"taz"-Haus wird erst Co-Working-Space und dann Kulturzentrum für queeres Leben.

taz: Das historische Redaktionsgebäude in der Berliner Rudi-Dutschke-Straße 23 bekommt Nachmieter. Zunächst zieht bis Ende 2021 das Betahaus ein, Coworking-Space für Startups und Freelancer. Danach soll das Haus als Kulturzentrum für queeres Leben Institutionen aus dem schwul-lesbischen und feministischen Spektrum beheimaten.
tagesspiegel.de, turi2.tv ("taz"-Neubau)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "taz"-Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch trotzt der Zeitungskrise.

"taz" blickt ohne Angst in die Digital-Zukunft, beobachtet Jens Schneider.

taz bereitet ihren Abschied von der Druckausgabe mit Wehmut, aber ohne Angst vor, beobachtet Jens Schneider. Chefredakteur Georg Löwisch sagt, ein großer Wut-Aufschrei seitens der Leser sei ausgeblieben, denn sie seien "Ultras, was ihre Bindung zu diesem Produkt betrifft". Die "taz" strebe "einen guten Mix" aus Print und Digital an. Ob der Umstieg auf eine digitale Zeitung auf lange Sicht funktioniere, sei offen.
sueddeutsche.de

"taz"-Macher der ersten Stunde produzieren die Jubiläumsausgabe.

taz erscheint zum 40. Jubiläum am Donnerstag mit einer Sonderausgabe, die sich formal an der Struktur der Nullnummer von 1978 orientiert. Die Macher von damals kommen noch einmal zusammen, um eine Jubiläums-"taz" zu produzieren, der zusätzlich ein Nachdruck der Nullnummer beiliegt.
per Mail

Aus dem Archiv von turi2.tv: Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch über die Transformation der "taz" (Stand September 2017).

Bild des Tages: stern 1 wird nur Zweiter, strahlt trotzdem.


Abend-Plattmacher: Im Finale des Fußball-Turniers zu 70 Jahren "stern" hat die klassisch-sternrot gekleidete Mannschaft stern 1, hier im Bild, nicht gesiegt. Die Redaktionalmannschaft des "Hamburger Abendblatts" machte sie zum zweiten Sieger. Die Teams von Nannenschule, "taz", NDR, "Spiegel", "Zeit" sowie die zweite Mannschaft des "stern" kickten finalfern. (Foto: Gruner + Jahr)
abendblatt.de

Meinung: Karl-Heinz Ruch arbeitet mit dem Ende der Tageszeitung an der "taz"-Mission.

taz: Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch hat schon ganz andere Herausforderungen gemeistert, als vor der Einstellung von Print die zusätzlich nötigen 22.000 Digitalabos zu verkaufen, beobachtet Uwe Vorkötter. Mit seinem "originellen und kreativen Blick" auf das eigene Blatt sowie die gesamte Medienwelt habe er es sogar fertig gebracht, die "Kapitalismus-Kritiker zu Immobilieneigentümern" zu machen.
horizont.net

"taz"-Chef Ruch präsentiert Pläne für Ende der Tageszeitung im Jahr 2022.

Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch ist sich sicher: Auch ohne täglich Print muss niemand vom Dach des neuen "taz"-Hauses (im Hintergrund) springen. (Foto: Jens Twiehaus)

taz ohne Totholz: Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch legt Zahlen für ein mögliches Ende der täglichen, gedruckten "taz" zum 1. Januar 2022 vor. Sein heute vor Journalisten gezeigtes Szenario umfasst eine Print-Ausgabe am Wochenende sowie digitale Abo-Produkte in Form von App und E-Paper. Weil Druck- und Vertriebskosten entfallen und das freiwillige Online-Abo wächst, geht Ruch von stabilen Umsätzen und möglicherweise gar steigenden Erträgen aus.

