Hier finden Sie aktuelle Videos und Interviews vom Branchenfernsehen turi2.tv.

Deutscher Medienkongress 2017 – Alle Video-Interviews von turi2.tv & “Horizont”.


Medien-Manager, Werber, Marketer – sie trafen sich am 17. und 18. Januar in Frankfurt beim Deutsche Medienkongress. turi2.tv (turi2.de/live) und “Horizont” berichteten gemeinsam mit Videos vom Branchentreffen. Vor der Kamera standen Antje Neubauer, Leiterin Marketing bei der Deutschen Bahn, Hans-Christian Schwingen, Markenchef der Deutschen Telekom, C3-Chef Lukas Kircher und viele andere. Weiterlesen und alle Videos anschauen …

Video-Tipp: Richard Gutjahr spricht über seine Breaking-News-Erfahrungen in Nizza und München.

Richard Gutjahr 2017 150Video-Tipp: Richard Gutjahr, Blogger, Journalist und Moderator, war 2016 gleich zwei Mal Augenzeuge von Amok und Terror. Als einer der ersten hat er vom Anschlag in Nizza und wenig später vom Amoklauf in München berichtet. "Ich glaube nicht, dass es eine To-Do-Liste gibt, wie man in einem solchen Fall handeln muss", sagt Gutjahr im turi2.tv-Interview am Rande des deutschen Medienkongresses über seine Erfahrungen. Er erklärt, warum er es richtig findet, in Breaking-News-Situationen immer weiter zu berichten und sagt, dass er in einer vergleichbaren Situation heute anders twittern würde.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

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interview2: C3-Chef Lukas Kircher fühlt sich mitschuldig am Niedergang der klassischen Medien.


Zwei Herzen in der Brust: Lukas Kircher, Chef von Burdas Content-Marketing-Riesen C3, hilft Marken dabei, selbst zu Medien zu werden. Dass er dabei Teil der Bewegung ist, die klassischen Medien die Werbeetats abzieht, findet er selbst nicht gut. Den Medien sei es nicht gelungen, die Entwicklung weg von der klassischen Werbung, hin zu inhaltlicherer Werbung mitzunehmen, sagt Kircher im Interview mit Peter Turi am Rande des Deutschen Medienkongresses und lobt Verlage, die auf Native Advertising setzen.

Content Marketing bezeichnet Kircher als "das neue Gold, das neue Öl, die neue Elektrizität" und gibt sich gelassen, angesichts neuer Konkurrenz von Media-Agenturen, die ankündigen, das Geschäft an sich reißen zu wollen. "Der Markt ist groß genug für uns alle", findet der Content-Marketing-Pionier, es gebe kaum ein Unternehmen, dass sich nicht mit Content-Strategien beschäftige.

Wie Kommunikation aussehen könne, "die einen normalen Menschen wieder interessiert", sei die Frage, die bei C3 alle umtreibe, sagt Kircher. Derzeit beschäftige C3 mehr als 100 Journalisten, die für unterschiedliche Marken arbeiten, dazu kämen Kreative. Ein Szenario, in dem irgendwann mehr Journalisten im Content Marketing arbeiten als für unabhängige Medien, will Kircher sich allerdings nicht vorstellen: "Journalismus ist so dermaßen wichtig - für mich, für die Gesellschaft, Politik. Ich glaube auch nicht, dass das passieren wird."
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

interview2: Christoph Schwennicke engagiert sich für Flüchtlinge.


Mit Populismus in die Gewinnzone? Christoph Schwennicke hat vor neun Monaten gemeinsam mit Alexander Marguier das verlustreiche Magazin "Cicero" von Ringier übernommen. Nach geschätzt 2 Mio Euro Miesen im Jahr kratzt das Magazin inzwischen an der schwarzen Null, die Abo- und Kiosk-Auflage wächst, sagt Schwennicke im Interview mit turi2.tv am Rande des Deutschen Medienkongresses. Teil des Erfolges sind auch scharfe Töne gegen die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel, Kritiker werfen Schwennicke Rechtspopulismus vor. Bei turi2.tv widerspricht der frühere "Spiegel"-Mann: "Unsere Kritik richtet sich nicht gegen die Menschen, die ihre Zukunft hier in Deutschland suchen, sondern gegen einen operativen Fehler von Merkel."

Den Kritikern hält Schwennicke sein Engagement in der Flüchtlingshilfe vor: Im Verlag habe in der heißen Phase der Flüchtlings-Debatte eine junge Frau aus Syrien gearbeitet, die inzwischen beim "Spiegel" sei, bei der Suche nach Auszubildenden will er Flüchtlinge bevorzugen. Und auch privat habe er ein halbes Jahr lang einen jungen Mann aus Afghanistan aufgenommen. Schwennicke stellt fest, dass sich die kritischen Töne an Merkels Politik mehren, die Debatte habe sich beruhigt.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2.tv (7-Min-Video, ungeschnitten)Kommentieren ...

TV – Turis Videowoche – Best of Branchenfernsehen. KW 3/17.


Ein eiskalter Verleger zeigt bei ausgefallener Heizung in der unterkühlten Pilot-Ausgabe von “TV Turis Videowoche” drei Minuten lang “Best of Branchenfernsehen”. Mit eingefrorener Miene, Wärmeflasche und Backofenheizung präsentiert Peter Turi die High- und Lowlights der Bewegtbild-Woche mit Antje Neubauer, Jürgen Kornmann, Julian Reichelt und Steffi Czerny – Fortsetzung ungewiss. Weiterlesen und Video anschauen …

interview2: Dennis Ballwieser verabreicht den Lesern der “Apotheken Umschau” die richtige Medizin.


