"Spiegel" startet Ableger "Spiegel Coaching" – die gedruckte Version eines SpOn-Newsletters.


In der Coaching-Zone: Der "Spiegel" will beim Umsetzen guter Vorsätze helfen und legt am 3. Januar "Spiegel Coaching" an den Kiosk. Das Heft will den Lesern einen "Leitfaden an die Hand" geben, "um schrittweise gesünder, gelassener und glücklicher zu leben", sagt Susanne Weingarten, Ressortleiterin Sonderthemen, in der Verlagsmitteilung. Das Magazin bringt sechs Trainingsprogramme zur Selbstoptimierung. Dabei geht es u.a. um Intervallfasten, Bewegung im Alltag, den Umgang mit Gefühlen und Streit in der Partnerschaft.

Das Coaching-Heft ist die umfangreiche Zweitverwertung eines Spiegel-Online-Newsletters. Die Coachings sind in diesem Rahmen mit der Psychologin Anne Otto entstanden. Die Tipps werden durch Texte aus "Spiegel Wissen" zu den jeweiligen Themen ergänzt und mit frischen Fotos und Illustrationen bebildert. Das Heft umfasst 224 Seiten aus unterschiedlichen Papiersorten und erscheint mit 45.000 Auflage zum Preis von 12,95 Euro.
spiegelgruppe.de

"DNV": "Spiegel" meldet 109.000 Digital-Abonnenten.

Spiegel gewinnt mit seinem reformierten Bezahl-Angebot Spiegel+ innerhalb eines halben Jahres 41.000 zahlende Abonnenten, sagt Vertriebsleiter Christoph Hauschild dem Fachblatt "DNV". Damit zählt der "Spiegel" 109.000 Digital-Kunden. Von den Nutzern, die einen Gratis-Monat beginnen, werden 70 % zu zahlenden Lesern. 2019 will der Verlag mit Content Marketing neue Leser gewinnen und mit der Personalisierung von Angeboten experimentieren.
dnv-online.net

Meinung: Führungswechsel beim "stern" zeugt von einem Anforderungsprofil an Chefredakteure.

Chefredakteure: Der Wechsel an der Spitze des "stern", wo Christian Krug (Foto) die Führung an ein Team abgibt, zeugt ebenso wie der Wechsel beim "Spiegel" davon, dass mittlerweile andere Anforderungen an Chefredakteure gestellt werden, kommentiert David Pfeifer in der "Süddeutschen". Während Chefredakteure früher starke Persönlichkeiten sein sollten, die sich im Tagesgeschäft eher zurückhielten, würden die Verlage mittlerweile Redaktionsmanager suchen, die eher nach innen als nach außen wirken.
sueddeutsche.de, turi2.de (Video-Fragebogen David Pfeifer)

Spiegel-TV-Geschäftsführer Dirk Pommer geht nach 25 Jahren.

Spiegel TV: Geschäftsführer Dirk Pommer verlässt die Produktionsfirma Ende 2018 nach zwölf Jahren an der Spitze - "im besten gegenseitigen Einvernehmen". Er arbeitet seit 25 Jahren für Spiegel TV. Seinen Nachfolger will der Verlag in Kürze bekanntgeben. Goetz Hoefer, seit 2016 Co-Geschäftsführer, bleibt im Amt. Im Februar hatte bereits Geschäftsführer Jesper Doub seinen Posten bei Spiegel TV, im Mai den Spiegel-Verlag komplett in Richtung Facebook verlassen.
spiegelgruppe.de, turi2.de (Background Doub)

"Spiegel" holt Stefan Weigel als Nachrichtenchef von der "Rheinischen Post".

Spiegel und Spiegel Online besetzen die zweite Führungsriege unter der neuen Chefredaktion um Steffen Klusmann und verpflichten Stefan Weigel, stellvertretender Chefredakteur der "Rheinischen Post", als Nachrichtenchef für ihre gemeinsame Redaktion. Susanne Amann, bislang Ressortleiterin Wirtschaft beim gedruckten "Spiegel", sowie Birger Menke, Geschäftsführender Redakteur bei Spiegel Online, sollen als "Managing Editors" die Fusion der beiden Redaktionen leiten. Hinzu kommen vier "Blattmacher" – für Print Matthias Geyer und Juliane von Mittelstaedt sowie für die digitalen Angebote Thorsten Dörting und Oliver Trenkamp.
horizont.net, turi2.de (Background)

Ad Alliance verkauft ab 2019 Werbeinventar im eigenen Namen.

