Zahl des Tages: Umsatz von Business Insider wächst um 50 %.

Zahl des Tages: Um 50 % hat Springers Business Insider seinen Umsatz im 1. Quartal 2017 gesteigert, teilt Vorstandschef Mathias Döpfner den Aktionären bei der Hauptversammlung mit. Er sei mit der Entwicklung des Wirtschaftsportals "außerordentlich zufrieden", das Angebot habe "das Zeug, zu einem wesentlichen Baustein des Unternehmens zu werden".
welt.deKommentieren ...

Springer will französisches Immobilienportal Logic-Immo kaufen.

Springer will über seine Tochter Axel Springer Digital Classifieds France dem französischem Medienunternehmen Spir das Immobilienportal Logic-Immo abkaufen. Als Preis vereinbarten beide Parteien 105 Mio Euro. Die französische Kartellbehörde muss dem Kauf noch zustimmen. Logic-Immo betreibt neben dem Namensgebenden Immobilienportal mit einer Reichweite von rund 2,9 Mio Personen weitere Seiten für die Vermittlung von gehobenen Immobilien sowie mehrere Anzeigenblätter.
axelspringer.deKommentieren ...

Snapchat Discover startet in Deutschland mit "Bild", Spiegel Online, Sky und Vice.


Zugeschnappt: "Bild", Spiegel Online, Sky Sport und Vice sind die ersten Medien im deutschen Angebot von Snapchat Discover, schreiben Giuseppe Rondinella bei horizont.net und Marvin Schade bei Meedia. Heute startet das Angebot der kuratierten Snapchat-News in Deutschland. Die Inhalte der vier Medienpartner sind jeweils 24 Stunden verfügbar und erscheinen zu unterschiedlichen Zeiten. Vice legt bereits morgens um 6.00 Uhr los, Sky schickt seine Sport-News um 17.00 Uhr raus, "Bild" um 18.00 und Spiegel Online um 19.00 Uhr. Weitere Medienpartner sollen in den kommenden Monaten dazukommen.

Die Verhandlungen haben sich lange hingezogen, berichten Meedia und Horizont Online, u.a. gab es Streit über das Finanzielle. Insbesondere "Bild" habe höchsten Wert auf eigenständige Vermarktung gelegt. Nick Bell, Content-Chef bei Snap, sagt bei Horizont.net zwar, es sei "keine Überzeugungsarbeit nötig gewesen", die deutschen Publisher hätten aber Zeit gebraucht, "das Produkt und die Monetarisierungsmöglichkeiten zu verstehen". Eine pauschale Vergütung bekommen die Medienpartner demnach nicht, stattdessen teilt Snap sich die Einnahmen aus bildschirmfüllenden Anzeigen – u.a. von der Bundeswehr – mit den deutschen Medien.
horizont.net (Rondinella), meedia.de (Schade), spiegel.de, "Bild", S. 1 (Paid), businessinsider.deKommentieren ...

Springer plant WeltN24-Club.


Ein Club von Welt: Springer plant für seine Marke WeltN24 einen Wirtschaftsclub, schreibt Gregory Lipinski. Das Vorhaben erinnert an die Anfang 2016 gestartete Plattform des "Handelsblatts". Wie bei den Düsseldorfern soll sich der WeltN24-Club an Entscheider aus Politik und Wirtschaft richten und auf exklusiven Veranstaltungen den Austausch ermöglichen. Die Zahl der Mitglieder werde begrenzt sein, zitiert Gregory Lipinski eine Springer-Sprecherin.

Einen Zeitpunkt für den Start nennt der Verlag nicht, ebenso wenig Preise. Für den Club gründet Springer eine Tochterfirma namens WeltN24 Club GmbH. Die Geschäftsführung übernimmt Kristina Faßler, 54. Sie leitet seit November 2015 das Marketing der WeltN24-Gruppe und war zuvor Geschäftsführerin des N24-Vermarkters Thads Media. (Foto: dpa)
meedia.de, turi2.de (Background)
Kommentieren ...

