Football Leaks: Sponsoren leiteten getarnt Investments der Clubbesitzer weiter.


Fake-Sponsoring: Der "Spiegel" liefert weitere "Football Leaks"-Enthüllungen. Demnach habe der englische Club Manchester City bei Sponsoring-Einnahmen getrickst, um die Regeln zum Financial Fair Play der Uefa zu umgehen. Dafür haben offenbar auch die Sponsoren mitgeholfen. Unter anderem die Fluglinie Etihad habe Investments der Clubbesitzer aus Abu Dhabi weitergeleitet und als eigene Sponsorings getarnt. Etihad hat laut "Spiegel" 2015 insgesamt 67,5 Mio Pfund an den Verein gezahlt. Tatsächlich hätten davon jedoch nur 8 Mio Pfund von der Airline gestammt. Die übrigen 59,5 Mio Pfund habe die Abu Dhabi United Group, der Manchester City gehört, zuvor selbst an Etihad überwiesen.

Auch mit dem Investmentunternehmen Aabar habe die Clubführung solche Tricks vereinbart und durchgeführt, heißt es im Bericht. Zudem seien Sponsoring-Deals nachträglich angepasst worden, um nachträglich die Bilanz aufzubessern.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Pit Gottschalk startet Fußball-Newsletter "Fever Pit’ch".

Fußball-Newsletter: Pit Gottschalk, gerade als Chefredakteur Sport bei Funke abgetreten, startet den Newsletter "Fever Pit'ch". Der Newsletter soll täglich erscheinen, auch wenn Gottschalk betont, er könne dies aktuell noch nicht garantieren. Leser erhalten neben einer Presseschau eine Einordnung zum "Fußballthema des Tages". In der ersten Ausgabe sind dies Bayerns Pläne einer europäischen Superliga.
newsletter.pitgottschalk.de, newsletter.pitgottschalk.de (erster Newsletter), turi2.de (Background)

Video-Tipp: ARD-Doku gewährt tiefe Einblicke in die Unsportlichkeit des Profi-Fußballs.

Video-Tipp: Die ARD verpackt die Football Leaks in sehenswerte 60 Minuten. Ein Autoren-Team begleitet "Spiegel"-Reporter Rafael Buschmann "irgendwo nach Osteuropa" zu einem Treffen mit Whistleblower John. FC-Bayern-Justiziar Michael Gerlinger spricht ungewohnt offen. Ein Filmteam reist nach Katar: Der superreiche Staat hat sich den Verein Paris Saint-Germain gekauft – auch gefördert durch Deals mit dem heutigen Fifa-Chef Gianni Infantino.
mediathek.daserste.de (60-Min-Video), turi2.de (Background)

Top-Clubs planen "Superliga" – Bayern München prüfte Bundesliga-Ausstieg, belegen neue "Football Leaks".

Bayern München und andere Spitzen-Fußballvereine spielen mit dem Gedanken einer European Super League, berichten "Spiegel" und NDR nach Auswertung eines neuen Football Leaks. Die Pläne sind schon älter, doch gerade wieder aktuell geworden. Eine "bindende Absichtserklärung" soll demnach im November 2018 unterzeichnet werden, die Liga könnte 2021 starten. Bereits 2016 ließen die Bayern rechtlich prüfen, ob ein Ausstieg aus der Bundesliga und aus der Uefa möglich wäre. Der Bundesliga-Ausstieg ist offenbar fern, die Champions League würde bei Gründung einer Superliga enden.

Für die European Super League werden als Gründungsmitglieder neben den Bayern genannt: Real Madrid, FC Barcelona, Manchester United, Juventus Turin, FC Chelsea, FC Arsenal, Paris Saint-Germain, Manchester City, FC Liverpool und AC Mailand. Zu den fünf anfänglichen Gästen der Liga zählen neben Borussia Dortmund auch Atlético Madrid, Olympique Marseille, Inter Mailand und AS Rom. Im Rahmen der Football-Leaks-Recherchen haben 80 Journalisten rund 70 Mio Dokumente aus dem Spitzenfußball durchforstet.

