Neuer Newsroom in Berlin: Florian Harms will T-Online.de zum Leitmedium ausbauen.


Neustart mit Getöse: Ströer-Gründer Udo Müller und Chefredakteur Florian Harms zeigen ihren neuen T-Online-Newsroom in Berlin. Zur heutigen Eröffnung tönt Ex-Spiegel-Online-Chef Harms: "Wir spielen in einer anderen Liga – Spiegel Online ist ein bisschen kleiner als wir." turi2.tv zeigt den neuen Newsroom für knapp 70 Redakteure und die Highlights der Eröffnung im Video.

Sichtlich stolz steht Müller auf der Bühne – 1990 legte er mit Heinz W. Ströer den Grundstein für den heutigen Konzern, der in der Außenwerbung omnipräsent ist. Seinen Newsroom an der Berliner Torstraße bezeichnet Müller als "Herzstück unserer Publishing-Sparte". 28 Mio Online-Nutzer und 30 Mio Menschen über digitale Displays im Straßenbild erreiche sein Team: "Wir kombinieren die Reichweite von T-Online, die früher nur im Netz war, mit unser Public-Video-Reichweite."

Harms will nach dem schmerzhaften Wegzug von t-online.de aus Darmstadt nicht weniger als ein "neues digitales Leitmedium" bauen und eine "neue informationelle Heimat für die Bundesbevölkerung". Mit einem Seitenhieb auf den Ex-Arbeitgeber lobt er, Ströer gehe entschlossen den digitalen Weg – "anders als viele klassische Medienunternehmen, die sich schwer tun."
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Laterpay meldet 3 Mio verkaufte "Spiegel"-Plus-Texte.

Spiegel Plus hat über Laterpay innerhalb eines Jahres 3 Mio Artikel verkauft, sagt Laterpay-Chef Cosmin Ene (Foto) zu Meedia. Laterpay nutzt das Bierdeckel-Prinzip: Erst, wenn Artikel im Wert von mindestens 5 Euro aufgelaufen sind, muss der Nutzer zahlen. 63 % der registrierten Nutzer erreichen laut Ene diese Schwelle, 29 % der Nutzer sogar mehrfach. Ende 2016 hatte Ulrike Simon berichtet, Spiegel Plus erwirtschafte "kaum nennenswerte Erlöse".
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"Bild", Spiegel Online, Sky und Vice ziehen erste Snapchat-Bilanz.

Snapchat: Die deutschen Medienpartner ziehen nach zwei Monaten eine erste positive Bilanz zur Dicover-Rubrik. "Bild", Spiegel Online, Sky und selbst Vice freuen sich über neue Kontakte zu jungen Nutzern, nennen aber keine konkreten Zahlen zu Abrufen. Alle sprechen von übertroffenen Erwartungen und steigenden Abrufzahlen. Bei "Bild" liegt die Verweildauer pro Edition nach eigenen Angaben bei mehr als 30 Sekunden.
horizont.net, turi2.de (Background)1 Kommentar

Agof im März: Welt.de setzt sich vor Spiegel Online.

Agof-Reichweiten: Welt.de überholt im März erstmals Spiegel Online und rangiert bei den News-Seiten mit 17,8 Mio Unique Usern auf Platz 3 hinter Focus Online und Bild.de. Im Gesamt-Ranking schafft Ebay Kleinanzeigen aus dem Stand Platz 4 und liegt mit 20,78 Mio Unique Usern knapp vor Ebay selbst. An der Spitze thronen wie seit Langem unverändert Ströers Reichweiten-Raketen T-Online und gutefrage.net.
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ProQuote bemängelt Stillstand bei Spiegel Daily.

Spiegel Daily fällt im ProQuote-Check durch. Von 37 Textbeiträgen sind nur sieben von Frauen geschrieben. 16 mal kommen Männer in Videos zu Wort, nur einmal eine Frau. Der Anspruch, einmal am Tag die Welt anzuhalten, führe bei Spiegel Daily zum Stillstand, kritisiert ProQuote-Vorsitzende Maren Weber. Der Verlag verspricht "Anpassungen".
pro-quote.de, meedia.de (Reaktion "Spiegel"), turi2.de (Blattkritik zu Spiegel Daily)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Cordt Schnibben über Spiegel Daily.