Springer hat sich bei Uber eingekauft.

Springer hält eine Finanzbeteiligung am Taxischreck Uber, bestätigt eine Sprecherin eine Recherche von "t3n". Es handele sich um einen minimalen Anteil "ähnlich wie bei Airbnb" - und ausdrücklich keine strategische Beteiligung. Mit Kai Diekmann, früher "Bild"-Herausgeber und -Chefredakteur, sitzt seit kurzem eine ehemalige Springer-Führungskraft im Beratergremium des Fahrtenvermittlers.
t3n.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Kai Diekmann wird Berater beim Taxi-Schreck Uber.

Kai Diekmann, hier 2012 bei einer Oldtimer-Spritztour, steigt ins Uber-Taxi und wird Berater des umstrittenen US-Startups. (Foto: Daino Cristini / ROPI / Picture Alliance)

Anschnallen, Kai kommt: Kai Diekmann landet wie viele Journalisten im Taxigewerbe und berät künftig Uber. Der frühere "Bild"-Herausgeber und -Chefredakteur wird Mitglied im Public Policy Advisory Board des Taxi-Schrecks, berichten Stephan Dörner bei t3n.de und Martin U. Müller im "Spiegel" – Uber bestätigt. Das Gremium trifft sich einmal im Jahr im Silicon Valley. Auch die frühere EU-Kommissarin Neelie Kroes ist Mitglied des Boards. Der Uber-Job wird nach turi2-Informationen nur eine Nebentätigkeit für Kai Diekmann. Er sitzt auch in Beiräten der "Times" aus London und der türkischen Zeitung "Hürriyet".

Diekmann soll offenbar vorerst nicht offensiv Lobbyarbeit betreiben, sondern zwischen den USA und Europa "übersetzen". Diese Übersetzungsarbeit hat Uber auch nötig: In Deutschland ist der Dienst nicht aktiv und gesetzlich de facto verboten. Das Geschäft mit der Fahrten-Vermittlung ist mit einem Minus von 2,8 Mrd US-Dollar im vergangenen Jahr noch hoch defizitär. In den vergangenen Wochen hatte Uber zudem eine Menge Ärger wegen Sexismus-Vorwürfen und einer Klage von Google. Kai Diekmann sah sich nach seinem Ausscheiden bei Springer mit dem Vorwurf der sexuellen Belästigung konfrontiert.
t3n.de, spiegel.de, bloomberg.com (Geschäftszahlen), turi2.de (Background Uber), turi2.de (Background Diekmann)Kommentieren ...

Erdogan schließt Auslieferung von Deniz Yücel an Deutschland aus.

Türkei: Präsident Erdogan sagt dem türkischen Sender TGRT, er werde Deniz Yücel nicht an Deutschland ausliefern. Die Bundesrepublik verweigere die Auslieferung türkischer Staatsbürger, deshalb würden Yücel und andere inhaftierte Deutsche nicht überstellt: "Auf keinen Fall, solange ich in diesem Amt bin niemals."
faz.netKommentieren ...

fragebogen2: Christian Nienhaus.


fragebogen2: Christian Nienhaus hat einen außergewöhnlichen letzten Wunsch – er würde gerne seine eigene Beerdigung überleben. Der bescheidene Chef des Springer-Funke-Vermarkters Media Impact gibt im turi2-Videofragebogen nicht viel preis, verrät aber: Aus dem jungen Nienhaus sollte eigentlich ein Profifußballer oder ein Politiker werden. Für einen Politiker hegt Nienhaus dann auch besondere Sympathien: Winston Churchill. Der sei ein Journalist gewesen, "der richtig was geworden ist".
turi2.tv (1-Min-Video), turi2.tv (5-Min-Interview)

Kommentieren ...

Dietrich von Klaeden wird Springers Chef-Lobbyist – Christoph Keese bleibt im Unternehmen.


