G+J bringt zum Tod von Karl Lagerfeld ein "Gala"- und ein "stern"-Sonderheft.

Gruner + Jahr bringt am Samstag zwei Sonderhefte zum Tod von Karl Lagerfeld. Das "stern"-Sonderheft mit 100 Seiten und 100.000 Auflage kostet 6,50 Euro und erzählt in zehn Kapiteln über den Modezar. Das "Gala"-Sonderheft widmet sich auf 100 Seiten der Karriere Lagerfelds, kommt mit 100.000 Auflage und kostet 4,90 Euro.
per Mail, turi2.de (Background)

"stern" schenkt der Bayerischen Staatsbibliothek sein Fotoarchiv.

Gruner + Jahr übergibt das analoge Fotoarchiv des "stern" an die Bayerische Staatsbibliothek. Der Verlag will damit die langfristige Existenz des Archivs sichern und es für die Öffentlichkeit und die Forschung zugänglich machen. Die Schenkung umfasst mehr als 15 Mio Fotos aus den Jahren 1948 bis 1997 in Form von Abzügen, Negativen und Dias.
presseportal.de

Meinung: Die neue "stern"-Chefredaktion muss Grundsatzfragen klären.

stern: Die neue Chefredaktion aus Florian Gless und Anna-Beeke Gretemeier muss Richtungsentscheidungen treffen, schreibt Roland Pimpl. Sie müsse unter anderem die Zielgruppe neu umfassen, ebenso wie Themen und Zungenschlag. Intern kursiere ein Szenario, wonach das Magazin in drei bis fünf Jahren in die roten Zahlen rutsche. Pessimisten interpretierten das neue Führungsteam daher als Zeichen der Kapitulation, da den jungen Kräften keiner ankreiden würde, sollten sie scheitern, während der Verlag noch versuche, so lange wie möglich Geld mit dem "stern" zu machen.
horizont.net, turi2.de (Background)

Zitat: Ulrike Simon stört sich an der Doppelrolle von Frank Thomsen bei Gruner + Jahr.

"Seitdem das bekannt ist, mache ich mir den Spaß, Verlagsleiter und Unternehmenssprecher anderer Häuser mit der Frage zu ärgern, was sie eigentlich in ihrer übrigen Arbeitszeit treiben."

Ulrike Simon fremdelt mit der neuen Doppelrolle von Frank Thomsen als Publisher beim "stern" und Kommunikations- und Marketing-Chef von Gruner + Jahr. Die Kombination zeige, dass beide Stellen keine Vollzeitjobs wären.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Malte Herwig will bei "Faking Hitler" auch zum "stern" Abstand halten.

"Das ist keine Konzern-Kommunikation, sondern ein journalistischer Podcast."

Malte Herwig, Autor des "stern"-Podcasts über die gefälschten Hitler-Tagebücher, erklärt im Interview mit Christian Meier, dass er auch mit Mythen bei Gruner + Jahr aufräumen will, etwa dem von der Alleinschuld des Ex-"stern"-Reporters Gerd Heidemann.
soundcloud.com/medien-woche (14-Min-Interview, ab Min 43)

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Zahl der Woche von Gruner + Jahr:
Einer lügt, wie gedruckt. Das ist der Anfang einer Geschichte. Sie beginnt nicht 2018, sondern 1981. Jetzt geht sie weiter: Im Podcast "Faking Hitler" rekonstruiert der stern in 10 Folgen die wahre Geschichte der gefälschten Hitler-Tagebücher – mit bislang unveröffentlichten Tonbandaufnahmen. Nr. 1 ab sofort auf stern.de, iTunes, Spotify, Deezer. #waszählt
www.stern.de/faking-hitler

"stern" startet Podcast über gefälschte Hitler-Tagebücher.


