Spiegel-TV-Geschäftsführer Dirk Pommer geht nach 25 Jahren.

Spiegel TV: Geschäftsführer Dirk Pommer verlässt die Produktionsfirma Ende 2018 nach zwölf Jahren an der Spitze - "im besten gegenseitigen Einvernehmen". Er arbeitet seit 25 Jahren für Spiegel TV. Seinen Nachfolger will der Verlag in Kürze bekanntgeben. Goetz Hoefer, seit 2016 Co-Geschäftsführer, bleibt im Amt. Im Februar hatte bereits Geschäftfsührer Jesper Doub seinen Posten bei Spiegel TV verlassen, im Mai den Spiegel-Verlag komplett in Richtung Facebook verlassen.
spiegelgruppe.de, turi2.de (Background Doub)

Basta: RTL2 klont sich die Datingshow-Kandidaten.

Ich glaub', ich seh sechsfach: RTL2 zeigt ab Januar eine Datingshow, bei der sich die Kandidaten am Computer ihren Traumpartner entwerfen. Der Sender sucht nach diesen Kriterien sechs fast identische Frauen bzw. Männer, die bei äußerlicher Gleichheit mit inneren Qualitäten punkten müssen. 2020 landen mindestens fünf der sechs Klone gleichzeitig im Dschungelcamp.
presseportal.de, tvnow.de (Paid)

NBC Universal beantragt wegen Brexits TV-Lizenzen in Bayern.

NBC Universal beantragt wegen des Brexits sechs Lizenzen für TV-Sender bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Sie werden gebraucht, falls sich die Briten ohne Abkommen aus der EU zurückziehen. Sender wie Syfy und E! Entertainment haben Lizenzen der britischen Aufsichtsbehörde Ofcom. Zulassungen für 500 europäische Sender könnten laut Infosat ungültig werden.
infosat.de, turi2.de (Background Turner-Lizenzen)

"Game of Thrones": George R. R. Martin sieht Trennung von Buch und Serie als Chance.

"Game of Thrones"-Schöpfer George R. R. Martin kämpft um die Deutungshoheit seiner eigenen Schöpfung, da die erfolgreiche TV-Adaption die Geschichte mittlerweile eigenständig weiterführe, schreibt Solveig Gode im "Focus". Martins Leser warten seit sieben Jahren auf den nächsten Teil. Der Autor wirke ob der Situation einerseits resigniert, sehe andererseits aber auch eine Chance in der Situation, seine Version der Geschichte frei von den Beschränkungen durch Filmbudgets und Deadlines erzählen zu können.
"Focus" 50/2018, S. 102 (Paid)

Peter Frey beklagt, dass Industrievertreter dem ZDF zu selten Interviews geben.

Medienscheu: ZDF-Chefredakteur Peter Frey beklagt im Interview mit "Clap", dass Industrievertreter dem ZDF zu selten Interviews gäben. Von Konzernchefs erhalte der Sender oft nur schriftliche Äußerungen. Auch die meisten Dax-Vorstände seien nicht zu einem Auftritt im "heute-journal" bereit. Dadurch fehle eine wichtige Stimme im politischen Diskurs.
clap-club.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: ZDF-Chefredakteur Peter Frey findet Journalisten wichtiger denn je.

Peter Boudgoust tritt Mitte 2019 als SWR-Intendant zurück.

Wachwechsel: Der SWR braucht ab Mitte 2019 einen neuen Intendanten. Amtsinhaber Peter Boudgoust, 64, hat heute seinen vorzeitigen Rücktritt im kommenden Jahr angekündigt. Er ist seit Mai 2007 SWR-Intendant. Mitte 2016 wählten ihn Rundfunk- und Verwaltungsrat für eine dritte Amtszeit, die regulär bis April 2022 dauern würde. Sein Nachfolger wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2019 gewählt.
presseportal.de

Studie: Geoblocking macht Streaming-Nutzern im EU-Ausland immer noch Probleme.

Streaming funktioniert im EU-Ausland trotz der im April eingeführten EU-Regelung gegen Geoblocking nicht einwandfrei, ergibt eine Studie der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Knapp 20 % der 2.500 Befragten haben seitdem Streaming im EU-Ausland genutzt, bei 49 % lief das Streaming nicht wie Zuhause. Das häufigste Problem war, dass in Deutschland verfügbare Inhalte im Ausland nicht oder nur teilweise angezeigt wurden.
horizont.net

RTL Group entwickelt technische Streaming-Lösung für ihre Sender.

