"Tatort"-Schauspieler Axel Prahl ist Opfer von Identitätsdiebstahl.

"Tatort"-Schauspieler Axel Prahl erhält regelmäßig Post von Inkasso-Unternehmen, berichtet die "Bild". Hintergrund seien Einkäufe von Betrügern, die Prahls Identität im Internet verwenden. "Erst kriegt man einen Schock, wenn solche Post ins Haus flattert. Mittlerweile ist es schon Routine, dann bei der Polizei die Vorgangsnummer für den Betrug durchzugeben", so der Schauspieler.
"Bild" S. 4 (Paid)

Meinung: "Tatort"-Wiederholungen am 1. Mai zeigen Programm-Armut der Dritten.

Acht Tatort-Wiederholungen am 1. Mai legen die Programm-Armut der dritten ARD-Sender bloß, kritisiert Joachim Huber. In den ARD-Magazinen werde "Vielfalt nur mit wechselnden Kulissen und Moderatoren vorgetäuscht". Es sei schade um das Beitragsgeld, dass die dritten Sender sich einzeln am bundesweiten Problem Rückenschmerzen abarbeiten. In den Dritten sei zwar Regionales zu finden, aber nichts Originelles.
tagesspiegel.de

Basta: "Bild" kritisiert Fehler in der Handlung des "Tatorts".

Verdrehte Geschichte: Der "Tatort Meta" lässt den BND-Vorläufer Organisation Gehlen im Untergrund bis heute fortbestehen. Wahrheitsexperten von "Bild" vermissen bei der Geschichte Hand und Fuß: In Kliniken gibt es normalerweise keine gemischtgeschlechtlichen Zimmer und die "Tatort"-Macher verschieben die Kontrolle des Auslandsgeheimdienstes vom Kanzleramt zum Innenministerium.
bild.de, morgenpost.de

Zitat: Ulrich Tukur sieht Machtmissbrauch auch in Politik und Wirtschaft.

"Übe­r­all sit­zen Men­schen, de­nen Macht als Ersatzbefriedigung für et­was dient, was tief in ih­rem In­nern nicht funk­tio­niert."

Schauspieler und "Tatort"-Kommissar Ulrich Tukur sagt im "Spiegel"-Interview, im Film und Theater sei Macht als Trieb­be­frie­digung nur besonders deutlich zu sehen, weil dort mit Emotionen gearbeitet wird. Im Fall Dieter Wedel plädiert er dafür, die Vorwürfe "in der Ruhe ei­nes Gerichtssaals" zu ver­han­deln.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Weitere Zitate aus dem Interview:
Über die Vorwürfe gegen Wedel:
"Ich möch­te, dass das nicht wahr ist. Sehe aber, dass da et­was ist. Auf der ei­nen Sei­te will ich ihn schüt­zen. Auf der an­de­ren Sei­te fällt es mir schwer. Ich weiß nicht, was ich den­ken soll."

Zu Nachbearbeitungen von Filmen wegen Verfehlungen der Schauspieler:
"Ich fin­de es auch fa­tal, dass Ke­vin Spacey nach Be­läs­ti­gungs­vor­wür­fen aus sei­nem Film her­aus­ge­schnit­ten wur­de. Das ist ein mo­ra­li­scher Ri­go­ris­mus, der die Kunst zer­stört. Die Kunst, die die­se Män­ner ge­ne­riert ha­ben, ge­hört der All­ge­mein­heit. So­bald sie in der Welt ist, steht sie für sich und wird un­ab­hän­gig von ih­ren Schöp­fern."

Über Dieter Wedel:
"We­del ist ein Be­ses­se­ner. Im Gu­ten wie im Bö­sen. Wenn Schau­spie­ler nicht im­stan­de wa­ren, das um­zu­set­zen, was er sich vorstellte, ließ er sei­ner Frus­tra­ti­on schon mal frei­en Lauf. Dann konn­te er schnell un­leid­lich und cho­le­risch wer­den. Das ist aber ein Ver­hal­ten, das er mit nicht we­ni­gen sei­ner Kol­le­gen teilt."

Zitat: Ulrich Tukur beklagt Redakteure mit wenig künstlerischer Kom­pe­tenz.

"Nur ist es eben leider so, dass bei eini­gen Fernsehsendern Men­schen mitreden, die es bes­ser nicht täten. Da kom­men Ein­sprü­che und Rat­schlä­ge, die der­ar­tig an den Haa­ren her­bei­ge­zo­gen sind, dass man aus dem Stau­nen nicht her­aus­kommt."

