Hier finden Sie aktuelle Videos und Interviews vom Branchenfernsehen turi2.tv.

interview2: ZDF-Gesicht Martin Leutke krempelt die Kommunikation der Lufthansa um.


ZDF verleiht Flügel: Martin Leutke war das Gesicht der Sendung "Wiso" – seit Oktober steht er im Dienst der Lufthansa. Dort baut er die Kommunikation mit der Presse um. Sein Sprecher-Team kämpft wie eine klassische Redaktion mit dem Medienwandel. "Wir müssen die Geschwindigkeit mitgehen und das Tempo halten", sagt Leutke im turi2.tv-Interview auf dem Frankfurter Flughafen. Ihn habe die Neugier auf Neues unter die Schwingen des Kranichs getrieben.

Leutke und seine Leute bändigen jeden Tag die vielen Kommunikationskanäle. Die Lufthansa müsse auf allen Plattformen gleichermaßen präsent sein, sagt er. Mitarbeiter der Airline twittern und tippen klassische Pressemitteilungen in einem hochmodernen Newsroom, sie telefonieren und snappen, posten und füllen Medien für Mitarbeiter, die rund um den Globus unterwegs sind. Leutke profitiert von seiner ZDF-Erfahrung: Er weiß noch, wie man Kamerateams glücklich und sich Journalisten zum Freund macht.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

interview2: Lars Haider, Chef des “Hamburger Abendblatts”, singt ein Loblied auf Funkes Zentralredaktion.


Läuft bei ihm: Lars Haider, Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts", ist nach drei Jahren im Funke-Reich voll des Lobes für die neuen Besitzer der früheren Springer-Zeitung. Toll an den Funkes sei die Konzentration auf ein gutes Produkt, sagt Haider im Gespräch mit turi2.tv am Rande des "Abendblatt"-Neujahrsempfangs Anfang der Woche. "Insbesondere durch die Zentralredaktion in Berlin ist die Zeitung besser geworden", so der Chefredakteur.

Eine Konkurrenz zu den Kollegen um Zentral-Chef Jörg Quoos sieht Haider nicht, ganz im Gegenteil: Von den Lesern bekomme er viel Lob für den gut gemachten Politik-Teil aus Berlin. Er selbst begreife sich als Lokalchefredakteur, der sich für Hamburg interessiert - und Haider bekennt: Wer als Chefredakteur bundespolitisch oder international denkt, ist beim "Abendblatt" falsch.
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Beim VDZ-Summit im November 2016 hat turi2.tv mit Jörg Quoos, dem Chefredakteur der Zentralredaktion, über seine Arbeit gesprochen.
turi2.tv (3-Min-Video)

Kommentieren ...

interview2: Telekom-PR-Chef Philipp Schindera erteilt Print eine Abfuhr.


Das Herz am digitalen Fleck: Philipp Schindera, Kommunikations-Chef der Telekom, bespielt mit seinem Team 24 Kanäle – von Zeitungen über die eigene Website bis zu Snapchat. Printmedien spielen eine immer kleinere Rolle, erzählt Schindera beim turi2.tv-Interview in Bonn. "Unser Produkt ist digital. Wir bringen den Menschen das Digitale nach Hause. Deshalb setzen wir konsequent auf digitale Inhalte." Ob das Marketing in fünf Jahren noch Print-Anzeigen schaltet? "Das wird sich zeigen", antwortet Schindera.

Die Telekom gucke sich Entwicklungen im Content Marketing "interessiert" an und schätze digitale Werbung, weil Kunden dort zielgerichteter angesprochen werden können. Auch Schindera beobachtet an sich, wie sein Alltag ganz selbstverständlich digital wird. Seine "TV Digital"-Zeitschrift, die zusammen mit der Telekom entsteht, nutzt er nur noch "sehr, sehr selten", weil elektronische Programmführer und Apps immer besser werden.
youtube.com (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)
Kommentieren ...

interview2: FFH-Chef Hans-Dieter Hillmoth sieht das Privatradio in der Tutti-Frutti-Falle.


TV harms the Radio star: Hans-Dieter Hillmoth ist seit 1989 Chef von FFH und das Gesicht des Privatradios in Deutschland. Radio fasziniert ihn – Lästereien über die Privaten nerven. "Das private Radio ist viel besser als das private Fernsehen", sagt Hillmoth beim turi2.tv-Besuch im Funkhaus Bad Vilbel. Das Schmuddel-Image aus der Tutti-Frutti-Zeit schadet bis heute auch den privaten Hörfunkern.

Radio erfülle eine wichtige Rolle in den Regionen. FFH vollbringe in Hessen eine "integrative Leistung", berichte aus allen Landesteilen seriös statt reißerisch. Hillmoth, der ab Januar auch Aufsichtsrats-Chef des Vermarkters RMS ist, blickt auf ein gutes Werbegeschäft 2016 zurück. Dabei profitiere das Privatradio von der Tageszeitungskrise: Kunden schichteten Budgets um: von der Tageszeitung zum Radio.
youtube.com (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Peter Turi: “2016 war das Jahr, in dem mir klar wurde, dass das Internet überschätzt wird.”

peter-turi_august_2016_600
“Das Internet wird überschätzt” – turi2-Verleger Peter Turi investiert deshalb 2017 vor allem in Print und Video (Foto: Ralph Koch)

Liebe Leserinnen und Leser von turi2,

2016 ist vorbei – endlich. Ich wünsche uns allen 2017 weniger Todes- und Terrornachrichten, versprechen kann ich es Ihnen leider nicht. Was ich Ihnen versprechen kann: Beim Branchendienst turi2 erwarten Sie 2017 News, Neues und Innovationen. Vieles wird sich ändern, damit eines bleibt: dass wir Ihre Primärquelle für den Wandel in der Welt der Medien & Marken sind.

2016 war das Jahr, in dem mir klar wurde, dass das Internet überschätzt wird. Wir haben die turi2 edition als langsamsten Branchendienst und Gegengift zur Kurzatmigkeit des Onlinegeschäfts etabliert. Die Zeitschrift, die ein Buch ist, erwirtschafte 2016 für turi2 bereits mehr Umsatz und Gewinn als der Onlinedienst. weiterlesen …

interview2: Filmproduzent Andreas Bareiss hofft auf Besserung bei Sat.1.