Skandal zum Hören: Der "stern" produziert einen True-Crime-Podcast in eigener Sache und legt eine Audio-Serie über die gefälschten Hitler-Tagebücher von 1983 vor. In der zehnteiligen Reihe Faking Hitler - die wahre Geschichte der gefälschten Hitler-Tagebücher verarbeitet Autor und Sprecher Malte Herwig bisher unveröffentlichtes Material, darunter Mitschnitte von Telefon-Gesprächen zwischen Fälscher Konrad Kujau und dem Ex-"stern"-Reporter Gerd Heidemann. Außerdem kommen Zeitzeugen und Historiker zu Wort. Schauspieler Stefan Lehnen liest Ausschnitte aus den Fälschungen. Als Drehbuchautor ist der bekannte Moderator und Podcaster Nilz Bokelberg an Bord.

Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier setzt mit dem Podcast die Linie von Vorgänger Christian Krug fort. Er hatte die Fälschungen Ende 2018 erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und plädierte im Interview mit turi2.tv für einen gelassenen, fast humorvollen Umgang mit dem Skandal. Für Gretemeier ist der Podcast die "Aufarbeitung eines Stücks deutscher Mediengeschichte". Die Redaktion wolle sich mit der eigenen Geschichte "selbstkritisch auseinandersetzen".
presseportal.de, turi2.tv (5-Min-Video Krug, 9/2018)

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem Archiv von turi2.tv: "stern" und die Hitler-Tagebücher: Christian Krug über den historischen Weckruf (9/2018)

Drei Minuten Inspiration – die positiven Ideen aus turi2.tv-Interviews.


Die König(innen) der Kreativität: Das Jahr 2018 war voller Ideen. Zum Jahreswechsel schneidet turi2.tv die klügsten Gedanken zusammen. Miriam Meckel erzählt im Video von ihrem Slack-Channel für unwichtige Dinge, Verena Bahlsen vom Neustart in alten Strukturen und Reporter Jaafar Abdul Karim, dass er sich nirgendwo Journalismus verbieten lässt.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Verena Bahlsen, Food-Unternehmerin

... Andreas Arntzen, Wort & Bild

... Michael Busch, Thalia

... Anna-Beeke Gretemeier, "stern"

... Jaafar Abdul Karim, Reporter und Moderator

... Mathias Döpfner, Springer

... Tim Alexander, Deutsche Bank

... Miriam Meckel, Ada-Verlegerin

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Drei Minuten Print-Debatte – turi2.tv im Schnelldurchlauf.


Debattieren über Druckerzeugnisse: Spannende Köpfe der Medienbranche haben 2018 ihre Sicht auf die Zukunft für Print bei turi2.tv erzählt. Wir zeigen zum Jahreswechsel in drei Minuten die Gedanken von u.a. Springer-Chef Mathias Döpfner, der künftigen "stern"-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier und Bertelsmann-Boss Thomas Rabe.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Mathias Döpfner, Springer

... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Anna-Beeke Gretemeier, "stern"

... Kai Rose, Klambt

... Thomas Rabe, Bertelsmann

... Florian Haller, Serviceplan

... Robert Schneider, "Focus"

... Horst Ohligschläger, Bayard

... Jochen Arntz, "Berliner Zeitung"

... Manuela Kampp-Wirtz, BurdaStyle

... Rainer Esser, "Zeit"

turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Lese-Tipp: Der "stern" interviewt seinen Cartoonist Tetsche zum Abschied.

Lese-Tipp: Vor 44 Jahren erschien erstmals ein Cartoon von Tetsche im "stern". Nun ist Schluss mit der wöchentlichen Serie. Zum Abschied erinnert er sich im Gespräch mit Kester Schlenz an seine Anfänge beim "stern", Lob und Kritik von Lesern für spezielle Zeichnungen und wie er versteckte Botschaften an Bekannte in seine Zeichnungen aufnahm.
"stern" 51/2018, S. 74 (Paid)

Meinung: Führungswechsel beim "stern" zeugt von einem Anforderungsprofil an Chefredakteure.