Die Rechercheure, zusammengeschlossen im Rechercheverbund EIC, finden belastende Belege für schwerwiegende Mauscheleien hinter den Kulissen. Oberster Mauschler soll demnach Fifa-Chef Gianni Infantino sein: Die Football Leaks enthalten Dokumente über geheime Absprachen mit den Chefs von Manchester City und Paris Saint-Germain – die beiden Clubs im Besitz stinkreicher Scheichs bekamen dank Infantinos Einwirken empfindliche Strafen erlassen. Zudem soll sich Infantino für das Aufweichen des Fifa-Ethikkodex eingesetzt haben.
presseportal.de, spiegel.de (Paid), ndr.de, spiegel.de (Übersicht aller Artikel), sportschau.de (Übersicht)

Pit Gottschalk verlässt Funke, Peter Müller übernimmt als Chefredakteur Sport.


Sport frei: Pit Gottschalk (Foto links), 50, verlässt seine Position als Chefredakteur Sport bei Funke, um sich "neuen Aufgaben zu widmen". Gottschalk kam nach Stationen als Chefredakteur der "Sport-Bild" sowie als Sportchef von "Welt" und "Welt am Sonntag" Anfang 2016 zu Funke. In seinem neu aufgebauten Kompetenzzentrum Sport steuerte er alle sportjournalistischen Inhalte der Mediengruppe. Nach seinem Abgang bleibt er der Mediengruppe weiterhin als Autor treu, weitere Karrierepläne sind nicht bekannt.

Gottschalks Nachfolge tritt Peter Müller, 58, an. Er fungiert seit 2016 als leitender Redakteur bei Funke Sport. 1982 begann Hausgewächs Müller seine journalistische Laufbahn als Volontär bei der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" und berichtete u.a. von vier Welt- und Europameisterschaften im Fußball.
funkemedien.de

Analyse: FC Bayern attackiert Medien nicht zufällig, sondern strategisch.

FC Bayern richtet sich zunehmend in einer kritikfreien Medienwolke aus eigenen Kanälen ein und schottet Spieler von Journalisten ab, beobachten Daniel Bouhs und Inga Mathwig. Die Medienschelte von Hoeneß und Rummenigge gelte den Medien nicht nur als Kritikern, sondern auch als Konkurrenten. Spieler lassen sich nicht mehr auf dem Parkplatz abpassen, sie fahren direkt in die Tiefgarage. Die dpa darf seit 2009 keine eigenen Fotografen mehr zu Presskonferenzen am Vereinssitz schicken.
ndr.de

Basta: Nord-Süd-Verwirrung.

Hymnen-Hoppala: Bei einem Nachwuchs-Fußballturnier in Indonesien, Jordanien gegen Südkorea, spielen die Organisatoren versehentlich die Hymne Nordkoreas statt der südkoreanischen. Der südkoreanische Fußballverband will formale Beschwerde einreichen. Gatot Widagdo, Sprecher der Organisatoren, hat den Schuldigen, dem noch die Ohren schallen werden, längst ermittelt: Es ist natürlich der Betreiber der Musikanlage.
dtoday.de

Zitat: Bayern-Vorstand Rummenigge kündigt härtere Gangart gegen Medien an.

"Wir werden uns das nicht mehr gefallen lassen. Wir werden uns mit dem heutigen Tag diese herabwürdigende, hämische Berichterstattung nicht mehr bieten lassen."

Karl-Heinz Rummenigge, Boss des FC Bayern, skizziert auf einer denkwürdigen Pressekonferenz mit den Kollegen Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic sein Verständnis von Pressefreiheit.
bild.de

Deutsche Post will beim Sport-Sponsoring sparen.

Deutsche Post streicht ihre Ausgaben beim Sport-Sponsoring zusammen, schreibt Lars Petersen. Der Konzern steige als Sponsor bei der Fußball-Nationalmannschaft, dem DFB-Pokal sowie der Rennsportserie DTM aus. Die Post will allein so einen zweistelligen Mio-Betrag einsparen. Auch beim Personal und bei der Auslieferung von Werbung will das Unternehmen den Rotstift ansetzen.
"Bild am Sonntag", S. 7, bild.de (Paid)

DFL-Boss Christian Seifert macht die Bundesliga zum Startup-Investor.


