Lese-Tipp: Lucinda Southern beschreibt das Faktencheck-Team des "Spiegels".

Lese-Tipp: Lucinda Southern schreibt über das 70-Köpfe-starke Faktencheck-Team des "Spiegels" und die dazugehörige Artikel-Datenbank, die Quellen jeglicher Art durchkämmt und stetig wächst. Für Hauke Janssen, Leiter der Dokumentation des Magazins, ist ein pluralistischer Medienmarkt der Schlüssel im Kampf gegen Fake News.
digiday.comKommentieren ...

"Spiegel" und Maffay streiten vor Gericht um Artikel.

Spiegel streitet mit Peter Maffay. Der Sänger hat eine einstweilige Verfügung gegen den "Spiegel" erwirkt, die es dem Magazin untersagt, bestimmte Passagen aus einem Beitrag über Maffays soziales Engagement auf Mallorca aus Ausgabe 30/2017 zu wiederholen. Der "Spiegel" will die Verfügung nicht akzeptieren und beklagt, nicht angehört worden zu sein. Eine redigierte Fassung wurde derweil online gestellt.
meedia.de, spiegel.de (gekürzter Artikel)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Ex-Leistungssportler Klaus Brinkbäumer schraubt an der Digitalisierung des "Spiegel".

Lese-Tipp: Kai-Hinrich Renner portraitiert "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer als begeisterten Segler und Radfahrer, der im Job wichtige Entscheidungen im Alleingang treffen muss. Die angeblich mauen Zahlen von Spiegel Daily kommentiert Brinkbäumer nicht, will das Angebot aber enger mit Spiegel Plus verzahnen. Brinkbäumer wird später daran gemessen werden, ob er die digitale Transformation des "Spiegel" hinbekommt, glaubt Renner.
abendblatt.deKommentieren ...

Spiegel gründet hausinternes Investigativ-Team.


Sieben Mann fürs Investigative: Der "Spiegel" gründet ein Investigativ-Team und unterstellt es der Chefredaktion. Sieben Redakteure – aktuell ausschließlich Männer – aus Print-, Online- und TV-Redaktion sollen ressortübergreifend und losgelöst von der Tagesaktualität arbeiten. Die Leitung hat Vize-Chefredakteur Alfred Weinzierl. Das Team besteht aus den "Spiegel"-Redakteuren Rafael Buschmann, Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt, die dafür aus ihren Ressorts ausscheiden, sowie dem Spiegel-TV-Redakteur Roman Lehberger und dem Spiegel-Online-Mann Jörg Diehl. Er führt zudem die Recherche-Einheit von Spiegel Online.

Die Rechercheure sollen auch für Geschichten zuständig sein, die in Kooperation mit dem internationalen Recherche-Netzwerk European Investigative Collaboration entstehen. In ähnlicher Konstellation hat der "Spiegel" schon an den Football Leaks gearbeitet, sagt der Verlag. Auf den Erfahrungen solle das Team aufbauen. Künftig soll das Team wachsen, auch um investigative Frauen.
spiegelgruppe.de1 Kommentar

Ulrike Simon schätzt Ex-Chefredakteur Werner Funk für seine klaren Aussagen.

Werner Funk, Ex-Chefredakteur von "Spiegel" und "stern", galt als autoritärer Führer, kein Redakteur ließe heute mehr so mit sich umgehen, schreibt Ulrike Simon. Sie schätzt an Werner Funk jedoch, dass er keine Antwort scheute und wohl nie Journalisten an die Pressestelle verwiesen hätte, um dort nichtssagende Antworten zu bekommen. Manche Chefredakteure von heute machen auf sie den Eindruck, sie "fürchten sich vor Journalisten".
daily.spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Spiegel Online schickt Roland Nelles nach Washington und baut Berlin-Büro um.

