Nielsen-Ranking: "stern" gewinnt Anzeigenumsätze, der Gesamtmarkt verliert.

Publikumszeitschriften verlieren laut Nielsen-Ranking 3,5 % ihrer Anzeigenumsätze im 1. Halbjahr. Massiv gewinnen kann jedoch die TV-Beilage "Prisma": Analog zur Auflage wachsen die Umsätze um 44 %. Der "stern" legt trotz sinkender Auflage und Reichweite 21,3 % beim Umsatz zu. Düster sieht es u.a. für "Birgitte" mit -11,6% aus, für "Bild am Sonntag" mit -17,3 % sowie für "Focus" mit -17,7 %.
meedia.de

Mathias Döpfner erinnert an Michael Jürgs als "absoluten Journalisten".

Michael Jürgs verstand es Leser für das zu interessieren, was er selbst interessant fand, erinnert Springer-Chef Mathias Döpfner an den verstorbenen, früheren "stern"-Chefredakteur. Dieser Übertrag sei ihm gelungen, da er sich stets absolut gesetzt habe, "eitel wie ein Kind und die Eitelkeit kontrollierend wie ein Profi".
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Michael Jürgs, 74, ist tot.


Michael Jürgs, 74, ist tot. Der Publizist und frühere "stern"-Chefredakteur ist nach langer Krankheit in der Nacht zu Freitag in Hamburg gestorben. Er arbeitete nach seiner Zeit beim "stern" u.a. als Chefredakteur des Magazins "Tempo", als Co-Moderator der "NDR Talkshow". Er produzierte TV-Dokumentationen und schrieb Biographien, u.a. über Axel Springer und Günter Grass. Jürgs hatte erst im Juni den Theodor-Wolff-Preis für sein Lebenswerk bekommen. In der Laudatio sagte sein Freund, Ex-Kulturstaatsminister Michael Naumann, der Preis komme "ein wenig zu spät, aber gerade noch in womöglich letzter Minute".

Jürgs ließ seine Dankesrede von Mathias Döpfner vorlesen, und schrieb u.a.: "Die Umschreibung unseres geliebten Berufes als vierte Macht war mir stets zu martialisch. Jetzt aber, in Zeiten, da Barbaren unsere Zivilgesellschaft attackieren und vor Mord nicht zurückschrecken, ist es der passende Begriff. Den Feinden der Demokratie, auf der Straße oder im Netz, ist zu begegnen mit aller Macht des Staates, aber auch mit unseren eigenen Waffen - Wörtern und Worten."
sueddeutsche.de, youtube.com (Ausschnitt Laudatio, ab 3:00 Min), horizont.net (Nachruf von Ulrike Simon)

RTL verfilmt "Faking Hitler" vom "stern" und überträgt Herz-OP live.

Mediengruppe RTL macht aus dem "stern"-Podcast Faking Hitler eine TV-Serie. Die Hitler-Tagebücher-Story ist die erste fiktionale Kooperation für die Content Alliance der Bertelsmann-Unternehmen. RTL baut zudem auf Live-Events im TV: Der Sender will eine Herz-OP live übertragen und Ostern 2020 "Die Passion" als Musikshow.
horizont.net, kommunikation.mediengruppe-rtl.de

"stern" startet die YouTube-Show "Diskuthek".


Die Zerstörer aus Hamburg: Der "stern" startet das politische Video-Format Diskuthek auf YouTube. Melanie Stein und Aimen Abdulaziz-Said, beide mit NDR-Hintergrund, sprechen zunächst mit Talkgästen, anschließend in einem YouTube-Livevideo mit Experten und der Community. Geld für das Projekt kommt über die News Initiative von YouTube-Eigner Google.