Ruch hatte schon 2011 ein Ende der gedruckten Tageszeitung in zehn Jahren prognostiziert ("Szenario 2021") und jüngst vor Mitgliedern der Genossenschaft einen Print-Abschied auf Raten angedeutet. Jetzt legt er Zahlen vor, um Mitarbeitern die Angst zu nehmen. Demnach würde die "taz" rund 1,8 Mio Euro Druckkosten, 3,5 Mio Euro für Vertrieb und 1,1 Mio Euro Speditionskosten sparen. Die fehlenden fast 16 Mio Euro aus Print-Abos und 1,1 Mio Euro aus Print-Einzelverkauf müssten aber von steigenden digitalen Umsätzen ausgeglichen werden.

Mindestens 84.000 Kunden müssten für digitale "taz"-Produkte zahlen. Schon jetzt seien es 62.000, die Zielmarke bis 2022 also "realistisch", sagt Ruch. Es gebe ein Leben nach der gedruckten Tageszeitung. "Wir werden nicht in Schönheit sterben." Diese Zuversicht soll auch der Berliner Neubau der "taz" ausstrahlen. Redaktion und Verlag ziehen im Oktober ein. Der neue Newsroom ist crossmedial ausgerichtet. In einem Media-Raum will die "taz" Podcasts und Videos produzieren.
turi2 vor Ort im Berliner "taz"-Neubau

Eindrücke von heute aus dem "taz"-Neubau gibt es in den turi2-Stories bei Instagram und Facebook.


Meinung: Der "Taz" könnte ihre gute Lage gefährlich werden.

taz droht in ihrem neuen Verlagshaus die Gefahr, "dick und gemütlich" zu werden, schreiben Isabell Hülsen und Alexander Kühn. Ihre prekäre finanzielle Lage habe bisher immer den Anspruch glaubhaft gemacht, anders zu sein als andere Zeitungen. Manche "taz"-Redakteure fragten sich, ob die Zeitung mit ihrem Engagement für Minderheiten, Homosexuelle und Frauen klassisch linke Themen wie Armut und Chancengleichheit aus dem Blick verliere.
"Spiegel" 38/2018, S. 76-79 (Paid)

Malaika Rivuzumwami und Marlene Halser sollen die "taz"-Sichtbarkeit verbessern.

taz macht Malaika Rivuzumwami und Marlene Halser zu Verantwortlichen ihres SEO-Projekts. Sie kümmern sich um die Auffindbarkeit der "taz"-Texte im Netz und sollen in der zunächst einjährigen Projektphase die qualitative Reichweite von taz.de erhöhen und eine bessere Platzierung in der organischen Suche erreichen. Halser leitet bisher das Gesellschafts- und Medienressort taz zwei, Rivuzumwami betreute das Projekt taz meinland. (Foto: Torben Becker/taz)
blogs.taz.de

Meinung: Online-"taz" verändert das Leseerlebnis nicht.

Mediennutzung: Für "taz"-Leser würde es keinen großen Unterschied machen, wenn die Zeitung nur noch digital erscheint, glaubt Sozialpsychologe Kai Sassenberg. Wer sich für ein Thema interessiere, lese Beiträge auch im Netz komplett. Sehr interaktive Gestaltung lenke hingegen schnell ab. Zeitungen würden ohnehin kaum noch als Ganzes konsumiert, neue Bezahlmodelle für einzelne Artikel seien deshalb unabdingbar.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

"Motorwelt" ist Deutschlands reichweitenstärkste Zeitschrift.

Print-MA: Die Gesamtreichweite von Zeitungen und Zeitschriften sinkt gegenüber dem vorvergangenen Halbjahr leicht. Die höchste Reichweite haben regionale Abozeitungen mit 31,7 Mio Lesern täglich. Reichweitenstärkster Titel bleibt "Motorwelt" – auch die ADAC-Zeitschrift verliert aber mehr als 1 Mio Leser. Die "Welt" ist die überregionale Tageszeitung mit größtem Minus von 7 %, das "Handelsblatt" gewinnt 6,7 %, die "taz" 4,8 %.
dwdl.de, new-business.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: turi2 edition3: "Motorwelt"-Mann Martin Kunz liest auf der Überholspur gern Gedrucktes.

