Zitat: Armin Mahler findet einige "Spiegel"-Kollegen zu eitel.

"Journalisten sind schon immer ziemlich eitel gewesen. Dass Kollegen aber sogar über ihr Privatleben schreiben, befremdet mich."

Armin Mahler, 63, scheidender Ressortleiter Wirtschaft des "Spiegel", hofft, "dass es nicht überhandnimmt", dass Kollegen wie Jan Fleischhauer im "Spiegel" über ihre eigene Scheidung schreiben.
Wirtschaftsjournalist, 5/2018, S. 20 (Paid)

"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer geht Ende März 2019, bleibt bis dahin Autor.


Spiegel: Chefredakteur Klaus Brinkbäumer verlässt den "Spiegel" Ende März 2019. Nach "intensiven Beratungen" hätten sich der Verlag und Brinkbäumer laut Pressemitteilung "einvernehmlich auf eine Beendigung des Vertragsverhältnisses" geeinigt. Bis dahin bleibe Brinkbäumer dem "Spiegel" als Autor verbunden. Brinkbäumer selbst twittert eine Zeichnung des Cartoonisten Til Mette, auf der er kopflos vor einem Spiegel steht. Ob er er ohne "Spiegel" wirklich kopflos sein werde, "das allerdings wollen wir doch mal sehen", schreibt er und verabschiedet sich nach New York.

Der Verlag gibt dem geschassten Brinkbäumer warme Worte mit auf den Weg: Er habe den "Spiegel" durch seine Arbeit in Krisengebieten, an zahlreichen Titelgeschichten und durch preisgekrönte Reportagen "geprägt". Ihm zu verdanken, dass der "Spiegel" optisch erneuert und das Investigativ-Netzwerk EIC gegründet wurde. Auch Brinkbäumers Verdienste für das Bezahlangebot Spiegel Plus seien "hervorzuheben". Alles Gründe, die einer Abberufung eigentlich widersprechen.
spiegel.de, twitter.com/Brinkbaeumer, turi2.de (Background)




Aus dem turi2.tv-Archiv: "Spiegel live": Wie Klaus Brinkbäumer mit Veranstaltungen "Spiegel"-Leser binden will – und Gerüchten über seinen Abgang eine Absage erteilt. (4/2018)

Renner: Klaus Brinkbäumer lässt sich von Medienanwalt Christian Schertz vertreten.

Aua: Der scheidende "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer lässt sich in der Scheidungssache Spiegel ./. Brinkbäumer ausgerechnet vom Berliner Medienanwalt Christian Schertz vertreten, berichtet Medien-Insider Kai-Hinrich Renner. Schertz war unter anderem für Peter Maffay, den DFB und Cristiano Ronaldo gegen den "Spiegel" vorgegangen. Dass Brinkbäumer auf den Korrespondentenplatz New York zurückgeht, wird damit nicht wahrscheinlicher.
morgenpost.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Christian Schertz über seinen Kampf gegen "permanenten kalkulierten Rechtsbruch":

Lese-Tipp: Susanne Beyer schaut auf die Geschichte des Männerladens "Spiegel".

Susanne Beyer, stellvertretende "Spiegel"-Chefredakteurin, blickt in der #frauenland-Sonderausgabe "von in­nen nach in­nen" – auf die Geschichte des "Spiegel". Sie spricht mit Zeitzeuginnen über die Unternehmenskultur der Anfangsjahre unter Augstein und recherchiert, welche Auswirkungen das "Ver­hält­nis der Ge­schlech­ter" heute darauf hat, "wie Frau­en sich im Be­ruf ent­wi­ckeln oder eben nicht ent­wi­ckeln".
"Spiegel #frauenland", S. 118-123 (Paid)

"Spiegel" bringt Mittwoch eine #frauenland-Sonderausgabe.

