Kai Gniffke würde Seehofers Beinahe-Rücktritt wieder so kommentieren.

Medienkritik: Kai Gniffke sagt im "Zeit"-Interview, er würde den angeblichen Rücktritt Seehofers wieder so kommentieren – vielleicht mit einem Satz à la "Da ist noch nichts sicher". Er ziehe aus der Kritik die Lehre, bei hochkochenden Themen "noch stärker zu berücksichtigen, dass der Konjunktiv überhört werden kann". Gniffke glaubt, die Diskussion sei "in gewissem Maße eine medieninterne".
zeit.de (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke will nicht unbedingt der Schnellste sein.

Meinung: Politik-Telenovela verdrängt wichtige Themen und erschöpft die Bürger.

Tagesthemen-Berichterstattung über den Asylstreit der Union animiere dazu, in die nächste Kirche zu gehen, um Kerzen für die Journalisten anzuzünden, meint Cornelius Pollmer. Wenn die Koalitionskrise zur Telenovela werde, würden relevante Themen durch Eitelkeiten und Zerwürfnisse verdrängt. Langfristig könnten die lückenlosen Echtzeitberichte bei den Bürgern nur maximale Erschöpfung auslösen.
sueddeutsche.de

"Bild": Judith Rakers moderiert Konkurrenz-Sendung zu "Aktenzeichen XY".

Judith Rakers
Die Schöne und die Verbrecher: Judith Rakers, das Vorzeigelächeln der ARD, soll ab Herbst für die ARD Verbrecher jagen und der ZDF-Konkurrenz "Aktenzeichen XY" Quote abluchsen, schreibt "Bild". HR und RBB sollen die Sendung mit dem Arbeitstitel "Kriminalreport" demnach produzieren.

Vorbilder für die neue Sendung zur Prime Time sollen der ZDF-Quotengarant "Aktenzeichen XY" und das HR-Format "Maintower Kriminalreport" sein. "Tagesschau"-Sprecherin Rakers hat bereits den Vertrag für die Sendung unterschrieben, schreibt "Bild". Rakers Management sagt hingegen, der TV-Deal sei "noch nicht fix".
"Bild", S. 4 (Paid)

"Tagesschau" will mit "Mics News" junge Zuschauer erreichen.

Tagesschau testet ein Newsformat für junge Zuschauer. In "Mics News" sitzt Moderator Michail Paweletz, 53, in einem virtuellen Comic-Studio und blickt im lockeren Plauderton auf die Nachrichten der Woche zurück. Themen der ersten Beta-Ausgabe sind die DSGVO, der Polizei-Einsatz gegen Schulschwänzer und die königliche Hochzeit in England. Die nächste Ausgabe soll am 9. Juni kommen.
youtube.com (10-Min-Video) via twitter.com/UllaRamone



Juliane Leopold soll die Redaktion von tagesschau.de leiten.

Juliane Leopold, Gründungschefredakteurin der deutschen BuzzFeed-Ausgabe, soll Chefin von tagesschau.de werden, schreibt Kai-Hinrich Renner. Die ARD-Intendanten müssen der Personalie noch zustimmen. Nach ihrem Abschied von BuzzFeed hat Juliane Leopold tagesschau.de bereits beraten. Redaktionsleiterin Christiane Krogmann hat ihren Job wegen eines Streits mit "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke aufgegeben.
morgenpost.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Juliane Leopold über das Rezept für viralen Erfolg. (2015)

Zitat: Kai Gniffke will die Medienkompetenz der Bürger verbessern.

"Alle haben gesagt: Wir müssen mehr für Medienkompetenz tun. Wir müssen, sei es in Schulen, aber auch bei allen Nutzern sozialer Medien, mehr Kompetenz schaffen für den Umgang mit sozialen Medien."

"Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke berichtet im Video-Interview von einem Expertengespräch der EU mit Facebook und Co über Desinformation und sagt, ARD-Aktuell prüfe Projekte mit Schulen, um Schülern zu zeigen, wie man Fake News erkennt.
mdr.de (10-Min-Video)

Basta: Julian Reichelt tönt gegen die "Tagesschau".

Tagesschau App-Logo 150Viel Lärm um Lärm: "Bild"-Oberchef Julian Reichelt entdeckt Ungeheuerliches. Die "Tagesschau" zieht in einem Beitrag den Ton eines Mikros hoch, damit Zuschauer Buh-Rufe gegen US-Präsident Trump hören können. "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke reagiert mit einem besonnenen Blogbeitrag, der Reichelt erklärt, wie Fernsehen gemacht wird.
twitter.com (Reichelt), tagesschau.de (Gniffke), welt.de

Christiane Krogmann gibt Chefposten von tagesschau.de im Streit ab.


Christiane Krogmann leitete tagesschau.de seit 2014. Das Bild zeigt sie während eines Interviews von turi2.tv (siehe unten).

Abrupter Abgang: Tagesschau.de verliert Redaktionsleiterin Christiane Krogmann. Sie wirft wegen eines Streits mit "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke das Handtuch, hört Kai-Hinrich Renner auf den Fluren des NDR. Der Sender bestätigt Krogmanns Abgang. Sie selbst will zu den Hintergründen nichts sagen.

Über die Gründe gibt es unterschiedliche Angaben, erfährt Renner. Manche vermuten, Gniffke habe Krogmanns Plänen für die Modernisierung von tagesschau.de im Weg gestanden. Andere beobachten bei ihr ein "zu ausgeprägtes Machtbewusstsein". Krogmann war seit 2014 Redaktionsleiterin. Sie kam einst vom "Syker Kreisblatt" zum NDR-Hörfunk und war Nachrichtenchefin der "Tagesschau".
morgenpost.de, turi2 - eigene Infos

Aus dem Archiv von turi2.tv: Christiane Krogmann erklärt im Sommer 2016 die Viral-Strategie der "Tagesschau".

Studie: Afrika und Asien sind in der "Tagesschau" unterrepräsentiert.

Nachrichten ignorieren oft Randthemen und klammern große Teile von Afrika und Asien aus, kritisiert der Germanist Ladislaus Ludescher. Er hat für eine Studie 1.000 "Tagesschau"-Folgen in Bezug auf Themen und Regionen analysiert. Neben wirtschaftlichen Zwängen spiele auch eine Rolle, dass bestimmte Regionen kein gutes Korrespondentennetz haben.
deutschlandfunk.de

Presseähnlichkeit der "Tagesschau"-App ist rechtskräftig, NDR prüft Verfassungsbeschwerde.

Tagesschau App-Logo 150Bundesgerichtshof lehnt einen Antrag auf Revision des NDR zum Rechtsstreit um die "Tagesschau"-App ab. Das Urteil des Oberlandesgerichts Köln von 2016, wonach die Ausgabe der App vom 15. Juni 2011 auf unzulässige Weise presseähnlich war, ist damit rechtskräftig. Der NDR prüft nun eine mögliche Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht.
faz.net, ndr.de, presseportal.de (Verleger)

Wir graturilieren: Ex-"Tagesschau"-Sprecher Jo Brauner wird 80.


Wir graturilieren: Jo Brauner feiert heute seinen 80. Geburtstag. Der frühere "Tagesschau"-Chefsprecher, von 1974 bis 2004 im Dienst, freut sich über "das Befinden eines 40-Jährigen" und ein weiteres Lebensjahr ohne Krankheiten. Dafür dankt er vor allem den guten Genen seines Vaters. Der HSV-Fan und frühere Stadionsprecher ist vielseitig interessiert, für den HSV moderiert er gelegentlich die HSV-Schau (siehe Video oben) und informiert sich per turi2-Newsletter über die Medienszene.

