Twitter entwickelt neue Funktion, um einzelne Gespräche zu abonnieren.

Twitter plant eine neue Funktion namens "Gespräch abonnieren". Nutzer können damit einzelnen, interessanten Tweets und sich daraus ergebenden Gesprächen folgen. Sie erhalten eine Benachrichtigung, wenn neue Tweets zu dem Gespräch kommen. Das folgt Twitters Ziel, die Kommunikation auf der Plattform zu vereinfachen und besser zu strukturieren.
techcrunch.com

Tool-Tipp: Chrome-Erweiterung filtert Hasskommentare mittels KI.

Tool-Tipp: Die Chrome-Erweiterung der Google-Schwester Jigsaw filtert englische Hasskommentare mittels KI, schreibt Alfred Ng. Tune setzt auf maschinelles Lernen, um beleidigende Kommentare auf Youtube, Facebook, Twitter oder Reddit auszublenden. Ein virtueller Drehregler steuert das Eingreifen des Tools - von "alle anzeigen" bis "alle verstecken".
cnet.com, t3n.de, chrome.google.com (Tune-Download)

ZDF-Korrespondent Jörg Brase erhält türkische Akkreditierung.

Er doch kann, sagt Erdogan: Die Türkei gewährt Jörg Brase eine Pressekarte, gibt der ZDF-Korrespondent bei Twitter bekannt. Er werde in den kommenden Tagen nach Istanbul zurückkehren. Der zuletzt ebenfalls ausgewiesene "Tagesspiegel"-Journalist Thomas Seibert warte dagegen weiter auf eine Akkreditierung.

Brase habe über einen Anruf vom türkischen Presseamt von der Akkreditierung erfahren. "Wir begrüßen es, dass die türkischen Behörden nun zu einer anderen Entscheidung gekommen sind", sagt Bettina Schausten, stellvertretende ZDF-Chefredakteurin. Das ZDF ginge davon aus, dass die offenen Pressekarten anderer Journalisten nun auch ausgestellt werden.
twitter.com, zdf.de, deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Basta: Investor will Elon Musk bei Twitter mundtot machen.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Ein Investor fordert per Gericht ein Twitter-Verbot für Elon Musk (Foto). Der "unkontrollierte Gebrauch von Twitter für fehlerhafte Statements über das Unternehmen" müsse gestoppt werden. Musk war zuvor nach "irreführender" Tweets von der Börsenaufsicht verklagt worden. Manche Manager mögen Musk mundtot.
welt.de, turi2.de (Background)

Bundestag erwägt die Nutzung von Social Media.

Bundestag will sich dem Bürgerdialog bei Facebook, Twitter und Instagram öffnen, berichtet die "Welt" - bisher ist das Parlament dort nicht vertreten. Die Innere Kommission des Ältesten­rats habe ein Konzept zur Nutzung von Social Media in Auftrag gegeben. Bis zum 20. März sollen sich die Bundestags­fraktionen Gedanken über eine Strategie machen, bis Ostern solle das Konzept fertig sein.
welt.de, turi2.de (Background)

Basta: Twitter-Trend #Mehlgate besorgt backende Bundesbürger.

Wenn besorgte Burger Brötchen backen: Bei Twitter verbreitet sich das #Mehlgate mit reihenweise Fotos von offenbar zu gering befüllten 1-Kilo-Mehl-Packungen. Doch weder Kanzlerin Merkel noch die Illuminaten machen Mehl madig: Mit der Zeit verliert Mehl im Supermarkt an Feuchtigkeit und damit an Gewicht.
haz.de, twitter.com


Meinung: Medien verbreiten mit missverstandener Social-Bots-Studie Panik, schreibt Oliver Weber.

Social Media: Medien warnen mit einem Alarmismus vor Social Bots, schreibt Oliver Weber. Der Beweis, dass Roboter Debatten maßgeblich beeinflussten, stehe noch aus. Daran ändere auch eine in der Fachzeitschrift European Journal of Information Systems veröffentlichte Studie nichts. Diese lege lediglich ein theoretisches Modell vor. Die tatsächliche Einflussnahme sei damit noch nicht erwiesen.
faz.net, tandfonline.com (Studie)

Basta: Milliardär Musk flirtet mit Mars-Mädchen bei Twitter.

