Meinung: Spotify unterzieht die Musikbranche einer weiteren Disruption.

Spotify verändert mit seinen Playlists und Algorithmen die Musikbranche auch außerhalb der Streamingplattform, schreibt Alexander Demling im "Handelsblatt". Automatische und von Redakteuren erstelle Playlists bestimmten immer stärker über den Erfolg von Künstlern, so dass diese zum Teil gar keine Alben mehr veröffentlichten. Statistische Daten von Spotify seien zudem zunehmend Entscheidungsgrundlage im Booking für Konzerte und Festivals. Sportify veranstalte sogar erste eigene Live-Events.
"Handelsblatt", S. 18 (Paid)

Apple kontert der Spotify-Kritik zu Appstore-Bedingungen.

Apple kassiert von Spotify-Kunden mit Free-Accounts keine Gebühren im Appstore, kontert der Konzern die Kritik von Spotify. Auch für zahlende Kunden, die über Partnerschaften mit Handy-Providern kommen, erhalte Apple keine Gebühren. Spotify sieht sich durch die Regeln im Appstore benachteiligt – auch weil Apple nicht nur den Appstore betreibt, sondern selbst als Streamingdienst agiert.
apple.com, turi2.de (Background)

Spotify verpfeift Apple bei der EU-Kommission.


Spiel mir das Lied vom Appstore: Spotify, mit Sitz in Stockholm eine der wenigen Tech-Größen der EU, klingelt bei den Brüsseler Kartellis um Hilfe gegen Streaming-Konkurrent und Geräte-Goliath Apple. Die Regeln in Apples Appstore behinderten "die freie Auswahl und Innovationen". Spotify-Chef Daniel Ek fordert u.a. klare Regeln für Appstores und freie Auswahl des Bezahlsystems für App-Anbieter.

Außerdem soll die Kommission dafür sorgen, dass Apple nicht mehr die Kommunikation zwischen App-Anbietern und Nutzern beschränken kann. Der wichtigste Kartellaspekt: Apples Bezahlsystem mit seinen 30 % Provision benachteilige Spotify und andere Konkurrenten gegenüber dem hauseigenen Musikdienst Apple Music. Außerdem hindere Apple Spotify daran, Nutzer auf konzerneigener Hardware wie der Apple Watch und dem Lauschsprecher Homepod zu erreichen.
spiegel.de, heise.de, bloomberg.com, newsroom.spotify.com

Autor Friedemann Karig interviewt Promis in Exklusiv-Podcast bei Spotify.

Spotify erweitert sein Angebot an exklusiven deutschen Podcasts: Autor Friedemann Karig interviewt in Friedemann & Freunde alle 14 Tage Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Medien. Zum Auftakt spricht Karig mit Moderatorin Jeannine Michaelsen über das Frauenbild im TV. Spotifys Kalkül: Mit Gratis-Podcasts Nutzer anlocken und dann für Bezahl-Abos gewinnen.
handelsblatt.com

"FT": Spotify verkauft Mini-Musikanlage für Autos.

Spotify schraubt an einer kleinen Musikanlage mit Sprachsteuerung für Autos, schreibt die "Financial Times". Die etwa 100 Dollar teuren Geräte sollen Spotify-Inhalte über Bluetooth auf die Boxen übertragen – Autofahrer können ihre Playlists und Podcasts ohne Fummelei am Handy hören. Mit einem eigenen Produkt würde Spotify unabhängiger werden von Amazon, Google und Apple, die eigene Systeme in Autos einbauen.
ft.com (Paid), theverge.com, turi2.de (Background)

"All I Want For Christmas Is You" stellt Streaming-Rekord auf.

Musik-Streaming: Ganze 11 Mio Mal ist der Song "All I Want for Christmas I You", gesungen von Mariah Carey, am 24. Dezember bei Spotify gestreamt worden und stellt damit einen neuen Rekord auf. Schlappe 92.400 Dollar Tantiemen müssen sich Plattenlabel, Produzenten, Song-Schreiber und Sängerin teilen. Kein Grund für Mitleid: Allein mit dem Weihnachtshit hat Carey von 1994 bis 2017 rund 60 Mio Dollar eingespielt.
qz.com

Spotify und Wixen einigen sich im Musikrechte-Streit außergerichtlich.

