Springer baut "Welt"-Chefredaktion um: Johannes Boie übernimmt "WamS", Peter Huth bekommt neue Aufgaben.


Neue "Welt"-Herrscher: Springer schraubt an der Chefredaktion seiner Blauen Gruppe und löst Peter Huth (Foto: links), 49, als Chefredakteur der "Welt am Sonntag" ab. Er soll sich künftig als Corporate Creative Director um Konzeption, kreative Inszenierung und Umsetzung von Springer-Events kümmern, heißt es in der Pressemitteilung. Darunter fällt u.a. der Axel Springer Award und ein geplanter Musik-Preis. Huth hatte die Aufgabe vor genau zwei Jahren übernommen, zuvor war er Chef der "B.Z.". Als Chefredakteur der "Welt am Sonntag" übernimmt Johannes Boie (Foto: Mitte), 35, er war vor zwei Jahren von der "Süddeutschen Zeitung" zu Springer gewechselt und wirkt seitdem als digitale rechte Hand von Konzernchef Mathias Döpfner.

Auch die tägliche "Welt" bekommt eine neue Spitze: Mit Dagmar Rosenfeld (Foto: rechts), 44, erstmals eine Frau. Seit 2017 ist Rosenfeld bereits Vize-Chefin. Ulf Poschardt, 51, bisher auch zuständig für die tägliche "Welt", bleibt als Chefredakteur der "Welt-Gruppe übergreifend für Print, Online und TV verantwortlich. (Foto: Springer, Montage: turi2)
axelspringer.com

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem turi.tv-Archiv: "Welt"-Chef Ulf Poschardt über Journalismus, Relotius und Social Media.

Hör-Tipp: Mathias Döpfner spricht im HR2-Podcast über Medienwandel.

Hör-Tipp: Mathias Döpfner spricht im HR2-Podcast Doppelkopf mit Andreas Bomba darüber, wie Medien sich wandeln, und stellt Musik vor. Der Springer-Chef glaubt, dass Medien weiter verschmelzen werden und Gesprochenes Geschriebenes ablösen werde. Auf das Verleger-Prinzip sei er stolz und Springer halte daran fest.
hr2.de (43-Min-Audio)

Aus dem turi.tv-Archiv: Mathias Döpfner und sein Zehn-Jahres-Plan für Springer.

Springer und OMR starten Podcast-Diskussion "Dinner Berlin".


Philipp Westermeyer (ganz links) und Mathias Döpfner (ganz rechts) bitten zu Tisch: Lea Lange, Cem Özdemir, Annegret Kramp-Karrenbauer, Alexander Karp, Sonja Jost. (v.l.n.r., Foto: dinnerberlin.com, Montage: turi2)

Essen ist fertig: Springer und die Online Marketing Rockstars bringen ein gemeinsames Podcast-Format an den Start: Die Reihe "Dinner Berlin" will Digitalökonomie, Gründer und Politiker zusammenbringen, damit diese über "die richtigen Themen" diskutieren, sagt Springer-Chef Mathias Döpfner. An der ersten Runde des Tischgesprächs mit Audio-Aufzeichnung nahmen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, Grünen-Politiker Cem Özdemir sowie die Gründer Alex Karp (Palantir), Sonja Jost (DexLeChem) und Lea Lange (Juniqe) teil.

Die Abendessen finden "in kleiner Runde" im Axel-Springer-Journalistenclub in Berlin statt, schreibt Springer per Pressemitteilung. Gastgeber ist neben Döpfner auch OMR-Gründer Philipp Westermeyer. Springer verspricht offene, kontroverse Diskussionen, "jenseits der üblichen PR-Rhetorik". Die erste Ausgabe steht auf den üblichen Plattformen online, weitere Ausgaben sollen in loser Folge erscheinen.

Großes Thema des mehr als 90 Minuten langen Gesprächs ist die Stellung von Startups in Deutschland. CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer gibt zu, dass es junge Unternehmen nicht leicht haben, weil Politik und Wirtschaftsverbände Startups nicht ernst nehmen. Zwar würden Unternehmen gefördert, doch wenn es um Risiko-Kapital gehe, würden die Gründer nach China oder in die USA getrieben. Kramp-Karrenbauer fordert ein Umdenken.
soundcloud.com (93-Min-Gespräch), dinnerberlin.com, axelspringer.com (Themenliste mit Zeitangaben)



"Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.


