"Welt" stellt am ersten Tag der Rubrik "Free them all" Ahmet Altan vor.

Welt stellt am ersten Tag ihrer neuen Rubrik "Free them all" Ahmet Altan vor. Der türkische Journalist ist seit 2016 wegen seiner Arbeit in der Türkei im Gefängnis und am Freitag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die neue Rubrik erscheint auf der Titelseite an der Stelle, an der die "Welt" bislang an Deniz Yücel erinnert hat.
"Welt", S. 1 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Außenministerium hat "Welt" zugesichert, dass es keinen Deal zur Yücel-Freilassung gibt.


Ohne Gegenleistung: Das Auswärtige Amt hat der "Welt" eine "Zusicherung" gegeben, dass es keinen Deal zur Freilassung von Deniz Yücel gibt, sagt "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt bei "Anne Will". Poschardt glaube dem Versprechen. Auf die Frage, was Yücel von einer Gegenleistung für seine Freilassung halten würde, antwortet Poschardt: "Er würde nicht kommen wollen, wenn es einen Deal gäbe."

Poschardt lobt u.a. den Einsatz von Sigmar Gabriel, Gerhard Schröder und Peter Altmaier für die Freilassung Yücels. Er habe in den vergangenen Monaten einen großen Respekt vor den Schwierigkeiten der Realpolitik bekommen.

Die Linke-Politikerin Sevim Dağdelen bezweifelt in der Sendung, dass Erdogan den "Welt"-Korrespondenten ohne Gegenleistung freigelassen habe. Auf die Nachfrage von Poschardt, ob sie meine, dass Außenminister Gabriel lüge, will Dağdelen diesen Vorwurf aber nicht erheben.
mediathek.daserste.de (63-Min-Video), spiegel.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

TV-Tipp: Anne Will talkt über die Folgen der Freilassung von Deniz Yücel.

TV-Tipp: Um 21.45 Uhr spricht Anne Will im Ersten mit ihren Gästen über die Folgen der Freilassung von Deniz Yücel für die deutsch-türkischen Beziehungen. Gäste sind Yücels Chefredakteur Ulf Poschardt, CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, Europa-Staatsminister Michael Roth, der Menschenrechtler Peter Steudtner und Linke-Politikerin Sevim Dağdelen.
presseportal.de, turi2.de (Background)2 Kommentare

"SZ": Gabriel und Schröder haben Yücels Freilassung vorangetrieben.


Auf die Sprünge geholfen: Die "Süddeutsche Zeitung", der NDR und der WDR haben monatelang recherchiert, wie deutsche Geheimdiplomatie funktioniert – am Fall Deniz Yücel. Georg Mascolo und Christiane Schlötzer beschreiben in der "SZ am Wochenende" ausführlich, wie Sigmar Gabriel mithilfe von Gerhard Schröder im Geheimen die Fäden gesponnen hat, um Yücel freizubekommen.

Schröder sei "der einzige Deutsche, dem er noch vertraue", soll Erdogan einmal gesagt haben, deshalb wurde der Altkanzler ins Boot geholt. Die Journalisten haben eingewilligt, erst nach der Freilassung zu berichten, um sie nicht zu gefährden. Gabriel und Schröder haben sich jeweils mehrere Male mit Erdogan getroffen, u.a. in Rom und in Istanbul, um die Bedingungen der Freilassung auszuhandeln.

Sie stand zwischenzeitlich auf wackeligen Füßen, weil die Türken durch die GroKo-Verhandlungen und die innerparteilichen Probleme der SPD unsicher waren, ob Gabriel noch der richtige Verhandlungspartner sei. Einen Deal habe es nicht gegeben, sagt Gabriel gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".
"SZ am Wochenende", S. 3 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Bild des Tages: Deniz Yücel atmet die Luft der Freiheit.


Endlich in Freiheit: Deniz Yücel und seine Frau Dilek liegen sich in den Armen. Nach mehr als einem Jahr darf der "Welt"-Korrespondent die türkische Untersuchungshaft verlassen. Die Gefängnismauern und Stacheldrahtzäune kann Yücel endlich hinter sich lassen. In der Hand hält er einen Strauß Petersilie, den ihm seine Frau mitgebracht hat. Die Pflanze erinnerte ihn im Gefängnis an seine Dilek, nachdem sie in einem gemeinsamen Urlaub Petersilie zur "Blume unserer Liebe" erklärt hatten. (Foto: Veysel Ok bei Twitter)Kommentieren ...