Spotify und Wixen Music Publishing legen ihren Streit um Musikrechte bei und einigen sich außergerichtlich in einem Vergleich. Die Höhe des Vergleichs ist nicht bekannt, es sei aber eine für "beide Seiten vorteilhafte Beziehung für die Zukunft" geschlossen worden. Wixen hatte Spotify wegen Urheberrechtsverletzungen Ende 2017 auf 1,6 Mrd Dollar verklagt.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

YouTube halbiert die Preise für seine Dienste Music und Premium für Studenten.

YouTube will sich auf dem Campus beliebter machen und halbiert die Abo-Preise für seine Dienste YouTube Music und YouTube Premium. Auch die Konkurrenten Spotify und Apple Music bieten für Studenten vergünstigte Tarife an. Der Rabatt gilt vorerst für Studenten in den USA, soll aber auf weitere Länder ausgeweitet werden.
cnet.com

Spotify lässt Künstler ohne Label Musik direkt hochladen.

Spotify lässt erste Musiker direkt ihre Songs hochladen – ohne Umweg über ein Label oder einen anderen Distributoren. Die Funktion ist zunächst ein Test. Anders als bei Soundcloud erscheinen Songs nicht sofort. Spotify empfiehlt einen Upload mindestens fünf Tage vor geplantem Erscheinungs-Termin, weil die Inhalte zunächst gecheckt werden.
artists.spotify.com, theverge.com

Zitat: Jan Böhmermann sieht sich als menschlicher Hafen zwischen Algorithmen.

"Spotify ist eine ausgefeilte Tech-Plattform, doch der menschliche Zugang fehlte. Heute bilden wir den menschlichen Hafen für Leute zwischen all den Algorithmen."

Moderator Jan Böhmermann erklärt bei der Dmexco, warum Olli Schulz und er zu Spotify passen. Ihre Sendung Fest und Flauschig ist der weltweit meistgehörte Podcast bei Spotify.
horizont.net

Zahl des Tages: Spotify erlaubt 10.000 Offline-Songs pro Gerät.

Zahl des Tages: Auf 10.000 Titel pro Gerät erhöht Spotify die Zahl der Songs, die zahlende Kunden zur Offline-Nutzung herunterladen können. Bisher waren es 3.333. Statt auf drei können Nutzer die Offline-Funktion nun auf fünf Geräten nutzen. Die Gesamtzahl der Titel in der persönlichen Musik-Bibliothek bleibt auf 10.000 begrenzt.
rollingstone.com via theverge.com

Spotify sperrt einige Episoden des Verschwörungs-Podcasts "Infowars".

Spotify nimmt Teile des Podcasts Infowars von Verschwörungstheoretiker Alex Jones aus dem Programm. Grund sind Nutzerbeschwerden - von sich aus überprüft Spotify die Inhalte nicht. Jones leugnet den Klimawandel und behauptet u.a., dass die US-Regierung an den Anschlägen vom 11. September beteiligt war. Auch YouTube und Facebook haben bereits Videos von ihm gelöscht.
spiegel.de

Spotify wächst dank Familien-Abos.

Spotify-Logo ohne Schriftzug 150Spotify kann im zurückliegenden Quartal 8 Mio neue Abonnenten gewinnen und kommt nun auf 83 Mio zahlende Nutzer. Ein Großteil des Wachstums geht laut dem Streaming-Anbieter auf Familien-Abos zurück. Auch das Bundle-Angebot mit der Online-Videothek Hulu habe zum Wachstum beigetragen. Dennoch schreibt Spotify weiter Verluste. Der Nettoverlust liegt bei 394 Mio Dollar und ist damit doppelt so hoch wie im Vorquartal.
engadget.com

Musik-Streaming übersteigt den Umsatz von CDs.

Audio-Streaming überholt im ersten Halbjahr 2018 erstmals den Umsatz von Audio-CDS, sagt der Bundesverband Musikindustrie. Spotify und Co machen inzwischen 47,8 % des Gesamt-Umsatzes von 727 Mio Euro aus, ein Zuwachs von 35 %. Musik-CDs steuern nur noch 34,4 % bei, fast 25 weniger als Mitte 2017. Auch der Anteil von Downloads ist mit 8,5 % weiter rückläufig.
faz.net, musikindustrie.de

Audio MA: WDR 2 und SWR 3 überholen Bayern 1 als meistgehörten Sender.

