Zitat: Springers bewusste Reichweite ist für Ferrero-Mediachef Uwe Storch nicht nachvollziehbar.

"Fragwürdige Ansätze nach dem Motto 'ich mache die Welt, so wie sie mir gefällt' absolut künstlich zu erschaffen, ist weder nachvollziehbar noch hilfreich."

Ferrero-Mediachef Uwe Storch hält nichts von Springers bewusster Reichweite und wird sie für die Ferrero-Mediastrategie auch nicht heranziehen, sagt er im "Horizont"-Interview.
horizont.net

Aus dem Archiv von turi2.tv (11/2017): Media-Chef Uwe Storch streut Ferreros Werbe-Millionen breiter.

Meinung: Springers Selbstbild passt nicht zur "Bild", findet Ex-"Handelsblatt"-Redakteur Thomas Knüwer.

Springer handelt nicht nach den Prinzipien, die CEO Mathias Döpfner (Foto) im "NZZ"-Interview predigt, kritisiert Thomas Knüwer, Digitalberater und Ex-"Handelsblatt"-Redakteur, in seinem Blog. Aktivismus solle Journalisten fremd sein, doch die "Bild" betreibe beim Diesel nichts anderes. Die "gefühlte Wahrheit" siege über die Fakten und erinnere an das Vorgehen von Donald Trump.
indiskretionehrensache.de, turi2.de (Döpfner-Interview)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Mathias Döpfner und sein Zehn-Jahres-Plan für Springer (Archiv 09/2018).

Ohne Blut und Blech: Ist "Bild Politik" die schlauere "Bild", Nikolaus Blome?


Nachgeladen: Nikolaus Blome, Vize-Chef und Politik-Verantwortlicher bei Springers "Bild", kämpft seit Freitag mit einem eigenen Geschütz auf dem Zeitschriften-Markt. In Hamburg testet der Verlag "Bild Politik" als wöchentliches Nachrichten-Magazin – ganz ohne die übrigen Boulevard-Themen: Promis, Blut und Blech. Als "schlauere 'Bild'" will Blome das neue Heft trotzdem nicht bezeichnen. "Die 'Bild'-Zeitung ist wie ein Strauß für alles und alle, wie ein großes Fernseh-Programm", verteidigt Blome die Kollegen im Video-Interview mit turi2.tv. Das Fundament von "Bild Politik" bilde seine Politik-Redaktion, Autoren der Erstausgabe sind aber etwa auch "Auto Bild"-Chef Tom Drechsler und Frank Schmiechen.

Beim Pressetermin am Donnerstag in Hamburg gibt Blome sich gewiss, dass das Heft mit dem Untertitel "Die wichtigsten Fragen der Woche" ein Erfolg wird. Er sieht einen Widerspruch darin, dass das Land so politisiert ist wie lange nicht mehr, die Auflagen von "Spiegel", "Focus" und "stern" aber sinken. Diese Lücke wollen er und Redaktionsleiterin Selma Stern mit dem neuen Heft schließen. Dass sie dabei, ganz boulevard-typisch, auf Schlagzeilen setzen, die auch beim Wutbürger gut ankommen, zeigt der Titel des Erstlings mit der Frage: "Warum versagt unsere Regierung?"
turi2.tv (4-Min-Video)

"NZZ"-Interview: Mathias Döpfner liest Journalisten die Leviten.


Wahrheit statt Meinung: Mathias Döpfner holt im großen Interview mit der "NZZ" zum Rundumschlag gegen den Gesinnungs-Journalismus aus. Er wirft vielen Journalisten vor, sich "zutiefst unjournalistisch" zu verhalten und sieht die Causa Relotius als systemisches Problem des "Spiegels" und "ein Indiz dafür, was in der Branche schiefläuft". Viele Journalisten wollen bei den Kollegen gut ankommen, statt "nonkonformistisch die andere Seite der Medaille zu beleuchten", sagt Döpfner. Wer als Journalist etwa antrete, um die AfD zu verhindern, werde sie damit stärken.

