Facebook sperrt Inhalte, die Holocaust leugnen, nicht in allen Ländern, in denen dies strafbar ist.

Facebook-LogoFacebook: In 14 Ländern ist es strafbar, den Holocaust zu leugnen, das Netzwerk sperrt aber nur in acht dieser Länder, u.a. Deutschland, Belgien und Italien, entsprechende Inhalte. In internen Schulungsunterlagen schreibt Facebook, Inhalte würden nicht entfernt, "bis ein Land den politischen Willen nachgewiesen hat, nationale Zensurgesetze durchzusetzen".
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Deutsche Welle informiert mit Social Videos über das Grundgesetz.

Deutsche Welle 150Deutsche Welle startet ein Social-Video-Projekt zum Grundgesetz. Etwa einminütige Videos sollen Grundgesetz-Artikel anschaulich erklären. Der deutsche Auslandssender verbreitet die Videos über soziale Medien auf sechs Sprachen - u.a. auf Arabisch, Paschtu und Englisch. Er will zeigen, welche Regeln in Deutschland gelten und welche Werte gesetzlich geschützt sind. Das Projekt startet am heutigen Tag des Grundgesetzes.
dw.comKommentieren ...

Julia Jäkel: Facebook muss Verantwortung für Fake News und Hate Speech übernehmen.


Facebooks Realität und Zuckerbergs Anspruch: Julia Jäkel, Vorstandschefin von Gruner + Jahr, fordert von Facebook, endlich Verantwortung für Fake News, Beleidigungen und Gewaltdarstellungen zu übernehmen. Gründer Mark Zuckerberg nehme für sich in Anspruch, das gesamte soziale Gefüge der Gesellschaft abzubilden, es brauche aber sehr viel guten Willen, um zu glauben, dass Zuckerberg seine Verantwortung erkannt habe, sagt Jäkel auf dem European Newspaper Congress in Wien.

Es sollte nicht nur Sales-Truppen von Facebook in Deutschland geben, sondern auch Ansprechpartner für Partnerschaften und die Regulierung des sozialen Netzwerks, fordert Jäkel. Sie vergleicht Facebook mit den Verlagen in den 1950er Jahren: Damals hätten sich die Verlage zusammengetan und u.a. mit dem Presserat für eine Selbstkontrolle gesorgt. Ähnliches erwartet Jäkel auch von Facebook.
daniel-bouhs.de, youtube.com (4-Min-Video)

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Zitat: Hans-Jürgen Jakobs stellt Facebooks Ethik in Frage.

"Das interne Regelbuch macht ganz den Eindruck, als sei die Ethik bei Facebook (fast zwei Milliarden Nutzer) vom eigenen Erfolg überrollt und plattgewalzt worden."

"Handelsblatt"-Autor Hans-Jürgen Jakobs übt im Morning Briefing der Wirtschaftszeitung scharfe Kritik an Facebooks Lösch-Regeln.
morningbriefing.handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Tech-Kritiker Tristan Harris sorgt sich um Manipulation durch Apps und Social Networks.

"Kein Designer hat je geplant, dass haarsträubende Nachrichten ganz nach oben gehören – der Algorithmus hat von allein gelernt, dass Wut gut fürs Geschäft ist."

Tristan Harris, Ex-Design-Ethiker bei Google, ist besorgt, wie Soziale Netzwerke und Apps Nutzer manipulieren. Im "Focus"-Interview fordert er eine "ernsthafte Diskussion" darüber, "was wir dem entgegenstellen".
"Focus" 21/2017, 2. 53-55 (Paid)

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Lese-Tipp: Selbstversuch als Influencerin.

Lese-Tipp: Mode-Bloggerin Eva Fischer beschreibt ihren Versuch, Social-Media-Star zu werden und als Influencerin digitale Schleichwerbung für Konzerne zu machen. Eine Digitalberatung rät ihr, mehr Selfies zu posten, eine einheitliche Bildsprache zu verwenden, viel mit anderen Nutzern zu interagieren und mehr nackte Haut zu zeigen. Influencer sei ein Vollzeitjob. Fischer knackt die 10.000-Follower-Marke, hört danach aber auf und will lieber weiter als Journalistin arbeiten.
blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Video-Tipp: Sascha Lobo holt die sozialen Medien in einen Raum.