RTL-Gruppe, Gruner + Jahr und Spiegelverlag rücken ab 2019 bei der Ad Alliance enger zusammen. Der Vermarktungsverbund verkauft das Werbeinventar dann über Kommissionsgeschäfte im eigenen Namen, statt wie bisher nur Rahmenverträge auszuhandeln. Zum Düsseldorfer Büro kommt ein zweites in Hamburg. Mitarbeiter von G+J und "Spiegel" befürchten, die Vermarktung könne komplett an die Ad Alliance ausgelagert werden, schreibt Roland Pimpl.
"Horizont" 49/2018, S. 6 (Paid)

Klusmann-Nachfolger: Sven Oliver Clausen und Martin Noé werden Chefredakteure des "manager magazins".


Doppelspitze: Sven Oliver Clausen und Martin Noé teilen sich künftig den Job des Chefredakteurs beim "manager magazin". Sie folgen auf Steffen Klusmann, der an die Spitze des "Spiegels" wechselt. Beide sind bereits Vize-Chefs und kennen das "mm" aus dem Effeff. Sie sollen "die erfolgreiche Arbeit fortsetzen und die Print-Ausgabe sowie die digitalen Angebote konsequent weiterentwickeln", gibt Geschäftsführer Thomas Hass den beiden Journalisten per Pressemitteilung mit auf den Weg.

Clausen ist seit 2014 an Bord und hat unter seinem Ex-Chef Klusmann schon bei der "FTD" gewirkt, aktuell verantwortet er manager-magazin.de. Noé ist schon seit 2004 beim Wirtschafts-Magazin. Er hat beim "Mannheimer Morgen" das Handwerk gelernt und war beim "Handelsblatt" als Ressortleiter tätig.
spiegelgruppe.de

"Horizont": Neue "Spiegel"-Redaktionsstruktur steht fest.


Eingeordnet: Steffen Klusmann, Vorsitzender der "Spiegel"-Chefredaktion, hat die neue Führungsriege und Redaktionsstruktur festgezurrt, schreibt Roland Pimpl. Unter der Chefredaktion soll es rund fünf ressortübergreifende Bereiche mit insgesamt neun bis zehn Chefs geben: je zwei Blattmacher für Print und Online, einen Nachrichtenchef, einen Art Director, ein oder zwei Produkt- und Formatentwickler und zwei Change-Manager.

Laut Pimpl kursieren für die zweite Führungsriege teilweise Namen, teilweise Stellenausschreibungen. Unter den Funktionschefs stünden die Print-Online-Ressortleitungen. Im Dezember sollen bei den Ressorts Wirtschaft, Kultur und Sport Print und Online zusammenfließen. Die Online-Redakteure kommen in den nächsten vier bis sechs Jahren sukzessive über einen Gemeinschaftsbetrieb von Spiegel und Spiegel Online in den Verlag. Sie arbeiten dort zu den gleichen Konditionen wie Printkollegen und sollen auch an der Verlags-KG beteiligt werden.
"Horizont" 48/2018, S. 6 (Paid), turi2.de (Background)

Snapchat bringt Show-Format nach Deutschland – u.a. mit "Bild", "Spiegel" und Funk.


Besser spät als nie: Snapchat stemmt sich nun auch in Deutschland gegen den Nutzerschwund und rollt das Format "Shows" hierzulande aus. Die im Schnitt fünf Minuten langen Videos kommen zunächst von zehn Medienpartnern, darunter die deutschen Snapchat-Pioniere "Bild" und Spiegel Online. Neu dabei sind u.a. Promiflash, Zett, der Jugendableger der "Zeit" und Funk von ARD und ZDF. Die Shows erscheinen in Staffeln und erinnern dadurch an Netflix, schreibt Giuseppe Rondinella bei Horizont.net.

Der deutsche Markt ist Nachzügler: Snapchats Shows sind vor zwei Jahren in den USA gestartet und laufen bereits in Großbritannien, Frankreich und im arabischen Raum. Die Sendungen sind – wie alle anderen Kooperationen auch – im Discover-Bereich der App zu finden.
horizont.net, handelsblatt.com

"Spiegel" veröffentlicht "Literatur Spiegel" künftig nur noch viermal im Jahr.


