Zitat: Matthias Brügelmann erkennt Nachholbedarf der "Bild"-Gruppe bei Sportpolitik.

"Wichtig ist die Feststellung, dass Sportpolitik bei uns unterbelichtet war und dass wir das ändern."

Matthias Brügelmann, Sport-Chef der gesamten "Bild"-Gruppe, räumt im "Horizont"-Interview Nachholbedarf bei Recherchen zu Doping und Sportpolitik ein. Er will das Investigative stärken.
"Horizont" 08/2018, S. 21 (Paid), horizont.net (Zusammenfassung)

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre das ein deutscher Schwergewichtsboxer. Es fehlt einer wie Axel Schulz. Er war nie Weltmeister, aber die Menschen haben ihn ins Herz geschlossen."

Über die Auflage der "Fußball Bild":
"Wir haben uns vielleicht mehr erhofft. Aber wir lernen auch viel."Kommentieren ...

Springers "Bilanz" startet eine Kiosk-Offensive und senkt die Auflage deutlich.

Springer wirft sein Wirtschaftsmagazin "Bilanz" aus den Einzelverkaufs-Ausgaben der "Welt" und startet eine Kiosk-Offensive für den eigenständigen Verkauf des Magazins. Trotz einer etwa 40 % geringeren Auflage sollen die Anzeigenpreise gleich bleiben, schreibt "Horizont". Das Magazin verpasst sich eine neue Titel-Optik und ein neues Heft-Layout und trennt sich dafür von Werbeprofi Jean-Remy von Matt als Titelseiten-Gestalter.
"Horizont" 08/2018, S. 6 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Pressegrosso und Verlags-Koalition einigen sich bis 2023.

In der Preis-Presse: Der Bundesverband Pressegrosso und die Verlags-Allianz von Springer, Burda, Gruner + Jahr, Bauer, Funke, Spiegel und Klambt einigen sich über neue Handelsspannen im Vertrieb - sie werden wohl geringer ausfallen. Die Regelung gilt für fünf Jahre, sie soll das Vertriebssystem "zukunftsfest" machen und den Systembeitrag einzelner Zeitschriften gerechter verteilen. Springer schließt mit dem Pressegrosso eine Extra-Vereinbarung über den Vertrieb von "Bild" und "Welt" über drei Jahre.

"Horizont" analysiert, durch die neue Regelung dürfte die Zahl der Grossisten abnehmen. Titel mit einem geringen Umsatz pro Einzelhändler sollen ab März mehr für das Vertriebssystem zahlen. Dies trifft vor allem Titel, die eher für den Anzeigenmarkt konzipiert sind und mit dem Verkauf wenig Geld erwirtschaften, schreibt Roland Pimpl. Titel könnten ihre Preise anpassen.
"Horizont" 08/2018, S. 1, 2 und 11 (Paid), handelsblatt.com (Paid), meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Grosso-Chef Frank Nolte hofft auf Einigung mit Verlagen.
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Meinung: "Bild" wird unter Julian Reichelt schärfer, glaubt Stefan Winterbauer.

bildlogoBild ist unter Julian Reichelt wieder "aggressiver und rechter" geworden als zuletzt unter Kai Diekmann und Tanit Koch, schreibt Stefan Winterbauer. Vor allem in Sachen Politik schlage "Bild" einen "zunehmend scharfen bis schrillen Ton" an. Das Springer-Blatt bediene sich vermehrt Methoden der Yellow-Press und betreibe mit irreführenden Schlagzeilen "Klick-Baiting im Gedruckten".
meedia.deKommentieren ...

"Bild" zeigt Manipulationsmöglichkeiten bei SPD-Mitgliederabstimmung.

bildlogoBild deckt mutmaßliche Manipulationsmöglichkeiten bei der SPD-Mitgliederabstimmung über die Bildung einer großen Koalition auf. Das Blatt schleust Hund Lima als Parteimitglied in die SPD ein. Der Hund aus Berlin bekommt per Post die Ankündigung, in den kommenden Tagen die Unterlagen für die Abstimmung zu erhalten. Nikolaus Blome, Vize-Chef der "Bild", fordert, das Mitgliedervotum zu stoppen. In der Regel treffen die Ortsverbände von Parteien potenzielle Mitglieder vor der Aufnahme in die Partei.
"Bild", S. 1-3 (Paid), bild.de, bild.de (Blome), twitter.com (Reaktion SPD-Politiker Heil)1 Kommentar

Springer gründet Holdings für Konzernaufgaben in Hamburg und Berlin.