Update: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel ist frei.


Deniz is free: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel ist aus türkischer Untersuchungshaft frei. Er sei bereits auf dem Weg zum Flughafen in Istanbul, sagte Außenminister Sigmar Gabriel bei einer Pressekonferenz am Nachmittag. Yücels Ziel sei ihm unbekannt. Es habe keine "Deals" mit der Türkei gegeben, betont Gabriel, abgesehen von der Verfahrensbeschleunigung auch keine politische Einflussnahme. Am Vormittag hat ein Gericht in Istanbul die Freilassung Yücels für die weitere Dauer des Verfahrens angeordnet. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Anklage vorgelegt, die 18 Jahre Haft fordert.

Springer-Chef Mathias Döpfner zeigt sich "unendlich erleichtert" und dankt allen, die sich für Yücels Freilassung eingesetzt haben, insbesondere Sigmar Gabriel. "Es ist ach ein guter Tag für den Journalismus und für die Freiheit", sagt Döpfner. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt berichtet von Freudentränen im Newsroom: "Das ist der schönste Tag in meinem Berufleben als Journalist." Gabriel appelliert im Blick auf fünf weitere Deutsche, die in der Türkei inhaftiert sind: "Ich glaube, dass wir jetzt das Momentum nützen müssen, auch da über Verfahrensbeschleunigung zu sprechen."

Vorgestern jährte sich der Tag, an dem Deniz Yücel ohne Anklage ein Jahr im Gefängnis saß. Die Inhaftierung hatte die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei enorm belastet. Die türkischen Behörden werfen Yücel Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vor.
welt.de, spiegel.de, axelspringer.de, esslinger-zeitung.de (Anklageschrift)1 Kommentar

Türkischer Premierminister hofft auf baldige Freilassung von Deniz Yücel.


#FreeDeniz: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel sitzt heute seit genau einem Jahr ohne Anklage in türkischer Haft. Nun macht der türkische Premierminister Binali Yildirim Hoffnung auf eine baldige Freilassung: "Ich bin der Meinung, dass es in kurzer Zeit eine Entwicklung geben wird", sagt Yildirim in einem Interview der ARD-"Tagesthemen". Yücel werde in Kürze vor Gericht kommen und "jede Verhandlung ist eine Chance, damit er freikommt", sagt Yildirim.

Auf die Frage nach der Rechtsstaatlichkeit, ein Jahr ohne Anklage im Gefängnis verbringen zu müssen, weicht er aus und verweist auf die Gerichte, die allein entscheiden würden. Der DJV fordert von der Bundesregierung trotz Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung mehr Einsatz für die Freilassung: "Deniz Yücel darf nicht zum Groko-Opfer werde", sagt DJV-Chef Frank Überall.
tagesschau.de (9-Min-Video), tagesspiegel.de, djv.deKommentieren ...

#FreeDeniz: "Welt" berichtet über politische Gefangene.

Deniz Yücel sitzt heute seit einem Jahr ohne Anklageschrift in einem türkischen Gefängnis. Die "Welt" sucht Mut machende Worte für ihren Korrespondenten: Auf einer Doppelseite erzählen politische Gefangene "verschiedener Zeiten und Länder", wie sie ihre Haft "erlebt und überlebt" haben.
"Welt", S. 6-7Kommentieren ...

"Welt" veröffentlicht Passagen aus Deniz Yücels Buch, geschrieben in den "Kleinen Prinz".

Welt veröffentlicht vorab Passagen aus dem Buch von Deniz Yücel, das am 14. Februar erscheint. Es enthält Texte aus seiner Zeit vor der Inhaftierung und Stücke aus dem im Gefängnis. "Welt" druckt zu letzteren Bilder des Manuskripts – Yücel hat es heimlich in den Weißraum einer Ausgabe von "Der kleine Prinz" geschrieben.
welt.de, edition-nautilus.de (Buch)Kommentieren ...

Deniz Yücel kündigt neues Buch zum Jahrestag seiner Verhaftung an.

