Meedia: SEO-Chef Raphael Raue verlässt Spiegel Online.

Spiegel Online verliert eine weitere Digitalkraft: Raphael Raue, SEO-Chef und Leiter Webanalyse, verlässt Spiegel Online Anfang 2018. Raue bestätigt die Personalmeldung Meedia auf seiner Facebook-Seite. Wohin es ihn zieht, sagt Raue noch nicht, weil er zuvor "einige wichtige Projekte zu Ende bringen" will. Erst gestern wurde bekannt, dass Carline Mohr, bisher CvD Audience Development, von Spiegel Online zur Looping Group wechselt. Auch "Spiegel Day"-Chef Timo Lokoschat hat sich in dieser Woche verabschiedet.
meedia.de, facebook.com (Raue), turi2.de (Mohr), turi2.de (Lokoschat)Kommentieren ...

"Bild" und "Spiegel" verkaufen Paid Content über Facebook Instant Articles.

Facebook lässt ausgewählte Verlage jetzt Abos über Instant Articles verkaufen. Nutzer können in Deutschland Paid-Zugänge für "Bild" und "Spiegel" lösen. Die Paywall erscheint noch im schnell ladenden Instant Article innerhalb der Facebook-App. Die Abwicklung läuft über die Verlage, die 100 % der Einnahmen erhalten. Zunächst läuft der Test nur auf Handys mit Android. Grund ist ein Konflikt mit Apple: Der iPhone-Hersteller will 30 % der Einnahmen für sich behalten.
de.newsroom.fb.com, recode.net (Apple)Kommentieren ...

Carline Mohr wechselt von Spiegel Online zur Looping Group von Dominik Wichmann.

Carline Mohr, bis Mitte Oktober CvD Audience Development bei Spiegel Online, wechselt ins Content Marketing: Via Twitter begrüßt Dominik Wichmann, Publisher und Co-Founder der Looping Group, Mohr als Neuzugang. Mit seinem Team macht Wichmann u.a. Content Marketing für Mercedes-Benz.
twitter.com/dominikwichmann, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Jesper Doub steuert den "Spiegel" durch den digitalen Umbruch.


Innovation von oben: Mit Jesper Doub hat der "Spiegel" einen IT-Mann als Verlagsleiter. Und der liest sein Blatt nur noch selten auf Papier, sondern auf dem iPad. Im Video-Interview zur neuen turi2 edition5 sagt Doub: "Die normale, neue Realität ist: Wir sind ständig in einem Transitionsprozess." In dem Prozess kann der "Spiegel" wieder wachsen – abseits der Kernmarke. Weiterlesen …

Meedia: Spiegel Daily wächst weiter nur schleppend.

Spiegel schweigt zum Status seiner vor 100 Tagen gestarteten digitalen Tageszeitung Spiegel Daily, schreibt Marvin Schade. Auch intern hört er Unmut über die Verschwiegenheit. Rund 1.000 Abonnenten kommen laut Schade monatlich neu, etwa 50 bis 60 % bleiben über den Testmonat hinaus. Insgesamt sollen es weniger als 10.000 Abonnenten sein. Der Verlag will "zu gegebener Zeit" Auskunft geben.
meedia.de, turi2.de (Video-Interview zu Daily)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Daily-Ideengeber Cordt Schnibben kurz nach dem Start des Angebots.
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"Handelsblatt" wirbt zwei Korrespondenten bei Spiegel Online ab.

Handelsblatt schickt zwei neue Korrespondenten nach Washington und London. Annett Meiritz, 35, berichtet ab November aus der US-Hauptstadt, Carsten Volkery, 44, aus dem UK. Beide kommen von Spiegel Online, wo sie als Chef vom Dienst bzw. Parlamentskorrespondentin tätig waren. Beim "Handelsblatt" übernehmen sie für Moritz Koch (New York) und Katharina Slodczyk (London), die künftig aus Deutschland weiter für die Zeitung berichten.
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Zitat: Stefan Plöchinger verlässt den aktiven Journalismus, um ihn zu retten.

"Ich fühle mich mit 41 noch jung genug, um andere Seiten an mir zu entdecken."

