Hier finden Sie aktuelle Videos und Interviews vom Branchenfernsehen turi2.tv.

Jörg Eggers sieht die deutschen Anzeigenblätter auf Erfolgskurs.


Mit dem Bohrhammer: Anzeigenblätter sind mit 87 Mio Auflage stille Riesen im Medienmarkt – im vergangenen Jahr erzielen sie sogar ein Umsatzplus von 5,9 %. Eine Trendwende? Mehr denn je liefern sie "Kaufimpulse für Produkte, die man sonst nicht haben möchte", gibt Geschäftsführer Jörg Eggers vom Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter freimütig zu. Eggers selbst ist stolzer Besitzer eines Bohrhammers – weil ein Gratisblatt ihn zum Kauf trieb.

Eggers Verband BVDA ermittelt, dass die Leser-Blatt-Bindung steigt: 68 % der Leser würden ihr Anzeigenblatt stark oder sehr stark vermissen. Auch Werbekunden schätzten die Blätter, mit denen sie in die unterschiedlichsten Haushalte vordringen. Die Werbeumsätze liegen mit 1,9 Mrd Euro auf dem Niveau von Publikums- und Fachzeitschriften zusammen. Der Markt ist komplex: 1.298 Titel erscheinen in 436 Verlagen.
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Hannes Jaenicke will mit seinen Dokus verhindern, dass Geschichte sich wiederholt.


Alles wiederholt sich: "Die Welt ist ein bisschen aus den Angeln", sagt Schauspieler, Autor und Aktivist Hannes Jaenicke im Interview mit turi2.tv. Für den Pay-TV-Sender History dreht er derzeit eine dreiteilige Doku über den Zusammenhang zwischen der Zerstörung von Kulturstätten und Kriegen. "Als Medienmacher haben wir die Verantwortung, neben Unterhaltung, die ich mit großer Begeisterung mache, auch mal Sachen zu machen, die zum Nachdenken anregen", sagt Jaenicke und ergänzt: "Wir wiederholen ständig die gleichen Fehler aus der Geschichte."

Erst vor einer Woche war Hannes Jaenicke zusammen mit Produzent Emanuel Rotstein zum Dreh in Jordanien, um ein Flüchtlingslager nahe der syrischen Grenze zu besuchen. Jedem Politiker - von Frauke Petry bis Horst Seehofer - rät er, es ihm nachzumachen: "Ich glaube, das würde ihren Blickwinkel sehr verändern." Über das Fernsehen will Jaenicke in seiner Doku-Reihe mit dem Arbeitstitel "Guardians of Heritage - Hüter der Geschichte" Menschen zeigen, die versuchen, "über den Erhalt von Kulturstätten den folgenden Genozid zu verhindern". Auf Quoten achten muss er dabei im Pay-TV nicht und ist darüber sehr froh: "Kurzsichtig auf die Quote zu schielen, ist ein kapitaler Fehler." Dokumentarfilme hätten ein langes Leben, über eine einmalige TV-Ausstrahlung hiunaus. Was heute zähle, seien Klickzahlen, Aufmerksamkeit und die Präsenz auf Film-Festivals.
turi2.tv (4-Min-Interview mit Bildern vom Dreh in Jordanien im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

fragebogen2: Lukas Kircher.


fragebogen2: An Lukas Kircher ist ein Regisseur verloren gegangen. Weil er Österreich für eine solche Karriere aber ungeeignet fand, ist er in die Medien gegangen. Heute führt der gelernte Zeitungsdesigner bei Burdas Content-Marketing-Dickschiff C3 Regie. Und das, obwohl seine Mutter den Studienabbrecher lieber länger an der Uni gesehen hätte.
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Hannes Jaenicke reist für TV-Doku zu bedrohten Kulturstätten.

Hannes Jaenicke, Schauspieler und Aktivist, dreht für den Pay-TV-Sender History eine dreiteilige Doku über den Erhalt kulturellen Erbes. Für den ersten Dreh war Jaenicke zusammen mit Produzent Emanuel Rotstein vor wenigen Tagen in einem jordanischen Flüchtlingslager nahe der syrischen Grenze. History produziert die Doku mit dem Arbeitstitel "Guardians of Heritage - Hüter der Geschichte" inhouse, die Ausstrahlung ist für Ende November geplant.
turi2 vor Ort, turi2.tv (90-Sek-Video, Hannes Jaenicke über "Guardians of Heritage"), presseportal.de


Ein ausführliches Video-Interview mit Hannes Jaenicke sehen Sie bei turi2.tv am Wochenende.Kommentieren ...

Video-Tipp: Kerstin Pape kurbelt für Otto das Online-Marketing an.

Video-Tipp: Otto hat keine Berührungsangst und steckt sein Marketing-Budget allen großen Netz-Giganten zu. "If you can't beat them, join them", sagt Onlinemarketing-Chefin Kerstin Pape im Videointerview von turi2.tv und "Horizont". Ganz pragmatisch erläutert Pape: Sie investiere ihr Geld dort, wo sie die beste Wirkung erreicht.
(Interview von Ingo Rentz)
youtube.com (9-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

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Lea Bauer bringt durch Udemy die Volkshochschule ins Internet.


Digitale Dozenten: Udemy bringt als Lern-Plattform den Volkshochschul-Gedanken ins Netz – Ex-Google-Mitarbeiterin Lea Bauer baut das Geschäft in Deutschland auf. Dozenten stellen selbst produzierte Videos online und versuchen, Studenten zu finden. Udemy bleibt als Plattform im Hintergrund und kassiert Provisionen für verkaufte Kurse. Im Videointerview von turi2.tv und "Horizont" erklärt Bauer, wie André Agassi sogar Tennis online lehrt.

