Spiegel-Daily-Chef Timo Lokoschat verlässt den "Spiegel".

Timo Lokoschat, gemeinsam mit Oliver Trenkamp Verantwortlicher für Spiegel Daily, verlässt den "Spiegel" nach nur eineinhalb Jahren wieder, wie er selbst auf Facebook bekannt gibt. Ab Januar werde er sich einer neuen Aufgabe in Berlin widmen. Wohin genau es ihn zieht, verrät er jedoch nicht. Timo Lokoschat war Mitte 2016 von der Münchner "Abendzeitung" gekommen, wo er Vize-Chefredakteur war.
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RTL setzt "Mensch Gottschalk" nach zwei Ausgaben ab.

RTL zieht Mensch Gottschalk nach zwei Ausgaben den Stecker. Eine dritte Sendung des unregelmäßigen Halbjahres-Rückblicks mit Thomas Gottschalk wird es nicht geben. Grund sind offiziell aber nicht die schlechten Quoten deutlich unter Senderschnitt, sondern die Tatsache, dass es den Sendeplatz vom "Spiegel TV Magazin" am Sonntagabend ab Sommer 2018 nicht mehr gibt. Spiegel TV hatte die Show im Rahmen seiner Drittsendelizenz produziert.
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Spiegel TV produziert neue Sendungen für Kabel Eins.

Spiegel TV sichert sich weitere Aufträge von Kabel Eins und produziert neue Ausgaben der Sendung Die spektakulärsten Kriminalfälle. Beim Ableger Kabel Eins Doku läuft ab November am Dienstagabend das monothematische "Spiegel TV Thema" über das Alltagsleben in Deutschland, ergänzt durch ein neues "Doku Magazin" von Spiegel TV um 22.00 Uhr. Neue Aufträge sind für Spiegel TV besonders wichtig, weil die Drittsende-Lizenz für das Flaggschiff, das "Spiegel TV Magazin" bei RTL, Mitte 2018 ausläuft. Ob Spiegel TV erneut einen Zuschlag bekommt, ist ungewiss.
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Jesper Doub steuert den "Spiegel" durch den digitalen Umbruch.


Innovation von oben: Mit Jesper Doub hat der "Spiegel" einen IT-Mann als Verlagsleiter. Und der liest sein Blatt nur noch selten auf Papier, sondern auf dem iPad. Im Video-Interview zur neuen turi2 edition5 sagt Doub: "Die normale, neue Realität ist: Wir sind ständig in einem Transitionsprozess." In dem Prozess kann der "Spiegel" wieder wachsen – abseits der Kernmarke. Weiterlesen …

Meinung: Medien sind für Schweigen und Pöbeleien in Debatten mitverantwortlich.

Medien sind mitschuldig, dass in der öffentlichen Diskussion vor allem merkeleskes Schweigen und rechtspopulistische Pöbeleien dominieren, meint Eva Menasse. Zwi­schen den Ex­tre­men Schwei­gen und Pö­beln sei offenbar für niemanden mehr Platz. Menasse wirft Meedia vor, den vom "Spiegel" aus großer Nähe beschriebenen Wahlkampf von Martin Schulz "gei­fernd zum Dolch­stoß um­zu­dich­ten". Anders als vom Branchendienst behauptet, gebe es in der Schulz-Story keinen Satz, der diesen als totalen Loser erscheinen lasse.
"Spiegel" 41/2017, S. 128-129 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Verlagsleiter Michael Plasse verlässt den "Spiegel".


Abschied an der Ericusspitze: Michael Plasse, Verlagsleiter beim "Spiegel" und Geschäftsführer beim "manager magazin", verlässt den Spiegel-Verlag. Grund für die Trennung sind laut "Horizont" interne Unstimmigkeiten. So gilt Michael Plasse als Befürworter einer Einzelvermarktung des "Spiegels". Jüngst entschied der Verlag jedoch, der Ad Alliance von Gruner + Jahr und RTL beizutreten. Ferner soll es laut "Horizont" Differenzen zwischen Michael Plasse und seinem Co-Verlagsleiter Jesper Doub geben. Der Verlag selbst schreibt, Michael Plasse habe vor, sich "neuen beruflichen Aufgaben zu widmen" und gehe "in aller Freundschaft". Seine Tätigkeiten beim "Spiegel" übernimmt Geschäftsführer Thomas Hass.

