Zitat: Daniel Mack fordert eine Klarnamen-Pflicht für soziale Netzwerke.

"Politische Debatte funktioniert nur mit Gesicht. Ob im Bierzelt oder im Netz."

Daniel Mack, Digitalberater und Associate Director bei der Public-Affairs-Beratung 365 Sherpas, wünscht sich in einem "taz"-Gastkommentar eine Klarnamen-Pflicht für soziale Netzwerke als Teil einer Mehr-Faktor-Authentifizierung, damit die Digitalisierung zur Stärkung der Demokratie genutzt werden kann.
taz.de

Basta: Horst Seehofer setzt seinen ersten Tweet ab.

Erstweeter: Horst Seehofer beginnt - wie angedroht angekündigt - mit dem Twittern. In seinem ersten Video-Tweet freut er sich auf den Dialog mit den Bürgern. Seehofer twittert - gezeichnet mit "HS" - über das Konto des Bundesinnenministeriums. Accounts wie @HorstSeeehofer oder @thehoferhorst verbreiten Scherzmeldungen - eigentlich das Privileg des echten Seehofers.
twitter.com/BMI_Bund via stern.de


Zahl des Tages: Donald Trump twittert eine Null zu viel.

Zahl des Tages: Um eine 0 hat sich US-Präsident Donald Trump vertwittert, als er mitteilt, das BIP-Wachstum sei erstmals seit mehr als 100 Jahren höher als die Arbeitslosenquote. Sein Wirtschaftsberater Kevin Hassett korrigiert: "Die korrekte Zahl lautet Zehn." Wie Trump auf 100 komme, wisse er auch nicht, er sei Wirtschafts-, nicht Twitter-Berater.
faz.net, twitter.com

Twitter sperrt Alex Jones dauerhaft.

Twitter sperrt den Verschwörungstheoretiker Alex Jones und seine Seite "Infowars" dauerhaft. Der Rechtspopulist habe wiederholt gegen Richtlinien des sozialen Netzwerks verstoßen. Facebook, YouTube, Spotify und Apple hatten Jones Inhalte Anfang August von ihren Plattformen genommen. Twitter stand wiederholt in der Kritik, ihm weiterhin eine Plattform zu bieten.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Donald Trump ist nicht immun gegen Account-Sperrung, sagt Twitter.

Twitter würde auch beim Twitter-Konto des US-Präsidenten den Stecker ziehen, wenn Donald Trump mit Beschimpfungen eine gewisse Grenze überschreiten würde, sagt Chef-Justiziarin Vijaya Gadde in einem Interview. Im Januar hatte Twitter eine Regelung veröffentlicht, nach der für Staatenlenker andere Kriterien gelten als für andere Nutzer, weil "wichtige Informationen" für die Bevölkerung sichtbar und debattierbar bleiben müssten.
politico.eu

"WSJ": Jack Dorsey hat sich persönlich für Verbleib von Alex Jones auf Twitter eingesetzt.


Ihr Vögelein bleibet: Twitter-Chef und Gründer Jack Dorsey hat sein Veto eingelegt, als seine Mitarbeiter den Verschwörungstheoretiker Alex Jones sperren wollten, berichtet das "Wall Street Journal". Twitter widerspricht der Darstellung. Jack Dorsey habe sein Team nicht überstimmt. Vielmehr seien die Inhalte von Alex Jones gar nicht erst gemeldet worden.

Einen ähnlichen Vorfall soll es laut "WSJ" bereits 2016 gegeben haben, als Jack Dorsey angeordnet haben soll, dass der rechte Provokateur Richard Spencer weiter einen Account betreiben dürfe. Am Mittwoch wird Jack Dorsey vor dem US-Kongress aussagen und beantworten, ob und wenn wie ausländische Akteure mit Social Media Falschmeldungen verbreiten können. (Foto: Picture Alliance / Geisler-Fotopress)
wsj.com (Paid), turi2.de (Background)

Zehn Jahre nach Gründung: URL-Shortener Bitly mutiert zur Daten-Krake.

Bitly wandelt sich vom Link-Verkürzer zur Daten-Krake, schreibt Torben Lux. Was ohne Geschäftsgrundlage begann, floriert nach zehn Jahren dank Cloud-Dienstleistungen für Firmenkunden. Potenzial sieht Lux in den bisher schlummernden Datenmengen von bis zu elf Mrd Link-Klicks im Monat. Selbst Twitters Lockerung der 140-Zeichen-Grenze – Ursprungsidee eines URL-Shorteners – hat Bitly überstanden.
omr.com

Jack Dorsey: Twitter zensiert keine rechten Meinungen.