Drucken, was reich macht: Dr. med. Dennis Ballwieser, Geschäftsführer des Wort & Bild Verlags, lockt mit der Apotheken Umschau Millionen Kunden in die Apotheke und verdient an jeder weitergegebenen Zeitschrift mit, denn die Apotheker bezahlen das Heft. Damit die Kunden immer wieder nach dem Magazin fragen, gibt Wort & Bild schätzungsweise 30 Mio Euro pro Jahr für Werbung aus. "Unsere Werbung wirkt nicht, weil wir viel Geld ausgeben", sagt Ballwieser im Interview mit Peter Turi am Rande des Deutschen Medienkongresses von "Horizont", "die Werbung wirkt, weil wir das Versprechen für den Apotheker und den Leser einlösen."

Bei knausrigen Apothekern argumentiert Ballwieser mit der Kundenbindung: Jeder Kunde, der nach dem Heft fragt, sei ein persönlicher Kontakt und komme zufriedener wieder. Dafür zwischen 50 Cent und 1 Euro zu zahlen, sei fair und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Kritiker mokieren sich gelegentlich über die "Rentner-Bravo" oder den "Stützstrumpf der Nation" - das ficht den promovierten Anästhesisten und gelernten Journalisten nicht an: "'Rentner-Bravo' ist für uns eigentlich ein Lob", schließlich war die "Bravo" in seiner Generation das Heft, das man gelesen haben musste.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2.tv)Kommentieren ...

interview2: Samsung-Manager Sascha Lekic sieht keinen Negativ-Effekt durch das Note-7-Debakel.


Das nächste Smartphone ist immer das Beste: Sascha Lekic, Samsung-Manager mit Verantwortung für IT und Mobile Communications bei Geschäftskunden, will keinen Negativ-Effekt auf die Marke Samsung durch das Debakel um den Taschen-Ofen Galaxy Note 7 erkennen - die Kunden seien auf andere Geräte aus dem Samsung-Reich umgestiegen, sagt Lekic im Video-Interview am Rande des Deutschen Medienkongresses in Frankfurt. Experten schätzen, dass das brandgefährliche Riesen-Smartphone den Konzern 1,2 Mrd Euro gekostet hat.

Lieber spricht der Manager über den Vorstoß des Konzerns in die virtuelle Realität. Anders als die Konkurrenz von Sony, Oculus und Co setzen die Koreaner nicht auf spezielle VR-Brillen, sondern auf eine Steck-Kombination aus VR-Gestell und Smartphone. "Ich glaube fest an die Demokratisierung der VR-Technologie", sagt Lekic und setzt auf ein "VR-Ökosystem", das einen niedrigen Einstiegspreis bietet. Einsatzmöglichkeiten sieht er vor allem im Marketing und schwärmt, "mit Virtual Reality wird das alles lebendig".
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

interview2: Bahn-Sprecher Jürgen Kornmann erklärt die digitale Medienzukunft im ICE.


Digitaler D-Zug: Die Deutsche Bahn rüstet ihre ICE zur Multimedia-Zentrale um. Ab dem 2. Quartal können Reisende gratis 50 Filme von Maxdome abrufen. Das bordeigene ICE-Portal wird erweitert um ein Bezahlangebot für Hörbücher und Spiele, sodass sie "deutlich im Umfang steigen", kündigt Sprecher Jürgen Kornmann im turi2.tv-Interview an. Das Kundenmagazin Mobil bekommt ein Update: Die G+J-Tochter Territory soll es "wesentlich digitaler" machen.

Print an Bord bekommt damit mächtige Konkurrenz – zumal seit Jahresbeginn alle ICE-Reisenden das kostenlose W-Lan nutzen können. Das Angebot kommt an: Bereits in der ersten Woche loggten sich eine halbe Mio Fahrgäste mit ihren mobilen Geräten ein. Gedruckte Zeitungen gibt es in der 1. Klasse weiterhin: "Wir werden an Print festhalten", sagt Kornmann. Das gelte ebenso für "Mobil" – auch wenn er im Interview vielsagend andeutet, "noch" sei der Titel mit einer Printausgabe vertreten.
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

interview2: ZDF-Gesicht Martin Leutke krempelt die Kommunikation der Lufthansa um.


ZDF verleiht Flügel: Martin Leutke war das Gesicht der Sendung "Wiso" – seit Oktober steht er im Dienst der Lufthansa. Dort baut er die Kommunikation mit der Presse um. Sein Sprecher-Team kämpft wie eine klassische Redaktion mit dem Medienwandel. "Wir müssen die Geschwindigkeit mitgehen und das Tempo halten", sagt Leutke im turi2.tv-Interview auf dem Frankfurter Flughafen. Ihn habe die Neugier auf Neues unter die Schwingen des Kranichs getrieben.

Leutke und seine Leute bändigen jeden Tag die vielen Kommunikationskanäle. Die Lufthansa müsse auf allen Plattformen gleichermaßen präsent sein, sagt er. Mitarbeiter der Airline twittern und tippen klassische Pressemitteilungen in einem hochmodernen Newsroom, sie telefonieren und snappen, posten und füllen Medien für Mitarbeiter, die rund um den Globus unterwegs sind. Leutke profitiert von seiner ZDF-Erfahrung: Er weiß noch, wie man Kamerateams glücklich und sich Journalisten zum Freund macht.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

interview2: Lars Haider, Chef des “Hamburger Abendblatts”, singt ein Loblied auf Funkes Zentralredaktion.


Läuft bei ihm: Lars Haider, Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts", ist nach drei Jahren im Funke-Reich voll des Lobes für die neuen Besitzer der früheren Springer-Zeitung. Toll an den Funkes sei die Konzentration auf ein gutes Produkt, sagt Haider im Gespräch mit turi2.tv am Rande des "Abendblatt"-Neujahrsempfangs Anfang der Woche. "Insbesondere durch die Zentralredaktion in Berlin ist die Zeitung besser geworden", so der Chefredakteur.