"taz" bereitet Ende der täglichen Printausgabe vor.

Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch vor dem Neubau des Verlags, der im Herbst bezugsfertig ist. Hier wird die werktägliche Print-"taz" sterben.

Rettet die Bäume: Die "taz" denkt laut über die Abschaffung ihrer werktäglichen, gedruckten Ausgabe nach. Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch schreibt – auf Papier – an die Mitglieder der "taz"-Genossenschaft: "Das Zeitalter der gedruckten Zeitung ist zu Ende, der Journalismus lebt im Netz weiter." Ruch ruft die Genossen unter dem Titel "Szenario 2022" zu Ideen für den Übergang auf. Er wolle keine Zeit verlieren, "um in Ruhe die notwendigen Veränderungen in allen Dimensionen erkunden zu können".

"taz"-Mitgründer Ruch will nach 40 Jahren am Ruder eine Transformation in Gang setzen – kommendes Jahr geht er in Rente. Bereits vor Jahren prognostizierte er das Ende der Tageszeitung. Ohne Trauer analysiert er, dass die gedruckte Nachricht nun ausstirbt: "Die Zeitungen werden am frühen Morgen an die Kioske ausgeliefert, um am Abend zu 90% wieder als Altpapier dort eingesammelt zu werden." Ruch will Verlag und Leser jetzt darauf vorbereiten, dass Druck und Vertrieb einer Papier-"taz" bald nicht mehr möglich sein könnte. Im März veröffentlichte ein internes Team einen Innovationsreport, der analysierte, dass die Leser bald nur noch online sein würden. (Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa / Picture Alliance)
taz Mitgliederinfo Nr. 28, S. 6-7

Aus dem Archiv von turi2.tv: Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch über die Transformation der "taz", Stand September 2017.

"taz"-Reporterin Barbara Bollwahn, 54, ist tot.

Barbara Bollwahn ist tot. Die langjährige "taz"-Reporterin ist am Samstag im Alter von 54 Jahren in Folge einer unheilbaren Krankheit in Berlin gestorben. Barbara Bollwahn war in der DDR Spanisch-Dolmetscherin, 1991 kam sie zur "taz", ab 2007 schrieb sie auch Jugendbücher. Bollwahn habe das Neue geliebt, "war durstig und hungrig danach", ihre Protagonisten sah sie "nie funktional als Figuren, sondern begegnete ihnen als Menschen", schreibt "taz"-Chefredakteur Georg Löwisch in seinem Nachruf.
taz.de

Meinung: Paywalls schränken Meinungsvielfalt ein.

Paywalls reduzieren für einige Bevölkerungsschichten den Zugang zu gesellschaftlichen Themen wie Rechtspopulismus und Klimawandel, schreibt Ilija Matusko, die das freiwillige Online-Bezahlmodell der "taz" betreut. Wer für Journalismus zahlen müsse, wähle zudem am ehesten Medien, die dem eigenen Weltbild entsprechen, was den gesellschaftlichen Diskurs einschränke.
taz.de

Söder-Satire mutiert 14 Jahre später zu vermeintlichen Fakten.

New York Times und die "Süddeutsche" gehen einer Jahre alten "taz"-Satire über Markus Söder auf den Leim, schreibt Stefan Kuzmany. Er selbst war 2004 Autor der Söder-Satire. Seine Söder in den Mund gelegten Forderungen, Grüne zum Drogentest zu schicken und Schwarzfahrer an den Internetpranger zu stellen, finden sich heute als Fakten in seriösen Medien, weil die Satire in den Archiven zur vermeintlichen Realität wurde.
"Spiegel" 29/2018, S. 35 (Paid), taz.de ("taz"-Artikel)

"Wirtschaftswoche"-Redakteur klagt gegen Abmahnung wegen #metoo-Artikel.

