Meinung: Medien sollten ihre Rolle bei den Rufmord-Vorwürfen hinterfragen.

Rufmord-Vorwürfe: Die Medien nehmen den Fall des angeblichen Maschmeyer-Whistleblowers Stefan Schabirosky nicht als Anlass zur Selbstkritik, kritisiert Uwe Vorkötter. Mit Interviews und Vorabdrucken von Schabiroskys Buch bereiteten die Journalisten dem "charakterlosen Rufmörder" heute wieder die Bühne. Fassungslos macht Vorkötter, dass Journalisten und PR-Leute offenbar nichts aus früheren PR- und Medienaffären gelernt haben.
horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

NDR und "SZ" verweisen auf weitere Quellen im Fall Maschmeyer.

Rufmord-Vorwürfe im Fall Carsten Maschmeyer (Bild) seien überzogen, kritisiert Kristopher Sell vom NDR und bezeichnet die Darstellung, eine einzelne Person habe auf Anweisung eines Konkurrenten gezielt Informationen an Medien weitergegeben, als "reine Buch-PR". Sein Sender habe weitere und wichtigere Informanten gehabt. Zudem ändere auch ein Verrat aus niedrigen Motiven nichts am Wahrheitsgehalt der Recherchen. Auch die "SZ" verweist auf weitere Informanten.
deutschlandfunk.de, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lokalredaktion der "Süddeutschen Zeitung" sucht Leser-Kontakt im Container.


Container-Kontakte: Ein Teil der Münchner Lokalredaktion der "Süddeutschen Zeitung" hat sich in den vergangenen zwei Wochen in einem ausrangierten Schiffscontainer einquartiert. Nicht um sich abzugrenzen, wie aus Container-Sendungen im TV bekannt, sondern um mehr Kontakt zu den Lesern zu bekommen. Im Container Collective am Münchner Ostbahnhof ist die Chance darauf weit höher als im "SZ"-Hochhaus am Stadtrand in Berg am Laim. turi2.tv hat den SZ-Container besucht.

"Wir wollten ein Stück näher an die Stadt ran, näher an die Leser ran", sagt Redakteurin Elisa Britzelmeier, die sonst am Newsdesk von SZ.de arbeitet. Die Redaktion hat die Leser zu Diskussionen über Urbanes Wohnen, Verkehr oder Sicherheit eingeladen, aber auch Laufkundschaft war willkommen, ebenso Themenvorschläge. "Wir hoffen, dass wir dadurch auch Leser ansprechen, die noch nicht Leser sind", sagt Britzelmeier. Sowohl bei den Besuchern, als auch bei den Kollegen im Verlag war das Interesse groß, schon wird über eine Neuauflage nachgedacht. Nach zwei Wochen im Container kehrt Elisa Britzelmeier mit einem guten Gefühl zurück ins Verlagshochhaus am Stadtrand: "Da draußen sind durchaus Leute, die gerne mit uns reden und an denen wir nicht vollkommen vorbei arbeiten."
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)1 Kommentar

"Süddeutsche Zeitung": Kanzlei Mossack Fonseca schließt ihr Hauptquartier.

Panama Papers: Die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca schließt ihr Hauptquartier in Panama-Stadt, vielleicht schon am kommenden Montag, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Das größte Problem der Kanzlei sei, dass der Umsatz rapide eingebrochen sei. Sie hat schon zahlreiche Filialen rund um die Welt abgewickelt. Die Besitzer Ramon Fonseca und Jürgen Mossack wollen nun offenbar ein Buch über die Panama Papers schreiben.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Panama Papers: Pakistanischer Ministerpräsident fliegt aus dem Amt.

Panama Papers stürzen den pakistanischen Ministerpräsidenten Nawaz Sharif. Der Oberste Gerichtshof des Landes hat Sharif seines Amtes enthoben, da er sich für sein Amt "disqualifiziert" habe. Es geht um Korruptions- und Geldwäsche-Vorwürfe, die durch die Panama Papers der "Süddeutschen Zeitung" und anderer Investigativ-Journalisten ans Licht gekommen waren.
sueddeutsche.de, tagesschau.de, spiegel.deKommentieren ...

fragebogen2: Stefan Plöchinger.


fragebogen2: Stefan Plöchinger, 41, packt an. Schon im zarten Alter von acht Jahren startet der heutige Digitalchef der "Süddeutschen Zeitung" sein erstes Medium: eine Familienzeitung, damals getippt auf einer Schreibmaschine. Etwas überraschender ist Plöchingers Leidenschaft für Bauprojekte, Städteplanung und Infrastruktur. Der kleine Junge im Chefredakteur lässt sich gerne faszinieren und erzählt im Video-Fragebogen: Er ist schon allein des Durchfahrens wegen durch den neuen Gotthard-Basistunnel gedüst.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

"Süddeutsche" räumt Seiten 2 und 3 für Daimler frei.

