Vive le Mannschaft: DFB hält an Team-Marke fest.

DFB hält an seiner mittelerfolgreichen Marke "Die Mannschaft" für das mittelerfolgreiche Männerfußball-Nationalteam fest, schreibt "Bild". Die Marketingabteilung habe zuvor eine Studie vorgelegt, der zufolge die Marke gar nicht so unbeliebt sei, außer vielleicht bei der traditionell für Fußballthemen kaum relevanten Zielgruppe der Männer ab 60 im Inland. Nun solle die Marke aber "dezenter platziert und zurückhaltender genutzt werden".
bild.de

Wir graturilieren: Zeljko Karajica wird 48.


Wir graturilieren: Zeljko Karajica, Sportchef von ProSiebenSat.1 und Chef der Sport-Tochter 7Sports, feiert heute seinen 48. Geburtstag in den Bergen von St. Anton, wo 7Sports gerade die ProSieben Wintergames produziert. Frei nach dem Motto erst die Arbeit und dann das Vergnügen wird aber nach den Dreharbeiten noch angestoßen. Das Beste am abgelaufenen Jahr war der Vize-Titel für Kroatiens Nationalmannschaft bei der Fußball-WM: "Auch wenn das Finale verloren ging: das Wochenende in Moskau war einmalig."

Für das kommende Jahr wünscht sich Karajica, dass es so weitergeht wie bisher. Gesundheit sei die Hauptsache, alles weitere komme dann schon. Über Gratulationen freut er sich auf jedem Weg, am liebsten aber persönlich – "tatsächlich rede ich noch gern mit Leuten direkt". E-Mails erreichen ihn in den Bergen von St. Anton aber auch.

Aus dem Archiv von turi2.tv: ProSiebenSat.1-Sportchef Zeljko Karajica will E-Sports richtig groß machen.

Otro vermarktet Fußball-Stars in einer App.

Otro versucht mit einem Mix aus Community und Streaming Fußball-Fans zum Bezahlen zu animieren. Die neue App-Plattform zeigt für 3,99 Euro Videos und Interviews mit Stars wie David Beckham und Lionel Messi. Hinter der Content-Marketing-Maßnahme der Fußball-Elite stehen Unternehmer Simon Oliveira, Investor 23 Capital und die Digitalagentur R/GA.
otro.com, forvision.de

Supermarktkette Real streamt WM-Spiel der deutschen Hockey-Nationalmannschaft.

Real streamt das dritte Vorrundenspiel der deutschen Hockey-Nationalmannschaft bei der WM in Indien am Sonntag. Fans können das Spiel gegen Malaysia kostenlos im kürzlich gestarteten Web-TV-Format RealTV ansehen. Dafür einigte sich die Supermarktkette mit dem Streaming-Anbieter Dazn, der die WM ansonsten exklusiv in Deutschland überträgt.
presseportal.de, turi2.de (Background)

E-Sports-Sponsoring funktioniert anders als bei Fußball, meint Cengiz Tüylü.

E-Sports steht in Deutschland "an der Schwelle zur endgültigen Professionalisierung", sagt Mousesports-Gründer Cengiz Tüylü im "W&V"-Interview. Er verkauft sein E-Sportteam gerade, will aber bei E-Sports bleiben. Große Marken fühlten sich seit etwa zwei Jahren – als Vodafone einstieg – magnetisch angezogen, es brauche aber Zeit, um die Branche zu verstehen. Sponsoring funktioniere nicht wie bei anderen Sportarten, Marken sollten laut Tüylü in eine Community und nicht in Media investieren.
wuv.de

Sky-Cheftrainer Jacques Raynaud bekennt sich zu Sportainment.

Sky definiert seine Fußball-Übertragungen als Sportainment, der Kombination aus Sport und Entertainment. Einfach nur ein Spiel zu übertragen, reiche nicht, "um die ohnehin geringe Aufmerksamkeitsspanne der Menschen zu gewinnen", sagt Jacques Raynaud, Chef für Sport und Vermarktung. Sky versucht, möglichst viel und möglichst individuell nutzbare Inhalte aus dem Spieltag zu kreieren.
"Die Zeit" 48/2018, S. 20 (Paid)

CNBC: Amazon will die regionalen Sportsender von Fox übernehmen.


Athletische Akquise: Amazon interessiert sich offenbar für die 22 regionalen Sportsender aus dem Fox-Universum, die bei der Disney-Übernahme übrig bleiben, berichtet CNBC. Die US-Kartellbehörde hatte dem Kauf von 21st Century Fox durch den Micky-Maus-Konzern nur unter der Bedingung zugestimmt, dass die Sportsender wieder veräußert werden müssen. Zum Verkauf steht u.a. auch das YES Network – die New York Yankees hatten ihren Sender erst vor sechs Jahren an Fox verkauft. Mit Anteilen von 20 % hat das Baseball-Team außerdem den Anspruch auf ein vorrangiges Rückkaufrecht.

