"SZ"-Meinungsressort startet mit sechs Autoren und Fokus auf Politik.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung will in ihrem neuen Meinungsressort nicht mehr nur vorrangig Innen- und Außenpolitik zum Thema machen, schreibt Ulrike Simon. Im Team von Ressortleiter Heribert Prantl seien auch ein Religionsexperte und eine Kunsthistorikerin. Zum Start werden Matthias Drobinski, Catherine Hoffmann, Karin Janker, Stefan Ulrich, Kia Vahland und Jan Heidtmann das neue Ressort bilden.
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Zitat: Heribert Prantl erinnert an die Verantwortung von Journalisten.

"Pressefreiheit ist nicht die Freiheit zu Larifari und Tandaradei, Pressefreiheit ist nicht die Freiheit zu bequemer Berufsausübung."

Heribert Prantl erinnert in seinem Newsletter "Prantls Blick" Journalisten an ihre Verantwortung. Pressefreiheit sei das tägliche Brot der Demokratie.
Prantls Blick

Weitere Zitate aus dem Newsletter:
"Die Sache des Journalismus sind die Grundrechte und Grundwerte der Verfassung - dafür nämlich gibt es die Pressefreiheit. Pressefreiheit ist das tägliche Brot der Demokratie. Wenn Journalisten dieses Brot missachten, dann haben sie ihren Beruf verfehlt."

"Es ist wichtig, dass junge Journalisten in den Journalistenschulen nicht nur lernen, wie Crossmedia-Marketing funktioniert, dass sie dort nicht nur lernen, wie man effektiv und schnell schreibt und produziert, sondern dass sie dort auch erfahren, dass es journalistische Vorbilder gibt."
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Heribert Prantl: Journalisten benötigen Vorbilder wie Fritz Gerlich.

Pressefreiheit: Junge Journalisten brauchen Vorbilder wie den Widerstandskämpfer Fritz Gerlich, schreibt Heribert Prantl. Prantl würdigt den konservativen Publizisten, der selig gesprochen werden soll, als "journalistischen Märtyrer". Er sei von den Nazis gefoltert und ermordet worden, weil er ihnen unglaublich unerschrocken entgegentrat und mit der Pressefreiheit die Würde des Menschen schützen wollte.
Prantls BlickKommentieren ...

Video-Tipp: "Zapp" berichtet über die Weitergabe von ungesendetem Bildmaterial von den G20-Protesten an die Polizei.

Video-Tipp: "Zapp" fragt bei den Medien nach, ob sie ungesendetes Bildmaterial von den G20-Krawallen an die Polizei weitergegeben haben. Die Sonderkommission "Schwarzer Block" habe Anfragen an die Medienhäuser verschickt, das Material freiwillig herauszugeben. Inzwischen sei eine "mittlere dreistellige Zahl von Gigabyte" bei der Polizei eingegangen, ergibt eine Kleine Anfrage der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft.
ndr.deKommentieren ...

"Süddeutsche Zeitung": Jugendmagazin jetzt.de stellt Print komplett ein.

Ausgedruckt: Der Süddeutsche Verlag stellt die Printausgabe des Jugendmagazins jetzt.de ab 2018 ein. Das Printheft lag bislang vierteljährlich der Montagsausgabe der "Süddeutschen Zeitung" bei. Da die junge Zielgruppe im Netz besser zu erreichen sei, wolle sich die Redaktion nun auf die Inhalte der Webseite konzentrieren, schreibt Gregory Lipinski unter Berufung auf "SZ"-Kreise.

Es ist das zweite Aus für die Beilage, die 1993 gegründet wurde und damals noch wöchentlich der "Süddeutschen Zeitung" beilag. 2002 hatte der Verlag sich aus Kostengründen schon einmal von der gedruckten "Jetzt" verabschiedet, dem Print-Betrieb des Jugendmagazins 2011 aber noch einmal eine Chance gegeben.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Süddeutsche" veröffentlicht Fotokolumne von Martin Schoeller.

Süddeutsche Zeitung startet die Fotokolumne "Die Gläubigen" mit dem Fotografen Martin Schoeller. Der Deutsche ist vor allem in den USA bekannt für seine Close-Ups von Prominenten. Seine Serie über Gesichter der Religionen in New York erscheint freitags in der Zeitung und parallel auf Schoellers Instagram-Account.
"Süddeutsche Zeitung", S. 11 (Paid), instagram.comKommentieren ...