Deniz Yücel bringt am 14. Februar, dem Jahrestag seiner Verhaftung, das Buch "Wir sind ja nicht zum Spaß hier" heraus. Das Werk erscheint in der Edition Nautilus und enthält eine Auswahl der journalistischen Texte von Deniz Yücel, die er im türkischen Gefängnis bearbeitet hat. Zusätzlich erscheinen einige neue Artikel sowie ein Beitrag seiner Frau Dilek Mayatürk-Yücel.
buchreport.deKommentieren ...

Zitat: Mesale Tolu hatte keine Angst vor Zerbrechen der Familie durch die Haft.

"Ich wuss­te, dass wir stark ge­nug sind, da­mit fer­tig zu wer­den. Ich habe als Jour­na­lis­tin immer wie­der über Kollegen be­rich­tet, die ver­haf­tet wur­den."

Die von der Türkei freigelassene, aber noch angeklagte Journalistin Mesale Tolu sagt im "Spiegel"-Interview, sie habe keine Angst gehabt, dass ihre Familie in der Haft zerbricht.
"Spiegel" 03/2018, S. 74-75 (Paid)Kommentieren ...

Zahl des Tages: Deniz Yücel ist seit 333 Tagen in türkischer Gefangenschaft.

Zahl des Tages: Seit 333 Tagen sitzt "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel in türkischer Gefangenschaft. Das türkische Verfassungsgericht hat am Donnerstag die Freilassung zweier inhaftierter Journalisten angeordnet – die Entscheidung des Gerichts könnte als Präzendenzfall nun auch Einfluss auf die Inhaftierung Yücels haben.
"Welt", S. 1 (Paid), wiwo.deKommentieren ...

Hamburg will den türkischen Journalisten Ertugrul Yigit abschieben.


Angst vor der Abschiebung: Hamburg will die Aufenthaltsgenehmigung des türkischen Journalisten Ertugrul Yigit, der seit 35 Jahren in der Stadt lebt, nicht verlängern. Yigit, der als freier Journalist u.a. für "taz", "Zeit" und türkische Oppositionsblätter schreibt, droht in der Türkei Haft. Er betreibt eine türkischsprachige Internetzeitung, die zwar klein, aber für ihre Erdogan-kritische Haltung bekannt ist und u.a. kritische Kommentare und Erdogan-Karikaturen veröffentlicht.

In der Türkei, die Präsident Erdogan gerade als "in Sachen Pressefreiheit, neueste Kommunikationstechnologien, soziale Medien und Internetjournalismus eines der führenden Länder der Welt" bezeichnete, reichen harmlosere Artikel, um ins Gefängnis zu wandern. Yigits Anwalt hält die geplante Abschiebung deshalb für unverantwortlich. Die Hamburger Behörde begründet den Schritt damit, dass Yigits Kinder sich in der Türkei befänden und er nicht erwerbstätig sei – der Journalist ist auf Sozialleistungen angewiesen. Er sagt, er wäre 2014 gern in die Türkei zurückgekehrt, der Putsch und seine Folgen hätten ihn aber davon abgehalten.
spiegel.de2 Kommentare

Türkei nimmt Stellung zur Haftbeschwerde von Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Die türkische Regierung hat beim Verfassungsgericht ihre Stellungnahme zur Haftbeschwerde des "Welt"-Korrespondenten eingereicht. Darin erneuert das Justiz-Ministerium den Vorwurf, Deniz Yücel habe Propaganda für eine bewaffnete Terrororganisation betrieben. Yücel und seine Anwälte haben nun zwei Wochen Zeit, die Stellungnahme zu erwidern, danach kann das Verfassungsgericht entscheiden, ob er für die weitere Dauer des Verfahrens frei kommt oder in Untersuchungshaft bleiben muss.
welt.de, zeit.deKommentieren ...

Türkei: Gericht lässt "Cumhuriyet"-Mitarbeiter Emre Iper frei und prüft App-Vorwürfe.

