Hier finden Sie aktuelle Videos und Interviews vom Branchenfernsehen turi2.tv.

Die Grünen setzen im Wahlkampf auf digitalen "Snackable Content".


Mit einem Happs sind die im Hirn: Die Grünen wollen im Wahlkampf vor allem digital auftrumpfen. Kern ihrer Kampagne ist schnell verdaulicher "Snackable Content" für soziale Medien. Die halbe grüne Kriegskasse wird für Werbung im Web geplündert, sagt Kampagnen-Manager Robert Heinrich im Video-Interview von turi2.tv. Heinrich ziert sich nicht, beim Datenfresser Facebook zu buchen: Schließlich plakatiere die Partei auch an Umgehungsstraßen, die sie politisch verhindern will.

Die Grünen-Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir möchten sich mit einem "Zukunfts-Wahlkampf" positionieren. Das bedeutet: nicht zurück zu alten Zeiten, sondern Gutes noch besser machen. Die Kernbotschaften lauten auf mehr Klimaschutz, mehr Integration und mehr soziale Gerechtigkeit. Die Themen sprechen viele junge Wähler an – und die wiederum sind digital unterwegs. Heinrich will aber auch gute Fernsehbilder inszenieren, weil er weiß, dass Grünen-Anhänger häufig "Tagesschau" gucken.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Das Interview ist Teil der Wahlkampf-Serie von turi2 und dem Hamburger Wahlbeobachter. Auch Peter Tauber (CDU) und Elias Kouloures (Piraten) sprachen schon über ihre Strategien. Tauber, Kouloures und Heinrich gewährten zudem einen Blick auf ihren Homescreen.Kommentieren ...

Lokalredaktion der "Süddeutschen Zeitung" sucht Leser-Kontakt im Container.


Container-Kontakte: Ein Teil der Münchner Lokalredaktion der "Süddeutschen Zeitung" hat sich in den vergangenen zwei Wochen in einem ausrangierten Schiffscontainer einquartiert. Nicht um sich abzugrenzen, wie aus Container-Sendungen im TV bekannt, sondern um mehr Kontakt zu den Lesern zu bekommen. Im Container Collective am Münchner Ostbahnhof ist die Chance darauf weit höher als im "SZ"-Hochhaus am Stadtrand in Berg am Laim. turi2.tv hat den SZ-Container besucht.

"Wir wollten ein Stück näher an die Stadt ran, näher an die Leser ran", sagt Redakteurin Elisa Britzelmeier, die sonst am Newsdesk von SZ.de arbeitet. Die Redaktion hat die Leser zu Diskussionen über Urbanes Wohnen, Verkehr oder Sicherheit eingeladen, aber auch Laufkundschaft war willkommen, ebenso Themenvorschläge. "Wir hoffen, dass wir dadurch auch Leser ansprechen, die noch nicht Leser sind", sagt Britzelmeier. Sowohl bei den Besuchern, als auch bei den Kollegen im Verlag war das Interesse groß, schon wird über eine Neuauflage nachgedacht. Nach zwei Wochen im Container kehrt Elisa Britzelmeier mit einem guten Gefühl zurück ins Verlagshochhaus am Stadtrand: "Da draußen sind durchaus Leute, die gerne mit uns reden und an denen wir nicht vollkommen vorbei arbeiten."
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)1 Kommentar

Zu Besuch im Neuland: Die Piratenpartei will für die Bundestagswahl von Donald Trump lernen.


turi2 und der Hamburger Wahlbeobachter widmen sich vor der Bundestagswahl den Werbekampagnen der Parteien. Auch Peter Tauber gewährte schon Einblick in die CDU-Zentrale.

Entern kurz vorm Kentern: Werbetexter Elias Kouloures hat lukrative Agentur-Jobs hinter sich gelassen und widmet sich der Rettung der Piratenpartei. Als Kreativdirektor will er die heftige Schlagseite der einstigen Politik-Stars korrigieren. Kouloures äußert beim Bürobesuch von turi2.tv Anerkennung für Marketing-Könner Donald Trump: Er habe eine klare Botschaft konsequent kommuniziert.

Die Piraten gehen mit dem Slogan "Freu dich aufs Neuland" in die Kampagne zur Bundestagswahl. Eine positive Botschaft, die nicht nur das "Neuland" Internet meint, sondern auch die Utopie einer sozial gerechteren Gesellschaft. Kouloures will den Slogan digital und analog kommunizieren, weiß aber selbst, dass ihm eine schwere Schlacht bevorsteht. Manche in der Partei "verstehen Transparenz falsch", sagt er. Sie wollten alles öffentlich diskutieren, doch öffentlicher Streit wirke negativ auf Wähler. Die Fetzen sollen künftig also lieber intern fliegen, statt vor aller Augen in sozialen Netzwerken.
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Elias Kouloures hat turi2 auch schon seinen Homescreen gezeigt. Und das komplette 10-Minuten-Gespräch finden Sie ungeschnitten hier:
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Bahn-Marketingchefin Antje Neubauer schiebt das Analoge noch nicht aufs Abstellgleis.


Bahn mit Charme: Marketingchefin Antje Neubauer fährt bei den Medien der Deutschen Bahn zweigleisig. Im Gespräch mit Peter Turi erläutert Neubauer, warum die Bahn digital denkt und weiter auf gedruckte Medien baut. "Jeder Kunde muss abgeholt werden" – nicht nur am Bahnhof, sondern auch emotional. Mit Familien-Bereichen und Barrierefreiheit versucht die Bahn eine Charme-Offensive.

Neubauer fährt persönlich oft auf der Ost-West-Achse. Sie pendelt vier Stunden, oft in umgekehrter Wagenreihung, zwischen Düsseldorf und Berlin. Den Lebensraum ICE nutzt Neubauer zum Arbeiten, Essen und mit zurückgestellter Rückenlehne "'n büschen zum Träumen".
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Antje Neubauer will die Werbung der Deutschen Bahn journalistischer machen.
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Besuch in der CDU-Zentrale: Wahlkampf-Chef Peter Tauber kämpft um jede Haustür.