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Bomben-Explosion in Manchester tötet 19 Menschen.

Explosion in Manchester: Nach einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande hat es in der nordenglischen Stadt eine Explosion gegeben, bei der mindestens 19 Menschen getötet und 50 verletzt wurden. Die Polizei geht von Terror aus. Die deutschen Newssender schlafen zunächst und liefern Infos nur im Ticker am Bildrand, während Dokus laufen. Bei n-tv meldet sich erstmals um 4 Uhr ein Moderator mit CNN-Bildern aus der Redaktion. Bild, Welt und Focus Online berichten auch in der Nacht mit Livetickern, Spiegel Online und Süddeutsche mit Agentur- und Social-Media-Material.
turi2 - eigene Beobachtung
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Cordt Schnibben sammelt mit Spiegel Daily Nutzer aus dem Niemandsland ein.


Zwischenbilanz: Erfinder Cordt Schnibben, 64, ist nach dem Start von Spiegel Daily erleichtert. Erste Zahlen stimmen ihn zuversichtlich für das Konzept seiner digitalen Tageszeitung, sagt Schnibben im turi2.tv-Interview. "Wir zielen auf die Leute, die gar nicht mehr Tageszeitung lesen, die irgendwo im Niemandsland herum schwirren." Für Daily verpflichtet Schnibben nun weitere Spitzenleute aus dem Haus.

Neben dem Kernteam probieren sich im monatlichen Wechsel Printmagazin-Redakteure im Tageszeitungs-Journalismus aus: Takis Würger, Jonathan Stock und Clemens Höges machen schon mit. Die Edelfedern Volker Weidermann, Nils Minkmar, Philipp Oehmke und Thomas Hüetlin stehen in den Startlöchern. Schnibben verteidigt im Interview die von vielen angezweifelte Idee eines abgeschlossenen Produkts: Studien und Befragungen zeigten, dass viele Nutzer Sehnsucht nach Einordnung und Abgeschlossenheit verspüren.
turi2.tv (5-Min-Video), turi2.de (Blattkritik)Kommentieren ...

"Spiegel" meldet für 2016 mehr als 26 Mio Euro Gewinn und will Werbe-Muffel online aussperren.


Mehr Wasser unterm Kiel: Der Spiegel-Verlag meldet sich 2016 wieder deutlicher aus der Gewinnzone. Der Verlag kann 26,4 Mio Euro an die Mitarbeiter KG, Gruner + Jahr und die Augstein-Erben ausschütten, berichtet "Horizont". 2015 war der Gewinn auf magere 7 Mio geschrumpft. Der Umsatz geht allerdings um 3,6 % zurück und erreicht knapp 279 Mio Euro. Print setzt noch 178 Mio um, verliert aber im einstelligen Prozentbereich, Spiegel Online und Spiegel TV legen leicht zu. Thomas Hass, Verlagschef an der Ericusspitze, gibt sich im Interview mit "Horizont" zuversichtlich, dass er die Print-Umsätze "stabilisieren" kann, Werbekunden entdeckten "vertrauenswürdige Werbeumfelder" gerade wieder und "der 'Spiegel' hat da eine herausragende Position".

Auch das Sparprogramm kommt laut Hass gut voran: 2016 konnte der Verlag demnach 9 Mio Euro sparen, dieses Jahr wachse die Summe auf 13 Mio. Bis 2018 will der Verlag die Ausgaben um 15 Mio Euro senken. Damit sich die Situation auch auf der Einnahmenseite verbessert, sind weitere Print-Ableger geplant, zudem ruhen einige Hoffnungen auf dem neuen Spiegel Daily. Spiegel Online soll künftig zu den Waffen von Bild.de greifen und Werbemuffel auffordern, ihre Adblocker auszuschalten oder alternativ für das Online-Angebot zu zahlen. (Foto: Christian O. Bruch/"Spiegel")
"Horizont", 20/2017, S. 1, 14-15 (Paid), horizont.net (Auszug)Kommentieren ...

Volker Beck hat vor dem BGH im Streit mit Spiegel Online ausgesagt.