Twitter: CEO Jack Dorsey wehrt sich im Interview mit CNN gegen den Vorwurf, rechte Meinungen zu unterdrücken. "Wir bewerten keine Inhalte, wir bewerten Verhalten", sagt Dorsey. Twitter selbst habe zwar eine linke Ausrichtung, das spiele bei der Bewertung von Inhalten aber keine Rolle.
mashable.com, twitter.com (2-Min-Video)


Twitter will neue Accounts von gesperrten Nutzern aufspüren und löschen.

Twitter will härter gegen gesperrte Nutzer vorgehen, die versuchen ihre Sperre zu umgehen, schreibt der Kurznachrichtendienst in einem Tweet. Die Nutzer haben offenbar versucht, die Sperre durch einen neuen Account zu umgehen. Twitter hat sich nicht dazu geäußert, wie viele Nutzer betroffen sind und wie sie aufgespürt werden konnten.
techcrunch.com

Twitter löscht nun doch Inhalte des Verschwörungstheoretikers Alex Jones.

Twitter rudert rum und nimmt nun doch Tweets und Videos des Verschwörungstheoretikers Alex Jones von der Plattform. Ein Sprecher sagte gegenüber CNN, die Inhalte seien nur vorübergehend offline, während Twitter die Konformität mit den Richtlinien prüfe. Am Mittwoch hatte Twitter-Chef Jack Dorsey die Entscheidung, die fragwürdigen Inhalte nicht zu löschen, verteidigt.
cnet.com, money.cnn.com, turi2.de (Background)

"Welt": EU plant Gesetz zur Löschung von Terrorpropaganda im Netz.

EU-Kommission will Facebook, Google und Co per Gesetz dazu zwingen, terroristische Inhalte im Netz zu löschen, berichtet die "Welt" unter Berufung auf Insider. Die Internetkonzerne sollen Terrorpropaganda schneller filtern und umgehend löschen. Der Gesetzesvorschlag soll Mitte September vorgelegt werden. Die bisherigen freiwilligen Vereinbarungen brächten nicht genug Fortschritte, sagt EU-Sicherheitskommissar Julian King.
welt.de

Zitat: Twitter-Chef will fragwürdige Inhalte nicht löschen, sondern öffentlich widerlegt sehen.

"Accounts wie der von Jones verbreiten oft Gerüchte ohne Substanz, also müssen Journalisten unbedingt dokumentieren, prüfen und widerlegen, damit das Publikum sich eine eigene Meinung bilden kann."

Twitter-Chef Jack Dorsey erklärt, warum er den notorischen Verschwörungstheoretiker Alex Jones nicht von der Plattform kegelt - anders als Apple, YouTube und Facebook.
spiegel.de

Politiker wollen Techfirmen Gratis-Kantinen verbieten.

Mundraub: Zwei Politiker aus San Francisco wollen Tech-Firmen bei Neubauten verbieten, ihre Mitarbeiter mit Gratis-Essen zu versorgen, wie z.B. Google, Twitter und Uber. Die Mitarbeiter würden sich vom Stadtviertel "abschotten" - und den lokalen Gastro-Umsatz schmälern. Bei Amazon gibt es keine Gratis-Kantine: Der Online-Händler will seine Mitarbeiter dazu motivieren, die Essenspause außerhalb des Büros zu verbringen.
faz.net

Siemens-Chef Joe Kaeser lässt sich Tweets und Retweets vorschlagen.

Joe Kaeser, Siemens-Chef, überlässt auf Twitter wenig dem Zufall, schreibt Daniel Neuen. Bevor er im Juni 2017 sein Profil gestartet hat, verpasste er sich und seinen Vorstandskollegen zunächst ein Training. Die Kommunikationsabteilung erarbeitet Vorschläge für Tweets und Retweets. Zudem hat jeder Siemens-Vorstand einen festen Ansprechpartner in der Kommunikationsabteilung. Für Joe Kaeser ist PR-Chefin Clarissa Haller zuständig.
"PR Report" 4/2018, S. 38 (Paid)

Twitter-Nutzerzahlen schrumpfen, Umsatz und Gewinn wachsen kräftig.

Twitter enttäuscht wie bereits Facebook bei der Nutzer-Entwicklung im 2. Quartal. Die Kennzahl der monatlich aktiven Nutzer stürzt um 1 Mio auf 335 Mio. Grund sollen die DSGVO und Antispam-Maßnahmen sein. Finanziell läuft es besser: Der Umsatz übertrifft mit 711 Mio Dollar und 24 % Wachstum die Erwartungen der Analysten. Twitter verdient im 2. Quartal 100 Mio Dollar.
zeit.de, businessinsider.de

Tool-Tipp: Chrome-Plugin Covfefe lässt Nutzer Tweets bearbeiten.