Chefredakteure: Der Wechsel an der Spitze des "stern", wo Christian Krug (Foto) die Führung an ein Team abgibt, zeugt ebenso wie der Wechsel beim "Spiegel" davon, dass mittlerweile andere Anforderungen an Chefredakteure gestellt werden, kommentiert David Pfeifer in der "Süddeutschen". Während Chefredakteure früher starke Persönlichkeiten sein sollten, die sich im Tagesgeschäft eher zurückhielten, würden die Verlage mittlerweile Redaktionsmanager suchen, die eher nach innen als nach außen wirken.
sueddeutsche.de, turi2.de (Video-Fragebogen David Pfeifer)

G+J-Kommunikationschef Frank Thomsen wird zusätzlich Publisher.

Gruner + Jahr: Frank Thomsen, seit 2015 Kommunikationschef des Verlags, bekommt im Zuge des Wechsels in der "stern"-Chefredaktion eine zusätzliche Aufgabe. Als Publisher ist er künftig auch für alle News- und Wissens-Marken des Verlags verantwortlich, neben dem "stern" etwa "Geo" oder "P.M.". Alexander von Schwerin, der bisherige Publisher News, bekommt "innerhalb des Verlags eine neue Führungsaufgabe". Thomsen arbeitet zunächst mit Gerd Brüne, Publisher Wissen, zusammen, der im Laufe des Jahres 2019 altersbedingt ausscheiden wird.
stern.de, wuv.de, turi2.de (Background "stern")

Chefredakteur Christian Krug verlässt den "stern", wird Chefredakteur neue Geschäftsfelder.

Auf zu neuen Sternen? "stern"-Chefredakteur Christian Krug verlässt seinen Posten nach knapp viereinhalb Jahren. Er wird bei Gruner + Jahr ab Januar 2019 Chefredakteur für Neue Geschäftsfelder. Zwischen der "stern"-Redaktion und Krug sei das Verhältnis zuletzt schwierig bis zerrüttet gewesen, schreibt Meedia. Auch die Auflage erreichte mehrfach historische Tiefstände.



Nun sollen es andere richten: Beim "stern" folgen Krug als Doppelspitze stern.de-Chefin Anna-Beeke Gretemeier (rechts im Bild) und Florian Gless (Mitte), seit April 2018 Co-Publisher der G+J-Community of Interest Wissen. Auch Kommunikationschef Frank Thomsen (links) bekommt einen Zusatzjob: Er ist als Publisher künftig auch für alle News- und Wissens-Marken des Verlags verantwortlich.

Christian Krug bekommt von G+J-Chefin Julia Jäkel warme Worte für "seine hervorragende Arbeit und sein großes Engagement". In seiner neuen Position soll Krug für Gruner + Jahr weitere inhaltliche Geschäfte entdecken, entwickeln und fördern.
meedia.de, presseportal.de, turi2.de (Thomsen)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Mit dem Skandal umgehen": "stern"-Chef Christian Krug über die Lehren aus den "Hitler-Tagebüchern". (9/2018)

Zitat: stern.de-Chefin Gretemeier sieht kein Gegeneinander von Print und Online.

"Ich glaube, dass 'Grabenkämpfe' der Vergangenheit angehören. Wir wissen, dass wir die Zukunft nur gemeinsam gestalten können und haben die Ziele klar definiert."

Anna-Beeke Gretemeier, Chefredakteurin von stern.de, sagt im Meedia-Interview, dass jedem Mitarbeiter mittlerweile klar sei, dass Online- und Print zusammenarbeiten müssen.
meedia.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Aus Fehlern lernt man am meisten" – stern.de-Chefin Anna Gretemeier im Strategie-Gespräch.

Auch "Focus" bleibt bei wöchentlicher IVW-Meldung.

Focus bleibt nach dem Rückzieher von "Spiegel", "stern" und "Zeit" ebenfalls bei einer wöchentlichen Auflagenmeldung an die IVW. "Wir werden die Suppe, die uns die Hamburger Kollegen eingebrockt haben, nicht alleine auslöffeln", lässt sich BurdaNews-Geschäftsführer Burkhard Graßmann zitieren. Die drei Hamburger Verlage, von denen die Idee ausging, Auflagen nur noch quartalsweise zu melden, machten nach Kritik die Kehrtwende.
kress.de, turi2.de (Background)

"Spiegel", "stern" und "Zeit" reagieren auf Kritik und melden weiter heftbezogene IVW-Zahlen.


