Deutsche Medien meiden bei Snapchat harte Themen.

Deutsche Medien wirken in der Discover-Rubrik von Snapchat auf den ersten Blick nicht wie seriöse Nachrichtenquellen, schreibt Kathrin Müller-Lancé. Es gehe mehr um die Form als um den Inhalt, harte Themen würden als Aufmacher gemieden. Dennoch zeigten sich Spiegel Online und "Bild" zufrieden. Man lerne viel, sagt SpOn-Chefin Barbara Hans. "Bild" verweist auf 2,6 Mio Unique User im Juni.
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Spiegel Online Backstage gibt Einblick in den Newsroom und beantwortet häufige Fragen.

Spiegel Online Backstage heißt eine neue Seite, auf der die Redaktion von Spiegel Online Einblick in den Newsroom und ihre Arbeitsweise gibt und häufige Fragen beantwortet. Themen sind die Entstehung von Artikeln, Recherchefehler, digitaler Journalismus, Werbefinanzierung und Datenschutz. Ähnliche Transparenzbemühungen verfolgen auch Zeit Online mit dem Blog Glashaus und Bild.de mit Blog.Bild.
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IVW im Juli: Bild.de verliert, Spiegel Online, WeltN24 und Upday legen zu.

Bild.de verliert im Juli laut IVW trotz ausführlicher G20-Berichterstattung 3 % Reichweite, bleibt aber stärkstes Newsangebot. Spiegel Online gewinnt 2 % dazu, WeltN24 sogar 8 %. Die Springer-Samsung-Newsapp Upday verbucht bei den Zugriffen aus Deutschland 9 % mehr Visits. Der durchwachsene Sommer beschert WetterOnline 10 % und wetter.com 5 % Zuwachs, wetter.de von RTL dagegen verliert 2 % Visits. Besonders hart trifft es Heise Online: Das IT-News-Portal verliert im Juli 34 % Reichweite.
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Zitat: SpOn-Chefin Barbara Hans wünscht sich mehr Entscheidungen, die nicht nahe liegen.

"Vielfalt gelingt nur, wenn wir Entscheidungen treffen, die nicht nahe liegen."

Spiegel-Online-Chefin Barbara Hans wünscht sich in einem Essay im "journalist" mehr Vielfalt im Journalismus. Dazu gehörten auch mutige Führungskräfte, die Potenzial erkennen und Mitarbeitern einen Vertrauensvorschuss geben.
"journalist" 8/2017, S. 19-25

Weitere Zitate aus dem Beitrag im von Barbara Hans im "journalist":

"Journalisten müssen das Weltgeschehen nicht wie in einer Glaskugel vorhersehen. Dann sollten sie auf der Kirmes sitzen, aber nicht in einer Redaktion. Sie müssen aber offen sein für Wahrscheinlichkeiten. Sie müssen sich irritieren lassen. Sie müssen zu den Menschen gehen und hinterfragen, was sie nicht verstehen. Statt das, was sie nicht verstehen, schlicht abzulehnen."

"Wir müssen Dinge für möglich halten, auch wenn wir sie für falsch halten. Und die Frage, was wir für richtig und was wir für falsch halten, sollte nicht unser Leitmotiv sein."

"Mittelalte, weiße Männer, gutverdienende Akademiker definieren und prägen die journalistische Realität und damit unsere Weltsicht. Was sie am besten kennen, das sind andere mittelalte, weiße Männer, mit Abitur und schicker Altbauwohnung. Was sie weniger gut kennen, das ist das Leben als Arbeiter in Herne Crange. Oder das Leben als lesbische junge Frau."

"Die Digitalisierung zwingt uns, uns auf den Nutzer zu fokussieren."

"Wir müssen dahin, wo es weh tut. Raus aus der redaktionellen Komfortzone. Wir können nicht alles so lassen und hoffen, dass einige wenige Neueinstellungen zum Wandel führen werden."

"Wenn der Türke nur über die Türken berichtet, ist auch das Diskriminierung."

Aus dem Archiv von turi2.tv: Barbara Hans spricht über die neuen Podcast-Projekte von Spiegel Online.

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Spiegel gründet hausinternes Investigativ-Team.


