Lese-Tipp: Fake News sind für Historiker Harari kein neues Facebook-Phänomen.

Lese-Tipp: Medien ohne zahlende Nutzer tendieren im Kampf um Aufmerksamkeit stärker zu Aufreger-Themen, analysiert Yuval Noah Harari. Auf vier Seiten unterhält sich der Historiker mit Springer-Boss Mathias Döpfner in der Welt am Sonntag u.a. über die stärker werdende Deutungshoheit von Google als Konkurrenz für Werbeträger.
"Welt am Sonntag", S. 13-16 (Paid)

Video-Tipp: "Bild" widmet Wolfgang Bosbach eine Porträt-Serie.

Video-Tipp: "Bild" setzt Wolfgang Bosbach ein Denkmal in bewegten Bildern. Sieben 12-Minuten-Folgen begleiten den Markus-Lanz-gestählten Polit-Rentner auf den Golfplatz und beim Schreiben der ersten eigenen E-Mails. Im pathetischen Trailer sagen u.a. Reiner Calmund, Claudia Roth und Bosbach freundliche Dinge über Bosbach.
axelspringer.com, bild.de, youtube.com (2-Min-Trailer)

OMR: Facebook sucht Nutzer bei Online-Portalen deutscher Verlage.

Facebook-LogoFacebook versucht offenbar, seinen Bedeutungsrückgang mit einer Traffic-Kampagne auf deutschen Portalen wie Meinestadt.de und Gutefrage.net zu lindern, berichtet Roland Eisenbrand. So werden beispielsweise Nutzer im Event-Bereich von Meinestadt.de mit einem Pop-Up zu Facebooks Veranstaltungsseiten weitergeleitet. Eisenbrand vermutet einen Versuch, "Nutzer- und Nutzungszahlen der Browser-basierten Variante von Facebook" wieder anzukurbeln – diese gehe laut des Statistik-Tools Similarweb "sukzessive zurück".
omr.com

Video vielleicht verpasst? Die meistgeklickten turi2.tv-Videos im September 2018.



Video vielleicht verpasst? Mathias Döpfner spricht im Interview von Peter Turi über seine Musikleidenschaft und Strategien für die Zukunft des Springer-Konzerns. Dessen neuer Campus in Berlin nimmt Form an und auch Gruner + Jahr baut in Hamburg ein neues Verlagshaus. Das sind die meistgesehenen turi2.tv-Videos bei YouTube, Facebook und Twitter im September.

Top 1:
Springer-Chef Mathias Döpfner über Musik, Strategie und die Zukunft – das komplette Interview
2.341 Aufrufe bei YouTube

Top 2:
Der Axel Springer Neubau: Andreas Ludwigs zeigt die Baustelle
1.644 Aufrufe bei YouTube (+ 562 bei Facebook + 186 bei Twitter)

Top 3:
Vertrauen in die Verlagszukunft: Julia Jäkel und Peter St John über den Neubau
566 Aufrufe bei YouTube (+ 894 bei Facebook + 230 bei Twitter)

Top 4:
Umfrage: So sieht die Medien-Welt am Sonntag aus
504 Aufrufe bei YouTube

Top 5:
"70 ist das neue 20." Chefredakteur Peter Huth über den Gesundheitszustand der "Welt am Sonntag"
476 Aufrufe bei YouTube (+ 267 bei Facebook)

Top 6:
Degeto-Chefin Christine Strobl über die Strategie hinter "Babylon Berlin".
463 Aufrufe bei YouTube (+ 256 bei Facebook + 287 bei Twitter)

Top 7:
"stern" und die Hitler-Tagebücher: Christian Krug über den historischen Weckruf
287 Aufrufe bei YouTube (+ 631 bei Facebook + 883 bei Twitter)

Die Top 7 in einer Playlist














Das waren die meistgeklickten turi2.tv-Videos im Juli

Stand 4.10.2018, 15:00 Uhr

Ringier führt dynamisches Preissystem bei Printanzeigen ein.