Stefan Plöchinger begründet seinen Wechsel auf die kaufmännische Seite. Seine größte Leidenschaft sei es, dem guten Journalismus sein Geschäftsmodell zu sichern.
facebook.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Stefan Plöchinger setzt für die "Süddeutsche" voll auf Paid Content.
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"Spiegel" holt "Süddeutsche"-Digitalchef Stefan Plöchinger.


Rückkehr und Neuanfang: Der "Spiegel" wirbt "Süddeutsche"-Digitalchef Stefan Plöchinger, 41, ab und macht ihn zum Leiter der Produktentwicklung. Plöchinger soll als "kaufmännischer Partner" mit den Chefredaktionen und Geschäftsführungen im Haus arbeiten. Neben dem Zusammenwachsen von Print und Online soll er auch die Paid-Content-Angebote stärken, schreibt Stefan Winterbauer.

Plöchinger arbeitete vor seinem Wechsel zur "Süddeutschen" bereits bei Spiegel Online. In München war er zunächst Chefredakteur von Süddeutsche.de und stieg dann als Digital-Mann in die Chefredaktion auf. Meedia berichtete zunächst, dass Plöchinger in seiner neuen Funktion über Spiegel-Online-Chefredakteurin Barbara Hans steht. Laut Verlag wird er Teil des Teams um Geschäftsführer Thomas Hass.
spiegelgruppe.de, meedia.de

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Zitat: Jan Fleischhauer sieht in einer Scheidung viel dramatischen Buch-Stoff.

"Ich lebe auch als Kolumnist vom Drama. Und ich fand schon immer, dass das Thema Scheidung unheimlich viel dramatischen Stoff bietet, der noch nie so richtig von einem Autor in Angriff genommen wurde."

Jan Fleischhauer, Kolumnist bei Spiegel Online, begründet in einem sehr persönlichen Interview mit der "Welt am Sonntag", weshalb er als politischer Autor sein Buch Alles ist besser als noch ein Tag mit dir über die Scheidung seiner ersten Ehe geschrieben hat.
"Welt am Sonntag", S. 17-18 (Paid)

Weiteres Zitat aus dem Interview:
Über die Ehe mit seiner zweiten Frau, die er über ein Dating-Portal kennengelernt hat:
"Ich glaube, dass wir besser zusammenpassen. Uns hat ein Algorithmus zusammengeführt, wir haben also die Technik auf unserer Seite."Kommentieren ...

Zitat: Jakob Augstein kritisiert den Widerstand älterer Redakteure gegen Veränderungen.

"Es gibt zu viele Kollegen um die 50, die sich ausrechnen, dass ihr Arbeitgeber bis zu ihrer Rente noch durchhalten wird, und die sich darum gegen einen Wandel sperren."

Verleger Jakob Augstein wirft älteren Mitarbeitern von Print-Redaktionen vor, Widerstand gegen notwendige Veränderungen zu leisten. Tageszeitungen müssten sich bald online finanzieren, sagt Augstein im Interview mit Profil Bestseller.
horizont.at

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Die Provokation ist im Journalismus – übrigens so wie der Populismus in der Politik – ein legitimes Mittel. Allerdings ist sie ein gefährliches Mittel. Wenn Provokation zum Selbstzweck wird, verbrennt man."

Über die Zukunft von "Spiegel" und Spiegel Online:
"Print und Online müssen möglichst schnell und vollständig ­zusammengeführt werden."Kommentieren ...

Beileger "S-Magazin" verleiht dem "Spiegel" Stil.

Spiegel erscheint morgen - wie angekündigt - erstmals mit dem Beileger "S-Magazin". Auf 40 Seiten widmet sich das Stilmagazin "den schönen Dinge des Lebens". Schwerpunkt der ersten Ausgabe ist das Thema "Heimat". Ausgewählte Inhalte des Magazins erscheinen ab dem 29. September auch auf Spiegel Online. Ab 2018 soll das "S-Magazin" viermal im Jahr herauskommen.
spiegelgruppe.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Agof im August: News-Seiten profitieren von Air-Berlin-Insolvenz.

Air-Berlin-Insolvenz beflügelt Newsseiten im August: Trotz Ferienzeit misst Agof 3 % mehr Zugriffe auf deutsche Newsangebote als im Juli. Spitzenreiter Focus Online verbucht 5,8 % Zuwachs bei den Unique User, dahinter Bild.de und Spiegel Online ebenfalls im Plus. Bei den Vermarktern schafft die neue Ad Alliance von G+J EMS und IP Deutschland direkt den Sprung auf Platz 2 hinter Platzhirsch Ströer.
meedia.de, horizont.net, agof.deKommentieren ...

