Hier finden Sie aktuelle Videos und Interviews vom Branchenfernsehen turi2.tv.

Stefan Raue will sich den Text im Netz nicht gänzlich verbieten lassen.


Öffentlich-rechtliche Schreibregeln: Stefan Raue, Intendant des Deutschlandradios, fällt in seinen ersten 100 Amtstagen durch besonnene Töne im Streit mit den Verlegern um die Lufthoheit im Netz auf. Er plädiert für Kompromisse statt Krach, komplett verbieten lassen will er sich das Schreiben im Netz aber nicht. "Gerade wenn es um aktuelle Ereignisse geht, ist Text unabdingbar", sagt Raue im Interview mit turi2.tv am Rande des Journalisten-Empfangs des Radiosenders in Berlin. "Wir wissen, dass Nutzer auch eine Erstinformation als Text brauchen."

Den Vorstoß von WDR-Intendant Tom Buhrow, im Netz nur noch das Nötigste mit Texten zu machen, begrüßt Raue und zeigt sich verständnisvoll für die Nöte der Verleger: "Die Verleger müssen schauen, dass sie sich refinanzieren können in der digitalen Welt." Zeilen zählen bei seinen Online-Angeboten will Raue aber nicht und fordert von den Verlegern, dass "wir uns auch mit unseren Produkten in der digitalen Welt zeigen können".
turi2.tv (4-Min-Interview auf YouTube), turi2.de (Buhrow)1 Kommentar

Weihnachten bei Amazon: Video-Besuch im brummenden Logistikzentrum Bad Hersfeld.


Weihnachts-Wahnsinn: In der kalten Jahreszeit läuft die Konsum-Maschine Amazon heiß. Standort-Leiterin Stephanie Schreiber zeigt im Video das unwirkliche Gewusel in ihrem Logistikzentrum FRA3: Tausende Hände scannen, schleppen und verpacken. Aus der Halle bei Bad Hersfeld werden in diesen Tagen pro Sekunde bis zu drei Produkte verschickt.

Im Zentrum FRA3 lagern fast nur Bekleidung und Schuhe, insgesamt elf Mio Artikel. Es ist eines von elf Amazon-Logistikzentren in Deutschland, im Mai 2018 eröffnet schon der zwölfte Standort im pfälzischen Frankenthal. Der Online-Handel wächst massiv – und Amazon sichert sich einen beträchtlichen Teil des Marktes. Stephanie Schreibers Hilfs-Christkinder verschickten am Spitzentag des vergangenen Jahres 290.000 Produkte. Schreiber sagt: "Wir sind siegessicher, das in diesem Jahr zu toppen."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Michael Korbacher ist der Wolken-Mann bei Google.


Kampf um die Daten: Google stürzt sich voll hinein ins lukrative Geschäft der Datenspeicherung. Michael Korbacher ist Deutschland-Chef der Google Cloud und damit Chef-Angreifer der anderen Daten-Dienstleister Amazon und Microsoft. Korbacher beschreibt im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv, warum Firmen ihr Herz und ihre Seele in die Wolke auslagern sollten. Und warum ihre erste Wahl dabei Google ist: "Wir sind eine Firma, die in der Cloud geboren wurde."

Korbacher wirbt mit dem Alleinstellungsmerkmal der vielen Innovationen von Google. Kaum ein Unternehmen versteht es besser, Daten zu strukturieren, zu durchleuchten und zu nutzen als der Suchmaschinen-Gigant. "Wenn ich heute ein Business starte, würde ich mir keine eigene Infrastruktur mehr aufbauen", sagt Korbacher beim Google Cloud Summit in München. Er wirbt um Vertrauen und verspricht absolute Sicherheit für vertrauliche Geschäftsdaten. Schließlich gebe es kaum ein Unternehmen, das sich so mit digitalen Sicherheitsvorkehrungen auskenne wie Google.
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Smartphone trifft Auto: Hands-on mit Robin Hornig von "Auto Bild Digital".

Handy mit Rädern: Voll vernetzte Autos sind die Zukunft – und "Auto Bild Digital"-Experte Robin Hornig gibt im Video einen Einblick in die digitale, mobile Realität. Hornig zeigt Beifahrer Peter Turi sein fahrendes iPhone. "Der Umgang mit dem Smartphone ist gelernt", sagt er, "im Fahrzeug will ich das fortsetzen".

Die Systeme seien jetzt schon sehr intelligent, sagt Hornig. Apple Car Play lässt sich über Sprache steuern und versteht verschieden formulierte Wünsche. Nutzer müssen keine hölzernen Befehle mehr geben, sondern können mit ihrem Auto reden. Die Zukunft der Connected Cars gehört für Hornig den verbreiteten Betriebssystemen von Apple und Google, sodass Nutzer ihr Handy an jedes Carsharing-Auto anschließen und sich in ihrer gewohnten Umgebung wiederfinden. (Foto: Johannes Arlt / turi2)
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)1 Kommentar

Füße hoch, Handy an: Das war die Woche bei turi2.tv.