Blind Date auf dem Mars: Elon Musk will als SpaceX-Gründer Menschen zum Mars fliegen, was ein anonymer Twitter-Account namens "Mars" aufgreift: Musk sei jederzeit willkommen. "I want you baby", antwortet er flirtend - "Schick mir heiße Bilder und ich komme sofort". Milliardär Musk mag eben Mars-Mädchen.
cnet.com, futurezone.at, twitter.com, turi2.de (Background)



Twitter vermeldet erstmals Jahresgewinn, verliert aber Nutzer.

Twitter vermeldet erstmals einen Jahresgewinn, verliert weltweit aber Nutzer. 2018 macht der Kurznachrichtendienst 1,2 Mrd Dollar Gewinn, umgerechnet rund 1,05 Mrd Euro. Twitters Entrümpelung von Propaganda- und Fake-Accounts hat Folgen: Aktuell twittern 321 Mio im Monat - ein Jahr zuvor sind es 330 Mio monatlich aktive Nutzer.
tagesschau.de, heise.de, turi2.de (Background)

Meinung: Hass im Netz gleichen einer Abenteuerreise durch menschliche Abgründe.

Soziale Netzwerke: Nutzer von Facebook, Twitter und Co begeben sich auf eine "Abenteuerreise durch die menschlichen Abgründe von Fremden", beobachtet Julia Bähr. Sich gegen den Hass im Netz zu wehren, sei auch nach der Einführung des NetzDG nicht leicht – vor Gericht würden nur Ausnahmefälle landen. Das größte Problem bei rechtlichen Schritten sei die Akteneinsicht des Beklagten, der nach einer Anzeige "den vollständigen Namen und die Adresse seines Opfers" erfahre.
faz.net

Amazon setzt auch in Deutschland Mitarbeiter als Botschafter auf Twitter ein.

Amazon versucht auch in Deutschland, sein Image durch "FC Botschafter" auf Twitter aufzupolieren, beobachtet Manuel Mehlhorn. Die Mitarbeiter würden anfänglich wie Social-Bots wirken, kaum anderen Accounts folgen sowie kaum eigene Follower haben, dafür aber meist sehr freundlich auf Kritik an Amazon reagieren. Laut Amazon erhalten die Mitarbeiter für ihre PR-Offensive keine zusätzliche Vergütung. Im August 2018 war bekannt geworden, dass Amazon in den USA Mitarbeiter für positive Tweets entlohnt.
br.de, turi2.de (Background)

Basta: Bei Mark bleibt heut' die Küche kalt…

Zuckerbergs zähe Ziege: Twitter-Chef Jack Dorsey erinnert sich im Rolling Stone an ein denkwürdiges Abendessen bei Facebook-Boss Mark Zuckerberg. Der kredenzte eine Ziege, die er - so die Legende - selbst getötet habe, mit einem Messer und einem Elektro-Schocker. Die Zuckerbergsche Zubereitung konnte aber nicht überzeugen: Die Ziege kam aus dem Ofen auf den Tisch - und war kalt.
mashable.com, businessinsider.de

Twitter-Deutschlandchefin Jolanta Baboulidis will "keine Reichweite um jeden Preis".


Qualität statt Quan-Tweet-ät: Twitter will den Ruf der Politiker- und Journalisten-Blase loswerden und Hass-Botschaften ersticken, bevor es zum Knall kommt. Im "Horizont"-Interview sagt Twitters neue Deutschlandchefin Jolanta Baboulidis: "Wir wollen keine Reichweite um jeden Preis, sondern die Qualität der Gespräche verbessern." Mit Machine-Learning-Tools setze Twitter darauf, problematische Accounts zu identifizieren und zu löschen, bevor andere Nutzer sie melden müssen. Für Werbekunden sieht Baboulidis Twitter als Ergänzung zu TV-Kampagnen, da viele Nutzer Twitter als Second-Screen verwenddetenen, wie etwa aktuell beim RTL-Dschungelcamp.

Twitter-Nutzern gehe es nicht um Selbstinszenierung wie bei Instagram, sonder darum, Neues zu entdecken, sagt Baboulidis, daher seien sie offen für Werbebotschaften. Der Eindruck, dass überhaupt nur Politiker und Journalisten das Netzwerk nutzen trüge und zeige "nicht das ganze Twitter-Universum", zu dem auch Meinungsmacher aus Beauty, Gaming oder Kunst gehörten.