Spiegel geht Mittwoch mit einer Frauen-Sonderausgabe an den Kiosk. Das #frauenland-Heft erscheint mit 540.000 Auflage und 132 Seiten zum gewohnten Copypreis von 5,10 Euro. Spiegel Online bringt einen Themenschwerpunkt, Spiegel TV heute Abend eine #frauenland-Sendung. Der Frauen-Schwerpunkt ist auch eine Reaktion auf #MeToo. Vize-Chefredakteurin Susanne Beyer schreibt, wie der "Spiegel" intern mit der testosteronhaltigen Vergangenheit umgeht.
spiegelgruppe.de

Die neue G+J-Zentrale soll mit Flexibilität und hanseatischer Zurückhaltung punkten.


Architekt Peter St John, G+J-Chefin Julia Jäkel und Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor Hamburgs, präsentieren den Entwurf für die neue Zentrale von Gruner + Jahr. (Foto: Gruner + Jahr)

Es kommt nicht auf die Größe an: Gruner + Jahr lässt sich vom Londoner Architekturbüro Caruso St John ein neues Verlagsflaggschiff an den Hamburger Hafen bauen und erliegt nicht dem Reiz, dem Spiegel-Verlag einen Protzbau in den Rücken zu stellen. Verlagschefin Julia Jäkel (Foto, Mitte) erklärt im turi2.tv-Interview, das morgen früh erscheint: "Es ist ein Haus, in dem sich unsere Mitarbeiter wohl fühlen sollen. Das steht über allem." Architekt Peter St John (Foto, links) denkt noch weiter: "Ich weiß nicht, wie Büros in 30 oder 40 Jahren aussehen werden. Aber unser Gebäude ist designt, um genau damit umzugehen."

Das Gebäude wird sich auf dem Grundstück zwischen Lohsepark und der Bahn-Trasse von Süden Richtung Hamburger Hauptbahnhof erstrecken. Noch sehen Reisende hier zuerst den Glas- und Stahl-Palast des Spiegel-Verlags. Der bleibt auch das größte Haus am Platz, ob der "Spiegel"-Schriftzug allerdings auch künftig die dominierende Aussicht ist, darf bezweifelt werden. Gruner + Jahr wird auf der Zug zugewandten Fassade wohl zeigen wollen, was der Verlag zu bieten hat.
turi2 vor Ort in Hamburg, turi2.de (weitere Details zum Bau)

kresspro: Sven Oliver Clausen wird Klusmann-Nachfolger beim "manager magazin".

Spekulatius im September: Markus Wiegand, als Chefredakteur von "kresspro" stets um Profil bemüht, glaubt zu wissen, wer nach Steffen Klusmann Chefredakteur beim "manager magazin" wird. Sven Oliver Clausen (Foto), Jahrgang 1974, Volkswirt und Absolvent der Kölner Journalistenschule, seit 2014 Vize beim "mm", wird's "vermutlich" zusammen mit Martin Noé, seit 2004 Vize, schreibt Wiegand. Der ältere Noé "könnte sich in einigen Jahren auf die Position des Autors zurückziehen".
"kresspro", 7/2018, S. 74 (Paid)

Bild des Tages: stern 1 wird nur Zweiter, strahlt trotzdem.


Abend-Plattmacher: Im Finale des Fußball-Turniers zu 70 Jahren "stern" hat die klassisch-sternrot gekleidete Mannschaft stern 1, hier im Bild, nicht gesiegt. Die Redaktionalmannschaft des "Hamburger Abendblatts" machte sie zum zweiten Sieger. Die Teams von Nannenschule, "taz", NDR, "Spiegel", "Zeit" sowie die zweite Mannschaft des "stern" kickten finalfern. (Foto: Gruner + Jahr)
abendblatt.de

Basta: Rezensieren ist Silber, Schweiger ist Gold.

