Springer sagt Anti-Erdogan-Kampagne mangels Unterstützung vorerst ab.

Springer legt seine in türkischen Medien geplante Anzeigen-Kampagne gegen Präsident Erdogan vorerst auf Eis. In der deutschen Wirtschaft finde sich derzeit keine Mehrheit für das Vorhaben, sagt eine Verlagssprecherin. Springer-Chef Mathias Döpfner hatte die Vorstände aller 30 Dax-Unternehmen aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Springer-Chef Mathias Döpfner organisiert Kampagne gegen Erdogan.

Mathias Döpfner organisiert eine Aktion gegen die Politik des türkischen Präsidenten Erdogan. Der Springer-Chef ruft in einem Brief an die Vorstände der Dax-30-Unternehmen zu einer gemeinsamen Anzeigenkampagne auf, berichtet Georg Meck. Bislang sei der Rücklauf gering, weil manche die Eskalation und andere schlechte Geschäfte fürchten.
faz.netKommentieren ...

Springer gibt Reisewarnung für die Türkei heraus.

Springer warnt seine Mitarbeiter vor Reisen in die Türkei. In einem Intranet-Beitrag, aus dem Meedia zitiert, sagt Personalvorstand Julian Deutz, dass sich der Verlag von "Bild" und "Welt" "angesichts der Lage von Deniz Yücel" und "zunehmenden Verhaftungen deutscher Staatsangehöriger in der Türkei" Sorgen mache. Anhaltspunkte für eine konkrete Bedrohung von Verlagsmitarbeitern gebe es aber nicht. Auch an der Berichterstattung aus und über die Türkei solle sich nichts ändern. Die Mitarbeiter sollten sich aber der Gefahren bewusst sein.
meedia.deKommentieren ...

Hunderte Menschen demonstrieren mit Korso und Kundgebung für Deniz Yücel.


Hupen für #FreeDeniz: Hunderte Menschen haben mit einem Auto- und Fahrradkorso für die Freilassung von Deniz Yücel demonstriert. Auf der anschließenden Kundgebung vor dem Kanzleramt verlangten sie an Yücels 44. Geburtstag von der Bundesregierung, entschlossener gegen die Türkei vorzugehen. Rüstungsgeschäfte mit der Türkei müssten verboten, neue Exportbürgschaften für Investitionen im Land beendet werden.

Die Demonstranten setzen sich auch für die Freilassung von Mesale Tolu und anderen inhaftierten Journalisten und Menschenrechtlern ein. Laut den Organisatoren vom Freundeskreis #FreeDeniz nahmen etwa 800 Personen an der Kundgebung teil, laut Polizei waren es mehr als 200. Yücel sitzt seit 209 Tagen in der Türkei in Haft.
spiegel.de, welt.deKommentieren ...

Bild des Tages: Korso für Deniz Yücel fährt zum Bundeskanzleramt.


Bester Korso wo gibt: Ein Auto- und Fahrradkorso für den in der Türkei inhaftierten Deniz Yücel fährt an dessen 44. Geburtstag durch das Berliner Regierungsviertel Richtung Bundeskanzleramt. Teilnehmer sprechen von dem "besten Korso wo gibt". Nach dem Korso fordern mehrere hundert Teilnehmer auf einer Kundgebung vor dem Kanzleramt die Freilassung von Yücel und den anderen inhaftierten Journalisten. Yücel sitzt seit 209 Tagen in der Türkei in Haft. (Foto: Paul Zinken / dpa / picture alliance)2 Kommentare

"Welt am Sonntag" sammelt Geburtstags-Gratulationen an Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Medienmacher, Politiker und Yücels Familie gratulieren in der "Welt am Sonntag" dem inhaftierten "Welt"-Korrespondenten heute zum 44. Geburtstag. Zu den Gratulanten gehören u.a. Ehefrau Dilek Mayatürk Yücel, Springer-Boss Mathias Döpfner, Außenminister Sigmar Gabriel und Comedian Jan Böhmermann.
"Welt am Sonntag", S. 8 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Lea Deuber hofft auf weitere Aktionen für in der Türkei inhaftierte Journalisten.