Klick-Tipp: "SZ"-Mitarbeiter verraten zum Abschied Funfacts über Stefan Plöchinger.

Klick-Tipp: Zum Abschied von Online-Chef Stefan Plöchinger, den es zum "Spiegel" verschlägt, verraten seine "SZ"-Kollegen auf Twitter unter dem Hashtag #ploechileaks Anekdoten über ihn. Unter anderem wissen wir daher nun, dass Stefan Plöchinger keine Franzbrötchen mag und in Vorstellungsgesprächen auch mal Fragen zum Film "Pacific Rim" stellt.
twitter.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Stefan Plöchinger erteilt Plattform-Vermarktung eine Absage.

"Es hat sich gezeigt, dass viele Fans unserer Marken bereit sind, langfristig in Medien zu investieren, deren aufklärerischer Kraft sie vertrauen. Man muss sie nur gescheit darum bitten."

Stefan Plöchinger, bald Produktchef des "Spiegels", sagt im Interview mit dem "Medium Magazin", dass ein Verlag lieber selbst Abos verkaufen sollte, statt sich auf Plattformen zu vermarkten. Nur damit verdiene man pro Leser genug Geld.
"Medium Magazin", 6/2017, S. 24-27 (Paid), presseportal.de (Vorabmeldung)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Stefan Plöchinger setzt für die "Süddeutsche" voll auf Paid Content.

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Kooperation von NDR, WDR und "SZ" ärgert die Konkurrenz.

Recherche-Kooperation von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" stößt bei der Konkurrenz erneut auf Kritik. "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer sieht eine "Vorzugsbehandlung" von Nachrichten, die aus der Kooperation entstehen. "Bild"-Chef Julian Reichelt ärgert sich im "Zapp"-Interview über die Gratis-Markenwerbung für die "Süddeutsche". "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke widerspricht: "Bild" und "Spiegel" würden häufiger erwähnt.
ndr.de/zapp (mit 10-Min-Video)Kommentieren ...

Luxus-Beauty-Blatt "Séduction" liegt morgen der "Süddeutschen" bei.

Süddeutsche Zeitung erscheint morgen erstmals mit der Luxus-Beauty-Beilage Séduction. Das Hochglanz-Blatt stammt vom neu gegründeten Verlag Editorial Hub in Frankfurt am Main, Herausgeber ist Habib Yaman. Als Beilage der "SZ am Wochenende" kommt "Séduction" auf eine verkaufte Auflage von mindestens 430.000. Für 2018 sind zwei Ausgaben und weitere auflagenfördernde Kooperationen geplant.
turi2 - eigene Infos, turi2.tv (Video-Interview "SZ am Wochenende")

Aus dem Archiv von turi2.tv: David Pfeifer will mit der "SZ am Wochenende" die Leser-Blatt-Bindung stärken.
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Reddit-Nutzer kündigte Paradise Papers zwei Wochen vor Veröffentlichung an.

Paradise Papers: Ein anonymer Nutzer hat rund zwei Wochen vor der zwischen 96 Medien aus 67 Ländern koordinierten Veröffentlichung der Paradise-Papers-Recherche im Diskussionsportal Reddit die Veröffentlichung angedeutet, berichtet Quartz. Im Forum zum Thema Panama Papers schrieb der Nutzer, "in etwa zwei Wochen" kämen "mehr und größere Leaks", die Mitglieder der Trump-Regierung tangierten. Die Posts nennen als Beweis ihrer Authentizität den US-Handelsminister Wilbur Ross, der in den Paradise Papers tatsächlich auftaucht.
qz.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Paradise Papers: Jersey ist Apples neue Steueroase.

Apple hat auf der britischen Kanalinsel Jersey offenbar seine neue Steueroase gefunden, schreiben Bastian Brinkmann und Lena Kampf. Aus den Paradise Papers gehe hervor, dass Apple gezielt nach einem Land gesucht habe, das keine Transparenz fordert, keine Steuern erhebt und keine Opposition hat, die daran etwas ändern könnte. Ergebnis sind zwei irische Tochterfirmen, ansässig auf Jersey, wo der Steuersatz für Unternehmen 0 % beträgt.
sueddeutsche.de/paradisepapers, icij.orgKommentieren ...

NDR, WDR und "Süddeutsche" enthüllen mit "Paradise Papers" Steuertricks von Großkonzernen.