Süddeutsche verkauft ihr Allerheiligstes: Auf Seite 2 und 3 prangt eine große Anzeige für die neue S-Klasse von Mercedes-Benz. Anzeigenleiter Jürgen Maukner frohlockt beim ebenfalls im Süddeutschen Verlag erscheinenden wuv.de über den Verkauf der "aufmerksamkeitsstärksten Werbeform, die wir zu bieten haben". Auch das "Handelsblatt" hat die Anzeige auf den Seiten 2 und 3. In der "FAZ" erscheint die Doppelseite erst auf 6 und 7, in der "Welt" auf 4 und 5.
wuv.deKommentieren ...

Studie: Medien haben in der Flüchtlingskrise versagt.

Medienkritik: Sogenannte "Mainstream-Medien" haben während der Flüchtlingskrise versagt und Losungen der Politik unkritisch übernommen, sagt eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung unter der Leitung von Michael Haller. Wer Angela Merkels Regierungslinie kritisierte, sei von vielen Journalisten der Fremdenfeindlichkeit verdächtigt worden. Die Studie, über die die "Zeit" vorab berichtet, attestiere den klassischen Medien laut "Zeit" "gravierende Dysfunktionen". Die Autoren haben nach eigenen Angaben Tausende Artikel von "Süddeutscher Zeitung", "FAZ", "Welt", "Bild" und Regionalzeitungen aus dem Zeitraum von Anfang 2015 bis Frühjahr 2016 analysiert.
welt.de, zeit.de (Bericht), zeit.de (Vorabmeldung)

Update 4.8.
In einer früheren Version dieser Meldung hatte turi2 getitel, die Medien hätten "völlig versagt". Diese Aussage ist durch die OBS-Studie nicht gedeckt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
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Ebru Taşdemir kann Propaganda-Anzeigen Positives abgewinnen.

Türkei-Anzeige in der "Süddeutschen" ist ein Geschenk an alle kritischen Geister, findet Ebru Taşdemir. Sie kann die Kritik vieler Kollegen nicht verstehen. Die umstrittene Reklame offenbare plumpe Lobbyarbeit des Erdogan-Lagers. Mit den Einnahmen ließen sich unabhängige Redakteure und Reporter bezahlen. (Foto: Stephan Röhl / CC BY-SA 2.0)
taz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Bei politischen Anzeigen sollten die Alarmglocken läuten, meint Ulrike Simon.

Anzeigenverkäufer sollten ein "wenig politischen Sachverstand" haben, um zu beurteilen, wann Anzeigen "womöglich mit Fingerspitzengefühl" zu behandeln sind, schreibt Ulrike Simon. Aktuellen Anlass gibt ihr eine ganzseitige Anzeige in der "Süddeutschen", die den gescheiterten Putsch in der Türkei als "Sieg der Demokratie über den Terror" feiert. "Spiegel" und "Bild" hatten die Anzeige abgelehnt. Stefan Hilscher, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags, schreibt Simon auf Nachfrage, die Anzeige sei vorab geprüft worden. Für die Veröffentlichung sei jedoch "nicht ausschlaggebend", wie der Verlag zum Inhalt der Anzeige steht oder "ob er diesen für unbedenklich hält".
horizont.netKommentieren ...

ProQuote Medien hebt die Messlatte auf 50 % Frauen in Führungspositionen an.


Halbe-Halbe: Der Journalistinnen-Verein ProQuote Medien will sich mit seinem einst ausgegebenen Ziel nicht mehr zufriedengeben und erhöht die Messlatte. Vor fünf Jahren hatten die Medienfrauen 30 % weibliche Führungskräfte in allen Redaktionen bis 2017 gefordert, nun sollen es 50 % werden. Das bisherige Ziel von 30 % haben bisher nur "Zeit" (36,4 %), "Spiegel" (34,7 %) und "Bild" (32,2 %) erfüllt. "Süddeutsche" (19,6 %) und "FAZ" (13,9 %) lägen "beschämend" darunter, bei Regionalzeitungen verharre der Anteil der Führungsfrauen gar bei "mageren 5 %". "Wir wären gerne überflüssig, aber wir sind es leider nicht", sagt ProQuote-Vorsitzende Maren Weber.