Die Anfrage von turi2 erreicht Brauner mit Glück, als er "nochmal in meinen Computer schaute, kurz bevor die Taxe kommt". Mit seiner Frau verbringt er den Ehrentag urlaubend irgendwo in Europa. Die entspannenden Tage hat Brauner fast nicht nötig, weil bei ihm ohnehin "Zufriedenheit pur" herrscht. Er habe fast alle Ziele aus jungen Jahren erreicht und würde 95 % genau so wiederholen.

Über die verbleibenden 5 % schweigt der Gentleman ebenso wie über seine Party-Pläne. Nur so viel: Für Dezember ist eine Zusammenkunft mit der Familie und den engsten Freunden geplant. Gratulationen sind Brauner willkommen. Sicherheitshalber und scherzend weist er darauf hin: Wer Goldbarren schenken will, möge sie bitte nur persönlich übergeben, "um eine wenn auch nur vorübergehende Lagerung à la maison zu vermeiden".

"Tagesthemen" senden nach Abbruch der Sondierungen Extra-Ausgabe.

Tagesthemen reagieren schnell auf den Abbruch der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition und senden - zunächst anders als etwa das ZDF - schon ab 0.02 bis etwa 0.25 Uhr eine Extra-Ausgabe der "Tagesthemen" mit Caren Miosga. Auch Phoenix und bild.de senden live vor Ort - Phoenix bis 1.33 Uhr. Das ZDF sendet erst ab 0.26 Uhr bis etwa 1.15 Uhr ein "Heute Journal Spezial" mit Claus Kleber. Die FDP hatte kurz vor Mitternacht die Verhandlungen für eine Koalition von Union, FDP und Grünen abgebrochen.
mediathek.daserste.de, ardmediathek.de (Phoenix), zdf.de (ZDF), bild.de

Landgericht Hamburg erlässt Einstweilige Verfügung gegen Artikel der "FAZ".

FAZ: Der NDR erwirkt vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen die Tageszeitung. Stein des Anstoßes sind die Besucherzahlen des Oktoberfestes: Die AfD hatte auf Facebook geschrieben, dort herrsche "gähnende Leere", was der ARD Faktenfinder widerlegte. "FAZ"-Autor Rainer Meyer schrieb daraufhin, die "Tagesschau" verbreite "echte Fake News".
faktenfinder.tagesschau.de

Ingo Zamperoni will mit Sehgewohnheiten brechen.

Ingo Zamperoni ist dabei, die Rolle des Anchormans neu zu erfinden, schreibt Kai-Hinrich Renner in seinem Porträt. Der Chefmoderator der "Tagesthemen" will die Sehgewohnheiten aufbrechen und immer wieder einen Hallo-Wach-Effekt beim Zuschauer erzeugen. Mit 43 hat Ingo Zamperoni seinen Traumjob erreicht, was danach kommt, weiß er noch nicht. Intendant will er nicht werden, eher noch einmal als Korrespondent in die USA gehen.
abendblatt.de

Lese-Tipp: Kai Gniffke erklärt die Grundsätze für das Zeigen heikler Bilder.

Lese-Tipp: "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke erklärt, warum er im Nachhinein die Bilder unterernährter, syrischer Kinder lieber nicht gezeigt hätte, die Entscheidung aber nicht einfach sei. Er nennt die Grundsätze, an denen das Team sich orientiert, etwa, Menschen nicht im Moment des Sterbens und keine Geiseln zu zeigen.
blog.tagesschau.de

Zitat: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke sorgt sich um das abendliche TV-Lagerfeuer.

"Wenn man die Tagesschau für überflüssig erklärt und zur Disposition stellt – sei es im Internet oder im Fernsehen – dann wird dieses Lagerfeuer erloschen sein und es wird sich nicht wieder entzünden lassen."

"Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke reagiert auf den Vorschlag, das Erste auf Regionales zu beschränken.
blog.tagesschau.de, turi2.de (Background), turi2.tv (Video-Interview Gniffke)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke will nicht unbedingt der Schnellste sein.

Bei @tagesthemen twittert künftig jede Woche ein anderer.

Tagesthemen verleihen ihren Twitter-Account @tagesthemen. Im wöchentlichen Wechsel twittern künftig Korrespondenten, Moderatoren und Reporter, den Anfang macht Tina Hassel, Chefin des ARD-Hauptstadtstudios. ARD-Aktuell-Chef Kai Gniffke erhofft sich davon einen "persönlichen Blick auf und hinter die Nachrichten". Die Idee des Twitter-Account-Verleihs stammt ursprünglich vom Zeit Magazin.
blog.tagesschau.de

Zitat: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke will Zuschauern nicht sagen, was sie zu denken haben.

"Wir sollten den Teufel tun, unserem Publikum zu sagen, was es zu denken hat. Auch nicht zwischen den Zeilen."

ARD-Aktuell-Chef Kai Gniffke warnt im "Journalist"-Interview davor, journalistische Glaubwürdigkeit durch Positionierung aufs Spiel zu setzen.
"Journalist" 7/2017, S. 45 (Interview), presseportal.de (Zusammenfassung)

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Das Herz eines Journalisten darf nie übers Hirn bestimmen, sonst wird das Denken beeinträchtigt."

"Die 'Tagesschau' kann das Internet nicht im Alleingang vom Hass befreien, aber dazu beitragen, einen respektvollen Umgang miteinander zu fördern."

"Wir haben keine Trump-Festspiele, sondern einen G20-Gipfel."

"Wir liefern nur den Rohstoff zur Meinungsbildung. Wenn uns das gelingt, sind wir zufrieden."

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke will nicht unbedingt der Schnellste sein. (Januar 2017)

"Tagesschau"-Sprecherin Linda Zervakis will mit dem Kiosk ihrer Eltern abschließen.

Linda Zervakis, "Tagesschau"-Sprecherin mit griechischen Wurzeln, hat an den Kiosk ihrer Eltern nicht nur gute Erinnerungen. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagt sie, dass sie am Pfandautomaten noch heute die Luft anhalte. Der Geruch erinnere sie an die leeren Bierflaschen, die Kunden bei ihr früher abgegeben haben. Sie wundert sich darüber, dass auch heute noch Äußerlichkeiten bei "Tagesschau"-Sprecherinnen eine so große Rolle spielen: Als sie in der Sendung mal eine Brille trug, rief ein ARD-Verantwortlicher aus München an und fragte: "Wird das jetzt regelmäßig mit der Brille?"
sueddeutsche.de

"Bild" reagiert auf Kohls Tod wie ein Nachrichtensender.

Bild.de reagiert blitzschnell auf den Tod von Helmut Kohl mit einer Video-Sondersendung. Knapp eine halbe Stunde nach der ersten Eilmeldung geht "Bild Daily Spezial" live – mit historischen Kohl-Aufnahmen, Schalten und Studiogästen. Die Sendung läuft im Web, mobil und bei Facebook mit Live-Untertiteln, sodass Zuschauer sie auch ohne Ton verfolgen können. Welt.de greift auf N24 zurück, das wie n-tv live sendet. Andere Onlinemedien stellen vorbereitete Nachrufe und Bildergalerien online. Die "Tagesschau" sendet zügig eine umfangreiche Spezialausgabe. Das Verkehrsministerium stoppt seine "FAZ"-Kampagne mit leeren Todesanzeigen.
bild.de, turi2 – eigene Beobachtung, meedia.de ("FAZ"-Kampagne)

"Tagesschau"-Video-Dialog mit Kritikern verläuft ohne Beleidungen.

