YouTube lässt Influencer Premium-Abos für ihre Kanäle verkaufen.

YouTube lässt seine Influencer künftig exklusive Inhalte direkt zu Geld machen. Kanäle mit mehr als 100.000 Abonnenten sollen für 4,99 Dollar abonnierbar sein - bisher dürfen das nur ausgewählte Kanäle unter dem Namen Sponsorships. YouTube behält 1,50 Dollar des Betrags. Die Kunden bekommen u.a. exklusive Inhalte, zusätzliche Emojis und eigene Kommentarbereiche. YouTube aus den USA mit mehr als 10.000 Abonnenten können künftig Fanartikel direkt in ihrem Kanal verkaufen.
spiegel.de, zeit.de, googleblog.com (Ankündigung)

Video-Tipp: W&V experimentiert mit Video-Interviews in den Größen XL, L, M und S.

Video-Tipp: W&V interviewt Facebook-Manager Will Rolls bei den Cannes Lions und setzt dessen Tipp direkt in die Tat um – und produziert für jeden Kanal ein eigenes Video. Vom klassischen 4-Min-Interview über ein Hochkant-Video mit Show-Einlage bis hin zum 14-Sekunden-Interview erklärt Rolls, was für guten Video-Content besonders wichtig ist.
wuv.de

Studie: Tweets sind in der Nacht besonders emotional.

Twitter: Tweets werden nachts von existenziellen Ängsten dominiert, erforscht ein Team der University of Bristol. Über vier Jahre haben die Forscher 800 Mio Tweets aus den 54 größten Ballungsräumen Großbritanniens hinsichtlich des emotionalen und kognitiven Zustands der Absender ausgewertet. Auffällig waren außerdem die Morgenstunden, hier häuften sich Tweets, die eher auf analytisches Denken hindeuten.
sueddeutsche.de

Studie: Nutzer fürchten Datenmissbrauch, sind aber Passwörter-faul.

Datenschutz: Nutzer haben im Netz Angst um ihre Daten, wollen Logins und Co aber gleichzeitig so bequem wie möglich, sagt eine YouGov-Studie im Auftrag von Verimi. 41 % der Befragten halten ihre Daten im Netz für sicher, ein gutes Drittel fühlt sich gut über die Sicherheit der Daten informiert. Jeder Zweite hat mehr als 10 Profile, 4 von 10 Befragten nutzen für den Login aber nur bis zu 5 Passwörter.
per Mail

YouTube: Connected TV ist stärkster Wachstumsmarkt.

YouTube: Die Nutzung der Google-Tochter auf Smart TVs steigt rasant, sagt YouTube-Chefin Susan Wojcicki bei den Cannes Lions. 70 % des Traffics würde zwar immer noch über Smartphones und Tablets kommen, Connected TVs legten aber am deutlichsten zu. Die 1,9 Mrd Nutzer würden täglich 180 Mio Stunden Inhalte über smarte Fernseher schauen.
mediapost.com

Zahl des Tages: Instagram zählt erstmals 1 Mrd monatlich aktive Nutzer.

Zahl des Tages: Fotoaffine 1 Mrd monatlich aktive Nutzer vermeldet Instagram. Im September waren es noch 800 Mio mit 500 Mio täglich aktiven Nutzern. Damit schreitet die Facebook-Tochter dem Konkurrenten Snapchat weit voraus – die Nutzerzahlen der App sind im 1. Quartal nur um knapp 2 % auf 191 Mio gestiegen.
techcrunch.com

Facebook führt interaktive Live-Videos und Influencer-Vermittlung ein.

Facebook wertet seine Videodienste für Redaktionen und Werbungtreibende auf. Erste Videomacher können Abstimmungen in Livestreams einbauen. Business-Insider-Ableger Insider und BuzzFeed News testen solche interaktiven Formate. Im Messenger wird es künftig Videowerbung geben, die Nutzer ungefragt beglückt, wenn sie durch ihre Chats scrollen. Über den Brand Collabs Manager können Unternehmen zudem nun Influencer suchen. Außerdem ermöglicht Facebook mehr Videomachern eine Monetarisierung über Werbung und freiwillige 4,99 Dollar-Überweisungen von Fans.
onlinemarketing.de, facebook.com (Interaktiv-Videos), spiegel.de (Messenger-Werbung), t3n.de (Monetarisierung)

Basta: Facebook-Software öffnet den Menschen auf Fotos die Augen.

