N24 und n-tv stoppen nach heftiger Kritik Türkei-Werbespots.

Türkei: N24 und n-tv nehmen nach heftiger Kritik von Zuschauern Türkei-Werbespots aus ihrem Programm. Damit endet im deutschen TV die wochenlange Werbekampagne der Vereinigung türkischer Exporteure unter der Schirmherrschaft der Erdogan-Regierung vorzeitig. Die Imagefilme mit dem Fußballer Lukas Podolski und Wirtschaftsbossen werben für den Wirtschaftsstandort Türkei. N24 sagt, trotz Trennung von Programm und Werbung sei es wichtig, das Publikum in Anbetracht der neuesten Entwicklungen nicht zu irritieren. Außenminister Sigmar Gabriel hatte am Donnerstag erklärt, die Absicherung von Krediten für deutsche Exporte in die Türkei stehe auf dem Prüfstand.
abendblatt.de, meedia.de, twitter.com (N24)



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Verlage verdienen an Imagewerbung der Türkei.

Türkei Flagge 150Verlage bieten der Türkei trotz Abgrenzung regelmäßig Raum für Image-Anzeigen, schreibt Silke Burmester. Oftmals verantwortlich sei die Agentur Global Connection, die Springer als Partner aufführt und beim Verlag seine deutsche Kontaktadresse hat. Dort heißt es: Die Zusammenarbeit sei beendet, Springer habe im Auftrag aber jahrelang den Druck und Vertrieb durchgeführt.
taz.de, deutschlandfunk.deKommentieren ...

IVW im Q2/2017: Auflagen sinken besonders stark bei "Bild"-Gruppe.

IVW: "Bild" und "BamS" verlieren im 2. Quartal 2017 je rund 9 % an Auflage im Vergleich zum Vorjahr und gehören damit zu den größten Verlierern der Statistik mit vielen roten Zahlen. Auch "FAZ" und "Welt am Sonntag" verlieren stark. Der "Freitag" verzeichnet hingegen ein starkes Plus von 20 %, analysiert Jens Schröder. Bei den Zeitschriften rauscht "Neon" mit 31 % Verlust in den Keller, insgesamt geht es für 83 der 100 stärksten Zeitschriften bergab.
meedia.de (Zeitungen), meedia.de (Zeitschriften)Kommentieren ...

Studie: Medien haben in der Flüchtlingskrise völlig versagt.

Medienkritik: Sogenannte "Mainstream-Medien" haben während der Flüchtlingskrise versagt und Losungen der Politik unkritisch übernommen, sagt eine Studie unter Leiter Michael Haller im Auftrag der Otto-Brenner-Stiftung. Wer Angela Merkels Regierungslinie kritisierte, sei von vielen Journalisten der Fremdenfeindlichkeit verdächtigt worden. Die Studie, über die die "Zeit" vorab berichtet, attestiere den klassischen Medien laut "Zeit" "gravierende Dysfunktionen". Die Autoren haben nach eigenen Angaben Tausende Artikel von "Süddeutscher Zeitung", "FAZ", "Welt", "Bild" und Regionalzeitungen aus dem Zeitraum von Anfang 2015 bis Frühjahr 2016 analysiert.
welt.de, zeit.de (Bericht), zeit.de (Vorabmeldung)3 Kommentare

Bülend Ürük: Marion Horn gewinnt Machtkampf gegen Julian Reichelt um "BamS".

bildlogoBild: Bülend Ürük positioniert sich mal wieder als Embedded Journalist bei Springer und berichtet von einem Machtkampf zwischen Julian Reichelt und Marion Horn. Der neue starke Mann der "Bild"-Gruppe wollte demnach auch bei "Bild am Sonntag" durchregieren und Chefredakteurin Horn durch Tom Drechsler ersetzen. Durchsetzen konnte sich Reichelt allerdings nicht, Drechsler wird Auto-Chef der "Bild"-Gruppe. Während des Streits soll Marion Horn ihren Rücktritt angeboten haben, schreibt Ürük.
"Kress Pro", 6/2017, S. 58-60 (Paid)Kommentieren ...

Springer verkauft hamburg.de an die Stadt.

