lexikon2: David Schraven.


David Schraven ist der Vorkämpfer für gemeinnützigen Investigativ-Journalismus in Deutschland. 2014 gründet er mit Mitstreitern das Recherchebüro Correctiv. Er räumt mit seiner Recherche-Truppe Preise ab und baut mit Cordt Schnibben die gemeinnützige Journalistenschule Reporterfabrik für Bürger und Journalisten auf. Weiterlesen …

Geschwister Henriette und Georg Löwisch brennen für Journalismus.

Geschwisterliche Schreib- und Lesewerkstatt: DJS-Leiterin Henriette Löwisch, 53, und ihr Bruder, "taz"-Chefredakteur Georg Löwisch, 43, treffen keine wichtige berufliche Entscheidung, ohne den anderen um Rat zu fragen, sagen sie im Doppel-Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Journalismus ist für beide weiterhin ein Traumjob. Das "Depri-Delirium" mancher Journalisten kann Georg Löwisch nicht verstehen.
"SZ am Wochenende", S. 42 (Paid), turi2.tv (3-Min-Video Georg Löwisch)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteur Georg Löwisch zeigt die neue "taz".
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"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt adelt die neue "taz".

taz erhält unverhofft Lob von der anderen Straßenseite: Ulf Poschardt, Chefredakteur der benachbarten "Welt", lobt den "taz"-Relaunch als beispielhaft gelungen und inspirierend. Die Zeitung entwickele ein frech klassisches Verhältnis zu sich selbst. Mit dem neuen Layout "knallen die Ideen doller", schreibt Fan-Boy Poschardt. Sogar Neoliberale und Konservative könnten mit der "taz" glücklich werden.
"Welt", S. 24 (Paid), turi2.tv (Video zum Relaunch)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteur Georg Löwisch zeigt die neue "taz".
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Presserat spricht nicht-öffentlichen Hinweis für umstrittenes Kohl-Cover der "taz" aus.

Deutscher Presserat urteilt zum umstrittenen Titel der "taz" zum Tod von Helmut Kohl und spricht mit vier zu drei Stimmen einen nicht-öffentlichen Hinweis aus. Das teilt die Zeitung in ihrem Hausblog mit. Es ist die niedrigste mögliche Sanktion des Presserats. Das Cover zeigte Trauerkränze mit der Überschrift "blühende Landschaften". Noch am Erscheinungstag hatte sich Chefredakteur Georg Löwisch für das vielkritisierte Cover entschuldigt.
blogs.taz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Chefredakteur Georg Löwisch zeigt die neue "taz".


Neustart mit Print: Die "taz" bekennt sich zur schwächelnden Werktag-Ausgabe und legt am 2. Oktober ein runderneuertes Blatt vor. In großen Teilen dominieren opulente Optiken, die Seiten 4 und 5 widmen sich als Doppelseite einem Thema. Im turi2.tv-Video führt Chefredakteur Georg Löwisch durch seine neue Zeitung.

taz-Urgestein Löwisch, der vor zwei Jahren als Chefredakteur zurück kam, sagt zur neuen Zeitung: "Wir wollen uns die Wildheit der Anfangsjahre zurückholen." Die neue "taz" geht deshalb noch stärker einen eigenen Weg, verzichtet auf Agenturmeldungen vorne und zeichnet lieber den Hashtag des Tages. Auf Seite 2 ("Der Tag") schreibt die Redaktion künftig täglich, was sie intern bewegt. Seite 3 ("Schwerpunkt") dreht sich um ein nachrichtliches Tagesthema, die üppig bebilderten Seiten 4 und 5 ("Nahaufnahme") blicken thematisch weit über den Tellerrand.

Die Artdirektoren Janine Sack und Christian Küpker haben ein neues Logo gestaltet, führen neue Schriften ein und lassen die Optiken bis ganz an den Rand laufen – "taz"-typisch natürlich an den linken Rand. Sie versprechen "systematische Regelbrüche" und eine Zeitung, in der keine immer gleichen Formate mehr befüllt werden. Zeitgleich mit der neuen Zeitung wandelt sich auch die Redaktion: Im Newsroom ist symbolisch die Stahlwand zwischen Print und Online weggeflext worden. Künftig steuern "Themenchefs" den gesamten "taz"-Tag. Nur eines ist künftig etwas normaler: Die Medienseite "Flimmern und Rauschen" heißt jetzt "Medien".
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), taz.deKommentieren ...

