Bericht: Behörden hätten Dogan Akhanli vor einer Verhaftung schützen können.

Dogan Akhanli: Deutsche Behörden haben die Chance verstreichen lassen, den türkischstämmigen Schriftsteller vor der Verhaftung in Spanien zu bewahren, schreiben Lena Kampf und Ronen Steinke. Seit Oktober 2013 wusste das Bundeskriminalamt demnach, dass die Türkei nach dem Autor fahndete. Doch 2014 habe Deutschland auf einen Aufruf Interpols, Fälle von politischer Verfolgung zu melden, um die Betroffenen von der Fahndungsliste zu streichen, nicht reagiert. Erst seit der Verhaftung Akhanlis warne Deutschland Interpol vor möglichem Missbrauch der internationalen Haftbefehle.
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Türkischer Ministerpräsident verklagt "Cumhuriyet" wegen Paradise Papers.

Türkei: Ministerpräsident Binali Yıldırım verklagt die oppositionelle Zeitung "Cumhuriyet", die aus den Paradise Papers über Offshore-Firmen seiner Söhne auf Malta berichtet hat. Zunächst hatte der Politiker die Vorwürfe heruntergespielt, nun fordert die Familie umgerechnet rund 110.000 Euro Schmerzensgeld wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten und Verleumdung.
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Zitat: Deniz Yücel kritisiert seine Haftbedingungen als Folter.

"Isolationshaft ist Folter. Auch wenn ich eigentlich guter Dinge bin, kann ich nicht absehen, welche langfristigen Folgen das haben wird."

Der in der Türkei inhaftierte "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel wirft im Interview mit der "taz" der Türkei vor, Einzelhaft als Folter gegen ihn zu verwenden.
taz.de

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Ich weiß, wie es mir gehen würde, wenn die Öffentlichkeit mich vergessen würde: nicht so gut."

"Obwohl noch immer keine Anklageschrift vorliegt, weiß ich ja, weshalb ich eingesperrt bin: weil ich, so meine ich mir einbilden zu können, meinen Job als Journalist ordentlich gemacht habe."Kommentieren ...

EGMR verlängert Frist für türkische Stellungnahme zu Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat erneut und letztmalig die Frist verlängert, bis wann die Türkei Stellungnahme zum Fall des inhaftierten "Welt"-Korrespondenten abgeben muss. Die Regierung in Ankara hat nun zum 28. November Zeit, sich zu äußern, eigentlich wäre die Deadline am 14. November. Der EGMR will die Beschwerde von Deniz Yücel dann mit Vorrang behandeln.
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Türkische Opposition setzt sich für Deniz Yücel ein.

Deniz Yücel bekommt Unterstützung von der größten türkischen Oppositionspartei CHP. Der Istanbuler Abgeordnete Sezgin Tanrikulu hat im Parlament in Ankara eine kleine Anfrage gestellt, warum gegen Deniz Yücel bisher keine Anklage vorliegt, obwohl er seit neun Monaten in Haft sitzt. Außerdem fragt der CHP-Politiker, warum der "Welt"-Korrespondent in Isolationshaft gehalten wird und nicht gemeinsam mit anderen Gefangenen untergebracht ist. Eine Antwort der Regierung steht aus.
welt.deKommentieren ...

Türkei will 100 in Deutschland lebende Wissenschaftler und Intellektuelle anklagen.

Türkei Flagge 150Türkei: Rund 100 türkischen Wissenschaftlern und Intellektuellen, die in Deutschland leben, droht nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" eine Massenanklage seitens der Türkei. Sie zählen zu den 1.128 Unterzeichnern eines offenen Briefs, der die Kurdenpolitik der Türkei kritisiert. Das Land wirft ihnen dasselbe vor, wie auch den zahlreichen inhaftieren Journalisten: "Propaganda für eine Terrororganisation", darauf stehen bis zu siebeneinhalb Jahre Haft. Auf Rückfragen der Medien zur Sache reagiert die Istanbuler Staatsanwaltschaft nicht.
sueddeutsche.de, presseportal.deKommentieren ...

Zitat: Doğan Akhanli bezweifelt, dass die Türkei Anklage gegen Deniz Yücel erhebt.

"Die Tür­kei kann den Pro­zess nicht be­gin­nen las­sen, weil er bla­ma­bel wäre, ein Jus­tiz­thea­ter. Und die Welt wür­de da­bei zu­se­hen, be­son­ders Deutsch­land."

