DFB-Chef Grindel stellt Markenname "Die Mannschaft" auf den Prüfstand.


Mannschaft, adé: Der Markenname für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft "Die Mannschaft" könnte verschwinden. Im Interview mit "Bild am Sonntag" sagt DFB-Boss Reinhard Grindel, dass die Bezeichnung auf dem Prüfstand stehe. Er nehme wahr, dass der Begriff an der Basis als "künstlich" empfunden werde. Mit der Marke wollte der DFB, ähnlich wie in Frankreich "Les Bleus" und in Brasilien "Seleção", einen zusätzlichen Identifikationspunkt schaffen. Grindel spricht sich auch für niedrigere Ticket-Preise und mehr öffentliche Trainingseinheiten aus.

In der Causa Özil, um die sich das Gespräch zu einem großen Teil dreht, bedauert Grindel, dass sich der Spieler vom DFB im Stich gelassen fühlt. Zu Özils sportlichen Leistungen habe er sich nicht geäußert. Nach dem Foto mit Erdogan hätte sich Grindel von Özil allerdings ähnlich klare Worte gewünscht wie von Gündogan.
"Bild am Sonntag", S. 62-63 (Paid), focus.de (Mannschaft), spox.com (Özil)

E-Sport knackt 2018 neuen Umsatzrekord.

E-Sport: Die weltweiten Jahresumsätze haben sich in den vergangenen drei Jahren knapp verdreifacht, errechnet "Focus" in seiner aktuellen Ausgabe. 2018 sollen die Umsätze auf rund 906 Mio US-Dollar steigen, in Deutschland auf 90 Mio Euro. Von der Goldgräberstimmung wollen auch immer mehr Unternehmen abseits der Gaming-Industrie profitieren - wie DHL oder Mercedes. Immerhin zählt jeder zweite Deutsche zu den Gamern, sodass immer mehr Bundesliga-Vereine den Einstieg in das Millliardengeschäft planen. Während der FC Schalke 04 bereits seit 2016 über ein eigenes "League of Legends"-Team verfügt, verurteilt Rekordmeister FC Bayern professionelles Zocken dagegen als "Schwachsinn".
"Focus" 34/2018, S. 46 (Paid)

"FAZ": DFL trennt sich vom strauchelnden Rechte-Vermarkter MP & Sil­va.

Deutsche Fußball-Liga kündigt den Vertrag mit der Rechteagentur MP & Silva, weil eine Zahlung für Auslandsrechte in Höhe von 40 Mio Euro für die kommende Saison noch nicht eingegangen ist, schreibt die "FAZ". Aktuell vermarkte die DFL die Rechte in Europa ohne Zwischenhändler. Es gebe bereits Abschlüsse mit einer "Teilkompensation" – die Liga müsse sich auf Verluste in Mio-Höhe einstellen.
"FAZ", S. 20 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: DFL startet ein On-Demand-Angebot für Fußball-Romantiker.

Bild-Gruppe bündelt Sportberichterstattung ab 2019 in Berlin.

Bewegliche "Bild": Springer zentralisiert sein vor einem Jahr gegründetes Kompetenzzentrum Sport in Berlin. Die Redaktion der "Sport Bild" verlässt im Rahmen des Umbaus den ohnehin stark geschrumpften Standort Hamburg und zieht in die Hauptstadt – 30 Mitarbeiter sind davon betroffen. Die Verlagsleitung solle allerdings an der Elbe bleiben, so Springer.

Matthias Brügelmann, Sport-Chef der Bild-Gruppe und Chefredakteur der "Sport Bild", will mit dem Umzug "durch noch engere Verzahnung in allen Bereichen die Qualität auf allen Plattformen weiter steigern". Künftig soll die zentrale Redaktion alle Titel von Springers roter Gruppe mit Sportberichten versorgen. Anfang 2019 soll der Umzug abgeschlossen sein. Am Standort Hamburg verbleiben dann neben der Verlagsleitung das Kompetenzcenter Auto unter Tom Drechsler und die Redaktion von "Computer Bild".
new-business.de, axelspringer.de

Leichtathletik-EM schmeißt Cherno Jobatey als Moderator raus.