Döpfner spricht mit den "NZZ"-Journalisten Benedict Neff und René Scheu auch über sein Aktienpaket am Springer-Konzern, das derzeit 150 Mio Euro wert ist. Obwohl er eine "Stresserfahrung" gemacht habe, als der Springer-Kurs während der Finanzkrise einknickte, nennt er die Beteiligung von Mitarbeitern am Unternehmen ein "Modell nicht nur für die Medienbranche". Das schärfe die "Bindekraft" und verhindere "eitelkeitsgetriebene Entscheidungen".
nzz.ch

Video-Tipp: Bundesweite "Bild Politik" kommt eher "nach Monaten als nach Wochen", sagt Nikolaus Blome.

Video-Tipp: "Bild"-Vize Nikolaus Blome und "Bild Magazin"-Erfinderin Selma Stern sprechen in einem "Zapp"-Interview über ihr neues Politikmagazin. Blome sagt, die Entscheidung über die bundesweite Ausweitung falle "eher nach Monaten als nach Wochen". Er wolle "in absehbarer Zeit ein Gefühl dafür bekommen, ob das ein ökonomischer Erfolg" werde und möchte "Bild Politik" dann "sofort bundesweit" ausweiten. In der norddeutschen Testregion leben rund 3,5 Mio Menschen.
ndr.de (6-Min-Video), turi2.de (turi2.tv-Video)

Wie finden Sie die "wichtigen Fragen", Frau Stern? Die "Bild Politik"-Erfinderin im Video-Interview.


Fragen und Antworten: Springer legt am Freitag erstmals Bild Politik an den Kiosk – testweise in Hamburg und Umgebung mit 20.000 Auflage für 2,50 Euro. Der Untertitel des 52 Seiten dünnen Magazins lautet "Die wichtigsten Fragen der Woche" – wie die Redaktion diese Fragen findet, erklärt Heft-Erfinderin Selma Stern im Interview mit turi2.tv: Eine Quelle sind etwa die Kommentarspalten auf Bild.de und anderswo. "Aber die Fragen so zu formulieren, wie wir glauben, dass ein Großteil der Gesellschaft sie sich stellt, ist der hohe Anspruch, den wir uns selbst stellen."

Von wenigen Meinungsstücken abgesehen, ist jede Überschrift in dem Erstling eine Frage, auf dem Titel prangt: "Warum versagt unsere Regierung?" Dass es dabei nicht um eine Pauschal-Abrechnung mit Merkel geht, wird erst auf den zweiten Blick deutlich. Mit den Antworten auf diese Frage will Stern nicht nur Wutbürger erreichen, sondern "alle politisch interessierten Menschen". Springer stellt sich eine junge Zielgruppe vor, die sich im Alltag vor allem Online informiert.

Als direkten Angriff auf "Focus" und "Spiegel", die nur einen Tag später erscheinen, will Stern das Magazin und den Verkaufstag nicht verstanden wissen: "Wir wollen mit diesem Produkt nicht anderen Politik-Magazinen Konkurrenz machen, sondern ein Bedürfnis erfüllen, das aus unserer Sicht bisher noch nicht erfüllt wird."
turi2.tv (4-Min-Video), bild-politik.de (E-Paper, Paid)

Meinung: "Bild Politik" ist ein Wagnis, schreibt Imre Grimm.

Bild Politik ist in Zeiten von Printkrise und Politikverdrossenheit ein Wagnis, schreibt Imre Grimm. Mit dem Grundsatz "Fakten, Fakten, Fakten" seien schon andere Magazine in der Irrelevanz versackt. "Bild Politik" setze ab Freitag auf emotionale Rubriken statt auf klassische Ressorts - dies mache die Sortierung des öffentlichen Lebens aber nicht einfacher. Springer stellt das Magazin am Donnerstagmittag in Hamburg vor.
haz.de, turi2.de (Backbground)

Springers Vertrieb Sales Impact vergrößert seine Geschäftsführung.

Sales Impact: Springers Pressevertrieb wird in der Spitze geselliger und vergrößert die Geschäftsführung von vier auf sieben Mitglieder. Die bisherige Nordost-Chefin Sandra Balcke, 43, kommt als Vertriebsleiterin für "Bild" und "Welt" dazu. Auch Logistik-Chef Friedrich Tentrop, 38, und David Löffler, 41, Chef des Springer-Grossos Buch und Presse in Hamburg, steigen in die Geschäftsführung auf.
dnv-online.de

"Welt" stellt vier Relotius-Artikel wieder online.