Sieben Mann fürs Investigative: Der "Spiegel" gründet ein Investigativ-Team und unterstellt es der Chefredaktion. Sieben Redakteure – aktuell ausschließlich Männer – aus Print-, Online- und TV-Redaktion sollen ressortübergreifend und losgelöst von der Tagesaktualität arbeiten. Die Leitung hat Vize-Chefredakteur Alfred Weinzierl. Das Team besteht aus den "Spiegel"-Redakteuren Rafael Buschmann, Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt, die dafür aus ihren Ressorts ausscheiden, sowie dem Spiegel-TV-Redakteur Roman Lehberger und dem Spiegel-Online-Mann Jörg Diehl. Er führt zudem die Recherche-Einheit von Spiegel Online.

Die Rechercheure sollen auch für Geschichten zuständig sein, die in Kooperation mit dem internationalen Recherche-Netzwerk European Investigative Collaboration entstehen. In ähnlicher Konstellation hat der "Spiegel" schon an den Football Leaks gearbeitet, sagt der Verlag. Auf den Erfahrungen solle das Team aufbauen. Künftig soll das Team wachsen, auch um investigative Frauen.
spiegelgruppe.de1 Kommentar

Spiegel Online schickt Roland Nelles nach Washington und baut Berlin-Büro um.

Spiegel Online schickt Roland Nelles, 45, seit acht Jahren Ressortleiter Politik und Chef des Berliner Büros, als Chefkorrespondenten nach Washington DC. Dafür kehrt Veit Medick, 37, bisher Korrespondent in der US-Hauptstadt nach Berlin zurück. Die Leitung des Berliner Büros hat künftig Stefan Kuzmany, 44, zusätzlich zur Leitung Meinung und Debatte. Das Politik-Ressort übernehmen Sebastian Fischer, 38, und Philipp Wittrock, 42.
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"Spiegel" bringt Schwerpunkt-Heft zum Thema "Soziale Gerechtigkeit" heraus.

Deutschland heute: Der "Spiegel" erscheint in dieser Woche fast monothematisch zum Thema "Soziale Gerechtigkeit". Auch Spiegel Online und Spiegel TV ziehen mit und machen das Thema eine Woche lang zum Schwerpunkt. Das Magazin Titelt mit "Lage der Nation", Chefredakteur Brinkbäumer sagt, "wir wollten in das Leben und das Denken seiner Menschen hineinschauen". Die Blattstruktur bricht der "Spiegel" dafür komplett auf. Erst am Ende thematisieren die Ressorts die Ereignisse der Woche. Soziale Gerechtigkeit ist auch das Wahlkampfthema von SPD-Kandidat Martin Schulz.

Die Ausgabe erscheint mit sechs verschiedenen Titelbildern des britischen Karikaturisten Nishant Choksi. Er hat gezeichnet, wie er Deutschland von Brighton aus sieht. Spiegel Online begleitet das Thema u.a. mit Videos, Experten-Interviews und Infografiken. Das ZDF zeigt am Dienstag die von Spiegel TV produzierte Doku Neues Wirtschaftswunder – Wer gewinnt beim Aufschwung.
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Spiegel Online startet Podcast-Reihe "Netzteil".

Spiegel Online geht heute mit seiner Podcast-Serie Netzteil auf Sendung. Moderatorin Teresa Sickert spricht in der ersten Ausgabe knapp 15 Min lang mit Netzwelt-Redakteur Matthias Kremp über die Sprachassistenten von Apple, Google, Microsoft und Amazon. Das Fazit: Bisher fehlt den Assistenten das tiefere Verständnis für die Inhalte von Fragen. Kremp meint aber, in ein paar Jahren werden wir wie selbstverständlich mit unseren Geräten sprechen – vom Smartphone über den Backofen bis zum Lichtschalter. Weitere Folgen der vorerst achtteiligen Reihe beschäftigen sich u.a. mit Fake News, Sexrobotern und Cyber-Kriminalität. "Netzteil" erscheint immer dienstags.
spiegel.de (15-Min-Audio), turi2.de (Background)



Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteurin Barbara Hans erklärt die Podcast-Pläne von Spiegel Online.

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Der "Spiegel" stellt sich visuell neu auf – Ressortleiter wird Jens Radü.