Cherno Jobatey, Moderator und Huffington-Post-Herausgeber, muss kurz vor Ende der Leichtathletik-EM seinen Posten als Moderator der Siegerehrungen räumen. Grund sind laut "Bild" Verstimmungen zwischen Programm-Direktor René Hiepen und Cherno Jobatey nach einem gemeinsamen Tanzauftritt des Moderators mit Sprinterin Gina Lückenkämpfer nach deren Siegerehrung.
bild.de (Paid), youtube.com (Video vom Auftritt)

Effe soll als Experte bei "Doppelpass" für Effekte sorgen.

Sport1 angelt sich Stefan Effenberg als neuen Experten für seine Fußball-Talkshow "Doppelpass". Er ersetzt mal wieder seinen Ex-Teamkollegen Thomas Strunz, der die Runde aus Moderator Thomas Helmer sowie den Experten Marcel Reif und Reinhold Beckmann sowie Schiri-Versteher Bernd Heynemann verlassen hat. Die erste Sendung der Saison läuft am 19. August.
sportbuzzer.de, sport1.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Pit Gottschalk wird 50.


Wir graturilieren: Pit Gottschalk, Chefredakteur Sport bei Funke, wird 50. Seinen runden Geburtstag feiert er tagsüber beim Fußball in Norderstedt: Dort schaut er die U11-Saisonvorbereitung beim Hamburger SV. Am Abend geht es dann nach Bad Segeberg zur Aufführung von "Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg". Groß feiern will Pit Gottschalk seinen "zweiundzwanzigsten 29. Geburtstag" erst im Herbst, wenn alle aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt sind.

Auf das zurückliegende Jahr blickt Pit Gottschalk mit Stolz. Er freut sich, dass sein Team die Großereignisse Olympia und Fußball-WM gut gemeistert hat. Online habe man Rekordzahlen erleben dürfen und in Print "Lob von den Lesern und den Chefredakteuren eingeheimst". Glückwünsche erreichen Pit Gottschalk am besten auf Facebook, wo "alle lieb zu ihm" seien – oder per E-Mail.

Bündelung von Sportarten steigert Sponsoren- und Zuschauerinteresse.

European Championchips, die gebündelten Europameisterschaften von sieben Sportarten in Glasgow und Berlin, steigern das Interesse bei TV-Zuschauern und Sponsoren, schreibt Jochen Zimmer. Die Verbände von weniger beachteten Sportarten hoffen so auf mehr Interesse, so dass das Konzept von Multisport-Events in Zukunft weiter aufgegriffen werden dürfte. Ein Selbstläufer sei das Prinzip jedoch nicht: Die 2015 erstmals ausgetragenen European Games fanden kaum Interesse.
"Horizont" 32/2018, S. 4 (Paid)

Sky Sport News HD plant Konkurrenz-Format zum "Fantalk" von Sport1.

Champions League: Sky startet zur neuen Saison auf seinem Free-TV-Sender Sky Sport News HD die Sendung "Champions Corner" mit Moderator Florian Schmidt-Sommerfeld. Die Sendung läuft ähnlich wie der "Fantalk" von Sport1 ohne Live-Bilder, der Live-Kommentar aus der Sky-Konferenz soll jedoch regelmäßig eingespielt werden. Die Sendung läuft dienstags und mittwochs von 20:45 Uhr bis 23:00 Uhr. Als Experten an Bord sind Mirko Slomka sowie Margot Dumont, Reporterin von beIn Sports in Frankreich.
dwdl.de

"Kicker" und Perform Group schließen eine Vermarktungsallianz.


Anpfiff auf dem Digital-Rasen: Ab dem Start der Fußball-Bundesliga-Saison 2018/19 kooperieren Kicker und die Perform Group, Firma hinter DAZN, bei der Sportmedien-Vermarktung. Sie bieten gemeinsam Video-Inhalte zur Bundesliga und internationalem Fußball an, schreibt "New Business". Der erste Kunde ist Opel. Die Perform Group besitzt die digitalen Sportrechte, der Olympia Verlag bringt mit der Fußball-Marke "Kicker" mehr als 10 Mio Fans mit. In Kooperation mit Ströer bieten beide ihre digitalen Kanäle für Kampagnen an und produzieren auf Wunsch auch die Inhalte.

Martin Schumacher, Vermarktungsleiter beim Olympia-Verlag, peilt für 2018 zwei Kampagnen an, 2019 sollen "weitere drei bis vier" über die Bühne gehen, mit Budgets im sechsstelligen Bereich. Für Kampagnen in Deutschland wollen Perform Group und "Kicker" ein gemeinsames Team aufbauen, internationale Projekte übernimmt Goal Studios in London, die interne Agentur der Perform Group.
"New Business" 32/2018, S. 30 – 33 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "kicker"-Chefredakteur Jörg Jakob konkurriert mit Fußball-Clubs um Leser (Beitrag zur turi2 edition3):

Raphael Brinkert und Christoph Metzelder gründen eigene Agentur.