Ja, nein, ich mein jein: "Spiegel", "stern", und "Zeit" reagieren auf das "laute und kritische Echo aus dem Markt" und melden doch auch 2019 weiterhin heftbezogene Auflagen bei der IVW, schreiben die Verlage in einer gemeinsamen Stellungnahme. Erst am Dienstag hatten die drei Hamburger Häuser gemeinsam mit dem "Focus" bekanntgegeben, ab 2019 nur noch Quartalszahlen zu melden.

In der Mitteilung schreiben die Hamburger, es habe "immer außer Frage" gestanden, "dass transparente und neutral gemessene Leistungswerte sehr wichtig sind". Man entschuldige sich für die Verwirrung. Verwirrung gab es derweil auch beim "Focus", die Münchner zeigten sich überrascht vom Rückzieher der gemeinsamen Ankündigung aus Hamburg.
horizont.net, turi2.de (Background)

"Spiegel", "stern", "Focus" und "Zeit" wollen keine Heft-Auflagen mehr melden.


Qualen nach Zahlen: "Spiegel", "stern", "Focus" und "Zeit" wollen ab 2019 keine heftbezogenen-Auflagen mehr bei der IVW melden, schreibt "Horizont". Kurz hintereinander hätten die vier Verlage der Wochentitel der IVW entsprechende Kündigungen eingereicht. Künftig wollen sich die Titel auf Quartalszahlen beschränken. Sie begründen, die Veröffentlichungen brächten keinen Mehrwert, sorgten aber regelmäßig für Negativschlagzeilen. Agenturen und Werbekunden kritisieren die Entscheidung.

Seit 1996 sammelt die IVW heftbezogene Auflagen. Werbetreibenden versprechen die Titel seitdem sogenannte Garantieauflagen. Bei Nichterreichen werden Rückzahlungen fällig. Joachim Schütz vom Werbetreibenden-Verband OWM kritisiert daher: "Ein Rückzug der Verlage aus dieser unabhängigen Auflagenprüfung führt zu Intransparenz und ist für die werbenden Unternehmen nicht hinnehmbar." Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer des Agenturverbandes OMG warnt: "Der Entschluss könnte die Gattung Print nachhaltig beschädigen."
horizont.net

Hör-Tipp: stern.de-Chefin Anna-Beeke Gretemeier musste erst lernen, Prioritäten zu setzen.

Hör-Tipp: Anna-Beeke Gretemeier, Chefin von stern.de, erzählt im OMR-Media-Podcast, wie ihr Team mit einem redaktionsübergreifenden Netzwerk Inhalte auf ihren Wahrheitsgehalt hin prüft. Dabei gelte das Prinzip "Seriosität vor Schnelligkeit". Die Zahl der Unique User steige seitdem. Sie selbst sieht sich als Teil des Teams, das sie "die coolste Truppe, mit der ich jemals zusammengearbeitet habe" nennt. Ihr ist wichtig, "immer weiter hungrig zu bleiben" und sich nicht auf Erfolgen auszuruhen. In ihrer Chef-Position musste sie Priorisierung lernen und auch mal Nein zu sagen.
soundcloud.com (48-Min-Audio)



Aus dem Archiv von turi2.tv: "Aus Fehlern lernt man am meisten" – stern.de-Chefin Anna Gretemeier im Strategie-Gespräch.

Video vielleicht verpasst? Die meistgeklickten turi2.tv-Videos im September 2018.



Video vielleicht verpasst? Mathias Döpfner spricht im Interview von Peter Turi über seine Musikleidenschaft und Strategien für die Zukunft des Springer-Konzerns. Dessen neuer Campus in Berlin nimmt Form an und auch Gruner + Jahr baut in Hamburg ein neues Verlagshaus. Das sind die meistgesehenen turi2.tv-Videos bei YouTube, Facebook und Twitter im September.