Volker Beck hat am Donnerstag persönlich vor dem BGH ausgesagt. Dort streitet der Grünen-Politiker gegen Spiegel Online. Beck will erreichen, dass Spiegel Online eine von ihm verfasste Schrift zur Entkriminalisierung von sexuellen Kontakten mit Kindern nicht ohne eine Distanzierung verbreiten darf. Er beruft sich auf sein Urheberrecht.
sueddeutsche.de, taz.deKommentieren ...

Spiegel Online war den Vormittag über offline.

Spiegel Offline: Spiegel Online war am Vormittag nicht zugänglich. Wegen eines Fehlers bei einem Dienstleister warf spiegel.de seit etwa 6.30 Uhr bis kurz vor 12 Uhr eine Fehlermeldung aus. Auch Apps und Feeds waren betroffen. Die Redaktion nutzte zwischenzeitlich die sozialen Medien, um die Leser zu informieren. Der junge Ableger Bento.de war nicht betroffen.
facebook.comKommentieren ...

Spiegel Online startet politischen Podcast "Stimmenfang".


Spiegel Radio: Spiegel Online will unter Chefin Barbara Hans auch die Ohren der Nutzer erreichen und startet einen wöchentlichen politischen Podcast mit dem Titel "Stimmenfang". Das Projekt soll noch im März starten, meldet Meedia - Spiegel Online bestätigt die Pläne. Demnach sollen die Podcasts rund 15 bis 20 Minuten lang sein und Reportagen und Interviews liefern.

Mit dem Podcast will das Nachrichtenportal nicht nur bei den Hörern auf Stimmenfang gehen, sondern auch ein Umfeld für neue Werbekunden bauen und so die Digitalerlöse ankurbeln, schreibt Meedia. Es ist nicht der erste Podcast-Vorstoß von Spiegel Online. Bereits 2006 hat der heutige Ex-Chef Florian Harms unter dem Motto "Urlaub für die Ohren" einen Reisepodcast produziert.
meedia.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus TrantowKommentieren ...

Wir graturilieren: Anja zum Hingst wird 52.

Foto: Christian O. Bruch Wir graturilieren: Anja zum Hingst, Kommunikationschefin des Spiegel-Verlags, feiert heute ihren 52. Geburtstag. Gerade erst hat sie ein großes PR- und Kommunikations-Feuerwerk zum 70. "Spiegel"-Geburtstag gezündet und die Kampagne für die Veranstaltungsreihe "Spiegel" Live gestartet. Vorbildprojekte, die zeigen, wie "hervorragend" Redaktion, Dokumentation und Verlag zusammenarbeiten, sagt zum Hingst und wünscht sich, dass es genau so weitergeht.

Ein privates Projekt hat Anja zum Hingst südlich der Elbe: Vor zwei Jahren hat sie die Verantwortung für den Hof ihrer Eltern in Niedersachsen übernommen. In diesem Sommer sollen die Bau- und Renovierungsarbeiten dort abgeschlossen sein - "richtig fertig wird man aber natürlich nie", sagt zum Hingst. Ihren Geburtstag verbringt sie auf Sylt mit Familie und Freunden und freut sich auf das Fischfondue am Abend. Gratulationen erreichen sie am Strand und in den Dünen per Eule oder E-Mail. (Foto: Christian Bruch)

Mitarbeit: Markus TrantowKommentieren ...

Agof im Dezember: Bild.de verdrängt Focus Online.

Bild.de verdrängt Focus Online im Agof-Ranking für Dezember vom Spitzenplatz. Bei einem Zuwachs um 7,7 % liegt Bild.de mit rund 21,5 Mio Unique Usern wieder vorne. Focus Online verliert 0,5 % und rangiert mit 20,3 Mio auf Platz 2. Spiegel Online dahinter legt um 6,9 % auf knapp 19,3 Mio Nutzer zu. Der Terror-Anschlag von Berlin beschert insbesondere BZ und Berliner Zeitung größere Zuwächse.
meedia.de (Newsseiten), meedia.de (alle Angebote)Kommentieren ...

Spiegel Online beginnt mit Partnermedien ein Projekt über Flüchtlinge.