Mission "Merkel bleibt": Das Kampagnen-Team der CDU geht in den Nahkampf. Für den Machterhalt mobilisiert Generalsekretär Peter Tauber zu Hausbesuchen. Im direkten Kontakt an der Haustür sollen CDU-Mitglieder für Kanzlerin Angela Merkel werben. "Das persönliche Gespräch ist durch nichts zu ersetzen", sagt Tauber beim Gegen-Hausbesuch von turi2.tv im Konrad-Adenauer-Haus. Die "Merkel-muss-weg-Fraktion" will er rechts liegen lassen.

Im persönlichen Kontakt soll seine Partei "mit Stolz und Überzeugung für die CDU Werbung machen". Niemand solle sich "daheim verstecken", mahnt Tauber. Er motiviert und vernetzt seine Mannschaft digital auf der Plattform Connect17 – dort können sich auch Plakatkleber, Leserbrief-Schreiber und Merkel-Zujubler registrieren. "Wir müssen die Wähler ansprechen, die dieses Land tragen und lieben", sagt er und klammert bewusst einige aus: "Wer Volksverräter ruft, steht erkennbar nicht auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

turi2 besucht in Kooperation mit dem Hamburger Wahlbeobachter Martin Fuchs die Kampagnen-Zentralen der großen Parteien. Die obersten Wahlkampf-Werber zeigen zudem ihr digitales Leben in der Rubrik Mein Homescreen. Den Homescreen von Peter Tauber gibt es hier.Kommentieren ...

Stephan Seiler blättert durch die 200. Ausgabe von "DB Mobil".


Einsteigen und durchblättern: DB Mobil ist der Reichweiten-Schnellzug unter den deutschen Magazinen. Donnerstag feiert Chefredakteur Stephan Seiler die 200. Ausgabe - wie alle 199 vorher realisiert von Gruner + Jahr, beziehungsweise deren Tochter Territory. Die Jubi-Nummer kommt mit knapp 500.000 Auflage, 134 Seiten Umfang und rund 20 Seiten Fremdwerbung, darunter Hawesko, Sioux, Lifta, Heyne und die Bundesregierung. Mit Peter Turi blättert Seiler im Video durch das neue Heft – und sagt, dass er nicht einfach ein Kundenmagazin macht: "DB Mobil ist ein Kommunikationskanal der Deutschen Bahn, aber auch ein Commitment für Journalismus."

Seiler will mit jedem Heft das Zugfenster aufstoßen für echte Geschichten aus dem Leben – von zart bis hart: "Wir versuchen, die besondere Lesesituation im Zug zu berücksichtigen." Die Promis auf dem Titel liefern für viele Leser den Anreiz. Die aufwändige Reisegeschichte soll den Reisenden im Zug neue Inspiration bringen. Eine Story fürs Herz gehört auch dazu: In der 200. Ausgabe ist es eine Strecke über Liebespaare, die sich in der Bahn kennengelernt haben - darunter auch ein schwules Pärchen.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Der "Spiegel" stellt sich visuell neu auf – Ressortleiter wird Jens Radü.



Hamburg macht sich hübsch: Der "Spiegel" vereint seine Teams von Multimedia und Grafik. Unter dem Leiter Jens Radü soll sich die visuelle "Spiegel"-Gestaltung neu ordnen. Multimedia-Mann Radü hat in der neuen Struktur auch Print-Grafiker unter sich – ein klares Bekenntnis des Hauses zur digitalen Zukunft. Im turi2.tv-Video sagt Radü: "Das Digitale ist das, wo sich spannende Entwicklungen auftun." Er träumt von einem "Visual Lab" nach Vorbild von "Guardian" und "New York Times".

Radü will mit seinem Team visuellen Journalismus für alle Ausspielkanäle aus einer Hand entwickeln. Sein vereintes Team soll schneller und zugleich in höherer Qualität arbeiten, indem sich künftig alle gemeinsam um die Gestaltung in Print, Digital und bei Spiegel TV kümmern. Radü liefert bereits für die digitale Ausgabe des "Spiegel" jede Woche eine sogenannte Visual Story – jede Digitalausgabe kommt auf rund 60.000 zahlende Nutzer. "Die Leute sind gerne bereit, für diese Art des Journalismus Geld zu bezahlen."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2.tv)

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Ben Lesegeld will mit sporttotal.tv alle Amateursportler zu Stars machen.

Hollywood in Hankofen-Hailing: Die Plattform sporttotal.tv tritt an, den deutschen Amateursport ins (Internet-)Fernsehen zu bringen. Wige Media stattet deutsche Bolzplätze mit klugen Kameras aus, die ganz ohne Menschenhand das Spielgeschehen filmen. Perlen der Pöhl-Kunst – etwa die SpVgg Hankofen-Hailing gegen TuS Holzkirchen – landen so technisch einwandfrei im Netz. Projektchef Ben Lesegeld, selbst Kicker beim FC Gudesding, erklärt sein Fußball-Netflix im turi2.tv-Video und sucht Verlage als Partner.

Schon heute können Nutzer kostenlos Spiele aus Regionalliga Nord, Oberliga Niedersachsen und den Bayernligen Nord und Süd schauen – live und zeitversetzt. Die meisten Clips haben einige hundert Abrufe. Keine Konkurrenz für FC Bayern gegen Borussia Dortmund. Aber: Die Masse macht's. Und Lesegeld sagt: "Der Verein um die Ecke ist der Herz-Verein – die Leute gucken sich das gerne an." Die voll automatische Produktion ist billig und werbefinanziert. Deshalb sucht Lesegeld vor allem Reichweite.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Serviceplan-Boss Florian Haller: Eine digitale Welt braucht mehr Persönlichkeits-Marken.


Marken-Mann: Florian Haller ist der große, schnieke Kerl der deutschen Werbebranche. Seit den 90er Jahren geht der Serviceplan-Chef mit dem Beinamen "Hugh Grant der Werbung" durch die Welt – und Haller findet, sein vermeintliches Spiegelbild macht vieles richtig: Hugh Grant ist als Persönlichkeit eine Marke. Und genau solche Persönlichkeits-Marken braucht es dringender denn je, sagt Haller im turi2.tv-Interview. Denn unsere zunehmend virtuelle Welt erzeugt einen starken Gegentrend: die "Sehnsucht nach Persönlichkeit".