#metoo-Streit: "Wirtschaftswoche"-Redakteur Harald Schumacher klagt gegen die Abmahnung seines Arbeitgebers Handelsblatt GmbH. Er hat in der "taz" berichtet, bei einem Pressetermin Opfer eines Übergriffs einer Frau geworden zu sein und im Artikel gefragt, was wohl andersherum geschehen wäre. Die "Wirtschaftswoche" hatte die Veröffentlichung des Textes zuvor abgelehnt, der Verlag sieht Schumachers "taz"-Text als Verstoß gegen die Regeln seines Arbeitsvertrags. Das Arbeitsgericht Düsseldorf muss klären, ob der Text eine Nachricht oder ein Erlebnisbericht ist.
sueddeutsche.de, taz.de (Schumachers Text)

taz-Innovationsreport greift zu kurz, glaubt Lorenz Matzat.

taz: Der Report 2021 der Zeitung ist löblich, die Ideen zur digitalen Innovation geraten aber schwach, kritisiert Datenjournalist Lorenz Matzat. Wie der Wandel gelingen soll, zumal "ohne intensiven Geldeinsatz, personellen Wechsel", bleibe schwammig. Matzat rechnet vor, für eine Redaktion der Größe der "taz" bräuchte es vier bis fünf Programmierer, ein bis zwei Designer, zwei Produktentwickler und zwei Projektmanager, außerdem rund 1 Mio Euro Budget jährlich.
meedia.de, turi2.de (Background)

"Leser*innen bald nur noch online": "taz" analysiert sich selbst mit Innovationsreport.


Im Newsroom der "taz" wird immer noch nicht digital gedacht – es gibt auch nur zwei Social-Redakteure, die um 17 Uhr das Internet abschließen. (Foto: Jens Twiehaus)

Ruf nach Revolution: Ein Team aus "taz"-Mitarbeitern legt heute eine umfassende Studie zur Zukunft von Redaktion und Verlag vor. Der Report empfiehlt der "taz", sich konsequent aufs Digitale zu konzentrieren, mehr Reichweite im Netz aufzubauen und Kernthemen der "taz"-Leserschaft nicht der Online-Konkurrenz zu überlassen. Die Autoren warnen: "Wenn wir so weitermachen wie bisher, können wir in drei Jahren die laufenden Kosten nicht decken."

Der Report analysiert selbstkritisch, dass die "taz" sowohl gedruckt als auch digital Leser verliere. Print-Verluste seien allgemein zu beobachten, die Rückgänge im Digitalen aber besonders bedrohlich. "Wenn wir uns weiter so langsam in Richtung Digitalistan bewegen wie jetzt, droht das Haus zum Goldenen Käfig zu werden", mahnt der Report. Es brauche deshalb u.a. Suchmaschinen-Optimierer und ein Community Management, das sieben Tage die Woche Zielgruppen erschließt. Bislang tun dies nur zwei Redakteure bis 17 Uhr.

Die "taz" müsse in vielen Bereichen wachsen – auch auf der gedruckten Wochenend-Ausgabe ruhen Hoffnungen. Außerdem brauche es neue Produkte. Vorgeschlagen werden ein junges Portal namens Krawallo und eine Premium-App "taz Platin". Auch Podcasts und Newsletter werden genannt. Nebenbei übrigens auch eine höhere Bezahlung für Mitarbeiter, die sich zunehmend Nebenjobs suchen würden, um nicht in der Altersarmut zu landen.

Acht Mitarbeiter haben nach neun Monaten Denkarbeit 225.000 Zeichen Innovationsreport geboren. Sie haben u.a. das Kollegium und Leser befragt und interne Prozesse durchleuchtet. Die Annahme, dass die gedruckte tägliche "taz" bis 2021 verschwindet, halten sie nach der langen Projektarbeit für plausibel. Deshalb schlagen die Autoren vor, den gesamten Journalismus ins Netz zu übertragen und Print-Produktionsgewohnheiten über den Haufen zu werfen: "Was wäre die 'taz', wenn man sie heute neu erfinden würde? Sie wäre mit Sicherheit keine gedruckte Tageszeitung. (...) Sie würde sagen, scheiß auf Print, Papier ist zum Po-Abwischen."
taz.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch über die Transformation der "taz".