Springer gründet neue Holdings in Hamburg und Berlin, die als "verbindende Klammer" übergreifend Konzernfunktionen an beiden Standorten erfüllen sollen, schreibt Gregory Lipinski. Ein Personalabbau sei nicht "vorrangig das Ziel", sagt eine Verlagssprecherin, durch den Wegfall von Doppelstrukturen werden es aber "natürlich Einsparungen geben". Springer-Chef Mathias Döpfner will die Mitarbeiter am Mittwoch über Details informieren.
meedia.deKommentieren ...

"Welt" stellt am ersten Tag der Rubrik "Free them all" Ahmet Altan vor.

Welt stellt am ersten Tag ihrer neuen Rubrik "Free them all" Ahmet Altan vor. Der türkische Journalist ist seit 2016 wegen seiner Arbeit in der Türkei im Gefängnis und am Freitag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die neue Rubrik erscheint auf der Titelseite an der Stelle, an der die "Welt" bislang an Deniz Yücel erinnert hat.
"Welt", S. 1 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Außenministerium hat "Welt" zugesichert, dass es keinen Deal zur Yücel-Freilassung gibt.


Ohne Gegenleistung: Das Auswärtige Amt hat der "Welt" eine "Zusicherung" gegeben, dass es keinen Deal zur Freilassung von Deniz Yücel gibt, sagt "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt bei "Anne Will". Poschardt glaube dem Versprechen. Auf die Frage, was Yücel von einer Gegenleistung für seine Freilassung halten würde, antwortet Poschardt: "Er würde nicht kommen wollen, wenn es einen Deal gäbe."

Poschardt lobt u.a. den Einsatz von Sigmar Gabriel, Gerhard Schröder und Peter Altmaier für die Freilassung Yücels. Er habe in den vergangenen Monaten einen großen Respekt vor den Schwierigkeiten der Realpolitik bekommen.

Die Linke-Politikerin Sevim Dağdelen bezweifelt in der Sendung, dass Erdogan den "Welt"-Korrespondenten ohne Gegenleistung freigelassen habe. Auf die Nachfrage von Poschardt, ob sie meine, dass Außenminister Gabriel lüge, will Dağdelen diesen Vorwurf aber nicht erheben.
mediathek.daserste.de (63-Min-Video), spiegel.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Springer, Döpfner, Aust, Hanks und Spielberg sprechen in der "WamS" über Pressefreiheit.

Aufeinandertreffen: Friede Springer, Mathias Döpfner, Stefan Aust, Tom Hanks und Steven Spielberg sprechen in der "Welt am Sonntag" auf vier Seiten über die Pressefreiheit. Anlass ist Spielbergs neuer Film "Die Verlegerin", der von "Washington Post"-Verlegerin Katherine Graham und der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere handelt. Laut den Gesprächspartnern muss die Presse heute mehr für ihre Freiheit kämpfen als damals, insbesondere weil der wirtschaftliche Druck stärker sei.
"Welt am Sonntag", S. 11-14, welt.de (Paid)
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Bild des Tages: Deniz Yücel atmet die Luft der Freiheit.


Endlich in Freiheit: Deniz Yücel und seine Frau Dilek liegen sich in den Armen. Nach mehr als einem Jahr darf der "Welt"-Korrespondent die türkische Untersuchungshaft verlassen. Die Gefängnismauern und Stacheldrahtzäune kann Yücel endlich hinter sich lassen. In der Hand hält er einen Strauß Petersilie, den ihm seine Frau mitgebracht hat. Die Pflanze erinnerte ihn im Gefängnis an seine Dilek, nachdem sie in einem gemeinsamen Urlaub Petersilie zur "Blume unserer Liebe" erklärt hatten. (Foto: Veysel Ok bei Twitter)Kommentieren ...

Update: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel ist frei.


Deniz is free: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel ist aus türkischer Untersuchungshaft frei. Er sei bereits auf dem Weg zum Flughafen in Istanbul, sagte Außenminister Sigmar Gabriel bei einer Pressekonferenz am Nachmittag. Yücels Ziel sei ihm unbekannt. Es habe keine "Deals" mit der Türkei gegeben, betont Gabriel, abgesehen von der Verfahrensbeschleunigung auch keine politische Einflussnahme. Am Vormittag hat ein Gericht in Istanbul die Freilassung Yücels für die weitere Dauer des Verfahrens angeordnet. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Anklage vorgelegt, die 18 Jahre Haft fordert.