Auf der einen Seite abstrakte Daten – auf der anderen das Bedürfnis nach Menschen und etwas Anfassbarem. Das kennzeichnet für Haller die heutige Lebenswelt und auch den Anspruch an die Werbebranche. Sie muss höchst abstraktes Performance Marketing beherrschen, aber auch Gesichter groß machen, die Verbrauchern als Orientierung dienen. Haller räumt ein, dass es nicht immer gelingt: "Es gibt Branchen und Themen, die sind schwieriger zu emotionalisieren." Doch der Werbeprofi, Sohn von Agentur-Gründer Peter Haller, sagt auch: "Man muss einen Trick finden, aus langweiligem Zeug tolle Sachen zu machen."
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Florian Haller wagt sich für die turi2 edition2 als Verkäufer an den Gemüsestand.
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Weltjournalisten-Präsident Philippe Leruth appelliert an Solidarität für Pressefreiheit.


Mission Pressefreiheit: "Solidarität ist die wichtigste Waffe von Journalisten, um ihre Rechte durchzusetzen", sagt Philippe Leruth im Interview mit turi2.tv am Rande seines Besuchs beim Bayerischen Journalistenverband im Presseclub München. Er ist seit Juni 2016 Präsident der Internationalen Journalisten Föderation, der weltweiten Vereinigung der nationalen Journalistengewerkschaften. Der Weltverband unterstützt Journalisten bei ihrem Kampf für Pressefreiheit und faire Arbeitsbedingungen. Der erste Schritt liege aber bei den Journalisten selbst, in ihren Unternehmen und ihren Ländern für ihre Rechte zu kämpfen, "die Internationale Journalisten Föderation kann aus sich selbst nichts tun", sagt Leruth, der hauptberuflich als Redakteur bei der belgischen Tageszeitung L'Avenir arbeitet.

Sorgen bereiten ihm derzeit vor allem die Türkei, "das größte Gefängnis für Journalisten", und Mexiko, wo seit Anfang 2017 bereits acht Journalisten getötet wurden. Ihn ärgert besonders, dass Journalisten-Morde in Mexiko straflos bleiben. In Deutschland sei die Pressefreiheit im Vergleich dazu zwar sehr hoch, jedoch begrenze jede Maßnahme gegen Terrorismus auch die Pressefreiheit. Ebenso wirtschaftliche Interessen: Mehr und mehr Medienunternehmen sind Teil großer Konzerne, daher sieht Leruth die Gefahr, dass deren Gesellschafter auf Journalisten Druck ausüben könnten, über Themen nicht zu berichten, die für den Konzern problematisch sind.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Spiegel Online startet zwei weitere Podcasts – Sascha Lobo wird Audio-Kolumnist.


Iro auf die Ohren: Spiegel-Online-Chefredakteurin Barbara Hans präsentiert zwei neue Podcasts. Internet-Erklärmaschine Sascha Lobo feiert Freitag mit einem Debatten-Format Premiere. Ende des Monats geht das Ressort Netzwelt mit dem Tech-Podcast "Netzteil" auf Sendung. Barbara Hans sagt im turi2.tv-Video: "Podcasts haben den Vorteil, dass sie eine andere Authentizität vermitteln."

Für Spiegel Online sind es die Podcasts Nummer Zwei und Drei. Seit März produzieren die Video-Redakteurinnen Sandra Sperber und Yasemin Yüksel das wöchentliche Polit-Format Stimmenfang, rund 50.000 hören pro Folge zu. Sie ziehen viele Themen aus Nutzerreaktionen – Hans sagt im Video-Interview, dass auch Sascha Lobo in seinem Podcast Reaktionen auf seine Text-Kolumne aufgreifen will. Lobo schreibt seit 2011 unter dem Titel Mensch-Maschine.

In zunächst acht Folgen "Netzteil" sind Judith Horchert, Matthias Kremp, Angela Gruber, Markus Böhm und Fabian Reinbold zu hören, Teresa Sickert moderiert. Alle Podcast-Formate stehen auf spiegel.de sowie auf iTunes, Soundcloud, Spotify und über Podcatcher zum Abruf bereit.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2 – eigene InfosKommentieren ...

Frauke Böger snappt für SpOn – ein Video-Besuch beim Snapchat-Team im "Spiegel"-Haus.


Im Kinder-Paradies: Zehn Mitarbeiter produzieren die tägliche Snapchat-Ausgabe von Spiegel Online. turi2.tv besucht Chef-Snapperin Frauke Böger – und blickt ihrem Team mit der Kamera über die Schulter. Die junge Truppe soll Nutzer im Schüler-Alter zur Marke "Spiegel" holen. Im Monat erreichen sie bereits eine Mio-Anzahl Unique User im News-Bereich Snapchat Discover, meldet der Verlag. 85 % sind jünger als 24 Jahre.

Die frühere "taz"-Onlinechefin Böger versucht ständig, die Balance zu finden zwischen der kunterbunten Snapchat-Welt und der traditionsreichen Marke "Spiegel". Ein fundamentaler Unterschied: Die Snapchat-Macher erzählen ihre Themen visuell. Jeder Snap enthält Bilder, Sound und spielerische Elemente. "Wir lernen, dass sich Themen ganz anders erzählen lassen", sagt Böger. "Es geht kürzer, es braucht nicht immer den langen Text."
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Ströer-Chef Udo Müller glaubt nur noch ans Digitale.

Radikal digital: Ströer-Chef Udo Müller fokussiert sich auf das post-analoge Zeitalter. Print und Funk lösen sich auf – "alles geht auf eine zentrale Plattform: das Internet", prophezeit der Pionier der Außenwerbung im turi2.tv-Interview. Müller selbst hat seinen digitalen Wandel absolviert. Der öffentlichkeitsscheue Betreiber von t-online.de fasst Zeitungen nur noch im Flugzeug an.