Jesper Doub und Michael Plasse wurden beide Mitte 2015 zu Verlagsleitern befördert. Jesper Doub ist seitdem für Herstellung, Verwaltung, Einkauf und die Reisestelle zuständig. Zudem ist er Geschäftsführer von Spiegel Online. Michael Plasse ist in erster Linie zuständig für den Vertrieb, die Anzeigenvermarktung, die Verlagskoordination und den Leser-Service. Zuvor war er bereits Verlagsleiter beim "manager magazin". Insgesamt ist er seit 2004 beim Spiegel-Verlag tätig.
horizont.net, turi2.de (Ad Alliance), turi2.de (Beförderung Doub und Plasse)
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Meedia: Spiegel Daily wächst weiter nur schleppend.

Spiegel schweigt zum Status seiner vor 100 Tagen gestarteten digitalen Tageszeitung Spiegel Daily, schreibt Marvin Schade. Auch intern hört er Unmut über die Verschwiegenheit. Rund 1.000 Abonnenten kommen laut Schade monatlich neu, etwa 50 bis 60 % bleiben über den Testmonat hinaus. Insgesamt sollen es weniger als 10.000 Abonnenten sein. Der Verlag will "zu gegebener Zeit" Auskunft geben.
meedia.de, turi2.de (Video-Interview zu Daily)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Daily-Ideengeber Cordt Schnibben kurz nach dem Start des Angebots.
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ARD nennt "Spiegel"-Titel eine "Schmähkritik".

ARD reagiert spät, aber gereizt auf den jüngsten "Spiegel"-Titel: Der Text sei in Teilen simple Schmähkritik. Die Radioangebote lasse der "Spiegel" ganz außer Betracht, die Autoren bemühten sich um ein bestimmtes Bild. Viele Daten legt die ARD anders aus als die Autoren des "Spiegels". Die ARD ätzt, Printjournalisten seien wohl der Ansicht, ihnen gehöre publizistisch das Internet.
ard.de, dwdl.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Schulz-Reportage im "Spiegel" wäre besser nie erschienen.

Spiegel-Titelstory, in der Markus Feldenkirchen den Wahlkampf von Martin Schulz aus großer Nähe beschreibt, verfestige den Eindruck, Politiker und Journalisten seien ein gemeinsamer Zirkel, kommentiert "taz"-Journalistin Bettina Gaus. Mit seiner Zusage habe Schulz zudem – ähnlich wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für eine "Zeit"-Geschichte – das wertvolle Gut der Privatsphäre aufgegeben und so die Lobby für das Recht auf diese geschwächt.
taz.deKommentieren ...

"Spiegel" rät ARD und ZDF zum radikalen Neuanfang.


Anleitung zum Neuanfang: Der "Spiegel" analysiert in seiner elf-seitigen Titelgeschichte Die unheimliche Macht differenziert die Situation der öffentlich-rechtlichen Sender zwischen journalistischem Anspruch und seichter Massenunterhaltung, Legitimationskrise und Rechtfertigungsdruck. Das Autoren-Team, bestehend aus Markus Brauck, Hauke Goos, Isabell Hülsen und Alexander Kühn, fordert die Sender auf, das System komplett zu überdenken: In einem neuen Gesellschaftsvertrag müsste neu definiert werden, was der Auftrag der öffentlich-rechtlichen Anstalten in Zukunft sein solle und "wo sie tatsächlich unersetzlich sind". Ernsthaft diese Frage zu stellen, hieße jedoch, "Abschied zu nehmen vom gebührenfinanzierten Allerlei". ARD und ZDF sollten all das, was andere besser können, diesen anderen überlassen: "Den Verlagen den Textjournalismus. Dem Privat-TV manche Unterhaltung. Den Streamingdiensten manche Serie."