Springer befördert Dietrich von Klaeden, 50 (Foto, links), zum Konzern-Geschäftsführer Public Affairs und damit zum Chef-Lobbyisten. Klaeden war bislang Head of Public Affairs. Er folgt auf Leistungsschutzrecht-Vorkämpfer Christoph Keese, 52. Keese bleibt bei Springer und soll "seine digitale Expertise in einem unternehmerischen Kontext" einbringen.

Von Klaeden war früher NDR-Reporter, Rechtsanwalt, Justiziar bei Holtzbrinck und Pressesprecher des SWR. Seit 2007 arbeitet er für Springer. Dietrich von Klaeden ist der Bruder des CDU-Politikers Eckart von Klaeden, früherer Staatsminister im Kanzleramt und heute Lobby-Chef bei Daimler. Als neuer Chef der politischen Landschaftspflege bei Springer holt von Klaeden Malte Wienker, 35, zu sich in die Geschäftsführung. Wienker soll Kontakte zu den deutschen Parlamenten, Verbänden und Institutionen halten. Florian Nehm, 59, leitet weiterhin die EU-Beziehungen und Carolin Wehrhahn, 39, das Lobby-Büro in Brüssel.
axelspringer.deKommentieren ...

Ringier Axel Springer kündigt Wirtschaftsanwalt Martin Wagner wegen "Blick"-Offerte.

Ringier Axel Springer Schweiz beendet seine geschäftlichen Beziehungen mit dem Basler Wirtschaftsanwalt Martin Wagner. Grund sei das Kaufangebot für den "Blick", das Wagner Ringier Anfang März im Auftrag von Investoren unterbreitet hat, schreibt die "NZZ am Sonntag". Ringier bestätigt das Ende der Zusammenarbeit, ohne nähere Gründe zu nennen. Wagner war Rechtsvertreter der Publikationen, die Springer in das Joint-Venture eingebracht hat, u.a. "Bilanz", "Beobachter" und "Handelszeitung".
nzzas.nzz.ch (Paid) via persoenlich.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild am Sonntag" ist erstmals für den Nannen-Preis nominiert.

Bild am Sonntag ist zum ersten Mal für den Nannen-Preis nominiert. Kayhan Özgenc, Jan C. Wehmeyer und Olaf Wilke stehen für ihren Beitrag Skandalakte VW in der Kategorie Investigative Leistung auf der Nominierten-Liste - zusammen mit "stern" und der "Süddeutschen". 2012 hatte es einen Eklat gegeben, weil "SZ"-Investigator Hans Leyendecker und seine Kollegen es ablehnten, gemeinsam mit "Bild"-Redakteuren in der Kategorie "Investigative Recherche" ausgezeichnet zu werden.
kress.de (Liste aller Nominierten)Kommentieren ...

Zitat: Mathias Döpfner zeichnet ein dunkles Bild digitaler Gegenwart.

"Das ist die digitale Wiederholung radikal kommunistischer Ideologie."

BDZV-Präsident Mathias Döpfner warnt in einer Rede vor Vertretern der Musikindustrie vor Gratiskultur, die die Internetkonzerne predigten, um allein ihre Geschäftsmodelle zu erhalten.

"Unsere größte Angst ist es doch immer, den Zeitgeist zu verpassen. (...) Doch bei aller Liebe zum Zeitgeist müssen noch immer die Gesetze der ökonomischen Schwerkraft gelten."

"Traditionelle Medienkonzerne haben noch immer eine große gefühlte Macht. (...) Google ist lange mit 'Don't do evil' ohne Gelächter aus dem Publikum durchgekommen."

"Es tut sich ein immer größerer Graben auf zwischen dem privaten Sektor (...) und den Öffentlich-Rechtlichen."

"Journalismus ist heute ein genauso flüchtiges Gut wie Musik oder Film."

"Dass Verlage nun Facebook dabei helfen sollen, sein Glaubwürdigkeitsproblem zu lösen, ist ein Treppenwitz der Geschichte."