Der türkische Schriftsteller Doğan Akhanli glaubt, die Türkei behalte Deniz Yücel in Untersuchungshaft, um sich die Peinlichkeit eines Freispruchs zu ersparen. Er glaubt, dass ihm selbst etwas zustoßen würde, käme er noch einmal in türkische Haft.
spiegel.deKommentieren ...

DW: Türkische Presse verfälscht Interview mit Ulla Schmidt.

Deutsche Welle beklagt, dass ein Interview, das der Sender Mitte Oktober geführt hat, verfälscht in türkischen Medien wiedergegeben wird. Demnach habe sich die frühere Ministerin Ulla Schmidt in einem DW-Interview kritisch über die Türkei geäußert. Medien wie die Tageszeitung "Star" verkehrten die Kritik jedoch ins Gegenteil.
dw.comKommentieren ...

Angela Merkel trifft Ehefrau von Deniz Yücel.

#FreeDeniz: Bundeskanzlerin Merkel hat am Rande der konstituierenden Sitzung des Bundestages die Ehefrau von Deniz Yücel, Dilek Mayatürk, getroffen. Thema des Gesprächs war die Situation des "Welt"-Journalisten, der seit acht Monaten ohne Anklage in türkischer Haft sitzt. In der vergangenen Nacht ist eine Frist für eine türkische Stellungnahme beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ausgelaufen. Unklar ist, ob die Türkei eine Verlängerung beantragt hat wie in den Fällen anderer Journalisten.
spiegel.de, welt.de1 Kommentar

Türkei klagt Journalisten wegen Verbreitung geleakter E-Mails an.

Türkei Flagge 150Türkei: In Istanbul beginnt heute ein Verfahren gegen sechs Journalisten, die über geleakte E-Mails des türkischen Energieministers Berat Albayrak, einem Schwiegersohn von Präsident Erdogan, berichtet haben. Die Hackergruppe Redhack hatte Albayraks E-Mail-Konto geknackt und seine Mails im Internet veröffentlicht und an Reporter verschickt. Die Hacker sind nicht ausfindig zu machen, weshalb die türkischen Behörden die Verbreiter anklagen.
taz.deKommentieren ...

"Welt" bittet um Leser-Post für Deniz Yücel.

#FreeDeniz: Die "Welt" bittet ihre Leser um Post für Deniz Yücel. Nach einer längeren Postsperre bekomme der Journalist im türkischen Gefängnis nun vereinzelt Briefe zugestellt. Weil vor allem Post in türkischer Sprache gute Chancen hat, durchzudringen, übersetzt die "Welt" jeden Brief. Yücel sitzt seit 251 Tagen ohne Anklage in türkischer Haft.
welt.deKommentieren ...

Türkei entzieht 2016 etwa 900 Akkreditierungen.

Türkei Flagge 150 Pressefreiheit: In der Türkei haben 2016 etwa 900 Journalisten ihre Akkreditierung verloren, 110 Medienfirmen wurden dichtgemacht. 156 Journalisten sitzen laut Aussage von Justizminister Abdülhamit Gül im Gefängnis. Diese Zahl ist aber nicht sicher, da die Türkei inhaftierten Journalisten ihren Berufsstatus aberkennt und sie formal nicht mehr als Journalisten gelten. Auch dem ehemaligen Türkei-Korrespondenten des "Spiegel" Haznain Kazim hatte die Türkei die Verlängerung seines Journalistenvisums im vergangenen Jahr verwehrt.
derstandard.de Kommentieren ...

Spanien liefert den von der Türkei gesuchten Dogan Akhanli nicht aus.

Spanien liefert Dogan Akhanli nicht an die Türkei aus, entscheidet die spanische Regierung. Damit Akhanli ausreisen kann, muss noch das zuständige Gericht die bisherigen Auflagen aufheben. Der türkischstämmige Schriftsteller, der nur die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, hat bereits für nächsten Mittwoch einen Flug nach Köln gebucht. Akhanli war am 19. August bei einem Spanien-Urlaub wegen eines türkischen Fahndungsaufrufs festgenommen worden, er war einen Tag später unter Auflagen frei gekommen. Die Türkei wirft ihm Beteiligung an einem Raubmord vor.
spiegel.de, merkur.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Mesale Tolu kritisiert vor Gericht die Umstände ihrer Haft in der Türkei.

"Deswegen lebt mein Sohn, der eigentlich in den Kindergarten gehen müsste, seit fünf Monaten mit mir im Gefängnis."