Problem-Produktion: Bei Sat.1 liegt Staub auf dem Glanz vergangener Tage. Produzent Andreas Bareiss hofft, dass der Sender 2017 im Filmbereich einen Sprung nach vorne macht. Ein Sender, der nur sechs oder zehn Filme im Jahr herstellt, sei für den Zuschauer nicht mehr wahrnehmbar, sagt der "Wanderhuren"-Produzent Bareiss im turi2.tv-Interview. Produzenten und Kreativen fehle Planbarkeit. Am 14. Februar läuft Bareiss' "Die Ketzerbraut" bei Sat.1.

Das jahrelange Sparen an Filmen hat aus Bareiss' Sicht eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Wenn ein Sender kaum noch wahrgenommen wird, sei er nicht in der Lage, gutes Programm zu platzieren. Auf die Frage, ob Besserung in Sicht ist, antwortet Bareiss vorsichtig: "Es wird anders." Das neue Team um die Fiction-Chefs Yvonne Weber und Stefan Gärtner habe den Willen, an die alte Qualität anzuknüpfen und Verlässlichkeit in den Markt reinzutragen.
youtube.com (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Facetime mit … Roland Tichy: “Das Geschrei wird schriller, aber leiser”.


Der Meinungskrieg geht weiter: Roland Tichy blickt auf ein erfolgreiches Jahr als Medienunternehmer zurück. Der Ex-Chefredakteur der "WirtschaftsWoche" polarisiert mit Tichys Einblick online und in Print. Seinen Kritikern unterstellt Tichy "böse Absicht" – wer anderer Meinung sei, werde in Deutschland schnell als AfD-nah oder Nazi dargestellt. "Das Geschrei wird schriller, aber leiser", sagt Tichy im turi2.tv-Gespräch – immer mehr Menschen bildeten sich ihre Meinung im Netz selbst.

Sie würden Stereotype und Urteile von außen nicht mehr einfach akzeptieren, sondern selber nach Fakten suchen. Auf den Vorwurf, selbst mit Sterotypen zu arbeiten, geht Tichy nicht ein und spielt den Ball zu Kollegen: Auch die "grandiose taz" arbeite mit provokanten Überschriften. Tichys Einblick soll 2017 weiter wachsen und multimedialer werden. Geschichten der Zeitschrift "Tichys Einblick" werden zu Videos – die wechselseitige Durchdringung der Medien mache Spaß.
youtube.com (7-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), youtube.com (ungekürzte 15-Min-Fassung)

Aus dem Archiv: interview2 mit Roland Tichy über seine Arbeit für Xing.

Ungeschnitte Fassung des Gesprächs:
Kommentieren ...

Facetime mit … Sophie Burkhardt: Funk ist nicht abhängig von Facebook.


Allianz ohne Alternativen: Das öffentlich-rechtliche Jugendangebot Funk ist auf Social-Media-Plattformen angewiesen – und glaubt, dennoch nicht abhängig zu sein. Drei Monate nach dem Start spricht Vize-Chefin Sophie Burkhardt im turi2.tv-Interview von einer "Zweigleisigkeit". Ihre Strategie: Reichweite über Facebook und Snapchat aufbauen und die jungen Nutzer darüber ins eigene Haus locken.

Ihr Team lasse keine Inhalte weg, nur weil sie Facebook nicht gefallen könnten, versichert Burkhardt. "Wir sind weder auf die Player, noch auf die Ausspielwege angewiesen", sagt sie, diese Behauptung sei "kein Feigenblatt" für Politik oder Gremien. Die Formate-Macher haben in den vergangenen Wochen viel ausprobiert. Jetzt folgt die Feinarbeit. Bei einer Sache tun sie sich schwer: die ganz jungen Jugendlichen, also die 14- und 15-Jährigen, zu erreichen.
turi2.tv (6-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Facetime mit … Julian Reichelt: “Wir schaffen den Shitstorm ab.”


Die Scheiße stürmt nicht mehr: Bild.de will ab dem kommenden Jahr zurückhaltender über Debatten in sozialen Netzwerken berichten. "Wir haben alle in den letzten Jahren etwas zu oft und auch zu dankbar über Shitstorms berichtet", sagt Julian Reichelt im zweiten Teil des turi2.tv-Gesprächs. Hinter vielen scheinbaren Trends steckten doch nur 30 anonyme Twitter-Accounts. Für Bild.de zähle eine Meinung aus dem Netz künftig nur, wenn ein Mensch sie unter Klarnamen äußert.

Deutlich weniger Zurückhaltung wünscht sich Reichelt 2017 bei Berichten über Syrien. Der frühere Kriegsreporter hat im aktuellen Konflikt Bekannte verloren und ist sich sicher: Politiker und Journalisten werden sich "in nicht ferner Zukunft schämen für all das, was wir unterlassen haben". Bild.de habe stets berichtet, aber am Ende doch nichts bewegen können: "Dass sich in diesem Fall so wenig verändert hat, gehört für mich zu den großen Schmerzen 2016 und zu den großen Schmerzen meines journalistischen Lebens."
turi2.tv (6-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Teil 1 des Gesprächs über die Radio-Pläne bei Bild.de:
Kommentieren ...

Facetime mit … Julian Reichelt: Bild.de macht bald Radio.


"Bild" ohne Bilder: Nach vielen Live-Video-Experimenten plant bild.de für das kommende Jahr den Einstieg in den Radio-Journalismus. Die Redaktion entwickelt Formate für den intelligenten Lautsprecher Amazon Echo und will Live-Audio von Facebook testen, kündigt Chefredakteur Julian Reichelt im turi2.tv-Gespräch an. Dieses Video-Interview mit Reichelt ist auch für turi2 ein Test: Per Smartphone ist er aus seinem Büro zugeschaltet.

Reichelt hat in den vergangenen Monaten einige Radioleute angeworben. Sie entwickeln eigene Podcast-Formate für Amazon – der Lautsprecher Amazon Echo liest über seine Computerstimme Alexa bild.de-Nachrichten bislang automatisiert vor. Künftig soll ein echter Mensch sprechen. Reichelts Ziel sind "Social-Media-Radioprogramme, die der Marke gerecht werden". Facebook Live und Online-Audio seien eigentlich wie Fernsehen und Radio. Die große Revolution sieht Reichelt im Smartphone, das die Nutzung aller Medien von Zeit und Ort entkoppelt.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2, Teil 1)

Zum Teil 2 des Gesprächs: Julian Reichelt über Hass im Netz und seine journalistische Niederlage in diesem Jahr.

