Jeff Jarvis: Fake News werden auch bei der Bundestagswahl ein Problem sein.

jeff jarvis, 2015, 150Fake News: Medien müssen in Zeiten offensiv verbreiteter Falschmeldungen noch wachsamer sein, fordert US-Journalistik-Professor Jeff Jarvis. Die klassischen Medien hätten bisher noch keine Antwort auf per Gif oder Meme verbreitete Lügen gefunden - sie reagierten mit 200-Zeilen-Texten am Folgetag. Jarvis hält es für möglich, dass Russland auch den Ausgang der Bundestagswahl Mitte des Jahres beeinflussen will.
"Focus" 3/2017, S. 84 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Klaus Eck wünscht sich weniger “digitale Angst”.

Klaus Eck 150"In Deutschland gibt es eine digitale Angst. Wir wollen keine Fehler öffentlich begehen und die Kontrolle über unseren Content haben."

Content-Marketing-Berater Klaus Eck empfiehlt im Interview mit dem Philosophiemagazin "Hohe Luft", das manager-magazin.de online veröffentlicht, weniger Perfektionismus im Umgang mit sozialen Medien.
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Snapchat verlegt seine Zentrale nach London.

snapchat150 neues LogoSnapchat: Snap Inc, die Firma hinter der Smartphone-App, wählt London als Zentrale ihres internationalen Geschäfts. Dort will Snapchat auch die Steuern für jene Märkte außerhalb der USA zahlen, in denen keine eigene Niederlassung existiert. In Ländern mit einem eigenen Büro - etwa in Frankreich - sollen die Steuern vor Ort gezahlt werden.
ft.com (Paid) via theverge.com, bloomberg.com, orf.atKommentieren ...

Zitat: Berlins Bürgermeister Michael Müller lehnt Twitter ab.

michael_mueller_150"Twitter lebt davon, dass ich innerhalb von Sekunden reagiere. Ich halte vieles, was dort passiert, für unseriös - und möchte mich daran nicht beteiligen."

Michael Müller, regierender Bürgermeister von Berlin, entscheidet sich bewusst gegen ein Twitter-Profil - auch, um sich nicht unter Zeitdruck setzen zu lassen.
Der Tagesspiegel (E-Paper, Paid), blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Google und Apple werfen LinkedIn-App in Russland aus den App-Stores.

LInkedIn-150Russland: Die LinkedIn-App ist für russische Nutzer nicht mehr erreichbar, Apple und Google haben sie auf Geheiß der Behörden aus ihren jeweiligen App-Stores entfernt. Russland blockiert das Karrierenetzwerk bereits seit November 2016, die Aufsichtsbehörde in Moskau teilte damals mit, die Plattform verstoße gegen russische Gesetze.
theverge.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Weißes Haus archiviert Obamas Social-Media-Historie.

barack-obama-2015-150Barack Obama archiviert sein Social-Media-Leben als US-Präsident. Im White House Social Media Archive sind alle Beiträge, Fotos und Videos gespeichert, die Obama und seine Administration in zwei Amtszeiten bei Instagram, Twitter, Flickr, Facebook, Google+, und Pinterest veröffentlicht haben. Alle Beiträge sind plattformübergreifend durchsuchbar.
theverge.com, obamawhitehouse.gov.archivesocial.comKommentieren ...

Zitat: CCC-Sprecherin Constanze Kurz glaubt nicht an Maschinen, die Fake News aussortieren.

Constanze Kurz CCC 150"Es hat damals zwei, drei Jahre gedauert, und dann konnte man maschinell gegen Spam-Mails vorgehen. Vielleicht gibt es die naive Vorstellung, dass man so auch Fake News bekämpfen kann."

Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, erkennt im Ruf nach Algorithmen gegen gefälschte Nachrichten vor allem die Hilflosigkeit der Politiker.
handelsblatt.comKommentieren ...

Meinung: Online-Kommentierer sind oft lesefaule “Zusichselbstwüter”.