Stadtwappen Hamburg 150Springer verkauft hamburg.de komplett an die Stadt Hamburg. Sie kauft 61,9 % und hält damit 87 % der Anteile. Der Rest gehört den Sparkassen Hamburg und Harburg-Buxtehude. Springer will sich aus "lokal bezogenen Einzelaktivitäten" zurückziehen und stärker internationalisieren, sagt Digital-Manager Jens Müffelmann. Senat und Kartellbehörde müssen noch zustimmen.
axelspringer.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Willi Winkler beleuchtet Geschichte des ersten Boulevard-Blatts.

Lese-Tipp: Willi Winkler begleitet die Geschichte der 1892 gegründeten Berliner Illustrirten Zeitung durch zwei Weltkriege. Er beleuchtet, wie das erste deutsche Boulevard-Blatt mit spektakulären Bildern um den Mann auf der Straße warb. Schon die Zeitung des jüdischen Verlegers Leopold Ullstein habe erkannt, dass sich neben Tieren, Soldaten und Adeligen vor allem People-Geschichten verkaufen. Nach der Gleichschaltung der Medien durch die Nazis 1933 veröffentlichte die Zeitung Home-Storys über Hitler, Propagandaminister Joseph Goebbels und Hitlers Stellvertreter Hermann Göring.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Sporttotal.tv und DFB kooperieren zehn Jahre bei Amateurfußball-Übertragung.

Sporttotal.tv und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schließen eine zehn Jahre dauernde Kooperation zur Online-Übertragung von Amateur-Fußballspielen. Sporttotal.tv stattet möglichst viele Vereine ab der Regionalliga abwärts mit vollautomatischen Kameras aus. Highlights und Livestreams von Spitzenspielen laufen auch bei bild.de.
dfb.de, turi2.de (4-Minuten-Video)

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Springer verkauft Immobilien für 755 Mio Euro.


Springer-Enteignung: Der Springer-Neubau und die Axel-Springer-Passage wechseln in den Besitz von Immobilien-Investoren. 755 Mio Euro kommen so in die Kassen des Medienkonzerns – er wird zum Mieter im eigenen Reich. Der Neubau geht an den norwegischen Staatsfonds Norges Bank Real Estate Management. Die Passage wechselt in den Besitz von Blackstone und Quincap.

Der wieder flüssige Finanzvorstand Julian Deutz will den Geldsegen in digitale Geschäfte investieren. Die Passage gibt Springer Ende 2017 ab, bis Ende 2020 mietet es einen großen Teil der dortigen Fläche. Dann soll bereits der 13-geschossige Neubau brummen und u.a. die gemeinsame Redaktion von "Welt" und N24 beherbergen. Die Fertigstellung ist trotz Berliner Bautempo schon für 2019 geplant.
axelspringer.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild"-Buch über Helmut Kohl erscheint im Piper-Verlag.

Bild recycelt ihre Kohl-Berichterstattung in einem Buch. Das 320-Seiten-Werk erscheint im Piper-Verlag und will nicht nur jubeln. So nannte der damalige "Bild"-Chefredakteur Hans-Hermann Tiedje den Kanzler einen "Lügner" und "schamlos", nachdem dieser die Steuern erhöht hatte, obwohl er dies vor der Wahl 1990 ausgeschlossen hatte. Auch die Spenden-Affäre wird im 20 Euro teuren Buch Helmut Kohl – Sein Leben in Bild beleuchtet. Bild.de-Chef Julian Reichelt hat das Vorwort, Kai Diekmann das Nachwort geschrieben.
axelspringer.de, turi2 - eigene Infos, turi2.de (Background)Kommentieren ...

United Internet Media will ein eigenes Datenkonsortium gründen.

United Internet macht der Datenallianz, an der u.a. Springer, Deutsche Bank und Allianz beteiligt sind, Konkurrenz. Rasmus Giese, Chef von United Internet Media, kündigt ein eigenes Datenkonsortium an, bei dem TV-Sender, Verlage und Werbefirmen mitmachen sollen. Spätestens zur Digitalmesse Dmexco im September soll das Bündnis stehen. Auch ein Zusammenschluss mit der Allianz von Springer, Deutsche Bank und Co sei perspektivisch möglich. Springer und Co haben im Mai einen Online-Generalschlüssel angekündigt, der u.a. Registrierungsprozesse im Internet vereinfachen soll.
meedia.de, horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Madsack-Redaktionsnetzwerk landet gemeinsam im IVW-Ranking auf Rang 13.