Für seinen Ströer-Konzern sieht Müller nur einen Weg: permanente Wandlung und Wachstum. Bei T-Online will er das auf zwei Wegen erreichen: Florian Harms soll als neuer Chefredakteur für mehr Qualität sorgen. Zugleich sollen die Ströer-Strategen neue Kanäle zum Ausspielen der Inhalte finden. Radikal pragmatisch gibt sich Müller im Umgang mit Google und Facebook. Er akzeptiert, dass die Konzerne auf manchen Feldern die Besten sind – und nimmt sich vor, auf anderen Wegen zu wachsen.
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube Kanal von turi2)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Eindrücke von der Eröffnung des T-Online-Newsrooms in Berlin.
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Herr Mosa und Herr Welte gehen einkaufen – eine Video-Tour mit den Bossen von Burda und Edeka.

Edeka-Chef Markus Mosa und Burda-Boss Philipp Welte gehen mit Peter Turi shoppen. Die turi2 edition4 druckt das komplette Gipfeltreffen in der Gemüseabteilung. Das Video von Johannes Arlt war bislang Nutzern der Augmented-Reality-App zur edition4 vorbehalten.

Markt-Erforschung: Edeka-Chef Markus Mosa und Burda-Vorstand Philipp Welte satteln den Hackenporsche. Für die turi2 edition4 drehen der Verkaufs- und der Verlagsprofi eine große Runde durch den Supermarkt. turi2-Fotochef Johannes Arlt filmt ihre wichtigsten Gedanken. Welte hält vor dem Zeitschriftenregal inne: "Hier pulsiert das Herz unserer gesamten Industrie". Mosa sieht es nüchtern: Magazine sind "Fast Moving Consumer Goods" – und manche moven in die falsche Richtung.

Edeka ist mit 50 Mrd Euro Umsatz der wichtigste deutsche Lebensmittelhändler. Mosas Wort hat deshalb Gewicht. Edeka ist selbst schon Produzent von Obst, Gemüse, Fleisch, Backwaren und Mineralwasser – es zittern ganze Branchen, wenn er zwischen Kartoffeln und Konservenregal sagt: "Da sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt". Welte bemüht sich, die Bedeutung des bedruckten Papiers für die Supermärkte hervorzuheben. Zeitschriften seien "Grundnahrungsmittel" und Umsatz-Bringer.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Kritik am Grosso)

Das komplette Gespräch zwischen Markus Mosa und Philipp Welte mit Fotos aus dem Hamburger Edeka Niemerszein lesen Sie in der turi2 edition4, die Sie bestellen und abonnieren oder am Kiosk kaufen können.Kommentieren ...

fragebogen2: Jörg Eggers.


fragebogen2: Jörg Eggers vertritt als Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter einen unterschätzten Branchenzweig – und ist selber als Moderator unterschätzt. Im Videofragebogen von turi2 nennt er BDZV-Präsident Mathias Döpfner als sein Vorbild, "weil er sehr, sehr mutig ist". Aus Eggers wäre beinahe ein Landwirt oder ein Entwicklungshelfer geworden. Nun vertritt er Print-Interessen ohne das Wesentliche zu vergessen: Er möchte am Lebensende nicht hören, etwas vor lauter Arbeit verpasst zu haben.
turi2.tv (1-Min-Video), turi2.tv (4-Min-Interview)

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Michaela Kammerbauer verdient für Zalando Geld mit Werbung.

Werben, wo verkauft wird: Michaela Kammerbauer macht kräftig Reklame für Reklame im Klamotten-Shop Zalando. Die Operativ-Chefin von Zalando Media Solutions vermarktet die Werbeflächen auf jenen Plattformen, die Frauen vor Glück schreien lassen. "Retail Media", so der Fachbegriff, stehe ganz am Anfang. Im Interview von "Horizont" und turi2.tv denkt Kammerbauer aber schon über Allianzen nach – zum Beispiel mit den Werbeleuten vom Online-Warenhaus Otto.

Kammerbauer blickt bei den Digital Marketing Days in Berlin zurück auf 220 Kampagnen, die Zalando Media Solutions für Kunden abgewickelt hat. Wer auf Zalando wirbt, bekomme eine zielgruppengerichtete Werbung. Viele Kunden hätten das Potenzial noch nicht erkannt. Vielleicht auch, weil Zalando längst mehr ist als ein Online-Händler: Mit eigenen Events, Labels und Influencer-Netzwerken ist Zalando eine Plattform für alles, was mit Mode zu tun hat.
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube Kanal von turi2)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Torsten Ahlers über das Geschäft von Otto Media und die Reichweiten-Allianz mit Ströer.

Michaela Kammerbauer im Interview von 2015, damals als COO von Clipkit.
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Berater Michael Heine warnt werbende Unternehmen vor dem Daten-GAU.

Mein Wissen gehört mir: Marketing-Analyst Michael Heine betrachtet den digitalen Werbemarkt voller Sorge. Google und Facebook saugen das Wachstum auf – und Heine sagt im Video-Interview bei den Digital Marketing Days: "Es ist absehbar, dass wir bald keinen funktionierenden Markt mehr haben werden." Heine beobachtet, wie große Plattformen und Agenturen die Intransparenz für leere Reichweiten-Versprechen ausnutzen.

Der Chef der Agentur Companion vermutet deshalb im Interview von "Horizont" und turi2.tv: "Alle großen Unternehmen werden einen großen Teil ihrer Datenhaltung hinter ihre eigene Firewall ziehen." Im zunehmend digitalen Leben sei es fatal, wenn Kundendaten und -verbindungen an intransparente Plattformen und Agenturen outgesourct würden.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube Kanal von turi2)Kommentieren ...

Sarah Kübler will Influencer-Interessen politisch durchboxen.

Mehr Einfluss für die Influencer: Social-Media-Stars stehen zunehmend unter Beobachtung der Behörden. Marketing-Expertin Sarah Kübler von der Agentur HitchOn will deshalb "einen ersten Pflock reinhauen" und die kritischen Medienanstalten influencen. Im Interview von "Horizont" und turi2.tv erklärt Kübler, was der neue Bundesverband der Influencer-Marketing-Branche will.

