht live senden kann", sagt Schröder und spielt den Ball zurück: "Wer um Null Uhr noch vorm Fernseher sitzt, hat im Leben vielleicht nicht alles richtig gemacht." Man könne zu einer normalen Zeit ins Bett gehen, oder seinem Programm folgen – "aber das muss keiner". turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Lese-Tipp: "Welt"-Redakteurinnen schreiben über Sexismus-Erfahrungen.

Lese-Tipp: "Ist die ganze Welt eine Besetzungscouch?" fragt die "Welt am Sonntag" auf dem Titel und lässt sieben Redakteurinnen unterschiedlicher Generationen über ihre Erfahrungen mit Sexismus berichten. Die Autorinnen schreiben von Alltags-Beobachtungen, berichten von Ungleichbehandlung, ungewollten Avancen oder gutgemeinten aber sexistischen Ratschlägen.
"Welt am Sonntag", S. 12 (Paid)

Hör-Tipp: Der BR porträtiert den bayerischen Kult-Sexfilmer Alois Brummer.

Hörtipp-Icon-JPGHör-Tipp: Alois Brummer hat mit seinen bumsfidelen bayrischen Filmchen von den 60er bis 80er Jahren das Genre des Erotikfilms in Deutschland geprägt. Joana Ortmann porträtiert Brummer, der in den 60ern seine Spedition und seine Familie verlässt, um in München ohne Vorwissen ins Sexfilm-Business einzusteigen.
br.de (mit 53-Min-Audio), br.de (direkter Download)

US-"Playboy" ernennt erstmals ein Transgender-Model zum Playmate des Monats.

Playboy: Die US-Ausgabe des Männermagazins druckt erstmals ein Transgender-Model auf seine berühmte Doppelseite in der Mitte des Hefts. Playmate des Monats ist das französische Model Ines Rau, die als Junge geboren wurde. Der kürzlich verstorbene Hugh Hefner habe sie selbst ausgewählt. In den sozialen Medien bekommt der "Playboy" für die Wahl gemischte Reaktionen.
spiegel.de, nytimes.com

lexikon2: Florian Boitin.


Wenn Schauspielerinnen und Sportlerinnen medienwirksam die Hüllen fallen lassen, steckt oft Florian Boitin dahinter. Seit 2009 wirkt der studierte Designer als Chefredakteur des deutschen "Playboy". Die Bunnys begleiten Boitin aber schon sein ganzes Berufsleben lang. turi2 macht dem "Enthüllungsjournalisten" zum 50. Geburtstag ein Geschenk, das niemand kaufen kann: einen Eintrag ins lexikon2. Weiterlesen …

Zitat: Florian Boitin feiert die Rückkehr nackter Haut in den US-"Playboy".

Florian Boitin 150"Es wäre für uns nie in Frage gekommen, 'Playboy' um seinen Markenkern zu bringen."

Florian Boitin, deutscher "Playboy"-Boss bei Burda, sieht sich angesichts der wiedererwachten Fleischeslust beim US-"Playboy" als wahren Häschen-Hüter.
per Mail, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Playboy"-Chefredakteur Florian Boitin arbeitet in seinem Traumjob.

US-"Playboy" zeigt künftig wieder nackte Frauen.

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Back to the Boobs: Der "Playboy" zeigt in seiner US-Ausgabe künftig wieder nackte Frauen, schreibt Cooper Hefner, Sohn von Bunny-Boss Hugh Hefner, auf Twitter. Hefner Junior, seit Oktober Kreativchef von Daddys Häschen-Heft, galt als Gegner der Nackt-Diät, auf die sich der "Playboy" vor einem Jahr gesetzt hat. Allerdings schreibt er auch, dass die Art, wie das Magazin Nacktheit dargestellt habe, überholt gewesen sei.

Das Cover der kommenden März-Ausgabe zeigt Model Elizabeth Elam weitgehend unbekleidet und titelt: "Naked is normal". "Heute holen wir unsere Identität zurück und beanspruchen wieder zu sein, wer wir sind", schreibt Heffner dazu bei Twitter. Dafür, dass das Heft am US-Kiosk nicht unter dem Ladentisch verkauft werden muss, sorgt das "k" in "naked". Im März 2016 war die letzte Nackt-Ausgabe des Männermagazins erschienen. Damals wollten die Blattmacher in Zeiten der Internet-Pornos gegen den Strom schwimmen.
sueddeutsche.de, twitter.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Vice: Skirt Club stellt Nacktfotos von Nutzerinnen ungeschützt ins Netz.

