Stefan Niggemeier, Jahrgang 1969, ist Deutschlands bester, bekanntester, produktivster und beliebtester Medienkritiker. Doch manchmal wird Niggemeier zum Tasten-Taliban, zum Shitstorm mit Schmerbauch, zum Ein-Mann-Exekutionskommando, z.B. bei Konstantin Neven DuMont oder Markus Lanz. Weiterlesen auf lexikon2.de

Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz verkaufen Übermedien-Abos über Steady.

Übermedien verabschiedet sich von Blendle und verwaltet seine Abos künftig über den Dienstleister Steady, gegründet u.a. von Krautreporter-Chef Sebastian Esser. Die Medienkritik-Seite von Stefan Niggemeier (Foto, links) und Boris Rosenkranz bietet neben dem 3,99-Euro-Monatsabo neu auch ein 7,99-Euro- und ein 24,99-Euro-Angebot. Wer mehr zahlt, soll Extras wie Video-Livechats bekommen. Schon bestehende Abos werden zunächst weiter via Blendle abgewickelt. Die Übermedien-Macher wechseln den Anbieter auch, weil sie Technologie und Service von Steady bevorzugen. Sie haben, eineinhalb Jahre nach dem Start, 2.550 Abonnenten.
turi2 – eigene Infos, steadyhq.com, uebermedien.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Stefan Niggemeier im Interview zum Start von Übermedien.de.
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Hör-Tipp: Stefan Niggemeier spricht mit Radio eins über Medien-Berichterstattung nach Terroranschlägen.

Hör-Tipp: Die Medien berichten ausführlich über den Selbstmord-Attentäter, der sich nach einem Pop-Konzert in Manchester in die Luft gesprengt hat. Radio eins fragt Stefan Niggemeier, was Journalismus nach Terroranschlägen darf, etwa unverpixelte Fotos zeigen oder Emotionen ausnutzen. Er meint: Medien bilden nicht nur ab, was passiert, sondern handeln teilweise voyeuristisch, eine allgemeingültige Antwort habe er aber nicht.
ardmediathek.de (4,5 Min-Audio)Kommentieren ...

Sarah Kuttner und Stefan Niggemeier starten Podcast beim Streaming-Dienst Deezer.



Pod-zblitz: Moderatorin Sarah Kuttner, 38, und Medienkritiker Stefan Niggemeier, 47, starten sanft und sorgfältig einen Podcast. Ab heute soll Das kleine Fernsehballett immer dienstags beim Streaming-Dienst Deezer erscheinen. Kuttner und Niggemeier wollen in 45 Minuten über alles reden, "was aus viereckigen Geräten rauskommt und sich bewegt". Für ihr neues Format werfen beide eine hohe Social-Media-Reichweite in den Ring.

In ihrer Audio-Show wollen sie sich gemeinsam über das Fernsehen aufregen und lustig machen. Ein Interview mit Kuttner und Niggemeier, geführt von Imre Grimm, lässt erahnen, dass es im "kleinen Fernsehballett" vor allem um Spaß gehen soll. Viel Spaß und ein bisschen Ernst finden Podcast-Hörer schon seit Mai 2016 beim Streaming-Konkurrenten Spotify: Jan Böhmermann und Olli Schulz präsentieren exklusiv dort "Fest & Flauschig", das zuvor als "Sanft & Sorgfältig" in öffentlich-rechtlichen Radios lief. (Foto: Promo/Facebook)
haz.de, deezer.com (48-Min-Podcast)1 Kommentar

Niggemeier: Gruner + Jahr kassiert Provisionen mit Jubel-Artikel.

Gruner + Jahr verdient fleißig an Jubel-Artikeln auf brigitte.de, die offiziell "Berichterstattung" und nicht als Anzeige zu erkennen sind, recherchiert Stefan Niggemeier. Ein Artikel über Produkte bei Tchibo enthielt Links, über die G+J mitverdient, wenn Nutzer nach dem Klick auf diese Links shoppen. Aufgescheucht von Niggemeier löscht brigitte.de die Links. Gruner + Jahr korrigiert Zitate, die der Verlag zuvor an Meedia gegeben hatte.
uebermedien.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Stefan Niggemeier entdeckt neues Journalismus-Genre: Verfügbarkeitsberichterstattung.