Ringier und Ringier Axel Springer führen ab Januar ein dynamisches Preissystem bei Printanzeigen ein. Der Preis für Anzeigen setzt sich künftig flexibel u.a. durch Zeitpunkt, Volumen, Titelwahl und Platzierung zusammen und wird durch einen Algorithmus errechnet. Ab dem zweiten Quartal 2019 sollen Werbekunden in einer webbasierten Buchungsplattform zudem selbst Anzeigen mit dynamischen Preisen buchen können.
ringier.ch

PR-Unternehmer Kai Diekmann sieht Print neuerdings sehr kritisch.


Worte eines Wechslers: Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann, 54, stellt sich im VDZ-Magazin Print & More gegen seine Ex-Kollegen: Vom Leistungsschutzrecht – das ja von Springer maßgeblich vorangetrieben wurde – hält der heutige Social-Media-PR-Unternehmer wenig. Auf die Frage, ob Google den Verlagen das Wasser abgrabe, sagt er: "Den Glauben, ich kann ein Geschäftsmodell, das möglicherweise technisch überholt ist, mit Regulierung schützen, halte ich für einen Irrglauben."

Weitere Einsichten Diekmanns, der die Agentur Storymachine gegründet hat: "Printwerbung ist verglichen mit digitaler Werbung unglaublich teuer und ineffizient." Und: "Für die Millennials ist die strikte Trennung zwischen Werbung und redaktionellem Inhalt nicht so relevant." Lediglich "die Qualität" müsse stimmen. Woher Diekmanns neue Einsichten rühren? Vermutlich trifft zu, was Karl Marx schon vor 150 Jahren wusste: Dass nämlich das Sein (in diesem Fall: Diekmanns neuer Job als Social-PR-Unternehmer) das Bewusstsein bestimmt. Anders ausgedrückt: Wes Brot ich ess', des Lied ich sing'.
"Print & More" 3/2018, S. 50-52

Jörg Kachelmann kriegt weitere 235.000 Euro von Springer.

Springer muss noch einmal für "Bild"-Berichte über Jörg Kachelmann blechen, entscheidet der Bundesgerichtshof. Der Wetter-Moderator erhält weitere 235.000 Euro Schmerzensgeld einschließlich Zinsen für die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte durch bild.de. Wegen Print-Berichten musste Springer bereits 295.000 Euro zahlen, also nun insgesamt 530.000 Euro. Die Entscheidung ist rechtskräftig, Springer prüft jedoch eine Verfassungsbeschwerde – das Geld muss dennoch fließen. Kachelmann war 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden, nachdem eine Frau ihn falsch beschuldigt hatte.
ndr.de, turi2.de (Background)

Zitat: Mathias Döpfner sieht das "Prinzip Zeitung" als Mittel gegen Filterblasen.

"Journalisten sind Wecker, die sich nicht abschalten lassen; das Prinzip Zeitung ist das wirksamste Mittel gegen die Filterblasen dieser Welt – denn es lässt sie platzen."

Springer-Chef und BDZV-Präsident Mathias Döpfner sagt beim Zeitungskongress, dass beim "Prinzip Zeitung" - egal ob gedruckt oder digital - der Absender immer klar sei. Die "Welt" druckt das Manuskript seiner Rede.
"Welt", S. 21 (Paid)

Weitere Zitate aus der Rede:

"Wenn in einer Gesellschaft an sich Wahrheit relativiert wird, durch propagandistische Manipulation von allen Seiten quasi zur Ansichtssache erklärt wird, dann wackelt das Fundament."

"Bei der Recherche hat es sich in manchen Ressorts bei manchen Zeitungen und Fernsehsendern aber offenbar eingebürgert, sich ohne Nachfrage auf die Regierung zu verlassen. Dabei ist auch die Regierung – im ausschließlich journalistischen Sinn – ein Gegenspieler für Journalisten."

"Es ist an uns Verlagen, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die Journalisten ermutigen, und eine kritische, unabhängige Arbeitsweise ermöglichen."