Madsack weist die IVW-Zahlen der Medien seines Redaktionsnetzwerkes nur noch gemeinsam aus und landet im Juni mit rund 21,8 Mio Visits auf Platz 13. Die Besuche bei Business Insider Deutschland sinken drastisch - im Inland um 28,3 %, was auch an Messproblemen liegen kann. Unter den Top-5-Nachrichtenseiten wächst im Juni nur Bild.de.
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"FAZ": Springer will Sport1 kaufen.


Es lebe der Sport! Springer verhandelt mit Constantin exklusiv über die Übernahme von Sport1, berichtet die "FAZ". Die anderen beiden Interessenten, Sky und Freenet, seien damit vorerst aus dem Rennen, stünden beim Scheitern der Verhandlungen aber weiterhin bereit. Womöglich wird es dazu gar nicht kommen: "Die Verhandlungen mit Springer laufen konstruktiv und zügig", sagt ein Insider.

Constantin will seinen Sportsender loswerden - notgedrungen, weil der Medienkonzern Geld braucht. Im April 2018 wird eine Schuldverschreibung über 65 Mio Euro fällig, ein Darlehen der Unicredit-Bank über 36 Mio Euro läuft schon Ende September aus. Sollte der Sport1-Verkauf scheitern, könnte das "den Fortbestand des Unternehmens gefährden", schreibt Constantin im Geschäftsbericht 2016.

Sport1 würde gut in Springers Portfolio passen, in dem sich mit N24 bereits ein TV-Sender befindet. Auch zu den Sportangeboten von "Bild" und "Sport Bild" gäbe es viele Anknüpfungspunkte. Neben einem Free-TV-Sender und zwei Pay-TV-Kanälen hat Sport1 eines der größten und reichweitenstärksten Sportnews-Angebote im Web. Synergien finden sich da sicher.
faz.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Springer will mit neuer Arbeitsfläche Musik-Startups entwickeln.

Springer eröffnet für seine Initiative Media Entrepreneurs und seinen Plug-and-Play-Accelerator die Arbeits- und Veranstaltungsfläche The Venue in Berlin-Kreuzberg. Auf 300 Quadratmetern sollen Start-Ups aus den Schnittstellen zwischen Musik, Technologie und Journalismus Arbeitsplätze, ein Tonstudio und eine Bühne auffinden. Auch Gründer eines Programms privater Radiosender werden in The Venue unterkommen.
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Herbert Grönemeyer setzt sich vor Gericht gegen Bauer, Springer und Bunte durch.

Herbert Grönemeyer erlangt vor Gericht einen weiteren Sieg im Hinblick auf eine vermeintlich handgreifliche Auseinandersetzung mit einem Fotografen 2014. Das Landgericht Köln untersagt Springer, Bauer und der "Bunten" weitere Berichterstattung über den Vorfall. Die "Bunte" muss zudem eine Richtigstellung drucken.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Business Insider zahlt sich für Springer schon heute aus.

Business Insider ist Springers Umsatzmaschine, die Investition von 442 Mio Dollar 2015 zahle sich schon heute aus, schreibt Thomas Jahn. Gründer und Chefredakteur Henry Blodget glaubt an starkes Wachstum in den kommenden 20 bis 30 Jahren und peilt eines Tages 1 Mrd Leser pro Tag an. Business Insider soll der Anker für Springers weitere US-Expansion sein.
"Handelsblatt", S. 16 (Paid)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Wertpapierschützer schätzen Jahresgehalt von Mathias Döpfner auf 19 Mio Euro.

Zahl des Tages: Auf mehr als 19 Mio Euro schätzen die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und die TU München das Jahresgehalt von Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner für 2016 - mehr als alle anderen Dax-Vorstände. Springer widerspricht: Alle vier Vorstandsmitglieder hätten 2016 zusammen 19,2 Mio Euro erhalten, zusätzlich zu einer langfristigen, variablen Vergütung von insgesamt 32,1 Mio Euro, die aber nicht einem einzelnen Jahr zuzuordnen sei. Wie viel der Verlag Döpfner tatsächlich überwiesen hat, verschweigt Springer weiterhin.
faz.net, dsw-info.de1 Kommentar

"Welt am Sonntag" macht Beilage "PS Welt" mit Franz Josef Wagner auf.