Top 1:
Springer-Chef Mathias Döpfner über Musik, Strategie und die Zukunft – das komplette Interview
2.341 Aufrufe bei YouTube

Top 2:
Der Axel Springer Neubau: Andreas Ludwigs zeigt die Baustelle
1.644 Aufrufe bei YouTube (+ 562 bei Facebook + 186 bei Twitter)

Top 3:
Vertrauen in die Verlagszukunft: Julia Jäkel und Peter St John über den Neubau
566 Aufrufe bei YouTube (+ 894 bei Facebook + 230 bei Twitter)

Top 4:
Umfrage: So sieht die Medien-Welt am Sonntag aus
504 Aufrufe bei YouTube

Top 5:
"70 ist das neue 20." Chefredakteur Peter Huth über den Gesundheitszustand der "Welt am Sonntag"
476 Aufrufe bei YouTube (+ 267 bei Facebook)

Top 6:
Degeto-Chefin Christine Strobl über die Strategie hinter "Babylon Berlin".
463 Aufrufe bei YouTube (+ 256 bei Facebook + 287 bei Twitter)

Top 7:
"stern" und die Hitler-Tagebücher: Christian Krug über den historischen Weckruf
287 Aufrufe bei YouTube (+ 631 bei Facebook + 883 bei Twitter)

Die Top 7 in einer Playlist














Das waren die meistgeklickten turi2.tv-Videos im Juli

Stand 4.10.2018, 15:00 Uhr

Bild des Tages: stern 1 wird nur Zweiter, strahlt trotzdem.


Abend-Plattmacher: Im Finale des Fußball-Turniers zu 70 Jahren "stern" hat die klassisch-sternrot gekleidete Mannschaft stern 1, hier im Bild, nicht gesiegt. Die Redaktionalmannschaft des "Hamburger Abendblatts" machte sie zum zweiten Sieger. Die Teams von Nannenschule, "taz", NDR, "Spiegel", "Zeit" sowie die zweite Mannschaft des "stern" kickten finalfern. (Foto: Gruner + Jahr)
abendblatt.de

Lese-Tipp: "stern" feiert mit großem Geburtstagsrückblick.

Lese-Tipp: Der "stern" zeigt in der Jubiläumsausgabe seine größten und längst verblassten Erfolge. Claus Lutterbeck erzählt Anekdoten über das wahnsinnige Genie Henri Nannen. Jan Rosenkranz erfährt am Bahnhof Zoo, welche Auswirkungen die Geschichte von Christiane F. bis heute hat. Judith Liere setzt sich kritisch mit den obligatorischen Titel-Titten auseinander.
"stern" 39/2018

Aus dem Archiv von turi2.tv: "stern"-Chef Christian Krug über die Lehren aus den "Hitler-Tagebüchern".

Lipinski: "stern"-Chef Christian Krug übernimmt bei "Nido" von Ruth Fend.

Nido regelt die Nachfolge von Ex-Chefredakteurin Ruth Fend – "stern"-Chef Christian Krug übernimmt das Elternmagazin zusätzlich und wird dessen Herausgeber, berichtet Gregory Lipinski. Helen Bömelburg ist weiterhin als Leitende Redakteurin an Bord. Ruth Fend hat Gruner + Jahr nach der Einstellung vom "Nido"-Schwesternblatt "Neon" verlassen und ist nun Vize-Chefredakteurin bei Correctiv.
meedia.de

Katja Gloger und Ulrike Posche verlassen den "stern".

stern verliert Katja Gloger (Foto) und Ulrike Posche, berichtet Ulrike Simon. Russland-Expertin Gloger und der "stern" hätten sich auseinandergelebt. Die beiden Abgänge sowie der Abschied von Michael Stoessinger, der in Ruhestand geht, stünden sinnbildlich für das Ende des "stern" der alten Machart.
horizont.net, horizont.net (Background Stoessinger)

Von der einstigen Größe des "stern" ist kaum noch etwas übrig, findet Silke Burmester.

stern ist mit 70 Jahren verglüht und in der Bedeutungslosigkeit angekommen, glaubt Silke Burmester. In seiner Blütezeit habe er "den Wertekanon einer solidarischen und freien Gesellschaft" verkörpert, heute vermisst Burmester Geschichten, die Nachrichten werden, journalistische Großkaliber und eine Haltung. Die einstige Wundertüte hält sie gegenüber der digitalen Konkurrenz langfristig für nicht zu retten.
taz.de

"Mit dem Skandal umgehen": "stern"-Chef Christian Krug über die Lehren aus den "Hitler-Tagebüchern".