Eine Konkurrenz zu den Kollegen um Zentral-Chef Jörg Quoos sieht Haider nicht, ganz im Gegenteil: Von den Lesern bekomme er viel Lob für den gut gemachten Politik-Teil aus Berlin. Er selbst begreife sich als Lokalchefredakteur, der sich für Hamburg interessiert - und Haider bekennt: Wer als Chefredakteur bundespolitisch oder international denkt, ist beim "Abendblatt" falsch.
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Beim VDZ-Summit im November 2016 hat turi2.tv mit Jörg Quoos, dem Chefredakteur der Zentralredaktion, über seine Arbeit gesprochen.
turi2.tv (3-Min-Video)

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interview2: Telekom-PR-Chef Philipp Schindera erteilt Print eine Abfuhr.


Das Herz am digitalen Fleck: Philipp Schindera, Kommunikations-Chef der Telekom, bespielt mit seinem Team 24 Kanäle – von Zeitungen über die eigene Website bis zu Snapchat. Printmedien spielen eine immer kleinere Rolle, erzählt Schindera beim turi2.tv-Interview in Bonn. "Unser Produkt ist digital. Wir bringen den Menschen das Digitale nach Hause. Deshalb setzen wir konsequent auf digitale Inhalte." Ob das Marketing in fünf Jahren noch Print-Anzeigen schaltet? "Das wird sich zeigen", antwortet Schindera.

Die Telekom gucke sich Entwicklungen im Content Marketing "interessiert" an und schätze digitale Werbung, weil Kunden dort zielgerichteter angesprochen werden können. Auch Schindera beobachtet an sich, wie sein Alltag ganz selbstverständlich digital wird. Seine "TV Digital"-Zeitschrift, die zusammen mit der Telekom entsteht, nutzt er nur noch "sehr, sehr selten", weil elektronische Programmführer und Apps immer besser werden.
youtube.com (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)
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interview2: FFH-Chef Hans-Dieter Hillmoth sieht das Privatradio in der Tutti-Frutti-Falle.


TV harms the Radio star: Hans-Dieter Hillmoth ist seit 1989 Chef von FFH und das Gesicht des Privatradios in Deutschland. Radio fasziniert ihn – Lästereien über die Privaten nerven. "Das private Radio ist viel besser als das private Fernsehen", sagt Hillmoth beim turi2.tv-Besuch im Funkhaus Bad Vilbel. Das Schmuddel-Image aus der Tutti-Frutti-Zeit schadet bis heute auch den privaten Hörfunkern.

Radio erfülle eine wichtige Rolle in den Regionen. FFH vollbringe in Hessen eine "integrative Leistung", berichte aus allen Landesteilen seriös statt reißerisch. Hillmoth, der ab Januar auch Aufsichtsrats-Chef des Vermarkters RMS ist, blickt auf ein gutes Werbegeschäft 2016 zurück. Dabei profitiere das Privatradio von der Tageszeitungskrise: Kunden schichteten Budgets um: von der Tageszeitung zum Radio.
youtube.com (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Peter Turi: “2016 war das Jahr, in dem mir klar wurde, dass das Internet überschätzt wird.”

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“Das Internet wird überschätzt” – turi2-Verleger Peter Turi investiert deshalb 2017 vor allem in Print und Video (Foto: Ralph Koch)

Liebe Leserinnen und Leser von turi2,

2016 ist vorbei – endlich. Ich wünsche uns allen 2017 weniger Todes- und Terrornachrichten, versprechen kann ich es Ihnen leider nicht. Was ich Ihnen versprechen kann: Beim Branchendienst turi2 erwarten Sie 2017 News, Neues und Innovationen. Vieles wird sich ändern, damit eines bleibt: dass wir Ihre Primärquelle für den Wandel in der Welt der Medien & Marken sind.

2016 war das Jahr, in dem mir klar wurde, dass das Internet überschätzt wird. Wir haben die turi2 edition als langsamsten Branchendienst und Gegengift zur Kurzatmigkeit des Onlinegeschäfts etabliert. Die Zeitschrift, die ein Buch ist, erwirtschafte 2016 für turi2 bereits mehr Umsatz und Gewinn als der Onlinedienst. weiterlesen …

interview2: Filmproduzent Andreas Bareiss hofft auf Besserung bei Sat.1.


Problem-Produktion: Bei Sat.1 liegt Staub auf dem Glanz vergangener Tage. Produzent Andreas Bareiss hofft, dass der Sender 2017 im Filmbereich einen Sprung nach vorne macht. Ein Sender, der nur sechs oder zehn Filme im Jahr herstellt, sei für den Zuschauer nicht mehr wahrnehmbar, sagt der "Wanderhuren"-Produzent Bareiss im turi2.tv-Interview. Produzenten und Kreativen fehle Planbarkeit. Am 14. Februar läuft Bareiss' "Die Ketzerbraut" bei Sat.1.

Das jahrelange Sparen an Filmen hat aus Bareiss' Sicht eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Wenn ein Sender kaum noch wahrgenommen wird, sei er nicht in der Lage, gutes Programm zu platzieren. Auf die Frage, ob Besserung in Sicht ist, antwortet Bareiss vorsichtig: "Es wird anders." Das neue Team um die Fiction-Chefs Yvonne Weber und Stefan Gärtner habe den Willen, an die alte Qualität anzuknüpfen und Verlässlichkeit in den Markt reinzutragen.
youtube.com (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Facetime mit … Roland Tichy: “Das Geschrei wird schriller, aber leiser”.


Der Meinungskrieg geht weiter: Roland Tichy blickt auf ein erfolgreiches Jahr als Medienunternehmer zurück. Der Ex-Chefredakteur der "WirtschaftsWoche" polarisiert mit Tichys Einblick online und in Print. Seinen Kritikern unterstellt Tichy "böse Absicht" – wer anderer Meinung sei, werde in Deutschland schnell als AfD-nah oder Nazi dargestellt. "Das Geschrei wird schriller, aber leiser", sagt Tichy im turi2.tv-Gespräch – immer mehr Menschen bildeten sich ihre Meinung im Netz selbst.