"Tatort"-Kommissar Ulrich Tukur sagt im "BamS"-Interview, dass er sich nicht von Redakteuren, "die Angst um ihren Pos­ten haben und nicht unbedingt mit künstlerischer Kompetenz glän­zen" in die Stof­fe hin­ein­re­den lassen will.
"Bild am Sonntag", S. 40-41 (Paid), vorab.bams.de (Vorabmeldung)

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Jede Zen­sur an mei­nem Tat­ort ist inak­zep­ta­bel."

"Wer den Zuschau­ern stän­dig Brei vor­setzt, ris­kiert, dass sie ihre Zäh­ne verlieren. Man muss auch mal kau­en! Sonst ver­reckt das For­mat an sich selbst."

"Wenn die Ansa­ge von oben käme, die Dreh­bü­cher abzu­mil­dern, dann wür­de ich mich herz­lich für acht tol­le Fil­me bedan­ken und Herrn Murot an sei­nem Hirn­tu­mor ster­ben las­sen. Ich lie­be das Team um den Tat­ort, aber ich habe auch kei­ne Angst vor Tren­nun­gen."

Basta: "FAZ" empfiehlt der AfD nach ihrer "Tatort"-Kritik eine Umbenennung.

Bündnis ohne Humor: Die AfD kritisiert, die ARD instrumentalisiere den "vielen Deutschen geradezu heiligen" "Tatort" gegen die eigene Partei. Der "Tat­ort" sei so vor­her­seh­bar wie ein Leit­ar­ti­kel im "Neu­en Deutsch­land" zu DDR-Zeiten. Die "FAZ" widerspricht und empfiehlt der Partei eine Umbenennung in LfD: La­men­tie­ren für Deutsch­land.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Meinung: Regisseur Dominik Graf fürchtet Unterforderung der "Tatort"-Zuschauer.

Tatort: Regisseur Dominik Graf kritisiert die ARD dafür, nur noch zwei experimentelle "Tatorte" pro Jahr zuzulassen. Manches, "wovon man in Deutschland peinlicherweise immer noch glaubt, es sei 'experimentell'", gehöre längst zur internationalen Filmsprache, sagt Graf der "Bild am Sonntag". Mit "Konventionalitäts-Zwang" sichere die ARD keine Qualität. Wenn die Zuschauer "vor Unterforderung nur noch gähnen", sei der "Tatort" zerstört.
"Bild am Sonntag", S. 6/7 (Paid), vorab.bams.de, turi2.de (Background)

Zitat: Jan Josef Liefers stellt sich bei der im TV grassierenden Krimiflut die Henne-Ei-Frage.

"Mittlerweile weiß man gar nicht mehr, ob wirklich nur Krimis so viele Zuschauer anlocken - oder ob die Leute so viele Krimis gucken, weil ihnen kaum noch etwas anderes angeboten wird."

"Tatort"-Schauspieler Jan Josef Liefers diagnostiziert im Interview mit "TV Digital" dem deutschen Fernsehen ganz betriebsunblind akute Krimigrippe.
presseportal.de

ARD will dass der "Tatort" die Nerven der Zuschauer nur selten experimentell kitzelt.

ARD will experimentelle "Tatorte" nur noch zweimal jährlich produzieren. Die Krimireihe solle nicht zum Wettlauf der Redaktionen um den abgedrehtesten Film mutieren. Die neun Landesrundfunkanstalten können prinzipiell selbst über ihren jeweiligen "Tatort" entscheiden, Koordinator Gebhard Henke hat aber ein Auge auf die Inhalte und sieht den "klassischen Ermittlerkrimi" als "DNA des Tatorts.“ Denn die Zuschauer liefen vor allem dann Sturm, wenn ihr Sonntagskrimi die Realitätsnähe und die Auflösung am Schluss schuldig bleibe.
derwesten.de

"Tatort" bekommt Ableger "Lammerts Leichen" – als Mini-Webserie.

Tatort aus Dresden bekommt einen Ableger als Mini-Serie im Netz, berichtet "Bild am Sonntag". Am 6. November startet der MDR Lammerts Leichen. In den sechs jeweils fünf Minuten langen Folgen steht der Pathologe Lammert im Mittelpunkt – sonst nur Sidekick des Ermittler-Trios. Laut "BamS" ist auch eine Ausstrahlung der Serie im TV geplant.
bild.de (Paid), daserste.de

Basta: ARD-Sender überbieten sich im Vermeiden von Marken.