Tagesschau App-Logo 150Sag's mir ins Gesicht ist überraschend friedlich und zivilisiert verlaufen, resümiert Kai Gniffke die erste Runde des Video-Dialogs der "Tagesschau" mit Kritikern. Der ARD-Aktuell-Chef sei mit den per Skype zugeschalteten Nutzern zwar nicht immer einer Meinung, jedoch fiel kein beleidigendes Wort. Marco Maas hätte sich statt "zufälligen Gesprächspartnern" lieber einen Schlagabtausch vor Ort gewünscht. Lisa Altmeier wundert sich, dass es anscheinend keine weiblichen Hater gibt.
tagesschau.de (Gniffke), medium.com (Maas), facebook.com (Altmeier), facebook.com/tagesschau (komplette Sendung, 62-Min-Video), turi2.de (Background)

"Tagesschau" startet Aktion "Sag’s mir ins Gesicht" gegen Hass-Kommentare im Netz.


Werdet richtig persönlich: Die "Tagesschau" engagiert sich für eine bessere Diskussionskultur im Netz. Mit der Aktion "Sag's mir ins Gesicht" will ARD Aktuell die Verfasser von Hass-Kommentaren dazu ermutigen, aus der Anonymität hervorzutreten und im Video-Dialog mit den Betroffenen ihrer Hass-Kommentare zu diskutieren. "Wir haben uns die Frage gestellt: Würden Menschen anders miteinander umgehen, wenn sie ihrem Gegenüber ins Gesicht sähen, statt vermeintlich anonyme Hasskommentare zu schreiben? Wir glauben ja", sagt ARD-Aktuell-Chef Kai Gniffke.

Zugleich möchte die Redaktion den Dialog auch mit "Fundamentalkritikern" nicht abreißen lassen. Kern der Aktion sind drei Live-Events am Sonntag, Montag und Dienstag. Kai Gniffke, Anja Reschke und Isabel Schayani diskutieren jeweils über die Themen Glaubwürdigkeit, Islam und Fremdenfeindlichkeit sowie die Erinnerungskultur in Deutschland.
presseportal.de, dwdl.de

"Tagesschau" geht mit "Faktenfinder" auf Fake-News-Suche.


"Tagesschau" gegen Lügenbarone: ARD-Aktuell fahndet ab heute gezielt nach Fake News. Die an die "Tagesschau" angedockte Truppe um Projektleiter Patrick Gensing soll nach Lügen auf bestimmten Websites, in Foren und Blogs suchen, die für Falschmeldungen bekannt sind und die Behauptungen prüfen, sagt ARD-Aktuell-Chef Kai Gniffke. Die Ergebnisse erscheinen auf faktenfinder.tagesschau.de. "Wir wollen herausfinden, wie groß das Phänomen Fake News in Deutschland tatsächlich ist", schreibt Gensing.

Zum Start sammelt die Projektwebsite vor allem die bisherige Arbeit des ARD-Nachrichtenflaggschiffs zum Thema Fake News, nennt einige Beispiele für Falschmeldungen aus der Vergangenheit und erklärt, was Fake News eigentlich sind. Auch das ZDF und der BR suchen mit eigenen Initiativen nach Fake News.
tagesschau.de (90-Sek-Video), faktenfinder.tagesschau.de, turi2.de (Background)

Constantin Schreiber öffnet Moscheen für TV-Zuschauer.

Constantin Schreiber, Islam-Experte bei ARD Aktuell, gewährt einen Einblick in deutsche Moscheen. In seiner dreiteiligen Sendereihe "Der Moscheereport" dokumentiert Schreiber Freitagspredigten, übersetzt sie aus dem Arabischen oder Türkischen ins Deutsche und diskutiert die Aussagen mit den Imamen, mit Islamwissenschaftlern und Experten. Die erste Folge läuft am Montagabend bei Tagesschau24 und wird online crossmedial begleitet.
presseportal.de

interview2: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke will nicht unbedingt der Schnellste sein.