Brigitte.de informiert ihre Leserinnen über Mode-Angebote bei Tchibo und Aldi, sogar per Push-Meldung aufs Smartphone. Im Plauderton preist die Seite die Produkte an, ein Link zur Bestellung ist inklusive. Stefan Niggemeier wundert sich über fehlende Werbehinweise. Die Erklärung von Gruner + Jahr: Die Jubel-Meldungen sind gar keine bezahlte Werbung, sondern das, was Brigitte.de unter Verbraucherservice versteht.
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Stefan Niggemeier wundert sich über spekulative Fakten.

Stefan Niggemeier_nr16_150Was wir wissen und was wir nicht wissen: Das eigentlich sinnvolle Listen-Format kommt in Krisen-Lagen inzwischen so inflationär zum Einsatz, dass sich auf der Wissen-Seite auch vage Fakten, Vermutungen und Entweder-Oder-Infos finden, kritisiert Stefan Niggemeier. Er stellt infrage, in welchem Umfang sich Medien überhaupt auf Spekulationen einlassen sollen.
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Niggemeier über den Fall Maria: "Tagesschau" hat richtig entschieden.

Stefan Niggemeier-150Tagesschau hat richtig entschieden, indem sie nicht über den Mord an einer Freiburger Studentin und die Festnahme eines tatverdächtigen Flüchtlings berichtet hat, urteilt Stefan Niggemeier. Die Redaktion habe sich genauso verhalten, wie in fast jedem anderen der mehreren Hundert Morde, die jedes Jahr geschehen.
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Meinung: Stefan Niggemeier findet Debatte über VG Wort schizophren.

VG WortVG Wort: Die Debatte über die Abtretung von Tantiemen zeige das schizophrene Verhältnis zwischen Urhebern und Verlagen, kommentiert Stefan Niggemeier. Wird die Möglichkeit der freiwilligen Abtretung einerseits als ein "besonderer Akt der Solidarität" gesehen, scheine auf Verlegerseite "völlig klar" zu sein, dass den Verlagen das Geld zustehe. Die VG Wort verlange von ihren Mitgliedern, ihr "einfach mal zu trauen".
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Stefan Niggemeier dokumentiert die zahlreichen Zschäpe-Stimmanalysen.

Beate Zschäpe im OLG München ( Foto dpa)Journalismus: Stefan Niggemeier dokumentiert, wie "Süddeutsche Zeitung", "Welt", "Tagesspiegel", "Spiegel" und Zeit Online aus dem Häuschen geraten und sich gegenseitig mit Stimmen-Analysen übertreffen, als Beate Zschäpe im NSU-Prozess spricht. Zwischen den Zeilen findet er etwas Selbsthass, weil die Journalisten Zschäpe so leichtfertig eine Bühne geben und es beinahe egal ist, was sie sagt.
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Zitat: Stefan Niggemeier sieht bei Funk Risiken und Nebenwirkungen.

Stefan Niggemeier-150"Wenn es gelingt, dass sich der unübersehbare Spaß der Macher an der Arbeit in Relevanz und Kreativität übersetzt, hat Funk vieles richtig gemacht."

Stefan Niggemeier spürt bei der Vorstellung des jungen Angebots von ARD und ZDF so etwas wie Auf­bruch­stim­mung, sieht aber auch allerhand Kritikwüdiges.
uebermedien.de
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Meinungsforscher von Forsa haben lange niedrigere Werte für die AfD veröffentlicht als die Konkurrenz.

Forsa-Logo 150Forsa hat bis vor kurzem bei Prognosen zur AfD regelmäßig Zahlen veröffentlicht, die deutlich nach unten von denen anderer Institute abwichen, beobachtet Stefan Niggemeier. Sie würden "in bemerkenswerter Weise oft die politischen Forderungen" von Forsa-Chef Manfred Güllner bestätigen. Andere Institute wollten sich nicht öffentlich zu Güllners Zahlen äußern, könnten sie aber nicht nachvollziehen.
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"Welt am Sonntag" zieht ihre missverständliche Aussage über Frauke Petry nicht zurück.