Freien auf die Finger schauen: Die "Welt" lernt aus dem Fall Claas Relotius. Chefredakteur Ulf Poschardt will "strengere Maßstäbe" an freie Mitarbeiter anlegen – und Fotos von Reisen und Gesprächen einfordern, um Geschichten zu checken. Poschardt sagt im Gespräch mit Peter Turi aber auch, der Fall Relotius sei "ein 'Spiegel'-Problem". Das komplette Gespräch zur "Welt"-Zukunft, zu Social Media und der Zukunft des Journalismus steht jetzt als Video online.
turi2.tv (46-Min-Video), turi2.de/podcast (nur Audio)

Die Themen zum direkten Reinspringen:

0:00 ... die Döpfner-Debatte: Stellen Springer-Journalisten das Twittern ein?

4:55 ... was er mit Social Media macht – und was Social Media mit ihm macht.

7:33 ... was Journalisten müssen: über Provokation, Hartnäckigkeit, Haltung.

11:26 ... seine Erfolge und Misserfolge.

15:00 ... über journalistische Qualität und den Fall Relotius.

18:02 ... was "Welt" aus dem Fall Relotius lernt.

21:23 ... vor welchen Herausforderungen "Welt" steht: Digitale Abos und Leser loyalisieren.

25:20 ... über "Welt"-Journalisten und den Nachwuchs.

31:00 ... wie Online, Print und TV zusammenspielen.

34:28 ... der Newsroom: was im neuen Haus anders wird.

42:16 ... über Experimentierlust und Fehlerkultur.

Das Gespräch gibt es auch zum Anhören als turi2 podcast:

Hör-Tipp: Datenanalyst Alex Karp warnt vor Aufweichung des Datenschutzes.

Hör-Tipp: Springer-Chef Mathias Döpfner interviewt im Podcast inside.pod Alex Karp (Foto), Mitgründer und CEO des kalifornischen Daten­analysten Palantir Technologies. Auf dessen Kundenliste stehen fast alle Regierungen und Geheimdienste der westlichen Welt. Dennoch sieht Karp Daten­schutz als Wettbewerbs­vorteil und warnt Europa, den Daten­schutz aufzuweichen. Ziel sei , die beste Kombination von "maximal wirksamer Künstlicher Intelligenz und maximal wirksamen Datenschutz".
soundcloud.com (22-Min-Audio)

Springer steigt beim Tickethändler Myticket.de aus.

Springer verkauft seinen Anteil von 24,9 % am Eintrittskarten-Händler Myticket.de an die Deutsche Entertainment AG zurück. Der Konzert- und Showveranstalter ist nun alleiniger Besitzer der Ticket-Plattform. Im Juli 2018 hatte Deag bereits der ProSiebenSat.1.-Tochter Starwatch ihre Anteile abgekauft. Beide Medienkonzerne waren 2015 eingestiegen.
4investors.de, turi2.de (Background)

turi2 podcast: Wie "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt Leser loyalisiert.


Ein Mann von "Welt": Ulf Poschardt ist Chefredakteur der crossmedialsten Redaktion Deutschlands. Unter dem Dach einer Marke versammeln sich News-Site und Apps, Zeitungen und Hochglanz-Beilagen, Podcasts und ein TV-Sender. Im turi2 podcast bespricht Poschardt mit Peter Turi, wie er in diesem Gewirr die wichtigste Aufgabe meistert: digitale Leser zu loyalisieren.

Poschardt nutzt dafür auch seinen Twitter-Account – weshalb er seinem Vorstandschef Mathias Döpfner sanft widersprechen muss. Döpfner empfahl gerade öffentlich "allergrößte Zurückhaltung", denn es werde "viel zu schnell geschrieben, was am Ende der Marke abträglich ist".
Das komplette Gespräch ist jetzt als Audio-Podcast verfügbar auf turi2.de, bei Spotify und iTunes.
turi2.de/podcast, spotify.com, itunes.apple.com

"Horizont": Tanit Koch verhandelt über Job bei RTL.