Ungenuschelt: Til Schweigers neuer Kino-Film "Klassentreffen 1.0" ist "tumb und selbstverliebt", schreibt Anja Rützel bei Spiegel Online. Schweiger bedankt sich für die "ungewollte Werbung" ironisch via Facebook: "Spiegel Online, ihr seid sooo geil! Jetzt bestell ich mir doch glatt Spiegel+! Eine Hand wäscht die andere! Euer Tilli" - Klingt nach einer Drohung.
spiegel.de, facebook.com

Publikumszeitschriften verlieren 3,2 % Werbeumsatz, "Spiegel" verliert überdurchschnittlich.

Spiegel ist der große Verlierer im Werbeumsatz-Ranking von Nielsen, schreibt Daten Dompteur Jens Schröder. Das Nachrichtenmagazin verliert in den ersten 8 Monaten 11,4 % oder 6,46 Mio Euro. Damit rangiert der "Focus" vor den Hamburgern. Insgesamt sinkt der Werbeumsatz der Publikumszeitschriften um 3,2 %, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.
meedia.de

Renner: Stille "Spiegel"-Teilhaber beklagen fehlende Mitgestaltung.


Spiegel der Demokratie: In der "Spiegel"-Redaktion gärt der Unmut über fehlende Mitgestaltung bei der Fusion von Print- und Online-Redaktion, schreibt Kai-Hinrich Renner. Unter den stillen Teilhabern der Mitarbeiter-KG hätten einige die KG-Geschäftsführung bisher so verstanden, dass sie über die Modalitäten der Fusion abstimmen könnten. Die KG-Geschäftsführung wolle davon nichts wissen und habe sich mit einem Rechtsgutachten bestätigen lassen, dass eine Abstimmung der stillen Teilhaber nicht notwendig sei.

Derweil glaubten manche Redakteure, Mitgesellschafter Gruner + Jahr habe durch die Hintertür die Macht beim "Spiegel" übernommen. Als Indiz gelte ihnen, dass viele leitende "Spiegel"-Mitarbeiter eine Vergangenheit bei G+J hätten. So auch KG-Geschäftsführerin Susanne Amann, der Ambitionen auf die "Spiegel"-Geschäftsführung nachgesagt würden, was sie aber dementiert.
morgenpost.de

Klaus Brinkbäumer kann seine Absetzung nicht nachvollziehen.


Abgang ohne Grund? Klaus Brinkbäumer kann seine Absetzung als "Spiegel"-Chefredakteur nicht nachvollziehen. Im Podcast von detektor.fm sagt er, er habe von den Gesellschaftern keine Gründe erfahren. Auch unterschiedliche Auffassungen über die Zusammenführung von Print- und Online-Redaktion sehe er nicht. Brinkbäumer habe im Juni gemeinsam mit Online-Chefin Barbara Hans ein Konzept vorgelegt. Derzeit befinde er sich in Gesprächen mit den Gesellschaftern über seine Zukunft beim Nachrichten-Magazin.

Brinkbäumer bilanziert seine dreieinhalb Jahre an der "Spiegel"-Spitze durchaus positiv: "Ich kann sagen, dass wir in den letzten Jahren tatsächlich wirklich gut waren." Die Auflage sei – aufgrund der Digitalangebote von Spiegel Plus – zuletzt gestiegen, journalistisch habe das Magazin alle wichtigen Preise gewonnen. (Foto: Johannes Arlt für die turi2 edition)
detektor.fm
(17-Min-Podcast, ab 12.45 Min)

Hör-Tipp: Klaus Brinkbäumer über Trump und Erfolge beim "Spiegel".

Hör-Tipp: Noch-"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer erzählt im Interview bei detektor.fm von einem bizarren Besuch im Büro von Donald Trump, lange bevor dieser Politiker wurde. An der Wand hingen hunderte Zeitschriften-Cover mit Trump auf dem Titel - keine echten, sondern selbstgemachte.