Konrad-Lischka-150Online-Kommentare haben häufig kein konstruktives Ziel, sondern sind ein "Zusichselbstwüten", beobachtet Konrad Lischka seit Jahren. Kommentatoren spalten, um zum Wortführer eines Lagers zu werden. Ihnen hilft, dass viele nur Überschriften lesen. Das Phänomen ist älter als die heutigen sozialen Medien, schreibt Lischka. Bei Spiegel Online schlug er einst vor, dass nur diejenigen kommentieren dürfen, die Quizfragen zum Text beantworten können.
konradlischka.infoKommentieren ...

Facetime mit … Sophie Burkhardt: Funk ist nicht abhängig von Facebook.


Allianz ohne Alternativen: Das öffentlich-rechtliche Jugendangebot Funk ist auf Social-Media-Plattformen angewiesen – und glaubt, dennoch nicht abhängig zu sein. Drei Monate nach dem Start spricht Vize-Chefin Sophie Burkhardt im turi2.tv-Interview von einer "Zweigleisigkeit". Ihre Strategie: Reichweite über Facebook und Snapchat aufbauen und die jungen Nutzer darüber ins eigene Haus locken.

Ihr Team lasse keine Inhalte weg, nur weil sie Facebook nicht gefallen könnten, versichert Burkhardt. "Wir sind weder auf die Player, noch auf die Ausspielwege angewiesen", sagt sie, diese Behauptung sei "kein Feigenblatt" für Politik oder Gremien. Die Formate-Macher haben in den vergangenen Wochen viel ausprobiert. Jetzt folgt die Feinarbeit. Bei einer Sache tun sie sich schwer: die ganz jungen Jugendlichen, also die 14- und 15-Jährigen, zu erreichen.
turi2.tv (6-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Facetime mit … Julian Reichelt: “Wir schaffen den Shitstorm ab.”


Die Scheiße stürmt nicht mehr: Bild.de will ab dem kommenden Jahr zurückhaltender über Debatten in sozialen Netzwerken berichten. "Wir haben alle in den letzten Jahren etwas zu oft und auch zu dankbar über Shitstorms berichtet", sagt Julian Reichelt im zweiten Teil des turi2.tv-Gesprächs. Hinter vielen scheinbaren Trends steckten doch nur 30 anonyme Twitter-Accounts. Für Bild.de zähle eine Meinung aus dem Netz künftig nur, wenn ein Mensch sie unter Klarnamen äußert.

Deutlich weniger Zurückhaltung wünscht sich Reichelt 2017 bei Berichten über Syrien. Der frühere Kriegsreporter hat im aktuellen Konflikt Bekannte verloren und ist sich sicher: Politiker und Journalisten werden sich "in nicht ferner Zukunft schämen für all das, was wir unterlassen haben". Bild.de habe stets berichtet, aber am Ende doch nichts bewegen können: "Dass sich in diesem Fall so wenig verändert hat, gehört für mich zu den großen Schmerzen 2016 und zu den großen Schmerzen meines journalistischen Lebens."
turi2.tv (6-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Teil 1 des Gesprächs über die Radio-Pläne bei Bild.de:
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USA fragen Touristen bei Einreise nach Social-Media-Accounts.

usa-flagge-symbolbild-150USA fragen mit einem Kurzzeit-Visum einreisende Personen nach ihren Account-Namen bei prominenten Internet-Diensten wie Twitter, Facebook, YouTube, Instagram, LinkedIn oder auch GitHub. Die Zoll- und Grenzschutzbehörde begründet das Vorgehen mit der Terrorismus-Abwehr. Die Angaben sind jedoch freiwillig und sollen keinen Einfluss auf die Erteilung der Einreiseerlaubnis haben.
mashable.comKommentieren ...

Royal Family füttert Social Media statt Yellow Press.

royal-family-twitter-150Britische Royals umgehen die Yellow Press, indem sie Neuigkeiten selbst über Social Media verbreiten. Fotos vom Nachwuchs von William und Kate landen so zuerst in sozialen Netzwerken. Von direkter Kommunikation mit dem Volk kann aber keine Rede sein: Professionelle Social-Media-Teams betreuen die offiziellen Accounts wie z.B. @RoyalFamily.
"FAS", S. 24 (Paid)Kommentieren ...