Sie würden Stereotype und Urteile von außen nicht mehr einfach akzeptieren, sondern selber nach Fakten suchen. Auf den Vorwurf, selbst mit Sterotypen zu arbeiten, geht Tichy nicht ein und spielt den Ball zu Kollegen: Auch die "grandiose taz" arbeite mit provokanten Überschriften. Tichys Einblick soll 2017 weiter wachsen und multimedialer werden. Geschichten der Zeitschrift "Tichys Einblick" werden zu Videos – die wechselseitige Durchdringung der Medien mache Spaß.
youtube.com (7-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), youtube.com (ungekürzte 15-Min-Fassung)

Aus dem Archiv: interview2 mit Roland Tichy über seine Arbeit für Xing.

Ungeschnitte Fassung des Gesprächs:
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Facetime mit … Sophie Burkhardt: Funk ist nicht abhängig von Facebook.


Allianz ohne Alternativen: Das öffentlich-rechtliche Jugendangebot Funk ist auf Social-Media-Plattformen angewiesen – und glaubt, dennoch nicht abhängig zu sein. Drei Monate nach dem Start spricht Vize-Chefin Sophie Burkhardt im turi2.tv-Interview von einer "Zweigleisigkeit". Ihre Strategie: Reichweite über Facebook und Snapchat aufbauen und die jungen Nutzer darüber ins eigene Haus locken.

Ihr Team lasse keine Inhalte weg, nur weil sie Facebook nicht gefallen könnten, versichert Burkhardt. "Wir sind weder auf die Player, noch auf die Ausspielwege angewiesen", sagt sie, diese Behauptung sei "kein Feigenblatt" für Politik oder Gremien. Die Formate-Macher haben in den vergangenen Wochen viel ausprobiert. Jetzt folgt die Feinarbeit. Bei einer Sache tun sie sich schwer: die ganz jungen Jugendlichen, also die 14- und 15-Jährigen, zu erreichen.
turi2.tv (6-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Facetime mit … Julian Reichelt: “Wir schaffen den Shitstorm ab.”


Die Scheiße stürmt nicht mehr: Bild.de will ab dem kommenden Jahr zurückhaltender über Debatten in sozialen Netzwerken berichten. "Wir haben alle in den letzten Jahren etwas zu oft und auch zu dankbar über Shitstorms berichtet", sagt Julian Reichelt im zweiten Teil des turi2.tv-Gesprächs. Hinter vielen scheinbaren Trends steckten doch nur 30 anonyme Twitter-Accounts. Für Bild.de zähle eine Meinung aus dem Netz künftig nur, wenn ein Mensch sie unter Klarnamen äußert.

Deutlich weniger Zurückhaltung wünscht sich Reichelt 2017 bei Berichten über Syrien. Der frühere Kriegsreporter hat im aktuellen Konflikt Bekannte verloren und ist sich sicher: Politiker und Journalisten werden sich "in nicht ferner Zukunft schämen für all das, was wir unterlassen haben". Bild.de habe stets berichtet, aber am Ende doch nichts bewegen können: "Dass sich in diesem Fall so wenig verändert hat, gehört für mich zu den großen Schmerzen 2016 und zu den großen Schmerzen meines journalistischen Lebens."
turi2.tv (6-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Teil 1 des Gesprächs über die Radio-Pläne bei Bild.de:
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Facetime mit … Julian Reichelt: Bild.de macht bald Radio.


"Bild" ohne Bilder: Nach vielen Live-Video-Experimenten plant bild.de für das kommende Jahr den Einstieg in den Radio-Journalismus. Die Redaktion entwickelt Formate für den intelligenten Lautsprecher Amazon Echo und will Live-Audio von Facebook testen, kündigt Chefredakteur Julian Reichelt im turi2.tv-Gespräch an. Dieses Video-Interview mit Reichelt ist auch für turi2 ein Test: Per Smartphone ist er aus seinem Büro zugeschaltet.

Reichelt hat in den vergangenen Monaten einige Radioleute angeworben. Sie entwickeln eigene Podcast-Formate für Amazon – der Lautsprecher Amazon Echo liest über seine Computerstimme Alexa bild.de-Nachrichten bislang automatisiert vor. Künftig soll ein echter Mensch sprechen. Reichelts Ziel sind "Social-Media-Radioprogramme, die der Marke gerecht werden". Facebook Live und Online-Audio seien eigentlich wie Fernsehen und Radio. Die große Revolution sieht Reichelt im Smartphone, das die Nutzung aller Medien von Zeit und Ort entkoppelt.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2, Teil 1)

Zum Teil 2 des Gesprächs: Julian Reichelt über Hass im Netz und seine journalistische Niederlage in diesem Jahr.

Aus dem turi2.tv-Archiv – das interview2 mit Julian Reichelt:
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interview2: Steffen Hallaschka will beim “Heißen Stuhl” nicht nur Krawall machen.


Der Stuhl glüht wieder: RTL geht ab heute Abend wieder dahin, wo es weh tut und belebt den Krawall-Talk "Der heiße Stuhl" wieder - mit "stern TV"-Moderator Steffen Hallaschka als Dompteur. Im turi2.tv-Interview sagt Hallaschka, dass er für den "puren Krawall" nicht in den Ring gehen werde, er wolle "eine journalistische Debatte" führen. Leidenschaft und "scharfe Kante" des "Heißen Stuhls" sollen allerdings bleiben. Dafür, dass es heute Abend nicht zu harmonisch wird, sorgt die Besetzung des Panels: Rechtsausleger Thilo Sarrazin lässt sich von der Publizistin und Muslima Khola Maryam Hübsch, dem Grünen Kai Gehring, Schauspielerin Annabelle Mandeng und Polizei-Gewerkschaftler Arnold Plickert grillen - zum Thema Sicherheit in Deutschland.

Eine Kopie der 90er-Jahre-Show will Hallaschka nicht liefern: Einen regelmäßigen Takt als "Quatschbude" soll der "Heiße Stuhl" nicht haben. Vielmehr soll die Sendung bei Bedarf gesellschaftliche Debatten abbilden. Die Sendung soll eine steile These von mehreren Seiten attackieren lassen, um bei der Meinungsbildung zu helfen.
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow1 Kommentar

interview2: Dem Deutschlandradio stehen große Veränderungen bevor, sagt Intendant Willi Steul.