Spiegel Online schickt Roland Nelles, 45, seit acht Jahren Ressortleiter Politik und Chef des Berliner Büros, als Chefkorrespondenten nach Washington DC. Dafür kehrt Veit Medick, 37, bisher Korrespondent in der US-Hauptstadt nach Berlin zurück. Die Leitung des Berliner Büros hat künftig Stefan Kuzmany, 44, zusätzlich zur Leitung Meinung und Debatte. Das Politik-Ressort übernehmen Sebastian Fischer, 38, und Philipp Wittrock, 42.
spiegelgruppe.deKommentieren ...

Basta: Schüler diktiert einem Reporter des "Spiegel" in den Block.

Einfach aufgeschrieben: "Spiegel"-Reporter Jörg Kramer besucht für eine Reportage eine Ge­samt­schu­le in Essen. Ein Schüler will wis­sen, was ein Jour­na­list vom "Spiegel" hier zu suchen habe. Ei­nen Text schrei­ben? "Schrei­ben Sie: Nico ist der Boss auf die­ser Schu­le!", sagt der 14-jährige Nico. Und was macht Kramer? Er schreibt es auf.
magazin.spiegel.de (Paid), blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Ex-Chefredakteur Werner Funk hat an "Spiegel" und "stern" wenig Vergnügen.

"Im deutschen Print-Journalismus war der 'Spiegel' für mich immer so etwas wie die Tour de France, der 'stern' lediglich eine Art Giro d'Italia."

Werner Funk, 80, früher Chefredakteur von "Spiegel", "stern" und anderen Magazinen, grantelt sich durch ein Interview mit "Brand Eins". Heute hat er an den Blättern, denen er früher vorstand, "wenig Vergnügen".
"Brand Eins", 8/2017, S. 114-122 (Paid)

Weitere Zitate:
- über die Rolle der überregionalen Tagespresse in Deutschland:

"'Süddeutsche Zeitung' und 'FAZ' haben den Job des Recherche-Spürhundes von den Magazinen übernommen. Sie machen in der Tat einen guten Job, aber auch der hält keinem Vergleich mit dem 'New Yorker', der 'New York Times' und 'Vanity Fair' stand."

- über seinen Rauswurf beim "Spiegel" 1991:

"Das hat mich unendlich getroffen, denn der 'Spiegel' war mein journalistisches Leben und Rudolf Augstein für mich eine Art journalistischer Übervater."

"Was ich spürte, war eine Leere, die auf angenehme Weise mit Hass unterfüttert war."

- über seine Position als gefürchteter "stern"-Chefredakteur, wo er den Spitznamen Kim Il Funk hatte:

"Sicherlich habe ich ab und zu das Rad überdreht. Aber konkrete Fälle fallen mir nicht ein. Wirklich nicht."

- über Gelassenheit im Alter:

"Ich kann mich immer noch über die Larifari-Titel des 'Spiegel' aufregen. Aber fünf Minuten später sag' ich mir: Was soll's, die Jungs haben es auch deutlich schwerer, als wir es damals hatten."1 Kommentar

Meinung: Der Boykott rechtsradikaler Bücher wie "Finis Germania" nutzt den Völkischen.

Bücher: Die Sanktionierung rechtsradikaler Bücher wie Rolf Peter Sieferles Finis Germania adele diese Werke nur und verwandle sie in politisches Kapital, das den Völkischen nutzt, meint Felix Stephan. Stattdessen könnten Lesen, Kritik und Auseinandersetzung helfen. In kleinmütigen Versuchen, das rechte Gewaber aus den Bestsellerlisten zu verbannen, spiegele sich "ein bürokratischer Gestus, der das Denken schon lange eingestellt hat". Eine Elite, die sich vor lesenden Bürgern fürchte, offenbare Panik. Die Bücher von Extremisten und Faschisten müssten mit intellektuellen und rhetorischen Mitteln bekämpft werden - nicht mit Boykott.
welt.de (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Klaus Brinkbäumer gefallen "Spiegel"-Kolumnen nicht immer.

"Kolumnen gefallen mir bei Weitem nicht immer, aber die Kolumnisten müssen frei denken können. Als guter Blattmacher muss man Vielseitigkeit ja nicht nur zulassen, sondern herbeiführen."

