Süddeutscher Verlag gründet eigene Agentur.

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Carsten Matthäus, Angela Kesselring und Heike Rotberg-Stilling (v.l.) leiten die Agentur SZ Scala.

Werbemarkt voraus: Der Süddeutsche Verlag gründet SZ Scala, eine Agentur, die Unternehmen Corporate Publishing, PR und Beratung anbietet. Die Agentur bündele "die Kompetenzen aller SZ-Abteilungen und der zum SV gehörenden Fachinformations-Teams", heißt es in der Pressemitteilung. Die bisherige SZ Publishing und SV onpact bilden die Grundlage von SZ Scala, Angebot und Arbeitsweise der Agentur werden gemeinsam mit ersten Kunden entwickelt.

Im Bereich Corporate Publishing sollen analoge und digitalen Publikationen entstehen, in Zusammenarbeit mit den Kreativteams der "Süddeutschen Zeitung", des "Süddeutsche Zeitung Magazin" und SZ Digitale Medien. Die Inhalte werden über das Verlags-Netzwerk verbreitet. Im Bereich Seminare und Beratung bietet die Agentur Expertentraining und einen "runden Tisch", z.B. zur Planung von Newsrooms oder zur Einführung neuer Redaktionssysteme. Im Bereich Public Relations will SZ Scala neben PR, Digital- und Social-Media-Kampagnen auch Events vermarkten.

Das Führungsteam der Agentur besteht aus Angela Kesselring, Carsten Matthäus und Heike Rotberg-Stilling. Kesselring, 44, übernahm 2011 die Kreativ-Agentur SZ Publishing und betreut Kunden wie Google, Microsoft und Deutsche Telekom. Matthäus, 48, kam 2007 zur "Süddeutschen Zeitung" und betreut als Chef vom Dienst Print und online die Transformationsprozesse der letzten Jahre. Rotberg-Stilling, 42, ist seit 2011 Verlagsleiterin und Mitglied der Geschäftsleitung von SV onpact und betreut u.a. Audi und Bosch.
swmh.de, wuv.de

SWMH bleibt auf Schulden aus dem "Süddeutsche"-Kauf sitzen.

swmh-150Südwestdeutsche Medienholding kann das Darlehen für den Kauf den Süddeutschen Verlags bis auf Weiteres nicht tilgen. Die Banken verlangen Geld aus Verkäufen von Unternehmensteilen, erfährt der "Focus". Weil es dazu aber nicht kommt, muss nachverhandelt werden. Wohl erst 2027 werden alle Schulden weg sein. Die rund 40 SWMH-Gesellschafter müssen zudem drei Jahre auf Dividenden verzichten.
"Focus" 26/2016, S. 18 (Paid)

"Frankenpost" übernimmt "Nordbayerischen Kurier".

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Adé, DDVG: Die SPD-nahe Medienholding DDVG verkauft ihren Anteil am Nordbayerischen Kurier in Bayreuth an die Frankenpost aus Hof. Damit steigt die "Frankenpost", selbst Teil der Südwestdeutschen Medienholding, zum Mehrheitseigner auf. Die übrigen 35 % am "Nordbayerischen Kurier" behält der Bayreuther Verleger Laurent Fischer. DDVG zieht sich damit als direkter Gesellschafter aus Bayreuth zurück, bleibt über eine Beteiligung an der "Frankenpost" aber mittelbar im Geschäft.

Beide Zeitungen wollen künftig enger zusammenarbeiten, was einen Verlust von Arbeitsplätzen und Meinungsvielfalt bedeuten kann. Im blumigen PR-Deutsch klingt das freilich schöner: Beide Verlage wollen "Kernkompetenzen bündeln", "Synergie-Potenziale" ausschöpfen und die "Innovationskompetenz" stärken. Durch einen "starken publizistischen Verbund" sei die "wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung gewährleistet".
swmh.de, frankenpost.de

"Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" berichten während der EM auf italienisch und türkisch.

swmh-150SWMH: "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" berichten online während der EM auch auf türkisch und italienisch, um möglichst viele Stuggis dieser Nationalitäten zu erreichen. Erdem Ufak und Hüseyin Yilmaz von GazeteFutbol unterstützen die Redaktionen bei türkischen, Fußballer Daniele Longo bei italienischen Spielen.
per Mail

Zitat: Markus Wiegand findet die SWMH so transparent wie eine Briefkastenfirma.