Aus dem turi2.tv-Archiv – das interview2 mit Julian Reichelt:
Kommentieren ...

interview2: Steffen Hallaschka will beim “Heißen Stuhl” nicht nur Krawall machen.


Der Stuhl glüht wieder: RTL geht ab heute Abend wieder dahin, wo es weh tut und belebt den Krawall-Talk "Der heiße Stuhl" wieder - mit "stern TV"-Moderator Steffen Hallaschka als Dompteur. Im turi2.tv-Interview sagt Hallaschka, dass er für den "puren Krawall" nicht in den Ring gehen werde, er wolle "eine journalistische Debatte" führen. Leidenschaft und "scharfe Kante" des "Heißen Stuhls" sollen allerdings bleiben. Dafür, dass es heute Abend nicht zu harmonisch wird, sorgt die Besetzung des Panels: Rechtsausleger Thilo Sarrazin lässt sich von der Publizistin und Muslima Khola Maryam Hübsch, dem Grünen Kai Gehring, Schauspielerin Annabelle Mandeng und Polizei-Gewerkschaftler Arnold Plickert grillen - zum Thema Sicherheit in Deutschland.

Eine Kopie der 90er-Jahre-Show will Hallaschka nicht liefern: Einen regelmäßigen Takt als "Quatschbude" soll der "Heiße Stuhl" nicht haben. Vielmehr soll die Sendung bei Bedarf gesellschaftliche Debatten abbilden. Die Sendung soll eine steile These von mehreren Seiten attackieren lassen, um bei der Meinungsbildung zu helfen.
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow1 Kommentar

interview2: Dem Deutschlandradio stehen große Veränderungen bevor, sagt Intendant Willi Steul.


Das war erst der Anfang: Intendant Willi Steul kündigt tiefgreifende Reformen beim Funk-Flaggschiff Deutschlandradio an. Sein Nachfolger werde redaktionelle Abläufe ändern, stärker visuell und für Plattformen produzieren lassen, stellt Steul im turi2.tv-Interview in Aussicht. Er geht im Mai in den Ruhestand. In den vergangenen Jahren habe er einen Modernisierungsstau aufgelöst. Der neue Intendant müsse "den Zug in Fahrt bringen".

Steul ruft die Mitarbeiter von Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen auf, vieles in Frage zu stellen. Abläufe müssten sich grundlegend ändern, um Radio via Spotify und Podcast aufs iPhone zu bringen oder ein Visual Radio zu produzieren. Steul kritisiert, dass einige auf der Bremse stehen: "Nicht alle gehen mit dieser Leidenschaft an Veränderungen heran – das ist eine Aufgabe, die man intern zu bewältigen hat." Steul selbst will sich das aus der Distanz anschauen. Der Ethnologe und Historiker plant ein Buch über Dschingis Khan und ein Drehbuch zusammen mit seiner älteren Tochter.
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

interview2: Sigrun Albert holt einen Hauch von Neuland nach Oberfranken.


Boomtown Bamberg: Die Mediengruppe Oberfranken buhlt um Startups. Verlags-Geschäftsführerin Sigrun Albert erklärt im turi2.tv-Interview, wie junge Gründer und ein altes regionales Medienhaus zusammenfinden. Albert will keine Rendite aus frischen Ideen rauspressen, sondern Geschwindigkeit in den Verlag bringen und ganz viel lernen. Der Journalismus funktioniere schließlich noch gut, "unsere Zeitungen sind unsere Cashcows".

Die Tochter MGO Digital Ventures investiert jeweils bis zu eine halbe Mio Euro und ist u.a. am Digitalbuch-Startup Blinkist und dem Shop Tausendkind beteiligt. "Wir wollen unser Portfolio erweitern und in Geschäftsfelder vordringen, die nicht eng mit unserer Tradition zu tun haben." Und wie geht es mit dem Lernen voneinander voran? Albert gibt zu, noch nicht zu wissen, wie sich Startup-Denke übertragen lässt. Die Gründer hätten auch nicht ständig Zeit, nach Bamberg zu reisen, um zu erklären, wie die neue Welt funktioniert.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

interview2: Uwe Mommert setzt auf die Intelligenz von Mensch und Maschine.


Print zählt mehr: Uwe Mommert, Vorstand von Landau Media, lässt ein Heer von Spezialisten antreten, um für seine Kunden die Medien zu beobachten. Die Rechercheure schnippeln zwar längst nicht mehr nur mit der Schere Ausschnitte aus Zeitungen und Zeitschriften, sondern sammeln die Berichterstattung über die Landau-Kunden auch digital. Doch "gerade die Printmedien sind für unsere Kunden noch immer der relevanteste Kanal", sagt der Medienbeobachter im Gespräch mit Peter Turi.

Am Rande des Medientalks von Landau Media in Hamburg Anfang November gibt sich der Chef des Ausschnittsdienstes zuversichtlich, dass die Kunden seinen Dienst auch in zehn Jahren noch brauchen, schließlich werde die Medienwelt immer komplexer. Künftig werde die Recherche noch stärker computergestützt laufen, aber er werde immer menschliche Mitarbeiter brauchen, die die digitalen Informationen auswerten und verdichten.
turi2.tv
(3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

interview2: Nora-Vanessa Wohlert verwandelt mit Edition F weibliche Emotionen in Euros.


E wie erfolgreich: Nora-Vanessa Wohlert baut mit Susann Hoffmann ein vorbildliches Medien-Startup auf – Edition F ist seit 2014 die digitale Heimat erfolgreicher Frauen. Wohlert wundert sich im turi2.tv-Interview, dass große Verlage starke Frauen nur über Zeitschriften ansprechen. Was gut für Edition F ist: Konkurrenz gibt es kaum. Ab heute soll die Stellenanzeige 3.0 frisches Kapital in die Kasse spülen: In der neuen Jobbörse vermitteln Firmen über Fotos, Videos und Backstage-Blicke ein Gefühl für sich.

