Lese-Tipp: Christoph Neßhöver porträtiert Liverpool-Trainer Jürgen Klopp.

Lese-Tipp: Seit dem Start von Jürgen Klopp beim FC Liverpool hat sich der Wert des Vereins auf knapp 2 Mrd Dollar verdoppelt. Christoph Neßhöver porträtiert Klopp als Fußball-Manager, der weiß, "wie man sich bestmöglich verkauft". Der Toptrainer müsse inzwischen auch als Topmanager agieren, von dem Führungskräfte vieles lernen könnten.
"manager magazin" 05/2019, S. 30-37 (Paid)

"Weser-Kurier" dampft Digitalprojekt Mein Werder ein.

Weser-Kurier: Die ausgelagerte Fußball-Redaktion Mein Werder entlässt 6 von 13 Journalisten, 2 gehen freiwillig, berichtet "Medium Magazin". Die Paid-Angebote rund um den Fußballclub Werder Bremen sind nicht so erfolgreich wie erhofft. Werder-Fans zahlen um die 5 Euro pro Monat, kriegen viele Infos in der Deichstube der Kreiszeitung Syke aber gratis.
"Medium Magazin" 02/2019, S. 6-7 via presseportal.de

Onefootball lässt britische Fußballfans einzelne Spiele ohne Abo kaufen.

Onefootball bietet ab sofort einzelne Fußball-Übertragungen zum Kauf innerhalb der App an. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien und Irland beschränkt – möglich durch einen Deal mit dem TV-Anbieter Eleven Sports. App-Nutzer auf den Inseln können Spiele der spanischen La Liga nach dem Pay-Per-View-Prinzip kaufen, die Preise beginnen bei 2,99 Pfund bzw. 3,49 Euro. Onefootball rechnet über Apple iTunes oder Google Play Store ab. Einzelspiele auf Abruf will das Startup auch in Deutschland anbieten.
per Mail, horizont.net

Zitat: Dirk Nowitzki will Fehler machen ohne öffentliche Ächtung.

"Diese merkwürdige Sehnsucht nach dem Scheitern zuvor hochgejubelter Menschen ist mir nicht geheuer. (...) Vielleicht wird die größte Herausforderung für mich sein, Fehler machen zu dürfen und nicht gleich dafür verurteilt zu werden."

Basketball-Rentner Dirk Nowitzki vermisst eine Fehlerkultur im Umgang mit Ex-Sport-Idolen – und verweist im "Zeit"-Interview auf Boris Becker.
presseportal.de

Spanische La Liga kickt künftig mit Puma.

Puma sticht Nike als Ausrüster der obersten spanischen Fußball-Liga aus. Ab der Saison 2019/20 treten Kicker in der La Liga gegen Puma-Bälle, zudem laufen der FC Valencia und der FC Girona in Hemden aus Herzogenaurach auf. Die spanische Primera División soll jährlich 2,7 Mrd TV-Zuschauer erreichen. Puma setzt verstärkt auf die Strahlkraft des Fußballs: Auch Borussia Dortmund und bald Manchester City sind Partner.
manager-magazin.de

Meinung: Geteilte Sportrechte dürften häufiger werden.

Sportrechte: Lizenzdeals wie kommende Woche, wenn die ARD das Bundesliga-Spiel zwischen Schalke und Dortmund im Free-TV zeigt, könnten künftig häufiger werden, schreibt Michael Ashelm. Da die Rechte immer teurer würden, könne so jeder ein Stück vom Kuchen bekommen. Pay-TV-Anbieter bekommen durch solche Schaufenster für ihr Angebot. Die ARD zeige sich offen, für weitere Zusammenarbeiten mit Sky oder der Telekom, auch wegen der guten Erfahrungen mit "Babylon Berlin".
"FAZ", S. 21 (Paid)

Zitat: Klub-TV benachteiligt die Klub-Finanzierer, sagt Sky-Sportchef Roman Steuer.

"Klub-TV ärgert uns, wenn exklusive Inhalte, die wir gerne unter der Woche hätten, um einen Spieltag vorzubereiten, auf einmal nicht uns als größten Fernsehpartner zur Verfügung gestellt werden."