Springer-Chef Mathias Döpfner zeigt sich "unendlich erleichtert" und dankt allen, die sich für Yücels Freilassung eingesetzt haben, insbesondere Sigmar Gabriel. "Es ist ach ein guter Tag für den Journalismus und für die Freiheit", sagt Döpfner. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt berichtet von Freudentränen im Newsroom: "Das ist der schönste Tag in meinem Berufleben als Journalist." Gabriel appelliert im Blick auf fünf weitere Deutsche, die in der Türkei inhaftiert sind: "Ich glaube, dass wir jetzt das Momentum nützen müssen, auch da über Verfahrensbeschleunigung zu sprechen."

Vorgestern jährte sich der Tag, an dem Deniz Yücel ohne Anklage ein Jahr im Gefängnis saß. Die Inhaftierung hatte die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei enorm belastet. Die türkischen Behörden werfen Yücel Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vor.
welt.de, spiegel.de, axelspringer.de, esslinger-zeitung.de (Anklageschrift)1 Kommentar

Hör-Tipp: "Welt" gibt im neuen Insider-Podcast Einblick hinter die Kulissen.

Welt startet einen Insider-Podcast, in dem Redakteure regelmäßig hinter die Kulissen blicken. Das Thema der ersten Ausgabe ist der in der Türkei inhaftierte Korrespondent Deniz Yücel. Chefredakteur Ulf Poschardt spricht im Podcast darüber, wie er lernen musste, Diplomatie walten zu lassen. Außenpolitik-Redakteur Daniel Böhmer beschreibt, wie es Yücel in der Haft geht und wie sein Ressort unter seinem Fehlen leidet.
welt.de, soundcloud.com/weltinsider (13-Min-Audio)Kommentieren ...

#FreeDeniz: "Welt" berichtet über politische Gefangene.

Deniz Yücel sitzt heute seit einem Jahr ohne Anklageschrift in einem türkischen Gefängnis. Die "Welt" sucht Mut machende Worte für ihren Korrespondenten: Auf einer Doppelseite erzählen politische Gefangene "verschiedener Zeiten und Länder", wie sie ihre Haft "erlebt und überlebt" haben.
"Welt", S. 6-7Kommentieren ...

Stephanie Caspar wird Springers Technologie- und Daten-Vorstand.



Hoch-Springerin: Stephanie Caspar, 44, wird die erste Frau im Springer-Vorstand, der damit auf fünf Personen wächst. Sie verantwortet konzernweit das neue Ressort Technologie und Daten, zusätzlich zu ihrer bisherigen Funktion als Digital-Chefin. Vorstandschef Mathias Döpfner lobpreist: "Mit Stephanie Caspar wird Technologie-Kompetenz aufgewertet und endlich auch im Vorstand mit eigenem Ressort vertreten sein."

Vorstandsmitglied Jan Bayer, verantwortlich für News Media, übernimmt von Andreas Wiele zusätzlich die Verantwortung für die reichweitenbasierten Marketing-Media-Angebote wie idealo.de. Wiele konzentriert sich auf das performancebasierte Angebot Awin und das Rubrikengeschäft.
axelspringer.de, turi2.tv (5-Min-Video mit Stephanie Caspar)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Stephanie Caspar denkt und lenkt digital.

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Politico Europe beendet deutschsprachigen Newsletter, Florian Eder schreibt Englisch.


Newsletter-Deuxit: Politico Europe, Joint Venture von Springer und Politico, zieht bei seinem deutschsprachigen Newsletter Morgen Europa den Stecker. Der verantwortliche Redakteur Florian Eder übernimmt das englischsprachige Pendant Brussels Playbook mit 77.000 Abonnenten. Zahlen zur seit knapp zwei Jahren erscheinenden deutschsprachigen Version verrät Politico nicht.

Alle Abonnenten von Morgen Europa werden automatisch zum Playbook-Verteiler hinzugefügt. Der bisherige Playbook-Redakteur Ryan Heath, Australier und einst Sprecher der EU-Kommissarin Nelie Kroes, wird leitender Politikredakteur. Neben seinem Podcast EU Confidential soll er sich federführend um die Berichterstattung zur Europawahl 2019 kümmern.
per MailKommentieren ...

Mobilfunkanbieter vereinfachen Login mit Mobile Connect.