Kübler geht es darum, einheitliche Regeln zu schaffen. Webvideo-Stars sind derzeit verunsichert, weil Medienanstalten jüngst von mehreren eine Rundfunklizenz forderten. Auch Schleichwerbung wird immer seltener toleriert. Wie die ganz Großen will die noch junge Branche sich mit Medienanstalten "austauschen", sagt Kübler bei den Digital Marketing Days – im Klartext: Lobbyarbeit betreiben.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube Kanal von turi2)
1 Kommentar

Felix Jahnen lässt Jägermeister digital röhren.


Schnaps fürs Smartphone-Volk: Felix Jahnen will Jägermeister zur digitalsten Leber-Granate im Spirituosen-Regal transformieren. Der Chef-Hirsch im Jägermeister-Digitalmarketing begeistert Teenager über Chatbots fürs hochprozentige Kräuterkram. Jahnen erzählt im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv, warum auch die alte, etablierte Marke aus Wolfenbüttel ins Neuland strebt.

Jahnen geht es darum, dass auch ein etablierter Schnaps unbedingt digital präsent sein muss. Er fragt sich im Alltag, was die traditionsreiche Schnapsfabrik von Plattformen wie Uber und Airbnb lernen kann. Und auch Jägermeister kann sich vorstellen, mit Startups zu kooperieren. Jahnen freut sich über einen erfolgreichen digitalen Versuch: Mit dem Jäm Bot stellt sein Marketing-Team einen Chatbot bereit, über den sich Nutzer 40.000 Rap-Videos selbst bastelten.
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)
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"rtv"-Chefredakteur Matthias Roth macht ein biederes Blatt aus Überzeugung.


Gerne grau: Die Gratis-TV-Zeitschrift rtv erreicht 7,5 Mio Auflage und einen großen Teil der deutschen Haushalte. Chefredakteur Matthias Roth und sein Team nehmen sich als Zeitungs-Beilage vornehm zurück – und wollen auch sonst nicht auffallen. Roth sagt Peter Turi beim Redaktionsbesuch: "Bieder zu sein finde ich gar nicht so falsch."

Die "rtv"-Leser, im Schnitt 55 Jahre alt, stehen mit beiden Beinen in der linearen Fernsehwelt. Hinweise auf Netflix-Hinweise gibt es online, aber in der Zeitschrift wünschen sie es nicht, weiß Roth. Er glaubt an klassisches Fernsehen, aber auch an einen großen Wandel hin zu neuen Plattformen. Das zu verkennen hält auch der besonnene Roth für "völlig albern".
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Podcast-Rockstar Vincent Kittmann glaubt an den Boom für Audio auf Abruf.


Vom Handy ins Ohr: Inhalte zum Anhören verbreiten sich auf immer mehr Smartphones. Podcasts sind Gold für manche Werbungtreibende – weil sie Nischen nachhaltig besetzen können, sagt Vincent Kittmann im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv bei den Digital Marketing Days in Berlin.

Audio-Alleskönner Kittmann beobachtet für die Online Marketing Rockstars, wie Apple das Thema Audio auf Abruf immer stärker pusht – künftig auch durch mehr Daten für Media-Entscheider. Kittmann rät im Gespräch mit Giuseppe Rondinella: "Mit Podcasts kannst du einen Kanal belegen, der noch nicht so viel belegt ist – und den dann dominieren."
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Mathias Meier und Jakob Wais: Ein Blick ins "Bild"-Labor.


Auf allen Hochzeiten tanzen: Mathias Meier (links) und Jakob Wais erschließen Springers Boulevard-Bomber "Bild" immer neue Kanäle. Der Chef-Produktentwickler und der Chef für neue Plattformen fragen sich bei jeder digitalen Entwicklung: Was können wir daraus machen? Wais versichert im turi2.tv-Interview: Reichweite baut "Bild" nicht durch billige Klicks auf, sondern mit Relevanz.

Die sozialen Medien verlangen ganz neue Formate. Nutzer sehen "Bild" auf Facebook an der Bushaltestelle, in einer Konferenz oder während sie auf dem Klo hocken. Videos werden zu 90 % stumm geschaut und oft nach zwei Sekunden ungeduldig wieder gestoppt, sagt Wais. "Der Konkurrenzkampf ist hoch." Auch deshalb müssen er und Produktentwickler Meier möglichst früh auf neue Kanäle, um zum Platzhirsch zu werden.
(aufgezeichnet bei Recherchen zur turi2 edition4 im Januar 2017)
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Neuer Newsroom in Berlin: Florian Harms will T-Online.de zum Leitmedium ausbauen.


Neustart mit Getöse: Ströer-Gründer Udo Müller und Chefredakteur Florian Harms zeigen ihren neuen T-Online-Newsroom in Berlin. Zur heutigen Eröffnung tönt Ex-Spiegel-Online-Chef Harms: "Wir spielen in einer anderen Liga – Spiegel Online ist ein bisschen kleiner als wir." turi2.tv zeigt den neuen Newsroom für knapp 70 Redakteure und die Highlights der Eröffnung im Video.

Sichtlich stolz steht Müller auf der Bühne – 1990 legte er mit Heinz W. Ströer den Grundstein für den heutigen Konzern, der in der Außenwerbung omnipräsent ist. Seinen Newsroom an der Berliner Torstraße bezeichnet Müller als "Herzstück unserer Publishing-Sparte". 28 Mio Online-Nutzer und 30 Mio Menschen über digitale Displays im Straßenbild erreiche sein Team: "Wir kombinieren die Reichweite von T-Online, die früher nur im Netz war, mit unser Public-Video-Reichweite."

Harms will nach dem schmerzhaften Wegzug von t-online.de aus Darmstadt nicht weniger als ein "neues digitales Leitmedium" bauen und eine "neue informationelle Heimat für die Bundesbevölkerung". Mit einem Seitenhieb auf den Ex-Arbeitgeber lobt er, Ströer gehe entschlossen den digitalen Weg – "anders als viele klassische Medienunternehmen, die sich schwer tun."
turi2.tv (4-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)1 Kommentar

Stefan Plöchinger setzt für die "Süddeutsche" voll auf Paid Content.