Türkei Flagge 150Cumhuriyet-Prozess: Das Gericht entlässt Emre Iper, Buchhalter bei "Cumhuriyet", bis zur Urteilsverkündung aus der Haft. Er steht wie viele Angeklagte unter Terrorverdacht. Drei weitere Mitarbeiter der Zeitung bleiben inhaftiert. Die türkischen Behörden geben außerdem bekannt, dass 11.480 Nutzer unwissentlich zur App Bylock umgeleitet worden, die eigentlich andere Apps herunterladen wollten. Bylock-Nutzer stehen bei den Behörden unter dem Verdacht, Gülen-Anhänger zu sein. Nun sollen zahlreiche Fälle überprüft werden. Die Behörden haben in Istanbul mehr als 200 Beschuldigte aus der Untersuchungshaft entlassen.
spiegel.de, zeit.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Eklat bei "Cumhuriyet"-Prozess in der Türkei.

Türkei: Beim Prozess gegen die Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" ist es am Montag zu einem Eklat gekommen. Der Investigativ-Journalist Ahmet Sik musste den Saal verlassen. Zuvor hatte er den Prozess als politisch motiviert kritisiert und die Türkei als "diktatorisches Regime" bezeichnet. Unterstützer Siks skandierten daraufhin: "Auch ihr werdet alle eines Tages vor Gericht gestellt werden."

Die Anhörungen der 17 angeklagten "Cumhuriyet"-Mitarbeiter sollen am 9. März weitergehen. Die Türkei wirft den Journalisten und Verlagsmitarbeitern "Unterstützung von Terrororganisationen" vor. Die meisten Mitarbeiter sind für die Dauer des Prozesses auf freiem Fuß. Vier von ihnen, darunter Sik, sitzen weiter in Haft. Auch vor dem Justizpalast haben "Cumhuriyet"-Unterstützer protestiert. (Foto: Picture Alliance, AP Photo/Lefteris Pitarakis)
spiegel.deKommentieren ...

Zahl des Tages: Türkische Staatsanwaltschaft fordert bis zu 15 Jahre Haft für Dündar.

Zahl des Tages: Bis zu 15 Jahre Haft fordert die türkische Staatsanwaltschaft für Can Dündar. Die Türkei wirft dem ehemaligen Chefredakteur der türkischen Tageszeitung "Cumhuriyet" – wie so oft – Unterstützung einer Terrororganisation vor. Dündar habe mit seinen Berichten über Waffenlieferungen der Regierung an Rebellen in Syrien der Gülen-Bewegung geholfen, behauptet die Staatsanwaltschaft.
spiegel.deKommentieren ...

Zitat: Außenminister Gabriel sieht Tolus Freilassung als ersten großen Schritt.

"Es ist ein erster großer Schritt, dass sie freigelassen wurde."

Außenminister Sigmar Gabriel freut sich im Interview mit den "Tagesthemen" über die Freilassung von Mesale Tolu und will sich für die Freilassung weiterer Journalisten einsetzen.
tagesschau.de (5-Min-Video), turi2.de (Background)

Zitat aus dem Interview über den Fall von Deniz Yücel:
"Jetzt geht es darum, dass wir endlich eine Anklageschrift sehen, damit die Verfahren endlich losgehen können."Kommentieren ...

Mesale Tolu ist wieder frei.

Türkei lässt die deutsche Journalistin Mesale Tolu wieder frei, nachdem sie am Montagabend vorübergehend auf zwei Polizeiwachen festgehalten worden war. "Ich habe acht schwierige Monate durchgemacht", sagt sie der Nachrichtenagentur AFP. Tolu sagt, die Freilassung aus der türkischen Haft sei für sie überraschend gekommen, weil sich in der Türkei "nicht immer das Recht durchsetzt".
zdf.de (28-Min-Video, Tolu ab Min 7), stern.de, welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkei hält Mesale Tolu weiterhin fest.


Ein tückisches Spiel: Die Türkei hält Mesale Tolu auf einer Istanbuler Polizeiwache fest. Martin Erdmann, deutscher Botschafter in der Türkei, ist empört und will den Grund herausfinden. Die deutsche Journalistin war zuvor unter Auflagen aus der Untersuchungshaft in einem Istanbuler Gefängnis entlassen worden.

Botschafter Erdmann hält der Türkei vor, "mit uns ein Versteckspiel" zu spielen. Die Türkei wirft der Journalistin – wie so oft – Terror-Propaganda und Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation vor. Der Prozess gegen sie soll im April 2018 weitergehen.
welt.de, zeit.de, "Handelsblatt", S. 47 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkei: Mesale Tolu wird unter Auflagen freigelassen.