Sky-Sportchef Roman Steuer stört, dass Bundesligisten exklusive Inhalte produzieren, während sein Sender viel Geld für Übertragungsrechte zahlt.
dwdl.de

"Spiegel": Reinhard Grindels Uhr soll doppelt so teuer sein.

An der Uhr gedreht: Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel soll in der Luxusuhren-Sache nicht die Wahrheit gesagt haben. Er hatte ihren Wert auf 6.000 Euro beziffert und sich geweigert, das Modell zu nennen. Der "Spiegel" hat es anhand des Fotos vom Hersteller bewerten lassen: Der Listenpreis liegt bei 11.800 Euro. Auf Anfragen dazu reagierte Grindel nicht. Die Uhr schenkte ihm ein ukrainischer Oligarch 2017 zum Geburtstag.
"Spiegel" 16/2019, S. 13 (Vorabmeldung), spiegel.de, turi2.de (Background)

ZDF-Intendant ist gegen eine Rückkehr Reinhard Grindels.

Reinhard Grindel wird wohl nicht als Journalist zum ZDF zurückkehren, schreibt Spiegel Online. Intendant Thomas Bellut habe offiziell noch nicht entschieden, intern aber klar gemacht, dass er eine Rückkehr Grindels auf dessen alten Posten ablehne. Grindel dagegen könne sich eine Rückkehr nach Mainz wohl vorstellen, er habe bei Bellut vorgesprochen. Der Sender lasse das Rückkehrrecht des Sport-Funktionärs zum Sender in einem juristischen Gutachten klären.
spiegel.de

7Sports stockt Anteil an DOSB New Media weiter auf.

ProSiebenSat.1 stockt seinen Anteil an DOSB New Media um 10 % auf 67,5 % auf. Die Sport-Tochter 7Sports übernimmt alle bisherigen Anteile der Unternehmensberatung GSC Global Standard Consulting. ProSiebenSat.1. und DOSB betreiben gemeinsam den Online-Sportsender Sportdeutschland.tv. Björn Beinhauer, Geschäftsführer von DOSB New Media, wird selbst Gesellschafter und übernimmt weitere 5 %, die bisher dem Dienstleister GIP Media Productions gehörten.
per Mail

"Spiegel" gewinnt gegen Ronaldos Anwälte.

Spiegel gewinnt einen Rechtsstreit mit den Anwälten von Fußballer Cristiano Ronaldo. Die spanische Kanzlei Senn Ferrero wollte Berichte über Ronaldos Strategien zur Steuervermeidung verbieten und auch Online-Texte löschen lassen. Die Begründung: Dokumente der Football Leaks stammten aus einem Hack auf die Kanzlei. Am Landgericht Hamburg erwirkte sie 2017 eine Einstweilige Verfügung. Vor dem Oberlandesgericht Hamburg hat die Anwaltskanzlei Schertz Bergmann, die für Senn Ferrero agiert, den Antrag auf Unterlassung nun zurückgezogen, um keine Niederlage zu kassieren.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Update: DFB-Präsident Reinhard Grindel tritt zurück.

DFB: Präsident Reinhard Grindel tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Er stolpert über eine 6.000 Euro Uhr, die er 2017 von einem ukrainischen Oligarchen geschenkt bekam. Er habe den Wert der Uhr nicht gekannt, sagt Grindel. Zuvor hate der "Spiegel" über Zahlungen in Höhe von 78.000 Euro an ihn als Aufsichtsratschef der DFB-Medien GmbH berichtet, die Grindel verschwiegen haben soll. Vor seinem Amt beim DFB war Grindel von 2002 bis 2016 Bundestagsabgeordneter der CDU, davor 10 Jahre lang beim ZDF, zuletzt als Studioleiter in Brüssel.
bild.de, spiegel.de, dfb.de (Erklärung Grindel)

Grimberg: Funke spart als Nächstes im Lokalen.