Bayern 1 ist laut den Daten der neusten Audio MA nicht mehr der meistgehörte Radiosender in Deutschland. Werktäglich verliert der Sender 112.000 Hörer pro Stunde und kommt auf eine Reichweite von 1.017.000 Hörern. SWR 3 mit 1,095 Mio Hörern (+ 130.000) und WDR 2 mit 1,101 Mio Hörern (+ 111.000) ziehen vorbei. Noch mehr Hörer erreicht lediglich das Mantelprogramm radio NRW, das fast unverändert auf 1,680 Hörer pro Stunde kommt. Während das Radio insgesamt eine Tagesreichweite von 54,64 Mio erreicht, weißt die Audio MA für den Streaming-Anbieter Spotify eine Tagesreichweite von 1,725 Mio Hörern aus.
meedia.de, agma-mmc.de

Apple Music holt in den USA langsam Spotify ein.

Apple Music schließt in den USA langsam zu Spotify auf, in der vergangenen Woche hatte Apple laut Insidern aus der Musikbranche rund 21 Mio Nutzer, vor einem Jahre waren es noch 13 Mio. Spotify hat sich im selben Zeitraum von 17 auf rund 22 Mio Nutzer gesteigert. Besonders das neue Album von Drake hat Apple Music mit 170 Mio Streams im Vergleich zu Spotifys 130 Mio einen Vorteil verschafft.
ft.com

Spotify stellt selbst produziertes, deutsches Hörbuch vor.

Spotify startet die deutsche Hörbuch-Serie "Das allerletzte Interview". Hiphop-Moderatorin Visa Vie erzählt in diesem fiktionalen Krimi von einem geplanten Mord am bekanntesten deutschen Rapper. Spotify stellt die zehn Folgen, wie auch sein Musik-Angebot, kostenfrei und werbefinanziert zur Verfügung. Die Amazon-Plattform Audible verlangt nach einer Testphase rund 10 Euro im Monat.
spotify.com, box.com (Pressemitteilung)

Spotify will künftig stärker mit Künstlern direkt verhandeln.

Spotify versucht dem Beispiel der Video-Streaming-Plattformen nachzueifern und will künftig nicht nur Nutzungsrechte kaufen, sondern eigene exklusive Inhalte produzieren lassen, beobachtet Christian Erxleben. Dafür beginnt der Musikdienst ohne Labels als Zwischenhändler direkt mit Künstlern zu verhandeln. Dabei verlange Spotify zunächst keine exklusiven Rechte und geht nicht auf Konfrontationskurs mit den Labels, könnte bei Erfolg das Modell aber nach und nach ausbauen.
basicthinking.de

Spotify gibt Gratis-Nutzern mehr Funktionen.

Spotify verbessert sein Angebot für Gratis-Nutzer, indem es ihnen in mindestens 15 Playlisten erlaubt, einzelne Songs auszuwählen. Bisher ist die Reihenfolge der Lieder einer Playlist zufällig und die Gratis-Nutzer können Titel nur eingeschränkt überspingen. Außerdem spendiert der Streaming-Dienst seiner App einen Modus mit weniger Datenverbrauch.
handelsblatt.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie beim Spotify-Konkurrenten Deezer aus Daten ein Musik-Programm wird.

Wie würden Sie für turi2 werben, Herr Wahl? Der RMS-Chef erklärt Radiowerbung in digitalen Zeiten.


Bleibt alles anders: Das Geschäft mit Radiowerbung hat sich in den vergangenen 20 Jahren komplett verändert, sagt Matthias Wahl, Chef des Privatradio-Vermarkters RMS. Seit knapp einem Jahr verantwortet Wahl die Arbeit des Radio-Werberiesen aus Hamburg. Im Interview mit turi2.tv am Rande des Radio Advertising Summit in Düsseldorf schwärmt er von den neuen digitalen Möglichkeiten.

So könne der Vermarkter schon bei der Planung von Spots die Affinität der Hörer für eine Marke mithilfe von Daten ermitteln und die Spots darauf ausrichten, erklärt er am Beispiel der Marke turi2. Dank Echtzeitbuchung könnten etwa Reifenhersteller ihre Winterreifen-Angebote passend zum Wetterbericht über den ersten Frost platzieren.

Überhaupt glaubt Wahl an eine große Zukunft für das Genre Audio – und das liege auch an Spotify. "Wir sind natürlich auf irgendeiner Stufe Wettbewerber", sagt der RMS-Chef, "aber wir sind längst an einem Punkt, wo das ein Wettbewerb ist, der das Geschäft belebt." Bei der RMS hat man jedenfalls Erfahrungen mit dem schwedisch-stämmigen Startup. Vor Wahls Zeit als Chef ließ sich Spoitfy in Deutschland von RMS vermarkten.
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)