Bei Online-Medien sind mehr Frauen an der Macht als bei Print. Von den acht gezählten Publikationen haben immerhin zwei Chefredakteurinnen an ihrer Spitze: Barbara Hans bei Spiegel Online und Julia Bönisch bei Süddeutsche.de. Insgesamt kommt die "Süddeutsche" im Online-Bereich auf 26,6 % Führungsfrauen, ein Vorbild, "das die Kollegen in der Printredaktion sicher motiviert", sagt Weber. Neben Zeit Online (35,7 %) und Spiegel Online (32,3 %) hat auch stern.de (34,6 %) die 30-Prozent-Hürde übersprungen.
turi2 - eigene Infos, pro-quote.de (Forderung), pro-quote.de (aktuelle Werte)Kommentieren ...

"Süddeutsche" macht mit Textmarketing Lust auf Paid Content.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung beschäftigt mit Jenny Buchholz eine Textmarketing-Redakteurin, die aus der Zeitung jeden Tag vier Geschichten auswählt, um damit Online-Nutzern den Premium-Zugang schmackhaft zu machen. Dabei wäre es verkehrt, die Leser mit übertriebenen Schlagzeilen anzulocken, schließlich sollen sie nicht enttäuscht werden und wiederkommen, sagt Buchholz im NiemanLab-Porträt.
niemanlab.orgKommentieren ...

Sueddeutsche.de startet politischen Newsletter mit Heribert Prantl.

Heribert Prantl schreibt künftig den wöchentlichen Politik-Newsletter Prantls Blick für Sueddeutsche.de. Den Erstling widmet der Ressortleiter Innenpolitik dem G20-Gipfel, der das bestimmende Thema in der kommenden Woche wird, und kritisiert die Einschränkungen des Versammlungsrechts: "Es ist nicht in Ordnung, wenn zu dem Preis, der für die Sicherheit gezahlt werden soll, das Grundrecht gehört."
sueddeutsche.de, sueddeutsche.de (Newsletter-Bestellung)Kommentieren ...

"Süddeutsche Zeitung" kauft "Saal Zwei" und macht es zur Digital-Erweiterung von "SZ Plan W".

Süddeutsche Zeitung kauft Saal Zwei, das Online-Business-Magazin für Frauen, und erweitert damit sein vierteljährliches Wirtschaftsmagazin "Plan W" im Netz. Andrea Rexer verantwortet die Fusion redaktionell. Die erste Ausgabe erscheint Ende September mit den Themen Innovation, Health-Care und Bio-Tech. Gründerin Stefanie Bilen bringt ihre Erfahrungen in der Geschäftsfeldentwicklung von Hamburg aus mit ein, Gründerin Nicole Mai arbeitet inzwischen für die Personalberatung Dwight Cribb und soll bei Bedarf beraten.
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"Süddeutsche Zeitung" startet eine Imagekampagne mit dem Claim "Gute Nachrichten für die Demokratie".

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung startet die Imagekampagne "Gute Nachrichten für die Demokratie". Sie soll zeigen, dass Tageszeitungen wichtige Säulen der freiheitlichen Gesellschaft sind, weil sie zur öffentlichen Diskussion und Meinungsbildung beitragen. Die Kampagne stammt von der Leadagentur Wunderhaus,sie umfasst Anzeigenmotive, Plakate, Funk-Spots und POS-Maßnahmen.
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Stefan Plöchinger setzt für die "Süddeutsche" voll auf Paid Content.


Digitales Power Pay: Stefan Plöchinger wundert sich über die These, Paid Content und Journalismus passten nicht zusammen. Der Digitalchef der "Süddeutschen Zeitung" verbreitet Optimismus für leserbezahlten Online-Journalismus. Im turi2.tv-Video sagt Plöchinger: "Viele Menschen haben sich vielleicht 20 Jahre gewundert, warum das alles kostenlos im Internet steht."