Aus dem Archiv von turi2.tv: Das große Interview mit Mathias Döpfner.

Supplements und Reichweite: Christian Nienhaus über das Werbegeschäft der "Welt am Sonntag".


"Welt" auf allen Kanälen: Christian Nienhaus, Print-Chef des Springer-Konzerns, freut sich zum 70. Jubiläum der "Welt am Sonntag", dass die Medienmarke "Welt" als Zeitung, digital und als Nachrichtensender so viele Menschen erreicht, wie nie zuvor – auch wenn die gedruckte Zeitung Auflage verliert. Damit das gedruckte Werbegeschäft läuft, setzt auf die Reichweite der ganzen "Welt": Jeder Kunde, der in der "Welt am Sonntag" eine Anzeige schaltet, bekommt dieselbe Anzeige wochentags on top.

Unter dem Label "Welt am Sonntag" auch Dienstleistungen oder Produkte zu verkaufen, wie etwa der Konkurrent "Zeit" es macht, kann Nienhaus sich allerdings nicht vorstellen. "Wir haben bei 'Bild' schon Dessous und Bücher verkauft, da hat die 'Zeit' da noch gar nicht dran gedacht. Und damit haben wir auch Millionen verdient", sagt Nienhaus und will sich auf publizistische Maßnahmen konzentrieren.

Springers Mann fürs Gedruckte setzt bei der "WamS" auf hochwertige Supplements wie etwa das Heft "Icon". Das Modemagazin sammle von Kunden aus der Mode-Welt Anzeigen ein, die sonst bei "Vogue" oder "Madame" laufen und sei ein großartiges Beispiel für Diversifizierung, findet Nienhaus.
turi2.tv (6-Min-Interview auf YouTube)

"70 ist das neue 20." Chefredakteur Peter Huth über den Gesundheitszustand der "Welt am Sonntag".


Puls der Sonntagszeitung: Chefredakteur Peter Huth vermisst im Video-Interview zu 70 Jahren "Welt am Sonntag" den Gesundheitszustand der betagten Dame. Der Blattmacher bemüht sich, einen jugendlichen Eindruck von seiner Zeitung zu vermitteln: "70 ist das neue 20", sagt er im Gespräch mit Peter Turi, wohl wissend, dass auch in der gefühlten Jugend die Knochen knacken. Das Nordische Format verliere zwar, ähnlich wie die Konkurrenz, dafür entwickele sich die Kompakt-Ausgabe der Zeitung zum "Hidden Champion", erklärt Huth.

"Ich bin kein Revolutionär", sagt er über die Veränderungen, die bei der "WamS" in nächster Zeit anstehen. Noch nicht perfekt findet der Chefredakteur die Fotosprache seiner Zeitung. Außerdem will Huth für mehr exklusive Storys sorgen und das Blatt kleinteiliger machen. Der Leser solle schon beim ersten Blättern nach sechs bis acht Texten merken, dass er etwas für sein Geld bekommt.
turi2.tv (6-Min-Video bei YouTube)

Meinung: "Welt am Sonntag"-Autorin Jennifer Wilton auf den Spuren des Journalismus.

Medienmarken haben auch künftig eine Relevanz, schreibt Jennifer Wilton. Die "Welt am Sonntag"-Autorin fragt sich, was Journalismus ausmache und begibt sich auf Spurensuche bei ihrem Opa, einst selbst "Welt"-Reporter. "Schreiben, was ist" gelte heute genauso wie zur "Spiegel"-Gründungszeit.
"Die Welt am Sonntag", S. 18/19 (Paid)

Stefan Niggemeier kritisiert "Brandsatz" von Stefan Aust.

