Große Publikumszeitschriften verlieren auf dem Anzeigenmarkt.

stern-Logo ohne Schriftzug 150stern, "Spiegel" und "Focus" stehen weiterhin an der Spitze der Anzeigenstatistik, bilanziert Zahlen-Zar Jens Schröder aus Nielsen-Daten. Alle drei verzeichnen jedoch deutliche Rückgänge. Der "stern" verliert rund 6,5 %, "Spiegel" und "Focus" über 8 %. Damit kommen sie nur noch auf knapp über 100 Mio Euro Brutto-Umsätze. Die "Bild am Sonntag" kann sich hingegen steigern, am meisten legt in der Statistik die "ADAC Motorwelt" zu. Insgesamt sind die Umsätze der von Nielsen gelisteten Magazine um 1,8 % gesunken.
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Reporter-Legende Cordt Schnibben verlässt den “Spiegel” und geht zu Correctiv.

Cordt SchnibbenCordt Schnibben, 64, seit fast 30 Jahren beim "Spiegel", verlässt das Nachrichten-Magazin. Er ist Mitgründer der "Reporterfabrik", einer gemeinnützigen Journalistenschule für alle, die unter dem Dach von Correctiv und dem Reporter Forum entsteht. Schnibben hatte beim "Spiegel" zuletzt am Format "Spiegel daily" gearbeitet, das aber auch nach mehr als drei Jahren noch nicht in Sicht ist.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Peter Turi befragt Cord Schnibben zur Zukunft der Reportage im digitalen Zeitalter.

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Zitat: Klaus Brinkbäumer über “Spiegel”-Manuskripte unterm Türschlitz.

Klaus Brinkbäumer 150-2"Legendär war Auslandsressortleiter Dieter Wild, von dem es hieß, ihm seien die Manuskripte unter der Tür durchgeschoben worden, dann habe er sie 'Spiegel'-tauglich gemacht und wieder unter der Tür durchgeschoben, ohne ein Wort zu den Redakteuren."

"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer im Vorwort des Buches "Der Spiegel 1947-2017". Die 2.000 Redakteure und 27 Chefredakteure seit Januar 1947 seien "allesamt Überzeugungstäter" gewesen.
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Lese-Tipp: Wie Hans Magnus Enzensberger zum “Spiegel”-Autor wurde.

Enzensberger bei "Beckmann"Lese-Tipp: Volker Weidermann schreibt, wie Hans Magnus Enzensberger zum "Spiegel"-Autor wurde. Als 27-Jähriger produzierte Enzensberger für den Süddeutschen Rundfunk einen Radio-Essay über die Sprache des "Spiegel". Darin kritisierte er unter anderem, dass der Titel "Nachrichten-Magazin" unzutreffend sei. Rudolf Augstein gefiel der kritische Beitrag so sehr, dass er um eine Erlaubnis zum teilweisen Abdruck des Manuskripts bat - und Enzensberger als Autor anwarb.
"Spiegel" 2/2017, S. 48 (Paid)
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“Spiegel” meldet: “Bild”-Mitarbeiterin wirft Kai Diekmann sexuelle Belästigung vor.

kai-diekmann-2016-600
Verdachts-Berichterstattung: Der "Spiegel" berichtet über einen Belästigungs-Vorwurf gegen Kai Diekmann. Eine Mitarbeiterin wirft dem Noch-Herausgeber der Bild-Gruppe vor, sie sexuell belästigt zu haben. Der Vorfall soll sich am Rande einer Klausur-Tagung in Potsdam im Sommer beim Baden ereignet haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigt dem "Spiegel" den Eingang einer Anzeige. Auch bei Springer sei der Vorwurf bekannt, das Unternehmen habe ihn mit Hilfe externer Rechtsexperten und Gutachter geprüft, aber kein strafbares Verhalten festgestellt. Das Ergebnis der Prüfung sei mit Einverständnis Diekmanns an die Staatsanwaltschaft übergeben worden.