Login-Allianz: Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone Deutschland schließen sich zusammen und vereinfachen und vereinheitlichen das Einloggen mithilfe von Mobiltelefonen. Durch den GSMA-Dienst Mobile Connect können sich Nutzer ab Mitte 2018 mit Telefonnummer und Handy einloggen, die Eingabe von Nutzername und Passwort entfällt.

Springers Daten-Bündnis Verimi will den Dienst Mobile Connect, der in Konkurrenz zum einheitlichen Login mit dem Facebook- oder Google-Konto steht, ebenfalls nutzen und so das Einkaufen in Online-Shops oder die Anmeldung in Internet-Portalen sicher vereinheitlichen. Auch der Kontakt mit Behörden soll so ermöglicht werden.
heise.deKommentieren ...

Porträt: Julian Reichelt führt "Bild" vom Schützengraben aus.

Julian Reichelt pflegt auf seinem "Bild"-Feldherrenhügel weiter seinen "Militär-Spleen", beobachtet Ulrike Simon. Reichelt fördert ausgesuchte Nachwuchskräfte, indem er sie am "Bild"-Balken durch Schlagzeilengewitter schickt und hat in seinem Büro tatsächlich ein Feldbett stehen. Etwas müsse schiefgelaufen sein, "in früher Kindheit oder bei einem seiner Einsätze als Kriegsreporter", amüsiert sich Ulrike Simon.
horizont.netKommentieren ...

"Bild" druckt Auszüge aus Paul Ronzheimers Sebastian-Kurz-Biografie.

Bild rollt Reporter Paul Ronzheimer den roten Teppich aus: Ronzheimer darf seine Sebastian-Kurz-Biografie per Vorabdruck auf Seite 2 und auf bild.de vermarkten. Im Blatt verweist "Bild" darauf, dass Springer nicht am herausgebenden Herder-Verlag beteiligt sei. In Teil 1 der Serie erzählt Ronzheimer, aus welcher Familie Österreichs junger Kanzler stammt.
"Bild", S. 2, bild.deKommentieren ...

"B.Z." verkauft ihre "Mauer-Ausgabe" an den früheren Standorten der Mauer.

Springer verkauft seine "B.Z." zum Zirkeljubiläum der Berliner Mauer an fünf Orten, an denen die Mauer einst stand. Händler stehen u.a. an der Bernauer Straße und der Eastside Gallery. Leser können auf der zugeklebten Titelseite die Mauer noch einmal symbolisch einreißen. Montag ist die Mauer 10.316 Tage weg, also genau so lang, wie sie Berlin einst teilte.
per Mail

Aktuell bei turi2.tv: Chefredakteur Jochen Arntz erzählt, wie die "Berliner Zeitung" das Mauer-Jubiläum feiert.
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Springer beschäftigt 2013 einen BND-Mann im Sicherheitsteam.

Springer hat 2013 einen BND-Mitarbeiter als Vize-Si­cher­heits­ma­na­ger beschäftigt, findet der "Spiegel" heraus. Der Nebenjobber habe "kei­nen Zu­gang zu sen­si­blen In­for­ma­tio­nen ge­habt", teilt Springer mit. Der Mann selbst sagt, nicht im Schnüffel-Auftrag unterwegs gewesen zu sein. Der Mann ist zurzeit wegen einer anderen Sache vom Dienst suspendiert.
"Spiegel" 6/2018, S. 22 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Tanit Koch wollte keine Kompromisse mehr.

"Wenn zwei Menschen professionell nicht harmonieren, lässt sich das eine Zeitlang durch Kompromisse ausgleichen. 2017 war davon geprägt, bis meine Kompromissbereitschaft an ihre Grenzen gelangte."

Die scheidende "Bild"-Chefin Tanit Koch erklärt in ihrer Abschiedsmail, sie trete zurück, weil sich "Bild" durch Klarheit und nicht durch Kompromisse auszeichne.
kress.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Tanit Koch verlässt "Bild".


Jetzt reich(el)ts: Tanit Koch verlässt "Bild", ihren Job als Chefredakteurin übernimmt Julian Reichelt zusätzlich. Der Vorsitzende der Chefredaktionen ist damit nun Herr im Haus, sein Verhältnis zu Koch galt als schwierig. Springer-Boss Mathias Döpfner soll den Machtkampf persönlich zugunsten von Reichelt entschieden haben, schreibt Meedia.