Chefredakteur Klaus Brinkbäumer spricht für das Gerechtigkeitsheft des "Spiegel" mit den Chefredakteuren von zwei Schülerzeitungen über ihr Deutschlandbild, Zukunftsaussichten und Journalismus.
"Spiegel", 31/2017, S. 80-82 (Paid)Kommentieren ...

"Spiegel" bringt Schwerpunkt-Heft zum Thema "Soziale Gerechtigkeit" heraus.

Deutschland heute: Der "Spiegel" erscheint in dieser Woche fast monothematisch zum Thema "Soziale Gerechtigkeit". Auch Spiegel Online und Spiegel TV ziehen mit und machen das Thema eine Woche lang zum Schwerpunkt. Das Magazin Titelt mit "Lage der Nation", Chefredakteur Brinkbäumer sagt, "wir wollten in das Leben und das Denken seiner Menschen hineinschauen". Die Blattstruktur bricht der "Spiegel" dafür komplett auf. Erst am Ende thematisieren die Ressorts die Ereignisse der Woche. Soziale Gerechtigkeit ist auch das Wahlkampfthema von SPD-Kandidat Martin Schulz.

Die Ausgabe erscheint mit sechs verschiedenen Titelbildern des britischen Karikaturisten Nishant Choksi. Er hat gezeichnet, wie er Deutschland von Brighton aus sieht. Spiegel Online begleitet das Thema u.a. mit Videos, Experten-Interviews und Infografiken. Das ZDF zeigt am Dienstag die von Spiegel TV produzierte Doku Neues Wirtschaftswunder – Wer gewinnt beim Aufschwung.
spiegelgruppe.de, meedia.deKommentieren ...

Presserecht: Medien dürfen schneller Verfassungsbeschwerde einlegen.

Presserecht: Das Bundesverfassungsgericht entscheidet, dass Medien schon gegen einstweilige Verfügungen Verfassungsbeschwerden einlegen dürfen, wenn sie sich im Verfahren ungerecht behandelt fühlen. Im zugrundeliegenden Fall hat der "Spiegel" Verfassungsbeschwerde gegen das Landgericht Hamburg eingereicht, das eine von Fußballer Cristiano Ronaldo beantragte einstweilige Verfügung gegen einen "Spiegel"-Artikel ohne mündliche Verhandlung erlassen hat.
taz.deKommentieren ...

Susanne Beyer vom "Spiegel" äußert sich zu "Finis Germania".

Spiegel-Bestsellerliste: "Spiegel"-Vize Susanne Beyer erklärt, warum das umstrittene Buch "Finis Germania" nicht mehr auf der "Spiegel"-Bestsellerliste steht, nicht aber, warum die Chefredaktion das Entfernen des Buches nicht kommuniziert hat. Als Gründe nennt sie die besondere Verantwortung der Chefredaktion, weil ein "Spiegel"-Journalist es empfohlen hat, und dass sie den Verkauf des Buchs nicht befördern wolle.
spiegel.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Spiegel Online startet Podcast-Reihe "Netzteil".

Spiegel Online geht heute mit seiner Podcast-Serie Netzteil auf Sendung. Moderatorin Teresa Sickert spricht in der ersten Ausgabe knapp 15 Min lang mit Netzwelt-Redakteur Matthias Kremp über die Sprachassistenten von Apple, Google, Microsoft und Amazon. Das Fazit: Bisher fehlt den Assistenten das tiefere Verständnis für die Inhalte von Fragen. Kremp meint aber, in ein paar Jahren werden wir wie selbstverständlich mit unseren Geräten sprechen – vom Smartphone über den Backofen bis zum Lichtschalter. Weitere Folgen der vorerst achtteiligen Reihe beschäftigen sich u.a. mit Fake News, Sexrobotern und Cyber-Kriminalität. "Netzteil" erscheint immer dienstags.
spiegel.de (15-Min-Audio), turi2.de (Background)



Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteurin Barbara Hans erklärt die Podcast-Pläne von Spiegel Online.

Kommentieren ...

"Spiegel"-Chefredaktion löscht rechtes Buch aus der Bestsellerliste.