Spiegel Online startet mit drei europäischen Partnerzeitungen das Projekt "The New Arrivals" über Flüchtlinge. Der Guardian, Le Monde, El País und Spiegel Online wollen 18 Monate lang ausführlich über die Situation von Flüchtlingen in ihren Ländern berichten und die Geschichten untereinander austauschen. Die Reporter von Spiegel Online werden eine achtköpfige syrische Familie, die aus Damaskus nach Lüneburg geflohen ist, anderthalb Jahre lang begleiten. Mit "El País" nimmt eine Zeitung teil, die auch mit der "Welt" kooperiert.
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"Spiegel" und Springer solidarisieren sich für Deniz Yücel.

Deniz Yücel 150#FreeDeniz: "Spiegel" und Spiegel Online machen sich mit einer Protestnote für die Freilassung von Deniz Yücel stark. Sie fordern auch, die 150 anderen unfreien Journalisten in der Türkei gehen zu lassen. Die Redaktionen schließen sich einer Zeitungsanzeige von mehr als 300 Medienleuten an. Auch Chefredakteure der ARD protestieren per Stellungnahme. Springer-Chef Mathias Döpfner kritisiert die U-Haft für seinen Mitarbeiter Yücel als gezielte Methode gegen die Gedankenfreiheit. Am Berliner Springer-Hochhaus prangt der Schriftzug #FreeDeniz.
spiegel.de, presseportal.de (ARD), welt.de (Döpfner), turi2.de (Anzeige)


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Englische News dienen Verlagen fürs Image.

GroßbritannienEnglischsprachige Newsangebote sind für deutsche Verlage vor allem ein Aushängeschild, aber kein Geschäftsmodell, erfährt Nora Jakob. Spiegel International verbreitet eigene Scoops und seine "Sicht der Dinge". Handelsblatt Global Edition setzt Sachverhalte in internationalen Kontext. Zeit Online übersetzt mehrere Artikel pro Woche, Bild nur sporadisch. Als einzige Regionalzeitung leistet sich der Bonner "General-Anzeiger" ein englisches Angebot, das sich vor allem an die internationalen Bonner Mitarbeiter von UN, Telekom und der Deutschen Post richtet.
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Barbara Hans ordnet bei Spiegel Online ihre Mannschaft neu.

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Die neue Führungsmannschaft von Spiegel Online ist großteils die alte: Barbara Hans (links), befördert Jörn Sucher und Christina Elmer (oben) und hält an Matthias Streitz und Roland Nelles (unten) fest. (Fotos: Christian O. Bruch, Daniel Reinhardt/dpa, Montage: turi2)

Teambuilding an der Ericusspitze: Barbara Hans (links), Chefredakteurin von Spiegel Online, stellt nach dem Abgang von Florian Harms die Führungsmannschaft des Nachrichtenportals neu auf und setzt dabei auf die Beförderung langjähriger SpOn-Recken. Jörn Sucher, 42, (oben links) bisher Mitglied der Chefredaktion, rückt als Vize-Chefredakteur auf. Er schreibt seit 2004 für das Nachrichtenportal, schon sein Volontariat machte er spiegelnah - beim Online-Auftritt des "manager magazins". Christina Elmer, 33, (oben rechts) seit 2013 an der Ericusspitze und seit 2016 Ressortleiterin Datenjournalismus, wird Mitglied der Chefredaktion. Neuer Produkt- und Entwicklungschef ist Matthias Streitz, 43 (unten links). Er bleibt, genauso wie Roland Nelles (unten rechts), Büroleiter Berlin und Ressortleiter Politik, Mitglied der Chefredaktion.
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Nachrichtenseiten hinterfragen sich nach falscher Eilmeldung zum NPD-Verbot.

eilmeldung-eil-150Spiegel Online will seine falsche Eilmeldung zum NPD-Verbotsverfahren zum Anlass nehmen, die eigenen Abläufe und Arbeitsweisen zu hinterfragen, schreibt das Portal in einer Entschuldigung in eigener Sache. Auch Zeit Online entschuldigt sich in einem Beitrag und schreibt: "So ärgerlich solche Fehler auch sind, versuchen wir doch, aus ihnen zu lernen." Beide Medien hatten, wie viele weitere, die vom Gericht vorgetragene Klage voreilig für das Urteil gehalten und gemeldet, das Bundesverfassungsgericht verbiete die NPD.
spiegel.de, blog.zeit.deKommentieren ...