Funke streicht und zentralisiert in der lokalen Berichterstattung, berichtet Steffen Grimberg. In den Ruhrgebiet-Lokalausgaben fällt je eine individuelle Seite weg, stattdessen gibt es eine für alle produzierte Ruhrgebiet-Seite. Der Lokalsport soll nicht mehr vor Ort, sondern an einem Desk in Essen produziert werden. Auch die Leserbriefe sollen zentral betreut werden. Funke bestätigt die Pläne und ergänzt, dass die "NRZ" bereits einen Lokalsportdesk hat, der nun auch für die "WAZ" diskutiert werde. Der Verlag könnte laut Betriebsrat in NRW bis zu 300 Stellen streichen, auch viele Geschäftsstellen sollen schließen.
kress.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv (01/2019): "User First": Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.

Die DFL eröffnet ein Büro in China und wirbt mit Jürgen Klinsmann.

China-Expansion: Die Deutsche-Fußball-Liga will den chinesischen Markt erobern. Im April geht sie mit Ex-Nationalspieler und Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann für vier Tage in Peking auf Werbetour. Heute öffnet zudem ein Büro in der chinesischen Hauptstadt, das Patrick Stüber leitet. Im Oktober hat die DFL bereits eine Niederlassung in New York geöffnet. Außerdem hat der Ligaverband eine Partnerschaft in Indien abgeschlossen.
dfl.de

Wir graturilieren: Dirc Seemann wird 54.


Wir graturilieren: Dirc Seemann, Chefredakteur bei Sport1, feiert heute seinen 54. Geburtstag im Münchner "Bratwurst Glöckl am Dom" mit "einem Haufen Freunden und der Familie" mit gepflegtem Hellen ab Mittag. Das Beste am abgelaufenen Jahr war der Start des neuen Senders E-Sports1: "Das Ergebnis macht echt Spaß und einen neuen Sender launcht mal ja nicht jedes Lebensjahr."

Für das kommende Jahr wünscht sich Seemann am 19. Juni ruhiges Wetter in der Irischen See, wo er – "ganz Seemann" – auf einem Großsegler heiraten wird. "Der Käpt'n machts und sollte nicht auf die Brücke gerufen werden." Glückwünsche nimmt er auf allen Wegen an – von der direkten Ansprache beim Kaiserschmarrn bis zu den freundlichen Bekundungen auf den Kommunikationsplattformen wie Xing, Twitter oder per Mail.

Deutschlandfunk: DFB besteht auf "Abnahme" und "Vetorecht" bei Berichten aus Video-Keller.


Runde Sache? Medienjournalist Daniel Bouhs veröffentlicht im Deutschlandfunk einen weiteren Fall von fragwürdiger Pressearbeit des DFB – nach dem Interview-Abbruch durch Verbandsboss Reinhard Grindel (Foto) bei der Deutschen Welle. Im Rahmen der Berichterstattung über die Video-Schiedsrichter der Liga verlangte der DFB "bei der Abnahme des Hörfunkstücks als Ganzes dabei" zu sein und ein "Vetorecht". "Bild" und Der WDR-Hörfunk spielten mit, der Deutschlandfunk lehnte ab.

Die DFB-Pressestelle erklärt, die Kontrolle der redaktionellen Arbeit sei wichtig, um Irritationen bei der Spielleitung zu vermeiden. Die Schiedsrichter sollten sich auf ihre Arbeit konzentrieren und nicht über eine mögliche Berichterstattung nachdenken.

Bouhs kritisiert das Schweigen des DFB-Bosses auch grundsätzlich: Der Sportredaktion des Deutschlandfunks verweigere Grindel seit Jahren ein ausführliches Interview, auch das WDR-Magazin "Sport Inside" kassiere laufend Absagen und bekomme stattdessen nur schriftliche Antworten oder Verweise auf allgemeine Statements des Verbandes.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Ergänzung 18.32019, 18.05 Uhr: Ein "Bild"-Sprecher teilt mit, es habe bei der Berichterstattung "keine Einschränkungen" gegeben habe. "Bild" habe "ausschließlich Zitate des Schiedsrichters zu Spielern außerhalb des Videobeweises dem DFB zur Autorisierung vorgelegt".

DFB-Boss Reinhard Grindel flüchtet aus Interview der Deutschen Welle.