Udemy gibt die Verantwortung für Inhalte voll an die Dozenten. Sie könnten selber entscheiden, welche Themen zeitgemäß sind, sagt Bauer. Ein richtiges Zeugnis gibt es am Ende nicht: "Wir legen nicht viel Wert auf Abschlüsse und Zertifikate, weil wir denken, dass lebenslanges Lernen das Wichtigste ist in unserer Generation." Kurse gibt es inzwischen in 80 Sprachen, 15 Mio Nutzer sind angemeldet für Seminare zum Programmieren, Sauerteigbrote backen oder eben Tennis spielen. Online-Konkurrenz gibt es längst reichlich: Hochschulen stellen Kurse online, LinkedIn Learning bietet Videos und Udacity ist die Star-Onlineuni aus dem Silicon Valley.
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Malte Ubl von Google will mit AMP-Seiten auch Shopping schneller machen.


Internet-Rocker: Der Deutsche Malte Ubl gehört zu den Top-Google-Leuten im Silicon Valley – und erscheint im Iron-Maiden-Shirt zum Videointerview. Das passt: Mit seinen schnell ladenden AMP-Seiten rockt Ubl die Geschwindigkeit im Netz. Und der Entwickler ist stolz: "Es sind alle glücklich damit, wie es funktioniert." Innerhalb eines Jahres haben zahlreiche Verlage ihre Seiten durch AMP beschleunigt. Ein großer Fokus liegt jetzt darauf, Shopping-Seiten schneller zu machen.
(Interview von Ingo Rentz)
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Refinery29-Gründer Philippe von Borries zweifelt an Digital-Dominanz.


Digital ist nicht total: Der Deutsche Philippe von Borries ist einer der spannendsten Mediengründer in New York – Refinery29 entwickelt sich zu einer globalen Digitalmarke für junge Frauen. Im Videointerview von turi2.tv und "Horizont" gibt sich der Startup-Gründer zugleich als Digital-Skeptiker. Veranstaltungen im "echten Leben" seien ausschlaggebend für die Stärke einer Marke. Und über Deutschland trifft er eine überraschende Aussage: Die Dominanz von Print bleibt.

Deutschland hängt nach seiner Beobachtung Digital nicht zurück. Die Relevanz des Gedruckten sei einfach viel stärker. Deutsche würden sich in Magazine "embedden" – den meisten Amerikanern sei das fremd. Der deutsche Markt bleibt für von Borries deshalb kompliziert. Refinery29 versucht, sich – auch mit dem deutschen Ableger – durch unkonventionelle Themen abzuheben: eine Vagina-Woche oder eine Aktionswoche zur weiblichen Periode gehören zum normalen redaktionellen Programm.
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heftig.co-Erfinder Peter Schilling baut virale Erfolge am Fließband.


Wenn Sie das lesen, werden Sie weinen: Peter Schilling ist der Viral-Papst aus Potsdam – der Erfinder des Reichweiten-Wunders heftig.co baut immer neue Social-Media-Medien. Sein Team erreicht monatlich alleine 1 Mrd Video-Views bei Facebook, verrät er im Videointerview von turi2.tv und "Horizont". Die Taktik seiner inzwischen 70 Köpfe zählenden Media Partisans: "nicht zu viel posten und dafür nur die besten Inhalte".

Schilling erklärt im Interview, dass sein Team wie eine Redaktion arbeite: Inhalte finden, verifizieren und auch verwerfen – obwohl niemand der Truppe aus dem klassischen Journalismus kommt. Alles ist auf Wachstum ausgelegt: Nach heftig.co im Jahr 2014 entstand das Lifehack-Portal Geniale Tricks, die Gesundheits-Seite Gut für dich, dann Tierfreund und die Koch-Seite Leckerschmecker. In vielen anderen Ländern gibt es analoge Angebote – inzwischen 43 Projekte weltweit.

Seit Ende 2016 gehören die Media Partisans zu Funke und wagen sich jetzt auch an aktuelle Themen: Starzoom ist ein Promi-Portal mit redaktionellem Anspruch und Killer-Potenzial für "Bunte", "Gala", "Intouch" und Promiflash.
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Adblock-Plus-Chef Till Faida will auch das mobile Universum beherrschen.


Der Werbeschreck macht weiter: Till Faida gibt sich im Videointerview gewohnt kampfeslustig. Der Chef des Adblock-Plus-Anbieters Eyeo sieht noch ganz viel Potenzial, Werbung auch auf Handys zu blockieren. "Viele Nutzer wissen noch gar nicht genau, dass das geht", sagt Faida. Er selbst sieht die Lage natürlich weitaus undramatischer: Adblock Plus helfe Publishern und Nutzern, ein Online-Finanzierungsmodell zu finden.

Faida umgarnt: "Jeder der mit uns zusammenarbeitet, verdient am Ende deutlich mehr Geld." Mit einem Komitee will er akzeptable Werbung definieren, die Mitglieder des Gremiums sind noch geheim. Die Idee biete signifikanten und messbaren Mehrwert. Wer das nicht kapieren mag, dem setzt Faida lächelnd die Pistole auf die Brust: Rechtsstreite will er gerne auch bis zum Bundesgerichtshof austragen – eine klare Kampfansage an Springer, "Spiegel" und viele andere Verlage.
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Yvonne Beister geht im "Bild Brand Studio" auf Herz- und Hirn-Jagd.


Werbung auf die subtile Art: Yvonne Beister leitet das Bild Brand Studio – eine Einheit bei Springers Boulevard-Haubitze, die Anzeigen in Form von Artikeln gestaltet. Native Advertising heißt der heiße Scheiß der Online-Werbung. Und auch Yvonne Beister steht im Videointerview unter Feuer: "Native kann, was klassische Werbung nicht kann: ins Herz und ins Hirn der Kunden vordringen." Nutzer schauen ihre Werbe-Inhalte im Schnitt 1:43 Minute an – freiwillig.