Baboulidis agiert als Deutschland­chefin aus Dublin, will ins Deutschland­geschäft aber "wieder mehr Dynamik reinbringen" und avisiert neue Mitarbeiter, Kunden und Partnerschaften. Derzeit arbeiten für Twitter in Co-Working-Spaces in Hamburg und Berlin neun Mitarbeiter in Deutschland. Seine eigenen Büros in Hamburg und Berlin hatte Twitter 2018 still und leise geschlossen.
"Horizont" 4/2019, S. 14/15 (Paid)

Meinung: Twitter sorgt für neue Arbeitsbedingungen von Journalisten.

Twitter stellt Journalisten vor Herausforderungen, berichten Daniel Bouhs und Timo Robben. Die dpa habe eine "Er ist wach"-Schicht eingerichtet, die beobachtet, was Donald Trump twittert. Da Journalisten und Politiker auf Twitter zum Teil unter sich seien, ergäben sich ein Selbstbezug und ein verzerrtes Bild der Realität. Debatten auf Twitter seien zudem oft radikaler als im echten Leben.
ndr.de ("Zapp"-Beitrag und Video-Interview mit dpa-Chefredakteur Sven Gösmann)

Bundestag meidet Twitter und Facebook.

Bundestag verweigert sich dem Bürger-Dialog per Twitter und Facebook. Bundestags­präsident Wolfgang Schäuble begründet die Enthaltsamkeit mit "erheblichem Personalaufwand" für eine Redaktion, schreibt die "Welt". Mitarbeiter des Referats Online-Dienste und Parlaments­fernsehen hätten schon mehrfach versucht Social-Media-Auftritte zu forcieren - jedoch erfolglos.
welt.de

Zitat: Twitter ist nicht allein für die Defizite der öffentlichen Debatte verantwortlich, sagt Bernhard Pörksen.

"Dieses Einzelmedien-Bashing halte ich für vollkommen übertrieben."

Für Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen ist nicht Twitter allein daran schuld, was "in der öffentlichen Debatte falsch läuft". Das Problem sei ein "Klima der Überhitzung", für das wahlweise Talkshows, Facebook oder Twitter verantwortlich gemacht werden, sagt er im Interview mit Deutschlandfunk Kultur.
deutschlandfunkkultur.de

Zitat: Bei Twitter setze sich Aggressives oft durch, moniert Robert Habeck.

"Große Zeitungen, der öffentlich-rechtliche Rundfunk funktionieren, weil da Journalisten sitzen, die gezielt nachfragen, moderieren, Aussagen überprüfen, Fakten checken. Bei Twitter ist das eben nicht der Fall."

Für Grünen-Chef Robert Habeck macht die fehlende Moderation bei Twitter einerseits "den Charme des Mediums aus", andererseits gebe es für Ausgewogenes und Nachdenkliches keinen Raum. Es setzten sich meist "die Lautesten und Aggressivsten" durch, beklagt er im "FAS"-Interview.
"Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", S. 2 (Paid)

Zitat: Robert Habeck fordert bessere Polizeifähigkeiten bei Netzdelikten.

"Wir müssen eine Polizei haben, die auch in der Lage ist, Einbrüche, denn das sind sie, aufzuklären."

Grünen-Chef Robert Habeck sieht im BR-Interview Verbesserungsbedarf bei der strafrechtlichen Aufarbeitung von Netzdelikten wie dem Veröffentlichen seiner privaten Daten.
br.de (ab 05:05 Min), gruene.de (Twitteraccount)

weitere Zitate:
"Wir haben inzwischen fünf Digitalministerien der Bundesregierung und das ist wahrscheinlich nicht hilfreich." (über den Hackerangriff)

Rundfunkbeitrag: Sahra Wagenknechts Bewegung kritisiert "Regierungsrundfunk".

Rundfunkbeitrag: Die linke Sammlungsbewegung "Aufstehen" um Sahra Wagenknecht (Foto) wettert in einem Tweet gegen den "Regierungsrundfunk". Die politische Bewegung fordere "Bürgermedien", geringere Intendantengehälter und die Abschaffung der Rundfunkgebühren. Der Tonfall erinnere an die AfD, schreiben Twitter-User.
haz.de, taz.de, twitter.com

Tweet des Tages: US-Militär irritiert mit Silvestergruß.