Neben Amazon seien u.a. auch die beiden Medienunternehmen Sinclair Broadcast Group und Tegna an dem Gesamtpaket der Sender interessiert und sollen ein Gebot abgegeben haben. Die Bewertung der Sender beläuft sich auf 20 bis 22 Mrd Dollar, schreibt Alexander Krei.
cnbc.com, dwdl.de, turi2.de (Background)

"Red Bulletin" startet Brause-"Barbara" mit wechselnden Maskottchen.

Red Bull gönnt sich ein Maskottchenmagazin mit wechselndem Titelgesicht: Skirennläufer Marcel Hirscher hat als "Herausgeber und Blattmacher" die erste Ausgabe der "The Red Bulletin Heroes" mitgestaltet und "nicht einfach sein Gesicht hergegeben". Die Line Extension des Brauseblattes erscheint mit 100.000 Auflage am Mittwoch zum Copypreis von 4,20 Euro. Weitere Ausgaben mit anderen Protagonisten sollen folgen.
derstandard.at

Zitat: Discovery-Finanzchef Gunnar Wiedenfels will kein Sport-Buffet.

"Das große Buffet, von Motorsport bis Skifahren, ist nicht unbedingt das, was der Zuschauer will."

Gunnar Wiedenfels, Finanzvorstand beim US-Medienkonzern Discovery, sieht Sport-Streamer wie Dazn nicht als Konkurrenz. Discovery nimmt lieber alle Verwertungsrechte, am besten global. "Unsere Taschen sind mittlerweile gut gefüllt", sagt er im Interview der "Süddeutschen Zeitung".
"Süddeutsche Zeitung", S. 19 (Paid)

"Süddeutsche" und WDR: Fifa-Chef Infantino plant den Ausverkauf des Fußballs.


Alles muss raus: Fifa-Präsident Gianni Infantino plant offenbar den Verkauf fast aller Fußball-Medienrechte an ein Investoren-Konsortium mit Verbindungen nach Saudi-Arabien, berichten "Süddeutsche Zeitung" und WDR. Eine geheime Absichtserklärung aus dem März 2018 nennt u.a. Digital- und Archiv-Rechte, Filme und Videos, Merchandising und Computerspiele. Der Deal würde dem Verband 25 Mrd Dollar für zwölf Jahre in die Kassen spülen. Betroffen wären auch neue Formate wie eine Weltliga für Nationalteams und eine erweiterte Klub-WM, deren Einrichtung Infantino fordert, sowie die kommenden Weltmeisterschaften. Die Fifa nennt das Dokument "veraltet".

Könnte Infantino seinen Plan durchsetzen, hätten die Investoren die Vermarktung in der Hand, der Weltfußballverband bliebe nur als leere Hülle übrig, urteilen "Süddeutsche" und WDR. Kritiker wie der langjährige Fifa-Hausjurist Marco Villiger und sein Vize Jörg Vollmüller stellen dem Plan ein vernichtendes Urteil aus und warnen vor dessen Umsetzung. Beide Juristen haben die Fifa inzwischen verlassen. (Archivbild: AP Photo/Frank Augstein)
"SZ am Wochenende", S. 2 (Paid), sueddeutsche.de, sportschau.de

"WiWo": Puma verlängert und zahlt Borussia Dortmund das Doppelte.

Puma bezahlt Borussia Dortmund künftig mehr als das Doppelte, schreibt Peter Steinkirchner. Der Sponsor und Ausrüster soll bislang um die 9 Mio Euro jährlich hinblättern. Puma verlängert den Deal mit dem BVB und produziert das schwarz-gelbe Trikot laut "WiWo" bis mindestens 2025. Konkurrent Adidas spielt beim FC Bayern in einer anderen Liga und zahlt nach Schätzung von Experten jährlich 60 Mio Euro.
"Wirtschaftswoche" 47/2018, S. 8 (Paid)

Lagardère will sein Sportgeschäft verkaufen.

Lagardère trennt sich von seinem Sportgeschäft, gibt CEO Arnaud Lagardère bei der Präsentation der Quartalszahlen bekannt. 2006 hat Lagardère die Sportrechteagentur Sportfive übernommen und stieg so ins Sportgeschäft ein. Lagardère vermarktet in Europa unter anderem die Olympia-Medienrechte sowie zahlreiche Fußball-Ligen und Wettbewerbe in vielen weiteren Sportarten.
new-business.de

Football Leaks: Sponsoren leiteten getarnt Investments der Clubbesitzer weiter.