Ein echter Relotius: Die "Welt" stellt vier Artikel von Claas Relotius wieder online, weil sie korrekt sind oder zumindest keine Fälschungen nachzuweisen sind. Zwei weitere Artikel bleiben gesperrt. In einer mutmaßlich ausgedachten Reportage beschreibt Relotius einen mexikanischen Bestatter als Profiteur des Drogenkriegs – der Mann und seine Firma sind in der Stadt Ciudad Juárez aber nicht bekannt.

Relotius veröffentlichte die "Welt"-Texte von 2010 bis 2014. Die Redaktion erläutert, Relotius sei nicht im Auftrag losgezogen, sondern habe fertige Texte angeboten – deshalb sind keine Spesenquittungen erhalten. Auch viele Mails von damals sind nicht mehr auf den Springer-Servern. Die "Welt" veröffentlicht nun wieder eine plausible Reportage, eine unstrittige Filmkritik, und ein vom Protagonisten bestätigtes Interview. Ein Interview mit dem Anwalt Jacques Vergès ist wieder online, weil es keine konkreten Zweifel gibt. Vergès ist inzwischen tot. (Foto: Ursula Düren / Picture Alliance, Montage: turi2)
"Welt", S. 2

Dazu auch bei turi2.tv: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt spricht mit Peter Turi über die Relotius-Affäre, Social Media und die Zukunft der "Welt".

"Bild" zeigt Opfer unverpixelt, Springer erklärt Unterlassung.

bildlogoIdentifizierende Berichterstattung: Springer erklärt Unterlassung, nachdem der Anwalt der Familien "Bild" wegen unverpixelter Fotos zweier getöteter Jugendlicher abgemahnt hat. "Bild" hat die Fotos am Dienstag auf der Titelseite gezeigt. Der Anwalt geht davon aus, dass sie an einem Gedenkort in der Heimatgemeinde der beiden abfotografiert wurden. Die Jugendlichen gerieten bei einer Schlägerei in der Nacht zum Samstag in ein Gleisbett und wurden von einer S-Bahn getötet.
nordbayern.de

Springer baut "Welt"-Chefredaktion um: Johannes Boie übernimmt "WamS", Peter Huth bekommt neue Aufgaben.


Neue "Welt"-Herrscher: Springer schraubt an der Chefredaktion seiner Blauen Gruppe und löst Peter Huth (Foto: links), 49, als Chefredakteur der "Welt am Sonntag" ab. Er soll sich künftig als Corporate Creative Director um Konzeption, kreative Inszenierung und Umsetzung von Springer-Events kümmern, heißt es in der Pressemitteilung. Darunter fällt u.a. der Axel Springer Award und ein geplanter Musik-Preis. Huth hatte die Aufgabe vor genau zwei Jahren übernommen, zuvor war er Chef der "B.Z.". Als Chefredakteur der "Welt am Sonntag" übernimmt Johannes Boie (Foto: Mitte), 35, er war vor zwei Jahren von der "Süddeutschen Zeitung" zu Springer gewechselt und wirkt seitdem als digitale rechte Hand von Konzernchef Mathias Döpfner.

Auch die tägliche "Welt" bekommt eine neue Spitze: Mit Dagmar Rosenfeld (Foto: rechts), 44, erstmals eine Frau. Seit 2017 ist Rosenfeld bereits Vize-Chefin. Ulf Poschardt, 51, bisher auch zuständig für die tägliche "Welt", bleibt als Chefredakteur der "Welt-Gruppe übergreifend für Print, Online und TV verantwortlich. (Foto: Springer, Montage: turi2)
axelspringer.com

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem turi.tv-Archiv: "Welt"-Chef Ulf Poschardt über Journalismus, Relotius und Social Media.

Hör-Tipp: Mathias Döpfner spricht im HR2-Podcast über Medienwandel.

Hör-Tipp: Mathias Döpfner spricht im HR2-Podcast Doppelkopf mit Andreas Bomba darüber, wie Medien sich wandeln, und stellt Musik vor. Der Springer-Chef glaubt, dass Medien weiter verschmelzen werden und Gesprochenes Geschriebenes ablösen werde. Auf das Verleger-Prinzip sei er stolz und Springer halte daran fest.
hr2.de (43-Min-Audio)

Aus dem turi.tv-Archiv: Mathias Döpfner und sein Zehn-Jahres-Plan für Springer.