Paradise Papers: NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" enthüllen mit ihrem neuesten Scoop, wie Beraterfirmen multinationalen Konzernen und Superreichen helfen, ihren Steuersatz zu drücken. Die Daten stammen größtenteils aus internen Dokumenten der Anwaltskanzlei Appleby. In den Unterlagen tauchen u.a. Hinweise auf die zum Teil verborgenen Firmenstrukturen von Apple, Nike und Facebook auf. Auch deutsche Firmen wie Sixt, die Deutsche Post, Siemens, Allianz, Bayer oder die Deutsche Bank finden sich in den Unterlagen.
tagesschau.de, sueddeutsche.de (Übersicht), sueddeutsche.de (deutsche Fälle), projekte.sueddeutsche.de/paradisepapersKommentieren ...

Zitat: SZ.de-Chefin Julia Bönisch sieht beim "Spiegel" noch "viel zu tun".

"Ich würde es eher so sehen, dass beim 'Spiegel' noch so viel zu tun ist, dass da die größeren Herausforderungen warten als bei uns."

Süddeutsche.de-Chefredakteurin Julia Bönisch glaubt, dass der scheidende "SZ"-Digitalchef Stefan Plöchinger in Hamburg mehr gebraucht wird als in München.
turi2.tv (3-Min-Video)Kommentieren ...

SZ.de-Chefin Julia Bönisch verabschiedet sich vom Reichweitenrennen.


Kohle statt Klicks: Julia Bönisch, Chefredakteurin von Süddeutsche.de, will beim Wettrennen um Klicks und Page-Impressions nicht mehr mitspielen. "Ich halte das Reichweitenrennen nicht für wichtig", sagt sie im Interview mit Horizont und turi2.tv bei den Medientagen München. Bei sinkenden Anzeigenumsätzen habe die "Süddeutsche Zeitung" sich "ganz bewusst" dafür entschieden, mit Digital-Abos "eine zweite Säule aufzubauen". Offenbar eine ertragreiche: "Ja, wir sind damit zufrieden und wir verdienen damit richtig Geld", sagt Bönisch und sieht die "SZ" als Vorreiter im Digital-Journalismus: "Ich glaube, dass wir Pionierarbeit geleistet haben bei vielen Dingen, die andere in der Branche uns nachmachen".

Den Kurs, den sie zusammen mit dem bisherigen Digitalchef Stefan Plöchinger eingeschlagen hat, will Julia Bönisch auch alleine fortsetzen. "Es wäre komisch, wenn mir einfallen würde, ich müsste wahnsinnig viele Dinge korrigieren, weil mir die vorher gegen den Strich gegangen sind". Daher seien "keine Revolutionen zu erwarten". Sie bedauert, dass Plöchinger zum "Spiegel" wechselt, fühlt sich aber "wunderbar aufgestellt" und kann sich einen kleinen Seitenhieb Richtung Hamburg nicht verkneifen: "Ich würde es eher so sehen, dass beim 'Spiegel' noch so viel zu tun ist, dass da die größeren Herausforderungen warten als bei uns."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

"SZ": Heribert Prantl gibt Ressortleitung Innenpolitik an Ferdos Forudastan ab.

Süddeutsche Zeitung: Heribert Prantl, seit 22 Jahren Leiter der Innenpolitik bei der Zeitung, gibt die Ressortleitung zum Jahreswechsel an Ferdos Forudastan ab. Ferdos Forudastan war zuletzt Sprecherin von Ex-Bundespräsident Joachim Gauck während dessen Amtszeit bis März. Heribert Prantl wird bei der "SZ" ein neues Ressort "Meinung" aufbauen und bleibt Mitglied der Chefredaktion.
swmh.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Georg Mascolo will transparenter werden.

"Ich hab zu denen gehört, die gesagt haben: Gucken wir doch mal, ob einer meinen Fehler bemerkt."

Georg Mascolo, Recherche-Chef von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR äußert Selbstkritik. Er habe eigene Fehler lange nicht transparent korrigiert.
turi2 vor Ort bei den Münchner Medientagen


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"Süddeutsche" holt Ex-Gauck-Sprecherin Ferdos Forudastan als Innenpolitik-Chefin.