Video-Tipp: Sascha Lobo versucht in seiner TV-Doku "Manipuliert", greifbar zu machen, wie soziale Medien funktionieren. In verschiedenen Versuchen mit acht Probanden, darunter ein AfD-Blogger, dokumentiert der Internet-Erklärer den Herdentrieb im Netz. Vorhersehbares Ergebnis: Eine Nachricht kann falsch sein – wenn nur genügend Nutzer liken und teilen, wird sie mehrheitsfähig.

Lobo selbst bleibt in der Rolle des Dozenten, seine Moderation erinnert streckenweise an einen Vortrag. Sein Versuch, mit den Teilnehmern einer rechten Demo ins Gespräch zu kommen, schlägt fehl, weil seine Wortwahl zu akademisch, bzw. die Aufmerksamkeitsspanne der Demonstranten zu kurz ist.
youtube.com (58-Min-Video)

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Gutachter: Maas' Facebook-Gesetz verstößt gegen EU-Recht.


Gema(a)ßregelt: Heiko Maas' geplantes Gesetz gegen Hassreden und Falschnachrichten in sozialen Medien ist europarechtswidrig und verstößt gegen das Datenschutzrecht, ergibt das Gutachten des Internetrechtlers Gerald Spindler. Er hat es im Auftrag des Branchenverbands Bitkom erstellt und kritisiert, dass das Gesetz auch soziale Netzwerke in anderen Ländern der EU in die Pflicht nehme, was gegen das Herkunftslandsprinzip verstoße. Auch die starren Löschfristen seien unglücklich: Der Eingang einer Beschwerde bei Facebook führe nicht automatisch zur Kenntnis des Unternehmens über kritische Posts, das EU-Recht sehe lediglich eine "unverzügliche" Entfernung vor. Spindler befürchtet, dass die Netzwerke angesichts drohender Bußgelder in Millionenhöhe zu viel löschen würden. Dass soziale Netzwerke ohne Richtervorbehalt Daten von Hasspostern herausgeben dürften, hält Spindler für datenschutzwidrig.
"FAZ", S. 20 (Paid), turi2.de (Background)3 Kommentare

Facebook beugt sich teils Gerichtsentscheid in Thailand und löscht 178 Posts.

Facebook-LogoFacebook löscht auf Wunsch thailändischer Behörden 178 Posts. Die nationale Aufsichtsbehörde in Bangkok sieht die Seiten als "unangemessene" Inhalte wie Beleidigungen gegen das Königshaus. Ein Gericht hatte entschieden, dass Facebook 309 Posts löschen muss. Thailand setzt Facebook bis Dienstagmorgen eine Frist, auch die restlichen Inhalte zu entfernen. In Thailand ist Majestätsbeleidigung strafbar, auch Internetangebote ausländischer Zeitungen werden regelmäßig blockiert.
bangkokpost.com, theguardian.comKommentieren ...

Snapchat hebt Zeitlimit für Snaps auf.

Snapchat rüttelt bei seinem aktuellen Update an einigen seiner Grundprinzipien. Künftig können Foto-Snaps unbegrenzt angezeigt werden. Sie verschwinden erst, wenn der Betrachter weiter navigiert. Als Entsprechung für Video-Snaps gibt es nun eine Endlosrotation, bei der Videos wieder von vorne beginnen. Die Funktionen sind sowohl für Direktnachrichten, als auch für Stories verfügbar.
mashable.comKommentieren ...

Meinung: Marken sollen weniger Geld in große Social-Media-Accounts stecken.

Bloggerin Vreni Frost glaubt, dass sich Marken keinen Gefallen damit tun, ihr Geld in besonders reichweitenstarke Social-Media-Accounts zu buttern. Die meisten der Account-Follower seien per Bot-Agenturen gekauft und als Zielgruppe völlig uninteressant. Frost arbeitete selbst ein Jahr lang auf Instagram mit einer Bot-Agentur zusammen - Kostenpunkt: 100 Euro im Monat. Mittlerweile hat sie ihre Followerzahl um 10.000 Fake-Profile bereinigt.
welt.de, neverever.me (Blog Vreni Frost)Kommentieren ...