Gründerin Wohlert beschäftigt inzwischen 19 Menschen, finanziert von Risikokapital und laufenden Einnahmen. Ihr Erfolgsrezept lautet offiziell: ein passendes Thema haben, ein gutes Team aufbauen und sich selbst eingestehen, wenn was nicht läuft. In Wahrheit hat sie vor allem eines besser gemacht als andere gründende Journalisten: Wohlert wollte sich mit ihrer Partnerin Hoffmann nicht nur selbst verwirklichen, sondern von vornherein Geld verdienen und wachsen. Wohlert empfiehlt Gründern, im ständigen Austausch mit Nutzern und anderen Geschäftsführern zu bleiben – und offen zu sein für Kooperationen.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)4 Kommentare

turi2 edition3: Thomas Wurster baut den “Tagesspiegel” zum Magazinhaus aus.


Der Vielstarter: Thomas Wurster ist beim "Tagesspiegel" der Macher hinter den Magazin-Konzepten. Aus der Berliner Tageszeitung heraus sind mehr als ein Dutzend Titel entstanden – alle zwei Wochen verlässt eine neue Zeitschriften-Ausgabe das Verlagshaus am Askanischen Platz. Verlagsleiter Wurster erzählt im Video zur turi2 edition3 aus seinem Alltag: "Und wenn ein neues Thema kommt, machen wir möglicherweise wieder ein Magazin daraus."

Wurster sieht Zeitschriften als optimalen Weg, "bestimmte Zielgruppen mit ihren Themen konzentriert anzusprechen". Jedes Magazin transportiere das Markenversprechen des "Tagesspiegels", der sich unter Verleger Sebastian Turner selbstbewusst als Leitmedium der Hauptstadt sieht. Papierqualität, Optik und Gestaltung sind entscheidend – dann seien Zeitungen und Magazine eine ziemlich perfekte Ergänzung zueinander. Für die turi2 edition3 hat Jens Twiehaus die spannendsten Zeitschriften-Konzepte aus deutschen Zeitungshäusern zusammengetragen – und festgestellt: Zwischen LandGang in Flensburg und Seeseiten am Tegernsee arbeiten die Verlage an einer gedruckten Zukunft im kleinen Format.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Den Text "Zukunft im kleinen Format" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.
turi3ad
Kommentieren ...

interview2: Wirtschaftsinformatiker August-Wilhelm Scheer fordert Auto-Hersteller zur Zusammenarbeit auf.


Individuell, aber gemeinsam: Auto-Hersteller müssen sich auf eine neue Welle der Digitalisierung einstellen, sagt Professor August-Wilhelm Scheer am Rande des IT-Gipfels in Saarbrücken. Vor allem der Trend zur Individualisierung ändere sich, beobachtet der Wirtschafts-Informatiker. Ging es bisher darum, Produkte an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen - etwa die Konfiguration eines Autos nach Farbe, Ausstattung und Motorleistung -, seien es künftig eher die Dienstleistungen, die sich individuelleren lassen müssten.

Als Beispiel dient Scheer das Auto der Zukunft: Ein selbstfahrendes Vehikel, das der Nutzer auf Abruf vorfahren lässt, müsse bereits auf den Fahrer eingestellt sein, wenn es bei ihm ankommt. Das betreffe die Sitze und Spiegel genauso wie das Bordentertainment. Damit solche Features auch über Hersteller-Grenzen hinweg funktionieren, rät Scheer den Auto-Konzernen dringend zur Kooperation - andernfalls säßen bald Google oder Apple am Steuer von BMW, VW oder Mercedes.
turi2.tv (7-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)
Kommentieren ...

interview2: IT-Professor Michael Backes fordert mehr Mut für Innovationen.


Schöner scheitern: Deutsche Investoren haben zu viel Angst vor Pleiten, findet IT-Professor Michael Backes und wünscht sich mehr Risikobereitschaft. "In den USA ist Scheitern fast ein Adelstitel, hier ist Scheitern ein Makel", sagte der Forscher mit Schwerpunkt IT-Sicherheit im Interview von Peter Turi auf dem IT-Gipfel in Saarbrücken. Und auch die Finanzierung guter Ideen sei in den USA einfacher. Wer seine Geldgeber überzeuge, bekomme eine bedingungslose Finanzierung und stehe, wenn das Projekt doch schiefgeht, nicht persönlich in der Kreide.

Dem IT-Standort Deutschland gibt der Wissenschaftler trotzdem gute Noten: Internationale Firmen siedeln sich hierzulande an, weil sie an den gut ausgebildeten, jungen Spezialisten interessiert sind. Nun müsse man nur noch den Gründergeist der Deutschen selbst etwas kitzeln - "gute Ideen gibt es hier genauso wie in den USA und in China". Was Deutschland allerdings dringend brauche, sei eine Venture-Kapitalszene.
turi2.de (7-Min-Interview im YouTube-Kanal vn turi2)Kommentieren ...

interview2: BMW-Marketingchefin Stefanie Wurst erreicht nicht mehr alle Menschen über Medien.

Jeder nach seiner Facon: Die Produkt-Palette von BMW wird breiter – und damit auch die Zielgruppe. Marketingchefin Stefanie Wurst erklärt im turi2.tv-Interview, wie sie welche Käufer erreicht: Bei den E-Auto-Modellen gibt sie überall kräftig Gas. Werbung für besonders teure Autos spielt sie hingegen oft nicht mehr über Medien, sondern über Events und Partner. "Das Budget geht häufig an der Verlagsbranche vorbei", sagt Wurst.

Die Fullspeed-Werberin glaubt fest an einen Siegeszug der elektrischen Mobilität. Während VW nun Kräfte dorthin verlagert, forscht und testet BMW seit Jahren. "Wir sind an einer Schwelle gelandet, wo das Thema E-Mobilität in die Breite geht", meint Wurst – auch wenn die Verkaufszahlen noch mickrig sind. Die neue Produktklasse ist nur einer von vielen Umbrüchen im BMW-Konzern. Auch selbst produzierte Medien spielen eine immer größere Rolle. Zum Medienhaus werde BMW aber sicher nicht. Inhalte seien Teil des Geschäfts, nicht der Kern.
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

interview2: KI-Papst Wolfgang Wahlster will mit künstlicher Intelligenz das Leben erleichtern.


