"Süddeutsche Zeitung" und Spiegel Online kooperieren mit Tickaroo.

Süddeutsche Zeitung und Spiegel Online kooperieren ab sofort langfristig mit dem Liveticker-Startup Tickaroo. Beide Redaktionen hatten die Technologie bereits bei einzelnen Sportevents wie etwa Wimbledon getestet. Über Tickaroo verbreiten ca. 14.000 Vereine ihre News und Spielstände; bei Spiegel Online soll die Sportredaktion künftig über die Bundesliga und die Premier League via Liveticker berichten.
per Mail, turi2.de (Background)

EFF: E-Mail-Verschlüsselung über PGP und S/Mime ist offenbar unsicher.

E-Mail-Verschlüsselung: Beliebte Tools für das Verschlüsseln von E-Mails sind unsicher, warnen Sebastian Schinzel von der FH Münster und die Datenschutz-Organisation EFF. Betroffen seien die Plug-ins für PGP und S/Mime in den Mail-Programmen Thunderbird, macOS Mail und Outlook. Nutzer sollten verschlüsselte Html-E-Mails meiden und Nurtext-Mails nutzen - und bis auf Weiteres ihre Mails in einer eigenen Anwendung statt in ihrem E-Mail-Client entschlüsseln.
eff.org, twitter.com (Schinzel) via arstechnica.com, efail.de

Apple kauft Automatisierungs-App Workflow.

Apple kauft die Automatisierungs-App Workflow und das dazugehörige Entwicklerteam. Mit dem Programm können Nutzer auf iPhones und iPads Funktionen verschiedener Apps miteinander verdrahten, um automatisierte Abläufe zu gestalten. Der Kaufpreis ist nicht öffentlich bekannt, Matthew Panzarino schreibt bei Techcrunch aber von einer "soliden" Summe für das Team. Normalerweise hält sich Apple bei Übernahmen bedeckt und stellt die App zeitnah ein - diesmal gibt es ein Statement und die App ist seit der Bekanntmachung des Kaufs gratis. Die Funktionen könnten gut zum Ökosystem um den Assistenten Siri passen, analysiert Panzarino.
techcrunch.com, itunes.apple.com (App)

Meinung: Apple und Adobe haben die Gestalter vergessen.

Computer Symbol-150Gestaltung: Apple und Adobe ignorieren seit Jahren die Bedürfnisse derer, die für Druckprodukte gestalten, beobachtet Jason Harder. Ständige Veränderungen an MacOs zögen eine "unbezahlbare Upgrade-Spirale" nach sich - und rationalisierten wichtige Funktionen weg. Adobe richte sich zu sehr auf Onlinemarketing und große Konzerne aus. Harders Ausweg: Auf quelloffene Software und das Betriebssystem Linux wechseln. Das sei zwar kein Zuckerschlecken, aber den Standard-Wechsel von QuarkXPress zu Indesign habe die Branche einst auch geschafft.
printpraxis.net

Tool-Tipp: OpenStreetMap kann viel mehr als Google Maps.

OpenStreetMap150OpenStreetMap ist eine unterschätzte Ressource für Journalisten, findet Datenjournalist Lorenz Matzat. Das Kartenmaterial ist nicht nur eine Alternative zu einer teuren Google-Maps-Lizenz, sondern lässt sich viel detaillierter bearbeiten, als nur ein paar Punkte zu setzen. Im "Wikipedia für Geoinformation" kann jeder Infos hinzufügen, wodurch z.B. in Katastrophengebieten relativ schnell aktuelles Kartenmaterial verfügbar ist.
datenjournalist.de

Tool-Tipp: Madam bringt Multimedia ins richtige Format.

madam-system-150Tool-Tipp: Das Open-Source-System Madam erleichtert die Verwaltung von Multimedia-Dateien auf Webseiten. Madam bringt z.B. ein Video automatisch ins richtige Format für alle Ausspielwege und verspricht bis zu 80 % Zeitersparnis. Das System ist ein Nebenprodukt des Hintergrundmagazins DerKontext und steht nun allen Redaktionen gratis zur Verfügung.
derkontext.com/madam, vimeo.com (90-Sek-Erklärvideo)

Visualisierung macht Radio-Inhalte im Netz sichtbar.