Hamburg macht sich hübsch: Der "Spiegel" vereint seine Teams von Multimedia und Grafik. Unter dem Leiter Jens Radü soll sich die visuelle "Spiegel"-Gestaltung neu ordnen. Multimedia-Mann Radü hat in der neuen Struktur auch Print-Grafiker unter sich – ein klares Bekenntnis des Hauses zur digitalen Zukunft. Im turi2.tv-Video sagt Radü: "Das Digitale ist das, wo sich spannende Entwicklungen auftun." Er träumt von einem "Visual Lab" nach Vorbild von "Guardian" und "New York Times".

Radü will mit seinem Team visuellen Journalismus für alle Ausspielkanäle aus einer Hand entwickeln. Sein vereintes Team soll schneller und zugleich in höherer Qualität arbeiten, indem sich künftig alle gemeinsam um die Gestaltung in Print, Digital und bei Spiegel TV kümmern. Radü liefert bereits für die digitale Ausgabe des "Spiegel" jede Woche eine sogenannte Visual Story – jede Digitalausgabe kommt auf rund 60.000 zahlende Nutzer. "Die Leute sind gerne bereit, für diese Art des Journalismus Geld zu bezahlen."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2.tv)

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Spiegel Online startet zwei weitere Podcasts – Sascha Lobo wird Audio-Kolumnist.


Iro auf die Ohren: Spiegel-Online-Chefredakteurin Barbara Hans präsentiert zwei neue Podcasts. Internet-Erklärmaschine Sascha Lobo feiert Freitag mit einem Debatten-Format Premiere. Ende des Monats geht das Ressort Netzwelt mit dem Tech-Podcast "Netzteil" auf Sendung. Barbara Hans sagt im turi2.tv-Video: "Podcasts haben den Vorteil, dass sie eine andere Authentizität vermitteln."

Für Spiegel Online sind es die Podcasts Nummer Zwei und Drei. Seit März produzieren die Video-Redakteurinnen Sandra Sperber und Yasemin Yüksel das wöchentliche Polit-Format Stimmenfang, rund 50.000 hören pro Folge zu. Sie ziehen viele Themen aus Nutzerreaktionen – Hans sagt im Video-Interview, dass auch Sascha Lobo in seinem Podcast Reaktionen auf seine Text-Kolumne aufgreifen will. Lobo schreibt seit 2011 unter dem Titel Mensch-Maschine.

In zunächst acht Folgen "Netzteil" sind Judith Horchert, Matthias Kremp, Angela Gruber, Markus Böhm und Fabian Reinbold zu hören, Teresa Sickert moderiert. Alle Podcast-Formate stehen auf spiegel.de sowie auf iTunes, Soundcloud, Spotify und über Podcatcher zum Abruf bereit.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2 – eigene InfosKommentieren ...

Frauke Böger snappt für SpOn – ein Video-Besuch beim Snapchat-Team im "Spiegel"-Haus.


Im Kinder-Paradies: Zehn Mitarbeiter produzieren die tägliche Snapchat-Ausgabe von Spiegel Online. turi2.tv besucht Chef-Snapperin Frauke Böger – und blickt ihrem Team mit der Kamera über die Schulter. Die junge Truppe soll Nutzer im Schüler-Alter zur Marke "Spiegel" holen. Im Monat erreichen sie bereits eine Mio-Anzahl Unique User im News-Bereich Snapchat Discover, meldet der Verlag. 85 % sind jünger als 24 Jahre.

Die frühere "taz"-Onlinechefin Böger versucht ständig, die Balance zu finden zwischen der kunterbunten Snapchat-Welt und der traditionsreichen Marke "Spiegel". Ein fundamentaler Unterschied: Die Snapchat-Macher erzählen ihre Themen visuell. Jeder Snap enthält Bilder, Sound und spielerische Elemente. "Wir lernen, dass sich Themen ganz anders erzählen lassen", sagt Böger. "Es geht kürzer, es braucht nicht immer den langen Text."
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Thomas Bily findet Spiegel Daily zu lahm für ein modernes Qualitäts-Medium.

Spiegel sollte seine Unverzichtbarkeit durch noch höhere Geschwindigkeit und Flexibilität untermauern, fordert Medienmanager Thomas Bily. Er zweifelt an der digitalen Tageszeitung Spiegel Daily, weil das Tempo heute vom Netz und nicht vom Verlagsmanagement vorgegeben wird. Das beste Nachrichten-Medium muss auch das schnellste sein, sagt der frühere Burda-Mann Bily.
clap-club.de, turi2.de (Blattkritik)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Cordt Schnibben über seine Erfindung Spiegel Daily.
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AlgorithmWatch will mit Spiegel Online Suchanfragen zur Wahl analysieren.