Welt am Sonntag macht "Bild"-Briefeschreiber Franz Josef Wagner zum Coverboy seiner Auto-Beilage "PS Welt". Dagmar von Taube interviewt Wagner, der seinen dunkelblauen 911er Porsche Carrera, Baujahr 1984, vorführt. Das Gespräch liest sich wie eine XXL-Ausgabe der "Post von Wagner". Darin spricht der Journalist u.a. über seinen ersten Porsche, den er sich mit Anfang 30 von seinem ersten Buchhonorar gekauft hat, und seiner Freundschaft zu Andreas Baader, lange vor dessen Zeit als RAF-Terrorist.
"PS Welt", S. 6-7 (Paid)Kommentieren ...

Türkei: Deniz Yücel wird nicht in der Hacker-Affäre angeklagt – Vorwürfe bleiben unklar.

Türkei trennt das Verfahren gegen den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel von den Verfahren gegen andere Journalisten. Sie hatten wie Yücel über gehackte E-Mails von Erdogan-Schwiegersohn und Energie-Minister Albayrak berichtet. Yücel sitzt wegen angeblicher Terror-Propaganda seit Mitte Februar in türkischer Haft.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Oliver Perzborn leitet den neuen Trend-Bereich bei Media Impact.

Media Impact holt Oliver Perzborn, 49, als Chef des neuen Bereichs Marketing Services & Media Innovation. Der Springer-Funke-Vermarkter will seinen Riecher für Trends verbessern. Perzborn soll die Portfolio-Vermarktung ausbauen und Marktchancen und Zukunftspotenziale im Bereich Vermarktung finden. Er kommt von Beyondlabs, das er gegründet hat.
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Mathias Meier und Jakob Wais: Ein Blick ins "Bild"-Labor.


Auf allen Hochzeiten tanzen: Mathias Meier (links) und Jakob Wais erschließen Springers Boulevard-Bomber "Bild" immer neue Kanäle. Der Chef-Produktentwickler und der Chef für neue Plattformen fragen sich bei jeder digitalen Entwicklung: Was können wir daraus machen? Wais versichert im turi2.tv-Interview: Reichweite baut "Bild" nicht durch billige Klicks auf, sondern mit Relevanz.

Die sozialen Medien verlangen ganz neue Formate. Nutzer sehen "Bild" auf Facebook an der Bushaltestelle, in einer Konferenz oder während sie auf dem Klo hocken. Videos werden zu 90 % stumm geschaut und oft nach zwei Sekunden ungeduldig wieder gestoppt, sagt Wais. "Der Konkurrenzkampf ist hoch." Auch deshalb müssen er und Produktentwickler Meier möglichst früh auf neue Kanäle, um zum Platzhirsch zu werden.
(aufgezeichnet bei Recherchen zur turi2 edition4 im Januar 2017)
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Zitat: Qualität schlägt immer Geschwindigkeit, sagt Matthew Kaminski.

"Ich würde lieber tausendmal darauf verzichten, eine Geschichte als Erster zu publizieren, als einen Fehler zu machen. Es ist so schwierig, sich einen guten Ruf aufzubauen, und so leicht, ihn zu zerstören, indem man einen dummen Fehler macht."

Für Matthew Kaminski, Europa-Chefredakteur von Politico, ist die Fake-News-Debatte immerhin dazu gut, Verleger an den Ruf zu erinnern, den sie zu verlieren haben.
derstandard.atKommentieren ...

Springer hofft auf 700 Mio Euro für zwei Berliner Immobilien.

Springer erwartet wegen der starken Nachfrage über 700 Mio Euro für die achtgeschossige Axel-Springer-Passage an der Markgrafenstraße und den Neubau des Stararchitekten Rem Koolhaas, den das Unternehmen als Mieter weiternutzen will. Finanzchef Julian Deutz sagt interessierten Investoren in London, dass die Verträge im dritten Quartal unterschrieben werden sollen.
faz.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild" veröffentlicht Untersuchungsreport der Fifa zur WM-Vergabe.