Die frühere "Bild"-Redakteurin denkt als Werberin weiter wie eine Journalistin: "Nur die Kernkompetenz, die ich als Journalistin habe, stelle ich zur Verfügung für starke Marken." Gute Geschichten zu erzählen, sei Kerngeschäft im Journalismus wie auch in der Werbung. "Bei unseren Geschichten steht aber nicht das Produkt im Mittelpunkt, sondern die Zielgruppe", sagt Beister. Die Botschaft der Marke tauche nur "ganz subtil" auf.
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"Miss"-Macherin Monika Affenzeller verkauft Print besser dank Social Media.


Wiener Webweiber: Die Zeitschrift Miss aus Österreich entscheidet sich 2013 zum Strategie-Wechsel – und rückt Social Media ins Zentrum. Chefredakteurin Monika Affenzeller hat seitdem ein Luxusproblem: viele Fans auf Facebook plus steigende Print-Abos fürs Heft. Sie sagt im Videointerview von turi2.tv und "Horizont": "Social Media ist ein Segen für jede Medienmarke." Die Zukunft der Werbung sieht sie im Native Advertising.

Affenzeller bezeichnet die sozialen Kanäle als "unseren großen Marktplatz". Von den 420.000 Facebook-Fans erfahren manche erst durchs Internet, dass es ein Heft gibt. Ihr Team beim Medienhaus Styria fährt deshalb auf mehreren Gleisen Vollgas und teilt Inhalte auf: viel "Lean-Back-Material" für Print und schnelle Sachen fürs Netz – auf Facebook feuern sie im Stundentakt neue Postings raus. In der App gibt es viele Videos. Wichtig: "Alles hat eine optische Klammer" und überall versucht die Marke als "beste Freundin" zu agieren. Nervige Diättipps sind deshalb auf allen Kanälen tabu.
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"Bild"-Verlagschefin Donata Hopfen will Vollgas bei Video geben – und in Print.


Digital first, Print firster: "Bild"-Verlagschefin Donata Hopfen bekennt sich zur Alles-Oder-Nichts-Strategie. Die dicke Kohle fließt ins Digitale, doch "die Zeitung wird weiter Meinung machen", ist sich Hopfen sicher. Im Videointerview von turi2.tv und "Horizont" bläst sie auch zum großen Angriff auf die Fernseh-Branche: "Wir haben nichts zu verlieren."

Hopfen will aus "Bild" keinen Fernsehsender machen, weil Bewegtbild im Netz keinen Sender mehr brauche. Dieser Umstand macht Experimente möglich – ohne Rücksicht auf Verluste. Weil die Marke "Bild" mit Fernsehen nie etwas zu tun hatte, könne Video auch keine Umsätze kannibalisieren. Für die Redaktion bedeutet das eine Art Freifahrtschein zum Ausprobieren.

Beim Ausprobieren stößt Hopfen persönlich manchmal an ihre Grenzen. Mit Twitter ist sie nie warm geworden und Snapchat kapiert sie nur mit Hilfe ihrer Teenager-Patenkinder. "An einige Sachen muss ich mich ein bisschen gewöhnen. Da merke ich, dass ich älter werde", sagt Hopfen im Video. Vielleicht auch deshalb kehrt sie zurück zu Bewährtem: Frau "Bild"-Boss ist glückliche Neu-Abonnentin vom "Handelsblatt".
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Andrew Bosworth sieht im Giganten Facebook immer noch das kleine Startup.


The Boz is talking: Andrew "Boz" Bosworth gehört zu den klügsten Köpfen von Facebook – und ist der Erfinder des Newsfeed. Inzwischen ist er als Vice President des Werbegeschäfts voll aufs Geldverdienen fixiert. Im Videointerview von turi2.tv und "Horizont" erzählt der Ex-Dozent von Mark Zuckerberg, wie Facebook bis heute ein hungriges Startup bleibt. Ob der Social-Media-Gigant ein Medienunternehmen ist, will er nicht beantworten.

Bosworth macht stattdessen kräftig Werbung für die Wirkung von Facebook. Von 3,6 Mio kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland seien 1,2 Mio auf Facebook vertreten. Anzeigen zu kaufen ist laut Bosworth aber kein Muss. Unternehmen könnten bereits erfolgreich sein, wenn sie Zeit in Facebook investieren. 65 Mio Unternehmen sind mit einer Seite vertreten, nur 5 Mio schalten Werbung.
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Tarek Müller will mit dem Mode-Shop About You Bedürfnisse wecken.


Innenstadt-Feeling im Netz: Tarek Müller, Geschäftsführer der Otto-Tochter About You, will sich mit seinem Online-Mode-Shop von den "durchklickbaren und durchsuchbaren Lagerhallen", wie er Amazon und Zalando nennt, abheben. Beim Klamotten-Kauf gehe es um "Bedarfsweckung, nicht um Bedarfsdeckung", sagt Müller im Interview mit turi2.tv und "Horizont" beim Online Marketing Rockstars Festival. Um bei seinen Kunden das Gefühl vom Einkaufsbummel zu erzeugen, setzt er auf Personalisierung und Inspiration.

Dafür begrüßt sein Online-Shop die Kunden mit Namen und persönlichen Empfehlungen - und liefert ganz viel Content, etwa zu Stars und Mode-Trends. Bei der Eigenwerbung gönnt sich Müller einen bunten Mix: "Es gibt keinen Kanal, der isoliert funktionieren würde", sagt der Online-Händler und gibt seine Werbe-Euros im TV, in den sozialen Medien, auf Vergleichsportalen und bei Influencern aus.
youtube.com (11-Min Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Sascha Pallenberg will bei Daimler die Zukunft der Mobilität definieren.