Ein Weckruf für den "stern": Das Magazin "stern" zeigt Samstag zum ersten Mal die gefälschten Hitler-Tagebücher – rund 1.000 Gäste haben sich die Fälschungen angeschaut. Chefredakteur Christian Krug will 35 Jahre nach dem Skandal "gelassener" und "humorvoll" mit dem Schandfleck umgehen, sagt er im Video-Interview von turi2.tv.

Krug will aus dem Skandal Lehren für heute ableiten: "Es gibt PR-Abteilungen und Regierungsstellen, die uns jeden Tag Fake News verkaufen wollen." Der "stern" habe jahrelang recherchiert, welche Mechanismen damals versagt hätten und etwa die Dokumentation neu aufgestellt. "Damals war den Leuten nicht nach Gelassenheit", sagt Krug und erklärt damit die späte Öffnung des Tresors.
turi2.tv (4-Min-Video)

"stern" stellt "Hitler-Tagebücher" in Hamburg aus.

Giftschrank auf: Der "stern" zeigt am Samstag erstmals nach dem Skandal 1983 die gefälschten Hitler-Tagebücher in Hamburg. Beim Tag des Journalismus kann die Öffentlichkeit die Fälschungen anschauen und erleben, wie der "stern" heute arbeitet. Im Rahmenprogramm bis 18 Uhr sprechen die "stern"-Macher über die Entstehung des Skandals und diskutieren mit Lesern über heutige Fake-News-Vorwürfe.
stern.de, stern.de (Programm, pdf)

Ex-"stern"-Chef Michael Jürgs: Journalismus ist "überlebensnotwenig" für die Demokratie.

Vermächtnis an den Journalismus: Michael Jürgs, Ex-"stern"-Chefredakteur, der schwer an Krebs erkrankt ist, hält Journalismus für "überlebensnotwenig" zur Verteidigung der Demokratie gegen ihre Feinde, schreibt er in einem Essay im "Handelsblatt". Journalisten sollten sich "nicht als belehrende Oberlehrer aufspielen", sondern über die "Strategien der Volksverdummer" aufklären. Der Journalimus brauche Manager, die aus Respekt vor einem Beruf mit ihren Marketingideen "neue Hardware generieren, um ihre Software zu schützen". An Recherchen zu sparen, koste langfristig mehr, als die Einsparungen kurzfristig in den Bilanzen bringen.
"Handelsblatt", S. 10-13 (Paid)

Renner: "stern" verschiebt Jubiläumsausgabe auf Ersterscheinung des Nazi-"stern".

stern, der heute erstmals vor 70 Jahren erschienen ist, verlegt seine Jubiläumsausgabe aus dem Sommerloch auf den 20. September, schreibt Kai-Hinrich Renner. Damit treffe Gruner + Jahr ausgerechnet das Datum der Ersterscheinung des Nazi-"stern", der 1938 erstmals gedruckt und Henri Nannen 1948 als Vorlage diente. Die Überschneidung der Termine sei ein Zufall, sagt eine G+J-Sprecherin.
abendblatt.de

Zitat: Andreas Petzold sieht Zweifel als Voraussetzung für Selbstkritik.

"Der Druck erzeugt natürlich permanente Selbstzweifel."

Andreas Petzold, scheidender "stern"-Herausgeber und langjähriger -Chefredakteur, nennt Selbstzweifel im Interview mit "Kress Pro" als Voraussetzung für Selbstkritik. Wer keine Selbstzweifel mehr habe, überschreite die Grenze zum Narzissmus.
"Kress Pro" 6/2018, S. 14-21 (Paid)

Weitere Zitate von Andreas Petzold über ...