Video vielleicht verpasst? Kein Problem. Am hoffentlich ruhigen Wochenende blicken wir auf die Clips bei turi2.tv zurück. So hat unser Partner "Horizont" Jens Reich interviewt. Beim Deutschen Marketingtag gibt der Marketingchef von Mister Spex den todsicheren Tipp für einen perfekten Markenauftritt: "Ein gutes Logo muss man mit dem dicken Zeh in den Sand malen können." Mehr Weisheiten und sein Plan zur Digitalisierung des Brillengeschäfts gibt es unten im Video.
turi2.tv (4-Min-Interview)

"Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single ..." Und der Marketingchef von Parship, Herbert Murschenhofer, ist verliebt in diesen Spruch. Im Video erklärt er, warum Kollegen seinen Werbeslogan gerne klauen dürfen.
turi2.tv (4-Min-Interview)

Und im fragebogen2 stellt sich Klaus-Thorsten Firnig vor – ein kantiger Raucher mit einer seltenen Passion für Männer: zuhören. Der Chef des Comicverlages Egmont Ehapa hat in dieser Woche seinen Abschied aus dem Unternehmen angekündigt.
turi2.tv (2-Min-Video)


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fragebogen2: Nils von der Kall.

fragebogen2: "Zeit"-Marketingchef Nils von der Kall hatte schon früh ein Herz für den Journalismus. Doch in Redaktionen ist ihm das Tempo zu hoch. Der Bewunderer von Medien wie "Economist" und "Washington Post" erzählt im Video-Fragebogen, dass ihn seine Mutter zum Ausprobieren motivierte – wodurch er auf Verlagsseite landete. Ganz besonders hütet sich der Manager vor dem Eindruck, arrogant zu wirken.
turi2.tv (99-Sek-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Videointerview zur Zeit Akademie)Kommentieren ...

Montserrat Peidro hebt den Individualdruck ins Industriezeitalter.


Masse und Klasse: Der Druckmaschinen-Hersteller Heidelberg will individualisierte Druck-Erzeugnisse massentauglich machen. Dafür arbeiten die Ingenieure an digitalen Druckmaschinen, die vor allem eines können: Mini-Auflagen in bester Qualität. Ihr erstes Produkt ist die Primefire 106, erklärt Montserrat Peidro, Leiterin der digitalen Business-Unit, im Interview mit turi2.tv. Die neue Maschine bringt flexiblen Digitaldruck und die Präzision moderner Offset-Anlagen zusammen.

Damit trifft Peidro vor allem die Wünsche der Verpackungsindustrie: Verpackungen mit Sicherheits-Elementen, Spezialanfertigungen für Markteinführungen oder Kleinstauflagen für begrenzte Märkte sollen über die neue Maschine laufen. Auch Verlage könnten mit der Technik die Titelseiten von Magazinen und Büchern individualisieren, wie es turi2 bei der edition5 gemacht hat. Das wird aber eher die Ausnahme bleiben, glaubt Peidro.
turi2.tv (3-Min-Interview bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: 1.241 individuelle Titelseiten für die "turi2 edition5"

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Geschäftsführer Klaus-Thorsten Firnig verlässt Egmont.

Egmont hat ab 2018 nur noch einen Geschäftsführer. Klaus-Thorsten Firnig verlässt das Unternehmen mit nicht genanntem Ziel. Klaus Hoeg-Hagensen wird die Geschäfte künftig alleine führen. Klaus-Thorsten Firnig ist seit 17 Jahren in verschiedenen Funktionen für den Verlag tätig. Zuletzt verantwortete er unter anderem den Umzug von Köln nach Berlin.
per Mail, turi2.tv (fragebogen2, 2-Min-Video auf YouTube)

Diesen fragebogen2 hat turi2 kurz vor Klaus-Thorsten Firnigs Abschieds-Ankündigung aufgezeichnet:

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Wie Mister-Spex-Marketingchef Jens Reich den Brillenkauf im Netz pushen will.


Digitale Sehstörung: Der deutsche Brillenhandel hat den digitalen Wandel noch vor sich. 95 % der Spekuliereisen gehen analog über die Ladentheke. Marketingchef Jens Reich ist beim Berliner Brillen-Versender Mister Spex deshalb vor allem "edukativ" unterwegs, wie er im Video von "Horizont" und turi2.tv sagt. Der größte Konkurrent von Mister Spex im E-Commerce ist nicht Fielmann, sondern die deutsche Digital-Zurückhaltung.

"Bei Online-Competitors bin ich relativ entspannt", sagt Reich. "Ich glaube sogar, dass wir uns gegenseitig befruchten können. Wir ziehen an einem Strang." Mister Spex geht einen hybriden Weg zwischen Onlinehandel und Kundenkontakt im analogen Leben: Online finden Kunden eine große Auswahl, in Berlin eröffnete vergangenes Jahr der erste von inzwischen sechs Läden. Brillenkäufer schätzen Beratung. Deshalb setzt Reich in der Werbung weniger auf Witz und Emotionen und versucht eher, ganz sachlich Kompetenz zu vermitteln.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Parship-Werber Herbert Murschenhofer freut sich über Slogan-Klau.

Alle 11 Minuten ... klaut ein Kreativer eine Idee. Was manche ärgert, macht die Hamburger Liebes-Plattform Parship stolz. Marketingchef Herbert Murschenhofer erzählt im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv, dass sogar eine Gewalt-gegen-Frauen-Kampagne seinen Slogan gerne kapern darf. "Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single ..." sei eine sehr sichere Aussage, meint Murschenhofer: "Ich würde es mich gar nicht anders trauen, unsere Justiziarin ist sehr strikt."