Literarisches Quartett: Der "Spiegel" reduziert die Frequenz seiner Beilage "Literatur Spiegel" deutlich: Statt zehn Ausgaben im Jahr will das Magazin nur noch vier Ausgaben veröffentlichen, berichtet Gregory Lipinski bei Meedia. Das Heft werde künftig zu den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt sowie in den Sommerferien und im Weihnachtsgeschäft erscheinen, also grob einmal pro Quartal.

Der "Literatur Spiegel" erscheint seit September 2015. Die Beilage ersetzte damals den "Kultur Spiegel", der gegen Ende als defizitär und intern unbeliebt galt. Mit dem "S-Magazin" und dem Gesundheitsheft "wohl" hat der "Spiegel" 2017 zwei neue Beilagen gestartet, die ebenfalls viermal im Jahr erscheinen.
meedia.de, turi2.de (Background "Literatur Spiegel"), turi2.de (Background "S-Magazin")

Video-Tipp: ARD-Doku gewährt tiefe Einblicke in die Unsportlichkeit des Profi-Fußballs.

Video-Tipp: Die ARD verpackt die Football Leaks in sehenswerte 60 Minuten. Ein Autoren-Team begleitet "Spiegel"-Reporter Rafael Buschmann "irgendwo nach Osteuropa" zu einem Treffen mit Whistleblower John. FC-Bayern-Justiziar Michael Gerlinger spricht ungewohnt offen. Ein Filmteam reist nach Katar: Der superreiche Staat hat sich den Verein Paris Saint-Germain gekauft – auch gefördert durch Deals mit dem heutigen Fifa-Chef Gianni Infantino.
mediathek.daserste.de (60-Min-Video), turi2.de (Background)

"Spiegel" gibt Unterlassungserklärung gegenüber AfD-Fraktion ab.

Spiegel erklärt Unterlassung gegenüber der AfD-Fraktion im Bundestag. Streitpunkt ist eine Kolumne mit absichtlichen Fake News über AfD-Abgeordnete, die erst hinter der Bezahlschranke aufgelöst wurden. Der "Spiegel" rechtfertigt sich, die Bezahlschranke sei automatisch gefallen, direkt nach einer Abmahnung sei die Kolumne gratis angeboten worden.
faz.net, spiegel.de (Kolumne)

Auch "Focus" bleibt bei wöchentlicher IVW-Meldung.

Focus bleibt nach dem Rückzieher von "Spiegel", "stern" und "Zeit" ebenfalls bei einer wöchentlichen Auflagenmeldung an die IVW. "Wir werden die Suppe, die uns die Hamburger Kollegen eingebrockt haben, nicht alleine auslöffeln", lässt sich BurdaNews-Geschäftsführer Burkhard Graßmann zitieren. Die drei Hamburger Verlage, von denen die Idee ausging, Auflagen nur noch quartalsweise zu melden, machten nach Kritik die Kehrtwende.
kress.de, turi2.de (Background)

"Spiegel", "stern" und "Zeit" reagieren auf Kritik und melden weiter heftbezogene IVW-Zahlen.


Ja, nein, ich mein jein: "Spiegel", "stern", und "Zeit" reagieren auf das "laute und kritische Echo aus dem Markt" und melden doch auch 2019 weiterhin heftbezogene Auflagen bei der IVW, schreiben die Verlage in einer gemeinsamen Stellungnahme. Erst am Dienstag hatten die drei Hamburger Häuser gemeinsam mit dem "Focus" bekanntgegeben, ab 2019 nur noch Quartalszahlen zu melden.

In der Mitteilung schreiben die Hamburger, es habe "immer außer Frage" gestanden, "dass transparente und neutral gemessene Leistungswerte sehr wichtig sind". Man entschuldige sich für die Verwirrung. Verwirrung gab es derweil auch beim "Focus", die Münchner zeigten sich überrascht vom Rückzieher der gemeinsamen Ankündigung aus Hamburg.
horizont.net, turi2.de (Background)

"Spiegel", "stern", "Focus" und "Zeit" wollen keine Heft-Auflagen mehr melden.