Süddeutsche Zeitung will Journalistin Ferdos Forudastan als Nachfolgerin von Heribert Prantl verpflichten, berichtet Bülend Ürük. Forudastan, die bis Mitte März 2017 Sprecherin von Bundespräsident Joachim Gauck war, soll auf persönliche Empfehlung von Prantl das Ressort Innenpolitik übernehmen. Prantl selbst soll ein neues Meinungsressort aufbauen und leiten. Über die Neuverpflichtung müssen Ende Oktober noch die "Impressionisten" abstimmen, ein Gremium aus Mitgliedern der Chefredaktion und leitenden Redakteuren. Die Zustimmung gilt als wahrscheinlich.
kress.deKommentieren ...

Zitat: Stefan Plöchinger verlässt den aktiven Journalismus, um ihn zu retten.

"Ich fühle mich mit 41 noch jung genug, um andere Seiten an mir zu entdecken."

Stefan Plöchinger begründet seinen Wechsel auf die kaufmännische Seite. Seine größte Leidenschaft sei es, dem guten Journalismus sein Geschäftsmodell zu sichern.
facebook.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Stefan Plöchinger setzt für die "Süddeutsche" voll auf Paid Content.
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"Spiegel" holt "Süddeutsche"-Digitalchef Stefan Plöchinger.


Rückkehr und Neuanfang: Der "Spiegel" wirbt "Süddeutsche"-Digitalchef Stefan Plöchinger, 41, ab und macht ihn zum Leiter der Produktentwicklung. Plöchinger soll als "kaufmännischer Partner" mit den Chefredaktionen und Geschäftsführungen im Haus arbeiten. Neben dem Zusammenwachsen von Print und Online soll er auch die Paid-Content-Angebote stärken, schreibt Stefan Winterbauer.

Plöchinger arbeitete vor seinem Wechsel zur "Süddeutschen" bereits bei Spiegel Online. In München war er zunächst Chefredakteur von Süddeutsche.de und stieg dann als Digital-Mann in die Chefredaktion auf. Meedia berichtete zunächst, dass Plöchinger in seiner neuen Funktion über Spiegel-Online-Chefredakteurin Barbara Hans steht. Laut Verlag wird er Teil des Teams um Geschäftsführer Thomas Hass.
spiegelgruppe.de, meedia.de

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David Pfeifer will mit der "SZ am Wochenende" die Leser-Blatt-Bindung stärken.


"Spiegel" und "Focus" im Visier: David Pfeifer verantwortet seit drei Jahren die damals neu aufgesetzte Samstagsausgabe der Süddeutschen Zeitung. Seine Mission bei der "SZ am Wochenende": Die Leser ans Blatt binden und neue gewinnen mit ausgeruhten Geschichten, die über den Tag hinausreichen. Im Interview mit turi2.tv am Rande der Jahrestagung des Presse-Grossos sieht Pfeifer sich im Vorteil gegenüber "Spiegel" und "Focus", mit denen er am Kiosk konkurriert. Die Nachrichtenmagazine haben einen früheren Redaktionsschluss und so "viele unglückliche Sachen am Freitag verpasst".

Die Leser scheinen es den Zeitungsmachern um Pfeifer zu danken, die Abo-Auflage ist stabil, viele Kunden lesen inzwischen auf dem iPad. Mit knapp 440.000 Auflage verkauft die Wochenend-Ausgabe heute deutlich über dem Durchschnitt, der bei der "SZ" insgesamt bei gut 358.000 Exemplaren liegt. Und wie geht es weiter? Erscheint die Zeitung bald womöglich nur noch wochenends gedruckt und wochentags digital? "Man kann nicht vor sich in der Zukunft sein", sagt Pfeifer und hält sich mit Spekulationen lieber zurück.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)Kommentieren ...

"SZ-Magazin" bringt die besten Geschichten als Einzelheft heraus.


Text-Recycling: Das "SZ-Magazin" bringt am 7. November erstmals ein Best-of-Heft heraus, das als eigenständiges Magazin für 8,50 Euro am Kiosk erscheint, berichtet Meedia. "Wir sehen das Magazin als eine Mischung aus Handarchiv – nach dem Motto, das war 2017 aus Sicht des 'SZ-Magazins' – aber auch als Best-of-Sammlung im Sinne von einer Lieblingsband", erklärt Chefredakteur Timm Klotzek und denkt an die Best-of-CDs, die Musiker jedes Jahr rechtzeitig vor Weihnachten auf den Markt werfen. 80.000 Exemplare mit 180 Seiten gehen in Druck. Anzeigen im Heft seien schon "ziemlich gut gebucht", so dass das Best-of ein "angstfreies Experiment" werden könne.