Skirt Club 150Sexplattform Skirt Club hat Nacktfotos tausender bisexueller Frauen ungeschützt ins Netz gestellt, berichtet Vice und wirft der Seite einen schlampigen Umgang mit den Daten der Nutzerinnen vor. Inzwischen sei der Fehler teilweise behoben, die Betreiber hätten die Frauen über die Panne aber nicht informiert. Über Skirt Club können sich Nutzerinnen Nachrichten schreiben und verabreden. Für die Teilnahme an Sexpartys müssen sich die Frauen mit Profil- und Ganzkörperfotos bewerben.
vice.com, vice.com (2-Min-Video), sueddeutsche.de

"Spiegel" meldet: "Bild"-Mitarbeiterin wirft Kai Diekmann sexuelle Belästigung vor.

kai-diekmann-2016-600
Verdachts-Berichterstattung: Der "Spiegel" berichtet über einen Belästigungs-Vorwurf gegen Kai Diekmann. Eine Mitarbeiterin wirft dem Noch-Herausgeber der Bild-Gruppe vor, sie sexuell belästigt zu haben. Der Vorfall soll sich am Rande einer Klausur-Tagung in Potsdam im Sommer beim Baden ereignet haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigt dem "Spiegel" den Eingang einer Anzeige. Auch bei Springer sei der Vorwurf bekannt, das Unternehmen habe ihn mit Hilfe externer Rechtsexperten und Gutachter geprüft, aber kein strafbares Verhalten festgestellt. Das Ergebnis der Prüfung sei mit Einverständnis Diekmanns an die Staatsanwaltschaft übergeben worden.

Diekmann hat vor genau einer Woche seinen Abschied von Springer zum Ende Januar erklärt - nach mehr als 30 Jahren im Unternehmen. Springer-Sprecherin Edda Fels teilt mit, dass die staatsanwaltliche Untersuchung gegen Kai Diekmann und der Abschied des "Bild"-Herausgebers in keinem Zusammenhang stünden. Diekmann habe bereits 2015 die Entscheidung getroffen, Springer zu verlassen. (Foto: Markus Tedeskino/"Bild")
"Spiegel" 2/2017, tagesspiegel.de

Update 14.20 Uhr:
Der Anwalt von "Bild"-Herausgeber Kai Diekmann, Otmar Kury, teilt mit: "Der gegen Herrn Diekmann erhobene Vorwurf ist haltlos und wir haben vollstes Vertrauen in die Arbeit der Ermittlungsbehörden."
welt.de

Werberats-Chefin findet Verbot von Sex-Werbung "absurd".

Julia Busse, Deutscher Werberat 600
Provokation erlaubt: Julia Busse, Geschäftsführerin des Deutschen Werberates, hält nichts von einem generellen Verbot von Werbung mit Sex-Motiven. "Die Forderungen nach Werbeverboten in diesem Zusammenhang finden wir absurd", sagt Busse im Interview mit "W&V". "Sexy ist nicht gleich sexistisch", betont sie und ergänzt: "Erotik gehört zur Werbung dazu." Werbung dürfe "provozieren und an Grenzen gehen" und müsse dabei "nicht jedem gefallen", solange "gewisse Grenzen" nicht überschritten werden. Aber allein ein nackter Körper sei "nicht an sich herabwürdigend oder diskriminierend".

Etwas mehr als die Hälfte der Beschwerden, die beim Werberat eingehen, betreffen sexistische Werbung von überwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen. Große Marken seien "noch weniger daran interessiert, eine negative Öffentlichkeit zu bekommen", sagt Busse. Immer dann, wenn in der Öffentlichkeit verstärkt über Geschlechterrollen diskutiert wird, erhalte auch der Werberat mehr Beschwerden über vermeintlich sexistische Werbung. Nach der Silvesternacht von Köln habe im ersten Halbjahr 2016 auch die Zahl der unbegründeten Beschwerden zugenommen. (Foto: ZAW)
"W&V" 33/2016, S. 17 - 23 (Paid)

turi2 edition2: Der Thermomix der Vibratoren.