Murschenhofer fühlt sich gut gerüstet gegen die Macht der modernen Dating-Apps. Konkurrenten wie Tinder und Lovoo, deutet er an, bieten eher die schnelle Nummer. Das kostenpflichtige Parship lege den Fokus auf langfristige, ernsthafte Beziehungen. Dafür ist regelmäßige Frischfleisch-Zufuhr, also neue Mitglieder, nötig: "Größe ist bei einem Marktplatz-Modell wichtig. Je mehr Leute da sind, desto mehr Partnervorschläge können wir machen."
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)2 Kommentare

fragebogen2: Julia Becker.


fragebogen2: Funke-Verlegerin Julia Becker offenbart im Video-Fragebogen von turi2 ihre heimliche TV-Leidenschaft: Am liebsten schaut sie "Bergdoktor" Hans Siegel bei der Arbeit zu. Ein unterschätztes Talent attestiert sich die mehrfache Mutter am Herd – auch wenn sie ihre Kinder davon noch überzeugen muss. Beckers Vorbild als Medienmacher ist ganz klar ihr Großvater Jakob Funke – ab 2018 will sie als Aufsichtsratschefin den Zeitungs- und Zeitschriftenriesen Funke in seinem Sinne in die Zukunft führen.
turi2.tv (3-Min-Video)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Julia Becker zeigt klare Kante gegen Klatschblatt-Lügen.
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Video-Tipp: "Bulo" will mit Gary Glotz kreatives Bewegtbild möglich machen.

Video-Tipp: Peter "Bulo" Böhling ist Chaos-Kreativer und Karikaturist. Mit der Agentur Gary Glotz geht er jetzt unter die Video-Macher. Im Interview von "Horizont" und turi2.tv beschreibt Bulo seine Mission: "Wir wollen bewegte Bilder möglich machen, die nicht immer nur Film sein müssen." Für Firmen und Organisationen produziert er Animiertes oder aktuell auch einen "unkomplizierten" Dokumentarfilm.
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

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Cornelia Holsten mahnt Influencer zu klarer Werbe-Kennzeichnung.


Schleichende Verbesserung: Cornelia Holsten kämpft gegen Schleichwerbung in sozialen Medien. Und die Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt sieht erste Erfolge: Influencer auf YouTube kennzeichnen Produktplatzierungen besser, sagt sie im Interview von "Horizont" und turi2.tv beim Bewegtbildgipfel in Düsseldorf. Sorgenkinder: Instagram und einige Werbungtreibende.

Einige Unternehmen verheizten Influencer ohne Rücksicht und Strategie. "Damit zerstören sie ein ganzes Marketing-Segment", sagt Holsten, die ab Januar als Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten zur Chef-Aufseherin wird. Ihr ganz persönlicher Tipp für die richtige Kennzeichnung: Das Hashtag #werbung an die erste Stelle setzen. "Das versteht jeder und würde im Zweifel auch jedes Gericht verstehen."
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Media-Chef Uwe Storch streut Ferreros Werbe-Millionen breiter.


Schoko auf allen Kanälen: Uwe Storch hat den süßesten Job der Branche. Der Media-Chef von Ferrero platziert Werbung für 28 Marken in deutschen Medien. Nutella, Duplo und die Ü-Eier sind seine "Kinder". Papa Uwe platziert sie immer seltener in teuren TV-Spots. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv sagt der Print-Fan: "Wir versuchen heute, alle Medien zu nutzen." Eine kluge Verhandlungsposition, mit der er die Preise drücken kann. Kritisch merkt Storch an: "Wir kennen von allem den Preis, aber von wenigem den echten Wert." Storch persönlich hält sich von sozialen Medien weitgehend fern, weil er "vielleicht zu alt" dafür sei.
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Stephan Schäfer setzt bei Gruner + Jahr auf Gedrucktes mit Gesicht.


Print mit Persönlichkeit: Stephan Schäfer profiliert sich bei Gruner + Jahr als Testimonial-Trendsetter. Barbara Schöneberger belebt als Magazin-Maskottchen bereits die Kiosk-Konjunktur, Joko Winterscheidt und Eckart von Hirschhausen folgen. "Warten wir mal ab, wie groß dieser Trend wird", sagt Schäfer im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv am Rande des Best4Print-Events.

Der Produktchef von Gruner + Jahr hofft darauf, mit einem ganz neuen Genre die Kauflust der Kunden zu wecken. Denn während die Auflagen etablierter Blätter eher sinken, sind die Leser offen für Neues. "Barbara", sagt Schäfer, sei schon mal ein Erfolg, das lasse sich an Auflage und Werbeumsatz auch belegen.

Nun will Schäfer nachlegen, aber nicht um jeden Preis: Die prominenten Blatt-Paten müssten zu Gruner + Jahr passen. "Geissens – das Familien-Magazin" könne er sich beim Hamburger Verlagshaus eher nicht vorstellen. Nach einem neuen Magazin gefragt, das der langjährige Blattmacher selbst gerne noch erfinden würde, schwebt Schäfer ein Nachrichten-Angebot für die junge Generation vor. Das sei sicher für jeden guten Journalisten ein Herzensprojekt, so Schäfer.
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Ulf Poschardt glaubt an Zeitungen, aber längst nicht an alle.


Survival of the bravest: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt glaubt an eine Bereinigung auf dem Zeitungsmarkt. Einige, die sich der Digitalisierung verweigern, werden verschwinden, sagt Poschardt im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv. "Print wird bleiben, aber es wird nur das Allerbeste bleiben", sagt er beim best4-Event in Frankfurt. Und fordert von Kollegen harte journalistische Arbeit ein: "Damit macht man die Punkte und nicht mit Sonntagsreden."