Die deutsche Journalistin Mesale Tolu kritisiert am ersten Tag ihres Prozesses in der Türkei, dass sie und ihr Mann seit Monaten ohne Urteil in Haft sind und fordert ihre Freilassung.
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkei: Journalistin Meşale Tolu steht ab heute vor Gericht.

Meşale Tolu, deutsche Journalistin mit türkischen Wurzeln, steht ab heute in Istanbul vor Gericht. Die Behörden werfen der Mitarbeiterin der linken Nachrichtenagentur Etha Propaganda und Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation vor. Meşale Tolu sitzt mit ihrem kleinen Sohn im Gefängnis, ihr Mann ist auch inhaftiert. Ein anderes Gericht verurteilt indes die "Wall Street Journal"-Reporterin Ayla Albayrak zu zwei Jahren und einem Monat Haft.
br.de, "Süddeutsche Zeitung", S. 5 (Paid), wsj.com (Albayrak)Kommentieren ...

Türkei will Exil-Journalisten Can Dündar von Interpol suchen und ausliefern lassen.

Can Dündar: Die türkische Justiz will den in Deutschland lebenden, türkischen Journalisten auf die Fahndungsliste von Interpol setzen lassen. Ziel sei die Auslieferung des Ex-Chefredakteurs der regierungskritischen Zeitung Cumhuriyet. Der DJV appelliert an die deutschen Behörden, "eine klare und unmissverständliche Haltung in dieser Sache" zu zeigen.
correctiv.org, tagesspiegel.de, djv.deKommentieren ...

Basta: Miss Türkei verliert Titel nach einem Tag wegen eines Tweets zum Putschversuch.

Miss für einen Tag: In der Türkei müssen Schönheitsqueens nicht nur hübsch, sondern auch klug politisch angepasst sein. Nach nur einem Tag verliert Itir Esen, frisch gekürte "Miss Türkei 2017", den Titel wieder. Sie hatte zum Jahrestag des Putschversuchs gegen Erdogan getwittert, sie widme den Märtyrern zur Feier des Tages ihre Periode. Unklar ist, ob Erdogan-Gegner nun erst recht bei der 18-Jährigen Schlange stehen.
n-tv.deKommentieren ...

Springer sagt Anti-Erdogan-Kampagne mangels Unterstützung vorerst ab.

Springer legt seine in türkischen Medien geplante Anzeigen-Kampagne gegen Präsident Erdogan vorerst auf Eis. In der deutschen Wirtschaft finde sich derzeit keine Mehrheit für das Vorhaben, sagt eine Verlagssprecherin. Springer-Chef Mathias Döpfner hatte die Vorstände aller 30 Dax-Unternehmen aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Springer-Chef Mathias Döpfner organisiert Kampagne gegen Erdogan.

Mathias Döpfner organisiert eine Aktion gegen die Politik des türkischen Präsidenten Erdogan. Der Springer-Chef ruft in einem Brief an die Vorstände der Dax-30-Unternehmen zu einer gemeinsamen Anzeigenkampagne auf, berichtet Georg Meck. Bislang sei der Rücklauf gering, weil manche die Eskalation und andere schlechte Geschäfte fürchten.
faz.netKommentieren ...

Springer gibt Reisewarnung für die Türkei heraus.

Springer warnt seine Mitarbeiter vor Reisen in die Türkei. In einem Intranet-Beitrag, aus dem Meedia zitiert, sagt Personalvorstand Julian Deutz, dass sich der Verlag von "Bild" und "Welt" "angesichts der Lage von Deniz Yücel" und "zunehmenden Verhaftungen deutscher Staatsangehöriger in der Türkei" Sorgen mache. Anhaltspunkte für eine konkrete Bedrohung von Verlagsmitarbeitern gebe es aber nicht. Auch an der Berichterstattung aus und über die Türkei solle sich nichts ändern. Die Mitarbeiter sollten sich aber der Gefahren bewusst sein.
meedia.deKommentieren ...

Hunderte Menschen demonstrieren mit Korso und Kundgebung für Deniz Yücel.


Hupen für #FreeDeniz: Hunderte Menschen haben mit einem Auto- und Fahrradkorso für die Freilassung von Deniz Yücel demonstriert. Auf der anschließenden Kundgebung vor dem Kanzleramt verlangten sie an Yücels 44. Geburtstag von der Bundesregierung, entschlossener gegen die Türkei vorzugehen. Rüstungsgeschäfte mit der Türkei müssten verboten, neue Exportbürgschaften für Investitionen im Land beendet werden.