Vice recherchiert Facebook-Posts von Newsseiten nach: Nur bei SpOn stimmt alles.

Vice hat rund 2.000 Facebook-Posts von acht reichweitenstarken, deutschen Newsseiten auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht. Nur bei Spiegel Online hat alles gestimmt, bei Vice und Bild waren 2 % falsch, 6 bzw. 9 % nur halbwahr. Bei Burdas Huffington Post und den russischen Sputnik News war fast die Hälfte der Informationen, die Facebook-Nutzer zu sehen bekommen, falsch oder teilweise falsch. Ein weiteres Ergebnis: Posts mit Falschinformationen werden um 89 % häufiger geteilt als wahre Geschichten.
motherboard.vice.comKommentieren ...

Zitat: Heiko Maas setzt Lösch-Gesetz mit Kommentar-Löschung bei SpOn und Co gleich.

"Warum beschwert sich niemand darüber, dass Spiegel Online und andere Medien Kommentare löschen – und für das NetzDG, das dies bei strafbaren Inhalten von Facebook verlangt, gibt es so viel Kritik?"

Bundesjustizminister Heiko Maas verteidigt bei einer Diskussion des Hamburger Presseclubs und der Hamburg Media School sein Lösch-Gesetz.
horizont.netKommentieren ...

Deutsche Medien meiden bei Snapchat harte Themen.

Deutsche Medien wirken in der Discover-Rubrik von Snapchat auf den ersten Blick nicht wie seriöse Nachrichtenquellen, schreibt Kathrin Müller-Lancé. Es gehe mehr um die Form als um den Inhalt, harte Themen würden als Aufmacher gemieden. Dennoch zeigten sich Spiegel Online und "Bild" zufrieden. Man lerne viel, sagt SpOn-Chefin Barbara Hans. "Bild" verweist auf 2,6 Mio Unique User im Juni.
taz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Spiegel Online Backstage gibt Einblick in den Newsroom und beantwortet häufige Fragen.

Spiegel Online Backstage heißt eine neue Seite, auf der die Redaktion von Spiegel Online Einblick in den Newsroom und ihre Arbeitsweise gibt und häufige Fragen beantwortet. Themen sind die Entstehung von Artikeln, Recherchefehler, digitaler Journalismus, Werbefinanzierung und Datenschutz. Ähnliche Transparenzbemühungen verfolgen auch Zeit Online mit dem Blog Glashaus und Bild.de mit Blog.Bild.
spiegel.de, meedia.de Kommentieren ...

IVW im Juli: Bild.de verliert, Spiegel Online, WeltN24 und Upday legen zu.

Bild.de verliert im Juli laut IVW trotz ausführlicher G20-Berichterstattung 3 % Reichweite, bleibt aber stärkstes Newsangebot. Spiegel Online gewinnt 2 % dazu, WeltN24 sogar 8 %. Die Springer-Samsung-Newsapp Upday verbucht bei den Zugriffen aus Deutschland 9 % mehr Visits. Der durchwachsene Sommer beschert WetterOnline 10 % und wetter.com 5 % Zuwachs, wetter.de von RTL dagegen verliert 2 % Visits. Besonders hart trifft es Heise Online: Das IT-News-Portal verliert im Juli 34 % Reichweite.
meedia.de, horizont.netKommentieren ...

Zitat: SpOn-Chefin Barbara Hans wünscht sich mehr Entscheidungen, die nicht nahe liegen.

"Vielfalt gelingt nur, wenn wir Entscheidungen treffen, die nicht nahe liegen."

Spiegel-Online-Chefin Barbara Hans wünscht sich in einem Essay im "journalist" mehr Vielfalt im Journalismus. Dazu gehörten auch mutige Führungskräfte, die Potenzial erkennen und Mitarbeitern einen Vertrauensvorschuss geben.
"journalist" 8/2017, S. 19-25

Weitere Zitate aus dem Beitrag im von Barbara Hans im "journalist":

"Journalisten müssen das Weltgeschehen nicht wie in einer Glaskugel vorhersehen. Dann sollten sie auf der Kirmes sitzen, aber nicht in einer Redaktion. Sie müssen aber offen sein für Wahrscheinlichkeiten. Sie müssen sich irritieren lassen. Sie müssen zu den Menschen gehen und hinterfragen, was sie nicht verstehen. Statt das, was sie nicht verstehen, schlicht abzulehnen."