Poschardt selbst liebt Analoges: Zeitungen, Bücher, alte Autos. Deshalb erfasse ihn eine "zarte Melancholie", wenn er auf die sinkenden Reichweiten der Zeitungen schaut. Der "Welt"-Chefredakteur verzagt aber nicht, weil das digitale Geschäft brummt, sondern fasst sich ein Herz. "Ich muss einfach arbeiten. Es geht nur um harte journalistische Arbeit", sagt Poschardt: "Ich versuche alles, was nicht schreiben und Journalismus ist, in meinem Alltag so klein wie möglich zu halten."
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Salus-Pharma-Chef Christoph Hofstetter kommuniziert digital direkt in die Apotheke.


Weißkittel-Kommunikation: Christoph Hofstetter kommuniziert auf einem höchst sensiblen Feld. Der Chef der Pharma-Firma Salus will seine Kunden gesund machen – und zugleich Geld verdienen. Die Digitalisierung verändert seinen Alltag, erzählt Hofstetter im Video-Interview beim International Health Forum. Online will er gezielt die wichtigsten Vermittler erreichen: Apotheken-Mitarbeiter.

Analoge Vermittler und Meinungsbildner, etwa Apotheker und Ärzte, sieht Hofstetter als wichtige Zielgruppe für seine Kommunikation. Werbung, die die Pharmaindustrie schalte, richte sich meist nur an Verbraucher und nicht an Apotheken-Mitarbeiter. Durch Online-Schulungen will er dem Problem beikommen. Dass Amazon die Apotheke ersetzt, befürchtet Hofstetter nicht: "Amazon müsste so viele Mitarbeiter einstellen, das wäre zu viel."
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Eberhard Stork zieht für sein neues Erkältungs-Mittel alle Werberegister.


Gute Besserung: Eberhard Stork will mit seinem neuen Erkältungsspray Algovir die Hausapotheken der Republik erobern. Der Marketingchef des Arzneimittelherstellers Hermes gibt sich im Interview mit "Horizont" und turi2.tv überzeugt von der Wirksamkeit. Mehrfach habe er in den vergangenen Monaten erste Erkältungssymptome damit abgewehrt. Am Rande des International Health Forums in Baierbrunn erklärt er seine Mediastrategie zur Markteinführung des Medikaments.

Besonders auffällig ist der YouTube-Spot für das Erkältungsspray: Ein Büromensch niest und versetzt damit seine Kollegen im Großraumbüro in Angst und Schrecken – "Storytelling für die Generation YouTube", sagt Stork, denn im TV erreicht er längst nicht mehr die ganze Zielgruppe. Der Spot fürs Fernsehen ist denn auch deutlich konservativer. Auch in Print-Werbung steckt Hermes Media-Euros, um eine klassische, erklärungsbedürftigere Zielgruppe zu erreichen.
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GWA-Präsident Minack will mehr Relevanz für den Agenturverband – und weniger Selfies.


Kein Ressourcenmangel: Benjamin Minack, frisch gewählter Präsident des Agenturverbandes GWA und Chef der Agentur Ressourcenmangel, verkündet im launigen Antritts-Interview mit "Horizont" und turi2.tv die Agenda für seine Amtszeit. "Mehr Mitglieder, mehr Projekte, mehr Sichtbarkeit und Relevanz", fasst er die Erfolgsfaktoren, an denen er sich messen lassen will, zusammen. Von seinem Vorgänger Wolf-Ingomar Faecks will Minack sich dadurch unterscheiden, dass es künftig weniger Selfies auf Vorstandssitzungen gibt – "eine Frage der Persönlichkeit", begründet er mit einem Grinsen.

Auf seine Motivation für das zeitaufwändige Ehrenamt angesprochen, rührt Benjamin Minack die Werbetrommel für den GWA: "Dieser Verband und der Vorstand sind voller außergewöhnlicher Persönlichkeiten, mit denen zusammenzuarbeiten Spaß macht." Zudem sei der Wissenszugewinn durch die Verbandsarbeit auf anderem Wege nur sehr schwierig zu erreichen.
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GIK-Geschäftsführer Fred Hogrefe haucht kalten Daten Leben ein.


Mit Zahlen und Bauchgefühl: Fred Hogrefe ist als Geschäftsführer der GIK der Herr über die Zahlenberge der Markt-Media-Studien der großen Verlage, Best4Planning und Best4Tracking. Im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv auf dem Best4-Event plädiert er trotzdem für mehr Bauchgefühl dort, wo angesichts sinkender Umsätze und Erlöse nur noch auf die Zahlen geschaut werde. Auf die Zahlenwerke von AGMA und IVW lässt der Manager trotzdem nichts kommen. Steigende oder stabile Reichweiten trotz sinkender Auflagen begründet Hogrefe mit den Vertriebswegen: "Wenn ich einen hohen Anteil Lesezirkel habe, dann liegt es in der Logik der Sache, dass ich eine höhere Reichweite habe."

Trotzdem werde in der AGMA über Veränderungen diskutiert. Während etwa die TV-Reichweiten täglich die Runde machen, erfahren Zeitungs- und Zeitschriftenmacher nur zwei Mal pro Jahr, von wie vielen Menschen sie gelesen werden. Den Wunsch, die Print-Reichweiten pro Ausgabe zu erheben, findet Hogrefe berechtig, die Frage nach der Finanzierbarkeit habe aber noch niemand gestellt.
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Effi-Bilanz: Michael Trautmann über den neu aufgestellten Werbe- und Kommunikationspreis.