Springer und OMR starten Podcast-Diskussion "Dinner Berlin".


Philipp Westermeyer (ganz links) und Mathias Döpfner (ganz rechts) bitten zu Tisch: Lea Lange, Cem Özdemir, Annegret Kramp-Karrenbauer, Alexander Karp, Sonja Jost. (v.l.n.r., Foto: dinnerberlin.com, Montage: turi2)

Essen ist fertig: Springer und die Online Marketing Rockstars bringen ein gemeinsames Podcast-Format an den Start: Die Reihe "Dinner Berlin" will Digitalökonomie, Gründer und Politiker zusammenbringen, damit diese über "die richtigen Themen" diskutieren, sagt Springer-Chef Mathias Döpfner. An der ersten Runde des Tischgesprächs mit Audio-Aufzeichnung nahmen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, Grünen-Politiker Cem Özdemir sowie die Gründer Alex Karp (Palantir), Sonja Jost (DexLeChem) und Lea Lange (Juniqe) teil.

Die Abendessen finden "in kleiner Runde" im Axel-Springer-Journalistenclub in Berlin statt, schreibt Springer per Pressemitteilung. Gastgeber ist neben Döpfner auch OMR-Gründer Philipp Westermeyer. Springer verspricht offene, kontroverse Diskussionen, "jenseits der üblichen PR-Rhetorik". Die erste Ausgabe steht auf den üblichen Plattformen online, weitere Ausgaben sollen in loser Folge erscheinen.

Großes Thema des mehr als 90 Minuten langen Gesprächs ist die Stellung von Startups in Deutschland. CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer gibt zu, dass es junge Unternehmen nicht leicht haben, weil Politik und Wirtschaftsverbände Startups nicht ernst nehmen. Zwar würden Unternehmen gefördert, doch wenn es um Risiko-Kapital gehe, würden die Gründer nach China oder in die USA getrieben. Kramp-Karrenbauer fordert ein Umdenken.
soundcloud.com (93-Min-Gespräch), dinnerberlin.com, axelspringer.com (Themenliste mit Zeitangaben)



"Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.


Freien auf die Finger schauen: Die "Welt" lernt aus dem Fall Claas Relotius. Chefredakteur Ulf Poschardt will "strengere Maßstäbe" an freie Mitarbeiter anlegen – und Fotos von Reisen und Gesprächen einfordern, um Geschichten zu checken. Poschardt sagt im Gespräch mit Peter Turi aber auch, der Fall Relotius sei "ein 'Spiegel'-Problem". Das komplette Gespräch zur "Welt"-Zukunft, zu Social Media und der Zukunft des Journalismus steht jetzt als Video online.
turi2.tv (46-Min-Video), turi2.de/podcast (nur Audio)

Die Themen zum direkten Reinspringen:

0:00 ... die Döpfner-Debatte: Stellen Springer-Journalisten das Twittern ein?

4:55 ... was er mit Social Media macht – und was Social Media mit ihm macht.

7:33 ... was Journalisten müssen: über Provokation, Hartnäckigkeit, Haltung.

11:26 ... seine Erfolge und Misserfolge.

15:00 ... über journalistische Qualität und den Fall Relotius.

18:02 ... was "Welt" aus dem Fall Relotius lernt.

21:23 ... vor welchen Herausforderungen "Welt" steht: Digitale Abos und Leser loyalisieren.

25:20 ... über "Welt"-Journalisten und den Nachwuchs.

31:00 ... wie Online, Print und TV zusammenspielen.

34:28 ... der Newsroom: was im neuen Haus anders wird.

42:16 ... über Experimentierlust und Fehlerkultur.

Das Gespräch gibt es auch zum Anhören als turi2 podcast:

Hör-Tipp: Datenanalyst Alex Karp warnt vor Aufweichung des Datenschutzes.