"Wir müssen Dinge für möglich halten, auch wenn wir sie für falsch halten. Und die Frage, was wir für richtig und was wir für falsch halten, sollte nicht unser Leitmotiv sein."

"Mittelalte, weiße Männer, gutverdienende Akademiker definieren und prägen die journalistische Realität und damit unsere Weltsicht. Was sie am besten kennen, das sind andere mittelalte, weiße Männer, mit Abitur und schicker Altbauwohnung. Was sie weniger gut kennen, das ist das Leben als Arbeiter in Herne Crange. Oder das Leben als lesbische junge Frau."

"Die Digitalisierung zwingt uns, uns auf den Nutzer zu fokussieren."

"Wir müssen dahin, wo es weh tut. Raus aus der redaktionellen Komfortzone. Wir können nicht alles so lassen und hoffen, dass einige wenige Neueinstellungen zum Wandel führen werden."

"Wenn der Türke nur über die Türken berichtet, ist auch das Diskriminierung."

Aus dem Archiv von turi2.tv: Barbara Hans spricht über die neuen Podcast-Projekte von Spiegel Online.

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Spiegel gründet hausinternes Investigativ-Team.


Sieben Mann fürs Investigative: Der "Spiegel" gründet ein Investigativ-Team und unterstellt es der Chefredaktion. Sieben Redakteure – aktuell ausschließlich Männer – aus Print-, Online- und TV-Redaktion sollen ressortübergreifend und losgelöst von der Tagesaktualität arbeiten. Die Leitung hat Vize-Chefredakteur Alfred Weinzierl. Das Team besteht aus den "Spiegel"-Redakteuren Rafael Buschmann, Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt, die dafür aus ihren Ressorts ausscheiden, sowie dem Spiegel-TV-Redakteur Roman Lehberger und dem Spiegel-Online-Mann Jörg Diehl. Er führt zudem die Recherche-Einheit von Spiegel Online.

Die Rechercheure sollen auch für Geschichten zuständig sein, die in Kooperation mit dem internationalen Recherche-Netzwerk European Investigative Collaboration entstehen. In ähnlicher Konstellation hat der "Spiegel" schon an den Football Leaks gearbeitet, sagt der Verlag. Auf den Erfahrungen solle das Team aufbauen. Künftig soll das Team wachsen, auch um investigative Frauen.
spiegelgruppe.de1 Kommentar

Spiegel Online schickt Roland Nelles nach Washington und baut Berlin-Büro um.

Spiegel Online schickt Roland Nelles, 45, seit acht Jahren Ressortleiter Politik und Chef des Berliner Büros, als Chefkorrespondenten nach Washington DC. Dafür kehrt Veit Medick, 37, bisher Korrespondent in der US-Hauptstadt nach Berlin zurück. Die Leitung des Berliner Büros hat künftig Stefan Kuzmany, 44, zusätzlich zur Leitung Meinung und Debatte. Das Politik-Ressort übernehmen Sebastian Fischer, 38, und Philipp Wittrock, 42.
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"Spiegel" bringt Schwerpunkt-Heft zum Thema "Soziale Gerechtigkeit" heraus.

Deutschland heute: Der "Spiegel" erscheint in dieser Woche fast monothematisch zum Thema "Soziale Gerechtigkeit". Auch Spiegel Online und Spiegel TV ziehen mit und machen das Thema eine Woche lang zum Schwerpunkt. Das Magazin Titelt mit "Lage der Nation", Chefredakteur Brinkbäumer sagt, "wir wollten in das Leben und das Denken seiner Menschen hineinschauen". Die Blattstruktur bricht der "Spiegel" dafür komplett auf. Erst am Ende thematisieren die Ressorts die Ereignisse der Woche. Soziale Gerechtigkeit ist auch das Wahlkampfthema von SPD-Kandidat Martin Schulz.

Die Ausgabe erscheint mit sechs verschiedenen Titelbildern des britischen Karikaturisten Nishant Choksi. Er hat gezeichnet, wie er Deutschland von Brighton aus sieht. Spiegel Online begleitet das Thema u.a. mit Videos, Experten-Interviews und Infografiken. Das ZDF zeigt am Dienstag die von Spiegel TV produzierte Doku Neues Wirtschaftswunder – Wer gewinnt beim Aufschwung.
spiegelgruppe.de, meedia.deKommentieren ...