Digitales Power Pay: Stefan Plöchinger wundert sich über die These, Paid Content und Journalismus passten nicht zusammen. Der Digitalchef der "Süddeutschen Zeitung" verbreitet Optimismus für leserbezahlten Online-Journalismus. Im turi2.tv-Video sagt Plöchinger: "Viele Menschen haben sich vielleicht 20 Jahre gewundert, warum das alles kostenlos im Internet steht."

Plöchinger argumentiert mit 55.000 digitalen "SZ"-Abos im Rücken. Sie verdienen inzwischen mehr Geld für Süddeutsche.de als klassische Display-Werbung. Für Leitartikel öffnen nur wenige Leser ihre Geldbörse. Plöchinger kann sie mit Magazin-Inhalten, Interviews und "einfach guten Geschichten" zum Bezahlen bewegen. Die Panama-Papers-Recherche habe "ein paar hundert" Nutzer zu zahlenden Kunden konvertiert. Plöchinger rät: "Man darf nicht viel Zeit vergehen lassen mit kostenlosen Abos, sodass sich die Leute daran gewöhnen."
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)2 Kommentare

Christoph Keese denkt radikal digital – weil der Wandel extrem ausfällt.


Frisch voraus: Christoph Keese hat keine Zeit zum Verschnaufen. Die Digitalisierung verläuft immer schneller. Mehr und mehr Bereiche sind betroffen. Springer-Manager Keese fasst beim Kongress Zeitung Digital für turi2.tv die Entwicklungen zusammen. Sein persönliches Motto stammt vom französischen Lyriker Arthur Rimbaud: "Il faut être absolument moderne" – frei übersetzt: Mach dich selbst zur Speerspitze des Fortschritts.

"Mich hat früh eine Experimentierfreude befallen", sagt Keese, der durch private Neugierde getrieben auch immer nach dem neuesten Handy Ausschau hält. Das Nachdenken über digitale Geschäftsmodelle machte ihn zum "Mister Leistungsschutzrecht". Heute steht Keese mit der Springer-Tochter Hy anderen Unternehmen bei der Digitalisierung zur Seite.

Keese ist überzeugt, dass jeder mit möglichst vielen gesammelten Infos und Menschenverstand drei bis fünf Jahre vorhersehen kann. Doch kein Individuum könne alleine alles verstehen – es brauche Berater, Kooperationen und Netzwerke. Autoherstellern und Banken rät Keese einen Blick auf die Verlagsbranche: "Die anderen Branchen haben den Vorteil, dass sie von den Medien lernen können. Aber sie haben den Nachteil, dass sie viel weniger Zeit zur Verfügung haben."
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Wann kommen Ihnen die besten Ideen, Herr Steingart?


Mehr Muße wagen: Gabor Steingart gibt im Gespräch mit Peter Turi tiefe Einblicke in den Modus Operandi des modernen Verlegers. Steingart rät ab von Termin-Taktungen im Wall-Street-Style. Ideen entstehen, wenn Kopf und Kalender frei sind. Mit klarem Blick analysiert Steingart für die turi2 edition4: Manche Medienmarke kümmert sich "in nostalgischer, fast weinerlicher Absicht" um das Vergangene, statt mutig die eigene Zukunft in die Hand zu nehmen. Weiterlesen und Videos schauen …

Daimler-Kommunikator Jörg Howe klagt über schlampig-schnelle Journalisten.


Schnell und schludrig: Daimler-Kommunikationschef Jörg Howe hat es zunehmend schwerer mit Journalisten. "Die Geschwindigkeit nimmt zu, die Recherche ab", berichtet Howe im turi2.tv-Interview bei der Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche. Vielen Journalisten fehle zudem Fachwissen – in Workshops versucht der frühere Sat.1-Chefredakteur Howe den viel beschäftigten Schnellschreibern nun das kleine Einmaleins der Autoindustrie zu vermitteln.

Kursiert dennoch ein Bericht, der Howe nicht passt, besteht seine Pressestelle auf Richtigstellung. Höchste Priorität habe dann Schnelligkeit – deshalb kommunizieren der Konzern und seine PR-Leute individuell über Twitter. Dennoch müssen immer drei Leute auf Veröffentlichungen schauen – und häufig auch die eigenen Anwälte: "Die Arbeit ist juristischer geworden", sagt Howe, der einst für KarstadtQuelle und dessen umstrittenen Chef Thomas Middelhoff sprach.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)4 Kommentare

Marco Fenske will bei Madsack mit Fußball-Inhalten Bundesliga spielen.


Traffic mit Toren: Madsack verzeichnet dank dem Zugpferd Fußball digitales Wachstum. Sportchef Marco Fenske blickt im turi2.tv-Interview zufrieden auf die ersten Monate des Portals Sportbuzzer – unter der Marke bündelt der Verlag Fußball-Inhalte. Weitere Sportarten sollen folgen. Fenske vergleicht den Sportclub Madsack – nicht zuletzt wegen der verlagseigenen "Leipziger Volkszeitung" – mit dem RB Leipzig: "Wir spielen Bundesliga und haben Spaß daran gefunden."

Mit "Bild" und "Kicker" will sich Fenske noch nicht messen. Sicher ist aber, dass sich der Sportbuzzer in den Top 10 der deutschen Sportseiten festsetzen soll. Dabei hilft nicht nur der große Sport. Madsack, selbst in der ländlichen Umgebung zuhause, setzt auf Amateurfußball mit seinen Dorfclubs und deren Millionen Anhänger. "Der Amateurfußball ist die Basis", sagt Fenske – und macht zudem Sportbuzzer-Fernsehen im Netz.
turi2.tv (4-Min-Interview auf dem YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

"PR-Journal" verbreitet die Videos von turi2.tv.

PR-Journal und turi2.tv kooperieren bei der Verbreitung von Videos. Das Fachmedium für Kommunikationsprofis bindet turi2-Videos in sein Bewegtbild-Angebot PR-Journal Plus ein. turi2 stellt Videos mit Bezug zu PR-Themen zur Verfügung. Mit seinem Plus-Angebot will das "PR-Journal" u.a. Agenturen eine Plattform bieten, um Cases vorzustellen und Bewerber zu finden.
pr-journal-plus.deKommentieren ...

Gabor Steingart steht ganz früh auf für gute Ideen.