Facebook-LogoKünstliches Auge: Facebook-Forscher haben eine Software entwickelt, die auf Bildern blinzelnde und geschlossene Augen ausbessert. Dafür nutzt sie Fotos der Nutzer mit offenen Augen. Unklar ist, ob Facebook den Menschen damit unwillentlich die Augen öffnet, was das Netzwerk alles mit ihren gesammelten Daten und Bildern anstellen kann.
sueddeutsche.de

Wir graturilieren: Nico Lumma wird 46.

Wir graturilieren: Nico Lumma, Digital- und Startup-Experte, feiert heute seinen 46. Geburtstag. Zum Ehrentag geht es "ganz normal zur Maloche ins Büro" – am Abend geht es dann zur Feier des Tages aber noch mit der Familie essen. Damit es "nicht so viel Gemaule gibt wie letztes Jahr" gibt, sollen dieses Mal aber die Kinder ein Restaurant vorschlagen.

Das Beste am abgelaufenen Jahr war für ihn, dass "wir mit dem Next Media Accelerator unseren zweiten Fonds aufgestellt haben" – damit will Lumma auch im neuen Jahr "weiterhin starke Impulse für die Medien-Innovation in Deutschland" setzen. Bei Gratulationen ist er "nicht krüsch" und auf nahezu allen Kanälen, u.a. Twitter, LinkedIn oder E-Mail, erreichbar – Fax und Festnetztelefon ausgenommen.

Klick-Tipp: Vice zeigt, wie die Bundesregierung in sozialen Medien influenced.

Klick-Tipp: Die Bundesregierung hat 2017 rund 5 Mio Euro in Social-Media-Kampagnen investiert, recherchiert das Vice-Portal Motherboard. Die Ausgaben flossen in Banner und Influencer-Kampagnen. Aus manchen YouTube-Videos und Instagram-Posts werde kaum ersichtlich, dass der Staat sie finanziere, kritisieren Anna Biselli und Sebastian Meineck. Besonders aktiv ist die Bundeswehr: Sie gab zusätzlich 1,7 Mio und noch einmal 2 Mio Euro für Webvideo-Serien aus – diese Produktionskosten sind noch nicht in den 5 Mio Euro enthalten.
motherboard.vice.com

Facebook beantwortet die Fragen des US-Kongresses auf 454 Seiten.

Facebook-LogoFacebook macht seine Hausaufgaben und überreicht dem US-Kongress 454 Seiten mit Antworten auf die Fragen, die Mark Zuckerberg bei seiner Anhörung Anfang April nicht beantworten konnte. Facebook nennt dabei u.a. Google, Twitter, YouTube und Amazon als seine Konkurrenten. Das soziale Netzwerk gibt an, nur 6 % der 650 Mrd Dollar des globalen Werbemarktes auszumachen – Plakatwerbung und Printanzeigen seien eine Alternative zu Facebook.
fossbytes.com, techcrunch.com (komplette Antworten), turi2.de (Background)

FDP-Abgeordnete klagen gegen das NetzDG.

NetzDG wird bald Gerichte beschäftigen: Die FDP-Bundestagsabgeordneten Manuel Höferlin und Jimmy Schulz reichen morgen Klage beim Verwaltungsgericht Köln ein. Höferlin nennt das Netzwerkdurchsetzungsgesetz in der "FAZ" "Selbstzensur im Kopf und Fremdzensur durch private Unternehmen". Die Klage beabsichtigt, dass das Verwaltungsgericht das Gesetz dem Bundesverfassungsgericht vorlegt. Höferlin und Schulz sehen Grundrechte verletzt und außerdem den Bund nicht zuständig für derartige Fälle.
faz.net

Hör-Tipp: Kai Diekmann musste nach Springer erst lernen, sich zu organisieren.