Nach dem Spiel ist vor dem Deal: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) kündigt für die kommenden Jahre Investitionen in Medien-, Tech- und Sport-Startups an. Das Unternehmen hinter der Marke Bundesliga schafft dafür den neuen Bereich DFL for Equity. DFL-Chef Christian Seifert schnappt sich zum Auftakt der Investitions-Offensive 10% des israelischen Startups Track160. Die Künstliche Intelligenz von Track160 kann anhand eines Videos Bewegungen von Spielern und Bällen analysieren. Fußballclubs, Fernsehsender und Games-Produzenten sind potenzielle Kunden.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert will in weitere Unternehmen investieren, teils mit Geld und teils mit Zugang zu Archiv und Daten der Bundesliga. Die DFL-Tochter Sportcast produziert das TV-Bild, die International-Tochter kümmert sich um den globalen Vertrieb. Seit 2012 produziert DFL Digital Sports eigene Inhalte, vorwiegend für ausländisches Publikum und seit 2016 erhebt und verarbeitet Sportec Solutions Spieldaten. DFL for Equity kommt nun als weiterer Bereich obendrauf. (Foto: Gaby Gerster)
dfl.de

Meinung: Sport-Streamingdienst Dazn überträgt "Live-Fortbildung für Zuschauer".

Dazn liefert mit seinen Champions-League-Übertragungen "eine Art Live-Fortbildung für Zuschauer, die nicht nur das Offensichtliche hören wollen", schreibt Frank Nienhuysen. Kommentator und Experte analysieren schon während des Spiels, meist vor dem Fernseher in Ismaning. Weil die Zuschauer des Sport-Streamingddienstes beliebig zwischen den parallel laufenden Spielenden hin- und herschalten können, verzichtet Dazn auf die "Inszenierung eines Einzelspektakels".
"Süddeutsche Zeitung", S. 25 (Paid)

Sky erobert die Premier League von Dazn zurück.


Sky flying high: Der Bezahlsender schafft den Anti-Brexit und erobert die Übertragungsrechte an der britischen Premiere League zurück. Derzeit überträgt die Streaming-Plattform Dazn, die sich mit tiefen Taschen ein breites Portfolio zusammengekauft hat. Die Premier League ist ein Aushängeschild, läuft ab der kommenden Saison aber wieder für drei Jahre bei Sky.

Der Deal gilt für Übertragungen im gesamten deutschsprachigen Raum. Er umfasst TV, Web und Mobile. Sky kann außerdem Ausschnitte in seinem Nachrichten-Kanal sowie frei auf seiner Website zeigen. Nicht-Kunden können per Sky Ticket Zugang zu einzelnen Spielen kaufen. Dazn fehlt damit künftig die Liga des Fußball-Mutterlandes, die zugleich Heimatliga der eigenen Mutter ist: Dazn gehört der britischen Perform Group.
dwdl.de, presseportal.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ralph Fürther: Sky stellt sich breiter auf für die Duelle mit Netflix und Amazon.

Adidas und EA stiften Fußballer zu unmarkierter Social-Werbung an.

Adidas und Electronic Arts haben einen Schleichwerbe-Fall am Hals: Der Sportartikler und der Computerspiel-Hersteller schicken Profifußballern mit Adidas-Vetrag vor Erscheinen Exemplare des Fußball-Simulationsspiels Fifa 2019. Der Haken: Sie sollen Fotos von sich selbst beim Zocken auf ihren Social-Kanälen zeigen - ohne auf das Geschenk hinzuweisen. Bundesliga-Profi Borna Sosa hat in seinem Dankespost fälschlicherweise gleich die streitbare Social-Anweisung mitveröffentlicht.
basicthinking.de, twitter.com (Screenshot)


Zahl des Tages: BeIn Sports fordert 1 Mrd Dollar Schadenersatz von Saudi-Arabien.

Zahl des Tages: Sportliche 1 Mrd Dollar Schadenersatz fordert der Rechtehändler BeIn Sports von Saudi-Arabien. Der Vorwurf: Saudi-Arabien habe über einen Sender unrechtmäßig Spiele der Fußball-WM, der Premier und Champions League sowie der Formel 1 gezeigt. BeIn-Sports-Kunden in Saudi-Arabien hätten daraufhin ihre Abos gekündigt.
bloombergquint.com

Mediengruppe Thüringen und JenaTV arbeiten zusammen.