Digitaler Ruck: Computer-Forscher Wolfgang Wahlster sieht Deutschland im globalen, digitalen Wettbewerb zurückliegen und fordert zusammen mit anderen, dass ein digitaler Ruck durchs Land gehen muss. Die erste Runde der Digitalisierung sei an die Tech-Konzerne in den USA und Asien gegangen - mit dem Konsumer-Internet und dem Smartphone. Beim Internet der Dinge müssten die deutschen Entwickler nun nachlegen, wenn sie den Anschluss nicht verlieren und das Spiel noch gewinnen wollen, fordert Wahlster im Interview von Peter Turi beim IT-Gipfel in Saarbrücken.

Für die Digitalisierung und Automatisierung sieht der IT-Professor mit Schwerpunkt künstliche Intelligenz kaum Grenzen. Die Technik wird es künftig nicht nur Autofahrern und Schiffskapitänen erleichtern, ans Ziel zu kommen, auch Ärzte können mit Hilfe von künstlicher Intelligenz schneller die passenden Therapien finden. Völlig bedenkenlos will sich Wahlster der Technik aber nicht ausliefern: Bevor ihn das Navi direkt in die Saar fahren lässt, würde er eingreifen.
turi2.tv (10-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)1 Kommentar

turi2 edition3: Bettina Billerbeck, Chefredakteurin “Schöner Wohnen”, findet bei Ikea immer was.


Home sweet home: Bettina Billerbeck ist Chefredakteurin der Wohn-Bibel Schöner Wohnen und hat im Moment einen Lauf – nicht nur im Anzeigen-Geschäft. Die Redaktion ist inzwischen auch im E-Commerce aktiv und verkauft ausgesuchte Designer-Stücke in einem eigenen Online-Shop, "einfach weil wir einen so guten Namen haben", sagt Billerbeck im Video-Interview zur turi2 edition3. Sie selbst kaufe aber nicht nur bei großen Designern, sondern finde auch bei Ikea immer was.

Für die Reihe "Deutschland liest" fotografiert Johannes Arlt Bettina Billerbeck im Design-Möbelhaus Die Wäscherei in Hamburg. Dabei liest die Chefredakteurin ihre Lieblings-Frauenzeitschrift Myself. Bei dem Condé-Nast-Heft war sie selbst jahrelang Vize-Chefin.

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3ad
Kommentieren ...

turi2 edition3: “Hörzu”-Chef Christian Hellmann pickt Perlen aus der Senderflut.


Perlen via Print: Chefredakteur Christian Hellmann sieht seine "Hörzu" gut im Rennen. Ein Printsterben bei Programm-Zeitschriften kann er nicht erkennen. Das Bedürfnis seiner Leser nach Navigation wächst mit der Senderflut, sagt Hellmann im Video-Interview für die turi2 edition3. Seine Zentralredaktion mit 50 Mitarbeitern müsse deshalb umso dringender die Perlen aus dem Programm herauspicken.

Gutes zu finden ist dabei gar nicht so schwierig, behauptet Hellmann, der das deutsche Fernsehen besser findet als sein Ruf: "Diese Miesmacherei und diese ständige Nörgelei, das TV-Programm werde immer schlechter, kann ich nicht teilen." Für die Foto-Reihe "Deutschland liest" zur turi2 edition3 schaute Hellmann mal keine bewegten Bilder, sondern in die "11 Freunde". Johannes Arlt fotografierte ihn im Savoy Filmtheater Hamburg.

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3adKommentieren ...

turi2 edition3: Jan-Erik Hegemann vom “Feuerwehr-Magazin” brennt für die Präsenz auf möglichst vielen Plattformen.


Wasser marsch im Web: Blaulicht-Content kommt an – auch oder sogar gerade online. Chefredakteur Jan-Erik Hegemann bringt sein "Feuerwehr-Magazin" deshalb auf alle Plattformen. Hegemann erzählt im 20. von 22 Chef-Interviews der turi2 edition3: "Man muss heute alles machen, jeden Kanal bespielen, wenn man die Leute erreichen will."

Die Redaktion beim Ebner-Verlag ist fast eine reine Männerwirtschaft, nur das Layout machen Frauen. Das spiegelt die Realität bei den Feuerwehren wider: 97% der Brandbekämpfer seien Männer. Hegemann war nie einer von ihnen und stellt jetzt auch nur noch Feuerwehr-Profis ein. Für die turi2 edition3 stieg er dennoch auf die Drehleiter. Michael Englert fotografierte Hegemann für die "Deutschland liest"-Reihe mit dem "kicker" in der Hand.

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3adKommentieren ...

turi2 edition3: Jochen Rieker, Chefredakteur “Yacht”, weiß, wo die Welt noch in Ordnung ist.


Auf plattem Land: Jochen Rieker, Chefredakteur des Magazins Yacht, lässt sich gerne den Wind um die Nase wehen – vorzugsweise auf hoher See. Im Video-Interview zur turi2 edition3 schwärmt er von einer Welt "ohne Regeln, ohne Limits, ohne Verkehrsschilder". Für das Fotoshooting zur Reihe "Deutschland liest" treffen wir ihn trotzdem auf dem platten Land, in einer Wellblech-Werft für ein mehr als 100 Jahre altes Oldtimer-Schiff. Die Zeitschrift seiner Wahl ist das Baumwall-Blatt Walden – dem Enkel eines Holzeinkäufers liegt neben dem Wasser auch das Holz im Blut.

Riekers "Yacht" erscheint auch schon in ihrem zweiten Jahrhundert, er selbst leitet das Magazin seit 16 Jahren. "Es war schon mal lustiger", sagt er und ärgert sich über einen Rutsch in der Kiosk-Auflage im vergangenen Jahr. Für kleinere Titel werde die Distribution immer schwieriger. Trotzdem bleibt Rieker zuversichtlich für "Yacht" und Print: "Wir haben Weltwirtschaftskrisen überstanden und zwei Weltkriege – da brennt nichts an."
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3adKommentieren ...

turi2 edition3: Madeleine Jakits, Chefredakteurin “Feinschmecker”, führt kulinarisch um die Welt.


Gutes Essen und alte Autos sind die Leidenschaften von Madeleine Jakits. Seit fast 20 Jahren leitet die Lifestyle-Journalistin den Feinschmecker. Eine Küchenbibel will das Blatt aber genauso wenig sein wie ein Rezeptheft, sagt Jakits in Teil 19 der Interview-Reihe zur turi2 edition3. Sie definiert das Magazin, das bereits in seinem fünften Jahrzehnt erscheint, als kulinarischen Reiseführer, der seine Leser an Orte führt, wo Speisen und Weine besonders gut schmecken.