"Mir stockt der Atem, wenn ich über ein 'Wahrheitsministerium' nachdenke."

turi2 vor Ort bei der Kulturkonferenz des Bundesverbandes Musikindustrie in Berlin

Kommentieren ...

Deutscher Botschafter darf Deniz Yücel in türkischer Haft besuchen.

Deniz Yücel darf in türkischer Untersuchungshaft Besuch der deutschen Botschaft in Istanbul empfangen. Das Auswärtige Amt bestätigt eine Verbalnote der Türkei, wonach Deutschland ab morgen konsularischen Zugang zum inhaftierten "Welt"-Korrespondenten erhält. Yücel wurde Mitte Februar festgenommen, die Türkei wirft ihm Terrorismusunterstützung vor.
t-online.de, spiegel.deKommentieren ...

- Anzeige -

STUDIE AUS DEM BILD BRAND STUDIO: Native wirkt! Und wie!
BILD erreicht die Masse, pro Monat 38 Millionen Menschen, davon über 20 Millionen digital. Die nativen Markengeschichten des BILD Brand Studios stehen immer neben den Top-Stories des Tages und garantieren in kürzester Zeit eine Top-Reichweite mit höchstem User-Engagement. Wie Native Advertising für die Ziele starker Marken wirkt, DAS zeigen wir in unserem exklusiven Case Book.
bild.de

Zitat: Für Christian Nienhaus ist Print-Vermarktung mehr Pflicht als Lust.

"Bei uns ist es wie in der Autoindustrie: Da wird viel über E-Mobilität geredet, aber im Moment muss man auch noch die Verbrennungsmotoren verkaufen. Übertragen auf unsere Wirtschaft heißt das: Wir müssen auch Print noch verkaufen, weil es noch verdammt reichweitenstark ist."

Media-Impact-Chef Christian Nienhaus sieht Print in einem "sehr, sehr langen Gleitflug".
turi2.tv (5-Min-Video)1 Kommentar

Media-Impact-Chef Christian Nienhaus predigt Markenpflege.


Die Marke macht's: Media-Impact-Chef Christian Nienhaus teilt die Medienwelt nicht mehr in Zeitung und Online, sondern nur noch in starke und schwache Marken. "Wir brauchen große Marken wie 'Bild', die nicht mehr als Monolithen auftreten, sondern auf sehr vielen Wegen zum Kunden gehen", sagt Nienhaus im turi2.tv-Interview beim BDZV-Vermarktungsgipfel. "Marke garantiert Aufmerksamkeit." Nienhaus hadert im Gespräch zugleich mit der "dezidierten Marketingidee" von Google und Facebook: "Sie wollen alles komplett kontrollieren und beeinflussen."

Nienhaus, früher "Bild"-Verlagschef und Funke-Geschäftsführer, führt den gemeinsamen Vermarkter von Springer und Funke seit 2015. Sein Team bei Media Impact stellt sich crossmedial auf und erwirtschaftet ein Viertel des Umsatzes digital. Große Marken wie "Bild" garantieren Aufmerksamkeit – Nienhaus kontaktiert große Kunden direkt statt über die Zwischenstation Mediaagentur. Der Wandel der Branche trifft auch Media Impact: Nienhaus toleriert kein Beharren, erfahrene (Print-)Anzeigenverkäufer müssen im Tandem mit digital denkenden Kollegen zum Kunden reisen.
youtube.com (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Yücel-Anwälte beantragen Freilassung beim türkischen Verfassungsgericht.

Deniz Yücel: Die Anwälte des inhaftierten "Welt"-Korrespondenten haben beim türkischen Verfassungsgericht einen Antrag auf Freilassung von Yücel aus der Untersuchungshaft eingereicht. Die Inhaftierung verletze u.a. "sein Recht auf körperliche Unversehrtheit und seine persönliche Freiheit" sowie das Recht "auf ein faires Verfahren", argumentieren die Anwälte. Yücel ist seit vier Wochen in Einzelhaft, deutschen Botschaftsvertretern bleibt der Zugang zu Yücel verwehrt.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Staatsanwalt konkretisiert Aussagen im Streit zwischen "Zeit" und "Bild" zu Lubitz-Freundin.