Markus Wiegand 150"Wer mit einer Zeitung den Anspruch hat, die halbe Welt vor sich herzujagen, der sollte sich selbst als Eigner die Frage gefallen lassen, wo er eigentlich politisch steht."

Markus Wiegand, Chefredakteur von "kress pro", glaubt, dass die SWMH kein Interesse an den Panama Papers hat, und wirft den Besitzer der "Süddeutschen Zeitung" vor, so transparent zu sein wie eine Briefkastenfirma.
kress.de

"Sonntag Aktuell" erscheint zum letzten Mal gedruckt.

Sonntag-Aktuell-150Sonntag Aktuell wird mit einem Einspalter zu Grabe getragen. Die letzte Druck-Ausgabe der SWMH-Sonntagszeitung teilt ihren Lesern mit, dass "deutlich" gestiegene Kosten für Herstellung und Vertrieb sinkenden Anzeigenerlösen gegenüberstehen. Außerdem falle es den Verlagshäusern "immer schwerer, Austräger für die pünktliche Zustellung am Sonntag zu finden". Als Ersatz für Sonntag Aktuell erscheint künftig eine Samstagbeilage.
twitter.com/buelend, turi2.de (Background)

Nachfolge-Konzept für "Sonntag aktuell" steht.

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Immer wieder Samstags: Ab April erscheint in den Zeitungen im Südwesten der Republik eine neue Samstagsbeilage namens "Wochenende", die die Sonntagsausgabe "Sonntag aktuell" ablöst. Das "umfangreiche" Supplement mit 24 Seiten soll "viele der bekannten und geschätzten Inhalte" von "Sonntag aktuell" beibehalten, teilt die Südwestdeutsche Medienholding mit.

Am Sonntag dann gibt es eine aktualisierte Fassung mit Nachrichtenteil und "deutlich erweiterten, aktuellen" Sportteil erscheinen - allerdings nur noch digital. Die Veranstaltungshinweise wandern zumindest rund um Stuttgart in eine Beilage der Donnerstags-Ausgaben der Zeitungen. Die SWMH-Partner "Mannheimer Morgen", "Südwestpresse" und "Rheinpfalz" bringen nur die samstäglichen Serviceseiten, berichtet "Horizont".
horizont.net, kress.de, turi2.de (Background)

"Stuttgarter Zeitung" bringt Baden-Württemberg-Atlas ins Netz.

stuttgarter zeitung 150Stuttgarter Zeitung startet den Baden-Württemberg-Atlas: Das Big-Data-Projekt will politisch und wirtschaftlich Orientierung im Süden geben und steht frei im Netz. Es zeigt u.a., wo Bauland besonders teuer, Übernachtungsgäste selten oder der Müll besonders viel ist. Der Altas visualisiert aber auch, wie BW bei den letzten Landtagswahlen abgestimmt hat. Die Redaktion hat sich für das Projekt an Daten des Statistischen Landesamtes bedient und will daraus Stoff für Zeitungsgeschichten generieren.
per Mail, bwatlas.stuttgarter-zeitung.de

SWMH reduziert Verlust bei schrumpfendem Umsatz.

swmh600Patient stabil, Prognose mittelmäßig: SWMH reduziert im Geschäftsjahr 2014 den Verlust auf nur noch 3,9 Mio Euro. Im Vorjahr blutete die Südwestdeutsche Medienholding noch 71 Mio Euro in roter Tinte. Der Umsatz sinkt durch "marktbedingte Rückgänge im Werbemarkt" auf 855 Mio Euro, 2013 waren es noch 871 Mio Euro.