"taz"-Autorin Sibel Schick liest die Taliban-Frauenzeitschrift "Sunnat E Khola".

Propaganda: "taz"-Autorin Sibel Schick liest die erste Ausgabe der Frauenzeitschrift "Sunnat E Khola", die die pakistanische Taliban seit kurzem herausgibt. Sie findet darin viel Opfer- und Heldenrhetorik, außerdem wird die bedeutende Rolle der Frau für den Islam häufig erwähnt. Das Magazin hat 43 Seiten, die sechs Beiträge legitimieren Gewalt und nutzen die Perspektivlosigkeit der Leserinnen aus, um das Weltbild der Terrormiliz festzumeißeln, schreibt Schick.
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Bild des Tages: "taz" feiert Richtfest für ihr neues Gebäude.

Richtfest für das neue taz-Gebäude
Hoch hinaus: Ein Kran zieht die Richtkrone für das neue Gebäude der "taz" in Berlin hoch. Die Mitarbeiter sollen den Neubau im Berliner Stadtteil Kreuzberg im Sommer 2018 beziehen. Das Gebäude soll Redakteure und andere Verlagsmitarbeiter unter ein gemeinsames Dach bringen - bisher arbeiten sie in unterschiedlichen Gebäuden. (Foto: Bernd von Jutrczenka /dpa /picture alliance)
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Gerichtsentscheid: "taz" darf den Namen eines Hassposters nennen.

taz darf den Namen des Hassposters Eduard Schritter weiter nennen, entscheidet das Saarländische Oberlandesgericht. Schritter hat im Juli 2014 auf der Facebook-Seite des Schriftstellers Akif Pirincci einen Hass-Post samt Mordaufruf veröffentlicht und später behauptet, sein Accout sei gehackt worden. Er verlangte, dass sein Name aus entsprechenden Medien-Berichten gelöscht wird und klagte gegen die "taz". Das Gericht glaubt seiner Darstellung nicht.
per Mail, taz.de (Background)2 Kommentare

Georg Löwisch entschuldigt sich für missglückten "taz"-Titel zum Tod von Helmut Kohl.

taz gibt zu, dass der Titel zum Tod von Altkanzler Helmut Kohl "missglückt" ist. Chefredakteur Georg Löwisch schreibt "in eigener Sache", dass die "taz" ihre Titel "lieber frech und frei als brav" gestalte – das sei danebengegangen. Ein Witz, "der von so vielen falsch verstanden" werde, sei schlecht. Die Redaktion habe versucht, mit der Titelseite einen Kontrapunkt zur unkritischen Verklärung zu setzen, die häufig einsetze, wenn ehemals Mächtige sterben.

Die Zeitung hatte mit der Schlagzeile "Blühende Landschaften" ein Arrangement aus Trauerkränzen bebildert und dafür bei Facebook und Twitter massive Empörung geerntet.
taz.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

"taz" titelt zum Tod von Helmut Kohl mit "Blühenden Landschaften".

taz macht zum Tod von Helmut Kohl mit der Schlagzeile "Blühende Landschaften" auf und zeigt ein Blumen-Arrangement mit Trauerkränzen. In das Foto montiert die Zeitung eine Birne. Nach Meinung vieler Leser vergreift sie das linke Blatt damit kräftig in Text und Bild. Auf der Facebookseite der Zeitung sammeln sich rund 800, meist kritische Kommentare. Auch viele Medienmenschen üben Kritik: Timm Klotzek nennt die Seite 1 bei Twitter "ekelhaft", der frühere "Merian"-Chef Andreas Hallaschka schreibt, "man kann Zeitungen auch ohne Taktgefühl, Maß und etwas Anstand gestalten", dürfe sich dann aber nicht über Verachtung wundern.
tagesspiegel.de, welt.de

Update 17.33 Uhr: Georg Löwisch entschuldigt sich für missglückten "taz"-Titel zum Tod von Helmut Kohl.
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"zeozwei" und Futurzwei-Stiftung starten Magazin "Futurzwei".

zeozwei, Klimapolitik-Magazin der "taz", tut sich mit der Stiftung Futurzwei zusammen und bringt ein gleichnamiges Magazin an den Start. Das Heft "Futurzwei" soll alle drei Monate erscheinen und ein Magazin für "Zukunft und Politik" sein. Herausgeber wird Soziologe Harald Welzer, Mitgründer der Futurzwei-Stiftung. Erstes Erscheinungsdatum ist der 13. Juni.
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Lese-Tipp: Tim Neshitov skizziert "Tragödie" um Deniz Yücel.