Plöchinger argumentiert mit 55.000 digitalen "SZ"-Abos im Rücken. Sie verdienen inzwischen mehr Geld für Süddeutsche.de als klassische Display-Werbung. Für Leitartikel öffnen nur wenige Leser ihre Geldbörse. Plöchinger kann sie mit Magazin-Inhalten, Interviews und "einfach guten Geschichten" zum Bezahlen bewegen. Die Panama-Papers-Recherche habe "ein paar hundert" Nutzer zu zahlenden Kunden konvertiert. Plöchinger rät: "Man darf nicht viel Zeit vergehen lassen mit kostenlosen Abos, sodass sich die Leute daran gewöhnen."
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)2 Kommentare

Amazon eröffnet seinen Online-Kiosk Amazon Newsstand in Deutschland.


Büdchen im Netz: Amazon bringt seinen digitalen Kiosk Amazon Newsstand noch diesen Monat nach Deutschland, erfährt DNV Online von mehreren Verlagen und Dienstleistern. Im Sortiment soll es Einzelhefte und Abos geben – von wie vielen Titeln ist noch nicht bekannt. In den Filialen in den USA und Großbritannien liegen bereits die "Süddeutsche", das "Handelsblatt" und die "Wirtschaftswoche" im virtuellen Regal. Einige Verlage sehen das Angebot mit Bauchschmerzen, weil dort verkaufte Exemplare (noch) nicht in die IVW-Statistik zählen.

Amazon verteilt außerdem viele Freiexemplare. In den USA beginnt ein Magazin-Abo mit 30 Gratis-Tagen, ein Zeitungs-Abo mit 14 Tagen für lau. Ein solches Angebot könnte verlagseigene Konditionen schlecht erscheinen lassen – sofern der Verlag nichts kostenlos anbietet. Mittelfristig soll sich die Auslage im Amazon-Kiosk lohnen, schreibt DNV Online. Die "Financial Times" berichte von signifikanten und stabilen Abo-Zahlen. (Foto: Ian Ehm für die turi2 edition1)
dnv-online.net, amazon.com (internationaler Kiosk)Kommentieren ...

Studie: RT Deutsch ist Spitzenreiter bei Facebook-Interaktionen.

RT Deutsch mobilisiert Facebook-Nutzer so erfolgreich wie kein anderes deutsches Medium, ergibt eine Studie der TU München. Seit dem Start des Russia-Today-Ablegers vor zweieinhalb Jahren klicken Nutzer 5,4 Mio mal "Gefällt mir" oder eine andere Reaktion und schreiben 700.000 Kommentare. Die "Süddeutsche" kommt innerhalb von fünf Jahren nur auf 1,4 Mio Likes und 200.000 Kommentare.
wiwo.de, facebook.com/RTDeutsch/Kommentieren ...

Upday rückt im IVW-News-Ranking deutlich auf.

Upday legt im Mai laut IVW um 20 % auf rund 76 Mio Visits aus Deutschland zu. Das reicht im Ranking der News-Seiten für Platz 6 bezogen auf die Inlands-Visits. Insgesamt verbucht die News-App von Springer und Samsung 231 Mio Visits. Sueddeutsche.de wächst um 14,5 auf insgesamt 56,5 Mio Visits. Die NRW-Wahl beschert den Funke Medien NRW und RP Online Zuwächse von rund 12 % auf knapp 27 bzw. 21 Mio Visits
meedia.de, dwdl.de, horizont.netKommentieren ...

Wegen Urheberrechts-Wissenschafts-Gesetz: "SZ"-Geschäftsführung wendet sich an Bundestag.

Bettel-Brandbrief aus Berg am Laim: Die Geschäftsführung der "Süddeutschen Zeitung" wendet sich mit einem Schreiben an den Deutschen Bundestag, um Position gegen den aktuellen Entwurf des Urheberrechts-Wissenschafts-Gesetzes zu beziehen. Die "SZ" befürchtet im Falle seiner Verabschiedung "verheerende Auswirkungen für die Verlagsbranche". Der aktuelle Entwurf sieht vor, Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge sowie Bücher in Forschung, Unterricht und Lehre nutzbar zu machen, ohne dass die Verlage dafür eine "angemessene Vergütung" erhalten.