Tanit Koch gilt als loyale Anhängerin von Ex-Herausgeber Kai Diekmann. Ihr Aufstieg zur Chefredakteurin war vielfach auch als Entscheidung gegen Reichelt verstanden worden. Mathias Döpfner schreibt in der Abschieds-Mitteilung: "Die Verantwortungskonstellation in der Chefredaktion war zwar gut gemeint, hat aber in der Praxis nicht funktioniert. 'Bild' braucht ganz klare Verhältnisse."
axelspringer.de, meedia.deKommentieren ...

lexikon2: Alexandra Jahr.


Alexandra Jahr ist eine Art Vielseitigkeits-Meisterin im Verlegen von Special-Interest-Zeitschriften. Geduld, Fingerspitzengefühl und Kreativität benötigt die leidenschaftliche Jägerin nicht nur auf dem Hochsitz, sondern auch als Verlegerin, sagt sie im Interview mit turi2.tv. Das Verleger-Gen ist der Enkelin von John Jahr senior in die Wiege gelegt. Weiterlesen …

"Welt am Sonntag" druckt umstrittenes Gedicht auf 15 Seiten.



Protest für Poesie: "Welt am Sonntag" druckt auf satten 15 Seiten ein Gedicht des Künstlers Eugen Gomringer. Das kurze Stück prangt in Klebezettel-Optik auf Zeitungsseiten verschiedener Ressorts. Gomringers Gedicht "Avenidas y Flores" soll nach Studierenden-Protesten wegen Sexismus-Verdachts von einer Hausfassade entfernt werden. Sein Text erinnere an die alltägliche sexuelle Belästigung von Frauen.

"Welt am Sonntag"-Chefredakteur Peter Huth wettert in einem Editorial gegen den Versuch, Sprache um jeden Preis zu politisieren. Huth nennt es eine Unterwerfung vor der Sprachpolizei, das Gedicht zu entfernen. Poesie verschwinde unter Burkas aus Wandfarbe, die Gedicht-Gegner seien Tugendterroristen.

Gomringers Gedicht lautet: "avenidas / avenidas y flores / flores / flores y mujeres / avenidas / avenidas y mujeres / avenidas y flores y mujeres y /un admirador". Die deutsche Übersetzung: "Alleen / Alleen und Blumen / Blumen / Blumen und Frauen / Alleen / Alleen und Frauen / Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer".
"Welt am Sonntag" (Paid), zeit.de (Background)1 Kommentar

Datenallianz Verimi will mit Dienstleistungen auch Geld verdienen.

Verimi, Datenallianz deutscher Konzerne, will mit Services Geld verdienen. Nutzer sollen mit Verimi nicht nur ein zentrales Passwort haben, sagt Chefin Donata Hopfen. Sie sollen auch Führerschein und Personalausweis hinterlegen können, um sich für Mietautos und Finanzprodukte zu legitimieren. Verimi bekommt dann Provision. Der Dienst soll im Frühjahr starten.
handelsblatt.com (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Donata Hopfen, im März 2017 noch als Verlagschefin von "Bild".
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Nachrichten-Apps sind für Medienhäuser Fluch und Segen zugleich.

Nachrichten-Apps wie Springers Upday für Samsung Smartphones generieren nicht nur für sich selbst starke Reichweiten, sondern steigern auch die Zugriffszahlen bei den Medien, deren Nachrichten sie verbreiten, skizziert Karoline Meta Beisel. Dem gegenüber stehe jedoch die Angst der Medienhäuser, Werbekunden an die Reichweiten-starken Aggregatoren zu verlieren.
sueddeutsche.deKommentieren ...

"Hamburger Morgenpost" sucht Umsatz abseits des Journalismus.


Boulevard und Business: Die "Hamburger Morgenpost" will Umsatz und Marke mit neuen Nebengeschäften stabilisieren. Susan Molzow (Foto), Geschäftsführerin des DuMont-Blatts, spricht beim Presse-Lunch in Hamburg von Geschäftsfeldern, abseits vom klassischen Verlagsgeschäft und Journalismus, ohne konkret zu werden. Derzeit liefen "Partnergespräche". Aktuell verdient sich die "MoPo" als Veranstalter des Fahrrad-Festivals Velo und einer Jobmesse sowie mit Corporate Publishing ein Zubrot.

