Twitter testet schnellere Umschaltmöglichkeit der Tweet-Reihenfolge.

Twitter macht die Ansicht der Tweets wieder einfacher zwischen der früher angewendeten chronologischen Reihenfolge und den mittels Algorithmus sortierten "Top Tweets" umschaltbar. Ein prominent platzierter Button ermöglicht den Wechsel. Die Funktion versteckt sich bisher in den Profileinstellungen. Twitter testet den neuen Button zunächst bei wenigen iOS-Nutzern.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Häufigste Länge eines Tweets hat sich nach Erhöhung des Zeichenlimits nicht vergrößert.

Twitter: Tweets sind am häufigsten 33 Zeichen lang – und damit sogar ein Zeichen kürzer als vor der Verdopplung des Zeichenlimits von 140 auf 280 Zeichen vor etwa einem Jahr, teilt der Dienst mit. Insgesamt seien lediglich 6 % aller Tweets länger als das alte Zeichenlimit von 140 Zeichen. Verändert habe sich jedoch die Ausdrucksweise. Nutzer würden häufiger die Wörter sorry oder before ausschreiben, die sie vorher oft als b4 oder sry abgekürzt hätten.
cnet.com

Twitter steigert Umsatz bei sinkenden Nutzerzahlen.

Twitter erzielt im 3. Quartal einen Umsatz von 758 Mio Dollar, ein Plus von 29 %. Grund sind vor allem gestiegene Werbeeinnahmen. Dank einer Steuergutschrift von 683 Mio Dollar macht der Konzern einen Gewinn von 789 Mio Dollar. Im Vorjahr stand ein Verlust von 21 Mio zu Buche. Gleichzeitig sinkt die Zahl der monatlich aktiven Nutzer um 9 Mio auf 326 Mio. Laut Twitter-Chef Jack Dorsey sind die Bemühungen im Kampf gegen Fake-Profile der Grund.
boerse.ard.de

Twitter sperrt Accounts, die mit Alex Jones in Verbindung stehen.

Twitter zieht bei mehreren Konten in Verbindung mit US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones den Stecker. Die Accounts stehen in Verdacht, die Twitter-Sperre von Jones umgangen zu haben. Jones und seine Sendung "Infowars" sind seit knapp zwei Monaten beim Zwitscherdienst gesperrt, weil sie wiederholt gegen die Regeln des Netzwerks verstoßen haben. Zuvor hatten bereits Facebook, YouTube und andere Jones gesperrt.
time.com, turi2.de (Background)

Zitat: Caren Miosga plädiert für Zurückhaltung von Journalisten in sozialen Netzwerken.

"Ich muss nicht zu allem bei Twitter meinen Senf dazugeben. Für meinen Geschmack überschreiten dort manche Journalisten-Kollegen die Grenzen der professionellen Meinungsäußerung."

"Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga reagiert in sozialen Netzwerken gern auf Menschen, die ein echtes Interesse haben. Von einigen Journalisten wünscht sie sich im Handelsblatt Wirtschaftsclub jedoch mehr Zurückhaltung.
handelsblatt.com

Online-Plattformen verpflichten sich zum Kampf gegen Fake News.

Online-Plattformen und Werbeindustrie unterzeichnen einen Verhaltenskodex gegen Fake-News auf EU-Ebene. Zu den Partnern zählen Google, Facebook, Twitter und Mozilla. Sie wollen transparenter sein, Fake-Accounts schließen und kein Geld an Desinformations-Kampagnen verdienen. Mit dem freiwilligen Kodex versuchen die Plattformen eine harte Regulierung zu vermeiden.
dw.com

Google schickt Verfassungsbeschwerde gegen das Lösch-Gesetz nicht ab.

Lösch-Gesetz: Weder Google noch Facebook oder Twitter haben bisher eine Verfassungsbeschwerde gegen das NetzDG eingereicht, schreibt die "FAZ". Die Frist endet zum Oktober. Ein Bitkom-Gutachten sieht erhebliche Verstöße gegen das Grundgesetz. Ein Klage-Schriftsatz liege Google vor, nur abgeschickt habe der Konzern ihn noch nicht. Womöglich aus taktischen Gründen, um kein Öl ins Feuer anderer Streitigkeiten z.B. mit der EU zu gießen.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Zitat: Außenminister Heiko Maas erfährt von Trump-Entscheidungen bei Twitter.

"Wir erfahren von einigen Entscheidungen über Twitter. Manchmal habe ich den Eindruck, auch der eine oder andere in den Vereinigten Staaten erfährt von Entscheidungen im Weißen Haus zuerst über Twitter."