Pallenberg macht mobil: Sascha Pallenberg sieht sich in seinem neuen Job in der Unternehmenskommunikation von Daimler nicht als Autoverkäufer. "Daimler verkauft keine Autos, das macht Mercedes", sagt der ehemalige Tech-Blogger im Videointerview von turi2.tv und "Horizont" beim Online Marketing Rockstars Festival. Stattdessen will er mit Daimler die Mobilität der Zukunft definieren und nennt Schlagworte wie "mobility as a service" und Elektrifizierung. Content Marketing will Pallenberg das nicht nennen. Er sieht sich eher in der Tradition von Kundenzeitschriften wie der "Apotheken Umschau" und fragt: "Ist das Content Marketing?"

Deswegen steht der Erfinder der Mobilegeeks auch weiter zu seiner Kritik am E-Plus-Portal Curved, dem er einst vorgeworfen hat, den Absender zu verschleiern. In seinem neuen Job will Pallenberg dagegen selbstbewusst unter der Marke Daimler kommunizieren. Die Marke stehe für "sehr, sehr starke Werte", sagt er und verspricht, "deswegen wird das auch überall drüber stehen".
youtube.com (7-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow
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interview2: Wie Andreas Heyden Fans für die Fußball-Bundesliga fängt.


Kickender Content: Andreas Heyden ist der Digitalchef der Fußball-Bundesliga – und ihr Internet-Außenminister. Für den Ligaverband DFL versucht er, mit Inhalten mehr internationale Fans fürs deutsche Ballspiel zu begeistern. Heydens Redakteure arbeiten mit Fachwissen und vielen Daten, um "spannende Inhalte aus jedem Spieltag zu generieren", erzählt Heyden im Videointerview von turi2.tv und "Horizont" beim Online Marketing Rockstars Festival.

Die Bundesliga will vor allem in Nord- und Südamerika, China und Südostasien wachsen. Heydens drei Ziele: er will mehr Menschen erreichen, sie sollen Inhalte fleißiger teilen und sie sollen Bundesliga-Fußball auf wirklich allen Endgeräten finden, die sie nutzen. Seine Redaktionsteams müssen vor allem zwischen den Spieltagen und in der Winterpause kreativ sein, damit das digitale Interesse nicht abflacht. Die Bayern-Dominanz in der Liga ist, behauptet zumindest Heyden, kein Nachteil für das Medienprodukt Bundesliga.
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

interview2: Torsten Ahlers von Otto verbündet sich mit Ströer.


Deutsche Datenallianz: Der Werbekonzern Ströer und Shopping-Gigant Otto bündeln ihre Stärken. Ströer wirft dafür seine digitale Reichweite in den Ring – zum Konzern gehört u.a. t-online.de. Otto bringt die Daten von 25 Mio Online-Shoppern mit, erläutert Otto-Group-Media-Chef Torsten Ahlers. Im Videointerview beim Online Marketing Rockstars Festival spricht Ahlers über die Ambitionen des Otto-Konzerns, mächtig im Werbegeschäft mitzumischen.

Für Ahlers ist die Allianz mit Ströer ein Schritt dahin: "Alle Werbung wird in Zukunft datenbasiert ausgeliefert." Für ihn gehören Werbung und Daten traditionell zusammen. Schon vor 20 Jahren seien Otto-Katalog auf der Basis von Kundendaten verschickt worden. Die Datenmengen werden nur jetzt digitaler und immer größer.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), stroeer.comKommentieren ...

interview2: Digital-Chefin Eva Spundflasche will die "Brigitte" zu einer Marke transformieren.


Die Zeitschrift als Marke: Eva Spundflasche, seit Juli 2016 Digital-Chefredakteurin bei der "Brigitte", sieht Print, Online und Mobil nicht als Gattungen an. Stattdessen will sie ihr Magazin in allen Kanälen als Marke erlebbar wissen – auch in Veranstaltungen. Im Rahmen der Social Media Week in Hamburg berichtet Eva Spundflasche stolz, dass die "Brigitte" mittlerweile über alle Kanäle hinweg so viele Menschen erreiche, wie nie zuvor. Dabei falle jedoch auf: Während die Magazinleserin im Schnitt Mitte 40 sei, seien die Desktop-Leserinnen durchschnittlich jünger als 40 und die "Brigitte"-Konsumenten auf mobilen Geräten noch einmal jünger.

Das müsse ihre Redaktion stets bedenken, wenn sie Themen aufbereite, sagt Eva Spundflasche im turi2.tv-Interview im Anschluss an ihren Vortrag. Sie sehe aber keine Risiken sondern "nur Chancen" in den unterschiedlichen Altersgruppen auf verschiedenen Geräten: "Alle Daten, die mir helfen, den Leser zu erfassen, helfen mir rein inhaltlich betrachtet natürlich."
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Deutscher Medienkongress 2017 – Alle Video-Interviews von turi2.tv & "Horizont".


Medien-Manager, Werber, Marketer – sie trafen sich am 17. und 18. Januar in Frankfurt beim Deutsche Medienkongress. turi2.tv (turi2.de/live) und "Horizont" berichteten gemeinsam mit Videos vom Branchentreffen. Vor der Kamera standen Antje Neubauer, Leiterin Marketing bei der Deutschen Bahn, Hans-Christian Schwingen, Markenchef der Deutschen Telekom, C3-Chef Lukas Kircher und viele andere. Weiterlesen und alle Videos anschauen …

Video-Tipp: Richard Gutjahr spricht über seine Breaking-News-Erfahrungen in Nizza und München.