Bild hat den sogenannten Garcia–Report der Fifa in die Hände bekommen, der interne Untersuchungsergebnisse zur WM-Vergabe an Russland und Katar behandelt. Ab Dienstag will die Zeitung in einer mehrteiligen Serie über die Inhalte des Reports berichten und dabei auf mehrere Fälle von potentiellem Stimmenkauf eingehen. Die Fifa hat die Veröffentlichung des Untersuchungsberichtes bislang abgelehnt.
bild.de (Paid)Kommentieren ...

"Bild" macht Ü50-Mitarbeiter zu Versuchskaninchen für Paid Content.

Bild testet Bezahl-Inhalte an Kollegen über 50: Die gereiften Mitarbeiter bekommen jeden Tag zwei bis drei Schlagzeilen per E-Mail und sollen entscheiden, für welche sie Geld bezahlen würden, sagt Bild.de-Chef Julian Reichelt der dpa. Damit will "Bild" ausgleichen, dass die Macher heute zum Teil wesentlich jünger sind als die Durchschnittsleser. Meistens liege er mit der Vorauswahl richtig.
grenzecho.netKommentieren ...

Wir graturilieren: Carolin Ladwig wird 39.


Wir graturilieren: Carolin Ladwig, Leiterin Marktentwicklung & Marketing bei Springers Nationalvertrieb Newspaper Impact, wird heute 39 Jahre alt. Ihren Geburtstag feiert sie zu Hause mit Freunden und der Familie. In beruflicher Hinsicht wünscht sich Carolin Ladwig, dass Newspaper Impact weitere Tageszeitungen als Kunden für den Einzelverkaufsvertrieb gewinnen kann. Privat beschäftigt sie gerade ihr nächster Urlaub auf Mallorca. Auf das Beste, was Sie im Leben bisher erreicht hat, will sie sich nicht festlegen, es seien "eher viele kleine Dinge und Hindernisse, die das Leben erst lebenswert und wundervoll machen". Gratulationen zu ihrem heutigen Ehrentag erreichen sie per E-Mail, Xing oder WhatsApp. Kommentieren ...

Christoph Keese denkt radikal digital – weil der Wandel extrem ausfällt.


Frisch voraus: Christoph Keese hat keine Zeit zum Verschnaufen. Die Digitalisierung verläuft immer schneller. Mehr und mehr Bereiche sind betroffen. Springer-Manager Keese fasst beim Kongress Zeitung Digital für turi2.tv die Entwicklungen zusammen. Sein persönliches Motto stammt vom französischen Lyriker Arthur Rimbaud: "Il faut être absolument moderne" – frei übersetzt: Mach dich selbst zur Speerspitze des Fortschritts.

"Mich hat früh eine Experimentierfreude befallen", sagt Keese, der durch private Neugierde getrieben auch immer nach dem neuesten Handy Ausschau hält. Das Nachdenken über digitale Geschäftsmodelle machte ihn zum "Mister Leistungsschutzrecht". Heute steht Keese mit der Springer-Tochter Hy anderen Unternehmen bei der Digitalisierung zur Seite.

Keese ist überzeugt, dass jeder mit möglichst vielen gesammelten Infos und Menschenverstand drei bis fünf Jahre vorhersehen kann. Doch kein Individuum könne alleine alles verstehen – es brauche Berater, Kooperationen und Netzwerke. Autoherstellern und Banken rät Keese einen Blick auf die Verlagsbranche: "Die anderen Branchen haben den Vorteil, dass sie von den Medien lernen können. Aber sie haben den Nachteil, dass sie viel weniger Zeit zur Verfügung haben."
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Springer verteilt zum 65. "Bild"-Geburtstag 41 Mio Gratis-Zeitungen an alle Haushalte.

Bild zwangsbeglückt ganz Deutschland mit einer Gratis-Ausgabe zum 65. Geburtstag. Die Deutsche Post liefert 41 Mio Exemplare an alle deutschen Haushalte. In der Sonderausgabe, die parallel zur regulären, tagesaktuellen "Bild" erscheint, schreiben u.a. Angela Merkel und Martin Schulz über ihr Deutschland und Europa. Im Gegensatz zu früheren Gratis-Ausgaben hat Springer auf eine große, öffentliche Ankündigung im Vorfeld verzichtet - und sich damit logistisch aufwendige Zustellverweigerer vom Hals gehalten.
axelspringer.de, meedia.deKommentieren ...