Lese-Tipp: Tim Neshitov erzählt auf "Seite Drei" der "Süddeutschen" die "Tragödie" von Journalist Deniz Yücel, der seit zweieinhalb Monaten in der Türkei inhaftiert ist. Yücel habe schon immer gerne und fleißig ausgeteilt, "nach links, nach rechts und auch in die Mitte rein, wo es besonders wehtut". Manche Kritiker werfen Yücel "Deutschenhass" vor, der türkische Präsident Erdogan hält ihn für einen Terroristen. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt hat ihn einst von der "taz" abgeworben und betreibt zusammen mit der "taz" jetzt "eine Art Redaktionsgemeinschaft" in Sachen Deniz Yücel.
"Süddeutsche Zeitung", S. 3 (Paid), sueddeutsche.de (Kurzfassung)Kommentieren ...

Google entschuldigt sich offiziell bei taz.de, kritisiert hinter den Kulissen aber inzwischen drei Artikel.

Google vs. taz geht in die nächste Runde: Während Googles Pressestelle von einem Versehen spricht, beschwert sich Google AdSense inzwischen über drei Artikel auf taz.de. Der ursprünglich kritisierte Beitrag verlinkt zu youtube-mp3.org, die Plattform ist Google ein Dorn im Auge. Ein Google-Sprecher sagt auf taz.de-Anfrage, der Konzern würde niemals über AdSense gegen Konkurrenten vorgehen. Die anderen beiden Artikel enthalten dpa-Bildmaterial, an dem Google sich stört bzw. das als "nudity content" gilt.
taz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Google will Anzeigen-Auslieferung für taz.de stoppen.

taz.de zankt sich mit Google um gute und böse Inhalte: Google verlangt, einen Artikel zu entfernen, damit taz.de weiter die Anzeigen-Auslieferung über den AdSense-Service nutzen kann. Erst nach Tagen klärt Google auf, dass ein Fehler passiert ist. Pikant: Im zunächst bemängelten Artikel geht es um Musik-Downloads von der Google-Plattform YouTube.
taz.de

Update 17.32 Uhr: Google reagiert mit einem Statement. Der Verstoß habe sich "als unzutreffend herausgestellt". Die "Monetarisierung der betreffenden Seite ist auch weiter ohne jegliche Änderung möglich". Wir haben die ursprüngliche Meldung aktualisiert.Kommentieren ...

AKP verweigert "taz" und weiteren Medien Zutritt zu Veranstaltung.

Yildirim in Oberhausen
Du kommst hier nicht rein: Die türkische Regierungspartei AKP hat am Samstag mehrere deutsche Journalisten von ihrer Veranstaltung mit dem türkischen Ministerpräsidenten Yilderim in Oberhausen ausgeschlossen. Die "taz" beklagt, dass ihrem Reporter trotz Akkreditierung der Zutritt verweigert worden sei. Der von der AKP angeheuerte Sicherheitsdienst habe sich auf "Sicherheitserwägungen" berufen und behauptet, der Ausschluss sei mit der Polizei abgesprochen. Die Beamten wollen von so einer Absprache allerdings nichts wissen.

Auch das Recherchebüro Corretiv meldet, dass zwei seiner Reporter, die für die kürzlich gestartete deutsch-türkische Website Özgürüz tätig sind, nicht in die Halle gelassen wurden. Marina Kormbaki vom Redaktionsnetzwerk Deutschland twitterte zudem, dass ihr Übersetzer nicht in die Veranstaltungsstätte gelassen wurde. Sie selbst konnte jedoch von der Rede Yilderims berichten. (Bild: dpa)
spiegel.de, correctiv.org, twitter.com2 Kommentare

"taz" baut Veranstaltungsreihe "taz.meinland" aus und druckt Sonderausgabe.

taz-logo150taz bringt eine Sonderausgabe zu ihrer Veranstaltungsreihe taz.meinland und legt sie der Mittwochsausgabe bei. Das Heft ist der Auftakt zum Ausbau der Veranstaltungsreihe. In diesem Jahr planen die "taz"-Journalisten mindestens 50 Events. Dort diskutieren die Redakteure mit Politikern und Bürgern über die Ursachen für Populismus.
per Mail, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Keylogger bei der "taz": Beschuldigter soll 6.400 Euro Strafe zahlen.