Richard Gutjahr 2017 150Video-Tipp: Richard Gutjahr, Blogger, Journalist und Moderator, war 2016 gleich zwei Mal Augenzeuge von Amok und Terror. Als einer der ersten hat er vom Anschlag in Nizza und wenig später vom Amoklauf in München berichtet. "Ich glaube nicht, dass es eine To-Do-Liste gibt, wie man in einem solchen Fall handeln muss", sagt Gutjahr im turi2.tv-Interview am Rande des deutschen Medienkongresses über seine Erfahrungen. Er erklärt, warum er es richtig findet, in Breaking-News-Situationen immer weiter zu berichten und sagt, dass er in einer vergleichbaren Situation heute anders twittern würde.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

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interview2: C3-Chef Lukas Kircher fühlt sich mitschuldig am Niedergang der klassischen Medien.


Zwei Herzen in der Brust: Lukas Kircher, Chef von Burdas Content-Marketing-Riesen C3, hilft Marken dabei, selbst zu Medien zu werden. Dass er dabei Teil der Bewegung ist, die klassischen Medien die Werbeetats abzieht, findet er selbst nicht gut. Den Medien sei es nicht gelungen, die Entwicklung weg von der klassischen Werbung, hin zu inhaltlicherer Werbung mitzunehmen, sagt Kircher im Interview mit Peter Turi am Rande des Deutschen Medienkongresses und lobt Verlage, die auf Native Advertising setzen.

Content Marketing bezeichnet Kircher als "das neue Gold, das neue Öl, die neue Elektrizität" und gibt sich gelassen, angesichts neuer Konkurrenz von Media-Agenturen, die ankündigen, das Geschäft an sich reißen zu wollen. "Der Markt ist groß genug für uns alle", findet der Content-Marketing-Pionier, es gebe kaum ein Unternehmen, dass sich nicht mit Content-Strategien beschäftige.

Wie Kommunikation aussehen könne, "die einen normalen Menschen wieder interessiert", sei die Frage, die bei C3 alle umtreibe, sagt Kircher. Derzeit beschäftige C3 mehr als 100 Journalisten, die für unterschiedliche Marken arbeiten, dazu kämen Kreative. Ein Szenario, in dem irgendwann mehr Journalisten im Content Marketing arbeiten als für unabhängige Medien, will Kircher sich allerdings nicht vorstellen: "Journalismus ist so dermaßen wichtig - für mich, für die Gesellschaft, Politik. Ich glaube auch nicht, dass das passieren wird."
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interview2: Christoph Schwennicke engagiert sich für Flüchtlinge.


Mit Populismus in die Gewinnzone? Christoph Schwennicke hat vor neun Monaten gemeinsam mit Alexander Marguier das verlustreiche Magazin "Cicero" von Ringier übernommen. Nach geschätzt 2 Mio Euro Miesen im Jahr kratzt das Magazin inzwischen an der schwarzen Null, die Abo- und Kiosk-Auflage wächst, sagt Schwennicke im Interview mit turi2.tv am Rande des Deutschen Medienkongresses. Teil des Erfolges sind auch scharfe Töne gegen die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel, Kritiker werfen Schwennicke Rechtspopulismus vor. Bei turi2.tv widerspricht der frühere "Spiegel"-Mann: "Unsere Kritik richtet sich nicht gegen die Menschen, die ihre Zukunft hier in Deutschland suchen, sondern gegen einen operativen Fehler von Merkel."

Den Kritikern hält Schwennicke sein Engagement in der Flüchtlingshilfe vor: Im Verlag habe in der heißen Phase der Flüchtlings-Debatte eine junge Frau aus Syrien gearbeitet, die inzwischen beim "Spiegel" sei, bei der Suche nach Auszubildenden will er Flüchtlinge bevorzugen. Und auch privat habe er ein halbes Jahr lang einen jungen Mann aus Afghanistan aufgenommen. Schwennicke stellt fest, dass sich die kritischen Töne an Merkels Politik mehren, die Debatte habe sich beruhigt.
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TV – Turis Videowoche – Best of Branchenfernsehen. KW 3/17.


Ein eiskalter Verleger zeigt bei ausgefallener Heizung in der unterkühlten Pilot-Ausgabe von "TV Turis Videowoche" drei Minuten lang "Best of Branchenfernsehen". Mit eingefrorener Miene, Wärmeflasche und Backofenheizung präsentiert Peter Turi die High- und Lowlights der Bewegtbild-Woche mit Antje Neubauer, Jürgen Kornmann, Julian Reichelt und Steffi Czerny – Fortsetzung ungewiss. Weiterlesen und Video anschauen …

interview2: Dennis Ballwieser verabreicht den Lesern der "Apotheken Umschau" die richtige Medizin.


Drucken, was reich macht: Dr. med. Dennis Ballwieser, Geschäftsführer des Wort & Bild Verlags, lockt mit der Apotheken Umschau Millionen Kunden in die Apotheke und verdient an jeder weitergegebenen Zeitschrift mit, denn die Apotheker bezahlen das Heft. Damit die Kunden immer wieder nach dem Magazin fragen, gibt Wort & Bild schätzungsweise 30 Mio Euro pro Jahr für Werbung aus. "Unsere Werbung wirkt nicht, weil wir viel Geld ausgeben", sagt Ballwieser im Interview mit Peter Turi am Rande des Deutschen Medienkongresses von "Horizont", "die Werbung wirkt, weil wir das Versprechen für den Apotheker und den Leser einlösen."

