Zitat: Sky-Chef Schmidt will mit eigenen Serien neue Zielgruppen erreichen.

"Menschen mögen großartiges Entertainment, je mehr wir davon anbieten, desto eher entscheiden sie sich für Sky."

Sky-Chef Carsten Schmidt sagt im Interview mit dem "Tagesspiegel", wichtiger als die Zuschauerzahl für die Serie "Babylon Berlin" sei es, neue Menschen an Sky heranzuführen. Seine Erwartungen an die Wiederbelebung von "Das Boot" seien ähnlich hoch wie bei "Babylon Berlin".
tagesspiegel.de

Weiteres Zitat aus dem Interview:
"Zuerst einmal ist 'Das Boot' für alle Beteiligten, aber auch für mich ganz persönlich, ein absolutes Wunschprojekt. Die Erwartungshaltung ist hoch, wir werden die Serie noch in diesem Jahr exklusiv auf Sky, ohne spätere Free-TV-Auswertung, präsentieren."

"Bild": Judith Rakers moderiert Konkurrenz-Sendung zu "Aktenzeichen XY".

Judith Rakers
Die Schöne und die Verbrecher: Judith Rakers, das Vorzeigelächeln der ARD, soll ab Herbst für die ARD Verbrecher jagen und der ZDF-Konkurrenz "Aktenzeichen XY" Quote abluchsen, schreibt "Bild". HR und RBB sollen die Sendung mit dem Arbeitstitel "Kriminalreport" demnach produzieren.

Vorbilder für die neue Sendung zur Prime Time sollen der ZDF-Quotengarant "Aktenzeichen XY" und das HR-Format "Maintower Kriminalreport" sein. "Tagesschau"-Sprecherin Rakers hat bereits den Vertrag für die Sendung unterschrieben, schreibt "Bild". Rakers Management sagt hingegen, der TV-Deal sei "noch nicht fix".
"Bild", S. 4 (Paid)

ZDF verteidigt Kommentatorin Claudia Neumann gegen Schmähungen.

Claudia Neumann, ZDF-Kommentatorin der Fußball-WM, wird im Netz angefeindet und bepöbelt, kritisiert ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann. Manche männlichen Zuschauer drehten durch, weil eine Frau ein Spiel der Männer-WM kommentiert. Dies sei unterste Schublade. Gelegentliche Fehler wie die Verwechselung eines Spielers gehörten wie bei den männlichen Kommentatoren zum Job.
faz.net

Frankreichs Öffentlich-Rechtliche stehen vor einer grundlegenden Reform.

Frankreich steht vor einem Big Bang im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, schreibt Jürg Altwegg. Mindestens ein TV-Sender fällt weg, die Finanzierung ändert sich grundlegend. Für das System steht künftig weniger Geld zur Verfügung. Vor allem der Wegfall "exzessiver Hierarchisierung und Bürokratisierung" könne Geld sparen. Entfallen soll auch die Dominanz alter, weißer Männer in Führungspositionen.
faz.net

ARD-Dopingredaktion: Doping im russischen Fußball wurde wohl vertuscht.

Russischer Fußball ist wohl von der Vertuschung positiver Dopingproben betroffen, berichten Hajo Seppelt, Florian Riesewieck und Andrea Schültke unter Berufung auf Doping-Whistleblower Grigori Rodschenkow. Von Doping betroffen sei u.a. Russlands Nationalspieler Ruslan Kambolov, der aber aus dem WM-Kader gestrichen wurde. Die Fifa hatte gegen Kambolov ermittelt, ihn jedoch aus Mangel an Beweisen freigesprochen.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Sky entfernt den Sender Sport1+ aus seinem Angebot.

Sport1+ verschwindet Ende Juni aus dem Sky-TV-Angebot. Sport1 und Sky konnten sich über eine Fortsetzung der Einspeisung nicht einigen. Sport1+ wird aber über andere Plattformen weiterhin ausgestrahlt. Ab Juli verbreitet Sky den neuen Partnersender Spiegel TV Wissen.
quotenmeter.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Inszenierung von Marken." – Sport1 quartiert sich zur WM bei O2 ein.