Welt: Herausgeber Stefan Aust schreibt einen verantwortungslosen, destruktiven und gefährlichen Brandsatz-Artikel, der Merkel und Flüchtlingen die Schuld an allem gibt, kritisiert Stefan Niggemeier. Der Text "Mutti aller Probleme" sei aufgemacht wie ein Social-Media-Post für Pegida, enthalte falsche Fakten und den Willen zur Verdrehung. Aust rede Rechtsextremismus klein und bediene selbst die Sage, im Merkel-Deutschland dürfe "man nichts mehr sagen".
uebermedien.de

Zitat: Mathias Döpfner knöpft sich das große Ganze der Medienpolitik vor.

"Es gibt in der Politik ein erschütterndes Maß an Wissensmangel über die entscheidenden Herausforderungen unserer Gegenwart und Zukunft."

BDZV-Präsident Mathias Döpfner fordert im "Horizont"-Interview "echte und befugte Kompetenzzentren" als Digital-Berater der Regierung und sympathisiert mit Andrea Nahles' "Daten für alle"-Vorschlag.
"Horizont" 38/2018, S. 12-13 (Paid), turi2.de (Background Nahles)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Das große Interview mit Mathias Döpfner.

Umfrage: So sieht die Medien-Welt am Sonntag bei Aust, Heumann, Suding und Döpfner aus.


Lese-Sonntag: Springer hat am Dienstagabend zu 70 Jahren "Welt am Sonntag" nach Hamburg eingeladen. turi2.tv wollte von prominenten Gästen wissen, wie ihre Medien-Welt am Sonntag aussieht. "Welt"-Herausgeber Stefan Aust etwa greift auch früh am Sonntagmorgen schon im Bett zum Handy und informiert sich über die Weltlage, anschließend blättert er durch die eigene Zeitung, aber auch durch den "Spiegel". Springer-Boss Mathias Döpfner dagegen schläft am siebten Tag der Woche erstmal aus. Wenn er später die eigenen Zeitungen und die "FAS" gelesen hat, liest Döpfner Bücher und schaut Filme: "Sonntag ist nicht der Pflicht-Tag, sondern der Kür-Tag", sagt Döpfner.

Außerdem geben in der turi2.tv-Umfrage Karen Heumann von thjnk, Philipp Westermeyer von den Online Marketing Rockstars, FDP-Politikerin Katja Suding, "Bild"-Kolumnist Alfred Draxler, PR-Frau Yvonne von Stempel, Grosso-Chef Frank Nolte und Beraterin Alexandra von Rehlingen Auskunft über ihre Medien-Gewohnheiten am Sonntag. Überraschend viele setzen am Sonntag auf Print, aber auch "Tatort" und Rosamunde-Pilcher-Filme gehören zu den Favoriten der Partygäste.
turi2.tv (4-Min-Video)

Meinung: Peter Huth produziert mit der WamS "Quality Time" für seine Leser.

Welt am Sonntag dient für ihre Leser als "Quality Time" mit sich selbst, erklärt "WamS"-Chefredakteur Peter Huth im Springer-Podcast "inside.pod" zum 70. Jubiläum der Sonntagszeitung. Die Leser empfänden das Blatt als "intellektuellen und unterhaltsamen Gewinn". Sein journalistisches Credo orientiere sich an der Philosophie des Blatts: "Die Mischung macht's!" Ernste und politische Themen müssten mit leichter Unterhaltung zusammengeführt werden.
axelspringer.com, soundcloud.com (32-Min-Audio)

Netflix beruft Mathias Döpfner in sein Board of Directors.

Die 13. Fee: Springer-Boss Mathias Döpfner rückt als 13. Mitglied in das Board of Directors beim Streaminganbieter Netflix. Netflix-Chef Reed Hastings erwartet sich von der Berufung "wertvolle Perspektiven die kontinuierliche Verbesserung unseres weltweiten Angebots". Besonders sein Know-how im Bereich der digitalen Medien, das Döpfner beim Digital-Primus Springer kontinuierlich vorantreibt, soll Netflix beim Ausbau seines Angebots unterstützen.
media.netflix.com, variety.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Mathias Döpfner über Springers Schwachpunkte.