Hör-Tipp: Springer-Chef Mathias Döpfner interviewt im Podcast inside.pod Alex Karp (Foto), Mitgründer und CEO des kalifornischen Daten­analysten Palantir Technologies. Auf dessen Kundenliste stehen fast alle Regierungen und Geheimdienste der westlichen Welt. Dennoch sieht Karp Daten­schutz als Wettbewerbs­vorteil und warnt Europa, den Daten­schutz aufzuweichen. Ziel sei , die beste Kombination von "maximal wirksamer Künstlicher Intelligenz und maximal wirksamen Datenschutz".
soundcloud.com (22-Min-Audio)

Springer steigt beim Tickethändler Myticket.de aus.

Springer verkauft seinen Anteil von 24,9 % am Eintrittskarten-Händler Myticket.de an die Deutsche Entertainment AG zurück. Der Konzert- und Showveranstalter ist nun alleiniger Besitzer der Ticket-Plattform. Im Juli 2018 hatte Deag bereits der ProSiebenSat.1.-Tochter Starwatch ihre Anteile abgekauft. Beide Medienkonzerne waren 2015 eingestiegen.
4investors.de, turi2.de (Background)

turi2 podcast: Wie "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt Leser loyalisiert.


Ein Mann von "Welt": Ulf Poschardt ist Chefredakteur der crossmedialsten Redaktion Deutschlands. Unter dem Dach einer Marke versammeln sich News-Site und Apps, Zeitungen und Hochglanz-Beilagen, Podcasts und ein TV-Sender. Im turi2 podcast bespricht Poschardt mit Peter Turi, wie er in diesem Gewirr die wichtigste Aufgabe meistert: digitale Leser zu loyalisieren.

Poschardt nutzt dafür auch seinen Twitter-Account – weshalb er seinem Vorstandschef Mathias Döpfner sanft widersprechen muss. Döpfner empfahl gerade öffentlich "allergrößte Zurückhaltung", denn es werde "viel zu schnell geschrieben, was am Ende der Marke abträglich ist".
Das komplette Gespräch ist jetzt als Audio-Podcast verfügbar auf turi2.de, bei Spotify und iTunes.
turi2.de/podcast, spotify.com, itunes.apple.com

"Horizont": Tanit Koch verhandelt über Job bei RTL.

RTL verhandelt mit Tanit Koch, einst Chefredakteurin der "Bild", schreibt Ulrike Simon bei "Horizont". Weder RTL noch Tanit Koch kommentieren, aber die gewöhnlich gut informierte Ulrike Simon schreibt von "mehreren Quellen", die einen "intensiven Austausch" ihr gegenüber "bestätigen". Sie spekuliert, Tanit Koch könnte im Digitalbereich mit dem neu boulevardig aufgerüsteten rtl.de landen.
horizont.net

#Medienmenschen: Niddal Salah-Eldin im Video-Porträt.


Mit Kraft und Karma: Niddal Salah-Eldin fällt auf. Durch mitreißenden Optimismus, Herzlichkeit – und auch ihre schwarze Hautfarbe. turi2 begleitet die "Welt"-Journalistin, die im Mai in die dpa-Chefredaktion wechselt, mit der Kamera. Salah-Eldin erzählt, wie ihre sudanesischen Eltern aus ihr früh einen mutigen Menschen machten – und wie sie diese Einstellung heute als Expertin für digitale Innovationen in die Redaktion trägt: "Ich will die großen Nüsse knacken."

Salah-Eldin kam als Kind mit ihren Eltern aus dem Sudan nach Göttingen, Mutter und Vater sind Naturwissenschaftler. Sie lasen ihrer kleinen Tochter in gebrochenem Deutsch Grimm-Märchen vor, im Kinderhort kümmerte sich Erzieherin Annette. Sie weckten in der kleinen Niddal eine Leidenschaft für Sprache, die sie in den Journalismus brachte – und bald in die Spitze der größten deutschen Nachrichtenagentur. Salah-Eldins zweite Leidenschaft ist das Singen, was sie im Video eindrucksvoll beweist.
turi2.tv (7-Min-Video bei YouTube)

"Bild Politik" erscheint erstmals am 8. Februar und kostet 2,50 Euro.

Springer legt sein neues Magazin "Bild Politik" testweise erstmals am 8. Februar in Hamburg, dem Umland sowie Lüneburg und Lübeck an den Kiosk. Das Heft kommt mit 50 Seiten zum Preis von 2,50 Euro. Im Dezember hatte Springer sein neues politisches Wochenmagazin angekündigt, ließ Starttermin, Preis und Umfang jedoch noch offen.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Axel Springer Hy und und Digital-Agentur Kloeckner.i beraten künftig gemeinsam.