Für die "Diskuthek" hat sich Gruner + Jahr eigens ein Studio aufs Verlagsdach gebaut. Zum Start am Donnerstag diskutieren im "Rooftop-Studio mit Industriecharme" die CDU-Hoffnung Philipp Amthor und Jung-Sozialist Kevin Kühnert. "stern"-Videochefin Isa von Heyl verantwortet das Projekt mit einem eigens gegründeten Redaktionsteam.
presseportal.de, stern.de, youtube.com (40-Sek-Trailer)

"stern Crime" und Ufa wollen True-Crime-Sendung produzieren.

stern Crime plant mit der Ufa eine TV-Sendung über reale Verbrechen. Auf welchem Sender sie läuft, ist noch nicht bekannt, eine Ausstrahlung im Rahmen von Bertelsmanns Content Alliance aber wahrscheinlich. Der "stern"-Ableger hat 2015 schon einmal ein Kriminal-Reportage-Magazin bei RTL getestet, die Pilotfolge war aber nicht erfolgreich.
new-business.de

"stern" vergibt jetzt auch Siegel nach "Focus"-Vorbild.

stern folgt "Focus" und Co ins Geschäft mit Testsiegeln. Der erste "stern"-Vergleich nimmt sich Freizeitparks vor, weitere folgen. Testsieger müssen zahlen, wenn sie mit dem Label werben. Statt die Redaktion zum Achterbahn-Test zu schicken, beauftragt Gruner + Jahr das Institut YouGov mit der Umfrage. Der Verlag hat das Geschäft Anfang Mai gestartet, aber nicht kommuniziert.
"stern" 19/2019, S. 52-62 (Paid), stern.de, turi2 - eigene Infos

Aus dem Archiv: Peter Turi im Gespräch mit Burkhard Graßmann, der bei "Focus" an Testsiegeln verdient.

G+J bringt zum Tod von Karl Lagerfeld ein "Gala"- und ein "stern"-Sonderheft.

Gruner + Jahr bringt am Samstag zwei Sonderhefte zum Tod von Karl Lagerfeld. Das "stern"-Sonderheft mit 100 Seiten und 100.000 Auflage kostet 6,50 Euro und erzählt in zehn Kapiteln über den Modezar. Das "Gala"-Sonderheft widmet sich auf 100 Seiten der Karriere Lagerfelds, kommt mit 100.000 Auflage und kostet 4,90 Euro.
per Mail, turi2.de (Background)

"stern" schenkt der Bayerischen Staatsbibliothek sein Fotoarchiv.

Gruner + Jahr übergibt das analoge Fotoarchiv des "stern" an die Bayerische Staatsbibliothek. Der Verlag will damit die langfristige Existenz des Archivs sichern und es für die Öffentlichkeit und die Forschung zugänglich machen. Die Schenkung umfasst mehr als 15 Mio Fotos aus den Jahren 1948 bis 1997 in Form von Abzügen, Negativen und Dias.
presseportal.de

Meinung: Die neue "stern"-Chefredaktion muss Grundsatzfragen klären.

stern: Die neue Chefredaktion aus Florian Gless und Anna-Beeke Gretemeier muss Richtungsentscheidungen treffen, schreibt Roland Pimpl. Sie müsse unter anderem die Zielgruppe neu umfassen, ebenso wie Themen und Zungenschlag. Intern kursiere ein Szenario, wonach das Magazin in drei bis fünf Jahren in die roten Zahlen rutsche. Pessimisten interpretierten das neue Führungsteam daher als Zeichen der Kapitulation, da den jungen Kräften keiner ankreiden würde, sollten sie scheitern, während der Verlag noch versuche, so lange wie möglich Geld mit dem "stern" zu machen.
horizont.net, turi2.de (Background)

Zitat: Ulrike Simon stört sich an der Doppelrolle von Frank Thomsen bei Gruner + Jahr.

"Seitdem das bekannt ist, mache ich mir den Spaß, Verlagsleiter und Unternehmenssprecher anderer Häuser mit der Frage zu ärgern, was sie eigentlich in ihrer übrigen Arbeitszeit treiben."

Ulrike Simon fremdelt mit der neuen Doppelrolle von Frank Thomsen als Publisher beim "stern" und Kommunikations- und Marketing-Chef von Gruner + Jahr. Die Kombination zeige, dass beide Stellen keine Vollzeitjobs wären.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Malte Herwig will bei "Faking Hitler" auch zum "stern" Abstand halten.

"Das ist keine Konzern-Kommunikation, sondern ein journalistischer Podcast."