RTL verhandelt mit Tanit Koch, einst Chefredakteurin der "Bild", schreibt Ulrike Simon bei "Horizont". Weder RTL noch Tanit Koch kommentieren, aber die gewöhnlich gut informierte Ulrike Simon schreibt von "mehreren Quellen", die einen "intensiven Austausch" ihr gegenüber "bestätigen". Sie spekuliert, Tanit Koch könnte im Digitalbereich mit dem neu boulevardig aufgerüsteten rtl.de landen.
horizont.net

#Medienmenschen: Niddal Salah-Eldin im Video-Porträt.


Mit Kraft und Karma: Niddal Salah-Eldin fällt auf. Durch mitreißenden Optimismus, Herzlichkeit – und auch ihre schwarze Hautfarbe. turi2 begleitet die "Welt"-Journalistin, die im Mai in die dpa-Chefredaktion wechselt, mit der Kamera. Salah-Eldin erzählt, wie ihre sudanesischen Eltern aus ihr früh einen mutigen Menschen machten – und wie sie diese Einstellung heute als Expertin für digitale Innovationen in die Redaktion trägt: "Ich will die großen Nüsse knacken."

Salah-Eldin kam als Kind mit ihren Eltern aus dem Sudan nach Göttingen, Mutter und Vater sind Naturwissenschaftler. Sie lasen ihrer kleinen Tochter in gebrochenem Deutsch Grimm-Märchen vor, im Kinderhort kümmerte sich Erzieherin Annette. Sie weckten in der kleinen Niddal eine Leidenschaft für Sprache, die sie in den Journalismus brachte – und bald in die Spitze der größten deutschen Nachrichtenagentur. Salah-Eldins zweite Leidenschaft ist das Singen, was sie im Video eindrucksvoll beweist.
turi2.tv (7-Min-Video bei YouTube)

"Bild Politik" erscheint erstmals am 8. Februar und kostet 2,50 Euro.

Springer legt sein neues Magazin "Bild Politik" testweise erstmals am 8. Februar in Hamburg, dem Umland sowie Lüneburg und Lübeck an den Kiosk. Das Heft kommt mit 50 Seiten zum Preis von 2,50 Euro. Im Dezember hatte Springer sein neues politisches Wochenmagazin angekündigt, ließ Starttermin, Preis und Umfang jedoch noch offen.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Axel Springer Hy und und Digital-Agentur Kloeckner.i beraten künftig gemeinsam.

Hy, Springers Transformations- und Strategie­beratung, partnert mit kloeckner.i, der Digital-Einheit des Stahlhändlers Klöckner & Co. Beide Unternehmen wollen Beratung zur digitalen Transformation künftig gemeinsam anbieten. Christoph Keese, Geschäftsführer und Gesellschafter von Axel Springer hy, sieht Unternehmergeist und Umsetzungswillen als verbindendes Element beider Firmen.
new-business.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hy-Chef Christoph Keese im Mediatalk mit Peter Turi über das Abenteuer Digitalisierung (10/2017).

Springer-Chef Mathias Döpfner predigt Social-Media-Enthaltsamkeit.


Keine Perlen für Twitter: Springer-Chef Mathias Döpfner schießt im großen dpa-Interview scharf gegen Social-Media-Lautsprecher. Twitternde Journalisten nennt Döpfner "zunehmend problematisch". Es werde "viel zu schnell geschrieben, was am Ende der Marke abträglich ist", sagt Döpfner. Angesprochen fühlen dürften sich da auch Julian Reichelt und Ulf Poschardt – die Chefs von "Bild" und "Welt" stürzen sich selbst bereitwillig in jedes Twitter-Gefecht. Nun empfiehlt ihr Konzernchef "allergrößte Zurückhaltung" und sagt, dass Twitter-Salven "allenfalls der Person, sehr selten dem von ihr vertretenen Medium" dienen.