Endlich frei: Die deutsche Journalistin Mesale Tolu wird aus der türkischen Untersuchungshaft entlassen. Sie und sechs weitere Angeklagte dürfen die Türkei allerdings nicht verlassen und müssen sich jede Woche bei den Behörden melden, bis die Richter das Urteil fällen. Der Prozess geht im April 2018 weiter. Die Staatsanwaltschaft in Istanbul hatte Tolus Freilassung beantragt.

Die türkische Regierung wirft ihr, wie den meisten inhaftierten Journalisten, Terror-Propaganda und Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation vor. Der Prozess begann im Oktober. Ihr kleiner Sohn saß mit im Gefängnis.
sueddeutsche.de, spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkei-Newsportal Ahval bleibt auf Arabisch nicht immer neutral.

Exil-Journalisten: Die Newsseite Ahval informiert neben Türkisch und Englisch auch auf Arabisch über die Türkei, bleibt in der arabischen Version aber nicht immer neutral, schreibt Joseph Croitoru. Hinter der Seite steht das Londoner Medienhaus Al Arab, das Subventionen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten erhält - die wiederum stehen mit der Türkei auf Kriegsfuß.
nzz.chKommentieren ...

Deniz Yücel bedankt sich ausführlich bei Menschen, die ihm schreiben.

Deniz Yücel berichtet in der "Welt" auf zwei Seiten aus seinem Haft-Alltag und beantwortet viele Zuschriften. An die Öffentlichkeit kommen die Texte über seine Ehefrau Dilek. U.a. bedankt sich Yücel bei der Nachwuchs-Journalistin Lena W., die sich auch seinetwegen für eine Ausbildung bei der "Welt" und an Springers Axel Springer Akademie beworben hat. Yücel schreibt: "Liebe Akademie, die nehmen wir, ja? Super, danke!"
"Welt", S. 7-8 (Paid)Kommentieren ...

Freundeskreis #FreeDeniz schaltet Anzeigen für Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Der Freundeskreis #FreeDeniz schaltet in deutschen und türkischen Zeitungen Anzeigen für eine Freilassung von Yücel. Sie erscheinen u.a. in den Samstags-Ausgaben von "Süddeutscher Zeitung", "Bild" und "Welt", fünf Literaturnobelpreisträger machen bei der Solidaritätsaktion mit. Yücel sitzt am Sonntag seit 300 Tagen in türkischer Haft. Seine Zeitung hat am Samstag eine Sonderausgabe zu Ehren Yücels gedruckt.
"Süddeutsche Zeitung", S. 20, "Welt", S. 9, "Welt", S. 10, "Bild", S. 8 (Paid), welt.de, turi2.de (Background)4 Kommentare

"Welt" erscheint Samstag mit Grundriss der Zelle von Deniz Yücel.


Zwölf Quadratmeter: Am Sonntag sitzt "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel seit 300 Tagen in türkischer Haft. Die "Welt" druckt deshalb am Samstag eine Sonderausgabe mit so vielen Seiten wie noch nie und bedruckt nur die Vorderseiten. Auf den Rückseiten bildet die Tageszeitung die Zelle von Deniz Yücel ab. Legt man alle Seiten aneinander, erhält man einen maßstabsgetreuen Grundriss der 4,18 x 3,10 Meter großen Zelle.

Die Redaktion fertigt den Grundriss nach Skizzen von Yücel an, die durch die Anwälte des Korrespondenten aus dem Gefängnis zur "Welt" gelangt sind. Auf Welt.de wird die Gefängniszelle auch für Virtual Reality Brillen erlebbar gemacht.
welt.de, facebook.de/weltKommentieren ...

Türkei wirft Deniz Yücel in Stellungnahme Propaganda für PKK und Gülen-Bewegung vor.