Jakits selbst findet Entspannung beim Blättern durch Oldtimer-Zeitschriften, denn sie ist stolze Besitzerin eines Alfa Romeo Spider. Das Auto hat sie sich vor einigen Jahren spontan in einer Mittagspause zugelegt. Seitdem kurvt sie gemütlich und entschleunigt durch den Hamburger Stadtverkehr. Johannes Arlt fotografiert die Chefredakteurin im Restaurant Haerlin im Hotel Vier Jahreszeiten. Küchenchef Christoph Rüffer, links im Bild, darf sich mit zwei Michelin-Sternen schmücken.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3adKommentieren ...

turi2 edition3: Alexander Steudel, Chefredakteur “fit for fun”, schaut nicht nur auf den schönen Schein.


Ready to Rumble: Alexander Steudel lässt die Muskeln spielen für die turi2 edition3. Johannes Arlt fotografiert den Chefredakteur von fit for fun beim Armdrücken mit einem Body-Builder im Fitness-Studio Elbgym in Hamburg. Für die Reihe "Deutschland liest", blättert Steudel dabei ganz entspannt durch das Straßenmagazin Hinz & Kunzt - für ihn ein wichtiger Kontrast zu seinem eigenen Magazin. Mit "fit for fun" profitiert Steudel am Kiosk vom Boom zur Selbstoptimierung und freut im 18. von 22 Video-Interview zur "turi2 edition3" über Plus bei Print.

Päpstlicher als der Papst nimmt Steudel es mit der eigenen Selbstoptimierung nicht: Hin und wieder gönnt er sich löffelweise Nutella. So ein "Schlamper-Tag" ist überhaupt kein Problem, wenn man es sonst regelmäßig zum Training schafft, sagt Steudel.
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3adKommentieren ...

turi2 edition3: Adrian Pickshaus, Chefredakteur Lufthansa Medien, macht Lifestyle-Journalismus mit Kranich-Label.


Über den Wolken: Adrian Pickshaus verantwortet bei Territory, der Content-Tochter von Gruner + Jahr, das Lufthansa Magazin und alle anderen Medien der Kranich-Linie. Als verlängerten Arm der Konzern-Kommunikation sieht er sich trotzdem nicht, sagt Pickshaus im 17. von 22 Video-Interviews zur turi2 edition3. Seine Reporter und er fliegen um die Welt und bringen Geschichten über Menschen und Reiseziele mit. "Wir erstellen Travel- und Lifestyle-Magazine mit dem klaren Absender Lufthansa" – platte Werbe-Botschaften will er nicht verbreiten.

Johannes Arlt fotografiert Pickshaus im Hangar bei Lufthansa Technik in Hamburg an einer Übungs-Boeing. Pickshaus blättert dabei durch den Spiegel – das Nachrichten-Magazin liest er schon "seit ich lesen kann".
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3adKommentieren ...

turi2 edition3: Sandra und Simon Peter produzieren Kinderträume am laufenden Band.


Nach dem Heft ist vor dem Heft: Sandra und Simon Peter sind die fleißigsten Chefredakteure Deutschlands. Bei der Stuttgarter Burda-Tochter Blue Ocean verantworten sie dutzende Kinder-Zeitschriften – mit 500 Ausgaben pro Jahr. Sie denken über die Masse nicht nach, "wir tun's einfach", sagt Sandra Peter im Video-Interview für die turi2 edition3. Ein treuer Kunde sitzt zu Hause: ihr siebenjähriger Sohn.

Der Junior muss gelegentlich als Tester herhalten. "Und es kommen auch regelmäßig kleine Mädchen zu uns ins Haus", erzählt Sandra Peter, die für die rosa Abteilung der Mädels-Magazine verantwortlich zeichnet. Simon Peter bleibt beim Wochenend-Einkauf manchmal länger am Zeitschriftenregal stehen und beobachtet, wonach die Kids greifen. Im Verlagshaus haben sie freie Auswahl. Vor der großen Wand mit allen Titeln hat Stephan Sahm das Chef-Paar Sandra und Simon Peter für die "Deutschland liest"-Reihe der turi2 edition3 fotografiert – mit "Architectural Digest" und der "FAZ Woche" in den Händen.

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3adKommentieren ...

turi2 edition3: “kicker”-Chefredakteur Jörg Jakob konkurriert mit Fußball-Clubs um Leser.


Big Bundesliga Business: Der "kicker" steckt nicht nur in der digitalen Disruption – er bekommt auch neue Konkurrenten in seinem Kerngeschäft. Jörg Jakob, Leiter der Chefredaktion, beobachtet mit Sorge, wie professionell Fußball-Clubs ihre eigenen Medien machen und Aufmerksamkeit der Fans abgraben. Im Video-Interview zur turi2 edition3 kündigt er eine multimediale Offensive an: "Der 'kicker' muss seine Kompetenz auf allen Kanälen zeigen." Eines könnten Clubs aber nicht leisten: eine kritische, fachliche Berichterstattung.

Jakob setzt im emotional aufgeladenen Fußball-Zirkus insbesondere auf Online-Videos. Auch Werbekunden entdeckten zunehmend, wie attraktiv Bewegtbild im Netz sei. Bei aller Romantik ums runde Leder sieht Jakob den Fußball als Teil des Entertainment-Business. Eine Regel laute: populäre Vereine wie Bayern und Dortmund "ziehen deutlich mehr" auf dem Titel als Retortenvereine. Für die "Deutschland liest"-Reihe in der turi2 edition3 hat sich Jakob nach dem Interview mit einem "Geo Special"-Heft aufs Mannschaftsfoto des VfL Wolfsburg geschmuggelt.

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3adKommentieren ...

turi2 edition3: Maike Grützediek, Chefredakteurin “Tauchen”, gibt ihre Abschiedsvorstellung.


Öfter mal abtauchen, will Maike Grützediek künftig wieder selbst. Die Chefredakteurin von Tauchen gibt ihren Job nach fünf Jahren an der Spitze des Magazins aus dem Jahr Top Special Verlag zum Jahresende ab. Dann ist sie Herausgeberin, will ein bisschen weniger Tagesgeschäft machen und mehr auf das "große Ganze" blicken, sagt sie im 13. von 22 Video-Interviews zur turi2 edition3. Ein bisschen Luft will sie sich auch noch fürs eigene Tauchen lassen und selbst mehr reisen und schreiben.