AlgorithmWatch will zusammen mit Spiegel Online als Medienpartner im Vorfeld der Bundestagswahl untersuchen, inwiefern sich Suchergebnisse zu den Parteien und Spitzenkandidaten bei Nutzern unterscheiden. Dazu rufen die Partner Freiwillige auf, mit einem Plug-in Daten zur Auswertung zu übermitteln. Als weitere Partner sind die Technische Universität Kaiserslautern und mehrere Landesmedienanstalten involviert.
spiegel.deKommentieren ...

ProQuote Medien hebt die Messlatte auf 50 % Frauen in Führungspositionen an.


Halbe-Halbe: Der Journalistinnen-Verein ProQuote Medien will sich mit seinem einst ausgegebenen Ziel nicht mehr zufriedengeben und erhöht die Messlatte. Vor fünf Jahren hatten die Medienfrauen 30 % weibliche Führungskräfte in allen Redaktionen bis 2017 gefordert, nun sollen es 50 % werden. Das bisherige Ziel von 30 % haben bisher nur "Zeit" (36,4 %), "Spiegel" (34,7 %) und "Bild" (32,2 %) erfüllt. "Süddeutsche" (19,6 %) und "FAZ" (13,9 %) lägen "beschämend" darunter, bei Regionalzeitungen verharre der Anteil der Führungsfrauen gar bei "mageren 5 %". "Wir wären gerne überflüssig, aber wir sind es leider nicht", sagt ProQuote-Vorsitzende Maren Weber.

Bei Online-Medien sind mehr Frauen an der Macht als bei Print. Von den acht gezählten Publikationen haben immerhin zwei Chefredakteurinnen an ihrer Spitze: Barbara Hans bei Spiegel Online und Julia Bönisch bei Süddeutsche.de. Insgesamt kommt die "Süddeutsche" im Online-Bereich auf 26,6 % Führungsfrauen, ein Vorbild, "das die Kollegen in der Printredaktion sicher motiviert", sagt Weber. Neben Zeit Online (35,7 %) und Spiegel Online (32,3 %) hat auch stern.de (34,6 %) die 30-Prozent-Hürde übersprungen.
turi2 - eigene Infos, pro-quote.de (Forderung), pro-quote.de (aktuelle Werte)Kommentieren ...

Neuer Newsroom in Berlin: Florian Harms will T-Online.de zum Leitmedium ausbauen.


Neustart mit Getöse: Ströer-Gründer Udo Müller und Chefredakteur Florian Harms zeigen ihren neuen T-Online-Newsroom in Berlin. Zur heutigen Eröffnung tönt Ex-Spiegel-Online-Chef Harms: "Wir spielen in einer anderen Liga – Spiegel Online ist ein bisschen kleiner als wir." turi2.tv zeigt den neuen Newsroom für knapp 70 Redakteure und die Highlights der Eröffnung im Video.

Sichtlich stolz steht Müller auf der Bühne – 1990 legte er mit Heinz W. Ströer den Grundstein für den heutigen Konzern, der in der Außenwerbung omnipräsent ist. Seinen Newsroom an der Berliner Torstraße bezeichnet Müller als "Herzstück unserer Publishing-Sparte". 28 Mio Online-Nutzer und 30 Mio Menschen über digitale Displays im Straßenbild erreiche sein Team: "Wir kombinieren die Reichweite von T-Online, die früher nur im Netz war, mit unser Public-Video-Reichweite."

Harms will nach dem schmerzhaften Wegzug von t-online.de aus Darmstadt nicht weniger als ein "neues digitales Leitmedium" bauen und eine "neue informationelle Heimat für die Bundesbevölkerung". Mit einem Seitenhieb auf den Ex-Arbeitgeber lobt er, Ströer gehe entschlossen den digitalen Weg – "anders als viele klassische Medienunternehmen, die sich schwer tun."
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)1 Kommentar

Laterpay meldet 3 Mio verkaufte "Spiegel"-Plus-Texte.