Diekmann hat vor genau einer Woche seinen Abschied von Springer zum Ende Januar erklärt - nach mehr als 30 Jahren im Unternehmen. Springer-Sprecherin Edda Fels teilt mit, dass die staatsanwaltliche Untersuchung gegen Kai Diekmann und der Abschied des "Bild"-Herausgebers in keinem Zusammenhang stünden. Diekmann habe bereits 2015 die Entscheidung getroffen, Springer zu verlassen. (Foto: Markus Tedeskino/"Bild")
"Spiegel" 2/2017, tagesspiegel.de

Update 14.20 Uhr:
Der Anwalt von "Bild"-Herausgeber Kai Diekmann, Otmar Kury, teilt mit: "Der gegen Herrn Diekmann erhobene Vorwurf ist haltlos und wir haben vollstes Vertrauen in die Arbeit der Ermittlungsbehörden."
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Wolfgang Büchner spricht über sein Jahr bei Ringier und seinen Wechsel zu Madsack.


Rückspiegel: Wolfgang Büchner, Ex-"Spiegel"-Chefredakteur und zuletzt Geschäftsführer der "Blick"-Gruppe von Ringier, ringt um Deutungshoheit in eigener Sache. Im Interview mit der Schweiz-Ausgabe der "Zeit" geht er kritischen Fragen trotzdem weitgehend aus dem Weg. Müsse man sich bei Ringier mit den richtigen Leuten gut stellen, um zu überleben? "Das ist doch nichts Besonderes." Hat er sich mit der Ringier-Spitze überworfen? "Nein." Und auch zum "Spiegel" und seinem unrühmlichen Abgang dort sagt Büchner "No Comment".

Lieber betont Büchner, was er in einem Jahr beim "Blick" in der Schweiz erreicht hat: "Ein neues Redaktionssystem eingeführt und die Redaktionsstruktur verändert", "die erste Virtual-Reality-App der Schweiz gestartet" und Video massiv ausgebaut. Die digitalen Erlöse hätten "sich hervorragend entwickelt".

Aber warum dann der schnelle Wechsel zurück nach Deutschland zu Madsack? Das Angebot vom Regionalzeitungs-Konzern sei "so verlockend, dass ich mir sagte: Da will ich hin!" Als Chefredakteur des RedaktionsNetzwerks Deutschland freue er sich nun darauf, Leitartikel für Madsack zu schreiben.

Ein bisschen Selbstkritik lässt Büchner dennoch durchblicken: Er hätte mindestens zwei oder drei Jahre bei Ringier bleiben sollen, "das wäre besser gewesen, da muss man nicht drum herumreden". Auf die Frage, ob er in seiner Zeit beim "Spiegel" Fehler gemacht habe, bekennt er "ganz grundsätzlich": "Kennen Sie jemanden, der keine Fehler macht?"
"Zeit" 2/2017, S. 12 (Paid, Schweiz-Teil), meedia.de, wuv.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Björn Czieslik, Markus Trantow
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Lese-Tipp: Historisches Statut erklärt, was für einen “Spiegel”-Beitrag wichtig ist.

SpiegelLese-Tipp: In einem Statut für "Spiegel"-Journalisten beschreibt das Magazin, wie ein "Spiegel"-Artikel auszusehen hat und welche Kriterien er erfüllen muss, So soll jeder Beitrag einen hohen Nachrichten-Gehalt haben und mehr mitteilen, als es die Tagespresse tut. Auch ein erlebbarer Schreibstil wird gefordert. Wenn sich die Redaktion bei etwas nicht sicher sei, soll der Artikel im Zweifel nicht erscheinen.
horizont.netKommentieren ...

Basta: Wie Spiegel Online die Artikel des ersten “Spiegel” betitelt hätte.

spiegelClickbait von 1947: Deutschlandradio Kultur widmet sich der Erstausgabe des "Spiegel" und übersetzt die Überschriften einiger Beiträge in den Stil von Spiegel Online. Hätten damals die Onliner das Magazin gestartet, hätten die Deutschen demnach unter anderem gelesen: Russen füllen Berliner mit Wodka ab.
deutschlandradiokultur.deKommentieren ...