... seinen Abschied im Alter von 63 Jahren:

"Ich war ja selbst mal junger Redakteur, und irgendwann kommt der Moment, in dem jemand hinter dir her guckt und sagt: Was macht der eigentlich noch hier? Dem wollte ich zuvorkommen."

... Bedeutungsverlust im Ruhestand:

"Wenn man seinen Job nicht mehr hat, ist man für die Außenwelt nicht mehr so wichtig und attraktiv. Und das ist auch völlig okay so."

... die langjährige "stern"-Doppelspitze mit Thomas Osterkorn:

"Es ist ein Abenteuer aber sicher kein Modell, dass generell geeignet ist. Es ist vielleicht ein einmaliger Zufall, dass es zwischen Thomas und mir so gut funktioniert hat."

... die Aussichten für General-Interest-Titel wie den "stern":

"Wenn man kurz die Augen schließt und sich die etablierten Printmarken wegdenkt, dann gibt es zwar auch noch Journalismus, der wäre aber so schnell, dass das Publikum gar nicht mehr die Zeit hätte, die Themen so wahrzunehmen, wie sie wahrgenommen werden sollten."

"stern" will auch Wein und Güte-Siegel verkaufen.


sterne-Wein: Der "stern" will 70 Jahre nach seiner Gründung neue Geschäftsfelder erschließen. Im Interview mit "Horizont" spricht "stern"-Publisher Alexander Schwerin von der Überlegung, Wein-Empfehlungen mit dem Verkauf von Weinpakten zu koppeln. Bei anderen G+J-Titeln wie "Schöner wohnen" oder "Beef" ist der Produktverkauf nichts Neues. Im Bereich Gesundheit kann Schwerin sich z.B. Qualitätssiegel vorstellen - bei Burdas "Focus" längst Standard. "Unsere journalistische Kompetenz für das Kuratieren von Märkten zu nutzen, die für Verbraucher immer unübersichtlicher werden - da liegen für den 'stern' noch viele ungehobene Schätze", sagt Schwerin. Dennoch: "Glaubwürdiger Journalismus ist und bleibt das Kerngeschäft."

Auch nach 70 Jahren sei der "stern" noch der Titel, mit dem Gruner + Jahr das meiste Geld verdient, bestätigt Schwerin. Den Begriff "Cashcow" hört er in diesem Zusammenhang nicht gerne, weil der impliziere, "dass etwas gemolken und auf Investitionen verzichtet würde". Auch bei Anzeigenkunden stehe das Blatt für hohe Qualität: "Der 'stern' ist nach 70 Jahren so etwas wie ein journalitisches Kulturgut", sagt Schwerin. Deshalb strahlt der "stern"-Stern selbst vom Joko-Magazin "JWD".
"Horizont" 29/2018, S. 14/15 (Paid)

"stern" stellt im September die gefälschten Hitler-Tagebücher aus.

stern will "die humoristische Seite" der Hitler-Tagebücher entdecken, sagt Chefredakteur Christian Krug der "Zeit". 35 Jahre nach dem Skandal um die Fälschungen sei es Zeit, den Umgang damit zu entkrampfen. Der "stern" holt einige der Tagebücher aus dem Tresor und stellt sie am 15. September zu seinem Tag des Journalismus im Verlagsgebäude aus. Gruner + Jahr will die Bücher nicht wie 2013 angekündigt ans Bundesarchiv geben. Man habe sie "immerhin teuer gekauft", sagt Krug.
zeit.de (Vorabmeldung)

AWA: Zeitschriften und Zeitungen verlieren Reichweite.

Kiosk-Auslage, Zeitungen, Zeitschriften, AuflagePrint-Reichweiten sind laut der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse überwiegend rückläufig. Die reichweitenstärksten Titel verlieren alle. Prozentual verlieren insbesondere der "stern" (-12,6%) und der "Kicker" (-15,5%). Auch die Tageszeitungen büßen Reichweite ein. Am stärksten sind die Verluste prozentual bei den regionalen Kaufzeitungen (-13,6%).
meedia.de, horizont.net