Absage ans Rattenrennen: Die "Tagesschau" will nicht unbedingt die erste sein, die auf Sendung geht, wenn sich irgendwo auf der Welt eine Breaking-News-Situation zusammenbraut, sagt Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-Aktuell, am Rande des Deutschen Medienkongresses im Interview mit turi2.tv. "Genauso wichtig ist es, zuverlässig, seriös und glaubwürdig zu sein", sagt Gniffke.

In Zeiten des Terrors in Deutschland sei es wichtig, die journalistischen Maßstäbe zu halten: Auf der einen Seite nichts verschweigen, auf der anderen Seite aber auch nicht dazu beitragen, den Terror zu heroisieren, so Gniffke. Auch wenn im vergangenen Jahr der Terror in Deutschland angekommen sei, könne die "Tagesschau" auf mehr als sechs Jahrzehnte Erfahrung zurückgreifen - auch mit Terrorgefahr.

Stärker als in analogen Zeiten geht das ARD-Nachrichtenflaggschiff auf Kritik der Zuschauer und Nutzer ein. Jüngst hat Gniffke bei Facebook Live Zuschauer-Kritik beantwortet - ein Format, das er künftig öfter nutzen will: "Mir ist es wichtig, mit allen Nutzerinnen und Nutzern, die ein Interesse daran haben, zu diskutieren", sagt Gniffke. Auf welcher Plattform das stattfinde, spiele am Ende keine Rolle.
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Funk startet News-Bot Novi.

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Novitäten aus der Anstalt: Funk, das Jugendangebot von ARD und ZDF, startet einen Chatbot, der die Nachrichtenlage an die junge Generation verklingeln soll. Novi läuft im Facebook Messenger und wird von ARD Aktuell und dem NDR entwickelt. Der Bot soll auf Basis des Nutzerfeedbacks optimiert werden.

Mit Novi will ARD Aktuell Chatbot-Kompetenzen aufbauen. Der Bot liefert am Morgen einen Nachrichtenüberblick und gegen Abend ausführlichere Nachrichten. Neben Fotos und kurzen Texten nutzt Novi auch Gifs, Videos und Links zu Drittanbietern. Die Inhalte konfektioniert eine Projektredaktion in Hamburg.
tagesschau.de, presseportal.de

ARD will eine Einheit gegen Fake News gründen, erfährt Ulrike Simon.

kai-gniffke150ARD will Fake News entlarven und plant eine Fakten-Checker-Truppe bei ARD-Aktuell, berichtet Ulrike Simon. Die Gruppe mit fünf Stellen plus Technik und Support soll von April bis vorerst Ende November arbeiten - also bis nach der Bundestagswahl. Das Konzept stammt von ARD-Aktuell-Chef Kai Gniffke und soll Ende nächster Woche Thema in der Direktorenkonferenz sein.
rnd-news.de

Basta: "Tagesschau" lässt die Falsche sterben.

Tagesschau_150x150Kim Namen vertan: Die "Tagesschau" hat zum Tod von Carrie Fisher, bekannt als Prinzessin Leia in "Star Wars", zwar ein Bild der Schauspielerin gezeigt, eingeblendet war aber "Schauspielerin Kim Fisher tot". Im Gegensatz zu Carrie befindet sich Kim Fisher jedoch in bester Verfassung. Die Redaktion bedauert den Fehler und entschuldigt sich bei der versehentlich tot Gemeldeten.
meedia.de, turi2.de (Background)

BDZV stört sich auch an der neuen "Tagesschau"-App.

BDZVZeitungsverleger senken auch über der Neuauflage der "Tagesschau"-App den Daumen: Der BDZV kritisiert das Programm als Mogelpackung und findet es noch immer zu textlastig. Die App-Macher hatten zum Relaunch gehofft, dass sich die Einschätzung der Verleger ändert. Der BDZV wirft der App seit Jahren vor, eine öffentlich-rechtliche Tageszeitung zu sein, und klagt.
meedia.de, turi2.de (Background)