Augen zu und durch: Der "Spiegel" kickt das antisemitische Sachbuch Finis Germania kommentarlos aus seiner Bestsellerliste. Auf Platz 5 folgt nun Platz 7. Laut Buchreport hat die "Spiegel"-Chefredaktion in die Liste eingegriffen, was ein "absoluter Ausnahmefall" sei. Das rechtslastige Buch war vermutlich erst durch den "Spiegel"-Journalisten Johannes Saltzwedel auf die Liste gekommen – er hatte das Buch mit seinem Voting auf die Liste "Sachbuch des Monats" gebracht und damit bekannt gemacht. Saltzwedel trat schließlich aus der Jury aus. "Spiegel"-Chef Klaus Brinkbäumer begrüßte den Schritt öffentlich und kritisierte seine Punktevergabe.

Mats Schönauer kritisiert bei Übermedien die Lösch-Aktion, weil sie dem Buch mehr Aufmerksamkeit beschere und "weiteres Öl ins 'Lügenpresse'-Feuer" gieße. Nach den vorläufigen Verkaufszahlen von Buchreport schaffe es das Buch kein weiteres Mal in die Bestsellerliste.
uebermedien.de, spiegel.de (Saltzwedel-Austritt), turi2.de (Background)1 Kommentar

"Spiegel" berichtet über geheime Kartell-Absprachen der deutschen Autokonzerne.

Scoop im Sommerloch: Der "Spiegel" dokumentiert in seiner morgigen Ausgabe geheime Absprachen zwischen Volkswagen, Audi, Porsche, BMW und Daimler – die Basis für den Dieselskandal. Das Magazin zitiert aus einer Selbstanzeige von VW beim Kartellamt, demnach hat es seit den 1990er Jahren regelmäßig Treffen gegeben, in denen über Technik, Kosten, Zulieferer und über Abgasreinigung bei Dieselfahrzeugen gesprochen wurde.

So haben sich die Konzerne darauf geeinigt, die AdBlue-Tanks, mit denen die Diesel-Abgase gereinigt werden, klein zu halten, um Kosten zu sparen. Auch über die Lieferanten und Kosten von Bauteilen haben sich die Konzerne illegal abgestimmt. Daimler hat laut "Spiegel" ebenfalls eine Art Selbstanzeige gestellt. Das Magazin sieht in der Enthüllung einen "der größten Kartellfälle der deutschen Wirtschaftsgeschichte".
"Spiegel", 30/2017, S. 12, spiegel.de (Vorab)1 Kommentar

Der "Spiegel" stellt sich visuell neu auf – Ressortleiter wird Jens Radü.



Hamburg macht sich hübsch: Der "Spiegel" vereint seine Teams von Multimedia und Grafik. Unter dem Leiter Jens Radü soll sich die visuelle "Spiegel"-Gestaltung neu ordnen. Multimedia-Mann Radü hat in der neuen Struktur auch Print-Grafiker unter sich – ein klares Bekenntnis des Hauses zur digitalen Zukunft. Im turi2.tv-Video sagt Radü: "Das Digitale ist das, wo sich spannende Entwicklungen auftun." Er träumt von einem "Visual Lab" nach Vorbild von "Guardian" und "New York Times".

Radü will mit seinem Team visuellen Journalismus für alle Ausspielkanäle aus einer Hand entwickeln. Sein vereintes Team soll schneller und zugleich in höherer Qualität arbeiten, indem sich künftig alle gemeinsam um die Gestaltung in Print, Digital und bei Spiegel TV kümmern. Radü liefert bereits für die digitale Ausgabe des "Spiegel" jede Woche eine sogenannte Visual Story – jede Digitalausgabe kommt auf rund 60.000 zahlende Nutzer. "Die Leute sind gerne bereit, für diese Art des Journalismus Geld zu bezahlen."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2.tv)

Kommentieren ...

Spiegel Online startet zwei weitere Podcasts – Sascha Lobo wird Audio-Kolumnist.