Basta: ARD wollte Anne Will nicht über die Regierungskrise talken lassen.

Anne will, Frank nicht: Talkerin Anne Will hätte sich gerne am Sonntag aus der Sommerpause-Ersatzbank ins Programm eingewechselt, um über den Asyl-Koalitionskrach zu diskutieren. Doch die Programm-Schiedsrichter der ARD lehnten ab. Frank Plasberg ist am Montagabend zwar auf Sendung, talkt aber lieber über Mesut Özil und die Fußball-WM als über die große Regierungskrise.
spiegel.de

Zitat: Oliver Kalkofe langweilt die TV-Berichterstattung von der Fußball-WM.

"Statt etwas zu ändern, gibt es Rechtfertigungen, warum die eigene Langeweile eigentlich ganz toll ist."

Fernseh-Kritiker Oliver Kalkofe nervt der Rechtfertigungsdrang der Öffentlich-Rechtlichen, der oft in Anbiederung ende, "die irrwitzig viel Geld kostet". Er schlägt vor, bei zukünftigen Weltmeisterschaften in Innovationen zu investieren.
tagesspiegel.de

"Inszenierung von Marken." – Sport1 quartiert sich zur WM bei O2 ein.


Höhenluft: Der Spartenkanal Sport1 hat sich zur Fußball-WM hohe Ziele gesetzt - 130 Meter, um genau zu sein. Im 35. Stock der Münchner Zentrale des Telekommunikationsanbieters O2 hat Sport1 sein WM-Studio aufgebaut. Mangels Bildrechten an den WM-Spielen konzentriert sich Sport1 auf die Vorberichterstattung, sagt Patrick Fischer, Chef des Vermarkters Sport1 Media, im Interview mit turi2.tv. Daneben erfüllt die Sendung noch einen anderen Zweck: "Es geht um die Inszenierung von Marken." Der Werbepartner O2 ist unübersehbar im Bild.

"Es ist mehr, als nur ein Sponsor zu sein", sagt Hans Jordan, Markenchef von O2. Neben der Werbung nach außen gebe es auch eine interne Wirkung: "Die Kollegen sehen, dass da was gedreht wird, sie sehen, wenn sie den Fernseher anmachen, den Blick nach draußen, den sie selbst jeden Tag haben." Die WM-Sendung bei Sport1 biete O2 ein "hochaktuelles und emotionales Umfeld". Als "Guerilla-Sponsering" an der Fifa vorbei will Jordan die Kooperation aber nicht verstanden wissen.

Für Sport1 sind Produktionen bei Werbekunden nichts Neues: Der sonntägliche "Doppelpass" kam in der Vergangenheit schon häufiger aus der VW-Autostadt in Wolfsburg, mit der Brauerei Bitburger hat Sport1 einen Fantalk aus einer Fußballkneipe gesendet. Mit knapp 80% Eigenproduktionen sei der kleine Sender in der Lage, "durch eigenes Programm Inszenierung stattfinden zu lassen", sagt Patrick Fischer.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Zitat: Dirk Wössner will weiter in Telekom Entertain investieren.

"Wir werden nicht Haus und Hof auf eigene Produktionen verwetten, und wir werden auch nicht in die Massenproduktion von Serien gehen. Aber wir wollen Akzente setzen."

Dirk Wössner, Chef von Telekom Deutschland, sagt im "Welt"-Interview, der Konzern sei nicht Netflix, sehe in seiner Plattform Entertain aber großes Potential und werde weiter investieren.
"Welt", S. 15 (Paid)

weiteres Zitat:
"Wir bauen sehr deutsch und gründlich aus, das kostet jedoch mehr und dauert eben auch länger." (über den schleppenden Breitbandausbau)

Digital News Report 2018: Deutsche mögen traditionelle Nachrichten.

Digital News Report 2018: Deutsche nutzen hauptsächlich etablierte Nachrichtenkanäle und -marken, sagt die Studie. Immer mehr Nutzer sind bereit, für Nachrichten im Netz zu zahlen. Im Vergleich der 37 teilnehmenden Länder teilt Deutschland sich bei digitaler Nachrichten-Nutzung den vorletzten Platz mit Japan.
deutschlandfunk.de, digitalnewsreport.org (PDF zum Download)

TV-Sender in Frankreich gründen gemeinsame Streaming-Plattform.