US-Journalisten könnten von deutschen Kollegen lernen, nicht immer beide Seiten gleichermaßen zu Wort kommen zu lassen, wenn es um Leugner wissenschaftlicher geklärter Fakten geht. Über seine Zeit beim "Spiegel" sagt Brinkbäumer, "dass wir in den letzten Jahren tatsächlich wirklich gut waren". Gründe für seine Absetzung habe er von den Gesellschaftern bisher nicht gehört.
detektor.fm (16-Min-Audio)

Zitat: Stefan Plöchinger heißt jetzt Ottlitz – und erklärt seine Namensänderung.

"Am Ende blieb bei mir persönlich durchaus das Gefühl, publizistisch nicht genug Zeichen für Gleichberechtigung gesetzt zu haben."

"Spiegel"-Produktchef Stefan Plöchinger hat seinen Lebenspartner Till Ottlitz geheiratet. Mit der öffentlichkeitswirksamen Namensänderung in Stefan Ottlitz will er jenen Aktivisten etwas zurückgeben, die mehr als er selbst für die Gleichberechtigung Homosexueller gekämpft haben, sagt er dem "Medium Magazin".
mediummagazin.de

Zitat: Kolumnist Jan Fleischhauer sieht Schreiben nicht als Therapie.

"Ich verwechsele das Schreiben nicht mit einer therapeutischen Sitzung, wir machen hier keinen gemeinsamen Stuhlkreis, der Leser und ich."

"Spiegel"- und Spiegel-Online-Kolumnist Jan Fleischhauer sagt im "Clap"-Porträt, dass er deshalb auch über Privates schreibe, um Leser für Themen zu interessieren, die sie sonst ignorierten.
"Clap" 66, S. 6 - 11 (Abo)

Weitere Zitat aus dem Porträt:

"Ich wollte immer eine große Bühne haben, und die größte Bühne, die es in unserem Metier gibt, ist der 'Spiegel'."

"Ich möchte dem, was ich für die Vernunft halte, eine Stimme verleihen."

"Spiegel", G+J und "Süddeutsche" treten der Log-in-Allianz NetID bei.

Log-In-Allianz NetID gewinnt den "Spiegel"-Verlag, Gruner + Jahr, die "Süddeutsche Zeitung" und Ippen-Digital als neue Partner. Damit hat der Dienst von RTL, ProsiebenSat.1 und United Internet unter den Verlagen deutlich mehr Gewicht als Springers Konkurrent Verimi. Weitere neue Partner sind u.a. C & A, Douglas, Scout24 und DPD sowie Ströer Digital Media und iq digital. NetD soll Mitte Oktober starten.
turi2 - eigene Infos

"Süddeutsche": "Spiegel" holt Onliner nach und nach in die Mitarbeiter KG.

Revolution mit Wartezeit: Der Spiegel-Verlag öffnet seine bisher nur den Machern des gedruckten "Spiegel" vorbehaltene Mitarbeiter KG künftig auch für Mitarbeiter von Spiegel Online, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Ab 2019 können Onliner in die Eigentümergemeinschaft des Nachrichtenmagazins aufrücken, wenn KG-Mitglieder ausscheiden, etwa weil sie in den Ruhestand gehen. Allein durch den Umbau-Prozess der vergangenen zwei Jahre haben rund 150 KG-Mitglieder den "Spiegel" verlassen. Auf den frei werdenden KG-Tickets sollen Onliner einziehen. Der Gewinnanteil, den der Verlag an die einzelnen KG-Mitglieder ausschüttet, soll so konstant bleiben.

Bis der Umbau wirksam wird und die Onliner im Gesellschafterkreis eine vernehmbare Stimme darstellen, werden allerdings noch Jahre ins Land gehen. "Spiegel"-Mitarbeiter haben erst drei Jahre nach Vertragsbeginn Anspruch auf Eintritt in die KG. Die Mitarbeiter KG hält 50,5 % der Verlags-Anteile. Von einer Einbeziehung der Macher von "manager magazin" und Spiegel TV ist bisher nicht die Rede.
sueddeutsche.de, turi2 - eigene Infos, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Klaus Brinkbäumer zieht Interview zurück – wegen "unglücklicher Umstände".