Die Ein-Mann-Morningshow: Gabor Steingart ist der auffälligste Herausgeber in der deutschen Zeitungs-Szene. Im Livegespräch zur turi2 edition4 mit Peter Turi philosophiert er über sein "Handelsblatt", Ideen und das Morning Briefing. Für den Newsletter beginnt Steingarts Tag oft um 4.30 Uhr. Ein Team sortiert die nächtliche Lage und klingelt ihn aus dem Bett, erzählt Steingart auf dem Podium von Landau Media in Düsseldorf.

Steingart hängt sich rein – jeden Morgen und überhaupt. Er bringt das "Handelsblatt" auf Vordermann und einen ganzen Verlag auf Trab. Für ihn ist es das Programm "Dornröschen wach küssen". Bei seinem Antritt habe er "eine gewisse Verstaubtheit" vorgefunden und "vielleicht auch eine gewisse Lieblosigkeit". Das ist längst vorbei, aus Steingart sprudeln die Ideen. Das ausführliche Gespräch mit ihm steht gedruckt in der turi2 edition Innovation. Leser sehen Teil 1 des Live-Mitschnitts aus Düsseldorf über die Augmented-Reality-Funktion der edition.
turi2.tv (4-Min-Zusammenfassung im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Steingart-Gespräch gekürzt)Kommentieren ...

Serviceplan-Chef Ronald Focken frohlockt über den Berlin-Boom.


Nicht mehr arm und trotzdem sexy: Serviceplan bezieht ein neues Quartier in Berlin-Mitte – und Geschäftsführer Ronald Focken strahlt im turi2.tv-Interview kräftiger als die Sommersonne. Für Agenturen läuft es super in der Hauptstadt, denn all die Startups und digitalen Hoffnungsträger brauchen kreative Werber und ausgebuffte Markenarchitekten. Focken freut eines besonders: Nach Berlin kommt endlich das Geld. So kann es sich Serviceplan leisten, komplett die Finger aus dem Bundestags-Wahlkampf zu lassen.

Focken macht im Interview deutlich, dass Berlin den traditionellen Agenturstandorten wie Frankfurt den Rang abläuft. In Berlin ist die Innovation zuhause – das soll sich auch im Haus der Kommunikation von Serviceplan spiegeln. Auf 1.000 Quadratmeter großen Geschossen sitzen 90 Strategen, Kundenbetreuer und Kreative in Papierkügelchen-Wurfweite.
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Philipp Schindera luschert für die Social-Media-Strategie der Telekom bei der US-Tochter.


Ein bisschen US-Glamour: Telekom-Chef Tim Höttges tritt neuerdings bei Instagram und Facebook auf und erklärt Quartalszahlen und andere Neuigkeiten vom rosa Riesen in kurzen Selfie-Videos. Das klingt verdächtig nach T-Mobile USA – US-Chef John Legere ist ein Social-Media-Star mit mehr als 4 Mio Twitter-Followern. Philipp Schindera, Kommunikationschef der Telekom, sagt im Interview mit "Horizont" und turi2.tv, dass er die US-Kollegen nicht kopieren wolle, aber John Legere zeige, wie man sehr erfolgreich Social Media machen kann. "Davon können einige – auch wir – was lernen."

Neue Impulse für die Kommunikation des Konzerns mit knapp 220.000 Mitarbeitern zieht Schindera nicht nur aus den USA. Er setzt auf ein bunt gemischtes Team aus "alten Haudegen", die die klassische Kommunikation von der Pike auf gelernt haben, und vielen jungen Kollegen, die sich mit den neuen Medien bestens auskennen. Schindera geht es nicht darum, die eine perfekte Idee zu haben. Er will gerade in den sozialen Medien viel ausprobieren. Wenn sich eine Idee am Ende als schlecht erweise, sei das nicht schlimm.
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Iris Bode macht das "Handelsblatt" zur Marke für jede Lebenslage.


Mächtige Markenwelt: "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche" wollen sich im Leben ihrer Leser festsetzen. Immer mehr und immer spezifischere Angebote sollen Kunden durch den Tag begleiten. Marketing- und Vertriebschefin Iris Bode gibt auf der Launchparty der turi2 edition4 Einblick in ihre Strategie. Im Video für "Horizont" und turi2.tv sagt sie: "Wir versuchen entlang der Lesegewohnheiten für jede Lebenssituation das passende Angebot zu haben."

Das "Handelsblatt" betrachtet sich schon lange nicht mehr nur als Zeitung. Journalismus hat in Bodes Augen drei Darreichungsformen: gedruckt, digital und live. Bode selbst taucht in die orange Markenwelt meist digital ein. Ihr Tag beginnt mit dem Morning Briefing von Herausgeber Gabor Steingart, tagsüber nutzt sie die mobile Website und am späten Nachmittag die Handelsblatt10-App. Viele Veranstaltungen der verlagseigenen Clubs finden abends statt. Die Berlin-Düsseldorf-Pendlerin nutzt an ihren vollen Tagen oft Flugzeiten, um auf neue Ideen zu kommen.
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Ex-Minister Wolfgang Clement nimmt Einfluss im Dauerlauf.


Macht macht müde Männer munter: Wolfgang Clement ist mit 76 Jahren umtriebig wie eh und je. Der Ex-Chefredakteur und Ex-Bundesminister bekleidet zig Ämter – weil ihn der Einfluss interessiert. Wach und fit halten Clement eine Stunde Jogging jeden Morgen, erzählt er bei der Launchparty für die turi2 edition Innovation in Düsseldorf. Im Videointerview sagt Clement: "Das Laufen ist eine unglaubliche Stunde der Konzentration und auch eine Stunde, um Neues zu entwickeln."

Clement ist u.a. Kuratoriumsvorsitzender des Lobby-Verbandes Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und Oberaufseher bei Landau Media. "Mir geht es nicht ums Geld verdienen, ich hab überhaupt kein Verhältnis zum Geld", sagt Clement im Interview. "Die Möglichkeit, Dinge zu verändern, hält mich wach." Seine wichtigsten Leistungen seien die Agenda-2010-Reformen gewesen, für die er hart kritisiert wurde. Entscheidend sei aber, was hinten raus kommt – und Clement sieht seine Ergebnisse "in größerer Gelassenheit als früher" positiv.
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Torsten Wingenter denkt bei der Lufthansa über eine digitale Zukunft ohne Flugzeuge nach.