Neuer Glanz für alten Preis: Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen hat den Effi-Award in diesem Jahr zum ersten Mal in seiner neuen Form verliehen. Im Interview mit "Horizont" und turi2.tv erklärt Jury-Präsident und Thjnk-Gründer Michael Trautmann den Grund für die Neuaufstellung von Jury und Kategorien: Die deutsche Ausgabe des Preises müsse international vergleichbar werden. Zudem soll der Preis mehr sein als Glanz und Gloria für die Prämierten. Junge Kreative sollen aus den vorgestellten Cases lernen können – eine Preisverleihung als Learning-Plattform für den Nachwuchs.
turi2.tv (2-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)
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Mediaplus-Chef Andrea Malgara weiß, wann Werbung wirkt.


Tutto bene: Andrea Malgara verzehrt sich nach guter Werbung – auch wenn sich die Branche wandelt. Der Mediaplus-Chef sagt im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv, das Geschäft werde immer schöner und spannender. Malgara macht beim best4-Event in Frankfurt auch Zeitungs- und Magazinmachern Mut, mit einem einfachen Argument: "Die Größe der Anzeigen spricht für Print."

Malgara ist die Liebe zur Werbung buchstäblich in die Wiege gelegt worden. Er entstammt einer italienischen Medien- und Marketingfamilie, der Vater war Werbefilmproduzent. Schon damals sei Werbung nicht nur Emotion, sondern auch hartes Daten-Geschäft gewesen. "Mathematik ist keine Meinung", zitiert Malgara einen Merksatz. Will heißen: Fakten schlagen Gefühle und Geld fließt nur für Reklame, die wirklich wirkt.
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Andreas Arntzen trimmt die "Apotheken Umschau" auf digital.


Ein gesundes Geschäft: Andreas Arntzen führt seit 2016 den Wort & Bild Verlag, Heimat des Mio-Sellers "Apotheken Umschau". Der frühere Hockey-Nationaltorhüter spielt als Manager im Sturm: "Ein Unternehmen muss innovativ sein, um am Markt bestehen zu können", sagt der Hamburger mit Dienstsitz im beschaulichen Baierbrunn. Arntzen kündigt im Video-Interview beim International Health Forum an, das Geschäft rund um die "Apotheken Umschau" zu diversifizieren, zu digitalisieren und um Events zu ergänzen.

Arntzen, der einst das Datingportal Parship erfand, ist ein rastloser Geist mit Gründer-Gen. "Die heute 60- und 70-Jährigen sind deutlich digitaler geworden", sagt er vor der Kamera von "Horizont" und turi2.tv. Arntzens Ideen nehmen nach bald zwei Jahren im Amt nun konkreter Gestalt an. Sein Haus produziert nun Video und Virtual Reality – und will das komplexe Verhältnis zu den Apothekern verbessern: Sie kaufen dem Verlag die "Apotheken Umschau" und weitere Magazine ab, weil Wort & Bild durch Werbung die Erwartung aufbaut, dass Kunden das Heft überall gratis erhalten.
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Eckart von Hirschhausen kämpft als Magazin-Maskottchen gegen das "digitale Gift fürs Gehirn".


Aus Liebe zum Lesen: Arzt-Entertainer Eckart von Hirschhausen wird für Gruner + Jahr zum Magazin-Maskottchen. Nach "Barbara" und "Joko" wird "stern Gesund Leben" unter Hirschhausen zu einer Zeitschrift mit Gesicht. Am Rande des Print-Events best4 in Frankfurt erzählt der frühere Kinderneurologe, warum das für ihn ein persönliches Projekt ist. Hirschhausen kämpft fürs Gedruckte. "Print bietet eine sinnliche Qualität", sagt er im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv. "Digitale Geräte sind Gift für unser Gehirn."

Hirschhausen schreibt schon länger Kolumnen für "stern Gesund Leben" und übernimmt die Zeitschrift nach dem Relaunch als eine Art Co-Chefredakteur. Er will Editorials schreiben, Interviews führen und Selbstversuche machen. Wegen des ersten Versuchs erscheint Hirschhausen zum Interview ohne Frühstück im Bauch. Dafür spricht er umso leidenschaftlicher über geistige Nahrung. Der Print-Fan sagt: "Was man schwarz auf weiß besitzt oder auch schön gestaltet in bunt, hat nach wie vor eine andere Wertigkeit."

Der promovierte Mediziner, Autor und Entertainer beobachtet mit Sorge, wie der zunehmende digitale Konsum uns verändert: "Die Aufmerksamkeitsspanne wird kürzer. Wir gewöhnen uns an eine Taktung und Beliebigkeit in der Informationsaufnahme, so wie beim Chips essen: immer reingreifen und ständig was vor sich hin fressen. Aber das tut keiner Seele gut, auch nicht unserem Hirn."
turi2.tv (4-Min-Interview auf YouTube), turi2.de (Background "stern Gesund Leben"), turi2.de (Background "Joko")Kommentieren ...

Manfred Braun versprüht gute Laune: Der Funke-Chef glaubt an eine große Zeitschriften-Zukunft.