"Wenn wir solche Aktionen nicht mehr machen, wenn wir keinen Anteil mehr nehmen, dann passiert halt nichts mehr."

Lea Deuber, Vorstandsmitglied von Journalists Network, appelliert im Interview mit dem Deutschlandfunk, mit Aktionen für die Freilassung von Journalisten in der Türkei nicht aufzuhören.
deutschlandfunkkultur.de (6-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

14 Journalismus-Organisationen fordern Freilassung von Journalisten in Türkei.

Türkei: 14 Journalismus-Organisationen fordern in einem offenen Brief an Erdogan die Freilassung von Deniz Yücel und den anderen aus politischen Gründen inhaftierten Journalisten in der Türkei. Zu den Unterzeichnern gehören der DJV, Netzwerk Recherche und Correctiv, Initiator ist der Recherche-Verband Journalists Network. Die Organisationen verlangen von der Türkei, rechtsstaatliche Prinzipien und faire Prozesse zu garantieren. Der Brief soll auch in türkischen Medien erscheinen. Yücel sitzt am 10. September, seinem 44. Geburtstag, seit 209 Tagen in Haft.
kress.de, journalists-network.orgKommentieren ...

Anwalt: Akhanli kann trotz Aufhebung des Dringlichkeitsvermerks nicht ausreisen.

Dogan Akhanli kann trotz Löschung des Dringlichkeitsvermerks durch Interpol noch nicht aus Spanien ausreisen, sagt sein Anwalt Gonzalo Boye Tuset. Die Löschung der sogenannten "Red Notice" sei ein Standardverfahren für den Fall, dass die gesuchte Person gefunden wurde. Der Haftbefehl und das Auslieferungsverfahren gegen den Schriftsteller würden weiter laufen.
tagesschau.de, fr.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Gericht: Mesale Tolu bleibt in Untersuchungshaft.

Türkei: Mesale Tolu bleibt bis zum Beginn ihres Prozesses im Oktober in Untersuchungshaft, entscheidet ein Istanbuler Gericht. Als Grund nennt das Gericht u.a. Fluchtgefahr. Das Auswärtige Amt hatte sich für eine Unterbrechung der Haft eingesetzt. Die Türkei wirft der deutschen Journalistin – wie so oft – Terror-Propaganda und Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation vor.
br.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Hör-Tipp: Günter Wallraff bezeichnet Interpol als verlängerten Arm Erdogans.

Hör-Tipp: Enthüllungsjournalist Günter Wallraff spricht mit dem MDR über die Festnahme des Schriftstellers Dogan Akhanli in Spanien. Wallraff wirft Interpol vor, als "verlängerter Arm" Erdogans zu agieren. Er wolle selbst dem Geschehen bei Interpol nachgehen, dieses sei ein Thema für sich. Bundesinnenminister Thomas de Maizière müsse herausfinden, wer noch auf der Liste Erdogans stehe, sagt Wallraff, der mit Akhanli befreundet ist. Die Interpol-Listen sollten offengelegt werden.
mdr.de (7-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Schriftsteller Dogan Akhanli kommt unter Auflagen wieder frei.


Stadtarrest statt Arrest: Dogan Akhanli ist unter Auflagen wieder frei. Das hat ein spanisches Gericht entschieden. Der türkischstämmige Schriftsteller, der lediglich die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, darf bis auf weiteres jedoch Madrid nicht verlassen. Am Samstag hatten spanische Polizisten Dogan Akhanli in Granada festgenommen, da die Türkei ein Festnahmegesuch per Interpol eingereicht hatte. Was genau die Türkei Dogan Akhanli vorwirft, ist weiterhin nicht bekannt.

Die Bundesregierung hatte sich für die Freilassung des Schriftstellers eingesetzt. Angela Merkel warf der Türkei den Missbrauch von Interpol vor. Außenminister Sigmar Gabriel sagte: "Es wäre schlimm, wenn die Türkei auch am anderen Ende Europas erreichen könnte, dass Menschen, die ihre Stimme gegen Präsident Erdogan erheben, in Haft geraten würden." (Foto: dpa)
tagesschau.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Spanische Polizei nimmt den deutschen Schriftsteller Dogan Akhanli fest.