Das war erst der Anfang: Intendant Willi Steul kündigt tiefgreifende Reformen beim Funk-Flaggschiff Deutschlandradio an. Sein Nachfolger werde redaktionelle Abläufe ändern, stärker visuell und für Plattformen produzieren lassen, stellt Steul im turi2.tv-Interview in Aussicht. Er geht im Mai in den Ruhestand. In den vergangenen Jahren habe er einen Modernisierungsstau aufgelöst. Der neue Intendant müsse "den Zug in Fahrt bringen".

Steul ruft die Mitarbeiter von Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen auf, vieles in Frage zu stellen. Abläufe müssten sich grundlegend ändern, um Radio via Spotify und Podcast aufs iPhone zu bringen oder ein Visual Radio zu produzieren. Steul kritisiert, dass einige auf der Bremse stehen: "Nicht alle gehen mit dieser Leidenschaft an Veränderungen heran – das ist eine Aufgabe, die man intern zu bewältigen hat." Steul selbst will sich das aus der Distanz anschauen. Der Ethnologe und Historiker plant ein Buch über Dschingis Khan und ein Drehbuch zusammen mit seiner älteren Tochter.
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

interview2: Sigrun Albert holt einen Hauch von Neuland nach Oberfranken.


Boomtown Bamberg: Die Mediengruppe Oberfranken buhlt um Startups. Verlags-Geschäftsführerin Sigrun Albert erklärt im turi2.tv-Interview, wie junge Gründer und ein altes regionales Medienhaus zusammenfinden. Albert will keine Rendite aus frischen Ideen rauspressen, sondern Geschwindigkeit in den Verlag bringen und ganz viel lernen. Der Journalismus funktioniere schließlich noch gut, "unsere Zeitungen sind unsere Cashcows".

Die Tochter MGO Digital Ventures investiert jeweils bis zu eine halbe Mio Euro und ist u.a. am Digitalbuch-Startup Blinkist und dem Shop Tausendkind beteiligt. "Wir wollen unser Portfolio erweitern und in Geschäftsfelder vordringen, die nicht eng mit unserer Tradition zu tun haben." Und wie geht es mit dem Lernen voneinander voran? Albert gibt zu, noch nicht zu wissen, wie sich Startup-Denke übertragen lässt. Die Gründer hätten auch nicht ständig Zeit, nach Bamberg zu reisen, um zu erklären, wie die neue Welt funktioniert.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

interview2: Uwe Mommert setzt auf die Intelligenz von Mensch und Maschine.


Print zählt mehr: Uwe Mommert, Vorstand von Landau Media, lässt ein Heer von Spezialisten antreten, um für seine Kunden die Medien zu beobachten. Die Rechercheure schnippeln zwar längst nicht mehr nur mit der Schere Ausschnitte aus Zeitungen und Zeitschriften, sondern sammeln die Berichterstattung über die Landau-Kunden auch digital. Doch "gerade die Printmedien sind für unsere Kunden noch immer der relevanteste Kanal", sagt der Medienbeobachter im Gespräch mit Peter Turi.

Am Rande des Medientalks von Landau Media in Hamburg Anfang November gibt sich der Chef des Ausschnittsdienstes zuversichtlich, dass die Kunden seinen Dienst auch in zehn Jahren noch brauchen, schließlich werde die Medienwelt immer komplexer. Künftig werde die Recherche noch stärker computergestützt laufen, aber er werde immer menschliche Mitarbeiter brauchen, die die digitalen Informationen auswerten und verdichten.
turi2.tv
(3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

interview2: Nora-Vanessa Wohlert verwandelt mit Edition F weibliche Emotionen in Euros.


E wie erfolgreich: Nora-Vanessa Wohlert baut mit Susann Hoffmann ein vorbildliches Medien-Startup auf – Edition F ist seit 2014 die digitale Heimat erfolgreicher Frauen. Wohlert wundert sich im turi2.tv-Interview, dass große Verlage starke Frauen nur über Zeitschriften ansprechen. Was gut für Edition F ist: Konkurrenz gibt es kaum. Ab heute soll die Stellenanzeige 3.0 frisches Kapital in die Kasse spülen: In der neuen Jobbörse vermitteln Firmen über Fotos, Videos und Backstage-Blicke ein Gefühl für sich.

Gründerin Wohlert beschäftigt inzwischen 19 Menschen, finanziert von Risikokapital und laufenden Einnahmen. Ihr Erfolgsrezept lautet offiziell: ein passendes Thema haben, ein gutes Team aufbauen und sich selbst eingestehen, wenn was nicht läuft. In Wahrheit hat sie vor allem eines besser gemacht als andere gründende Journalisten: Wohlert wollte sich mit ihrer Partnerin Hoffmann nicht nur selbst verwirklichen, sondern von vornherein Geld verdienen und wachsen. Wohlert empfiehlt Gründern, im ständigen Austausch mit Nutzern und anderen Geschäftsführern zu bleiben – und offen zu sein für Kooperationen.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)4 Kommentare

turi2 edition3: Thomas Wurster baut den “Tagesspiegel” zum Magazinhaus aus.


Der Vielstarter: Thomas Wurster ist beim "Tagesspiegel" der Macher hinter den Magazin-Konzepten. Aus der Berliner Tageszeitung heraus sind mehr als ein Dutzend Titel entstanden – alle zwei Wochen verlässt eine neue Zeitschriften-Ausgabe das Verlagshaus am Askanischen Platz. Verlagsleiter Wurster erzählt im Video zur turi2 edition3 aus seinem Alltag: "Und wenn ein neues Thema kommt, machen wir möglicherweise wieder ein Magazin daraus."