Bei knausrigen Apothekern argumentiert Ballwieser mit der Kundenbindung: Jeder Kunde, der nach dem Heft fragt, sei ein persönlicher Kontakt und komme zufriedener wieder. Dafür zwischen 50 Cent und 1 Euro zu zahlen, sei fair und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Kritiker mokieren sich gelegentlich über die "Rentner-Bravo" oder den "Stützstrumpf der Nation" - das ficht den promovierten Anästhesisten und gelernten Journalisten nicht an: "'Rentner-Bravo' ist für uns eigentlich ein Lob", schließlich war die "Bravo" in seiner Generation das Heft, das man gelesen haben musste.
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interview2: Samsung-Manager Sascha Lekic sieht keinen Negativ-Effekt durch das Note-7-Debakel.


Das nächste Smartphone ist immer das Beste: Sascha Lekic, Samsung-Manager mit Verantwortung für IT und Mobile Communications bei Geschäftskunden, will keinen Negativ-Effekt auf die Marke Samsung durch das Debakel um den Taschen-Ofen Galaxy Note 7 erkennen - die Kunden seien auf andere Geräte aus dem Samsung-Reich umgestiegen, sagt Lekic im Video-Interview am Rande des Deutschen Medienkongresses in Frankfurt. Experten schätzen, dass das brandgefährliche Riesen-Smartphone den Konzern 1,2 Mrd Euro gekostet hat.

Lieber spricht der Manager über den Vorstoß des Konzerns in die virtuelle Realität. Anders als die Konkurrenz von Sony, Oculus und Co setzen die Koreaner nicht auf spezielle VR-Brillen, sondern auf eine Steck-Kombination aus VR-Gestell und Smartphone. "Ich glaube fest an die Demokratisierung der VR-Technologie", sagt Lekic und setzt auf ein "VR-Ökosystem", das einen niedrigen Einstiegspreis bietet. Einsatzmöglichkeiten sieht er vor allem im Marketing und schwärmt, "mit Virtual Reality wird das alles lebendig".
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interview2: Bahn-Sprecher Jürgen Kornmann erklärt die digitale Medienzukunft im ICE.


Digitaler D-Zug: Die Deutsche Bahn rüstet ihre ICE zur Multimedia-Zentrale um. Ab dem 2. Quartal können Reisende gratis 50 Filme von Maxdome abrufen. Das bordeigene ICE-Portal wird erweitert um ein Bezahlangebot für Hörbücher und Spiele, sodass sie "deutlich im Umfang steigen", kündigt Sprecher Jürgen Kornmann im turi2.tv-Interview an. Das Kundenmagazin Mobil bekommt ein Update: Die G+J-Tochter Territory soll es "wesentlich digitaler" machen.

Print an Bord bekommt damit mächtige Konkurrenz – zumal seit Jahresbeginn alle ICE-Reisenden das kostenlose W-Lan nutzen können. Das Angebot kommt an: Bereits in der ersten Woche loggten sich eine halbe Mio Fahrgäste mit ihren mobilen Geräten ein. Gedruckte Zeitungen gibt es in der 1. Klasse weiterhin: "Wir werden an Print festhalten", sagt Kornmann. Das gelte ebenso für "Mobil" – auch wenn er im Interview vielsagend andeutet, "noch" sei der Titel mit einer Printausgabe vertreten.
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interview2: ZDF-Gesicht Martin Leutke krempelt die Kommunikation der Lufthansa um.


ZDF verleiht Flügel: Martin Leutke war das Gesicht der Sendung "Wiso" – seit Oktober steht er im Dienst der Lufthansa. Dort baut er die Kommunikation mit der Presse um. Sein Sprecher-Team kämpft wie eine klassische Redaktion mit dem Medienwandel. "Wir müssen die Geschwindigkeit mitgehen und das Tempo halten", sagt Leutke im turi2.tv-Interview auf dem Frankfurter Flughafen. Ihn habe die Neugier auf Neues unter die Schwingen des Kranichs getrieben.

Leutke und seine Leute bändigen jeden Tag die vielen Kommunikationskanäle. Die Lufthansa müsse auf allen Plattformen gleichermaßen präsent sein, sagt er. Mitarbeiter der Airline twittern und tippen klassische Pressemitteilungen in einem hochmodernen Newsroom, sie telefonieren und snappen, posten und füllen Medien für Mitarbeiter, die rund um den Globus unterwegs sind. Leutke profitiert von seiner ZDF-Erfahrung: Er weiß noch, wie man Kamerateams glücklich und sich Journalisten zum Freund macht.
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interview2: Lars Haider, Chef des "Hamburger Abendblatts", singt ein Loblied auf Funkes Zentralredaktion.


Läuft bei ihm: Lars Haider, Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts", ist nach drei Jahren im Funke-Reich voll des Lobes für die neuen Besitzer der früheren Springer-Zeitung. Toll an den Funkes sei die Konzentration auf ein gutes Produkt, sagt Haider im Gespräch mit turi2.tv am Rande des "Abendblatt"-Neujahrsempfangs Anfang der Woche. "Insbesondere durch die Zentralredaktion in Berlin ist die Zeitung besser geworden", so der Chefredakteur.

Eine Konkurrenz zu den Kollegen um Zentral-Chef Jörg Quoos sieht Haider nicht, ganz im Gegenteil: Von den Lesern bekomme er viel Lob für den gut gemachten Politik-Teil aus Berlin. Er selbst begreife sich als Lokalchefredakteur, der sich für Hamburg interessiert - und Haider bekennt: Wer als Chefredakteur bundespolitisch oder international denkt, ist beim "Abendblatt" falsch.
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Beim VDZ-Summit im November 2016 hat turi2.tv mit Jörg Quoos, dem Chefredakteur der Zentralredaktion, über seine Arbeit gesprochen.
turi2.tv (3-Min-Video)

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interview2: Telekom-PR-Chef Philipp Schindera erteilt Print eine Abfuhr.