Deutsche Welle kassiert vom DFB-Präsidenten Reinhard Grindel einen Interview-Abbruch vor laufender Kamera. Als Florian Bauer ihn zur umstrittenen WM in Katar und dem finanziellen Gewinn der Fifa fragt, weicht Grindel zunächst aus. Journalist Bauer bleibt hartnäckig, worauf Grindel das Gespräch erbost abbricht: "Herr Bauer, komm, wir lassen es."
dw.com, twitter.com, n-tv.de

Aufsichtsbehörden drohen dem DFB aufgrund Werbedeals mit Sportwettenanbietern.

Glücksspielwerbung: Der DFB soll nicht für illegales Glücksspiel werben, warnt das Innenministerium von Baden-Württemberg gemeinsam mit Glücksspielaufsichten der Länder. Der Brief liegt dem NDR und der "Süddeutschen Zeitung" vor. Zuletzt hatte der DFB eine Partnerschaft mit Bwin öffentlich gemacht. Es bestehe die Gefahr, dass "die Werbung von Bwin insgesamt untersagt wird".
presseportal.de, tagesschau.de

Zitat: Frauen sind im Sport heute kollegialer als vor 25 Jahren, beobachtet Dunja Hayali.

"Früher, also so vor 25 Jahren, als es im Sportjournalismus noch weniger Frauen gab als heute, waren es eher Männer, die mich gefördert haben."

Dunja Hayali freut sich im gemeinsamen "SZ Magazin"-Interview mit Hannelore Ratzeburg, Sandra Schwedler und Samira Samii über die heute größere Bereitschaft von Frauen in Sport und Sportjournalismus, andere Frauen zu fördern.
"SZ Magazin" 10/2019, S. 10-21 (Paid)

Stoiber: Deal zwischen BMW und FC Bayern steht.

BMW wird "strategischer Partner" des FC Bayern – spätestens ab 2025. Bisher und seit 2011 ist Audi der exklusive Autopartner des Münchener Fußballclubs. Bayern-Aufsichtsrat Edmund Stoiber bestätigt den Deal, der über zehn Jahre laufen soll und den Anteil von 8,33 % am Club umfasst, den derzeit Audi hält. Beobachter schätzen das Volumen auf 800 Mio Euro.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

"Ein gesellschaftliches Phänomen" – Benedikt Wenck ist E-Sport-Koordinator der dpa.


Der will nicht nur spielen: Benedikt Wenck ist E-Sport-Koordinator der dpa. Im Sportressort kümmert er sich um die Profi-Athleten an der Tastatur. Wenck erläutert im Video von Horizont und turi2.tv, weshalb virtuelle Ballerspiele mehr als Freizeitvertreib sind: Profis verdienen Millionen – und pushen sich teils durch Doping. Wenck sagt: "Über gesellschaftliche Phänomene sollten wir ernsthaft berichten."

Die dpa bietet Online-Medien einen Newsfeed zu E-Sport-Themen an, bis Februar zum Testen kostenlos. "Bild" und "Mindener Tageblatt" probierten die neuen News von der nüchternen Nachrichtenagentur aus. Wenck ist selbst Zocker und beobachtet die Szene schon lange. Ein interner Blog-Beitrag löste seine Beförderung zum journalistischen Kapitän für digitale Leibesübungen aus.
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Korrektur:


Basta: Forscher errechnen den künftigen Marathon-Weltrekord.

Eine Frage der Zeit: Australische Forscher wollen mit einer Modellrechnung herausgefunden haben, dass ein Marathon nicht schneller als in 1:58:05 Stunden gelaufen werden kann. Ein Sportwissenschaftler aus Köln hält den Kollegen mit Fachgebiet Wirtschaft entgegen, dass eine bessere Zeit möglich sein könnte. Durch – das ist für Sportler die eigentliche Überraschung – besseres Training.
zdf.de

Redaktionsleiter Jörg Mebus verlässt den SID, Cai-Simon Preuten übernimmt.

Sport-Informations-Dienst bekommt einen neuen Redaktionsleiter für Allgemeinsport. Jörg Mebus verlässt die Nachrichtenagentur nach 22 Jahren. Ihm folgt Cai-Simon Preuten, zuletzt Chef vom Dienst und Tennis-Ressortleiter. Preuten ist ein SID-Eigengewächs und volontierte von 2011 bis 2013 beim SID. Ralph Durry bleibt neben ihn weiter als Redaktionsleiter Fußball im Amt.
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