Türkei lässt per Interpol-Festnahmegesuch den Schriftsteller Dogan Akhanli in Granada festnehmen. Die spanische Polizei nahm den türkischstämmigen Schriftsteller, der lediglich die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, in Gewahrsam und überstellt ihn nach Madrid, wo über das weitere Vorgehen entschieden wird. Was die Türkei Dogan Akhanli vorwirft, ist bislang nicht bekannt.
spiegel.deKommentieren ...

Silke Burmester sieht Deniz Yücel als Symbol für Kampf gegen Unrecht in der Türkei.

Deniz Yücel finde deutlich mehr Beachtung, als andere inhaftierte Journalisten und Aktivisten in der Türkei, beobachtet Silke Burmester. Das sei zwar unfair gegenüber anderen Inhaftierten wie Mesale Tolu, gleichzeitig tauge Yücel mit seinem Auftreten als cooler Hund gut als Symbol und stehe dadurch auch stellvertretend für seine Kollegen.
deutschlandfunk.deKommentieren ...

Regierungsnahe Medien in der Türkei werfen "Focus"-Journalist Spionage vor.

Focus Weltkugel ohne SchriftzugFocus erntet für ein Interview mit dem türkischen Oppositionsführer Kemal Kilicdarouglu den Zorn regierungsnaher Medien. Kilicdarouglu rät im Interview indirekt von Reisen in die Türkei ab, wo es "für niemanden eine Sicherheitsgarantie" gebe. Das Erdogan-nahe Blatt "Star" wirft Interviewer Frank Nordhausen vor, ein Spion zu sein. Nordhausen habe die Türkei inzwischen verlassen, schreibt "Focus"-Chefredakteur Robert Schneider im Editorial der kommenden Ausgabe.
meedia.deKommentieren ...

Türkische Behörden erteilen Haftbefehle gegen 35 Journalisten.

Türkei Flagge 150Türkei hat Haftbefehle gegen 35 Journalisten ausgestellt. Die Behörden werfen den Journalisten vor, Mitglied der verbotenen Gülen-Bewegung zu sein. Unter den bereits Festgenommenen befindet sich Burak Ekici, Herausgeber der regierungskritischen Zeitung Birgün. Alle gesuchten Journalisten sollen die Messenger-App ByLock genutzt haben, was den türkischen Justizbehörden als Beweis für die Gülen-Mitgliedschaft gilt.
spiegel.de, handelsblatt.comKommentieren ...

Türkische Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für Journalistin Mesale Tolu.

Türkei Flagge 150Türkei: Die Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für die deutsch-türkische Journalistin Mesale Tolu, berichtet die regierungskritische Nachrichtenagentur ETHA. Ein Gericht hat die Klage bereits angenommen. Am 22. August prüft ein Richter, ob Tolu bis zum Prozessbeginn am 11. Oktober vorläufig frei kommt. Die türkischen Behörden werfen ihr Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation vor.
bild.de, spiegel.deKommentieren ...

WeltN24 klagt in Straßburg gegen Inhaftierung von Deniz Yücel in der Türkei.

WeltN24 beschwert sich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gegen die Inhaftierung von Deniz Yücel in der Türkei. Der Verlag beklagt die Verletzung der Presse- und Berichtsfreiheit, eine Vor-Ort-Berichterstattung aus der Türkei sei nicht mehr möglich. Seit April klagt auch Yücel vor dem Straßburger Gericht gegen seine Haft.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkische Behörden inhaftieren französischen Journalisten.

Türkei Flagge 150Türkei: Der französische Journalist Loup Bureau, freier Mitarbeiter des Fernsehsenders TV5, ist in der südöstlichen Provinz Sirnakc festgenommen und inhaftiert worden. Die türkische Justiz wirft ihm vor, Mitglied der kurdischen Miliz YPG zu sein. Unterdessen hat ein Gericht in Istanbul den Prozessbeginn für die inhaftierte deutsche Journalistin Mesale Tolu Corlu auf den 11. Oktober festgelegt.
derstandard.at (TV5), handelsblatt.com (Mesale Tolu Corlu)
Kommentieren ...