Liebesgrüße aus Ankara: Die ARD zitiert aus der am Dienstag von der Türkei am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vorgelegten, 51-seitigen Stellungnahme zum Fall Deniz Yücel. Darin begründet das Justizministerium die Untersuchungshaft gegen den "Welt"-Journalisten damit, dass er sowohl die PKK als auch die Gülen-Bewegung unterstützt habe. In seinen Artikeln habe Deniz Yücel die PKK als legitime Organisation bezeichnet und ihre Gewalttaten befürwortet. Ferner habe er Hass unter der türkischen und kurdischen Bevölkerung verbreitet und Staatspräsident Erdogan mit diffamierenden Äußerungen herabgesetzt. Ferner erklärt die Türkei, es habe bislang keine Verzögerung beim Verfahren oder den Ermittlungen gegeben.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte von der Türkei eine Stellungnahme erbeten, da Deniz Yücel hier Beschwerde gegen seine Untersuchungshaft eingelegt hat. Das Gericht hat bereits erklärt, es wolle den Fall mit Vorrang behandeln.
tagesschau.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ebner-Verlag legt sein Uhren-Magazin "Watch Time" an türkische Kioske.

Ebner-Verlag expandiert mit seinem Uhren-Magazin Watch Time in die Türkei. Die Special-Interest-Zeitschrift startet mit ihrer vierteljährlichen Ausgabe im Januar 2018. Beim Markteintritt kooperiert Ebner mit dem türkischen Verlag Fokus Pokus Medya. Aktuell erscheint "Watch Time" in den USA, Mexiko, Indien und dem Nahen Osten.
ebnerpublishing.comKommentieren ...

"Cumhuriyet": Türkei befindet Oguz Güven wegen Terror-Propaganda schuldig.

Türkei verurteilt Oguz Güven, Online-Chef der Cumhuriyet, wegen Terrorpropaganda für die Gülen-Bewegung zu drei Jahren und einem Monat Haft, schreibt der "Standard". Der Journalist der regierungskritischen Zeitung habe außerdem die verbotene Arbeiterpartei PKK unterstützt. Güven wurde im Mai verhaftet, war während des Prozesses aber auf freiem Fuß.
derstandard.at, turi2.de (Verhaftung), turi2.de (Zitat nach Freilassung)Kommentieren ...

Bericht: Behörden hätten Dogan Akhanli vor einer Verhaftung schützen können.

Dogan Akhanli: Deutsche Behörden haben die Chance verstreichen lassen, den türkischstämmigen Schriftsteller vor der Verhaftung in Spanien zu bewahren, schreiben Lena Kampf und Ronen Steinke. Seit Oktober 2013 wusste das Bundeskriminalamt demnach, dass die Türkei nach dem Autor fahndete. Doch 2014 habe Deutschland auf einen Aufruf Interpols, Fälle von politischer Verfolgung zu melden, um die Betroffenen von der Fahndungsliste zu streichen, nicht reagiert. Erst seit der Verhaftung Akhanlis warne Deutschland Interpol vor möglichem Missbrauch der internationalen Haftbefehle.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkischer Ministerpräsident verklagt "Cumhuriyet" wegen Paradise Papers.

Türkei: Ministerpräsident Binali Yıldırım verklagt die oppositionelle Zeitung "Cumhuriyet", die aus den Paradise Papers über Offshore-Firmen seiner Söhne auf Malta berichtet hat. Zunächst hatte der Politiker die Vorwürfe heruntergespielt, nun fordert die Familie umgerechnet rund 110.000 Euro Schmerzensgeld wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten und Verleumdung.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Zitat: Deniz Yücel kritisiert seine Haftbedingungen als Folter.

"Isolationshaft ist Folter. Auch wenn ich eigentlich guter Dinge bin, kann ich nicht absehen, welche langfristigen Folgen das haben wird."

Der in der Türkei inhaftierte "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel wirft im Interview mit der "taz" der Türkei vor, Einzelhaft als Folter gegen ihn zu verwenden.
taz.de

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Ich weiß, wie es mir gehen würde, wenn die Öffentlichkeit mich vergessen würde: nicht so gut."

"Obwohl noch immer keine Anklageschrift vorliegt, weiß ich ja, weshalb ich eingesperrt bin: weil ich, so meine ich mir einbilden zu können, meinen Job als Journalist ordentlich gemacht habe."Kommentieren ...

EGMR verlängert Frist für türkische Stellungnahme zu Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat erneut und letztmalig die Frist verlängert, bis wann die Türkei Stellungnahme zum Fall des inhaftierten "Welt"-Korrespondenten abgeben muss. Die Regierung in Ankara hat nun zum 28. November Zeit, sich zu äußern, eigentlich wäre die Deadline am 14. November. Der EGMR will die Beschwerde von Deniz Yücel dann mit Vorrang behandeln.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...