RTL Group entwickelt eine einheitliche technische Streaming-Plattform für alle Sender in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Die Sender sollen die Lösung dann "flexibel anpassen", sagt Gruppenchef Bert Habets. Die Sendergruppen sollen zudem enger mit Produktionstochter Fremantle zusammenarbeiten - nach dem Vorbild von RTL Deutschland und Fremantle-Tochter UFA.
horizont.net

TV-Tipp: "Aenne Burda" zeigt Aenne Burdas harten Weg zur Verlegerin.

TV-Tipp: In einem Zweiteiler zeichnen ARD und ORF den steinigen Weg von Aenne Burda hin zur erfolgreichen Blattmacherin. Mit dem Namenswechsel von Anne zu Aenne begründet sie den Wandel weg von ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter hin zur Verlegerin von "Burda Moden", das 1950 erstmalig mit 100.000 Auflage erscheint. ARD und ORF zeigen Teil 1 am Mittwochabend um 20.15 Uhr, Teil 2 läuft am kommenden Mittwoch.
derstandard.at

"NYT": Les Moonves hat die Ermittlungen zu den Missbrauchsvorwürfen behindert.

CBS: Ex-Senderchef Leslie Moonves, 69, hat versucht Beweise zu vernichten und damit die internen Ermittlungen zu den Missbrauchsvorwürfen gegen ihn behindert, berichtet die "New York Times". Moonves habe so versucht, seine Abfindung in Höhe von 120 Mio Dollar zu sichern. Laut einem internen Bericht sei er vor und nach 1995 an schwerwiegenden, nicht einvernehmlichen sexuellen Verfehlungen beteiligt gewesen.
nytimes.com, turi2.de (Background)

"Welt" verliert Harriet von Waldenfels und Niddal Salah-Eldin.


Damenwahl: Die "Welt" muss gleich zwei Abgänge verkraften und sich von Niddal Salah-Eldin, 33, (Foto rechts) und Harriet von Waldenfels verabschieden. Salah-Eldin, bislang Director of Digital Innovation in der "Welt"-Chefredaktion verlässt Springer in Richtung dpa. Dort übernimmt sie als stellvertretende Chefredakteurin und Chefin für Innovation und Produkt ab Mai 2019 von Roland Freund, 50. Freund verlässt Berlin "aus familiären Gründen" und übernimmt in München die Leitung des dpa-Landesbüros.

Harriet von Waldenfels, die bislang als Moderatorin beim Nachrichtensender "Welt" gearbeitet hat, wechselt zum ZDF. Als weitere Hauptmoderatorin verstärkt sie ab 2019 das Team beim "Morgenmagazin" und moderiert im Wechsel mit Dunja Hayali wochenweise die Spätschiene von 7 bis 9 Uhr.
presseportal.de (Salah-Eldin), presseportal.de (von Waldenfels), dwdl.de (von Waldenfels)

Aus dem Archiv von turi2-tv: Niddal Salah-Eldin hält die Facebook-Seite der "Welt" sauber. (10/2016)

Studie: US-Bürger informieren sich hauptsächlich im Fernsehen.

Fernsehen ist für 44 % der US-Amerikaner die Hauptinformationsquelle, ergibt eine Studie des Pew Research Centers. Gedruckte Zeitungen belegen mit nur 7 % den letzten Platz hinter sozialen Netzwerken mit 10 %, dem Radio mit 14 % sowie Informationsportalen mit 24 %. Zeitungen sind bei Älteren beliebter, insgesamt gaben nur 16 % der Befragten an, häufig eine Zeitung zu lesen, 2013 waren es noch 27 %.
derstandard.at

Nexstar will Konkurrent Tribune für 4,1 Mrd Dollar übernehmen.

Elefantenhochzeit, zweiter Versuch: Die US-TV-Senderkette Nexstar Media will den Konkurrenten Tribune Media für 4,1 Mrd Dollar übernehmen, berichten Reuters und Bloomberg. Nexstar habe die Beteiligungsgesellschaft Apollo Global Management mit ihrem Angebot überboten. Die Beteiligten könnten den Deal schon Montag offiziell bekannt geben. Durch die Fusion würde die größte regionale TV-Senderkette in den USA entstehen.