Bundesaußenminister Heiko Maas kritisiert im dpa-Interview die Informationspolitik der USA, die unter Donald Trump die diplomatischen Wege umgeht.
handelsblatt.com

Zitat: Daniel Mack fordert eine Klarnamen-Pflicht für soziale Netzwerke.

"Politische Debatte funktioniert nur mit Gesicht. Ob im Bierzelt oder im Netz."

Daniel Mack, Digitalberater und Associate Director bei der Public-Affairs-Beratung 365 Sherpas, wünscht sich in einem "taz"-Gastkommentar eine Klarnamen-Pflicht für soziale Netzwerke als Teil einer Mehr-Faktor-Authentifizierung, damit die Digitalisierung zur Stärkung der Demokratie genutzt werden kann.
taz.de

Basta: Horst Seehofer setzt seinen ersten Tweet ab.

Erstweeter: Horst Seehofer beginnt - wie angedroht angekündigt - mit dem Twittern. In seinem ersten Video-Tweet freut er sich auf den Dialog mit den Bürgern. Seehofer twittert - gezeichnet mit "HS" - über das Konto des Bundesinnenministeriums. Accounts wie @HorstSeeehofer oder @thehoferhorst verbreiten Scherzmeldungen - eigentlich das Privileg des echten Seehofers.
twitter.com/BMI_Bund via stern.de


Zahl des Tages: Donald Trump twittert eine Null zu viel.

Zahl des Tages: Um eine 0 hat sich US-Präsident Donald Trump vertwittert, als er mitteilt, das BIP-Wachstum sei erstmals seit mehr als 100 Jahren höher als die Arbeitslosenquote. Sein Wirtschaftsberater Kevin Hassett korrigiert: "Die korrekte Zahl lautet Zehn." Wie Trump auf 100 komme, wisse er auch nicht, er sei Wirtschafts-, nicht Twitter-Berater.
faz.net, twitter.com

Twitter sperrt Alex Jones dauerhaft.

Twitter sperrt den Verschwörungstheoretiker Alex Jones und seine Seite "Infowars" dauerhaft. Der Rechtspopulist habe wiederholt gegen Richtlinien des sozialen Netzwerks verstoßen. Facebook, YouTube, Spotify und Apple hatten Jones Inhalte Anfang August von ihren Plattformen genommen. Twitter stand wiederholt in der Kritik, ihm weiterhin eine Plattform zu bieten.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Donald Trump ist nicht immun gegen Account-Sperrung, sagt Twitter.

Twitter würde auch beim Twitter-Konto des US-Präsidenten den Stecker ziehen, wenn Donald Trump mit Beschimpfungen eine gewisse Grenze überschreiten würde, sagt Chef-Justiziarin Vijaya Gadde in einem Interview. Im Januar hatte Twitter eine Regelung veröffentlicht, nach der für Staatenlenker andere Kriterien gelten als für andere Nutzer, weil "wichtige Informationen" für die Bevölkerung sichtbar und debattierbar bleiben müssten.
politico.eu

"WSJ": Jack Dorsey hat sich persönlich für Verbleib von Alex Jones auf Twitter eingesetzt.


Ihr Vögelein bleibet: Twitter-Chef und Gründer Jack Dorsey hat sein Veto eingelegt, als seine Mitarbeiter den Verschwörungstheoretiker Alex Jones sperren wollten, berichtet das "Wall Street Journal". Twitter widerspricht der Darstellung. Jack Dorsey habe sein Team nicht überstimmt. Vielmehr seien die Inhalte von Alex Jones gar nicht erst gemeldet worden.

Einen ähnlichen Vorfall soll es laut "WSJ" bereits 2016 gegeben haben, als Jack Dorsey angeordnet haben soll, dass der rechte Provokateur Richard Spencer weiter einen Account betreiben dürfe. Am Mittwoch wird Jack Dorsey vor dem US-Kongress aussagen und beantworten, ob und wenn wie ausländische Akteure mit Social Media Falschmeldungen verbreiten können. (Foto: Picture Alliance / Geisler-Fotopress)
wsj.com (Paid), turi2.de (Background)

Zehn Jahre nach Gründung: URL-Shortener Bitly mutiert zur Daten-Krake.

Bitly wandelt sich vom Link-Verkürzer zur Daten-Krake, schreibt Torben Lux. Was ohne Geschäftsgrundlage begann, floriert nach zehn Jahren dank Cloud-Dienstleistungen für Firmenkunden. Potenzial sieht Lux in den bisher schlummernden Datenmengen von bis zu elf Mrd Link-Klicks im Monat. Selbst Twitters Lockerung der 140-Zeichen-Grenze – Ursprungsidee eines URL-Shorteners – hat Bitly überstanden.
omr.com

Jack Dorsey: Twitter zensiert keine rechten Meinungen.