Spiegel Plus hat über Laterpay innerhalb eines Jahres 3 Mio Artikel verkauft, sagt Laterpay-Chef Cosmin Ene (Foto) zu Meedia. Laterpay nutzt das Bierdeckel-Prinzip: Erst, wenn Artikel im Wert von mindestens 5 Euro aufgelaufen sind, muss der Nutzer zahlen. 63 % der registrierten Nutzer erreichen laut Ene diese Schwelle, 29 % der Nutzer sogar mehrfach. Ende 2016 hatte Ulrike Simon berichtet, Spiegel Plus erwirtschafte "kaum nennenswerte Erlöse".
meedia.deKommentieren ...

"Bild", Spiegel Online, Sky und Vice ziehen erste Snapchat-Bilanz.

Snapchat: Die deutschen Medienpartner ziehen nach zwei Monaten eine erste positive Bilanz zur Dicover-Rubrik. "Bild", Spiegel Online, Sky und selbst Vice freuen sich über neue Kontakte zu jungen Nutzern, nennen aber keine konkreten Zahlen zu Abrufen. Alle sprechen von übertroffenen Erwartungen und steigenden Abrufzahlen. Bei "Bild" liegt die Verweildauer pro Edition nach eigenen Angaben bei mehr als 30 Sekunden.
horizont.net, turi2.de (Background)1 Kommentar

Agof im März: Welt.de setzt sich vor Spiegel Online.

Agof-Reichweiten: Welt.de überholt im März erstmals Spiegel Online und rangiert bei den News-Seiten mit 17,8 Mio Unique Usern auf Platz 3 hinter Focus Online und Bild.de. Im Gesamt-Ranking schafft Ebay Kleinanzeigen aus dem Stand Platz 4 und liegt mit 20,78 Mio Unique Usern knapp vor Ebay selbst. An der Spitze thronen wie seit Langem unverändert Ströers Reichweiten-Raketen T-Online und gutefrage.net.
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ProQuote bemängelt Stillstand bei Spiegel Daily.

Spiegel Daily fällt im ProQuote-Check durch. Von 37 Textbeiträgen sind nur sieben von Frauen geschrieben. 16 mal kommen Männer in Videos zu Wort, nur einmal eine Frau. Der Anspruch, einmal am Tag die Welt anzuhalten, führe bei Spiegel Daily zum Stillstand, kritisiert ProQuote-Vorsitzende Maren Weber. Der Verlag verspricht "Anpassungen".
pro-quote.de, meedia.de (Reaktion "Spiegel"), turi2.de (Blattkritik zu Spiegel Daily)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Cordt Schnibben über Spiegel Daily.

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Bomben-Explosion in Manchester tötet 19 Menschen.

Explosion in Manchester: Nach einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande hat es in der nordenglischen Stadt eine Explosion gegeben, bei der mindestens 19 Menschen getötet und 50 verletzt wurden. Die Polizei geht von Terror aus. Die deutschen Newssender schlafen zunächst und liefern Infos nur im Ticker am Bildrand, während Dokus laufen. Bei n-tv meldet sich erstmals um 4 Uhr ein Moderator mit CNN-Bildern aus der Redaktion. Bild, Welt und Focus Online berichten auch in der Nacht mit Livetickern, Spiegel Online und Süddeutsche mit Agentur- und Social-Media-Material.
turi2 - eigene Beobachtung
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Cordt Schnibben sammelt mit Spiegel Daily Nutzer aus dem Niemandsland ein.


Zwischenbilanz: Erfinder Cordt Schnibben, 64, ist nach dem Start von Spiegel Daily erleichtert. Erste Zahlen stimmen ihn zuversichtlich für das Konzept seiner digitalen Tageszeitung, sagt Schnibben im turi2.tv-Interview. "Wir zielen auf die Leute, die gar nicht mehr Tageszeitung lesen, die irgendwo im Niemandsland herum schwirren." Für Daily verpflichtet Schnibben nun weitere Spitzenleute aus dem Haus.