"Ficken" sagt Marisa Höhne nie. Denn ihr Werbeversprechen ist Authentizität: Sex soll Spaß machen, ja, aber bitte keine Porno-Fantasie sein. Deshalb kommt Höhne ins heimische Wohnzimmer und verkauft dort auf sogenannten "Pepper Parties" Spielzeug für Erwachsene. Im Angebot ist zum Beispiel der "Thermomix der Vibratoren". Anne-Nikolin Hagemann und Fotograf Stephan Sahm haben die Vertreterin auf einer ihrer Werbe-Parties begleitet.

Die ganze Reportage lesen Sie in der neuen turi2 edition2, Thema Werbung.

Unter Nachbarn: Hugh Hefner verkauft seine Playboy Mansion.

Hugh Hefner 2009-150 (Fotoepa Bruno Bebert)Playboy Mansion hat einen neuen Besitzer: Daren Metropoulos, 32, Investment-Milliardär und direkter Nachbar, hat das legendäre aber in die Jahre gekommene Anwesen gekauft und dafür laut Medienberichten mehr als 100 Mio Dollar auf den Tisch gelegt. Experten hatten Villa und Grundstück auf 200 Mio Dollar geschätzt. Für Hugh Hefner (Foto), 90, und seine Bunnys ändert sich nichts. Der "Playboy"-Gründer hat ein lebenslanges Wohnrecht.
tz.de, dailymail.co.uk

"Playboy" steigt ins Musikstreaming ein.

playboy music 150Playboy verbindet Tunes und Titten: Das neuerdings Nippelfreie US-Männer-Magazin startet einen erotischen Streamingdienst für Musik. Im Gegensatz zu Spotify und Co bringt der Dienst ausschließlich Live-Aufnahmen, zur Musik räkeln sich Models. Nach einem kostenlosen Vorschau-Video geht's in der App für iOS und Android nur gegen Geld oder Social-Media-Shares weiter.
handelsblatt.com

Erika Berger, 76, ist tot.

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Aufklärerin der Nation verstummt: Erika Berger, in den 1980er und 90er Jahren Sex-Expertin bei RTL, ist am Pfingstsonntag im Alter von 76 Jahren gestorben. Die Moderatorin und Buch-Autorin wurde einem breiten Publikum durch die Anrufsendung "Eine Chance für die Liebe" bekannt. In der RTL-Show beantwortete sie Zuschauer-Fragen zu Beziehungen, Sex und Erotik mit einer bis dahin nie dagewesenen Offenheit. In der Nachfolge-Sendung "Der flotte Dreier" drehte RTL noch ein bisschen weiter an der Skandal-Schraube - mit sexuellen Randthemen. Im Anschluss an ihre aktive TV-Karriere organisierte Berger u.a. den Fernsehpreis.

RTL-Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann nennt Berger einen "besonders herzlichen und professionellen Menschen", sie habe das RTL-Programm in seinen Anfangsjahren "maßgeblich geprägt". Der Kölner "Express", der am Sonntagabend zuerst über Bergers Tod schrieb, berichtet, dass die Moderatorin in der vergangenen Woche schwer gestürzt sei. Am Pfingstsonntag sei sie im Beisein einer Freundin zusammengebrochen. Der Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. (Foto: dpa)
express.de, spiegel.de, zeit.de, presseportal.de

Mitarbeit: Markus Trantow

"Bild" macht sich gegen Zensur von Sex-Werbung stark.

bild bildlogoBild poltert gegen ein Verbot sexistischer Werbung, wie es Justizminister Heiko Maas laut "Spiegel" angeblich plant. Von "Werbezensur" ist die Rede, dazu zeigt "Bild" - sicherlich aus rein dokumentarischen Gründen - Sex-Motive, die dann womöglich verboten wären. "Maaslos daneben" findet Chefredakteurin Tanit Koch den Vorstoß und argumentiert, "gegen sexistisch beworbene Produkte hilft ein einfaches Mittel: nicht kaufen".
bild.de, bild.de (Tanit Koch)