Die "Spiegel"-Autoren sehen schwindenden Rückhalt für ARD und ZDF bei Publikum und Politik: "Komischerweise hat man derzeit den Eindruck, dass sich nicht die Anstalten von der Politik emanzipieren wollen, sondern, dass es die Parteien sind, die gerade Distanz zu ARD und ZDF suchen". Die Strahlkraft des Fernsehens sei weiter ungemein groß, doch ARD und ZDF machten Programm, so "wie Angela Merkel regiert. Irgendwo zwischen 'Sie kennen uns', 'In der Ruhe liegt die Kraft' und kulturellem Wachkoma". Informationssendungen hätten dann den größten Zuspruch, wenn sie in der Halbzeitpause vom Fußball laufen. Ein Grundproblem sehen die Autoren im derzeitigen System darin, dass "in der DNA der Sender das Bild vom unfertigen, eigentlich unpolitischem Bürger fortwirkt, der mit Trallala-Shows zum Schauen von Nachrichten überredet werden muss".

Selbst kleine Sparanstrengungen würden nur auf politischen Druck hin geschehen: "Es fehlt die Kraft für einen Neuanfang", doch das pure Vertrauen darauf, "dass es immer so weitergeht, dass die Politik immer weiter den schützenden Mantel über ARD und ZDF" hält, dürfte nicht ausreichen.
"Spiegel" 41/2017, S. 10-20 (Paid)5 Kommentare

"Spiegel" weiter das meistzitierte Medium, "Zeit" legt zu.

Spiegel ist laut dem Zitate-Ranking von Media Tenor in den ersten neun Monaten 2017 erneut das meistzitierte Nachrichtenmedium. Auf Rang zwei folgt erneut die "Bild", mit nun jedoch größerem Abstand als zuletzt. Die "Zeit" legt als einziger Vertreter deutlich zu und kommt auf Platz 17. Insgesamt büßen die überregionalen Titel der Untersuchung zufolge an Wirkungsmacht ein.
kress.deKommentieren ...

Zitat: Stefan Plöchinger verlässt den aktiven Journalismus, um ihn zu retten.

"Ich fühle mich mit 41 noch jung genug, um andere Seiten an mir zu entdecken."

Stefan Plöchinger begründet seinen Wechsel auf die kaufmännische Seite. Seine größte Leidenschaft sei es, dem guten Journalismus sein Geschäftsmodell zu sichern.
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Aus dem Archiv von turi2.tv: Stefan Plöchinger setzt für die "Süddeutsche" voll auf Paid Content.
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"Spiegel" holt "Süddeutsche"-Digitalchef Stefan Plöchinger.


Rückkehr und Neuanfang: Der "Spiegel" wirbt "Süddeutsche"-Digitalchef Stefan Plöchinger, 41, ab und macht ihn zum Leiter der Produktentwicklung. Plöchinger soll als "kaufmännischer Partner" mit den Chefredaktionen und Geschäftsführungen im Haus arbeiten. Neben dem Zusammenwachsen von Print und Online soll er auch die Paid-Content-Angebote stärken, schreibt Stefan Winterbauer.

Plöchinger arbeitete vor seinem Wechsel zur "Süddeutschen" bereits bei Spiegel Online. In München war er zunächst Chefredakteur von Süddeutsche.de und stieg dann als Digital-Mann in die Chefredaktion auf. Meedia berichtete zunächst, dass Plöchinger in seiner neuen Funktion über Spiegel-Online-Chefredakteurin Barbara Hans steht. Laut Verlag wird er Teil des Teams um Geschäftsführer Thomas Hass.
spiegelgruppe.de, meedia.de

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Zitat: Jan Fleischhauer sieht in einer Scheidung viel dramatischen Buch-Stoff.