Dass Döpfner selbst das Instrument der Zuspitzung beherrscht, zeigt er zur Causa Relotius, die er "wesentlich schlimmer als die Hitler-Tagebücher" findet. Das Magazin habe ein Klima geschaffen, in dem Weltanschauung wichtiger sei als Anschauung. Einstweilen sei aus dem "Sturmgeschütz der Demokratie" ein "Luftgewehr der Fantasie" geworden. Die Aufklärung des Betrugs findet er "erstaunlich zurückhaltend" und vermutet "Beißhemmungen" bei den Kollegen, weil Relotius in vielen Medien Lügen verbreiten konnte. Der "Spiegel" habe das Glück, dass mit Steffen Klusmann seit Januar ein Chefredakteur im Amt ist, der mit dieser Sache nichts zu tun habe und völlig unbelastet agieren könne. "Wenn er das konsequent macht, kann auch der 'Spiegel' sich davon erholen", glaubt Döpfner.
nordkurier.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Springer-Chef Mathias Döpfner über Musik, Strategie und die Zukunft (9/2018).

Ex-"Letzte-Seite"-Chefin Ilka Peemöller geht zu "Bild am Sonntag".

Springer: Ilka Peemöller kehrt zurück in die "Bild"-Familie. Die frühere "Letzte-Seite"-Chefin der "Bild" wird Autorin für "Stars & Kultur" bei "Bild am Sonntag". Dort war Peemöller bereits bis 2008 als Chefreporterin tätig. Die Promi-Expertin verließ "Bild" Anfang 2016.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Korrektur 12.01.2019: In einer früheren Version dieser Meldung schrieb turi2, dass Ilka Peemöller als Ressortleiterin für "Stars & Kultur" zur "Bild am Sonntag" kommt. Das ist falsch. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

ProSiebenSat.1 widerspricht Übernahme durch Springer.

ProSiebenSat.1 will von einer Übernahme durch Springer nichts wissen und dementiert die Verkaufsgerüchte aus der "FAZ". Der TV-Konzern arbeite mit Springer nur "operativ in einigen Bereichen gut und gerne zusammen", sagt eine Sprecherin. Die "FAZ" sieht ProSiebenSat.1 aufgrund des geringen Börsenwerts als Übernahme-Kandidaten.
wiwo.de, turi2.de (Background)

ProSiebenSat.1 rutscht auf die Einkaufsliste von Spekulanten.

ProSiebenSat.1 wird wieder zum Übernahme-Kandidaten, weil der Konzern an der Börse so billig ist wie seit sieben Jahren nicht. Beteiligungsgesellschaften und Hedgefonds würden P7S1 zerschlagen, glaubt Henning Peitsmeier. Für das schwächelnde TV-Geschäft wäre weiter Springer als möglicher Käufer im Rennen, die Beziehungen beider Unternehmen vertieften sich zuletzt.
"FAZ", S. 25 (Paid)

"Bild" darf Foto von inhaftiertem Jörg Kachelmann nicht erneut veröffentlichen.

Bild darf ein 2010 aufgenommenes Foto des damals inhaftierten Wetterexperten Jörg Kachelmann nicht erneut veröffentlichen, entscheidet der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Das zuvor von deutschen Gerichten ausgesprochene Verbot stelle keine unzulässige Verletzung der Meinungsfreiheit dar. Die Aufnahme mit nacktem Oberkörper sei zwar nicht herabwürdigend für Kachelmann gewesen, es habe ihn aber in einer Situation gezeigt, in der er nicht erwarten könne, fotografiert zu werden.
deutschlandfunk.de, haz.de, turi.de (Background)

"Bild"-Chef Julian Reichelt ärgert sich über "platte Kritik vergessener Männer".

Springer: "Bild"-Chef Julian Reichelt findet Kritik an seiner Amtsführung verlogen – er achte die Institutionen, kritisiere sie aber als Journalist. Äußerungen von Ex-"BamS"-Chef Michael Spreng und Ex-"Bild"-Mann Georg Streiter nennt Reichelt "platte Kritik vergessener Männer unserer Branche", die sich in "berechenbarer Aufmerksamkeit sonnen" wollten. Reichelt geht im Interview von Ulrike Simon zum Gegenangriff über: Spreng wirft er vor, 2002 bei einem ausländerfeindlichen Spruch gelacht zu haben. Georg Streiter schmiert er aufs Brot, als Regierungssprecher "gleichgültig" gewesen zu sein und bei "Bild" weniger pointiert geschrieben zu haben als heute auf Facebook.
"Horizont" 1/2019, S. 16-17 (Paid), turi2.de (Spreng), turi2.de (Streiter)

Springers Job-Plattform Stepstone schluckt Studenten-Portal Studydrive.