Tweet des Tages: Das für die Atomwaffen zuständige Kommando des US-Militärs sorgt in der Silvesternacht für eine Kommunikationspanne. In Anlehnung auf die New Yorker Silvestertradition, wo ein Zeitball an einer Stange herabgelassen wird, twittert das US-Militär: "Wir sind bereit, etwas Größeres fallenzulassen." Der Tweet wurde kurze Zeit später mit einer Entschuldigung gelöscht.
faz.net, edition.cnn.com


Heidi Klum gibt Verlobung via Twitter bekannt – und die Presse hinkt hinterher.

Klatschpresse: Heidi Klum gibt an Heiligabend per Twitter und Instagram die Verlobung mit dem Sänger Tom Kaulitz bekannt – die Klatschpresse in Deutschland und den USA kann nur aus den sozialen Medien abschreiben. Am schnellsten ist in Deutschland Bunte.de. Der Artikel über die Verlobung datiert nur wenige Minuten nach dem Twitter-Post des Models, selbst der US-Klatschdienst TMZ ist nicht schneller und erscheint erst eine Stunde nach der Bekanntgabe mit einem eigenen Text. Auch Bild.de reagiert schnell und stellt noch in der Nacht einen Artikel online. Die meisten anderen deutschen Klatsch-Portale melden die Verlobung erst in den Morgenstunden.
turi2 – eigene Beobachtung, twitter.com, bunte.de, bild.de, tmz.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Gala"-Chefredakteurin Anne Meyer-Minnemann erklärt, wie sich der Klatsch-Journalismus durch Twitter und Instagram verändert.


Klick-Tipp: Frank Behrendt und Daniel Mack empfehlen 19 Optimisten für 2019.

Klick-Tipp: Frank Behrendt und Daniel Mack haben eine Liste mit 19 Optimisten zusammengestellt, denen es 2019 im Netz zu folgen lohnt. Dabei sind u.a. Autorin Sophie Passmann, Wirtschaftsvordenker Michael Hüther und "Edition F"-Chefredakteurin Teresa Bücker. Die Liste solle als inspirierender Querschnitt der "hellen Seite von Twitter" dienen.
horizont.net

Twitter macht Umschaltung der Timeline leichter.

Twitter erleichtert die Umschaltung zwischen einer chronologischen und einer von Algorithmen vorsortierten Timeline. Künftig sind zum Umschalten nur zwei Klicks nötig. iOS-User können die neue Funktion sofort nutzen, Android- und Desktop-Nutzer voraussichtlich ab Januar. Ursprünglich zeigte Twitter die neuesten Tweets immer oben an, seit 2016 spült Twitter auch ältere Top-Tweets in die Timeline.
cnet.com, buzzfeednews.com, techcrunch.com

Twitter bearbeitet monatlich eine halbe Mio Spam-Meldungen.


Transparentes Twitter: Twitter-Mitarbeiter bearbeiten monatlich eine halbe Mio Spam-Meldungen, veröffentlicht der Zwitscher-Dienst in seinem halbjährlichen Transparenzbericht. Die Zahl sei im Verlauf des ersten Halbjahres 2018 von knapp 870.000 Meldungen im Januar auf rund 500.000 im Juni gesunken. Der Rückgang sei besonders dem Einsatz von automatisierten Spam-Filtern geschuldet, die mit einer Genauigkeit von 75 % Spam-Konten filtern, die dann gesperrt werden.

Bei terroristischen Inhalten musste Twitter im zweiten Halbjahr 2017 noch 1,2 Mio Accounts löschen, im aktuellen Berichtszeitraum beläuft sich die Zahl auf knapp 200.000. 91 % davon konnten automatisiert erkannt und eliminiert werden.

Staatliche Anfragen zu Nutzerdaten seien hingegen mit einem Plus von 80 % stark angestiegen und betreffen damit mehr als zweimal so viele Nutzer-Konten wie im zweiten Halbjahr 2017. 87 % dieser Anfragen stammen aus Russland und der Türkei.
mashable.com, zdnet.com