Audiowave-150Visuelles Radio kann helfen, Audio im Netz sichtbarer und besser teilbar zu machen. Sandra Müller stellt verschiedene Ideen vor: So könnte bei transkribierten Interviews ein eingebundener O-Ton-Schnipsel klarmachen, wie etwas gesagt wurde, nicht nur was. BR24 experimentiert mit Videos, die auch Fotos und das gesprochene Wort als geschriebenen Text zeigen. Das Startup TapeWrite bietet die Möglichkeit, Audio zu visualisieren und direkt an verschiedene Stellen im Text zu springen.
radio-machen.de

Tool-Tipp: Google verschenkt Foto-Software Nik Collection.

turi2 tool tipp 150Tool-Tipp: Google verschenkt Nik Collection, eine Sammlung an Bildbearbeitungs-Programmen, die zuletzt noch 150 Dollar gekostet hat. Das Paket enthält Filter und Plugins für Photoshop, Lightroom oder Photoshop Elements. Die Tools stammen von der ursprünglich deutschen Firma Nik Software, die Google 2012 übernommen hatte.
de.ubergizmo.com, pcgameshardware.de, google.com/nikcollection

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Journalisten-Tools für Smartphone & Computer
Am 6. Juli stellen wir Ihnen in München die wichtigsten Tools für Journalisten vor. Egal ob digitales Gedächtnis, Organisator, Messenger oder auch zusätzliche Hardware: neben der Vorstellung erhalten Sie Tipps für die effektive Nutzung im Büro oder unterwegs. Weitere Informationen finden Sie hier.

Klick-Tipp: Elf Trends zum Wandel im Journalismus.

NYU-Journalism-150Klick-Tipp: Das Projekt "News Literacy 2016" der New York University analysiert elf treibende Kräfte, die den Journalismus verändern. Darunter sind Trends wie Personalisierung, Erfolg in der Nische und Erklär-Journalismus, der Lesern hilft, die News verstehen. Zu jedem Thema gibt es "Killer-Links", Folge-Hinweise für Koryphäen auf diesem Gebiet sowie hilfreiche Infografiken.
nyujournalism.org/

Sprachkurse für Flüchtlinge: Deutsche Welle kooperiert mit Bundesagentur für Arbeit.

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Business-Deutsch für Anfänger: Deutsche Welle kooperiert mit der Bundesagentur für Arbeit, um einen Online-Deutschkurs für Flüchtlinge zu entwickeln. Ab Herbst 2016 sollen "maßgeschneiderte Lehreinheiten" über die Webseiten und mobilen Angebote beider Partner bereitgestellt werden. Als Herzstück ist ein didaktisches Angebot für Lernwillige "ohne Vorkenntnisse" geplant.

Die Bundesagentur für Arbeit will mit dem Angebot Flüchtlingen den Einstieg in den deutschen Stellenmarkt erleichtern. So soll der in Module gegliederte Kurs zwar zunächst Basis-Deutsch lehren, für Fachkräfte soll es aber spezielle Angebote zu berufsbezogenem Wortschatz geben.
per Mail

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Die besten Tipps der Digitaljournalisten: Tobias Köpplinger vom Nordbayerischen Kurier empfiehlt im zweiten Teil der red.web-Serie Tools, mit denen Journalisten Content im Digitalen kreativer, leichter, kanalspezifischer oder schneller umsetzen können: www.red-web.com

Meinung: Digitalmagazinen fehlt gutes Redaktionssystem.

wordpress-multiplattform150Redaktionssysteme: Upload-Gründer Jan Tißler wundert sich, dass sich auch nach Jahren noch kein brauchbares Redaktionssystem aus einem Guss für digitale Magazine herausgeschält hat. Seine Wunschliste geht von Workflows über flexible Ausspielwege, Bezahlsysteme und eine passende Nutzerverwaltung. Zwar können Redaktionen sich selbst Lösungen zusammenklicken, etwa auf Basis der Blog-Software Wordpress. Die Tools sollten aber deutlich besser integriert sein, wünscht sich Tißler.
upload-magazin.de

Mirrativ will als Periscope-Twitch-Kombination überzeugen.

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Screen-Stream-App: Mirrativ könnte für den nächsten Hype unter den Livestreaming-Apps sorgen - oder zumindest dafür, dass die Platzhirsche Periscope und Meerkat neue Funktionen erhalten. Das Programm ermöglicht Nutzern, den Screen ihres Smartphones live ins Netz zu übertragen - egal, ob der Nutzer gerade eine E-Mail schreibt oder ein YouTube-Video guckt. Mithilfe der Front-Kamera ist eine Bild-im-Bild-Funktion möglich, durch die sich der Absender selbst ins Video einblenden kann.

Die App der japanischen Firma Dena ist also eine Mischung aus Twitch und Periscope. Das US-Techportal cnet.com bescheinigt der Entwicklung einiges Potential, etwa beim Erstellen von Tutorials oder bei der Live-Übertragung von Handy-Spielen. Bisher gibt es nur eine Android-Version, eine iOS-Variante soll folgen.
cnet.com, play.google.com

Mitarbeit: Markus Trantow

Twitter sperrt Politwoops-Accounts weltweit.