Frankreich: Die beiden Privatsender TF1 und M6 starten gemeinsam mit dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen des Landes die Online-Plattform Salto. Auf Salto wollen die Partner sowohl Nachrichteformate als auch Sportsendungen und französische und amerikanische Filme und Serien anbieten und so gegen internationale Streaminganbieter wie Netflix und Amazon bestehen. Gebühren und einen Starttermin nennen die Sender noch nicht.
digitalfernsehen.de

Fußball-Kommentatoren benehmen sich wie Marktschreier, kritisiert Jürgen Roth.

Fußball-Berichterstattung mutiert zum distanzlosen "Gefolgschafts-Journalismus", kritisiert Schriftsteller Jürgen Roth. Er untersucht seit 20 Jahren die Sprache rund um den Ballsport – und attestiert ihr, "nur noch Marktschreierei im Dienst der nationalen Sache" zu sein. Früher hätten Kommentatoren "das Spiel atmen lassen."
sueddeutsche.de

Meinung: Bouhs und Balkausky hätten ihren Streit "unter sich" regeln sollen.

Bouhs vs. Balkausky: Ulrike Simon kritisiert den öffentlichen Streit zwischen dem Medienjournalisten und dem ARD-Sportkoordinator. Zwar habe sich Balkausky "in jeder Hinsicht unprofessionell" verhalten, indem Bouhs die Interview-Weigerung öffentlich gemacht hat, sei eine "gesichtswahrende Versöhnung" aber nicht leichter geworden.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Filmwirtschaft und Privatsender kritisieren neuen Telemedienauftrag.

Telemedienauftrag: Filmwirtschaft und Privatsender kritisieren den zwischen Verlagen und Öffentlich-Rechtlichen ausgehandelten Kompromiss. Filmemacher und Doku-Produzenten wehren sich gegen die längere Online-Verfügbarkeit. Die Privatsender befürchten "weitreichende Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation", sagt Vaunet-Chef Hans Demmel.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Neuer Telemedienauftrag: Politik, Öffentlich-Rechtliche und Verlage beenden jahrelangen Streit.


Nur glückliche Gesichter (von links): Mathias Döpfner, Reiner Haseloff, Malu Dreyer, Ulrich Wilhelm, Thomas Bellut, Stefan Raue. (Foto: Twiehaus)

Weniger Text, Ausbau Mediatheken: Der Telemedienauftrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird in weiten Teilen überarbeitet – damit endet ein jahrelanges politisches Ringen zwischen den Sendern, den Verlagen und der Politik. Die Beteiligten stellen in Berlin die Ergebnisse vor: Wichtigste Neuerung ist, dass die Onlineangebote von ARD, ZDF und Deutschlandradio ihren Schwerpunkt auf Bild und Ton legen – presseähnliche Berichterstattung ist verboten.

Ein Zückerchen für die Sender: Die 7-Tage-Löschfrist für Inhalte in den Mediatheken fällt weg, sie können außerdem mehr europäische Filme und Serien einstellen. Die Politik beauftragt die Sender zudem ausdrücklich, interaktiv und über Social Media zu kommunizieren. Neu ist auch eine gemeinsame Schlichtungsstelle der Rundfunkanstalten und der Verlage – falls es doch noch Streit um die richtigen Anteile von Text, Video und Audio geben sollte.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff nannte die gemeinsame Lösung aller Beteiligten der Medienindustrie einen "historischen Moment". BDZV-Präsident Mathias Döpfner war spürbar erfreut, sich mit ARD, ZDF und Deutschlandradio zu einigen. Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm sagt, dass die Belastung der langen Verhandlungen geschafft sei. Wilhelm erinnert daran, dass sich manche journalistische Arbeitsweisen in den Sendern ändern müssten.