Twitter: CEO Jack Dorsey wehrt sich im Interview mit CNN gegen den Vorwurf, rechte Meinungen zu unterdrücken. "Wir bewerten keine Inhalte, wir bewerten Verhalten", sagt Dorsey. Twitter selbst habe zwar eine linke Ausrichtung, das spiele bei der Bewertung von Inhalten aber keine Rolle.
mashable.com, twitter.com (2-Min-Video)


Twitter will neue Accounts von gesperrten Nutzern aufspüren und löschen.

Twitter will härter gegen gesperrte Nutzer vorgehen, die versuchen ihre Sperre zu umgehen, schreibt der Kurznachrichtendienst in einem Tweet. Die Nutzer haben offenbar versucht, die Sperre durch einen neuen Account zu umgehen. Twitter hat sich nicht dazu geäußert, wie viele Nutzer betroffen sind und wie sie aufgespürt werden konnten.
techcrunch.com

Twitter löscht nun doch Inhalte des Verschwörungstheoretikers Alex Jones.

Twitter rudert rum und nimmt nun doch Tweets und Videos des Verschwörungstheoretikers Alex Jones von der Plattform. Ein Sprecher sagte gegenüber CNN, die Inhalte seien nur vorübergehend offline, während Twitter die Konformität mit den Richtlinien prüfe. Am Mittwoch hatte Twitter-Chef Jack Dorsey die Entscheidung, die fragwürdigen Inhalte nicht zu löschen, verteidigt.
cnet.com, money.cnn.com, turi2.de (Background)

"Welt": EU plant Gesetz zur Löschung von Terrorpropaganda im Netz.

EU-Kommission will Facebook, Google und Co per Gesetz dazu zwingen, terroristische Inhalte im Netz zu löschen, berichtet die "Welt" unter Berufung auf Insider. Die Internetkonzerne sollen Terrorpropaganda schneller filtern und umgehend löschen. Der Gesetzesvorschlag soll Mitte September vorgelegt werden. Die bisherigen freiwilligen Vereinbarungen brächten nicht genug Fortschritte, sagt EU-Sicherheitskommissar Julian King.
welt.de

Zitat: Twitter-Chef will fragwürdige Inhalte nicht löschen, sondern öffentlich widerlegt sehen.

"Accounts wie der von Jones verbreiten oft Gerüchte ohne Substanz, also müssen Journalisten unbedingt dokumentieren, prüfen und widerlegen, damit das Publikum sich eine eigene Meinung bilden kann."

Twitter-Chef Jack Dorsey erklärt, warum er den notorischen Verschwörungstheoretiker Alex Jones nicht von der Plattform kegelt - anders als Apple, YouTube und Facebook.
spiegel.de

Politiker wollen Techfirmen Gratis-Kantinen verbieten.

Mundraub: Zwei Politiker aus San Francisco wollen Tech-Firmen bei Neubauten verbieten, ihre Mitarbeiter mit Gratis-Essen zu versorgen, wie z.B. Google, Twitter und Uber. Die Mitarbeiter würden sich vom Stadtviertel "abschotten" - und den lokalen Gastro-Umsatz schmälern. Bei Amazon gibt es keine Gratis-Kantine: Der Online-Händler will seine Mitarbeiter dazu motivieren, die Essenspause außerhalb des Büros zu verbringen.
faz.net

Siemens-Chef Joe Kaeser lässt sich Tweets und Retweets vorschlagen.

Joe Kaeser, Siemens-Chef, überlässt auf Twitter wenig dem Zufall, schreibt Daniel Neuen. Bevor er im Juni 2017 sein Profil gestartet hat, verpasste er sich und seinen Vorstandskollegen zunächst ein Training. Die Kommunikationsabteilung erarbeitet Vorschläge für Tweets und Retweets. Zudem hat jeder Siemens-Vorstand einen festen Ansprechpartner in der Kommunikationsabteilung. Für Joe Kaeser ist PR-Chefin Clarissa Haller zuständig.
"PR Report" 4/2018, S. 38 (Paid)

Twitter-Nutzerzahlen schrumpfen, Umsatz und Gewinn wachsen kräftig.

Twitter enttäuscht wie bereits Facebook bei der Nutzer-Entwicklung im 2. Quartal. Die Kennzahl der monatlich aktiven Nutzer stürzt um 1 Mio auf 335 Mio. Grund sollen die DSGVO und Antispam-Maßnahmen sein. Finanziell läuft es besser: Der Umsatz übertrifft mit 711 Mio Dollar und 24 % Wachstum die Erwartungen der Analysten. Twitter verdient im 2. Quartal 100 Mio Dollar.
zeit.de, businessinsider.de