Malte Herwig, Autor des "stern"-Podcasts über die gefälschten Hitler-Tagebücher, erklärt im Interview mit Christian Meier, dass er auch mit Mythen bei Gruner + Jahr aufräumen will, etwa dem von der Alleinschuld des Ex-"stern"-Reporters Gerd Heidemann.
soundcloud.com/medien-woche (14-Min-Interview, ab Min 43)

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Zahl der Woche von Gruner + Jahr:
Einer lügt, wie gedruckt. Das ist der Anfang einer Geschichte. Sie beginnt nicht 2018, sondern 1981. Jetzt geht sie weiter: Im Podcast "Faking Hitler" rekonstruiert der stern in 10 Folgen die wahre Geschichte der gefälschten Hitler-Tagebücher – mit bislang unveröffentlichten Tonbandaufnahmen. Nr. 1 ab sofort auf stern.de, iTunes, Spotify, Deezer. #waszählt
www.stern.de/faking-hitler

"stern" startet Podcast über gefälschte Hitler-Tagebücher.


Skandal zum Hören: Der "stern" produziert einen True-Crime-Podcast in eigener Sache und legt eine Audio-Serie über die gefälschten Hitler-Tagebücher von 1983 vor. In der zehnteiligen Reihe Faking Hitler - die wahre Geschichte der gefälschten Hitler-Tagebücher verarbeitet Autor und Sprecher Malte Herwig bisher unveröffentlichtes Material, darunter Mitschnitte von Telefon-Gesprächen zwischen Fälscher Konrad Kujau und dem Ex-"stern"-Reporter Gerd Heidemann. Außerdem kommen Zeitzeugen und Historiker zu Wort. Schauspieler Stefan Lehnen liest Ausschnitte aus den Fälschungen. Als Drehbuchautor ist der bekannte Moderator und Podcaster Nilz Bokelberg an Bord.

Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier setzt mit dem Podcast die Linie von Vorgänger Christian Krug fort. Er hatte die Fälschungen Ende 2018 erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und plädierte im Interview mit turi2.tv für einen gelassenen, fast humorvollen Umgang mit dem Skandal. Für Gretemeier ist der Podcast die "Aufarbeitung eines Stücks deutscher Mediengeschichte". Die Redaktion wolle sich mit der eigenen Geschichte "selbstkritisch auseinandersetzen".
presseportal.de, turi2.tv (5-Min-Video Krug, 9/2018)

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem Archiv von turi2.tv: "stern" und die Hitler-Tagebücher: Christian Krug über den historischen Weckruf (9/2018)

Drei Minuten Inspiration – die positiven Ideen aus turi2.tv-Interviews.


Die König(innen) der Kreativität: Das Jahr 2018 war voller Ideen. Zum Jahreswechsel schneidet turi2.tv die klügsten Gedanken zusammen. Miriam Meckel erzählt im Video von ihrem Slack-Channel für unwichtige Dinge, Verena Bahlsen vom Neustart in alten Strukturen und Reporter Jaafar Abdul Karim, dass er sich nirgendwo Journalismus verbieten lässt.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Verena Bahlsen, Food-Unternehmerin

... Andreas Arntzen, Wort & Bild

... Michael Busch, Thalia

... Anna-Beeke Gretemeier, "stern"

... Jaafar Abdul Karim, Reporter und Moderator

... Mathias Döpfner, Springer

... Tim Alexander, Deutsche Bank

... Miriam Meckel, Ada-Verlegerin

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Drei Minuten Print-Debatte – turi2.tv im Schnelldurchlauf.


Debattieren über Druckerzeugnisse: Spannende Köpfe der Medienbranche haben 2018 ihre Sicht auf die Zukunft für Print bei turi2.tv erzählt. Wir zeigen zum Jahreswechsel in drei Minuten die Gedanken von u.a. Springer-Chef Mathias Döpfner, der künftigen "stern"-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier und Bertelsmann-Boss Thomas Rabe.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Mathias Döpfner, Springer

... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Anna-Beeke Gretemeier, "stern"

... Kai Rose, Klambt

... Thomas Rabe, Bertelsmann

... Florian Haller, Serviceplan

... Robert Schneider, "Focus"

... Horst Ohligschläger, Bayard

... Jochen Arntz, "Berliner Zeitung"

... Manuela Kampp-Wirtz, BurdaStyle

... Rainer Esser, "Zeit"

turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Lese-Tipp: Der "stern" interviewt seinen Cartoonist Tetsche zum Abschied.