Ein Braun wie ein Baum: Manfred Braun liebt nicht nur Zeitschriften, sondern auch (selbst)lobende Worte. Der Funke-Chef hält beim VDZ Publishers' Summit eine motivierende Rede – und begründet anschließend vor der Kamera von turi2.tv und "Horizont", warum es der Branche blendend geht. Braun sagt: Technologische Veränderungen ändern nichts am Berufsfeld des Journalismus. "Journalismus als Treibriemen für die menschliche Gesellschaft und Kommunikation wird nicht in Kürze vorbei sein."

Braun frotzelt streitbar über Early Adopter und Freaks, die glaubten, mit Technologie ändere sich die Welt. "Nein, die Menschen sind seit 2.000 Jahren nach den gleichen Grundwerten ausgerichtet. Die Verkleidung ändert sich etwas", sagt Braun – sicher eine umstrittene These. Braun sorgt sich überhaupt nicht um die Zukunft der Zeitschriften. Nur Nachwuchs brauchten die Redaktionen dringend: "Wir müssen sehen, dass wir mehr junge Talente bekommen, denn die müssen die Geschichten für ihre Generation erzählen."

Ein bisschen mehr Sorgen sollte sich der Anzeigenvertrieb machen, denn für den hat Braun eine klare Ansage: Seid besser als Maschinen. "Wenn Programmatic Advertising zukünftig bedeutet, dass eine Maschine besser Werbeempfehlungen geben kann als ein Außendienst, dann ist unser Außendienst nicht gut genug."
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Nestlé-Mediachefin Tina Beuchler wünscht sich Print-Titel mit klarem Profil.


Weniger Gemischtwarenladen: Tina Beuchler, Digital- und Mediachefin beim Lebensmittelriesen Nestlé, will künftig vor allem in spezialisierten Print-Titeln werben. Im Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des VDZ Publishers' Summit sagt Beuchler, dass Print immer dann zum Zuge kommt, "wenn wir Zielgruppen, die wir enger fassen können, ansprechen wollen". Außerdem sieht die mächtige Media-Managerin Print für vertiefte Kommunikation als richtiges Mittel.

Der Trend, dass immer mehr Werbegeld ins Netz fließt, wird sich fortsetzen, glaubt Beuchler. Bei Nestlé gebe es allerdings keine Vorgabe, um welchen Prozentsatz Digitalwerbung wachsen müsse: "Wir kommen immer von der Kommunikationsstrategie, von der jeweiligen Marke."

Beuchler sieht sich zwar in der Verantwortung, mit ihren Werbeausgaben auch Qualitätsmedien zu finanzieren. Einen großen Shift zu Print werde es deswegen wahrscheinlich aber nicht geben. Die Unternehmen seien ihren Investoren gegenüber verpflichtet, die besten und effektivsten Werbe-Optionen im Markt zu sondieren.
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Funke-Verlegerin Julia Becker zeigt klare Kante gegen Klatschblatt-Lügen.


Frischluft bei Funke: Julia Becker wirbt um Vertrauen. Ab 2018 ist die Enkelin von Jakob Funke Verlegerin der mächtigen Funke Mediengruppe. Beim Publishers' Summit in Berlin zeigt sie sich der Branche – und anschließend vor der Kamera von "Horizont" und turi2.tv. Im Video-Interview macht Becker eine klare Ansage: Einige Schlagzeilen ihrer Klatschblätter gehen gar nicht. Sie mahnt zur "moralischen Verpflichtung, Grenzen zu wahren".

Werte und Traditionen zu pflegen, ist der dreifachen Mutter wichtig. Die Nachfolge ihrer Mutter Petra Grotkamp anzutreten und damit das Familienunternehmen fortzuführen, sei ihr "ein großes Bedürfnis". Die Aufgaben ihres Verlags sieht sie vielfältig: Die Tageszeitungs-Journalisten etwa müssten "den Menschen ungeschönt die Realität jeden Tag ins Haus liefern".

Bei den Zeitschriften misst sie mit anderem Maß: "Uns ist es wichtig, in den Vordergrund zu stellen, dass die sogenannten Yellows einen unterhaltenden Auftrag haben", sagt Becker. Heißt konkret: Sie dürfen die Wahrheit etwas weiter dehnen. Doch das Geschäft muss Grenzen kennen: Tote zu erfinden oder Persönlichkeitsrechte zu verletzen, verbittet sich Becker von ihren Redaktionen. Denn das passt nicht ins gepflegte Familienunternehmer-Bild und kommt auch sonst ungelegen: Die Geldstrafen werden auf Dauer zu kostspielig.
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VDZ-Präsident Rudolf Thiemann steigt auch für den "Playboy" in den Ring.


Einer für alles: Rudolf Thiemann, neuer Präsident des VDZ und bei Liborius Verleger religiöser Zeitschriften, steigt in seinem neuen Ehrenamt sogar für die Titel der Klatschpresse und Busen-Blätter wie den "Playboy" in den Ring. Im Antritts-Interview mit "Horizont" und turi2.tv sagt er: "Die Verleger spiegeln mit ihren Zeitschriften das Lebensgefühl der Menschen." Medien erster und zweiter Klasse dürfe es nicht geben.

Thiemann legt Wert darauf, dass der Verlegerverband auch ohne einen Präsidenten in den vergangenen sechs Monaten nicht kopflos war. Die Lobby-Arbeit in Berlin und Brüssel sei auch nach dem Rücktritt von Stephan Holthoff-Pförtner unvermindert weitergegangen. "Ein Präsident ist keine One Man Show", so Thiemann.