Wurster sieht Zeitschriften als optimalen Weg, "bestimmte Zielgruppen mit ihren Themen konzentriert anzusprechen". Jedes Magazin transportiere das Markenversprechen des "Tagesspiegels", der sich unter Verleger Sebastian Turner selbstbewusst als Leitmedium der Hauptstadt sieht. Papierqualität, Optik und Gestaltung sind entscheidend – dann seien Zeitungen und Magazine eine ziemlich perfekte Ergänzung zueinander. Für die turi2 edition3 hat Jens Twiehaus die spannendsten Zeitschriften-Konzepte aus deutschen Zeitungshäusern zusammengetragen – und festgestellt: Zwischen LandGang in Flensburg und Seeseiten am Tegernsee arbeiten die Verlage an einer gedruckten Zukunft im kleinen Format.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Den Text "Zukunft im kleinen Format" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.
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interview2: Wirtschaftsinformatiker August-Wilhelm Scheer fordert Auto-Hersteller zur Zusammenarbeit auf.


Individuell, aber gemeinsam: Auto-Hersteller müssen sich auf eine neue Welle der Digitalisierung einstellen, sagt Professor August-Wilhelm Scheer am Rande des IT-Gipfels in Saarbrücken. Vor allem der Trend zur Individualisierung ändere sich, beobachtet der Wirtschafts-Informatiker. Ging es bisher darum, Produkte an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen - etwa die Konfiguration eines Autos nach Farbe, Ausstattung und Motorleistung -, seien es künftig eher die Dienstleistungen, die sich individuelleren lassen müssten.

Als Beispiel dient Scheer das Auto der Zukunft: Ein selbstfahrendes Vehikel, das der Nutzer auf Abruf vorfahren lässt, müsse bereits auf den Fahrer eingestellt sein, wenn es bei ihm ankommt. Das betreffe die Sitze und Spiegel genauso wie das Bordentertainment. Damit solche Features auch über Hersteller-Grenzen hinweg funktionieren, rät Scheer den Auto-Konzernen dringend zur Kooperation - andernfalls säßen bald Google oder Apple am Steuer von BMW, VW oder Mercedes.
turi2.tv (7-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)
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interview2: IT-Professor Michael Backes fordert mehr Mut für Innovationen.


Schöner scheitern: Deutsche Investoren haben zu viel Angst vor Pleiten, findet IT-Professor Michael Backes und wünscht sich mehr Risikobereitschaft. "In den USA ist Scheitern fast ein Adelstitel, hier ist Scheitern ein Makel", sagte der Forscher mit Schwerpunkt IT-Sicherheit im Interview von Peter Turi auf dem IT-Gipfel in Saarbrücken. Und auch die Finanzierung guter Ideen sei in den USA einfacher. Wer seine Geldgeber überzeuge, bekomme eine bedingungslose Finanzierung und stehe, wenn das Projekt doch schiefgeht, nicht persönlich in der Kreide.

Dem IT-Standort Deutschland gibt der Wissenschaftler trotzdem gute Noten: Internationale Firmen siedeln sich hierzulande an, weil sie an den gut ausgebildeten, jungen Spezialisten interessiert sind. Nun müsse man nur noch den Gründergeist der Deutschen selbst etwas kitzeln - "gute Ideen gibt es hier genauso wie in den USA und in China". Was Deutschland allerdings dringend brauche, sei eine Venture-Kapitalszene.
turi2.de (7-Min-Interview im YouTube-Kanal vn turi2)Kommentieren ...

interview2: BMW-Marketingchefin Stefanie Wurst erreicht nicht mehr alle Menschen über Medien.

Jeder nach seiner Facon: Die Produkt-Palette von BMW wird breiter – und damit auch die Zielgruppe. Marketingchefin Stefanie Wurst erklärt im turi2.tv-Interview, wie sie welche Käufer erreicht: Bei den E-Auto-Modellen gibt sie überall kräftig Gas. Werbung für besonders teure Autos spielt sie hingegen oft nicht mehr über Medien, sondern über Events und Partner. "Das Budget geht häufig an der Verlagsbranche vorbei", sagt Wurst.

Die Fullspeed-Werberin glaubt fest an einen Siegeszug der elektrischen Mobilität. Während VW nun Kräfte dorthin verlagert, forscht und testet BMW seit Jahren. "Wir sind an einer Schwelle gelandet, wo das Thema E-Mobilität in die Breite geht", meint Wurst – auch wenn die Verkaufszahlen noch mickrig sind. Die neue Produktklasse ist nur einer von vielen Umbrüchen im BMW-Konzern. Auch selbst produzierte Medien spielen eine immer größere Rolle. Zum Medienhaus werde BMW aber sicher nicht. Inhalte seien Teil des Geschäfts, nicht der Kern.
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interview2: KI-Papst Wolfgang Wahlster will mit künstlicher Intelligenz das Leben erleichtern.


Digitaler Ruck: Computer-Forscher Wolfgang Wahlster sieht Deutschland im globalen, digitalen Wettbewerb zurückliegen und fordert zusammen mit anderen, dass ein digitaler Ruck durchs Land gehen muss. Die erste Runde der Digitalisierung sei an die Tech-Konzerne in den USA und Asien gegangen - mit dem Konsumer-Internet und dem Smartphone. Beim Internet der Dinge müssten die deutschen Entwickler nun nachlegen, wenn sie den Anschluss nicht verlieren und das Spiel noch gewinnen wollen, fordert Wahlster im Interview von Peter Turi beim IT-Gipfel in Saarbrücken.

Für die Digitalisierung und Automatisierung sieht der IT-Professor mit Schwerpunkt künstliche Intelligenz kaum Grenzen. Die Technik wird es künftig nicht nur Autofahrern und Schiffskapitänen erleichtern, ans Ziel zu kommen, auch Ärzte können mit Hilfe von künstlicher Intelligenz schneller die passenden Therapien finden. Völlig bedenkenlos will sich Wahlster der Technik aber nicht ausliefern: Bevor ihn das Navi direkt in die Saar fahren lässt, würde er eingreifen.
turi2.tv (10-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)1 Kommentar

turi2 edition3: Bettina Billerbeck, Chefredakteurin “Schöner Wohnen”, findet bei Ikea immer was.


