Wir graturilieren: Torsten Beeck wird 40.


Wir graturilieren: Torsten Beeck, Leiter Platform Partnerships & Engagement bei Spiegel Online, feiert heute seinen 40. Geburtstag. Zum runden Ehrentag geht es das erste Mal in ein Kasino zum Pokern in kleiner Freundesrunde. Danach "machen wir etwas mit Gin Tonic". Das Beste am abgelaufenen Jahr "war eher privat" – und soll es auch bleiben. Beruflich hat es besonders viel Spaß gemacht, in "einem wachsenden Team von tollen Kollegen lernen zu können".

Im kommenden Jahr will er zahlreiche Ideen umsetzen. Dazu wünscht sich Beeck außerdem "Sonne, möglichst viel Sonne". Gratulationen erreichen ihn tendenziell auf jedem Kanal, u.a. via Twitter, LinkedIn oder E-Mail, nur nicht so gern per Telefon. Gratulanten, die persönlich vorbeikommen, können in Torsten Beecks Büro auf ein Stück Kuchen hoffen.

"Spiegel" befragt das ganze Haus zu Sexismus-Erfahrungen.


Den Spiegel vorhalten: Alle Mitarbeiter des Spiegelverlags werden derzeit zu ihren Erfahrungen mit sexueller Belästigung und sexistischen Sprüchen befragt, berichten Pascale Müller und Juliane Löffler. Bei Buzzfeed veröffentlichen sie den Bericht der "Spiegel"-internen #MeToo-Arbeitsgruppe. Sie schiebt konkrete Maßnahmen an. Andere deutsche Verlage teilen mit, keine Sexismus-Probleme oder Geburtstag zu haben.

Beim "Spiegel" können sich Betroffene an externe Ansprechpartner wenden, um über Vorfälle zu berichten. Die Kommission empfiehlt auch, die entstanden Machtstrukturen im Verlag zu hinterfragen und wie sie Sexismus begünstigen könnten. Der Bericht rät, gemäß dem Werbe-Slogan des Hauses, "keine Angst vor der Wahrheit" zu haben. Laut Buzzfeed geht der Spiegelverlag im Branchen-Vergleich besonders offensiv mit dem Thema um.

Andere Verlage verweisen auf existierende Anlaufstellen oder teilen mit, dass keine Fälle bekannt sein. Bei der "FAZ" gab es offenbar Fälle, doch das Fehlverhalten sei abgestellt worden oder die Personen arbeiteten nicht mehr im Haus. Burda antwortet zunächst nicht. Madsack lässt die Anfrage wegen der 125-Jahr-Feier liegen.
buzzfeed.com, turi2.de (Background)

Sky entfernt den Sender Sport1+ aus seinem Angebot.

Sport1+ verschwindet Ende Juni aus dem Sky-TV-Angebot. Sport1 und Sky konnten sich über eine Fortsetzung der Einspeisung nicht einigen. Sport1+ wird aber über andere Plattformen weiterhin ausgestrahlt. Ab Juli verbreitet Sky den neuen Partnersender Spiegel TV Wissen.
quotenmeter.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Inszenierung von Marken." – Sport1 quartiert sich zur WM bei O2 ein.

Spiegel-Verlag ist zufrieden mit dem Neustart des Pay-Angebots Spiegel Plus.


Spieglein, Spieglein: Der Spiegel-Verlag zieht nach den ersten zwei Wochen des reformierten Online-Bezahlangebots Spiegel Plus eine positive Bilanz: Mit 7.800 neuen Abonnenten sei das Team "bisher sehr zufrieden". Insgesamt kommt Spiegel Plus so auf etwa 73.400 Digital-Abonnenten, inklusive der 5.600 vormaligen Nutzer von Spiegel Daily sowie den 60.000 Digital-Bestandskunden. Der technische Umzug der Inhalte der zwei alten Angebote Daily und Plus sei beim Start nahezu störungsfrei verlaufen. Einige Daily-Nutzer konnten sich jedoch in den ersten Stunden nicht sofort einloggen.