Spiegel Online startet Podcast-Reihe "Netzteil".

Spiegel Online geht heute mit seiner Podcast-Serie Netzteil auf Sendung. Moderatorin Teresa Sickert spricht in der ersten Ausgabe knapp 15 Min lang mit Netzwelt-Redakteur Matthias Kremp über die Sprachassistenten von Apple, Google, Microsoft und Amazon. Das Fazit: Bisher fehlt den Assistenten das tiefere Verständnis für die Inhalte von Fragen. Kremp meint aber, in ein paar Jahren werden wir wie selbstverständlich mit unseren Geräten sprechen – vom Smartphone über den Backofen bis zum Lichtschalter. Weitere Folgen der vorerst achtteiligen Reihe beschäftigen sich u.a. mit Fake News, Sexrobotern und Cyber-Kriminalität. "Netzteil" erscheint immer dienstags.
spiegel.de (15-Min-Audio), turi2.de (Background)



Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteurin Barbara Hans erklärt die Podcast-Pläne von Spiegel Online.

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Der "Spiegel" stellt sich visuell neu auf – Ressortleiter wird Jens Radü.



Hamburg macht sich hübsch: Der "Spiegel" vereint seine Teams von Multimedia und Grafik. Unter dem Leiter Jens Radü soll sich die visuelle "Spiegel"-Gestaltung neu ordnen. Multimedia-Mann Radü hat in der neuen Struktur auch Print-Grafiker unter sich – ein klares Bekenntnis des Hauses zur digitalen Zukunft. Im turi2.tv-Video sagt Radü: "Das Digitale ist das, wo sich spannende Entwicklungen auftun." Er träumt von einem "Visual Lab" nach Vorbild von "Guardian" und "New York Times".

Radü will mit seinem Team visuellen Journalismus für alle Ausspielkanäle aus einer Hand entwickeln. Sein vereintes Team soll schneller und zugleich in höherer Qualität arbeiten, indem sich künftig alle gemeinsam um die Gestaltung in Print, Digital und bei Spiegel TV kümmern. Radü liefert bereits für die digitale Ausgabe des "Spiegel" jede Woche eine sogenannte Visual Story – jede Digitalausgabe kommt auf rund 60.000 zahlende Nutzer. "Die Leute sind gerne bereit, für diese Art des Journalismus Geld zu bezahlen."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2.tv)

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Spiegel Online startet zwei weitere Podcasts – Sascha Lobo wird Audio-Kolumnist.


Iro auf die Ohren: Spiegel-Online-Chefredakteurin Barbara Hans präsentiert zwei neue Podcasts. Internet-Erklärmaschine Sascha Lobo feiert Freitag mit einem Debatten-Format Premiere. Ende des Monats geht das Ressort Netzwelt mit dem Tech-Podcast "Netzteil" auf Sendung. Barbara Hans sagt im turi2.tv-Video: "Podcasts haben den Vorteil, dass sie eine andere Authentizität vermitteln."

Für Spiegel Online sind es die Podcasts Nummer Zwei und Drei. Seit März produzieren die Video-Redakteurinnen Sandra Sperber und Yasemin Yüksel das wöchentliche Polit-Format Stimmenfang, rund 50.000 hören pro Folge zu. Sie ziehen viele Themen aus Nutzerreaktionen – Hans sagt im Video-Interview, dass auch Sascha Lobo in seinem Podcast Reaktionen auf seine Text-Kolumne aufgreifen will. Lobo schreibt seit 2011 unter dem Titel Mensch-Maschine.

In zunächst acht Folgen "Netzteil" sind Judith Horchert, Matthias Kremp, Angela Gruber, Markus Böhm und Fabian Reinbold zu hören, Teresa Sickert moderiert. Alle Podcast-Formate stehen auf spiegel.de sowie auf iTunes, Soundcloud, Spotify und über Podcatcher zum Abruf bereit.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2 – eigene InfosKommentieren ...

Frauke Böger snappt für SpOn – ein Video-Besuch beim Snapchat-Team im "Spiegel"-Haus.