"Ich lebe auch als Kolumnist vom Drama. Und ich fand schon immer, dass das Thema Scheidung unheimlich viel dramatischen Stoff bietet, der noch nie so richtig von einem Autor in Angriff genommen wurde."

Jan Fleischhauer, Kolumnist bei Spiegel Online, begründet in einem sehr persönlichen Interview mit der "Welt am Sonntag", weshalb er als politischer Autor sein Buch Alles ist besser als noch ein Tag mit dir über die Scheidung seiner ersten Ehe geschrieben hat.
"Welt am Sonntag", S. 17-18 (Paid)

Weiteres Zitat aus dem Interview:
Über die Ehe mit seiner zweiten Frau, die er über ein Dating-Portal kennengelernt hat:
"Ich glaube, dass wir besser zusammenpassen. Uns hat ein Algorithmus zusammengeführt, wir haben also die Technik auf unserer Seite."Kommentieren ...

"Spiegel" legt im Streit um Madsack-Historie nach.

madsack_150Spiegel legt im Streit mit Madsack über die Firmengeschichte des Zeitungskonzerns nach. Die Argumente der Verlagserbin Syl­via Madsack seien fa­den­schei­nig, zitiert das Magazin Paul Foul­kes, Erbe der jü­di­schen An­teils­eig­ner, die in der Nazi-Zeit Anteile an Madsack notverkaufen mussten. Madsack hatte in der "Hannoverschen Allgemeinen" zuvor von der Suche nach den früheren Mitbesitzern in Australien berichtet. Foul­kes sagt nun, die Nachforschungsversuche seien bei ihm nicht angekommen. Zudem legt der Historiker Jens Flem­ming Belege vor, wonach ein Vergleich zwischen den Madsack-Erben 1952 erst nach einem Streit zustande gekommen war.

Die "Spiegel"-Autoren Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt greifen auch Springers "Welt" an und werfen der Tageszeitung vor, sich für die Version von Madsack einspannen zu lassen. Autor Chris­ti­an Mei­er schreibe, "als wäre er der Pres­se­spre­cher von Syl­via Madsack".
"Spiegel" 40/2017, S. 80 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Thomas Middelhoff spricht in "Bilanz" über seinen Prozess und sein Leben als Freigänger.

Thomas Middelhoff arbeitet an weiteren Buchprojekten, einem Sachbuch über Medien und Digitalisierung und einem Kriminalroman, sagt der Ex-Manager im Interview mit "Bilanz". Auf zwölf Seiten spricht der Freigänger über sein Leben und seine Zeit im Knast: "Ich bereue, dass ich meine Familie nicht vor all dem schützen konnte", sagt er, und dass er "zu eitel und zu selbstverliebt war".

Vor allem vom "Spiegel" fühlt Thomas Middelhoff sich nach wie vor ungerecht behandelt. Enttäuscht ist er auch von Bertelsmann. Von seinem Ex-Arbeitgeber und Gruner + Jahr "Spiegel"-Mitgesellschafter hätte er sich ein Machtwort gewünscht. Schmallippig wird Middelhoff bei Fragen nach seinem Privatleben: Er lebe in Scheidung, habe zu seinen Kindern aber engen Kontakt. Middelhoff habe sein Leben verlangsamt und erschließe mit seiner neuen Lebenspartnerin "neue Dimension".
"Bilanz", Oktober/2017, S. 18-29 (Paid)Kommentieren ...

"Spiegel" erstreitet Änderungen in Middelhoff-Autobiographie.

Spiegel setzt Änderungen in der Autobiographie von Thomas Middelhoff durch, schreibt Meedia. Der Verlag stört sich an Middelhoffs Darstellung über die journalistische Arbeit des "Spiegels", welche Stellen genau betroffen sind, bleibt unklar. Ein gerichtlicher Beschluss liege zwar noch nicht vor, der Verlag LangenMüller will die Änderungen aber in der zweiten Auflage des Buchs A115 - Der Sturz berücksichtigen, die in Kürze erscheint.
meedia.deKommentieren ...