Fotograf Johannes Arlt inszeniert die Noch-Chefredakteurin im Kaifu-Bad in Hamburg zusammen mit vier Kollegen aus der "Tauchen"-Redaktion, darunter auch ihre Nachfolgerin an der Spitze des Magazins, Jasmin Jaerisch. Auf dem Foto liest Grützediek Brand eins, an dem Wirtschaftsmagazin schätzt sie die überraschenden Titelbilder und die Porträts über Menschen, die mal mehr, mal weniger erfolgreich sind.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Kommentieren ...

interview2: Otto-Chef Hans-Otto Schrader lockert das Hamburger Handelsimperium auf.


Kulturschock aus dem Katalog: Hans-Otto Schrader lüftet beim Hamburger Otto-Versand kräftig durch – nach 40 Jahren im Unternehmen will der Boss von 50.000 Angestellten nichts anderes als eine neue Kultur der Kooperation einführen. Der Vorstandschef propagiert Offenheit und macht sich selber locker, erzählt er im turi2.tv-Interview beim VDZ Publishers' Summit. Seine Kulturwandel-Workshops besucht er in Turnschuhen und Schlabber-Look.

Schrader glaubt, dass Verlage und Händler wie Otto vor den gleichen Herausforderungen stehen. Beide gehen mit Inhalten um, wollen Communitys bauen – und haben nicht zuletzt die gleichen Konkurrenten. Otto wetteifert mit Amazon, ist aber durch seinen Hermes-Versand zugleich Dienstleister. Journalismus will die riesig große Otto Group nicht selber machen, sagt Schrader. Im Datengeschäft sieht er aber ein entscheidendes Feld und nennt die Otto Group Media als zentralen Punkt, Erfahrung in Online-Vermarktung und Suchtechnologie aufzubauen.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

turi2 edition3: Hans Haltmeier von der “Apotheken Umschau” macht auch Fußpilz zum Millionen-Seller.


Auch Fußpilz verkauft: Hans Haltmeier schreibt für atemberaubende 20 Mio Leser. Seine kostenlose "Apotheken Umschau" ist die wohl krisensicherste Zeitschrift solange es Krankheiten gibt. Die Redaktion kann sich auf dem Cover mehr erlauben als andere – weil die Leser auch zu den unschönsten Themen greifen, erzählt Haltmeier in Folge 12 von 22 Chefredakteur-Interviews zur turi2 edition3. "Wir müssen nicht so Rücksicht nehmen."

Für die Medizin- und Pharmazie-Fachleute am Verlagssitz Baierbrunn gilt vor allem Unabhängigkeit, versichert Haltmeier. Einflussversuche von Anzeigenkunden gebe es nicht, Namen konkreter Präparate tauchen in den Texten nicht auf. Trotzdem hat die "AU" nicht den besten Ruf – weil viele das Bild einer angestaubten Marke im Kopf haben. "Die Erwartungshaltung lautet: Die ist immer so. Das ist tödlich", meint Haltmeier, passt die Optik neuen Sehgewohnheiten an und macht auch Sex zum Thema. Für die turi2 edition3 hat sich Haltmeier im Apotheken-Museum im Heidelberger Schloss mit "Geo" ablichten lassen.

Für eine Reportage in der turi2 edition3 hat Jens Twiehaus das "Idyll im Isartal" besucht und zugesehen, wie das Erfolgsmodell "Apotheken Umschau" sich unter Geschäftsführer Andreas Arntzen wandelt.

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3adKommentieren ...

turi2 edition3: Andrea Kögel von “Mein schöner Garten” berät ihre Leser rund ums Botanische.


Blattmachen über Blätter: Andrea Kögel schreibt mit Erde an den Händen und blumenbunten Ideen im Kopf. Die Chefredakteurin von "Mein schöner Garten" lernte selbst das Handwerk in einer Staudengärtnerei – und ist als Beraterin fürs Botanische gefragter denn je. Kögel wundert sich im Video-Interview von Peter Turi für die turi2 edition3, was die Hobby-Pflanzer in den heimischen Beeten alles nicht wissen.

"Das Schwierige beim Gärtnern ist, dass man so viel wissen muss", räumt Kögel ein. Darum arbeiten bei ihr in der Redaktion gärtnernde Journalisten und journalistische Gärtner, um das Geheimnis der Geranie zu entschlüsseln. Zunehmend suchen Freunde des vollen Blattwerks Hilfe im Internet – völlig in Ordnung für Kögel, die das Heft nicht mehr als Hauptprodukt sondern als eines von mehreren sieht. Für das "Deutschland liest"-Fotoshooting nahm sie aber ein Heft in die Hand. Stephan Sahm fotografierte Kögel in ihrem Garten mit einer "Wirtschaftswoche".

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3adKommentieren ...

interview2: Jörg Quoos macht die Funke-Zentralredaktion zur Marke.


Raus aus dem Schatten: Jörg Quoos baut mit seiner Funke-Zentralredaktion Zeitungsseiten für alle Funke-Zeitungen von "Hamburger Abendblatt" über "WAZ" bis zur Zeitungsgruppe Thüringen. Seit gut einem Jahr arbeitet Quoos mit seiner Truppe unter Volllast und zeigt sich im Interview von turi2.tv am Rande des Publishers' Summit des VDZ zufrieden. "Es läuft viel besser, als ich es mir in den kühnsten Träumen habe vorstellen können", sagt Quoos und freut sich, dass es in Radio und TV immer häufiger heißt, "wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten".

Dass er damit in Konkurrenz zu den eigenen Zeitungsmarken am Kiosk tritt, glaubt er nicht. Fast alle Funke-Blätter haben sich seit dem Antritt der Zentralredaktion im Zitate-Ranking verbessert, und werden nun mit ihren eigenen Recherchen öfter zitiert, sagt Quoos. Der Chefredakteur glaubt an einen "zusätzlichen, sportlichen Anreiz" bei den Kollegen im Lokalen, es mit ihren eigenen Geschichten auch in die "Tagesschau" zu schaffen.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

turi2 edition3: Jens Katemann und Ralph Alex definieren “auto motor und sport” ständig neu.