Mediengruppe Thüringen kooperiert mit dem Lokalsender JenaTV. Funkes Ostthüringer Zeitung liefert wöchentlich einen Kommentar für Querpass, das Fanmagazin des FC Carl Zeiss Jena. Beide Medienhäuser vermarkten die Sendung künftig gemeinsam. Die Mediengruppe Thüringen arbeitet seit März 2017 bereits mit dem Erfurter Lokalsender salve.tv zusammen.
funkemedien.de, turi2.de (Background Salve.tv)

E-Sport bringt dem "Kicker" Aufmerksamkeit, aber noch wenig Geld.

Kicker berichtet seit 2014 online auch über E-Sport. Intern war Überzeugungsarbeit nötig, die Vermarktung sah das Thema aber als Türöffner für neue Kunden und Zielgruppen, sagt Digital-Chef Werner Wittmann im "Lead"-Interview. Der Schwerpunkt liege auf Sport-Spielen und Turnier-Berichten, nicht auf Produkt-Vorstellung. Bisher mache E-Sport weniger als 1 % der Online-Nutzer aus, ziehe aber Werbekunden an.
lead-digital.de

Bild des Tages: stern 1 wird nur Zweiter, strahlt trotzdem.


Abend-Plattmacher: Im Finale des Fußball-Turniers zu 70 Jahren "stern" hat die klassisch-sternrot gekleidete Mannschaft stern 1, hier im Bild, nicht gesiegt. Die Redaktionalmannschaft des "Hamburger Abendblatts" machte sie zum zweiten Sieger. Die Teams von Nannenschule, "taz", NDR, "Spiegel", "Zeit" sowie die zweite Mannschaft des "stern" kickten finalfern. (Foto: Gruner + Jahr)
abendblatt.de

M-Studio verantwortet Kommunikation der Deutschen Eishockey Liga.

Deutsche Eishockey Liga vergibt ihren Kommunikations-Etat an die Düsseldorfer Agentur M-Studio. Die GroupM-Tochter betreut die Neu-Ausrichtung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DEL, darunter Strategie, Live Communication & Sponsoring, Content-Produktion und -Distribution sowie Influencer Marketing. Die Koordination der Kommunikation verantwortet Axel Koppermann, früher Partnerschafts-Manager bei den Hamburg Freezers.
new-business.de

Bundesliga: Sky zeigt Eurosport-Spiele in Sportbars bis einschließlich der Saison 2020/21.

Discovery und Sky kooperieren bei der Ausstrahlung von Bundesliga-Spielen. Sky Sport- und Hotelbars können über den Discovery-Kanal Eurosport 2 HD Xtra insgesamt 40 Bundesliga-Spiele zeigen, darunter u.a. 30 Freitagsspiele. Gastronomen können Spiele im Gegenzug nicht mehr über den Eurosport Player für Privatpersonen senden, was eine Preissteigerung von 50 Euro im Jahr auf mindestens 60 Euro im Monat bedeutet, wie DWDL berichtet.
discovery-networks.de, dwdl.de

DFL eröffnet eine Botschaft in New York.

Deutsche Fußball-Liga expandiert in die USA und eröffnet am 16. Oktober eine Außenstelle in New York. Die DFL betreibt damit neben Singapur ihre zweite internationale Dependance, die ebenfalls von Tochter Bundesliga International geführt wird. Der Verband wolle so "Sichtbarkeit und Strahlkraft der Bundesliga" weiter verbreiten, sagt DFL-Chef Christian Seifert.
welt.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: DFL startet ein On-Demand-Angebot für Fußball-Romantiker.

Allianz wird weltweiter Olympia-Sponsor.


Fünf-Ringe-Allianz: Der Versicherungskonzern Allianz wird ab 2019 einer der Top-Sponsoren der Olympischen Spiele, schreibt das "Handelsblatt". Am Dienstagmittag werde die Allianz die Partnerschaft im Rahmen einer kleinen, internen Feierstunde zusammen mit IOC-Präsident Thomas Bach besiegeln. Bereits im Juli hatte das "manager magazin" über Verhandlungen berichtet. Zunächst schließe die Allianz Allianzen mit den nationalen olympischen Verbänden in Frankreich, Spanien, China und Australien, ab 2021 gelte die Partnerschaft weltweit, zunächst bis zu den Sommerspielen 2028 in Los Angeles. Bei den Winterspielen 2022 in Peking taucht das Allianz-Logo erstmals bei Olympischen Spielen auf.