"Bild" dokumentiert rechtswidrige Beitrags-Löschungen von Facebook.

bildlogoBild dokumentiert drei seltsame Fälle, in denen Facebook Nutzer-Beiträge gelöscht und dies mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz begründet hat. In zwei Fällen haben Gerichte Facebook bereits verboten, den Beitrag zu löschen und den Nutzer zu sperren. In einem dieser Fälle hatte der Betroffene eine Nutzerin in Schutz genommen, die beschimpft worden war.
"Bild", S. 2 (Paid)

"Wir sind verwundbar": Mathias Döpfner über Springers Schwachpunkte.


Weitsicht durch Vorsicht: Auch Digital-Primus Springer hat seine Schwächen, muss Vorstandschef Mathias Döpfner einräumen. Im Video-Interview von Peter Turi spricht er über die drei Eigenschaften, die ihn verunsichern. "Zweckpessimismus" hat bei Döpfner Methode. Er sagt: "Only the paranoids will survive."

Die stets selbstkritische Sicht auf die Situation diszipliniert – und lässt den Zweimeter-Mann nicht noch weiter wachsen: "Ich gehe immer davon aus, dass Dinge schief gehen können." Schief gehen könne auch noch das Experiment, ein Geschäftsmodell für digitalen Journalismus zu finden. Dass sich Journalismus im Netz finanzieren lasse, sei "eine Hypothese, keine Gewissheit".
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), turi2.tv (37-Min-Video)

Mathias Döpfner und Peter Turi reden insgesamt 37 Minuten. Beim Klick auf die folgenden Links geht es direkt zu den Themen: Döpfner über ...
1. ... Kunst und Technologie
2. ... seinen Karriereweg
3. ... seine Musikleidenschaft
4. ... Strategie, Tempo, Veränderungen
5. ... Paranoia und Zweckpessimismus
6. ... Springers wunde Punkte
7. ... Journalismus-Geschäftsmodelle
8. ... moderne Unternehmenskultur
9. ... Springer in zehn Jahren
10. ... das TV-Geschäft
11. ... neues Geschäft und technische Innovation
12. ... die Zukunft für Print
13. ... seinen Medienkonsum

Zitat: "Welt am Sonntag"-Chef Peter Huth hat den Boulevard mehrfach durchgespielt.

"Ich habe meine Vorstellung von Boulevard bei der 'B.Z.' sehr klar umsetzen können. Wäre das Genre ein Videospiel, würde ich sagen: Ich habe es durchgespielt. Mehrfach."

Peter Huth, Chefredakteur der "Welt am Sonntag", sagt im großen "Horizont"-Interview mit Ulrike Simon, dass er keine Ambitionen hat, Ersatzkandidat für "Bild"-Chef Julian Reichelt zu werden.
"Horizont" 37/2018, S. 14 (Paid), horizont.net (Auszüge), turi2.de (Blattkritik Peter Huth, 2015)

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Wären wir in einer Familienaufstellung, wäre die 'Welt am Sonntag' der große Bruder des Lesers, sicher nicht der sehr schlaue Onkel. Aber ich mag die 'FAS' auch sehr gerne und lese sie mit Gewinn.

"Ich vermisse häufig den Tagesrhythmus. Ein Thema über mehrere Tage zu spielen, das geht bei einer Sonntagszeitung nun einmal nicht. Experimentierst du oder liegst du mit einer Zeile falsch, kannst du das an den anderen Tagen der Woche nicht mehr gutmachen."

"Ich habe 30 Jahre Boulevard gemacht und kein abgeschlossenes Studium. Damit bin ich in der Redaktion klar die Ausnahme. Aber damit komme ich gut zurecht – und die Kollegen auch."

"Interessant fand ich, dass ich mir einbildete, hier im natürlichen Habitat der von mir geschätzten langen Überschriften angekommen zu sein. Aber von wegen. Jedes Mal bekomme ich zu hören: Das geht nicht, die Zeile muss kürzer sein. Andererseits muss ich angebliche Boulevard-Großtaten wie inflationäre Alliterationen abschaffen. Zeilen wie 'Armselige Anleihen' in der Wirtschaft oder 'Türkische Taktik' in der Politik."