Die Demonstranten setzen sich auch für die Freilassung von Mesale Tolu und anderen inhaftierten Journalisten und Menschenrechtlern ein. Laut den Organisatoren vom Freundeskreis #FreeDeniz nahmen etwa 800 Personen an der Kundgebung teil, laut Polizei waren es mehr als 200. Yücel sitzt seit 209 Tagen in der Türkei in Haft.
spiegel.de, welt.deKommentieren ...

Bild des Tages: Korso für Deniz Yücel fährt zum Bundeskanzleramt.


Bester Korso wo gibt: Ein Auto- und Fahrradkorso für den in der Türkei inhaftierten Deniz Yücel fährt an dessen 44. Geburtstag durch das Berliner Regierungsviertel Richtung Bundeskanzleramt. Teilnehmer sprechen von dem "besten Korso wo gibt". Nach dem Korso fordern mehrere hundert Teilnehmer auf einer Kundgebung vor dem Kanzleramt die Freilassung von Yücel und den anderen inhaftierten Journalisten. Yücel sitzt seit 209 Tagen in der Türkei in Haft. (Foto: Paul Zinken / dpa / picture alliance)2 Kommentare

"Welt am Sonntag" sammelt Geburtstags-Gratulationen an Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Medienmacher, Politiker und Yücels Familie gratulieren in der "Welt am Sonntag" dem inhaftierten "Welt"-Korrespondenten heute zum 44. Geburtstag. Zu den Gratulanten gehören u.a. Ehefrau Dilek Mayatürk Yücel, Springer-Boss Mathias Döpfner, Außenminister Sigmar Gabriel und Comedian Jan Böhmermann.
"Welt am Sonntag", S. 8 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Lea Deuber hofft auf weitere Aktionen für in der Türkei inhaftierte Journalisten.

"Wenn wir solche Aktionen nicht mehr machen, wenn wir keinen Anteil mehr nehmen, dann passiert halt nichts mehr."

Lea Deuber, Vorstandsmitglied von Journalists Network, appelliert im Interview mit dem Deutschlandfunk, mit Aktionen für die Freilassung von Journalisten in der Türkei nicht aufzuhören.
deutschlandfunkkultur.de (6-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

14 Journalismus-Organisationen fordern Freilassung von Journalisten in Türkei.

Türkei: 14 Journalismus-Organisationen fordern in einem offenen Brief an Erdogan die Freilassung von Deniz Yücel und den anderen aus politischen Gründen inhaftierten Journalisten in der Türkei. Zu den Unterzeichnern gehören der DJV, Netzwerk Recherche und Correctiv, Initiator ist der Recherche-Verband Journalists Network. Die Organisationen verlangen von der Türkei, rechtsstaatliche Prinzipien und faire Prozesse zu garantieren. Der Brief soll auch in türkischen Medien erscheinen. Yücel sitzt am 10. September, seinem 44. Geburtstag, seit 209 Tagen in Haft.
kress.de, journalists-network.orgKommentieren ...

Anwalt: Akhanli kann trotz Aufhebung des Dringlichkeitsvermerks nicht ausreisen.

Dogan Akhanli kann trotz Löschung des Dringlichkeitsvermerks durch Interpol noch nicht aus Spanien ausreisen, sagt sein Anwalt Gonzalo Boye Tuset. Die Löschung der sogenannten "Red Notice" sei ein Standardverfahren für den Fall, dass die gesuchte Person gefunden wurde. Der Haftbefehl und das Auslieferungsverfahren gegen den Schriftsteller würden weiter laufen.
tagesschau.de, fr.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Gericht: Mesale Tolu bleibt in Untersuchungshaft.

Türkei: Mesale Tolu bleibt bis zum Beginn ihres Prozesses im Oktober in Untersuchungshaft, entscheidet ein Istanbuler Gericht. Als Grund nennt das Gericht u.a. Fluchtgefahr. Das Auswärtige Amt hatte sich für eine Unterbrechung der Haft eingesetzt. Die Türkei wirft der deutschen Journalistin – wie so oft – Terror-Propaganda und Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation vor.
br.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Hör-Tipp: Günter Wallraff bezeichnet Interpol als verlängerten Arm Erdogans.