Das Herz am digitalen Fleck: Philipp Schindera, Kommunikations-Chef der Telekom, bespielt mit seinem Team 24 Kanäle – von Zeitungen über die eigene Website bis zu Snapchat. Printmedien spielen eine immer kleinere Rolle, erzählt Schindera beim turi2.tv-Interview in Bonn. "Unser Produkt ist digital. Wir bringen den Menschen das Digitale nach Hause. Deshalb setzen wir konsequent auf digitale Inhalte." Ob das Marketing in fünf Jahren noch Print-Anzeigen schaltet? "Das wird sich zeigen", antwortet Schindera.

Die Telekom gucke sich Entwicklungen im Content Marketing "interessiert" an und schätze digitale Werbung, weil Kunden dort zielgerichteter angesprochen werden können. Auch Schindera beobachtet an sich, wie sein Alltag ganz selbstverständlich digital wird. Seine "TV Digital"-Zeitschrift, die zusammen mit der Telekom entsteht, nutzt er nur noch "sehr, sehr selten", weil elektronische Programmführer und Apps immer besser werden.
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interview2: FFH-Chef Hans-Dieter Hillmoth sieht das Privatradio in der Tutti-Frutti-Falle.


TV harms the Radio star: Hans-Dieter Hillmoth ist seit 1989 Chef von FFH und das Gesicht des Privatradios in Deutschland. Radio fasziniert ihn – Lästereien über die Privaten nerven. "Das private Radio ist viel besser als das private Fernsehen", sagt Hillmoth beim turi2.tv-Besuch im Funkhaus Bad Vilbel. Das Schmuddel-Image aus der Tutti-Frutti-Zeit schadet bis heute auch den privaten Hörfunkern.

Radio erfülle eine wichtige Rolle in den Regionen. FFH vollbringe in Hessen eine "integrative Leistung", berichte aus allen Landesteilen seriös statt reißerisch. Hillmoth, der ab Januar auch Aufsichtsrats-Chef des Vermarkters RMS ist, blickt auf ein gutes Werbegeschäft 2016 zurück. Dabei profitiere das Privatradio von der Tageszeitungskrise: Kunden schichteten Budgets um: von der Tageszeitung zum Radio.
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Peter Turi: "2016 war das Jahr, in dem mir klar wurde, dass das Internet überschätzt wird."

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"Das Internet wird überschätzt" – turi2-Verleger Peter Turi investiert deshalb 2017 vor allem in Print und Video (Foto: Ralph Koch)

Liebe Leserinnen und Leser von turi2,

2016 ist vorbei – endlich. Ich wünsche uns allen 2017 weniger Todes- und Terrornachrichten, versprechen kann ich es Ihnen leider nicht. Was ich Ihnen versprechen kann: Beim Branchendienst turi2 erwarten Sie 2017 News, Neues und Innovationen. Vieles wird sich ändern, damit eines bleibt: dass wir Ihre Primärquelle für den Wandel in der Welt der Medien & Marken sind.

2016 war das Jahr, in dem mir klar wurde, dass das Internet überschätzt wird. Wir haben die turi2 edition als langsamsten Branchendienst und Gegengift zur Kurzatmigkeit des Onlinegeschäfts etabliert. Die Zeitschrift, die ein Buch ist, erwirtschafte 2016 für turi2 bereits mehr Umsatz und Gewinn als der Onlinedienst. weiterlesen …

interview2: Filmproduzent Andreas Bareiss hofft auf Besserung bei Sat.1.


Problem-Produktion: Bei Sat.1 liegt Staub auf dem Glanz vergangener Tage. Produzent Andreas Bareiss hofft, dass der Sender 2017 im Filmbereich einen Sprung nach vorne macht. Ein Sender, der nur sechs oder zehn Filme im Jahr herstellt, sei für den Zuschauer nicht mehr wahrnehmbar, sagt der "Wanderhuren"-Produzent Bareiss im turi2.tv-Interview. Produzenten und Kreativen fehle Planbarkeit. Am 14. Februar läuft Bareiss' "Die Ketzerbraut" bei Sat.1.

Das jahrelange Sparen an Filmen hat aus Bareiss' Sicht eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Wenn ein Sender kaum noch wahrgenommen wird, sei er nicht in der Lage, gutes Programm zu platzieren. Auf die Frage, ob Besserung in Sicht ist, antwortet Bareiss vorsichtig: "Es wird anders." Das neue Team um die Fiction-Chefs Yvonne Weber und Stefan Gärtner habe den Willen, an die alte Qualität anzuknüpfen und Verlässlichkeit in den Markt reinzutragen.
youtube.com (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Facetime mit … Roland Tichy: "Das Geschrei wird schriller, aber leiser".


Der Meinungskrieg geht weiter: Roland Tichy blickt auf ein erfolgreiches Jahr als Medienunternehmer zurück. Der Ex-Chefredakteur der "WirtschaftsWoche" polarisiert mit Tichys Einblick online und in Print. Seinen Kritikern unterstellt Tichy "böse Absicht" – wer anderer Meinung sei, werde in Deutschland schnell als AfD-nah oder Nazi dargestellt. "Das Geschrei wird schriller, aber leiser", sagt Tichy im turi2.tv-Gespräch – immer mehr Menschen bildeten sich ihre Meinung im Netz selbst.

Sie würden Stereotype und Urteile von außen nicht mehr einfach akzeptieren, sondern selber nach Fakten suchen. Auf den Vorwurf, selbst mit Sterotypen zu arbeiten, geht Tichy nicht ein und spielt den Ball zu Kollegen: Auch die "grandiose taz" arbeite mit provokanten Überschriften. Tichys Einblick soll 2017 weiter wachsen und multimedialer werden. Geschichten der Zeitschrift "Tichys Einblick" werden zu Videos – die wechselseitige Durchdringung der Medien mache Spaß.
youtube.com (7-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), youtube.com (ungekürzte 15-Min-Fassung)

Aus dem Archiv: interview2 mit Roland Tichy über seine Arbeit für Xing.