Wer hat's erfunden: "Bild" hat die Aussagen zur angeblichen Ex-Freundin von Germanwings-Piloten Andreas Lubitz nicht erfunden, betont Staatsanwalt Christoph Kumpa auf turi2-Nachfrage. Diese Einschätzung habe er auch der "Zeit" gegeben. "Mir liegen vielmehr Anhaltspunkte vor, dass diese Frau existiert, da sie nach meinem Kenntnisstand versucht hat, einem anderen Medienvertreter offenbar dieselbe Geschichte zu 'verkaufen'", so der Staatsanwalt.

Kontakt zur "Bild" habe Kumpa nicht aufgenommen, da offensichtlich gewesen sei, dass die Frau ihre Identität nicht preisgeben wolle. Am Donnerstag warf die "Zeit" der "Bild" in einem Beitrag schlechte Recherche vor. Daraufhin konterte unter anderem Bild.de-Chef Julian Reichelt, die "Zeit" habe Christoph Kumpa falsch zitiert. Die "Zeit" hatte Kumpa mit dem Satz zitiert: "Ich gehe davon aus, dass ihre Geschichte erfunden ist."
per Mail, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Polens Außenminister: Deutsche Medien mischen sich unzulässig in polnische Politik ein.

Minister of Foreign Affairs of Poland, Witold Waszczykowski Ringier Axel Springer mischt sich unzulässig in die politischen Angelegenheiten Polens ein, behauptet Polens Außenminister Witold Waszczykowski (Foto). Er verbitte sich diese Einmischung. Dabei werfe Deutschland Polen seit anderthalb Jahren vor, Einfluss auf die eigene Presse zu nehmen, kritisiert Waszczykowski im Gespräch mit dem "Spiegel". Ringier Axel Springer soll angeblich die Journalisten der polnischen Tochter angewiesen haben, proeuropäisch zu berichten.
spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Julian Reichelt: "Zeit" zitiert Staatsanwalt falsch und ignoriert "Bild"-Statement.

Julian Reichelt wirft der "Zeit" vor, den Düsseldorfer Staatsanwalt Christoph Kumpa falsch zitiert zu haben. Kumpa habe "Bild" keine schlechte Recherche vorgeworfen und nicht behauptet, dass "Bild" die Geschichte über Andreas Lubitz angebliche Ex-Freundin Maria W. erfunden habe. Dies zeige ein Statement des Boulevardblatts gegenüber der "Zeit". "Bild" hält an der Geschichte fest. "Zeit"-Autorin Petra Sorge habe unsauber gearbeitet, meint Bild.de-Chef Reichelt bei Twitter. Auch "Welt"- Wirtschaftsjournalistin Anette Dowideit‏ wirft der "Zeit" "Borderline-Berichterstattung" vor. Kollegen seien zu Unrecht beschuldigt worden, falsch berichtet zu haben. turi2 hatte berichtet, Kumpa habe "Bild" schlechte Recherche vorgehalten. "Zeit"-Chefredaktionsmitglied Holger Stark weist Reichelts Kritik zurück. Seine Zeitung habe einen Springer-Sprecher zitiert und Kumpa korrekt wiedergegeben.
twitter.com, twitter.com (Reichelt), twitter.com (Dowideit), twitter.com (Stark), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Wir graturilieren: Ulf Poschardt wird 50.

Ulf PoschardtWir graturilieren: Ulf Poschardt, Chefredakteur von WeltN24, feiert heute seinen 50. Geburtstag. Der Autoliebhaber gibt nicht nur im Porsche Gas, sondern auch mit seiner crossmedialen Redaktion. Das turbulente Jahr 2016 sei der "ideale Nährboden für substanziellen Journalismus" auf allen Kanälen von WeltN24 gewesen. Besonders freut sich der promovierte Philosoph darüber, wie gut der Sender N24 mit der neuen WeltN24-Homepage ineinandergreift. Er könne sich kein besseres oder athletischeres Team vorstellen als seine Mannschaft.