Springers Job-Plattform Stepstone übernimmt das Berliner Studenten-Portal Studydrive, berichtet Christian Wermke. Dort sind 700.000 Studierende registriert, um Lernmaterialien und Notizen aus Vorlesungen auszutauschen. Studydrive finanziert sich über Anzeigen und Stellen-Inserate. Springer will das Portal in weiteren europäischen Staaten starten.
"Handelsblatt", S. 45 (Paid)

"Bild" unterteilt ihre Regionalausgaben neu.

Bild dir deine Region: "Bild" ändert zum Jahresstart die Erscheinungsgebiete der Regionalausgaben, schreibt Meedia. Frankfurt und die Region Mainz-Wiesbaden erhalten seit Mittwoch eine gemeinsame Ausgabe. "Bild Hamburg" wird zur "Bild Hamburg und der Norden" und erscheint ab sofort auch im nördlichen Schleswig-Holstein. Bisher gab's im hohen Norden nur die abgespeckte Bundesausgabe zu lesen.

Mit der Änderung der Struktur reagiere "Bild" auf die größer werdenden Pendlerströme in den wachsenden Metropolregionen. Künftig ist die Boulevardzeitung damit in 21 statt 22 Regionalausgaben unterteilt. Trotz Auflagenschwund und Sparmaßnahmen zählen die Außenredaktionen zu den größten der überregional erscheinenden Tageszeitungen.
meedia.de

Drei Minuten Kulturwandel – turi2.tv-Gespräche zur Zukunft der Medienarbeit.


Culture eats everything: Medien wandeln sich und mit ihnen das Miteinander in den Häusern. turi2.tv zeigt zum Jahreswechsel die spannendsten Gedanken aus den Interviews: So erzählt Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel vom Ende der Burnout-Kultur, Handelsblatt-Chef Frank Dopheide von der Umstellung von Mann- auf Raumdeckung und Funke-Verlegerin Julia Becker schmunzelt über Männer in Führungspositionen.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Mathias Döpfner, Springer

... Julia Becker, Funke

... Rainer Esser, "Zeit"

... Julia Jäkel, Gruner + Jahr

... Katarzyna Mol-Wolf, Inspiring Network

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Drei Minuten Inspiration – die positiven Ideen aus turi2.tv-Interviews.


Die König(innen) der Kreativität: Das Jahr 2018 war voller Ideen. Zum Jahreswechsel schneidet turi2.tv die klügsten Gedanken zusammen. Miriam Meckel erzählt im Video von ihrem Slack-Channel für unwichtige Dinge, Verena Bahlsen vom Neustart in alten Strukturen und Reporter Jaafar Abdul Karim, dass er sich nirgendwo Journalismus verbieten lässt.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Verena Bahlsen, Food-Unternehmerin

... Andreas Arntzen, Wort & Bild

... Michael Busch, Thalia

... Anna-Beeke Gretemeier, "stern"

... Jaafar Abdul Karim, Reporter und Moderator

... Mathias Döpfner, Springer

... Tim Alexander, Deutsche Bank

... Miriam Meckel, Ada-Verlegerin

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Drei Minuten Print-Debatte – turi2.tv im Schnelldurchlauf.


Debattieren über Druckerzeugnisse: Spannende Köpfe der Medienbranche haben 2018 ihre Sicht auf die Zukunft für Print bei turi2.tv erzählt. Wir zeigen zum Jahreswechsel in drei Minuten die Gedanken von u.a. Springer-Chef Mathias Döpfner, der künftigen "stern"-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier und Bertelsmann-Boss Thomas Rabe.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Mathias Döpfner, Springer

... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Anna-Beeke Gretemeier, "stern"

... Kai Rose, Klambt

... Thomas Rabe, Bertelsmann

... Florian Haller, Serviceplan

... Robert Schneider, "Focus"

... Horst Ohligschläger, Bayard

... Jochen Arntz, "Berliner Zeitung"

... Manuela Kampp-Wirtz, BurdaStyle

... Rainer Esser, "Zeit"

turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Zitat: Ex-"Bild"-Mann Georg Streiter warnt vor fanatischem Julian Reichelt.

