Snap bringt u.a. Amazon, Tinder und Netflix zu Snapchat.


It's a match: Snapchat öffnet seine Stories-Pforten für Apps von Drittanbietern und kooperiert u.a. mit Tinder, Netflix und GoFundMe. Nachdem Facebook das Stories-Format fleißig für die eigene App und Tochter Instagram kopiert hat, bringt Snap nun die eigene Funktion in weitere Apps. Snapchat-Nutzer, die auch die Dating-App Tinder nutzen, können nun ihre "My Tinder Story" direkt aus Snapchat auf ihr Tinder-Profil posten. Aus den Apps von Netflix (aktuell nur für iOS) und GoFundMe können Nutzer Empfehlungen direkt in ihre Stories posten oder an Freunde verschicken.

Die App erhält außerdem eine Erweiterung mit der Funktion "Scan". Über die Snap-Kamera können Nutzer ein physisches Produkt oder einen Barcode scannen und bekommen dann Suchergebnisse bei Amazon angezeigt. Auch die Musik-Erkennungsapp Shazam kann nun direkt über Snapchat ausgelöst werden. Mit den Partnern Photomath oder Giphy lassen sich nun auch Mathe-Gleichung im Kamerafeld lösen oder zum Umfeld passende GIFs ausspielen.
techcrunch.com (Scan), mashable.com (Tinder)

Snapchat bringt deutschen Werbern Augmented Reality bei.

Snapchat kooperiert mit sieben deutschen Agenturen, damit diese vermehrt Augmented-Reality-Werbung gestalten. An Schulungen und Zertifizierungen nehmen u.a. Werber von Jung von Matt und TLGG teil. Sie sollen über Snapchat Kontakt zu AR-Designern bekommen. Werbekunde Adidas hat zur Fußball-WM 2018 eine entsprechende Kampagne getestet und Snapchat-Nutzer in die virtuelle Umkleidekabine der Nationalmannschaft geschickt.
horizont.net

Snapchat bringt Show-Format nach Deutschland – u.a. mit "Bild", "Spiegel" und Funk.


Besser spät als nie: Snapchat stemmt sich nun auch in Deutschland gegen den Nutzerschwund und rollt das Format "Shows" hierzulande aus. Die im Schnitt fünf Minuten langen Videos kommen zunächst von zehn Medienpartnern, darunter die deutschen Snapchat-Pioniere "Bild" und Spiegel Online. Neu dabei sind u.a. Promiflash, Zett, der Jugendableger der "Zeit" und Funk von ARD und ZDF. Die Shows erscheinen in Staffeln und erinnern dadurch an Netflix, schreibt Giuseppe Rondinella bei Horizont.net.

Der deutsche Markt ist Nachzügler: Snapchats Shows sind vor zwei Jahren in den USA gestartet und laufen bereits in Großbritannien, Frankreich und im arabischen Raum. Die Sendungen sind – wie alle anderen Kooperationen auch – im Discover-Bereich der App zu finden.
horizont.net, handelsblatt.com

Basta: LinkedIn will auch eine Rolle bei den Cool Kids spielen.

Bewerber-Blamage: LinkedIn buhlt mit einer Stories-Funktion um die Gunst von Studenten. Über "Student Voices" sollen sie Erfahrungen über ihre Zeit im Studium posten. Die Inhalte werden nicht wie bei Snapchat oder Instagram gelöscht – Arbeitgeber erhalten also womöglich ein recht authentisches Bild von ihren Bewerbern.
techcrunch.com

Zahl des Tages: Snaps neue Kamera-Brille Spectacles soll 350 Dollar kosten.

Zahl des Tages: Spektakuläre 350 Dollar soll die neue Generation von Snaps Kamera-Brille Spectacles kosten, berichtet Cheddar. Das neue Modell mit zwei Kameras liegt damit 150 Dollar über dem Preis des Vorgängermodells. Der Rahmen bekommt ein Upgrade aus Alu, die Kameras sollen AR-Effekte in Videos erzeugen können.
cheddar.com, cnet.com

Influencer wegen zu wenig Werbe-Posts verklagt.

Kein Like: Eine PR-Agentur verklagt Influencer Luka Sabbat, weil er nicht genug Werbung gemacht hat. Sabbat sollte für 60.000 Dollar die Foto-Brille Snap Spectacles mit einer bestimmten Anzahl an Instagram-Posts bewerben und diese vorher abstimmen. Die Agentur klagt wegen Ver­trags­bruchs und ungerechtfertigter Bereicherung.
bento.de, instagram.com


Snapchat startet Video-Eigenproduktionen.

Snapchat will seine Nutzer mit zwölf neuen, eigenproduzierten Mini-Shows bei der Stange halten. Die Episoden dauern jeweils etwa fünf Minuten, täglich gibt es eine neue Folge. Im Programm sind u.a. eine Reality-Show über zwei Influencer in Kalifornien, eine Drama-Serie über True-Crime-Podcaster und eine Buddy-Serie mit zwei College-Neulingen. Die Videos enthalten Sechs-Sekunden-Werbeclips, die die Nutzer nicht überspringen können.
mashable.com, cnet.com, snap.com

Studie: Foto-Filter in sozialen Medien verschieben die Selbstwahrnehmung.