IVW im Dezember: Upday debütiert mit Top-10-Platz.

upday150Upday, die Smartphone-News-App von Springer und Samsung, debütiert mit knapp 89 Mio Visits im Dezember in der IVW. Das reicht im Ranking der News-Angebote für Platz 6. Allerdings kommen nur 37 % der Zugriffe auf Deutschland. Die Spitzenreiter Bild.de, Spiegel Online und Focus Online legen trotz der Feiertage zu - nicht zuletzt durch den Berliner Terror-Anschlag. Welt.de gewinnt 7,9 %, auch weil die Leser von N24.de jetzt zum gemeinsamen Angebot umgeleitet werden.
dwdl.de, meedia.deKommentieren ...

Basta: Wie Spiegel Online die Artikel des ersten "Spiegel" betitelt hätte.

spiegelClickbait von 1947: Deutschlandradio Kultur widmet sich der Erstausgabe des "Spiegel" und übersetzt die Überschriften einiger Beiträge in den Stil von Spiegel Online. Hätten damals die Onliner das Magazin gestartet, hätten die Deutschen demnach unter anderem gelesen: Russen füllen Berliner mit Wodka ab.
deutschlandradiokultur.deKommentieren ...

Informatiker David Kriesel analysiert 100.000 Artikel von Spiegel Online.

zahlenmatrix150Spiegelmining: Informatiker David Kriesel hat alle Artikel von Spiegel Online seit 2014 gespeichert und ausgewertet. Seine Analyse gibt u.a. Aufschluss darüber, welche Themen besonders oft erscheinen und welche Beiträge kommentierbar sind, aber auch, welche Redakteure gerne zusammenarbeiten und wer wann in den Urlaub fährt. Beim Chaos Communication Congress hat Kriesel seine Arbeit vorgestellt.
dkriesel.com via taz.de, youtube.com (59-Min-Video von CCC-Kongress)Kommentieren ...

"Spiegel" zündet Eigen-PR-Feuerwerk zum Jubiläum.

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Selbstbespiegelung: Der "Spiegel" fährt zu seinem 70. Geburtstag groß auf, damit auch ja niemandem das Jubiläum entgeht. Den Auftakt macht schon diesen Freitag Heft 1/2017, das im Zeichen der "prägenden Themen" steht, die in den vergangenen Jahrzehnten "für den 'Spiegel' und für diese Republik" wichtig waren und werden, kündigt der Verlag an. In der zweiten Ausgabe des Jahres gibt es "Spiegel"-Geschichte in visueller Form: Eine Doku von Spiegel TV liegt dem Heft als DVD bei. Zudem startet eine dreiteilige Serie über die "Spiegel"-Sprache sowie die Kritiker und die Wirkung des Magazins in Politik und Gesellschaft. Mit Werbeaktionen am Kiosk will der "Spiegel" die "Sichtbarkeit im Handel" erhöhen.

Chefredakteur Klaus Brinkbäumer gibt ein Jubiläumsbuch heraus, das "den Aufstieg des Nachrichten-Magazins" nachzeichnet und die wichtigsten Scoops, Essays und Storys aus sieben Jahrzehnten dokumentiert oder kuratiert. Auch die neue Veranstaltungsreihe Spiegel live steht ganz im Zeichen des Jubiläums. Am 6. Januar lädt Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz zum Jubiläumsempfang ins Rathaus, am 24. Januar sind Klaus Brinkbäumer und Spiegel-Online-Chefin Barbara Hans selbst Gastgeber in der neuen Räumen des "Spiegel" in Berlin.
spiegelgruppe.de, turi2.de (Interview Brinkbäumer aus der turi2 edition3)

Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung war von einem Empfang an der Ericusspitze in Hamburg die Rede. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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Agof im September: Große News-Seiten verlieren Reichweite.

agof-150Agof: In der Top 10 der News-Seiten können im September nur Zeit Online und stern.de ihre Reichweite vergrößern. Bild, Focus Online, Spiegel Online und Welt verlieren im Vergleich zu August. Einen Zuwachs von 103 % auf 3,92 Mio Unique User legt Express Online hin. Bei der mobilen Nutzung sticht mit einem Plus von 66,7 % auf 1,45 Mio Unique User das Webangebot der Neuen Osnabrücker Zeitung hervor.
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Spiegel Plus steht nicht vor dem Scheitern, betont Laterpay-Chef Cosmin Ene.