Historische Serien in der Türkei transportieren politische Botschaften.

Türkei Flagge 150Türkei: TV-Serien, die in der Zeit des Osmanischen Reichs spielen, erfreuen sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit, beobachtet Hüseyin Topel. Die Serienmacher bauten dabei jedoch auch immer wieder politische Botschaften ein, die der Linie der herrschenden AKP entsprechen. So werde zum Beispiel Stimmung gegen Feinde von Innen und Außen gemacht. Staatschef Erdogan nutzt den Soundtrack einer beliebten Serie oft für seine Auftritte.
taz.deKommentieren ...

Türkei: "Tagesspiegel" macht mit der inhaftierten Journalistin Mesale Tolu auf.


Sippenhaft: Der "Tagesspiegel" widmet den Titel seiner Montagausgabe der in der Türkei inhaftierten türkischstämmigen, deutschen Journalistin Mesale Tolu. Auf Seite drei erzählt das Blatt die Geschichte von Tolu, die seit Ende April gemeinsam mit ihrem zweieinhalbjährigen Sohn in einem Gefängnis in Istanbul einsitzt, der Vorwurf lautet – wie so oft – Terror-Propaganda und Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation. Auch ihr Ehemann sitzt in einem türkischen Knast, allerdings in einem anderen.

Der "Tagesspiegel" beschreibt, wie Tolu und ihr Sohn sich eine 50-Quadratmeter-Zelle mit 24 weiteren Frauen teilen müssen, dass es eine Stunde Hofgang pro Tag gibt und der Sohn nur einen Plastikball zum Spielen hat. Die Details kommen von Tolus Bruder, der die Geschichte von Deutschland aus erzählt. Er traue sich nicht in die Türkei zu reisen, aus Angst selbst verhaftet zu werden.
epaper.tagesspiegel.de (Paid), twitter.com, per Mail, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Ex-“Cumhuriyet“-Mitarbeiter beklagt unfairen Prozess und geistige Enge.

"Niemand von uns ist frei. Als Nation sind wir eingesperrt. Eingesperrt sind die, die ein Gewissen haben."

Ex-"Cumhuriyet"-Mitarbeiter und "taz"-Autor Ali Celikkan kritisiert einen unfairen Prozess gegen die “Cumhuriyet“-Mitarbeiter in der Türkei. In dem Land habe man das Gefühl, ständig an einer Klippe zu stehen.
taz.deKommentieren ...

Sieben "Cumhuriyet"-Mitarbeiter kommen vorerst frei.

Türkei lässt sieben von elf inhaftierten Mitarbeitern der Zeitung Cumhuriyet vorläufig aus der Untersuchungshaft frei. Die vier wichtigsten Angeklagten müssen jedoch in Untersuchungshaft bleiben, entscheidet ein Istanbuler Gericht. Dies betrifft Chefredakteur Murat Sabuncu, Kolumnist Kadri Gürsel, Herausgeber Akin Atalay und Investigativ-Journalist Ahmet Sik. Bisher waren elf der 17 angeklagten Mitarbeiter im Gefängnis.
zeit.de, deutschlandfunk.de
Kommentieren ...

Bild des Tages: Aktivisten protestieren in Istanbul für Pressefreiheit.


Bunter Protest für die Pressefreiheit: Mit Schildern und Luftballons protestieren Aktivisten vor dem Gerichtsgebäude in Istanbul gegen die Inhaftierung von Journalisten und Mitarbeitern der Zeitung "Cumhuriyet", denen der Prozess gemacht wird. Die Titelseite der Zeitung, die viele Demonstranten hochhalten, trägt übersetzt die Schlagzeile "Wir wollen Gerechtigkeit".
(Foto: Can Erok / ZUMA Press / picture alliance)Kommentieren ...

Zitat: Can Dündar will keine Tauschgeschäfte für die Freilassung von Journalisten.

"Man sollte Erdogan keinesfalls die Möglichkeit einräumen, die Freiheit von jemandem zum Tauschobjekt zu machen."