Iro auf die Ohren: Spiegel-Online-Chefredakteurin Barbara Hans präsentiert zwei neue Podcasts. Internet-Erklärmaschine Sascha Lobo feiert Freitag mit einem Debatten-Format Premiere. Ende des Monats geht das Ressort Netzwelt mit dem Tech-Podcast "Netzteil" auf Sendung. Barbara Hans sagt im turi2.tv-Video: "Podcasts haben den Vorteil, dass sie eine andere Authentizität vermitteln."

Für Spiegel Online sind es die Podcasts Nummer Zwei und Drei. Seit März produzieren die Video-Redakteurinnen Sandra Sperber und Yasemin Yüksel das wöchentliche Polit-Format Stimmenfang, rund 50.000 hören pro Folge zu. Sie ziehen viele Themen aus Nutzerreaktionen – Hans sagt im Video-Interview, dass auch Sascha Lobo in seinem Podcast Reaktionen auf seine Text-Kolumne aufgreifen will. Lobo schreibt seit 2011 unter dem Titel Mensch-Maschine.

In zunächst acht Folgen "Netzteil" sind Judith Horchert, Matthias Kremp, Angela Gruber, Markus Böhm und Fabian Reinbold zu hören, Teresa Sickert moderiert. Alle Podcast-Formate stehen auf spiegel.de sowie auf iTunes, Soundcloud, Spotify und über Podcatcher zum Abruf bereit.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2 – eigene InfosKommentieren ...

Frauke Böger snappt für SpOn – ein Video-Besuch beim Snapchat-Team im "Spiegel"-Haus.


Im Kinder-Paradies: Zehn Mitarbeiter produzieren die tägliche Snapchat-Ausgabe von Spiegel Online. turi2.tv besucht Chef-Snapperin Frauke Böger – und blickt ihrem Team mit der Kamera über die Schulter. Die junge Truppe soll Nutzer im Schüler-Alter zur Marke "Spiegel" holen. Im Monat erreichen sie bereits eine Mio-Anzahl Unique User im News-Bereich Snapchat Discover, meldet der Verlag. 85 % sind jünger als 24 Jahre.

Die frühere "taz"-Onlinechefin Böger versucht ständig, die Balance zu finden zwischen der kunterbunten Snapchat-Welt und der traditionsreichen Marke "Spiegel". Ein fundamentaler Unterschied: Die Snapchat-Macher erzählen ihre Themen visuell. Jeder Snap enthält Bilder, Sound und spielerische Elemente. "Wir lernen, dass sich Themen ganz anders erzählen lassen", sagt Böger. "Es geht kürzer, es braucht nicht immer den langen Text."
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Thomas Bily findet Spiegel Daily zu lahm für ein modernes Qualitäts-Medium.

Spiegel sollte seine Unverzichtbarkeit durch noch höhere Geschwindigkeit und Flexibilität untermauern, fordert Medienmanager Thomas Bily. Er zweifelt an der digitalen Tageszeitung Spiegel Daily, weil das Tempo heute vom Netz und nicht vom Verlagsmanagement vorgegeben wird. Das beste Nachrichten-Medium muss auch das schnellste sein, sagt der frühere Burda-Mann Bily.
clap-club.de, turi2.de (Blattkritik)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Cordt Schnibben über seine Erfindung Spiegel Daily.
Kommentieren ...

"Spiegel" liegt im Zitate-Ranking wieder vor "Bild".

Bild rutscht im Zitate-Ranking von Media Tenor im ersten Halbjahr wieder auf den zweiten Platz ab, der "Spiegel" (555 Zitate) holt sich die Krone zurück. 2016 lag "Bild" erstmals auf Platz eins. "New York Times", "Bild am Sonntag" und "Süddeutsche Zeitung" folgen. Nur die "FAZ" steigert sich "nennenswert" und kommt mit 268 Zitaten auf Platz sieben.
kress.deKommentieren ...

Spiegel Daily hat laut einem Bericht bislang weniger als 3.000 Voll-Abonnenten.

Spiegel Daily, digitale Abendzeitung des "Spiegel", hat knapp zwei Monate nach dem Start weniger als 3.000 Voll-Abonnenten, will Gregory Lipinski aus Verlagskreisen gehört haben. Der Verlag kommentiert die Zahlen nicht. Stimmen sie, wäre das Prestige-Projekt, das regulär monatlich 6,99 Euro oder wöchentlich 2,49 Euro kostet, bislang kein Umsatztreiber.
meedia.deKommentieren ...