Cosmin Ene, Laterpay 150Spiegel Plus ist kein Misserfolg, beteuert Cosmin Ene, Chef beim Paywall-Partner Laterpay, im Interview mit Michel Penke. Der Bericht von Ulrike Simon über "kaum nennenswerte Erlöse" stimme nicht - sie kenne die zugrundeliegenden Zahlen nicht, sagt Ene. Der Deal zwischen dem Spiegel-Verlag und Laterpay leide auch nicht am Abgang von Florian Harms. Die Zahlungsbereitschaft der Spiegel-Kunden sei messbar höher als bei anderen Objekten.
gruenderszene.deKommentieren ...

Meinung: SpOn-Chefin Barbara Hans stand bisher im Schatten.

barbara-hans-150Spiegel Online: Die neue Chefredakteurin Barbara Hans stand bisher eher im Schatten ihres Vorgängers Florian Harms, findet Anne Fromm. Schon ihre Berufung von der Ressortleiterin zur Vize-Chefin habe viele gewundert. Ähnlich wie Harms werde auch Hans beim SpOn-Bezahlmodell mitreden. Derzeit erkunde der Verlag Erlösmodelle jenseits von Laterpay, die Kooperation solle aber bleiben.
taz.deKommentieren ...

Meinung: Solidaraktion für Florian Harms war "Aktionismus".

florian-harms-150Spiegel Online: Unterschriften-Sammeln für den geschassten Spon-Chef Florian Harms war Aktionismus, der den Ruf des Verlags geschädigt hat, schreibt Ulrike Simon - zuletzt sei es nur noch um die Frage gegangen, wie hoch Harms' Abfindung ausfallen sollte. Seine Nachfolgerin Barbara Hans soll ihre anstehende Vertragsverlängerung mit der Bedingung verknüpft haben, nicht weiter in der bisherigen Konstellation zu arbeiten.
"Horizont", 49/2016, S. 8 (E-Paper), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Barbara Hans löst Florian Harms an der Spitze von Spiegel Online ab.

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Harms geht von Bord: Barbara Hans, 35, löst Florian Harms, 43, als Chefredakteur von Spiegel Online ab. Harms verlässt den Verlag mit ungenanntem Ziel, seine bisherige Stellvertreterin Hans rückt auf. Mitgeteilt wurde die Entscheidung den Mitarbeitern auf einer kurzfristig angesetzten Vollversammlung. Harms war erst 2015 Chef von Spiegel Online geworden, seit 2004 arbeitet er für den Verlag.

Bereits in den vergangenen Tagen war über einen Chefwechsel spekuliert worden. Unter anderem hatte Ulrike Simon darüber berichtet, dass Harms Posten zur Debatte stehe - wegen fehlender Einnahmen aus dem Bezahl-Angebot Spiegel Plus. Mitarbeiter von Spiegel Online in Hamburg und Berlin hatten daraufhin eine Petition unterzeichnet, die sich für den Verbleib des Chefredakteurs aussprach. Die Gesellschafterversammlung des "Spiegel" hat sich am vergangenen Donnerstag dagegen entschieden und setzt Harms ab.

Die neue Chefredakteurin Barbara Hans ist ein Spon-Gewächs: Sie hat bei Spiegel Online volontiert und für den gedruckten "Spiegel" geschrieben. Seit 2014 arbeitet die studierte Kommunikations-, Politik- und Kulturwissenschaftlerin als Vize-Chefin des Nachrichten-Portals. (Foto: Iris Castensen/"Spiegel")
meedia.de, turi2.de (Background Bericht Simon), turi2.de (Background Petition)1 Kommentar

Meinung: Diskussion um "Spiegel Plus" und Laterpay "eine Farce".