Frauke Petry-150Welt am Sonntag zieht Frauke Petrys Wut auf sich: Die AfD-Politikerin wehrt sich gegen die Aussage der Zeitung, sie habe ihre Familie verlassen, und fordert eine Unterlassungserklärung. Stefan Niggemeier kritisiert die entsprechende Passage ebenfalls als missverständlich, die Springer-Pressestelle erklärt auf Anfrage, sie habe "der redaktionellen Anmerkung nichts hinzuzufügen".
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Mitglieder lehnen Verteilungspläne der VG Wort ab.

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Wortblockade: Die VG Wort kann vorerst kein Geld von Verlegern zurückfordern und an die Autoren verteilen. Eine Einigung über die Regeln für die Rückzahlung von Tantiemen in Höhe von 100 Mio Euro ist gestern in München gescheitert. Die Mitglieder der VG Wort sind tief zerstritten, berichtet Stefan Niggemeier, der selbst für die Freischreiber an dem Treffen teilgenommen hat. Die Berufsgruppe der Journalisten lehnt einen eilig eingereichten Vorschlag des VG-Wort-Vorstandes zur Verteilung des Geldes ab und blockiert damit eine Auszahlung. Vor allem die Freischreiber wollen den Vorschlag erst juristisch prüfen. Ende November soll erneut verhandelt werden.

Die VG Wort muss nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofs pauschal an die Verlage ausgezahlte Tantiemen zurückfordern und an die Autoren verteilen. Kleine Verlage fürchten durch die Nachzahlung um ihre Existenz. In einem ersten Entwurf waren Presseverlage von den Nachzahlungen ausgenommen, der neue Entwurf bittet nun auch die Verleger von Zeitungen und Zeitschriften zur Kasse. (Foto: Wolfram Kastl/ dpa, Montage: turi2)
uebermedien.de, buchreport.de

Mitarbeit: Markus TrantowKommentieren ...

Meinung: "Spiegel" ist Kritik an seiner Amok-Berichterstattung egal.

SpiegelSpiegel simuliert seine Beteiligung an der Debatte rund um Berichterstattung zu Amoktaten nur, findet Stefan Niggemeier. Auch das Essay von Cordula Meyer in der aktuellen Ausgabe ändere daran nichts, denn es sei "ein Stück der Selbstvergewisserung, dass alles richtig ist, wie man es macht".
uebermedien.de, turi2.de (Background)
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Stefan Niggemeier findet Aktualisierungshinweise auf News-Seiten nervig.

Seite aktualisiertWegweiser zur Homepage: Immer mehr News-Seiten lassen Nutzer die Artikel nicht mehr in Ruhe zu Ende lesen, beobachtet Stefan Niggemeier. Mit der "freundlichen Penetranz eines Obdachlosenmagazin-Verkäufers" legen sich Schilder über den Text, die darauf hinweisen, dass die Startseite aktualisiert wurde. Der Grund: Für die Homepage können die Verlage höhere Anzeigenpreise verlangen. Manche Seiten bieten immerhin die Möglichkeit, die Hinweise dauerhaft abzuschalten.
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Stefan Niggemeier: Bülend Ürük verharmlost Springers Vorgehen.

Stefan Niggemeier-150Springer vs. Kachelmann: Kress-Chefredakteur Bülend Ürük irrt und verharmlost, wenn er Springer als Opfer im edlen Kampf für die Pressefreiheit stilisiert, schreibt Stefan Niggemeier (Foto). Die laut Urteil 26 schwerwiegenden, zum Teil vorsätzlichen Verletzungen des Persönlichkeitsrechts mit nicht richtig sitzenden Kommas zu vergleichen, sei infam.
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Meinung: WDR-Radionachrichten spielen mit ihrer Glaubwürdigkeit.

Stefan Niggemeier-150Stefan Niggemeier ärgert sich über die neuen Zentralnachrichten im WDR-Radio. Er kritisiert, dass die Meldungen nicht mehr live, sondern mit einem Timeshift-Verfahren produziert werden. Dadurch könne der Sprecher auf aktuelle Ereignisse nicht mehr reagieren, zudem führe das neue System zu Pannen und Sendelöchern. Stefan Niggemeier wirft den Programmverantwortlichen vor, sich mehr um die Verpackung der Nachrichten als um deren Inhalt zu sorgen.
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Niggemeier geht Verschwörungstheorien von Udo Ulfkotte auf den Grund.