"Immer nur ganzseitige mit doppelseitigen Geschichten abzuwechseln, von denen der Leser am Ende nur drei schafft zu lesen, das reicht für eine Zeitung nicht aus. Wir müssen Leseanreize schaffen, damit man das Gefühl bekommt: Das Geld, das ich für diese Zeitung ausgegeben habe, hat sich gelohnt."

"Ich will möglichst weit weg von den Stockfotos, diesem ganzen fremdproduzierten Zeug. Wenn ich dann sage, geht raus, fotografiert echte Leute, und die Kollegen sagen, das sei schwierig, antworte ich: Ja, und? Für 4,40 Euro darf der Leser erwarten, dass man sich plagt."

"Welt News Check" bringt Nachrichten zum Hören.

Welt produziert jetzt auch einen Nachrichten-Podcast. Der Welt News Check liefert von Montag bis Freitag morgens und abends Meldungen und Kommentare aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die dreieinhalbminütige Erstausgabe erinnert an vorgelesene Radionachrichten. Die Nutzer können den Podcast auf der Website sowie über Apples Homepod und Amazons Alexa anhören.
welt.de

News-App Upday kommt aufs Tablet und aggregiert bald Audio.


Upday expandiert: Die Samsung-News-App, produziert von Springer, startet mit einer Version für Tablets. Samsung installiert Upday in 16 Ländern auf seinem Tab S4 vor. Chefredakteur Jan-Eric Peters kündigt an, dass die News-App zudem auch Podcasts aggregieren soll. Seine Entwickler arbeiten an einer Testversion.

Die von Upday gesammelten Nachrichten erscheinen auf Samsung-Handys, vernetzten Fernsehern, Uhren und Kühlschränken. Sie verlinken auf die Originalquellen. "FAZ", "Süddeutsche" und "Welt" erzielen laut Peters etwa 5 % ihrer Mobil-Reichweite über Verweise bei Upday. Täglich leite die App 10 Mio Nutzer an Publisher weiter. Innerhalb Updays rufen Nutzer in ganz Europa monatlich 6 Mrd Seiten auf. (Fotos: Springer, Michael Kappeler/dpa)
t3n.de (Podcasts, Peters-Interview), axelspringer.com (Tablet)

Verimi legt nach: Deutsche Bahn und VW Financial Services schließen sich Springers Login-Allianz an.

Verimi, Login-Allianz von Springer, gewinnt weitere Partner: Künftig fahren die Deutsche Bahn und Volkswagen Financial Services bei der Identitätsplattform mit. Über die Kundenbasis der Gesellschafter erreiche Verimi potentiell jeden Bundesbürger, jubelt die Pressemitteilung. Der Versandkonzern Otto hatte sich mit seinen Marken erst vergangene Woche zur Konkurrenz-Plattform Net-ID von ProSiebenSat.1 verabschiedet, die heute neue Partner aus der Verlagswelt bekannt gibt.
finanzen.net, turi2.de (Net-ID), turi2.de (Otto)

Zitat: "Welt"-Chef Ulf Poschardt will nicht für Bezahlung von Inhalten betteln müssen.

"Ungern würden wir als Bettler auftreten, wenn wir einfach nur das bürgerliche Eigentumsrecht ernst genommen sehen wollen."

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt macht in einem Leitartikel Stimmung für einen besseren Schutz geistigen Eigentums. Heute debattiert und morgen entscheidet das EU-Parlament über eine Reform des Urheberrechts.
welt.de

Weitere Zitate aus dem Kommentar:

"Auf kaum einem anderen Feld grassiert ein derart weltfremder Idealismus wie in der Netzpolitik."

"Die Büros des Duopols Google/Facebook sehen wie bunte Kinderspielplätze aus. Die Hoodie- und Turnschuh-Phänomenologie der Helden hat viel für die Immunisierung gegen jede Kritik geleistet."