Etikettenschwindel: "Berger"-Bier trinken, einen "Kranschi"-Riegel essen oder die populistische NAP wählen – die ARD-Sender geben sich große Mühe, jede Produktplatzierung zu vermeiden. Das treibt manchmal seltsame Blüten. Im Schwarzwald-"Tatort" am Sonntag trinkt ein Kind z.B. "Cola 88". Irritierend: Die doppelte 8 steht in Neonazi-Kreisen für "Heil Hitler".
dwdl.de

Video-Tipp: SWR baut Stuttgarter Weinsteige in einer Halle nach.

Video-Tipp: Der SWR baut für den "Tatort: Stau", der am Sonntag ausgestrahlt wird, in einer Freiburger Halle die Stuttgarter Neue Weinsteige mit schwäbischer Gründlichkeit nach. Teil des Sets: Original-Lampen aus dem Stuttgarter Bauhof mit der richtigen Lichtfarbe. Die vermeintlichen Abgase auf Stuttgarts verstautester Straße werden am Drehort erzeugt.
swr.de (4-Min-Video), swr.de

"Tatort" demnächst ohne Andreas Hoppe.

Tatort verliert mit Andreas Hoppe einen weiteren Ermittler, berichtet die "Bild". Grund seien Unstimmigkeiten mit dem SWR. Der Schauspieler verkörpert bisher den Ko-Kommissar Mario Kopper an der Seite der von Ulrike Folkerts gespielten Lena Odenthal. Als Ersatz soll künftig die Rolle von Lisa Bitter ausgebaut werden, womit Ludwigshafen das erste feste rein weibliche Ermittler-Team im "Tatort" hätte.
"Bild", S. 4 (Paid)

Bremer "Tatort"-Kommissare steigen aus.

Tatort: Die beiden Schauspieler Sabine Postel, 62, und Oliver Mommsen, 48, kündigen ihren Ausstieg aus der Krimi-Reihe an. 2017 drehen sie als Bremer Hauptkommissare Inga Lürsen und Nils Stedefreund noch zwei Episoden, 2018 dann ihren letzten "Tatort", der Anfang 2019 zu sehen sein wird. Beide sehen in den Figuren kein weiteres Entwicklungspotenzial. Postel ist seit dem Start des Bremer "Tatorts" im Jahr 1997 dabei, Mommsen kam 2001 dazu.
bild.de, horizont.net

Zitat: Axel Ranisch will mit Improvisation mehr Humor in den "Tatort" bringen.

Settermin 'Zorn - Kalter Rauch' in Halle"Mein Problem mit dem herkömmlichen Fernsehfilm ist, dass die Kamera vor lauter Aufbauen, Ausleuchten und Proben erst eingeschaltet wird, wenn alles tot ist."

Regisseur Axel Ranisch setzt bei seinen Filmen auf Improvisation, um dem Zuschauer mehr Alltagshumor und Leben zu bieten. Am Sonntag zeigt die ARD einen "Tatort", den der Regisseur ohne Drehbuch gedreht hat.
"Süddeutsche Zeitung", S. 31 (Paid)

Harald Schmidt steigt beim Schwarzwald-"Tatort" wieder aus – noch vor Drehbeginn.

harald-schmidt150Harald Schmidt gibt dem SWR einen Korb und sagt den neuen Schwarzwald-"Tatort" schon vor Drehbeginn wieder ab. Der SWR spricht von "persönlichen Gründen" des Entertainers. Erst Anfang Dezember hatte der Sender die Rolle von Schmidt als Kriminaloberrat Schöllhammer bekannt gegeben. Er sollte den Chef des neuen Ermittler-Duos Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) spielen. Die Rolle werde nun gestrichen, sagt der Sender. Die Dreharbeiten sollen im März beginnen - im Herbst soll der Krimi im Ersten Premiere feiern.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Til Schweiger findet seine "Tatorte" nicht zu teuer.

Til Schweiger im Tatort 150Til Schweiger findet die "Tatort"-Folgen des NDR mit ihm in der Hauptrolle vergleichsweise preiswert. Stars kosteten nunmal mehr als "unbekannte Schauspieler". Ein Action-Tatort sei teurer als einer, "wo zwei Kommissare im Büro sitzen und darüber reden, wer der Täter sein könnte". Der Rechnungshof der Freien- und Hansestadt Hamburg hatte bemängelt, dass Schweigers "Tatorte" übermässig teuer seien.
bild.de, dwdl.de

Zahl des Tages: NDR gibt 1,7 Mio Euro pro "Tatort" aus.

NDRZahl des Tages: Mickrige 1,7 Mio Euro gibt der NDR pro "Tatort" aus, beklagt der Hamburger Rechnungshof. Der ARD-Senderschnitt liegt bei 1,5 Mio Euro. Die Begründung, die Krimis mit Til Schweiger würden auch mehr Zuschauer erreichen, lässt der Rechnungshof mit Hinblick auf die jüngsten Quoten nicht gelten und kritisiert, dass die Folgen regelmäßig teurer werden als geplant.
sueddeutsche.de

ARD tauscht erneut Krimi für den Neujahrstag aus.