Nexstar, derzeit Nummer zwei auf dem Markt, betreibt bereits über 170 Sender und erreicht rund 40 % der US-Haushalte. Tribune würde weitere 42 Sender sowie den Kabelkanal WGN America beisteuern. Ursprünglich wollte vergangenes Jahr der aktuelle Branchenprimus Sinclair Tribune für 3,9 Mrd Dollar schlucken. Der Deal scheiterte aber an Auflagen der Kartellbehörden.
handelsblatt.com, bloomberg.com, turi2.de (Background)

Streamingdienste sorgen für Boom beim Product Placement.

TV-Werbung im Fernseher 150Streamingdienste lassen in der Regel keine Werbespots zu. Die einzige Möglichkeit für Werbetreibende in dem wachsenden Markt Botschaften unterzubringen seien daher Product Placements, schreibt Katrin Otto in "Werben & Verkaufen". Amazon baue sie in alle Eigenproduktionen ein, bei Netflix fänden in 75% der Eigenproduktionen Markenbotschaften den Weg auf den Bildschirm. Künftig könnten die Streaminganbieter, insbesondere Amazon, Produkte auch direkt über ihre Apps verkaufen.
"Werben & Verkaufen " 49/2018, S. 22 (Paid)

ORF löscht 50 Facebook-Seiten.

ORF 150ORF macht mit seiner angekündigten Facebook-Diät ernst und löscht zum 1. Dezember 50 von insgesamt 70 Seiten auf Facebook. Damit bleiben etwas mehr Seiten bestehen, als zunächst geplant. Künftig will der ORF nur noch einen Dachmarkenauftritt, eine Seite pro Sender sowie eine pro Landesstudio pflegen. Mit wenigen Ausnahmen wollen die Österreicher keine Videos ganzer Sendungen mehr auf Facebook hochladen.
dwdl.de

Moderatorin Stefanie Tücking, 56, ist tot.

Stefanie Tücking ist tot. Die SWR-Moderatorin starb in der Nacht auf Samstag überraschend im Alter von 56 Jahren in Baden-Baden, meldet der SWR. Tücking moderierte rund 30 Jahre lang verschiedene Musiksendungen für SWR3 sowie TV-Sendungen und auf der Bühne bei Rock am Ring. Bekannt wurde sie in den 80er-Jahren durch die Moderation der ARD-Musiksendung "Formel Eins".
presseportal.de, swr3.de (2-Min-Nachruf in O-Tönen)

Meinung: Eigene Streaming-Angebote gefährden das Zweitverwertungs-Geschäft.

Streaming: Disney und Warner bringen mit ihren Hollywood-Produktionen alles mit, um attraktive Streaming-Angebote zu starten, schreibt David Steinitz in der "Süddeutschen Zeitung". Allerdings würden sie das für sie bisher lukrative Geschäft mit Zweitverwertungsrechten aufgeben, wenn sie für die eigenen Angebote produzieren. Netflix dränge derweil andersherum ins Kino-Geschäft, stoße hier aber wegen der kurzen Zeit zwischen Kinoaufführung und Streamingstart auf wenig Gegenliebe.
"Süddeutsche Zeitung", S. 17 (Paid)

Zeitschrift wird Koch-Show: Jan Peter Lacher über "Essen & Trinken – Für jeden Tag".


Crossmediales Kochen: Jan Peter Lacher bestellt einen oft genutzten Fernseh-Acker neu. Sein Sender RTLplus dreht gerade "Essen & Trinken – Für jeden Tag", das ab Ende Januar ausgestrahlt wird. "Horizont" und turi2.tv treffen Lacher beim Innovation Day Food von Gruner + Jahr EMS, denn die Zeitschrift Essen & Trinken steht Pate und liefert die Rezepte: "Wir können von der unglaublichen kulinarischen Expertise profitieren", sagt Lacher und kündigt viele Wechselspiele zwischen TV, Heft und Online-Angebot an.

TV-Koch Tim Mälzer ist bereits "Essen & Trinken"-Herausgeber und nun Mitproduzent der Fernsehsendung, die im Studio seines Hamburger Restaurants Bullerei entsteht. Die Koproduktion unter dem großen Bertelsmann-Dach, crossmedial vermarktet vom Verbund der Ad Alliance, soll sogar ganz junges Publikum zum Best-Ager-Sender RTLplus lotsen: "Essen und Trinken ist als Thema generationenübergreifend geeignet. Die gleiche Erfahrung haben wir bei den Game-Shows gemacht."
turi2.tv (4-Min-Interview bei YouTube)

Meinung: Bernd Reichart muss die RTL Mediengruppe stärker digitalisieren.