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue schränkte ein, noch mit dem Begriff Presseähnlichkeit zu fremdeln. Sein Deutschlandfunk wird etwa weiterhin die morgendlichen Interviews im Volltext anbieten. Döpfner zeigte sich grundsätzlich offen: "Keiner kann den Öffentlich-Rechtlichen verbieten, Textelemente zu nutzen". Wenn die Sender also bei investigativen Recherchen Dokumente zugänglich machen, bleibt das weiterhin erlaubt.
turi2 vor Ort bei Pressekonferenz in Berlin, rlp.de (Reaktionen), bdzv.de, ndr.de

WDR kündigt Gebhard Henke mit sofortiger Wirkung.

WDR kündigt Fernsehfilmchef Gebhard Henke mit sofortiger Wirkung, da aus Sicht des Senders kein Vertrauensverhältnis mehr bestehe. Mehr als zehn Frauen hatten sich gegenüber dem Sender über sexuelle Belästigungen, teils in Zusammenhang mit Machtmissbrauch, durch Henke beschwert. Der WDR sieht die Schilderungen der Frauen als "schwerwiegend und glaubhaft" an, Henke weist die Vorwürfe zurück.
presseportal.de, turi2.de (Background)

MABB duldet Live-Streams von "Bild" noch bis Ende August.

Springer bekommt von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg eine Schonfrist bis 31. August für die Live-Streams "Bild live", "Die richtigen Fragen" und den "Bild Sport-Talk mit Thorsten Kinhöfer". Die MABB hatte im Mai Rundfunklizenzen für die Streaming-Angebote gefordert. Das Verwaltungsgerichts Berlin prüft den Sachverhalt und hatte sich die Verlängerung der Frist von der MABB erbeten.
horizont.net, turi2.de (Background)

Comcast erhöht Gebot für 21st Century Fox auf 65 Mrd Dollar.

Comcast legt im Bieter-Wettstreit mit Disney um 21st Century Fox nach und ist nun bereit, satte 65 Mrd Dollar für das Medienimperium von Rubert Murdoch zu zahlen. Eigentlich hatten sich Disney und Murdoch schon auf 52 Mrd geeinigt. Murdoch will den Großteil seines Film- und TV-Geschäfts abstoßen. Nur Fox News und der größte Sportsender sollen bleiben.
spiegel.de, 21cf.com

"Unberechenbares Risiko": Hajo Seppelt reist nicht zur Fußball-WM nach Russland.


Sicherheit zuerst: ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt fährt nicht zur Fußball-WM nach Russland, melden die "Tagesthemen". Die Reise sei für den Enthüller des Staatsdopings in Russland zu gefährlich. Zu dieser Einschätzung kommt die ARD nach einer Abstimmung mit deutschen Sicherheitsbehörden. An dem Gespräch nahmen Außenminister Maas, RBB-Intendantin Patricia Schlesinger, ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky und Seppelt teil.

Die deutschen Behörden befürchten, dass ein Ermittlungskomitee zum russischen Dopingskandal Seppelt festsetzen könnte. Außerdem sei spontane Gewalt durch einzelne Russen nicht auszuschließen. Seppelt wird in Russland angefeindet, weil er das Staatsdoping-System aufgedeckt hat. Wegen seiner Recherchen sind einige russische Sportler von Olympia ausgeschlossen worden. Die übrigen mussten unter neutraler Flagge antreten.
tagesschau.de, spiegel.de

KEF-Chef Fischer-Heidlberger warnt vor Schnellschüssen.

Rundfunkbeitrag: Der tatsächliche Aufwand für das Programm von ARD und ZDF muss berechnet werden, bevor eine Anpassung nach einem Inflationsindex eingeführt wird, sagt KEF-Chef Heinz Fischer-Heidlberger. Den aktuellen Beitrag in Höhe von 17,20 Euro als Basis zu nehmen, sei "nicht nachvollziehbar" und habe "mit dem tatsächlichen Bedarf nichts zu tun". Außerdem habe ein an die Inflationsrate gekoppeltes Modell viele verfassungsrechtliche Probleme.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Zitat: Carsten Brosda kritisiert zu wenig Gestaltungsraum für ARD und ZDF.

"Die Eigenverantwortung der Sender muss im neuen Staatsvertrag erhöht werden."