Im Kinder-Paradies: Zehn Mitarbeiter produzieren die tägliche Snapchat-Ausgabe von Spiegel Online. turi2.tv besucht Chef-Snapperin Frauke Böger – und blickt ihrem Team mit der Kamera über die Schulter. Die junge Truppe soll Nutzer im Schüler-Alter zur Marke "Spiegel" holen. Im Monat erreichen sie bereits eine Mio-Anzahl Unique User im News-Bereich Snapchat Discover, meldet der Verlag. 85 % sind jünger als 24 Jahre.

Die frühere "taz"-Onlinechefin Böger versucht ständig, die Balance zu finden zwischen der kunterbunten Snapchat-Welt und der traditionsreichen Marke "Spiegel". Ein fundamentaler Unterschied: Die Snapchat-Macher erzählen ihre Themen visuell. Jeder Snap enthält Bilder, Sound und spielerische Elemente. "Wir lernen, dass sich Themen ganz anders erzählen lassen", sagt Böger. "Es geht kürzer, es braucht nicht immer den langen Text."
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Thomas Bily findet Spiegel Daily zu lahm für ein modernes Qualitäts-Medium.

Spiegel sollte seine Unverzichtbarkeit durch noch höhere Geschwindigkeit und Flexibilität untermauern, fordert Medienmanager Thomas Bily. Er zweifelt an der digitalen Tageszeitung Spiegel Daily, weil das Tempo heute vom Netz und nicht vom Verlagsmanagement vorgegeben wird. Das beste Nachrichten-Medium muss auch das schnellste sein, sagt der frühere Burda-Mann Bily.
clap-club.de, turi2.de (Blattkritik)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Cordt Schnibben über seine Erfindung Spiegel Daily.
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AlgorithmWatch will mit Spiegel Online Suchanfragen zur Wahl analysieren.

AlgorithmWatch will zusammen mit Spiegel Online als Medienpartner im Vorfeld der Bundestagswahl untersuchen, inwiefern sich Suchergebnisse zu den Parteien und Spitzenkandidaten bei Nutzern unterscheiden. Dazu rufen die Partner Freiwillige auf, mit einem Plug-in Daten zur Auswertung zu übermitteln. Als weitere Partner sind die Technische Universität Kaiserslautern und mehrere Landesmedienanstalten involviert.
spiegel.deKommentieren ...

ProQuote Medien hebt die Messlatte auf 50 % Frauen in Führungspositionen an.


Halbe-Halbe: Der Journalistinnen-Verein ProQuote Medien will sich mit seinem einst ausgegebenen Ziel nicht mehr zufriedengeben und erhöht die Messlatte. Vor fünf Jahren hatten die Medienfrauen 30 % weibliche Führungskräfte in allen Redaktionen bis 2017 gefordert, nun sollen es 50 % werden. Das bisherige Ziel von 30 % haben bisher nur "Zeit" (36,4 %), "Spiegel" (34,7 %) und "Bild" (32,2 %) erfüllt. "Süddeutsche" (19,6 %) und "FAZ" (13,9 %) lägen "beschämend" darunter, bei Regionalzeitungen verharre der Anteil der Führungsfrauen gar bei "mageren 5 %". "Wir wären gerne überflüssig, aber wir sind es leider nicht", sagt ProQuote-Vorsitzende Maren Weber.

Bei Online-Medien sind mehr Frauen an der Macht als bei Print. Von den acht gezählten Publikationen haben immerhin zwei Chefredakteurinnen an ihrer Spitze: Barbara Hans bei Spiegel Online und Julia Bönisch bei Süddeutsche.de. Insgesamt kommt die "Süddeutsche" im Online-Bereich auf 26,6 % Führungsfrauen, ein Vorbild, "das die Kollegen in der Printredaktion sicher motiviert", sagt Weber. Neben Zeit Online (35,7 %) und Spiegel Online (32,3 %) hat auch stern.de (34,6 %) die 30-Prozent-Hürde übersprungen.
turi2 - eigene Infos, pro-quote.de (Forderung), pro-quote.de (aktuelle Werte)Kommentieren ...

Neuer Newsroom in Berlin: Florian Harms will T-Online.de zum Leitmedium ausbauen.