Facebook testet das Feature "Latest Conversations", das Twitters Trending Topics ähnelt.

Facebook testet zwei neue Features, um Nutzer aus ihrer Filterblase zu locken: Wenn Nutzer ein Nachrichtenthema suchen, zeigt "Latest Conversations" thematisch passende Posts von Menschen außerhalb der eigenen Freundesliste und schätzt, wie viele Nutzer sich mit dem Thema beschäftigen. Ob die Themen von einem Algorithmus oder Mitarbeitern ausgewählt werden, ist unklar. Facebook testet außerdem ein neues Feature im Newsfeed, das dem Nutzer interessante Themen vorschlägt.
techchrunch.com, mashable.comKommentieren ...

Wir graturilieren: Magnus Hüttenberend wird 31.


Wir graturilieren: Magnus Hüttenberend, Leiter der digitalen Kommunikation bei Tui, feiert heute seinen 31. Geburtstag – stilecht und seinem Job entsprechend an Bord des Kreuzfahrtschiffes Mein Schiff 5 im Mittelmeer, genauer gesagt: im türkischen Marmaris.

Vom Sonnendeck aus überdenkt er nochmal das vergangene Lebensjahr. Dass er bei Tui Teil einer Marke ist, die bis Ende 2017 in allen Märkten funktionieren soll, hält er für eine großartige Aufgabe. Denn Reisen sei ein wunderbares Thema, das Kulturen verbindet. Weniger wunderbar findet er die Erkenntnis, dass Social Media den öffentlichen Meinungsbildungsprozess entscheidend beeinflusst – und gerade Polemik gut funktioniert. Er fragt sich, wie soziale Medien ihrer politischen Verantwortung gerecht werden können, und denkt dabei auch an einen Social-Media-Kodex, ähnlich dem Pressekodex.

Schön wäre für ihn persönlich außerdem ein Erdbeerkuchen, die Beeren-Saison ist immerhin eröffnet. Irgendwann möchte Hüttenberend außerdem noch auf den Mond – eine virtuelle Reise via VR genügt ihm aber. Über Glückwünsche freut er sich per Twitter und per E-Mail.Kommentieren ...

3.000 weitere Content-Kontrolleure sollen Gewalt von Facebook verbannen.

Facebook stellt 3.000 weitere Moderatoren ein, um Gewaltvideos schneller zu löschen. Die Kontrolleure müssen Millionen Hinweisen nachgehen, die Nutzer jede Woche über die Melden-Funktion geben. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg legt offen, dass Facebook derzeit weltweit 4.500 Prüfer beschäftigt.
handelsblatt.com, facebook.com, businessinsider.deKommentieren ...

Zitat: Giovanni di Lorenzo ist Social-Media-Abstinenzler, weiß dennoch Bescheid.

"Trotzdem glaube ich, das eine oder andere zu sehen und beurteilen zu können."

"Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo hält sich persönlich von sozialen Medien fern, "aus Selbstschutz" und weil ihm die Zeit dafür fehle, sagt er im langen Interview mit Annette Milz.
"Medium Magazin" 3/2017, S. 14-20 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:
Ein deutscher Trump scheint mir übrigens glücklicherweise noch sehr weit weg zu sein, Alexander Gauland ist es sicher nicht, dazu fehlt ihm auch die Frisur.

Ein gewisser Abstand zum Gegenstand der eigenen Berichterstattung ist grundsätzlich nützlicher für eine Kommentierung, sonst wiederholen sich Dinge oft.

Im Moment haben wir die jüngste Mannschaft unserer Geschichte. Und das tut dem Blatt gut.

Ein leitender Redakteur beispielsweise ist dann gut, wenn er eine starke Antriebsfeder hat, andere gut aussehen zu lassen. Sonst sollte er den Posten erst gar nicht anstreben.