Neukunden nutzen das neue Online-Angebot im Moment noch im kostenfreien Probemonat. Die Macher erwarten, dass 15 bis 20 % der Neuanmeldungen in ein reguläres Abo übergehen und die Digital-Flatrate für 19,99 Euro pro Monat zahlen. Das Feedback der Nutzer sei hinsichtlich der Qualität der Inhalte sowie der aufgeräumten Optik positiv ausgefallen. Kritisch sehen die Leser hingegen den als zu hoch empfundenen Preis sowie die Anzahl von Spiegel-Plus-Geschichten.
medium.com, dnv-online.net, turi2.de (Background)

BVerfG gibt "Spiegel" Recht: Korrigierender Nachtrag zu HSH-Artikel verletzt Pressefreiheit.


Letztes Wort: Der "Spiegel" muss keinen korrigierenden "Nachtrag" zu einem Artikel über einen ehemaligen Mitarbeiter der HSH-Nordbank abdrucken. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden und gab damit einer Beschwerde des Magazins Recht. Zwar habe der Mann das Recht auf einen knappen Nachtrag, der Text, den die Redaktion nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg hätte abdrucken müssen, verletzte jedoch die Meinungs- und Pressefreiheit. Im Text heißt es: "Diesen Verdacht halten wir aus heutiger Sicht nicht aufrecht."

Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein "Spiegel"-Artikel, in dem das Magazin den Verdacht äußert, ein hochrangiger Mitarbeiter der HSH Nordbank sei in Abhöraktionen verwickelt. Die Ermittlungen gegen den Mann wurden später jedoch eingestellt, da die Ermittler keinen hinreichenden Tatverdacht feststellen konnten. Das Gericht in Hamburg muss den Streit nun nach den Maßgaben des Bundesverfassungsgerichts neu entscheiden.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Zitat: Klaus Brinkbäumer sieht den "Spiegel" anders als so mancher Leser.

"Unser Selbstbild besagt, dass der 'Spiegel' von 2018 keine von alten Herren dominierte Firma mehr sei, sondern Spiegelbild einer modernen Gesellschaft."

"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer hört sich bei einer Leserkonferenz die Meinungen der Leser an, die den "Spiegel" entgegen seinem Selbstverständnis zuweilen "übermoralisch, selbstgerecht und allzu männlich" finden.
"Spiegel" 23/2018, S. 72-73 (Paid)

Spiegel Verlag geht es wirtschaftlich gut, analysiert Roland Pimpl.

Spiegel Verlag steht gut da, schreibt Roland Pimpl: 2017 habe der Verlag sinkende Print-Umsätze durch deutlich wachsende Digital- und TV-Erlöse auffangen können. Der operative Außenumsatz lag 2017 bei 266,6 Mio Euro. Die Online-Werbeerlöse haben die Print-Erlöse erstmals überholt. Geschäftsführer Thomas Hass sagt, für 2018 und 2019 rechne er damit, "dass etwa 80 Prozent der Neuerlöse nicht aus dem klassischen Magazingeschäft kommen werden, sondern aus digitalen Projekten".
horizont.net

Spiegel-Verlag baut Pay-Angebot Spiegel Plus radikal um.


Pay now, not later: Stefan Plöchinger (Foto links) zieht beim Online-Bezahlangebot des Spiegel-Verlags neue Saiten auf. Bei einem Pressegespräch, gemeinsam mit Print-Chef Klaus Brinkbäumer und Online-Chefin Barbara Hans, erklärt der Produktchef die neue Online-Bezahlwelt. Der Einzelverkauf von Artikeln über LaterPay endet. Stattdessen gibt es künftig eine Digital-Flatrate für 19,99 Euro pro Monat. Sie umfasst die Digitalausgabe des gedruckten "Spiegels" sowie die bisherigen Bezahl-Inhalte von Spiegel Daily. Die kostenpflichtige Online-Abendzeitung verabschiedet sich, überlebt aber als abendlicher Newsletter mit Links auf kostenlose und kostenpflichtige Inhalte.

Bei Spiegel Online versucht der Verlag künftig den Spagat zwischen Nachrichten-Grundversorgung für alle – News, Hintergründe und aktuelle Analysen sollen kostenfrei bleiben – und digitaler Edelboutique u.a. mit speziell für das Bezahlangebot produzierten Longreads. Auch die Video-Kolumne von Harald Schmidt und die Wetter-Filme von Jörg Kachelmann bleiben hinter der Paywall.