Carsten Brosda, Kultursenator von Hamburg, kritisiert im Interview mit Spiegel Online, dass das ZDF seinen Kanal ZDF Kultur mehr als ein Jahr lang weiterlaufen lassen musste, obwohl die Einstellung des Senders zugunsten von Funk beschlossen war.
spiegel.de

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Die Eigenverantwortung der Sender muss im neuen Staatsvertrag erhöht werden."

Über Erwartungen an ARD und ZDF:
"Zum Beispiel dass die Sender dort innovativ tätig werden, wo es sich privatwirtschaftlich noch nicht lohnt. Nach dem Motto: Probiert es schon mal aus, auch wenn es noch riskant ist. Auch für den Mut seid ihr öffentlich finanziert."

"Niemand sollte die Sensibilität dafür verlieren, wie sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk momentan in ganz Europa neu begründen muss, da sind steile Maximalforderungen nicht zielführend."

Über das langsame Aus von ZDF Kultur:
"So eine Geldverschwendung hält kein System aus, da müssen die Sender mehr Gestaltungsraum kriegen und so etwas künftig über die Rundfunk- und Fernsehräte entscheiden können."

Meinung: Sandra Maischberger hält eine Talkshow-Pause nicht für nötig.

Sandra Maischberger widerspricht in der "Zeit" der Forderung nach einer Pause für Talkshows. Auch die Kritik, Sendungen wie ihre in der ARD hätten die AfD erst groß gemacht, weist sie zurück. Fernsehleute litten zwar gelegentlich an Selbstüberschätzung, das Phänomen betreffe aber einen Großteil Europas und schwele lange im Internet, bevor es an die Öffentlichkeit gelange.
"Zeit" 25/2018, S. 10 (Vorabmeldung)

Basta: Auch das "Morgenmagazin" sendet zur Fuball-WM live aus Rußland.

MoMa on Tour: Das ARD "Morgenmagazin" lässt sich zur Fußball-WM nicht lumpen und sendet an zwölf Tagen live aus Rußland. Passend zum TV-Event gibt es ein russisch gestyltes Wohnzimmer in einem Bauwagen und ein winziges Spielfeld – das einzige in dem ostfriesischen Dörfchen. Nach er heutigen Bekanntgabe für die WM 2026 haben die "MoMa"-Macher sicher auch schon in Amerika angefragt.
stern.de

Springer bringt Upday auf Samsungs Smart TV QLED.

Springer vorinstalliert seine News-App Upday auch auf Samsungs Smart TV QLED in zwölf europäischen Ländern, darunter u.a. Deutschland, Großbritannien und Italien. Upday kann so in Samsungs Ambient Modus verwendet werden, in dem sich der smarte Fernseher an den Hintergrund der Wand anpasst. Upday ist bereits für Samsungs Smartphones, Smartwatches und intelligente Kühlschränke verfügbar.
axelspringer.de

"Shababtalk": Jaafar Abdul Karim gibt der arabischen Jugend eine Stimme.


Haltung ja, Parteinahme nein: Jaafar Abdul Karim fasst für die Deutsche Welle die ganz heißen Eisen in der arabischen Welt an. Im Interview mit turi2.tv am Rande des Global Media Forums in Bonn erklärt er, dass er bei seiner Arbeit vorsichtig sein muss – egal ob in Beirut oder Berlin. Mit seiner Sendung Shababtalk polarisiert er und bringt konservative Moslems genauso gegen sich auf wie Pegida-Aktivisten. Als er 2015 von einer Pegida-Demo berichtet, wird er angegriffen und verletzt.

Dabei fühlt Karim sich zu Neutralität verpflichtet und will dennoch Journalismus mit Haltung machen: "Bei 'Shababtalk' sollen Menschen zusammenkommen und miteinander reden, die sonst nicht miteinander reden", erklärt er das Konzept. Was er nicht zulässt, sind Rassismus und Beleidigungen. So musste ein hochrangiger jordanischer Politiker die Sendung verlassen. Zuvor hatte er einer jungen Frau, die Opfer sexueller Gewalt geworden war, vorgeworfen, dass sie selbst schuld sei.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)