Zitat: Jakob Augstein kritisiert den Widerstand älterer Redakteure gegen Veränderungen.

"Es gibt zu viele Kollegen um die 50, die sich ausrechnen, dass ihr Arbeitgeber bis zu ihrer Rente noch durchhalten wird, und die sich darum gegen einen Wandel sperren."

Verleger Jakob Augstein wirft älteren Mitarbeitern von Print-Redaktionen vor, Widerstand gegen notwendige Veränderungen zu leisten. Tageszeitungen müssten sich bald online finanzieren, sagt Augstein im Interview mit Profil Bestseller.
horizont.at

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Die Provokation ist im Journalismus – übrigens so wie der Populismus in der Politik – ein legitimes Mittel. Allerdings ist sie ein gefährliches Mittel. Wenn Provokation zum Selbstzweck wird, verbrennt man."

Über die Zukunft von "Spiegel" und Spiegel Online:
"Print und Online müssen möglichst schnell und vollständig ­zusammengeführt werden."Kommentieren ...

"Spiegel" und "Focus" bringen Dienstag Sonderhefte zur Bundestagswahl heraus.

Spiegel und Focus legen zur Bundestagswahl Sonderschichten ein: Der "Spiegel" kommt am Dienstag mit einer Sonderausgabe für 4,90 Euro an den Kiosk, schreibt "Clap". "Focus" bringt ebenfalls am Dienstag eine aktualisierte Ausgabe heraus, berichtet Meedia. In welchem Umfang die Redaktion das Heft überarbeitet, sagt Burda nicht. Der "stern" habe noch keine Pläne, den regulären Erscheinungstermin vorzuziehen.
clap-club.de ("Spiegel"), meedia.de ("Focus")Kommentieren ...

Beileger "S-Magazin" verleiht dem "Spiegel" Stil.

Spiegel erscheint morgen - wie angekündigt - erstmals mit dem Beileger "S-Magazin". Auf 40 Seiten widmet sich das Stilmagazin "den schönen Dinge des Lebens". Schwerpunkt der ersten Ausgabe ist das Thema "Heimat". Ausgewählte Inhalte des Magazins erscheinen ab dem 29. September auch auf Spiegel Online. Ab 2018 soll das "S-Magazin" viermal im Jahr herauskommen.
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Grosso-Streit: Frank Nolte hofft auf Einigung und sieht keine Möglichkeit mehr zum Sparen.


Currywurst statt Champagner: Frank Nolte, Chef des Bundesverbandes Presse-Grosso, will den Streit um Handelsspannen mit den Verlegern beilegen. Im Video-Interview von Peter Turi am Rande der Grosso-Tagung in Baden-Baden schlägt er deeskalierende Töne an. Grosso und Verlage hätten bei der vergangenen Verhandlungsrunde Einigungs-Vorschläge vorgelegt, die kurzfristige Kongressabsage der Verlage sieht Nolte als "Druckmittel". Sparpotential findet der Grosso-Boss bei seinen Mitgliedern allerdings nicht mehr: "Wir haben alle Ecken ausgekehrt."

Bei den Händlern herrscht Flaute, zwischen 5 und 8 % Umsatz haben die Großhändler in den ersten sechs Monaten 2017 verloren. Nolte sieht weiter einen hohen Fusionsdruck in der Branche. In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Pressegroßhändler von 100 auf unter 50 gesunken, in fünf Jahren könnten es nur noch 20 sein, sagt Nolte. Der Verlags-Allianz um Burda-Boss Philipp Welte schwebt ein Netz von nur noch 15 Großhändlern vor.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Spiegel Edition Wissen" zweitverwertet Erziehungs-Artikel.

Spiegel erweitert seine "Edition"-Reihe auf das Segment Wissen. Morgen kommt die erste Ausgabe "Spiegel Edition Wissen" zum Thema Erziehung an den Kiosk – sie bündelt bereits erschienene Beiträge aus "Spiegel", "Spiegel Wissen" und Spiegel Online. Das 148-Seiten Heft kostet 9,90 Euro und erscheint mit 80.000 Auflage. Geplant ist eine lose Folge. Eine "Spiegel Edition" gibt es bereits im Segment Geschichte.
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"Spiegel" wirft Middelhoff falsche Behauptungen in seinem Buch vor.