Fehlende Antworten: Noch-"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer hat ein Interview zurückgezogen, das er schon im Juli dem freien Journalisten Jakob Buhre gegeben hat. Anlass war Brinkbäumers Buch Nachruf auf Amerika. Nach seiner Abberufung beim "Spiegel" habe Brinkbäumer nicht nur Antworten zum "Spiegel", sondern alle nicht autorisiert. Bei Twitter begründet er den Rückzug mit "unglücklichen Umständen", "es ging diesmal nicht anders". Er habe zuvor "noch nie Interviews zurückgezogen oder zu Tode autorisiert".
planet-interview.de, twitter.com (Reaktion Brinkbäumer)

"Spiegel" ersetzt Vize-Chefs durch Stabsbereiche.

Spiegel verzichtet im Zuge der Fusion von Print- und Online-Redaktion auf stellvertretende Chefredakteure, schreibt "Horizont". Unterhalb des Führungstrios um Steffen Klusmann, Barbara Hans und Ullrich Fichtner werde es stattdessen fünf bis zehn Stabsbereiche geben. Roland Pimpl erwartet auf diesen Posten vor allem bisherige Vize-Chefs und Ressortleiter, um die Zahl der Umbauverlierer und möglichen Widerständler zu minimieren. Zugleich beginne eine arbeits-, tarif-, steuer- und gesellschaftsrechtliche "Herkulesaufgabe". Ein Gemeinschaftsbetrieb soll die Gehälter der Onliner an die ihrer Print-Kollegen sukzessive anpassen, auch die Aufnahme der Onliner in die Mitarbeiter-KG steht auf der Agenda.
"Horizont" 35/2018, S. 4 (Paid), turi2.de (Background)

"Spiegel" zieht nach drei Monaten eine positive Bilanz zu Spiegel Plus.

Bezahlen, was ist: Der "Spiegel" bewertet sein neues Paid-Content-Modell Spiegel+ drei Monate nach dem Start deutlich positiv. Im "Spiegel"-Entwicklerblog schreibt Stefan Ottlitz (früher Plöchinger), Leiter der Produktentwicklung, die Ergebnisse nach drei Monaten lägen "weit über den Businessplänen". 13.500 zusätzliche Abonnenten habe der "Spiegel" gewonnen, außerdem 10.000 Probe-Abonnenten. Den überwiegenden Teil der neuen Abos wickle der Verlag über sein eigenes Bezahlsystem ab. Über iOS verbuche der "Spiegel" deutlich mehr Abos als über Android. Neukunden generiere der Verlag mit relativ geringen Mitteln zuverlässig, indem er einzelne Artikel auf Facebook und Instagram bewerbe.

Mit bestehenden Abonnenten zähle der "Spiegel" nun 94.500 Nutzer mit Zugriff auf das kostenpflichtige Digitalangebot. Darunter seien etwa 5.000 ehemalige Spiegel-Daily-Nutzer sowie gut 31.000 bisherige Abonnenten der Digital-Ausgabe und weitere 35.000 Kombi-Bezieher. Ende Mai hatte der "Spiegel" sein neues Bezahlmodell vorgestellt. Seitdem bietet er eine Digital-Flatrate für rund 20 Euro pro Monat, die alle Bezahlinhalte auf Spiegel Online sowie die Digitalausgabe des Magazins umfasst.
medium.com, turi2.de (Background Bilanz nach dem ersten Monat), turi2.de (Start von Spiegel+)

"Unterschiedliche Auffassungen": Thomas Hass über die Absetzung von "Spiegel"-Chef Brinkbäumer.