Hör-Tipp: Kai Diekmann erzählt im OMR-Media-Podcast, wie er nach der Rundum-Sorglos-Betreuung bei Springer erst einmal lernen musste, sein normales Alltagsleben zu organisieren. Im Gespräch mit Pia Frey sagt Diekmann, dass seine Agentur Storymachine als Ghostwriter bewusst im Hintergrund bleibt. Über den falschen Umgang selbst von Dax-Konzernen mit Social Media sei er erschrocken.
soundcloud.com (40-Min-Audio)

Facebook ermöglicht Musik bei Videos.

Facebook-LogoFacebook nutzt seine erworbenen Musikrechte, um Nutzern zu ermöglichen, ihre Videos mit ihrer Lieblingsmusik zu unterlegen. Außerdem spendiert Facebook die Funktion "Lip Sync Live", mit der Nutzer live lippensynchron zu Songs singen können. Facebook hat 2018 unter anderem mit Warner Music und der Organisation ICE Musik-Lizenzverträge abgeschlossen.
theverge.com, turi2.de (Background)

Omnicom-Tochter Fuse startet Qualitätsprüfung von Influencern.

Fuse, Content-Tochter der Omnicom Media Group, startet mit Hallmarx einen "Qualitäts-TÜV" für Influencer, schreibt Thomas Nötting. Das Portal bewertet bei Influencer-Profilen u.a. Exklusivität, Transparenz sowie die Zahl deutscher Follower. Einige "Technologieanbieter, Vermarkter und Agenturen" habe Fuse für das Projekt bereits gewonnen, verrät Agenturchef Dominik Scholta.
"Werben & Verkaufen" 23/2018, S. 18-21 (Paid)

Facebook trennt sich von seinen Trending Topics.

Facebook-LogoFacebook schaltet seine umstrittenen Trending Topics ab. Die Funktion würde nicht genug genutzt, schreibt das Unternehmen. Trending Topics wurde 2014 ins Leben gerufen und anfangs von Journalisten befüllt. Seit 2016 läuft das Tool automatisiert und verbreitet immer wieder Verschwörungstheorien und Fake News.
newsroom.fb.com, wired.com, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Teenager nutzen am liebsten YouTube.

Zahl des Tages: Jugendliche 85 % der 13- bis 17-Jährigen klicken Videos auf YouTube, zeigt eine Umfrage des Pew Research Centers. Die Plattform steige wegen der wachsenden Strahlkraft von Influencern and Vloggern im Ansehen der Teenager. Instagram und Snapchat folgen auf den Plätzen zwei und drei mit 72 % bzw. 69 %. Bei Facebook gaben nur noch 51 % an, auf der Plattform angemeldet zu sein. 2015 waren es noch 71 %.
theverge.com

Deutsche Facebook-Nutzer sind nach Datenskandal kritischer.

Facebook verliert Vertrauen bei seinen deutschen Nutzern, zeigt eine Untersuchung der von deutschen Verlagen geführten Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung. Nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica erwägen demnach 44 % der Nutzer, ihre Sicherheitseinstellungen zu ändern. Weitere 23 % zögen sogar in Betracht, sich aus Facebook zurückzuziehen. In Anbetracht von Fake-News vertrauten die Nutzer eher Beiträgen klassischer Medienmarken.
horizont.at

Studie: Datennutzung hält Jugendliche nicht von Social Media ab.

Datenschutz ist für Jugendliche zwar wichtig, aber nicht den Verzicht auf Social Media wert, sagt eine Studie von "Bravo" und YouGov. 81 % der befragten 14- bis 19-Jährigen wissen, dass Internetseiten und Apps ihre Daten speichern. Rund zwei Drittel der Mädchen und die Hälfte der Jungs stört das zwar, sie nehmen die Datennutzung aber in Kauf, weil sie WhatsApp, Facebok und Co sonst nicht nutzen könnten. 38 % stimmen den Nutzungsbedingungen zu, ohne die Änderungen zu lesen.
wuv.de, yougov.com

Facebook zeigt US-Nutzern ab sofort, wer für politische Werbung bezahlt hat.