Sinkende Umsätze im Werbemarkt machen der Holding zu schaffen, vor allem bei den Stellenanzeigen. Im Lesermarkt hat der Konzern rückläufige Auflagen mit Preiserhöhungen fast komplett ausgeglichen. Die Umsätze bei den Büchern und Zeitschriften sinken. Lichtblick: Die Zahl der Online-Abos wachse, insgesamt habe auch der Umsatz mit digitalen Produkten und Werbeflächen zugelegt. Die Personalkosten stiegen um 1 %. Der Ausblick ist nicht katastrophal, liest sich aber doch etwas düster: Der Konjunkturverlauf gibt keine Hoffnung für "Wachstumsimpulse für das Anzeigengeschäft", von dem der Konzern in "hohem Maß abhängig" ist, heißt es im Chancenbericht der Bilanz.
Bundesanzeiger (Konzernabschluss), twitter.com

SWMH streicht bis zu 75 Stellen.

swmh-150SWMH baut bis zu 75 Stellen ab. Betroffen davon sind u.a. der Leserservice der "Süddeutschen Zeitung" und die Anzeigensachbearbeitung. Die Südwestdeutsche Medienholding will diese Aufgaben an externe Dienstleister auslagern, die Jobs sollen innerhalb der kommenden zwei Jahre wegfallen. Zur SWMH gehören außer der "SZ" auch die "Stuttgarter Zeitung", die "Stuttgarter Nachrichten" und der "Schwarzwälder Bote".
dwdl.de, dnv-online.net

Absichtserklärung: Tageszeitungen schmieden Super-Vermarkter.

Zeitungsstapel neutral 150Zeitungsverlage wollen Springers Media Impact und den TV-Vermarktern etwas entgegensetzen und unterzeichnen eine Absichtserklärung für einen neuen Super-Vermarkter. Beim sogenannten "Projekt Lotus" wollen die Zeitungs-Konzerne Funke, Madsack, DuMont und SWMH gemeinsame Sache machen. Mit dabei sind aber auch Ippen, Rheinische Post, Pressedruck, Medien Union, VRM und RheinMainMedia. Weitere Verlage können dazukommen.
horizont.net

Stuttgarter Redakteure wollen bleiben.

Stuttgarter-Zeitung-Stuttgarter-NachrichtenSüdwestdeutsche Medien Holding wird in Stuttgart noch nicht genug Redakteure los, schreibt Bülend Ürük. Von 35 Journalisten der "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" unterschrieben erst zwei einen Aufhebungs-Vertrag, drei seien unterschriftsreif. Beide Titel der Zeitungsgruppe Stuttgart sollen ab April 2016 von einer gemeinsamen Redaktion beliefert werden.
kress.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Tobias Köhler wird 43.

tobias-koehler150neuWir graturilieren: Tobias Köhler wird heute 43 Jahre alt. Seit April leitet er das Strategie- und Innovationsteam der Südwestdeutschen Medienholding - und freut sich darüber, nach 20 Jahren als Journalist etwas Neues machen zu können. Für das neue Jahr wünscht er sich mutige Medienmacher, die sich dem Hass, etwa in der Flüchtlingsdebatte, entgegenstellen. Der VfB Stuttgart könnte, wenn es nach Köhler geht, auch mal eine ganze Saison mit einem Trainer auskommen.

An seinem Geburtstag nutzt Köhler trickreich seine Kinder als Vorwand, um sich "in irgendein nicht altersgemäßes Vergnügen zu stürzen". Glückwünsche nimmt er am liebsten digital entgegen, schließlich kann er in der Wildwasserbahn nur begrenzt gut telefonieren.
kress.de, twitter.com, linkedin.com, turi2.de (Background)

SWMH findet nicht genug freiwillige Abgänger in Stuttgart.

Stuttgarter-Zeitung-Stuttgarter-NachrichtenStuttgarter Verhältnisse: Die Südwestdeutsche Medienholding hat offenbar Probleme bei ihrer Redaktionsfusion in Stuttgart. In der Kontext-Wochenzeitung berichtet Josef-Otto Freudenreich, dass sich bei "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" bisher nicht genügend Freiwillige finden, die sich mit bis zu 50.000 Euro abfinden lassen. Von bisher 240 Mitarbeitern sollen 35 - möglichst freiwillig - bis Ende August eine Abfindungsvereinbarung unterschreiben und gehen.