Spiegel widerspricht zahlreichen Darstellungen in Thomas Middelhoffs Buch A115 – Der Sturz über Recherchen des Magazins. Middelhoffs Abrechnung mit dem "Spiegel" wimmele vor Fehlern wie falschen Angaben über Recherchen, Orte, Personen und die Frage, wer ein Essen mit Middelhoffs früherem Vermögensberater Josef Esch bezahlt habe. Middelhoff leide außerdem unter einer selektiven Wahrnehmung der Wirklichkeit.
"Spiegel" 37/2017. S. 130-131 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

DCTP bewirbt sich nur für "Spiegel TV Magazin" um Drittsendeplatz bei RTL.

DCTP, Produktionsfirma von Alexander Kluge, bewirbt sich erstmals seit 20 Jahren nicht mit eigenen Produktionen für Drittsendeplätze bei RTL, schreibt Kai-Hinrich Renner, der sich mit seiner "Medienmacher"-Kolumne nach längerer Pause zurückmeldet. Das experimentelle Kultur-Magazin 10 vor 11 ist damit spätestens im Sommer 2018 Geschichte. Für das Spiegel TV Magazin hat DCTP eine Bewerbung für den Sendeplatz am Montagabend um 23:25 Uhr eingereicht, den bisherigen Sendeplatz am Sonntagabend bespielt RTL künftig selbst.
abendblatt.de, turi2.de (Background Spiegel TV), turi2.de (Backround Renner)Kommentieren ...

Verlagsallianz sagt die Teilnahme an Grosso-Tagung ab.

Frauen-Zeitschriften im Kioskregal
Abstimmung mit den Füßen: Die Verlagsallianz aus Bauer, Burda, Funke, Springer, Spiegel und Klambt sagt die Teilnahme an der Jahrestagung des Bundesverbandes Presse-Grosso ab – im Streit über die Neuausrichtung des Vertriebssystems für Zeitungen und Zeitschriften. Die Verhandlungen zwischen den Verlagen und dem Grosso hätten "bisher zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt" und befinden sich "in einer äußerst kritischen Phase", teilen die Verleger mit.

In den Verhandlungen geht es vor allem ums Geld: In Zeiten rückläufiger Werbeeinnahmen werden für die Verlage Vertriebserlöse wichtiger. Die Verlagsallianz kritisiert, dass zu viel Geld beim Grosso für die Auslieferung ihrer Produkte hängen bleibt und zu wenig bei ihnen selbst ankommt. In Deutschland gibt es 79 Grosso-Gebiete. 66 Firmen beliefern die Kioske in ihren Gebieten als Monopolisten, nur in Berlin und Hamburg gibt es konkurrierende Grossisten.
dnv-online.net, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meedia: Julia Jäkel kandidiert nicht für die VDZ-Präsidentschaft.

VDZ: G+J-Chefin Julia Jäkel will nicht Präsidentin des Verlegerverbandes VDZ werden, meldet Meedia. Auch eine Rückkehr von Gruner + Jahr in den Arbeitskreis Publikumszeitschriften der Verlegerlobby sei demnach unwahrscheinlich. Meedia-Chef Georg Altrogge und Autor Gregory Lipinski zitieren Verlagssprecher Frank Thomsen mit den Worten: "Frau Jäkel steht doch gar nicht zur Wahl." G+J, Spiegel-Verlag, Zeitverlag und Medweth hatten sich Ende 2016 im Streit um die Wahl von Funke-Mitverleger Stephan Holthoff-Pförtner aus dem wichtigen VDZ-Arbeitskreis zurückgezogen. Als weiterer Kandidat werde Burda-Chef Paul-Bernhard Kallen gehandelt. "Clap"-Herausgeber Peter "Bulo" Böhling bewirbt sich offensiv für den Posten.
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Spiegel Media wird Partner in der Ad Alliance von Gruner + Jahr und RTL.