"taz" erlebt, wie es ist, Redakteuere in Rente zu schicken.

taz macht mittlerweile die Erfahrung, langjährige Mitarbeiter in den Ruhestand zu schicken, schreibt Ulrike Simon. Mehrere Angestellte gingen zuletzt in Rente. Eigentlich hafte der "taz" jedoch das Image an, dass Journalisten hier ihre Karriere nur beginnen würden und später von besser zahlenden Redaktionen abgeworben werden.
daily.spiegel.de (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteur Georg Löwisch zeigt die neue "taz".

taz.de weitet das Angebot von Texten in leichter Sprache aus.

taz.de setzt das Projekt taz.leicht, bei dem Texte in leichte Sprache übersetzt werden, fort. Das Angebot war zur Bundestagswahl gestartet, auf taz.de erschienen von Juli bis Oktober Berichte zu politischen Themen in kurzen Sätzen und ohne Fremdwörter. taz.leicht erscheint freitags und wird auf alle Ressorts und auch Formate wie Interviews oder Kolumnen ausgeweitet.
taz.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Bascha Mika wird 64.

Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau
Wir graturilieren: Bascha Mika, Chefin der "Frankfurter Rundschau", feiert heute ihren 64. Geburtstag - "wild und gefährlich natürlich", wie sie sagt. Heute verbringt sie einen schönen Tag mit ihrem Liebsten in Frankfurt, am Wochenende folgt die Party mit Freund*innen in Berlin. Das Beste in 2017 war für sie, dass "wir die Rundschau an allen Ecken und Enden reformiert haben" - vom Online-Auftritt bis zu den lokalen und überregionalen Blatt-Inhalten mit neuem Layout.

Für das neue Lebensjahr wünscht sich Bascha Mika, "dass die alten Männer, die dabei sind, die Welt in Brand zu stecken, auf dem Misthaufen der Geschichte landen". Sie hofft, dass hierzulande Konservative mit der "Volksverdummung" aufhören, dass Flüchtlinge von Europa ferngehalten werden könnten. Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen - u.a. per E-Mail. Besonders freut sich die turi2-Leserin über Blumen.

Geschwister Henriette und Georg Löwisch brennen für Journalismus.

Geschwisterliche Schreib- und Lesewerkstatt: DJS-Leiterin Henriette Löwisch, 53, und ihr Bruder, "taz"-Chefredakteur Georg Löwisch, 43, treffen keine wichtige berufliche Entscheidung, ohne den anderen um Rat zu fragen, sagen sie im Doppel-Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Journalismus ist für beide weiterhin ein Traumjob. Das "Depri-Delirium" mancher Journalisten kann Georg Löwisch nicht verstehen.
"SZ am Wochenende", S. 42 (Paid), turi2.tv (3-Min-Video Georg Löwisch)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteur Georg Löwisch zeigt die neue "taz".

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt adelt die neue "taz".

taz erhält unverhofft Lob von der anderen Straßenseite: Ulf Poschardt, Chefredakteur der benachbarten "Welt", lobt den "taz"-Relaunch als beispielhaft gelungen und inspirierend. Die Zeitung entwickele ein frech klassisches Verhältnis zu sich selbst. Mit dem neuen Layout "knallen die Ideen doller", schreibt Fan-Boy Poschardt. Sogar Neoliberale und Konservative könnten mit der "taz" glücklich werden.
"Welt", S. 24 (Paid), turi2.tv (Video zum Relaunch)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteur Georg Löwisch zeigt die neue "taz".

Presserat spricht nicht-öffentlichen Hinweis für umstrittenes Kohl-Cover der "taz" aus.