Twitter Icon 150Twitter kappt weltweit den Zugang zu den Accounts des Transparenz-Netzwerks Politwoops. Die Aktivisten der Open State Foundation archivierten in den 31 Twitter-Konten gelöschte Politiker-Tweets. Die US-Version des Dienstes ist bereits seit Juni gesperrt. Twitter rechtfertigt die Aktion damit, dass jeder Nutzer - auch Politiker - das Recht haben sollten, Tweets zu löschen.
theguardian.com, businessinsider.com, openstate.eu, turi2.de (Background)

Meinung: Flash lebt wegen beharrender Agenturen noch.

flash150Adobe Flash lebt noch, dabei ist es die nervigste und angreifbarste unter den Techniken für Blinke-Banner, beobachtet Ricardo Bilton. Der Grund: Die Bastler in den Agenturen sind mit der Creative Suite von Adobe aufgewachsen. Veränderungen würden Zeit und Geld kosten. Die Alternative HTML5 habe auch Nachteile, u.a. größere Dateien und weniger Dynamik. Den Browserherstellern geht wegen frappierenden Sicherheitslücken allerdings langsam die Geduld für Flash aus.
digiday.com

Meinung: Fortschrittsbalken bringen nicht immer Mehrwert.

fortschrittsbalken150Fortschrittsbalken über Artikeln sind trendy, aber einige Designer argumentieren gegen das Feature. Es ergebe nur bei langen Geschichten Sinn und lenke vielfach nur ab. Oft passe die Spielerei nicht zur Strategie der Medien, die es bestellen, klagt Kevin Kearney. Trendsetter "The New Republic" hat die Lesestand-Anzeige schon wieder abgeschafft. Zeitangaben seien sinnvoller, rät Dan Maccarone.
digiday.com

Mein Homescreen: Kai Diekmann.

kai-diekmann-homescreen600"Bild"-Chef Kai Diekmann sieht auf seinem iPhone 6+ nicht, wenn der Bundespräsident angerufen hat, dafür aber live, wie die 24 verschiedenen "Bild"-Ausgaben entstehen.

Kommunikationsflut: Würde morgen der Bundespräsident anrufen, auf dem Weg zum Emir vielleicht, Kai Diekmann, Chefredakteur von "Bild", würde es gar nicht mitkriegen. So stark zugenommen hat der Sozialstress, dass selbst Vieltelefonierer Diekmann bei 247 unbeantworteten Anrufen auf dem Handy (Stand Donnerstag morgen) kapituliert. Die eine App, die Diekmann wirklich bräuchte, ist daher nicht installiert - weil noch nicht erfunden: die App, die alle Kommunikationskanäle zusammenführt und für Diekmanns Assistenten zugänglich macht.

"Es ist eine Pest mit den vielen Kommunikationswegen", klagt Diekmann. "Ich werde angemorst über E-Mails, SMS, WhatsApp, Messenger, Facebook, LinkedIn." Am besten erreicht man ihn deshalb über E-Mail oder über sein Büro. Das muss auch die 104 E-Mails abarbeiten, die gerade aufgelaufen sind. Ein wichtiger Kanal, auf dem man Diekmann bequem und sicher nicht erreicht, sind die Social Networks: Von den 40 ignorierten Anfragen stammen allein 32 von LinkedIn.

Zu Branchendiensten hält Diekmann auf dem Handy herzlichen Abstand: Nur die turi2-App ist installiert - auf der zweiten Seite hinter "Nachrichten". US-News aus Tech, Social Media und Webjournalismus lässt Diekmann sich von Prismatic zusammentragen - für ihn "der beste algorithmische Aggregator".

Bild in progressDie geheimste und für Diekmann wichtigste App liegt gleich rechts unten in unmittelbarer Daumennähe, das grüne Ding mit dem Fernglas - allerdings gibt es auf der ganzen Welt nur 40 Leute, die sie installieren dürfen: iBeamerPro erlaubt es Diekmann, jederzeit in jeder der 24 Ausgaben der "Bild" den Stand der Titelseiten zu überwachen. Somit kann er in der Welt rumhoppeln und trotzdem sehen, was daheim gerade läuft. Big Brother für "Bild" - "für die Kollegen sehr angenehm", kommentiert Diekmann ohne eine Spur von Ironie.
lexikon2.de, twitter.com/kaidiekmann

Letzte Woche hat Ralf Ressmann seinen Homescreen vorgestellt.

"Times" nutzt Slack zum livebloggen.

Slack-Logo-150New York Times bohrt das Messaging-Tool Slack auf und befüllt darüber ihr Liveblog zum TV-Duell der Republikaner. Die Reporter Maggie Haberman und Nicholas Confessore teilen ihre Einschätzungen per Chat mit Redakteur Paul Volpe. Mit wenigen Klicks redigiert und publiziert Volpe die Schnipsel dank eines selbstgebauten Browser-Plugins von "NYT"-Programmierer Michael Strickland.
niemanlab.org