Neustart mit Getöse: Ströer-Gründer Udo Müller und Chefredakteur Florian Harms zeigen ihren neuen T-Online-Newsroom in Berlin. Zur heutigen Eröffnung tönt Ex-Spiegel-Online-Chef Harms: "Wir spielen in einer anderen Liga – Spiegel Online ist ein bisschen kleiner als wir." turi2.tv zeigt den neuen Newsroom für knapp 70 Redakteure und die Highlights der Eröffnung im Video.

Sichtlich stolz steht Müller auf der Bühne – 1990 legte er mit Heinz W. Ströer den Grundstein für den heutigen Konzern, der in der Außenwerbung omnipräsent ist. Seinen Newsroom an der Berliner Torstraße bezeichnet Müller als "Herzstück unserer Publishing-Sparte". 28 Mio Online-Nutzer und 30 Mio Menschen über digitale Displays im Straßenbild erreiche sein Team: "Wir kombinieren die Reichweite von T-Online, die früher nur im Netz war, mit unser Public-Video-Reichweite."

Harms will nach dem schmerzhaften Wegzug von t-online.de aus Darmstadt nicht weniger als ein "neues digitales Leitmedium" bauen und eine "neue informationelle Heimat für die Bundesbevölkerung". Mit einem Seitenhieb auf den Ex-Arbeitgeber lobt er, Ströer gehe entschlossen den digitalen Weg – "anders als viele klassische Medienunternehmen, die sich schwer tun."
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)1 Kommentar

Laterpay meldet 3 Mio verkaufte "Spiegel"-Plus-Texte.

Spiegel Plus hat über Laterpay innerhalb eines Jahres 3 Mio Artikel verkauft, sagt Laterpay-Chef Cosmin Ene (Foto) zu Meedia. Laterpay nutzt das Bierdeckel-Prinzip: Erst, wenn Artikel im Wert von mindestens 5 Euro aufgelaufen sind, muss der Nutzer zahlen. 63 % der registrierten Nutzer erreichen laut Ene diese Schwelle, 29 % der Nutzer sogar mehrfach. Ende 2016 hatte Ulrike Simon berichtet, Spiegel Plus erwirtschafte "kaum nennenswerte Erlöse".
meedia.deKommentieren ...

"Bild", Spiegel Online, Sky und Vice ziehen erste Snapchat-Bilanz.

Snapchat: Die deutschen Medienpartner ziehen nach zwei Monaten eine erste positive Bilanz zur Dicover-Rubrik. "Bild", Spiegel Online, Sky und selbst Vice freuen sich über neue Kontakte zu jungen Nutzern, nennen aber keine konkreten Zahlen zu Abrufen. Alle sprechen von übertroffenen Erwartungen und steigenden Abrufzahlen. Bei "Bild" liegt die Verweildauer pro Edition nach eigenen Angaben bei mehr als 30 Sekunden.
horizont.net, turi2.de (Background)1 Kommentar

Agof im März: Welt.de setzt sich vor Spiegel Online.

Agof-Reichweiten: Welt.de überholt im März erstmals Spiegel Online und rangiert bei den News-Seiten mit 17,8 Mio Unique Usern auf Platz 3 hinter Focus Online und Bild.de. Im Gesamt-Ranking schafft Ebay Kleinanzeigen aus dem Stand Platz 4 und liegt mit 20,78 Mio Unique Usern knapp vor Ebay selbst. An der Spitze thronen wie seit Langem unverändert Ströers Reichweiten-Raketen T-Online und gutefrage.net.
meedia.de, horizont.netKommentieren ...

ProQuote bemängelt Stillstand bei Spiegel Daily.

Spiegel Daily fällt im ProQuote-Check durch. Von 37 Textbeiträgen sind nur sieben von Frauen geschrieben. 16 mal kommen Männer in Videos zu Wort, nur einmal eine Frau. Der Anspruch, einmal am Tag die Welt anzuhalten, führe bei Spiegel Daily zum Stillstand, kritisiert ProQuote-Vorsitzende Maren Weber. Der Verlag verspricht "Anpassungen".
pro-quote.de, meedia.de (Reaktion "Spiegel"), turi2.de (Blattkritik zu Spiegel Daily)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Cordt Schnibben über Spiegel Daily.

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Bomben-Explosion in Manchester tötet 19 Menschen.