Alle unter einem Dach: Spiegel Media schließt sich der Vermarktungs-Allianz der Bertelsmann-Geschwister Gruner + Jahr und RTL an. Der Verlag legt Wert darauf, dass der Vermarkter Spiegel Media eigenständig bleibt. Die Ad Alliance handele und steuere lediglich Rahmenverträge mit Werbekunden im Auftrag der Partner. Viel wichtiger sei – so heißt es an der Ericusspitze – dass neue, innovative Produkte und gattungsübergreifende Werbeformen entstehen. "Unser Beitritt zur Ad Alliance wird die Relevanz unserer Angebote für Kunden und Agenturen weiter steigern", lässt sich "Spiegel"-Geschäftsführer Thomas Hass zitieren. Er wolle in einem intensiver werdenden Wettbewerb "den Erfolg unserer Werbevermarktung langfristig sichern".

Im Gepäck hat Hass neben dem gedruckten "Spiegel" auch Spiegel Online, das "manager magazin" und den "Harvard Business Manager". Der Verkaufsstart für die neu koordinierten Produkte ist die Digitalmesse Dmexco, die am 13. September beginnt.

G+J-Vermarkter EMS und sein RTL-Pendant IP Deutschland haben die Vermarktungs-Allianz vor einem guten Jahr aus der Taufe gehoben. Zusammen mit dem Spiegel-Verlag als Partner erreicht die Ad Alliance nach eigenen Angaben pro Monat satte 99 % der deutschen Bevölkerung. (Foto: dpa)
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Sylvia Madsack widerspricht "Spiegel"-Bericht zur Firmenhistorie.

Madsack-Mosaik: Sylvia Madsack widerspricht einem kritischen Bericht des "Spiegels". In einem Beitrag in den Zeitungen der Madsack-Gruppe schildert "HAZ"-Chefredakteur Hendrik Brandt die Sicht der Firmenerbin und schreibt, der "Spiegel" habe lediglich einen Stein aus einem großen Mosaik zugespielt bekommen "und ihn nach Art des Hauses auch gleich in Richtung Sylvia Madsack geworfen". In der "Welt" berichtet auch Christian Meier zu dem Sachverhalt und zitiert dabei aus einem fünfseitigen Papier, dass Sylvia Madsacks Rechtsvertreter der Zeitung zum Thema hat zukommen lassen. Laut den Berichten habe Sylvia Madsack persönlich einen Historiker beauftragt, um den letzten verbliebenen Anteilseigner aus der Gründungszeit ausfindig zu machen, für den sie jährlich einen Gewinnanteil zurückhalte und dessen Geschichte ihr keine Ruhe lasse. Da die Arbeit mehrfach gestockt habe, hätten Madsack und der Historiker Stillschweigen über die Qualität der Forschungsarbeit vereinbart.

Der "Spiegel" hatte in seiner Ausgabe 32/2017 berichtet, dass Sylvia Madsack die Veröffentlichung einer von ihr in Auftrag gegebenen Firmenchronik untersage, in der unter anderem zu lesen sei, dass ihr Vater Erich nach Ende des 2. Weltkriegs zunächst nicht bereit war, Ansprüche eines jüdischen Geldgebers aus den frühen Jahren des Verlags anzuerkennen. Laut der Schilderung der Firmenerbin habe der jüdische Hintergrund der Geldgeber in der Familiengeschichte keine Rolle gespielt. Vielmehr habe Sylvia Madsacks Vater Erich mit den Geldgebern nach dem 2. Weltkrieg einvernehmlich eine neue Beteiligung am zwischenzeitlich zerschlagenen Verlag vereinbart. Im Gegenzug hätten diese "Dankbarkeit" ausgesprochen. (Foto: dpa)
haz.de, "Welt", S. 22 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...