Der Verlag verzichtet bei der Flatrate – anders als bei Print-Abos üblich – komplett auf eine Laufzeit: Die Nutzer können jeweils zum Monatsende raus, der erste Monat ist ohnehin kostenlos, ganz wie bei Netflix oder Spotify. Das gilt auch für das Kombi-Abo mit dem gedruckten "Spiegel", das es künftig für knapp 25 Euro gibt, und das Paket mit zusätzlichem Digital-Zugriff auf sämtliche "Spiegel"-Beiboote wie "Biografie", "Geschichte" oder "Dein Spiegel" für knapp 36 Euro pro Monat.
turi2 vor Ort beim "Spiegel" in Hamburg

Verfassungsgericht: Möglichkeit zur Stellungnahme schützt nicht vor Gegendarstellung.

Gegendarstellungen sind auch möglich, wenn die Redaktion dem Betroffenen die Möglichkeit zur Stellungnahme einräumt, der diese aber nicht nutzt, urteilt das Bundesverfassungsgericht. Konkret ging es um einen "Spiegel"-Bericht von 2013, der Thomas Gottschalk Schleichwerbung in "Wetten, dass..?" vorwirft. Gottschalks Anwalt hatte den Vorwürfen zwar widersprochen, aber verboten, ihn daraus zu zitieren. Später setzte Gottschalk eine Gegendarstellung durch. Der Spiegel-Verlag betont den Unterschied zwischen unterlassener Stellungnahme und dem Verbot einer erfolgten Äußerung.
horizont.net

Meinung: Hass im Netz wird offener und selbstverständlicher, beobachtet Hasnain Kazim.

Hasnain Kazim, "Spiegel"-Korrespondent in Wien und Sohn indisch-pakistanischer Eltern, fühlt sich alleingelassen mit Hass im Netz. Er erhalte "quasi täglich" Hassmails, nach einem kontroversen Artikel "auch mal viele Hundert an einem Tag". Rassismus scheint ihm selbstverständlich geworden zu sein: Früher seien Hassmails anonym gewesen, heute "schreibt man mir das mit Namen, Doktortitel und Privatadresse in der Signatur".
sueddeutsche.de

Kai-Hinrich Renner und Klaus Brinkbäumer zanken sich um "Spiegel"-Gerüchte.

Spiegel: Medienjournalist Kai-Hinrich Renner legt im Zwist mit "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer nach. Er hatte im März berichtet, Gesellschafter des "Spiegel" würden nach einem Brinkbäumer-Nachfolger "sondieren". Brinkbäumer sagte Roland Pimpl jüngst im "Horizont"-Interview: "Eine Gelegenheit zur Stellungnahme hätten wir genutzt". Renner schreibt, er habe Anja zum Hingst, Kommunikationschefin des Spiegel-Verlags, "etwa 32 Stunden" vor Erscheinen des Artikels informiert. Bei Twitter setzt er nach: "Als ich Journalist wurde, galt es als ausgeschlossen, dass ein 'Spiegel'-Chefredakteur mit Unwahrheiten hausieren geht".
kress.de, twitter.com (Renner), "Horizont" 20/2018, S. 11-12 (Paid, Brinkbäumer), turi2.de (Background)

Zitat: Klaus Brinkbäumer will in einer Liga mit der "New York Times" spielen.

"Wir möchten, was die Digitalisierung von Journalismus angeht, in die Liga der 'New York Times' und 'Washington Post'. Dafür brauchen wir die vereinte Redaktion."

"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer wirbt im "Horizont"-Interview für die Fusion von Print- und Online-Redaktion.
"Horizont" 20/2018, S. 11-12 (Paid), horizont.net


Weitere Zitate aus dem Interview:

- über das Zusammenwachsen von Print und Online:

"Das temporeiche Zusammenspiel von Redaktion und Verlag, von Abteilungen, die zuvor keine Berührungspunkte gehabt hatten, war vor einigen Jahren nicht unbedingt eine Stärke unseres Hauses. "

"Die ganze Wucht und Kraft aber, die wir multimedial entfalten können, werden wir erst durch perfekte Strukturen entfalten."

"Ich glaube, dass eine 'Spiegel'-Chefredaktion unterschiedliche Stärken benötigt, etwa Magazin und Onlinekompetenzen, politische Klugheit, investigative Kraft und technologisches Verständnis, natürlich auch Management-Begabung. Eine einzelne Person kann all das kaum in sich vereinen, auch wenn sich bei uns einzelne Kollegen nach dem einen Alleskönner sehnen."