Schnelle Eingreiftruppe der CDU soll Falschmeldungen im Netz entgegen treten.

fake150Fake News: Die CDU will "Rapid-Response-Teams" in ihrer Parteizentrale Falschmeldungen im Netz aufspüren und bekämpfen lassen, berichtet der "Spiegel". Die Teams sind eigentlich da, um im Wahlkampf auf Manöver der Gegner zu reagieren. SPD-Strategen wollen verstärkt Richtigstellungen platzieren und anzeigen. Grünen-Politikerin Renate Künast stellt Strafanzeige und -antrag gegen die Betreiber einer Falschnachrichten-Facebookseite.
"Spiegel" 50/2016, S. 44-47 (Paid)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Social-Media-Werbung wächst auf 50 Mrd Dollar bis 2019.

Icon ZAHL-JPGZahl des Tages: Um 72 % auf weltweit 50 Mrd Dollar steigen die Ausgaben für Social-Media-Werbung bis 2019, prognostiziert die Agentur Zenith. Damit hätte Social Media einen Anteil von 20 % an der gesamten Internet-Werbung. Spätestens 2020 werde Social Media die Ausgaben für Zeitungswerbung überholen.
wuv.de, persoenlich.com, zenithmedia.com
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CNN kauft Social-Media-App Beme und stellt sie ein.

CNN Logo 150CNN übernimmt die Social-Media-App Beme von YouTube-Star Casey Neistat. Die App, mit der Nutzer mit dem Smartphone an der Brust 4-Sek-Videoclips aufnehmen und ungefiltert teilen können, wird eingestellt. CNN hat es vor allem auf Neistat und sein Team abgesehen, die unter dem Dach von CNN an einem neuen Projekt arbeiten sollen.
nytimes.com, deadline.com, youtube.com (4-Min-Erklärvideo Beme)Kommentieren ...

Telegram lässt Nutzer kleine Instant Articles ohne Account schreiben.

Telegram-150Telegram, datensparsamer Messaging-Dienst, startet mit Telegraph ein Tool zum Bloggen. Ohne sich einloggen zu müssen, können Nutzer Beiträge schreiben, Fotos, Videos und Tweets einbetten. Das Konzept erinnert an eine Mischung aus Medium.com und Facebook Instant Articles. Elisabth Oberndorfer warnt, der Dienst könne ohne Nutzer-Accounts zum Tummelplatz der Trolle werden.
t3n.de, venturebeat.com, telegra.phKommentieren ...

Facebook-Gründer Zuckerberg sorgt sich um Fake-News-Flut.

Mark Zuckerberg-Februar2015-150Mark Zuckerberg wirbt in einem Facebook-Post um Verständnis für das komplexe Problem der Falschmeldungen. Deren Verbreitung zu stoppen sei technisch und inhaltlich schwierig, Facebook wolle nicht zum "Schiedsrichter der Wahrheit" werden. Zuckerberg kündigt u.a. eine tiefere Zusammenarbeit mit Fact-Checking-Organisationen an und will Nutzer besser warnen, wenn sie Inhalte teilen, die andere zuvor als Falschmeldung gemeldet haben.
facebook.com, nytimes.comKommentieren ...

Lese-Tipp: Jan Fleischhauer betritt die Echokammer Facebook durch eine andere Tür.

Lese-Tipp turi2Lese-Tipp: Jan Fleischhauer testet Facebook drei Monate mit dem Fake-Profil eines AfD-Anhängers und findet sich in einer Welt wieder, "in die selten ein Sonnenstrahl fällt". Fleischhauer bekommt ein Deutschland präsentiert, das von Muslimen überrannt wird. Die Gefahr: Menschen lassen sich vom Facebook-Algorithmus vorgaukeln, nun endlich "die Wirklichkeit" zu sehen – dabei reagiert er nur auf Vorlieben und Abneigungen.
"Spiegel" 47/2016, S. 52-53 (Paid)Kommentieren ...