Ungeschnitte Fassung des Gesprächs:
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Facetime mit … Sophie Burkhardt: Funk ist nicht abhängig von Facebook.


Allianz ohne Alternativen: Das öffentlich-rechtliche Jugendangebot Funk ist auf Social-Media-Plattformen angewiesen – und glaubt, dennoch nicht abhängig zu sein. Drei Monate nach dem Start spricht Vize-Chefin Sophie Burkhardt im turi2.tv-Interview von einer "Zweigleisigkeit". Ihre Strategie: Reichweite über Facebook und Snapchat aufbauen und die jungen Nutzer darüber ins eigene Haus locken.

Ihr Team lasse keine Inhalte weg, nur weil sie Facebook nicht gefallen könnten, versichert Burkhardt. "Wir sind weder auf die Player, noch auf die Ausspielwege angewiesen", sagt sie, diese Behauptung sei "kein Feigenblatt" für Politik oder Gremien. Die Formate-Macher haben in den vergangenen Wochen viel ausprobiert. Jetzt folgt die Feinarbeit. Bei einer Sache tun sie sich schwer: die ganz jungen Jugendlichen, also die 14- und 15-Jährigen, zu erreichen.
turi2.tv (6-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Facetime mit … Julian Reichelt: "Wir schaffen den Shitstorm ab."


Die Scheiße stürmt nicht mehr: Bild.de will ab dem kommenden Jahr zurückhaltender über Debatten in sozialen Netzwerken berichten. "Wir haben alle in den letzten Jahren etwas zu oft und auch zu dankbar über Shitstorms berichtet", sagt Julian Reichelt im zweiten Teil des turi2.tv-Gesprächs. Hinter vielen scheinbaren Trends steckten doch nur 30 anonyme Twitter-Accounts. Für Bild.de zähle eine Meinung aus dem Netz künftig nur, wenn ein Mensch sie unter Klarnamen äußert.

Deutlich weniger Zurückhaltung wünscht sich Reichelt 2017 bei Berichten über Syrien. Der frühere Kriegsreporter hat im aktuellen Konflikt Bekannte verloren und ist sich sicher: Politiker und Journalisten werden sich "in nicht ferner Zukunft schämen für all das, was wir unterlassen haben". Bild.de habe stets berichtet, aber am Ende doch nichts bewegen können: "Dass sich in diesem Fall so wenig verändert hat, gehört für mich zu den großen Schmerzen 2016 und zu den großen Schmerzen meines journalistischen Lebens."
turi2.tv (6-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Teil 1 des Gesprächs über die Radio-Pläne bei Bild.de:
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Facetime mit … Julian Reichelt: Bild.de macht bald Radio.


"Bild" ohne Bilder: Nach vielen Live-Video-Experimenten plant bild.de für das kommende Jahr den Einstieg in den Radio-Journalismus. Die Redaktion entwickelt Formate für den intelligenten Lautsprecher Amazon Echo und will Live-Audio von Facebook testen, kündigt Chefredakteur Julian Reichelt im turi2.tv-Gespräch an. Dieses Video-Interview mit Reichelt ist auch für turi2 ein Test: Per Smartphone ist er aus seinem Büro zugeschaltet.

Reichelt hat in den vergangenen Monaten einige Radioleute angeworben. Sie entwickeln eigene Podcast-Formate für Amazon – der Lautsprecher Amazon Echo liest über seine Computerstimme Alexa bild.de-Nachrichten bislang automatisiert vor. Künftig soll ein echter Mensch sprechen. Reichelts Ziel sind "Social-Media-Radioprogramme, die der Marke gerecht werden". Facebook Live und Online-Audio seien eigentlich wie Fernsehen und Radio. Die große Revolution sieht Reichelt im Smartphone, das die Nutzung aller Medien von Zeit und Ort entkoppelt.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2, Teil 1)

Zum Teil 2 des Gesprächs: Julian Reichelt über Hass im Netz und seine journalistische Niederlage in diesem Jahr.

Aus dem turi2.tv-Archiv – das interview2 mit Julian Reichelt:
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interview2: Steffen Hallaschka will beim "Heißen Stuhl" nicht nur Krawall machen.


Der Stuhl glüht wieder: RTL geht ab heute Abend wieder dahin, wo es weh tut und belebt den Krawall-Talk "Der heiße Stuhl" wieder - mit "stern TV"-Moderator Steffen Hallaschka als Dompteur. Im turi2.tv-Interview sagt Hallaschka, dass er für den "puren Krawall" nicht in den Ring gehen werde, er wolle "eine journalistische Debatte" führen. Leidenschaft und "scharfe Kante" des "Heißen Stuhls" sollen allerdings bleiben. Dafür, dass es heute Abend nicht zu harmonisch wird, sorgt die Besetzung des Panels: Rechtsausleger Thilo Sarrazin lässt sich von der Publizistin und Muslima Khola Maryam Hübsch, dem Grünen Kai Gehring, Schauspielerin Annabelle Mandeng und Polizei-Gewerkschaftler Arnold Plickert grillen - zum Thema Sicherheit in Deutschland.

Eine Kopie der 90er-Jahre-Show will Hallaschka nicht liefern: Einen regelmäßigen Takt als "Quatschbude" soll der "Heiße Stuhl" nicht haben. Vielmehr soll die Sendung bei Bedarf gesellschaftliche Debatten abbilden. Die Sendung soll eine steile These von mehreren Seiten attackieren lassen, um bei der Meinungsbildung zu helfen.
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow1 Kommentar