Fake-Sponsoring: Der "Spiegel" liefert weitere "Football Leaks"-Enthüllungen. Demnach habe der englische Club Manchester City bei Sponsoring-Einnahmen getrickst, um die Regeln zum Financial Fair Play der Uefa zu umgehen. Dafür haben offenbar auch die Sponsoren mitgeholfen. Unter anderem die Fluglinie Etihad habe Investments der Clubbesitzer aus Abu Dhabi weitergeleitet und als eigene Sponsorings getarnt. Etihad hat laut "Spiegel" 2015 insgesamt 67,5 Mio Pfund an den Verein gezahlt. Tatsächlich hätten davon jedoch nur 8 Mio Pfund von der Airline gestammt. Die übrigen 59,5 Mio Pfund habe die Abu Dhabi United Group, der Manchester City gehört, zuvor selbst an Etihad überwiesen.

Auch mit dem Investmentunternehmen Aabar habe die Clubführung solche Tricks vereinbart und durchgeführt, heißt es im Bericht. Zudem seien Sponsoring-Deals nachträglich angepasst worden, um nachträglich die Bilanz aufzubessern.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Pit Gottschalk startet Fußball-Newsletter "Fever Pit’ch".

Fußball-Newsletter: Pit Gottschalk, gerade als Chefredakteur Sport bei Funke abgetreten, startet den Newsletter "Fever Pit'ch". Der Newsletter soll täglich erscheinen, auch wenn Gottschalk betont, er könne dies aktuell noch nicht garantieren. Leser erhalten neben einer Presseschau eine Einordnung zum "Fußballthema des Tages". In der ersten Ausgabe sind dies Bayerns Pläne einer europäischen Superliga.
newsletter.pitgottschalk.de, newsletter.pitgottschalk.de (erster Newsletter), turi2.de (Background)

Video-Tipp: ARD-Doku gewährt tiefe Einblicke in die Unsportlichkeit des Profi-Fußballs.

Video-Tipp: Die ARD verpackt die Football Leaks in sehenswerte 60 Minuten. Ein Autoren-Team begleitet "Spiegel"-Reporter Rafael Buschmann "irgendwo nach Osteuropa" zu einem Treffen mit Whistleblower John. FC-Bayern-Justiziar Michael Gerlinger spricht ungewohnt offen. Ein Filmteam reist nach Katar: Der superreiche Staat hat sich den Verein Paris Saint-Germain gekauft – auch gefördert durch Deals mit dem heutigen Fifa-Chef Gianni Infantino.
mediathek.daserste.de (60-Min-Video), turi2.de (Background)

Top-Clubs planen "Superliga" – Bayern München prüfte Bundesliga-Ausstieg, belegen neue "Football Leaks".

Bayern München und andere Spitzen-Fußballvereine spielen mit dem Gedanken einer European Super League, berichten "Spiegel" und NDR nach Auswertung eines neuen Football Leaks. Die Pläne sind schon älter, doch gerade wieder aktuell geworden. Eine "bindende Absichtserklärung" soll demnach im November 2018 unterzeichnet werden, die Liga könnte 2021 starten. Bereits 2016 ließen die Bayern rechtlich prüfen, ob ein Ausstieg aus der Bundesliga und aus der Uefa möglich wäre. Der Bundesliga-Ausstieg ist offenbar fern, die Champions League würde bei Gründung einer Superliga enden.

Für die European Super League werden als Gründungsmitglieder neben den Bayern genannt: Real Madrid, FC Barcelona, Manchester United, Juventus Turin, FC Chelsea, FC Arsenal, Paris Saint-Germain, Manchester City, FC Liverpool und AC Mailand. Zu den fünf anfänglichen Gästen der Liga zählen neben Borussia Dortmund auch Atlético Madrid, Olympique Marseille, Inter Mailand und AS Rom. Im Rahmen der Football-Leaks-Recherchen haben 80 Journalisten rund 70 Mio Dokumente aus dem Spitzenfußball durchforstet.

Die Rechercheure, zusammengeschlossen im Rechercheverbund EIC, finden belastende Belege für schwerwiegende Mauscheleien hinter den Kulissen. Oberster Mauschler soll demnach Fifa-Chef Gianni Infantino sein: Die Football Leaks enthalten Dokumente über geheime Absprachen mit den Chefs von Manchester City und Paris Saint-Germain – die beiden Clubs im Besitz stinkreicher Scheichs bekamen dank Infantinos Einwirken empfindliche Strafen erlassen. Zudem soll sich Infantino für das Aufweichen des Fifa-Ethikkodex eingesetzt haben.
presseportal.de, spiegel.de (Paid), ndr.de, spiegel.de (Übersicht aller Artikel), sportschau.de (Übersicht)

Pit Gottschalk verlässt Funke, Peter Müller übernimmt als Chefredakteur Sport.