Qualen nach Zahlen: "Spiegel", "stern", "Focus" und "Zeit" wollen ab 2019 keine heftbezogenen-Auflagen mehr bei der IVW melden, schreibt "Horizont". Kurz hintereinander hätten die vier Verlage der Wochentitel der IVW entsprechende Kündigungen eingereicht. Künftig wollen sich die Titel auf Quartalszahlen beschränken. Sie begründen, die Veröffentlichungen brächten keinen Mehrwert, sorgten aber regelmäßig für Negativschlagzeilen. Agenturen und Werbekunden kritisieren die Entscheidung.

Seit 1996 sammelt die IVW heftbezogene Auflagen. Werbetreibenden versprechen die Titel seitdem sogenannte Garantieauflagen. Bei Nichterreichen werden Rückzahlungen fällig. Joachim Schütz vom Werbetreibenden-Verband OWM kritisiert daher: "Ein Rückzug der Verlage aus dieser unabhängigen Auflagenprüfung führt zu Intransparenz und ist für die werbenden Unternehmen nicht hinnehmbar." Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer des Agenturverbandes OMG warnt: "Der Entschluss könnte die Gattung Print nachhaltig beschädigen."
horizont.net

Meedia: "Spiegel" plant Personalrochade im Hauptstadt-Büro.


Brinkbäumchen wechsel dich: Die designierte neue "Spiegel"-Spitze um Steffen Klusmann plant offenbar personelle Veränderungen im Hauptstadt-Büro, schreibt Marvin Schade. Im Zuge der Zusammenführung von Print und Online soll künftig wieder Dirk Kurbjuweit (Foto) das Berliner Büro leiten. Diese Position hatte er bereits bis 2012 inne, aktuell ist er stellvertretender Chefredakteur. Das Tagesgeschäft führen werde jedoch nicht Kurbjuweit, sondern ein Quartett aus den bisherigen Online-Ressortleitern Politik, Sebastian Fischer und Philipp Wittrock, sowie den Magazin-Reportern Melanie Amann und Martin Knobbe.

René Pfister, aktuell Leiter des Hauptstadtbüros, habe bereits vor dem Wechsel in der Chefredaktion seinen Wunsch nach einer Veränderung geäußert. Sein Co-Chef Michael Sauga und Stellvertreterin Christiane Hoffmann sollen neue Aufgaben beim "Spiegel" erhalten. Alle Personalien seien noch nicht fix, entsprächen allerdings den Wunsch der neuen Führung. Der Verlag kommentiert die Personalien nicht.
meedia.de, turi2.de (Background)

Zitat: Armin Mahler findet einige "Spiegel"-Kollegen zu eitel.

"Journalisten sind schon immer ziemlich eitel gewesen. Dass Kollegen aber sogar über ihr Privatleben schreiben, befremdet mich."

Armin Mahler, 63, scheidender Ressortleiter Wirtschaft des "Spiegel", hofft, "dass es nicht überhandnimmt", dass Kollegen wie Jan Fleischhauer im "Spiegel" über ihre eigene Scheidung schreiben.
Wirtschaftsjournalist, 5/2018, S. 20 (Paid)

"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer geht Ende März 2019, bleibt bis dahin Autor.


Spiegel: Chefredakteur Klaus Brinkbäumer verlässt den "Spiegel" Ende März 2019. Nach "intensiven Beratungen" hätten sich der Verlag und Brinkbäumer laut Pressemitteilung "einvernehmlich auf eine Beendigung des Vertragsverhältnisses" geeinigt. Bis dahin bleibe Brinkbäumer dem "Spiegel" als Autor verbunden. Brinkbäumer selbst twittert eine Zeichnung des Cartoonisten Til Mette, auf der er kopflos vor einem Spiegel steht. Ob er er ohne "Spiegel" wirklich kopflos sein werde, "das allerdings wollen wir doch mal sehen", schreibt er und verabschiedet sich nach New York.

Der Verlag gibt dem geschassten Brinkbäumer warme Worte mit auf den Weg: Er habe den "Spiegel" durch seine Arbeit in Krisengebieten, an zahlreichen Titelgeschichten und durch preisgekrönte Reportagen "geprägt". Ihm zu verdanken, dass der "Spiegel" optisch erneuert und das Investigativ-Netzwerk EIC gegründet wurde. Auch Brinkbäumers Verdienste für das Bezahlangebot Spiegel Plus seien "hervorzuheben". Alles Gründe, die einer Abberufung eigentlich widersprechen.
spiegel.de, twitter.com/Brinkbaeumer, turi2.de (Background)




Aus dem turi2.tv-Archiv: "Spiegel live": Wie Klaus Brinkbäumer mit Veranstaltungen "Spiegel"-Leser binden will – und Gerüchten über seinen Abgang eine Absage erteilt. (4/2018)

Renner: Klaus Brinkbäumer lässt sich von Medienanwalt Christian Schertz vertreten.