Aus dem Archiv von turi2.tv: Giovanni di Lorenzo über die Flüchtlings-Fehltritte der Medien.
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Klick-Tipp: "Süddeutsche" wertet Facebook-Faktor für die deutsche Politik aus.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Klick-Tipp: Ein Team der "Süddeutschen Zeitung" analysiert die deutsche politische Sphäre auf Facebook. Die Journalisten sammeln drei Gigabyte Daten und eine Mio Likes zu politischen Themen. Anhänger etablierter Parteien sind demnach nicht in Filterblasen gefangen, die AfD steht isoliert dar. Die CSU baut auch im Netz Brücken zwischen der Mitte und rechtsaußen.
sueddeutsche.de, sueddeutsche.de (Background)Kommentieren ...

Twitter startet Live-Offensive mit Konzerten, Mode und BuzzFeed-Show.

Twitter schließt 16 Video-Streaming-Partnerschaften, um Musik, Sport und Nachrichten zu übertragen. Live Nation wird Konzerte in die Twitter-App streamen, IMG Fashion zeigt Modenschauen. BuzzFeed kündigt eine Livesendung für den Morgen an, das Technikportal The Verge widmet sich wöchentlich live technischen Spielereien. Bereits zuvor wurde bekannt, dass Bloomberg einen 24/7-Videokanal exklusiv auf Twitter startet.
businessinsider.de, wired.de, techcrunch.com, turi2.de (Bloomberg)Kommentieren ...

Leak: Facebook bietet Werbetreibenden Tool an, um traurige Jugendliche zu finden und mit Anzeigen anzusprechen.


False Friends: Ein interner Bericht von Facebook-Führungskräften, der von der Zeitung "The Australian" geleakt wurde, beschreibt, wie Werbetreibende in Echtzeit Beiträge und Posts von Jugendlichen überwachen und somit Rückschlüsse auf deren Stimmung schließen können – um gezielt Anzeigen zu schalten.

Das Dokument, in dem die australischen Facebook-Führungskräfte David Fernandez und Andy Sinn beschreiben, wie der Algorithmus Informationen zur Psyche von Schülern, Studenten und anderen jungen Nutzern sammelt, richtet sich offenbar an eine große, australische Bank. Facebook verfügt demnach über Stimmungs-Daten von 1,9 Mio Schülern, 1,5 Mio Studenten und 3 Mio jungen Arbeitern. Sie stammen vermutlich aus geheimen Datenanalysen, die der Konzern ohne Kenntnis der Nutzer durchgeführt hat. Facebook hat laut der Zeitung den Beziehungsstatus, den Standort, die Anzahl der Freunde und die Zugriffszahlen gespeichert, außerdem Informationen über Nutzer, die sich über Themen wie "Abnehmen" und "Selbstvertrauen" austauschen.

In einem ersten Statement an "The Australian" entschuldigt sich Facebook, will aufklären, wie es zu diesem Fehler habe kommen können und Disziplinarmaßnahmen einleiten. In einer zweiten Erklärung ist davon keine Rede mehr, stattdessen bezeichnet der Konzern den Artikel als irreführend und streitet ab, Werbetreibenden entsprechende Analysetools anzubieten. Die für derlei Stimmungsforschung nötigen Daten würden stets anonym erhoben. Facebook äußert sich nicht zu der Frage, ob entsprechende Analysen auch in anderen Märkten betrieben werden.
theguardian.com, cnet.comKommentieren ...

Xing-Chefredakteurin Jennifer Lachman startet einen Video-Talk.


Talking Business: Xing will mit Video-Inhalten mehr Nutzer an seine Plattform binden und startet heute die Online-Sendung Xing Talk. Chefredakteurin Jennifer Lachman will mit ihrem Team vor allem Gesprächsstoff fürs Büro liefern, erzählt sie im turi2.tv-Video: "Wenn ich mit dem Chef im Aufzug stehe, möchte ich was Schlaues sagen." Deshalb talken Lachman und Kollegen künftig mit meinungsstarken Gästen, zum Auftakt u.a. mit Arzt Dietrich Grönemeyer.