Das Erste_150ARD tauscht den für den Neujahrsabend geplanten Krimi erneut aus. Um 20.15 Uhr soll im Ersten nun ein Rostocker "Polizeiruf 110" zu sehen sein. Der zunächst als Ersatz für den Dortmunder "Tatort" geplante Film aus Saarbrücken wird wie ursprünglich vorgesehen am 29.01. ausgestrahlt. Der SR hatte abgelehnt, den Film vorzuziehen, damit er auf einem regionalen Festival seine Vorabpremiere feiern kann.
abendblatt.de, turi2.de (Background)

Basta: "Tatort" stellt 2016 neuen Leichen-Rekord auf.

tatort logo 150Club der toten Darsteller: 2016 gab es im "Tatort" so viele Leichen wie noch nie. Die Fan-Seite Tatort Fundus zählt insgesamt 162 Tote. Die meisten Leichen gab es mit 26 in der Folge Im gelobten Land vom SWR, im Bremer "Tatort" Der hundertste Affe kamen 21 Menschen ums Leben. Den Rekord hält Im Schmerz geboren von 2014, in dem die Drehbuchautoren 51 Menschen sterben lassen.
digitalfernsehen.de, tatort-fundus.de

Dortmunder Terror-"Tatort" soll wie geplant laufen.

tatort logo 150ARD will den Dortmunder Neujahrs-"Tatort" Sturm, in dem es um Terrorismus geht, trotz des Anschlags in Berlin wie geplant ausstrahlen. Der Film zeige, dass Sicherheit eine Illusion ist, kommentiert Christian Buß. Joachim Huber fürchtet, der Fall könnte bei den Zuschauern "virulente Angstgefühle" befördern. Nach den Anschlägen in Paris im November 2015 hatte das Erste den Schweiger-Tatort "Fegefeuer" verschoben.
spiegel.de (Buß), tagesspiegel.de (Huber)

Lese-Tipp: Interview mit "Tatort"-Erfinder Gunther Witte.

tatort logo 150Tatort kennt jeder, den Mann dahinter kaum jemand: Gunther Witte erfand den Kult-Krimi 1970, heute ist er 81. Im Interview mit dwdl.de erklärt er, wie holprig die Anfänge waren und warum der "Tatort" bis heute nicht "künstlich modernisiert" wurde. Übrigens: Bei Erstausstrahlungen sitzt Witte meist nicht vorm Fernseher, sondern im Theater - ein Hoch auf die Mediathek.
dwdl.de

Manfred Krug, 79, ist tot.

Manfred Krug
Tod einer Schauspiellegende: Manfred Krug ist bereits am vergangenen Freitag im Alter von 79 Jahren in Berlin gestorben - er soll im engsten Familienkreis beigesetzt werden. Der in Duisburg geborene Schauspieler war einer der wenigen Stars, die sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland Karriere machten. In den 60er Jahren spielte er etwa im DDR-Film "Spur der Steine", der nach wenigen Tagen in den Kinos im Osten auf dem Index landete und erst nach der Wende wieder gezeigt werden durfte.

1977 beantragte er die Ausreise aus der DDR und wurde in den 80ern dem breiten Publikum durch seine Rolle als "Tatort"-Ermittler Paul Stoever bekannt. Außerdem spielte er in der ARD-Serie "Liebling Kreuzberg" den titelgebenden Anwalt Robert Liebling. Seinen Auftritt als Testimonial für den Börsengang der Telekom bezeichnete er später "größten beruflichen Fehler" und entschuldigte sich bei den Kleinanlegern, die mit den Aktien Geld verloren hatten. (Foto: dpa)
bild.de, spiegel.de, tagesschau.de

Mitarbeit: Markus Trantow

"Bild" spekuliert über die Gehälter der "Tatort"-Ermittler.

tatort logo 150Bild berichtet, dass Axel Prahl und Jan Josef Liefers künftig 200.000 Euro pro "Tatort" fordern und nicht 250.000 Euro, wie die "Rheinische Post" berichtet. Laut "Bild" ist Maria Furtwängler Topverdienerin mit 220.000 Euro, Eva Mattes hingegen erhalte nur 60.000 Euro. Grund für die geforderte, höhere Gage von Prahl und Liefers sei, dass sie künftig nicht mehr für Wiederholungen bezahlt werden.
"Bild" S. 4 (Paid)