Can Dündar, aus der Türkei geflohener Ex-Chefredakteur der "Cumhuriyet", sagt der dpa vor dem Prozessauftakt gegen seine ehemaligen Kollegen, dass Rechtsstaaten nicht über Bedingungen für die Freilassung von Journalisten verhandeln sollen.
derstandard.at, turi2.de (Background)Kommentieren ...

N24 und n-tv stoppen nach heftiger Kritik Türkei-Werbespots.

Türkei: N24 und n-tv nehmen nach heftiger Kritik von Zuschauern Türkei-Werbespots aus ihrem Programm. Damit endet im deutschen TV die wochenlange Werbekampagne der Vereinigung türkischer Exporteure unter der Schirmherrschaft der Erdogan-Regierung vorzeitig. Die Imagefilme mit dem Fußballer Lukas Podolski und Wirtschaftsbossen werben für den Wirtschaftsstandort Türkei. N24 sagt, trotz Trennung von Programm und Werbung sei es wichtig, das Publikum in Anbetracht der neuesten Entwicklungen nicht zu irritieren. Außenminister Sigmar Gabriel hatte am Donnerstag erklärt, die Absicherung von Krediten für deutsche Exporte in die Türkei stehe auf dem Prüfstand.
abendblatt.de, meedia.de, twitter.com (N24)



Kommentieren ...

Türkei soll Austausch von Deniz Yücel gegen Ex-Generäle angeboten haben.

Türkei hat Medienberichten zufolge der Bundesregierung angeboten, den inhaftierten "Welt"-Journalisten Deniz Yücel freizulassen. Als Gegenforderung habe Staatspräsident Erdogan jedoch verlangt, dass Deutschland zwei Ex-Generäle ausliefert, die nach dem Putschversuch in der Türkei in Deutschland Asyl beantragt haben.
spiegel.deKommentieren ...

Verlage verdienen an Imagewerbung der Türkei.

Türkei Flagge 150Verlage bieten der Türkei trotz Abgrenzung regelmäßig Raum für Image-Anzeigen, schreibt Silke Burmester. Oftmals verantwortlich sei die Agentur Global Connection, die Springer als Partner aufführt und beim Verlag seine deutsche Kontaktadresse hat. Dort heißt es: Die Zusammenarbeit sei beendet, Springer habe im Auftrag aber jahrelang den Druck und Vertrieb durchgeführt.
taz.de, deutschlandfunk.deKommentieren ...

Ebru Taşdemir kann Propaganda-Anzeigen Positives abgewinnen.

Türkei-Anzeige in der "Süddeutschen" ist ein Geschenk an alle kritischen Geister, findet Ebru Taşdemir. Sie kann die Kritik vieler Kollegen nicht verstehen. Die umstrittene Reklame offenbare plumpe Lobbyarbeit des Erdogan-Lagers. Mit den Einnahmen ließen sich unabhängige Redakteure und Reporter bezahlen. (Foto: Stephan Röhl / CC BY-SA 2.0)
taz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkei: Erdogan versendet Handybotschaften an alle.

Türkei: Die beiden größten Mobilfunkanbieter Turkcell und Vodafone haben ihren Kunden am Samstag beim Versuch eines Anrufs erst eine Botschaft von Präsident Erdogan vorgespielt. In der 16-sekündigen Ansage gratuliert Erdogan zum "Tag der Demokratie und der Nationalen Einheit" und meint damit den Jahrestag des versuchten Putschs vor einem Jahr. Oppositionspolitiker kritisieren die präsidiale Zwangs-Botschaft als Eingriff in die private Telekommunikation.
sueddeutsche.de, faz.net3 Kommentare

Bei politischen Anzeigen sollten die Alarmglocken läuten, meint Ulrike Simon.