Klotzek hofft auch, vor allem im Bahnhofsbuchhandel Leser zu erreichen, die nicht jeden Tag die "Süddeutsche Zeitung" kaufen. Daneben dient das Best-of-Heft dem "SZ-Magazin" als Zweitverwertung des Archivs: "Wir haben so viele tolle Geschichten, die einmal gedruckt werden und dann schnell so gut wie unsichtbar werden", bedauert Klotzek. "Was wir betreiben ist also ein klassisches Re-Bundeling". So macht es auch schon das Mutterblatt, die "Süddeutsche Zeitung", die vierteljährlich die besten Lesestücke in der SZ Langstrecke erneut veröffentlicht.
meedia.de
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Zitat: Antonie Rietzschel kritisiert, dass es sich manche Journalisten zu bequem machen.

"Leider haben sich Journalisten genauso wie Politiker aus bestimmten Regionen zurückgezogen."

Süddeutsche.de-Korrespondentin Antonie Rietzschel fordert Kollegen auf, mehr rauszugehen. Die gebürtige Sächsin warnt vor Abschottung und lässt auch Neonazis zu Wort kommen, wenn es für den Artikel wichtig ist.
"Medium Magazin" 5/2017, S. 18-21 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Gute Print-Online-Verzahnung braucht Zeit, glaubt Stefan Plöchinger.

"In Deutschland weichen immer noch viele Redaktionen dem Thema aus, wie man integriert arbeitet. Was ich absurd finde. Unser Job bei der 'Süddeutschen' ist genau, das zu verhindern. Aber vom Ideal sind auch wir noch entfernt."

Das Verhältnis von Print und Online zu ändern, sei ein Prozess, sagt Stefan Plöchinger, Digitalchef der "Süddeutschen Zeitung". Bei manchen Ressorts klappe die Zusammenarbeit schon gut.
"Horizont 36/2017", S. 27 (Paid)

weitere Zitate:

"Ein Verlag der Zukunft braucht ein strategisches Produktmanagement, das nicht nur blitzlichtartig Infos auf diversen Kongressen aufschnappt, sondern professionell entscheidet, auf welchen Plattformen man wie aktiv werden will und wo nicht."

"Wir brauchen keine Angst vor den Märkten der Zukunft haben."Kommentieren ...

Meinung: Medien sollten ihre Rolle bei den Rufmord-Vorwürfen hinterfragen.

Rufmord-Vorwürfe: Die Medien nehmen den Fall des angeblichen Maschmeyer-Whistleblowers Stefan Schabirosky nicht als Anlass zur Selbstkritik, kritisiert Uwe Vorkötter. Mit Interviews und Vorabdrucken von Schabiroskys Buch bereiteten die Journalisten dem "charakterlosen Rufmörder" heute wieder die Bühne. Fassungslos macht Vorkötter, dass Journalisten und PR-Leute offenbar nichts aus früheren PR- und Medienaffären gelernt haben.
horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

NDR und "SZ" verweisen auf weitere Quellen im Fall Maschmeyer.

Rufmord-Vorwürfe im Fall Carsten Maschmeyer (Bild) seien überzogen, kritisiert Kristopher Sell vom NDR und bezeichnet die Darstellung, eine einzelne Person habe auf Anweisung eines Konkurrenten gezielt Informationen an Medien weitergegeben, als "reine Buch-PR". Sein Sender habe weitere und wichtigere Informanten gehabt. Zudem ändere auch ein Verrat aus niedrigen Motiven nichts am Wahrheitsgehalt der Recherchen. Auch die "SZ" verweist auf weitere Informanten.
deutschlandfunk.de, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lokalredaktion der "Süddeutschen Zeitung" sucht Leser-Kontakt im Container.


Container-Kontakte: Ein Teil der Münchner Lokalredaktion der "Süddeutschen Zeitung" hat sich in den vergangenen zwei Wochen in einem ausrangierten Schiffscontainer einquartiert. Nicht um sich abzugrenzen, wie aus Container-Sendungen im TV bekannt, sondern um mehr Kontakt zu den Lesern zu bekommen. Im Container Collective am Münchner Ostbahnhof ist die Chance darauf weit höher als im "SZ"-Hochhaus am Stadtrand in Berg am Laim. turi2.tv hat den SZ-Container besucht.