Sport frei: Pit Gottschalk (Foto links), 50, verlässt seine Position als Chefredakteur Sport bei Funke, um sich "neuen Aufgaben zu widmen". Gottschalk kam nach Stationen als Chefredakteur der "Sport-Bild" sowie als Sportchef von "Welt" und "Welt am Sonntag" Anfang 2016 zu Funke. In seinem neu aufgebauten Kompetenzzentrum Sport steuerte er alle sportjournalistischen Inhalte der Mediengruppe. Nach seinem Abgang bleibt er der Mediengruppe weiterhin als Autor treu, weitere Karrierepläne sind nicht bekannt.

Gottschalks Nachfolge tritt Peter Müller, 58, an. Er fungiert seit 2016 als leitender Redakteur bei Funke Sport. 1982 begann Hausgewächs Müller seine journalistische Laufbahn als Volontär bei der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" und berichtete u.a. von vier Welt- und Europameisterschaften im Fußball.
funkemedien.de

Analyse: FC Bayern attackiert Medien nicht zufällig, sondern strategisch.

FC Bayern richtet sich zunehmend in einer kritikfreien Medienwolke aus eigenen Kanälen ein und schottet Spieler von Journalisten ab, beobachten Daniel Bouhs und Inga Mathwig. Die Medienschelte von Hoeneß und Rummenigge gelte den Medien nicht nur als Kritikern, sondern auch als Konkurrenten. Spieler lassen sich nicht mehr auf dem Parkplatz abpassen, sie fahren direkt in die Tiefgarage. Die dpa darf seit 2009 keine eigenen Fotografen mehr zu Presskonferenzen am Vereinssitz schicken.
ndr.de

Basta: Nord-Süd-Verwirrung.

Hymnen-Hoppala: Bei einem Nachwuchs-Fußballturnier in Indonesien, Jordanien gegen Südkorea, spielen die Organisatoren versehentlich die Hymne Nordkoreas statt der südkoreanischen. Der südkoreanische Fußballverband will formale Beschwerde einreichen. Gatot Widagdo, Sprecher der Organisatoren, hat den Schuldigen, dem noch die Ohren schallen werden, längst ermittelt: Es ist natürlich der Betreiber der Musikanlage.
dtoday.de

Zitat: Bayern-Vorstand Rummenigge kündigt härtere Gangart gegen Medien an.

"Wir werden uns das nicht mehr gefallen lassen. Wir werden uns mit dem heutigen Tag diese herabwürdigende, hämische Berichterstattung nicht mehr bieten lassen."

Karl-Heinz Rummenigge, Boss des FC Bayern, skizziert auf einer denkwürdigen Pressekonferenz mit den Kollegen Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic sein Verständnis von Pressefreiheit.
bild.de

Deutsche Post will beim Sport-Sponsoring sparen.

Deutsche Post streicht ihre Ausgaben beim Sport-Sponsoring zusammen, schreibt Lars Petersen. Der Konzern steige als Sponsor bei der Fußball-Nationalmannschaft, dem DFB-Pokal sowie der Rennsportserie DTM aus. Die Post will allein so einen zweistelligen Mio-Betrag einsparen. Auch beim Personal und bei der Auslieferung von Werbung will das Unternehmen den Rotstift ansetzen.
"Bild am Sonntag", S. 7, bild.de (Paid)

DFL-Boss Christian Seifert macht die Bundesliga zum Startup-Investor.


Nach dem Spiel ist vor dem Deal: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) kündigt für die kommenden Jahre Investitionen in Medien-, Tech- und Sport-Startups an. Das Unternehmen hinter der Marke Bundesliga schafft dafür den neuen Bereich DFL for Equity. DFL-Chef Christian Seifert schnappt sich zum Auftakt der Investitions-Offensive 10% des israelischen Startups Track160. Die Künstliche Intelligenz von Track160 kann anhand eines Videos Bewegungen von Spielern und Bällen analysieren. Fußballclubs, Fernsehsender und Games-Produzenten sind potenzielle Kunden.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert will in weitere Unternehmen investieren, teils mit Geld und teils mit Zugang zu Archiv und Daten der Bundesliga. Die DFL-Tochter Sportcast produziert das TV-Bild, die International-Tochter kümmert sich um den globalen Vertrieb. Seit 2012 produziert DFL Digital Sports eigene Inhalte, vorwiegend für ausländisches Publikum und seit 2016 erhebt und verarbeitet Sportec Solutions Spieldaten. DFL for Equity kommt nun als weiterer Bereich obendrauf. (Foto: Gaby Gerster)
dfl.de