Freudenreich belächelt außerdem die Versuche, den beiden Zeitungen künftig ein unterscheidbares Profil zu verpassen. Demnach sollen pro Blatt zwölf "Profil-Autoren" für eine wiedererkennbare Handschrift sorgen. Wer in den Club der Edelfedern aufgenommen werde, entscheide u.a. die Anzahl der persönlichen Follower in den sozialen Netzwerken, mokiert sich Freudenreich.

Die "Kontext-Wochenzeitung" trommelt seit Bekanntwerden der Fusionspläne mit der Aktion David kämpft Goliath für den Erhalt beider Titel in separaten Redaktionen.
kontextwochenzeitung.de, turi2.de ("Kontext"), turi2.de (Background)

Süddeutscher Verlag hat sich von Ippen-Beteiligungen getrennt.

süddeutscher verlag-150Süddeutscher Verlag hat seine Beteiligungen am "Münchner Merkur" und der "tz" verkauft, laut Kai-Hinrich Renner bereits im Mai 2014. Der Medien-Insider vermutet, dass der Hauptgesellschafter SWMH das Geld brauchte, um Bankkredite abzuzahlen. Die Stuttgarter hatten für den Süddeutschen Verlag vor sieben Jahren 1 Mrd Euro gezahlt. 2013 standen sie bei den Banken noch mit über 300 Mio Euro in der Kreide.
handelsblatt.com

Haaks und Jaschke verlassen SWMH sofort.

swmh-150SWMH verliert die Geschäftsführer Detlef Haaks vom Süddeutschen Verlag und Martin Jaschke von der Medienholding Süd ab sofort. Zum 1. Mai übernehmen vorläufig die SWMH-Chefs Richard Rebmann und Alexander Paasch sowie Sonderprojekte-Leiter Dieter Schmitt. Stefan Hilscher und Herbert Dachs kommen als Nachfolger erst in der zweiten Jahreshälfte oder zum Jahreswechsel.
per Mail, new-business.de, turi2.de (Background), turi2.de (Hilscher), turi2.de (Dachs)

Bensel verlässt SWMH im Streit.

Ulrich-Bensel-150Ulrich Bensel verlässt die Südwestdeutsche Medienholding im Streit, berichtet der "Focus". Der Personalchef habe sich gegen Kürzungen bei Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter gestellt. Er gilt als Modernisierer, SWMH-Chef Richard Rebmann ist eher im Sparmodus, so der "Focus". Zum südwestdeutschen Sparimperium gehören u.a. die "Süddeutsche Zeitung" samt "Werben & Verkaufen" sowie die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten". Seit Dienstag sei Bensel freigestellt und nicht mehr im Haus.
focus.de, turi2.de (Background)

Personalchef Ulrich Bensel verlässt SWMH.

Personaler Ulrich Bensel sucht einen neuen Job. (Foto: Medientage München)   Südwestdeutsches Stühlerücken: Ulrich Bensel, Personalchef bei der Südwestdeutschen Medienholding, verlässt laut Kontext Wochenzeitung nach rund sieben Jahren die Stuttgarter Mediengruppe mit ungenanntem Ziel – und bisher ohne Nachfolger. Der Jurist hat schon länger ein kritisches Verhältnis zur… Weiterlesen …

SWMH zieht Medien Union ins Minus.

dierheinpfalz-150Medien Union rutscht im Geschäftsjahr 2013 mit 5,63 Mio Euro ins Minus. Grund ist die Beteiligung an der Südwestdeutschen Medienholding. Der Ludwigshafener Großverlag hinter der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" besitzt rund 47,5 % der SWMH, die 2013 über 70 Mio Euro Verlust machte. In den Jahren zuvor fuhr die Medien Union fette Gewinne ein.
kress.de