"Wir wollten ein Stück näher an die Stadt ran, näher an die Leser ran", sagt Redakteurin Elisa Britzelmeier, die sonst am Newsdesk von SZ.de arbeitet. Die Redaktion hat die Leser zu Diskussionen über Urbanes Wohnen, Verkehr oder Sicherheit eingeladen, aber auch Laufkundschaft war willkommen, ebenso Themenvorschläge. "Wir hoffen, dass wir dadurch auch Leser ansprechen, die noch nicht Leser sind", sagt Britzelmeier. Sowohl bei den Besuchern, als auch bei den Kollegen im Verlag war das Interesse groß, schon wird über eine Neuauflage nachgedacht. Nach zwei Wochen im Container kehrt Elisa Britzelmeier mit einem guten Gefühl zurück ins Verlagshochhaus am Stadtrand: "Da draußen sind durchaus Leute, die gerne mit uns reden und an denen wir nicht vollkommen vorbei arbeiten."
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"Süddeutsche Zeitung": Kanzlei Mossack Fonseca schließt ihr Hauptquartier.

Panama Papers: Die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca schließt ihr Hauptquartier in Panama-Stadt, vielleicht schon am kommenden Montag, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Das größte Problem der Kanzlei sei, dass der Umsatz rapide eingebrochen sei. Sie hat schon zahlreiche Filialen rund um die Welt abgewickelt. Die Besitzer Ramon Fonseca und Jürgen Mossack wollen nun offenbar ein Buch über die Panama Papers schreiben.
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Panama Papers: Pakistanischer Ministerpräsident fliegt aus dem Amt.

Panama Papers stürzen den pakistanischen Ministerpräsidenten Nawaz Sharif. Der Oberste Gerichtshof des Landes hat Sharif seines Amtes enthoben, da er sich für sein Amt "disqualifiziert" habe. Es geht um Korruptions- und Geldwäsche-Vorwürfe, die durch die Panama Papers der "Süddeutschen Zeitung" und anderer Investigativ-Journalisten ans Licht gekommen waren.
sueddeutsche.de, tagesschau.de, spiegel.deKommentieren ...

fragebogen2: Stefan Plöchinger.


fragebogen2: Stefan Plöchinger, 41, packt an. Schon im zarten Alter von acht Jahren startet der heutige Digitalchef der "Süddeutschen Zeitung" sein erstes Medium: eine Familienzeitung, damals getippt auf einer Schreibmaschine. Etwas überraschender ist Plöchingers Leidenschaft für Bauprojekte, Städteplanung und Infrastruktur. Der kleine Junge im Chefredakteur lässt sich gerne faszinieren und erzählt im Video-Fragebogen: Er ist schon allein des Durchfahrens wegen durch den neuen Gotthard-Basistunnel gedüst.
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"Süddeutsche" räumt Seiten 2 und 3 für Daimler frei.

Süddeutsche verkauft ihr Allerheiligstes: Auf Seite 2 und 3 prangt eine große Anzeige für die neue S-Klasse von Mercedes-Benz. Anzeigenleiter Jürgen Maukner frohlockt beim ebenfalls im Süddeutschen Verlag erscheinenden wuv.de über den Verkauf der "aufmerksamkeitsstärksten Werbeform, die wir zu bieten haben". Auch das "Handelsblatt" hat die Anzeige auf den Seiten 2 und 3. In der "FAZ" erscheint die Doppelseite erst auf 6 und 7, in der "Welt" auf 4 und 5.
wuv.deKommentieren ...

Studie: Medien haben in der Flüchtlingskrise versagt.

Medienkritik: Sogenannte "Mainstream-Medien" haben während der Flüchtlingskrise versagt und Losungen der Politik unkritisch übernommen, sagt eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung unter der Leitung von Michael Haller. Wer Angela Merkels Regierungslinie kritisierte, sei von vielen Journalisten der Fremdenfeindlichkeit verdächtigt worden. Die Studie, über die die "Zeit" vorab berichtet, attestiere den klassischen Medien laut "Zeit" "gravierende Dysfunktionen". Die Autoren haben nach eigenen Angaben Tausende Artikel von "Süddeutscher Zeitung", "FAZ", "Welt", "Bild" und Regionalzeitungen aus dem Zeitraum von Anfang 2015 bis Frühjahr 2016 analysiert.
welt.de, zeit.de (Bericht), zeit.de (Vorabmeldung)

Update 4.8.
In einer früheren Version dieser Meldung hatte turi2 getitel, die Medien hätten "völlig versagt". Diese Aussage ist durch die OBS-Studie nicht gedeckt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
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