Home sweet home: Bettina Billerbeck ist Chefredakteurin der Wohn-Bibel Schöner Wohnen und hat im Moment einen Lauf – nicht nur im Anzeigen-Geschäft. Die Redaktion ist inzwischen auch im E-Commerce aktiv und verkauft ausgesuchte Designer-Stücke in einem eigenen Online-Shop, "einfach weil wir einen so guten Namen haben", sagt Billerbeck im Video-Interview zur turi2 edition3. Sie selbst kaufe aber nicht nur bei großen Designern, sondern finde auch bei Ikea immer was.

Für die Reihe "Deutschland liest" fotografiert Johannes Arlt Bettina Billerbeck im Design-Möbelhaus Die Wäscherei in Hamburg. Dabei liest die Chefredakteurin ihre Lieblings-Frauenzeitschrift Myself. Bei dem Condé-Nast-Heft war sie selbst jahrelang Vize-Chefin.

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

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turi2 edition3: “Hörzu”-Chef Christian Hellmann pickt Perlen aus der Senderflut.


Perlen via Print: Chefredakteur Christian Hellmann sieht seine "Hörzu" gut im Rennen. Ein Printsterben bei Programm-Zeitschriften kann er nicht erkennen. Das Bedürfnis seiner Leser nach Navigation wächst mit der Senderflut, sagt Hellmann im Video-Interview für die turi2 edition3. Seine Zentralredaktion mit 50 Mitarbeitern müsse deshalb umso dringender die Perlen aus dem Programm herauspicken.

Gutes zu finden ist dabei gar nicht so schwierig, behauptet Hellmann, der das deutsche Fernsehen besser findet als sein Ruf: "Diese Miesmacherei und diese ständige Nörgelei, das TV-Programm werde immer schlechter, kann ich nicht teilen." Für die Foto-Reihe "Deutschland liest" zur turi2 edition3 schaute Hellmann mal keine bewegten Bilder, sondern in die "11 Freunde". Johannes Arlt fotografierte ihn im Savoy Filmtheater Hamburg.

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

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turi2 edition3: Jan-Erik Hegemann vom “Feuerwehr-Magazin” brennt für die Präsenz auf möglichst vielen Plattformen.


Wasser marsch im Web: Blaulicht-Content kommt an – auch oder sogar gerade online. Chefredakteur Jan-Erik Hegemann bringt sein "Feuerwehr-Magazin" deshalb auf alle Plattformen. Hegemann erzählt im 20. von 22 Chef-Interviews der turi2 edition3: "Man muss heute alles machen, jeden Kanal bespielen, wenn man die Leute erreichen will."

Die Redaktion beim Ebner-Verlag ist fast eine reine Männerwirtschaft, nur das Layout machen Frauen. Das spiegelt die Realität bei den Feuerwehren wider: 97% der Brandbekämpfer seien Männer. Hegemann war nie einer von ihnen und stellt jetzt auch nur noch Feuerwehr-Profis ein. Für die turi2 edition3 stieg er dennoch auf die Drehleiter. Michael Englert fotografierte Hegemann für die "Deutschland liest"-Reihe mit dem "kicker" in der Hand.

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turi2 edition3: Jochen Rieker, Chefredakteur “Yacht”, weiß, wo die Welt noch in Ordnung ist.


Auf plattem Land: Jochen Rieker, Chefredakteur des Magazins Yacht, lässt sich gerne den Wind um die Nase wehen – vorzugsweise auf hoher See. Im Video-Interview zur turi2 edition3 schwärmt er von einer Welt "ohne Regeln, ohne Limits, ohne Verkehrsschilder". Für das Fotoshooting zur Reihe "Deutschland liest" treffen wir ihn trotzdem auf dem platten Land, in einer Wellblech-Werft für ein mehr als 100 Jahre altes Oldtimer-Schiff. Die Zeitschrift seiner Wahl ist das Baumwall-Blatt Walden – dem Enkel eines Holzeinkäufers liegt neben dem Wasser auch das Holz im Blut.

Riekers "Yacht" erscheint auch schon in ihrem zweiten Jahrhundert, er selbst leitet das Magazin seit 16 Jahren. "Es war schon mal lustiger", sagt er und ärgert sich über einen Rutsch in der Kiosk-Auflage im vergangenen Jahr. Für kleinere Titel werde die Distribution immer schwieriger. Trotzdem bleibt Rieker zuversichtlich für "Yacht" und Print: "Wir haben Weltwirtschaftskrisen überstanden und zwei Weltkriege – da brennt nichts an."
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

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turi2 edition3: Madeleine Jakits, Chefredakteurin “Feinschmecker”, führt kulinarisch um die Welt.


Gutes Essen und alte Autos sind die Leidenschaften von Madeleine Jakits. Seit fast 20 Jahren leitet die Lifestyle-Journalistin den Feinschmecker. Eine Küchenbibel will das Blatt aber genauso wenig sein wie ein Rezeptheft, sagt Jakits in Teil 19 der Interview-Reihe zur turi2 edition3. Sie definiert das Magazin, das bereits in seinem fünften Jahrzehnt erscheint, als kulinarischen Reiseführer, der seine Leser an Orte führt, wo Speisen und Weine besonders gut schmecken.

Jakits selbst findet Entspannung beim Blättern durch Oldtimer-Zeitschriften, denn sie ist stolze Besitzerin eines Alfa Romeo Spider. Das Auto hat sie sich vor einigen Jahren spontan in einer Mittagspause zugelegt. Seitdem kurvt sie gemütlich und entschleunigt durch den Hamburger Stadtverkehr. Johannes Arlt fotografiert die Chefredakteurin im Restaurant Haerlin im Hotel Vier Jahreszeiten. Küchenchef Christoph Rüffer, links im Bild, darf sich mit zwei Michelin-Sternen schmücken.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

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turi2 edition3: Alexander Steudel, Chefredakteur “fit for fun”, schaut nicht nur auf den schönen Schein.