Nicht zu Ruhe kommen lässt Poschardt das Schicksal seines Türkei-Korrespondenten Deniz Yücel. "Seine Untersuchungshaft in Einzelhaft ist jeden Tag neu ein Schock für uns alle", sagt Poschardt. Der Umgang der Türkei mit dem exzellenten Kollegen mache ihn fassungslos. Für das 51. Lebensjahr wünscht er sich deshalb vor allem eins: Freiheit für Yücel. Heute feiert Poschardt, der 1967 in Nürnberg geboren wurde, seinen runden Geburtstag im kleinsten Kreis in einem chinesischen Imbiss. Gratulationen erreichen ihn auf allen Wegen - etwa per E-Mail.Kommentieren ...

"Bild"-Journalisten sind bei Lubitz-Pressekonferenz nicht erwünscht.

Bild muss bei der Pressekonferenz von Günter Lubitz (Foto) draußen bleiben. Der Vater des Germanwings-Copiloten Andreas Lubitz sperrt Reporter von Springers Boulevardblatt aus, bestätigt der Verlag – und weist demonstrativ auf den trotzdem geführten Liveticker hin. Lubitz' Medienanwalt Andreas Behr meldet sich auf turi2-Nachfrage nicht zurück. "Bild" und Lubitz haben eine juristische Vorgeschichte: Die Familie wehrt sich gegen die Veröffentlichung von Grabstätten-Fotos, das Verfahren läuft noch. Zuletzt wurden Zweifel laut an einem "Bild"-Interview mit einer Frau, die Andreas Lubitz' Ex-Freundin sei.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background), bildblog.de (Background)Kommentieren ...

Generation-C-Portal Noizz startet rumänischen Ableger.

Ringier Axel Springer bringt Noizz in Rumänien an den Start. Nach Polen, Serbien, der Slowakei und Deutschland ist Rumänien der fünfte Markt für das Newsportal für die "urbane und digital vernetzte Zielgruppe", auch "Generation C" genannt. Noizz hat "coole, vernetzte" Rumänen im Visier, die sich "differenzieren und etwas bewegen möchten".
presseportal.deKommentieren ...

"Bike Bild" radelt viermal im Jahr zum Kiosk.

Springer schwingt sich regelmäßig auf den Sattel und bringt Bike Bild künftig viermal im Jahr heraus. Die erste Test-Ausgabe im August 2016 hat sich 60.000 mal verkauft und wurde vom Anzeigenmarkt "sehr gut angenommen". Mathias Müller, 50, bisher beim Special-Interest-Verlag Delius Klasing im Fachbereich Fahrrad tätig, wird Redaktionsleiter. Der bisherige Chefredakteur, Christian Steiger, 49, sattelt wieder von zwei auf vier Räder um und konzentriert sich auf seine Aufgaben in der Chefredaktion der "Auto Bild"-Familie, insbesondere auf "Auto Bild Reisemobil".
presseportal.deKommentieren ...

Staatsanwalt wirft "Bild" vor, "erfundene" Aussagen im Fall Lubitz zu verbreiten.


Staatsanwalt Christoph Kumpa hat die angebliche Freundin von Andreas Lubitz nicht gefunden – und zweifelt, ob ihre Geschichte in "Bild" stimmt. (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Picture Alliance)

Behörde contra "Bild": Der Düsseldorfer Staatsanwalt Christoph Kumpa wirft "Bild" schlechte Recherche im Fall des Germanwings-Piloten Andreas Lubitz vor. Ein Interview mit der vermeintlichen Ex-Freundin des Piloten ist womöglich falsch, berichtet Petra Sorge in der "Zeit". Ermittler haben die Frau nie aufspüren können. Kumpa geht davon aus, dass die Geschichte von Maria W. "erfunden" ist. Laut ihr war Lubitz aggressiv und habe angekündigt, dass alle bald seinen Namen kennen würden.