Neben dem Kernteam probieren sich im monatlichen Wechsel Printmagazin-Redakteure im Tageszeitungs-Journalismus aus: Takis Würger, Jonathan Stock und Clemens Höges machen schon mit. Die Edelfedern Volker Weidermann, Nils Minkmar, Philipp Oehmke und Thomas Hüetlin stehen in den Startlöchern. Schnibben verteidigt im Interview die von vielen angezweifelte Idee eines abgeschlossenen Produkts: Studien und Befragungen zeigten, dass viele Nutzer Sehnsucht nach Einordnung und Abgeschlossenheit verspüren.
turi2.tv (5-Min-Video), turi2.de (Blattkritik)Kommentieren ...

"Spiegel" meldet für 2016 mehr als 26 Mio Euro Gewinn und will Werbe-Muffel online aussperren.


Mehr Wasser unterm Kiel: Der Spiegel-Verlag meldet sich 2016 wieder deutlicher aus der Gewinnzone. Der Verlag kann 26,4 Mio Euro an die Mitarbeiter KG, Gruner + Jahr und die Augstein-Erben ausschütten, berichtet "Horizont". 2015 war der Gewinn auf magere 7 Mio geschrumpft. Der Umsatz geht allerdings um 3,6 % zurück und erreicht knapp 279 Mio Euro. Print setzt noch 178 Mio um, verliert aber im einstelligen Prozentbereich, Spiegel Online und Spiegel TV legen leicht zu. Thomas Hass, Verlagschef an der Ericusspitze, gibt sich im Interview mit "Horizont" zuversichtlich, dass er die Print-Umsätze "stabilisieren" kann, Werbekunden entdeckten "vertrauenswürdige Werbeumfelder" gerade wieder und "der 'Spiegel' hat da eine herausragende Position".

Auch das Sparprogramm kommt laut Hass gut voran: 2016 konnte der Verlag demnach 9 Mio Euro sparen, dieses Jahr wachse die Summe auf 13 Mio. Bis 2018 will der Verlag die Ausgaben um 15 Mio Euro senken. Damit sich die Situation auch auf der Einnahmenseite verbessert, sind weitere Print-Ableger geplant, zudem ruhen einige Hoffnungen auf dem neuen Spiegel Daily. Spiegel Online soll künftig zu den Waffen von Bild.de greifen und Werbemuffel auffordern, ihre Adblocker auszuschalten oder alternativ für das Online-Angebot zu zahlen. (Foto: Christian O. Bruch/"Spiegel")
"Horizont", 20/2017, S. 1, 14-15 (Paid), horizont.net (Auszug)Kommentieren ...

Volker Beck hat vor dem BGH im Streit mit Spiegel Online ausgesagt.

Volker Beck hat am Donnerstag persönlich vor dem BGH ausgesagt. Dort streitet der Grünen-Politiker gegen Spiegel Online. Beck will erreichen, dass Spiegel Online eine von ihm verfasste Schrift zur Entkriminalisierung von sexuellen Kontakten mit Kindern nicht ohne eine Distanzierung verbreiten darf. Er beruft sich auf sein Urheberrecht.
sueddeutsche.de, taz.deKommentieren ...

Spiegel Online war den Vormittag über offline.

Spiegel Offline: Spiegel Online war am Vormittag nicht zugänglich. Wegen eines Fehlers bei einem Dienstleister warf spiegel.de seit etwa 6.30 Uhr bis kurz vor 12 Uhr eine Fehlermeldung aus. Auch Apps und Feeds waren betroffen. Die Redaktion nutzte zwischenzeitlich die sozialen Medien, um die Leser zu informieren. Der junge Ableger Bento.de war nicht betroffen.
facebook.comKommentieren ...

Spiegel Online startet politischen Podcast "Stimmenfang".


Spiegel Radio: Spiegel Online will unter Chefin Barbara Hans auch die Ohren der Nutzer erreichen und startet einen wöchentlichen politischen Podcast mit dem Titel "Stimmenfang". Das Projekt soll noch im März starten, meldet Meedia - Spiegel Online bestätigt die Pläne. Demnach sollen die Podcasts rund 15 bis 20 Minuten lang sein und Reportagen und Interviews liefern.

Mit dem Podcast will das Nachrichtenportal nicht nur bei den Hörern auf Stimmenfang gehen, sondern auch ein Umfeld für neue Werbekunden bauen und so die Digitalerlöse ankurbeln, schreibt Meedia. Es ist nicht der erste Podcast-Vorstoß von Spiegel Online. Bereits 2006 hat der heutige Ex-Chef Florian Harms unter dem Motto "Urlaub für die Ohren" einen Reisepodcast produziert.
meedia.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus TrantowKommentieren ...