Meinung: Daniel Bouhs vermisst Investigatives im “Spiegel”.

spiegelSpiegel weicht seinen Markenkern ein Stück weit auf, findet Daniel Bouhs. "Weiche Geschichten" ersetzen investigative Recherchen, die Rechercheure wundern sich, dass seit Jahren "vor allem das Schönschreiben belohnt werde", also tolle erste Sätze, goldene Zitate und schöne Geschichten. Den Anschluss ans Journalisten-Konsortium ICIJ habe der "Spiegel" verpasst - weil er auf eine informelle Anfrage zur Zusammenarbeit nicht adäquat reagiert haben soll, erinnern sich Redakteure.
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Meinung: Marvin Schade analysiert die “Spiegel”-Probleme abseits der Jubiläumsfeiern.

spiegelSpiegel ist im Jubiläumsjahr weit entfernt von Partylaune, schreibt Marvin Schade. Seit dem Amtsantritt von Chefredakteur Klaus Brinkbäumer Anfang 2015 hat das Magazin 10 % Auflage eingebüßt, der Einzelverkauf ging sogar um 18 % zurück. Innovationen würden nur langsam umgesetzt und durch den häufigen Wechsel des Führungspersonals gebremst. Dem Blatt fehle "ein konstanter Macher", wie es zuletzt Stefan Aust war, konstatiert Schade.
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Bundesverfassunsgericht entscheidet über Namenslöschung aus historischen Presse-Artikeln.

Paragraph150 Justiz JuraRecht auf Vergessen: Ein Mann, der bei einem Segeltörn vor 36 Jahren zwei Menschen erschossen hat, kämpft dafür, dass sein vollständiger Name aus einem "Spiegel"-Artikel von 1982, der online abrufbar ist, gestrichen wird. Das OLG Hamburg hatte 2011 zu seinen Gunsten entschieden, der BGH hob das Urteil Ende 2012 wieder auf. Das Bundesverfassungsgericht will in diesem Jahr eine Grundsatzentscheidung zu dem Fall treffen.
taz.deKommentieren ...

Informatiker David Kriesel analysiert 100.000 Artikel von Spiegel Online.

zahlenmatrix150Spiegelmining: Informatiker David Kriesel hat alle Artikel von Spiegel Online seit 2014 gespeichert und ausgewertet. Seine Analyse gibt u.a. Aufschluss darüber, welche Themen besonders oft erscheinen und welche Beiträge kommentierbar sind, aber auch, welche Redakteure gerne zusammenarbeiten und wer wann in den Urlaub fährt. Beim Chaos Communication Congress hat Kriesel seine Arbeit vorgestellt.
dkriesel.com via taz.de, youtube.com (59-Min-Video von CCC-Kongress)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Der “Spiegel” feiert nachdenklich.

spiegel-seit-1947-150Lese-Tipp: Der "Spiegel" feiert seinen 70. Geburtstag mit 66 Sonderseiten. Ullrich Fichtner lässt keine Sektkorken knallen und analysiert im Titel-Essay "Die große Erosion" den Umbruch in Politik und Medien. Korrespondenten beschreiben den Status der Pressefreiheit in allen Teilen der Welt. Birgit Großekathöfer macht aus der Geschichte des "Spiegel" eine Visual Story.
"Spiegel" 01/2017, S. 16-27 (Paid), magazin.spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

“Spiegel” feiert sich selbst mit Politiker-Schimpftiraden.

spiegel-jubilaeumsausgabe-150Spiegel startet mit historischen "Liebesbekundungen" ins Jubiläumsjahr: Die neuen Motive der Markenkampagne zeigen Politiker-Zitate über den "Spiegel" – entwickelt hat sie die Agentur Thjnk. "Ein Blatt, weiter gar nichts", grantelt ein Pfeife rauchender Herbert Wehner. Altbundeskanzler Willy Brandt schimpft: "Dieses Scheißblatt!" Dieses und vier weitere Zitate zieren auch den Titel von Ausgabe 1/2017, die morgen erscheint.
per Mail, horizont.net, wuv.de

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“Spiegel” zündet Eigen-PR-Feuerwerk zum Jubiläum.