Hass setzt sich durch: Der "Spiegel" ersetzt Klaus Brinkbäumer als Chefredakteur wegen "unterschiedlicher Auffassungen" darüber, wie die Zusammenführung der "Spiegel"-Redaktionen laufen soll, schreibt Geschäftsführer Thomas Hass (Foto). Gleichzeitig lobt er die jahrelange Zusammen- und Umbauarbeit mit Brinkbäumer. Die Redaktionen fusionieren nun nach den Vorstellungen von Hass – Startschuss soll kommenden Januar sein. Ob Brinkbäumer eine neue Aufgabe beim "Spiegel" übernimmt, lässt der Verlag in seiner Pressemitteilung offen. Es gebe allerdings "Gespräche". Brinkbäumer wirkt seit 2015 als Chefredakteur, 1993 kam er im zarten Alter von 26 Jahren zum Nachrichtenmagazin.

Auch an der Spitze des Spiegel-Verlags gibt es Veränderungen: Kommunikationschefin Anja zum Hingst rückt gemeinsam mit Felix Blum, Organisationsentwicklung und Stefan Ottlitz (früher Plöchinger), Produktentwicklung, in das Führungsgremium auf.
spiegelgruppe.de

Steffen Klusmann ersetzt Klaus Brinkbäumer an der Spitze des "Spiegel".

Chefredakteurswechsel: Der Spiegel-Verlag setzt Chefredakteur Klaus Brinkbäumer (rechts im Bild) ab. Neuer starker Mann an der Spitze des Nachrichtenmagazins ist Steffen Klusmann ab, bisher Chefredakteur des "manager magazin". Freiwillig geht Brinkbäumer nicht: "Diese Entscheidung kann ich nicht nachvollziehen", soll er seine Absetzung kommentiert haben, hört Joachim Huber aus der Redaktion.

Künftig führt ein Trio den "Spiegel": neben Klusmann Spiegel-Online-Chefin Barbara Hans sowie Ulrich Fichtner, bisher Reporter im Gesellschaftsressort. Klusmann sei Erster unter Gleichen und trägt laut Kai-Hinrich Renner den Titel Vorsitzender der Chefredaktion. Ob Brinkbäumer beim "Spiegel" bleibt und wenn ja, in welcher Funktion, ist unklar.
meedia.de, tagesspiegel.de, derwesten.de, turi2.de (Background)

Update 16.45 Uhr: Der "Spiegel" bestätigt den Umbau an der Redaktionsspitze in einer Pressemitteilung und nennt weitere Details. Die turi2.de-Meldung dazu finden Sie hier.

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Spiegel live": Wie Klaus Brinkbäumer mit Veranstaltungen "Spiegel"-Leser binden will – und Gerüchten über seinen Abgang eine Absage erteilt. (4/2018)

"Spiegel" und Spiegel Online wachsen gesellschaftsrechtlich zusammen.


Fürs Finanzamt vereint: Der Spiegel-Verlag treibt die Integration von gedrucktem "Spiegel" und Spiegel Online voran – zumindest für den Fiskus, berichtet Gregory Lipinski bei Meedia. Geschäftsführer Thomas Hass gliedert die Digitaleinheit der Spiegel Online GmbH gesellschaftsrechtlich an den Printverlag an und ändert die Rechtsform. Aus der Spiegel Online GmbH wird die Spiegel Online GmbH & Co. KG. An der Ungleichbehandlung von privilegierten Print-Redakteuren und den schlechter gestellten Onlinern ändert sich dagegen vorerst nichts.

Dennoch zitiert Lipinski eine Verlagssprecherin mit den Worten: "Wir bauen Hürden ab, die einer möglichen weitergehenden Zusammenarbeit der Redaktionen Print und Online im Weg stehen würden." Die neue gesellschaftsrechtliche Struktur bilde die Voraussetzungen für die Verschmelzung der Redaktionen von "Spiegel" und Spiegel Online. Der Verlag hatte im April angekündigt, die Firmenstruktur so anzupassen, dass Print und Online vom Finanzamt als ein Steuersubjekt veranlagt werden können.
meedia.de, turi2.de (Background)