Hör-Tipp: Enthüllungsjournalist Günter Wallraff spricht mit dem MDR über die Festnahme des Schriftstellers Dogan Akhanli in Spanien. Wallraff wirft Interpol vor, als "verlängerter Arm" Erdogans zu agieren. Er wolle selbst dem Geschehen bei Interpol nachgehen, dieses sei ein Thema für sich. Bundesinnenminister Thomas de Maizière müsse herausfinden, wer noch auf der Liste Erdogans stehe, sagt Wallraff, der mit Akhanli befreundet ist. Die Interpol-Listen sollten offengelegt werden.
mdr.de (7-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Schriftsteller Dogan Akhanli kommt unter Auflagen wieder frei.


Stadtarrest statt Arrest: Dogan Akhanli ist unter Auflagen wieder frei. Das hat ein spanisches Gericht entschieden. Der türkischstämmige Schriftsteller, der lediglich die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, darf bis auf weiteres jedoch Madrid nicht verlassen. Am Samstag hatten spanische Polizisten Dogan Akhanli in Granada festgenommen, da die Türkei ein Festnahmegesuch per Interpol eingereicht hatte. Was genau die Türkei Dogan Akhanli vorwirft, ist weiterhin nicht bekannt.

Die Bundesregierung hatte sich für die Freilassung des Schriftstellers eingesetzt. Angela Merkel warf der Türkei den Missbrauch von Interpol vor. Außenminister Sigmar Gabriel sagte: "Es wäre schlimm, wenn die Türkei auch am anderen Ende Europas erreichen könnte, dass Menschen, die ihre Stimme gegen Präsident Erdogan erheben, in Haft geraten würden." (Foto: dpa)
tagesschau.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Spanische Polizei nimmt den deutschen Schriftsteller Dogan Akhanli fest.

Türkei lässt per Interpol-Festnahmegesuch den Schriftsteller Dogan Akhanli in Granada festnehmen. Die spanische Polizei nahm den türkischstämmigen Schriftsteller, der lediglich die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, in Gewahrsam und überstellt ihn nach Madrid, wo über das weitere Vorgehen entschieden wird. Was die Türkei Dogan Akhanli vorwirft, ist bislang nicht bekannt.
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Silke Burmester sieht Deniz Yücel als Symbol für Kampf gegen Unrecht in der Türkei.

Deniz Yücel finde deutlich mehr Beachtung, als andere inhaftierte Journalisten und Aktivisten in der Türkei, beobachtet Silke Burmester. Das sei zwar unfair gegenüber anderen Inhaftierten wie Mesale Tolu, gleichzeitig tauge Yücel mit seinem Auftreten als cooler Hund gut als Symbol und stehe dadurch auch stellvertretend für seine Kollegen.
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Regierungsnahe Medien in der Türkei werfen "Focus"-Journalist Spionage vor.

Focus Weltkugel ohne SchriftzugFocus erntet für ein Interview mit dem türkischen Oppositionsführer Kemal Kilicdarouglu den Zorn regierungsnaher Medien. Kilicdarouglu rät im Interview indirekt von Reisen in die Türkei ab, wo es "für niemanden eine Sicherheitsgarantie" gebe. Das Erdogan-nahe Blatt "Star" wirft Interviewer Frank Nordhausen vor, ein Spion zu sein. Nordhausen habe die Türkei inzwischen verlassen, schreibt "Focus"-Chefredakteur Robert Schneider im Editorial der kommenden Ausgabe.
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Türkische Behörden erteilen Haftbefehle gegen 35 Journalisten.

Türkei Flagge 150Türkei hat Haftbefehle gegen 35 Journalisten ausgestellt. Die Behörden werfen den Journalisten vor, Mitglied der verbotenen Gülen-Bewegung zu sein. Unter den bereits Festgenommenen befindet sich Burak Ekici, Herausgeber der regierungskritischen Zeitung Birgün. Alle gesuchten Journalisten sollen die Messenger-App ByLock genutzt haben, was den türkischen Justizbehörden als Beweis für die Gülen-Mitgliedschaft gilt.
spiegel.de, handelsblatt.comKommentieren ...

Türkische Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für Journalistin Mesale Tolu.

Türkei Flagge 150Türkei: Die Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für die deutsch-türkische Journalistin Mesale Tolu, berichtet die regierungskritische Nachrichtenagentur ETHA. Ein Gericht hat die Klage bereits angenommen. Am 22. August prüft ein Richter, ob Tolu bis zum Prozessbeginn am 11. Oktober vorläufig frei kommt. Die türkischen Behörden werfen ihr Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation vor.
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