Die offensichtlichen Probleme des Verbandes, etwa die abtrünnigen Dickschiffe um Gruner + Jahr, will er nicht zu hoch hängen. "Es wäre wünschenswert, dass sich die Reihen wieder schließen im Fachverband der Publikumszeitschriften", sagt Thiemann. Gleichzeitig sieht er die Verlage aber "fest verankert im Hamburger Landesverband" des VDZ.
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Antenne-Bayern-Programmchefin Ina Tenz ermuntert Radiomacher zu Co-Produktionen fürs Netz.



Digital-Kooperation: Ina Tenz, seit Anfang 2017 Programmdirektorin von Antenne Bayern, appelliert an ihre Radio-Kollegen, über gemeinsame Inhalte fürs Netz nachzudenken. "Wir Radiosender sind ja dazu erzogen, unsere regionalen Grenzen zu verteidigen", aber etwa bei der Produktion von Podcasts sollten die Sender überlegen: "Kann man das nicht gemeinsam machen?", sagt Ina Tenz im Interview mit turi2.tv und Horizont bei den Medientagen München. Noch sei das aber Zukunftsmusik, weil bei den Sendern vorher noch "viele über viele Stöckchen springen müssen".

Keine Kooperation strebt Ina Tenz dagegen mit Spotify an, wo Antenne Bayern bewusst nicht präsent sei: "Wir wollen nicht unser Tafelsilber verscherbeln", sagt sie und ist überzeugt, "dass Content einen Wert hat, dass Content auch eine Markenbezogenheit hat". Anstatt die Inhalte der Konkurrenz zu überlassen, will Antenne Bayern lieber selbst davon profitieren, "sodass auch die Daten bei uns bleiben und letztendlich auch die Erlöse". Auf anderen Plattformen ist der Sender dagegen sehr wohl präsent: Bei Amazons Sprachassistentin Alexa verzeichnet der Antenne-Bayern-Skill 10.000 Aufrufe am Tag. Und die bei Instagram und Facebook gestartete Serie Menschen aus Bayern schafft es nun auch ins Radio.
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Frank Stadthoewer von news aktuell: Hat die Pressemitteilung im Digitalen noch Zukunft?


Breit gestreut: Die dpa-Tochter news aktuell schickt seit dem finstersten Fax-Zeitalter Pressemitteilungen auf die Schreibtische der Medienmacher. Welche Zukunft hat die Institution mit Sitz im feinen Hamburg-Pöseldorf? Geschäftsführer Frank Stadthoewer erklärt im Video zur turi2 edition5, wie der digitale Wandel alles ändert: Mitteilungen werden visueller, die Nutzerschaft breiter. Über die Presseportal-App erreicht Stadthoewers Truppe bis zu 600.000 Menschen – und längst nicht mehr nur Journalisten. Weiterlesen …

Jonas Bedford-Strohm bändigt Alexa für den BR.


Sprachbegabung: Sprachassistenten wie Amazon Echo oder Google Home ziehen in immer mehr Wohnzimmer ein und stellen Medienhäuser vor die Herausforderung, auf einer weiteren, digitalen Plattform Präsenz zu zeigen bzw. dort von sich hören zu lassen. Jonas Bedford-Strohm, Projektmanager für die Alexa-Produkte beim Bayerischen Rundfunk, sieht diejenigen im Vorteil, die sich ohnehin schon mit Audio-Inhalten befassen: "Für Zeitungsverlage ist es bisher sehr, sehr schwierig, die richtigen Formate zu finden", sagt er im Interview mit turi2.tv und Horizont bei den Medientagen München.

Der BR ist derzeit mit drei Nachrichten-Skills, so heißen die Sprach-Apps, bei Amazon präsent: "Wir wollen die Kontrolle über unsere eigenen Inhalte und Marken und natürlich auch Nutzerdaten haben". Die Interaktion per Sprache sieht Jonas Bedford-Strohm als "natürlichere Bindung" an das Medium als etwa Textkommunikation. Noch ist die Spracherkennung aber verbesserungswürdig, beobachtet Bedford-Strohm. Er ist bei seinen Kollegen bereits als "Sklaventreiber" verschrien, der Alexa immer anbrüllt.
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Zeit Akademie: Die Zukunft der Bildung ist digital.


Seminar als Stream: Die Zeit Akademie ist noch ein junges Kind aus dem Hause "Zeit". Doch die Digitalisierung wandelt das Geschäft – zum Positiven: Die Ära angestaubter DVD-Seminare ist passé, das Team konzentriert sich auf filmisch hochwertige Produktionen und Vertrieb nach Netflix-Prinzip. Der Verlag vertreibt seine Angebote u.a. über Amazons Videodienst und Xing. Geschäftsführerin Angela Broer (rechts) und Verlagsleiter Nils von der Kall erzählen im turi2.tv-Video, wie die Marke Zeit Akademie zur E-Learning-Plattform werden soll. Weiterlesen …

SZ.de-Chefin Julia Bönisch verabschiedet sich vom Reichweitenrennen.