- über Gerüchte zu seiner Ablösung:

"Es gab in 71 Jahren noch keinen 'Spiegel'-Chefredakteur, über den nicht geredet wurde, das ist eine öffentliche Rolle. Das wusste ich vorher, und ich bin hart im Nehmen, man lernt's im Leistungssport und sollte sich das für diesen Job vermutlich erhalten."

"Ich kann mich nicht beschweren, die Rückendeckung ist da. Ich habe reichlich Unterstützung und ein gutes Verhältnis zu allen Gesellschaftern und zur gesamten Geschäftsführung."

- über den Erfolg mit seichten Themen:

"Auch wir können über Geldanlage, Gesundheit, Reise und damit über die Lebenswirklichkeit unserer Leser auf hohem Niveau schreiben."

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Spiegel"-Chef Brinkbäumer schwört Mitarbeiter auf Mehrarbeit ein. (aus der turi2 edition 3 von 2016)

Klaus Brinkbäumer wollte Print und Online schon früher fusionieren.

Klaus Brinkbäumer hätte die Redaktionen von "Spiegel" und Spiegel Online am liebsten schon mit dem Abgang von SpOn-Chef Florian Harms zusammengelegt, statt eine neue Online-Chefredaktion "zu inthronisieren", sagt der "Spiegel"-Chefredakteur im Interview mit "Horizont". Jedoch hätten "leider auch gute Gründe" dagegen gesprochen, "das Haus war noch nicht so weit wie heute", sagt Klaus Brinkbäumer, will seine Idee aber nicht als Kritik an Online-Chefin Barbara Hans verstanden wissen.
"Horizont" 20/2018, S. 11/12 (Paid), horizont.net

Jesper Doub verlässt die Spiegel-Gruppe und wechselt zu Facebook.


Abschied an der Ericusspitze: Jesper Doub, 46, verlässt die Spiegel-Gruppe. Der Verlagsleiter im Spiegel-Verlag sowie Geschäftsführer von Spiegel Online verlässt das Medienhaus "auf eigenen Wunsch" im Laufe dieses Jahres, teilt der Verlag mit. Er wolle sich einer neuen beruflichen Herausforderung stellen und im Laufe des Jahres zu Facebook wechseln. Dort werde er als Director of News Partnerships für Europa, Afrika und den nahen Osten tätig, schreibt er in einem Facebook-Post. Seine Aufgaben beim Spiegel-Verlag wolle er in den kommenden Monaten weiter ausführen, bis eine geeignete Nachfolge gefunden wird. Erst im Februar hatte Doub seinen Posten in der Geschäftsführung von Spiegel TV verlassen.

"Spiegel"-Geschäftsführer Thomas Hass bedauert das Ausscheiden von Jesper Doub in einer Verlagsmitteilung und dankt "ihm herzlich für die hervorragende Zusammenarbeit im Führungsteam der Spiegel-Gruppe". Doub wechselte im Herbst 2014 von der DuMont Mediengruppe als Technikchef und Leiter der IT zur Spiegel-Gruppe. Seit August 2015 ist er als Verlagsleiter des Spiegel-Verlags und Geschäftsführer von Spiegel Online tätig.
horizont.net, facebook.com, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Jesper Doub steuert den "Spiegel" durch den digitalen Umbruch.

"Spiegel" startet Planestream, ein Netflix für Flugzeug-Gucker.

Spiegel-Gruppe schickt ein Netflix für Flugzeug-Fans auf die Startbahn: Planestream bündelt Videos und Live-Inhalte rund um die Luftfahrt. Das Monatsabo kostet nach einem Gratismonat 6,99 Euro, in Full-HD-Auflösung 11,99 Euro. Planestream produziert selbst und sammelt u.a. Spiegel-TV-Reportagen und Videos von Cockpit-Mitflügen. Der Streaming-Dienst ist Teil der Spiegelverlag-Tochter Media2Grow.
spiegel.de, planestream.de

Wir graturilieren: Barbara Hans wird 37.


Wir graturilieren: Barbara Hans, Chefredakteurin von Spiegel Online, wird heute 37 Jahre alt. Gefeiert wird in Hamburg und NRW mit Freunden und der Familie. In Gedanken ist sie dabei aber auch in der Redaktion – hier jährt sich in dieser Woche nämlich der Start auf Snapchat Discover. Das "grandiose Snap-Jahr" ist natürlich ein Grund zum Feiern – Barbara Hans hofft, dass die Kollegen es "ordentlich krachen lassen".