Hy, Springers Transformations- und Strategie­beratung, partnert mit kloeckner.i, der Digital-Einheit des Stahlhändlers Klöckner & Co. Beide Unternehmen wollen Beratung zur digitalen Transformation künftig gemeinsam anbieten. Christoph Keese, Geschäftsführer und Gesellschafter von Axel Springer hy, sieht Unternehmergeist und Umsetzungswillen als verbindendes Element beider Firmen.
new-business.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hy-Chef Christoph Keese im Mediatalk mit Peter Turi über das Abenteuer Digitalisierung (10/2017).

Springer-Chef Mathias Döpfner predigt Social-Media-Enthaltsamkeit.


Keine Perlen für Twitter: Springer-Chef Mathias Döpfner schießt im großen dpa-Interview scharf gegen Social-Media-Lautsprecher. Twitternde Journalisten nennt Döpfner "zunehmend problematisch". Es werde "viel zu schnell geschrieben, was am Ende der Marke abträglich ist", sagt Döpfner. Angesprochen fühlen dürften sich da auch Julian Reichelt und Ulf Poschardt – die Chefs von "Bild" und "Welt" stürzen sich selbst bereitwillig in jedes Twitter-Gefecht. Nun empfiehlt ihr Konzernchef "allergrößte Zurückhaltung" und sagt, dass Twitter-Salven "allenfalls der Person, sehr selten dem von ihr vertretenen Medium" dienen.

Dass Döpfner selbst das Instrument der Zuspitzung beherrscht, zeigt er zur Causa Relotius, die er "wesentlich schlimmer als die Hitler-Tagebücher" findet. Das Magazin habe ein Klima geschaffen, in dem Weltanschauung wichtiger sei als Anschauung. Einstweilen sei aus dem "Sturmgeschütz der Demokratie" ein "Luftgewehr der Fantasie" geworden. Die Aufklärung des Betrugs findet er "erstaunlich zurückhaltend" und vermutet "Beißhemmungen" bei den Kollegen, weil Relotius in vielen Medien Lügen verbreiten konnte. Der "Spiegel" habe das Glück, dass mit Steffen Klusmann seit Januar ein Chefredakteur im Amt ist, der mit dieser Sache nichts zu tun habe und völlig unbelastet agieren könne. "Wenn er das konsequent macht, kann auch der 'Spiegel' sich davon erholen", glaubt Döpfner.
nordkurier.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Springer-Chef Mathias Döpfner über Musik, Strategie und die Zukunft (9/2018).

Ex-"Letzte-Seite"-Chefin Ilka Peemöller geht zu "Bild am Sonntag".

Springer: Ilka Peemöller kehrt zurück in die "Bild"-Familie. Die frühere "Letzte-Seite"-Chefin der "Bild" wird Autorin für "Stars & Kultur" bei "Bild am Sonntag". Dort war Peemöller bereits bis 2008 als Chefreporterin tätig. Die Promi-Expertin verließ "Bild" Anfang 2016.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Korrektur 12.01.2019: In einer früheren Version dieser Meldung schrieb turi2, dass Ilka Peemöller als Ressortleiterin für "Stars & Kultur" zur "Bild am Sonntag" kommt. Das ist falsch. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

ProSiebenSat.1 widerspricht Übernahme durch Springer.

ProSiebenSat.1 will von einer Übernahme durch Springer nichts wissen und dementiert die Verkaufsgerüchte aus der "FAZ". Der TV-Konzern arbeite mit Springer nur "operativ in einigen Bereichen gut und gerne zusammen", sagt eine Sprecherin. Die "FAZ" sieht ProSiebenSat.1 aufgrund des geringen Börsenwerts als Übernahme-Kandidaten.
wiwo.de, turi2.de (Background)

ProSiebenSat.1 rutscht auf die Einkaufsliste von Spekulanten.