Aua: Der scheidende "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer lässt sich in der Scheidungssache Spiegel ./. Brinkbäumer ausgerechnet vom Berliner Medienanwalt Christian Schertz vertreten, berichtet Medien-Insider Kai-Hinrich Renner. Schertz war unter anderem für Peter Maffay, den DFB und Cristiano Ronaldo gegen den "Spiegel" vorgegangen. Dass Brinkbäumer auf den Korrespondentenplatz New York zurückgeht, wird damit nicht wahrscheinlicher.
morgenpost.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Christian Schertz über seinen Kampf gegen "permanenten kalkulierten Rechtsbruch":

Lese-Tipp: Susanne Beyer schaut auf die Geschichte des Männerladens "Spiegel".

Susanne Beyer, stellvertretende "Spiegel"-Chefredakteurin, blickt in der #frauenland-Sonderausgabe "von in­nen nach in­nen" – auf die Geschichte des "Spiegel". Sie spricht mit Zeitzeuginnen über die Unternehmenskultur der Anfangsjahre unter Augstein und recherchiert, welche Auswirkungen das "Ver­hält­nis der Ge­schlech­ter" heute darauf hat, "wie Frau­en sich im Be­ruf ent­wi­ckeln oder eben nicht ent­wi­ckeln".
"Spiegel #frauenland", S. 118-123 (Paid)

"Spiegel" bringt Mittwoch eine #frauenland-Sonderausgabe.

Spiegel geht Mittwoch mit einer Frauen-Sonderausgabe an den Kiosk. Das #frauenland-Heft erscheint mit 540.000 Auflage und 132 Seiten zum gewohnten Copypreis von 5,10 Euro. Spiegel Online bringt einen Themenschwerpunkt, Spiegel TV heute Abend eine #frauenland-Sendung. Der Frauen-Schwerpunkt ist auch eine Reaktion auf #MeToo. Vize-Chefredakteurin Susanne Beyer schreibt, wie der "Spiegel" intern mit der testosteronhaltigen Vergangenheit umgeht.
spiegelgruppe.de

Die neue G+J-Zentrale soll mit Flexibilität und hanseatischer Zurückhaltung punkten.


Architekt Peter St John, G+J-Chefin Julia Jäkel und Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor Hamburgs, präsentieren den Entwurf für die neue Zentrale von Gruner + Jahr. (Foto: Gruner + Jahr)

Es kommt nicht auf die Größe an: Gruner + Jahr lässt sich vom Londoner Architekturbüro Caruso St John ein neues Verlagsflaggschiff an den Hamburger Hafen bauen und erliegt nicht dem Reiz, dem Spiegel-Verlag einen Protzbau in den Rücken zu stellen. Verlagschefin Julia Jäkel (Foto, Mitte) erklärt im turi2.tv-Interview, das morgen früh erscheint: "Es ist ein Haus, in dem sich unsere Mitarbeiter wohl fühlen sollen. Das steht über allem." Architekt Peter St John (Foto, links) denkt noch weiter: "Ich weiß nicht, wie Büros in 30 oder 40 Jahren aussehen werden. Aber unser Gebäude ist designt, um genau damit umzugehen."

Das Gebäude wird sich auf dem Grundstück zwischen Lohsepark und der Bahn-Trasse von Süden Richtung Hamburger Hauptbahnhof erstrecken. Noch sehen Reisende hier zuerst den Glas- und Stahl-Palast des Spiegel-Verlags. Der bleibt auch das größte Haus am Platz, ob der "Spiegel"-Schriftzug allerdings auch künftig die dominierende Aussicht ist, darf bezweifelt werden. Gruner + Jahr wird auf der Zug zugewandten Fassade wohl zeigen wollen, was der Verlag zu bieten hat.
turi2 vor Ort in Hamburg, turi2.de (weitere Details zum Bau)