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Selbstbespiegelung: Der "Spiegel" fährt zu seinem 70. Geburtstag groß auf, damit auch ja niemandem das Jubiläum entgeht. Den Auftakt macht schon diesen Freitag Heft 1/2017, das im Zeichen der "prägenden Themen" steht, die in den vergangenen Jahrzehnten "für den 'Spiegel' und für diese Republik" wichtig waren und werden, kündigt der Verlag an. In der zweiten Ausgabe des Jahres gibt es "Spiegel"-Geschichte in visueller Form: Eine Doku von Spiegel TV liegt dem Heft als DVD bei. Zudem startet eine dreiteilige Serie über die "Spiegel"-Sprache sowie die Kritiker und die Wirkung des Magazins in Politik und Gesellschaft. Mit Werbeaktionen am Kiosk will der "Spiegel" die "Sichtbarkeit im Handel" erhöhen.

Chefredakteur Klaus Brinkbäumer gibt ein Jubiläumsbuch heraus, das "den Aufstieg des Nachrichten-Magazins" nachzeichnet und die wichtigsten Scoops, Essays und Storys aus sieben Jahrzehnten dokumentiert oder kuratiert. Auch die neue Veranstaltungsreihe Spiegel live steht ganz im Zeichen des Jubiläums. Am 6. Januar lädt Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz zum Jubiläumsempfang ins Rathaus, am 24. Januar sind Klaus Brinkbäumer und Spiegel-Online-Chefin Barbara Hans selbst Gastgeber in der neuen Räumen des "Spiegel" in Berlin.
spiegelgruppe.de, turi2.de (Interview Brinkbäumer aus der turi2 edition3)

Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung war von einem Empfang an der Ericusspitze in Hamburg die Rede. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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Zitat: Klaus Brinkbäumer will AfD weder ignorieren noch verdammen.

Klaus Brinkbäumer 150-2"Zwei Extreme sind für den 'Spiegel' ausgeschlossen: Dass wir die AfD gar nicht behandeln, ist keine Möglichkeit, weil sie ja existiert und gewählt wird. Sie nur zu verdammen ist ebenfalls keine Option, weil sie eine ernstzunehmende Partei ist."

"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer gibt der dpa zum Jubiläum ein großes Interview und will aus der US-Wahl Lehren für die Bundestagswahl ziehen.
derstandard.at

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Christoph Scheuermann geht für den “Spiegel” nach Washington.

christoph-scheuermann-150Spiegel schickt Christoph Scheuermann, 39, als Korrespondenten nach Washington D.C. und macht ihm zum Verantwortlichen für die politische US-Berichterstattung. Scheuermann schreibt seit 2009 für den "Spiegel", seit 2012 berichtet er für das Nachrichten-Magazin aus London. Vorgänger Holger Stark wechselt zur "Zeit" und wird dort Mitglied der Chefredaktion.
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Spiegel Plus steht nicht vor dem Scheitern, betont Laterpay-Chef Cosmin Ene.

Cosmin Ene, Laterpay 150Spiegel Plus ist kein Misserfolg, beteuert Cosmin Ene, Chef beim Paywall-Partner Laterpay, im Interview mit Michel Penke. Der Bericht von Ulrike Simon über "kaum nennenswerte Erlöse" stimme nicht - sie kenne die zugrundeliegenden Zahlen nicht, sagt Ene. Der Deal zwischen dem Spiegel-Verlag und Laterpay leide auch nicht am Abgang von Florian Harms. Die Zahlungsbereitschaft der Spiegel-Kunden sei messbar höher als bei anderen Objekten.
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Schlichtungsversuch: Stephan Holthoff-Pförtner will abtrünnige VDZ-Verlage zur Rückkehr bewegen.

Der Phoenix fliegt!
Baby come back: Stephan Holthoff-Pförtner, Funke-Miteigner und neuer Präsident des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger, will die abtrünnigen Hamburger Verlage um Gruner + Jahr offenbar zur Rückkehr bewegen. Am Freitag trifft er sich mit Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel zu einem Schlichtungsgespräch.