Deutscher Presserat urteilt zum umstrittenen Titel der "taz" zum Tod von Helmut Kohl und spricht mit vier zu drei Stimmen einen nicht-öffentlichen Hinweis aus. Das teilt die Zeitung in ihrem Hausblog mit. Es ist die niedrigste mögliche Sanktion des Presserats. Das Cover zeigte Trauerkränze mit der Überschrift "blühende Landschaften". Noch am Erscheinungstag hatte sich Chefredakteur Georg Löwisch für das vielkritisierte Cover entschuldigt.
blogs.taz.de, turi2.de (Background)

Chefredakteur Georg Löwisch zeigt die neue "taz".


Neustart mit Print: Die "taz" bekennt sich zur schwächelnden Werktag-Ausgabe und legt am 2. Oktober ein runderneuertes Blatt vor. In großen Teilen dominieren opulente Optiken, die Seiten 4 und 5 widmen sich als Doppelseite einem Thema. Im turi2.tv-Video führt Chefredakteur Georg Löwisch durch seine neue Zeitung.

taz-Urgestein Löwisch, der vor zwei Jahren als Chefredakteur zurück kam, sagt zur neuen Zeitung: "Wir wollen uns die Wildheit der Anfangsjahre zurückholen." Die neue "taz" geht deshalb noch stärker einen eigenen Weg, verzichtet auf Agenturmeldungen vorne und zeichnet lieber den Hashtag des Tages. Auf Seite 2 ("Der Tag") schreibt die Redaktion künftig täglich, was sie intern bewegt. Seite 3 ("Schwerpunkt") dreht sich um ein nachrichtliches Tagesthema, die üppig bebilderten Seiten 4 und 5 ("Nahaufnahme") blicken thematisch weit über den Tellerrand.

Die Artdirektoren Janine Sack und Christian Küpker haben ein neues Logo gestaltet, führen neue Schriften ein und lassen die Optiken bis ganz an den Rand laufen – "taz"-typisch natürlich an den linken Rand. Sie versprechen "systematische Regelbrüche" und eine Zeitung, in der keine immer gleichen Formate mehr befüllt werden. Zeitgleich mit der neuen Zeitung wandelt sich auch die Redaktion: Im Newsroom ist symbolisch die Stahlwand zwischen Print und Online weggeflext worden. Künftig steuern "Themenchefs" den gesamten "taz"-Tag. Nur eines ist künftig etwas normaler: Die Medienseite "Flimmern und Rauschen" heißt jetzt "Medien".
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), taz.de

"taz"-Autorin Sibel Schick liest die Taliban-Frauenzeitschrift "Sunnat E Khola".

Propaganda: "taz"-Autorin Sibel Schick liest die erste Ausgabe der Frauenzeitschrift "Sunnat E Khola", die die pakistanische Taliban seit kurzem herausgibt. Sie findet darin viel Opfer- und Heldenrhetorik, außerdem wird die bedeutende Rolle der Frau für den Islam häufig erwähnt. Das Magazin hat 43 Seiten, die sechs Beiträge legitimieren Gewalt und nutzen die Perspektivlosigkeit der Leserinnen aus, um das Weltbild der Terrormiliz festzumeißeln, schreibt Schick.
taz.de

Bild des Tages: "taz" feiert Richtfest für ihr neues Gebäude.

Richtfest für das neue taz-Gebäude
Hoch hinaus: Ein Kran zieht die Richtkrone für das neue Gebäude der "taz" in Berlin hoch. Die Mitarbeiter sollen den Neubau im Berliner Stadtteil Kreuzberg im Sommer 2018 beziehen. Das Gebäude soll Redakteure und andere Verlagsmitarbeiter unter ein gemeinsames Dach bringen - bisher arbeiten sie in unterschiedlichen Gebäuden. (Foto: Bernd von Jutrczenka /dpa /picture alliance)
turi2.de (Background)