In der Bestenliste für das abgelaufene Jahr darf Snap deshalb auch nicht fehlen. "Eine große Freude, jeden Tag aufs Neue" waren u.a. auch Audio, Bento, NextGen und das neue Plus. Gratulationen sind auf allen Wegen gleichermaßen willkommen und kommen z.B. über Facebook und Twitter, per Mail oder Post an.
(Foto: "Spiegel" / Michael Kappeler)

Horizont.net: Thomas Hass gibt Startschuss für Print-Online-Fusion beim "Spiegel".


Zusammenlegung alternativlos: Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass hat sich bei einer Mitarbeiterveranstaltung des "Spiegel" deutlicher als bisher für eine Fusion von Print- und Online-Redaktion ausgesprochen, berichtet Horizont.net. "Die dafür notwendige zentrale Steuerung von Themen, Inhalten, Recherchen, Personal und Produkten ist nur möglich in und mit einer gemeinsamen Redaktion", zitiert Roland Pimpl aus Hass' Redemanuskript. Damit ist die Zusammenlegung für den obersten Kassenwart des Verlags praktisch alternativlos. Den Grund interner Konflikte sieht Hass in den bisherigen Doppelstrukturen. Verkleinert werden solle die Redaktion durch die Zusammenlegung nicht. Bleiben neue Erlösquellen aus, könne Hass aber eine Verkleinerung der Redaktion nicht ausschließen.

Zugleich kündigt Hass einen neuen "Spiegel"-Ableger mit dem Namen "Spiegel Expedition" an. Weitere Details nennt Hass nicht.
horizont.net

Stefan Plöchinger krempelt das digitale Bezahlmodell des "Spiegel" um.


Nochmal neu: Der "Spiegel" ändert sein digitales Bezahlmodell, statt Einzelverkäufen und des mehrstufigen Abo-Modells führt Produktchef Stefan Plöchinger eine Flatrate ein, die möglichst simpel funktionieren soll. In einem Blogbeitrag erklärt er die Änderungen. Die Flatrate, die laut Plöchinger "vermutlich bis zur Ferienzeit" kommt, kostet 19,99 Euro monatlich und beinhaltet alle digitalen Inhalte. Sie ersetzt das Abo des Digital-Spiegel sowie die Pay-Einzeltexte und den Wochenpass von Spiegel Online. Die bisher exklusiven Inhalte von Spiegel Daily, z.B. die Videokolumne von Harald Schmidt, bleiben hinter der Paywall. Das Kombi-Abo aus Digital und Print kostet monatlich 24,99 Euro.

Spiegel Daily ist künftig keine bezahlpflichtige Web-Nachmittagszeitung mehr, sondern ein kostenloses tägliches Push-Angebot für Apps, Messenger und Newsletter. Die Idee, Lesern einmal täglich eine sortierte Newslage zu bieten, bleibt. Plöchinger schreibt, Spiegel Daily als "Nachrichtenseite innerhalb einer Nachrichtenseite" sei redaktionell schwer zu befüllen und das System für die Leser schwer zu verstehen gewesen. Bisher hat Spiegel Daily 5.500 Abos – "zu geringes Wachstum, um am bisherigen Konzept festzuhalten".

Die Print-und Onlineredaktion soll gemeinsam entscheiden, welche Artikel wohin wandern – und ob kostenlos oder nicht. Die Leser wollen laut Plöchinger "weniger lesen – dafür aber Gescheites." Der Spiegel Plus Neustart bekommt ein neues Logo und soll sich ab 2019 tragen. Am 24. Mai tagen die Gesellschafter dazu.
horizont.net, medium.com (Blogbeitrag Plöchinger)

"Spiegel" berichtet von drei weiteren Belästigungs-Fällen im WDR.

WDR Logo 150WDR: Der "Spiegel" berichtet über drei weitere Fälle, in denen Vorwürfe der sexuellen Belästigung erhoben werden. Die Vorwürfe betreffen einen prominenten TV-Mitarbeiter, der mittlerweile im Ruhestand sei, sowie einen weiter aktiven, aktenkundigen Hörfunk-Mitarbeiter und einen Mitarbeiter der Revision. Insbesondere der sorge intern für Ärger, da die Abteilung von Intendant Tom Buhrow beauftragt wurde, einen Überblick über die Vorwürfe zu erstellen.
"Spiegel" 17/2018, S. 90 (Paid)