Lese-Tipp: Vor 44 Jahren erschien erstmals ein Cartoon von Tetsche im "stern". Nun ist Schluss mit der wöchentlichen Serie. Zum Abschied erinnert er sich im Gespräch mit Kester Schlenz an seine Anfänge beim "stern", Lob und Kritik von Lesern für spezielle Zeichnungen und wie er versteckte Botschaften an Bekannte in seine Zeichnungen aufnahm.
"stern" 51/2018, S. 74 (Paid)

Meinung: Führungswechsel beim "stern" zeugt von einem Anforderungsprofil an Chefredakteure.

Chefredakteure: Der Wechsel an der Spitze des "stern", wo Christian Krug (Foto) die Führung an ein Team abgibt, zeugt ebenso wie der Wechsel beim "Spiegel" davon, dass mittlerweile andere Anforderungen an Chefredakteure gestellt werden, kommentiert David Pfeifer in der "Süddeutschen". Während Chefredakteure früher starke Persönlichkeiten sein sollten, die sich im Tagesgeschäft eher zurückhielten, würden die Verlage mittlerweile Redaktionsmanager suchen, die eher nach innen als nach außen wirken.
sueddeutsche.de, turi2.de (Video-Fragebogen David Pfeifer)

G+J-Kommunikationschef Frank Thomsen wird zusätzlich Publisher.

Gruner + Jahr: Frank Thomsen, seit 2015 Kommunikationschef des Verlags, bekommt im Zuge des Wechsels in der "stern"-Chefredaktion eine zusätzliche Aufgabe. Als Publisher ist er künftig auch für alle News- und Wissens-Marken des Verlags verantwortlich, neben dem "stern" etwa "Geo" oder "P.M.". Alexander von Schwerin, der bisherige Publisher News, bekommt "innerhalb des Verlags eine neue Führungsaufgabe". Thomsen arbeitet zunächst mit Gerd Brüne, Publisher Wissen, zusammen, der im Laufe des Jahres 2019 altersbedingt ausscheiden wird.
stern.de, wuv.de, turi2.de (Background "stern")

Chefredakteur Christian Krug verlässt den "stern", wird Chefredakteur neue Geschäftsfelder.

Auf zu neuen Sternen? "stern"-Chefredakteur Christian Krug verlässt seinen Posten nach knapp viereinhalb Jahren. Er wird bei Gruner + Jahr ab Januar 2019 Chefredakteur für Neue Geschäftsfelder. Zwischen der "stern"-Redaktion und Krug sei das Verhältnis zuletzt schwierig bis zerrüttet gewesen, schreibt Meedia. Auch die Auflage erreichte mehrfach historische Tiefstände.



Nun sollen es andere richten: Beim "stern" folgen Krug als Doppelspitze stern.de-Chefin Anna-Beeke Gretemeier (rechts im Bild) und Florian Gless (Mitte), seit April 2018 Co-Publisher der G+J-Community of Interest Wissen. Auch Kommunikationschef Frank Thomsen (links) bekommt einen Zusatzjob: Er ist als Publisher künftig auch für alle News- und Wissens-Marken des Verlags verantwortlich.

Christian Krug bekommt von G+J-Chefin Julia Jäkel warme Worte für "seine hervorragende Arbeit und sein großes Engagement". In seiner neuen Position soll Krug für Gruner + Jahr weitere inhaltliche Geschäfte entdecken, entwickeln und fördern.
meedia.de, presseportal.de, turi2.de (Thomsen)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Mit dem Skandal umgehen": "stern"-Chef Christian Krug über die Lehren aus den "Hitler-Tagebüchern". (9/2018)

Zitat: stern.de-Chefin Gretemeier sieht kein Gegeneinander von Print und Online.

"Ich glaube, dass 'Grabenkämpfe' der Vergangenheit angehören. Wir wissen, dass wir die Zukunft nur gemeinsam gestalten können und haben die Ziele klar definiert."

Anna-Beeke Gretemeier, Chefredakteurin von stern.de, sagt im Meedia-Interview, dass jedem Mitarbeiter mittlerweile klar sei, dass Online- und Print zusammenarbeiten müssen.
meedia.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Aus Fehlern lernt man am meisten" – stern.de-Chefin Anna Gretemeier im Strategie-Gespräch.