TazKeylogger-Affäre bei der "taz": Der Prozess gegen den Beschuldigten Sebastian Heiser hat nur vier Minuten gedauert, schreibt Martin Kaul. Heiser soll 160 Tagessätze à 40 Euro zahlen. Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Strafbefehl. Der Beschuldigte selbst erschien nicht zu Verhandlung. Er soll mindestens ein Jahr lang Kollegen in der Redaktion ausgespäht haben.
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"taz" ruft deutsch-türkisches Internetportal ins Leben.

taz mit Türkei Flagge 600tüz: Die "taz" reagiert auf die zunehmende Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei mit einem eigenen Portal für türkische Journalisten. taz.gazete soll kommenden Donnerstag online gehen und türkischen Autorinnen und Autoren die Möglichkeit geben, anders als im eigenen Land, frei berichten und kommentieren zu können. Alle Beiträge erscheinen auf Türkisch und Deutsch. Die taz Panter Stiftung fördert das Projekt, dadurch konnte die "taz" ein Redaktionsteam mit fünf Mitgliedern zusammengestellen. taz-Redakteurin Fatma Aydemir leitet die Redaktion.

Zunächst sind rund fünf Beiträge pro Woche geplant. Als Autoren konnte taz.gazete u.a. den Kolumnisten Aydin Engin, die Journalistin Ece Temelkuran sowie Stimmen aus den Redaktionen der Zeitungen "Cumhuriyet", "Birgün", "Diken" und "Bianet" gewinnen. Nach der Verhaftung von Mitarbeitern der türkischen Zeitung "Cumhuriyet" Ende Oktober hatte sich die "taz"-Redaktion mit einem Foto auf der Titelseite mit ihren türkischen Kollegen solidarisch gezeigt. "Der Geste der Solidarität möchten wir Taten folgen lassen", sagt "taz"-Chefredakteur Georg Löwisch. (Fotos: dpa, Montage: turi2)
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Zitat: Penis-Skulpteur Peter Lenk findet den Fall Diekmann ironisch.

peter-lenk-150"Als Chefredakteur der 'Bild'-Zeitung hat Kai Diekmann lange Jahre in Sperma gebadet und ist in Uteri gekrochen."


Peter Lenk
, Schöpfer des Penis-Denkmals für Kai Diekmann am "taz"-Gebäude in Berlin, findet es im Interview mit "Kontext" ironisch, dass der frühere "Bild"-Chef nun selbst Opfer von "Verdachtsjournalismus" ist - eigentlich "eine Spezialität der 'Bild'-Zeitung".
kontextwochenzeitung.de


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Zitat: "taz"-Chef Georg Löwisch findet schweigsame Pressestellen nicht problematisch für die Pressefreiheit.

Georg Löwisch-150"Pressestellen, die sich als Schweigestellen verstehen, muss man nerven oder umgehen. Aber deswegen gleich die Pressefreiheit bedroht zu sehen, fände ich übertrieben."

"taz"-Chef Georg Löwisch fragt sich im Interview von Bülend Ürük, was die inhaftierten Journalisten in der Türkei wohl denken, "wenn wir hier eine Heulnummer abziehen, weil irgendwer mauert".
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Lese-Tipp: Claudio Cordova über Journalismus im Land der Mafia.

taz-logo150taz interviewt den italienischen Journalisten Claudio Cordova, der die Webzeitung il dispaccio gegründet hat und sich damit gegen die Mafia engagiert. Cordova wurde seit dem Start des Mediums schon auf über eine Mio Euro Schadenersatz verklagt - aber nie verurteilt. Seine Anzeigenabteilung prüft jeden Kunden auf organisierte Kriminalität.
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