"Die gedruckte Zeitung ist das Herzstück der Marke 'Morgenpost'", sagt Chefredakteur Frank Niggemeier. Print sei für den Verlag trotz sinkender Auflagen weiterhin das wichtigste Geschäft. Der geplante Umzug vom maroden Standort Griegstraße in den modernen Neubau OttensenOpen soll im Juni oder Juli über die Bühne gehen, sagt Molzow.

Auch in der Vermarktung geht der Verlag neue Wege: Eine regionale Vermarktungs-Kombi mit dem "Abendblatt" von Funke und der "Bild" Hamburg befinde sich im Laborstadium und werde Kunden bereits angeboten.
turi2 vor Ort beim Presse-Lunch der "MoPo" in HamburgKommentieren ...

"manager magazin" kritisiert Klitschko, Keese und Co als "Rattenfänger".

Schlecht beraten: Das manager magazin sieht bei deutschen Unternehmenslenkern angesichts der drohenden Digitalisierung eine "fatale Mischung aus Unsicherheit und Profilierungssucht" - und als Folge davon Hochkonjunktur für Digitalberater. Unter ihnen seien viele "Scharlatane", schreibt das Wirtschaftsblatt in seiner Februar-Ausgabe. Die Autoren Philipp Alvares und Eva Müller haben als "Rattenfänger von Digitalien" unter anderem Wladimir Klitschko, Christoph Keese und Christoph Bornschein ausgemacht.

Klitschko sei ein "Trittbrettfahrer", er klinge zum Thema "Challenge Management" wie ein "Lifecoach aus der Provinz", er präsentiere Plattitüden "mit der weihevollen Aura eines Predigers". SAP und Telekom hätten den Ex-Boxweltmeister im Schwergewicht bereits engagiert - ein "K.O. durch Kompetenzsimulation", so das "manager magazin". Unter die "Onlinegurus und sogenannten Evangelisten" zählt das Blatt auch Springer-Mann Christoph Keese. Der monetarisiere "eine längere Studienreise im Silicon Valley".

Als williges Opfer sieht das "manager magazin" unter anderem Daimler-Boss Dieter Zetsche, der sich neuerdings mit Cowboy-Stiefel und Käppi als eine Art "König des Nonkonfirmismus" präsentiere. Die Berater mit "mehreren tausend Euro Tagessatz" profitierten davon, dass die Manager "unbedingt etwas Digitales anstoßen" wollen, aber "oft nicht wissen was". Der Markt für Digitalberatung, von dem auch klassische Consulter wie PwC und McKinsey profitieren, belaufe sich hierzulande laut einer Studie von Deloitte bis 2019 auf 175 Mrd Euro.
manager magazin 2/2018, S. 68-77, abo.manager-magazin.de1 Kommentar

Adblocker Admob gibt gegen Springer auf.

Springer setzt sich gegen den iOS-Adblocker Admop durch. Die Schweizer Firma iPhonso gibt eine Unterlassungserklärung ab, die gleichzeitig das Ende ihres Adblockers bedeutet. Die Firma will das Kostenrisiko gegen Springer nicht eingehen. Schon nach einer einstweiligen Verfügung 2016 hatte iPhonso Admob aus dem App-Store genommen. In einen anderen Verfahren zwischen Springer und Adblock Plus stehen die Chancen für den Adblocker besser.
heise.de, nzz.ch (Background Admob), heise.de (Adblock Plus)
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NowThis beerdigt seine Nur-Plattform-Strategie, legt sich eine altmodische Homepage zu.

Die Homepage lebt: Springer-Beteiligung NowThis hat sich von der reinen Plattform-Strategie verabschiedet und bietet die eigenen Beiträge nun auch auf einer eigenen Destination an, unter Nowthisnews.com. Die Marke hat seit 2015 auf eine eigene Website verzichtet. Mittlerweile sei die Marke zugkräftig genug, um Nutzer auf ein eigenes Objekt zu ziehen, argumentiert Chef Athan Stephanopoulos.
meedia.de, businessinsider.deKommentieren ...

WDR ist als Gesellschafter aus Radio NRW ausgestiegen.

WDR Logo 150WDR ist wie geplant als Gesellschafter aus Radio NRW, dem größten deutschen Lokalradio-Verbund, ausgestiegen. Der Verbund prüft, die WDR-Anteile selbst zu übernehmen, schreibt Gregory Lipinski. Damit würden die Höhen der Beteiligungen von RTL und der Pressefunk NRW GmbH, hinter der u.a. Funke, Springer und DuMont stehen, gleich bleiben.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...