Springer nennt Kumpas Vorwurf "rein spekulativ". Die Staatsanwaltschaft habe "Bild" niemals kontaktiert. Zweifel an den Ermittlungen äußert Günter Lubitz, der Vater des Piloten. Er traut seinem Sohn nicht zu, 149 Menschen mit in den Tod gerissen zu haben – und sieht dafür auch keine Beweise. Am Freitag, dem zweiten Jahrestag des Unglücks, will die Familie eine Pressekonferenz geben und ihre Sicht darlegen. Mit "Bild" gab es schon vorher Streit: Die Zeitung druckte ein Foto des Lubitz-Grabs, kurz darauf zündeten Unbekannte die Grabstelle an. Das Kammergericht Berlin verbietet die Verbreitung des Fotos, Springer wehrt sich.
"Zeit" 13/2017, S. 12 (Paid)3 Kommentare

Zitat: Stefan Aust wünscht sich weniger Hysterie in Mediendebatten.

"Wer sich verschrecken lässt durch Begriffe wie 'Lügenpresse', der hat nicht genügend Selbstbewusstsein."

"Welt"-Herausgeber Stefan Aust rät Kollegen, auf unsachliche Vorwürfe nicht hysterisch zu reagieren.

Aust über seinen Umgang mit Fake News:
"Ich hab bei meinem Computer eine kleine Taste, die sieht aus wie ein Papierkorb, da stecke ich das rein und dann ist das weg."

... über den "fast religiösen Begriff" Wahrheit:
"Der Begriff Wahrheit ist häufig eine Anmaßung. Es gibt viele Informationen, die man unterschiedlich interpretieren kann – es liegt immer im Auge des Betrachters."

... über mediale Hysterie:
"Es wird eine immer größere Tsunami-Welle, wenn irgendetwas passiert. Manche Informationen, die nicht wirklich überprüft sind, kriegen eine gewaltige Bedeutung – aber häufig ist es so, dass nach ein paar Stunden schon eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird."
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio)Kommentieren ...

Meedia: "Bild" wird erster deutscher Snapchat-Discover-Partner.

Bild bereitet als erster deutscher Medien-Partner einen eigenen Discover-Kanal bei Snapchat vor, schreibt Marvin Schade. Bunte und Focus Online dagegen seien als Discover-Partner vorerst abgesprungen. Einen Start-Termin gebe es bei "Bild" noch nicht. Springer will die Information weder bestätigen, noch dementieren. Vorletzte Woche hatten Paul Ronzheimer und Claas Weinmann bereits mit einer Live Story aus Mossul berichtet.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Welt" strukturiert sich mit neuen Rubriken.

Welt ergänzt seine Samstagausgabe um feste Rubriken: Die "Alternative Grafik" auf Seite 2 erinnert sehr an die "Gefühlte Wahrheit" aus dem "SZ-Magazin". Daniel Friedrich Sturm schreibt in der Politik "Unter Zwei", in der "Weiten Welt" reportieren Korrespondenten kurz wie es auch die "Zeit"-Kollegen in ihren "Mails aus ..." tun. Neu ist auch der "Bossy Talk" in der Wirtschaft, "Literarische Welt" und der Stil-Teil wurden erneuert.
"Welt", S. 1 u.a. (Paid)Kommentieren ...

Awin und Axel Springer Plug and Play fördern künftig gemeinsam Startups.

Axel Springer Plug and Play und das Affiliate-Marketing-Netzwerk Awin - bisher bekannt als Zanox - fördern künftig gemeinsam Digitalmarketing-Startups. Die beiden Springer-Töchter sollen neue Adtech-Firmen finden und Innovationen vorantreiben. Das 100-tägige Accelerator-Angebot von Axel Springer Plug and Play unterstützt Startups u.a. mit 25.000 Euro Startfinanzierung, Büros und Mentoren.
axelspringer.deKommentieren ...