Auch "Focus" bleibt bei wöchentlicher IVW-Meldung.

Focus bleibt nach dem Rückzieher von "Spiegel", "stern" und "Zeit" ebenfalls bei einer wöchentlichen Auflagenmeldung an die IVW. "Wir werden die Suppe, die uns die Hamburger Kollegen eingebrockt haben, nicht alleine auslöffeln", lässt sich BurdaNews-Geschäftsführer Burkhard Graßmann zitieren. Die drei Hamburger Verlage, von denen die Idee ausging, Auflagen nur noch quartalsweise zu melden, machten nach Kritik die Kehrtwende.
kress.de, turi2.de (Background)

"Spiegel", "stern" und "Zeit" reagieren auf Kritik und melden weiter heftbezogene IVW-Zahlen.


Ja, nein, ich mein jein: "Spiegel", "stern", und "Zeit" reagieren auf das "laute und kritische Echo aus dem Markt" und melden doch auch 2019 weiterhin heftbezogene Auflagen bei der IVW, schreiben die Verlage in einer gemeinsamen Stellungnahme. Erst am Dienstag hatten die drei Hamburger Häuser gemeinsam mit dem "Focus" bekanntgegeben, ab 2019 nur noch Quartalszahlen zu melden.

In der Mitteilung schreiben die Hamburger, es habe "immer außer Frage" gestanden, "dass transparente und neutral gemessene Leistungswerte sehr wichtig sind". Man entschuldige sich für die Verwirrung. Verwirrung gab es derweil auch beim "Focus", die Münchner zeigten sich überrascht vom Rückzieher der gemeinsamen Ankündigung aus Hamburg.
horizont.net, turi2.de (Background)

"Spiegel", "stern", "Focus" und "Zeit" wollen keine Heft-Auflagen mehr melden.


Qualen nach Zahlen: "Spiegel", "stern", "Focus" und "Zeit" wollen ab 2019 keine heftbezogenen-Auflagen mehr bei der IVW melden, schreibt "Horizont". Kurz hintereinander hätten die vier Verlage der Wochentitel der IVW entsprechende Kündigungen eingereicht. Künftig wollen sich die Titel auf Quartalszahlen beschränken. Sie begründen, die Veröffentlichungen brächten keinen Mehrwert, sorgten aber regelmäßig für Negativschlagzeilen. Agenturen und Werbekunden kritisieren die Entscheidung.

Seit 1996 sammelt die IVW heftbezogene Auflagen. Werbetreibenden versprechen die Titel seitdem sogenannte Garantieauflagen. Bei Nichterreichen werden Rückzahlungen fällig. Joachim Schütz vom Werbetreibenden-Verband OWM kritisiert daher: "Ein Rückzug der Verlage aus dieser unabhängigen Auflagenprüfung führt zu Intransparenz und ist für die werbenden Unternehmen nicht hinnehmbar." Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer des Agenturverbandes OMG warnt: "Der Entschluss könnte die Gattung Print nachhaltig beschädigen."
horizont.net

Hör-Tipp: stern.de-Chefin Anna-Beeke Gretemeier musste erst lernen, Prioritäten zu setzen.

Hör-Tipp: Anna-Beeke Gretemeier, Chefin von stern.de, erzählt im OMR-Media-Podcast, wie ihr Team mit einem redaktionsübergreifenden Netzwerk Inhalte auf ihren Wahrheitsgehalt hin prüft. Dabei gelte das Prinzip "Seriosität vor Schnelligkeit". Die Zahl der Unique User steige seitdem. Sie selbst sieht sich als Teil des Teams, das sie "die coolste Truppe, mit der ich jemals zusammengearbeitet habe" nennt. Ihr ist wichtig, "immer weiter hungrig zu bleiben" und sich nicht auf Erfolgen auszuruhen. In ihrer Chef-Position musste sie Priorisierung lernen und auch mal Nein zu sagen.
soundcloud.com (48-Min-Audio)



Aus dem Archiv von turi2.tv: "Aus Fehlern lernt man am meisten" – stern.de-Chefin Anna Gretemeier im Strategie-Gespräch.