ProSiebenSat.1 wird wieder zum Übernahme-Kandidaten, weil der Konzern an der Börse so billig ist wie seit sieben Jahren nicht. Beteiligungsgesellschaften und Hedgefonds würden P7S1 zerschlagen, glaubt Henning Peitsmeier. Für das schwächelnde TV-Geschäft wäre weiter Springer als möglicher Käufer im Rennen, die Beziehungen beider Unternehmen vertieften sich zuletzt.
"FAZ", S. 25 (Paid)

"Bild" darf Foto von inhaftiertem Jörg Kachelmann nicht erneut veröffentlichen.

Bild darf ein 2010 aufgenommenes Foto des damals inhaftierten Wetterexperten Jörg Kachelmann nicht erneut veröffentlichen, entscheidet der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Das zuvor von deutschen Gerichten ausgesprochene Verbot stelle keine unzulässige Verletzung der Meinungsfreiheit dar. Die Aufnahme mit nacktem Oberkörper sei zwar nicht herabwürdigend für Kachelmann gewesen, es habe ihn aber in einer Situation gezeigt, in der er nicht erwarten könne, fotografiert zu werden.
deutschlandfunk.de, haz.de, turi.de (Background)

"Bild"-Chef Julian Reichelt ärgert sich über "platte Kritik vergessener Männer".

Springer: "Bild"-Chef Julian Reichelt findet Kritik an seiner Amtsführung verlogen – er achte die Institutionen, kritisiere sie aber als Journalist. Äußerungen von Ex-"BamS"-Chef Michael Spreng und Ex-"Bild"-Mann Georg Streiter nennt Reichelt "platte Kritik vergessener Männer unserer Branche", die sich in "berechenbarer Aufmerksamkeit sonnen" wollten. Reichelt geht im Interview von Ulrike Simon zum Gegenangriff über: Spreng wirft er vor, 2002 bei einem ausländerfeindlichen Spruch gelacht zu haben. Georg Streiter schmiert er aufs Brot, als Regierungssprecher "gleichgültig" gewesen zu sein und bei "Bild" weniger pointiert geschrieben zu haben als heute auf Facebook.
"Horizont" 1/2019, S. 16-17 (Paid), turi2.de (Spreng), turi2.de (Streiter)

Springers Job-Plattform Stepstone schluckt Studenten-Portal Studydrive.

Springers Job-Plattform Stepstone übernimmt das Berliner Studenten-Portal Studydrive, berichtet Christian Wermke. Dort sind 700.000 Studierende registriert, um Lernmaterialien und Notizen aus Vorlesungen auszutauschen. Studydrive finanziert sich über Anzeigen und Stellen-Inserate. Springer will das Portal in weiteren europäischen Staaten starten.
"Handelsblatt", S. 45 (Paid)

"Bild" unterteilt ihre Regionalausgaben neu.

Bild dir deine Region: "Bild" ändert zum Jahresstart die Erscheinungsgebiete der Regionalausgaben, schreibt Meedia. Frankfurt und die Region Mainz-Wiesbaden erhalten seit Mittwoch eine gemeinsame Ausgabe. "Bild Hamburg" wird zur "Bild Hamburg und der Norden" und erscheint ab sofort auch im nördlichen Schleswig-Holstein. Bisher gab's im hohen Norden nur die abgespeckte Bundesausgabe zu lesen.

Mit der Änderung der Struktur reagiere "Bild" auf die größer werdenden Pendlerströme in den wachsenden Metropolregionen. Künftig ist die Boulevardzeitung damit in 21 statt 22 Regionalausgaben unterteilt. Trotz Auflagenschwund und Sparmaßnahmen zählen die Außenredaktionen zu den größten der überregional erscheinenden Tageszeitungen.
meedia.de

Drei Minuten Kulturwandel – turi2.tv-Gespräche zur Zukunft der Medienarbeit.


Culture eats everything: Medien wandeln sich und mit ihnen das Miteinander in den Häusern. turi2.tv zeigt zum Jahreswechsel die spannendsten Gedanken aus den Interviews: So erzählt Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel vom Ende der Burnout-Kultur, Handelsblatt-Chef Frank Dopheide von der Umstellung von Mann- auf Raumdeckung und Funke-Verlegerin Julia Becker schmunzelt über Männer in Führungspositionen.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Mathias Döpfner, Springer

... Julia Becker, Funke

... Rainer Esser, "Zeit"

... Julia Jäkel, Gruner + Jahr

... Katarzyna Mol-Wolf, Inspiring Network

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)