"Es geht um Fair Trade von Ideen und Inhalten. Es geht nicht darum, das Internet zu zerstören oder gar dessen Freiheit zu beschränken."

"Weltweit führender Digitalverlag": Mathias Döpfner und sein Zehn-Jahre-Plan für Springer.

Eine echte Größe: Mathias Döpfner strebt mit Springer die Weltherrschaft an – im geschäftlichen Sinne. Aus Springer soll in den kommenden zehn Jahren der "weltweit führende Digitalverlag" werden, sagt Döpfner im Video-Gespräch mit Peter Turi. Er hat große Visionen für Business Insider, setzt auf digitale Kleinanzeigen und die Transformation der Traditionsmarken – Print kommt in seinen Plänen kaum noch vor. Und auch immer weniger am eigenen Frühstückstisch: Von einst 14 Zeitungen hat er einige abbestellt.

Die Zukunft des Gedruckten will der amtierende Zeitungsverleger-Präsident Döpfner "ganz nostalgiefrei sehen", Achtungserfolge wie "Landlust" sieht er als Ausnahme. "Das geht solange es geht, irgendwann geht es fast nicht mehr." Alle einst reinen Zeitungs-Marken würden auch zu Fernseh- und Radiosendern. Das klassische TV ist für Döpfner kein spannendes Konzept mehr, die Wunden der gescheiterten Fusion mit ProSiebenSat.1 sind allmählich verheilt.
turi2.tv (5-Min-Ausschnitt), turi2.tv (37-Min-Video)

Döpfner und Peter Turi reden in 37 Minuten auch über Musik, Paranoia und Döpfners musikalische Leidenschaft. Unten finden Sie das komplette Video. Beim Klick auf die folgenden Links geht es direkt zu den Themen: Döpfner über ...
1. ... Kunst und Technologie
2. ... seinen Karriereweg
3. ... seine Musikleidenschaft
4. ... Strategie, Tempo, Veränderungen
5. ... Paranoia und Zweckpessimismus
6. ... Springers wunde Punkte
7. ... Journalismus-Geschäftsmodelle
8. ... moderne Unternehmenskultur
9. ... Springer in zehn Jahren
10. ... das TV-Geschäft
11. ... neues Geschäft und technische Innovation
12. ... die Zukunft für Print
13. ... seinen Medienkonsum

Springer-Aufsichtsratschef Giuseppe Vita will nicht wieder zur Wahl antreten.

Springer: Aufsichtsratschef Giuseppe Vita, 83, will seinen Posten im Frühjahr 2019 abgeben, berichtet Reuters. Wer ihm folgt, ist unklar. Der italienische Manager sitzt seit 2001 im Springer-Aufsichtsrat, seit 2002 steht er an der Spitze. In dieser Zeit hat er den Übergang Springers vom traditionellen Printhaus zum größten Digitalverlag Europas begleitet.
derstandard.at

Zitat: Springer-Chef Mathias Döpfner sagt, der Journalismus werde besser.

"Eine neue Generation an Journalisten wird sich über die nächsten Jahrzehnte etablieren mit Modellen, die den digitalen Journalismus um ein Vielfaches besser machen als den analogen Journalismus."

Springer-Chef Mathias Döpfner sagt bei der DLD Europe-Konferenz, dass die goldenen Zeiten des Journalismus noch nicht vorbei seien.
burda.com, facebook.com (43-Min-Video)

Springer will tarifliche Gehaltserhöhung nur verrechnen.

Springer will seinen Redakteuren die zwischen BDZV und den Journalisten-Verbänden vereinbarte tarifliche Gehalterhöhung von 1,9 % rückwirkend zum 1. Mai nicht zukommen lassen. Die Steigerung will der Verlag stattdessen mit außertariflichen Zulagen verrechnen. Der Betriebsrat und der DJV üben Kritik. Springer-Chef Mathias Döpfner ist zugleich BDZV-Präsident.
dwdl.de