ProQuote Medien hebt die Messlatte auf 50 % Frauen in Führungspositionen an.


Halbe-Halbe: Der Journalistinnen-Verein ProQuote Medien will sich mit seinem einst ausgegebenen Ziel nicht mehr zufriedengeben und erhöht die Messlatte. Vor fünf Jahren hatten die Medienfrauen 30 % weibliche Führungskräfte in allen Redaktionen bis 2017 gefordert, nun sollen es 50 % werden. Das bisherige Ziel von 30 % haben bisher nur "Zeit" (36,4 %), "Spiegel" (34,7 %) und "Bild" (32,2 %) erfüllt. "Süddeutsche" (19,6 %) und "FAZ" (13,9 %) lägen "beschämend" darunter, bei Regionalzeitungen verharre der Anteil der Führungsfrauen gar bei "mageren 5 %". "Wir wären gerne überflüssig, aber wir sind es leider nicht", sagt ProQuote-Vorsitzende Maren Weber.

Bei Online-Medien sind mehr Frauen an der Macht als bei Print. Von den acht gezählten Publikationen haben immerhin zwei Chefredakteurinnen an ihrer Spitze: Barbara Hans bei Spiegel Online und Julia Bönisch bei Süddeutsche.de. Insgesamt kommt die "Süddeutsche" im Online-Bereich auf 26,6 % Führungsfrauen, ein Vorbild, "das die Kollegen in der Printredaktion sicher motiviert", sagt Weber. Neben Zeit Online (35,7 %) und Spiegel Online (32,3 %) hat auch stern.de (34,6 %) die 30-Prozent-Hürde übersprungen.
turi2 - eigene Infos, pro-quote.de (Forderung), pro-quote.de (aktuelle Werte)Kommentieren ...

Historiker Rainer Zitelmann wirft "Spiegel" Mobilisierung für G20-Proteste vor.

Spiegel mobilisiert in seiner aktuellen Ausgabe für Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg, kritisiert der Historiker Rainer Zitelmann. Das Magazin zeige in seiner aktuellen Ausgabe acht Plakate und Aufkleber zum Gipfel, aus denen deutlich Ort und Zeitpunkt von Demonstrationen hervorgehen. Zudem betrachte die Titelgeschichte Globalisierung und Kapitalismus einseitig kritisch, so Rainer Zitelmann.
theeuropean.deKommentieren ...

Zitat: "Focus"-Chef Robert Schneider ist nicht auf möglichst viele Zitierungen aus.

"Meine Priorität ist nicht die erste Agenturmeldung oder in einem Zitate-Ranking möglichst weit vorne erwähnt zu werden."

"Focus"-Chefredakteur Robert Schneider redet sich schön, dass Burdas Nachrichtenmagazin selten Scoops landet - weil exklusive Nachrichten "grundsätzlich weniger" werden. Im Meedia-Interview wundert er sich, dass auch "Spiegel" und "stern" immer häufiger mit Nutzwert-Themen aufmachen.
meedia.de

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Mich stört, wie sich unsere Branche permanent selbst massakriert und schlecht redet."

"So wie beim Spiegel das politische Cover gelernt ist, ist es beim Focus der Nutzwerttitel, der regelmäßig erfolgreich ist. An dieser Tradition halten wir fest."

"Unsere Leser erwarten, dass wir ihnen in einer immer komplexer werdenden Welt konkrete Lösungen für ihr eigenes Leben anbieten."

"Wenn Sie viel zitiert werden, weil Sie den ganzen Tag lang den Bundestag nach exklusiven Stimmen oder Forderungen abtelefoniert haben, können Sie sich vielleicht über das quantitative Ergebnis freuen. Qualitativ sagt das aber gar nichts aus."

"Ich mache mir keine Gedanken übers Scheitern, sondern schaue positiv in die Zukunft, für die wir neue Voraussetzungen geschaffen haben."