Bei der "Süddeutschen Zeitung" und ihren Fachverlagen würde dies einen Verlust von mehreren Mio Euro bedeuten, der "nicht ansatzweise aufgefangen" werde. Stefan Hilscher und Karl Ulrich, Geschäftsführer der "SZ", fordern die Abgeordneten deshalb auf, den Entwurf abzulehnen - oder dafür zu sorgen, dass Lizenzangebote von Verlagen Vorrang vor gesetzlichen Nutzungsrechten haben. Auch die "FAZ"-Herausgeber hatten sich bereits mit der gleichen Forderung an Bundestag und Bundesrat gewandt.
per Mail, turi2.de (Background)1 Kommentar

Andrea Rexer übernimmt die Wirtschaftsbeilage "Plan W" der "Süddeutschen Zeitung".

Süddeutschen Zeitung macht Andrea Rexer, 35, zur Redaktionsleiterin der Beilage Plan W – Frauen verändern Wirtschaft. Sie übernimmt den Job zusätzlich zur Leitung des Finanzteams der "SZ"-Wirtschaftsredaktion. Rexer folgt auf Alexandra Borchardt, die das Heft mitentwickelt hat. Borchardt geht nach Oxford und wird Strategie-Chefin des Reuters Institute.
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Bomben-Explosion in Manchester tötet 19 Menschen.

Explosion in Manchester: Nach einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande hat es in der nordenglischen Stadt eine Explosion gegeben, bei der mindestens 19 Menschen getötet und 50 verletzt wurden. Die Polizei geht von Terror aus. Die deutschen Newssender schlafen zunächst und liefern Infos nur im Ticker am Bildrand, während Dokus laufen. Bei n-tv meldet sich erstmals um 4 Uhr ein Moderator mit CNN-Bildern aus der Redaktion. Bild, Welt und Focus Online berichten auch in der Nacht mit Livetickern, Spiegel Online und Süddeutsche mit Agentur- und Social-Media-Material.
turi2 - eigene Beobachtung
1 Kommentar

Alexandra Föderl-Schmid geht vom "Standard" zur "Süddeutschen Zeitung".

Alexandra Föderl-Schmid, noch bis Ende August Chefredakteurin und Co-Herausgeberin des "Standard", findet ihre neue journalistische Heimat in Deutschland. Künftig schreibt sie für die "Süddeutsche Zeitung" in München, das bestätigt Föderl-Schmid via Twitter. Offenbar geht sie für die Münchner nach Israel. Gestern war bekannt geworden, dass Föderl-Schmid die österreichische Tageszeitung nach 27 Jahren verlässt.
horizont.at, twitter.comKommentieren ...

Lese-Tipp: Das "SZ Magazin" interviewt Joachim Kaiser nach seinem Tod.

Lese-Tipp: Joachim Kaiser hat für das "SZ Magazin" kunstvolle Interviews mit Verstorbenen verfasst, in denen er die Antworten aus alten Zitaten zusammenbaute. Nach seinem Tod ehren Max Fellmann und Tobias Haberl nun Joachim Kaiser seinerseits mit einem "letzten Interview", in dem die Antworten aus Texten des langjährigen leitenden Redakteurs der "SZ" stammen.
sz-magazin.sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Musikkritiker Joachim Kaiser, 88, ist tot.

Joachim Kaiser, Musikkritiker und langjähriger leitender Redakteur der "Süddeutschen Zeitung", ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren, teilt das "SZ Magazin" per Post auf seiner Facebook-Seite mit. Kaiser zählte zu den einflussreichsten deutschen Kulturkritikern. Er war Mitglied im PEN-Zentrum und hatte fast 20 Jahre lang eine Professur für Musikgeschichte an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Stuttgart.
facebook.com (Post SZ-Magazin), sueddeutsche.de (Nachruf), zeit.de (Nachruf)Kommentieren ...

Klick-Tipp: "Süddeutsche" wertet Facebook-Faktor für die deutsche Politik aus.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Klick-Tipp: Ein Team der "Süddeutschen Zeitung" analysiert die deutsche politische Sphäre auf Facebook. Die Journalisten sammeln drei Gigabyte Daten und eine Mio Likes zu politischen Themen. Anhänger etablierter Parteien sind demnach nicht in Filterblasen gefangen, die AfD steht isoliert dar. Die CSU baut auch im Netz Brücken zwischen der Mitte und rechtsaußen.
sueddeutsche.de, sueddeutsche.de (Background)Kommentieren ...

"SZ Familie" hat keine Anzeigen – aber nur im Kinderheft.