Über die Höhe des Deals sagen beide Seiten erwartungsgemäß nichts. Das "Handelsblatt" spricht von "weniger als einer halben Mrd Dollar". Die Allianz wäre der einzige Versicherer und der einzige deutsche unter dann 14 Top-Sponsoren, darunter Coca-Cola, Samsung oder Toyota. Ein Grund für das Engagement sei, "auch bei der jüngeren Generation verstärkt als Partner wahrgenommen" zu werden, sagt Jean-Marc Pailhol, weltweiter Konzern-Marketingchef, der den Deal eingefädelt hat.
handelsblatt.com, turi2.de

Sky-Chef Carsten Schmidt fehlt in der Fußball-Bundesliga der Wettbewerb.

Sky: Chef Carsten Schmidt sorgt sich um die fehlende Spannung in der Fußball-Bundesliga, bemängelt er im Interview mit der "Hannoverschen Allgemeinen". Auch der intensive Wettbewerb um die Plätze 2 bis 18 helfe da nicht weiter. Er warnt davor, dass die Bundesliga Zuschauer nur noch im Abstiegskampf oder bei den Champions-League-Plätzen fesselt – hierfür müsse der deutsche Fußball eine Lösung finden.
haz.de

"Bild am Sonntag": BMW soll Audi als Sponsor des FC Bayern ersetzen.


Abfahrt, Audi: Autobauer BMW könnte Audi beim FC Bayern München als Sponsor ersetzen, schreiben Kayhan Özgenc und Jan C. Wehmeyer in der "Bild am Sonntag". BMW sei schon seit Längerem Favorit von Bayern-Aufsichtsratschef Uli Hoeneß. Es gebe bereits Absichtserklärungen, FCB und BMW würden lieber heute als morgen Partner werden. Der Sponsoren-Vertrag mit Anteilseigner Audi läuft aber noch bis 2025. Die Bayern fühlen sich von der VW-Tochter vernachlässigt. Schon im Sommer wollte BMW Audi als Sponsor verdrängen. VW-Chef Herbert Diess wehrte den Angriff ab, versprach 60 Mio pro Jahr, doppelt so viel wie bisher, und eine Vertragsverlängerung bis 2030.

Würde der FC Bayern nun BMW zum Partner krönen, könnte Audi den Deal bis 2025 blockieren und würde wohl auch nur die vereinbarten 30 Mio Euro pro Jahr zahlen. BMW habe aber einen Joker in der Hand: BMW-Ingenieur Markus Duesmann soll Audi-Boss Rupert Stadler ersetzen, der wegen der Abgasaffäre in U-Haft sitzt. BMW könnte den Wechsel aufgrund einer Wettbewerbsklausel für zwei Jahre blockieren. Özgenc und Wehmeyer malen sich einen Tausch aus: Audi verzichtet auf die Bayern, dafür lässt BMW Duesmann von München nach Ingolstadt ziehen.
"Bild am Sonntag", S. 9 (Paid), turi2.de (Background)

Basta: Serena Williams ist nicht die allerbeste Verliererin der Welt.

Ganz großes Tennis: Se­re­na Wil­li­ams tritt beim Ten­nis-Fi­na­le bei den US Open zornig den Rasen platt, zertrümmert ihren Schläger und kassiert vom Schiedsrichter den kampf­lo­sen Spiel­ver­lust. Auf der Pressekonferenz danach gibt sie zu Protokoll, die Be­stra­fung sei se­xis­tisch. Ein Glück für die (Sport-)Welt: Sie wird weiter "für Frauenrechte und Gleichberechtigung" kämpfen.
stern.de

Sport-Ausrüster binden Jung-Fußballer als Markenbotschafter an.

Fußball-Talente sind oft schon mit 13 Jahren wertvolle Influencer für die Werbebranche, schreibt Ibrahim Naber. Kurzfristig gehe es Ausstattern wie Adidas, Puma oder Nike um die Reichweite der Jungkicker in sozialen Netzwerken. Langfristig hofften sie, den nächsten Mario Götze oder Thomas Müller frühzeitig an sich zu binden.
"Welt am Sonntag", S. 27 (Paid)