Wir graturilieren: Anja zum Hingst wird 52.

Foto: Christian O. Bruch Wir graturilieren: Anja zum Hingst, Kommunikationschefin des Spiegel-Verlags, feiert heute ihren 52. Geburtstag. Gerade erst hat sie ein großes PR- und Kommunikations-Feuerwerk zum 70. "Spiegel"-Geburtstag gezündet und die Kampagne für die Veranstaltungsreihe "Spiegel" Live gestartet. Vorbildprojekte, die zeigen, wie "hervorragend" Redaktion, Dokumentation und Verlag zusammenarbeiten, sagt zum Hingst und wünscht sich, dass es genau so weitergeht.

Ein privates Projekt hat Anja zum Hingst südlich der Elbe: Vor zwei Jahren hat sie die Verantwortung für den Hof ihrer Eltern in Niedersachsen übernommen. In diesem Sommer sollen die Bau- und Renovierungsarbeiten dort abgeschlossen sein - "richtig fertig wird man aber natürlich nie", sagt zum Hingst. Ihren Geburtstag verbringt sie auf Sylt mit Familie und Freunden und freut sich auf das Fischfondue am Abend. Gratulationen erreichen sie am Strand und in den Dünen per Eule oder E-Mail. (Foto: Christian Bruch)

Mitarbeit: Markus TrantowKommentieren ...

Agof im Dezember: Bild.de verdrängt Focus Online.

Bild.de verdrängt Focus Online im Agof-Ranking für Dezember vom Spitzenplatz. Bei einem Zuwachs um 7,7 % liegt Bild.de mit rund 21,5 Mio Unique Usern wieder vorne. Focus Online verliert 0,5 % und rangiert mit 20,3 Mio auf Platz 2. Spiegel Online dahinter legt um 6,9 % auf knapp 19,3 Mio Nutzer zu. Der Terror-Anschlag von Berlin beschert insbesondere BZ und Berliner Zeitung größere Zuwächse.
meedia.de (Newsseiten), meedia.de (alle Angebote)Kommentieren ...

Spiegel Online beginnt mit Partnermedien ein Projekt über Flüchtlinge.

Spiegel Online startet mit drei europäischen Partnerzeitungen das Projekt "The New Arrivals" über Flüchtlinge. Der Guardian, Le Monde, El País und Spiegel Online wollen 18 Monate lang ausführlich über die Situation von Flüchtlingen in ihren Ländern berichten und die Geschichten untereinander austauschen. Die Reporter von Spiegel Online werden eine achtköpfige syrische Familie, die aus Damaskus nach Lüneburg geflohen ist, anderthalb Jahre lang begleiten. Mit "El País" nimmt eine Zeitung teil, die auch mit der "Welt" kooperiert.
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"Spiegel" und Springer solidarisieren sich für Deniz Yücel.

Deniz Yücel 150#FreeDeniz: "Spiegel" und Spiegel Online machen sich mit einer Protestnote für die Freilassung von Deniz Yücel stark. Sie fordern auch, die 150 anderen unfreien Journalisten in der Türkei gehen zu lassen. Die Redaktionen schließen sich einer Zeitungsanzeige von mehr als 300 Medienleuten an. Auch Chefredakteure der ARD protestieren per Stellungnahme. Springer-Chef Mathias Döpfner kritisiert die U-Haft für seinen Mitarbeiter Yücel als gezielte Methode gegen die Gedankenfreiheit. Am Berliner Springer-Hochhaus prangt der Schriftzug #FreeDeniz.
spiegel.de, presseportal.de (ARD), welt.de (Döpfner), turi2.de (Anzeige)


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Englische News dienen Verlagen fürs Image.

GroßbritannienEnglischsprachige Newsangebote sind für deutsche Verlage vor allem ein Aushängeschild, aber kein Geschäftsmodell, erfährt Nora Jakob. Spiegel International verbreitet eigene Scoops und seine "Sicht der Dinge". Handelsblatt Global Edition setzt Sachverhalte in internationalen Kontext. Zeit Online übersetzt mehrere Artikel pro Woche, Bild nur sporadisch. Als einzige Regionalzeitung leistet sich der Bonner "General-Anzeiger" ein englisches Angebot, das sich vor allem an die internationalen Bonner Mitarbeiter von UN, Telekom und der Deutschen Post richtet.
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Barbara Hans ordnet bei Spiegel Online ihre Mannschaft neu.