Tool-Tipp: Die Browser-Erweiterung Covfefe ermöglicht es, veröffentlichte Tweets nachträglich zu bearbeiten. Wer Covfefe in seinem Chrome-Browser installiert, findet an jedem Tweet eine Edit-Funktion. Der bearbeitete Tweet wird allerdings neu gepostet – Retweets und "Gefällt mir"-Herzchen gehen verloren. Ein erster turi2-Test zeigt, dass die frühe Version fehleranfällig ist und auch ungewollt andere Tweets neu postet und löscht.
chrome.google.com via businessinsider.de

Tech-Konzerne kooperieren, um Daten-Umzug zu vereinfachen.

Daten-Umzug: Google, Microsoft, Facebook und Twitter erleichtern die Übertragung persönlicher Daten mit einem gemeinsamen Data Transfer Project. Es soll Nutzern etwa erlauben, Musik-Playlists oder Dateien von einer Plattform auf die andere zu übertragen. Der neue EU-Datenschutz verpflichtet Anbieter zur einfachen Datenportabilität. Amazon, Apple und Dropbox sind noch nicht Teil des Projekts.
sueddeutsche.de

Studie: Forscher können Twitter-Nutzer mit Metadaten zu 96,7 % identifizieren.

Twitter: Anhand der Metadaten, die Nutzer bei jedem Tweet mitsenden, können Nutzer exakt identifiziert werden, analysieren Forscher des University College in London. Bei jedem Tweet senden Nutzer 144 "obskure Datenfelder". Die Forscher konnten damit 10.000 Nutzer zu 96,7 % genau bestimmen, auch wenn diese versucht haben, ihre Identität zu verschleiern.
wired.co.uk, sueddeutsche.de

Jolanta Twarowska wird neue Deutschland-Chefin von Twitter.

Twitter holt Jolanta Twarowska, 32, als Deutschland-Chefin. Sie kommt von Konkurrent Snapchat, wo sie erste Mitarbeiterin in Deutschland war, und folgt auf Thomas de Buhr, der zum Sportstreaming-Anbieter Dazn gewechselt ist. Jolanta Twarowska war zuvor bereits lange bei Twitter beschäftigt und arbeitete dort unter anderem in den Büros in San Francisco, Dublin, London und Hamburg. In Deutschland war sie mitverantwortlich dafür, den lokalen Werbemarkt für Twitter zu erschließen.
per Mail, turi2.de (Background)

Twitter verschärft Anti-Spam-Maßnahmen.

Twitter verlangt beim Anlegen neuer Accounts nun eine Bestätigung von E-Mail oder Telefonnummer. Die verschärfte Anmelde-Prozedur soll Spammern und Trollen das Handwerk erschweren. Twitters Regeln sind traditionell laxer als etwa die bei Facebook. Spammer möchte Twitter künftig mit einer Warnplakette als "verdächtig" markieren. Sie dürfen keine weiteren Tweets veröffentlichen.
thewrap.com, venturebeat.com, blog.twitter.com (Ankündigung)

ORF verbietet Mitarbeitern die eigene Meinung in Social-Media-Kanälen.

ORF 150ORF will mit den "ORF-Social-Media-Leitlinien" seinen Mitarbeitern "auch im privaten Umfeld" auf Social Media ihre eigene Meinung "gegenüber politischen Institutionen" verbieten. Der Entwurf für die "Dienstanweisung" wurde offenbar versehentlich vorab an einige Radio-Mitarbeiter geschickt, Autor ist ein Mitarbeiter im Büro des ORF-Generaldirektors Alexander Wrabetz.
derstandard.at, twitter.com (Armin Wolf)

Thomas de Buhr leitet künftig Deutschland-Geschäft von Dazn.

Thomas de Buhr, bislang Deutschland-Chef von Twitter, leitet ab Juli die Geschäfte des Sportstreaming-Anbieters Dazn in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er soll in der neu geschaffenen Position des Vice President Marketing & Commercial vor allem die Bekanntheit und die Nutzerzahlen steigern und weitere Partnerschaften abschließen. Der Wechsel von Thomas de Buhr ist seit kurzem bekannt, seine genaue Aufgabe bei Dazn war bislang jedoch unklar.
presseportal.de, turi2.de (Background)