Facebook-LogoFacebook und dessen Tochter Instagram verlangen ab sofort von allen Anzeigekunden in den USA, anzugeben, wer für Werbung mit politischen Inhalten bezahlt hat. Das betrifft nicht nur Werbung für Parteien oder Politiker, sondern auch Anzeigen mit allgemeinen politischen Themen. Ferner zeigt Facebook, wie bereits angekündigt, ein Archiv sämtlicher Anzeigen des jeweiligen Werbekunden.
mashable.com

Facebook will vom Datenskandal betroffene EU-Nutzer nicht entschädigen.

Facebook-LogoFacebook wird seine 2,7 Mio EU-Nutzer, die vom Datenskandal um Cambridge Analytica betroffen sind, offenbar nicht entschädigen, da keine sensiblen Daten wie u.a. Kreditkarten-Informationen weitergegeben wurden. Der Internetriese reagiert mit der Erklärung auf Fragen von EU-Parlamentariern, die Mark Zuckerberg am Dienstag bei seiner Anhörung nicht beantwortet hat.
reuters.com, wiwo.de, turi2.de (Background)

Studie: Viele Deutsche verstehen den Begriff Algorithmus nicht.

Internet: Fast die Hälfte aller Deutschen kann den Begriff Algorithmus nicht erklären, sagt eine Bertelsmann-Studie. Drei Viertel der Befragten haben das Wort schon einmal gehört, nur jeder Zehnte kann aber erklären, wie ein Algorithmus funktioniert. Fast die Hälfte weiß, dass Facebook und Co mathematische Formeln nutzen, um passgenaue Werbung einzublenden.
focus.de

Lese-Tipp: Nils Frenzel und Dennis Sand stürzen abgrundtief ins Wohnzimmer von Facebook.

Lese-Tipp: Nils Frenzel und Dennis Sand tummeln sich 24 Stunden in der größten deutschen Facebook-Gruppe, dem Wohnzimmer. Sie protokollieren "soziale Abgründe" und "Unten-Deutschland". Nutzer streamen live von der Arbeit oder aus dem Schlafzimmer, sind nackt, beleidigen oder klopfen Nazi-Sprüche – eine kaum zu kontrollierende Masse, die nie schläft.
welt.de

"Da ist viel Neid dahinter" – "Zeit"-Chef Rainer Esser kritisiert Facebook-Angst vieler Verlage.


Freundschaftsanfrage vom Verlagsboss: "Zeit"-Chef Rainer Esser stellt sich ungewöhnlich klar auf die Seite von Facebook und Google – und geht mit seiner Branche hart ins Gericht. Hinter der Kritik an den Konzernen stecke der Neid, dass sich "tradierte Geschäftsmodelle bei weitem nicht so skalieren lassen wie soziale Netzwerke oder die Google-Suche", sagt Esser im turi2.tv-Interview beim European Newspaper Congress in Wien.

Essers Ratschlag: Mehr machen, weniger meckern. "Wir sollten uns abgucken, weshalb Facebook so gut funktioniert, weshalb die so viele User haben", sagt Esser und liefert die Antwort gleich mit. Die Digitalbranche habe viel früher erkannt, in welche Richtung sich die Nutzer bewegen. Die Strategie des "Zeit"-Geschäftsführers lautet schlicht: besser sein als die Internetkonzerne – und nicht in Panik verfallen: "Das Privatfernsehen hat viel mehr Geld abgezogen, als es aufkam."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Facebook arbeitet an eigener Influencer-Vermittlung.

Facebook fb-logo-neuFacebook entwickelt eine Influencer-Suchmaschine für Werbepartner, bestätigt das Social Network einen Bericht des deutschen Fachdienstes AllFacebook.de. Das Tool lässt Werbekunden anhand demografischer Fan-Merkmale nach Influencern suchen und sie kontaktieren. Influencer können ein Portfolio anlegen. Facebook nimmt keine Vermittlungsgebühr und hofft auf steigende Werbeausgaben und verbesserte Content-Qualität. Instagram wird zunächst nicht integriert.
techcrunch.com, allfacebook.de