Freigespielt: Raphael Brinkert (rechts) und Ex-Fußball-Profi Christoph Metzelder (links) verlassen ihre Geschäftsführer-Posten bei Jung von Matt/Sports und machen sich mit ihrer eigenen Agentur Brinkert Metzelder selbständig. Sitz der Agentur wird Düsseldorf. Jung von Matt wird Minderheitsgesellschafter am Unternehmen. Raphael Brinkert behält im Gegenzug seine JvM-Anteile, scheidet aber aus dem Partnerkreis aus. Raphael Brinkert wird nachgesagt, er verstehe sich nicht gut mit Peter Figge, der Jung von Matt mittlerweile alleine führt.

Bei Jung von Matt/Sports rücken Holger Hansen und Robert Zitzmann neben Gründungsgeschäftsführerin Katja Kraus zu Geschäftsführern auf. Seit Januar gehörten beide bereits zur erweiterten Geschäftsleitung der Agentur. (Fotos: Picture Alliance)
horizont.net, new-business.de, turi2.de (Background)

Zitat: Julian Reichelt will Promis zwingen, sich kritische Nachfragen anzuhören.

"Die Lesart, dass Mesut Özil als Einzelperson das Opfer einer Medienkampagne ist, ist schlichtweg absurd."

"Bild"-Babo Julian Reichelt will erreichen, dass Promis trotz reichweitenstarker PR-Kanäle in Sozialen Medien gezwungen sind, sich den kritischen Nachfragen traditioneller Medien zu stellen.
wwwagner.tv (Audio, ab 18:20)

"FAS": Vodafone stoppt geplante Werbekampagne mit Mesut Özil.

Vodafone zieht bei einer geplanten Werbe-Kampagne mit Mesut Özil den Stecker, berichtet die "FAS". Erste Clips seien bereits vor der WM abgedreht worden, nach dem Foto mit Erdogan sei Vodafone jedoch zurückgetreten. Bei der Kooperation sei ein Betrag im sechsstelligen Bereich vereinbart gewesen, Vodafone hat nun lediglich 21.000 Euro Aufwandsentschädigung für die Dreharbeiten gezahlt.
"FAS", S. 19 (Paid), faz.net, horizont.net

Rechteeinkäufer Kay Dammholz verlässt Dazn.

Dazn und der für Rechteeinkauf und Distribution verantwortliche Manager Kay Dammholz gehen getrennte Wege. Kay Dammholz verlasse das Unternehmen "auf eigenen Wunsch", schreibt Dazn. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Zunächst übernimmt Thomas de Buhr, Dazn-Chef im deutschsprachigen Raum, seine Aufgaben. Unter Kay Dammholz hat Dazn unter anderem Rechte für die Fußball Champions League erworben.
dwdl.de

Meinung: "Bild" exerziert an Özils Rücktritt den Höhepunkt ihrer Kampagne.

Bild arbeitet sich zwei Monate lang an der "Ausbürgerung von Mesut Özil" ab, kritisiert Patrick Bahners. Als Höhepunkt dieser Boulevardkampagne stelle das Springer-Blatt Özil nach seinem Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft als Schwächling und Jammerlappen hin. Zur Unterstützung dafür habe "Bild" auf "anerkannte Männlichkeitsexperten wie Mario Basler und Lothar Matthäus" zurückgegriffen.
"FAZ", S. 9 (Paid)

Zitat: Uli Hoeneß teilt gegen Özil und die Medien aus.

"Ihr werdet alle manipuliert von diesen Online-Boys. Seine 35 Mio Follower - die hat er natürlich nicht - kümmern sich darum, dass Özil überragend gespielt hat, wenn er einen Querpass an den Mann bringt".

FC-Bayern-Boss Uli Hoeneß nutzt bei Sport1 den Rücktritt von Mesut Özil, um selbst gegen die Medien auzuteilen. "Ihr fallt alle drauf rein", sagt Hoeneß über Özils Social-Media-Aktivitäten.
sport1.de (2-Min-Audio), wuv.de

Mesut Özil greift Medien, Sponsor Mercedes und den DFB an.