Vier Hände am Steuer: Jens Katemann und Ralph Alex sind die Chefs von "auto motor und sport". Zwei Jungs mit Benzin im Blut – auch wenn sie den Begriff nicht mögen. Im Video-Interview für die turi2 edition3 schwärmen sie über schicke Karren und konstatieren, dass sich das Interesse am Auto verändert: Manche Leser erwärmen sich mehr für E-Mobilität als für Einspritzpumpen. Und beim Google-Auto ist sich das Duo Katemann / Alex gar nicht einig.

Katemann mag es auf die alte Art: anspruchsvolle Autos zum Anfassen. Alex genießt morgens auf dem Weg in die Redaktion die verschiedenen Systeme seines Benz. Assistenten halten ihn in der Spur, halten Abstand und auch das Tempo. So verschieden wie die Chefredakteure sind auch ihre Leser, berichten die Motor-Männer. Für die "Deutschland liest"-Fotoreihe der turi2 edition3 werfen sie sich in Rennuniformen und schauen ausnahmsweise nicht auf Lack und Chrom, sondern ins "SZ-Magazin" bzw. ins "manager magazin".

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3adKommentieren ...

interview2: VDZ-Präsident Stephan Holthoff-Pförtner will für die Medienfreiheit kämpfen.


Große Fußstapfen: Stephan Holthoff-Pförtner hat die Präsidentschaft des Verbandes Deutscher Zeitschriften-Verleger von Hubert Burda übernommen. Im Antritts-Interview von turi2.tv zeichnet der Miteigentümer der Funke-Mediengruppe seine Agenda für die kommenden zwei Jahre: Den Kampf für Medienfreiheit und persönliche Freiheit in einer Zivilgesellschaft will er in den Mittelpunkt seiner Präsidentschaft stellen.

Holthoff-Pförtner selbst singt erst seit dem Springer-Funke-Deal 2014 eine tragende Stimme im Chor der Zeitschriften-Macher, als erster Lobbyist der Zeitschriften-Branche stellt er die Gemeinsamkeiten zwischen Zeitungs- und Zeitschriften-Journalismus heraus. An eine Fusion der Verbände VDZ und BDZV will er deswegen trotzdem nicht denken - die Verbands-Geschäftsstellen sollen künftig allerdings noch intensiver zusammenarbeiten.

Die Verstimmungen bei den Hamburger Verlagen Gruner + Jahr, "Zeit" und "Spiegel", die sich bei der Entscheidung über den Burda-Nachfolger übergangen fühlten und dem Publishers' Summit demonstrativ fernbleiben, will Holthoff-Pförtner aus der Welt schaffen: "Ich werde persönlich auf die handelnden Personen zugehen und glaube, dass - sobald wir in der Sache reden - wir sehr schnell beieinander sind."
turi2.tv (5-Min-Interview mit YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

turi2 edition3: Sandra Immoor, Chefredakteurin “Bild der Frau”, bricht mit der heilen Welt.


Keine heile Welt: Sandra Immoor ist Chefredakteurin von Deutschlands wichtigster Frauenzeitschrift - mit ihrer Bild der Frau verkauft sie jede Woche 780.000 Exemplare. Beauty, Mode, Diäten sind Immoors Themen. Daneben bringt sie aber auch immer wieder Reportagen und Aufreger-Themen ins Blatt. "Von uns wird auch der Bruch mit der heilen Welt erwartet", sagt sie im neunten von 22 Video-Interviews zur turi2 edition3.

Den "perfekten Druckausgleich" findet die Gerätetaucherin unter Wasser. Für die Reihe "Deutschland liest" ist Immoor allerdings nur ein- und nicht abgetaucht. Johannes Arlt hat sie in einer Badewanne im Design-Hotel East Hamburg fotografiert - mit der Zeitschrift Unterwasser in der Hand.
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3adKommentieren ...

turi2 edition3: “Playboy”-Chefredakteur Florian Boitin arbeitet in seinem Traumjob.


Playboy mit Omis Segen: Florian Boitin, Chefredakteur des deutschen "Playboys", vergleicht seinen Beruf mit dem eines Kochs. Der muss zwar gerne essen, doch wenn er alle zubereiteten Speisen selbst vernascht, dann macht er etwas falsch, sagt Boitin im Interview für die turi2 edition3. Fürs Shooting der Foto-Reihe "Deutschland liest" hat Boitin sich das Frauenmagazin Séparée ausgesucht und ist von den vielen Fotos überrascht. Das Blatt zeigt nicht nur unbekleidete Männer, sondern auch viele unbekleidete Frauen. Auch beim "Playboy" hat Boitin die Erfahrung gemacht, "dass Frauen sich auch gerne Frauen ansehen". Negative Reaktionen auf seinen Job habe er noch nie bekommen: "Selbst meine Omi fand das lustig."
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3ad

Kommentieren ...

turi2 edition3: Christoph Kucklick, Chefredakteur “Geo”, sieht die guten Seiten der Gegenwart.


Früher war doch nicht alles besser: Mit dem grünen Geo nimmt Chefredakteur Christoph Kucklick seine Leser jeden Monat auf eine Reise um die Welt - mit opulenten Fotos und tiefgängigen Reportagen. In diesem Jahr feiert das Magazin seinen 40. Geburtstag. Im siebten von 22 Video-Interviews zur turi2 edition3 sagt Kucklick, dass es der Welt heute besser geht als 1976. "Alle Parameter haben sich verbessert", findet der Politikwissenschaftler und Soziologe.

Und auch an Untergangsrufen den Journalismus betreffend, will Kucklick sich nicht beteiligen. Er setzt auf eine "Neuerfindung des Journalismus" auf einer neuen Plattform für Inhalte, die Print irgendwann ablösen wird. Bis dahin sei das Geschäftsmodell der Verlage noch sehr lukrativ. Für die Reihe "Deutschland liest" fotografiert Oliver Tjaden Christoph Kucklick im Gasometer Oberhausen mit der deutschen Ausgabe der italienischen Architektur-Zeitschrift Domus.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Die Foto-Geschichte "Deutschland liest" finden Sie in der turi2 edition3. Jetzt bei turi2 kaufen oder abonnieren, bei Amazon bestellen oder zum Kiosk gehen.

turi3adKommentieren ...