Anzeigenverkäufer sollten ein "wenig politischen Sachverstand" haben, um zu beurteilen, wann Anzeigen "womöglich mit Fingerspitzengefühl" zu behandeln sind, schreibt Ulrike Simon. Aktuellen Anlass gibt ihr eine ganzseitige Anzeige in der "Süddeutschen", die den gescheiterten Putsch in der Türkei als "Sieg der Demokratie über den Terror" feiert. "Spiegel" und "Bild" hatten die Anzeige abgelehnt. Stefan Hilscher, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags, schreibt Simon auf Nachfrage, die Anzeige sei vorab geprüft worden. Für die Veröffentlichung sei jedoch "nicht ausschlaggebend", wie der Verlag zum Inhalt der Anzeige steht oder "ob er diesen für unbedenklich hält".
horizont.netKommentieren ...

Basta: Türkische Behörden verhaften Produzenten des Erdo-Jubelschinkens "Reis".

Nichtmal einschleimen hilft: Die türkische Polizei hat Ali Avci, Produzent des Erdogan-Anbete-Spielfilms Reis ("Führer", im Bild), festgenommen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die offizielle Begründung: Avci sei Anhänger der Gülen-Bewegung. Eventuell hat er einen Zacken von Cheffes Krone nicht richtig ausgeleuchtet.
yahoo.com, hurriyet.com.trKommentieren ...

Erdogan legt wegen Jan Böhmermanns Gedicht Berufung ein.



Ganz oder gar nicht: Erdogan will auch die letzten sechs Zeilen des Gedichts von Satiriker Jan Böhmermann verbieten lassen und legt deshalb gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg Berufung ein, schreibt Spiegel Online. Das Gericht hat im Februar bereits die meisten Passagen für unzulässig erklärt. Auch Böhmermann geht gegen das Urteil in Berufung - er will das Gedicht, in dem er dem türkischen Präsidenten sadistische Züge unterstellt, komplett weiterverbreiten. Sein Anwalt Christian Schertz argumentiert, ein Kunstwerk lasse sich nicht in Einzelteile stückeln und teilweise verbieten.

Erdogans Anwalt Mustafa Kaplan sagt, das Gedicht sei eine Beleidigungsorgie, die nicht nur das Staatsoberhaupt, sondern auch das türkische Volk beleidigen solle. Beleidigungen mit sexuell anzüglichem Inhalt würden in der Türkei als "besonders schwerwiegend" empfunden.
spiegel.de, turi2.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Erdogan wundert sich, dass die Bundesregierung Deniz Yücel unterstützt.

Deniz Yücel: Der türkische Präsident Erdogan äußert im "Zeit"-Interview mit Giovanni di Lorenzo Unverständnis für die Bemühungen der Bundesregierung, den inhaftierten "Welt"-Korrespondenten freizulassen: "Dass Frau Merkel überhaupt die Rettung eines Terrorverdächtigen auf die Tagesordnung bringt, war für mich auch sehr, sehr sonderbar", sagt Erdogan. Unterdessen fordert der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte von der Türkei eine Stellungnahme zum Fall Deniz Yücel ein, schreibt die "Welt". Auch die Bundesregierung sei angefragt worden, freiwillig eine Stellungnahme ihrerseits abzugeben, da Yücel deutscher Staatsbürger ist.
zeit.de (Erdogan), welt.de (Stellungnahme), "Zeit", S. 6 (Interview Erdogan, Paid)Kommentieren ...

Türkei: Deniz Yücel wird nicht in der Hacker-Affäre angeklagt – Vorwürfe bleiben unklar.

Türkei trennt das Verfahren gegen den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel von den Verfahren gegen andere Journalisten. Sie hatten wie Yücel über gehackte E-Mails von Erdogan-Schwiegersohn und Energie-Minister Albayrak berichtet. Yücel sitzt wegen angeblicher Terror-Propaganda seit Mitte Februar in türkischer Haft.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Exil-Online-Magazin "Özgürüz" erscheint gedruckt.

Özgürüz, türkisches Exil-Onlineportal von Can Dündar in Berlin, erscheint nun auch gedruckt. Das zweisprachige Magazin soll mehr Platz für hintergründige Geschichten bieten. Während die Webseite Menschen in der Türkei adressiert, richtet sich das Magazin an Migranten in Deutschland. Auch über einen türkisch-deutschen Radiosender denkt "Özgürüz" nach.
deutschlandfunk.deKommentieren ...