Spiegel Online - Barbara Hans - Jörn Sucher - Christina Elmer - Matthias Streitz - Roland Nelles 600 Kopie
Die neue Führungsmannschaft von Spiegel Online ist großteils die alte: Barbara Hans (links), befördert Jörn Sucher und Christina Elmer (oben) und hält an Matthias Streitz und Roland Nelles (unten) fest. (Fotos: Christian O. Bruch, Daniel Reinhardt/dpa, Montage: turi2)

Teambuilding an der Ericusspitze: Barbara Hans (links), Chefredakteurin von Spiegel Online, stellt nach dem Abgang von Florian Harms die Führungsmannschaft des Nachrichtenportals neu auf und setzt dabei auf die Beförderung langjähriger SpOn-Recken. Jörn Sucher, 42, (oben links) bisher Mitglied der Chefredaktion, rückt als Vize-Chefredakteur auf. Er schreibt seit 2004 für das Nachrichtenportal, schon sein Volontariat machte er spiegelnah - beim Online-Auftritt des "manager magazins". Christina Elmer, 33, (oben rechts) seit 2013 an der Ericusspitze und seit 2016 Ressortleiterin Datenjournalismus, wird Mitglied der Chefredaktion. Neuer Produkt- und Entwicklungschef ist Matthias Streitz, 43 (unten links). Er bleibt, genauso wie Roland Nelles (unten rechts), Büroleiter Berlin und Ressortleiter Politik, Mitglied der Chefredaktion.
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Nachrichtenseiten hinterfragen sich nach falscher Eilmeldung zum NPD-Verbot.

eilmeldung-eil-150Spiegel Online will seine falsche Eilmeldung zum NPD-Verbotsverfahren zum Anlass nehmen, die eigenen Abläufe und Arbeitsweisen zu hinterfragen, schreibt das Portal in einer Entschuldigung in eigener Sache. Auch Zeit Online entschuldigt sich in einem Beitrag und schreibt: "So ärgerlich solche Fehler auch sind, versuchen wir doch, aus ihnen zu lernen." Beide Medien hatten, wie viele weitere, die vom Gericht vorgetragene Klage voreilig für das Urteil gehalten und gemeldet, das Bundesverfassungsgericht verbiete die NPD.
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IVW im Dezember: Upday debütiert mit Top-10-Platz.

upday150Upday, die Smartphone-News-App von Springer und Samsung, debütiert mit knapp 89 Mio Visits im Dezember in der IVW. Das reicht im Ranking der News-Angebote für Platz 6. Allerdings kommen nur 37 % der Zugriffe auf Deutschland. Die Spitzenreiter Bild.de, Spiegel Online und Focus Online legen trotz der Feiertage zu - nicht zuletzt durch den Berliner Terror-Anschlag. Welt.de gewinnt 7,9 %, auch weil die Leser von N24.de jetzt zum gemeinsamen Angebot umgeleitet werden.
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Basta: Wie Spiegel Online die Artikel des ersten "Spiegel" betitelt hätte.

spiegelClickbait von 1947: Deutschlandradio Kultur widmet sich der Erstausgabe des "Spiegel" und übersetzt die Überschriften einiger Beiträge in den Stil von Spiegel Online. Hätten damals die Onliner das Magazin gestartet, hätten die Deutschen demnach unter anderem gelesen: Russen füllen Berliner mit Wodka ab.
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Informatiker David Kriesel analysiert 100.000 Artikel von Spiegel Online.

zahlenmatrix150Spiegelmining: Informatiker David Kriesel hat alle Artikel von Spiegel Online seit 2014 gespeichert und ausgewertet. Seine Analyse gibt u.a. Aufschluss darüber, welche Themen besonders oft erscheinen und welche Beiträge kommentierbar sind, aber auch, welche Redakteure gerne zusammenarbeiten und wer wann in den Urlaub fährt. Beim Chaos Communication Congress hat Kriesel seine Arbeit vorgestellt.
dkriesel.com via taz.de, youtube.com (59-Min-Video von CCC-Kongress)Kommentieren ...