Kranich ohne Flügel: Digital-Disruptor Torsten Wingenter ist bei der Lufthansa für die großen Visionen zuständig. Die Zukunft des Unternehmens? Liegt langfristig vielleicht nicht mehr im klassischen Fliegen, sagt Wingenter im Video-Interview für die turi2 edition Innovation.

Wingenter denkt sich als Head of Digital Innovations neue Produkte rund um Bots, Messenger und Sprachsteuerung aus. Menschen könnten nicht nur physisch, sondern auch in der virtuellen Realität miteinander verbunden werden. "Uns fehlt noch die Vorstellung, wie Fliegen in Zukunft aussehen mag. Aber es wird wesentlich digitaler."
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Stefan Kohn blickt für die Telekom in eine total vernetzte Zukunft.


Immer in Verbindung: Unsere ganze Welt wird digitalisiert, vernetzt und automatisiert, ist Stefan Kohn sicher. Der Leiter der Design Gallery erläutert im Videointerview für die turi2 edition Innovation die Zukunftsvision der Deutschen Telekom.

Kohn will mit Szenarien den Konzern befähigen, selbst die Zukunft zu gestalten. Seine zentrale These: Alles wird vernetzt und die Telekom kann als Mobilfunker und Daten-Dienstleister profitieren. Dazu muss die ehemalige Bundesbehörde mit Google, Amazon und Startups kooperieren. Zusammenarbeit sei zwingend notwendig und Denkverbote in diesem Bereich "innovationsfeindlich". Weil kein Gedanke verboten ist, hat Kohn eine klare Meinung zum Smartphone: "Das Handy ist ein Objekt mit Auslaufdatum."
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Jens Twiehaus wird Redaktionsleiter turi2.tv.

Veni, video, vici: Medienexperte Jens Twiehaus, 29, seit 2015 Berliner Korrespondent von turi2, wird zum 1. Juni Redaktionsleiter beim Branchenfernsehen turi2.tv. Twiehaus prägt das 2008 von Peter Turi gestartete Projekt bereits seit zwei Jahren mit seinen ruhigen und klugen Video-Interviews. Künftig soll Twiehaus vor allem die Kooperation mit "Horizont" bei turi2.de/live vorantreiben sowie neue Formate und How-to-Videos entwickeln. Twiehaus tritt im turi2-Team damit gleichberechtigt neben die Ressortleiter Markus Trantow (für turi2.de) und Tatjana Kerschbaumer (für turi2 edition).
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Post-Vorstand Jürgen Gerdes schlägt seine Angreifer mit Größe.



Demut und Dominanz: Deutschlands oberster Briefträger Jürgen Gerdes zeigt in der turi2 edition Innovation Zähne. Der Post-Vorstand erklärt im Interview sein Rezept gegen agile Angreifer wie Amazon: "Wir wissen, was wir können und darauf bauen wir demütig auf." Seine Truppe habe eine "Batterie von Erfolgen" verzeichnet – und will seinen Großkunden Amazon mit Größe, Ruhe und Routine überzeugen, nicht mehr selbst an Internet-Shopper auszuliefern.

Falls die Post nicht in der Lage sei, mit Qualität zu kontern, "haben wir es nicht anders verdient", meint Gerdes. Die Post sei mit allen Sparten in fast allen Märkten die Nummer 1 oder 2 und das "vielleicht internationalste Unternehmen der Welt".
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Laborchefin Kerstin Hartmann trimmt die Deutsche Bahn auf Kundenfreundlichkeit.


Menschen im Mittelpunkt: Kerstin Hartmann bringt die Deutsche Bahn in Sachen Kundenfreundlichkeit aufs richtige Gleis. Sie leitet das d.lab in Frankfurt, ein Innovations-Labor rund ums Reisen. Für die turi2 edition Innovation erklärt Hartmann, wie ihre Mitarbeiter die betriebsblinde Bahner-Brille ablegen. In einem weiteren Video nimmt Service-Chef Bastian Arning die turi2-Nutzer mit auf einen Rundgang durch die innovative Infoschalter-Bastelbude der Bahn.
 

"Unser Leitbild ist immer der Kunde", sagt Hartmann im Videointerview. Das d.lab entwirft neue Lounges und führt Platzreservierungen in manchen Regionalzügen ein. Arning und sein Team haben gerade die neuen DB Informationen entwickelt, die bis Jahresende in einigen deutschen Bahnhöfen aufgebaut werden. Im Prozess ist das Top-Management nicht gefragt worden und Meilenstein-Pläne gab es auch nicht. Arning sagt, es sei viel effizienter Kunden intensiv mit einzubeziehen statt für sich auf dem Papier zu planen.
turi2.tv (4-Min-Video Hartmann), turi2.tv (7-Min-Video Arning)Kommentieren ...

Cordt Schnibben sammelt mit Spiegel Daily Nutzer aus dem Niemandsland ein.


Zwischenbilanz: Erfinder Cordt Schnibben, 64, ist nach dem Start von Spiegel Daily erleichtert. Erste Zahlen stimmen ihn zuversichtlich für das Konzept seiner digitalen Tageszeitung, sagt Schnibben im turi2.tv-Interview. "Wir zielen auf die Leute, die gar nicht mehr Tageszeitung lesen, die irgendwo im Niemandsland herum schwirren." Für Daily verpflichtet Schnibben nun weitere Spitzenleute aus dem Haus.

Neben dem Kernteam probieren sich im monatlichen Wechsel Printmagazin-Redakteure im Tageszeitungs-Journalismus aus: Takis Würger, Jonathan Stock und Clemens Höges machen schon mit. Die Edelfedern Volker Weidermann, Nils Minkmar, Philipp Oehmke und Thomas Hüetlin stehen in den Startlöchern. Schnibben verteidigt im Interview die von vielen angezweifelte Idee eines abgeschlossenen Produkts: Studien und Befragungen zeigten, dass viele Nutzer Sehnsucht nach Einordnung und Abgeschlossenheit verspüren.
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