Die Videos laufen in 15- und 45-Minuten-Fassungen auf Xing, für Social Media gibt es kurze Teaser. Lachman verspricht in den Talks "spannende Leute, die Trends erkennen, uns mit auf die Reise in die Zukunft nehmen". Xing investiert in das Inhalte-Geschäft: Als sechster Redakteur kommt im Juni Stefan Mauer, der derzeit für die dpa in Indien arbeitet. Er soll im Wahljahr bessere Kontakte in den Berliner Politikbetrieb aufbauen. Xing, das mehrheitlich zum Medienhaus Burda gehört, lockt vor allem mit Reichweite: Das Netzwerk hat 12 Mio Nutzer, 2 Mio nutzen nach Unternehmensangaben aktiv einen der Newsletter zu 25 Branchen. Bei Klartext gehen täglich Debattenbeiträge online, auch hier konkurriert Xing mit LinkedIn, wo Promis wie Dieter Zetsche schreiben.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), xing.com/talkKommentieren ...

Zeitschriften-Verleger wollen "Facebook-Gesetz" verhindern.

VDZ formuliert einen Fünf-Punkte-Plan, um das geplante "Facebook-Gesetz" der Bundesregierung zu stoppen. Internetkonzerne sollten nicht über die Meinungsfreiheit entscheiden, sagt VDZ-Chef Stephan Scherzer. Polizei und Gerichte müssten mit bestehendem Recht gegen Hassrede kämpfen. Facebook solle außerdem sicherstellen, rund um die Uhr erreichbar zu sein: "Im Zweifel müssen sie halt mal ein paar Leute mehr einstellen." Scherzer fürchtet, dass Facebook und andere Netzwerke künftig schnell löschen statt gründlich zu prüfen.
turi2 vor Ort bei der VDZ-PK in Berlin, vdz.de1 Kommentar

lexikon2: Jennifer Lachman.

Jennifer Lachman ist Journalistin und frühere Medientrainerin, seit 2015 leitet sie die Redaktion von Xing. Ihren Nachnamen muss sie öfter mal erklären: Trotz britischer Eltern spricht er sich Lachmann aus, nicht Läkmän oder Lätschmän – er stammt vom polnischen Opa. Bei Xing hat Lachman ihre Leidenschaft fürs Vernetzen zum Beruf gemacht. Weiterlesen im lexikon2 …

fragebogen2: Jennifer Lachman.

fragebogen2: Jennifer Lachman, Chefredakteurin bei Xing, mag das Netzwerken, aber keine Eigenwerbung. Im turi2-Videofragebogen zeigt sie sich zielstrebig: Schon früh wollte Lachman Journalistin werden. Ihre Mutter gab ihr den klugen Spruch mit auf den Weg: "Wenn du weißt, was du tust, kannst du machen, was du willst." Geerbt hat Lachman auch eine Leidenschaft fürs Kochen, nur bei den Fähigkeiten hapert's, wie sie zugibt. Sie ist ohnehin von der bescheidenen Sorte und mag sich keinen Werbespruch in eigener Sache ausdenken.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Joko Winterscheidt: TV-Nachwuchs hat es durch soziale Medien sehr schwer.

Joko Winterscheidt würde heute nicht noch einmal mit seiner Karriere anfangen wollen, sagt der Moderator im Gespräch mit dem "Hamburger Abendblatt". Heute sei es für TV-Talente viel schwieriger als zu seiner Anfangszeit. Durch die sozialen Medien bekomme man "sofort eine Hasstirade an Kommentaren ab" - egal, wie gut die Sendung sei. Winterscheidt und sein Counterpart Klaas Heufer-Umlauf beklagen, dass Talentschmieden für den TV-Nachwuchs fehlen.
abendblatt.deKommentieren ...

Zitat: Digital-Experte Gerald Lembke erfährt durch Telefongespräche mehr als durch Chats.

"Über die sozialen Netzwerke wusste ich, welche meiner Schulfreunde geheiratet und Kinder haben. Jetzt weiß ich auch, wer längst wieder geschieden ist."