Ready to Rumble: Alexander Steudel lässt die Muskeln spielen für die turi2 edition3. Johannes Arlt fotografiert den Chefredakteur von fit for fun beim Armdrücken mit einem Body-Builder im Fitness-Studio Elbgym in Hamburg. Für die Reihe "Deutschland liest", blättert Steudel dabei ganz entspannt durch das Straßenmagazin Hinz & Kunzt - für ihn ein wichtiger Kontrast zu seinem eigenen Magazin. Mit "fit for fun" profitiert Steudel am Kiosk vom Boom zur Selbstoptimierung und freut im 18. von 22 Video-Interview zur "turi2 edition3" über Plus bei Print.

Päpstlicher als der Papst nimmt Steudel es mit der eigenen Selbstoptimierung nicht: Hin und wieder gönnt er sich löffelweise Nutella. So ein "Schlamper-Tag" ist überhaupt kein Problem, wenn man es sonst regelmäßig zum Training schafft, sagt Steudel.
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

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turi2 edition3: Adrian Pickshaus, Chefredakteur Lufthansa Medien, macht Lifestyle-Journalismus mit Kranich-Label.


Über den Wolken: Adrian Pickshaus verantwortet bei Territory, der Content-Tochter von Gruner + Jahr, das Lufthansa Magazin und alle anderen Medien der Kranich-Linie. Als verlängerten Arm der Konzern-Kommunikation sieht er sich trotzdem nicht, sagt Pickshaus im 17. von 22 Video-Interviews zur turi2 edition3. Seine Reporter und er fliegen um die Welt und bringen Geschichten über Menschen und Reiseziele mit. "Wir erstellen Travel- und Lifestyle-Magazine mit dem klaren Absender Lufthansa" – platte Werbe-Botschaften will er nicht verbreiten.

Johannes Arlt fotografiert Pickshaus im Hangar bei Lufthansa Technik in Hamburg an einer Übungs-Boeing. Pickshaus blättert dabei durch den Spiegel – das Nachrichten-Magazin liest er schon "seit ich lesen kann".
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

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turi2 edition3: Sandra und Simon Peter produzieren Kinderträume am laufenden Band.


Nach dem Heft ist vor dem Heft: Sandra und Simon Peter sind die fleißigsten Chefredakteure Deutschlands. Bei der Stuttgarter Burda-Tochter Blue Ocean verantworten sie dutzende Kinder-Zeitschriften – mit 500 Ausgaben pro Jahr. Sie denken über die Masse nicht nach, "wir tun's einfach", sagt Sandra Peter im Video-Interview für die turi2 edition3. Ein treuer Kunde sitzt zu Hause: ihr siebenjähriger Sohn.

Der Junior muss gelegentlich als Tester herhalten. "Und es kommen auch regelmäßig kleine Mädchen zu uns ins Haus", erzählt Sandra Peter, die für die rosa Abteilung der Mädels-Magazine verantwortlich zeichnet. Simon Peter bleibt beim Wochenend-Einkauf manchmal länger am Zeitschriftenregal stehen und beobachtet, wonach die Kids greifen. Im Verlagshaus haben sie freie Auswahl. Vor der großen Wand mit allen Titeln hat Stephan Sahm das Chef-Paar Sandra und Simon Peter für die "Deutschland liest"-Reihe der turi2 edition3 fotografiert – mit "Architectural Digest" und der "FAZ Woche" in den Händen.

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turi2 edition3: “kicker”-Chefredakteur Jörg Jakob konkurriert mit Fußball-Clubs um Leser.


Big Bundesliga Business: Der "kicker" steckt nicht nur in der digitalen Disruption – er bekommt auch neue Konkurrenten in seinem Kerngeschäft. Jörg Jakob, Leiter der Chefredaktion, beobachtet mit Sorge, wie professionell Fußball-Clubs ihre eigenen Medien machen und Aufmerksamkeit der Fans abgraben. Im Video-Interview zur turi2 edition3 kündigt er eine multimediale Offensive an: "Der 'kicker' muss seine Kompetenz auf allen Kanälen zeigen." Eines könnten Clubs aber nicht leisten: eine kritische, fachliche Berichterstattung.

Jakob setzt im emotional aufgeladenen Fußball-Zirkus insbesondere auf Online-Videos. Auch Werbekunden entdeckten zunehmend, wie attraktiv Bewegtbild im Netz sei. Bei aller Romantik ums runde Leder sieht Jakob den Fußball als Teil des Entertainment-Business. Eine Regel laute: populäre Vereine wie Bayern und Dortmund "ziehen deutlich mehr" auf dem Titel als Retortenvereine. Für die "Deutschland liest"-Reihe in der turi2 edition3 hat sich Jakob nach dem Interview mit einem "Geo Special"-Heft aufs Mannschaftsfoto des VfL Wolfsburg geschmuggelt.

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turi2 edition3: Maike Grützediek, Chefredakteurin “Tauchen”, gibt ihre Abschiedsvorstellung.


Öfter mal abtauchen, will Maike Grützediek künftig wieder selbst. Die Chefredakteurin von Tauchen gibt ihren Job nach fünf Jahren an der Spitze des Magazins aus dem Jahr Top Special Verlag zum Jahresende ab. Dann ist sie Herausgeberin, will ein bisschen weniger Tagesgeschäft machen und mehr auf das "große Ganze" blicken, sagt sie im 13. von 22 Video-Interviews zur turi2 edition3. Ein bisschen Luft will sie sich auch noch fürs eigene Tauchen lassen und selbst mehr reisen und schreiben.

Fotograf Johannes Arlt inszeniert die Noch-Chefredakteurin im Kaifu-Bad in Hamburg zusammen mit vier Kollegen aus der "Tauchen"-Redaktion, darunter auch ihre Nachfolgerin an der Spitze des Magazins, Jasmin Jaerisch. Auf dem Foto liest Grützediek Brand eins, an dem Wirtschaftsmagazin schätzt sie die überraschenden Titelbilder und die Porträts über Menschen, die mal mehr, mal weniger erfolgreich sind.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

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