Werbefrei und Spaß dabei: Der Süddeutsche Verlag verzichtet in seinem neuen Eltern-Kind-Magazin SZ Familie auf Werbung - allerdings nur im Kinder-Teil des Hefts, das genau genommen aus zwei Heften besteht. Einem für Kinder und einem für Eltern. Der bisher nicht in Erscheinung getretene SZ-Familienbeirat präsentiert das ansonsten werbefreie Kinderheft. Dem Beirat gehören BMW und der Schulranzen-Hersteller Ergobag an, wie Clap zuerst entdeckt hat.

Beide Firmen haben "SZ Familie" ein Mediapaket für ein Jahr zugesagt, um damit den anzeigenfreien Kinderteil zu ermöglichen, schreibt Vera Schroeder, Verantwortliche Redakteurin von "SZ Familie", auf Nachfrage von turi2. Schroeder war zuletzt Vize-Ressortleiterin im Gesellschaftsteil der "Süddeutschen Zeitung" und von Herbst 2012 bis Herbst 2013 Chefredakteurin von "Neon" und "Nido". Im SZ-Familienbeirat wollen sich die Magazin-Macher mit den Werbe-Partnern und "interessanten Personen aus allen möglichen Bereichen" zum Gedankenaustausch zusammensetzen und gesellschaftliche Entwicklungen zum Thema Familie beobachten und besprechen.

Am Dienstag kommt das Heft mit 100.000 Auflage erstmals an den Kiosk - wie viele Anzeigen im Elternheft Mama und Papa umgarnen, wird sich zeigen. Damit die Eltern das Heft für 7,90 Euro überhaupt kaufen, steckt der Verlag insgesamt 1,5 Mio Euro in Werbung im Zeitschriftenhandel und im Radio sowie Anzeigen in Eigen- und Fremdtiteln.
clap-club.de, turi2 - eigene Infos, sz-media.sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Hinweis: Wir haben den Beitrag nachträglich um zusätzliche Informationen ergänzt, die uns erst nach Versand des Newsletters erreicht haben.Kommentieren ...

"Bild am Sonntag" ist erstmals für den Nannen-Preis nominiert.

Bild am Sonntag ist zum ersten Mal für den Nannen-Preis nominiert. Kayhan Özgenc, Jan C. Wehmeyer und Olaf Wilke stehen für ihren Beitrag Skandalakte VW in der Kategorie Investigative Leistung auf der Nominierten-Liste - zusammen mit "stern" und der "Süddeutschen". 2012 hatte es einen Eklat gegeben, weil "SZ"-Investigator Hans Leyendecker und seine Kollegen es ablehnten, gemeinsam mit "Bild"-Redakteuren in der Kategorie "Investigative Recherche" ausgezeichnet zu werden.
kress.de (Liste aller Nominierten)Kommentieren ...

"Süddeutsche Zeitung" recherchiert Schwarzgeld-Netzwerk im internationalen Team.

Süddeutsche Zeitung veröffentlicht erneut eine internationale Datenrecherche. Im Team mit 60 Journalisten aus 32 Ländern nimmt Hannes Munzinger das Schwarzgeld-Netzwerk "Russische Waschmaschine" auseinander. Mindestens 20,7 Mrd US-Dollar mutmaßliches Schwarzgeld soll aus Osteuropa in die EU geflossen sein, 66,5 Mio gingen auf deutsche Konten. Unbekannte Drahtzieher sollen über Briefkastenfirmen u.a. bei Bogner und BASF eingekauft haben, um das Geld zu waschen. An der Recherche waren auch "Profil" aus Österreich und der "Guardian" beteiligt.
sueddeutsche.de, sueddeutsche.de (Video)Kommentieren ...

Meinung: Deutsche Medien haben bei VW-Affäre versagt.

VW-Affäre: Investigative Journalisten haben beim Abgas-Skandal von VW versagt, kritisieren Holger Stark und Nicolas Richter, Investigativchefs von "Zeit" und "Süddeutscher Zeitung". Im Interview mit Daniel Bouhs für das "Medium Magazin" nennt Richter es "bizarr", dass die Recherchen aus den USA gekommen sind und in Deutschland nichts aufgefallen sei. Er wolle nun "genau herausfinden, wer wann was gewusst hat".
"Medium Magazin", 2/2017, S. 24-29 (Paid), presseportal.deKommentieren ...

Porträt: Nicolas Richter, Investigativ-Chef der "Süddeutschen Zeitung", ist ein "Welt-Ermittler".