Gerald Lembke, Professor für digitale Medien, hat durch Anrufe über seine Freunde mehr erfahren als durch Chats - auch über ihre Ehen. Durch Text- und Sprachnachrichten entstünden hingegen jede Menge Missverständnisse.
"Spiegel", 17/2017, S. 52 (Paid)1 Kommentar

Lese-Tipp: 14-jährige Zwillinge werden Stars mit Playback-Videos.

Lese-Tipp: Jana Gioia Baurmann schreibt in der "Zeit" über die Social-Media-Stars Lisa und Lena. Die 14 Jahre alten Zwillinge wurden durch Playback-Videos in der App Musical.ly bekannt, wo sie mittlerweile rund 18,5 Mio Follower haben. Zu Fan-Treffen kommen tausende Jugendliche aus verschiedenen Ländern, Unternehmen und ältere Künstler wollen am Erfolg teilhaben.
"Zeit" 17/2017, S. 32 (Paid)Kommentieren ...

Marianne Bullwinkel wird Snap-Chefin im DACH-Markt, Snap eröffnet Niederlassung.


Zugeschnappt: Snap, Konzern hinter Snapchat und der Videobrille Spectacles, macht Marianne Bullwinkel im Mai zur Chefin der DACH-Region. Der Konzern eröffnet im zweiten Quartal eine Niederlassung, wo genau ist noch nicht bekannt. Bullwinkel soll ein Team führen, das der deutschen Werbeindustrie Sponsored Lenses, Geofilter und die sonstigen Werbeprodukte von Snap schmackhaft macht. Snapchat wird in letzter Zeit besonders von Bullwinkels Ex-Arbeitgeber Facebook in wichtigen Features wie der Storyfunktion kopiert. Sie wird deshalb besonders Snapchats Alleinstellungsmerkmale herausstellen und verteidigen, vermutet Marco Saal.
horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Gerichtsentscheid: Geteilte Inhalte mit positiven Zusätzen gelten als zu eigen gemacht.

Oberlandesgericht Dresden
Du denkst es doch auch: Das Oberlandesgericht Dresden entscheidet, dass ein in sozialen Medien geteilter Beitrag auch äußerungsrechtlich als "zu eigen gemacht" gilt, wenn der Nutzer einen positiven Zusatz postet. Im Streitfall ging es um einen Post des Dresdner Anwalts und ehemaligen CDU-Kreisvorstandsbeisitzers Maximilian Krah: Er teilte einen Text des Schriftstellers Michael Klonovsky, der Angela Merkel und Hitler vergleicht. Krahs Post enthielt den Zusatz, der Text sei "zu erwägenswert, um ihn zu unterschlagen" – nach Ansicht des Gerichts eine Leseempfehlung.
"FAZ", S. 16 (Paid), turi2.de (Background)

Update: Maximilian Krah ist seit September 2016 nicht mehr Mitglied der CDU.
cdu-dresden.de
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Burda vernetzt sich intern für Weitererzähl-Kampagnen in Social Media.

Burda lässt seine Bereiche Word-of-Mouth und Tracdelight kooperieren. Werbekunden sollen Zugang zu rund 140.000 reichweitenstarken Social-Media-Nutzern bekommen. Für Word-of-Mouth- oder "Weitererzähl-Kampagnen" bekommen sie Produkte zugeschickt, um ihre Fans und Freunde mit Testberichten voll zu spammen zu beglücken.
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Fluggesellschaft United Airlines löst Shitstorm aus, weil sie Passagier aus Flieger zerren lässt.

Shitstorm: United Airlines hat einen Passagier gewaltsam aus einem überbuchten Flieger von Chicago nach Louisville zerren lassen und löst damit eine Empörungswelle im Netz aus. Das Video des Vorfalls geht viral, weltweit rufen Nutzer unter dem Hashtag #boycottunited zum Boykott der Fluggesellschaft auf. Schon vor zwei Wochen stand die Airline in der Kritik, weil sie zwei Teenagern den Zugang zum Flieger verboten hat, weil sie Leggings trugen.
handelsblatt.comKommentieren ...