Stefan Niggemeier-150Aufklärungsarbeit: Stefan Niggemeier startet die Serie Ulfis Welt, in der er die Verschwörungstheorien von Udo Ulfkotte zerpflückt. Z.B. die über eine Mutter, die von IS-Kämpfern gezwungen wurde, ihren Sohn zu essen. Die haarsträubende Geschichte stammt im Original aus der britischen “Sun“, ist bereits ein Jahr alt und nicht belegt.
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Bildblog veranstaltet Benefiz-Abend in eigener Sache.

Bildblog 150Bildblog sammelt mal wieder Spenden in eigener Sache: Für die Benefiz-Veranstaltung gewinnen die Blogger u.a. Ingolf Lück, der das Theaterstück "Seite Eins" aufführen wird. Anschließend wollen Bloggründer Stefan Niggemeier und der aktuelle Bildblog-Chef Mats Schönauer mit den Gästen über Redaktionsinterna sprechen. Der Abend kostet 20 Euro. Wer freiwillig 50 zahlt, bekommt einen Bildblog-Jutebeutel, für 200 Euro gibt's ein persönliches Gespräch, für 500 ein Abendessen in der Dönerbude.
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Hör-Tipp: Lobo und Niggemeier reflektieren über Medienreflexe.

Hörtipp-Icon-JPGHör-Tipp: Reagieren soziale und redaktionelle Medien nur noch reflexhaft aufeinander? Sascha Lobo und Stefan Niggemeier diskutieren über Aufmerksamkeitsspiralen, Shitstorms und Meinungssog u.a. am Beispiel der Böhmermann-Affäre. So begünstige das derzeitige Finanzierungsmodell vieler Medien das hyperaktive, unreflektierte – aber reflexhafte – Weiterverbreiten.
uebermedien.de (53-Min-Audio)Kommentieren ...

Die Macht der kleinen Worte.

Stefan Niggemeier-150Leitmedien formen Meinungen mit der "subtilen, wirkungsvollen Macht von Sprache", beobachtet Stefan Niggemeier und protokolliert den Wandel von politisch aufgeladenen Begriffen. Erstaunlicherweise gebe es keine Redaktions-Leitfäden über den Gebrauch von Zuschreibungen wie "Diktator" oder "Putsch", so Niggemeier, nur "Tagesschau" und dpa besäßen fixierte Kodizes.
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HuffPost spielt mit fremdenfeindlichen Assoziationen.

Boris Rosenkranz-150HuffPost verknüpft "rassistische Reflexe" und Clickbaiting, beobachtet Boris Rosenkranz und listet Artikel auf, deren Teaser auf Facebook mit fremdenfeindlichen Assoziationen spielen. HuffPost reagiert auf Kritik und schreibt eine Artikel-Ankündigung um. Chefredakteur Sebastian Matthes nennt den Eintrag auf Twitter "einen Fehler".
uebermedien.de, twitter.com (Matthes)Kommentieren ...

Kritiker verreißen die "Versteckte Kamera".

Versteckte Kamera2016-150Versteckte Kamera fällt bei Kritikern komplett durch: Hans Hoff wünscht sich von der ZDF-Show: "Lass es eine Parodie sein". Alexander Krei fand die dreistündige Sendung "erschreckend unlustig". Statt auf innovative Ideen zu setzen, hechele das ZDF "alten Erfolgsgaranten hinterher", kritisiert Nadine Gewehr. Stefan Niggemeier sah die "rätselhafteste, irrste, 60erjahrehafteste, idiotischste, entmutigendste Samstagabendshow seit Jahren".
sueddeutsche.de (Hoff), dwdl.de (Krei), abendblatt.de (Gewehr), twitter.com/niggi (Niggemeier)Kommentieren ...

Angebliche "Anweisungen von oben" finden sich im ZDF-Staatvertrag.

ZDF logo_150ZDF gibt "Anweisungen von oben", Europa-freundlich zu berichten, behauptet Ex-ZDF-Journalist Wolfgang Herles im Deutschlandfunk. Schon in den 80er Jahren habe des "schriftliche Anweisungen" gegeben, der "Herstellung der Einheit Deutschlands zu dienen". Stefan Niggemeier schlüsselt auf, dass diese "Anweisungen" u.a. im ZDF-Staatsvertrag stehen und somit demokratisch legitimiert sind.
uebermedien.de, youtube.com (Ausschnitt)Kommentieren ...