"Ich habe arge Probleme mit dem fanatischen Kurs, den der aktuelle Chefredakteur fährt. Er lässt seinem persönlichen Hass auf den Bundespräsidenten und die Bundeskanzlerin und die Institutionen dieses Landes freien Lauf."

Georg Streiter, Ex-Regierungssprecher und Berater, geht mit seinem Ex-Arbeitgeber "Bild" hart ins Gericht. Streiter beschreibt, wie unter Julian Reichelt Menschen verbal hingerichtet und Fehler vertuscht würden.
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Gericht: Gegendarstellung von Boris Becker in "Bild" war verfassungswidrig.

Bild gewinnt vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Boris Becker. "Bild" musste eine Gegendarstellung des Ex-Tennis-Stars zur Schlagzeile "Boris verpfändete auch das Haus seiner Mutter" abdrucken. Zu unrecht, sagen nun die Richter: Die Gegendarstellung verletze das Grundrecht auf Pressefreiheit und war in diesem Fall verfassungswidrig.
bild.de

Sparkassen und Genossenschaftsbanken binden ID-Dienst Yes.com ein.

Login-Dienst Yes.com bekommt das Ja-Wort der Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Ab Mai können sich 35 Mio Bankkunden mithilfe des Dienstes bei Online-Geschäften gegenüber Dritten identifizieren, etwa beim Abschluss eines Handy-Vertrages. Yes.com selbst ist Partner in der Login-Allianz NetID von RTL und ProSiebenSat.1.
handelsblatt.com (Paid)

Korrektur 16 Uhr: In einer früheren Version dieser Meldung schrieb trui2, dass Yes.com mit den Login-Anbietern NetID und Verimi konkurriert. Das ist falsch. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Springer testet ab 2019 das Wochenmagazin "Bild Politik".

Stern macht "Spiegel" und "Focus" Konkurrenz: Selma Stern hat den Anstoß gegeben und setzt "Bild Politik" gemeinsam mit Nikolaus Blome um.

Den Spiegel im Focus? Springer testet ab Frühjahr 2019 ein gedrucktes, politisches Wochenmagazin. "Bild Politik" ist eine Idee von Vorstandsreferentin Selma Stern, die die Zeitschrift mit Politikchef Nikolaus Blome startet. Seine etwa 40-köpfige Politik-Redaktion bestückt das Blatt. Umfang, Auflage und Preis sind noch offen – aber das redaktionelle Konzept steht. Laut Ulrike Simon wird Springer das Heft zuerst in der Region Hamburg/Lübeck an den Kiosk legen.

"Bild Politik" verzichtet auf klassische Ressorts und teilt Themen in die drei Kategorien Ärger, Neugier, Freude ein. Dies zeigt: Das Magazin setzt "Bild"-typisch auf Bauch und Herz oder wie Blome sagt: "Wir nehmen Fakten und Gefühle ernst." Blome ist dies wichtig, weil aus Gefühlen schnell Fakten würden – ein Tribut an die polarisierte, zerrissene Gesellschaft. "Bild Politik" soll im Lesermarkt auch Menschen ansprechen, die von politische Magazinen gerade nicht erreicht werden.

Ideengeberin Selma Stern kündigt ein Magazin an, das "maximal verdichtet", was in der Woche passiert, "maximal transparent" Meinung und Fakten kennzeichnet und "maximal nah am Leser" ist. Für die Print-Form setzt sie sich ein wegen der besseren Haptik, Kuratierung und der Abgeschlossenheit. Stern arbeitet selbst redaktionell mit als waschechte Quereinsteigerin – die frühere Unternehmensberaterin war bislang nur Praktikantin bei "Bild" und "Zeit".
turi2 vor Ort bei Springer-PK in Berlin, axelspringer.com, horizont.net

Nachrichten-Portal RTL.de steht kurz vor dem Start, schreibt Ulrike Simon.