Lese-Tipp: "Welt" erscheint mit 32-seitiger Sonderausgabe zur Noah-Konferenz.

Lese-Tipp: Springer begleitet seine Konferenz Noah mit einer 32-seitigen Sonderbeilage in der "Welt". Darin schreibt unter anderem Mathias Döpfner über die Bedeutung der Digitalisierung, Christoph Keese ist mit einem Beitrag über Plattform-Unternehmen zu lesen. SPD-Chef Martin Schulz schreibt, warum Deutschland wegen der Digitalisierung in Bildung investieren müsse.
"Welt", S. 25-55 (Paid)Kommentieren ...

"Horizont": Jung von Matt betreut Kampagne für die "Bild".

Jung von Matt arbeitet laut "Horizont" künftig wieder für die "Bild": Die Agentur gewinnt demnach in einem Pitch die Journalismus-Kampagne der Zeitung. Jung von Matt hat 20 Jahre lang bis 2014 für die "Bild" gearbeitet. Seitdem hat VCCP das Springer-Blatt als Leadagentur betreut. Ende 2016 kündigte Springer an, künftig nur noch projektbezogen mit Agenturen zusammenzuarbeiten.
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"Zeit"-Interview: Ex-"Bild"-Chef Günter Prinz findet "Bild" heute langweilig.

Günter Prinz, 87, von 1971 bis 1981 Chef der "Bild", geht im Interview mit der "Zeit" hart mit den heutigen Machern des Boulevard-Blatts ins Gericht: Er lese die Zeitung nicht mehr, weil sie ihm zu langweilig sei. Prinz, der in der Zeit der Studentenbewegung zeitweise Bodyguards hatte, verteidigt überspitzte Schlagzeilen aus der Zeit. Wenn von 10.000 Schlagzeilen 100 misslungen seien, finde er das zwar schlimm, "aber die Quote ist halbwegs okay".

Günter Prinz gibt den Verlegern von "stern", "Spiegel" und "Zeit" eine Mitschuld daran, dass 1968 Steine und Brandsätze gegen das Springer-Hochhaus flogen. Zwar habe niemand gewollt, dass Steine fliegen, die Kampagne gegen Springer sei "ohne die publizistische Unterstützung der anderen großen Blätter" nicht möglich gewesen.
"Zeit", 26/2017, zeit.de (Vorab) Kommentieren ...

"Welt" steigt bei Instant Articles aus.

Welt zieht bei Instant Articles den Stecker und steigt als erstes deutsches Medium aus, schreibt Meedia. Die Springer-Zeitung will Facebook-Nutzer künftig wieder auf das eigene Mobil-Angebot locken. Springer ist mit der Monetarisierung der Instant Articles unzufrieden. Bei stern.de sei noch keine Entscheidung über den Verbleib im Facebook-Projekt gefallen. "New York Times" und "Guardian" sind bei dem Projekt bereits ausgestiegen.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

BuzzFeed: Angebliche Freundin von Andreas Lubitz hat ihre Geschichte wohl erfunden.


"Bild" als Betrugs-Opfer? BuzzFeed gibt neue Hinweise darauf, dass die angebliche Freundin von Germanwings-Pilot Andreas Lubitz ihre Geschichte erfunden und "Bild" getäuscht hat. Petra Sorge schreibt, dass Maria W. auch RTL ein Interview angeboten habe. Der Reporter des Senders hatte aber demnach erhebliche Zweifel an der Geschichte der Frau und der Beziehung zu Lubitz. Auch die Identität der Frau habe sich als gefälscht herausgestellt.

"Bild" will sich "zu Quellen und redaktionellen Abläufen" gegenüber BuzzFeed nicht äußern, besteht aber darauf, Lubitz' angebliche Freundin korrekt zitiert zu haben. Die Frau war in "Bild" als Flugbegleiterin und Lubitz' Ex-Freundin aufgetreten. Laut BuzzFeed arbeitet sie stattdessen wohl als PR-Managerin. Sie hatte den Todespiloten als aggressiv beschrieben und Lubitz mit den Worten zitiert: "Eines Tages wird jeder meinen Namen kennen."
buzzfeed.com, meedia.de turi2.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...