"Wir reißen jede Geschichte gemeinsam mit Schreiber, Grafiker, Fotoredakteur, Art Director und Chefredaktion auf, jeder erlebt jeden mit all seinen Stärken und Schwächen und kämpft um die beste Zeile, das beste Foto, die Storyline. Ich möchte, dass alle Kollegen das erleben und wir gemeinsam am Balken sitzen wie an einem Lagerfeuer. Und an dem sitze ich lieber als in meinem Büro."Kommentieren ...

Laterpay meldet 3 Mio verkaufte "Spiegel"-Plus-Texte.

Spiegel Plus hat über Laterpay innerhalb eines Jahres 3 Mio Artikel verkauft, sagt Laterpay-Chef Cosmin Ene (Foto) zu Meedia. Laterpay nutzt das Bierdeckel-Prinzip: Erst, wenn Artikel im Wert von mindestens 5 Euro aufgelaufen sind, muss der Nutzer zahlen. 63 % der registrierten Nutzer erreichen laut Ene diese Schwelle, 29 % der Nutzer sogar mehrfach. Ende 2016 hatte Ulrike Simon berichtet, Spiegel Plus erwirtschafte "kaum nennenswerte Erlöse".
meedia.deKommentieren ...

Roland Pimpl wirft "Spiegel" und BR vor, Männer-Diskriminierung nicht zu benennen.

Spiegel und BR legen eine Studie zu Diskriminierung bei der Wohnungssuche vor, verwerten sie aber nicht vollständig, kritisiert Roland Pimpl. Sie zeige nicht nur, dass Vermieter Interessenten mit arabischen Namen seltener einladen, sondern auch Männer benachteiligt werden. Auf Anfrage sagen die Autoren, Männer stellten keine Minderheit dar, deshalb spreche man nicht von Diskriminierung. Pimpl fragt sich, ob das auch so gehandhabt würde, wenn Frauen benachteiligt würden.
horizont.netKommentieren ...

"Spiegel" zieht Sonderheft "Biografie" zum Tod von Helmut Kohl aus der Schublade.

Der "Spiegel" ist mit der "Biographie" von Helmut Kohl schneller auf dem Markt als der Ex-Kanzler unter der Erde (Foto: Peter Turi)

Post aus Hamburg: Gerade mal acht Tage nach dem Tod von Helmut Kohl (3. April 1930 - 16. Juni 2017) ist der "Spiegel" mit einem 132 Seiten starken Sonderheft seiner Reihe Spiegel Biographie auf dem Markt. Im turi2-Headquarter in Walldorf flatterte das Heft mit dem respektvollen Titel "Helmut Kohl - Kanzler der Einheit 1930-2017)" am Samstagmorgen auf den Tisch - gerade mal acht Tage nach Kohls Tod. Eine bemerkenswerte Leistung - offensichtlich nur möglich, wenn das Buch gut vorbereitet und druckfertig im Stehsatz liegt. Nach dem Tod von Kohl ging wohl alles sehr schnell - so schnell, dass sich bis Samstag, 14.50 Uhr, kein Hinweis im Netz auf das Heft findet.

Die Inhalte der Biographie sind eher zeitlos, offensichtlich wurde das Werk in den vielen Monaten vorproduziert, in denen Helmut Kohl in der Heidelberger Uniklinik lag - dem Tode näher als dem Leben. Ein spannendes Stück Zeitgeschichte ist es trotzdem (oder gerade deshalb) geworden. Das Heft bringt neben einigen aktuelleren Würdigungen Kohls eine Reihe älterer Artikel - so auch das Interview, das ein schlanker Kanzlerkandidat Kohl 1976 den "Spiegel"-Redakteuren Klaus Wirtgen und Erich Böhme am Wolfgangsee gab. Es blieb das letzte. Für Medienmacher ist das Heft mit seinen vielen faksimilierten Artikeln auch eine Reise in die Vergangenheit des schwarz-weißen, - vorsichtig ausgedrückt - klassische layouteten "Spiegel".
turi2 - eigene InfosKommentieren ...