Soziale Netzwerke: Mit Filtern bearbeitete Fotos verunsichern und stören die Selbstwahrnehmung, warnen Forscher der Boston University. Weltweit verschiebe sich das Schönheitsideal, weil jeder mit ein paar Klicks seine Haut schöner oder die Augen glänzender wirken lassen könne – so wie es bislang vor allem in der Werbung und auf Covern von Zeitschriften zu sehen war.
faz.net

Snapchat macht öffentliche Snaps für Medien sichtbarer.

Snapchat gibt Storyful, NewsWhip, SAM Desk und Tagboard Zugriff auf öffentliche Snaps. Dadurch können die vier Anbieter Snapchat-Inhalte kuratieren und auch außerhalb der App zugänglich machen, ähnlich wie bei Tweets und Facebook-Posts. Snapchat erhofft sich davon eine höhere Sichtbarkeit, wenn Medienunternehmen Fotos und Videos in ihre Berichterstattung einbinden können, z.B. bei Breaking News.
axios.com

Jolanta Twarowska wird neue Deutschland-Chefin von Twitter.

Twitter holt Jolanta Twarowska, 32, als Deutschland-Chefin. Sie kommt von Konkurrent Snapchat, wo sie erste Mitarbeiterin in Deutschland war, und folgt auf Thomas de Buhr, der zum Sportstreaming-Anbieter Dazn gewechselt ist. Jolanta Twarowska war zuvor bereits lange bei Twitter beschäftigt und arbeitete dort unter anderem in den Büros in San Francisco, Dublin, London und Hamburg. In Deutschland war sie mitverantwortlich dafür, den lokalen Werbemarkt für Twitter zu erschließen.
per Mail, turi2.de (Background)

Adidas launcht zur WM die erste deutsche Portal Lens auf Snapchat.

Adidas startet zum ersten WM-Gruppenspiel der deutschen Mannschaft die erste deutsche Portal Lens auf Snapchat. Nutzer können die Umkleidekabine der deutschen Mannschaft entdecken, mit Mesut Özil und Thomas Müller den Ball hochhalten und drei Easter Eggs suchen. Adidas' WM-Kampagne auf Snapchat besteht außerdem aus Anzeigen, Filtern und Stickern.
per Mail

Zahl des Tages: Teenager nutzen am liebsten YouTube.

Zahl des Tages: Jugendliche 85 % der 13- bis 17-Jährigen klicken Videos auf YouTube, zeigt eine Umfrage des Pew Research Centers. Die Plattform steige wegen der wachsenden Strahlkraft von Influencern and Vloggern im Ansehen der Teenager. Instagram und Snapchat folgen auf den Plätzen zwei und drei mit 72 % bzw. 69 %. Bei Facebook gaben nur noch 51 % an, auf der Plattform angemeldet zu sein. 2015 waren es noch 71 %.
theverge.com

Zitat: Evan Spiegel amüsiert sich über Facebooks Feature-Imitate.

"Noch besser fänden wir es übrigens, wenn sie auch mal unsere Datenschutz-Praktiken kopieren würden."

Snap-Chef Evan Spiegel macht sich bei der Recode-Konferenz über Facebook lustig, das über die Jahre einige Features bei Snapchat abgeschaut hat, etwa verfallende Nachrichten, Stories und Lenses. Der Designer in ihm fühle sich sogar ein wenig geschmeichelt.
theverge.com, youtube.com (40-Min-Video)

Snap tauscht Finanzchef Andrew Vollero gegen Amazon-Manager Tim Stone.

Snap, Mutterkonzern von Snapchat, tauscht seinen Finanzchef aus: Tim Stone kommt Mitte Mai von Amazon für Andrew Vollero, der beratend an Bord bleibt. Stone war in seinen 20 Jahren bei Amazon u.a. als Finanzdirektor tätig. Als Willkommensgeschenk erhält er ein Aktienpaket im Wert von 20 Mio Dollar. Mit dem Wechsel reagiert Snap auf die abermals schlecht ausgefallenen Quartalszahlen.
bloomberg.com, handelsblatt.com

Wir graturilieren: Barbara Hans wird 37.


Wir graturilieren: Barbara Hans, Chefredakteurin von Spiegel Online, wird heute 37 Jahre alt. Gefeiert wird in Hamburg und NRW mit Freunden und der Familie. In Gedanken ist sie dabei aber auch in der Redaktion – hier jährt sich in dieser Woche nämlich der Start auf Snapchat Discover. Das "grandiose Snap-Jahr" ist natürlich ein Grund zum Feiern – Barbara Hans hofft, dass die Kollegen es "ordentlich krachen lassen".

In der Bestenliste für das abgelaufene Jahr darf Snap deshalb auch nicht fehlen. "Eine große Freude, jeden Tag aufs Neue" waren u.a. auch Audio, Bento, NextGen und das neue Plus. Gratulationen sind auf allen Wegen gleichermaßen willkommen und kommen z.B. über Facebook und Twitter, per Mail oder Post an.
(Foto: "Spiegel" / Michael Kappeler)