Laterpay-150Laterpay und Spiegel Plus kaputt zu diskutieren ist "eine Farce", urteilt Jochen G. Fuchs auf t3n.de. Die Debatte sei geprägt vom Unverständnis darüber, dass bei der Einführung neuer Abrechnungsmethoden eine gewisse Übergangs- und Probezeit erforderlich ist. Es sei zu früh, um zu entscheiden, ob die "Spiegel"-Wall etwa mit Laterpay gescheitert sei.
t3n.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Altrogge: Florian Harms hat sich gegen Jesper Doub durchgesetzt.

florian-harms-150Spiegel-Verlag: Georg Altrogge und Gregory Lipinski nutzen die Adventszeit und backen in der Meedia-Teeküche besinnlich Spiegel-Spekulatius: Sie interpretieren die Ruhe nach der Gesellschafter-Versammlung als zumindest einstweiligen Erfolg für Spon-Chefredakteur Florian Harms. Die Niederlage liege auf Seiten von Jesper Doub, Geschäftsführer bei Spiegel Online, der laut Altrogge Harms' Absetzung betrieben haben soll. Im Vorfeld gab es Gerüchte über eine mögliche Harms-Demission sowie Soli-Schreiben aus der Redaktion für den Spon-Chefredakteur.
meedia.de (Altrogge), meedia.de (Lipinski), turi2.de (Background)2 Kommentare

25 Spiegel-Online-Journalisten veröffentlichen Soli-Schreiben für Florian Harms.

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Team Harms: 25 Spiegel-Online-Journalisten stellen sich mit einem Brief hinter ihren Chefredakteur Florian Harms. Die Mitarbeiter aus dem Berliner Büro loben Harms und sein Führungsteam in einem Schreiben an Meedia als kompetent, kollegial und erfolgreich. Ulrike Simon berichtet, wie vor einer Woche, nun erneut im gedruckten "Horizont", Harms wackele und das Paid-Content-Projekt "Spiegel Plus" sei gescheitert. Die Redakteure bezeichnen die "kolportierten Vorwürfe" als "absurd". Spiegel Online sei unter Harms journalistisch und ökonomisch erfolgreich.

Der Vorstoß setzt vor allem die Verlagsleitung unter Druck. Sie müssen sich allmählich entscheiden – klar für oder gegen Harms. Die Rückendeckung speziell aus dem Berliner Büro wirft erneut ein Schlaglicht auf die massive Zerrissenheit innerhalb des stolzen Verlags, der auf radikalem Schrumpfkurs ist. Auch innerhalb von Spiegel Online hängt der Haussegen schief, verdeutlicht das Schreiben der 25: Mit Ressourcenverschiebungen und Veränderungen habe nicht jeder in der Redaktion einverstanden sein können, heißt es. Am Donnerstagabend findet die lange erwartete "Spiegel"-Gesellschafterversammlung statt.
meedia.de, "Horizont" 48/2016, S. 4 (Paid)Kommentieren ...

"Spiegel" und Meedia liegen im Clinch.

spiegel-vs-meedia-150Spiegel vs. Meedia: Spiegel-Online-Kolumnist Jan Fleischhauer nimmt ein Meedia-Interview mit dem rechtspopulistischen Schweizer Verleger Roger Köppel zum Anlass für eine "Generalabrechnung" mit Mediendiensten im Allgemeinen und Meedia im Speziellen. Schon zuvor hatte "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer per E-Mail gefragt, ob Köppel der richtige Kritiker sei, wenn es um das Thema "neutrale Medien" gehe, schreibt Meedia-Chefredakteur Georg Altrogge.
meedia.de, spiegel.deKommentieren ...

Ex-Reiseunternehmer Vural Öger zieht Klage gegen Spiegel Online zurück.

Spiegel Online Spon neues Logo 2016-150Spiegel Online muss vorerst keine Klage mehr von Reise-Mogul Vural Öger fürchten. Der Unternehmer lässt die Klage fallen, weil das Landgericht Hamburg sie für unbegründet halte, schreibt SpOn selbst. Öger wollte Schadenersatz, weil SpOn über sein geschäftliches Scheitern und Geldnöte schrieb.
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Betrüger legen Nutzer mit gefälschten Nachrichten-Seiten rein.

Fake 150Identitätsklau trifft häufig auch große Nachrichtenseiten wie Spiegel Online und heute.de, beobachten Fiete Stegers und André Kroll. Betrüger kopieren die Auftritte mit gefälschten Artikeln, um für Glücksspiel und Finanzgeschäfte zu werben. Die falschen Seiten landen über Selbstbucher-Werbenetzwerke wie Google Adsense, Twiago oder Ligatus wieder auf echten Nachrichten-Seiten. Verlage müssen sie dann auf die schwarze Liste setzen, doch die nächste Kopie folgt bestimmt.
ndr.deKommentieren ...