Der Erfolg des Treffens ist ungewiss - Jäkel und die Verlagschefs von Zeit, Spiegel und Medweth fühlten sich von der Nominierung Holthoff-Pförtners überrumpelt, klagten über "Hinterzimmer-Bünde" und traten schließlich aus dem Fachverband Publikumszeitschriften aus. Die Hamburger überlegen, einen eigenen Interessenverband zu gründen.
meedia.de, turi2.de (Background)

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Meinung: SpOn-Chefin Barbara Hans stand bisher im Schatten.

barbara-hans-150Spiegel Online: Die neue Chefredakteurin Barbara Hans stand bisher eher im Schatten ihres Vorgängers Florian Harms, findet Anne Fromm. Schon ihre Berufung von der Ressortleiterin zur Vize-Chefin habe viele gewundert. Ähnlich wie Harms werde auch Hans beim SpOn-Bezahlmodell mitreden. Derzeit erkunde der Verlag Erlösmodelle jenseits von Laterpay, die Kooperation solle aber bleiben.
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Meinung: Solidaraktion für Florian Harms war “Aktionismus”.

florian-harms-150Spiegel Online: Unterschriften-Sammeln für den geschassten Spon-Chef Florian Harms war Aktionismus, der den Ruf des Verlags geschädigt hat, schreibt Ulrike Simon - zuletzt sei es nur noch um die Frage gegangen, wie hoch Harms' Abfindung ausfallen sollte. Seine Nachfolgerin Barbara Hans soll ihre anstehende Vertragsverlängerung mit der Bedingung verknüpft haben, nicht weiter in der bisherigen Konstellation zu arbeiten.
"Horizont", 49/2016, S. 8 (E-Paper), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Barbara Hans löst Florian Harms an der Spitze von Spiegel Online ab.

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Harms geht von Bord: Barbara Hans, 35, löst Florian Harms, 43, als Chefredakteur von Spiegel Online ab. Harms verlässt den Verlag mit ungenanntem Ziel, seine bisherige Stellvertreterin Hans rückt auf. Mitgeteilt wurde die Entscheidung den Mitarbeitern auf einer kurzfristig angesetzten Vollversammlung. Harms war erst 2015 Chef von Spiegel Online geworden, seit 2004 arbeitet er für den Verlag.

Bereits in den vergangenen Tagen war über einen Chefwechsel spekuliert worden. Unter anderem hatte Ulrike Simon darüber berichtet, dass Harms Posten zur Debatte stehe - wegen fehlender Einnahmen aus dem Bezahl-Angebot Spiegel Plus. Mitarbeiter von Spiegel Online in Hamburg und Berlin hatten daraufhin eine Petition unterzeichnet, die sich für den Verbleib des Chefredakteurs aussprach. Die Gesellschafterversammlung des "Spiegel" hat sich am vergangenen Donnerstag dagegen entschieden und setzt Harms ab.

Die neue Chefredakteurin Barbara Hans ist ein Spon-Gewächs: Sie hat bei Spiegel Online volontiert und für den gedruckten "Spiegel" geschrieben. Seit 2014 arbeitet die studierte Kommunikations-, Politik- und Kulturwissenschaftlerin als Vize-Chefin des Nachrichten-Portals. (Foto: Iris Castensen/"Spiegel")
meedia.de, turi2.de (Background Bericht Simon), turi2.de (Background Petition)1 Kommentar

Meinung: Diskussion um “Spiegel Plus” und Laterpay “eine Farce”.

Laterpay-150Laterpay und Spiegel Plus kaputt zu diskutieren ist "eine Farce", urteilt Jochen G. Fuchs auf t3n.de. Die Debatte sei geprägt vom Unverständnis darüber, dass bei der Einführung neuer Abrechnungsmethoden eine gewisse Übergangs- und Probezeit erforderlich ist. Es sei zu früh, um zu entscheiden, ob die "Spiegel"-Wall etwa mit Laterpay gescheitert sei.
t3n.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Football Leaks: “Spiegel” entlarvt Steuertrickser im Profi-Fußball.

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Schwarzgeldflecken auf weißen Trikots: Der "Spiegel" deckt schmutzige Geschäfte im Profi-Fußball auf. Grundlage dafür sind 18,6 Mio Dokumente, die der "Spiegel" von der Enthüllungsplattform Football Leaks bekommen hat, darunter Originalverträge von Spielern samt geheimer Nebenabsprachen, Werbeverträge, E-Mails, Excel-Tabellen und Word-Dateien. Zusammen mit rund 60 Journalisten des Recherchenetzwerks European Investigative Collaborations hat ein "Spiegel"-Team 1,9 Terabyte Daten durchforstet.