Explosion in Manchester: Nach einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande hat es in der nordenglischen Stadt eine Explosion gegeben, bei der mindestens 19 Menschen getötet und 50 verletzt wurden. Die Polizei geht von Terror aus. Die deutschen Newssender schlafen zunächst und liefern Infos nur im Ticker am Bildrand, während Dokus laufen. Bei n-tv meldet sich erstmals um 4 Uhr ein Moderator mit CNN-Bildern aus der Redaktion. Bild, Welt und Focus Online berichten auch in der Nacht mit Livetickern, Spiegel Online und Süddeutsche mit Agentur- und Social-Media-Material.
turi2 - eigene Beobachtung
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Cordt Schnibben sammelt mit Spiegel Daily Nutzer aus dem Niemandsland ein.


Zwischenbilanz: Erfinder Cordt Schnibben, 64, ist nach dem Start von Spiegel Daily erleichtert. Erste Zahlen stimmen ihn zuversichtlich für das Konzept seiner digitalen Tageszeitung, sagt Schnibben im turi2.tv-Interview. "Wir zielen auf die Leute, die gar nicht mehr Tageszeitung lesen, die irgendwo im Niemandsland herum schwirren." Für Daily verpflichtet Schnibben nun weitere Spitzenleute aus dem Haus.

Neben dem Kernteam probieren sich im monatlichen Wechsel Printmagazin-Redakteure im Tageszeitungs-Journalismus aus: Takis Würger, Jonathan Stock und Clemens Höges machen schon mit. Die Edelfedern Volker Weidermann, Nils Minkmar, Philipp Oehmke und Thomas Hüetlin stehen in den Startlöchern. Schnibben verteidigt im Interview die von vielen angezweifelte Idee eines abgeschlossenen Produkts: Studien und Befragungen zeigten, dass viele Nutzer Sehnsucht nach Einordnung und Abgeschlossenheit verspüren.
turi2.tv (5-Min-Video), turi2.de (Blattkritik)Kommentieren ...

"Spiegel" meldet für 2016 mehr als 26 Mio Euro Gewinn und will Werbe-Muffel online aussperren.


Mehr Wasser unterm Kiel: Der Spiegel-Verlag meldet sich 2016 wieder deutlicher aus der Gewinnzone. Der Verlag kann 26,4 Mio Euro an die Mitarbeiter KG, Gruner + Jahr und die Augstein-Erben ausschütten, berichtet "Horizont". 2015 war der Gewinn auf magere 7 Mio geschrumpft. Der Umsatz geht allerdings um 3,6 % zurück und erreicht knapp 279 Mio Euro. Print setzt noch 178 Mio um, verliert aber im einstelligen Prozentbereich, Spiegel Online und Spiegel TV legen leicht zu. Thomas Hass, Verlagschef an der Ericusspitze, gibt sich im Interview mit "Horizont" zuversichtlich, dass er die Print-Umsätze "stabilisieren" kann, Werbekunden entdeckten "vertrauenswürdige Werbeumfelder" gerade wieder und "der 'Spiegel' hat da eine herausragende Position".

Auch das Sparprogramm kommt laut Hass gut voran: 2016 konnte der Verlag demnach 9 Mio Euro sparen, dieses Jahr wachse die Summe auf 13 Mio. Bis 2018 will der Verlag die Ausgaben um 15 Mio Euro senken. Damit sich die Situation auch auf der Einnahmenseite verbessert, sind weitere Print-Ableger geplant, zudem ruhen einige Hoffnungen auf dem neuen Spiegel Daily. Spiegel Online soll künftig zu den Waffen von Bild.de greifen und Werbemuffel auffordern, ihre Adblocker auszuschalten oder alternativ für das Online-Angebot zu zahlen. (Foto: Christian O. Bruch/"Spiegel")
"Horizont", 20/2017, S. 1, 14-15 (Paid), horizont.net (Auszug)Kommentieren ...

Volker Beck hat vor dem BGH im Streit mit Spiegel Online ausgesagt.

Volker Beck hat am Donnerstag persönlich vor dem BGH ausgesagt. Dort streitet der Grünen-Politiker gegen Spiegel Online. Beck will erreichen, dass Spiegel Online eine von ihm verfasste Schrift zur Entkriminalisierung von sexuellen Kontakten mit Kindern nicht ohne eine Distanzierung verbreiten darf. Er beruft sich auf sein Urheberrecht.
sueddeutsche.de, taz.deKommentieren ...