Mic drop von Mesut: Fußball-Profi Mesut Özil verlässt die Nationalmannschaft und teilt gegen deutsche Medien, Daimler und den DFB aus. Die deutsche Presse nutze seine Herkunft und das Foto mit Präsident Erdogan, um ihn für die Mannschaftsleistung bei der WM verantwortlich zu machen. Der DFB-Sponsor Mercedes-Benz habe ihm Unterstützung versagt und ihn aus Furcht vor schlechter Presse aus einer Kampagne verbannt. Özil veröffentlicht seine Stellungnahme ausschließlich auf den eigenen Accounts auf Instagram, Facebook und Twitter.

Seinen Rücktritt aus der Mannschaft verbindet er mit dem, nach seiner Darstellung, rassistischen Verhalten des DFB-Präsidenten Reinhard Grindel. In Grindels Augen sei er Deutsch, wenn er gewinne und Immigrant, wenn er verliere. Özils Statement, veröffentlicht als Trilogie in Social Media, ruft hunderttausende Interaktionen im Netz hervor. Tausende Nutzer debattieren über alltäglichen Rassismus und Konsequenzen für den DFB. "Bild" reduziert Özils bedenkenswerte Worte für ihre Zielgruppe auf einen "Jammer-Rücktritt" und eine "wirre Abrechnung mit Deutschland".
tagesschau.de, spiegel.de, twitter.com (Statement)

Zitat: Vermarktungs-König Dietrich Mateschitz redet die Vermarktung klein.

"Wir machen Dinge entweder gut oder gar nicht. Wenn man Dinge gut machen will, heißt das, dass man sie differenziert, kreativ, intelligent, unterhaltsam, aufregend machen sollte."

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz erklärt seine Philosophie: Eine ausgereifte Idee wird ein gutes Produkt, das keine Vermarktung braucht, weil Gutes eben Erfolg hat.
"Welt am Sonntag", S. 25 (Paid)

Lese-Tipp: "Tennis Magazin" protokolliert den historischen Kerber-Sieg.

Lese-Tipp: Das "Tennis Magazin" vom Jahr Top Special Verlag erscheint anlässlich des historischen Wimbledon-Siegs von Angelique Kerber mit 20 Sonderseiten. Reporter Jannik Schneider begleitet die Spielerin durch den Finaltag und protokolliert ihre Vorbereitungen von der Ankunft im All England Club über den Sieg bis zur Live-Schaltung ins "Aktuelle Sportstudio" am Abend. Das Magazin zeigt viele Fotos und interviewt Tennis-Legende Boris Becker zum Erfolg von Kerber.
"Tennis Magazin" 8/2018 (Paid)

Basta: Eine Ente aus Kroatien.

Kroatien, ein Sommer- Lügenmärchen: Das kroatische Nationalteam spendet seine WM-Prämie an hilfsbedürftige Kinder, schreiben verschiedene Medien und berufen sich auf einen offenen Brief von Teamchef Zlatko Dalia. Herzerwärmend. Aber leider falsch. Der Brief ist Satire von Igor Premuzic, verfasst "aus einem Paralleluniversum". Ein Hinweis hätte sein können, dass der Brief diverse Politiker-Seitenhiebe enthält.
derstandard.at

"manager magazin": Allianz will 600 Mio Euro für Olympia-Sponsoring ausgeben.

Allianz plant 600 Mio Euro für Olympia-Sponsoring ein, schreibt das "manager magazin". Allianz-Chef Oliver Bäte wolle die Versicherung zu einer der 25 bekanntesten Marken weltweit machen. Er verhandele mit dem Internationalen Olympischen Komitee über ein zehnjähriges Sponsoring. Gleichzeitig wolle der Konzern besonders in Deutschland sparen. Bei den Mitarbeitern drückt der Kurs auf die Stimmung, ergibt laut "manager magazin" eine interne Befragung.
manager-magazin.de

Ronaldo-Trikots bescheren Juventus Turin einen Mio-Umsatz.

Juventus Turin hat schon vor seinem Antritt einen Teil der Ablöse für Starkicker Cristiano Ronaldo wieder eingespielt. In den ersten 24 Stunden nach Bekanntgabe des Transfers hat Juve 520.000 Trikots mit dem Namen Ronaldo und der Nummer 7 drauf verkauft - ein Umsatz von mindestens 50 Mio Euro. Kein offizielles Fan-Produkt ist wohl das Ronaldo-Klopapier.
manager-magazin.de (Trikots), mashable.com (Klopapier)