Dabei sind die Journalisten u.a. auf eine Briefkastenfirma in der Karibik gestoßen, über die Weltfußballer Cristiano Ronaldo seine Werbeeinnahmen - mit Umwegen über Irland - an der Steuer vorbei verbucht haben soll, insgesamt 63,5 Mio Euro. In den Daten haben die Journalisten auch einen spanischen Steuerbescheid von Mesut Özil gefunden. Der ehemalige Real-Madrid-Spieler musste demnach mehr als 2 Mio Euro Steuern nachzahlen. Zusätzlich habe ihm der spanische Fiskus einen Strafzuschlag von knapp 790.000 Euro aufgebrummt.

Ronaldo und Özil sind erst der Anfang: Der "Spiegel" und seine Recherche-Partner kündigen eine mehrteilige Serie über das Milliardengeschäft Fußball an. Auch Spiegel Online und Spiegel TV ergänzen die Berichterstattung.
"Spiegel" 49/2016, ab S. 14 (Paid), spiegelgruppe.de, spiegel.de (Ronaldo), spiegel.de (Özil)2 Kommentare

Altrogge: Florian Harms hat sich gegen Jesper Doub durchgesetzt.

florian-harms-150Spiegel-Verlag: Georg Altrogge und Gregory Lipinski nutzen die Adventszeit und backen in der Meedia-Teeküche besinnlich Spiegel-Spekulatius: Sie interpretieren die Ruhe nach der Gesellschafter-Versammlung als zumindest einstweiligen Erfolg für Spon-Chefredakteur Florian Harms. Die Niederlage liege auf Seiten von Jesper Doub, Geschäftsführer bei Spiegel Online, der laut Altrogge Harms' Absetzung betrieben haben soll. Im Vorfeld gab es Gerüchte über eine mögliche Harms-Demission sowie Soli-Schreiben aus der Redaktion für den Spon-Chefredakteur.
meedia.de (Altrogge), meedia.de (Lipinski), turi2.de (Background)2 Kommentare

25 Spiegel-Online-Journalisten veröffentlichen Soli-Schreiben für Florian Harms.

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Team Harms: 25 Spiegel-Online-Journalisten stellen sich mit einem Brief hinter ihren Chefredakteur Florian Harms. Die Mitarbeiter aus dem Berliner Büro loben Harms und sein Führungsteam in einem Schreiben an Meedia als kompetent, kollegial und erfolgreich. Ulrike Simon berichtet, wie vor einer Woche, nun erneut im gedruckten "Horizont", Harms wackele und das Paid-Content-Projekt "Spiegel Plus" sei gescheitert. Die Redakteure bezeichnen die "kolportierten Vorwürfe" als "absurd". Spiegel Online sei unter Harms journalistisch und ökonomisch erfolgreich.

Der Vorstoß setzt vor allem die Verlagsleitung unter Druck. Sie müssen sich allmählich entscheiden – klar für oder gegen Harms. Die Rückendeckung speziell aus dem Berliner Büro wirft erneut ein Schlaglicht auf die massive Zerrissenheit innerhalb des stolzen Verlags, der auf radikalem Schrumpfkurs ist. Auch innerhalb von Spiegel Online hängt der Haussegen schief, verdeutlicht das Schreiben der 25: Mit Ressourcenverschiebungen und Veränderungen habe nicht jeder in der Redaktion einverstanden sein können, heißt es. Am Donnerstagabend findet die lange erwartete "Spiegel"-Gesellschafterversammlung statt.
meedia.de, "Horizont" 48/2016, S. 4 (Paid)Kommentieren ...

“Spiegel” und Meedia liegen im Clinch.

spiegel-vs-meedia-150Spiegel vs. Meedia: Spiegel-Online-Kolumnist Jan Fleischhauer nimmt ein Meedia-Interview mit dem rechtspopulistischen Schweizer Verleger Roger Köppel zum Anlass für eine "Generalabrechnung" mit Mediendiensten im Allgemeinen und Meedia im Speziellen. Schon zuvor hatte "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer per E-Mail gefragt, ob Köppel der richtige Kritiker sei, wenn es um das Thema "neutrale Medien" gehe, schreibt Meedia-Chefredakteur Georg Altrogge.
meedia.de, spiegel.deKommentieren ...