Mediengruppe RTL: Bernd Reichart muss das Digitalzeitalter stärker einläuten, meint Juliane Paperlein. Anke Schäferkordt erspare dem Konzern mit ihrem frühzeitigen Abgang eine lähmende Nachfolgersuche ála ProSiebenSat.1. Reichart habe ein Händchen für Formate, müsse aber auch das stagnierende Werbegeschäft in den Griff bekommen und v.a. TV Now ausbauen.
"Horizont" 48/2018, S. 12 (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Harald Schmidt will kein Buch schreiben.

"Entweder ich bin Chefkolumnist der 'New York Times', oder ich schreibe zu Hause Zettel voll, die ich an den Kühlschrank hänge."

Harald Schmidt sagt im vierstündigen "Zeit"-Interview, er sei "Anekdotenmaschine und Interviewkünstler", kein Autor. Auf Bücher von ihm solle man deshalb nicht warten.
zeit.de (Paid)

weitere Zitate:
"Ich mag keine Serien, die in Berlin spielen. Ich sehe lieber Billy Bob Thornton durch Los Ange­les fahren. Von der Qualität amerikanischer Serien sind wir in Deutschland Lichtjahre entfernt, ich wiederhole: Lichtjahre – aufgrund der Autoren und der Schauspieler, die so was auch spielen können."

"Mich interessieren die Leute nur im Job. Shows, bei denen sich die Mitarbeiter menschlich ganz toll verstehen, Shows, von denen es heißt, wir lagen uns hinterher heulend in den Armen – die sind nach 30 Folgen beendet."
(über sein ehemaliges Team)

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm will nicht nur in der Nische senden.


Nicht nur Nische: Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks und amtierender ARD-Vorsitzender, blickt gespannt auf 2019. Dann entscheiden die Länder wie der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks künftig sein soll. "Über allem steht, dass die Rundfunkfreiheit gewährt bleibt", sagt Wilhelm im Interview mit turi2.tv heute in München. Nicht minder wichtig ist ihm, dass die ARD nicht zum Informations- und Kultur-Nischenprogramm zusammengestutz wird, sondern auch künftig Filme, Sport und Unterhaltung zeigen darf: "Alles gehört zum Leben und die einzelnen Sendungen kann man auch nicht glasklar nur einer bestimmten Kategorie zuordnen".

"Ermutigend" nennt Wilhelm das Ergebnis der Volksabstimmung über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Schweiz: "Wenn das anders ausgegangen wäre, hätte das sicher auch eine Wirkung gehabt für die Diskussion in Deutschland." Hierzulande stellt er erfreut fest, dass das "Vertrauen in die etablierten Medien, auch in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wieder steigt". Über die Einigung mit den Verlagen, was ARD und ZDF online dürfen, ist Wilhelm froh und sieht sich im gemeinsamen Kampf gegen Facebook & Co: "Ein überwölbendes gemeinsames Interesse ist glaube ich ein guter Hintergrund, um gut auszukommen."
turi2.tv (5-Min-Video)

Sport1 ersetzt Sport1 US mit E-Sports-Kanal.

Sport1 startet seinen im August angekündigten E-Sports-Kanal als Bezahlsender und ersetzt damit den Kanal Sport1 US. Das Programm soll am 24. Januar starten und 24 Stunden am Tag Tastatursport bieten. eSport1 ist über die Plattformen von Vodafone, Telekom, Unitymedia und bei Zattoo empfangbar. Der US-Sport wandert zu Sport1+.
dwdl.de, horizont.net

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Rechte kommen und gehen" – Sport1-Chef Olaf Schröder über die Bedeutung von Sportrechten für seinen Sender.

"SpongeBob"-Erfinder Stephen Hillenburg, 57, ist tot.

Stephen Hillenburg, 57, ist tot. Der Erfinder der Zeichentrick-Serie SpongeBob Schwammkopf ist am Montag an der Nervenkrankheit ALS gestorben, wie der Sender Nickelodeon mitteilt. Der Meeresbiologe Stephen Hillenburg entschied sich 1987 für eine Karriere im Zeichentrick. Seine Serie "SpongeBob Schwammkopf", die am Meeresgrund spielt, wurde in mehr als 60 Sprachen übersetzt. (Foto: Dennis Van Tine / Geisler-Fotopress / Picture Alliance)
tagesspiegel.de