Kohle statt Klicks: Julia Bönisch, Chefredakteurin von Süddeutsche.de, will beim Wettrennen um Klicks und Page-Impressions nicht mehr mitspielen. "Ich halte das Reichweitenrennen nicht für wichtig", sagt sie im Interview mit Horizont und turi2.tv bei den Medientagen München. Bei sinkenden Anzeigenumsätzen habe die "Süddeutsche Zeitung" sich "ganz bewusst" dafür entschieden, mit Digital-Abos "eine zweite Säule aufzubauen". Offenbar eine ertragreiche: "Ja, wir sind damit zufrieden und wir verdienen damit richtig Geld", sagt Bönisch und sieht die "SZ" als Vorreiter im Digital-Journalismus: "Ich glaube, dass wir Pionierarbeit geleistet haben bei vielen Dingen, die andere in der Branche uns nachmachen".

Den Kurs, den sie zusammen mit dem bisherigen Digitalchef Stefan Plöchinger eingeschlagen hat, will Julia Bönisch auch alleine fortsetzen. "Es wäre komisch, wenn mir einfallen würde, ich müsste wahnsinnig viele Dinge korrigieren, weil mir die vorher gegen den Strich gegangen sind". Daher seien "keine Revolutionen zu erwarten". Sie bedauert, dass Plöchinger zum "Spiegel" wechselt, fühlt sich aber "wunderbar aufgestellt" und kann sich einen kleinen Seitenhieb Richtung Hamburg nicht verkneifen: "Ich würde es eher so sehen, dass beim 'Spiegel' noch so viel zu tun ist, dass da die größeren Herausforderungen warten als bei uns."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Wie geht Medienbeobachtung? Uwe Mommert erklärt Landau Media.


Ausschneider bei der Arbeit: Landau Media beobachtet von Berlin aus die deutsche und internationale Presse. Rechercheure durchforsten Medien nach 11.000 Stichworten für Kunden – im Auftrag etwa von Hotelketten, Handelskonzernen und der Politik. Jens Twiehaus begleitet die Arbeit einen Tag lang mit der Kamera. Und Geschäftsführer Uwe Mommert erklärt, warum seine Leute täglich an 80.000 Papier-Zeitungsseiten herumschneiden, obwohl fast alles digital vorliegt. Weiterlesen …

Die Deutsche Bank wird digital: Joris Hensen über die Digitalfabrik und die Schnittstelle dbAPI.


Tag der offenen Bank: Die Digitalisierung reißt auch in der Finanz-Industrie Mauern ein. Am Rande Frankfurts arbeiten mehr als 400 Entwickler und Projektmanager in der Digitalfabrik der Deutschen Bank. Jens Twiehaus schaut sich für die turi2 edition5 vor Ort um. Und Innovations-Experte Joris Hensen gibt im turi2.tv-Video Einblick in eine neue Ära: "Wir brechen das alte Denken auf, indem wir Produkte nicht mehr nur selbst entwickeln." Weiterlesen …

Nicht konsequent, nicht kreativ: Sascha Lobo liest Verlagen die Leviten.


Das Verlage-Versagen: Sascha Lobo ist um keine rhetorische Ohrfeige verlegen – und nimmt sich die deutschen Medienhäuser zur Brust. "Keiner der großen Verlage führt die verschiedenen Ansätze für Paid Content konsequent aus", giftet Lobo im Video von "Horizont" und turi2.tv von den Medientagen München. Die zentrale Frage der Finanzierung bleibe damit unbeantwortet.

Lobo fehlt selbst das Patentrezept. Er bemängelt aber, dass Verlage nicht einmal mit Nachdruck experimentieren. Wie verzwickt die Lage ist, zeigt der Autor Lobo selbst. Seine wöchentliche Spiegel-Online-Kolumne will Lobo nicht hinter der Paywall sehen, weil sie auf Reichweite angelegt ist.

Er selbst rechnet vor, rund 50 Euro im Monat für digitalen Journalismus auszugeben. Für dieses Geld bezieht er fast ausschließlich US-Medien. Inhalte erreichen ihn fast nur via Social Media und zu 80 % auf dem Smartphone.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)2 Kommentare

Jakob Wais erklärt die Videostrategie von "Bild".


Video überall: "Bild" gibt mächtig Gas bei Bewegtbild. Im Formate-Labor entstehen Snapchat-Ideen ebenso wie Ideen für halbstündige Reportagen. Videostrategie-Chef Jakob Wais erklärt turi2.tv und der turi2 edition5 seinen Kurs: "Wir sind kein Fernsehsender, aber eine Marke, die Video ab dem ersten Moment mitdenkt." Weiterlesen …

Selfie-Umfrage zur turi2 edition5: Welche Emotion verbinden Sie mit Digitalisierung?


Spaß, Spiel, Hoffnung und Angst: Der Umbruch der Digitalisierung ist ein emotionales Thema. turi2.tv fragt Gäste auf der Launchparty der turi2 edition The Digital Me, welche Emotion sie ganz persönlich mit der Digitalisierung verbinden. Acht Gäste antworten mit Worten und einem Selfie. Unter ihnen: PR-Profi Axel Wallrabenstein, Marketing Managerin Daniela Lindner (Foto) und Werber Sebastian Schmidtsdorf.

Überwiegend bewerten die Gäste der Diskussion mit Christoph Keese die Digitalisierung als spannend und chancenreich. Neues auszuprobieren macht Spaß, birgt aber auch Risiken. Spaßig ist auf jeden Fall das Knipsen der Selfies: Alle Interviewpartner zeigen sich geübt im Anfertigen des Selbstbildnisses.
turi2.tv (3-Min-Interview auf YouTube)

200 Seiten starke Geschichten zur Digitalisierung gibt es in der turi2 edition5:
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