Nicolas Richter 150Nicolas Richter, 43, hat vor knapp einem halben Jahr Hans Leyendecker als Leiter des Investigativ-Ressorts der "Süddeutschen Zeitung" beerbt. Ulrike Simon porträtiert ihn als "Welt-Ermittler": Er ist in Genf geboren, spricht Französisch, Englisch, Portugiesisch, Spanisch und ist mit einer Brasilianerin verheiratet. Auch nach Leyendeckers Renteneintritt arbeiten er und Richter eng zusammen und erzählen sich alles, schreibt Simon.
rnd-news.de, wikipedia.de (Richter)Kommentieren ...

"Playboy"-Chef Boitin wirft "Süddeutscher Zeitung" unsaubere Arbeit vor.

Florian Boitin 150Playboy: Chefredakteur Florian Boitin (Foto) regt sich über einen Text der "Süddeutschen Zeitung" über den US-"Playboy" auf. Bei Facebook wirft er Autor David Pfeifer vor, "alternative Fakten" zu verbreiten. So dokumentiert Boitin etwa, dass der "Playboy" bereits in der ersten Ausgabe nackte Haut gezeigt habe - Titelmodell Marilyn Monroe trage im Heftinneren "nichts außer ihrem guten Namen". Pfeifer hatte geschrieben, der Playboy wollte mit seinen Nackt-Verzicht im vergangenen Jahr an die Anfänge anknüpfen, sei aber am Zeitgeist gescheitert.
facebook.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Süddeutsche" ruft Autoren zur Abtretung von VG-Wort-Ansprüchen auf.

VG WortSüddeutsche Zeitung bittet Autoren per Brief, auf die Rückzahlung der laut BGH-Urteil unrechtmässig an den Verlag ausgezahlten Ausschüttungen der VG Wort zu verzichten, berichtet Peter Weissenburger. Damit würde der "erprobte ursprüngliche Zustand" wieder hergestellt. Der Verlag betone in dem Schreiben die Freiwilligkeit einer Verzichtserklärung. Die VG Wort verspricht ohnehin ein anonymisiertes Abtretungsverfahren, um das Ausüben von Druck zu verhindern. Auch andere Verlage bitten ihre Autoren, auf die Rückzahlungen zu verzichten, fasst Marvin Schade zusammen.
taz.de (Weissenburger), meedia.de (Schade), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Süddeutsche Zeitung" veröffentlicht neues Familien-Magazin.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung veröffentlicht am 25. April mit "Süddeutsche Zeitung Familie" ein neues Magazin für Familien. Das Heft besteht aus einem Teil für Eltern und einem für Kinder im Vor- und Grundschulalter, die einzeln herausnehmbar sind. Das Heft erscheint alle zwei Monate für 8,50 Euro. Der Verlag will das Heft auch im Abo für rund 40 Euro vertreiben. "Süddeutsche Zeitung Familie" kommt zum Start mit 100.000 Auflage.
swmh.deKommentieren ...

"Süddeutsche"-Journalist Johannes Boie wird Döpfners digitale rechte Hand.

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Digital-Journalist Johannes Boie ist im Netz eher fotoscheu unterwegs. Seine sozialen Profile ziert eine Zeichnung seines Konterfeis. Das passt – im Büro Döpfner wird er der neue digitale Schattenmann.

Ein Digitalista für Döpfner: Springer holt Johannes Boie, 33, in das Büro von Mathias Döpfner. Der Redakteur der "Süddeutschen Zeitung" ist ab Februar einer von zwei Assistenten des Vorstandschefs, bestätigt das Unternehmen. Boie volontierte bei der "SZ", entwickelte die digitale Zeitungsausgabe und leitete deren Team. Zuletzt schrieb Boie ressortübergreifend über Digitales in Politik und Medien.

Auch bei Springer sind Zeitungsinhalte im Netz ein heißes Eisen: "Bild am Sonntag"-Chefredakteurin Marion Horn sprach im Oktober über Pläne für eine Sonntagszeitung auf dem Smartphone. Diesen Print-to-Online-Prozess hat Boie bei der "SZ" schon in leitender Funktion durchgemacht – und mit seinen Kollegen eine technisch nahezu einwandfrei digitale "SZ" gezaubert. Boie schreibt seit Jahren kritisch über soziale Medien. Seinem neuen Chef Döpfner wird er viele kritische Argumente gegen den neuen Lieblings-Freundfeind Facebook einflüstern können. (Foto: privat, Springer / Montage: turi2)
turi2 – eigene RechercheKommentieren ...