RTL geht in den kommenden Tagen mit dem zum Nachrichten-Portal umgebauten RTL.de online, schreibt Ulrike Simon und vermutet die Nacht vom 17. auf den 18.12. als Starttermin. Simon glaubt, dass RTL mit dem neuen Angebot nicht nur wie bisher Mitarbeiter bei Bild.de abwirbt, sondern bald auch Nutzer. Zumal der Sender die Boulevard-News aus Sendungen von "Dschungelcamp" bis "Bachelor" für sich behalten könnte, statt sie "Bild" zu stecken. RTL-Digitalchef Jan Wachtel, früher bei Springer, soll mit dem Portal Reichweite für das zum Streaming-Dienst ausgebaute TV Now aufbauen. Bis zu 80 Mitarbeiter sollen für das neue RTL.de arbeiten.
spiegel.de (Paid), turi2.de (RTL.de), turi2.de (TV Now)

Zitat: Tom Drechsler glaubt an junge Auto-Fans.

"Ich glaube nicht, dass es stimmt, was viele behaupten: Junge Menschen hätten kein Interesse mehr an Autos. Ich mache täglich andere Erfahrungen."

"Auto Bild"-Chef Tom Drechsler weiß, dass sich Väter und Söhne um die Zeitschrift streiten, und gönnt dem Nachwuchs deshalb ein Heft im Heft. Bei Erfolg will er "Auto Bild Junior" regelmäßig vorfahren lassen.
"Auto Bild", 50/2018, S. 3 (Paid), turi2.de (Background)

"Auto Bild" startet Beilage für 8- bis 15-Jährige.

Nachwuchsförderung: Auto Bild, das Wochenmagazin für Selbstfahrer, tut etwas für nachwachsende Leser und bringt heute ein 16-seitiges Heft-im-Heft für 8- bis 15-Jährige. Folgt man dem Titelbild, das Chefreporter Hauke Schieber gerade bei Twitter geleakt hat, geht es um Spaß mit motorisierten Kinder-Kisten, aber auch um die Frage, worum es beim Diesel-Skandal eigentlich geht. Chefredakteur Tom Drechsler hatte den Erscheinungstermin von Freitag auf Donnerstag vorgezogen, um die Konkurrenz aus Stuttgart zu ärgern.
twitter.com, turi2.de (Video-Interview mit Chefredakteur Tom Drechsler)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Auf Spritztour mit Tom Drechsler

Reuters: Springer denkt über Abtrennung des digitalen Rubrikengeschäfts nach.

Springer prüft, seine Geschäfte mit digitalen Anzeigen vom Inhalte-Geschäft zu trennen, schreibt Reuters nach einer Investorenkonferenz mit Konzernchef Mathias Döpfner. Springer selbst teilt mit, seit längerem über verschiedene Optionen nachzudenken, es gebe keine aktuelle Ankündigung. Eine Aufteilung könnte dem sogenannten Rubrikengeschäft schnelleres Wachstum ermöglichen. Döpfner verweist laut Reuters auf die Mediengruppe Schibsted, die ihr Kleinanzeigen-Sparte ausgliedern will.
handelsblatt.com (Paid), turi2 – eigene Infos

Aus dem Archiv von turi2.tv: Das große Interview mit Mathias Döpfner aus dem September.

"Horizont": Jan Bayer soll Business Insider zur stärksten Springermarke ausbauen.


Die Zukunft des Zeitungsverlags: Mathias Döpfner wird "Friede Springers starker Mann im Hintergrund", Jan Bayer sein Nachfolger, glaubt Ulrike Simon. Springer baue gerade für die Zukunft vor, werde Döpfner zu gegebener Zeit in den Aufsichtsrat versetzen und Business Insider zur wichtigsten internationalen Marke ausbauen.

Der Konzern wolle damit das Risiko einer erlösschwächelnden "Bild" minimieren. Business Insider sei in Deutschland bisher zwar kein Dickschiff, könne es aber werden, z.B. durch einen Umzug von Karlsruhe nach Berlin. Simon glaubt, dass es Jan Bayers Aufgabe werde, Business Insider international zur wichtigsten Springer-Marke auszubauen.
"Horizont" 49/2018, S. 1 (Paid), turi2.de (Background)